Zur Domina gemacht 3 Teil 1

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Liebe Leser, 

bevor ich etwas Neues hier einstelle, einen kleinen Hinweis: 

Ich möchte euch für die Unterstützung beim Schreiben, euren Anregungen und Kritiken danken. Auch für das Kaufen meiner Bücher und die damit verbundenen Rezensionen. Habt ihr Anregungen für neue Geschichten, Wünsche oder Fragen, könnt ihr mir diese gerne per PN stellen. Natürlich würde ich mich aber auch über euren weiteren Support freuen.

Unter meinem Autorenpseudonym (Link in der nächsten Zeile) findet ihr meine bisher veröffentlichten Werke. 

Madame Mala Amazon

Für eure Treue, Unterstützung, Zuspruch, Feedback und Freundschaft noch einmal vielen Dank

Drücke euch alle

Eure Sena

 

1.  Alexanders Belohnung

Anna sah sich im Wohnzimmer um, es schien soweit alles vorbereitet zu sein. In zwei Minuten würde es an der Tür klingeln und sie die Gelegenheit dazu bekommen, sich bei Alexander zu bedanken. Es war keine leichte Aufgabe gewesen, die sie ihrem Sklaven gestellt hatte. Serkan, Gülens Vater, hatte sich lange seinem Vorschlag widersetzt, wobei die Gründe für seinen Widerstand schwer zu deuten blieben. Vielleicht war es der offene Bruch mit seinem Bruder? Die Angst, Geld von jemanden anzunehmen, den er doch eigentlich überhaupt nicht kannte? Seine Tochter Gülen war es gewesen, die letzten Endes den Ausschlag gegeben hatte. Sie war verzweifelt und nachdem auch die Mutter ihr Machtwort gesprochen hatte, ließ sich der Alte endlich überzeugen. 

Anna war erleichtert, mit Unbehagen dachte sie an ihren letzten Besuch im Haus der Freunde zurück, wo Gülens Onkel und dessen älteste Tochter nur Schmähkritik und Spott für die Familie des Bruders übrig gehabt hatten. 

„Riiiiiinnnnggggg!“

Alexander! Anna freute sich. Der Kunde und Freund war zu einer wichtigen Stütze für sie geworden und gerne würde sie ihm heute, auf ihre Weise, Danke sagen. 

So ließ sie sich Zeit, schlenderte lässig zur Tür, betrachtete sich noch einmal in dem großen Flurspiegel und befand alles in Ordnung. Ihre schwarzen Reitstiefel, passten zu der beigen figurbetonenden Hose und die weiße Bluse brachte sowohl ihr ausladendes Dekolleté zur Geltung, als auch ihre künstlich verengte Taille. Wie viel Sport sie treiben musste, um gerade diesen Bereich ihres Körpers zu stärken, der von Laval in seinem Wahn für immer geschädigt worden war. Sie hatte manchmal, wenn sie sich viel bewegte, Schmerzen in dieser Region. 

Sie beobachtete durch den kleinen Monitor der Türsprechanlage ihren Freund und Sklaven. Ein untersetzter, unauffälliger Mann mit wenig attraktiven Gesichtszügen und lichtem Haar. Dennoch blieb er für Anna ein ganz besonderer Mensch. Vielleicht auch dadurch schön für sie? Sie konnte sich noch gut daran zurückerinnern, wie sie ihn im Zusammenhang mit einem aufwendig inszenierten Rollenspiel kennengelernt hatte. Er hatte vor ihr einen Frauenschinder und Vergewaltiger gemimt, unvorstellbar für sie, im Nachhinein betrachtet. Schnell war sie ihm während der Session auf die Schliche gekommen und hatte den sanftmütigen und sensiblen Mann mit all ihrem Können freigelegt. Das war damals eine sehr derbe und schwer verkraftbare Prozedur für Alexander gewesen. 

„Hallo Alex! Schön das du da bist. Warte! Ich mache dir auf.“ Sie sah die Überraschung in seinem Gesicht. Sie gab sich freundlich und sanft, ganz gegensätzlich zu ihrem sonstigen Ton ihm gegenüber. 

Sie hörte den Fahrstuhl nach oben fahren, dann hielt auch schon die Kabine in ihrem Stockwerk. Alexander hielt sein Gesicht vor ihr gesenkt, ein Verhalten, das seiner Herrin geschuldet war, heute aber keine große Rolle spielen sollte. 

Anna kam ihm entgegen, umarmte ihn und gab ihm einen Kuss auf seine Wange. Sie spürte dabei deutlich seine Anspannung, wahrscheinlich rechnete er damit, dass sie jederzeit mit ihrem bösen Spiel ihm gegenüber beginnen könnte. 

So drückte sie sanft mit ihren behandschuhten Zeige- und Mittelfinger unter sein Kinn, beobachtete wie seine Augen unsicher zu ihr aufblickten und freute sich darauf, ihm heute eine ganz andere Anna zeigen zu dürfen, als diejenige, welche er von ihr erwartet hatte. 

„Ich danke dir!“ Stellte sie fest, küsste ihn erneut auf seine Wange und umarmte ihn ein zweites Mal. Sie empfand wirklich so und hatte kein Verlangen ihre Gefühle vor diesem Mann zu verstecken. 

„Anna ich ...“

Sie schüttelte ihren hübschen Kopf, worauf er sofort innehielt. 

„Alex, heute geht es hier um mich. Du bist hier, weil ich es wollte! Verbleiben wir so?“

Sein Blick senkte sich sofort wieder. 

„Ja, Anna.“

Sie lachte und drückte ihm erneut auf behutsame Weise ihre Finger unter sein Kinn. 

„Du nimmst heute alles hin und stellst nichts in Frage. Hast du das verstanden?“ Verlangte sie von ihm in einem eindrücklichen Ton.

Er schien verwirrt, nickte und stammelte ein paar Worte. Wahrscheinlich weil er sich nicht vorstellen konnte, worin der Unterschied zu ihren sonstigen Treffen liegen könnte. Sie bezwang ihn doch sowieso, egal ob er sich wehrte oder nicht. 

„Komm! Ich habe uns was gekocht. Ich hoffe es schmeckt dir.“

Sichtlich verwirrt ließ er sich von ihr in die Wohnung führen, blickte überrascht zu den aufwendig gedeckten Esstisch und schien erstaunt. Warum tat sie das? Aus dem Gefühl heraus ihm etwas zu Schulden? Er hatte geglaubt, sich ihr in diesem Punkt erklärt zu haben. Er erinnerte sich an ihren Befehl und so ließ er sich von ihr auf seinen Platz führen, dabei ihre wundervolle Erscheinung in Augenschein nehmend. Sie sah böse und verrucht aus wie immer. Ganz die Domina und Herrin, die er so über alles liebte. 

„Setz dich! Es müsste schmecken, ich habe mich ganz genau an das Rezept gehalten.“

Alexander konnte nicht anders, zeigte ihr ein Lächeln und fühlte, wie ihr gegenüber seine Spannung etwas nachließ. Selbst wenn es jetzt zu einem abrupten Wechsel kam und sie ihm mit aller Härte seine Herrin aufzeigte, so wäre dieser Eindruck es wert gewesen. 

„Wie lief es heute? Hattest viel Stress?“ Sie füllte Tortellini auf seinen Teller, übergoss sie mit einer hellen Cremesauce und tat sich dann selbst auf. 

„Entspanne dich! Alles gut!“ Forderte sie noch einmal.

Alexander nickte zaghaft, blickte in den Schein der zwei Kerzen und wusste noch immer nicht viel mit der Situation anzufangen. Anna verhielt sich ganz anders als sonst und es fiel ihm schwer, mit ihr in dieser Konstellation umzugehen.

So folgte er ihren Handlungen mit seinen Blick, sah sie seitlich von ihm Platz nehmen und fühlte ihre Hand auf seiner Schulter. 

„Iss! Es wird sonst kalt.“ Sie lächelte und zwinkerte ihm dabei zu. 

Das Essen schmeckte. Vielleicht, weil er ahnte, dass sich seine Domina ziemlich viel Mühe damit gegeben haben musste. 

„Wo ist dein Kleiner?“ Fragte er sie vorsichtig. 

Anna hatte sich gerade genüsslich einen Löffel voller Tortellini in ihren so wunderschön sinnlichen Mund geschoben, kaute, ihre braunen Augen dabei auf ihn gerichtet haltend. 

„Bei Katrin. Wir haben also sturmfrei und können die Musik nachher laut machen.“ 

Sie lachte und so fiel er mit ein. Erst jetzt wurde ihm bewusst, wie wenig er eigentlich über diese Frau wusste. 

