Sklavin des Zensors - Teil 1

 

SM-Science-Fiction(?)

Deutsche Erstveröffentlichung

 

Disclaimer: Das Urheberrecht an den nachfolgenden Inhalten liegt bei Chris Dell (www.dellicate.com). Weitergabe, Vervielfältigung und/oder kommerzielle Nutzung - auch von Teilen - sind untersagt. Zuwiderhandlungen werden nach den jeweils einschlägigen Rechtsvorschriften verfolgt.

 

Prolog

Zufrieden umkreiste Ethiker Lorenz mit langsamen Schritten die Gefangene und betrachtete ausgiebig die nackte, jugendlich straffe Haut der Frau, deren Resozialisierung erfolgreich verlaufen war. Die Insassin der kleinen Zelle machte keinerlei Anstalten, ihre Blößen zu bedecken und blickte in angemessener Weise zu Boden. Lorenz nickte anerkennend. „Wie geht es Dir?“

„Danke, Herr. Häftling 369 geht es gut.“

„Dann wird es wohl langsam Zeit, Dir eine neue Bezeichnung zu geben, hm?“

„Das wäre schön, Herr. Häftling 369 freut sich schon sehr auf eine neue Bezeichnung.“

Lorenz erinnerte sich an die Einlieferung der Frau. Das lag nun fast drei Jahre zurück. Renitent war sie gewesen – ein regelrechtes Biest. Davon war nun nichts mehr zu erkennen. Staatliche Obhut und werteorientierte, nachhaltige Erziehung hatten aus einer Gefahr für die Ordnung wieder ein sozial sauberes Mitglied der Gesellschaft gemacht. Der Schmutz aufrührerischer Individualität war weggewaschen worden. So musste es sein, dachte Lorenz. Seine Aufgabe war erfüllt.

Diesmal.

Es gab jedoch noch viel zu tun.

 

Deutschland, in einer nicht allzu fernen Zukunft:

Es hatte recht harmlos angefangen – mit ganz normalen, menschlichen Schwächen. Wer nicht an die Kraft seiner Argumente, an seine Überzeugungsfähigkeit glaubt, organisiert sich eine Scheinautorität. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um einen nerdigen Freak handelt, der ansonsten selten das Tageslicht sieht und möglicherweise nicht einmal seine Socken richtig anziehen kann. Es ist egal, ob es um einen „Fachmann“ in Fragen der Sexualität geht, dessen praktische Erfahrungen sich auf den gelegentlichen Missbrauch minderjähriger Jungen beschränken. Es kann vernachlässigt werden, ob ältere Männer über das Wohlergehen junger Frauen befinden sollen oder ob passionierte Dummschwätzer über die Entwicklung der medizinischen Forschung urteilen dürfen. Akademischer Titel, Habitus und ein Hauch selbstdeklarierte Unfehlbarkeit reichen vollkommen aus.

All dies war natürlich nicht der Fall, als es die Bundesregierung sowohl den vernagelten Ewiggestrigen als auch den blinden Fortschrittshörigen bequem machen wollte und einen sogenannten „Ethikrat“ installierte, der Empfehlungen geben sollte, wie beispielsweise mit der Stammzellenforschung künftig umzugehen war.

Natürlich hatte dieser Rat keinerlei Befugnisse. Man wollte sich ja schließlich nur auf seine angebliche Autorität berufen.

 

Zu dieser Zeit waren Bevormundung und Zensur in Deutschland längst übliche Praxis. Schließlich konnte man sich auf eine beeindruckende Tradition berufen: Hexenhammer, Gestapo, Stasi … die Deutschen ließen keine Gelegenheit aus, dafür zu sorgen, dass es ihre Dichter und Denker nicht zu bunt trieben. Gleichmacherei wurde mal als „Glaube“, mal als „Volksgemeinschaft“, mal als „Sozialismus“ oder mal als „soziale Gerechtigkeit“ verkauft – je nachdem, in welcher Farbe die Demagogen gerade lackiert waren.

