Neue Schule, neue Freunde? 06

 

Hallo an Alle!

 

Da bin ich wieder und gehe euch mit dem nächsten und auch letzten Teil dieser Serie auf die Nerven. Ich hoffe das Ende findet Anklang. Vielleicht ist es etwas schnell jetzt, aber es hat sich dann doch irgendwie selbst geschrieben. 
Ich danke allen die bis hierher durch gehalten haben und wünsche viel Spaß!

 

06. Besuch

 

Kaum das Zoe den Flur hinter sich gelassen hatte, stand ihr Mutter vor ihr. Sie begann sie über den Abend aus zu fragen und wollte alles wissen. Lächelnd ließ Zoe es zu, auch wenn sie ihr nicht alles erzählte, so doch vieles, vor allem von Caleb schwärmte sie ihrer Mutter etwas vor. Das bemerkte sie noch nicht mal wirklich. Erst die Frage ob sie ihn mochte ließ Zoe etwas nachdenklich werden. Doch sie zuckte nur die Schultern und erklärte dass sie Freunde waren und sie ihn kennen lernen wollte. Das lobte ihr Vater und meinte dass es eine sehr erwachsene Entscheidung sei.

Lachend lief sie die Treppe hoch als ihre Mutter nicht mehr Rede und Antwort von ihr haben wollte. Ihr Vater meinte nur dass er froh war jetzt den jungen Mann nicht drohen zu müssen. Ihre Mutter lachte und Zoe war froh das die beiden sich noch so gut verstanden. Als sie in ihr Zimmer ging, fragte sie sich trotzdem, was dass jetzt alles werden sollte. Ob das, was sie auf der Kirmes getan hatten das letzte war. Den Gedanken schüttelte sie ab, es war besser so. Immerhin würde sie das nicht wieder in einen Konflikt führen. Ohne all das wäre es besser, eine einfache Freundschaft war gut.

Sie konnte Caleb nicht geben was er wollte, was er scheinbar suchte. Für Zoe war das einfach zu viel des Guten. Sie hatte vorher auch Spaß beim Sex gehabt und der war alles andere als ausgefallen gewesen. Seufzend zog sie sich aus und viel irgendwann müde von allen Geschehnissen ins Bett. Vor ihr lagen sechs angenehme Wochen Ferien und die würde sie in vollen Zügen genießen.

 

Die ersten Tage verbrachte sie recht ruhig, tauschte nur wenige Nachrichten mit Mia und den anderen aus. Fast dachte sie schon dass alles sich irgendwie im Sand verlaufen würde, sie auch in diese Clique nicht rein passte, doch hatte Mia wohl andere Ideen. Sie lud sie zu einem Besuch im Einkaufszentrum ein. Das Zoe zusagte hatte eher was mit Langeweile zu tun als das sie neue Sachen brachte.

Zwar musste Zoe fahren aber die Frau neben ihr half ihr durch den Verkehr der fremden Straßen. Als sie endlich da waren, war Zoe überrascht. Sie hatte irgendwie mit einer Innenstadt gerechnet, doch Mia hatte sie wirklich in ein Einkaufszentrum geschleppt. Kaum das sie drinnen waren ging der Alptraum auch los. Wie aus einem schlechten Film schien Mia in jedes Geschäft zu müssen das Klamotten für sie hatte.

Zoe ließ das zwar über sich ergehen, aber irgendwie hatte sie das Bedürfnis schreiend weg zu laufen. Mia schleppte Klamotten an die Zoe nicht im Traum anziehen würde. Nicht weil sie ihr schlecht standen sondern viel zu aufreizend waren. Mia erklärte aber nachdrücklich das, wenn sie ausgingen Zoe das brauchen würde. Der Shoppingwahn endete noch nicht mal bei der Unterwäsche und Mia entwickelte einen wahren Kaufrausch.

Lachend zogen sie durch die Gänge und es war gar nicht mehr so schlimm als Zoe sich endlich darauf einließ und etwas auf taute. Mia machte keine falschen Andeutungen oder Berührte sie unangemessen. Sie waren zwei Freundinnen die shoppen gingen. Zoe nahm es ihr nicht mal übel als Mia über ihre absolut perfekten Brüste in einem Oberteil sprach oder hier und dort was zurecht zupfte. Auch für Mia fanden sie einiges und mit den Taschen bepackt schlenderten sie zu einem kleinen Kaffee um dort etwas zu essen und zu trinken.

