Zur Domina gemacht 2 Teil 1

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Liebe Leser, 

bevor ich den Teil 1 dieser Geschichte hier einstelle, einen kleinen Hinweis: 

Diese Geschichte wurde bereits auf Amazon unter meinem Pseudonym Madame Mala veröffentlicht. Da ich mich dem Forum hier sehr verbunden fühle, möchte ich auch hier meine Geschichten in ihrer Gesamtheit veröffentlicht sehen. Einige von Euch haben mich schon unterstützt und sogar die E-Books gekauft, für den Support und die Hilfe bin ich euch sehr dankbar. Natürlich würde ich mich über weitere Unterstützung, vor allem durch Rezensionen eurerseits freuen. 

Zur Domina gemacht 2: https://www.amazon.de/dp/B076VLCFRN

Zur Domina gemacht 3: https://www.amazon.de/dp/B07LD2NRDZ

Die Teile werden wöchentlich reingestellt, diese Geschichte ist bereits fertiggeschrieben. 

Für Kritiken und Hinweise auf Fehler wäre ich euch sehr dankbar. 

 

Gruß und Umarmung!

 

Eure Sena

 

1.  Ein ganz normaler Kunde

Annas Blick ruhte nachdenklich auf der großen, ihr gegenüberliegenden Spiegelwand. Sie sah sich selbst darin und ihren Kunden, der zu den besonderen Schäfchen ihrer Herde gehörte. Es handelte sich bei ihm um einen belastbaren Masochisten, der es als besonders erregend empfand, wenn er sich selbst beim Leiden zusehen durfte. Anna schmiegte ihren Körper an den im Hoden- und Penispranger eingeschlossenen Mann, streichelte mit ihrer Lederhand über das Holz der Halsgeige, die sie ihm umgelegt hatte und spielte mit seinen darin gefangenen Händen. 

Wie lächerlich er in diesen Augenblick aussah. Sie hatte ihm sechs Klammern an die untere Lippe gesetzt und diese mit Gewichten beschwert, so dass sie von diesen nach unten gezogen wurde. Auch seine Oberlippe hatte sie ähnlich präpariert, nur hatte sie dafür mehr Aufwand betreiben müssen, um den gleichen Effekt zu erzielen. Dazu hatte sie ihm einen Stirnreif übergestülpt und durch daran eingelassene Ösen, Fäden gezogen. An deren einem Ende hingen die Gewichte, an dem anderen die Klammern. Durch die Ösen umgelenkt, zogen die Gewichte nun die Lippen nach oben und mit jedem kleinen Gramm, den sie in die Schlaufen einhing, wurde dieser Effekt noch quälender für ihr Opfer. 

Sie grinste den Mann über den Spiegel hinweg gehässig an und winkte ihm mit ihrer rechten Lederhand zu. Seine geschlossenen Zahnreihen zeigte sich ihr bis zum Zahnfleisch hinauf, während die Lippen fast bis zur Nase und Kinn hinauf- bzw. herunterreichten. 

Auch seine Hoden hatte sie mit „Spielzeug“ versehen, in dem sie diese in ein kleines Lederfutteral verpackt hatte. Dieses war innen mit kurzen stumpfen Dornen versehen worden und drückte nun auf quälende Weise von außen gegen seine Testikel. Auch hier konnte sie zusätzliche Gewichte einhängen und diesen Effekt damit in gewünschter Weise steigern. 

Die Domina war ganz zufrieden, über den bisherigen Ablauf der Session. Der Kunde hatte besondere Wünsche gehabt, was ihr Outfit betraf und wegen seiner Treue zu ihr, hatte sie ihm diesen erfüllen wollen. Ein schwarzer Netzoverall zeigte ungewohnt viel von ihrer Haut, wurde durch einen schwarzen Lederbody ergänzt und hohe schwarze Overknees komplettierten das gewünschte Outfit. Unterarmlange Handschuhe sorgten für die nötige Distanz bei Berührungen, die ihrem Opfer nicht nur Schmerzen, sondern auch Lust oder Linderung verschaffen sollten. 

Schon jetzt standen dem Mann Tränen in die Augen und Anna hatte sich bereits zweimal dazu genötigt gesehen, sie ihm wegzuwischen. Zweifeln brauchte sie deshalb nicht an ihm, sie kannte ihn schon von etlichen gemeinsamen Sitzungen her und wusste darüber Bescheid, welches Ausmaß an Schmerz er ertragen konnte und vor allem wollte. 

Sie zog jetzt einen orangenen derben Gummischlauch durch ihre geschlossene linke Hand. Ungefähr einen dreiviertel Meter lang, würde er unsagbares Leid über ihren Delinquenten bringen. Es gab nur wenige Trefferzonen an seinen Körper, die sie damit malträtieren durfte, doch diese würde sie jetzt umso intensiver damit bearbeiten. 

Sie hauchte ihm einen Kuss auf seine Wange, belächelte über den Spiegel hinweg sein schrecklich entstelltes Gesicht und winkte ihm zu. Dann stellte sie sich hinter ihm, etwas seitlich versetzt in Schlagstellung, hielt den Gummischlauch in ihrer rechten Hand und zog ihn ein weiteres Mal seiner gesamten Länge nach, durch die zur Faust geformten Linken. Ihr Gesichtsausdruck zeigte Vorfreude und Entschlossenheit, während die Züge des Kunden jetzt deutlich seine Sorge widerspiegelten. So holte die Domina zum ersten Schlag aus und hieb ihm das Gummi kraftvoll über beide Pobacken.

Ein Ruck ging durch den Gefesselten. Er drückte seinen Rücken durch und wollte dem Schmerz durch einen Schritt nach vorne entkommen, wurde aber durch den Pranger in Position gezwungen. Anna schenkte dem Mann eine Pause, ließ dem durch ihren Schlag herrührenden Schmerz Zeit, sich in seinem Körper zu entfalten und holte nach einer halben Minute zu einem weiteren Hieb aus. Sie setzte diesen etwas unterhalb von der Stelle, an der sie ihn zuerst getroffen hatte und wo sich jetzt eine deutliche Spur in Form eines roten Streifens für sie sichtbar wurde. 

Nach dem dritten Hieb mit dem Gummischlauch trat sie wieder an ihren Sklaven heran, umfasste seinen Körper von hinten, zupfte mit ihren Fingerspitzen an seinen Brustwarzen und griff anschließend nach seinem Glied, dass in der Öffnung des Prangers gefangengehalten wurde. 

„Ich bin bei dir, mein Knecht. Ist das nicht schön für dich, wenn du für mich leiden darfst?“

Der Mann mit den so extrem auseinandergezogenen Lippen nickte, was zusätzlichen Schmerz für ihn bedeutete. 

„Du möchtest, dass ich dir da unten so richtig schöne blaugrüne Melonen zaubere, oder liege ich da falsch?“

Wieder neigte sich der Kopf des Mannes abwechselnd nach vorne und hinten. Langsam und unmerklich, den schmerzenden Klammern an seinen Lippen Rechnung tragend. 

„Rede mit mir! Du willst mich doch nicht böse machen, oder etwa doch?“ 

Sie runzelte ihre Stirn und blickte ihn über den Spiegel hinweg fragend an. 

Der Mann stöhnte auf, als sie ihm ein paar leichte Klapse auf die getroffenen Stellen auf seiner Gesäßhaut verabreichte. 

„Ja, Herrin.“ Flüsterte er schließlich mühsam.

Anna lächelte und gab ihm erneut einen Kuss auf die Wange. 

„Das ist schön. Du wirst sehen, das sieht ganz nett aus.“

Sie stellte sich wieder in Position, konzentrierte sich auf sein Hinterteil und hieb ihm die nächsten drei Schläge in schneller Folge über beide Pobacken. 