„Warst du noch einmal bei Jargo?“

Anna nickte und erzählte ihm von dem Pferd und ihren Reitversuchen, ließ aber auch ihren Bruder nicht außen vor. Alexander fühlte, dass es ein Privileg war, dass sie ihm von Ralf erzählte. In einem lockeren Plauderton gab sich seine Domina redselig und mit jedem privaten Wort, dass sie mit ihm wechselte, fiel es ihm schwerer sie sich als die Sadistin vorzustellen, die ihn noch bei der letzten Session an seine Belastungsgrenze getrieben hatte. Sie drückte sich einfach aus, hatte nicht den Wortschatz eines gebildeten Menschen und dennoch fand er es unterhaltend, ihr zuzuhören. Vielleicht weil man ihr Herz raushörte? 

„Darf ich dich fragen, wie es deinem Freund geht?“

Ihre Gesichtszüge verhärteten sich sofort und schon haderte er damit, ihr diese Frage gestellt zu haben. Anna schwieg indessen und schien sich eine Antwort erst überlegen zu müssen. 

„Er hat mich verlassen, Alex. Über die Gründe möchte ich mich vor dir nicht auslassen, sehe es mir nach. Im Moment versuche ich ihn nicht zu hassen, es fällt mir aber schwer, wenn ich ehrlich bin. Ich habe so ein wenig das Gefühl, dass er uns weggeworfen hat, Ralf und mich. Ich muss immer noch an ihn denken und ärgere mich über die Zeit, die ich dabei an ihn verschwende.“

„Ihr seid beide sehr jung gewesen, Anna. Könnte es daran gelegen haben? Oft wertschätzt man nicht, was man bereits gefunden hat und sucht weiter. Leider ist es dann meist zu spät, wenn man sich diesem Fehler erst einmal bewusst geworden ist.“

Anna blickte ihn nachdenklich an. 

„Und du hast schon einmal ...?“

Alexander verneinte. 

„Nein! Ich habe noch nie eine wirkliche Beziehung mit einer Frau geführt. Und da du bestens mit meinen Neigungen vertraut bist, wird das wahrscheinlich auch nicht passieren, wie du dir vorstellen kannst.“

„Glaubst du nicht, dass du für eine Frau, die du liebst, darauf verzichten könntest?“

Alexander hob das Weinglas an seine Lippen und nahm einen kräftigen Schluck daraus. Ein Leben ohne SM? Schwer vorstellbar. Er war die einzige Form von Freiheit, die er bisher in seinem Leben hatte erfahren dürfen. 

„Ich weiß es nicht, Anna. Ich hatte solch eine Situation noch nicht.“

Anna zeigte sich von ihm enttäuscht, er konnte nur nicht nachvollziehen, warum das so war. Er brauchte eine Minute, um sich dazu zu überwinden sie zu fragen. 

„Und du? Was wäre dir wichtig?“

„Eine Insel, Alex. Ein Mann auf den ich mich retten kann, wenn mir alles zu viel wird.“

„Und dieser Junge konnte für dich diese Insel nicht sein?“

Anna versuchte, sich zu erinnern.

„Doch, ja. Natürlich. Aber er wollte für mich nicht auf SM verzichten. Mir fiel es immer schwerer seine Wünsche und meine Rolle ihm gegenüber aufrecht zu erhalten.“

Alexander wurde bleich. Ging es Anna ihm gegenüber auch so? Ihre Blicke trafen sich und natürlich konnte sie sich denken, worüber er nachdachte. 

„Mach dir keine Sorgen! Beim nächsten Treffen bin ich wieder deine grausame Eheherrin und verleide dir dein Leben.“

Sie versuchte erneut ihre Enttäuschung vor ihm zu kaschieren und dennoch konnte der sensible Mann sie deutlich aus ihren Worten heraushören. 

„Und jetzt?“ Seine Stimme klang leise und hell. 

„Eine Freundin?“ Erwiderte sie leise. 

Alexander lächelte, schob eine Teigtasche auf seine Gabel und führte sie an seinen Mund. 

„Davon hatte ich bisher auch noch nicht all zu viele.“ Stellte er, für einen Moment die Etikette vergessend, mit vollem Mund fest. 

Anna blickte nachdenklich zu ihm rüber. Was für arme Geister hatten sich hier getroffen. 

„Diese Familie, deine Freunde ..., sie halten sehr große Stücke auf dich. Das fand ich bemerkenswert.“

Anna hatte Mühe seinen Worten zu folgen. 

„Du meinst Gülens?“

Alexander nickte. 

„Ja. Die junge Frau hat mir erzählt, was du bereit warst für sie zu tun.“

„Weil sie in meinem Studio putzen gehen darf? Alex! Mach dich nicht lächerlich. Erst wenn jemand nichts hat und dennoch gibt, wird etwas Besonderes daraus.“

Sie erschrak und schämte sich ihrer Worte. Alexander sah ihr an, wie sie über ihre Bemerkung stolperte und deren Wirkung vor ihm zu mindern suchte. 

„Tut mir leid. Ich bin dir wirklich dankbar für alles, was du...“

Er winkte ab. 

„Die andere Seite der Medaillie kennst du nicht, Anna. Wenn man viel hat, dann wird man nur noch als Quelle von materiellen Möglichkeiten gesehen, kaum aber noch als Person wahrgenommen. Deshalb sind reiche Menschen, wie sie sind. Meist kühl, arrogant und oberflächlich.“

Anna glaubte, ihn zu verstehen. So genau hatte sie nie darüber nachgedacht, wie man sich wohl am anderen Ende fühlen könnte. 

„Bereust du es manchmal, so viel Geld zu haben?

„Nein, ich glaube nicht. Sieh mich an, Anna! Was wäre ich noch, wenn ich nicht einmal das hätte?“

Anna schüttelte ihren Kopf. 

„Du bist zu depressiv. Das nimmt dir viel von deinem Reiz. Du bist originell, gebildet, aber es geht halt viel davon in deinem Selbstmitleid verloren.“

Sie deutete auf den Nachtisch. 

„Komm! Greif zu, danach kannst du mir beim Aufräumen helfen.“

„Und worin siehst du deine Bedeutung? Ich meine von der Domina abgesehen?“

Sie verübelte ihm seine Retourkutsche. Er konnte deutlich spüren, wie sehr ihr seine Frage missfiel. Aber ging es ihnen nicht beide ähnlich? Er hatte Geld, das jeder haben wollte, sie entsprach einer verbreiteten Fantasie in Perfektion. 

„Ich sorge dafür, dass es meinem Bruder gut geht. Das muss mir anscheinend reichen.“

„Kann es das?“ Fragte Alexander nach. 

„Reicht es dir, erfolgreich zu sein?“

„Manchmal ja.“

Anna seufzte. Sie wusste selbst nicht genau, warum sie sich mehr von diesen Abend versprochen hatte. Alexander kam ihr gegenüber anscheinend nicht aus seiner Haut heraus.

Sie schwiegen beide, hingen ihren Gedanken nach, aßen dabei etwas vom Nachtisch und tranken Wein. Sie schienen sich dabei nicht um den anderen sorgen zu müssen, wenigstens das funktionierte zwischen ihnen. 

„Hilf mir beim Aufräumen, ja? Oder müssen wir dafür erst einen deiner Bediensteten anrufen?“

Anna grinste böse, ein Anblick, den Alexander regelrecht konsumierte. 

„Ich kriege das hin, glaube ich.“ Stellte er leise fest. 

Sie drückte ihm die Terrine mit den Nudeln in die Hände und stapelte die Teller aufeinander, vorher die Reste zusammenkratzend.

„Würde es dir leichter fallen, dich als Domina zu akzeptieren, wenn Laval nicht gewesen wäre und du von allein dazu gekommen wärst?“

Anna blickte überrascht zur Küche, wo Alexander die weiße Porzellanschüssel auf die Ablage stellte. 

„Was? Keine Ahnung.“

Alexander kam zu ihr zurück und betrachtete sie dabei nachdenklich. 

„Ich glaube, dass dies der Grund für deinen Frust ist. Anna du bist die beste Domina weit und breit. Vielleicht glaubst du immer noch, dass Pierre dich dazu gemacht hat, aber das stimmt nicht. Das, was dich so besonders werden lässt, ruht in dir! Das hat sogar meine Schwester festgestellt.“

Anna hob ihren Mittelfinger an ihren Mund und deutete an zu würgen. Alexander musste lachen bei diesem Anblick. 

