Sylvia und Barbara Teil 7

"Klappentext": 
Katharina wird für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen. Es gibt ein paar Neuerungen auf der Anlage.
~
~

Teil 7

Wieder zuhause

 

 

Tim öffnete die Augen. Er hatte lang und gut geschlafen. Die Sonne schien hell durchs Fenster. Verschlafen sah er auf den Wecker, es war kurz nach neun. „Auch nicht schlecht“ dachte er bei sich. Sternchen war bereits aufgestanden, er ging ins Bad, duschte ausgiebig und rasierte sich. Frisch rasiert und angekleidet war er nun bereit für den Tag. In der Küche traf er auf Sylvia. Sie deutete einen Knicks an und sagte: „Guten Morgen Tim, haft du gut geflafen?“ Lächelnd nahm er sie kurz in den Arm. „Guten Morgen Sylvia, ja habe ich. Du hoffentlich auch. Sag mal, wo sind denn die anderen? Hast du vielleicht noch einen Kaffee für mich?“ „Ja habe ich, ich mach dir auch gerne ein Frühftück. Fternchrn ift hier irgendwo am putfen, Barbara wollte fu Maja.“ „Du, das Angebot nehme ich gerne an. Magst du mir Gesellschaft leisten?“ Sylvia nickte. Sie stellte alles Nötige auf ein Tablett und brachte es ins Wohnzimmer in die Essecke. Schnell hatte sie den Tisch gedeckt. „Willft du gekochtef Ei?“ Tim lehnte dankend ab. Er griff sich ein Brötchen und belegte es mit Camembert. Sylvia schenkte ihm Kaffee ein. „Nimm dir auch ne Tasse wenn du magst.“ Sylvia holte sich eine Tasse aus der Küche, auf einen Wink von Tim setzte sie sich auf das Kissen vor ihm.

 

Er frühstückte ausgiebig, plauderte mit Sylvia und freute sich wieder zu Hause zu sein. Es erheiterte ihn sehr dass sie nun lispelte. Er neckte sie ein wenig und bat sie ihren Namen zu sagen. „Fylvia, wiefo. Meinft du ich hab den vergeffen?“ Tim grinste sie an. „Nö, aber ich höre deine „sss“ so gerne.“ Sie steckte ihm die Zunge heraus. Tim lachte und tippte ihr auf die Nase. „Nicht so frech du Göre, sonst gibt’s auf den Po.“ Sylvia wurde rot und sah zu Boden. Er strich ihr übers Haar. „Hey komm, ich mach nur Spaß. Ich finde es wirklich niedlich, wenn du sprichst.“ Sie sah ihn an und runzelte die Stirn. „Naja, ohne die Fpange könnte ich ja auch richtig fprechen.“

 

Die Tür ging auf, Sternchen kam herein und umarmte Tim stürmisch. „Morgen du Langschläfer.“ Er setzte sie auf seinen Schoß, hielt sie fest und sagte. „Moin mein Schatz, du glaubst gar nicht wie sehr du mir gefehlt hast.“ „Du mir auch, ehrlich. Hier war es einsam ohne dich.“ Tim nickte, ja es war einsam. Sie brauchten einander, um glücklich zu sein. Sternchen war bis auf die Fußkette nackt, sie klirrte mit ihr während sie auf seinem Schoß saß. „Was liegt denn heute hier an?“ Tim sah von Sternchen zu Sylvia. Sternchen sagte ihm das sie im Haus die tägliche Reinigung machen wollten und auch etwas Wäsche abarbeiten müssten. Er hatte ja auch Wäsche mitgebracht. „OK, da will ich euch nicht stören. Aber ich denke mal ich mach euch ein bisschen hübsch. Sylvia, hol doch bitte mal zwei 15er Ketten aus dem Schrank.“ Er legte die 15 cm langen Ketten an ihre Handringe. Dann sah er sich Sylvia genau an. Sie trug einen knielangen gelben Tellerrock, der mit roten Punkten besetzt war, dazu eine schlichte rote Bluse. Barbara hatte ihr eine weiße Schürze mit rotem Rand umgebunden. Ihr Haar war zu einem Zopf geflochten, sie trug rote hochhackige Schuhe. „Du bist wirklich ein hübsches Mädchen.“ Sylvia knickste und bedankte sich. „OK, dann abräumen und weitermachen. Ihr bleibt hier im Haus. Ich werde mal versuchen Barbara aufzutreiben.“

 

Es war ein kühler Tag, der Wind wehte von See. Tim zog seine Jacke zu und zündete sich eine Zigarette an. Er blieb stehen und sah sich um. Zwei Leibeigene gingen an ihm vorbei, beide trugen Capes. Ob sie männlich oder weiblich waren war nicht zu erkennen, Tim nickte zufrieden. Sie blieben vor ihm stehen und knicksten tief. Tim dankte ihnen und wünschte ihnen einen schönen Tag. Er ging langsam zur Verwaltung, sah eine Gruppe von Arbeitern, die unter Aufsicht Laub harkten. Auch sie waren dem Wetter entsprechend gekleidet. Sowohl die Arbeiter als auch die Wachen grüßten ihn vorschriftsmäßig. Er dachte „geht doch“ und wünschte allen einen Guten Tag.

Der Empfang im Verwaltungsgebäude war mit einer jungen Frau besetzt. Tim sah zu ihr herab. Sie kniete an ihrem Arbeitsplatz, ihr Halsring war ebenso wie die Handringe mit dem Tisch durch Ketten verbunden. Sie verbeugte sich vor ihm und fragte womit sie ihm dienen könne. Er fragte ob Barbara im Gebäude ist. Sie bejahte und bot ihm an sie zu rufen. Tim dankte ihr und fragte wo sie ist. Er erhielt die Auskunft, dass Barbara und Maja in Majas Büro sind. Er ging die Treppe hinauf. Auf halber Treppe kamen ihm zwei Leibeigene entgegen. Ein Mann und eine Frau. Sie blieben auf dem Absatz stehen und knieten sich hin. Dabei verbeugten sie sich. Tim lächelte, es war zwar mehr als er verlangte aber eine sehr nette Geste. Er blieb vor ihnen stehen und bat sie sich zu erheben. Sie standen auf. „Danke für den netten Gruß, es hat mir sehr gefallen.“ „Vielen Dank Master Tim, es war uns ein Vergnügen. Haben sie vielleicht einen Moment Zeit?“ Der Mann hielt den Blick gesenkt während er sprach. „Ja klar, was ist denn?“ Nun sprach die Frau: „Es ist nur eine Kleinigkeit aber wenn es möglich ist wollten wir darum bitten das wir eine gemeinsame Zelle bekommen. Im Moment wohnen wir mit zwei anderen zusammen, aber die wollen nicht miteinander leben.“ Tim nickte. „Macht das mal schriftlich, ich kann nichts versprechen aber wir wollen ja ausbauen. Kann noch ein bisschen dauern aber spätestens dann klappt das.“ Die beiden bedankten sich und gingen weiter. Tim klopfte an Majas Bürotür. Sie rief „herein“. Er trat ein.

 

Dienstbesprechung und Vorbereitungen

 

Barbara sprang auf und umarmte ihn herzlich. „Moin Tim, hast du ausgeschlafen?“ „Ja habe ich, tat gut mal lange zu liegen.“ Maja war ebenfalls aufgestanden, sie grüßte Tim mit einem Hofknicks und sagte dann: „Guten Tag Master Tim, ich freue mich das sie wieder hier sind.“ Tim nahm Maja kurz in den Arm und sagte dann „Ich freue mich auch wieder zu Hause zu sein und auch dich wieder zu sehen Maja. Du gehörst ja auch zur Familie.“ Maja wurde rot als sie diese lieben Worte hörte. „Darf ich ihnen einen Kaffee anbieten, Master Tim?“ „Ja gerne. Dann erzählt mir gleich was ich alles verpasst habe.“

Maja kniete sich wieder hinter ihren Schreibtisch, Barbara schüttelte ihren Taft-Petticoat auf bevor sie sich auf ein Kissen kniete. Tim sah sie an und bat sie nochmals aufzustehen. Sie tat es, er bat sie die Röcke noch einmal zu schütteln. „Du, das hört sich klasse an. Setz dich.“ Sie knickste und kniete sich hin. Sorgfältig ordnete sie ihren weiten bodenlangen Rock. Das dunkle grün des Rocks passte perfekt zu der weißen Bluse, die sie trug. Maja berichtete kurz von den Ereignissen der letzten Tage, Tim saß auf einem Stuhl und hörte ihr konzentriert zu. Sie erwähnte auch dass es immer wieder zu Wartezeiten an den Kassen und bei Kontrollen kam. Grund für die Wartezeiten war das die tätowierten Nummern nur schwer zu zeigen waren. „Wir müssen entweder die Capes ausziehen oder uns halb nackt machen indem wir alle Röcke heben“ erklärte sie. Tim nickte, er verstand das Problem. „Darf ich vorschlagen, dass wir auf Chips umsteigen?“ Tim bat sie das genauer auszuarbeiten. „Sie haben das bis übermorgen per Mail Master Tim.

