Trixie oder die WG - Teil 19

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Kapitel 19 Sulky

 

In den nächsten Tagen begann für Trixie die Routine im Büro. Sie hatte zwar von ihrem Chef sehr viel Freiraum bekommen, was ihre Bürostunden anging, aber vor allen Dingen jetzt am Anfang wollte sie wie jeder andere Angestellte ihre normalen Arbeitsstunden im Büro absolvieren. Es gab ihr auch das Gefühl, wieder ein wenig mehr die Zeit im Gefängnis hinter sich zu lassen und zu einem normalen Leben zurück zu finden, auch wenn das, was in der WG geschah, nicht normal genannt werden konnte.

 

Am zweiten Tag ihrer Anstellung ging sie zum Leiter der EDV-Abteilung und fragte ihn, ob wohl einer seiner Mitarbeiter ihr das bisher bestehende System und das damit zusammenhängenden Netzwerk erklären konnte. Der Abteilungsleiter hatte nichts dagegen und stellte einen seiner Mitarbeiter zu ihrer Verfügung. In den nächsten drei Tagen surfte sie durch das ganze System und stellte eine Unzahl von Fragen. Als sie einmal in einen Bereich schaute und ihren neuen Kollegen fragte, worum es sich hierbei handelte, erklärte ihr dieser, dass es sich um ältere Projekte handelte. Sie versuchte eine der Dateien in dem entsprechenden Ordner zu öffnen, was aber nicht gelang. Ihr Kollege erklärte ihr dann, dass diese Dateien noch aus Zeiten stammten, in denen ein anderes Betriebssystem genutzt worden war. Nach einem Systemwechsel hatte man zwar die Dateien aufgehoben, aber die notwendigen Programme liefen nicht mehr auf dem neuen Betriebssystem. Trixie machte sich eine kurze Notiz und widmete sich dann dem nächsten Bereich.

 

Nachmittags sah sie sich ihre Notizen noch einmal an. Sie runzelte die Stirn dann blätterte sie in einem EDV Magazin, dass sie sich ausgeliehen hatte und fand nach kurzer Zeit einen Emulator für das alte Betriebssystem. Sie schrieb eine kurze E-Mail mit der Bitte, diesen Emulator zu beschaffen an die EDV-Abteilung. Es gab zwar noch mal eine Rückfrage aber bereits zwei Tage später konnte sie die entsprechende Software von der Download-Seite des Herstellers runterladen. Sie installierte die Software, gefolgt von den Programmen für die Bearbeitung der Dateien, die sie im Firmennetz fand. Zuletzt rief sie eine der Dateien auf und versuchte zu verstehen, wie das Projekt aufgebaut war. Sie merkte aber schnell, dass ihr dazu noch viele Detailkenntnisse fehlten. Sie betrachtete noch ein zweites Projekt mit dem gleichen Ergebnis. Sie nahm sich vor, sich die Dateien zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anzusehen und vertiefte sich wieder in ihre Studien über das gesamte System.

 

Am Donnerstagnachmittag kam Direktor Bergmann kurz zu ihr und fragte sie, wie sie weiterkäme und ob sie irgendwelche dringenden Wünsche hätte. Trixie erklärte ihm, dass sie begonnen hatte, sich das bisherige System anzusehen. Direktor Bergmann war mit ihrem Vorgehen sehr zufrieden. „Gut, wir sehen uns morgen bei der Abteilungsleiterbesprechung.“

 

„Soll ich da wirklich hinkommen“, fragte Trixie zweifelnd. „Ich bin doch ganz neu und habe eigentlich keine richtige Abteilung, sondern fange gerade erst an. Ich möchte nicht, dass die anderen Abteilungsleiter mich für größenwahnsinnig halten.“

 

Direktor Bergmann beruhigte sie aber und sagte ihr, sie solle sich doch deshalb keine Gedanken machen. Er hätte den anderen Abteilungsleitern erklärt, was er mit Trixie planen würde und sie stimmten ihm zu, dass sie in diese Gruppe gehörte.

