Trixie oder die WG - Teil 09 + 10

 

Kapitel 9 Herrin Beate

 

Am Morgen wurde Trixie von Beate geweckt. „Los, aufstehen, du Faulenzerin. Zieh dir Sportklamotten an und Turnschuhe. Wir gehen joggen.“

 

Verschlafen sah Trixie auf ihren Wecker und glaubte ihren Augen nicht zu trauen. Es war gerade mal 5:00 Uhr. War das ein schlechter Scherz? Trotzdem stand sie auf und zog sich wie von Beate gefordert an. Als sie in die Diele kam, waren auch die anderen alle schon da, alle im geforderten Sportdress.

 

„Das wurde auch Zeit. Diese Woche werden wir jeden Tag eine Stunde joggen gehen. Ihr habt gestern ja gesehen, wie euch das bisschen Lauferei fertiggemacht hat. Und damit die es gleich wisst, ich habe ab Morgen Frühdienst. Das heißt, ich muss spätestens um 5:30 Uhr morgens aus dem Haus. Wenn ich mich dann noch vorher duschen und anziehen will, müssen wir mit dem Morgenlauf um 5:00 Uhr schon fertig sein. Also ab morgen stehen wir alle um 4:00 Uhr auf.“

 

Trixie stöhnte kurz, aber sie sagte nichts, und auch die anderen nahmen Beates Ansage ohne irgendwelche Klagen zur Kenntnis. Sie liefen durch das Treppenhaus bis zur Straße runter, verließen dann das Haus und Beate führte die Gruppe durch mehrere Seitenstraßen. Dann kam sie in einen Stadtpark, wo sie den verschlungenen aber wenigstens gut beleuchteten Wegen folgten. Beate steigerte das Tempo langsam und Trixie hatte wieder Mühe das Tempo mitzugehen. Sie war aber an diesem Morgen nicht die einzige, die Probleme bekam. Eine Zeit lang lief Antje neben ihr her und Trixie sah, wie ihre Brüste unter dem T-Shirt hin- und herschwangen. Trixie hatte schon am Abend gesehen, dass Antje sehr schöne, volle aber leicht durchhängende Brüste hat, deren Form Birnen glich. Sie hatte sich gefragt, ob das wohl Körbchengröße B oder C war, aber sie hatte sich dann daran erinnert, dass das wohl weder noch wäre, da keine von ihnen einen BH trug.

 

Als sie erkannte, dass es langsam wieder Richtung zu Hause ging, war Trixie erleichtert. Kurz bevor sie zu Hause ankamen, gab Beate Karin ein Zeichen. Diese scherte aus der Gruppe aus und lief an der nächsten Kreuzung in eine andere Richtung. Endlich kam die Gruppe wieder zu Hause an und Trixie hatte für einen Moment auf den Aufzug gehofft, aber Beate steuerte sofort das Treppenhaus an.

 

Oben angekommen, fragte Trixie Beate, „was ist mit Karin?“

 

„Was soll mit dir sein, sie ist Brötchen holen.“

 

Sie zogen sich alle aus und gingen in die Küche zum Frühstücken. Karin war inzwischen auch mit den frischen Brötchen eingetroffen. Diesmal war nur Beate leicht bekleidet als Zeichen dafür, dass die diese Woche die Herrin war. Sie hatte sich zwar ihre Schuhe ausgezogen, trug aber noch ihre Turnhose und das total durch geschwitzte T-Shirt. Sie reichte jeder ihrer Sklavinnen einen Halsreif aus Edelstahl. Die Halsreifen wurden im Nacken mit Schlössern gesichert und ein großer Ring hing vorne davon herab. Auf dem Reif stand in großen Lettern SKLAVIN und der jeweilige Name, in der Mitte getrennt durch den Ring. „Die tragt ihr die ganze Woche“, bestimmte Beate.

 

Der Halsreif, den Trixie trug, war etwas schmaler und dünner als die der anderen, aber Siggi erklärte ihr, dass die der anderen Maßanfertigungen seien, die sie selber gefertigt hätte und dass sie für Trixie demnächst auch einen eigenen Halsreif in ihrer Werkstatt fertigen würde. Trixie fragte Siggi, ob sie dabei sein könnte, wenn der gefertigt würde, weil sie als interessierte, wie das gemacht wird. Später fiel ihr noch ein, dass sie sich fragte, ob Siggi wohl bei der Schmiedearbeit nackt sein würde und wie ihr Körper vor Schweiß glänzend im Schein des Ofens aussah. Sie stellte sich das vor und lächelte dabei genießerisch.

 

„Trixie muss heute ein paar Dinge erledigen“, erklärte Beate. „Vor allen Dingen muss sie sich beim Einwohnermeldeamt anmelden. Ich möchte nicht, dass sie da Ärger bekommt. Ich hab auch schon eine Bescheinigung ausgefüllt, dass sie hier bei uns wohnt. Ich werde ihr auch einige Sachen aufschreiben, die sie danach besorgen soll.“

 

„Siggi, Antje und Karin, ihr fahrt jetzt gleich bzw. gegen zehn in die Werkstatt und in den Laden. Ich muss noch einige Dinge hier vorbereiten für die nächsten Tage und werde hier wohl beschäftigt sein.“

 

Trixie sah sich die Liste der Sachen an, die sie einkaufen sollte. Oben auf der Liste standen zwei Kästen Sprudelwasser. Beate beschrieb ihr, wo der Getränkeshop war. Als Trixie fragte, ob sie einen Einkaufswagen oder etwas Ähnliches hätten, lächelte Beate etwas hinterlistig und sagte „Tut mir leid, Liebes, aber ich fürchte, du wirst die beiden Kästen wohl tragen müssen.“

 

Trixie wartete noch eine Zeit bis gegen 8:30 Uhr, dann fuhr sie mit der U-Bahn zum Einwohnermeldeamt. Zu ihrer Erleichterung ging es dort relativ schnell, und auf dem Rückweg ging sie direkt bei dem Getränkeshop vorbei und kaufte die beiden Wasserkästen. Sie schleppte sie nach Hause. Als sie oben in ihrer Wohnung ankam fühlte sie sich, als würden ihre Arme bis zum Boden reichen. Beate gab ihr dann die Liste mit den restlichen Einkäufen und stellte ihr auch das Leergut hin, das sie natürlich vorher nicht dabeigehabt hatte.