Die Deutschen störten sich daran wenig. Die „modernen“ Deutschen bemerkten es kaum. Sie nahmen hin, dass in ihrem Land Interessengruppen wie Parteien und Kirchen bestimmten, was es im Fernsehen zu sehen gab und dass Rundfunkräte vorwegnahmen, was Ethikräte später flächendeckend zelebrieren sollten. Die Deutschen glaubten sogar noch, sie hätten einen freien Zugang zu Informationen, als bei ihnen längst schon fast chinesische Verhältnisse herrschten. Wer als Deutscher im Internet unterwegs war, sah bei weitem nicht, was der Rest der Welt sehen konnte und er wusste das nicht einmal. Die Deutschen glaubten, sie hätten einen besonders tollen „Jugendschutz“, den sie als Erwachsene nur deaktivieren müssten, um freien Zugang zum WWW zu erhalten.

Wie lachhaft!

Wenn Zeitungen und Zeitschriften wie die „PC-Praxis“ über Zensur berichteten, ging es zumeist lediglich um kommerzielle Interessen (Ausgabe 12/12, S. 118 ff.). Kein Aufschrei, kein Sturm der Entrüstung hallte durchs Land, wenn eine deutsche IP-Adresse dafür sorgte, dass erwachsene(!) User bei der Web-Suche nur noch zensierte Inhalte finden konnten. Niemand ging auf die Straße, wenn Spiele und Filme, die ohnehin erst ab 18 Jahren freigegeben waren, in Deutschland gekürzt, verstümmelt, zensiert wurden, als wäre das ganz selbstverständlich und unzensierte Ausgaben nur noch entweder im englischsprachigen Ausland oder in Österreich erhältlich waren. Niemandem schien aufzufallen, dass in solchen Fällen das Argument „Jugendschutz“ schwerlich greifen konnte.

 

So war die Lage gegen Ende des Jahres 2012.

 

Eine verheerende Mischung aus einer geschichtlich nachvollziehbaren „Überkorrektheit“ der Deutschen und einem tradierten Menschenbild, nach dem der Mensch ohnehin von Geburt an schlecht, der weibliche Mensch eine leicht zu beeinflussende Verführerin, der männliche Mensch ein hormongesteuerter Möchtegern-Vergewaltiger und der junge Mensch sowieso komplett blöde ist und nur darauf wartet, irgendeinen Schwachsinn nachzuahmen, weil er ja keinerlei Reflexionsfähigkeit besitzt, sorgte für ein Klima der Bevormundung und des Misstrauens. In einem solchen Menschenbild sind alle Bürgerinnen und Bürger kleine Breiviks, Tschäpes oder andere potentielle Amokläufer. In einem solchen Menschenbild geht Sicherheit vor Freiheit, ist Gesinnungsschnüffelei Vorsorge und Misstrauen ist gesund.

 

In den Folgejahren sank das ohnehin schon geringe Vertrauen in die Politiker (parallel zu deren Niveau und Glaubwürdigkeit) noch weiter. Immer häufiger griffen die einstmals Mächtigen zum Feigenblatt der „unabhängigen Kommissionen“. Immer mehr Entscheidungen wurden den „Experten“ vorgelegt. Auf Antrag eines Kirchenvertreters wurde der Rat in „Ethikkongregation“ umbenannt.

Wie schon in der Zeit vor 2012 befasste man sich bevorzugt mit den vermeintlichen Auswüchsen einer selbstbestimmten Sexualität, denn neben wichtigtuerischen Gutmenschen und passionierten Denunzianten, die ihren Minderwertigkeitskomplexen nachgehen wollten, fanden sich schnell massenhaft Verklemmte und sexuell Gestörte in den „Expertenkommissionen“ ein.

Außerhalb jeder demokratischen Verfassung, fern von jeder Norm des Grundgesetzes eignete sich die Ethikkongregation immer mehr Einfluss und Befugnisse an, bis kein staatliches Handeln mehr ohne ihre Zustimmung möglich war.

Wie eine Spinne zog sie ein Netz von Spitzeln und Denunzianten von der Regierungsebene bis hinunter in die Kommunen und sogar die Vereine. Mit den ohnehin schon auf politische Korrektheit gebürsteten Medien hatte man leichtes Spiel. Eine Gleichschaltung war schnell vollzogen.