 

So kam es dann, dass sie am folgenden Tag sich dieser Runde anschloss. Jeder Abteilungsleiter erklärte kurz, wie der Stand der laufenden Arbeiten in seiner Abteilung war. Es wurden Fragen gestellt und Direktor Bergmann traf einige Entscheidungen. Trixie war als letzte an der Reihe. Sie erklärte, dass sie sich in das System einarbeiten würde und dass sie gerne in der nächsten Zeit in den einzelnen Abteilungen hospitieren würde, um die Arbeitsweisen und Programme kennen zu lernen.

 

„Dann fangen sie am besten mit der Projektabteilung an“, entschied Direktor Bergmann. „Ich denke mal, sie werden mindestens die ganze nächste Woche in der Abteilung verbringen müssen, um zu verstehen, wie wir dort vorgehen. Außerdem hätte ich gerne, wenn Sie möglichst bald einen kleineren Server für die Entwicklung bei sich im Büro aufstellen. Sagen Sie dem Einkauf, was sie brauchen, das wird dann beschafft.“

 

Am Abend des gleichen Tages fand wie jede Woche die Besprechung in der WG für das nächste Wochenende statt. Trixie musste ja noch zwei Wochenenden in Antjes Laden aushelfen. Antje bat Trixie, an diesem Samstag ihr neues Ponydress anzuziehen und es im Laden vorzuführen.

 

„Hast du einen Sulky im Laden“, fragte Trixie später, als sie Besprechung zu Ende war und sie sich im Wohnzimmer versammelten.

 

„Damit kann ich leider nicht dienen“, erklärte Antje. „Das würde auch zu viel Platz im Laden wegnehmen.“

 

Siggi nahm Trixie auf die Seite. „Du hast doch wieder mal etwas vor“, flüsterte sie Trixie zu. „An was hast du gedacht?“

 

„Naja, ich hab noch mal an eine Aktion zugunsten des Gnadenhofs gedacht.“

 

„Der Gnadenhof ist der anscheinend ans Herz gewachsen“, urteilte Siggi.

 

„Ja“, gestand Trixie. „Ich finde es ganz toll, was da gemacht wird. Ich mag Tiere, besonders Hunde. Sie planen dort eine Art Altersruhesitz für Hunde, deren Besitzer aus gesundheitlichen Gründen ihre Hunde abgeben müssen. Aber es fehlt noch am Anfangs-Kapital. Die können gar nicht genug Spenden bekommen. Ich habe mit einigen der Mitarbeiterinnen gesprochen und fast alle arbeiten kostenlos mit. Aber warum fragst du?“

 

„In meiner Werkstatt steht ein leichter Sulky. Man kann mit ein paar Griffen die Räder abmontieren und dann kann ich ihn mit meinem Bus transportieren.“

 

„Kannst du das machen? Aber sag Antje bitte noch nichts davon, es soll eine Überraschung werden.“

 

„Na gut, aber versprich mir bitte, dass du keine Dummheit machst.“

 

Am Samstagmorgen beeilte Siggi sich mit ihren Putzarbeiten und verschwand dann unter einem Vorwand. Sie fuhr in ihrer Werkstatt, wo sie den Sulky einlud und brachte ihn zu Antjes Geschäft. Sie kam dort fast gleichzeitig mit Antje, Karin und Trixie an. Antje machte ein dummes Gesicht, als sie sah, was Siggi auslud.

 

Trixie hatte Siggi vorher eine Plastiktüte mitgegeben, aus der sie jetzt ein Pappschild heraus holte: „Spenden Sie für den Gnadenhof“, stand darauf in großen Lettern. Darunter stand: „für jede Spende über 20 Euro dürfen sie eine Runde um den Block auf dem Sulky fahren.“

 

Karin musste laut loslachen, während Antje mit dem Kopf schüttelte und dabei grinste. Siggi flüsterte Trixie zu: „Ich habe dir doch gesagt, du sollst keine Dummheiten machen. Glaubst du, das geht gut?“

 

„Ich hoffe es. Drück mir bitte die Daumen.“

 

Karin und Siggi spannten Trixie in den wieder zusammen gebauten Sulky ein. Antje brachte einen Tisch aus dem Laden und stellte eine der Sammelbüchsen darauf. Daneben stellte sie  Trixies Schild und neben den Tisch kam noch ein Schirmständer, in den Antje drei leichte, lange Peitschen stellte. Trixie schaute Antje fragend an. „Wenn du schon die Spender für den Gnadenhof durch die Gegend ziehen willst, müssen die dich auch antreiben können. Ich bin gespannt, wie heute Nachmittag dein Hintern aussehen wird.“ Trixie musste schlucken.

