Sänk ju for träwelling

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Der Zug hält. Leute gehen an meinem Sitz vorbei, jemand bleibt stehen. Der Zug fährt wieder an. Die Person ist noch immer nicht weitergegangen. Ich sehe von meinem Handy auf. Sie steht verloren wirkend im Gang zwischen den Sitzreihen. Klein, zierlich, lange blonde Haare, ein bequemer labbriger Hoodie, enge schwarze Leggins, klobige Kopfhörer. Sie wagt einen Versuch, ihren Koffer in die Gepäckablage hoch zu hieven – und bricht auf halbem Weg ab. Ratlos sieht sie sich um, wirft einen Blick zwischen die Sitze – aber da ist zu wenig Platz für das sperrige Gepäckstück. Ein zweiter Versuch, ihn hochzuheben, aber wieder klappt es nicht.

„Soll ich helfen, ihn hochzuheben?“, frage ich, und mache mich bereit, aufzustehen.

Sie mustert mich zweifelnd. „Ich weiss nicht ob wir es zusammen schaffen, ihn hoch zu kriegen.“

Ich verstehe die Zweifel, schliesslich bin ich keinen einzigen Zentimeter grösser als sie, und ich wirke nicht gerade kräftig. Aber ich weiss was ich drauf habe – wenn da jetzt nicht zehn Liter Steine drin sind, dann kriegen wir das locker hin.

„Ist er so schwer?“, frage ich beim aufstehen zweifelnd, und hänge ein ermutigendes „das schaffen wir schon!“ dran.

Und wirklich, zu zweit haben wir das Ding in null Komma nichts oben!

Jetzt ist nur noch die Frage, wer ihn am Ende wieder runterholt. „Musst du vor mir raus?“

Sie guckt mich an, liest an meiner Sitzplatzreservierung meinen Zielort ab, und zuckt dann mit den Schultern, Ich sehe mir ihren an – und habe ebenfalls keine Ahnung, welcher zuerst kommt. Ein Problem für einen anderen Zeitpunkt, entscheide ich schliesslich.

 

Wir setzen uns beide hin – einander gegenüber, so ein typisches nutzloses EC-Tischchen zwischen uns – und sie kramt sich zurecht. Die Jacke in den Rücken gestopft, das Handy in den Schoss gelegt, ein Paperback in der Hand, bequem in die Ecke zwischen Sitz und Zug gekuschelt.

Ich wende mich meinem eigenen Handy zu. Meine Bücher sind schon lange nur noch digital.

Plötzlich stupst ihr Schuh gegen meinen. Ich schaue auf und erwische ihren Blick – schüchtern, sofort abgewandt. Ein Versehen, bestimmt. Ich nehme meinen Fuss aus dem Weg, damit ihrer mehr Platz hat.

Ein paar Seiten kann ich weiter lesen, dann stupst ihr Schuh wieder gegen meinen. Sie zieht ihn sofort wieder zur Seite. Eigentlich haben wir definitiv beide nicht so lange Beine, dass wir uns so oft in die Quere kommen müssten.. Ich ziehe meinen einen Schuh aus, und stelle meinen Fuss nur in der Socke auf den Absatz an der Seite des Zuges. Ohne Schuhe ist aneinanderstossen nämlich angenehmer.

Und siehe da, ein paar Minuten später berühren ihre besockten Zehen die meinen. Zaghaft erst, den Blick tief ins Buch vergraben, so als wäre es bloss Zufall, dass wir grade Körperkontakt haben. Dann linst sie über den Buchrand und sieht mein Lächeln. Ich sehe noch, wie sie rot wird, dann senke ich meinen Blick auch wieder auf meine Lektüre. Aber unsere Zehen bleiben weiter aneinander.

 

Nach einer Weile bewege ich meinen grossen Zeh, stupse gegen ihren – unauffällig nebenher, den Blick konzentriert aufs Handy gerichtet. Sie stupst zurück. Ich schiebe meine Zehen über ihre – sie lässt sich nicht unterbuttern, und sofort liegen meine Zehen unter ihren. Ich sehe grinsend auf. Sie hat ein wunderschönes, breites Lächeln, das ihr ganzes Gesicht aufhellt. Ich streichle mit den Zehen ihre Fusssohle und sie zuckt, hält aber still.

