Sanna - VIII

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Sie blinzelte. Wie gut es sich anfühlte, neben einem Mann aufzuwachen. Nach einem weiteren Blinzeln wurde ihr bewusst, wo sie war und was am Vortag geschehen war. Sie zog ihren Arm von seiner Brust.
„Verzeiht.“, murmelte sie, bevor sie wach genug war um zu bemerken, dass er in ihrer Gewalt war, und sie sich nicht entschuldigen musste. Er hielt ihren Blick, aber sie konnte nichts darin lesen. Stattdessen konzentrierte sie sich auf seine Haut. Alyss hatte ganze Arbeit geleistet und inzwischen war sein Oberkörper von blauen Flecken überzogen. Und sie hatte in der Nacht einfach einen Arm um ihn gelegt und war eingeschlafen. Verdammt. Es musste ihm gut gehen. Sie tastete vorsichtig alle Verletzungen ab, bis sie sich sicher war, dass sie in der Nacht nichts übersehen hatte. Sie konnte nicht riskieren, dass er ernsthaft verletzt war. Er hatte inzwischen die Augen geschlossen. Müdigkeit? Oder Schmerz?

„Glaubst du, dass sie dich ernsthaft verletzt hat?“

Er öffnete die Augen, dann schüttelte er langsam den Kopf.

„Gut. Das wird sich nicht wiederholen.“, versprach sie.

Er nickte, dann schielte er zu dem Knebel. Sie lächelte. „Es tut mir Leid, dass du verletzt wurdest. Aber das bedeutet nicht, dass ich naiv genug bin, dich sprechen zu lassen.“

Sie fühlte seinen Blick auf ihr, als sie aufstand und sich umzog. Als hätte er nicht schon längst alles von ihr gesehen. Dann mischte sie ein paar Kräuter um die Schmerzen zu lindern. Sie wollte ihn nicht unnötig leiden lassen. Wie sonderbar es sich anfühlte, dass er jetzt hilflos vor ihr lag, während sie sich um ihn kümmerte.

 

 

Seine Gedanken rasten im Kreis. Wenn er frei sein wollte, musste er die Befehle zurücknehmen. Inzwischen glaubte er nicht mehr daran, dass sie ihm genug vertraute um ihn sprechen zu lassen. Aber wie sollte er die Befehle so zurücknehmen? Wie konnte er dafür sorgen, dass sie ihm vertraute? Wie konnte er ihr zeigen, dass er nur ihr Bestes wollte? Und wenn sie frei war, wie konnte er dafür sorgen, dass sie zu ihm zurück kam?
Vertrauen.

Er verfluchte sich einmal mehr dafür, dass er sein Versprechen gebrochen hatte. Davor war sie ihm gegenüber misstrauisch gewesen, aber sie hatte auf sein Wort vertraut und hatte sich entspannt, wenn er es gegeben hatte. Inzwischen würde sie nicht einmal mehr einem Schwur von ihm glauben. Wie hatte er so dumm sein können? Er hätte wissen müssen, dass er sie zu nichts zwingen konnte. Sie hatte es immer geschafft, sich aufzulehnen, und er hätte ahnen müssen, dass sie sich wehren würde. Er glaubte fast, dass er es verdient hatte, hier zu liegen, bewegungsunfähig, direkt neben ihr aber unfähig sie anzufassen. Dummheit musste bestraft werden.
Aber wie kam er aus dieser Situation heraus? Solange er gefesselt war, würde sie davon ausgehen, dass jedes seiner Worte gelogen war, nur um sich zu befreien. Wie konnte er ihr beweisen, dass sie ihm vertrauen konnte?

 

 

Sanna betrachtete Alyss aus dem Augenwinkel. Seit sie ihr das Frühstück gebracht hatte, war sie erstaunlich still gewesen. Kein Wunder, nachdem sie gestern einen ausdrücklichen Befehl ignoriert hatte. Sie ließ Alyss noch etwas warten, während sie die Kreise verglich, die sie in den letzten Tagen entworfen hatte. Keiner würde so funktionieren, wie sie wollte.
Es waren noch acht Tage bis Neumond. Sie war sich nicht sicher, ob ihr Schwur griff, wenn er alterte, aber sie wollte es nicht riskieren. Wenn sie falsch lag, konnte es sein, dass sie sich nicht davon erholte. Sie hatte die letzten Tage damit verbracht Kreise zu entwerfen. Es musste eine Möglichkeit geben, wie sie ihn jung halten konnte, aber noch hatte sie keine gefunden, die nicht gleichzeitig eine Narbe hinterlassen würde.

