Zur Domina gemacht 2 Teil 10 ENDE

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Liebe Leser, 

bevor ich den Teil 10 dieser Geschichte hier einstelle, einen kleinen Hinweis: 

Diese Geschichte wurde bereits auf Amazon unter meinem Pseudonym Madame Mala veröffentlicht. Da ich mich dem Forum hier sehr verbunden fühle, möchte ich auch hier meine Geschichten in ihrer Gesamtheit veröffentlicht sehen. Viele von Euch haben mich schon unterstützt und sogar die E-Books gekauft, für euren Support bin ich euch sehr dankbar. Natürlich würde ich mich über weitere Unterstützung, vor allem durch Rezensionen eurerseits freuen. 

Madame Mala Amazon

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Drücke euch alle

Eure Sena

 

Der dritte Teil von "Zur Domina gemacht" wird ab Mitte März veröffentlicht, der vierte Teil der Romanreihe im zweiten Halbjahr geschrieben. Danke für eure Geduld.

21.  Der Lehrer

Anna fühlte sich seit Tagen müde und ausgepowert. Steckte ihr etwas in den Knochen? Sie musste sich mit aller Macht dazu zwingen ihren Tagesplan einzuhalten. In der Früh Ralf fertigmachen und an Katrin übergeben, ihren Frühsport ableisten, dann die Termine durchgehen und den Ablauf der anstehenden Sessions planen. Sie hatte sich mittlerweile täglich zwei Termine gesetzt, anders konnte sie den Kundenandrang nicht mehr gerecht werden. 

Holte sie Ralf am Nachmittag von der Schule ab, hielt sich Detlef ihr gegenüber bedeckt. Ein kurzangebundener Gruß und ein vorwurfsvoller Blick war alles, was sie von diesen Mann noch erwarten durfte. Anna war es egal, so waren die Fronten zumindest geklärt. Nur das Berti kaum noch mit Ralf spielte, ärgerte sie sehr, die beiden hatten sich sehr gut verstanden. Anna brauchte nicht lang zu raten, wem der Mann seine Enttäuschung ihr gegenüber aufgeladen hatte. Gängige Praxis, die Eltern missbrauchten ihre Kinder als Druckmittel. 

Benny rührte sich von allein gar nicht mehr. Ihr Nachrichten, die sie ihm geschrieben hatte, beantwortete er nur sehr kurzangebunden und ein Treffen lehnte er strikt ab. Er wollte in Ruhe gelassen werden, meinte er und sich erst einmal selbst finden. 

Anna erwischte sich immer öfter dabei, wie sie ihren Freund mit Schimpfwörtern bedachte. Arschloch, Idiot, Trottel ... sie sollten helfen ihre Gefühle diesen Mann gegenüber endlich unter Kontrolle zu bringen. Doch gelungen war ihr das bisher nicht. Wie lange war es her, als Benny sie noch als das Schönste und Wertvollste in seinem Leben erachtet hatte? Ein Jahr? Diese Veränderung schien ihr so unwirklich und abstrakt, dass sie sich diese immer noch nicht erklären konnte. 

Sie würde noch ein paar Tage warten, dann wollte sie Klarheit. Selbst wenn das bedeutete, dass sie sich endgültig voneinander trennten. 

Am Wochenende war sie mit Ralf das erste Mal im Gestüt gewesen und hatten Jago besucht. Der Junge war völlig aus dem Häuschen gewesen, hatte auf dem Tier reiten dürfen, es gestriegelt und gefüttert. Auch Anna hatte es mit dem Reiten versucht, tat sich damit aber bei weitem nicht so leicht wie in anderen Dingen. Sie hatte noch etwas Angst, gerade wenn Marlene ihr eine schnellere Gangart Jagos abverlangte. Sie würde Zeit brauchen, bis sie sich auf dem Rücken ihres Pferdes sicher fühlte.

Anna stellte die Wasserflasche zur Seite, ging auf ihre Knie herunter und von dort aus in den Liegestütz. Sie machte einige Wiederholungen, legte eine kurze Pause ein, ging in einen Ausfallschritt mit dem rechten Bein, dann wieder mit dem Linken. Wieder Liegestütz, gefolgt von Kniebeugen, langsam wurde sie warm. Die Übungen waren nicht allein ihrer Fitness und Kraft geschuldet, sie dienten auch dazu ihre äußere Erscheinung zu stärken, in dem sie vor allem ihre Gesäßmuskulatur, Bauch und Rücken trainierte. Ihren Beinen durfte sie dabei weniger Aufmerksamkeit schenken, sie waren von Natur aus sehr kräftig bei ihr geraten. 

Sie legte eine Pause ein und betrachtete sich im Spiegel. Sie konnte sich mittlerweile akzeptieren, auch wenn ihr diese harten, unsympathischen Gesichtszüge nach wie vor Probleme bereiteten. Böse und unnahbar wirkten sie, man musste schon darauf stehen, um sie als attraktiv zu empfinden. 

Ihr Handy klingelte. Sie musste rangehen, es könnte etwas mit Ralf sein. Vielleicht war es auch Benny? Sie eilte zum Küchentisch, nahm das Gerät zur Hand und blickte auf das Display. Es war Alexander. Scheiße. Sie hatte die Angelegenheit mit Gülen und Baba völlig vergessen. 

„Endlich! Warum hast du mich so lange warten lassen?“ Herrschte sie ihren Sklaven durch das Telefon an. 

„Entschuldige, Anna. Aber ich war im Ausland. Ich habe mein Büro darum gebeten mich nur in wichtigen Angelegenheiten zu kontaktieren ...“

„Und dazu gehöre ich etwa nicht? Was bildest du dir eigentlich ein, du Würmchen? Das wird Konsequenzen für dich haben, ich bringe dir schon noch bei, was die einzig wichtige Angelegenheit in deinem Leben ist.“

„Es tut mir leid.“

Anna lachte höhnisch. 

„Ja, das tut dir leid. Jetzt und erst recht wenn ich dich das nächste Mal unter meine Fuchtel bekomme.“

Die Domina überlegte krampfhaft wie sie das Gespräch in Gülens Richtung lenken konnte. Alex sollte ihr das Geld leihen, aber nicht aus der Rolle ihres Sklaven heraus. Dabei wäre es so leicht für sie gewesen, es einfach von ihm einzufordern. 

„Ich will mich jetzt aber nicht weiter über deine Unverschämtheiten aufregen, du kleine Schabe. Es reicht mir, wenn du mir jetzt einfach zuhörst.“

Kurz erzählte sie Alex von Gülen, wer sie war und was sie ihr und ihrer Familie alles verdankte. Dann berichtete sie ihm von Baba und das Problem mit seinem Bruder. Alexander hörte schweigend zu, er schien zu ahnen, worauf das Gespräch hinauslief. 