Ich versuche, unsere Zehen ineinander zu verschränken – der feste Stoff der Socken verhindert, dass ich es schaffe. Aber es ist eine angenehme Kombination aus Streicheln und Rangeln, was unsere Füsse da tun. Immerhin, schlussendlich ist ihr grosser Zeh unter meinem, und ihre restlichen Zehen liegen auf meinen auf. Ich sehe hoch, aber sie blickt konzentriert ins Buch. Offenbar haben wir eine Art Waffenstillstand erreicht. Zehenstillstand. Zehen-Kuscheln eher. Sie hat warme Füsse, der Stoff ihrer Socken fühlt sich angenehm an.

 

Ich lese einen Absatz in meinem Buch. Dann beginnen ihre Zehen, meinen Fuss zu streicheln. Erst als sanftes Fusswackeln, links, rechts, links rechts, dann krümmt sie ihre Zehen, kraulend, massierend. Ich ziehe meinen Fuss weg.

Sie wird still. Ich stehe auf und ziehe meinen Schuh wieder an. Sie blickt hoch, erschrocken. Ich lächle sie an. „Ich muss mal eben.. auf Toilette.“ Ich beende den Satz mit einem Zwinkern, und mache mich auf den Weg zum Ende des Zug-Wagens.

 

Ob sie verstanden hat, was ich meinte? Ob sie die Idee gut findet?

Ich öffne die Wagentür. Als die Tür hinter mir zugeht, höre ich, wie sie mir hinterherruft: „Warte! Du hast vergessen..!“

Einen Moment später geht die Tür wieder auf. Sie tritt hindurch, sieht mich erwartungsvoll an. Ich grinse, trete zur Seite, und warte bis die Tür zum Wagen wieder hinter ihr wieder zugeht. „..vergessen, dich mitzunehmen?“ vollende ich ihren Satz fragend.

 

Sie senkt schüchtern den Blick. Ich vermute, dass sie einen Rückzieher macht. Doch dann fasst sie mutig nach meiner Hand und sieht mir fest in die Augen. „Ja. Mich.“

Ich lege meine andere Hand an ihre Wange. Sie schmiegt sich daran. Ich bewege mein Gesicht langsam in ihre Richtung. Den Blickkontakt haltend. Beobachte, ob sie zurückweicht. Aber sie kommt mir entgegen. Unsere Lippen treffen sich. Warm, weich, fest, sanft. Sie schliesst die Augen. Ich löse unsere Lippen voneinander, küsse sie erneut. Offener diesmal. Ihre Zunge stupst gegen meine. Ich stupse zurück – und muss lachen. Erst Zehen, dann Zungen. Und als nächstes?

 

Sie sieht mich fragend an. Ich küsse sie nochmal, dann drücke ich ihre Hand. „Toilette? Ja?“, vergewissere ich mich.

Sie nickt begeistert und zieht mich Richtung Zugtoilette.

In einem kurzen Anflug von Panik frage ich mich, ob die Toilette vielleicht besetzt ist, aber die Tür geht widerstandslos auf.

Die Toilette ist sauberer als ich erwartet hätte. Ich schliesse die Tür hinter mir und schliesse ab.

 

Diesmal tritt sie auf mich zu, legt ihre Hände um mein Gesicht und küsst mich. Stürmisch. Innig. Heiss.

Ich lege meine Hände an ihre Hüften, ziehe sie enger an mich heran. Sie schmiegt ihren Körper an meinen.

Ihre Hände rutschen tiefer, streicheln über meinen Hals, umfassen meine Brüste, greifen kräftig hinein. „Au!“, ich halte ihre Hand fest. „Nicht zudrücken bitte. Hier,“ sie hatte erschrocken die Hände weggezogen, ich platziere ihre Finger wieder an meiner Brust, streiche damit über einen Nippel, „Nippel anfassen ist gut. Darf gerne auch härter.“

Ich lächle sie aufmunternd an und lege meine Hand wieder an ihre Hüfte. Sie streichelt zaghaft mit dem Daumen über den Nippel. Ich warte ab. Sie wird mutiger und kneift hinein. Ich seufze geniesserisch „genau so!“, und küsse sie wieder.

 

Meine Hände wandern tiefer, an ihren Hintern, umfassen ihre weichen Pobacken. „Hmmm, tiefer,“ nuschelt sie in den Kuss. Ich folge ihrem Wunsch, drücke meine Finger in ihre Pospalte, streiche tiefer zwischen ihre Beine. Sie stellt sich breitbeiniger hin, drückt den Hintern heraus. Ich kann die Stelle genau dazwischen massieren. Sie umarmt mich, hält sich an mir fest, und atmet schaudernd aus. Ich küsse die Stelle hinter ihrem Ohr, lecke mit der Zungenspitze darüber. Sie winselt.