Nachdem dieses Netz flächendeckend funktionierte, beschloss der Bundestag mit den erforderlichen Mehrheiten weitgehende Verfassungsänderungen. Er entmachtete sich nicht nur selbst zugunsten der inzwischen übermächtigen Ethikkongregation, sondern entzog der Kanzlerin alle Entscheidungsbefugnisse. Das durch die Selbstbedienungsmentalität eines früheren Amtsinhabers ohnehin in Verruf geratene Amt des Bundespräsidenten wurde abgeschafft und durch das einer quasi repräsentativ-monarchischen Bundesmutti ersetzt, welches die ehemalige Kanzlerin auf Lebenszeit bekleiden durfte.

Nachdem – politisch ganz korrekt – immer mehr muslimische Vertreter Mitglieder der Kongregation und der ihr unterstehenden Ethikräte wurden, beschloss man, dass die Scharia ebenso zu Deutschland gehören sollte wie der Islam. Der Vergeltungsaspekt wurde im Strafrecht wieder stärker betont und im Verbund mit dem christlichen „Auge um Auge“ führte eine veränderte Rechtsordnung zu stärkerer Abschreckung. Die Zahl der Gewalttaten ging zurück … in dem gleichen Maße, in dem die staatliche Gewaltausübung wuchs, aber die war ja schließlich legal.

Alle waren zufrieden.

Fast alle.

 

Kapitel 1: Sexualterrorismus

„Ich bin drin.“ Jonas Hansen spürte, wie seine Stimme vor Aufregung zu zittern begann. Seine Finger flogen zwischen Touchscreens und Tastaturen hin und her. Virtuos überwand er auch die letzten Sicherheitssperren der Strafvollzugsanstalt, die im Jargon der Kongregation „Sozialagentur“ genannt wurde.

„Hast Du die Klarnamen?“ Die Frage drang von schräg hinten an Jonas‘ Ohr. Eine schlanke Hand hatte sich auf der Schulter des Meisterhackers niedergelassen. Sie gehörte Lara Straus, bei der es sich um eine der letzten Frauen des Computer-Clubs handelte, die weder ins Exil ausgewandert waren, noch in einer der Anstalten des Regimes „resozialisiert“ wurden.

„Warte … noch einen Algorithmus … da sind sie! Klar und deutlich.“

Die anderen Angehörigen der kleinen Widerstandsgruppe erhoben sich von ihren Arbeitsplätzen und scharten sich um Jonas‘ Instrumente. Sogar die Wachen, die aus dem Ausland zur Unterstützung gekommen waren, versuchten, von ihren Positionen aus einen Blick auf die Daten der Sozialagentur zu erhaschen.

„Da ist sie“, stellte Jonas aufgeregt fest, nachdem sein Finger mit rasender Geschwindigkeit auf die Scrolltaste eingehämmert hatte. „Carolin Straus. Gefangene 364. Mist! Fuck!“

„Was ist los?“ Unisono ertönte die Frage aus den Mündern von Lara und Manuel, dem Leiter der Gruppe.

„Ich komme nicht an die Strafdaten ´ran. Die sind als ‚streng geheim‘ eingestuft. Zusätzliche Sperren. Verdammt!“ Jonas war frustriert. Seit mehr als zwei Jahren hatten sie an den Codes gearbeitet, bis ihnen endlich der Durchbruch zu gelingen schien. Sie hatten damit begonnen, ihre spärlichen Ressourcen auf Caro zu konzentrieren, weil sie Laras Schwester war, weil sie zu ihnen gehörte, weil sie eine der besten Hackerinnen war und weil es nicht sein durfte, dass immer mehr Menschen einfach so verschwanden, ohne dass es einen Prozess gab und ohne dass zumindest die engsten Angehörigen über den Verbleib der Opfer des Regimes informiert wurden.

„Was ist mit den anderen Nummern?“ Manuel war nicht von ungefähr der Kopf der kleinen Widerstandszelle. Wenn die Freunde angesichts der Übermacht der Ethiker (so nannten die Geheimpolizisten sich selbst; in der Bevölkerung hießen sie - geflüstert, versteht sich - Zensoren) mal wieder zu verzweifeln drohten, war es stets Manuel, der noch einen Weg zu kennen schien, einen Kontakt anzuzapfen wusste oder irgendeine Ermutigung auf den Lippen hatte. Nach Caros Verhaftung hatte jedoch sogar Manuels Zuversicht nachgelassen. Er vermisste die Hackerin sehr – als wichtige Kämpferin, als Freundin, als Gefährtin, als Geliebte.