„Was hast du für ein Verhältnis zu ihr? Versteht ihr euch?“ Fragte sie ihren Besuch.

Alex verneinte und nahm ihr die Teller ab. 

„Sie hat mich zeit meines Lebens verspottet und gehänselt. Manchmal auch geschlagen. Keine Ahnung, vielleicht verdanke ich es sogar ihr, dass ich so geworden bin.“

Anna zeigte ihm ihr Mitleid. 

„Und deine Eltern?“

„Mein Vater hat viel gearbeitet und meine Mutter zusammen mit Victoria das Verdiente wieder ausgegeben. Eigentlich wurde ich erst von den beiden akzeptiert, als mein Alter verstorben und ich seine Geschäfte erfolgreich fortgeführt habe.“

„Was würden sie machen, wenn du nichts mehr für sie zahlen würdest?“

Alexander schien diese Konstellation in seinem Kopf durchzugehen. 

„Sie haben beide genug. Sie wären versorgt.“

Anna legte ihren Kopf schief. 

„Dann löse dich von ihnen! Zeig ihnen, dass du sie nicht brauchst, wenn sie dir nicht gut tun.“

War das zu einfach gedacht? Alexander schien jedenfalls mit ihrer Idee wenig anfangen zu können. 

„Das ist meine Familie, Anna. Die legt man nicht einfach ab, wie ein dreckiges Kleidungsstück.“

„Du solltest dir eine neue suchen. Meine Meinung. Eine, die einen Menschen wie dich zu würdigen weiß.“

Anna holte einen Lappen, wischte über den Tisch und deutete dann auf die Sitzecke am Fenster. 

„Komm, wir machen es uns ein wenig gemütlich.“

Alexander folgte ihr. Tatsächlich konnte er langsam das Gespräch mit ihr zulassen, ohne sich daran zu stören, dass seine Gebieterin außen vor blieb. 

„Anna? Käme ich für dich in Frage? Ich meine außerhalb unserer Geschäftsbeziehung? Ganz sicher nicht, oder?“

Sie blickte ihn nachdenklich an. Wie konnte sie ihm erklären, dass er mit seinem Denken völlig falsch bei ihr lag?

„Und umgedreht? Die Anna aus dem Plattenbau?“

Alexander schmunzelte. Sie hatte Recht. Auf anderen Wegen hätten sie wohl kaum zueinandergefunden.

„Übrigens bist du jetzt hier.“

Er stutzte. Wie meinte sie das?

„Anna ich habe dir gesagt, dass ich keine Erwartungen ...“

Anna seufzte. Überhörte aber seinen Fauxpas. 

„Du bist hier, weil ich es so wollte. Verstehst du jetzt? Weil du eben nicht so abstoßend auf mich wirkst, wie du vielleicht glaubst. Ich habe genügend hässliche Menschen erlebt und gesehen, deine Schwester ist eine von ihnen. Dich aber zähle ich nicht dazu.“

Alexander wollte sich über ihr Kompliment nicht freuen. Er schüttelte seinen Kopf und seine Miene verdunkelte sich. 

„Anna! Du weißt, wie ich aussehe! Ich esse gerne, habe fast eine Glatze und trage einen Bauch vor mir her. Von meinen Penis möchte ich gar nicht erst anfangen...“

Anna ärgerte sich jetzt wirklich über den Mann neben sich. Er strengte sie an, wenn er so von sich sprach. 

„Du regst mich gerade richtig auf, weißt du das eigentlich? Höre doch mal auf damit! Wie soll eine Frau sich für dich interessieren, wenn du dich selbst nicht leiden kannst?“

Alexander hob seine Schultern und ließ sie wieder fallen. Spielte das wirklich eine Rolle?

„Hole noch eine Flasche! Sie stehen dort drüben im Regal.“

Er stand auf, um Annas Wunsch zu folgen, ging zu der von ihr gewiesenen Stelle und nahm die Flasche Rotwein an sich. Er sah erst zu der Küche rüber, dann wandte sich sein massiger Kopf ihr wieder zu. 

„Wo ist der Öffner?“

„In dem Schrank in der Mitte, oberste Schublade.“ 

Anna beobachtete dem Mann dabei, wie er routiniert die Flasche öffnete. Sorgsam legte er den Öffner wieder beiseite, drückte den Korken ein stückweit zurück in die Flaschenmündung und kam zu ihr zurück. Er setzte sich zu ihr, schenkte ein und reicht ihr das Glas. 

„Ich muss gleich fahren, Anna. Wenn ich zu viel trinke ...“

Anna blickte ihn nachdenklich an. 

„Verreist du?“

Er verneinte und erzählte ihr von der Stadtwohnung, die er besaß. Die Termine für morgen, konnte er auch von dort aus abhandeln. 

„Dann schlaf heute hier. Kommt nicht drauf an, ich habe Platz.“

„Das meinst du Ernst?“ Fragte er sie erstaunt. 

„Klar, warum nicht? Du wirst mich schon nicht vergewaltigen.“

Er lachte und fühlte sich an ihr erstes Zusammentreffen erinnert. Selbst aus der Erinnerung heraus, tat sie ihm noch weh. 

Sie schwiegen, jeder von ihnen hing den eigenen Gedanken hinterher. Alexander wollte es immer noch nicht so recht glauben, dass er einfach so neben seiner Göttin sitzen durfte. 

Schüchtern beobachtete er sie dabei, wie ihre markanten braunen Augen einen Punkt im Raum fixierten. In diesem Moment schien sie mit ihren Gedanken ganz woanders zu sein. Vielleicht bei ihrem Bruder? 

Dennoch eine ungewohnte Situation für ihn. Frauen wollten ihn entweder von sich überzeugen oder wirkten reserviert und angespannt ihm gegenüber, zumindest so lang, bis sie herausbekommen hatten, wer er war. Sie aber saß einfach nur neben ihm und trank ihren Wein. 

Sie spürte seinen Blick und erwiderte ihn. 

„Fällt es dir jetzt leichter, mich mal ohne Peitsche in der Hand zu ertragen?“

Alexander lächelte. 

„Ja. Ich bin erstaunt, wie schnell das geht.“

„Brauchst dir trotzdem keine Sorgen machen, deine Eheherrin ist immer zur Stelle, wenn du sie nötig hast.“

„Ich glaube, Sorgen machst eher du dir, kann das sein?“

Sie gab für einen Moment ihre Überraschung preis, suchte sie aber sofort vor ihm zu bagatellisieren. 

„Das geht seit vielen Jahren so, da komme ich wohl nicht mehr aus meiner Haut raus.“

„Hast du Termine morgen?“ Fragte er sie interessiert. 

„Ja, zwei. Anders schaffe ich es nicht mehr. Bin schon für ein halbes Jahr ausgebucht.“

„Fällt es dir jetzt leichter?“

Anna hob ihre Schultern und ließ sie wieder fallen. 

„Nein. Ich werde immer mehr zu dieser Frau, die ihr so liebt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich mit jedem Kunden, den ich abfertige, ein altes Stück von mir aufgebe. Ich weiß nicht, ob das so gut ist.“

„Du bist so eine charismatische Frau, Anna. Du wirst jemanden finden.“

„Frau? Das ist es doch, Alex. Ich bin, wenn dann schon, eine charismatische Domina. Die Frau gibt es nicht, sondern nur ein Mädchen, dass irgendwann abgelegt wurde, damit man sie zu dem hier machen konnte, was jetzt vor dir sitzt.“

Sie nahm einen Schluck aus ihrem Glas und stellte es wieder zurück auf den Tisch. 

„Und das fiese dabei ist, der Domina gelingt all das mühelos, was das Mädchen nie hinbekommen hat. Sie wird ernst genommen, verdient viel Geld und wird von allen Seiten angehimmelt. Scheiße nur, wenn ich mich mit ihr immer noch nicht identifizieren kann. Sie ist nicht ich, auch wenn ich mir wünsche, dass ich mich ihr endlich ergeben kann.“

Alexander war anderer Meinung. 

„Die Anna hier und jetzt gefällt mir ganz gut.“

Sie lächelte und rutschte näher an ihn heran. 

„Echt? So sehr, dass sie sich an dich anlehnen kann?“

Alexander fühlte sich überfordert. Dass sie ihm auf diese Weise nahe sein wollte, damit hatte er nicht gerechnet. Anna aber nahm keine Rücksicht, rutschte an ihn heran und legte seinen rechten Arm über ihre Schultern. Sie zog sogar ihre Handschuhe aus und griff mit ihrer rechten Hand nach seiner Linken. 