Sie schmiegt sich enger an mich, mein Knie rutscht zwischen ihre Beine und sie reibt sich an meinem Oberschenkel.

„Bitte?“ Sie haucht es so leise, dass ich es zuerst fast nicht höre.

„Hmmm?“, schnurre ich an ihr Ohr, „bitte?“

„ZiehmeineHoseaus,“ stöhnt sie in einem Wort und drückt ihr Gesicht gegen meinen Hals.

 

Ich küsse ihre Schulter und schiebe meine Finger unter den Bund ihrer Hose. Langsam rutscht der Stoff tiefer. Meine Hände streicheln die weiche Haut, die zum Vorschein kommt.

Sie rückt etwas von mir ab, damit ich die Hose tiefer ziehn kann. Ich knete ihre entblössten Pobacken, ziehe sie gegen mich. Sie dreht den Kopf, sucht meine Lippen, stöhnt in den Kuss.

„Möchtest du meine Hände,“ frage ich sie grinsend, „oder meine Zunge?“ Ich lecke mir demonstrativ über die Lippen. Zunge wäre eindeutig mein Favorit.

Sie zögert. Überlegt. Ich lasse ihr Zeit, streichle dabei ihre Pobacken.

Sie errötet und schmiegt wieder ihr Gesicht an meinen Hals. „Eigentlich Zunge,“ flüstert sie.

„Aber?“, hake ich nach.

„Naja, unsafe?“

Ich muss lachen. „Du bist vernünftig, ich mag das.“

Sie sieht erleichtert auf und küsst mich.

Ich geniesse den Kuss, dann rücke ich von ihr ab. Sie wirkt enttäuscht, dann skeptisch, dann sehr zweifelnd, und dann habe ich es endlich geschafft, das Dental Dam aus meiner Hosentasche zu fummeln. Ich halte die Verpackung grinsend hoch. „Ist Latex okay?“

Sie blinzelt ungläubig. „..ernsthaft?!“

„War Zufall,“ gebe ich schmunzelnd zu. „Aber ein guter! Also Zunge?“

Sie lacht. „Ja! Bitte..“

 

Sie zieht ihre Leggings bis zu den Knien hinunter, während ich das Latextuch aus der Verpackung befreie. Ich verteile ein paar Papiertücher strategisch günstig am Boden und knie mich darauf. Sie hat die perfekte Grösse, mein Gesicht ist genau auf ihrer Schritthöhe.

Sie streicht vorsichtig durch meine kurzen blauen Haare. Ich sehe lächelnd zu ihr hoch. „Du kannst ruhig richtig zupacken oder daran ziehen, das ist gut.“

Ihre Augen blitzen, sie greift hart in die Haare an meinem Hinterkopf, ich stöhne auf: „Oooh.. ja.“ Sie grinst zufrieden und drückt mein Gesicht gegen ihren Schritt.

 

Ich küsse ihren Venushügel, dann halte ich die dünne Latexbarriere zwischen uns und küsse tiefer unten. Sanft teile ich mit der Zungenspitze ihre Lippen, lecke an ihnen entlang, dazwischen..

Ihr Griff in meinen Haaren wird wieder härter, diesmal wohl unabsichtlich.

Ich spüre durch das Latex wie feucht sie ist. Zu gern würde ich sie schmecken – sie riecht betörend. Aber safe ist vernünftig.

Meine Zunge findet die guten Stellen.. ich teste aus, bei welchen Bewegungen der Griff in meinen Haaren härter, und der Atem über mir lauter wird. Sanft kreisend. Grossflächig mit Druck. Neckend mit der Zungenspitze. Mit den Lippen umschliessend. Mit kräftigem Zungenschlag – oh!

„Ja,“ stöhnt sie und presst mein Gesicht gegen sich, „da!“

 

Ich bleibe genau an der Stelle, gegen die sie mich drückt – lecke sie mit kräftigen, schnellen Bewegungen. Bis sie zu zittern beginnt, sich stöhnend über mir krümmt, und heftig zuckend zum Orgasmus kommt.

 

Ich greife ihre Pobacken, halte sie fest, lecke sie weiter, Welle um Welle, bis ihre Knie nachgeben. Keuchend, zitternd, atemlos. Erst dann lasse ich von ihr ab. Ich halte das Tuch mit den Lippen fest und stütze sie. Lasse ihr Zeit, zu Atem zu kommen.

Sie stützt sich an meinen Schultern ab. „Uh, wow,“ bringt sie schliesslich heraus.