„Ich versuche mal, den Nummern die Daten der Verhaftung zuzuordnen“, ließ auch Jonas trotz seines Frusts nicht locker. „Oooookay … das sind Dreihunderter. Vor etwa drei Jahren von den Zensoren verschleppt. Das sind … puh! Schlechte Nachrichten, Leute. Von 360 aufwärts gibt es immer wieder geheime Daten. Darunter sieht es besser aus, aber da steht überall ‚dauerhafte Reso‘. Ich fürchte, die haben Caro zu lebenslänglich verknackt. Ja, hier: Schlüssel 0004. Das bedeutet ‚Terrorist‘. Fuck! Deshalb sind die als geheim eingestuft. Ab 360 sind alle ‚Terroristen‘.“

„Gibt es darunter einsehbare Daten?“ Lara klang noch relativ gefasst. Mit einer Einstufung ihrer Schwester als ‚Terroristin‘ war zu rechnen gewesen. Alle Mitglieder der Gruppe waren in den Augen der Zensoren „Terroristen“.

„Ich versuche es mal … ja, hier: 365 bis 370 sind offen. Verurteilt wegen … hä? Was ist das denn jetzt wieder für ein Schwachsinn?! Schlüssel 0004-1: ‚Sexualterrorismus‘! Das ist wohl eine ganz neue Straftat, oder?“

Manja Rensenbrink, die Kommandeurin der internationalen Brigade, welche die Wachen stellte, schaltete sich ein. Ihr Deutsch war nahezu akzentfrei: „Das haben wir vor ein paar Monaten zum ersten Mal in Bayern festgestellt. Es geht wohl um abweichendes Sexualverhalten. Früher nannte man das ‚pervers‘. Wir haben in drei Fällen von solchen Verurteilungen gehört. Es trifft wohl nur oder überwiegend Frauen. In einem Fall hat das Opfer an einem vermeintlich menschenleeren Waldsee masturbiert. Eine weitere Verurteilte wurde in einem Café ohne Höschen angetroffen. Es nützte ihr nichts, dass sie eine überraschende Zwischenblutung hatte und gerade dabei war, das Café zu verlassen. Der Rock war wohl zu kurz. Im dritten Fall haben Nachbarn die Polizei geholt, weil Schreie aus einer Wohnung drangen. Die ‚Täterin‘ hatte mit ihrem Mann SM-Szenen gespielt. Die Ketten, die sie trug, konnte sie gleich anlassen, als sie vom Abschnittsethiker abgeführt wurde. Praktisch, nicht wahr?“

Manuel trat näher an den Monitor heran. „Lebenslänglich für ein bisschen Spaß beim Sex? Diese Schweine!“

„Es sind Frauen“, warf Lara mit triefendem Sarkasmus ein. „Seit wann dürfen die Spaß beim Sex haben? Die sollen sich aufs Geschwängertwerden konzentrieren. Wozu gibt es denn schließlich seit 2013 das Betreuungsgeld? Spaß lenkt nur vom Wesentlichen ab. Mit Spaß werden die erforderlichen Steigerungen der Geburtenrate nicht erreicht. Es geht schließlich um die Renten der Kinder. Was ich aber nicht verstehe: Wie sollen denn diese Verurteilten …?“ Entsetzt über den Gedanken, der ihr durch den Kopf schoss, rief sie: "Oh, shit! Jonas, kannst Du etwas über die genauen Strafen herausfinden?“

„Bin dran. Hier. Ich hab’s. Auf ‚Sexualterrorismus‘ steht jetzt lebenslänglicher ‚Sexualdienst‘. Drei Jahre ‚Sozialerziehung‘ und anschließende ‚Sicherungsverwahrung als Sexualdienerin‘ bei … diese dreckigen … bei … ‚bei einem vom zuständigen Rat zugewiesenen Ethiker‘. Die machen Sexsklavinnen aus den Verurteilten!“

 

Fortsetzung in Teil 2

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Kommentare

Bild des Benutzers Salomé - † 2016

...Bezug zu den aktuellen Kämpfen der Vulgärethiker gegen eine uns allen wohlbekannte Website. Und gewohnt guter Stil und GRammatik. Gefällt mir, und macht Lust auf die nächsten Teile.