In dem Gespräch entpuppte sich Mia als völlig normal. Sie hatte Macken wie alle anderen auch. Es sollte Zoe nicht überraschen aber es tat es. Mia hatte einen Schwarm oder auch Menschen die sie nicht leiden konnte, lästerte über Mitschüler und andere Leute die Zoe gar nicht kannte. Sie merkte dass Mia Süßes liebte und sich mehr Nachtisch bestellte als irgendwas anderes.

Es war ein schöner Tag den sie mit Mia verbrachte, auch ohne die anderen und Caleb. Sie erfuhr auch ein wenig mehr über Caleb und seine Familie. Diese waren wohl aus Amerika, was erklärte warum Caleb eine eins in Englisch hatte und woher die ausgefallenen Namen kamen. Sie sprachen aber zu Hause nur wenig Englisch, auch wenn es Mia wohl geholfen hatte ihre Note ebenfalls auf einer eins zu halten.

Ein wenig ging es nach dem Essen noch weiter, denn irgendwie schien es dass Mia nie genug Klamotten haben konnte. Sie hatte ein ganz besonderes Gefühl für ihren Körper, zumindest hatte Zoe den Verdacht. Mia machte es nichts wenn man mal etwas mehr sah. Sie war nicht perfekt, sagte Mia selbst über sich, aber sie mochte ihren Körper und sie zeigte ihn auch gerne. Zoe hingegen fand die Frau mehr als gut gebaut. Sie war wunderschön und selbst Zoe beneidete sie etwas um ihre Kurven. Nicht das Zoe nicht auch gut ausgestattet war, aber sie waren irgendwie nicht so wie bei Mia. Kichernd verglichen sie sich in denselben Outfits vor dem Spiegel und Zoe quietschte als Mia ihr in den Hintern kniff. Sie lachten darüber und es war einfach nur angenehm.

Es war schon Abend als Zoe Mia zu Hause raus ließ und diese ihr verriet dass sie am nächsten Tag vorbeikommen würde um Zoe beim Ausräumen der Kisten zu helfen. Das hatte die Brünette immer noch nicht gemacht und scheinbar wollte Mia helfen dem ein Ende zu setzen.

Das Mia es ernst meinte wurde Zoe erst am nächsten Tag klar. Ihre Mutter ließ Mia rein, musste aber selber los zur Arbeit. Kurz darauf spürte Zoe wie ihr Bett sich bewegte. „Lass mich… hab Ferien.“, meinte sie wohl ihre Mutter. Als sie die Augen öffnete sah sie in die grünen von Mia und in ein grinsendes Gesicht. „Ah!“, schrie Zoe erschrocken und rutschte von Mia weg. „Bist du bescheuert?“, fragte sie und hieb Mia ihr Kissen ins Gesicht. Nur Sekunden später wurde daraus eine Kissenschlacht und Mia gewann weil sie wach war.

Lachend schickte sie Zoe ins Bad und begann in der fremden Küche Kaffee zu machen. Mit diesem wartete sie dann als Zoe aus der Dusche kam. Zusammen suchten sie etwas für Zoe raus und begannen die Kisten aus zu räumen und Klamotten weg zu schmeißen. Es war ein lustiger Vormittag und Zoe ließ sich überreden noch ein paar Bilder auf zu hängen, machte sogar ein Selfie mit Mia und kicherte ausgelassen.

Sie fühlte sich endlich wieder wohl in ihrer Haut, hatte jemanden mit dem sie reden und lachen konnte. Zusammen schafften sie es schnell Ordnung zu schaffen und die Kisten zu leeren. Dabei erfuhr auch Mia viel über die junge Frau. Die früher Volleyball gespielt hatte und einige Mannschaftsbilder aufbewahrte. Lachend teilte sie mit Mia einige Erinnerungen daran.

Beim Ausräumen vergaßen sie ganz zu essen und so gingen sie am Abend beim McDonalds Essen. Mias glorreiche Idee es den anderen zu sagen brachte ihnen eine erhebliche Bestellung ein und Zoe konnte nur den Kopf schütteln. „Ich hab es dir gesagt.“, grinste sie. Doch sie schafften es alles zu bekommen auch wenn sie ziemlich dumm angeschaut wurden bei der Mammut Bestellung. Alles ins Auto gepackt ging es dann zu Mia nach Hause, wo die anderen draußen warteten. Mia erklärte ihr dass die Eltern von Caleb nichts dagegen haben wenn sie hier waren.