 

Nachher trainierten beide noch mal im Fitnesscenter der WG. Nachmittags musste Trixie dann mit Beate zusammen zu deren Bankfiliale gehen, wo sie sich am Tresen meldeten. Beate bat darum, ihren Kontoführer sprechen zu dürfen. Der kam sofort an und geleitete die beiden in ein Besprechungszimmer. Beate gab ihm ein Schreiben von Antje. Der Kontoführer lass es durch und bemühte sich die ganze Zeit, Trixies Halsreif mit der Beschriftung SKLAVIN nicht zur Kenntnis zu nehmen. Beide mussten eine Reihe Papiere unterschreiben, dann erklärte der Mann, dass die Papiere in einigen Tagen von einem Boten überbracht würden.

 

Der restliche Tag verlief ohne besondere Vorkommnisse. Trixie half Beate bei der Zubereitung des Abendessens. Als sie später alle zusammensaßen, fragte Antje Beate, ob diese wohl am nächsten Tag nach ihrem Frühdienst in Antjes Laden aushelfen könne. Sie fragte auch Trixie, ob sie Zeit hätte und vormittags zusammen mit Karin in den Laden fahren könne, damit diese dort nicht allein sei. Als Beate fragte, warum, sagte Antje nur kurz, sie hätte etwas Dringendes zu erledigen. Beate war mit allem einverstanden und da sie im Moment die Herrin war, brauchten Karin und Trixie nicht weiter dazu befragt werden. Beate sagte aber, dass Karin und Trixie vorher noch etwas erledigen sollten. Sie kündigte an, Karin am nächsten Morgen die entsprechenden Anweisungen zu geben.

 

Das Wecken am nächsten Morgen fand tatsächlich um 4:00 Uhr statt. Es war noch dunkel als die Fünf sich auf ihren Lauf begaben. Nach dem Joggen machte Beate sich für den Dienst fertig, gab aber Karin auch vorher die schon angekündigten Anweisungen. Nachdem Beate zum Dienst aufgebrochen war, legten sich die Anderen noch einmal kurz hin, aber um 7:00 Uhr standen alle wieder auf und frühstückten dann erst. Siggi und auch Antje verabschiedeten sich dann direkt nach dem Frühstück.

 

Karin sagte dann zu Trixie, dass sie sich anziehen sollte und sie müssten dann gemeinsam irgendwohin gehen. Wenige Minuten nach acht standen sie dann vor einem Apple Shop. Der war natürlich noch geschlossen und Trixie zeigte auf das Schild mit den Öffnungszeiten. Aber Karin sagte, dass das egal sei. Sie klopfte mehrfach an die Glastür und tatsächlich wurde ihnen geöffnet. Ein Mann ließ sie herein und begrüßte sie mit einem freundlichen „Hallo“.

 

Karin schloss die Tür hinter sich, drehte sich zu dem Mann um und fuhr ihn an: „Was fällt dir ein, du Wurm? Ist das eine Art, eine Herrin zu begrüßen? Hast du denn alles verlernt?“

 

Der Mann fiel wie ein Stein zu Boden. Er kniete sich vor Karin hin und küsste deren Schuhe. „Entschuldigen Sie Herrin. Das wird nie wieder vorkommen. Bitte bestrafen Sie mich.“

 

Trixie war von Karins Ausspruch und der Reaktion des Mannes vollkommen überrascht. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Der Mann sprach Karin als ‚Herrin‘ an, was Trixie in Anbetracht der Halsreifen, die sie beiden trugen und auf denen groß ‚SKLAVIN‘ stand, irgendwie total verrückt fand.

 

„Das ist schon besser“, schrie Karin den Mann an. „Wenn das noch mal passiert, dann kannst du zwei Wochen nicht mehr sitzen. Und jetzt zeigt uns die Computer. Meine Sklavin hier braucht für ihre Arbeit einen Laptop. Aber nicht irgend so ein Billigteil für Anfänger, sondern was für Profis. Und beeil dich.“ Karin drehte sich zu Trixie um, als der Mann sie zu den Ausstellungsstücken führte. „Der Typ heißt Rainer, eigentlich ein ganz lieber Kerl. Verheiratet, zwei Kinder, aber manchmal kommt er mit seiner Domina in Antjes Laden. Wahrscheinlich würde er sich gerne einen runterholen, wenn wir nachher den Laden verlassen haben. Kann er aber nicht.“

 

„Und warum nicht“, fragte Trixie ahnungslos.

 

„Er trägt einen Keuschheitskäfig um sein bestes Stück“, grinste Karin. „Er kommt da gar nicht mehr dran, das Ding ist abgeschlossen und nur seine Domina hat den Schlüssel. Er kann froh sein, wenn er das Ding einmal im Monat berühren kann. Ich habe allerdings nicht die geringste Ahnung, was er diesbezüglich seiner Ehefrau sagt und ob die Kinder davon wissen.“

 

„Das glaube ich nicht“, entfuhr es Trixie.