Ihr Opfer kreischte auf, stampfte mit seinen Füßen auf, während die Finger seiner Hände wie bei einem Flötenspiel miteinander tanzten. Dabei schlossen sie sich, öffneten sich anschließend wieder oder formten die Finger zur Kralle. Die Domina weidete sich an dem Leid ihres Kunden, kniff ihm in die geschundenen Flächen seines Po´s und rang ihm damit erneut ein heftiges Aufstöhnen ab. 

Im Anschluss schlenderte sie um ihn herum auf seine Vorderseite, blickte amüsiert in sein Gesicht hinein und ließ ihre linke Hand beiläufig, aber durchaus hart geführt auf seine rechte Wange herunterklatschen. Doch das war ihr nicht genug und sogleich segnete sie auch seine gegenüberliegende Gesichtshälfte auf die gleiche Art und Weise. Tränen schossen dem Mann aus den Augen, die Zähne fest zusammengebissen, bot er all seine Kraft auf, um seinen Schmerzen standzuhalten. 

„Ich bin sehr stolz auf dich, du machst das gut.“ Säuselte Anna, trat näher an ihn heran und hob das Gewicht an, das mit dem Dornenlederbeutel verbunden war, der seine beiden Hoden umschloss und sie so grausam quetschte.

„Ist gleich besser, oder?“ Flüsterte sie voller gespielten Mitleid. 

Der Mann sog hektisch die Luft in seine Lunge. Er ahnte, was nun mit ihm passieren sollte. 

„Kann ich jetzt wieder loslassen?“ Fragte Anna nach einer Weile und blickte ihren Sklaven freundlich an. „Das Teil wird mir langsam schwer.“

Der Sklave hyperventilierte und nickte ihr schließlich zu. Annas Miene verhärtete sich, dann ließ sie das Gewicht fallen. 

Ein heftiges Zucken durchfuhr den Leib des Mannes, wieder trampelte er mit seinen nackten Füßen auf der Stelle und wäre gerne in die Knie gegangen, hätte ihn der Pranger nicht daran gehindert. 

Fast eine Stunde lang quälte die Domina ihren Kunden, peitschte ihn mit verschiedenen Gerten, Geißeln und Ruten aus, beschwerte seine Klammern und Fesseln mit zusätzlichen Gewichten und erhöhte so langsam sein Schmerzlevel. Irgendwann hatte ihr Sklave schließlich die Kontrolle über seine Gefühle verloren und seine Weh ihr gegenüber lautstark zum Ausdruck gebracht. Er musste sie um Gnade anflehen, damit sie endlich von ihm abließ und seine Leiden wieder langsam für ihn erträglich werden durften.

Dabei streichelte Anna ihr Opfer, schenkte ihm immer wieder die Nähe ihres Körpers, spielte mit seinem Glied und brachte es dazu, unter ihren Händen zu verhärten. Kein besonders großer Schwanz, doch unterließ sie es, ihn in diesem Punkt zu verhöhnen oder zu verspotten.

Sanft, fast liebevoll, strichen ihre Fingerspitzen den Schaft seines Gliedes entlang, glitten sanft über dessen Eichel hinweg und fuhren langsam an deren Kranz entlang. Lange würde er nicht mehr brauchen, um seinen Höhepunkt zu erreichen, doch gönnte Anna ihm diesen noch nicht. Noch ein weiteres Mal griff sie zu dem von ihrem Opfer gefürchteten Gummischlauch, strich mit ihrer freien Hand über das geschundene Fleisch seines Hinterteils, das mittlerweile eine tiefblaue Färbung bekommen hatte. Dann stellte sie sich erneut in Positur, nachdem sie ihr Opfer dazu gebracht hatte, sich wieder etwas zu entspannen. 

Zehn Mal hieb sie ihm dem Schlauch über die Backen, rücksichtslos und in schneller Folge. Der Mann tanzte am Pranger, beugte sich vor, drückte dann wieder seinen Rücken durch, einen Reigen aufführend, der von der Domina höhnisch verlacht wurde. 

„Tanz, mein Sklave, tanz. Ich schlage dir gerne den Takt dazu.“ 

Noch einmal bearbeitete sie die beiden blauen Pobacken, platzierte sechs weitere Hiebe auf die Halbkugeln und ließ dann endgültig von ihnen ab. An einigen Stellen hatte die Haut nachgegeben, war aufgesprungen und es hatten sich wässrige Wunden aufgetan.

Anna betrachtete zufrieden ihr Werk, untersuchte eingehend die vielen Peitschenstriemen auf seinen Rücken und stellte sich wieder an die Seite ihres Kunden. Vor dem Spiegel zog sie ihren Haargummi zurecht, ordnete ihren langen blonden Pferdeschwanz und gönnte dem Mann den Blick auf ihr üppiges und so verführerisch wirkendes Dekolleté. Zufrieden mit ihrem Antlitz, legte sie ihrem Sklaven den linken Arm über beide Schultern, griff mit ihrer rechten Hand erneut nach seinem Schwanz und begann ihn aufs Neue mit ihren Zärtlichkeiten zu beschenken. 

Ein lautes Seufzen wurde hörbar, die verkrampfte Haltung des Mannes lockerte sich und gerne hätte er sein Glied in ihrer Hand bewegt. Doch der Pranger hielt es fest und ließ ihm keinerlei Handlungsfreiheit. 

„Das ist schön, oder? Du würdest jetzt so gerne abspritzen und dein Sperma von meinen Handschuhen lecken, doch noch haben wir eine viertel Stunde Zeit.“

Sie zeigte ihm über den Spiegel hinweg einen betrübten Gesichtsausdruck. Ihr Schmollmund und die krausgezogene Stirn, schrien ihm regelrecht ihren Spott entgegen. 

Die Domina widmete sich demonstrativ weiter seinem Glied und streichelte es, als ob ihr Handeln einzig seiner Lust geschuldet wäre. Doch ihr Sklave wusste genau, dass sie ihm in jedem Augenblick erneut ihre Hölle aufzeigen würde. Jeder Muskel seines Körpers bereitete sich auf diesen Moment vor und suchte ihn vorauszuahnen, während sein Verstand immer wieder zur Vorsicht mahnte. 

Doch sie streichelte und liebkoste sein Glied weiter, hielt sich ab und an mit ihrer Stimulation zurück und wollte auf Nummer sicher gehen, dass er ja nicht das erlösende Ende fand. 

„Deine Eierchen, sie sind jetzt viel zu kurz gekommen. Das tut mir leid.“ Demonstrativ langsam richteten sich ihre Augen auf den Hodensack mit den beiden Kugeln. 

Diese eine Feststellung seiner Herrin ließ ihm erneut die Tränen in seine Augen steigen. Sein Gesicht zuckte und mit tiefen Zügen sog seine Lunge die Atemluft ein. 

Die Domina registrierte jede seiner Reaktionen auf ihre Worte genau, grinste böse, zog an der Leine des Hodenbeutels und rang ihm so ein gelles Aufkreischen ab. Wieder begann er den Tanz am Pranger, stampfte mit seinen bloßen Füßen auf den Boden auf, schwang mit der schweren Halsfessel hin und her, seine makabere Tanzeinlage dabei wiederholend. Anna gefiel, was sie sah, erfreute sich an seinem Schmerz und knetete den Hodenbeutel jetzt in ihrer rechten Hand. Erst als sich sein Glied wieder völlig zurückgezogen hatte, ließ sie von ihm ab und gönnte ihrem Opfer einen Moment der Erholung. 

Wieder wichste sie seinen Schwanz steif, dieses Mal mechanisch und ohne jede Zärtlichkeit. Ihr Sklave wusste nun, dass er ausgelitten hatte, beruhigte sich langsam und sehnte sich seinen Höhepunkt herbei. Auch hier würde ihn die Domina enttäuschen, nur selten gönnte sie ihm einen abschließenden Lustreiz. Trat das erste Pulsen auf, zog sie ihre Hand zurück, ließ aber sein Ejakulat dabei in ihre freie Innenhand hineintropfen. 