Maja erwähnte auch dass die Leibeigenen darum gebeten hatten Blumen und Bilder in ihren Zellen zu haben. Tim sah sie skeptisch an. „Wozu das denn?“ fragte er. „Naja, es würde netter aussehen.“ Tim meinte nur „aha“, dann grinste er und sagte: „OK, schöner Wohnen für alle. Mach mal ne Liste wer was will.“ Maja nickte. Sie würde die Liste schnellstens erstellen.

Barbara ergriff nun das Wort. „Tim, ich hatte dir das ja schon am Telefon gesagt. Wir müssen bei den Arbeitern was ändern. So geht es wirklich nicht.“ Tim sah sie an, dann sagte er ruhig aber bestimmt: „Ich MUSS hier gar nichts Barbara. Aber sprich weiter, ich hör denn mal zu.“ Sie merkte das er gereizt war aber sie redete einfach weiter. „Die sind da eingesperrt wie Vieh, das sind Menschen und keine wilden Tiere. Hast du dir das mal angesehen wie die leben müssen?“ „Ja habe ich und außerdem sind sie alle mit gutem Grund eingesperrt. Sie alle hätten auch in einen normalen Knast gehen können. Wir reden hier von Dieben, Schlägern und was weiß ich für welchen. Glaubst du ich mach für die hier ein Hotel auf?“ Tim war genervt, er wusste tief in sich das die Unterkünfte der Arbeiter unzumutbar waren aber ihn ärgerte Barbaras Ton. Barbara wurde nun richtig wütend. „Ich rede nicht von einem Hotel, sondern davon das Menschen Menschen sind. Oder haben SIE das vergessen, Master Tim?“ Sie hatte die Worte kaum ausgesprochen da bereute sie das gesagte. Tim sprang auf.

 

Kalt sagte er: „OK, dann wird Master Tim dir mal eine kleine Lektion erteilen, Leibeigene Barbara.“ Er nahm eine kurze Peitsche aus einem Ständer, der in der Ecke stand. „Aufstehen und Röcke hoch aber Dalli.“ Barbara war blass geworden. Sie erhob sich, knickste und entblößte ihr Gesäß. Tim schlug zu, es waren 10 Hiebe. Barbara presste die Lippen zusammen, sie würde nicht schreien. Stumm stand sie da, hoffte das jeder Schlag der letzte ist und hoffte auch dass sie die Kraft fand nicht zu schreien oder zu winseln. Diesen Triumph wollte sie Tim nicht gönnen. Nach dem zehnten Hieb sagte er: „So, jetzt setz dich wieder hin. Maja, mach bitte einen Zettel fertig. Aufschrift: Ich war aufsässig. Barbara, du wirst den bis morgen immer tragen und du wirst unten damit stehen bis ich dich hole.“ Die Frauen nickten. Maja heftete Barbara den Zettel an die Brust.

 

„So, ich hoffe wir reden jetzt wieder vernünftig.“ Tims Wut war verraucht, Barbara sah beschämt zu Boden und schwieg. „Ich will hier kein Gelaber, wir sind keine Sozialfuzzis für Verbrecher, ok? Aber wenn ihr was Sinnvolles vorschlagen wollt höre ich es mir gerne an.“ Tim machte eine kurze Pause. „Kommt natürlich auf den Ton an“ fügte er grinsend hinzu. Barbara räusperte sich. Dann sagte sie: „Tim, entschuldige bitte das ich so ausfallend wurde. Mir ist das einfach sehr wichtig. Die Strafe habe ich verdient aber bitte denke über die Sache nach.“ Er nickte, „Ja tue ich und mach ruhig ein paar Vorschläge. Wir reden dann darüber.“ Sie besprachen noch ein paar andere Dinge, dann war die Besprechung zu Ende. Tim und Barbara gingen gemeinsam die Treppe hinunter.

„So, dann stell dich mal hier hin“. Tim zeigte auf einen Platz mitten im Raum. Barbara seufzte und raffte ihre Röcke. Ihr entblößter Po war nun gut zu sehen. „Du bleibst hier so stehen bis ich dich hole. Wenn du die Röcke vorher runter lässt stehst du heute Nachmittag nackt hier. Verstanden?“ Sie nickte und presste die Lippen zusammen. Ein paar Neugierige hatten sie schon erspäht, es würde nicht lange dauern bis der Buschfunk alle informieren würde. Tim ging nach Hause, er war sicher das sich Barbara diese Lektion merken würde.

 

Sylvia fragte „Wo ift denn Barbara?“ Er wollte ihr nicht die gute Laune verderben und antwortete nur „Sie ist noch in der Verwaltung, ich hole sie nachher dort ab. Wie weit seid ihr mit den Arbeiten?“ Sternchen und sie waren gut vorangekommen, das Haus war sauber und sie hatten schon einen Teil der Wäsche erledigt. Tim lobte die beiden, dann ging er ins Büro und rief zuerst bei der Werkstatt an. Sie sagten ihm das sein Jaguar morgen dem TÜV vorgestellt würde. Tim hoffte, dass der Wagen durch die Prüfung kam. Er bedankte sich und wählte Doreens Nummer. Sie war sofort am Telefon.

„Moin Doreen, hast du schon auf meinen Anruf gewartet?“ Tim war verblüfft sie so schnell am Apparat zu haben. Sie lachte, „Nein, ich habe grade Getränke geordert. Hast du dich etwas erholt?“ „Ja danke, ich bin wieder fit wie ein Turnschuh. Wie geht es denn unserem Gast?“ Doreen sagte ihm das Katharina im Moment schlief, durch das ständig brennende Licht war offenbar ihr Biorhythmus gestört. Tim begrüßte das. Sie würde bald geweckt werden, dann eine Reinigung bekommen und die Gelegenheit sich zu erleichtern. Wenn sie nicht rebelliert auch zu Essen und zu Trinken. Doreen fragte dann: „Wann wollen wir wegen ihr zusammensitzen?“ „Morgen Nachmittag. Du, das ist vielleicht bisschen schräg aber für eine Gerichtsverhandlung braucht es einen Verteidiger oder eine Verteidigerin. Ich wollt dich fragen ob du das machen willst?“ Doreen schluckte hörbar. „Ungern, ich weiß ja das du da einen Prozess veranstalten willst aber ehrlich gesagt ich weiß nicht ob ich die Richtige bin. Allerdings wüsste ich auch sonst niemanden.“ „Doreen, wenn ich sie einfach nur über den Jordan schicken wollte hätte ich mir das alles einfacher machen können. Ich will einen Prozess und ich will das sie klar sieht was für einen Sch… sie gebaut hat.“ Doreen überlegte, dann sagte sie: „OK, ich mach es. Aber ungern und nur dir zu Liebe.“ Tim bedankte sich. Dann sagte er: „Also dann um drei bei dir. Sieh zu das sie einigermaßen normal aussieht und wenn du willst lass deine Frauen mit dabei sein. Kann für die ja ganz lehrreich sein.“ Doreen lachte: „Ja euer Ehren, dann ist die Verhandlung also öffentlich?“ Tim musste nun auch lachen, „Euer Ehren will das so. Dann hat sie Publikum, das fand sie ja immer toll. OK du, dann bis Morgen, ich freu mich drauf und grüß Vier von mir.“ „Ja, ich freue mich auch. Den Gruß richte ich gerne aus, Vier wird sich freuen.“ Sie legte auf, Tim telefonierte kurz mit Harald. Inzwischen waren die Laborwerte der Frauen eingetroffen, es war alles in Ordnung. Am Ende des Telefonats fragte er: „Sag mal, kennst du dich mit Chips aus? Also nicht die zum Essen, mehr so die für Hunde.“ „Nö, bin ich ein Hund? Was willst denn wissen?“ Harald war verblüfft. „Erstmal nur ob man die auch Menschen einpflanzen kann.“ Harald überlegte kurz. „Klar kann man, wir sind alle Säugetiere. Aber jetzt sag mal was du vorhast.“ Tim wich der Frage aus. Es war noch zu früh und er würde Harald informieren sobald es spruchreif ist. Harald hakte nicht nach, er gab sich mit der Auskunft zufrieden.

