Hörigkeit

Unerwartete Anfänge Teil 3

 
Michael war an der Tür stehen geblieben und trat hinter mich. Er umarmte mich von hinten, als wollte er mich daran hindern, den Raum wieder fluchtartig zu verlassen. Damit hatte er auch mal wieder Recht. Ich wollte schon umdrehen und gehen, woran er mich nun natürlich hinderte. Nun starrte ich immer wieder zwischen den Wänden links und rechts hin und her. Das konnte doch unmöglich sein Ernst sein. Mein ganzer Körper zitterte vor Angst. Michael aber hielt mich weiter fest, setzte sanfte Küsse auf meinen Nacken und flüsterte mir beruhigend ins Ohr.

Unerwartete Anfänge Teil 1

 
 
Ich erwachte am darauf folgendem Tag in Michaels Armen und hatte einen Moment lang ganz vergessen, wo ich war. Er beobachtete mich mit einem Schmunzeln im Gesicht. Bei ihm hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass er mich wie ein Buch lesen kann. In dem Augenblick schien er genau zu wissen, dass ich für wenige Sekunden, meine Umgebung als irritierend ansah. Nachdem ich aber wieder genau wusste wo ich war und auch was passiert war, kuschelte ich mich wieder fest an Michael heran, was er mit einem Kuss auf meine Stirn quittierte.

Unerwartet Teil 6

 
Völlig fassungslos schaute ich Michael an. Warum nur hatte er mich wieder zurück ins Esszimmer geführt? Als mein Blick auf den Tisch fiel, kam sofort die Röte zurück in mein Gesicht. Ich hatte nur noch den Gedanken daran, als er mich auf diesen Tisch gedrückt hielt.
Ich weiß nicht, ob er meine Gedanken lesen kann, aber er packte mich genau so, wie er es heute schon einmal tat, hielt meine Hände auf dem Rücken fest und drückte mich in Richtung Tisch. Schneller als ich mit meinen Gedanken hinterher kam, hatte er meinen Oberkörper schon wieder auf dem Tisch.

Unerwartet Teil 4

 
 
Noch immer völlig nackt stand ich in der Tür, zitterte am ganzen Körper und traute mich kein Stück weiter in den Raum. Mein Blick war stur auf diesen kleinen Beistelltisch gerichtet.
Michael stand an dieser Liege und beobachtete mich.
“Komm zu mir, Jana.”
Ich bekam keinen Ton heraus und nur ganz leicht schüttelte ich meinen Kopf.
Ich konnte keinen Schritt machen. Das konnte nicht sein Ernst sein! Das konnte er einfach nicht vor haben! Dennoch war ich mir sicher, dass er es tun würde. Wie gelähmt blieb ich einfach stehen.

Unerwartet Teil 3

 
Das Essen verlief völlig ruhig. Er schaute mich nicht mal an. Ich fragte mich immer wieder, ob er es überhaupt bemerkt, das ich ihn beobachtete. Als ob er mich völlig ignorierte. Erst nach dem ich meinen Teller geleert hatte, zeigte er wieder Interesse an mir und schenkte mir noch Wein nach.
Ich nahm einen Schluck und schaute ihn erwartungsvoll an.
Nach einer gefühlten Ewigkeit schaute er mich an. Kalt, ohne irgendeinem Gefühl in seinem Ausdruck, als wenn sein Gesicht aus Eis wäre. Aus heiterem Himmel stand er auf.

Unerwartet Teil 1

 
Es ist schon spät, kalt und dunkel. Dennoch laufe ich durch die verlassenen Strassen und hänge meinen Gedanken nach. In manchen Häusern brennt noch etwas licht. Bei der Bushaltestelle, an der ich nach langer zeit wieder auf IHN traf, setze ich mich auf die kleine Bank und denke über unsere gemeinsame Zeit nach. Hier ist er damals aus dem Bus gestiegen.

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