„So etwas fehlt mir, weißt du? Benny war zum Schluß kaum noch bereit dazu. Manchmal kann ich mich noch an meine Mutter erinnern, dass sie mich in ihren Arm genommen hat, ab und an sogar mein Vater, zu einer Zeit, als er noch nicht ständig besoffen war. Krass, wie wichtig einem so etwas sein kann.“

Alexander begann zu schwitzen. Er spürte den Druck ihrer großen Brüste auf seiner Haut, worauf zuverlässig seine Instinkte ansprangen. Der silberne Zwang in seinem Schoß erinnerte ihn sehr schmerzhaft daran, wer da eigentlich neben ihm saß. Gerade jetzt, in einem Moment, in welchem er sich ihr so gerne gegenüber beherrscht gezeigt hätte, erregte sie ihn intensiv mit ihrem Duft, der körperlichen Nähe und dem warmen Druck ihrer Hand auf seiner Haut. 

Sie hatte die Handschuhe ausgezogen. Er wusste, dass Anna das Bedürfnis hatte sie ständig zu tragen, gerade wenn es um Kunden ging. Auch dadurch bewies sie ihm eindrücklich, dass sie in ihm etwas Besonderes sah. 

So litt er schweigend an ihrer Seite und suchte seine Qualen vor ihr zu negieren. Anna schien diese körperliche Nähe zu ihm wirklich zu genießen und um nichts in der Welt hätte er diese Konstellation zwischen ihnen stören wollen. 

Nach einer Stunde und der geleerten Flasche Wein konnte er schließlich ein Gähnen nicht mehr unterdrücken. Annas Körper regte sich sofort und ihr Kopf löste sich von seiner Schulter. Sie musste gedanklich ganz weit weg von dem hier und jetzt gewesen sein. 

„Gehst du zuerst ins Bad? Ich habe auch eine Zahnbürste für dich.“

Alexander war einverstanden. Es kam für ihn eine Erleichterung gleich, ihrer verlockenden Nähe entkommen zu können. Sein Glied schmerzte wie verrückt, ständig darauf aus zu erigieren. 

„Danke, gerne. Die Couch ist bequem, ich werde bestimmt gut schlafen.“

Anna winkte ab. 

„Nein. Du schläfst bei mir im Bett, dass ist das mindeste. Ich habe deine Nähe gerade als sehr schön empfunden, wäre nett, wenn das noch bis morgen früh so bleiben könnte.“

Sie sah ihn Zögern, glaubte aber, dass es die Etikette war, die für sein Verhalten die Verantwortung trug. 

„Ich wäre dir wirklich dankbar dafür. Du würdest mir ein Stück von mir wiedergeben, dadurch.“ Erklärte sie sich ihm weiter. 

Alexander ließ sich von ihr schließlich breitschlagen und so durfte sie ihm das Bad zeigen, wo er sich für die Nacht vorbereitete. Die Dusche half, sie brachte für sein erhitztes Gemüt eine willkommene Abkühlung. 

„Legst du dich auf die linke Seite?“

Alexander war einverstanden. Diese Frau konnte alles von ihm verlangen. 

„Gerne.“ Er gab sich ihr gegenüber wortkarg und konnte immer noch nicht mit ihrem Wunsch nach seiner Nähe umgehen. Das er keine Absicht dahinter spürte, verschlimmerte seine Situation noch. Diese Frau mochte ihn, er glaubte, das zu fühlen. 

Alexander sah ihr nach, wie sie im Badezimmer verschwand, hörte sie duschen und das leise Brummen einer elektrischen Zahnbürste. Nach zwanzig Minuten, es war schon fast ein Uhr, trat sie aus dem Bad heraus, legte ihren schwarzen Satinbademantel über einen Stuhl und stieg mit schwarzer Sportunterwäsche bekleidet zu ihm ins Bett. 

„Kann ich mich noch mal in deinen Arm legen? Das war sehr schön vorhin.“ 

Alexander erklärte sich einverstanden, wenn er auch über den platonischen Charakter ihres Wunsches stolperte. Neben seiner Erregung machte sich auch wieder seine Würde bemerkbar und beide würden ihn wohl kaum in den Schlaf finden lassen. 

Wieder spürte er den Druck ihres Kopfes auf seiner Schulter, den neutralen und doch so prägnanten Duft ihrer Haut, hörte ihr seichtes Atmen und fühlte ihren Arm auf seinen deutlich gewölbten Bauch. 

„Kannst du nicht schlafen?“ Fragte sie mit sanfter Stimme. 

„Es tut mir leid Anna. Ich habe nur viel im Kopf.“

„Sicher, dass ich nicht der Grund dafür bin?“

Ihm kam diese Frage schon fast wie eine Überleitung in eines der bösen Spiele vor, die sie sonst an ihm vollzog. 

„Er tut mir weh.“ Ächzte Alexander schließlich. 

Anna hob ihren Kopf. Sie schien nicht wütend zu sein, ganz im Gegenteil. 

„Warte kurz. Ich hole den Schlüssel.“

Er wollte sie aufhalten, doch war sie schon aufgestanden und aus dem Zimmer herausgeeilt. Sie hatte sich nicht einmal die Zeit genommen, sich ihren Bademantel überzuziehen. 

Hörte er da wirklich die Wohnungstür? Er konnte sich keinen Reim darauf machen, was sie mit ihm vorhatte. Vielleicht kam sie doch als Domina zurück? Wie sonst könnte sie sich mit seiner Geilheit auseinandersetzen?

Er zuckte zusammen, als sie wieder das Zimmer betrat. Er spürte, wie die Matratze in Bewegung geriet, als sie ins Bett kam und sich an seine Seite hockte. Auch jetzt, beim Öffnen des Peniskäfiges, trug sie keine Handschuhe. Vorsichtig befreite sie sein Glied aus dem silbernen Behältnis, lächelte zu ihm herunter und wandte sich dann zu dem Beistelltisch um, damit sie dort das Martergerät ablegen konnte. Alex aber sah sie an seiner Seite hocken und schämte sich über seine Geilheit ihr gegenüber, welche durch sein erigierendes Glied verraten wurde.

„Das ist für mich in Ordnung, Alex. Kein Problem. Du kannst dich beruhigen.“ Flüsterte sie.

Sie legte sich an seine Seite und bettete erneut ihren Kopf auf seinem rechten Oberarm. Alexanders Atem wurde flach, spürte er doch wie die Finger ihrer rechten Hand sanft über den Schaft seines Gliedes strichen. Es war nur ein latent wahrnehmbarer Reiz und doch so ungemein lustvoll für ihn. Es war sie, die ihn berührte, seine große Liebe. 

„Anna ...“

„Psssst!“ Erwiderte sie, ihn vorsichtig weiter streichelnd. „Ich will es so.“

Er tat sich schwer damit ihr zu glauben, ließ aber ihre Berührungen weiterhin zu. Entspannen konnte er sich ihr gegenüber aber nicht, zu präsent war sie ihm als Frau und Domina. 

Fünf Minuten später, sie strich sanft mit ihren kurzen Fingernägel über seine Eichel, pulste sein Penis und spuckte sein Ejakulat. Alexander dachte an die teure Bettwäsche, fühlte sich peinlich berührt vor seiner Gastgeberin, doch die tupfte achtlos seinen Erguss mit der Überdecke auf, kuschelte sich in seinen Arm und wollte schlafen. 

„Lass uns die Augen zumachen! Morgen wird ein langer Tag für uns beide.“

 

2.  Besondere Wünsche

Der Kunde für den Vormittag war ein rechter Satansbraten. Frauenverachtend, frech und provokant, eingebildet und sein Intellekt vor sich hertragend, wie eine kostbare Preziöse. Er hatte mit ihr, abgesehen vom Erstbesuch, vor den Sessions nie ein Wort gewechselt, noch irgendwelche Bedingungen gestellt. Sie sollte einfach improvisieren und ihm seine Frechheiten austreiben und entsprechend vergelten. 

Sie hatte sich nicht umgezogen, trug ihre verschwitzte Trainingskleidung und würde ihrerseits alles dransetzen ihn angemessen zu begegnen. Sicher würde sie dabei auch körperliche Gewalt anwenden, aber eben nicht ausschließlich, wie es der Kunde von ihr erwarten würde. 

Sie hatte sich in den letzten Tagen immer mal wieder etwas Zeit genommen, um sich auf diesen Mann vorzubereiten, gestern sogar zwangsläufig ein paar Stunden. 