Vor dem nächsten Telefonat gönnte Tim sich eine Zigarette. Er wusste, dass dies Gespräch nicht ganz einfach werden würde, hoffte aber auf Erfolg. Zu sich selbst sagte er: „Ran an den Speck“ als er den Hörer abnahm und wählte. Margot meldete sich nach dem dritten Klingeln. Tim wünschte ihr einen Guten Tag. Sie freute sich sehr ihn zu hören. Er fragte ob sie sich inzwischen gut eingelebt hatte, sie schilderte ihm begeistert die Vorzüge des Appartements und auch der Umgegend. Er erfuhr, dass sie bereits ein paar nette Leute kennengelernt hatte. Dann sagte Tim: „Margot, ich habe eine sehr große Bitte an dich. Bevor ich dir sage worum es geht eins vorneweg: Ich verstehe, wenn du nein sagst und ich bin nicht sauer. OK?“ Margot merkte das es Tim schwer fiel diese Bitte zu äußern. Sie bat ihn fort zu fahren und fügte hinzu: „Wenn ich ihnen helfen kann dann tue ich es gerne Herr Tim.“ „Danke Margot das weiß ich, aber es wird für dich schwer. Pass auf, es geht um folgendes: „Wir haben Katharina erwischt und ich will so eine Art Prozess veranstalten. Dazu brauche ich dich als Zeugin.“ Margot schwieg für ein oder zwei Minuten. Dann räusperte sie sich. „Eigentlich wollte ich Katharina nie wiedersehen aber wenn sie es wünschen werde ich dabei sein.“ Tim dankte ihr herzlich. Sie verabredeten das Margot um halb drei abgeholt wird. Tim wünschte ihr noch einen schönen Tag und fügte hinzu: „Hab keine Angst, die tut dir nie wieder etwas an. Dafür sorge ich.“ Margot sagte leise „danke“, dann legte sie auf.

 

Sternchen klopfte an die Tür. Tim sah auf. Sie kam herein und fragte: „Weißt du wann Barbara wieder hier ist? Es ist schon Zeit zum Essen und Sylvia wollte wissen was sie kochen soll.“ „Du, ich hol Barbara gleich und ich denk irgendwas Einfaches wär ideal. Schnitzel oder so. Ich geh mal zu ihr.“ Tim stand auf und ging zu Sylvia die grade dabei war einen Knopf anzunähen. „Hallo süße, ich wollt wegen dem Essen mit dir reden. Irgendwas Schnelles das keinen Stress macht wär glaub ich das Beste.“ Sylvia dachte kurz nach. „Wir haben noch Fischftäbchen und dafu dann selbftgemachten Kartoffelfalat. Auch mit grünem Falat und Remoulade hab ich auch“. Tim nickte, das klang sehr gut und lecker. „OK, dann fang mit dem Salat an, ich geh mal Barbara suchen“. Sylvias Augen leuchteten vor Freude. Tim dachte „da werd ich wohl nicht groß suchen müssen“, er behielt dies allerdings für sich. Zügig ging er zur Verwaltung. Barbara stand an Ort und Stelle. Sie hielt den Kopf grade und hatte die Röcke gerafft so dass alle ihren gestriemten Po sehen konnten.

Sobald Tim vor ihr stand knickste sie tief. Tim half ihr auf und nahm den Zettel ab. Dann sagte er: „So, nun ist genug. Lass die Röcke runter und komm mit. Sylvia hat Sehnsucht nach dir.“ Sie bedankte sich, ordnete ihre Röcke und folgte ihm nach Hause. Sylvia war in der Küche. Barbara ging sofort zu ihr und nahm sie in den Arm. „Wo farft du denn fo lange?“ Sylvia klang ehrlich besorgt. Barbara erzählte ihr was passiert war. Sylvia legte ihre Arme um Barbara und drückte sie. „Daf tut mir leid. Tut ef doll weh?“ „Nee, lässt sich aushalten und ich bin ja selber schuld. Du, der Kartoffelsalat sieht lecker aus“. Barbara versuchte erfolgreich das Thema zu wechseln. „Ift mit Paprika und Gurke, allef felbft fertig gemacht“. Wie immer, wenn es ums Kochen ging klang Sylvias Stimme sehr enthusiastisch. „Vielleicht magft du den Tif decken, ich brat die Fifftäbchen gleich an.“ Barbara löste sich aus Sylvias Umarmung und deckte den Tisch. Sie stellte alles auf den niedrigen Tisch und rückte für Tim einen Stuhl heran. Als er dies sah meinte er das auch er auf dem Boden sitzen würde. Sie sah ihn verwundert an. „Mir ist da grad nach und ICH kann es mir aussuchen. Barbara nickte, ja er konnte wählen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wollte Sylvia noch ein paar Sachen im Laden besorgen. Sie fragte Barbara um Erlaubnis. Barbara erlaubte es ihr gerne sagte aber, dass sie noch ein paar Sachen im Büro erledigen müsste. Sternchen bot sich an Sylvia zu führen. Während Sternchen sich ankleidete zog Barbara Sylvia um. Sylvia trug nun einen wadenlangen beigen Rock, darunter einen weiten Petticoat und dicke weiße Strümpfe. Dazu passend weiße halbhohe Pumps mit 6 Zentimeter hohen Absätzen. Zu dem Rock trug sie eine marineblaue schlichte Bluse. Barbara schloss ihr die Hände auf dem Rücken zusammen und zog ihr ein dunkelblaues Cape über. Sie hoffte, dass die bestellten Capes bald kämen, eine helle Farbe wäre sicherlich für Sylvia besser. „So, nun noch die Leine und dann bist du fertig.“ Barbara küsste Sylvia auf die Nase. Sylvia zog eine krause Stirn. „Süße, nun kuck nicht so maulig.“ Sylvias Stirn glättete sich wieder. Sie schmiegte sich an Barbara und sagte: „Ich hab dich ganf doll lieb.“ Barbara umarmte sie, „Ja ich dich auch meine kleine Puppe. Also sei brav und komm bald wieder.“ Sylvia versprach es. Sie gingen wieder hinunter. Sternchen wartete bereits auf sie. Auch sie trug ein dunkelblaues Cape. Sie hatte die Arme durch die Schlitze des Capes gesteckt. Barbara gab ihr die Leine und wünschte beiden viel Spaß.

Sie schlenderten langsam zum Laden. Sternchen nickte einer Wache freundlich zu, Sylvia blieb stehen und knickste. Die Wache wünschte ihnen einen guten Tag. Sie betraten den Laden, es waren nur wenige Kunden dort. Sylvia sagte Sternchen was sie brauchten, Sternchen packte es in den Wagen. An der Theke mit Frischkäse und Fleisch mussten sie einen Augenblick warten. Eine Sklavin stellte sich neben sie und berührte Sternchen leicht am Arm. Sternchen drehte sich zu ihr um. Die Sklavin streckte ihre Hände aus dem Cape, sie trug Fesselhandschuhe. Dann sagte sie: „Kannst du mir bitte helfen, ich kriege so“, sie bewegte die Hände auf und ab, „die Sachen nicht aus dem Regal.“ Sternchen lachte und sagte: „Sylvia hat dasselbe Problem, klar helfe ich dir. Wir warten nur noch auf den Käse und die Wurst.“ Die Sklavin nickte und blieb neben ihnen stehen. Nachdem Sylvia alles geordert hatte bestellte auch sie. Die Bedienung machte zwei Tüten fertig und gab sie Sternchen. „Brauchst du sonst noch was?“ Es waren nur wenige Artikel, Sternchen und Sylvia hatten sie schnell zusammen. Dann gingen sie gemeinsam zur Kasse. Sternchen half erst der Sklavin sich zu legitimieren, dann packte sie ihr die Sachen in eine Tüte. Danach zeigte sie ihre Nummer. Bei sich dache sie „irgendwie nervig, aber vielleicht fällt Tim da noch etwas Besseres ein.“ Sie gingen wieder nach Hause, Barbara half ihnen beim Auskleiden. Sylvia begann mit einer Näharbeit, Sternchen vertiefte sich in ein Buch.

 

Sie aßen früh zu Abend, Sylvia hatte eine kalte Platte gemacht. Dazu gab es eine warme Gemüsesuppe mit Toastbrot. Obwohl alles von ihr mit viel Liebe dekoriert war hatte niemand rechten Appetit. Besorgt fragte sie: „Fmeckt ef euf nift? Ich mach gern waf anderef.“ Barbara streichelte sie und sagte. „Süße, es schmeckt wirklich gut aber ich glaube uns allen ist ein bisschen mulmig wegen Morgen.“ Sylvia nickte, auch ihr stand der morgige Termin schwer bevor. Tim sah auf, er sah die drei lange an. Dann sagte er: „Leute, wir bringen das zu Ende. Jetzt haben wir Katharina und jetzt wird da alles auf den Tisch gebracht. Danach ist uns wohler, wetten?“ Barbara erwiderte seinen ernsten Blick. Sie räusperte sich und sah ihn durchdringend an. „Sag mal Tim, kann das sein das das Urteil schon feststeht? Ich will dich nicht anpampen aber so irgendwie ist das doch ein Showprozess, oder?“ „Naja, auf eine Art schon aber mir ist wichtig das da mal alles erwähnt wird. Wenn das nur darum gegangen wäre Katharina eins auf den Rüssel zu geben hätte ich mir den ganzen Riss sparen können.“ Er machte eine kleine Pause. „Außerdem werde ich nur die Verhandlung leiten, das Urteil sprechen Doreens Frauen.“ Barbara sah ihn erstaunt an, auch Sternchen und Sylvia hörten aufmerksam zu. „Ehrlich, die werden entscheiden wie es weitergeht. Ich halt meinen da raus.“ Tim prostete ihnen zu, für ihn war das Thema beendet.