 

„Wurm, komm her. Sofort.“

 

Rainer kam sofort zu den beiden und kniete sich vor Karin auf den Boden.

 

„Meine Sklavin hier hat noch nie einen Mann gesehen, der einen Keuschheitskäfig trägt. Zieh sofort deiner Hose runter. Wenn du eine Unterhose trägst, dann die auch. Aber ich würde mich wundern, wenn deine Herrin dir so etwas zugesteht.“

 

Rainer gehorchte sofort und Trixie bekam große Augen, als sie den Keuschheitskäfig sah. Dann erlaubte Karin dem Mann, seine Hose wieder hochzuziehen.

 

Rainer zeigte ihnen mehrere Laptops und Karin fragte Trixie, ob ihr einer davon gefiel. Als Trixie antwortete, dass eigentlich alle für sie ausreichend wären, fragte sie Rainer welcher die beste Leistung brachte. Er zeigte auf das zweitteuerste Modell und Karin sagte sofort „in Ordnung“. „Trixie, hat das Ding auch genügend RAM oder wie das heißt und eine ordentliche Festplatte? Und du brauchst sicher auch Programme dazu.“

 

Jetzt sagte Rainer, dass er in wenigen Minuten zusätzlichen RAM einbauen könne und auch eine größere Festplatte. Das sei alles kein Problem. Der Computer könne sowohl das Apple Betriebssystem als auch das Microsoft Betriebssystem benutzen. Karin wollte beides, dazu für beide Versionen das Office-Paket und einige Software für Video und Bildbearbeitung. Rainer legte auch noch ein Antivirus Programm dazu.

 

„Hör mal du Wurm, wie soll meine Sklavin das Ding denn transportieren? Wir brauchen auch noch eine Tasche. Hast du da was Schickes?“

 

Rainer zeigte ihnen dann einige Taschen, und Karin wählte eine aus, die man sowohl als Aktentasche als auch als Rucksack benutzen konnte. Karin war zufrieden, dass das alles so schnell erledigt werden konnte, zahlte mit ihrer Kreditkarte und nach kaum einer halben Stunde verließen sie wieder den Laden, diesmal schwer bepackt. Rainer bat Karin noch, Mistress Antje herzlich von ihm zu grüßen. Karin drehte sich zu ihm um und fuhr ihn wieder an: „Was fällt dir ein, du Wurm. Ist es die etwa gestattet, eine Herrin einfach mal so grüßen zu lassen, als wäre sie irgendjemand?“

 

Zu Hause brachten sie alles in Trixies Zimmer und stellten es auf ihrem Schreibtisch auf. Dann machten sie sich fertig, um in den Laden zu fahren.

 

Dort angekommen, musste Trixie sich sofort ausziehen. Auch Karin legte ihre Kleider ab und ließ sich von Trixie in Fesseln legen. Trixie kettete aber Karin nicht in der Werkstatt an, damit sie jederzeit in den Laden kommen konnte. Bevor sie den Laden öffneten, suchte Karin für Trixie ein paar Sachen aus. Sie wollte, dass Trixie, wenn sie bedient, passend angezogen war. Trixie merkte sehr schnell, dass Karin ihre eigenen Vorstellungen von ‚passend angezogen‘ hatte. Sie bekam einen Ganzkörperanzug aus transparentem Latex. Dieser Anzug bedeckte vom Kopf bis zu den Füßen den ganzen Körper und hatte nur an der Rückseite einen Reißverschluss. Als Trixie sich im Spiegel betrachtete, dachte sie, dann könne sie ja eigentlich direkt nackt bleiben. Aber Karin beruhigte sie, dass sie zwar unkonventionell aber trotzdem immer noch angezogen sei, und was sie den Kunden als Anblick anbot, sei doch sehr nett.

 

In den nächsten Stunden kamen tatsächlich mehrere Kunden. Als sie Trixie in ihrem transparenten Outfit bediente, konnten sie sich kaum satt sehen. Trixie bemühte sich, die Kunden so schnell es ging zu bedienen und war zu allen sehr freundlich. Karin kam ein paar Mal nach vorne und half ihr, weil an diesem Tag ungewöhnlich viele Kunden kamen. Karin fragte einen der Kunden, ob er wisse, warum heute so viele Leute kämen. Er sagte dann, dass er von einem Bekannten angerufen worden sei, der vorher schon in dem Laden gewesen war. Trixies Erscheinen dort hatte sich anscheinend schnell herumgesprochen. Als gegen 3:00 Uhr Beate in den Laden kam, hatten sie schon deutlich mehr Umsatz gemacht, als Antje und Karin sonst am ganzen Tag machten. Trixie hatte aber niemandem erlaubt, sie zu berühren. Die Blicke die ihr die Männer, aber auch die Frauen, zuwarfen schüchterten sie etwas ein, und sie war sich darüber im Klaren, dass die meisten Kunden und Kundinnen am liebsten mit ihr ins Bett gegangen wären oder mit ihr Sonstwas angefangen hätten.

 

Beate fragte, wessen Idee es denn gewesen sei, Trixie so anzuziehen. Karin gestand, dass sie es gewesen war und Beate kündigte kopfschüttelnd an, dass sie Antje davon erzählen würde. Karin nahm das aber recht locker, schließlich hatten sie extrem guten Umsatz gemacht. Auf Beates Anordnung hin, zog Trixie dann doch noch wenigstens einen schwarzen Latex Slip und BH an, um wenigstens etwas Anstand zu bewahren.