 

Kaum 10 Minuten später wanderte der erste 50 Euro Schein in die Sammelbüchse und eine junge Frau stieg in den Sulky, griff sich noch eine der Peitschen und rief „Los!“. Schnell bildete sich eine kleine Schlange mit Antjes Kunden, die alle von diesem Angebot Gebrauch machen wollten. Trixie lief mit dem Sulky bis zur nächsten Kreuzung, dann bog sie nach links auf die Querstraße ein, danach durch eine Einbahnstraße und schließlich wieder zurück zum Laden, wo bereits der nächste Sulky Fahrer wartete.

 

Nach einer guten halben Stunde tauchte plötzlich ein Streifenwagen auf. Zwei Polizisten stiegen aus und betrachteten sich das Schild. Sie lasen auch den Text auf der Sammelbüchse, dann berieten sie sich still, bevor der eine Polizist zu Antje kam. „Das mit dem Sammeln geht ja in Ordnung“, erklärte der Polizist. „Aber haben Sie diese ganze Aktion hier angemeldet?“

 

Antje war jetzt etwas verlegen. „Ehrlich gesagt, nein. Es war eine spontane Aktion meiner Bekannten. Müssen wir das abbrechen?“

 

Der Polizist runzelte die Stirn, dann ging er zu seinem Kollegen. Sie sprachen wieder miteinander, dann ging einer der beiden zum Streifenwagen und sprach in das Funkgerät. Nach kurzer Zeit tauchten zwei weitere Streifenwagen auf und vier Polizisten stiegen aus.

 

„Oh verdammt, das sieht nach Ärger aus“, flüsterte Siggi Karin zu.

 

Der Polizist, der vorher mit Antje gesprochen hatte, kam wieder zu ihr. „Also normalerweise müssten wir das Ganze hier abbrechen. Aber bis jetzt hat sich hier niemand beschwert und sie haben Glück, dass heute wenig los ist. Allerdings kann das so nicht weitergehen. Wenn ihre Kollegin mit dem Sulky durch die Gegend läuft, muss das abgesichert werden, sonst passiert noch ein Unglück. Ich werde mich mit meinen Kollegen abwechseln und an den Kreuzungen ein paar Stunden den Verkehr regeln. Das ist aber nur eine Ausnahme. Das nächste Mal, wenn sie so etwas vorhaben, melden Sie das gefälligst ordnungsgemäß an. Wie lange wir das heute machen können, kann ich auch nicht sagen. Wenn wir einen Einsatz haben, müssen wir weg und sie müssen mir versprechen, dass sie dann die Veranstaltung abbrechen.“

 

Antje war ziemlich verblüfft und sie beeilte sich, dem Polizisten zuzusagen, dass alles so gemacht würde, wie er das wollte. Sie bedankte sich bei ihm für die freundliche Hilfe. Zwei der Polizisten blieben bei dem Tisch vor Antjes Laden stehen während sich die anderen auf die Kreuzungen verteilten und dort anfingen, jedes Mal wenn Trixie dort vorbeikam, den Verkehr entsprechend anzuhalten.

 

Nach 2 Stunden war Trixie ziemlich erschöpft und ihr Hintern war eine einzige Striemenorgie. Karin hatte sich inzwischen ihr Ponydress angezogen und bot Trixie an, sie für eine Weile abzulösen. Inzwischen war auch Beate im Laden, nachdem sie von Siggi angerufen worden war. Sie besah sich das Spektakel aber sie konnte nur verwundert zuschauen. Gegen halb eins musste Antje sogar die Sammelbüchse gegen eine andere austauschen, weil beim besten Willen nichts mehr in die erste Sammelbüchse hineinpasste.