Während ihres ersten Zusammentreffens hatte der Mann Anna in rasende Wut versetzt, aber dann, beim zweiten und dritten Termin, war sie ihm deutlich beherrschter gegenübergetreten. Sie bestimmte den Verlauf der Session, nicht der Kunde. Das war einer der Umstände, die sie als Domina so besonders machten. 

So klingelte es auch schon an der Haustür und Anna schlenderte zur Sprechanlage der Studiowohnung, um dem Mann zu öffnen. Der nahm die Treppe, wahrscheinlich würde sein erster Satz dem Fahrstuhl gelten, der ihm, aus irgendeinem Grunde, als unzulänglich erschien. 

„Ich verstehe nicht, warum man einen Fahrstuhl benötigt, wenn ein Haus gerade einmal drei Etagen hat. Kein Wunder wenn die Gesellschaft immer mehr verfettet. Selbst für ältere Leute sind die Stufen sehr flach und gangbar.“ 

Der Mann mittleren Alters musterte die Blondine in der Sportkleidung eingehend. Ihr Auftreten empfand er als Affront. Er selbst besaß ein gefälliges Gesicht, schwarze Haare und eine modische Brille, die ihn gesetzt und intelligent wirken ließ. 

„Liebe Anna, ich hatte geglaubt, wir haben eine Verabredung? Du schaust etwas, wie soll ich es zum Audruck bringen, derangiert aus.“

Anna lächelte, trat an ihn heran und drückte ihren Körper an den seinen. Dabei wischte sie sogar beiläufig ihren Schweiß an dem Revier seiner Jacke ab. 

„Schön das du da bist, Walter. Tritt ein, mache es dir gemütlich.“

Der Mann sah sich in dem Studio um und zeigte dabei seiner Gastgeberin mit aller Deutlichkeit, wie sehr ihn dessen Anblick abstieß. 

„Das du solch einen primitiven Beruf nachgehst ..., in Grund und Boden schämen würde ich mich an deiner Stelle.“

„Komm doch bitte erst einmal rein, ich habe Tee und Gebäck für uns vorbereitet.“

Er seufzte und hängte seine Jacke an der Garderobe auf. 

„Tust du wegen mir kultiviert? Ein Kind aus der Gosse, mit einer primitiven, nein ordinären Lebensführung? Anna, Liebes, ich habe keine hohen Erwartungen an unsere Treffen. Das habe ich dir bereits erklärt, mich treibt doch eh nur die Pflicht der Hilfsbereitschaft hierher. Vielleicht kann ich deine sehr bescheiden ausfallende Persönlichkeit ein wenig aufwerten? Sollte es mir gelingen, dann wärst du sicher schon ein wenig in deinem Leben vorangekommen.“

Sie deutete auf einen Ecktisch, der mit einer roten Tischdecke und einem schwarzen Teegeschirr eingedeckt worden war. Anna hatte ein Korb mit Kuchenstücken, ein Thermokännchen sowie eine Dose mit Teeblättern bereitgestellt. 

„Dieses Mal keine Beutel aus dem Supermarkt? Was hat man dir angedreht? Darjeeling?“ Er schüttelte amüsiert seinen Kopf, während er ihr beim Platznehmen half und sich dann selbst am Tisch niederließ. 

Sie legte ihm wortlos ein Kärtchen hin, dass er offensichtlich belustigt entgegennahm. Sein Gesicht wurde ernst, er hatte wahrscheinlich mit etwas anderem gerechnet. 

„Twinnings Royal Pu Ehr Selection?“

Er sparrte sich einen weiteren Kommentar, offensichtlich beeindruckt von der Qualität des Angebotenen. 

„Darf ich dir aufgießen?“ Fragte sie ihn schüchtern. 

„Er nickte, ließ sich von ihr aus der Thermoskanne einschenken und hob die schwarze Tasse an seine Nase.“

Mit seiner rechten Hand fächerte er sich das Aroma zu und nahm dann einen vorsichtigen Schluck. 

„Da hat sich der Besuch bei dir ja doch noch für mich gelohnt. Ein vorzüglichen Geschmack, welcher sich hier entfaltet.“

Anna sah ihn vergnügt an. Hob eine Colaflasche auf den Tisch und öffnete sie. Um das Maß für ihren Besuch vollzumachen, trank sie auch noch direkt daraus. 

Er schüttelte seinen Kopf und blickte angewidert zu ihr rüber. 

„Wie kannst du dir das antun? Versuche deinem Leben doch wenigstens einmal Würde zu verleihen.“

Sie blickte erstaunt zu ihm rüber. 

„Du meinst mit dem Zeug da?“ Anna deutete auf seine Tasse.

Er nickte und nahm mit abgespreizten kleinen Finger einen weiteren dezenten Schluck aus seiner Tasse. Er griff auch zu den Cookies und biss in einen von ihnen hinein, dabei mit der Serviette in seiner linken Hand Sorge tragend nicht zu krümeln.

„Ich mag Tee mit Pisswasser nicht sonderlich.“

Er blickte erstaunt zu ihr auf. Mit Befriedigung sah sie ihm dabei zu, wie es in seinem Kopf zu arbeiten begann und tatsächlich schien er jetzt zu begreifen. Auch der Cookie in seiner Hand schien von jetzt auf gleich eine ganz neue Bedeutung zu bekommen. 

„Du furchtbares Weib! Wie kommst du dazu, mir so etwas einzuflößen?“

Sie lächelte amüsiert und nahm einen weiteren Schluck aus der Flasche. 

„Warum einflößen? Du hast ihn doch gerade noch ganz toll gefunden? Trink doch bitte aus, ich habe mir solche Mühe gegeben. Auch die Küchlein haben eine ganz persönliche Note von mir erhalten, die zu bereiten mit einiger Mühe verbunden war. Ich dachte, ich mache dir damit eine Freude?“

Sie guckte bekümmert drein, während der fein gekleidete Mann das Würgen begann. 

„Ich versuche aus dir eine halbwegs zumutbare Frau zu machen und du bietest mir deinen Urin und Kot an?“

„Ach ..., du glaubst tatsächlich es wäre meiner?“ Stellte sie mit gespielten Erstaunen fest. 

Sie hatte ihn soweit, er erbrach sich über den Tisch. Die Domina aber sprang auf und zeigte ihrem Gast deutlich, wie sehr sie über seine Reaktion auf ihr Dargebotenes erbost war. 

„Mach das wieder weg! Ich finde das nicht nett, dass du so auf meine Bewirtung reagierst.“ Gab sie ihm, sichtlich verärgert, kund.

„Gib mir etwas zu trinken!“

Anna schüttelte ihren Kopf. 

„Nein! Du hast nicht „bitte“ gesagt.“

Der Mann stöhnte. 

„Gib mir bitte etwas zu trinken!“

Anna zögerte gespielt. 

„Und dann machst du das hier wieder sauber?“

Er antwortete nicht. 

„Ich will gehen.“

Anna zeigte Verständnis. 

„Aber sicher. Nur mach vorher sauber, ja? So weit reicht bei mir die Gastfreundschaft nicht, dass ich dein Erbrochenes wegfeutel.“

Er versuchte, sich aufzuraffen, und machte ein paar Schritte in Richtung Tür. 

„Wohin willst du?“ Sie überholte ihn und stellte sich ihm in den Weg. 

„Du verschwendest meine Zeit. Ich hätte es gleich wissen müssen. Du bist viel zu asozial, als das ich bei dir etwas erreichen könnte.“ Flüsterte der sichtlich mitgenommene und in einem Gefühl des Ekels gefangene Besucher.

Anna verschränkte die Arme über ihrer Brust und ließ ihn nicht vorbei. 

„Mach erst deine Kotze weg, du Sau!“ Ihre Stimme bekam einen drohenden Unterton.

„Wenn schon, dann Schwein. Geh mir jetzt aus den Weg, bevor ich dir noch wehtue.“

Die Blondine zeigte keine Anstalten, also versuchte er, sie aus dem Weg zu drücken, dabei immer noch mit seiner Übelkeit kämpfend.

Anna spürte seine rechte Hand an ihrer Schulter, griff nach ihr, quetschte dabei seinen Daumen und verdrehte in einer fließenden Bewegung seinen ganzen Arm. 

Er stöhnte auf, versuchte sich zu wehren, wurde aber von dem heftigen Schmerz in seine Schranken verwiesen. Die junge Frau indessen führte ihn zurück an den Tisch und deutete auf das Erbrochene, welches seinen Teller und Teile der Tischplatte bedeckte. 