„So, mein Schatz. Da hat dich die Herrin heute ziemlich ausgiebig bespaßt, was? Hat es dir denn gefallen?“ 

Sie löste die Klammern an seiner Unterlippe, was mit erneuten Schmerzlauten von ihm begleitet wurde. Doch sie störte sich nicht daran und zog gnadenlos auch die anderen Zwingen ab, ihn weiter damit quälend. 

„Ob es dir gefallen hat, habe ich dich gefragt.“ Herrschte sie ihn mürrisch an. 

Der Mann nickte in einer weitausholenden Kopfbewegung, er war nun wirklich an seiner Grenze angelangt. 

„Das ist schön. Es macht mir sehr viel Spaß mit dir.“ Gab sie ihm freudig kund, zog noch einmal an dem Hodenbeutel, ließ ihn erneut aufheulen und befreite anschließend auch seine Testikel von ihrem Marterinstrument. Danach strich sie das Ejakulat an seinen Lippen ab, ließ ihn den Rest davon aus ihrer Lederhand lecken und gab ihm abschließend eine harte Ohrfeige, als er die Säuberung zu ihrer Zufriedenheit beendet hatte.

Sie musste seinen Körper stützen, als sie ihn aus dem Pranger löste, öffnete die schwere Halsgeige, um sie ihm abzunehmen, und umarmte ihn einen Moment lang, seinen völlig erschöpften Körper dabei in ihren Armen wiegend. Nach einigen Minuten löste sie sich von ihm, suchte die Stimmung aus seinen Gesichtszügen herauszulesen und hob schließlich sein Kinn mit ihrer Rechten an. 

„Krieche mir hinterher, ein bisschen von meiner Zeit will ich dir noch schenken.“

Sie führte ihn rüber zu dem großen, auf einem Podest stehenden Doppelbett. Selbstverständlich durfte er sich nicht hineinlegen, aber er sollte sich davor hinknien und endlich zur Ruhe kommen dürfen.

„Du darfst zu mir aufsehen, kleines Schweinchen.“

Ihre braunen Augen schienen ihn in diesen Moment zu streicheln. 

„Bedank dich bei mir dafür, dass ich dich so liebevoll und herzlich behandelt habe.“

Säuselte sie und drückte ihre rechte Stiefelsohle gegen seine malträtierten Lippen. Zufrieden verfolgte sie seine Bemühungen ihr zu huldigen, korrigierte seine Haltung, in dem sie in seine Haare hineingriff und kontrollierte akribisch, ob er auch ja keine Stelle ihrer langen Stiefel mit seinen Küssen ausgelassen hatte. Dabei gönnte sie ihm die Nähe zu ihrem Heiligtum, während er sich bei seiner Danksagung ihre langen Beine entlang küsste und durfte sich dabei sicher sein, dass er währenddessen niemals eine Grenze bei ihr überschreiten würde.

Einige Zeit später zeigte sich die Herrin mit ihrem Sklaven zufrieden, ließ ihn Platz machen und erlaubte ihn zu ihr aufzusehen.

„Verbandsmaterial ist dort drüben in der Küchenzeile. Hole es mir, damit ich deine Wundmale versorgen kann. Danach darfst du mir Kaffee bringen und anschließend dabei zusehen, wie ich mich von den Anstrengungen deiner liebevollen Behandlung erhole. In einer E-Mail darfst du mir später deine Begeisterung für den heutigen Tag bekunden. Solltest du heute eine Grenze gefunden haben, benennst du sie mir, wir reden dann beim nächsten Termin darüber.“

„Wie sie befehlen, Göttin.“ Erwiderte er laut und deutlich. 

Anna zeigte ihm ihr Wohlwollen durch ein Kopfnicken. Noch zehn Minuten, dann hatte sie für heute Feierabend. Benny würde ihr später beim Aufräumen des Studios helfen und auch für sie die Schlag- und Folterwerkzeuge desinfizieren und pflegen. Er durfte heute früher frei machen, hatte er ihr geschrieben, sodass sie später zusammen mit ihrem kleinen Bruder noch etwas unternehmen konnten. 

2.  Alltägliches

Eine Woche lag nun der Abend bei Laval zurück. Ein folgenreiches Treffen für sie, trotz dessen der Chirurg bisher von irgendwelchen Restriktionen ihr gegenüber abgesehen hatte. 

Auch Katrin war nichts über die Absichten ihres Chefs bekannt. Pierre war zwei Tage lang nicht in der Praxis erschienen, hatte all seinen Patienten abgesagt und lange mit Alexander telefoniert. Wahrscheinlich war es dem Bruder von Victoria geschuldet, dass sich der Schönheitschirurg nicht getraut hatte, Annas Leben zur Hölle zu machen. 

Druckmittel hallte er genug. Katrin war seine Empfangsdame und von ihm abhängig, genauso wie Anna von ihr. Sie war nicht nur eine wichtige Freundin für sie geworden, sondern auch zu einer Art Pflegemutti für ihren Bruder. Hätte Laval Katrin den Kontakt zu ihr verboten, wäre für sie selbst, vor allem aber Ralf, eine Welt zusammengebrochen. 

Dazu kam noch, dass Laval ihren Vater dafür bezahlte, dass er sich aus dem Leben seiner Kinder heraushielt. Als Gegenleistung modelte Anna für verschiedene Agenturen, mit denen Pierre Verträge hatte und richtete sich weiterhin strikt nach seiner Kleiderordnung. Sie blieb damit sein wichtigstes Aushängeschild und wirkte in und außerhalb der Szene für ihn und seine Schönheitschirurgiepraxis als zweibeinige Reklametafel. 

Und dennoch hatte der Abend für Anna eine wichtige Erkenntnis gebracht. Sie wollte Benny künftig aus der Szene und BDSM im Allgemeinen raushalten. Mit Manuel hatte Victoria ihr eindrücklich vor Augen geführt, wie nachhaltig SM die Menschen veränderte und wie schwer sie sich seinem Einfluss wieder entziehen konnten. 

Zu viel hatte ihr Freund für sie aufgeben müssen. Sie war mit ihren Forderungen an ihn viel zu naiv umgegangen, hatte sich die Folgen nur oberflächlich vor Augen geführt und geglaubt, dass er ohne weiteres mit ihnen leben konnte, solange sie den Mittelpunkt seines Lebens bildete. 

Tatsächlich war es auch so gekommen. Sie war Domina und Herrin, genauso wie Freundin und Partnerin für ihn. Dabei bestimmte sie, wann welche Rolle gelebt wurde, ob es zwischen ihnen zum SM-Spiel kam, oder sie sich ganz normal ihrer Partnerschaft widmeten. 

Doch jetzt wollte sie sich auf Letzteres konzentrieren. Nicht nur um Benny zu schützen und sich mit ihm zusammen wieder ein privates Umfeld aufzubauen, sondern auch um für sich selbst einen Gegenpol zu ihrem Beruf zu schaffen. Darüber gesprochen hatte sie mit ihm noch nicht. Auch den Abend bei Laval und all die belastende Eindrücke, die sie von dort mitnahm, hatte sie bisher vor ihm unerwähnt gelassen. 

Weshalb wusste sie selbst nicht genau. Vielleicht hätte er ihre Ängste und Sorgen sogar etwas lindern können? Was aber, wenn er ihr Manuels Schicksal angekreidet hätte? Oder ihr Vorhaltungen gemacht hätte, weil sie Maxim in die Szene hineinziehen wollte, um seinem Vater eins auszuwischen. Sie hatte anstatt den Sohn ihres Mentors, schließlich ihn genommen, das war alles so verrückt, im Nachhinein betrachtet. 

Von Victoria hatte sie in dieser Woche nichts gesehen oder gehört. Auch von Alexander, ihrem Bruder, nicht. Dabei musste es eigentlich jeden Tag soweit sein, die zwei Wochen, seit ihrem letzten Termin, waren fast verstrichen. 