 

Gegen zwei Uhr machten sie Schluss. Sie bedankten sich bei den Polizisten für ihre Hilfe und tranken noch eine Tasse Kaffee mit ihnen im Laden. Einer der Polizisten besah sich Trixies Po. „Puh,“, kommentierte er, „ich hoffe, das Ergebnis ihrer Sammelei war das wert. Sie werden in den nächsten Tagen Schwierigkeiten haben, wenn Sie sich hinsetzen.“

 

Trixie befühlte ihren Po. Tatsächlich tat der richtig weh und sie dachte, dass der Polizist mit seiner Bemerkung wahrscheinlich recht hatte.

 

Gemeinsam zählten sie dann das Geld aus den Sammelbüchsen. Diesmal waren fast 3.000 Euro zusammengekommen. Trixie erklärte Antje, was der Anlass für ihre Aktion gewesen war. Als diese das hörte, holte sie aus ihrem Schreibtisch ihr Scheckbuch und stellte einen Scheck über den gleichen Betrag aus. „So, damit hat es sich doppelt gelohnt“, erklärte sie.

 

Trixie war hocherfreut, aber sie hatte in ihrem Eifer vergessen, dass Antje an diesem Wochenende die Herrin war und als solche natürlich auch noch ihren Spaß haben wollte. Sie hoffte, dass Antje nichts vorhatte, was ihren Po betraf. Antje schloss den Laden ab und die Freundinnen fuhren in die WG zurück. Als sie in der Tiefgarage zu ihrem Parkbereich kamen, blockierte ein dunkler Van mit schwarzgetönten Scheiben die Zufahrt. Ein Fahrer war weit und breit nicht zu sehen.

 

„Welcher Idiot muss sich denn ausgerechnet hier hinstellen“, schimpfte Beate. Alle stiegen aus und besahen sich das Hindernis. Aber dann griff Antje in ihrer Handtasche und holte einen Autoschlüssel heraus.

 

„Dies hier, liebe Leidensgenossen, ist unser neuer Van. Nach unserem letzten Debakel, bei dem wir uns einen Bus leihen mussten, habe ich nachgedacht und ich finde, wir brauchen auch eine Möglichkeit, uns alle in einem einzigen Wagen transportieren zu können und möglichst auch noch etwas Gepäck oder sonstige Sachen dabei zu haben. Ich habe mir auch noch ein paar Zusatz-Ausstattungen ausgedacht, die ich euch gleich gerne zeigen würde. Und da ich ja im Moment die Herrin bin, wenn wir einiges davon auch gleich ausprobieren.“ Antje stieg in den Wagen und fuhr ihn etwas vom Garagentor weg, dann öffneten sie das Tor und sie fuhren alle Wagen in ihren separaten Bereich hinein. Antje stellte den Van so ab, dass sie ihn von allen Seiten begutachten konnten.

 

„Für die Besichtigung unseres neuen Vans und unseren ersten Test braucht ihr eigentlich keine Klamotten“, erklärte Antje. Die anderen sahen sich kurz an, dann zogen sie sich schnell aus. Alle Kleidungsstücke landeten auf einem großen Haufen.

 

Antje zeigte ihnen zuerst den Fahrersitz, und sie sahen sofort, dass der Bus offenbar sehr gut ausgestattet war. Es gab nicht nur eine gute Radioanlage mit allem Drum und Dran, sondern sie sie bemerkten vor allem, dass es sowohl eine Klimaanlage als auch eine Standheizung gab. Neben dem Fahrersitz gab es noch eine Bank für ein oder zwei Beifahrer und Antje zeigte ihnen, dass man hinter den Vordersitzen eine dunkel getönte Scheibe hochfahren konnte. Durch diese Scheibe würde dann alles, was im hinteren Teil des Vans passierte, vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

 

Im hinteren Abteil gab es Sitzgelegenheiten für sechs Mitfahrer, unter den Sitzen waren Schubladen angebracht und auch hinter den Sitzen gab es noch Platz für jede Menge Gepäck. Die Freundinnen setzten sich auf die Sitze und fanden sie sehr angenehm und bequem.