„Mach das bitte weg!“ Forderte sie von ihm erneut. 

„Gib mir bitte einen Lappen, Anna. Dann werde ich es säubern.“ Stöhnte der Anstandslehrer.

„Den brauchst du nicht. Leck sie auf!“ Sie verlieh ihren Worten Nachdruck, in dem sie seinen Arm ein Stück weit anhob. Durch ihren Druck gezwungen, beugte er sein Gesicht über den Tisch und näherte sich gezwungenermaßen seinem eigenen Auswurf.

„Bitte! Anna! Das kannst du nicht von mir verlangen!“ 

Zu seiner Überraschung hielt die brutale Frau inne und ließ ihn sich ein Stück weit wieder aufrichten. 

„Ich hole dir den Lappen, kein Problem, aber dann isst du den Kuchen auf und trinkst den Tee. Ich will nicht, dass du meine Mühen schmähst, dass wäre nämlich unhöflich.“

„Lass mich doch einfach gehen, du garstiges Frauenzimmer! Du tust mir weh, verdammt.“

Anna hob seinen Arm soweit an, dass er gezwungen war sich vornüberzubeugen und mit seinen Lippen das Erbrochene zu berühren. Der Mann heulte und kreischte und flehte sie an, ihn endlich loszulassen. 

„Ich mache es ja. Lass mich! Bitte!“

Anna drückte den Mann neben dem Tisch zu Boden, ging zur Wohnungstür, zog demonstrativ ihren Schlüssel aus der rechten Hosentasche und sperrte das Schloss ab. Dann eilte sie weiter zur Wand, nahm eine derbe Gerte von einem Haken herunter und kehrte mit ihr zu ihrem „Besucher“ zurück. 

„So! Da du selbst gesagt hast, dass man sich einem Gastgeber gegenüber stets so verhält, dass dieser nicht beleidigt wird, putzt du den Tisch, setzt dich wieder und iss gefälligst das auf, was ich dir mit so viel Liebe und Hingabe bereitet habe!“

Sie ging an seiner Seite in die Hocke, zeigte ihm das derbe rotbraune Leder der Gerte und lächelte, die Spitze des Schlagwerkzeuges ihm dabei demonstrativ unter seine Nase haltend, süß auf ihn herunter. Er schien abzuwarten und tat vor ihr so, als ob er starke Schmerzen hatte. 

„Geht es, oder soll ich dir beim Aufstehen helfen?“

Er rührte sich nicht und so stand sie wieder auf, holte mit dem Prügel aus, während sich ihr Gast hektisch aufzurichten suchte. Sie beließ es bei der drohenden Geste und griff ihm sogar unter die Arme. 

„In der Küchenecke sind Eimerchen und Wischlappen. Ich denke du findest da das Richtige. Beeile dich, du hast doch bestimmt Hunger.“

Unsicher blickte er zu ihr rüber, schob sich die Brille zurecht und sah in die von ihr gewiesene Richtung. 

„Bitte. Ich entlohne sie gerne mit einem entsprechenden Betrag, nur lassen sie mich einfach gehen, ja? Ich habe leichtes Magenweh, da würde mir das leckere Essen schnell zur Last werden und das wollen sie doch nicht?“

„Putze es doch erst einmal weg, einverstanden? Danach setzen wir uns und plaudern. Ich bin mir sicher, dass du dabei Hunger bekommen wirst. Ansonsten könnte ich dir natürlich auch noch einen Magenbitter bereiten. Ich mache ihn praktisch selbst.“

„Würdest du mich wirklich damit schlagen, wenn ich mich weigere?“

Die blonde junge Frau lachte herzlich auf, sich dabei demonstrativ streckend. Ihre großen Brüste wölbten sich dabei nach außen und kamen ihm dadurch ein Stück weit näher. Aber auch das Folterutensil in ihrer Rechten drängte sich dadurch prägnant in seine Wahrnehmung. 

„Aber ja! Selbstverständlich! Grün und blau werde ich dich prügeln. Was würdest du denn auch anderes von der asozialen Frucht aus der Gosse annehmen? Du bist doch genau deshalb hier, oder nicht? Willst einen besseren Menschen aus mir machen.“

Sie streckte ihren rechten Arm aus, mit der Gerte auf die Küche zeigend. 

„Und jetzt schick dich, du Idiot. Bevor ich mich vergesse.“

In den Körper des Anstandslehrers kam Bewegung. Hektisch und sichtlich verängstigt eilte er in das Küchenseparee, öffnete die dortigen Schranktüren und fand, erstaunlich schnell, das Gesuchte. Mit sichtbarer Hast stellte er den Eimer in die Spüle, gab Wasser hinein und vergaß auch dabei den Reiniger nicht. Zusammen mit Eimer, Wischlappen und Papierrolle kehrte er schließlich zurück, um sein Erbrochenes von Geschirr, Tisch und Boden zu beseitigen. 

„Du machst das sehr gut. Kannst gerne öfters zum Saubermachen kommen.“ Beurteilte Anna ihn, mit verschränkten Armen neben ihm stehend. 

Sie blickte neugierig in den Eimer, das Wasser hatte schon eine ziemlich prägnante Färbung von dem Auswurf bekommen. 

„Bleibst du beim Tee, oder möchtest du einen Schluck davon?“

Sie deutete mit der Peitschenspitze auf den Plastikbehälter, während er es schaffte noch an Blässe zuzulegen. Er kämpfte mit sich und schien schon wieder Mühe zu haben, das bisher am Tag Gespeiste bei sich zu behalten. 

„Nein, danke.“

„War nur gut gemeint. Toll hast du das gemacht. Bring die Sachen weg und komm wieder her, ja? Eine Tasse und ein Küchlein und ich bin zufrieden, Deal?“

Er verzichtete auf eine Entgegnung, brachte die Sachen zurück, spülte sorgfältig den Eimer aus und wischte ihn sogar mit Hilfe der Papiertücher wieder trocken. Den Wischlappen entsorgte er, wahrscheinlich weil er nicht glaubte, dass dieser noch mal zu verwenden war. 

„Komm! Zeig mir doch bitte, wie man sich am Kaffeetisch verhält.“

Er setzte sich wieder zu ihr, während sie ihm eines der Kuchenstücke anbot und ihm auch Tee nachschenkte. 

„Man legt sich die Serviette zurecht, um weder den Boden noch den Tisch vollzukrümeln...“

Anna unterbrach ihn. 

„Ach und drüberkotzen ist dann okay?“

Er überging ihren Einwand und fuhr fort. 

„Man wartet, bis alle am Tisch etwas auf ihren Teller haben und beginnt mit dem Essen, wenn der Gastgeber damit begonnen hat.“

Er lächelte und blickte demonstrativ auf den Korb. 

„Ach, dass heißt, du darfst nicht essen, bis ich selbst ...?“

Von einem Moment auf den anderen kehrte seine Arroganz zurück. Seine Schülerin hatte sich also mit ihren eigenen Waffen geschlagen.

„Du, kein Problem. Ich habe einen ohne meine Naturzutaten gemacht.“ Sie wollte in den Korb greifen, doch kam ihr, in letzter Sekunde, der Meister der Knigge zuvor.

„Der Gast zuerst, Anna.“

Sie tat verwundert und zog ihre Hand zurück. Er aber glaubte nun zu wissen, welches der Kuchenteile unbelastet war. Er griff nach einem besonders dunklen und großen Stück, das sich deutlich von den anderen unterschied. 

„Oh, okay. Zwei also. Das Große wollte ich dir gerade auftun. Aber gut, da warst du schneller. Die Naturschoki scheint dir ja nichts mehr auszumachen.“

Sie griff nach einem zweiten Kuchenstück und führte es an ihren Mund. Genüsslich biss sie hinein und begann zu kauen. 

„Was? Worauf wartest du?“ Fragte sie mit vollem Mund und blickte ihn mit großen Augen an. 

Sie tippte sich mit dem rechten Zeigefinger an ihre Stirn, entschuldigte sich bei Walter und schenkte ihm von dem Tee nach. Er indessen blickte auf seinen Teller herunter, unfähig dazu, sich seiner Aufgabe zu stellen. 

„Weißt du, was überhaupt nicht lustig ist?“ Fragte Anna in einem tieferen ernsten Ton. 

Er blickte mit angsterfüllten Blick zu ihr rüber. Schweiß perlte von seiner Stirn ab, während sein Gesicht fahl und blass wirkte. 

„Nein, Anna.“

Sie tätschelte seine linke Hand und nickte ihm freundlich zu. 