Anna wollte nicht mehr über all das nachdenken müssen und dennoch vermochte sie es nicht, sich von diesen Gedanken frei zu machen. Sie waren ständig präsent, egal, mit was sie sich beschäftigte oder abzulenken suchte. 

Anna verließ das Studio und ging zurück in ihre Wohnung. Sie hatte noch eine Stunde Zeit, bevor Katrin mit Ralf aus der Grundschule kam. Schnell aus den Klamotten raus, duschen und dann ihre Alltagskleidung anziehen. Auch mit dieser Garderobe würde sie wie eine Domina aussehen, aber dabei wenigstens angezogen wirken. 

Aus der Dusche kommend betrachtete sich die junge Frau eingehend im Spiegel. Wie wenig von der alten Anna übriggeblieben war. Sie war wie damals sehr muskulös und sportlich, hatte für eine Frau sehr kräftige Beine und Arme, einen flachen Bauch und einen üppig wirkenden Po. Das war aber auch schon alles.

Früher hatte ihr Gesicht angespannt und müde gewirkt, aber eben auch mädchenhaft und hübsch. Heute wirkte es streng, böse und seltsam versteinert, so regelmäßig und makellos ihre Gesichtszüge dabei auch sein mochten. Ihre Taille war künstlich verengt, ihre Brüste um drei Nummern auf E vergrößert worden und schon war das Idealbild des männlichen Begehrens geschaffen. Ihre Wirkung in der Öffentlichkeit war dem entsprechend. Frauen und Männer blickten ihr gleichermaßen nach, die einen staunten, die anderen gierten sie an. 

Es kam nicht selten vor, dass sie von Passanten angesprochen und gefragt wurde. Ab und an, wollte der eine oder andere Herr sogar ein Treffen oder Termin mit ihr vereinbaren. Verleugnen tat sie sich in solchen Situationen nicht. Das, was Laval einst von ihr gefordert hatte, war für sie zur Realität geworden. Sie lebte als Domina 24/7 und braucht auch deshalb wenigstens zuhause etwas Normalität und Abstand zu ihrem Beruf. 

Das sonore Klingeln ihres Handys mischte sich in ihre Gedanken. Anna nahm das Gerät vom Esstisch herunter und sah nach dessen Display. Konnte das Katrin sein? Verspätete sie sich, oder war ihr etwas dazwischen gekommen? Im letzteren Fall hätte sie Ralf selbst von der Schule abholen müssen, was für sie kaum noch zu schaffen war. Besorgt registrierte die junge Frau die unbekannte Nummer und nahm das Gespräch entgegen. 

„Bitte?“

„Guten Tag, ich heiße Harald, vielleicht erinnern sie sich an mich?“

Anna versuchte, diesen Namen einzuordnen, doch wollte ihr das auf die Schnelle nicht gelingen. 

„Nein. Sie müssten mir da schon ein wenig auf die Sprünge helfen.“ Erwiderte sie schnippisch.

Harald erzählte Anna von ihrem Zusammentreffen im Café. Ein Freund von ihm hatte sie damals angesprochen und so war auch er selbst mit ihr ins Gespräch gekommen. 

„Ja, ich erinnere mich jetzt. Harald, ich habe nur wenig Zeit. Was möchtest du von mir?“

„Einen Termin? Ich würde sie gerne besuchen kommen, Anna.“

Die Domina zog ihre Augenbrauen zusammen. Sie hatte diesem Mann gegenüber Bedenken. 

„Du bist Anfänger, soweit ich mich erinnern kann. Es war doch eher dein Bekannter, der sich für SM interessiert hat.“

Harald schien auf ihren Einwand hin unsicher zu werden. 

„Ich interessiere mich schon lange für die Szene. Hatte aber noch nicht den Mut, mich diesem Wunsch zu stellen. Das ist auch der Grund dafür, dass ich so lange gebraucht habe, um mich bei ihnen zu melden.“

Anna seufzte. Der Mann hatte eine sympathische Stimme und wenn sie sich richtig erinnerte, war ihr Eindruck von ihm auch ganz annehmbar gewesen. Eigentlich eine nette Abwechslung zu ihrer übrigen Klientel, die sich ihrer Rolle als Domina schon völlig ergeben hatte. 

„Harald, ich nehme keine Anfänger. Du solltest eigentlich schon genau darüber Bescheid wissen, wovon wir hier sprechen.“

„Bitte, Anna. Gerade weil ich ihnen vertraue, rufe ich sie doch jetzt an. Die Damen die ich bisher in dieser Richtung kontaktiert habe, verunsicherten mich eher und es kam mir so vor, als ob es ihnen vor allem um mein Geld geht.“

„Was ja normal wäre, oder etwa nicht? Harald wenn du zu mir kommen möchtest, wirst du mir deinen Tribut zollen müssen und ich bin weiß Gott nicht günstig. Wo also liegt für dich der Unterschied gegenüber meinen Kolleginnen?“

Die Stimme des Mannes klang angenehm und klar. Anna bekam aus ihrer Erinnerung jetzt langsam ein deutlicheres Bild vor Augen geführt, das ihr eigentlich ganz gut gefiel. 

„Ich kenne sie ja schon. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich nur noch sie in dieser Rolle. Jemand anderes kommt einfach nicht mehr für mich in Frage.“

Anna zögerte noch immer. Irgendetwas in ihr mahnte sie dazu, diesen Mann zu meiden. 

„Harald. Wir machen es so. Ich lade dich zu einem Termin ein, wir besprechen alles und ich zeige dir, was es für dich bedeuten würde, zu meinem Besitzstand zu gehören. Du kannst dir dann auch gleich mal das Studio ansehen und dir von mir alles erklären lassen. Dafür überweist du mir dann hundert Euro. Willst du dich mir dann immer noch unterwerfen, denke ich darüber zumindest einmal ernsthaft nach.“

Harald schien sich sicher. 

„Ja. Dann machen wir das so. Ich würde mich freuen.“

Anna lächelte. Der Eifer des Mannes sprach zumindest schon einmal für ihn. Er wirkte souverän auf sie und schien genau darüber Bescheid zu wissen, was er wollte. 

„Schicke mir deine E-Mail-Adresse per SMS, dann melde ich mich bei dir, wenn ich es einrichten kann. Ich bin eigentlich schon mit einem ausreichenden Kundenstamm ausgestattet, von daher will ich dir noch nichts versprechen.“

„Vielen Dank, Anna.“

„Gerne. Ich werde jetzt auflegen. Bis dann.“

Sie beendete das Gespräch und blickte nachdenklich auf das Telefon in ihrer Hand herunter. Es kam selten vor, dass sie einen Kunden von Anfang an so sympathisch fand. 

Anna konzentrierte sich wieder auf ihren Alltag. Ralf wollte versorgt sein, wenn er von der Schule kam und Benny abends etwas zu essen haben. Ihr Freund fühlte, dass sich etwas zwischen ihnen verändert hatte, dessen war sie sich sicher. Dass er sie nicht danach fragte, verbot ihm sein Respekt ihrer alten Rolle gegenüber.

Schwarze Lederstretchhosen, hohe Schnürstiefel und schwarzes Top, sah sie für ihre Verhältnisse noch ziemlich konventionell aus. Sie war jetzt soweit wieder alltagstauglich, nur ihre Haare wollte sie noch zu einem strengen Zopf flechten. 

Sie war gerade damit fertig geworden, da klingelte es auch schon an der Wohnungstür. 

„Hallo Süßer!“

Ralf stürmte ihr entgegen, umschlang ihre Hüfte, dann ließ er auch schon seinen Tornister fallen und stolzierte an ihr vorbei in die Wohnung. Katrin folgte ihm, umarmte Anna und zusammen gingen sie rüber zur Sitzecke, wo bereits zwei Gläser mit Milchkaffee für sie bereitstanden. Diese waren zu einem kleinen Ritual zwischen den beiden Frauen geworden, sie konnten sich beim Trinken über den Tag austauschen und ein wenig zur Ruhe kommen. 