 

Nach dem Essen trennten sich die vier. Tim und Sternchen wollten noch einen Film sehen, Barbara und Sylvia gingen nach oben. Barbara schloss die Gittertür, dann fragte sie Sylvia: „Sag mal, was hältst du von einem schönen Schaumbad?“ Sylvia nickte begeistert. Barbara ließ sogleich warmes Wasser in die Wanne, gab einen Badezusatz dazu und rührte etwas damit es schön schäumte. Sie zog Sylvia und sich aus während das Wasser einlief. Schnell lief sie dann noch in die Küche, holte eine Schokolade, Saft und zwei Gläser. Die beiden setzten sich in die Wanne und ließen es sich gut gehen.

Sylvia rekelte sich wohlig. Barbara lächelte sie an, nahm ein Stück Schokolade und gab es Sylvia. Sylvia lächelte zurück. Beide dachten an das erste Mal an dem sie gemeinsam Schokolade aßen. Nach einem Weilchen sagte Sylvia: „Du, so wegen morgen, also ich meine das wird hoffentlich nicht so schlimm alles.“ Barbara strich ihr über die nassen Haare. „Süße, das wird bestimmt nicht ganz einfach aber schlimm wird es bestimmt nicht. Naja, vielleicht für Katharina aber nicht für uns. So, nun Themenwechsel.“ Sie hob Sylvias Kinn etwas an. „Meine Puppe muss zum Friseur. Du siehst schon richtig fransig aus.“ Sylvia sah Barbara prüfend an. „Du aber auch.“ Sie lachten beide. Ja, auch Barbaras Haar war etwas außer Form. Barbara sah Sylvia versonnen an. „Was denkst du jetzt?“ Sylvia merkte das Barbara über etwas grübelte. „Du, ich denke grade wie du mit gradem Pony aussehen würdest.“ „Also so den hatte ich mal als ich noch in der Schule war. Ich zeig dir nachher ein Bild.“ Barbara erinnerte sich an das Bild, es zeigte Sylvia und ihre Mutter. Eine jüngere Sylvia die mit der Ponyfrisur noch kindlich wirkte. Sie sah versonnen auf Sylvia, je mehr sie darüber nachdachte desto besser gefiel ihr die Idee.

Nach dem Bad trocknete Barbara Sylvia gründlich ab. Danach rieb sie sich schnell trocken. „So, jetzt ab ins Bett mit uns, morgen wird ein langer Tag.“ Sylvia nickte. Hand in Hand gingen sie ins Schlafzimmer und legten sich zu Bett. Sie kuschelten sich eng aneinander, hielten sich umfangen und schliefen so ein.

 

 

Der Prozess

 

 

Tim hatte eine unruhige Nacht. Ihn plagten Alpträume, er sah seine Eltern vor sich, sah Katharina und anderes. Am frühen Morgen erwachte er, ging ins Bad und kleidete sich an. Man sah ihm die schlechte Nacht an, er wirkte müde und angegriffen. Sternchen schlief noch, sie lächelte im Schlaf. Tim sah es mit Freude, er ordnete ihre Decke und ging leise hinaus. Ein starker Kaffee und eine Zigarette halfen ihm restlos wach zu werden. „Denn man ran“ dachte er bei sich. Er öffnete die Gittertür und deckte den Frühstückstisch. Sylvia kam noch vor Barbara herunter. Auch sie sah blass aus.

„Guten Morgen Tim, haft du gut geflafen?“ Sie umarmte ihn flüchtig und nahm sich einen Kaffee. „Danke für den Kaffee, ift lieb von dir.“ „Guten Morgen Sylvia, ich glaube wir hatten beide eine schlechte Nacht. Keine Ursache, ich war schon früh wach.“ Sie nickte „Ja, mir graut vor heute, alfo fo das mit Katharina.“ Er nahm sie in den Arm und hielt sie fest. „Süße, da müssen wir durch. Anders geht’s nicht und mein Vater würde es bestimmt auch so wollen.“ Sylvia nickte erneut, ja der gnädige Herr wäre bestimmt einverstanden.

 

Barbara und Sternchen waren nun auch in der Küche. Barbara bedankte sich bei Tim für den gedeckten Tisch, Sternchen begann alles Nötige aufzudecken. Sie hatten alle keinen großen Appetit und aßen schweigend. Tim beendete das Schweigen. „Hört mal, für heute Vormittag liegt ja nicht viel an. Also macht es euch so nett wie möglich. Wir fahren so gegen 1 hier ab, wäre gut wenn wir dann vorher was gegessen haben“. Sylvia schlug Pilzomelette vor, alle waren einverstanden. Barbara wollte über den Vormittag die Mails durchsehen, es hatten sich schon einige der Leibeigenen mit Wünschen gemeldet. Sternchen und Sylvia begannen die normalen Tagesarbeiten, Tim beschloss sich auf der Anlage umzusehen.

Bevor er aus dem Haus ging rief er bei Margot an. Sie redeten kurz über den Nachmittag, Tim bat sie einen schwarzen Rock und eine weiße Bluse anzuziehen. Sie kam diesem Wunsch gerne nach und fragte ihn ob er noch weitere Anordnungen treffen wolle. Er sagte ihr, dass er ihr nichts befehlen wolle da sie ja frei sei aber er würde es sehr begrüßen, wenn sie für sich einen Knebel und Handschellen akzeptieren würde. Sie erwiderte, dass sie dies gerne tun wird, dann fügte sie leise hinzu „frei sein ist für mich immer noch ungewohnt aber ich lerne es jeden Tag.“ Tim hörte den traurigen Klang in ihrer Stimme. Etwas unbedacht sagte er: „Margot, wenn der ganze Kram durch ist reden wir nochmal darüber. Ich bin jedenfalls heilfroh das du so gut untergebracht bist.“ Sie dankte ihm und verabschiedete sich. Danach sprach er kurz mit Doreen, sie versprach, dass alles pünktlich fertig sein würde. Er erfuhr das Katharina keine Anstalten machte zu rebellieren. Entweder sie hatte aufgegeben oder sie wartete auf eine gute Gelegenheit, momentan war sie friedlich. Nach den Telefonaten ging Tim hinaus

.

Er ging direkt zum Strand, setzte sich auf eine Bank und rauchte. Außer ihm war niemand dort, er genoss die frische Seeluft und den Blick über das Wasser. Nach einiger Zeit wurde ihm kalt, er schlenderte langsam durch die Anlage. „Mein Reich“, dachte er und freute sich daran. Es war noch wenig Betrieb, er begegnete nur fünf Leibeigenen und einem Trupp Arbeiter. Alle grüßten ihn respektvoll, er freute sich und grüßte zurück.

Simone öffnete die Boutique als er vorbeikam. Sie knickste tief vor ihm und machte ihm ein Zeichen, das er hereinkommen solle. Er folgte ihr in den Laden. Sie schaltete das Licht an und startete den Computer. Tim half ihr galant aus dem Cape, sie knickste. Nun sah Tim auch warum sie nichts sagte. Sie trug eine Latexmaske die nur ihre Augen frei ließ. Offensichtlich war sie unter der Maske geknebelt. „Na mal wieder frech gewesen?“ fragte Tim sie breit grinsend. Sie senkte kurz den Kopf und nickte. „Wolltest du mir etwas zeigen, Simone?“ Sie nickte und ging nach hinten. Kurz darauf kam sie mit den bestellten Capes zurück. „Für wen sind die denn?“ Sie schrieb Sylvia und Barbara auf einen Zettel und deutete auf die Capes. Tim nahm die Sachen an sich und bezahlte mit seiner Unterschrift. „Sag mal, kannst du jetzt gar nicht reden, oder wie?“ Simone rollte mit den Augen und gab ein Grunzen von sich. Tim murmelte „nicht schlecht, ich hab da eine Idee“. Sie knickste und sah im nach. Welche Idee er hatte wusste sie nicht. Tim ging mit den Capes nach Hause. Er zeigte sie den beiden Frauen. „Dann können wir die doch heute anfiehen?“ Sylvia sah Tim bittend an. „Ja könnt ihr“, Sylvias Freude war ansteckend, auch Tims Laune besserte sich.

 

Sie aßen früh zu Mittag, danach kleideten sich die Frauen wie Tim es anordnete. Barbara kämmte Sylvias Haar, dann zog sie ihr schwarze Pumps mit 10 Zentimeter Absatz an. Sie hatte zuvor die Spangen entfernt und zwei weiße Knebel bereitgelegt. Sylvia sah auf die Knebel und fragte „Sollen wir die dann haben?“ „Ja süße, Tim will es so.“ Sylvia nickte und hob die Arme damit Barbara ihr das weiße Vollkorsett leichter anlegen kann. „Aua, nicht so doll“, Sylvia sah Barbara maulig an. „Sei kein Frosch, ist ja nur für heute. Also ruhig sein sonst gibt’s auf den Po.“ Sylvia schwieg nun und ließ sich schnüren. Nachdem sie fest geschnürt war half sie Barbara die kurz darauf ebenso wie Sylvia fest geschnürt war. „So, nun noch die Seiten und dann ist gut“. Barbara zog kräftig an der Seitenschnürung. „Alles bloß wegen der“, Sylvia sah Barbara gequält an. Barbara schlug ihr leicht auf den Po. „Nö, nicht wegen der sondern weil Tim es will. Nun hör auf zu maulen sonst kriegst du den Knebel gleich.“ Sylvia verstand die Warnung und schwieg wieder. Barbara zog ihr eine weiße Rüschenbluse mit Rückenschluss an, danach kniete sie vor Sylvia und streifte den sehr engen Rock von unten über sie. Sie trugen keine Fußketten, die Röcke hielten ihre Beine dicht zusammen. Die Oberschenkel wurden durch die Röcke aneinandergepresst, lediglich die Unterschenkel konnten etwas bewegt werden. Barbara sagte Tim Bescheid nachdem sie fertig angezogen waren. Er kam zu ihnen, legte ihnen weiße Fesselhandschuhe an und trug sie die Treppe hinunter. Sternchen stand schon im Wohnzimmer. Bis auf das Korsett war sie ebenso wie Barbara und Sylvia gekleidet. Sie winkte ihnen mit den Fesselhandschuhen zu und meinte: „Zumindest müssen wir nichts tun.“ Tim sah sie strafend an, ihm war nicht nach Frotzeleien.