 

Tatsächlich kam dann Antje gegen 5:30 Uhr, ohne jedoch zu erzählen, was sie den Tag über gemacht hatte. Beate erzählte ihr von Trixies ursprünglichen Auftritt aber Antje fand, dass es zwar sehr gewagt gewesen sei, aber sie meinte auch, dass Trixie sich immer mehr in die WG ein gewöhnte. Sie fragte, ob sich denn jemand beschwert hätte, was nicht zutraf. Trixie erzählte den beiden von ihrem Auftritt in dem Apple Laden und Antje bestätigte, dass sie Rainer und seine Domina gut kennen würde. Sie freute sich schon darauf, wenn Rainer demnächst mal wieder bei ihr im Laden vorbeischauen würde. Sie kündigte an, sie würde ihn besonders harsch behandeln, weil dieser auf eine solche Behandlung stand.

 

Als sie abends beim Abendessen saßen, erwähnte Antje, dass sie am Vormittag in Frankfurt gewesen sei. „Was hast du denn da gemacht“, fragte Siggi.

 

„Geschäfte“, antwortete Antje.

 

„Was für Geschäfte,“ bohrte Siggi weiter.

 

Antje grinste. „Ich habe einer gewissen Firma, die eine Forderung von 250.000 € gegen eine ehemalige Mitarbeiterin hatte, ein Angebot gemacht. Wie schon der Pate sagte, ein Angebot das sie nicht ablehnen konnten. Nach etwas Verhandlung waren sie bereit, mir diese Forderung gegen eine sofortige Zahlung von 100.000 € abzutreten. Ich hatte Ihnen gesagt, auf diese 250.000 € könnten sie noch sehr lange warten. Aber die 100.000 € könnten sie am gleichen Tag bekommen. Sie waren zwar nicht übermäßig erfreut, aber sie haben doch dann eingesehen, dass ein Spatz in der Hand besser war als die Taube auf dem Dach. Und damit, liebe Trixie, bist du deine Schulden bei denen los“, wandte sie sich an Trixie.

 

„Aber dafür schulde ich dir nun 100.000 €“, erwiderte Trixie.

 

„Ach Quatsch. Nimm es einfach als kleines Präsent zum Einzug. Es hat mir Spaß gemacht, mit der Firma zu verhandeln. Mein Halsband hat da reichlich für Verwirrung gesorgt und die Gerüchteküche in dem Betrieb läuft sicher auf Hochtouren. Ich habe mich dabei prächtig amüsiert. Übrigens haben sie mir im Vertrauen erzählt, wie schade es sei, dass du diese Dummheit begangen hast. Du hast da wohl immer erstklassige Arbeit geleistet und dein Nachfolger kommt nicht an dich heran.“

 

„Kann ich mich nicht irgendwie bei dir revanchieren?“

 

„O. k., wenn du unbedingt willst. Wie wäre es, wenn du an den nächsten vier Samstagen in meinem Laden als Schaufensterpuppe oder so arbeitest? Was für ein Dress du dann trägst, kannst du dir schon ausmalen.“

 

„Vier Samstage“, fragte Trixie staunend, „was du da für mich getan hast, dafür müsste ich dir vier Jahre als Schaufensterpuppe dienen.“

 

„Vier Samstage sind schon genug. Glaub mir, du bräuchtest das überhaupt nichts zu tun, aber wenn du dich besser fühlst …“

 

Trixie stand auf und umarmte Antje. Als sie daran dachte, wie sehr ihre neuen Freundinnen die verwöhnten, fing sie an, laut zu weinen. Die anderen trösteten sie und umarmten sie. Dann schickte Beate die anderen drei in die Käfige und verschloss diese.

 

Sie legte Trixie den Arm um ihre Schulter und führte sie in ihr eigenes Schlafzimmer. Dort fesselte sie Trixies Arme hinter ihrem Rücken und ließ sie sich in ihr Bett legen. Sie zog sich auch selber aus und legte sich zu Trixie. Sie umarmte sie und kuschelte sich an die gefesselte und drückte sie ganz fest an sich. Sie streichelte Trixies mageren Körper und erkundete ihn von oben bis unten. Irgendwann schliefen die beiden dann doch ein, während ihre Freundinnen die Nacht in den Käfigen verbrachten.

Erst am Morgen ließ Beate die drei aus den Käfigen heraus. Es war schon 4:00 Uhr morgens und es wurde Zeit für ihre Morgenrunde.

Kapitel 10 Ein Job

 

Nach dem Morgenlauf wollten sich ausser Beate alle wieder etwas hinlegen, aber Beate hielt Trixie auf. „Hör mal, bevor du dich langweilst habe ich heute was für dich zu tun.“

 

Sie ließ Trixie sich ausziehen und bestellte sie dann in die Küche. Dort überreichte sie ihr einen Arztkittel. Als Trixie den Kittel anzog, merkte sie, dass sämtliche Knöpfe fehlten.

 

„Oh, die müssen wohl beim Waschen abgegangen sein“, meinte Beate trocken. „Ist aber nicht schlimm. Komm jetzt erstmal mit.“

 

Sie fuhr mit Trixie in die Garage runter und liess sie dort in ihren Wagen einsteigen. Gemeinsam fuhren sie dann zur Uniklinik. Beate hielt an einer Bushaltestelle in der Nähe zur Einfahrt der Parkgarage an, wo sie einen Dauerstellplatz gemietet hatte.