 

„Macht es euch nicht zu bequem“, sagte Antje. Sie zeigte ihnen dann, dass die Sitzpolster und Rückenlehnen mit wenigen Handgriffen ausgebaut werden konnten. Sie legten die abgenommenen Sitzpolster in den Gepäckraum. Darunter befanden sich Holzplatten, die man umdrehen konnte. Hier zeigte sich dann auch sofort Antjes Fantasie. Die umgedrehten Holzplatten waren mit Noppen besetzt, jede nicht dicker als ein kleiner Finger und vielleicht 2 Zentimeter lang. Diese Noppen würden das Sitzen sehr unbequem machen. An den Rückenlehnen waren Haltebänder befestigt und überall gab es zudem Ösen, um daran Fesseln festmachen zu können. Jetzt mussten sich die Freundinnen auf die Sitze setzen und Antje holte aus den Schubladen unter den Sitzen Handschellen und andere Fesseln heraus. Binnen weniger Minuten waren die vier „Sklavinnen“ zur Bewegungsunfähigkeit verurteilt.

 

Antje setzte sich ans Steuer des Busses, öffnete mit der Fernbedienung das Garagentor und in wenigen Momenten waren sie auf der Straße. „Ich kann euch schon mal erzählen, was euch heute bevorsteht“, rief sie nach hinten. „Einer meiner Kunden, Herbert - Karin, du kennst ihn - hat von seinem Vater einen echt herrschaftlichen Wohnsitz zur Verfügung gestellt bekommen. Also ich würde diesen Wohnsitz als Schloss bezeichnen. Es wurde in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gebaut. Besonders stolz sind sie dort auf ihre Wasserspiele. Und morgen Abend findet dort ein Konzert statt, wobei im Hintergrund diese Wasserspiele aufgeführt werden sollen. Nun gibt es dabei einen Haken: diese Wasserspiele werden aus einem Reservoir gespeist, das ein paar hundert Meter von diesem Schloss entfernt ist und das im Moment leider leer ist. Unsere Aufgabe wird es sein, das Reservoir zu füllen. Ihr braucht jetzt aber nicht zu fürchten, mit Eimern voller Wasser von einem kleinen Bach der in der Nähe vorbeifließt zum Reservoir zu laufen. Wir leben ja im Jahrhundert der Technik und die Erbauer des Schlosses haben ein Förderwerk für das Wasser erbaut. Das sind drei große Schöpfräder, jedes über 8 Meter hoch. Das unterste Rad schöpft das Wasser aus dem kleinen Bach in einen Trog, der gut 7 Meter höher steht, dann schöpft das zweite Schöpfrad das Wasser aus diesem Trog in den nächsthöheren Trog und schließlich das letzte Schöpfrad ins Reservoir. Und diese Schöpfräder werden dadurch betrieben, dass jemand wie in einem Hamsterrad in ihnen herumläuft. Und das sind wir.“

 

„Wir sollen also wie Hamster in einem Rad herumlaufen“, fragte Siggi. „Und wie lange soll das dauern?“

 

„Ja, darauf läuft es hinaus“, erklärte Antje. „Wie lange das dauert, kann ich noch nicht genau sagen. Aber ich habe mit Herbert vereinbart, dass wir spätestens morgen um 2:00 Uhr Nachmittag Schluss machen. Es gibt aber dann noch ein paar kleinere Punkte, damit auch wir auf unsere Kosten kommen.“

 

„Also morgen um zwei ist Feierabend“, sagte Beate. „Und wann fangen wir an? Um 8:00 Uhr morgen früh oder um zehn? Warum fahren wir denn schon jetzt dahin? Und was sind das für kleinere Punkte, damit wir auf unsere Kosten kommen?“

 

„Also anfangen werden wir wohl heute vier Uhr. Sonst macht das ja keinen Spaß. Bis dahin sollten wir da sein und uns vorbereitet haben. Tja-die kleineren Punkte sind eigentlich nicht so schlimm. Also erstens braucht ihr nicht alleine im Rat zu laufen, sondern ich mache selbstverständlich auch mit. Wir sind natürlich nackt und wir bekommen ein paar Fesseln um. Die machen das Laufen zwar schwerer, aber sie bringen auch etwas Gewicht und das hilft uns wieder, die Räder zu drehen. Wir werden so eine Art Schichtdienst einrichten, immer drei von uns sind in den Rädern und zwei ruhen sich aus. Nach einer Stunde wird eine von uns im Rad abgelöst und kann sich dann zwei Stunden lang ausruhen. Und damit uns nicht langweilig wird hat Herbert seine Frau gebeten, uns in der ganzen Zeit mit einer Peitsche und ein paar anderen Spielereien aufzumuntern.“

 

„Oh, Scheiße“, kommentierte Karin. Siggi stöhnte nur laut auf.