„Ich soll ihm helfen?“

„Ja. Wenn du nein sagst, suche ich nach einer anderen Lösung, es würde ohne Konsequenzen für dich bleiben.“

„Die gibt es immer, Anna.“ Vergaß er für einen Moment seine Rolle ihr gegenüber. 

„Aber du könntest es auch einfach von mir fordern, du bist meine Herrin.“

Anna schloss ihre Augen. Genau so weit, wollte sie es nicht kommen lassen. 

„Du weißt, dass ich nicht so ticke. Also?“

„Vielleicht gestehe ich es dir gerade deshalb zu, Anna. Lass es mich dir doch einfach geben.“

„So wie Jago meinst du? Ich habe ihn angenommen, damit ich dir eine weitere Fantasie real werden lassen kann. Ich bin nicht doof, Alex. Aber bei Baba bitte ich dich um deine Hilfe.“

„Warum sollte er es von seiner Tochter annehmen wollen, wenn er schon bei dir „Nein“ gesagt hat? Und selbst wenn sie es ihm auf Umwegen zukommen lässt, wie soll er es ihr dann zurückzahlen? Und somit dir?“

Alex brauchte nicht lange, um sich in Gülens Situation hinein zu fühlen. Immer wieder zeigte sich Anna von seinem Sachverstand und Einfühlungsvermögen beeindruckt. So weich und verletzlich er sich ihr gegenüber mit seinen Wünschen zeigte, so nüchtern und klar kalkulierend war er als Geschäftsmann. 

„Gib mir seine Adresse. Ich werde die Sache in die Hand nehmen.“

Anna zeigte ihm deutlich ihre Zweifel. 

„Und du meinst, du kannst das schaffen? Baba ist ein stolzer Mann. Stell dir das nicht so einfach vor.“

„Ich unterbreite ihm ein einfaches Kreditangebot. Du sagst, er zahlt an seinen Bruder acht Prozent Zinsen?“

„Ja. Sein Bruder, das Arschloch, verdient gut an ihm.“

„Also gut, dann biete ich ihm einen Kreditvertrag über drei Prozent. Win-win nennt man das. Im Grunde genommen vermittelst du mir also nur einen Kunden. Warum sollte er da nein sagen? Ratenpause, Arbeitslosenschutz und Lebensversicherung sind selbstverständlich inbegriffen.“

„Danke!“ Es war genau diese Situation, die Anna nicht ausstehen konnte. Sie benutzte ihn und auch wenn er keine Erwartungen damit verband, so fühlte sie sich ihm gegenüber in einer Pflicht. 

„Regelst du das persönlich mit ihm?“ Fragte sie Alexander schließlich. 

„Wenn du das möchtest, tue ich das.“

„Bitte. So schnell, wie es dir möglich ist.“

Alexander versprach es ihr. 

„Ich bin übermorgen in der Stadt. Reicht dir das?“

„Ja, danke.“

Anna zögerte, dann überwand sie sich. 

„Komm danach vorbei. Meine Adresse hast du ja.“

„Du bist mir nichts schuldig, Anna. Du hast mir doch nur ein Geschäft vorgeschlagen und noch dazu nicht einmal ein schlechtes.“

„Das war keine Bitte! Einundzwanzig Uhr! Kommst du zu spät, ziehe ich dir deine Haut ab, das ist ein Versprechen.“

Alexs Stimme überschlug sich. Es war das erste Mal für sie beide, dass sie sich außerhalb eines offiziellen Termins miteinander trafen.

„Ja, natürlich. Ich werde pünktlich sein.“

„Brav. Bezüglich meines Freundes hältst du mich umgehend auf den Laufenden.“

Er versprach es ihr und verabschiedete sich. Anna aber blieb in ihren Gedanken bei ihm. Alexander blieb ihr ein Rätsel. Unvorstellbar reich, wäre es ihm ein leichtes, sich all seine Wünsche wahr werden zu lassen, und tat sich dennoch so schwer damit. Er suchte eine Frau, die ihn bereit war zu lieben, aber gleichzeitig auch seine sadomasochistischen Bedürfnisse befriedigen konnte. Eine schwierige Konstellation, zumal er kein attraktiver Mann war. Auch durfte sein Reichtum dabei keine Rolle spielen, denn seine Partnerin sollte sich in ihn als Person und nicht in sein Geld verlieben. 

Anna seufzte. Sie würde ihm gerne helfen, denn Alexander hatte sich bisher ihr gegenüber sehr korrekt und anständig verhalten. Na ja. Sie würde sich ihm gegenüber auf andere Weise erkenntlich zeigen, zumindest das. 

Sie machte weiter ihre Kraft- und Dehnungsübungen, im Anschluss auch Schattenboxen. Vor ein paar Wochen hatte sie noch mit Benny geübt, jetzt war sie wieder allein. Ein Gedanke, der für sie immer realer und greifbarer wurde. 

Warum war sie so blöd gewesen und hat mit ihm nicht einfach so weiter gelebt wie bisher? Sie waren beide glücklich gewesen, oder etwa nicht? 

Laval und Victoria hätten sie wahrscheinlich in diesen Moment ausgelacht. Wie hatte sie Pierre immer wieder genannt? Naives Dummchen? Vielleicht war sie ja wirklich eins. 

Anna holte die Post, setzte sich an ihren kleinen Arbeitstisch mit dem Notebook und öffnete die Umschläge. Es gab einige Rechnungen, die sie zu begleichen hatte, mit Beträgen, die ihr früher die Luft zum Atmen genommen hätten. Und heute? Wenigstens diesen Trost hatte sie. 

Die Schule bat die Eltern, für Kinder aus ärmeren Verhältnissen zu spenden, damit diese für den nächsten Ausflug das gleiche Taschengeld mitbekamen, wie der Rest. Man konnte auch symbolisch etwas in den Topf tun, einen Euro zum Beispiel. So hatte jeder gespendet, egal ob die eigenen Kinder am Ende selbst Nutznießer wurden. Anna konnte sich noch gut erinnern, dass es ihr damals ähnlich ergangen war. Andere Eltern hatten ihr Klassenfahrten ermöglicht, weil der eigene Vater sein tägliches Brot, also Bier, wichtiger fand als die eigenen Kinder. Was hätten neue unbeschwerte Eindrücke seiner Tochter auch bringen sollen? Boah, wie sehr hasst sie ihren Vater noch immer, selbst jetzt nach zwei Jahren.