 

Beide stiegen aus und Beate öffnete den Kofferraum. Sie ließ Trixie einen schweren Karton herausholen und neben der Bushaltestelle ablegen. Beate gab Trixie ein kleines Gerät von der Größe eines Handys. „Das ist ein GPS-Locator mit integriertem Piepser. In dem Karton sind Flyer für Antjes Laden. Du gehst jetzt nach und nach zu den U-Bahnstationen und Haltestellen und verteilst die Flyer an den Ausgängen und den Haltestellen. Halte dich aber nicht mehr als immer 10 Minuten an jeder Station auf. Zwischendurch kannst du dir hier immer Nachschub holen. Über das GPS kann ich kontrollieren, ob du brav die Stelle wechselst. Wenn ich meinen Dienst zu Ende habe, oder wenn sonst etwas ist, schicke ich dir eine Message mit dem Piepser. Alles verstanden?“

 

Sie stieg wieder in ihren Wagen und fuhr ein kurzes Stück weiter, bevor sie in der Tiefgarage verschwand. Trixie blieb nur mit dem Kittel ohne Knöpfe und ihrem Halsband, auf dem ,Sklavin‘ stand, barfuß dort stehen. Sie war für einen Moment geschockt und sie sah Beates Wagen hinterher. Das musste so eine von den Aufgaben sein, die die Herrinnen den Sklavinnen gab. Sie nahm sich einen Packen Flyer und sah sich um. In einiger Entfernung erkannte sie ein U- Bahn-Symbol und stampfte dorthin.

 

Am Ausgang stellte sie sich dann hin und begann, die Flyer zu verteilen. Der Wind fuhr ihr dabei unter den Kittel und versuchte, ihn wegzuwehen. Der untere Saum wurde hochgehoben und immer wieder gab es Windstöße, die in den Ausschnitt fuhren. Die Passanten bekamen dadurch reichlich Haut zu sehen. Einige machten dumme Bemerkungen über Trixie und andere tätschelten gar ihren Po. Plötzlich gab es ein Geräusch und sie sah auf das kleine Display des Piepsers. „Stellung wechseln“ stand da. Auf einer Uhr am Ausgang sah sie die Uhrzeit: 10 nach 6. Es würde ein langer Tag werden.

 

Gegen 11 Uhr am Vormittag hatte sie ungefähr die Hälfte der Flyer verteilt. Wie viele Hände sie bis dahin angegrabscht hatten, hätte sie nicht sagen können. Noch nie vorher war sie in so einer Situation gewesen. Sie konnte sich aber schon vorstellen, wie ihre Freundinnen auf die Erzählung am Abend reagieren würden. Wahrscheinlich hatten die auch schon mal etwas Ähnliches erlebt. Sie würden sich bestimmt köstlich amüsieren. Wenigstens war es nicht kalt, so dass sie nicht fror. Sie hatte auch immer brav ihre Stellung gewechselt, aber im Lauf der Stunden war sie an einigen Positionen mehrfach gewesen. Bei den U Bahnstationen hatte sie mit der Zeit alle Ausgänge abgeklappert.

 

Das Gerät gab wieder einen Ton von sich und sie dachte, es wäre wieder die Aufforderung, die Stellung zu wechseln. Aber zu ihrer großen Erleichterung sah sie eine andere Anweisung: „Komm zur Busstation“.

Als sie wenige Minuten später an der Busstation ankam, wartete Beate bereits auf sie. Sie packten die restlichen Flyer wieder in den Kofferraum, dann durfte Trixie einsteigen. Beate fuhr los, ohne Trixie irgendeine Erklärung zu geben. Erst als sie in die heimische Tiefgarage fuhren, wurde Trixie langsam ruhig. Sie fuhren nach oben und dort befahl Beate ihr, sich den Hosenanzug und eine Bluse anzuziehen.

 

Kaum 10 Minuten nachdem sie zu Hause angekommen waren, fuhren sie wieder weg.

 

„Ich habe heute ein langes Telefonat geführt. Deshalb habe ich mir für heute Nachmittag frei genommen. Du hast jetzt gleich ein Vorstellungsgespräch. Wir fahren zu einer Werkzeugfabrik, wo du mit dem Eigentümer, einem Herrn Bergmann sprechen wirst. Dieter, also Herr Bergmann für dich, ist ein netter Kerl. Er war bei mir mal Patient. Er hat mich gebeten, ebenfalls mitzukommen. Das ist zwar etwas ungewöhnlich, ich bin ja schließlich nicht deine Mutter, aber Dieter ist halt wirklich nett und ich freue mich, ihn mal wieder zu sehen.“

 

Sie fuhren fast ans andere Ende der Stadt, bis sie auf einen Parkplatz vor einer Fabrikhalle anhielten. Sie gingen gemeinsam in das Verwaltungsgebäude, das neben der Halle stand und Beate fragte nach Herrn Bergmann. Bei dieser Gelegenheit betrachtete sie noch mal Trixie in ihrem Hosenanzug und fand, dass diese echt heiß aussah. Sie überlegte noch, ob sie ihr das Halsband abnehmen sollte, aber da kam Dieter schon durch die Tür und begrüßte die beiden.

 

„Hallo Beate, schön Sie mal wieder zu sehen. Ich hoffe es geht Ihnen gut. Wenn ich noch daran denke, was sie für mich getan haben, weiß ich gar nicht, wie ich das gut machen soll. Und das hier ist ihre Freundin Trixie?“

 

„Ja. Sie ist etwas schüchtern, aber glauben Sie mir, sie versteht etwas von ihrem Job.“

 

Dieter griff beide Frauen an den Armen und schob sie sanft in Richtung auf eine Tür. „Ich möchte Ihnen gerne erst mal den Betrieb zeigen, dann wird das später etwas einfacher zu erklären sein, worum es mir geht.“

 

Sie gingen zu der Werkhalle, wo eine ganze Anzahl riesiger Maschinen stand. Dieter erklärte ihnen alles, aber eigentlich verstanden sie die meisten Sachen nicht. Er zeigte ihnen die verschiedenen Maschinen, dann wies er auf eine und sagte „Die geht nächste Woche nach Dubai.“ Bei einer anderen nannte er Japan als Bestimmungsziel, dann eine für München und andere waren für die verschiedensten Ecken der Welt bestimmt. Dann gingen sie wieder in das Verwaltungsgebäude, vorbei an Lagern, Konstruktions- Abteilungen und Büros. Zuletzt brachte Dieter sie in das Vorzimmer seines Büros.