 

Er trug die Frauen eine nach der anderen zum Auto. Sylvia und Barbara saßen hinten, Sternchen vorne. Tim hatte die Knebel in seiner Jackentasche verstaut. Er trug bereits ein weißes Hemd und eine schwarze Anzughose, sein Jackett hing über einem Bügel im Fond. Bis zum Club wollte er nicht auf seine geliebte Lederjacke verzichten, er würde das Jackett dort anziehen. Sie holten Margot ab die ebenfalls einen langen schwarzen Rock und eine weiße Bluse trug. Sie setzte sich gegenüber Sylvia auf einen der Reservesitze. Ihr Gesicht verriet ihre Anspannung. Barbara beugte sich soweit es ging vor und tröstete sie: „Wird schon nicht so schlimm. Ehrlich ich denke es ist gut dass wir alle nun über Katharina zu Gericht sitzen, das ist irgendwie fair“. Margot nickte „Ja stimmt aber ich will sie ehrlich gesagt nicht wiedersehen. Das“, sie zeigte auf ihr Bein, „verzeihe ich ihr nie“. Barbara sagte nichts mehr, sie strich tröstend über Margots Bein. Margot lächelte sie an, sie verstand die Geste. Zu Tim sagte Margot: „Herr Tim, ich habe einen Knebel für mich in der Handtasche. Auch Handschellen“. Tim dankte ihr dafür.

 

Der Prozess beginnt

 

Tim half Barbara, Sylvia und Sternchen aus dem Wagen. Sie trippelten mit winzigen Schritten die wenigen Meter zum hinteren Eingang des Clubs. Doreen öffnete ihnen die Tür. Die drei knicksten ebenso wie Margot. Tim legte den vier Frauen die Knebel an, Doreen ging voraus in den großen Raum. Im Raum war alles für den Prozess vorbereitet. An einer Wand standen Stühle für Doreens Frauen, in der Mitte war ein Käfig aufgestellt, ihm gegenüberstand ein langer Tisch mit vier Stühlen. Hier würden Tim, Doreen, Barbara und Sylvia Platz nehmen. Für Margot war ein Stuhl zwischen der Stuhlreihe für die Frau und dem Tisch bereitgestellt. Doreens Frauen standen im Raum. Auch sie waren bereits geknebelt und ebenso wie die drei gekleidet. Es war sehr still im Raum. Die Frauen begrüßten sich mit einer Umarmung. Tim sagte: „Dann holen wir sie mal aus dem Keller.“ Doreen und er gingen nach unten.

 

Katharina wartete in ihrer Zelle. Sie durfte heute duschen und man gab ihr ein gutes Frühstück. Danach legte Doreen ihr einen Keuschheitsgürtel und ein Metallhalsband an. „Du weißt ja wie das funktioniert, also mach keine Zicken“. Doreen hielt eine Fernbedienung in der Hand. Sie drückte auf einen Knopf und ein schmerzhafter Stromstoß aus dem Gürtel ließ Katharina zusammenzucken. Danach drückte sie einen anderen Knopf, das Halsband verengte sich. Katharina griff sich instinktiv an den Hals. „Pfoten weg, das nützt nichts.“ Katharina ließ die Hand sinken. Sie war mit der Funktion von Halsband und Gürtel vertraut, oft genug hatte sie damit Margot und Barbara gepeinigt. Sie seufzte und stand still. „So, schon besser. Du sprichst nur wenn du gefragt wirst. Wenn du dich nicht benimmst wird es sehr unangenehm für dich. Verstanden?“ Katharina nickte, sie hatte verstanden. Doreen drückte kurz auf die Fernbedienung. Katharina schrie auf. „Sag gefälligst „ja ich habe verstanden“ herrschte sie Katharina an. „Ja ich habe verstanden“, Katharina sagte es klar und deutlich. Doreen nickte zufrieden. Sie befahl Katharina sich wieder auf die Matratze zu legen und kettete sie an. Nicht ahnend was geschehen würde lag Katharina da.

 

Doreen öffnete die Tür. Sie löste die Ketten die Katharina auf dem Boden hielten und legte ihr enge Hand und Fußfesseln an. „Steh auf und komm mit“, mit diesen Worten zeigte sie zur Tür. Katharina erhob sich unbeholfen und ging langsam zur Tür. Sie sah Tim vor sich stehen und zuckte zurück. Tim sah grinsend ihren kahl geschorenen Schädel an. „Schicke Frisur, steht dir!“ Katharina wollte einen Schritt auf ihn zu machen, sie hob die geketteten Hände. Ein Stromstoß streckte sie nieder. „Noch einmal und du kriechst nach oben, ist das klar?“ Doreen zischte ihr die Worte entgegen. „Was habt ihr mit mir vor?“ Katharina sah Tim und Doreen an. Tim sah zu ihr herunter. „Das wirst du gleich merken. Also ab nach oben sonst helfe ich nach!“ Katharina fügte sich. Mit Doreens Hilfe erklomm sie die Treppe. Sie sah sich kurz im Raum um, sah die Frauen und wusste sich keinen Reim darauf zu machen. Tim öffnete den Käfig, sie kroch hinein.

 

Tim bat alle Platz zu nehmen. Doreens Frauen setzten sich auf die Stühle, Eins saß auf dem Stuhl der Margots Platz am nächsten war. Margot setzte sich auf ihren Stuhl zwischen der Reihe der Frauen und dem Tisch. Doreens Platz war links neben Tim, zu seiner rechten saß Barbara, neben ihr Sylvia. Tim legte einen Aktenordner vor sich und die Fernbedienung daneben. Zu Katharina sagte er: „Knie dich hin.“ Sie gehorchte sofort.

 

Nachdem sich alle gesetzt hatten sah Tim einmal in die Runde. Dann sagte er:

 

„Wir sind hier heute zusammengekommen, um über Katharina zu richten. Ich erklär mal kurz die Formalien. Ihr seid geknebelt, weil ich hier keinen quasselnden Hühnerhaufen will. Wenn ihr was sagen wollt hebt die Hand. Margot wird euch dann, sobald ich das OK gebe, von Knebel befreien. Katharine, für dich gilt im Prinzip dasselbe. Du hebst die Hand und darfst etwas sagen. Wenn du gefragt wirst antwortest du. Wenn du dich schlecht benimmst rufe ich dich zur Ordnung“. Er hob kurz die Fernbedienung. Irgendwelche Fragen dazu? Es gab keine Fragen, Tim fuhr fort:

„Ich habe den Vorsitz und vertrete die Anklage. Doreen übernimmt die Verteidigung. Wir schneiden den Prozess mit“, er zeigte auf ein Mikrophon, das auf dem Tisch stand. „Barbara wird das dann abtippen, wenn wir wieder zu Hause sind.“ Katharina sagte laut und vernehmlich: „Das ist doch ein albernes Affentheater hier. Da kann ich mir das Urteil schon vorstellen.“ Tim drückte auf die Fernbedienung. Sie schrie vor Schmerz auf. „Nochmal für dich: Erst fragen dann reden. Wenn du das hier albern findest ist das ok. Mal sehen ob du es nachher immer noch so siehst. Der Gürtel hat noch reichlich Saft und ich drücke da sehr gerne nochmal drauf.“ Sie sah ihn wütend an, kniete sich wieder hin und schwieg.

 

Erster Anklagepunkt:

 

Tim kam nun zum ersten Punkt. Er las laut vor: „Die Angeklagte wird beschuldigt unter falschen Namen gereist zu sein und in Santiago de Chile unter diesem Namen gelebt zu haben.

Er fragte Katharina ob sie dazu etwas sagen möchte. Sie nickte und sagte: „Ja, das gebe ich zu. Und wenn schon, du warst hinter mir her. Da konnte ich ja schlecht als Katharina von Traunstein dort leben.“ Tim stellte fest das sie den Vorwurf nicht bestritt. Doreen nickte dazu.