Ralf indessen spielte in seinem Zimmer. Er hatte mittlerweile verstanden, dass Kathrin und Anna diese Zeit für sich brauchten und er danach bei seiner Schwester im Mittelpunkt stehen und sie sich mit ihm beschäftigen würde. 

„Gibt es etwas Neues?“ Fragte Anna ihre Freundin.

Die hübsche rothaarige Frau verneinte, lehnte sich vor, um nach ihrem Kaffeeglas zu greifen, und nahm einen Schluck daraus, nachdem sie es sich auf dem großen Sofa bequem gemacht hatte. 

„Nein. Pierre scheint sich wieder gefangen zu haben. Er gibt sich etwas zurückhaltender mir gegenüber, er ist ja nicht dämlich und ahnt sicher, dass wir über ihn sprechen werden. Victoria war heute früh da gewesen, um die Wogen zu glätten, doch hat er sich geweigert, sie zu empfangen. Sie scheint wirklich unten durch bei ihm zu sein. Dafür habe ich aber andere Neuigkeiten für dich. Pierre hat mir zehn Emailadressen gegeben, an die ich deine Kontaktdaten weiterleiten sollte. Anspruchsvolle Kundschaft für dich, meinte er nur beiläufig. 

Anna blickte erschrocken zu Katrin rüber. Sie war doch schon terminlich an ihre Grenzen gestoßen. Warum jetzt noch mehr Kunden? 

„Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich habe kaum noch Möglichkeiten.“ Stellte sie frustriert fest.

Katrin zeigte deutlich ihr Mitgefühl. 

„Ich helfe dir, wenn ich kann. Sie werden ja wohl kaum alle auf einmal kommen. Schiebe einfach einen pro Woche ein, ich denke damit werden sie leben können.“

„Weißt du etwas über sie?“

Katrin verneinte. 

„Nichts Genaues. Nur, dass ich mit einigen von ihnen auf englisch kommunizieren musste. Sie kommen anscheinend alle aus dem Ausland.“

Anna blies ihre Wangen auf. Auch das noch. Sie konnte diese Sprache nur leidlich verstehen und vom sprechen wollte sie gar nicht erst reden. 

„Du schaffst das. Ich denke auch, dass sich das finanziell für dich lohnen wird. Immerhin hast du jetzt die Sicherheit, dass dir Pierre nichts Böses möchte.“

Anna blieb skeptisch. 

„Und da bist du dir sicher? Wir werden es sehen, ich glaube jedenfalls noch nicht daran.“

„Sei nicht so pessimistisch, Anna. Pierre mag ein Machtmensch und skrupellos sein. Aber ich habe ihn nie sonderlich nachtragend erlebt. Zumal du dir ja nicht wirklich etwas zuschuldenkommen hast lassen.“

Die Domina hoffte es und wollte jetzt einen Themenwechsel. 

„Wie geht es deiner Kleinen?“ Katrin wirkte müde in diesen Moment. 

„Derzeit spricht sie nur noch von ihrem tollen Papa. Sie geht mir so auf die Nerven damit. Eine Zeitlang hatte er seinen Kontakt zu ihr wirklich ausschließlich auf seine Besuchswochenenden beschränkt, doch jetzt hat er eine neue Freundin und will ihr vor Augen führen, was für ein toller Vater er doch ist. Er hat die Kleine jetzt auch ab und zu unter der Woche geholt und was soll ich sagen, seine Neue ist nett. Das findet auch Amelie und spielt jetzt mit ihnen zusammen Familie. Es kommt mir wie Hohn vor, verstehst du? Ich meine, ich bin doch auch nicht hässlich, oder? Gut, wir haben oft gestritten, das gebe ich zu, aber daran trage doch nicht nur ich die Schuld.“

Katrins Augen wurden feucht. 

„Er hätte das doch auch mit mir haben können, dann hätte unser Kind nämlich diese ganze Scheiße wegen unserer Trennung nicht durchmachen müssen.“

Anna stand auf, kam um den großen Kaffeetisch herum und setzte sich an die Seite der Freundin. Katrin war eine sehr beherrschte Frau, doch ähnlich wie bei Anna mit ihrem kleinen Bruder, war die Sorge um die Tochter ihre Achillesferse. 

„Ein Mensch ändert sich im Erwachsenenalter nicht mehr so schnell. Wenn er euch damals in Stich gelassen hat, dann wird er das auch mit seiner Neuen tun. Wahrscheinlich dauert es gar nicht so lange, bis ihm wieder alles zu viel wird.“

Für Katrin war das kein Trost. Sie gönnte keiner Frau solch eine Situation. 

„Wollen wir mit unseren beiden am Wochenende etwas machen? Nur wir vier?“ Fragte Lavals Sekretärin schließlich.

Anna interpretierte ihre Worte richtig. 

„Na klar. Benny wird froh sein, wenn er mal ein wenig Zeit für sich hat.“

Katrin holte ein Taschentuch aus ihrer Handtasche und wischte sich damit ihre Tränen weg. Sie würde sich noch einmal neu schminken müssen, ihr Make-up war durch diesen Gefühlsausbruch ziemlich in Mitleidschaft genommen worden. 

„Warum suchst du dir nicht einen neuen Mann? Es gibt so viele Möglichkeiten heutzutage jemanden zu finden.“

Lavals Empfangsdame wusste, worauf die Domina anspielte. 

„Du meinst jetzt Internet, oder?“

Anna nickte. 

„Ja warum denn nicht? Mit deinem Aussehen hast du dort doch die Qual der Wahl.“

Katrin zögerte. 

„Und wenn es wieder irgendein Arschloch ist, dass sich verstellt? Ich muss doch auch an Amelie denken.“

Anna spürte, dass sich Katrin für ihren Vorschlag nicht erwärmen wollte. 

„War nur eine Idee. Wir machen das mit dem Wochenende. Vielleicht einen Tierpark? Das würde unseren Süßen sicher gefallen.“

Katrin war einverstanden. Sie alle würden dadurch auf andere Gedanken kommen und auch sie konnte dann ihrer Kleinen etwas Besonderes bieten. 

„Danke für den Kaffee. Ich fahre jetzt mal los und hole meine Maus ab.“

Anna umarmte ihre Freundin zum Abschied. 

„Geh vorher nochmal ins Bad. Du schaust ein wenig seltsam aus, wenn du so auf die Straße gehst.“

Katrin holte erschrocken ihren kleinen Schminkspiegel aus der Tasche hervor und machte große Augen. 

„Ach du Schei ...“ 

Zehn Minuten später war Anna wieder mit ihrem Bruder allein. Sie fragte ihn erst einmal nicht direkt nach der Schule, sie selbst hatte das als Kind gehasst. Sie ließ den Kleinen erst einmal in Ruhe, spielte mit ihm und seinen Superheldenpuppen und hörte sich an, was er den Tag über alles erlebt hatte. Ralf ging es soweit ganz gut, er kam vom Lehrstoff her mit und hatte auch schon einige Freunde gefunden. 

„Berts Vater will dich anrufen.“

Anna sah aufmerksam zu ihrem Bruder hinüber, der seinem mächtigen Hulk dabei beobachtete, wie dieser ein Spielzeugauto über seinen Kopf hob, das zehnmal so groß war wie er selbst. 

„Warum denn das?“

Sie hatte bisher an zwei Elternabenden teilgenommen, konnte sich aber weder an Namen noch an irgendwelche Gesichter erinnern. Sie hatte ganz hinten gesessen, zugehört und war gleich gegangen, nachdem Frau Mika, Ralfs Klassenlehrerin, mit ihrem Bericht geendet hatte. 

„Bert möchte bei uns übernachten.“

Auch hier fehlte Anna ein passendes Bild. 