Ein kleines Feuer entfacht machten es sich alle gemütlich. Freundlich nahmen sie Zoe erneut in ihre Runde mit auf und es war fast so als wäre Zoe schon immer dabei gewesen. Eine Nachricht von Caleb auf ihrem Handy ließ sie kurz zu ihm sehen. Die Nachricht abrufend hob sie die Augenbrauen. „Bitte sag mir dass du Halterlose Strümpfe trägst.“, schrieb er und Zoe sah ihn erneut fragend an. „Geht dich nichts an.“, tippte sie und grinste frech. „Ach komm verrat´s mir.“, kam die Antwort nur Sekunden später und Zoe sah sich einem bittendem Blick gegenüber.

Etwas den Rock hoch ziehend ließ sie ihn die Spitze erkennen die sich um ihren Schenkel legte. „Danke.“, kam prompt die Antwort und Zoe schüttelte den Kopf. Mia hatte Recht behalten, sie trugen sich gut und Caleb schien sie mehr als nur gerne zu haben. Das Essen verteilend wurde es irgendwie dann doch ein Tauschen und Weitergeben und weniger das jeder das aß was er bestellt hatte. Es war lustig und sie unterhielten sich, neckten sich.

 

Auch die nächsten Tage verbrachte Zoe Zeit mit den anderen, mal nur mit Mia und mal nur mit Caleb. Er nahm sie mit als er ein paar Fotos machen wollte. Diesmal waren es ganz normale Fotos und Zoe sah wie viel Mühe er sich gab, sogar lange wartete bis alles stimmte, keine Leute zu sehen waren oder das Licht richtig viel. Es machte ihr Spaß und sie half in dem sie Leute bat kurz zu warten oder einen Ast weg hielt.

In dem Schlossgarten war es angenehm frisch. Es ging immer ein Wind und sie lernte Caleb kennen, auf eine Art die sie vorher nicht gekannt hatte. Er war sehr perfektionistisch was seine Fotos anging und er mochte es gar nicht, wenn sie es rumknippsen nannte. Lachen zog sie ihn damit auf, doch er ließ sich nur wenig aus der Ruhe bringen. Er hatte verdammt viel Geduld und manchmal hockten sie Zehn Minuten oder länger an einem Ort und warteten.

Zoe gab sich Mühe nicht zu hibbelig zu sein, belohnt wurde sie mit einem Eis und einem sehr schönen Nachmittag. Das Caleb auch von ihr Bilder schoss konnte sie kaum verhindern, doch irgendwann gab sie nach und ließ ihn. Der Garten war romantisch und doch bewahrten sie eine Distanz die auf reiner Freundschaft beruhte. Das es Zoe begann zu stören konnte sie nicht verhindern. Manchmal wünschte sie sich er würde sie in den Arm nehmen oder streicheln. Banale Dinge, wie Händchen halten, aber auch Dinge wie sie zu berühren oder mit ihr hinter einer Mauer zu verschwinden. Sie erkannte sich selbst kaum wieder. Doch die Gedanken und die Wünsche waren da.

Als er sie am Abend zu Hause absetzte sehnte sie sich nach etwas, einem Kuss oder einer Berührung, irgendwas das mehr war. Das sanfte Lächeln und die wenigen Worte zum Abschied reichten ihr kaum. Dennoch erwiderte sie es und stieg aus, tat selbst genauso wenig wie Caleb. Aber was sollte sie auch erwarten, sie hatten sich auf genau das geeinigt, auf eine Freundschaft.

Seufzend lehnte sie gegen die Tür und hörte wie Caleb weg fuhr. Sie wusste nicht was sie von sich selbst halten sollte. Sie empfand was für Caleb, sie mochte ihn mehr als nur als Freund. Doch sie wusste ganz genau das Caleb mehr wollte als Sex von hinten oder das sie ihm einen blies. Tief atmete sie durch und ging in ihr Zimmer. Sie verscheuchte die Gedanken an alles was er mit ihr getan hatte oder was er ihr aufgezwungen hatte.

