Kurzgeschichte

Paul

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Dies ist eine wahre Geschichte, leider. Ich habe nur die Namen geändert, außer meinem.

 
Ich war angekommmen. Bei dem Haus meiner Freundin. Ich war schon lange nicht mehr da. Obwohl wir lange Jahre beste Freundinnen waren. Oder auch noch sind. Aber ich will sie eigentlich nicht besuchen.

Fass mich nicht an

„Fass mich nicht an!“
Ich weiche zurück, soweit die Ledermanschetten um meine Handgelenke es zulassen. Eine Gänsehaut wandert über meinen entblößten Bauch. In einer blitzartigen Bewegung hat er mir die Front des Shirts über den Kopf und in den Nacken geschoben. Ich hätte auch rufen können: ‚Hör auf mit dem Scheiß!‘ oder:‚Mach mich los!‘ Aber stattdessen starre ich ihn an und wiederhole bloß, leiser diesmal: „Fass mich nicht an.“
Er schmunzelt schweigend.

Überstunden

„Wenn Sie das heute noch fertig machen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.“ Mit einem drängelnden Blick klopfte er auf die Platte meines  Schreibtischs. „Wichtiger Mandant!“
Die letzten beiden Worte machten die höfliche Bitte zunichte. Jawohl Chef, sehr gern Chef!
Als er sich in sein Büro zurückgezogen hatte, schnaubte ich und warf meiner Kollegin einen vielsagenden Blick zu, den die zierliche Blondine gegenüber mit einem koketten Augenaufschlag erwiderte. „Wichtig!“, säuselte Blondie. „Du Glückliche darfst wieder länger bleiben.“

Hätte ich ein Herz

 
Neues aus der Reihe "i, asshole"
 
Hätte ich ein Herz, würde ich dich lieben. Würde ich dich wieder lieben! Und ganz sicher würdest du es mir wieder brechen, mich nicht mehr lieben.
Wie gerne habe ich dich leiden lassen. Und wir beide hatten unsere Lust daran. Wenn du dich in meinen Fesseln gewunden hast. Ausgeliefert, ohne Gegenwehr, mein! Noch lange danach konnte man die Spuren auf deiner Haut sehen. Die Abdrücke der Seile an deinen Handgelenken, an deinen Beinen. Die roten Wangen deiner Erregung, die roten Backen meiner Hiebe.

Mein Vertrag läuft aus

 
Ein Besuch in Willys Kneipe ist ein einziges Klischee: Schummrige Beleuchtung, zu viele deutsche Schlager als Hintergrundmusik. Und Kerle, die herkommen, weil es zu Hause auch nicht schöner ist. Die einzige markante Änderung der letzten Jahre ist das Fehlen des Zigarettenqualms. Hier gibt es keine Getränkekarte. Wer etwas anderes als Bier will, frägt Willy. Und wer Glück hat, bekommt es auch.

Zerbrochen

 
André ist überrascht. Er ist überrascht von Maria. Und noch mehr von seinem ersten Gedanken, als er Maria vor dem Bett in demütiger Haltung, nackt bis auf Lederfesseln und ein Halsband, knien sieht. „Ich muß endlich Hand- und Fußfesseln kaufen, die zusammenpassen. Und auch ein anderes Halsband.“ Fast schämt sich André für diesen Gedanken. Maria bietet sich ihm auf diese schöne Weise an – und er denkt an solche Nebensächlichkeiten.

Inbesitznahme

Nachdem meine erste Gesichte überraschend viele Leser gefunden hat, hier meine zweite Geschichte. Es ist keine Fortsetzung und sie steht auch in keinem zeitlichen Zusammenhang zur ersten Gesichte, es handelt sich nur wieder um die gleichen Personen, meinen Gebieter, mich und Paul (auch wenn der diese Mal nicht weiter erwähnt wird).
Der Anfang der Geschichte ist übrigens absolut das geistige Eigentum meines Herrn und Meisters, der mich damit zum Rest der Geschichte animiert hat.

Öffentlich

 
Freitag 19:30 Uhr auf dem P&M Parkplatz an der A7!
Ihr parkt auf dem hintersten Parkplatz links!
Sklavensäue, ihr wisst,  wie ich euch erwarte:
Kurzer enger Rock und durchsichtige Bluse, High-Heels, Halsband und streng abgebundene Titten für die Analhure und einen Schäkel um die Eier und einen ordentlichen Plug für den Schwanzlutscher.
Vergesst den Rohrstock und die Leine nicht!

Euer Herr und Gebieter

Am Bahnhof

Toll. Nun steh ich hier rum und warte. Fixiere jeden Mann, der an mir vorüber geht, in der Hoffnung, dass Er es ist. Wo bleibt der denn nur? Ich hatte ihm doch geschrieben wann mein Zug ankommt. Werde ich etwa versetzt? Nein! Das würde er bestimmt nicht machen.

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