 

„Beate, darf ich Sie bitten, hier zu warten? Ich möchte mit Trixie dann mal alleine sprechen. Sie verstehen das sicher.“ Er gab noch seiner Sekretärin die Anweisung, für sich und seine Gäste Kaffee zu besorgen und verschwand dann mit Trixie in seinem Büro. Dort deutete er auf eine lederne Sitzgruppe: „Bitte nehmen Sie doch Platz.“

 

Als seine Sekretärin den Kaffee brachte, bediente er Trixie höflich, bevor er anfing. „Sie haben ja jetzt unseren Betrieb gesehen. Es ist klar, dass sie längst nicht alles verstanden haben, dafür sind unsere Maschinen wahrscheinlich auch viel zu kompliziert. Aber sie haben sicher gemerkt, welch großen Aufwand es bedeutet, solche Maschinen herzustellen. Was diesen Typ Maschinen anbelangt, sind wir Weltmarktführer. Wir haben vor ungefähr zehn Jahren hier ein SAP System eingeführt. Ein ganz tolles System, Sie wissen sicher, wie leistungsfähig die sind. Aber trotzdem bin ich nicht glücklich damit. Wir stoßen immer wieder an einzelne Ecken und Enden. Ich hätte gern spezielle Auswertungen, die ich nicht bekomme, oder die meine Angestellten erst mühsam erstellen müssen. Das kostet unnötig Zeit. Auch an anderen Stellen fehlen Auswertungen oder man muss sich umständlich durch mehrere Menüs quälen. Andere Teile sind vollkommen unnötig. Viele Prozesse könnten viel effizienter ablaufen. Deshalb träume ich seit einigen Jahren davon, uns wieder von SAP zu trennen und uns ein ganz eigenes, maßgefertigtes System aufzubauen. Das ist natürlich nichts, was man in ein paar Monaten, ja nicht mal in ein, zwei Jahren machen kann. Aber die Zeit werde ich investieren.

 

Vor zwei Jahren hatte ich einen Herzinfarkt und Beate hat sich ganz toll um mich gekümmert. Sie hat sich stundenlang für mich Zeit genommen und sich mit mir unterhalten. Und das nicht nur über Alltagsdinge, sondern sogar über diesen Traum mit einer eigenen Datenverarbeitung. Sie hat einfach nur zugehört und mich reden lassen. Vor ein paar Tagen hat sie mich angerufen, ob es immer noch diesen Traum habe. Sie hat mir dann erzählt, dass sie jemanden kenne, nämlich sie. Und für mich stellt sich jetzt die Frage, ob Sie sich an so eine Aufgabe herantrauen.“

 

„So etwas ist natürlich irgendwie ein Traum, eine Riesenherausforderung“, erwiderte Trixie. „Aber ob ich sowas ganz alleine schaffe, wage ich dann doch zu bezweifeln.“

 

„Ganz alleine haben sie ganz bestimmt keine Chance.“ Herr Bergmann lehnte sich in seinem Sessel zurück. „Was ich suche ist weniger eine Programmiererin, die natürlich die Grundlagen des neuen Systems erstellen soll, sondern vor allem jemanden, der die Richtung zeigt, das neue System plant und weiterentwickelt. Ich werde dann zu gegebener Zeit noch ein paar Programmierer einstellen.“

 

„Das ist eine ganz tolle Aufgabe. Und Sie geben mir damit einen riesigen Vertrauensvorschuss. Aber es gibt da ein paar Dinge, die Sie von mir wissen müssen.“

 

„Wenn Sie mir jetzt erzählen wollen, dass sie wegen Computerbetrug im Gefängnis gesessen haben und dass Sie in Beates merkwürdiger WG wohnen, dann erzählen Sie mir nichts Neues. Ich hab doch auch meine Hausaufgaben gemacht. Beate hat mir das Wichtigste erzählt, das war eine Frage gegenseitigen Vertrauens. Dass Sie wegen Computerbetrug gesessen haben, kann sogar ein kleiner Vorteil für Sie sein. Das heißt nämlich, dass Sie auch mal querdenken können. Und so jemand brauche ich.“ Dann vertraute er ihr noch an; „Ich war sogar mal in dem Laden von dieser Antje. War aber nichts für mich. Aber wenn Sie das mögen, ist das für mich OK und ich stehe auch da voll hinter Ihnen.“

 

„Wie werden denn die anderen Angestellten reagieren, wenn sie hören, dass ich ganz frisch aus dem Gefängnis bin“, fragte Trixie. „Ganz zu schweigen von dem Anderen.“

 

„Das kann ich unmöglich sagen“, gestand Herr Bergmann. „Manche würden sie vielleicht mobben. Aber sowas würde ich nie zulassen. Sollte es zu sowas kommen, erwarte ich von Ihnen, dass sie sich an mich wenden. Vielleicht sollten Sie aber proaktiv vorgehen und ihnen von vornherein den Wind aus den Segeln nehmen.“

 

„Das wird bestimmt nicht einfach“, stöhnte Trixie.