Sie wollte sich an diesen dunklen Gedanken nicht aufreiben, ging duschen und machte sich dann fertig für die Kunden. Einer von den beiden war ihr durch Laval vermittel worden. Ein schmerzgeiler Masochist, der unbedingt seine Grenzen bei ihr finden wollte. Anna mochte solche Kunden nicht. Es waren schließlich nicht nur deren Grenzen, die sie dafür überschreiten musste, sondern oft genug ihre eigenen. Zumal dieser hier eine Kombination aus verschiedenen Praktiken suchte. Schlagen und Treten mit Händen und Füßen, Prügel mit dem Stock, Peitschen, Atementzug, Verbrennen und Nageln. 

Anna stöhnte. Letzteres kam für sie nicht in Frage. Sie wusste nur mit Nadeln umzugehen, der Umgang mit dickeren Kalibern, hatte ihr Laval nicht beigebracht. Atemkontrollspiele waren ebenfalls eine ihrer ungeliebten Praktiken, waren sie doch äußerst gefährlich für den Kunden und es gab Fälle, von denen sie gehört hatte, in den Menschen dabei ums Leben gekommen sind. 

Immerhin hatte sie sich sonst gut vorbereitet und ihr erster Kunde war viel einfacher gestrickt. Ein Lehrer der kurz vor der Pensionierung stand und an einer bockigen, zänkischen Schülerin verzweifeln wollte. Er kam jetzt das dritte Mal zu ihr und sie wusste, dass es ihm mit einer Schülerin ähnlich ergangen war, wie damals Peter mit ihr. Er hatte sich verliebt und das in eine Göre, die sich ihm gegenüber wie ein Satan aufgeführt haben musste. Dennoch war die Fantasie über Jahre in seinen Kopf geblieben und Anna ließ sie endlich für ihn real greifbar werden. 

Anna legte ein wenig Make-up auf und zog sich an. Wenigstens ein wenig Schlappheit und Frust hatten sich durch den Sport aus ihrem Fühlen und Denken verdrängen lassen. Der Rest würde in der Session seinen Abschied nehmen, das funktionierte zuverlässig, um dann später wieder mit aller Macht zurückkehren. Vielleicht sollte sie einfach nur noch rund um die Uhr arbeiten? Sie lächelte. Welch ein absurder Gedanke. 

Ihre Arbeitskleidung war heute eine völlig andere als sonst. Bluejeans, ein Sweatshirt in Pink mit ausgestreckter Zunge Aufdruck, so geschnitten, das Annas Betrachter das Gefühl bekam, er müsse nur noch von unten in ihre stark gepushten Brüste hinein greifen. Ihre weißen Turnschuhe mit den hohen Sohlen passten perfekt dazu und ließen sie zum Teenie werden. 

Wie locker und leicht sich diese Kleidung anfühlte. Ganz gegensätzlich zu ihrer sonstigen Kluft. Annas Gedanken vermochten sich an ihrem Spiegelbild festzuhalten. Es war ihr fast so, als würde ihr ein bisschen verlorene Jugendzeit dadurch zurückgegeben werden. So drehte sie sich in alle Richtungen, setzte sich noch ein schwarzes Basecap auf und fühlte sich für den anstehenden Termin gut gewappnet. 

Zehn Minuten später klingelte es auch schon und Anna ging mit einer gutgefüllten Kaffeetasse zur Wohnungstür, um dem Lehrer zu öffnen.

„Tachchen auch, Herr Lembert. Kommen sie schon rein, sie wollen mir doch heute viel beibringen, richtig? Haben sie mir das Geld mitgebracht?“

Der Alte nickte und reichte Anna ein paar Scheine. Er gab ihr das Honorar immer in Bar, als Teil ihres Rollenspiels. 

Der hochgewachsene schlanke Mann mit leicht nach vorn gebeugter Haltung schien nervös. Alles an ihm war schmal geraten, Schultern, Gesicht, Hüfte. Nur seine Füße waren besonders lang und ein Grund für lebenslange Hänseleien, die er über sich hatte ergehen lassen müssen. Seine grauen Augen musterten sie flüchtig, dann senkte er den Blick vor ihr. 

„Wollen sie einen Kaffee, Herr Lembert?“ Fragte die junge Frau in einem süffisanten Ton. 

Der Alte verneinte, doch seine Schülerin trat an ihn heran, hielt kurz ihren linken Zeigefinger in die braune, noch dampfende Flüssigkeit und packte ihn dann an seinen Hosenbund. 

„Das ist schade, ich habe ihn extra für sie gemacht. Egal, kippe ich ihn einfach weg, nich?“

Der Alte schloss seine Augen, während Anna das heiße Getränk in seinen Schritt hinein goss. Es war gerade so temperiert, dass es ihm wehtat, aber schnell genug abkühlte, um ihn nicht zu verbrühen. 

„Zieh dich schon aus du lächerlicher Trottel und dann helf mir bei meiner Seminararbeit.“ Sie untermalte ihre Aufforderung mit einer heftig geführten Ohrfeige ihrer rechten Hand, die in sein Gesicht schnellte. 

Der Alte stammelte etwas, doch schon flogen ihn die nächsten Schellen ins Gesicht, gefolgt von einem leichten Faustschlag in seinen Magen. 

„Ich zieh mich aus, ich ziehe mich aus. Schlag mich nicht mehr Peggy. Bitte!“

Das Mädchen grinste, schlenderte zum Küchentisch und nahm sich einen Lutscher, den sie von seiner Verpackung befreite. Sie steckte ihn in den Mund, schlenderte zurück und beobachtete den Lehrer dabei, wie er hektisch aus seinen nassen Hosen stieg. 

Sie stellte sich neben ihn, zog den Lolli ein Stück weit aus ihrem Mund heraus und umkreiste die Spitze des Bonbons mit ihrer Zunge. 

„Na? Stellst dir gerade vor, das wäre dein alter Schwanz? Tut mir ja leid, dass er nicht meine Muschi als Vergnügungsstätte bekommen hat, aber ich finde ihn und seinen Besitzer einfach nur widerlich und eklig.“

Sie lachte, umrundete den verstört dreinblickenden Mann und schien keine große Anstalten zu machen den eigentlichen Zweck seines Kommens in Anspruch zu nehmen. 

„Hände weg!“ Forderte sie von ihm, nachdem er mit seinen Händen den Schritt vor ihren Blick verbergen wollte. 

„Wie oft hast du schon den Moment bereut, in dem du mich erpressen wolltest? Den Augenblick, in dem du meintest, du würdest mich durchfallen lassen, wenn ich nicht die Beine für dich breitmache.“

Sie lachte. 

„Scheiße wenn man nur ein zehn Jahre altes Handy sein eigen nennt. Da kennt man keinen Voicerecorderapp, richtig?“

Anna ließ noch einmal ihre Hand in das knochige Gesicht des Alten klatschen, doch war es dieses Mal als rein demütigende Geste gemeint. 