 

Ich stehe vorsichtig auf und umarme sie. Sie schmiegt sich zufrieden seufzend an mich. Einen Moment stehen wir einfach so da. Geniessen die Vertrautheit, das Erlebte, den gemeinsamen Moment.

Dann sieht sie mich an. „Jetzt du?“

 

Ich muss lächeln. Als ob ich nicht gerade erst voll auf meine Kosten gekommen wäre. Aber wahrscheinlich zählt das nicht.

„Hmm...“ ich überlege. „Ich hätte eine Idee, aber..“

Sie guckt interessiert.

Ich öffne meine Jeans. „Nicht erschrecken,“ warne ich, nehme ihre Hand, und führe sie zu meiner Unterhose.

Sie sieht mich fragend an, fühlt.. runzelt die Stirn, packt zu, tastet.. sagt interessiert „oh!“, und beginnt mich zu streicheln.

Ich grinse erleichtert, ziehe sie enger an mich und küsse sie.

 

Ihre Hand ist zwischen uns eingeklemmt, ich reibe mich an ihr, seufze in den Kuss.

Sie fasst mit der anderen Hand den Bund meines Slips und zieht ihn runter. Ich gebe ihr das benutzte Dental Dam – so dass ihre Seite in ihrer Hand landet.

Sie schmunzelt. „Sind die nicht einweg?“

Ich zucke die Schultern. „Ich hab nur eins mit. Wenn du es nicht umdrehst, passts schon.“

Sie schüttelt den Kopf, zupft das Latextuch zurecht, und führt ihre Hand wieder in meinen Schritt.

Das feuchte Tuch und ihre Finger gleiten erregend über meine Klitoriserektion. Sie spreizt die Finger, streichelt meine Lippen, presst die Handfläche gegen meine Erektion.

„Oh Gott du bist gut,“ diesmal halte ich mich an ihr fest.

Ich bewege meine Hüften im Takt zu ihrer Handbewegung. Sie drückt ihr Knie zwischen meine Beine, gegen ihre Hand, bietet mehr Widerstand.

Ich drücke sie eng an mich, stöhne gegen ihren Hals. Unsere Bewegungen werden schneller, drängender, mein Keuchen wird zu einem Winseln. Ihre Hand findet ihren Weg in meine Haare, greift zu, zerrt meinen Kopf in den Nacken und reisst mich über den Höhepunkt.

Ich klammere mich zuckend an ihr fest und klemme ihre Hand zwischen meinen Beinen ein.

 

„Ooooh wow,“ sage ich, als ich wieder kann. Sie küsst mich mit leuchtenden Augen. Dann hält sie mir grinsend das benutzte Tuch hin. „Willst du's zurück?“

Ich schüttle lachend den Kopf. „Behalt's als Andenken, oder wirf's weg.“

Sie überlegt gespielt lange – und wirft es in den Müll. Tja.

 

Sie zieht eine Packung Taschentücher aus ihrem Hoodie und gibt mir eins ab. Wir machen uns notdürftig sauber und ziehen unsere Hosen wieder ganz an. Jetzt wo ich Zeit zum denken habe, bin ich beeindruckt, dass uns so lange niemand gestört hat.

Ich schmeisse die Papiertücher vom Boden in den Müll.

Dann begegne ich unschlüssig ihrem Blick – irgendwie ist es ein seltsamer Gedanke, nach diesem Erlebnis einfach wieder ganz normal in den Zug zurück zu gehen.

Sie zieht mich zu sich und küsst mich. Sanft diesmal. Zärtlich.

„Danke“, sagt sie.

„Ebenfalls“, ich muss ihr Lächeln einfach erwidern.

Sie nickt. „Aber“, sagt sie dann ernst, „ich möchte deine Nummer nicht. Oder Email oder so. Ich möchte diesen Moment so perfekt wie er ist in Erinnerung behalten. Ohne ein Sequel.“

Ich muss lachen und drücke sie nochmal. „In Ordnung. Keine Trilogie.“

Sie schmiegt sich nochmal an mich. Dann wendet sie sich von mir ab und öffnet die Toilettentür.

 

Wir gehen gemeinsam an unsere Sitzplätze zurück.

Ich setze mich hin, ziehe meinen einen Schuh wieder aus, und stelle ihn auf den Absatz an der Seite.

Kurz darauf stupst ihr Fuss gegen meinen. Ich sehe auf, aber sie liest konzentriert in ihrem Buch. Als wäre nie etwas anderes geschehen.

Ich wende mich grinsend wieder meinem Handy zu.

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