unwillig

Frau Engel und Herr Kaufmann – 1

Kurzes Vorwort:
 
Bei der folgenden Geschichte handelt es sich um eine fiktive Beziehung zwischen einem Mädchen und ihre r/m Lehrer/in. Wer dies sozial als fiktives Werk nicht tragbar findet, sollte an dieser Stelle bitte aufhören zu lesen.
Für alle anderen:
Viel Spaß!

Lena: Lebenslänglich - 32. Teil: Hannas Flucht

 
Ich erwachte aus einem Traum, in dem ich meine erste Begegnung mit Kukua noch einmal durchlebt hatte. Darin saß ich am Fluss mit den anderen Frauen an meiner Kette. Wir aßen eine saure Pampe aus Reis und Kohl, die sie uns direkt in die Hände gegeben hatten. Ich starrte auf meine schmutzigen nackten Füße mit der Eisenschelle am Knöchel und versuchte, nicht zu weinen. Ein paar Tränen gönnte ich mir. Spätestens nachts im Käfig würde ich sie ohnehin nicht mehr zurückhalten können.

Grober Sand IX - Ende

 
Eine schallende Ohrfeige reißt mich aus meinem Delirium.
„Wer wird sich denn hier ausruhen? Du willst doch den Spaß nicht verpassen!“ Bones grinst mich breit an. Mit einem Klaps auf meinen Hinterkopf weckt er mich vollends. Ich funkle ihm hinterher, als er um mich herumgeht, verkneife mir jedoch eine bissige Antwort, die mich nur in Schwierigkeiten bringen würde.

Grober Sand VIII

 
Er kämpft. Ich habe ihn noch nie so gesehen. So menschlich. Er kämpft nicht mit den Fesseln, sondern gegen sich selbst. Gegen die Angst. Da ist plötzlich nichts mehr von dem furchtlosen Elitesoldaten. Er ist in diesem Moment, in diesem Bunker, einfach nur ein Mann. Er blutet, er schwitzt und er hat Angst.

Grober Sand VII

 
Ich warte darauf, dass Niedergeschlagenheit eintritt. Verzweiflung. Wenigstens ein bisschen Melancholie. Aber da ist nichts dergleichen. Nur Gewissheit. Sie wollen mich nicht zurück.
Mein Hauptfeldwebel sieht mich an und forscht in meinem Gesicht. Er mustert die Hämatome und seine Augen verengen sich zu Schlitzen. Es ist der Ausdruck der Wut, den ich so gut von ihm kenne. Dann erdet er sich. Sein Blick nimmt diese Färbung an, dieses Ruhige und Kalte.
„Ich bin nicht hier, um dich mit nach Hause zu nehmen.“

Lena: Lebenslänglich - 31. Teil: Lenas Plan

 
Der Fluchtplan war plötzlich in Lenas Kopf aufgeblitzt, als sie die Umkleidebaracke der Wachen hatte reinigen müssen. Die Wärterin Ashaki gab ihr einen Eimer mit Wasser und einen Wischlappen, der sauberer war als alles, was die Gefangenen in Pongwa am Leibe trugen.
„Du fängst hinten in der Ecke an und arbeitest dich von da zum Eingang, Toubab“, sagte Ashaki. „Ich will keine Spuren von deinen stinkenden Füßen im Raum sehen, ist das klar?“
Ein Hinweis darauf, dass sie schon mal einen Fußboden gewischt habe, lag Lena auf der Zunge, aber sie nickte nur.

Grober Sand VI

 
Oh, ich will einfach nur noch zu Staub zerfallen. Mein Gesicht fühlt sich an, als wäre ich gegen einen Vorschlaghammer gelaufen. Der Schweiß tropft an mir herunter und ein Zucken, das sich längst nicht mehr kontrollieren lässt, erfasst in unregelmäßigen Abständen die Glieder meines Körpers.

Grober Sand V

 
„Sir, es tut mir leid.“
Der Colonel steht über ihm und sieht mit Verachtung auf ihn hinunter. „Sie haben sich nicht an meine Befehle gehalten.“
„Aber… Bane… er hat keine Resultate geliefert!“
Der Colonel tritt ihm gegen die Schulter. „Na und? Habe ich Ihnen befohlen einzuschreiten?“
„Nein, Sir. Aber…“ Er rappelt sich wieder auf die Knie.
Noch ein Tritt. „Sie werden nur noch genau das tun, was ich Ihnen sage, und nicht mehr, verstanden?“
„JA, SIR!“

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