„Uns läuft die Zeit davon.“

Alyss sah auf.
„Etwas wie gestern darf sich nicht wiederholen. Er darf keine dauerhaften Verletzungen davontragen.“

„Er hat es nicht verdient gut behandelt zu werden.“

„Ich habe nicht gesagt, dass du ihn gut behandeln sollst. Aber wenn du ihn verletzt, werde ich darunter leiden. Hast du das verstanden?“

Langsam nickte Alyss.
„Gut. Du musst einen Weg finden, ihn trotzdem zu brechen.“

„Das wird nicht leicht.“

„Ich weiß. Tu was du kannst. Erniedrige ihn. Mach ihn lächerlich. Zeig ihm, dass er machtlos ist. Und pass auf, dass du keine Spuren hinterlässt, wenn du ihm Schmerzen zufügst.“

„Und Ihr?“

„Ich werde ihm jede Nacht erzählen, wie sehr ich es bedauere, dass ich ihn festhalten muss, dass ich will, dass es ihm gut geht, und dass ich nur einen Ausweg will. Mit etwas Glück bringen wir ihn an den Punkt an dem er alles sagt, nur um frei zu sein.“
Alyss lächelte grimmig.

 

 

Es war zu viel. Er war nicht einmal eine Woche hier, und er konnte nicht mehr. Er hatte sich noch nie so hilflos gefühlt. Er wollte sich zusammenkauern, aber die Fesseln ließen das nicht zu. Er wollte schreien, aber kein Laut drang durch den Knebel. Anfangs hatte er die Hoffnung gehabt, dass Sanna etwas davon mitbekam, was Alyss tat, aber die Schlampe hinterließ keine Spuren mehr. Es war aussichtslos.
Als sich die Tür öffnete, zuckte er zusammen. Nicht schon wieder. Auch wenn Alyss ihm nur einmal am Tag Essen brachte, schlich sie sich öfter hier herein, nur um ihn zu quälen. Dass sie einen Becher dabei hatte, ließ ihn aufatmen. Er war durstig, und vielleicht wurde es diesmal erträglich. Eine Stimme in seinem Kopf lachte über den Gedanken.

„Hast du mich vermisst, Bastard?“

Ruhig bleiben. Er wich ihrem Blick aus, um ihr keinen Grund zu liefern, wütend zu werden. Langsam schüttelte er den Kopf. Sie beschimpfte ihn die meiste Zeit als Lügner, vielleicht half es, bei der Wahrheit zu bleiben.

„Wie unhöflich. Dabei habe ich dir extra Wasser mitgebracht.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Wenn du es nicht trinken willst ...“ Dann kippte sie den Becher über seinem Gesicht. Wie er es hasste. Es würde Stunden dauern, bis die Matratze trocknete und so lange lag er … Der Knebel sog sich voll Wasser und der Gedanke wurde unwichtig. Er versuchte den Kopf zu drehen, um das bisschen Stoff, das über seiner Nase lag wegzuschütteln, aber es klebte an seiner Haut. Er schnappte nach Luft und bemerkte, dass es nicht half. Er hustete gegen den Knebel an. Bemerkte die Schlampe, was sie tat? Ein Blick in die kalten Augen sagten ihm, dass sie es genau wusste. Sie würde ihn hier ersticken lassen. Sanna! Warum half sie ihm nicht?

Schwärze kroch um den Rand seines Blickfeldes. Verdammt. Sie würde nicht aufhören. Als alles verschwamm, wurde der Knebel weggerissen. Er schnappte nach Luft, hustete. Als er wieder normal atmen konnte, zitterte sein ganzer Körper.

Er konnte nicht mehr. Es war egal, was es kostete, er wollte hier weg.

„Ich leiste einen magischen Schwur.“

Eine Ohrfeige riss seinen Kopf zur Seite und er hustete wieder.
„Habe ich gesagt, dass du sprechen darfst?“

Er wählte seine Worte vorsichtig.