„Ich werde erst einmal mit seinem Dad sprechen müssen, dann lerne ich die beiden kennen und wenn alles okay ist, kann Berti auch gerne hier bei uns schlaffen.“

Ralf hatte ihr nur halb zugehört. Flog mit seinem Supermann über die kleine Modelleisenbahnhäuschenstadt, der, ganz im Gegensatz zu der Figur im Film, Düsentriebwerke hatte, die jetzt so mächtig grollten, das die Spucke nur so aus dem Mündchen ihres Bruders spritze. 

Anna war der Gedanke mit einem Vater sprechen zu müssen unangenehm. Männer begegneten sie meist sehr oberflächlich, zogen sie mit ihren Blicken aus, fingen das Baggern an, oder zeigten sich so unsicher ihr gegenüber, dass sie nur noch stammeln konnten. 

„Was ist mit Bertis Mutter?“ Fragte sie ihren Bruder. 

„Die ist tot.“ Stellte Ralf fest, als ob es das Normalste auf der Welt wäre. Anna blickte erschrocken zu dem Kleinen rüber. Der blieb mit sich und seinem Spiel beschäftigt, wahrscheinlich war der Verlust seines Freundes für ihn zu weit entfernt. Oder lag es daran, weil er selbst seine Mutter nie kennengelernt hatte?

„Was macht er denn beruflich?“

Ralf blickte entgeistert zu ihr auf. 

„Er ist doch noch viel zu klein. Er geht doch mit mir in die Klasse.“

Anna lächelte. 

„Ich meinte seinen Vater.“

„Der ist Busfahrer. Er will uns mal mit auf seine Tour nehmen. Er fährt die Linie 12, das ist eine von den Wichtigsten.“

Anna streichelte ihm durch seinen Haarschopf. 

„Ich mache uns mal Essen, einverstanden? Ich kann dir danach eine Wanne einlassen, wenn du möchtest.“

Ralf nickte nur und spielte weiter. 

Anna empfand die Zeit, die sie mit ihrem Bruder verbrachte selten als Anstrengung. Vielleicht weil sie in solchen Momenten die Sicherheit bekam, dass es richtig gewesen war, Lavals Angebot damals angenommen zu haben. 

Was hätte schon aus ihr werden können. Für ein Studium oder eine komplexere Ausbildung fehlte es ihr an den nötigen Verstand, wie sie glaubte und als Kauffrau oder im Handwerk hätte sie im Monat nur einen Bruchteil von dem verdient, was sie jetzt in nur einer Woche bekam. 

Sie stellte die Teller auf den Tisch, legte Servietten und Besteck bereit und setzte Wasser für Nudeln auf. Benny musste jeden Moment eintrudeln, müde und gestresst von der Arbeit. Häger, Bennys Chef, übertrug immer mehr Verantwortung auf seinen Auszubildenden und schien ihm zu vertrauen. Ihr Freund hätte sich darüber freuen können, wenn er nicht große Probleme damit gehabt hätte, der anfallenden Arbeit Herr zu werden. 

Sie dachte an den gemeinsamen Besuch bei Laval zurück. Benny ahnte, dass sich dort etwas zugetragen hatte, dass sie belastete, doch bisher hatte er sich nicht getraut, sie zu fragen. Auch ein Punkt, der sich zwischen ihnen ändern würde. Sie wollte künftig mehr von seiner Meinung hören, selbst auf die Gefahr hin, dass ihr diese nicht schmecken könnte.

Einige Minuten später hörte sie, wie die Wohnungstür geöffnet wurde. Ralf schien es ebenfalls vernommen zu haben, kam aus seinem Zimmer heraus gestürzt und warf sich ihrem Freund in die Arme. Der hob den Jungen hoch, wirbelte ihn einmal im Kreis herum und zu zweit kamen sie ihr entgegen.

„Wie war es heute?“ Fragte Anna. 

„Du es ging. Ich lerne gerade eine neue Kollegin für den Service an, dann wird es erst einmal ruhiger für mich werden.“

Der Gesichtsausdruck der jungen blonden Frau verdunkelte sich sofort. Benny war nicht mehr der unbedarfte Junge, den sie kennengelernt hatte. Er war durch ihre Beziehung, aber auch in seinem Job merklich gereift, trieb mit ihr zusammen viel Sport und in seinem Auftreten viel selbstbewusster und gelassener geworden. 

Sie fühlte Eifersucht in sich aufsteigen, wollte sie ihm gegenüber aber nicht zeigen. Am besten sie machte sich selbst ein Bild von der Neuen, wenn sie das nächste Mal Zeit hatte, um ihn zu besuchen. 

Sie umarmten sich, er gab ihr einen Kuss, dann gingen sie zusammen zum gedeckten Esstisch. Es war noch nicht soweit, ihre Männer würden sich noch etwas gedulden müssen. 

„Wie lief es bei dir?“

Anna hob ihre Schultern. 

„Ganz gut soweit. Ich muss später noch einmal rüber. Magst mir helfen?“

Bennys Gesichtszüge hellten sich sofort auf. Er zwinkerte ihr grinsend zu und Anna konnte sich schon denken, in welche Richtung seine Gedanken wanderten. Es blieb ihr nichts anderes übrig, sie musste ihn in diesen Punkt unbedingt aufklären.

Ralf spielte mit seiner Serviette und versuchte sie zu irgend einem Fantasiegebilde zusammenzufalten. Anna nahm sie ihm weg und legte sie wieder richtig hin. 

„Benutze sie gleich bei deinen Nudeln. Wenn du kleckerst, darfst du die Wäsche morgen allein aufhängen.“

Der kleine Junge blies seine Backen auf und blickte Anna erschrocken an. Er half zwar beim Haushalt mit, aber viel Enthusiasmus zeigte er dabei nicht. 

Anna füllte ihm seinen Teller mit Nudeln, gab Soße dazu und reichte ihm die Dose mit Parmesan. Letzteren liebte ihr Bruder besonders. Auch Benny schien Hunger zu haben, ließ sich von Anna eine große Portion auf den Teller laden und wünschte einen guten Appetit, kaum dass sie sich zu ihnen gesetzt hatte.

„Ist ja schön, dass ihr Hunger habt, aber mich lasst ihr bitte am Leben, ja?“

Ralfs Fantasie griff sofort den zugeworfenen Ball auf und so formte er seine Hände zu Kralle und fletschte die Zähne. Benny lachte und verschluckte sich beinahe an seinem Essen. 

„Zu viel Anna ist ungesund, dafür ist sie zu süß.“

Sie grinste und stieß ihn in die Seite. 

„Schleimer.“

Ihren Männern schmeckte das Essen. Sie war erleichtert. In ihrem Leben hatte es bisher niemand gegeben, der ihr in dieser Richtung etwas beigebracht hatte. Das wenige was sie wusste, hatte ihr Gülen gezeigt, alles andere hatte sie im Internet gefunden und einfach ausprobiert. 

Eine halbe Stunde später waren die drei satt und zufrieden. Benny deckte den Tisch ab, während Anna den Kleinen ins Badezimmer brachte und Wasser in die Wanne einließ. Sie setzte sich zu ihrem Bruder, las ihm aus einem Kinderbuch vor und wusch ihn, nachdem er eine Weile mit einer Spritzflasche Legomännchen abgeschossen hatte, unter großen Protest die Haare. 

Ralf war eigentlich kein zimperlicher Junge, aber Haarewaschen war für ihn die Hölle. Egal wie sanft das Shampoo war und wie vorsichtig sie es ihm auftrug, er heulte und jammerte dabei. Doch es half nichts, es musste sein. Mit viel Zureden und Entschlossenheit, ließ ihr Bruder sie schließlich gewähren. 

„Hast du ihn ins Bett gebracht?“ Fragte Benny, der die Töpfe und Pfannen spülte, die er nicht in die Spülmaschine geben wollte. 

„Ja. Er schläft jetzt. Samstag bist du dran.“

„Gerne, sind die Männer mal für sich.“ Er grinste.