„Ich bin kurz davor, dich windelweich zu dreschen.“

Der Blick des Mannes wechselte abrupt auf seinen Teller und so nahm er den Kuchen auf, biss hinein und würgte das abgebissene Stück, nach flüchtigen Kauen, herunter. 

„Ja nicht kotzen, Freundchen! Noch einen Lappen versaust du mir nicht.“

Er blickte auf den Teller herunter, würgte, kaute und zeigte ihr mit einem zaghaften Nicken an, dass er sie verstanden hatte. 

Bissen folgte auf Bissen. Er litt elendig an dieser Demütigung. Anna indessen zeigte sich sichtlich amüsiert. Vieles an seiner Rolle wirkte authentisch und vielleicht war es seinem realen Charakter geschuldet, dass er sich nach für ihn seltenen Momenten der Demütigung sehnte. 

„Vergiß bitte nicht nachzutrinken. Der Kuchen allein ist so trocken und das Kännchen noch voll. Außerdem war der Tee wirklich teuer. Aber du kannst dir das ja schon denken.“

Nach zwanzig Minuten hatte es der Anstandswauwau geschafft. Zusammen mit Annas Urintee schluckte er den letzten Bissen ihrer beiden Schokoküchlein herunter. 

„Komm! Leg dich aufs Bett und mache es dir bequem. Das ist das Mindeste an Gastfreundschaft, welches ich dir bieten möchte.“

Sie hob ihre Peitsche vom Tisch, zog deren Handschlaufe über ihr rechtes Handgelenk und geleitete dann Walter zu dem Podest, auf dem das große Doppelbett aufgebaut worden war.

„Nimm dir eine Auszeit! Zieh dich aus, mache es dir bequem, für die Verdauung braucht man Ruhe. 

Walter zeigte sich unsicher. Er hatte nun die Gewissheit, dass dieses Treffen noch lange nicht für ihn vorbei war. 

So legte er sich vorsichtig auf seinen Rücken, zog die Beine nach, wagte es aber nicht, sie direkt anzusehen. 

„Komm! Ich massiere dir deinen Bauch. Der kollert ja schon richtig. Nachher gibt es noch untenrum ein Malheur.“

Sie stieg zu ihm ins Bett, stellte sich mit gespreizten Beinen über seinen Kopf und ließ sich dann zur Hocke herunter. Ihre Sportschuhe hatte sie angelassen, das Bettzeug würde eh gewaschen werden müssen. 

„Ist das okay für dich? Ich berühre dich doch nicht mit meinem Popens, oder?“ Fragte Anna besorgt, schaute hinter sich, konnte aber nichts von ihm sehen. 

Sie lächelte, stützte sich kurz auf seinen Bauch ab, suchte eine bequemere Position und kam dann mit ihren beiden Schienbeinen auf Walters Arm zum Hocken. Sie hörte sein Stöhnen, er spürte also schon mal deutlich etwas von ihrem Gewicht. 

Vorsichtig zog sie ihm das Hemd aus der Hose, knöpfte es auf und legte seinen Bauch frei. Dort streichelte sie mit ihren Lederhänden über seinen Nabel hinweg, vorsichtig und sanft. 

„Schon entspannst du dich, schön ist das.“ Stellte sie freudig fest.

Sie verlagerte ihr Gewicht ein wenig von rechts nach links, so dass ihre Schienbeinknochen in seine Oberarmmuskulatur hineindrückten. Er wimmerte auf, wollte sich ihr bemerkbar machen, als sich Anna auch schon mit ihrem Po auf sein Gesicht setzte. Sofort erstarb seine Schmerzbekundung, stattdessen spürte sie den sanften Druck von Nase und Stirn an ihrem Hinterteil. Im Kopf die Sekunden zählen, sie durfte es nicht vergessen. Es dauerte noch einige Augenblicke, dann begann Walters Körper auch schon unter ihr unruhig zu werden. Sie aber wartete noch ab, bis sie deutlich den Druck seiner Hände auf ihren kraftvollen breiten Oberschenkeln spürte. 

Kurz hob sie ihr Becken an, ließ ihn Luft holen und setzte sich wieder mit vollem Druck auf sein Gesicht. Dabei streichelte sie ihn weiter, ohne ihm das Gefühl dabei zu geben, dass sie mit ihm kämpfte. Vier oder fünf Mal wiederholte sie dieses Spiel, bis er ihr schließlich seine Verzweiflung und Aufregung kundtat. 

„Lass mich. Bitte, Anna! Ich kann nicht mehr.“ Japste er lautstark in einem heiseren Ton.

Sie tat erstaunt und rutschte mit ihren Körper etwas runter, ihn dabei weiter am Bauch zärtlich liebkosend. 

„Aber warum? Ich tue dir doch nichts. Spürst du denn gar nicht, dass ich dich streichle? Oder bin ich dir etwas zu schwer? Du bist doch ein Mann, oder etwa nicht?“

Anna konzentrierte sich. Es war jetzt wichtig, zum zentralen Punkt der Session überzuleiten, doch wollte ihr das nicht so recht gelingen. So sehr sie auch ihre Bauchmuskeln zusammenzog und drückte, es passierte einfach nichts bei ihr. 

Das konnte doch nicht wahr sein. Sie hatte sich doch intensiv und lange vorbereitet auf diesen Termin. Sie hatte extra viel Bohnensuppe gegessen und Vollkornbrot darin eingetaucht. Doch in Gang kam sie dennoch nicht. Gut sie hatte eine gesunde Verdauung, aber ...

„Wieder ließ sie sich auf sein Gesicht nieder, ritt seine Oberarme und verursachte so erneut heftige Schmerzen. Zusätzlich hatte sie nun auch seine Hose geöffnet und diese ein Stück weit heruntergezogen, um Zugriff auf seine heiligen Stellen zu erhalten. Dabei ließ sie sein Glied unberücksichtigt und griff lieber hart in seine Testikel hinein. 

Wieder bäumte sich Walter unter ihr auf, während Anna sich durch den Druck seines Gesichtes auf ihren Schoß latent erregt fühlte. 

„Walter?“

Sie hob ihren Schoß an, rutschte wieder auf seine Brust und stand schließlich sogar auf. Der Mann unter ihr war fix und fertig, sein Gesicht war völlig verschwitzt und hatte eine intensive Rötung bekommen. Er hechelte nach Luft und rieb sich mit den Händen den jeweiligen gegenüberliegenden Oberarm. Ängstlich blickte er zu ihr auf, unsicher ob sie eine weitere Schandtat mit ihm vorhatte. 

„Ich kann nicht.“ Suchte sie sich ihm zu erklären. 

Er hob seine Augenbrauen und verstand nicht, worauf sie hinauswollte. Seine Augen tränten, sie hatte ihn völlig fertig gemacht. 

„Na furzen. Ich habe extra was gegessen, aber ich kann trotzdem nicht.“

Ihr hübsches, als auch markant wirkendes Gesicht sah in diesem Moment ähnlich gequält aus, wie das ihres Kunden. 

„Weißt du was? Ich haue dich noch ein wenig? Vielleicht hilft das ja? Ich glaube ein ganz wenig spannt mein Bauch schon.“

Walters Augen weiteten sich, dann sah er der jungen Frau in ihrem schwarzen Sportdress dabei zu, wie sie ihren rechten Arm mit der groben Gerte hob. 

„Ich prügel einfach mal los, einverstanden? Du entscheidest wo die Reise hingeht, ja?“

Sie zielte genau auf seinen Schritt und so rotierte Walter sofort um seine Längsachse um 180 Grad. Hektisch hob er ihr seinen Po entgegen, als ihn auch schon der Prügel mit heftiger Wucht getroffen hatte. 

„Aaaarrrhhhhh!“

Anna war jetzt ganz in ihrem Element und hieb weiter auf seinen Po ein. Sie traf ihn auch an seinen Schulterblättern und freute sich darüber, wie schnell sich die roten Striemen auf der blassen Haut des Mannes bildeten. 

„Bitte schön, lieber Walter. Das ist alles für dich.“

Sie lachte herzlich und trat ihm mit ihren Fuß unsanft in die kurzen Rippen. 

„Er stöhnte auf und zog seine Beine zu seinem Oberkörper hinauf, seine Stirn dabei gegen die Knie pressend. 