„Aber wir haben uns ja geeinigt was? Hättest selbst nicht geglaubt, dass du so gerne zu mir kommst, stimmt´s?“ 

Wieder lutschte sie an ihren Lolli, während ihre braunen Augen amüsiert über seinen nackten dünnen Körper wanderten. 

„Weiß du was? Ich werde dir etwas zum Anziehen geben. Du frierst sicher, oder?“

Anna streichelte sich nachdenklich über ihre Brüste, während der Lehrer sie unsicher ansah. 

„Ich pimpe praktisch damit meinen eigenen Lehrkörper.“ Sie lachte schallend über ihren Witz und eilte ins Schlafzimmer, um eine Minute später mit Strumpfhose, schwarzen Slip und BH zurückzukehren.

„Hier! Zieh das an.“

Sie warf die Wäsche vor ihm auf den Boden. Verwirrt sah der Mann zu ihr rüber und schien zu überlegen, ob ihm diese Kostümierung den Widerstand wert war. Anna aber fühlte sich durch sein Zögern provoziert. 

„Hast Probleme damit in die Hocke zu gehen? Ist es das Rheuma?“

In dem Moment, in dem er ihr antworten wollte, schnellte ihr rechtes Schienbein, begleitet von einem dumpfen Klatschen, zwischen seine Beine. 

„AHHHHHH!“ Kreischte der Mann mit heller Stimme auf, sank auf die Knie herunter und presste beide Hände in seinen Schritt hinein. Dann kippte er zur Seite und ergab sich ganz dem heftigen Schmerz, der seinen Unterleib ausfüllte. 

„Warum machen sie mich immer so wütend, Herr Lembert? Sie bekommen gleich von mir die Eselsmütze auf und stellen sich in die Ecke.“

Anna lachte gehässig und trat ihm mit ihrem rechten Fuß leicht in seinen Allerwertesten. 

Der Mann schaffte es, sich langsam aus seiner Starre zu lösen und begann hastig die Strumpfhose über seine langen haarigen Beine zu ziehen. 

„Was soll das denn Herr Lembert? Sie sind doch kein kleiner Junge mehr, dem die Mutti zeigen muss, wie man sich anzieht, oder? Sie haben den Schlüppi vergessen.“

Sie lachte lauthals und schlug ihm eine weitere Backpfeife ins Gesicht. Sie hob geschickt mit der Spitze ihres linken Schuhs das Wäschestück auf und hielt es ihm vor das Gesicht. Hastig griff der Lehrer nach dem Tanga mit der Spitze und zog ihn an. 

„Jetzt dürfen sie die Strumpfhose anziehen, das ist alles gar nicht so schwer, glauben sie mir.“ Wieder erfüllte das höhnische Lachen des Mädchens den Raum. 

„Und dabei wollten sie mir doch etwas beibringen, habe ich Recht?“

Der Mann nickte, antwortete ihr jedoch nicht. Statt dessen versuchte er sich nun, nachdem er auch die Strumpfhose angezogen hatte, den BH anzulegen, schaffte es aber nicht dessen Verschluss hinter seinem Rücken zu schließen. 

„Das bekommen viele Männer nicht auf Anhieb hin. Machen sie sich nichts draus. Warten sie bitte, ich helfe ihnen gerne.“

Der Mann zuckte zusammen, als sie ihn berührte, doch tat sie ihm dieses Mal nichts zu Leide.

Ihn amüsiert betrachtend, gestikulierte sie ihm mit ihrer Hand, dass er aufstehen sollte, und zwinkerte ihm zu. Der Mann schaute so unglaublich komisch aus, ihr war wirklich zum Lachen zumute. 

„Warten sie Herr Lembert. Wo wir schon dabei sind, möchte ich ihre Verwandlung auch perfekt machen.“

Sie lief mit lockeren Schritten rüber zum Bad, holte Schminksachen und kehrte zu ihm zurück. 

„Kommen sie rüber zum Tisch und setzen sie sich hin, dann habe ich es leichter.“

Der Alte hatte mit dem Raub seiner Würde sichtlich zu kämpfen und die ersten Tränen lösten sich aus seinen Augen, um über seine knochigen Wangen abzuperlen.

„Sie weinen bestimmt vor Rührung, hab ich Recht?“

Sie drückte sein Gesicht für einen kurzen Moment zwischen ihre Brüste, lächelte und gab ihm noch zusätzlich einen Kuss auf seine Wange. 

„Ich mag sie, wissen sie das eigentlich? Trotz dessen sie solch ein perverses Arschloch sind.“

Sie setzte einen knallroten Lippenstift an seine Lippen an, zog sie nach und zeigte ihm, wie er die Farbe darauf verteilen konnte, in dem sie es vormachte. 

„Schön übereinander reiben, Herr Lembert und hören sie jetzt auf zu flennen, sonst raste ich aus.“ Wandelte sich innerhalb eines Satzes die Tonlage ihrer Stimme zu einem bösen Grollen. 

Der Alte versuchte, sich zu beherrschen, doch ihre Drohung hatte seine Ängste ihr gegenüber noch verstärkt. So hieb sie ihm erneut hart geführte Ohrfeigen ins Gesicht, riss ihn an seinen Haaren und blickte wütend auf ihn herunter, während sie weiter an ihrem Lolli lutschte. 

„Sie schaffen mich heute. Wie soll ich sie da fertig schminken?“

Sie überlegte einen Moment lang, hob abrupt ihre Arme und wandte sich zu dem Schreibtisch um. 

„Na schön. Fangen wir halt mit dem Lernen an. Ich finde es nicht nett, dass sie mich so passiv unter Druck setzen, Herr Lembert.“

Sie schlenderte zu dem Arbeitsplatz rüber und wartete dort auf ihn. 

„Na kommen sie schon. Es kann doch nicht sein, dass sie als mein Pädagoge weniger Lust auf die Wissensvermittlung haben, als ihre Schülerin.“

Der Alte wusste nicht, wie er sich ihr gegenüber verhalten sollte. Durfte er gehen? Oder sollte er nicht lieber vor ihr kriechen?

„Kommen sie! Was stehen sie da so blöde herum?“

Er fasste einen Entschluss, ging auf seine Knie herunter und krabbelte rüber zu ihr. Das Mädchen aber musterte ihn gespielt erstaunt. Betrachtete ihn aufmerksam und zog ihre Stirn kraus. 

„Haben sie etwas verloren, Herr Lembert? Soll ich ihnen suchen helfen?“

Lachend trat sie ihm in die kurzen Rippen, ließ ihn vor Schmerzen aufheulen und deutete ihn dann an zum Tisch rüber zu kriechen.

