Kurzgeschichte

Racheengel

Rick ist ein einfacher Fall. In den nächsten Monaten sind drei bis vier auf einmal zu erwarten, manche brauchen ziemlich lange zum weichkochen, aber es lohnt sich, und der kleine Richard ist wirklich straight.  

Ich hatte ein kleines abgewirtschaftetes Motel in Ostbelgien günstig geschossen, nicht weit von Lüttich, der dreckigsten und verdorbensten Stadt des Kontinents. Und ich habe mit einer der dreckigsten und verdorbensten Kirchen der Welt einen guten deal.  

MOHN

Mohn.

 Ich liege hier im Mohnfeld mit den Titten auf den kleiigen Boden ..die Beine gespreizt und nackt, noch nackter geht nicht. Mein Arsch brennt und mein Herr sitzt auf einem Stein neben mir und beobachtet mich.
Genüsslich raucht mein Herr Christof eine Zigarette.

Spielt Zwang eine wichtige Rolle? 3 Kurzgeschichten - 3

Hamburg, ihr wisst doch wo die Fabrik ist, ja die in der man sich früher nach dem Fischmarkt morgens traf, Jazz und andere Musik war angesagt. Heute kann man abends tolle Bands und Events erleben.
Daran gehen wir einfach vorbei ein paar Häuser weiter, gibt’s einen Italiener, schon Jahrzehnte, wie ein ABBA Hit benannt. Ein Blick durch die Tür, der Fußboden an der Theke ist fast durchgelaufen, ah, da sitzt sie ja unsere Hauptperson, ein Mann, immer auf Sicherheit bedacht mit dem Rücken zur Wand.

Spielt Zwang eine wichtige Rolle? 3 Kurzgeschichten - 2

Das Geschenk

Frankfurt, irgendwo bei der Hanauer Landstraße in einem Schnellrestaurant, KFC … früher sagten alle Kentucky dazu.
Die beiden sitzen wie ein frisch verliebtes Paar beieinander, auf dem Tisch stehen die üblichen Abfälle einer solchen Gaststätte.

„Hui, die waren schön scharf“, sagt die hübsche Frau zu ihrem Geliebten, „weißt du was, ich habe nachher eine Überraschung für Dich, sie wartet schon zu hause.“
Fragend schaut er seine Geliebte an: „Was für eine Überraschung, heute ist doch unser Spiele-Abend.“

Der Andere

Müde starre ich die Tür an. Klingeln? Nicht klingeln? Ach, was soll’s. Ich drücke auf den Namen.

Das Lämpchen der Gegensprechanlage leuchtet auf, doch er spricht nicht. Eine ganze Weile lang ist nur das Knacken und Rauschen zu hören. Hinter mir fahren Autos vorbei. Eine Frau führt ihren Hund aus. Lichter hinter Fenstern.

Auf die Knie“, knistert es.

Ich gehorche. Der gegossene Beton der Treppenstufen presst sich in meine nackten Schienbeine. Es tut sich nichts.

Da liegt ein Stück Holz.“

Die wirksame Diät

Ja, ich gebe es zu! Ich habe mich gehen lassen. Ich habe Sahnetörtchen gegessen und jede Menge Eis in jeder Geschmacksrichtung verschlungen. Das Tiramisu konnte ich ebenso wenig stehen lassen, wie den Spargel mit Sauce Hollandaise. Wenn fetter Käse meinen Weg kreuzte, konnte ich nicht widerstehen und was wären die ausgesuchtesten Gemüse ohne Sahnesoße. Auch Fleisch und Fisch, gebraten oder gegrillt, habe ich nicht verachtet. All das hat meinen Körper geformt.

 

Die Freitags-Sklavin

Ich liebe es, wenn sie sich unter meinen Händen windet, wenn sie zuckt und zappelt, ob durch meine Liebkosungen oder ihre Züchtigung. Ich habe Macht über ihren Körper. Genauso liebe ich es, wenn sie widerspruchslos tut, was ich von ihr verlange, ganz gleich ob sie es selbst mag oder nicht. Ich habe Macht über ihren Geist. Ein überaus berauschendes Gefühl. Keine Diskussionen, kein wenn und aber, nur mein Wille und ihr Gehorsam.

Nurid - die neue Sekretärin

Nurid - Die neue Sekretärin

©Jo 2012

 

Ich sah rüber zu Nurid. Sie hatte vor drei Wochen als Sekretärin hier angefangen. Ich hatte schnell gemerkt, dass an ihr mehr dran war als nur gut auf der Tastatur zu sein. Allerdings hatte sie bei der ersten Briefaktion  einige gravierende Fehler in den Text eingebaut und ich hatte sie deswegen zur Rede gestellt.

Wenn Kopfkino Wirklichkeit wird!

Natürlich ist die Geschichte frei erfunden, einen Teil der Handlungsorte und der Personen gibt es wirklich, wenn sich also jemand wiedererkennt, darf er sich outen oder er kann es lassen.

Wenn Kopfkino Wirklichkeit wird!

Ich sollte mich erst einmal bei Euch vorstellen, mein Name ist Marie, ich werde aber Mary genannt.

Ich bin Mädchen für alles in dem kleinen Betrieb, den mein Mann gegründet hat. Wir sind nicht reich, haben ein paar Angestellte, ich habe ein altes Bauernhaus geerbt, nichts Wertvolles, wie gesagt alt.

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