Trotzdem, ich kann mir nicht helfen, den Epilog am Anfang finde ich einfach schräg. Ich verstehe schon, dass du etwas zeitlich nachgeordnetes am Anfang bringen willst, um die Neugier zu wecken. Aber  Epilog heisst  "Schlusswort".

Und weiter unten verwendest du ja für die zeitliche Strukturierung auch Datumszeilem Wieso nicht auch am Anfang? Statt Epilog etwas wie: "Juni 2018" oder so?

Na gut, das ist nur ein Detail. Aber eben eines, das mich gleich am Anfang ins Stolpern gebracht hat :-)

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Bild des Benutzers Chris Dell

Was würde ich nur ohne Salomé machen?! Das kommt davon, wenn ich mich beim Schreiben selbst unter Druck setze und meine eigenen Grundsätze sträflich über Bord werfe. Dies ist meine erste Geschichte ohne Korrektorat (mal eben am Nachmittag verfasst und online gestellt) und da habe ich Eile vor Sorgfalt gesetzt, weil ich ein Versprechen einlösen wollte. Das geht gar nicht! Natürlich ist es ein Prolog und natürlich gehört ein Epilog ans Ende. Uff. Ich schäme mich.

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Bild des Benutzers bell

....am Puls der Zeit, verpackt in eine Geschichte auf dieser Site, wie gewohnt gut geschrieben - von mir sechs Sterne dafür.

 

bell

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Bild des Benutzers Chris Dell

und etwas mehr erotisch und etwas weniger politisch wird's später auch noch.

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Bild des Benutzers titania_60

Deutsche Erstveröffentlichung , Hier und nicht auf deiner Seite , deren Stammleserin ich bin ?

 

Klasse mach weiter bin gespannt was uns erwartet !!!

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Bild des Benutzers Chris Dell

Die Erstveröffentlichung auf dieser Seite ist ein Dankeschön an Megs, der uns allen ein unzensiertes Schreiben und Lesen ermöglicht. Deshalb musste es auch genau dieses von mir gewählte Thema sein. Von meiner eigenen Seite aus wird es für diese Geschichte "nur" Links hierher geben, damit meine Leserinnen und Leser, die womöglich bdsm-geschichten.net noch nicht kennen (unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar) dies nachholen können.

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Bild des Benutzers Souldancer59

schlicht Angst - weil sie verdammt nahe an der Realität ist. Ausserdem gut recherchiert und soziolpsychologisch in den Oberbegriffen nachvollziehbar ist. Dass es nebenbei auch hervorragend geschrieben und spannend ist, kommt der Kirsche auf dem Sahnehäubchen gleich.

Ich hoffe, die Story geht weiter?!!!!!!

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Bild des Benutzers Chris Dell

wird die Story weitergehen. Sie hat ja noch nicht einmal richtig angefangen. Da muss doch Torte unter die Sahne! Ach ja: Vielen Dank.

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Bild des Benutzers dominus00

... warum ich so ein großer Fan deiner Geschichten bin: Da ist einfach alles drin! Aber nicht irgendwie zufällig, sondern genau auf den Punkt ausformuliert und mit einem erschreckenden Gleichnis zu zeitgenössischer Politik. So etwas ist sogar hier, in einem einschlägigen Geschichtsforum, sehr rar.

Ich verstoße jetzt einmal gegen meine Prinzipien und gebe für dieses Einleitekapitel sechs Sterne, obwohl ich Einleitekapitel sonst nie bewerte!

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Bild des Benutzers Chris Dell

Ich werde mich bemühen, dem Lob gerecht zu werden.

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Bild des Benutzers Neuling

Lasst uns zusehen, das die Macht der Kirchen gebrochen wird.

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Bild des Benutzers Chris Dell

erscheint mir diese Losung. Machtmissbrauch ist kein kirchliches Privileg. Können wir uns auf das Verschieben möglicher Appelle bis zum Wörtchen "Ende" in dieser Story verständigen?

