Gedicht/Lyrik

Gedichte

Erziehungsgedicht

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Wenn mich mal wieder die Muse beißt,

mich zum Schreiben hernieder reißt,

Dann kommen mir die Zeilen ein,

Und ich denke doch: Das muss jetzt sein.

 

 

Es war also ein Zwillingspaar,

sie nicht höflich,

er eher döflich,

jedes dacht, es sei ein Star.

 

 

Durchtrieben, frech und liederlich,

einfach äußerst widerlich,

trieben sie´s bei zweien zu weit,

doch diese beiden waren gescheit.

 

 

Da dachten Frau und Mann,

wie kommen wir an die nur ran.

Mutprobe

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Dunkelheit umspannt ihre Sinne
Ein Lufthauch umspannt ihren Geist
Barfuß in nasskalter Rinne
Und er der sie leise umkreist

 

Ihre Zehen umtasten die Steine
Nur die Richtung hat er genannt
Zwischen den Brüsten baumelt die Leine
Das Spiel ist mehr als riskant

 

Den Schlüssel fest in den Händen
Erreicht sie den Abgrund der Welt
Das Gewicht zerrt schwer in den Lenden
Und donnernd der Wasserfall bellt

 

11.11. oder fünfte Jahreszeit

 

Waschen, legen tönen, föhnen,

bei Damen, Herren, deren Söhnen.

Manchmal auch Intimfrisuren,

für Ladies oder Hobbyhuren.

Auf Wunsch mach ich es auch mit Wachs.

Die Pflaume schimmert dann wie Lachs.

 

Ich würd gerne daran lecken.

Doch dann gibts den Weidenstecken

Hexenfrauen

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Alle Rechte der nachfolgenden Inhalte liegen bei Jo Phantasie.

 

Solch Gaben kann man nicht erwerben,

sie stammen von der Mutter nur.

Die musste leider dafür sterben,

im Feuer, und zu Asche werden.

Zu halten bleibt jedoch der Schwur.

          *

Die Tochter, heimlich weggegeben,

wächst auf, behütet und versorgt.

Nach großem Wissen will sie streben.

Die Künste in ihr weiterleben,

die Macht jedoch bleibt nur geborgt.

 

Frei in Ketten

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Es ist gefährlich
Das Spiel mit Schmerz und Leid
Es ist gefährlich
Das Spiel im nackten Kleid

In mir spürt' ich stets den Funken
Dem ich nun ganz tief versunken
Du machtest aus der Glut ein Feuer
Entfesseltest das Ungeheuer
Welches tief in mir zu schlafen schien

Zuerst ganz zart und schüchtern fast
Doch nun recht hart und ohne Rast
Ob mit Fesseln an den Händen
Oder Striemen in den Lenden
So nimmst du was ich dir geschenkt

Verloren

 

Wie seit tausenden von Jahren, zu spät, viel zu spät begreife ich.
Weg, für immer weg! Und ich bin schuld!

Als Erste, als Einzige hast Du es ernst gemeint,
keine Spiele, sondern mir gegeben, was ich wollte.
Die Lady bei Tag, die Hure bei Nacht,
meine Sklavin, mein Lustobjekt – Objekt!
Freundin, Geliebte, Frau – Alles!

Deine Neigungen hast Du zurückgestellt, verschwiegen,
meine Neigungen darübergestellt, sie aus Liebe ertragen!