Es war nicht das was sie wollte, es konnte nicht das sein. So war sie nicht. Sie war doch normal, oder? Aber wieso wurde sie dann so verdammt erregt, wenn sie nur daran dachte oder sich die letzten Bilder ansah? Warum machte es sie verrückt dass Caleb nichts mehr tat und sie nicht mehr zu irgendwas drängte oder sie in eine gewisse Richtung dirigierte?

Diese und noch viele Fragen mehr quälten Zoe die nächsten Tage und auch Mia konnte ihr nicht helfen. Sie war zwar zu einer guten Freundin geworden, aber sie war auch Teil des Problems mit Caleb. Sie verbrachte schöne Tage mit Caleb und den anderen, sie fuhren an einen See oder gingen abends weg. Sie unternahmen ganz normale Dinge und wäre da nicht diese Sehnsucht die Zoe spürte, hätte sie alles viel besser genießen können.

Aber schon Kleinigkeiten zerrten an ihrem Nervenkostüm, sie machte sich selbst unfassbar verrückt. Sie wollte mehr und gleichzeitig wollte sie sich nicht eingestehen dass es so war. In Calebs Auto sitzend tippte sie eine Nachricht an Mia. Eigentlich wollten sie zusammen in die Stadt und schauen was es so neues gab. Mia war mit den anderen vor gefahren und sie wollte mit Caleb hinterher kommen.

Aus dem Fenster sehend, erkannte sie das Caleb noch mit seinem Bruder telefonierte. Fragend sah sie ihn an und er nickte entschuldigend. Als er auflegte und sie ansah wusste Zoe schon das es wohl eine Planänderung gab. „Was?“, fragte sie. „Ich muss zu meinem Bruder, er macht gerade ein Shooting und ich hab mit den Models noch was abgemacht und sie können im Augenblick nur jetzt… wär es ok für dich mit zu kommen? Ich schau auch das es nicht so lange dauert.“, grinste er entschuldigend.

Zoe verstand den Aufriss nicht wirklich. Zwar wusste sie das Nate, Calebs Bruder, in einem kleinen Fotoladen arbeitete, aber mehr auch nicht. Es hatte sie nur soweit interessiert das Nate es war, der Caleb das Fotografieren nahe gebracht hatte. „Von mir aus… die Läden laufen uns nicht weg.“ Zoe zuckte mit den Schultern und tippte etwas für Mia neben bei. „Ich sag Mia Bescheid…“, erklärte sie und spürte wie der Motor anging und die Fahrt begann.

Das Caleb seine Kamera immer und überall dabei hatte wusste sie, sie lag hinten auf dem Rücksitz in einer Tasche und wenn alle Stricke rissen hatte er sein Handy. Grinsend sah sie ihn an und hatte mittlerweile mit bekommen das Caleb manchmal Dinge sah, die sonst keinem auffielen. Die er in einem Foto einfing und damit einen Moment gefangen hielt.

Sie sah Caleb an und erkannte das er sich freute, er hatte ein Lächeln im Gesicht das er immer hatte, wenn er sich auf etwas freute. „Ist es ein besonderes Shooting?“, fragte sie interessiert nach und Caleb nickte beim Abbiegen. „Das ist es. Die beiden hatten lange keine Zeit mehr und jetzt sind sie wieder da und sie freuen sich schon auf die Fotos von mir und mich auf das fotografieren.“, lachte er und Zoe nickte verstehen. Die Fahrt dauerte auch nicht lange, aber es war nicht unbedingt das was die junge Frau erwartet hatte.

Sie waren in der Stadt angekommen, es war ein normaler Fotoladen, wenn auch etwas größer als erwartet, es wirkte wie eher wie ein Wohnhaus. Es gab einen Vorgarten und nur dezent Werbung durch ein metallenes Schild. Zoe stieg mit aus und sah wie Caleb seine Kamera mit nahm und sie auf das Haus zugingen. Durch eine Eingangstür gehend wirkte es wie ein Flur, auch wenn man hier deutlicher erkannte dass es sich um einen Fotoladen handelte. Zumindest kam es Zoe so vor. Ein kleiner Tresen, viele Bilder an den Wänden und einige Rahmen die man wohl so erstehen konnte.