 

Herr Bergmann lachte. „Wenn das einfach wäre, würde das ja jeder tun. Wenden wir uns doch mal dem nächsten Problem zu. Davor scheuen viele Bewerber zurück. Ihr Gehalt. Der normale Tarif reicht da natürlich nicht aus. Ich dachte an 75.000. Dazu die üblichen Sozialleistungen und Zuschüsse. 35 Stunden-Woche und 6 Wochen Urlaub. Ich erwarte übrigens nicht, dass sie jeden Tag von morgens bis abends im Büro sitzen. Ich weiß das gute EDV-Leute anders ticken. Mir reicht es, wenn sie von 8:30 bis 12:00 Uhr im Büro sind. Die übrige Zeit können Sie arbeiten, wo immer Sie wollen. Von mir aus im Zoo oder im Früh-Bräu. So wie ich die EDV-Leute kenne, programmieren Sie auch noch nachts. Je nach Geschäftslage gibt es bei uns übrigens auch einmal im Jahr einen Bonus.“

 

Trixie fiel fast das Kinn nach unten. „75.000“, fragte sie erstaunt. Sie hätte höchstens mit der Hälfte davon gerechnet, vielleicht mit etwas mehr, weil sie Beates Freundin war und deshalb bei Herrn Bergmann sicher einen Stein im Brett hatte.

 

„Na gut, na gut“, beeilte Herr Bergmann sich. „Man kann es ja mal probieren. Wie wäre es mit 85.000?“

 

„85.000 sind nicht schlecht“, sagte Trixie mit klopfendem Herzen.

 

„OK. Aber 90.000 sind wirklich das Ende der Fahnenstange.“ Dabei machte er eine Handbewegung, die die Diskussion beendete.

 

Trixie stand auf und reichte ihm die Hand. „Einverstanden Herr Direktor. Wann darf ich bei Ihnen anfangen?“

 

„Wenn wir alleine sind, dann reicht Dieter. Aber in der Öffentlichkeit haben Sie sicher recht, wenn sie Herr Direktor sagen oder Herr Bergmann.“ Dabei schüttelte er Trixies Hand. „Wir haben heute den 14ten. Nach ihrer Zeit im Gefängnis brauchen Sie sicher noch etwas Erholung. Wie wäre es mit dem nächsten Ersten?“

 

„Das wäre ganz toll. Eine Bitte, darf ich es Beate erzählen?“

 

Herr Bergmann ging zur Tür und rief Beate rein. Als diese Trixies strahlendes Gesicht sah, wusste sie alles. Sie umarmte sie ganz herzlich. Sie flüsterte noch einen Moment mit Herrn Bergmann, aber Trixie konnte nicht verstehen, was gesagt wurde. Herr Bergmann nickte schließlich und gab Beate die Hand.

 

„Wir haben gleich eine Abteilungsleiter-Besprechung, darf ich sie da schon vorstellen? Normalerweise findet die Besprechung freitags statt, aber diese Woche bin ich auf Geschäftsreise.“

 

„Selbstverständlich. Ich stehe Ihnen voll zur Verfügung“, sagte Trixie mit hocherhobenen Haupt.

 

Trixie und Herr Bergmann standen auf. Herr Bergmann bedeutete Beate, dass sie mitkommen solle. Er führte sie aus dem Büro in ein danebenliegendes Besprechungszimmer. Als sie eintrafen war noch niemand da und sie setzten sich an die Stirnseite, wo Herr Bergmann seinen üblichen Sitz hatte. Trixie setzte sich links neben ihn, während Beate sich einen Stuhl an der Wand hinter ihm nahm. Der Raum füllte sich in den nächsten 15 Minuten und es gab etwas Getuschel. Alle fragten sich, was wohl die junge Frau neben Herrn Bergmann zu bedeuten hatte und wer die Frau war, die an der Wand saß.

 

Herr Bergmann klopfte dann zweimal an ein Glas und als alle verstummten, begann er: „Liebe Mitarbeiter, Sie wissen ja, dass ich seit vielen Jahren davon träume, unserer Firma eine ganz eigene EDV zu verpassen. Bislang habe ich vergeblich nach jemandem gesucht, der sich auf diese Aufgabe eingelassen hätte. Aber jetzt habe ich eine junge Visionärin gefunden, die mutig genug ist, diese Aufgabe anzugehen. Ich darf Ihnen hier die neue Leiterin der gerade gegründeten EDV Entwicklungsabteilung vorstellen, Trixie Hansen. Sie werden sie alle in den nächsten Monaten kennenlernen und ich hoffe und erwarte von Ihnen allen die größtmögliche Kooperation.“

 

Er setzte sich, dann fügte er noch hinzu: „Trixie, wollen sie etwas sagen?“

 

Trixie stand verlegen auf und wusste, dass sie wahrscheinlich rot angelaufen war. „Ähh, ja, liebe zukünftige Kollegen, das alles ist für mich sehr überraschend und ich freue mich schon auf meine Arbeit. Ich hoffe das wir in den nächsten Jahren erfolgreich zusammenarbeiten können.“ Sie verstummte für einige Momente, schloss die Augen und fuhr dann fort: „Ich möchte nicht, dass es meinetwegen hier zu irgendwelchen unzutreffenden Gerüchten kommt. Deshalb gebe ich ganz offen zu, dass ich vor einigen Jahren eine Dummheit gemacht habe und deshalb drei Jahre im Gefängnis gesessen habe. Ich habe bei meinem früheren Arbeitgeber Geld unterschlagen. Das war eine Dummheit und ich habe meine Lektion gelernt. Darum braucht auch niemand meinetwegen seine Handtasche oder sein Portemonnaie im Schreibtisch wegzuschließen.“ Sie schloss noch einmal die Augen und atmete zweimal ganz tief durch. Dann griff sie sich an das Halsband und zog es mit einem Daumen etwas nach vorne, damit alle es deutlich sehen konnten. Sie griff nach Beates Hand und sagte mit hocherhobenen Kopf: „Ich habe auch einen sehr eigenwilligen und exotischen Lebensstil und ich hoffe, sie können auch den akzeptieren. Sie können sich aber darauf verlassen, dass ich Ihnen, wo immer es möglich sein wird, in jedem Bereich helfen werde, wann immer ich kann.“

 

Damit ließ sie sich in ihren Stuhl plumpsen. Es war totenstill in dem Raum, nur Beate legte ihr von hinten ihre Hand auf die Schulter.

