Trainingslager Teil 2

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So, nun stand ich also hier in dieser Box, ohne Möglichkeit aus dieser oder den Pferdesachen herauszukommen. Ich war so überwältigt von den neuen Erlebnissen, dass absolut nicht in der Lage war sie vom Weggehen zurückzuhalten oder ähnlichem – es ging einfach alles viel zu schnell. Nachdem ich etwa eine viertel Stunde immer wieder versucht habe durch die Gitterstäbe sie zu finden und mich sonst irgendwie bemerkbar zu machen hatte ich eingesehen, dass sie mich entweder nicht hören konnte oder wollte, also begann ich mich hier in 'meiner' Box umzusehen... Wie üblich in größeren Ställen war alles mit Hobelspänen ausgestreut, da es sich einfach besser misten lässt gegenüber Stroh. Nach kurzer Zeit entdeckte ich auch eine Art Rohrleitung, die frei bis etwa auf Brusthöhe führte. Als herantrat und mir diese genauer anschauen wollte hörte ich plötzlich ein zischen und bevor ich merkte was los war spritzte mir Wasser ins Gesicht. Oh Mann, ich bin vor Schreck direkt ans andere Ende der Box gerannt und musste aufpassen, dass ich mit meinen Hufstiefel nicht stürzte. Beim zweiten Versuch hatte ich dann das Tretventil auf dem Boden wahrgenommen... Kluge Frau dachte ich bei mir, denn diese Vorrichtung ermöglichte es mir zumindest etwas durch die große Pferdemaske zu trinken, was ich auch erstmal tat auf den Schreck.

Etwas erfrischt versuchte ich einen klaren Kopf zu bekommen und betrachtete mich in den Spiegeln. Dieses 'Kostüm' sah wirklich täuschend echt aus und nach einer Weile hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass die Latexhaut mir Fremd wäre, sondern eher ein Teil von mir so nahtlos wie sie sich an meinen Körper schmiegte, und obwohl ich mich selbst mit den Hufen an Hand und Fuß langsam eingefuchste, wusste ich noch nicht so recht was ich davon halten sollte. Ich war eigentlich hier um meine reiterlichen Fähigkeiten zu verbessern und bin nun hier in dieser Situation, zu der ich auch noch meine Einwilligung gab, und ich wusste nicht wie und ob ich aus der Nummer wieder rauskomme.

Kaum hatte ich den Gedanken zuende gedacht hörte ich plötzlich wieder ihre Stimme: „Na mein Großer, bewunderst du dich selber?“ Ich drehte mich ruckartig zu ihr um und ging einen Schritt zurück bevor ich vorsichtig nickte. „Das freut mich. Und wie ich sehe hast du die Tränke auch schon gefunden“, lobte sie mich, als mit einem Tuch die Tropfen von meinen Nüstern wegwischte. „Ich denke wir können mit den ersten Lektionen anfangen.“ Und weiß Gott, ich hätte gern gefragt was sie damit meint, aber die Trense machte jedes Sprechen unmöglich, daher blieb mir nichts anderes übrig als vor Angst rückwärts zu treten um ihr auszuweichen.

„Ganz ruuuuuhig mein Hübscher.“, sprach sie und hielt mich am Zaumzeug fest, „Du brauchst keine Angst haben! Ich werde nur ein paar Pferdetypischen Lektionen mit dir üben – Keine Gewalt oder sonstige sadistische Sachen. Hast du mich verstanden?“ Vorsichtig nickte ich und in dem Moment, als ich meinen Kopf nach vorne beugte kraulte sie meinen Nacken, hackte eine Longe in die Trensenringe und lobte mich wieder in ihrer ruhigen Art.

Mit langsamen Schritten folgte ich hinaus aus dem Stall, die Blicke immer wieder nach links und rechts schweifend ob uns auch keiner sieht, in Richtung eines kleinen Sandplatzes. Dort angekommen gab sie mir noch den kurzen Hinweis, das ich mich doch nicht so auf ihre Stimme verlassen solle, sondern einfach meinen Instinkt.

Ihre Worte waren noch nicht ganz aus meinen Ohren, da spürte ich einen, wenn auch kleinen kurzen, Schmerz an meinem Hintern, der mich sofort veranlasste ein paar Schritte nach vorn zu hüpfen. Noch bevor ich mich zu hier um drehen konnte – Zack! - der nächste! Jetzt hatte ich auch verstanden und fing vorsichtig an vorwärts zu laufen. Nach kurzen Moment spürte ich den Zug der Longe an meiner Trense woraufhin ich sanft einlenkte. Nur nicht zu stark einlenken, denn dann würde es einen mit der Longierpeitsche geben und nicht zu schwach, sonst würde sich der Zug im Maul erhöhen und unangenehm werden, denn soviel wusste ich auch vom Longieren. So begab ich mich auf eine etwa Runde Bahn um meine Trainerin herum und hörte sofort wieder ein langes 'Brav'. Ach wie ich das jetzt und hier beim schreiben vermisse.... dieses 'Braaaaaav'.