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Bild des Benutzers Raale

Da bleibt ja nur zu hoffen, dass unsere "Terroristin" den ihr zugeteilten Ethiker subversiv unterwandert und zur Gegenwehr gegen das System animiert. Das wär doch mal ein schönes HappyEnd. Ich werde an dieser Stelle wie immer auf die nächsten Teile lauern *freu*

Raale

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Bild des Benutzers Chris Dell

Oh, bitte! Noch so ein Vorgriff auf die unveröffentlichte Storyline und ich schmeiße die Tastatur in die Ecke und gehe nach Hause. Menno! Bin ich denn so leicht durchschaubar *schmoll*?

Trotzdem: Dankeschön.

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Bild des Benutzers Raale

das ist nur der Harmoniesüchtel in mir.

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Bild des Benutzers samsusam

 

für diese Geschichte.

Als Ostdeutsche und Anarchistin (aus gutem Grund) trifft sie mich mitten ins Herz.

Übrigens kommen nerdige Freaks öfters aus dem Keller als man denkt, nur Socken sind wirklich kompliziert ;)

Protest gegen die Tyrannei - traut euch!  Cathe

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Bild des Benutzers Chris Dell

Hast wohl den ABV im Abschnittsethiker erkannt, hm? Schön, in Dein Herz getroffen zu haben. Socken sind sowieso Abtörner.

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Bild des Benutzers Senara

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Der größte Teil liest sich, als ob Du die Plattformen verwechselt hättest. Spontan fällt mir der "Eulenspiegel" ein... Offensichtlich hat sich da bei Dir eine ganze Menge Frust angestaut, der hier ein kreatives Ventil gefunden hat. Aber ich muss ganz ehrlich gestehen - und damit bringe ich mich wohl auf ewig um die Chance auf einen Kaffee... - dass ich es nicht durchgelesen hätte, wenn nicht Dein Name dabei gestanden hätte. Anfang und Ende dieses ersten Teils sind zwar typisch dellicate, und die Mitte ist weiß Gott nicht schlecht. Aber es ist für mein Empfinden eine ganze Spur zu viel Politik auf einer Seite wie dieser. Und dann gleich auch noch viele verschiedene Themen auf einmal. Sorry. Insgesamt einfach eine Spur too much für mich. Hättest Du die Themen nicht nach und nach in die Kapitel einbauen können? Sowas wie Betreuungsgeld hätte bestimmt später auch noch gut angebracht werden können. 

Die Botschaft verstehe ich wohl, aber die Umsetzung gefällt mir nicht wirklich. Wohlgemerkt gilt das nicht für die Sprache an sich - die ist wie immer top, topper am toppesten. 

Sorry!

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Bild des Benutzers Chris Dell

Würde Chris Dell Kaffee trinken, wäre dabei ein Austausch über unterschiedliche Meinungen ein Genuss. Mimöschen gibt es unter uns Schreiberlingen schon genug. Diskutieren können wir auf dem üblichen Wege. Ich verstehe, was Dir nicht gefällt. Ich habe es ganz bewusst an den Anfang gestellt, damit es später nicht "too much" wird. Misslungen? Vielleicht. Nur in einer Sache bleibe ich stur: Dieses Thema gehört - nicht zuletzt aus aktuellem Anlass - auf eben diese Plattform, denn Zensur ist immer politisch und sie trifft uns alle.

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Bild des Benutzers Senara

Ooooooch, Tee oder Kakao wäre ja auch ok... ;) 

Das mit den unterschiedlichen Meinungen wäre schwierig, weil ich ja vollkommen Deiner Meinungen bezüglich der verschiedenen Themen bin. Auch ist klar, dass das Thema Zensur gerade hier hochaktuell ist. Keine Frage. Und wenn Du das in der Geschichte verpackst, finde ich das auch gut. 

Was mich stört ist, dass es so viele verschiedene Themen auf einem Haufen sind! Da weiß man ja gar nicht mehr, worüber man zuerst nachdenken soll! Bitte vergiss nicht dass es Leser gibt, die das Konsumierte reflektieren! Und es ist hier in diesem Teil eben arg wenig Geschichte um die Politik rundrum...

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Bild des Benutzers schleicher

Vielversprechender Anfang und grad so aktuell. Warte auf  Fortsetzung.

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Bild des Benutzers Chris Dell

Fortsetzungen kommen - aber nicht täglich, sondern mit Abständen, weil ich noch ein paar andere Baustellen habe.