Anna hatte kein Ohr für seinen Kommentar, nahm das Babyphone an sich und fragte ihren Freund, ob er fertig sei. Der wischte noch einmal mit einem Lappen über den Esstisch, blickte sich um und nickte ihr zu. 

„Ja, wir können.“

Benny folgte seiner Freundin aus der Wohnung in den Hausflur. Sie sah so unglaublich geil aus, in ihrem Outfit. Die Erregung hatte von ihm schon die ganze Zeit Besitz ergriffen und er wünschte sich im Moment nichts sehnlicher, als mit Anna schlafen zu dürfen. 

Kaum dass sie das Studio betraten, sank er auch schon vor ihr auf die Knie, wollte ihre Stiefel küssen und sein ganzes Sklavenherz vor ihr ausbreiten. Er freute sich auf seine böse Sadistin, die ihre Spiele zelebrierte, ihn in ihre Hölle hineintrieb und dann mit viel Gefühl und einer großen Portion Erotik wieder daraus erlöste. 

„Komm, Benny. Steh wieder auf.“ Kommentierte die Freundin seine Pose.

Verwundert blickte er zu ihr auf. 

„Wollen wir erst aufräumen?“

Anna verneinte und deutete auf das große Doppelbett im hinteren Teil des Raumes. Sie hatten dort schon viele Abende verbracht und auch wenn sie ihn teilweise zuvor sehr geschunden hatte, war es für ihn immer etwas Besonderes gewesen, sich zu ihr legen zu dürfen. Keinem anderen Mann war das erlaubt, nur er allein besaß das Privileg mit dieser schönen Mistress schlafen zu dürfen. 

„Ich möchte mit dir erst etwas besprechen.“

Benny reagierte verstört auf ihre Worte. Er schien zu ahnen, dass es etwas Außergewöhnliches war, das sie mit ihm besprechen wollte. 

Sie ging voraus, setzte sich auf den Rand der hohen Matratze und klopfte mit ihrer Rechten neben sich, damit er sich zu ihr setzte. 

„Habe ich etwas falsch gemacht?“ Fragte er sie besorgt. 

„Nein, nein. Wie könntest du das?“ Sie lächelte ihm zu und berührte ihn mit ihrer rechten Hand auf seinem linken Oberschenkel. 

„Benny, ich möchte nicht mehr deine Herrin sein.“

Verblüffung. Anders war sein Gesichtsausdruck nicht zu deuten. 

„Aber warum denn das auf einmal? Das war dir doch bisher sehr wichtig.“ Fragte er sie verstört.

„Ich brauche dich als meinen Partner. Ich möchte nicht mehr, dass in meinem Privatleben mein Beruf eine Rolle spielt. Wir brauchen Freunde, Schatz und eine Familie. Du hast wegen mir so viel aufgegeben, ich möchte das nicht mehr.“

Benny schien mit ihrem Wunsch ein Problem zu haben. 

„Aber es gefällt mir doch. Es ist schön für mich, deinen Engel, aber auch deinen Teufel zu erleben.“

„Und wenn ich dich darum bitte, mit dem Engel auszukommen?“

Benny schien wirklich unsicher in diesem Moment zu sein. Anna hätte das niemals für möglich gehalten. Hatte sie ihn in diese Richtung schon so versaut? Hatten Laval und Victoria Recht gehabt mit ihren Thesen? Einmal mit SM konfrontiert, blieb man auch dabei?

„Sag mir doch bitte, warum auf einmal.“

Anna ließ ihren Blick durch das Studio wandern, als ob sie darin nach einem Punkt suchte, mit dem sie beginnen konnte. 

„Wenn du von der Arbeit kommst, dann ist Schluss für dich. Aus und vorbei. Du musst dir erst wieder Gedanken darum machen, wenn du am nächsten morgen das Café betrittst, oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?“

„Na ja, nicht immer. Kommt halt drauf an, ob etwas ...“

Sie unterbrach ihn. 

„Du weißt aber, worauf ich hinaus möchte?“

„Ja, ich glaube schon.“

Anna ließ ihre Hand über seinen Oberschenkel streichen, um sich und ihn zu beruhigen. 

„Wenn ich, so wie heute früh, eine Session habe, dann brauche ich Stunden, um mich völlig davon freimachen zu können. Habe ich sie endlich aus meinem Kopf verdrängt, plane ich aber schon die Nächste. Ich muss meine E-Mails durchgehen, in denen sich bereits neuen Kunden ankündigen und ihre Bittgesuche an mich stellen, oder Sklaven, die aus ihrem Leben berichten, um von mir geführt oder gefordert zu werden. Dann spielt aber auch noch unser Verhältnis eine Rolle. Ich merke doch, dass du von mir diese Rolle einforderst und sie dir auch gefällt. Aber ich kann das nicht mehr durchhalten, weil ich zu viel von mir dabei verliere. Ich mag auch noch ein wenig Anna sein, verstehst du das?“

Ihr standen Tränen in den Augen. Benny konnte sich nicht daran zurückerinnern, dass er sie schon einmal in solch einen Zustand gesehen hatte. War es wirklich so schwer für sie? Er hatte sich nie großartig darüber Gedanken gemacht. Sie war die Domina und irgendwann dann auch mal seine Freundin. Erstere war ihm immer wichtiger geworden, dabei hatte er  selbst doch die Partnerin ihr gegenüber, in der Zeit des Kennenlernens, zur Bedingung gemacht. 

„Ja, natürlich.“ Mehr konnte er nicht rausbringen. Zu wirr waren seine Gedanken in diesen Moment.

Anna sorgte sich sehr über Bennys Reaktion. Sie hatte sich das alles viel einfacher vorgestellt. Hätte sie behutsamer sein sollen? Sich vielleicht langsam aus ihrer Rolle ihm gegenüber verabschieden müssen? Sie kannte nicht den richtigen Weg, den sie beide gehen konnten.

„Das heißt dann keine Spiele mehr zwischen uns?“

Anna verneinte. 

„Ich werde dir eine gute Freundin sein. Und sehe dabei ja noch immer aus, wie deine Herrin, oder? Ich kann mir auch gerne mal eine derbe Kluft anziehen für dich, aber das war es dann bitte auch, Schatz.“

Er nickte, schien aber nach wie vor enttäuscht. 

„Bist du jetzt sauer auf mich?“ Fragte sie ihn besorgt. 

„Es fühlt sich einfach seltsam an. Ich kann da nichts dafür. Du hast verlangt, dass ich zu meiner Herrin stehe, aber jetzt tust du es selbst nicht mehr, das verwirrt mich.“

„Das weiß ich doch. Aber es kommt doch nicht von ungefähr. Ich habe doch selbst erst die Erfahrung machen müssen. Und du bist mir als mein Freund viel wichtiger, als in der Rolle als mein Sklave. Bitte, Benny. Akzeptiere es für mich, einverstanden?“ Ihre Stimme bekam einen flehentlichen Beiklang. 

„Was bleibt mir anderes übrig?“ Stellte er frustriert fest. 

Anna begann sich über ihn zu ärgern, tröstete sich aber mit dem Gedanken, dass auch er erst einmal Zeit brauchte, um sich an das neue Verhältnis zwischen ihnen zu gewöhnen. 

„Weißt du was? Ich habe eine gute Idee, wie ich dir das Ganze versüßen kann.“

Er blickte sie fragend an. 

Sie aber stand auf, stellte sich vor ihm hin, spreizte seine Beine, in dem sie mit ihren Händen in seinen Schoß drängte und ging vor ihm in die Hocke. Anna öffnete seine Hose, zog sie von seinen Beinen herunter und griff schließlich auch in den Saum seiner Shorts hinein. 

Benny hatte sich längst an ihrer Absicht erregt und so reckte sich ihr sein Glied schon entgegen. Sie zögerte nicht, blickt mit lasziven Blick zu ihm auf, feuchtete sich mit ihrer Zunge beide Lippen an und beugte sich im Anschluss über seinen Schoß. 