„Bleib unten auf den Boden, du Schwein! Ich brauche keinen Stuhl, solange ich dich habe.“

Sie setzte sich auf seinen Rücken, sortierte die Schreibmaterialien und Bücher, bevor sie ihm erneut ihre Aufmerksamkeit schenkte. 

„Fangen wir mit internationaler Wirtschaftspolitik an, Herr Lembert. Kennen sie Friedrich August von Hayek? Über den soll ich ein Referat halten.“

Der Alte unter ihr stöhnte unter ihrem Gewicht. Sie war keine Feder, das war ihr wohl bewusst. 

„Was ächzen sie so herum? Haben sie meine Frage nicht verstanden? Seien sie doch froh, dass sie endlich mal meiner Muschi so nahe kommen dürfen. Das haben sie sich doch immer schon gewünscht.“

Sie rutschte mit ihrem Hinterteil auf seinen Rücken herum, so als ob sie eine besondere Position suchte, in der sie es bequemer hatte. 

„Also? Haben sie da ne Ahnung von, oder nicht?“

Anna hatte sich gestern, zur Vorbereitung auf den Termin, im Internet schlaugemacht. Es war der erste Artikel gewesen, der ihr im Onlinenachschlagewerk unter die Augen gekommen war.

„Peggy, ich bin Deutsch- und Englischlehrer. Ich habe davon ...“

Die Schülerin schwieg und starrte vor sich auf die Arbeitsplatte ihres Schreibtischs herunter. Sie ordnete sich ihr Basecap, anscheinend war sie sich noch nicht schlüssig darüber, auf welche Weise sie ihn für seine Nutzlosigkeit strafen sollte. Er kannte sie gut genug, um zu wissen, dass ihre Reaktion heftig und nur sehr schwer für ihn zu ertragen sein würde. Also suchte er ihr zuvorzukommen und stammelte etwas von einem Lösungsvorschlag. 

„Wie soll denn der aussehen?“ Fragte sie ihn gereizt. 

„Ich könnte mich einlesen und dir beim nächsten Mal die Vorbereitung erstellen. Du musst es dann nur noch lesen und vortragen.“

Zu seiner Erleichterung blieb sie ruhig. Anscheinend dachte sie über sein Angebot nach. 

„Einverstanden. Das ist echt lieb von ihnen, Herr Lembert. Wissen sie was, mein Lieber? Dafür ficken wir, ja? Das haben sie sich doch so sehr gewünscht.“

Ehe der Mann was entgegnen konnte, war Anna schon von seinem Rücken aufgestanden und eilte ins Schlafzimmer, wo sie alle Utensilien aufbewahrte, die sie bei dem Termin zum Einsatz bringen wollte. Darunter auch ein Strapon mit einem gewaltigen Kunstpenis. 

Sie hatte Übung beim Anlegen und kehrte nach nicht einmal zwei Minuten zu ihrem Delinquenten zurück. Der stöhnte auf, als er das Mädchen mit dem furchtbaren Gebilde auf sich zukommen sah. 

„Sammeln sie schon mal viel Speichel im Mund, Herr Lembert. Sonst bekommen wir ihn gar nicht bei ihnen rein.“

Der Lehrer schloss die Augen und atmete hastig. Die Angst überkam ihn wie ein Sturm. 

„Bitte Anna. Der ist so groß ...“

„Je größer, desto besser. Das wissen sie doch. Er tut vielleicht ein wenig weh am Anfang, aber später wird er ihnen ganz bestimmt guttun. Und wer weiß? Vielleicht klappt es ja dann beim nächsten Mal schon mit meiner Faust?“

Hastig sammelte der Pensionär Speichel in seinem Mund. Für ihn war es schwer vorstellbar, dass es dem Mädchen gelingen würde, dieses Teil in ihn hinein zu zwingen. Doch so weit war es noch nicht, wie er wusste, sie würde ihn zuvor noch auf andere Art und Weise demütigen und quälen. 

So stellte sich die junge Teufelin vor ihm auf, drückte ihn die Spitze des Kunstgliedes gegen seine rechte Augenhöhle, dann klatschte dessen Schaft gegen seinen Nasenrücken. Sie schien schlecht zu zielen und stocherte wie toll damit in seinem Gesicht herum. 

„Nehmen sie ihn doch schon in ihren Mund! Helfen sie mir doch mal!“

Sie lachte, drückte das Latexglied schließlich zwischen seine Lippen und griff in sein Haupthaar, um seinen Kopf daran zu führen. Der Mann keuchte und würgte, verschluckte sich am eigenen Speichel und verzagte nun vollends an der Bosheit der jungen Frau. Die lachte, ließ auch noch zusätzlich ihre Handflächen in sein Gesicht fliegen und freute sich an seinem Leid, dass durch viel Tränenflüssigkeit untermalt wurde. Erst als sein Würgen und Jammern ihr Mitleid weckte, nahm sie langsam die Intensität ihrer Demütigungen und Quälereien zurück. 

„Drehen sie sich jetzt bitte um, Herr Lembert, damit sie sich mein kleines Dankeschön verinnerlichen können.“

Sie deutete auf eine Stelle vor dem Schreibtisch, vollzog mit ihrem rechten Zeigefinger Kreise in der Luft, als Zeichen dafür, dass er sich umdrehen sollte, und trat anschließend an ihn heran. 

„Sie müssen mir schon etwas helfen, wenn ich dieses Teil hier in sie hineinbugsieren soll. Ziehen sie ihre Arschbacken auseinander, so schwer ist das doch nicht. Seien sie doch ein wenig entgegenkommender, Herr Lembert.“

Anna verteilte jetzt Gleitmittel auf den riesigen Kunstschwanz und die Poöffnung des Lehrers. Sie wusste, dass der Mann jetzt alles an Willen aufwenden musste, um diesem Teil den Einzug in seinen Körper zu gewähren. Es war wie eine Schwangerschaft der umgekehrten Art. Atmen und Entspannen, trotz des riesigen Corpus Delicti. 

Lembert durfte sich jetzt auf der Tischplatte abstützen, fixierte auf deren Holzplatte ein besonderes Muster in der Maserung und konzentrierte sich darauf, während der Druck an seinem After immer prägnanter und schließlich auch schmerzhaft und quälend für ihn wurde. Zum Glück hat er sich auf diese Praktik einstellen können und war nüchtern zu seiner Herrin gekommen. Ansonsten hätte es wahrscheinlich am Ende eine riesige Schweinerei gegeben. 