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Bild des Benutzers lumi58

Ein erstes Danke für die vielen schönen, und spannenden Stunden die Du in meinem Kopfkino ausgelöst hast.

Ein zweites Danke für die Vorschußlorberen, die Du Österreich in diesem Roman gegeben hast!?

Österreich und unzensiert, offener gegenüber "sexuelle Andersartigkeit"????

Gerade jetzt wo eine Diskusion im Österreichischen Parlament entbrannt ist, weil in einem Aufklärungbuch für  6 - 12 jährige hingewiesen wurde, dass  es ausser der Traditionellen Vater-Mutter-Kind Beziehung, auch noch Alleinerzieher, Patchworkfamilien und oh Graus auch Gleichgeschlechtliche Beziehungen gibt!

Trotzdem oder gerade deswegen, weiter so. Ich bin schon auf weitere Teile gespannt.

 

LG

Lumi58

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Bild des Benutzers Chris Dell

aber ich habe ja nie behauptet, dass es in Österreich keine Bigotterie gibt. Lediglich Filme und PC-/Konsolen-Spiele für Erwachsene(!) sollte man/frau aus D besser dort ordern, um Zensur und Bevormundung zu entgehen (Stand: 2012) ... so, wie eine Suche z.B. über google.be oder google.nl erheblich mehr Inhalte im Web zutage fördert, als es die zensierte google.de Variante vermag.

Vielen Dank für den Kommentar und ja, es geht jetzt bald weiter mit "Sklavin des Zensors".

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Bild des Benutzers Kathrin O

Das ist aber schwere Kost, wenn man gerade so auf dieser Seite herum schwebt, um sich.....ähm......abzulenken. Je mehr Du Dich in Deinen Geschichten weiter entwickelst, um so mehr fühle ich mich wie die Blondine in einer Deiner Geschichten, die immer dümmer gemacht wurde. Auch wenn Du mir jetzt wahrscheinlich nie mehr verrätst, wie man die Bilder macht, aber mir fehlt hier was. Ich meine, hätte nicht wenigstens 369 zwischendurch mal für irgendwas gut sein können? Vielleicht so ein ganz kleines bisschen Demütigung, wie Du es oft machst, als sei es selbstverständlich, oder so? Ich gehöre ja nur zum gemeinen Pöbel, und fühle mich vernachlässigt.

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Bild des Benutzers Chris Dell

Zum Glück habe ich gelernt, dass Gefühle immer "richtig" sind und niemals Diskussionsgegenstand sein können. Du musst Dich aber dennoch nicht vernachlässigt fühlen. Schließlich würde diese Geschichte unmöglich funktionieren, wenn nicht später auch beschrieben würde, was denn mit den zum Sozialdienst verurteilten Sexualterroristinnen geschieht. Ein bisschen Demütigung (oder ein bisschen mehr) kommt schon noch - keine Bange! Jetzt hol' mal wieder Dein Licht unter dem Scheffel hervor!

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Bild des Benutzers Kathrin O

Klingt für mich jetzt, als müsste ich was in die Luft sprengen, wollte ich schneller und mehr von 369 erfahren.

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Bild des Benutzers Chris Dell

... und kein Archiv, dann gäbe es zu diesem gleichwohl formidablen Kommentar eine schiere Menge an Gedanken zu äußern, doch dienen die Kommentare nicht dem Dialog, sondern der Rückmeldung an die Autorinnen und Autoren und - jedenfalls für mich - als einzig wertvolle "Suchhilfe". Was die "reine Lehre" in "Randgruppen" betrifft, kann ich mir jedoch den Verweis auf Häberle nicht verkneifen: Es ist zumeist nicht der (passive) Zwang, der aus dem vermeintlichen Anderssein entspringt, welcher Randgruppen schafft, sondern die (aktive) Flucht aus der vermeintlichen Vereinzelung. Deshalb findet sich in allen meinen Texten die Skepsis gegenüber dem Homo Vulgus in allen seinen Erscheinungsformen (in der Mitte wie auch am Rand).

Wie's ausgeht? Mal schaun. Von Lowry in "Brazil" bis zum Glücksbärchi-Wunderland reicht derzeit die Palette gewünschter Enden. Ich werde mich der Herausforderung stellen ... eines Tages.

Danke für das pornographische Erfolgstestat. Das tut mir gut.

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