Der junge Mann stöhnte auf, als er die Feuchte ihres Mundes an seiner Eichel spürte, das Saugen und Lecken, den fordernden, festen Griff ihrer Hand an seinem steinharten Glied. Sie wollte ihm den Höhepunkt gönnen und ihm unbedingt zeigen, dass es der Domina nicht mehr bedurfte. Sie konnte ihn auch so glücklich machen und ihm alles geben, was Mann von einer Frau brauchte. 

Sie hielt ihre Augen geschlossen, ließ ihre Zunge seinen Schaft entlang reiben, saugte an seinem Schwanz mit Inbrunst und Hingabe. Es machte ihr nichts aus, er schmeckte jetzt neutral und keinesfalls unangenehm für sie. Anfangs ein wenig nach Schweiß und Urin, aber das war ein kleiner Preis für all das, was sie ihm schon zugemutet hatte. 

Benny spürte das Pochen in seinem Glied, wollte ihren Kopf von seinem Körper wegdrücken, doch sie blieb, wo sie war, widerstand dem Druck seiner Hände und verkostete sein Ejakulat. Demonstrativ ließ sie von seinem Penis ab, sah zu ihm auf und kam dann zu ihm hoch, um ihn zu küssen. Er konnte noch die Reste seines eigenen Samens in ihrem Mund schmecken, während seine Zunge einen Reigen mit der ihren begann. 

Nach einer Weile drückte sie ihn von sich weg, blickte ihn fordernd an und zeigte ihm dabei einen fast aggressiven Gesichtsausdruck. 

„Jetzt bist du dran!“ 

Benny wusste sofort Bescheid. Zog Anna ohne Umschweife zu sich aufs Bett hinauf und begann sie auszuziehen. Hastig, getrieben von seiner eigenen Ungeduld, knöpfte er ihre Bluse auf, hob ihre Arme an, um an den Verschluss ihres BH´s zu kommen, und kümmerte sich im Anschluss um ihre Stiefel, Hose und Slip. 

Er brauchte ihre Beine nicht auseinander zu drücken, wie sie es zuvor bei ihm getan hatte. Sie öffnete ihren Schoß für ihn, spreizte ihre Beine bis zum Spagat und bot ihm damit einen direkten Blick auf ihr Geschlecht. Es sah so geil aus, wie sie ihre Gelenkigkeit nutzte, um sich ihm zu zeigen. Es raubte ihm schier den Verstand, als sie sich fordernd mit dem Zeigefinger ihrer rechten Hand über den oberen Rand ihrer Spalte rieb und ihm dann mit ausgestreckten Händen entgegenkam, um sein Gesicht gegen ihr feuchtes Geschlecht zu drücken. 

Benny drückte seine Zunge ohne Zögern gegen ihre Scham, ließ sie an deren Lippen entlanggleiten, um dazwischen zu kommen und in das Innere der Scheide vorzudringen. 

Anna stöhnte auf, schloss ihre Augen und neigte ihren Kopf nach hinten, als ob sie zur Decke aufblicken wollte. Mit Kraft drückte sie ihre Hände gegen seinen Hinterkopf, suchte dadurch den Druck an ihrer Scham zu verstärken, um den Reiz für sich selbst noch deutlicher fühlbar werden zu lassen. Benny wusste genau darüber Bescheid, wie er sie glücklich machen konnte in diesen Moment, massierte oral ihre Perle, tauchte dann aber auch mit zwei seiner Finger in ihre Spalte ein. Ein Zucken ging durch den Körper der athletischen Blondine, die in diesen Moment von seinem Kopf abließ, um sich ihre prallen großen Brüste zu streicheln. Es war so schön, so intensiv, so ohne Ende geil für sie. 

„Anna?“

Beide hielten abrupt inne. 

„ANNA?“

„Scheiße, das ist Ralf.“ Stellte Benny fest. Hob seinen Kopf und blickte sie erschrocken an. 

„Zieh dich an und geh rüber! Das geht schneller bei dir.“

„Mann! Warum schläft er denn nicht?“ Jammerte Benny und griff nach seiner Wäsche.

Anna holte tief Luft. 

„Ist doch egal. Ein anderes Mal dann.“

Während Benny in seine Unterhose stieg, blickte er enttäuscht zu ihr runter. 

„Tut mir leid.“

Sie winkte ab, legte sich den BH um und suchte nach ihrem Slip. 

„Beeile dich bitte!“

Benny zog sich hastig die Hose an und griff nach seinem T-Shirt. An seine Socken und Hausschuhe dachte er in diesen Moment gar nicht mehr, eilte aus dem Studio heraus in den Hausflur und von dort aus in die gemeinsame Wohnung. Ralf kam ihm schon entgegen, verstört und zutiefst verunsichert. 

„Wo wart ihr? Ich habe Angst gehabt.“ Heulte der Kleine, während Tränen seine Wangen herunter liefen. 

„Wir waren draußen im Flur, Anna kommt auch gleich.“

Benny ging vor dem Jungen in die Hocke und drückte ihn an sich. 

„Warum konntest du nicht schlafen? Hast du etwas Schlechtes geträumt?“

Er deutete auf das Kinderzimmer. 

„Komm, ich bringe dich ins Bett und passe auf dich auf, einverstanden?“

„Ich habe geträumt, dass Anna uns aufessen möchte.“ Stammelte der Kleine. 

„Weil wir so süß sind?“ Fragte der junge Mann lachend.

Der Kleine griff nach seiner Hand und nickte eifrig. Anna sah sie noch beide im Kinderzimmer verschwinden und ging selbst rüber zur Sitzgruppe. Sie brauchte sich keine Sorgen machen, ihr Freund hatte ein gutes Händchen für Kinder. 

Sie wartete eine halbe Stunde, doch Benny tauchte nicht wieder auf. Sie musste sich selbst von dem bequemen Sofa aufraffen, kam den beiden nach und fand sie zusammen im Kinderbett schlafend. Benny schnarchte, während Ralf um seinen Teddybär herum lag und mit seinen Ärmchen zuckte. Wahrscheinlich träumte er schon wieder. Anna schloss vorsichtig die Tür und ließ die beiden allein. Sie würde jetzt einfach ein Bad nehmen und nicht mehr an die Zweisamkeit mit Benny zurückdenken. Sie hätte ihren Freund so gerne bei sich gehabt und ihn gespürt, doch würden sie das ein anderes Mal nachholen müssen. 

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Kommentare

Bild des Benutzers anonymlove

Doch jetzt ist erst mal wieder Pause (knurr...)
Wie lange, denkst Du, dass ich auf Band 4 warten muss?

Deine Geschichten sind Hochspannung pur.
Naja, ich vergleiche gerne mit einer Segeltour bei Starkwind, Je nachdem wie viel und wie stark die Böen um so höher die See. Und manchmal ist da auch och eine Kreuzsee dabei oder ein Kaventsmann.

Ich kann meinen Genuss nur so umschreiben um nicht auf einzelne Inhalte einzugehen. (Ich will und darf anderen Genießern den Spaß am Lesen nicht nehmen.

Ich genieße Deine Art zu schreiben und Deine, für Dich typischen Handlungsstrange.

Danke nochmal

Dein anonymlove

 

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Bild des Benutzers sena

wird wahrscheinich im Sommer oder Herbst nächsten Jahres kommen. Früher werde ich es nicht schaffen. Tut mir leid. 

Danke für deinen Support, dass ist eine ungeheure Motiviation für mich. Vielleicht magst du mir ja auch zu den Büchern eine Rezension hinterlassen?

Ganz lieben Gruß und schönen zweiten Weihnachtsfeiertag

Sena

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Auf Amazon und Neobooks unter dem Pseudonym Madame Mala unterwegs. Für euren Support und Unterstützung wäre ich euch dankbar.  

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