Nach einigen Runden spürte ich wieder die Peitsche auf meinem Hintern – Zack! „Los vorwärts!“, trieb sie mich an. So begann ich vorsichtig ein paar Trabartige Schritte, oder besser Hüpfer – Zack! „Komm! Mehr Schwung aus der Hinterhand!“ Puuuh dachte ich, jetzt will sie es aber wissen. Ich versuchte nach besten Wissen und Gewissen einen zügig schwungvollen Zweitakt in meinen Hufen hinzubekommen. Ein Paar Runden einlaufen und Ermahnungen Später hatte ich den Dreh aber raus und schwebte förmlich und sie herum. „Brrrrr – Scheeeeritt!“ Wie eine Erlösung klang dieses Kommando. Kaum im normalem Schritttempo angekommen atmete ich ich tief ein und aus, und es erklang plötzlich ein lautes Schnauben aus meiner Maske, vor dem ich mich selber so wahnsinnig erschrocken habe, das ich sofort stehen blieb. Meine Trainerin jedoch lachte lauthals: „Das sind lockere Einsätze in deinen Nüstern, ähnlich diesen Faschingströten. Wenn du tief ausatmest erzeugen sie einen Schnaubenden Ton. Waaas!? Das musste ich direkt nochmal probieren und schnaubte noch zweimal vor mich hin und freute mich darüber wie ein Kind. „Los komm! Weiter! Teeeerab!“ - Kaum knallte die Peitsche in der Luft, trabte ich wieder an in bester Manier und schnaubte ungewollt ab. So ging es durch alle Gangarten Schritt, Trab und Galopp, diese ständigen Wechsel sollen mich auf ihre Kommandos trainieren und die Muskeln stärken. Ich muss gestehen es hat seine Wirkung nicht verfehlt. Nach etwa einer halben Stunde ständiger Gangartenwechsel fühlte sich jeder Muskel in mir gut durchgeknetet und locker an. Erst jetzt merkte ich auch , dass aus meinem Maul der Maske wahnsinnig viel Speichel tropfte. Sie hatte es ganz unbemerkt geschafft, dass ich mit ihrer sanften Longenführung begann wie ein Pferd auf meinem Gebiss glücklich und locker herumzukauen – das meinte sie wohl mit Instinkt!

„Brrrr – Und haaaalt! So genug jetz. Komm her mein Großer“. Sanft zog sie mich an der Longe zu sich heran und streichelte meinen Nasenrücken. „Das hast du fein gemacht. Bist ein ganz braver Ponyhengst.“ Vorsichtig drückte ich meine Nase ihren Streicheinheiten entgegen. „Ja was denn?“, sagte sie erfreut, „Ist mein Pony auch zufrieden?“ Ich nickte, denn das war ich in diesem Moment. Es ist wie ein Sportler, der nach einer Anstrengenden Trainingseinheit einfach so viel Endorphine im Blut hat, dass er sich einfach wohl fühlt und so schob meine Nase noch dichter an sie herann. Ach diese Einfachheit im Umgang zwischen uns beiden empfand ich schon da irgendwie sehr entspannend – ganz ohne Worte und Missverständnisse. Daraufhin klopfte sie mir an den Hals und flüstertete „Komm wir duschen den Sand und Staub ab und putzen dich.“

Wieder am Stall angekommen führte sie mich direkt auf einen Waschplatz und brauste mich von oben bis unten ab. Obwohl es mitten im Sommer war, hätte ich mich über ein paar Grad mehr Wassertemperatur nicht geärgert, denn so tänzelte ich erst etwas unter dem kühlen Nass, was meine Trainerin jedoch köstlich amüsierte. „Na so ist gut denke ich mal“ Puh endlich! „Jetzt machen wir noch etwas 'Fellpflege' damit du wieder schön glänzt mein Schöner.“ Ich merkte wie sie mich von Kopf bis Huf einsprühte, heute weiß ich, dass es Silikonöl war, was den Latexanzug wieder zu seinem ursprünglichen Glanz verhilft. „Und jetzt nur noch polieren!“ bemerkte sie bevor sie einen weichen Schwamm nahm und sich nach und nach jede noch so kleine Stelle des Anzuges vornahm und mit sanften streichen blitzblank polierte. Mann... durch diesen Anzug fühlten sich ihre Berührungen derart intensiv an, das sich nach kurzer Zeit mein Hengstpenis, dessen ich mir schon gar nicht mehr bewusst war, wieder aufzurichten. Natürlich blieb auch ihr dieser Fakt nicht verborgen.

„Nein! Jetzt nicht!“, schimpfte sie mit mir. Oh mein Gott, wie ich es aber wollte... einfach jetzt Druck ablassen! Ich tänzelte von links nach recht um sie herum und mein Schlauch wippte im Takt mit. „Glaubst du bist nur dafür hier?“ Und ja in diesem Moment dachte ich es und schnaubte laut – DAS war ein Fehler! Ehe ich mich versah griff sie meine Trense, hielt mich fest und gab mir ein, zwei, drei kräftige Gertenhiebe auf den Hintern – Autsch das tat weh! „Und jetzt steh ordentlich bis ich fertig bin!“ Völlig überrumpelt und eingeschüchtert blieb ich dort stehen wo ich war und bewegte mich keinen Zentimeter mehr, bis sie mit ihrer Fellpflege fertig war.