 

Zweiter Anklagepunkt:

 

„Die Angeklagte wird beschuldigt in Santiago de Chile mit Drogen gehandelt zu haben und über dies ihr eigenes Ableben vorgetäuscht zu haben. Zu diesem Zweck besorgte sie sich einen weiblichen Leichnam. Ob und in wie weit sie am Ableben dieser Person beteiligt war ist nicht Gegenstand dieser Verhandlung.“ Nachdem Tim dies verlesen hatte gab er Katharina die Möglichkeit dazu Stellung zu nehmen.

Sie sagte: „Den Drogenhandel könnt ihr mir nicht beweisen. Da hat mir wer was untergejubelt. Irgendwie musste ich mich ja dann verabschieden. Ich vermute mal du hast mir da eine ganz miese Falle gestellt.“ Den letzten Satz zischte sie Tim entgegen. „Das tut nichts zur Sache Schwesterchen, Fakt ist, das die Polizei dort dich sucht.“ Er bat Margot Katharina und den Frauen den Haftbefehl zu zeigen. Sie ging damit umher, alle konnten ihn sehen. Er trug den Vermerk „muerte“, somit war er für die chilenische Polizei hinfällig. Doreen fragte Katharina ob sie beeiden würde das sie nichts mit der toten Frau und den Drogen zu tun hat. Katharina bejahte dies. Tim sah sie an und meinte dann: „OK, da kommen wir am Ende drauf zurück“.

 

Dritter Anklagepunkt:

 

„Die Angeklagte wird beschuldigt in betrügerischer Absicht widerholt Wechsel ausgestellt zu haben. Dies sowohl unter ihrer echten Identität als auch unter Aliasnamen.“ Katharina gab auch dies zu. Sie fügte hinzu: „Was hätte ich denn machen sollen, wenn die Alten mir den Geldhahn abdrehen? Auf den Strich gehen?!“ Tim drückte kurz auf den Knopf. „Mäßige bitte deinen Ton sonst mach ich das Halsband enger. Außerdem sind unsere Eltern für dich nicht „die Alten“ ist das klar?“ Katharina nickte, sie verstand die Warnung. „Hey, ich hatte so gut wie kein Geld und ich musste leben.“ Tim hielt ihr entgegen dass sie eine großzügige Apanage für ihren Lebensunterhalt bekam und überdies meist nicht alleine lebte. Doreen warf ein das die Liebschaften nicht Gegenstand der Verhandlung seien. Tim nickte, es war ihm ohnehin nicht wichtig. Doreen fragte was Katharina mit dem Geld gemacht hatte. Sie gab an es zum Leben und für Glücksspiele verbraucht zu haben. „Die Wechsel wurden von unseren Eltern und nachfolgend von mir goutiert. Du schuldest mir eine schöne Stange Geld. Das gehört aber nur mittelbar hierher.“ Katharina knurrte: „Du kannst mich mal!“ Tim beschloss dies zu überhören.

 

Vierter Anklagepunkt:

 

Tim räusperte sich. „Die Angeklagte wird beschuldigt widerholt die hier anwesende Barbara gedemütigt und gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen auch mit dritten gezwungen zu haben.“ Er bat Margot Barbaras Knebel zu entfernen. Barbara schwieg einen Moment, dann schilderte sie:

„Ich war als Dienstmädchen, Sekretärin und Fahrerin bei den gnädigen Herrschaften. Damals war auch Margot da, wir haben zusammen den Haushalt gemacht. Wenn die Herrschaften weg waren hat Katharina mich oft zu sich gerufen. Ich musste sie lecken und manchmal hat sie auch nur so aus Spaß meinen Gürtel aktiviert bis ich kam. Wenn sie Besuch hatte musste ich die auch bedienen, wenn ich mich weigerte hat sie den Strom angeschaltet.“ Tim fragte ob sie damit Elektroschocks aus den Gürteln meinte. Barbara bejahte dies. Sie schluckte und fuhr fort: „Einmal hat sie mich gezwungen nachdem ich ein Glas umgestoßen habe den Saft aufzulecken. Es waren noch Scherben dabei. Ich hatte Glück, es passierte nichts. Sie hat mich auch als wir allein waren, ich meine ohne die Herrschaften, mit in den Garten genommen und mich mit den Hunden eingesperrt.“ Die letzten Worte waren kaum noch zu hören, Sylvia schnaubte in ihren Knebel und legte Barbara eine Hand auf den Arm. Tim beschloss nicht weiter in Barbara zu dringen. Er gab Doreen das Wort. „Barbara, hast du protestiert?“ „Ja habe ich Mistress Doreen aber dann hat sie nur gelacht und das Halsband enger gemacht. Einmal wurde ich davon bewusstlos. Außerdem schaltete sie dann den Gürtel ein.“ Doreen nickte. Tim fragte ob Katharina sich äußern wollte. Sie sagte dann lakonisch: „Hey, eine Sklavin ist zum Benutzen da. Klar habe ich Druck gemacht, wenn sie bockig wurde. Das ist ja wohl normal, oder?“ Barbara sah ihr direkt in die Augen. Sie wollte etwas entgegnen, ließ es dann aber bleiben. Tim bat Margot Barbara wieder zu knebeln.

 

Fünfter Anklagepunkt:

 

„Die Angeklagte wird beschuldigt bewusst und vorsätzlich die hier anwesende Margot schwer verletzt zu haben. Konkret wird ihr zur Last gelegt Margot mittels eines Stoßes zu Fall gebracht zu haben. Bei diesem Fall fiel Margot die Treppe der Villa hinunter. Als Folge des Sturzes ist ihr rechtes Bein versteift.“ Tim bat Margot die Ereignisse an besagtem Tag zu schildern.

Margots Knebel wurde von Doreen entfernt, dann begann sie mit leiser Stimme zu berichten: „Ich habe sauber gemacht und oben gesaugt. Katharina und die Herrschaften hatten einen Krach unten. Katharina kam die Treppe hinaufgelaufen und rannte mich fast um. Sie blieb stehen und sagte etwas wie „aus dem Weg du blöde Kuh“. Ich entschuldigte mich bei ihr obwohl ich nicht im Weg war. Die Treppe ist ja sehr breit. Sie sah mich wütend an, grinste und packte mich an den Schultern. Bevor ich wusste wie mir geschah stieß sie mich die Treppe hinunter. Ich höre noch heute wie sie mir „nächstes Mal gehst du zur Seite“ hinter mir herrief“. Margot traten die Tränen in die Augen. „Im Krankenhaus bin ich dann wieder aufgewacht. Die gnädige Frau war da, sie bat mich ihr und ihrem Mann zuliebe zu sagen das ich gestolpert bin. Das habe ich dann auch gemacht. Aber nicht für die“, sie zeigte auf Katharina, „sondern für die Herrschaften. Sie waren immer gut zu mir und ich wollte ihnen keinen Ärger machen. Das Bein ist seitdem steif, ich bin ein Krüppel.“ Margot fing nun hemmungslos an zu weinen. Doreen stand auf und tröstete sie. Als sie sich wieder beruhigt hatte fügte sie noch hinzu: „Das Bein tut oft weh und ich kann nicht mehr arbeiten. Ohne die Herrschaften wäre ich wohl bei der Fürsorge gelandet. Sie haben mich immer unterstützt, das werde ich ihnen nie vergessen.“ Tim dankte Margot für die Schilderung. Er hatte keine Fragen dazu, Doreen bat ums Wort.

„Margot, bist du sicher das Katharina dich die Treppe hinunterstoßen wollte? Kann es nicht sein das sie dich nur wegstoßen wollte?“ „Nein Mistress Doreen, sie hat mich ja gedreht bevor sie zustieß und sich auch. Das war Absicht.“ Doreen dankte ihr, sie hatte keine weiteren Fragen.

 

Tim gab das Wort an Katharina. Katharina sah Margot an und meinte dann: „Was kann ich dafür, wenn du so dusselig im Weg stehst? Ja, ich habe dich geschubst aber bestimmt nicht mit Absicht die Treppe heruntergeworfen. Sei doch froh drum, dann konntest du faulenzen und hattest reichlich Geld.“ Margot sprang auf und ging auf den Käfig zu. Doreen hielt sie und brachte sie auf ihren Platz zurück. Tim bat darum das Margot sich setzt und sagte zu Katharina: „Das ist echt dreist, ich bin sicher alle hier werden sich das gut merken.“ Katharina zuckte mit den Schultern. „Das Urteil steht doch sowieso fest, oder nicht?!“ Tim überging diese Bemerkung und fuhr fort:

 

Sechster Anklagepunkt:

 

Die Angeklagte wird beschuldigt vorsätzlich und heimtückisch den Tod der Eheleute von Traunstein herbeigeführt zu haben.

Er legte die von ihm zusammengetragenen Beweise vor, schilderte seine Recherche und auch die Ergebnisse. Am Ende sagte er: „Ich bin sicher sie war das und ich denke mal es war Rache.“ Katharina äußerte sich nicht zu dem Vorwurf, sie meinte nur: „Wer auch immer die Alten umgebracht hat tat mir einen Gefallen.“ Als Sylvia das hörte schnaubte sie wieder und hob den Arm. Tim erlaubte ihr zu sprechen, Margot nahm ihr den Knebel ab.