„Wieder schlug sie mit dem Lederstab auf ihn ein. Sie hörte das Klatschen seiner Pobacken, gefolgt von seinem gellen Aufschrei, welches langsam zu einem Heulen verklang. Es machte ihr Spaß ihn zu prügeln und fühlte jetzt auch die Spannung in ihrem Rektum. Vielleicht lag es an der Bewegung?“

„Komm wieder auf den Rücken, mein Lieber. Ich würde es gerne noch einmal probieren.“

Wie folgsam er jetzt war. Wie er suchte, sie nicht mehr zu provozieren. In diesen einen Moment zählte nur ihr Wort für ihn und kein anderer Mensch war ihm wichtig. 

Walter drehte sich stöhnend auf seinen Rücken. Dabei hob er sein Hinterteil an, dass völlig zerschlagen nach Möglichkeit nicht mehr mit dem Boden in Berührung kommen sollte. 

Anna war es egal, sie würde ihm jetzt nämlich das präsentieren können, was er so sehnlich von ihr erwartet hatte. Ob sie ihn dabei überraschen sollte? Sie zögerte, sah auf ihn herunter und befahl ihm schließlich, seine Augen zu schließen. 

Sie trat mit ihrem Fuß, in Richtung seines Gesichtes, bremste aber vorher ab und zog ihn rechtzeitig, ohne es zu treffen, zurück. Er hatte geblinzelt, weshalb sie sich lachend zu ihm runter beugte und eine heftige Schelle auf seine Wange herunterkrachen ließ. 

„Nicht schummeln, Walter. Du verdirbst mir ja alles.“

Krampfhaft schloss Walter seine Lider. Anna indessen griff in den Bund ihrer Trainingshose, zog diese über ihre kräftige Schenkel herunter und ließ ihr schwarzes Spitzenhöschen folgen. Dann setzte sie sich erneut auf sein Gesicht, suchte sich eine bequeme Position, dabei auf seinem Gesicht ihre kräftigen Pobacken hin und her bewegend.

Sie hatte ihn überrascht. Er zuckte zusammen, als er ihre Haut auf der seine spüren durfte. Anna gab ihm etwas Zeit, damit er diesen einzigartigen Moment zwischen ihnen auskosten konnte. Dann aber presste sie und mit einem hellen Ton, furzte sie direkt in sein Gesicht. 

„Es klappt jetzt, Walter. Ist das nicht schön? So wie du es magst! Wenn wir beide Glück haben, ist vielleicht auch ein feuchter für dich dabei.“

Anna drückte weiter, ritt wieder gnadenlos seine Oberarme und hob ihr Becken an, wenn er kurz vor einer Panik stand. Das war genau der Zeitpunkt, um weitere Ausdünstungen in seine Richtung zu senden und ihm damit seinen Fetisch zu erfüllen. 

Eine viertel Stunde später war sie fertig. Es kam nichts mehr, so sehr sie sich auch für ihn mühte. So erlöste sie ihn, stand wieder auf und zog sich Höschen und Hose an, ihn dabei interessiert musternd. Sein Gesicht war, wie zuvor auch, stark gerötet und zeigte auch ein paar wässrig braune Tropfen. So hatte er doch noch das volle Programm abbekommen, dass sie sich für ihn gewünscht hatte. 

Ob es demnächst noch intensiver für ihn werden sollte? Lange würde er wohl nicht mehr brauchen, bis er zu ihrer Toilette werden wollte. Für Anna keine Wunschrolle, aber dennoch war sie auch dazu bereit, wenn ihr Kunde sie bezahlte und er mit ihr glücklich war. 

„Na? Alles weggeschnuppert, Herr Knigge? War ich höflich genug, oder wollen sie mich noch verbessern? Sagen sie es mir ruhig, vielleicht kann ich mich ja mit schlagkräftigen Argumenten verteidigen?“

Mit seinen Händen hektisch abwinkend, verneinte er. 

„Nein! Meine Liebe! Ihr wart so gastfreundlich zu mir. Es war wirklich ein Fest.“

Anna freute sich und deutete mit ihrer ausgestreckten Hand auf den Boden vor dem Bett. Sofort kroch der Mann eilig von der Matratze herunter und blieb abwartend vor ihren Füßen hocken.  

„Und beim Eindecken habe ich alles richtig gemacht?“

Der Anstandswauwau nickte in einer weitläufigen Bewegung. 

„Und der Tee? War er nun gut oder nicht? Was sagst du zum Kuchen?“

„Er war wundervoll, Anna. Wirklich. Nimm mir meine anfänglichen Worte nicht übel. Aber ich suchte dich nur zu motivieren.“

Die Domina freute sich und half dem Mann zu ihren Füßen dabei, wieder auf seinen Beinen zum Stehen zu kommen. 

„Weißt du was, Walter? Ich mache dir was für zuhause fertig!“

Sie wusste, dass er seine Lust auf Fäkalien mit ihrer Anwesenheit verband. 

„Schickst mir ein Video davon, wie du alles wegnascht, ja? Und eine Kanne von meinem Wasser habe ich auch noch für dich. Dachte mir schon, dass du von dem Tee begeistert sein würdest.“

Walter wurde fahl im Gesicht. Wahrscheinlich hatte er mit ihrem gütigen Präsent nicht gerechnet. 

„Danke, Anna. Das ist sehr zuvorkommend.“

„Ich weiß. Aber beim nächsten Mal, koche ich dir dann was richtig Gutes, ja? Darfst gespannt sein, mein Lieber.“

Sie trat an den Tisch heran und forderte den Gast auf, ihr beim Abdecken zu helfen. Walter mühte sich brav und dufte sich die Kuchenstücke selber in Folie einpacken. 

„Und wir sehen uns bald wieder?“ Fragte ihn Anna, während sie den Kunden zur Studiotür begleitete. 

„Erst wieder in drei Monaten.“

Die Domina umarmte den Mann. 

„Erinnere mich zwischenzeitlich dran, vielleicht kann ich dich irgendwo hineinzwängen? Damit meine ich nicht nur meine Pobacken.“ Sie lachte und freute sich darüber, dass auch er mit einfiel. 

Anna sperrte ihm die Tür auf, winkte ihm noch einmal zu, dann war auch dieser Termin für sie zu Ende gegangen. 

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Kommentare

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mit Benny? Vielen Dank für die neue Geschichte! Einzig eine Anmerkung: Der Anstandsfuzzi heisst mal Walter und mal Ewald da kommt das kleine Fehlerlein schnell mal durcheinander beim Lesen ;-)

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solche Fehler ärgern mich sehr. Versuche aufzupassen, aber immer gelingt mir das nicht. 

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Ein kluger Mann ist der, der seiner Frau artig folgt.

Auf Amazon und Neobooks unter dem Pseudonym Madame Mala unterwegs. Für euren Support und Unterstützung wäre ich euch dankbar.  

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das es mit der Geschichte hier weitergeht. Liebe Sena, ich bin ein großer Fan Deiner Geschichten, doch diesesmal stört mich persönlich etwas. Die gefühlten unendlichen Gedanken und Diskussionen von und um Anna, ihr hin und her gerissen sein und mit wem sie schon alles darüber geredet hat. Vielleicht macht es diese Geschichte so natürlich, aber irgendwie kommt bei mir an diesem Punkt eine Langeweile auf. Ich lese die Geschichte natürlich weiter, interessiert es mich schon, was aus den Charakteuren noch wird. Vielleicht lies man diese Geschichte anders, wenn man sie nicht nur stückenweise liest. Nun ja, ich bin gespannt, was noch kommen wird. :-)

LG sleeny

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aber das ist der Kern dieser Geschichte. Anna wird in ein Leben und eine Rolle gepresste, welche sie nie haben wollte. Die sie zu akzeptieren sucht und damit dennoch scheitert. Die Verbündete braucht, um sie ertragen zu können und ständig den Grad entlangstolpert zwischen Scheitern und Hoffnung auf dem Streben nach etwas Glück für sich selbst. Da muss ich ein wenig Langeweile dann in Kauf nehmen, weil mir hier die Message wichtiger ist. Ich danke dir für deine offene Kritik. Sie bleibt auf jeden Fall in meinem Kopf präsent. Als Mahnerin es nicht zu übertreiben. 

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hin und her gerissen sein, kommt ja auch sehr gut rüber und ist auch irgendwie etwas sehr zentrales in vielem von uns und gehört zum Erwachsen werden dazu, seinen Weg zu finden, so viele beeinflussen uns, bewusst oder auch unbewusst. Und das kommt auch gut herüber in dieser Geschichte, in welchen Fesseln Anna steckt. Nur weil ich von Langeweile sprach, heißt es ja nicht, das es den anderen Lesern auch so geht. Ich bin gespannt, wie es noch weitergehen wird. *zwinker*

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