„Bitte, Lady Alyss. Sagt es Lady Vanora, dass ich ihr einen magischen Schwur leiste. Ich werde ihr keine Befehle mehr erteilen. Und alles andere, das sie wünscht.“

Alyss starrte ihn einen Moment an.
„Wenn das eine Lüge war, wirst du es bereuen.“

Dann knebelte sie ihn wieder.

 

Es dauerte keine zehn Minuten, bis Sanna den Raum betrat.
„Alyss sagt, du willst einen magischen Schwur leisten.“

Er nickte. Sein Gesicht war noch nass, und sie tupfte es trocken.

„Dir ist bewusst, dass ich dich niemals dazu zwingen würde.“

Wieder nickte er. Dann würde der Schwur nach einigen Tagen verblassen.
„Überleg es dir gut. Wenn du dich dafür entscheidest, würde ich mir wünschen, dass du mir keine Befehle mehr erteilst, mich nie wieder festhältst und mich weder verletzt noch tötest. Klingt das fair?“

Er würde ihr schwören, dass er ihr Kammerdiener wurde, wenn das nur bedeutete, dass er Alyss los wurde. Er nickte erleichtert.

„Ich nehme an, ein Armreif wäre angebracht. Ich werde bis heute Abend eine Auswahl mitbringen – falls du dann immer noch Interesse daran hast, einen Schwur zu leisten.“

 

 

Sanna strich über ihren Armreif. Sie hatte sich nicht erhofft, dass er so weit gehen würde, ihr ebenfalls einen Schwur zu leisten. Sie wäre frei. Sie müsste sich nicht vor ihm verstecken, wenn er frei kam, stattdessen war sie ihm endlich ebenbürtig. Nichts konnte sie mehr aufhalten. Niemand könnte ihr mehr etwas anhaben. Sie lächelte, und das erste Mal seit langem fühlte sich das Lächeln echt an.
Sie musste nur hoffen, dass er es auch wirklich tat.

Alyss kam gegen Abend aus der Stadt zurück – mit einem Korb voller Armreife. So sehr sie ihn verachtete, es gab keinen Grund, ihm auf ewig ein Schmuckstück aufzuzwingen, das ihm nicht gefiel. Und er hatte ihr damals auch die Wahl gelassen.

 

 

Der Tag zog sich in die Länge. Wollte er wirklich einen magischen Schwur leisten? Er wäre auf ewig gebunden. Andererseits wäre er nicht vollkommen ausgeliefert. Sie konnte ihn fesseln, aber sie hatte oft genug gesagt, dass sie das nicht gewollt hatte. Und wenn er nur eine Chance hatte hier herauszukommen würde er sie ergreifen.

Er würde ihr vertrauen. Sie hatte es oft genug getan, bevor er das Vertrauen verraten hatte.

 

Nach viel zu langer Zeit öffnete sich die Tür. Sanna hatte ihr Kleid gegen dunkle Magierroben getauscht. Sie trug keinen Kreis, aber die Macht, die sie ausstrahlte, überwältigte ihn. Er hatte selten etwas Schöneres gesehen. Sie setzte sich neben ihn aufs Bett und legte eine Hand an seine Wange.
„Du hast mir heute Mittag einen Vorschlag unterbreitet. Du hattest Zeit diesen Vorschlag zu überdenken. Willst du mir immer noch einen magischen Schwur leisten?“

Er nickte.

„Dir ist bewusst, dass ich dafür Blut brauche. Ich kann dich nicht schneiden, deshalb wirst du es selbst tun – wenn du davon überzeugt bist, dass es das Richtige ist.“

Sie zog ein Amulett aus einer Tasche und legte einen Finger darauf. Er spürte die Berührung von kalter Luft an seinem Gesicht. Sie wollte wohl verhindern, dass er den Knebel wegriss. Dann durchschnitt sie die Fesseln seiner rechten Hand mit einem kleinem Messer.

„Du hast die Wahl.“

Für einen kurzen Moment überlegte er, ob er schnell genug wäre, die anderen Fesseln durchzuschneiden, aber Sannas Blick war durchdringend genug, dass er den Versuch lieber nicht wagte. Sie würde ihn aufhalten.

Stattdessen drehte er das Messer, bis er es an der Klinge hielt. Hätte er beide Hände zur Verfügung wäre es wesentlich einfacher gewesen. Er schloss die Faust um die Klinge und biss die Zähne zusammen. Hoffentlich richtete er damit nicht zu viel Schaden an – magische Wunden heilten extrem schlecht. Sanna fing das Blut auf und er beobachtete sie, während sie den Kreis zeichnete.