„Los! Ab in deine Box!“ Langsam schlich ich hinter hier in meine Pferdebox wie ein kleines Häufchen Elend. „Weisst du... manchmal muss man eben auch mal durchgreifen. Als Pferd kann man ja nicht das machen was man will, das müsstest du doch eigentlich wissen, oder!?“ Zögerlich nickte ich und stupste sie vorsichtig mit meinen Nüstern an. „Ja und jetzt wieder einschleimen... na komm her.“ Ich legte meinen Kopf auf Ihre Schulter und lauschte ihrer warmen Stimme. „Ich denke du bist ein ganz lieber feiner, und ich mag dich, aber ich habe als Mensch hier das Sagen, und das weißt du! Und keine Sorge, du bekommst noch die Gelegenheit dich auszutoben!“ Schon bei dem Gedanken daran richtete sich mein Schlauch direkt wieder auf, aber ich versuchte völlig ruhig zu bleiben. Sie grinste nur und streichelte kurz hinüber während sie sich auf die Lippen biss. „Vielleicht hast du ja doch eine kleine Belohnung verdient... für das Longieren versteht sich!“ Sie beugte sich herunter und ich fühlte wie sie meinen Ponyschlauch umfasste und langsam anfing ihre Hände hinüber gleiten zu lassen. „Na gefällt dir das?“, erklang ihre plötzlich zitternde Stimme. Ich versuchte ein leises langes Schnauben, was sie mit einem zurückhaltenden Lächeln erwiderte. „Weißt du als Mann hättest du mich ja sehr angesprochen, aber als Pferd kann ich dir diese Befriedigung hier und jetzt nicht geben, denn du bist nun einmal ein Pferd. Morgen werden wir mal schauen, wie du dich vor der Kutsche machst und wenn du brav bist, dann werde ich dir sicher die Gelegenheit geben so Abzusamen, wie es sich für einen Hengst gehört. Nun schlafe aber erst einmal gut und erhole dich von deinem ersten Tag.“ Zärtlich glitten ihre Hände noch an meinem Latexfell auf und ab, bevor sie mir einen Gute-Nacht-Kuss auf die Nüstern gab, die Box hinter sich verschloss und ging.

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Kommentare

Bild des Benutzers Yellow

......Hätte ich nicht mal den ersten Teil zuende gelesen und diesen gar nicht angefangen. Eigentlich ist so eine Geschichte normaler Weise überhaupt nicht mein Geschmack. Eigentlich und normalerweise setzen hier aber total aus und ich freue mich auf die nächste Folge. Ganz toll geschrieben. 6 Sterne

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Bild des Benutzers Fagboy27

Auch die 2. Folge wieder super!!
Gut geschrieben, bin schon auf den nächsten Teil gespannt!

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Bild des Benutzers Tony 2360

ich habe weitergelesen. Und finde, die Geschichte hat fast schon etwas Romantisches. Bin mittlerweile wirklich gespannt, wie du das fortentwickelst. Angenehm überrascht.

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Bild des Benutzers CavalloNero

Es freut mich, das Du, und andere auch, die Geschichte so aufmerksam verfolgen und nicht gelangweilt sind von meinem Schreibstil :)

Sicher weiß ich auch, dass dieser Hauch von Romantik nicht jedem zusagt, aber ich finde es 'belebt' die Geschichte und gibt den Personen auch etwas Persönlichkeit, so dass man sich etwas besser hineinversetzen kann devil

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Bild des Benutzers Total

Beim Lesen dieser Geschichte musste ich an Friese Aragon denken. Die Geschichte strahlt Ruhe aus, aber auch Faszination für das Thema. Behutsam, zärtlich und offen. Mir hat es gefallen, und es gibt wirklich wenige "Petplay"-Geschichten, die mir zusagen. Das liegt meist daran, dass scheinbar Themenfremde diese Art der Geschichten schreibt. Somit kannst du es als Lob ansehen, wenn ich an diese genannte Person denke. Vielen Dank!

https://www.facebook.com/FrieseAragon

SZ-Nutzer können folgende Nummer nutzen: ZN=119731

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Bild des Benutzers CavalloNero

...für das Lob =) Bei vielen anderen Petplaystories fehlt mir auch eben dieser gewisse zärtliche und gefühlvolle Umgang mit ihrem Pet. Für mich persönlich stellt das Petplay eine ganz besondere Form innerhalb des BDSM dar und das weniger in Bezug auf Unterwerfung und co, als vielmehr eine vertrauensvolle Hingabe und (zeitweise) Aufgabe der eigenen menschlichen Verhaltensweise und deren Probleme und Hemmungen - Aber es ist eben auch nicht Jedermannssachen, was ich auch verstehen kann :)

Mit FrieseAragon stand vor einigen Jahren in Kontakt und sicher haben die Outfits von FuryFantasy mich auch bei dieser Geschichte inspiriert... sie sind wirklich ein Traum :D

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