 

„Ist das dein Ernst“, fragte Beate.

 

„Ihr müsst das als Gelegenheit sehen. Nächste Woche sind wir im Verließ, und wir können etwas Training vorher sehr gut brauchen. Herberts Frau wird nicht so festzuschlagen, das habe ich mit ihr so vereinbart. Ich weiß, im Moment kommt euch das ziemlich heftig vor und wenn eine von euch aussteigen will, habe ich Verständnis dafür. Aber das würde natürlich bedeuten, dass die anderen umso mehr ran müssen.“ Antje wusste natürlich, dass keine der anderen aussteigen würde und ihre Freundinnen hängen lassen würde. Trotzdem wurde es im Wagen eine Zeit lang sehr leise.

 

Als sie sich dem Ziel näherten, war es kurz vor 4:00 Uhr nachmittags. Sie fuhren auf den Hof des Schlosses, das alle nur mit Staunen betrachten konnten. Im Hof warteten bereits Herbert und seine Frau an ihrem Wagen. Herbert kam kurz zu Antje ans Fahrerfenster und bat sie, ihm und seinem Wagen zu folgen. Das letzte Stück des Weges führte sie durch einen Wald, bis sie an einem aus Holz gebauten Gebäude anhielten.

 

Antje hielt an und öffnete die Seitentür des VW Busses. Sie befreite ihre Freundinnen aus den Fesseln, wobei ihr Herberts Frau, die sich Rosi nannte, behilflich war. Herbert zeigte ihnen erst einmal die Ketten, die sie in den nächsten Stunden tragen sollten. Inzwischen hatte auch Antje sich ausgezogen und stand nackt neben ihren Freundinnen. Die Kettensets bestanden aus einem Halsring, der hinten mit einem Vorhängeschloss gesichert wurde. Daran hing vorne eine Kette herunter bis ungefähr zur Hüfte, wo ein größerer Ring eingelassen war der ihnen um die Tallien lief und an dem seitlich Handschellen angebracht waren. Auch diese Handschellen wurden ihnen angelegt und mit Schlössern gesichert. Von da aus führte die Kette noch weiter bis zu den Füßen, wo sie sich teilte und in Fußfesseln endete. Jedes Set wog circa vier Kilogramm. Sie würden nur noch kleine Schritte machen können, die nicht viel länger waren als ihre Füße. Trixie bekam noch zusätzlich eine schwere Kette zweimal um die Taille gelegt. Als sie fragte, wozu das gut sei, erklärte Herbert, dass sie ja viel weniger wog als ihre Freundinnen und dass das zusätzliche Gewicht der Ketten für die Arbeit sehr hilfreich sein würde.

 

So gefesselt betraten die fünf das Gebäude und betrachteten sich die Konstruktion. Alles in dem Gebäude sah ziemlich alt aber trotzdem gut im Schuss und stabil aus. Die drei Schöpfräder waren riesig, aber Herbert zeigte ihnen, dass sie sich trotzdem relativ leicht drehen ließen. Karin wurde in das erste Schöpfrad geschickt, Trixie kam in die Mitte und Antje bestieg ohne jedes Murren das oberste Schöpfrad. Siggi und Beate wurden als Ablösung vorläufig unten neben dem ersten Schöpfrad an der Wand angekettet. Allerdings waren diese Ketten relativ lang und sie konnten einen Tisch erreichen, auf den Getränke, belegte Brote und Obst angerichtet waren.

 

Rosi befahl Karin dann, anzufangen. Karin machte ein paar Schritte und tatsächlich fing das Rad an, sich zu drehen. Nachdem sie ein paar Runden zurückgelegt hatte, war auch genügend Wasser im ersten Trog, damit Trixie ihre Arbeit beginnen konnte und schließlich konnte auch Antje im obersten Schöpfrad loslegen.