Der Mann zog seine Stirn kraus, schloss seine Augen und öffnete leicht seinen Mund. Der Druck wurde jetzt immer stärker und so behutsam die Domina auch vorging, es wurde jetzt richtig böse für ihn. Sie ließ seinem Schließmuskel Zeit, sich an seine Penetration zu gewöhnen, weitete ihn vorsichtig, doch blieb es dennoch ein zeitraubendes und mühseliges Unterfangen. Sie hatte ihm da ein zu großes Holz aufgebürdet, dass er so einfach nicht verpacken konnte. 

Wie sehr er doch irrte. Annas Beharrlichkeit zahlte sich schließlich aus. Der Schließmuskel gab endlich nach und der dicke Schlauch rutschte in den Enddarm des Mannes hinein. Vorsichtig begann sie den Kunstschwanz tiefer in ihn hinein zu drücken, während der Lehrer vor ihr laut aufkeuchte. Ein Mischgefühl aus Schmerz und Erregung überkam ihn, während er sich regelrecht von seiner süßen Peinigerin gepfählt fühlte. 

Gegen ihrer sonstigen Gewohnheit ging die Domina fast zärtlich bei dem betagten Mann zu Werke. Fickte ihn behutsam und in weiten Zügen, ließ ihm immer wieder die nötige Zeit, sich auf dieses Monster von Latexpimmel einzustellen. Nach einer viertel Stunde entzog sie sich ihm wieder, verteilte leichte Klapse auf seine beiden Gesäßhälften und streichelte anschließend mit ihrer rechten Hand über seinem Rücken. Er zitterte, als ein Schauer dabei durch seinen Körper fuhr. 

„So! Jetzt leckst du ihn fein sauber und dann darfst du nach Hause gehen. Komm das nächste Mal nicht als dummer August wieder, einverstanden? Schließlich haben wir doch beide noch mein Studium zu schaffen.“

Herr Lembert musste sich erst einmal wieder sammeln und Anna ließ ihm hierfür die nötige Zeit. So dauerte es ein paar Minuten, bevor er vor ihr auf seine Knie ging und mit seiner Zunge über den Schaft des Latexschwanzes leckte. Er war nicht beschmutzt, der Lehrer hatte Erfahrung und kam sehr gut vorbereitet zu den Terminen. Wahrscheinlich verabreichte er sich Einläufe, um auf Nummer sicher zu gehen. 

„Ich denke das reicht, Herr Lembert. Das haben sie sehr fein gemacht. Die Wäsche dürfen sie behalten.“

Anna deutete auf den Strapon. 

„Würden sie ihn mir abschnallen? Das wäre herzallerliebst.“

Der Alte nickte und öffnete ehrfürchtig die Schnallen der Gurte, die um Hüfte und Oberschenkel der Domina herumführten, um dem monströsen Teil einen sicheren Halt zu schenken. Wie fantastisch diese Frau aussah. Wie muskulös und tailliert ihr Körper aussah. 

„Na? Reckt sich jetzt ihr Schwänzchen?“

Lembert wurde sofort unsicher. Er hatte sich an der Frau berauscht, ohne sich dessen bewusst zu werden. Erschrocken blickte er auf seine Erektion herunter, sein Glied schaute mehrere Zentimeter aus dem Damenslip und dem Bund der Strumpfhose heraus. 

„Ich will es heute einmal als Kompliment sehen, obwohl sie ja eigentlich nicht durften. Aber eine Schelle gibt es trotzdem, einverstanden? Der Form halber, sozusagen.“

Sie holte mit ausgestreckten Arm zu einer gewaltigen Ohrfeige aus, nahm Maß und hieb sie ihm mit aller Kraft ins Gesicht. Der Alte kippte getroffen zur Seite, während ein Rauschen durch sein Kopf ging und Sterne vor seine Augen traten. Ein heftiger schmerzhafter Brand verteilte sich auf seiner linken Wange, begleitet von dem Gefühl einer unerträglichen Demütigung. 

„Wir sind jetzt fertig. Wenn sie aufgehört haben herum zu heulen, dürfen sie gehen.“

Das Mädchen wickelte demonstrativ einen weiteren Lolli aus dessen Folie, knüllte sie zusammen und warf sie anschließend achtlos auf den Mann vor ihren Füßen herunter. Dann blickte sie rüber auf die Uhr, es wurde Zeit, sich auf den nächsten Kunden vorzubereiten. 

Eine Stunde! Das war kaum zu schaffen. Gerade bei der vom Kunden gewünschten Montur aus Gummi und Leder. Kompletteinschluss, wie so oft. Von daher war Lembert wirklich einer ihrer liebsten Kunden. Unkompliziert, keinen Extrem verfallen, höflich und umgänglich. 

„Ich kann sie jetzt allein lassen, Herr Lembert?“

Der Alte blickte mit verheulten Augen zu ihr auf und nickte. Die Domina winkte beiläufig zu ihm herunter, ihr Gesicht blieb dabei ausdruckslos. Sie erschien ihm jetzt wirklich als Teufelin. Sexy, verrucht und so grenzenlos böse. 

„Ich bin drüben im Studio, wenn sie nett sind, klingeln sie noch einmal zum Abschied an, versprochen?“

„Selbstverständlich, Peggy.“

Anna lächelte. Dass sie so von ihm genannt wurde, empfand sie als lächerlich, aber es war halt seine Fantasie und die galt es durch ihr Tun wahrwerden zu lassen. 

Liebe Leser, 

bevor ich den Teil 10 dieser Geschichte hier einstelle, einen kleinen Hinweis: 

Diese Geschichte wurde bereits auf Amazon unter meinem Pseudonym Madame Mala veröffentlicht. Da ich mich dem Forum hier sehr verbunden fühle, möchte ich auch hier meine Geschichten in ihrer Gesamtheit veröffentlicht sehen. Einige von Euch haben mich schon unterstützt und sogar die E-Books gekauft, für den Support und die Hilfe bin ich euch sehr dankbar. Natürlich würde ich mich über weitere Unterstützung, vor allem durch Rezensionen eurerseits freuen. 

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Eure Sena

22.  Überraschung

Anna stieg eilig aus ihren Wohlfühlklamotten, legte den Wäschesack mit ihrer heutigen Garderobe auf das Doppelbett des Studios zurecht und eilte ins Bad um sich kurz abzuduschen. Das musste in wenigen Minuten passieren, denn für das Anlegen der Kleidung würde sie länger als eine halbe Stunde benötigen. Mindestens. Es war eine Geduldsarbeit, bei der ihr früher oft Lydia geholfen hatte. Nachdem ihre Sklavin zu Victoria wechselte, war auch Benny ihr ab und an zur Hand gegangen, wenn er seinen freien Tag gehabt hatte. Beide haben es geliebt, sie so anzuziehen, um sich an dem Anblick, den sie ihnen darauffolgend bot, zu begeistern. Gerade ihrem Exfreund hatte das allein schon gereicht, um sich an ihr zu erregen, und so freute er sich auf die Momente, in denen sie ihm in solch einem Outfit gegenüber trat, um ihm die Leviten zu lesen.