 

Dann stand Herr Bergmann noch einmal auf und legte ihr seine Hand auf die andere Schulter. „Ich danke Trixie, dass sie hier so offen mit uns gesprochen hat. Und ich erwarte mir von Ihnen als meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, dass sie Trixie gegenüber die notwendige Toleranz walten lassen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich alles, was Trixie gerade erklärt hat, schon wusste, bevor wir überhaupt das Bewerbungsgespräch begonnen haben.“ Damit setzte er sich wieder hin und sah in die Runde.

 

Es blieb immer noch still in dem Raum. Niemand sagte etwas, kaum jemand wagte auch nur zu atmen. Aber dann stand ein älterer Abteilungsleiter auf, schob seinen Stuhl nach hinten und kam zu Trixie. Er bot ihr seine Hand an und sagte „Willkommen in unserer Firma.“

 

Einer nach dem anderen stand nun auf und kam auch zu Trixie, um ihr die Hand zu reichen. Sie biss sich auf die Lippe, sonst hätte sie laut losgeheult.

 

Von der restlichen Besprechung bekam Trixie nicht mehr das Geringste mit. Irgendwann war die endlich zu Ende und alle verließen den Raum. Herr Bergmann blieb noch ein Moment bei Trixie und Beate. „Das war verdammt mutig. Meine Hochachtung. Hätte ich Ihnen nicht zugetraut. Ich freue mich schon auf unsere Zusammenarbeit.“ Damit gab er Trixie noch mal die Hand und verließ dann den Raum.

 

Beate brachte sie dann aus der Firma heraus zum Auto. Als sie ein paar hundert Meter von der Firma entfernt waren, stieß Trixie einen gellenden Freudenschrei aus, der Beate zusammenfahren ließ.

 

Als sie wieder zuhause waren, zog Trixie sich wie immer sofort aus. Beate legte ihr Hand- und Fussfesseln an und Trixie begann schon, alles für das Abendessen vorzubereiten. Als es an der Türe klingelte, ging Beate zur Sprechanlage und fragte, wer da sei.

 

Dann rief sie Trixie zu sich. „Trixie, da ist der Bote von der Bank, der deine Kreditkarte und ein paar andere Unterlagen bringt. Du musst den Empfang aber quittieren. Fahr doch nach unten und erledige das.“

 

Trixie sah Beate ungläubig an. „Kann ich machen, aber ich muss mich dann erst anziehen.“

 

„Nein, keine Zeit. Der Bote will ja auch Feierabend machen. Fahr einfach so, wie du bist.“ Dabei öffnete sie die Türe und schob Trixie in Richtung Aufzug.

 

Unten angekommen öffnete sich die Aufzugtür und sie sah, dass Beate den Boten anscheinend in den Flur gelassen hatte. Bis dahin hatte sie gehofft, dass sie nur die Türe einen Spalt öffnen könnte und die Papiere so entgegennehmen konnte. Jetzt stand der Bote, ein junger Mann von vielleicht 20 Jahren im Anzug, plötzlich vor ihr und sie war splitternackt und in Ketten. Trixie und der Bote liefen beide hochrot an. Mit zitternden Händen unterschrieb Trixie alle Papiere und der Bote verabschiedete sich so schnell er konnte.

 

Zurück in der Wohnung musste Trixie sich erstmal hinsetzen und sich beruhigen.

 

Abends saßen sie dann alle wieder in ihrem Wohnzimmer zusammen. Trixie musste alles mehrfach erzählen. Sie ließ nicht die kleinste Kleinigkeit aus. Antje bewunderte ihr Verhandlungstalent, obwohl Trixie sagte, dass sie eigentlich gar nichts getan hätte, das alles von allein gekommen sei. Karin und Beate waren von dem Gehalt schwer beeindruckt. „Das ist fast das Doppelte von dem, was ich verdiene“, kommentierte Beate.

 

Als Trixie dann das Erlebnis mit dem Bankboten erzählte, war das Gelächter natürlich groß.

 

Als Trixie endlich im Bett lag, konnte sie nicht einschlafen, weil sie so aufgedreht war. Sie dachte daran, wie schrecklich und demütigend der Tag angefangen hatte und wie er jetzt geendet hatte. Irgendwann fand sie, dass das, was morgens zwar schrecklich und demütigend gewesen war, sie aber doch erregt hatte. Und auch die Begegnung mit dem Bankboten hatte sie schließlich überstanden. Auf eine Wiederholung legte sie aber keinen Wert.

 

 

 

 

 

 

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Kommentare

Bild des Benutzers SirGeorge

dieses dosierte BDSM in Deiner Geschichte. Manchmal ist es mir zu wenig. Aber diese Geschichte setzt sich wohltuend von anderen ab, die von einer Sexszene in die nächste fallen. Du schaffst es, Alltag aufregend aufzupeppen. Großes Kino!

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