 

Es war eine mühsame aber langweilige Arbeit und die Ketten behinderten sie beim Gehen. Sie brauchten ein paar Minuten, bis sie den Dreh raus hatten und nicht mehr über die Ketten stolperten. Rosi ging unermüdlich von einer Etage zur anderen und feuerte die Sklavinnen an. Alle bekam ein paar leichte Hiebe auf den Rücken, die aber nicht sehr heftig waren und auch keine Striemen hinterließen. Trotzdem wussten die Sklavinnen, dass auch diese leichten Hiebe nach einiger Zeit ziemlich weh tun würden.

 

Rosi hatte auf die Uhr geschaut, als sie mit ihrer Arbeit begannen und nach 1 Stunde kam sie mit Siggi zu Karin, damit diese sie ablösen konnte. Siggi war bereits nass geschwitzt als sie zu Beate in den Ruhebereich kam. Beate sah sich ihre Freundin kurz an, dann sagte sie ihr, dass sie möglichst viel von dem Wasser trinken sollte und auch etwas essen musste, weil noch eine sehr lange Zeit auf sie wartete. Stunde um Stunde verging, und die Sklavinnen bemerkten, wie es draußen dunkler wurde. Aber auch in der Nacht gab es keine Ruhe. Unentwegt drehten sich die Schöpfräder und brachten mehr und mehr Wasser ins Reservoir.

 

Rosi hatte sich auch ein paar zusätzliche Scherze ausgedacht, die sie nach und nach bei allen Sklavinnen anwandte. Tixie bekam zu Beginn ihrer zweiten Schicht ein paar kleinere Gewichte an die Löcher in ihren Schamlippen gehängt. Bei jedem Schritt ruckten die Gewichte ein wenig und zogen die Schamlippen lang. Bei Beginn ihrer dritten Schicht schob Rosi ihr zur Abwechslung ein Vibro-Ei in die Muschi und verschloss die Schamlippen mit kleinen Vorhängeschlössern. Das Vibro-Ei erregte Trixie und bald lief ihr der Mösensaft die Schenkel hinab. Sie bekam sogar einen leichten Orgasmus, der sie stolpern ließ. Zum Glück war Rosi grade bei ihr und fing sie noch auf.

 

Als die Sonne wieder aufging, wussten die Sklavinnen, dass sie die Hälfte der vereinbarten Zeit abgeleistet hatten. Aber sie merkten auch, dass sie immer langsamer wurden und sich mehr und mehr nur noch dahinschleppten. Rosi ging dazu über, nicht mit der Peitsche zu den Sklavinnen zu kommen, sondern ihnen etwas zu trinken zu bringen und ihnen ein paar Stücke Traubenzucker zu geben, damit sie mehr Kraft hatten. Außerdem verkürzte sie die Zeiten, die die Sklavinnen laufen mussten und wechselte die Sklavinnen nun alle 40 Minuten aus. Natürlich verkürzten sich dadurch auch die Ruhezeiten etwas. Allmählich verloren alle ihr Zeitgefühl.

 

Plötzlich rief eine laute Stimme „halt, Ende aus“. Es war Herberts Stimme und er sah auf die Uhr. Es war 2:00 Uhr nachmittags. Antje, Karin und Beate, die gerade in den Rädern waren, sanken erschöpft zu Boden Herbert löste Trixie und Siggi von ihren Ketten, die sie an die Wand fesselten und nahm ihnen auch die anderen Ketten ab. Trixie hatte sich an den Ketten, die sie um die Hüfte trug, etwas wundgescheuert und sie stöhnte. Aber dann nahm sie sich zusammen und half Herbert zusammen mit Siggi und Rosi die anderen aus den Schöpfrädern zu holen und von den Ketten zu befreien. Alle gingen nach draußen und setzten sich auf ein kleines Rasenstück neben dem Gebäude. Herbert ging noch einmal in das Gebäude und sie hörten wie plötzlich ein offenbar ziemlich starker Elektromotor die Arbeit aufnahm.

 

Als Herbert herauskam lächelte er sie an und sagte: „das Reservoir ist schon fast zu drei Vierteln voll. Den Rest erledigt meine Pumpe in einer halben Stunde. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Wenn ihr wollt, können wir das noch mal wiederholen. Dann könnt ihr euch auch die Wasserspiele mal ansehen aber ich glaube heute seid ihr nicht in der richtigen Verfassung dazu.“

 

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