 

„Bitte also ich wollte nur sagen das die gnädigen Herrschaften sehr liebe Menschen waren und dass sie das nicht verdient hatten so tot gemacht zu werden. Auch das sind nicht „die Alten“ das ist fies so über sie zu reden.“ Sylvia war offenbar sehr erregt, sie verhaspelte sich und setzte neu an. „Auch ist was ich sagen wollte: Wenn man Eltern hat dann ist man lieb zu denen und nicht das man sie umbringt. Wenn also so meine noch leben würden ich würd die nie umbringen und ich bin sehr wütend weil wegen du“, sie sah zu Katharina, „das so gemacht hast. Wegen dir war das irgendwie wie, wenn ich zweimal meine Eltern, also so beinahe waren die gnädigen Herrschaften so wie Eltern mit mir, verloren habe und ich hab viel geweint und ich bin immer noch traurig und wütend auch.“ Sylvia setzte sich, Barbara nahm sie in den Arm. Bevor Margot ihr wieder den Knebel anlegte rief sie noch: „Du bist echt ein Miststück und am liebsten würde ich dich hauen!“ Tim fragte Doreen ob sie etwas sagen wollte. Doreen verneinte. Katharina schwieg ebenfalls.

 

Tim fragte ob sich noch jemand äußern wollte. Keine der Frauen meldete sich. „OK, dann ist die Beweisaufnahme beendet. Katharina, wir bringen dich jetzt wieder nach unten. Wir holen dich, wenn es nötig ist.“

 

Beratung

 

Nachdem Katharina von Doreen und Tim wieder in den Keller gebracht war ketteten sie sie fest und verschlossen die Tür. Tim folgte Doreen die Treppe hinauf, er setzte sich wieder an seinen Platz und sah die Frauen auf den Stühlen an.

„So, dass war die erste Runde. Habt ihr jetzt noch Fragen oder etwas anzumerken?“ Alle schüttelten den Kopf. „Also keine Fragen und Anmerkungen, dann kann es weiter gehen. Doreen und ich bitten euch über schuldig oder nicht schuldig abzustimmen. Wenn ihr Zweifel an Katharinas Schuld habt dann stimmt bitte für nicht schuldig“. Dir Frauen nickten, sie hatten verstanden. Tim rief die einzelnen Punkte auf. Er bat die Frauen jeweils durch Handzeichen zu zeigen ob sie Katharina für schuldig hielten. Sie wurde in allen Punkten für schuldig gesprochen.

Tim nahm dies zu Protokoll. Er machte eine Pause und sagte dann: „Dann legt bitte das Strafmaß fest. Es gibt die Option, dass wir Katharina den Behörden übergeben, dann sollen die sich um sie kümmern. Oder wir überlegen gemeinsam was mit ihr geschehen soll. Ich habe dazu einen Vorschlag.“ Alle sahen ihn gespannt an.

„Ehrlich gesagt will ich nicht dass sie nach ein paar Jahren aus dem Knast kommt und dann ist alles gut und nett. Sollte sie für den Mord an meinen Eltern schuldig gesprochen werden wird es zwar lange dauern bis sie raus kommt aber es kann ja sein das sie davon freigesprochen wird“. Alle nickten und sahen ihn gespannt an. „Da wird mir ehrlich schlecht, wenn ich denke das sie dann hier munter rumläuft und alles ist vergessen. Ich schlage vor wir übergeben sie dir“, er sah Doreen an, „mach mit ihr was du willst. Vielleicht wird sie ja ein neues Girl in deinem Haus oder eine Putze oder egal was. Nur ich will ihre Visage nicht mehr sehen, also sollte sie eine Maske bekommen. Kettenhaltung und wenn nötig auch strenge Strafe setze ich voraus. So, jetzt bist du dran.“ Doreen war etwas überrascht. Sie sah einen Augenblick auf die Frauen, dann fragte sie: „Was haltet ihr davon, brauchen wir eine Putze und Dienerin?“ Einige Frauen nickten, ein paar andere baten ums Wort.

 

Margot entfernte die Knebel. Es war Vier die als erstes sprach: „Mistress Doreen, wenn sie hier ist dann ist sie auch eine Gefahr für uns. Bitte, ich habe Angst dass sie uns etwas antut.“ Die anderen nickten, es war genau das was sie auch sagen wollten.“ Doreen nickte ebenfalls. „Keine Angst, mit dem Gürtel und dem Halsband wird sie sich nicht trauen und wir können sie jederzeit ausschalten. Außerdem wird sie in Ketten gelegt.“ Vier nickte, sie sah allerdings nicht sehr überzeugt aus. Eine andere fragte wo Katharina untergebracht werden soll. Doreen sagte das bis die Villa fertig umgebaut ist sie im Keller bleiben soll, danach wird man sehen. Barbara meldete sich zu Wort. Sie wies darauf hin dass es auch in der Villa eine Zelle gab, sie erinnerte sich noch sehr gut an die dort verbrachten Stunden. Die Bedenken der Frauen waren zwar nicht völlig ausgeräumt aber sie vertrauten Doreen.

Katharina wurde wieder in den Raum geführt und in den Käfig gesperrt.

 

Das Urteil

 

Katharina sah Tim an. Er räusperte sich und hielt ihrem Blick stand. „So, es gibt zwei Möglichkeiten für dich. Hör dir beide an und entscheide dann“. Katharina war nun hochkonzentriert.

 

„Entweder wir liefern dich den Behörden aus. Dann wirst du vielleicht an Chile ausgeliefert, vielleicht wegen dem Mord an unseren Eltern lebenslänglich weggesperrt und kriegst wegen der anderen Taten noch Nachschlag. In jedem Fall wird es hoffentlich lang und unangenehm für dich. Sei sicher die Presse wird sich auf dich stürzen und ich werde alles tun damit du völlig legal fertig gemacht wirst“. Er sagte die letzten Worte sehr ernst, Katharina zweifelte nicht daran, dass es keine leere Drohung ist. „In jedem Fall wirst du dann alt, pleite und diskreditiert sein, wenn du wieder aus dem Knast kommst.“ Tim machte eine Pause, dann fuhr er fort: „Oder du akzeptierst das hier gefällte Urteil. Dann wirst du als Leibeigene und Dienerin bei Doreen bleiben. Dir wird jedes Persönlichkeitsrecht genommen. Du wirst in Ketten gehalten werden, Gürtel und Halsband bleiben dann wo sie jetzt sind. Auch wirst du ständig eine Maske tragen, ehrlich gesagt haben weder Doreen noch ich Lust ständig dein Gesicht zu sehen. Wir erwarten unbedingten Gehorsam, wenn du dich nicht fügst kriegst du Ärger. Du wirst Essen, Kleidung soweit nötig, medizinische Versorgung und auch Betreuung“, Tim grinste sie leicht boshaft bei diesem Wort an, „erhalten. Du hast eine Viertelstunde Bedenkzeit“. Katharina sah zu ihm auf, sie war blass geworden.

 

„Das heißt entweder ich verschimmele in irgendeinem Knast oder ich werde hier als der letzte Dreck behandelt, kapier ich das jetzt richtig?“ Doreen mischte sich ein: „Katharina, du kennst mich. Ich bin streng aber fair und werde das auch zu dir sein. Also nichts mit letzter Dreck, du wirst putzen, dienen und gehorchen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Wenn du dich anständig benimmst können wir irgendwann über alles reden, ok?“ Katharina dachte fieberhaft nach. Die theoretische Option in Chile inhaftiert zu werden erschreckte sie sehr aber sie wollte auch nicht in Doreens Haus dienen. Letztendlich erschien ihr dies aber doch weniger schrecklich als die erste Option. Sie seufzte und sagte dann: „Ich hab wohl nicht sehr viel Auswahl, ok ich nehme zwei.“ Tim nickte, er hatte gehofft, dass sie sich so entscheidet. Ein offizieller Prozess hätte Aufsehen erregt, so konnte alles relativ ruhig geschehen. Er stand auf und sagte: „OK, damit ist es beschlossen. Doreen hol doch bitte eine Maske, dann kann sie sich gleich daran gewöhnen. Willst du ihr einen Namen geben oder eine Nummer?“ Doreen verließ den Raum und kam mit einer Maske wieder die die Gesichtszüge von Marilyn Monroe trug. Sie öffnete die Käfigtür und wies Katharina an heraus zu krabbeln. Als sie vor ihr kniete stülpte sie die Maske über den kahlen Kopf. Sie hatte auch eine blonde Perücke mitgebracht. Gesicht und Frisur glichen nun der Monroe. „Ja, ich werde sie Norma nennen, schließlich hieß Marilyn Monroe mit bürgerlichem Namen Norma Jeane“.