„Du wirst die Magie selbst wirken müssen. Alyss wird dir den Knebel abnehmen.“ Sie lächelte ihn an. „Danke.“

Er hatte gehofft, dass Sanna bleiben würde, aber eigentlich war ihm klar gewesen, dass sie das Risiko nicht eingehen würde. Blieb nur zu hoffen, dass Alyss den Schwur nicht ruinierte und ihn auf ewig hier festhielt.

 

Nachdem sie ihm den Knebel abgenommen hatte, trat Alyss einen Schritt zurück und beäugte ihn misstrauisch. Als würde eine freie Hand und die Möglichkeit zu sprechen ausreichen. Er hatte nur den einen Kreis, um Magie zu wirken. Langsam legte er zwei Finger auf die äußere Linie. Es war seine einzige Chance hier herauszukommen. Er hatte lang genug darüber nachgedacht, wie er den Schwur formulieren sollte, und glaubte, dass er die richtigen Worte gefunden hatte. Er ließ die Magie fließen. Er spürte, wie die Magie durch sein Blut floss – sowohl im Kreis als auch in seinem Körper, und sich dann zusammenzog, hin zu dem Armreif, den er gewählt hatte. Er brauchte einen Moment, bis er es geschafft hatte, das Schmuckstück anzulegen – Alyss half ihm natürlich nicht – dann atmete er aus. Egal was er jetzt schwor, es würde ihn binden.
„Ich schwöre, dass ich Sanna, Lady Vanora oder wie auch immer sie sich nennen mag, keinen dauerhaften Schaden zufügen werde oder ihr Leben gefährden werde. Ich schwöre, dass ich sie nicht festhalten werde, außer sie wünscht es. Ich schwöre, dass ich ihr keine Befehle mehr erteilen werde.“

Der Armreif zog sich zusammen, bis er scheinbar mit seiner Haut verschmolz. Es gab kein Zurück mehr. Er schloss die Augen, als Alyss ihn wieder knebelte. Es musste genügen. Sie musste ihn gehen lassen.

 

Es dauerte nicht lange, bis Sanna wieder auftauchte. Sie strich über seinen Armreif.
„Warum sollte ich wünschen, dass du mich festhältst?“

Ihr Lächeln verschwand, als sie den Knoten des Knebels löste. War das Misstrauen in ihren Augen? Nach einem magischen Schwur?

Er versuchte zu Lächeln, aber es gelang ihm nicht. Stattdessen zuckte er mit den Schultern. „Wer weiß, was geschieht, wenn wir uns in hundert Jahren wieder sehen.“

„Ich hoffe, dass wir uns nicht wieder sehen.“

„Ich auch.“ Egal, wie schön sie war, er durfte nicht vergessen, dass sie in der Lage war, ihn festzuhalten. Sie war ihm ebenbürtig, aber das hieß auch, dass sie viel zu gefährlich war.

„Du wolltest noch einen Befehl zurücknehmen.“

Er nickte langsam. Es war vorbei. „Ich nehme alle Befehle zurück.“

Mit einem Lächeln stand sie auf.

„Du wolltest die Fesseln lösen.“

 

 

Seine Stimme klang verzweifelt, als er sie daran erinnerte, die Fesseln zu lösen. Sie lächelte.

„Wieso sollte ich deine Fesseln lösen wollen?“

Er starrte sie an. „Ich habe dir geschworen ...“

„Ein magischer Schwur der nur auf eine Gegenleistung aus ist, hält nicht lang.“

Wie sie es genoss, die blinde Panik in seinen Augen zu sehen. Er war ihr ausgeliefert. Sie konnte ihn nicht töten und nicht groß verletzen, aber für ihn gab es Schlimmeres. Sie kostete den Moment aus und erlaubte sich sogar, ihn sadistisch lächelnd unterm Kinn zu kraulen. Nach ein paar Minuten schien etwas in seinen Augen zu zerbrechen. Er senkte den Blick.

Sie tätschelte seinen Kopf, bevor sie aufstand.

„Bitte.“

Seine Stimme war leise. Sie drehte sich noch einmal zu ihm um.