Sie durfte nicht mehr so oft an ihn denken. Er tat es umgekehrt auch nicht, sonst würde er sich bei ihr melden. Warum bedeutete sie ihm auf einmal nichts mehr? Was war der Grund? Sie konnte es immer noch nicht verstehen. Es war nicht ihr Aussehen, das hatte er geliebt, genauso wie den Sex mit ihr. Sie kam immer wieder auf denselben Punkt. Es war die Domina, die er geliebt hatte, nicht die Freundin, die ihm am Anfang noch so wichtig gewesen war. 

Domina! Domina! Domina! Alles drehte sich irgendwie nur noch um ihre Rolle. Eigentlich gab es nur noch drei Menschen in ihren Leben, die ihr zeigten, dass sie auch noch als normale Frau eine Bedeutung hatte. Gülen, Ralf und Katrin. 

Mühselig hatte sie sich in die Hosenbeine des Gummicatsuit´s hinein gezwängt, als es an der Tür schellte. Das musste Lembert sein, der sich von ihr verabschieden wollte. Sie stolperte in Richtung Tür, ihren Oberkörper nur von einem schwarzen BH bedeckt. Sie öffnete und sah den Mann in seinem vom Kaffee deutlich gezeichneten Anzug vor ihr stehen. 

„Sie gehen?“ 

Irritiert sah der Lehrer sie an und stammelte etwas Unverständliches. 

„Es war eine schöne Session heute, es hat mir Spaß gemacht.“ Überging Anna die Nervosität ihres Kunden.

Der Alte lächelte verlegen, griff sich in den Kragen seines Hemdes und blieb ihr gegenüber weiterhin unsicher. 

„Sie schreiben mir wegen dem nächsten Termin?“ Wurde er von der Domina gefragt.

„Das werde ich, Peggy. Danke, dass ich zu ihnen kommen durfte.“

Anna lächelte, trat an ihn heran und umarmte ihn ungeniert. Sie wusste, dass für viele Kunden dies der abschließende Höhepunkt ihres Besuchs war. Der sonst so distanzierten und grausamen Frau einmal ohne Angst nahe sein dürfen. 

„Halten sie mich auf den Laufenden. Es kann gut sein, dass sie auch mal außer der Reihe zu mir kommen müssen. Immer schön bereit halten.“ Sie lächelte und tätschelte ihm die linke Wange.

Der Lehrer nickte, hob zum Abschied seine rechte Hand und ging zum Fahrstuhl. Anna winkte ihm noch einmal zu, ging zurück in ihr Studio und schloss die Tür hinter sich. 

Endlich war es geschafft. Im Spiegel zeigte sich jetzt die Frau, die der Kunde sich von ihr gewünscht hatte. Kniehohe Schnürstiefel, Gummicatsuit mit Ärmeln und ohne Ausschnitt, Korsage und ärmellange Handschuhe. Sie wollte nur noch ihre Haare zu einem Dutt knoten, dann war sie bereit.

Ein dumpfes sonores Klingeln wurde laut. Anna fuhr herum und blickte auf ihre Uhr. Es blieben doch noch zehn Minuten Zeit.

Verärgert ging sie zu dem Türöffner, sah auf dessen Display und bemerkte einen ihr unbekannten Mann mit Hut und Brille, der vor ihrer Haustür stand. Sein Blick war auf das Innere des Hauses gerichtet, sodass sie sein Gesicht nur ihm Halbprofil sehen konnte. 

„Du bist zu früh.“ Herrschte sie ihn an. „Was soll das? Warte gefälligst darauf, dass ich dir erlaube einzutreten.“

Der Mann antwortete ihr nicht, hob seine Schultern und blieb vor der Tür stehen. Anna aber ließ sich jetzt erst recht Zeit, ging noch einmal ins Bad und ließ fast zwanzig Minuten verstreichen, bevor sie den Kunden herein befahl. 

Wie sollte sie ihn begrüßen? Er soll erfahren und belastbar sein, in den Kontaktmails hatte er ihr praktisch einen Freibrief ausgestellt. Sie versuchte, ihre Ablehnung gegenüber diesen Termin zurückzudrängen. Vielleicht wurde ja alles gar nicht so schlimm, wie sie befürchtete.

Der Fahrstuhl ging, ein letzter prüfender Blick, es saß alles perfekt an ihr. Sie würde ihn nicht gleich zu Beginn strafen und ihm seinen Platz weisen, hatte sie doch das Gefühl, dass er sie genau in diese Richtung provozieren wollte. Sie wollte sich nicht steuern lassen, das war ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit. Sie durfte nicht nur Mittel zum Zweck werden, sondern musste immer auch Eigeninteresse zeigen und für Überraschungen gegenüber ihrem Kunden sorgen. 

Die Schiebetür der Kabine öffnete sich und ein Mann, gekleidet mit grauen Mantel und gleichfarbigen Herrenhut betrat den Flur. Er blieb für einen Moment stehen, näherte sich ihr zielstrebig, dabei keinerlei Unsicherheit geschweige denn Angst zeigend. 

„Hallo, Anna! Ist schon einige Zeit her, da dachte ich ...“

Anna stand da wie vom Schlag getroffen. Sie tat sich schwer damit zu begreifen, wer da gerade aus dem Fahrstuhl ausgestiegen war und ihr in diesen Augenblick gegenübertrat. 

„Geh wieder! Ich will dich hier nicht haben.“ Drang es mit einer brüchig gewordener Stimme aus Annas Mund heraus. 

Der Mann blieb zwei Meter vor ihr stehen, nahm seinen Hut ab und öffnete seinen Mantel. 

„Warum so feindselig? Habe ich das verdient, nach allem, was ich für dich getan habe?“

Anna schaffte es nur mit äußerster Anstrengung, ihre Gefühle diesem Mann gegenüber im Zaum zu halten. Dabei war es für sie schwer zu unterscheiden, ob ihre Wut auf ihn, oder ihre Angst ihm gegenüber größer war.

„Du scheinst gut zurechtzukommen, nach allem, was ich so gehört habe. Auch beruflich scheinst du sehr erfolgreich zu sein, gratuliere. Die Freunde, die ich zu dir geschickt habe, waren allesamt begeistert von deinem ausgezeichneten Service. Kein Wunder, ich habe dich gut ausgebildet.“

Der Mann deutete auf die Tür zum Studio. 