 

Doreen legte Ringe an Normas Hand und Fußgelenke. Ihre Füße wurden mit einer schweren 20 Zentimeter Kette gekettet, die Hände blieben frei. „So, bevor du aufstehst sagst du Danke und merk dir gleich eines: Ab jetzt redest du mich immer mit Mistress Doreen an.“ Normas Maske hatte einen eingearbeiteten Knebel, Doreen wusste das es nahezu unmöglich für Norma war sich zu artikulieren. Aus dem Latex kam ein undeutliches Brummen. „Etwas deutlicher sonst werde ich unangenehm, verstanden?“ Doreen bekräftigte ihre Worte mit einem kurzen Stromschlag. Norma gab sich nun mehr Mühe, mit etwas gutem Willen konnte man „anne issess oree“ hören. „Siehst du, geht doch. Jetzt kannst du gleich anfangen. Du wirst hier staubsaugen, noch ist der Raum so schön frei. Komm mit!“ Norma folgte ihr und kam kurz darauf mit dem Staubsauger zurück. Doreen legte die Fernbedienung auf den Tisch und winkte Vier zu sich. Sie nahm ihr die Fesselhandschuhe ab und zeigte ihr welche Knöpfe wofür waren. „Wenn sie Zicken macht drück drauf. Ich bin gleich wieder da.“ Ihr anderen könnt auf eure Zimmer gehen. Die Handschuhe und Knebel bleiben dran.“ Die Frauen knicksten und trippelten aus dem Raum.

Doreen wandte sich nun an Tim: „Du, ich bin froh das das jetzt vorbei ist.“ In die Runde sagte sie: „Ich glaube ihr auch.“ Alle nickten, ja sie fühlten sich erleichtert. Doreen bot ihnen etwas zu trinken an, sie nahmen dankend an. Mit Hilfe der anderen trippelten Sylvia, Barbara und Sternchen zu einer Sitzecke, dort stellte Doreen eine Karaffe Saft und Gläser auf den Tisch. Sie nahm den Frauen die Knebel ab. Die Gruppe redete eine Weile über Belanglosigkeiten. Der Stress fiel von ihnen ab, bald lachten alle gemeinsam. Tim konnte seine Neugierde nicht bezähmen und fragte: „Sag mal, habe ich vorhin Mareike in der Reihe der Anderen gesehen?“ Doreen lachte. „Ja hast du, aber mit Mareike ist Schluss, sie heißt jetzt 15.“ Tim grinste sie an und meinte lakonisch: „Na dann Halali.“ „Waidfraus Dank“, Doreen sah ihn triumphierend an. „Sei sicher ich kriege jede, vielleicht kann ich sogar da“, sie zeigte auf Norma, „noch was werden“. Sternchen traute es ihr durchaus zu, sie wusste welche Anziehung Doreen auf Frauen hatte. Auch sie war ja lange unter ihrer Fürsorge, lebte damals in ihrem Haus und unter ihrer Führung. Tim war skeptischer, er gab zu Bedenken das Katharina ein harter Fall sei. „Erstmal heißt sie jetzt Norma und zweitens kommt Zeit kommt Rat.“ Doreen sah ihn schelmisch an. „Komm, ich weiß ja du zockst auch gerne. Wir wetten, dass ich sie in sechs Monaten so weit habe. Den Einsatz bestimmst du.“ Tim überlegte einen Moment. „OK, 10.000 Cash, unter dem ist mir das zu blöde.“ Doreen reichte ihm die Hand, er schlug ein.

 

Sie brachen bald auf. Tim begleitete Margot in ihr Appartement. „Schön hast du es hier wirklich.“ Sie stimmte dem aus vollem Herzen zu. „Ja es ist sehr schön hier und ich fühle mich auch wohl. Nur manchmal komme ich mir so nutzlos vor.“ „Margot, ich will nichts versprechen das ich nicht halten kann aber ich behalte das im Auge. Vor Frühjahr tut sich nichts aber dann reden wir nochmal, ok?“ Sie sah ihn dankbar an. Als er sich verabschiedete verbeugte sie sich vor ihm und sagte: „Herr Tim, sie haben ein gutes Herz. Genau wie ihre Eltern. Ich wünsche ihnen viel Glück und alles Gute.“ Tim war gerührt. Er nahm sie kurz in den Arm und ging zum Wagen. Bevor er einstieg sah er kurz nach oben. Ob sie dort auf ihn herabsahen, er wusste es nicht. Wenn sie es taten hoffte er dass sie zufrieden waren.

Sie erreichten spät die Anlage, das Tor war nicht mehr besetzt. Tim öffnete mit seinem Schlüssel und fuhr hinein. Er verschloss das Tor sorgsam, dann ließ er den Wagen langsam zum Haus rollen. Alle waren in den Häusern, es war kalt geworden und mittlerweile auch dunkel. Die kalte Jahreszeit, Herbst und bald Winter. Er trug die Frauen ins Haus, dort nahm er ihnen die Handschuhe ab. „So, da sind wir wieder. Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich könnte etwas zu essen vertragen.“ Tim sah fragend zu den dreien. Sylvia bot an etwas zu machen. Alle waren erfreut, sie ging mit winzigen Schritten in die Küche. Bei sich dachte sie „schon komisch wie groß alles ist, wenn man nicht gehen kann.“ Barbara und Sternchen deckten den Tisch. Bald hatte Sylvia eine leckere Gulaschsuppe mit Pilzen fertig, dazu reichte sie Toastbrot. Es war ein schnelles und leckeres Essen, ideal für einen Abend. Tim nahm sich ein Bier dazu, die Frauen tranken Apfelsaft.

 

Nach dem Essen sagte Tim: „Eigentlich haben wir ja Grund zum Feiern aber mir ist nicht danach. Seid nicht sauer, ich will heute früh ins Bett.“ Alle stimmten ihm zu, niemand fühlte sich wie nach einem Sieg. Es war gut, dass nun Katharina ihre gerechte Strafe hatte aber es war kein Sieg, es war eher das Ende einer Jagd und etwas Gerechtigkeit.

 

Tim half Sylvia und Barbara die Treppe hinauf. Barbara zog Sylvia und sich aus, dann duschten sie ausgiebig. Im Bett lagen sie Arm in Arm, genossen die Zweisamkeit und hielten sich. „Du, sag mal: was meinst du wie wird das jetzt mit Katharina also Norma so weiter gehen?“ Sylvia sah Barbara fragend an. „Keine Ahnung süße, bestimmt bleibt sie bei Doreen und vielleicht wird sie ja irgendwann einsehen das sie eine gerechte Strafe bekam. Aber da musst du dir ja keinen Kopf drüber machen“. Lächelnd fügte sie „ich ja auch nicht“ hinzu. Sylvia nickte, wünschte ihren Eltern gute Nacht und nahm ihren Teddy dicht zu sich. Sie küsste Barbara und sagte Gute Nacht. Barbara hielt sie im Arm bis sie eingeschlafen war, bald danach überkam auch sie der Schlaf.

Bewertung gesamt: 
Ø: 5.2 (12 votes)
Mit einem Klick den Gesamteindruck dieser Geschichte beurteilen.

Hier kannst du einzelne Gesichtspunkte der Story bewerten.
Bewerte die Handlung, die Idee der Geschichte.
Wie findest du den Schreibstil
Beurteile die Rechtschreibung und die Form
Wird das Thema BDSM gut beschrieben und wie erotisch findest du die Geschichte

Kommentare

Bild des Benutzers devote_sissi96

Soooo... nachdem ich die ganze Story binnen 3 oder 4 tage durchgelesen habe, möchte ich nun auch mal meinen Senf dazu abgeben. Am anfang war ich doch recht skeptisch, gleichzeitig ist die geschichte wahnsinnig fesseln. Für mich persönlich ist sie zwar mit BDSM gekoppelt aber nicht erotisch, was ich aber auch aboslut nicht schlimm finde! Im Gegenteil, mich zieht das ganze magisch an, die Story, die Entwicklung der Figuren etc. Zugegeben relativ am Anfang hab ich geahnt, dass das nicht lange bleibt mit Tims Eltern und das die irgendwann weg sind, was aber auch eine spannende Wendung gab.

Es gibt tätsächlich nur eine Sache die mich nervt, das ist die Art wie Sylvia sich ausdrückt. Aber das gehört zu ihrem Charakter, wodurch ihre art ohne Worte erklärt werden kann. Denk ich zumindenst. 

Bis auf die eine Sache ein ganz großes Lob :) hoffe sehr dass das ganze bald weiter geht *-*

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Janet Ro

Guten Tag Devote Sissi,

vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Es freut mich das Dir die Geschichte gefällt. Sicherlich ist sie nicht so "erotisch" bzw. explizit sex-orientiert wie so manche andere Geschichte. Mir liegen detaillierte Sex-szenen nicht, das können andere Autoren viel besser und auch viel anregender. 

Auch wenn das ganze rein fiktional ist, ich versuche zumindest den Charakteren etwas Persönlichkeit und Individualität zu geben. Da gehört dann auch so manches dazu was ab und an etwas nervig sein mag. Sei es Tims ab und an ausgesprochen schnodderige Art oder auch Sylvias Ausdrucksweise......

Ja, es geht weiter. So nach und nach kommen da noch einige Kapitel, allerdings bald als eigenständige Geschichte,

liebe Grüße von Janet.

 

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu

Seiten