„Bitte, Sanna. Lady Vanora. Ich werde alles tun. Aber bitte lass mich nicht mit Alyss allein.“

Alyss hatte es wohl wirklich geschafft, ihn zu brechen. Oder war kurz davor. Sie lachte leise.
„Es ist nicht Alyss, die du fürchten solltest. Alles was sie getan hat, war von mir abgesegnet.“

Er starrte sie an. Bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sie die Tür hinter sich.

 

Sie lehnte sich gegen die Tür. Es war vorbei. Sie war frei. Trotzdem fühlte sie sich leer. Es war vorbei.

 

 

Er schlug die Augen auf. Das war ein Albtraum. Sanna war diese Nacht nicht zu ihm gekommen – warum auch? - und er war sich nicht sicher, was er tun sollte, wenn Alyss wieder kam. Er hatte verloren. Er hätte nicht gedacht, dass Sanna ihn so sehr hasste. Er strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.

Wie sollte … dann begriff er, was er gerade getan hatte. Er setzte sich auf. Die Fesseln waren verschwunden. Sein Blick fiel auf den kleinen Tisch, den Alyss immer als Ablage genutzt hatte. Ein einzelnes Blatt Papier lag darauf. Mit zitternden Fingern nahm er es und betrachtete den Kreis, der darauf gezeichnet war. Dann legte er seine Finger an den Kreis. Er würde auf seine Burg zurückkehren. Es war vorbei. Endlich.

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Ich weiß, dass das nicht das Ende ist, auf das viele gehofft hatten (und ehrlich gesagt hatte ich kurz auch überlegt, ob so etwas Kitschiges wie ein magischer Schwur mit einem (Ehe)ring passend ist - aber irgendwie glaube ich nicht, dass es funktioniert hätte). Ich habe etliche Szenarien durchgespielt, aber die beiden machen sich immer gegenseitig kaputt, wenn sie zu lange zusammen sind. Ich hoffe ihr hattet trotzdem Spaß daran, zu beobachten, wie die Charakter sich entwickeln.

 

 

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Kommentare

Bild des Benutzers mmmgeschichten

Ich hatte aber auch keine konkreten Erwartungen an das Ende, nur dass die Geschichte logisch zu Ende geht.

Und das hast du geschafft.

Und du hast dir auch ne ganze Menge offen gelassen... Irgendwann, wenn dich der Hafer nochmal sticht, kannst du zum Beispiel erzählen was passiert wenn die Beiden sich nach Hundert Jahren nochmal über den Weg laufen.

Also von mir erstmal 6 Sterne. Als Anerkennung dafür, dass du uns eine gut erzählte und abgeschlossene Geschichte geschenkt hast. Ich weiß wie schwer das manchmal ist.

Liebe Grüße,

M.M.M.

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Bild des Benutzers Realitätsfremd

dass es nicht nur in meinen Augen ein logisches Ende ist. Meine Schreibweise (Charakter entwickeln, sie in eine Situation werfen, schauen, wie sie reagieren), führt oft zu sonderbaren Ergebnissen ;)

Was in hundert Jahren passieren könnte ... da gibt es Möglichkeiten, aber wahrscheinlich vertraut keiner der Beiden dem Anderen weit genug, um ohne Zutun von außen etwas anzufangen. 
Vielleicht ist es auch einfach Zeit, die Geschichte ruhen zu lassen, und etwas Neues anzufangen.

Danke für dein Lob!

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Bild des Benutzers Marite

Hey 

Ich lese auf dieser Seite und vor Jahren schon auf dem gesperrten Vorgänger schon ziemlich lange. Manch gute Geschichten, viele mittelprächtige, sehr viele die mich nicht in ihren Bann ziehen. 

Aber nie habe ich mich bisher angemeldet, war zu faul für den Aufwand trotz des schlechten Gewissens den Autoren gegenüber. Du bist schuld, dass sich das heute geändert hat! Über Azurblau bin ich gestolpert und „Daemon“ hat mich einfach durch den Titel angesprochen  ;-)

Nicht nur, dass ich „historisches“ Fantasy mag, aber die Idee und die Umsetzung der Charaktere ist grandios! Dies ist viel mehr als eine nette kleine erotische Geschichte. Ich leide so sehr mit den beiden mit, erst nur mit ihr und seit neuestem auch mit ihm und würde so gern verstehen, was die beiden dazu treibt, so zu handeln, wie sie es tun. Vielleicht haben die dämlichem Horoskope recht damit, dass Waagen harmoniebedürftig sind (ich kann Horoskope und sowas nicht leiden)... Ich würde zu gern sehen, dass sie (genauso holprig und ungeschickt wie bisher) zueinander finden und lernen, miteinander einen Weg zu finden, denn so richtig scheint es ohne einander nun auch kaum noch zu gehen?! Hach... ich mag dich nicht drängen, aber ich würde mich sehr über mehr von den beiden freuen, gern bevor 100 Jahre vergangen sind. 