„Also? Wollen wir anfangen? Ich habe deine Praxis noch gar nicht in Augenschein genommen, fällt mir gerade ein. Dabei hat sie mich ein Vermögen gekostet.“

„Ich habe dir etwas gesagt. Verschwinde!“

Der Mann ging rüber zu der Sitzbank vor dem Fenster und blickte von dort aus nachdenklich zu ihr rüber. 

„Wir haben einen Termin. Ich habe dich bereits dafür bezahlt.“

Anna schüttelte den Kopf. 

„Du bekommst das Geld zurück. Ich hasse dich, es wäre nicht gut, wenn ich mit dir arbeite.“

„Woher kommt diese Feindseligkeit? Womit habe ich sie verdient? Du bist durch mich wohlhabend geworden, hast dir ein gutgehendes Geschäft mit Kunden aufgebaut, die ich an dich vermittelt habe ...“

„Du kannst nur manipulieren und erpressen, Pierre. Vielleicht beruhigt es dich ja zu wissen, dass ich bei all deinem Segen, den du über mich ausgebreitet hast, alles andere als glücklich geworden bin. Ich habe nur noch als Domina ein Wert für die meisten Menschen, aber das war es ja, was du dir für mich gewünscht hast, richtig?“

Laval blickte sie nachdenklich an und nickte. 

„Ja. Ich habe gespürt, dass du perfekt in diese Rolle hinein passt. Du wehrst dich nur ständig gegen sie, deshalb kommst du nicht mit ihr zurecht. Akzeptiere sie und du wirst sehen, es wird alles besser für dich laufen. Das habe ich dir von anfang an versucht beizubringen.“

Anna schüttelte ihren Kopf. Sie würde diesem Mann am liebsten Gewalt antun, damit er endlich wieder verschwand. 

„So wie bei dir, Pierre? Ein Leben ohne Familie und Freunde?“

Der Mann winkte ab. 

„Es gibt Schlimmeres, glaub mir.“ Er deutete mit ausgestreckten Arm auf die Tür. 

„Also? Wie sieht es aus? Können wir beginnen?“

Anna verneinte. 

„Du kannst jetzt gehen und nie wieder kommen. Das ist mein letztes Wort, Pierre.“

„Lass uns reden. Ich will nicht so mit dir auseinandergehen.“

„Warum das? Was willst du noch von mir?“ Fragte sie ihn hörbar gereizt.

Laval lächelte. 

„Ich will auch von den Früchten kosten, die ich einst gesät habe und nicht immer nur hören wie toll du bist. Mach mich zu deinem Kunden, es soll nicht dein Schaden sein.“

Anna hätte innerlich kotzen können über diesen Vorschlag. Dieser Mann weckte ähnliche Gefühle bei ihr, wie es sonst nur ihr Vater geschafft hatte. 

„Und das mit Maxim spielt für dich auf einmal keine Rolle mehr? Schließlich war ich es, die Victorias Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt hat.“

Der Mann wirkte auf einmal nachdenklich. 

„Victoria ist absolut skrupellos. Ganz im Gegensatz zu dir. Sie hätte sofort gegenüber Maxim ernst gemacht, etwas was du nicht übers Herz gebracht hast. Du magst eine begnadete Sadistin sein, Anna, aber du hast dabei eine Seele, das ist es, was dich so besonders werden lässt.“

„Pierre, gehe bitte. Ich möchte mit dir nichts mehr zu schaffen haben. Du kannst dir auf die Fahne schreiben, dass du dein Ziel erreicht hast. Ich komme nicht mehr aus meiner Rolle heraus. Das ist es doch gewesen, was du erreichen wolltest.“

Laval blieb ihr gegenüber ernst. 

„Stimmt, das habe ich. Umso wichtiger ist es, dass wir den Kontakt zueinander behalten. Du bist wertvoll für mich, Anna und ich kann es auch für dich sein. Warum möchtest du das verlieren? Lass mich zweimal die Woche zu dir kommen, mehr halte ich doch eh nicht aus. Vielleicht kann ich dir das eine oder andere noch zeigen? Man hat nie ausgelernt, richtig?“

Anna schüttelte den Kopf. 

„Für mich bedeutet deine Gesellschaft nur Verlust. Du brauchst mich vielleicht Pierre, aber Respekt, geschweige den Achtung empfindest du mir gegenüber nicht.“

Er verneinte und wollte das so nicht im Raum stehen lassen. Doch alle Worte prallten an der Domina ab und die Erkenntnis begann in dem Mann zu reifen, dass ihr gegenüber nichts für ihn zu gewinnen war. 

„Na schön. Dann werde ich mich ab jetzt endgültig aus deinem Leben lösen. Ich hoffe, du bereust das nicht so sehr, wie ich in diesem Moment.“

Anna schloss ihre Augen, atmete tief durch und blickte ihn mit einem angespannten Gesichtsausdruck an. 

„Du willst mich wieder einmal erpressen?“

Laval verneinte. 

„Nein. Das werde ich nicht. Ich ziehe mich nun nur völlig aus deinem Leben zurück, so wie du es dir von mir wünschst.“

Anna spürte die Drohung dahinter, so sehr sie der Arzt auch zu kaschieren versuchte.

„Und Katrin?“

„Was soll mit ihr sein? Ihr seid befreundet. Tut mir übrigens leid mit deinem Freund, ich habe das letzte Mal ein Telefonat zwischen euch beiden mit bekommen.“

Er lächelte, stand von seinem Sitzplatz auf und ging rüber zum Fahrstuhl. 

„Von daher hast du wirklich recht. Bei dir läuft es wirklich nicht anders ab, als bei mir. Diejenigen die wir lieben verlassen uns und der Beruf bleibt als einzige Perspektive übrig.“

Er drückte den Knopf. 

„Viel Glück bei allem, Anna!“

Die Domina sah den Mann in den Fahrstuhl steigen und ihr Körper fühlte sich von jetzt auf gleich bleischwer für sie an. Lavals Spiel mit ihr war noch nicht zu Ende, das spürte sie in jeder Faser ihres Körpers. 

Mit einem unguten Gefühl durchlebte sie den Tag und auch Katrin konnte ihr nichts von der schlechten Stimmung nehmen. Nein, sie verstärkte sie noch, in dem sie sich ebenfalls um die Konsequenzen sorgte. Laval war ein Mensch, der andere seine Macht spüren ließ, sie beide hatten diese Erfahrung schon oft genug machen müssen. 

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Kommentare

Bild des Benutzers sebastian 32

Hi 

Ich hoffe es gibt dald die nächsten Teile zu lesen! hab selten eine so gute Geschichte gelesen weder hier noch auf anderen Seiten .

 

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