Ich fand- wenn auch das nur sehr kurz war- die Emae-Geschichte sehr spannend und denke jetzt noch darüber nach... wahrscheinlich lese ich sie gleich einfach nochmal.

Mach weiter so, bitte :-)

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Bild des Benutzers Realitätsfremd

Ich schaffe es nicht, eine Geschichte zu schreiben, ohne dass die Charakter ihr Eigenleben entwickeln und plötzlich ganz andere Aspekte als die 'romantische' Beziehung zwischen ihnen wichtig werden.
Die Geschichte hier ist schon stark gekürzt, um dem Anspruch dieser Seite gerecht zu werden, was vielleicht dazu führt, dass teilweise nicht ganz klar ist, warum die Charakter handeln, wie sie es tun. Vor allem die Frage, wie aus Sanna, dem unschuldigen Bauernmädchen, eine Magierin wird, die keinen Deut besser ist als ihr (ehemaliger) Meister, ist nicht ganz geklärt.
Ich hole dazu einfach mal ein bisschen aus: Die Sache mit Emae ist angedeutet. Sanna sieht die Möglichkeiten, nicht mehr selbst Opfer des monatlichen Rituals zu sein, und schlägt zu. Ein bisschen Eifersucht spielt mit rein, aber sie bindet einfach eine Magd, die sie nicht kennt mit einem starken Liebeszauber an ihn. Er ist davon nicht wirklich begeistert, während Sanna sich gleichzeitig auch selbst Vorwürfe macht, weil sie Emae dazu verflucht hat, bei ihm zu bleiben. Nach einem Monat zwingt er Sanna den Liebeszauber aufzuheben, was Emae psychisch zerbricht. Sie hält das nicht lange durch, was Sanna noch mehr zusetzt. 
Das hält Sanna aber nicht davon ab, etwas später, als er schon nach Ersatz für Emae sucht, eine Adlige zu entführen, weil diese sie geärgert hatte. Davon hält er noch weniger, und zwingt Sanna dazu, selbst das Ritual an ebenjener Adligen durchzuführen. Nachdem das schief geht, kauft er mit Sanna zusammen eine Sklavin (wer weiß, wen Sanna sonst noch angeschleppt hätte?).
In der ganzen Zeit arbeitet er systematisch daran, Sanna so zu formen, wie er sich einen Magier vorstellt - als jemanden, der sich nimmt, was er will, weil niemand es einem verwehren kann. Und auch wenn Sanna immer wieder behauptet, dass sie besser ist als er, übernimmt sie viel von seinem Lebensstil. 
Wie ich die beiden dann tatsächlich nochmal zusammenbringen könnte, weiß ich (noch) nicht. Ich konzentriere mich erstmal auf Azurblau, und dann sehen wir mal, ob sich noch etwas ergeben könnte, oder ob die beiden einfach beide nicht zusammenpassen können, nach dem was sie sich gegenseitig angetan haben.
Kurzer Gedanke zum Schluss: Kann es sein, dass du Emae und Meira verwechselst und das kleine Extra mit Meira aus seiner Sicht meintest?

Jedenfalls freue ich mich, wenn ich mit den Geschichten Leser erreiche und mitreiße :) Vielen Dank!
 

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Bild des Benutzers Marite

Ich bin mir sicher, auch nachdem ich es nochmal gelesen habe ;-)

Ich würde mich auch sehr über die ungekürzte Geschichte freuen, denn ich finde Charaktere einfach super spannend und bewundere Menschen, die nachvollziehbare Entwicklungen beschreiben können. 

Irgendwie schreibst du „zu harten Tobak“, damit es nur als erotische Geschichte zu lesen ist (für mich)

 

Nun gut, dann werde ich Azurblau weiter verfolgen, das ist auch sehr vielversprechend 

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