Lächelnd betrachtete sie ein paar der Fotografien bevor Caleb sie weiter führte. Niemand war am Empfand und es stand ein Schild das man klingeln sollte da gerade ein Shooting war. Aber irgendwie konnte Zoe sich nicht vorstellen das dieser Laden gut besucht war. Er wirkte so ab vom Schuss und irgendwie so gar nicht gedacht für Laufkundschaft. Durch ein paar Räume gehend wirkte es immer noch wie ein ganz normales Haus. Sie konnte ein Wohnzimmer, eine Küche und ein Esszimmer ausmachen. Nur die Lichter und Ständer erinnerten daran das hier wohl eher Fotografiert wurde und weniger gegessen oder entspannt.

„Nicht erschrecken, du kannst auch gerne woanders warten.“ Calebs Worte rissen sie aus ihren Gedanken und sie sah ihn fragend an. Doch Caleb grinste nur und ging mit ihr in den Garten. Dieser war von hohen Hecken eingerahmt und als Zoe auf den Baum in der Mitte sah, wusste sie auch warum. Rot war das Erste was sie wirklich erkannte bevor ihr Kopf langsam das Gesamtbild in sich aufnahm. Eine Frau vielleicht Mitte dreißig stand dort gefesselt am Baum. Das Seil das sich um einen Ast schlang legte sich um ihre weit hinauf gereckten Hände und wanderte dann an ihrem Körper hinab.

Kunstvoll umschloss es ihre Brüste, ohne diese ab zu binden, es umfing sie einfach und ließ sie in der Position noch mehr hervorstechen. Sie waren ein schöner Blickfang und es viel Zoe schwer den Blick davon zu nehmen. Doch das gewundene Seil schlang sich weiter um den Körper der Frau, künstlerisch verknotet glitt es zwischen ihre Schenkel und von dort ihren Oberschenkel entlang. Ein Knie wurde angehoben und am gleichen Ast, wie die Arme, fest gebunden. Es gab so einen freien Blick auf die Scham und ließ die Frau gleichzeitig so gut wie unbeweglich zurück.

Zoes Mund stand offen und ihre Wangen glühten. So etwas hatte sie noch nie gesehen, zwar hatte sie auf Calebs Bilder ähnliches gesehen, aber das hier war etwas völlig anderes. Sie spürte eine Hand nach ihrer Greifen und sah in Calebs blaue besorgte Augen. „Alles ok? Du kannst drinnen warten.“, erklärte er und lächelte sie beruhigend an. „Ähm… alles.. gut.“, stotterte Zoe und senkte beschämt den Blick.

„Na gut… ich geh jetzt zu ihnen, du kannst gerne mitkommen…“, bot Caleb an aber Zoe schüttelte den Kopf und blieb lieber wo sie war. Sie sah dabei zu wie Caleb zu den anderen ging und erst jetzt bemerkte Zoe das Nate Fotos schoss und das ein Mann unweit neben der Frau stand und eine Gerte in der Hand hielt. Sie begrüßten sich und Zoe setzte sich auf einen Stuhl und hielt ihre Handtasche fest. Sie fühlte sich absolut fehl am Platz und irgendwie war sie auch sauer dass Caleb ihr nicht gesagt hatte um was es hier ging. Dann hätte er sie vielleicht zu Hause absetzten können und sie wäre mit ihrem Wagen gefahren.

Den Blick auf den Boden gerichtet, wollte sie nicht starren oder auffallen. Das alles kam ihr falsch vor, obwohl sie die Neugierde doch gepackt hatte. Eine Flasche Wasser vor ihren Augen ließ sie Aufsehen und Nate erkennen der vor ihr stand. „Hey, möchtest du?“, fragte er. Nickend griff Zoe danach. „Danke.“, lächelte sie immer noch sehr verlegen und sah wie Nate sich neben sie setzte und erstmal selbst etwas trank. „Danke dass du Caleb nicht aufgehalten hast… mein Gott, er tat gerade so als würde er dich entführen, wenn er jetzt her kommen würde.“, schien Nate ein Gespräch beginnen zu wollen.

„Ach… nein, er hat wohl übertrieben.“, zuckte Zoe die Schulter und nippte an ihrer Flasche. Noch immer wusste sie nicht wo sie hin sehen sollte. Deutlich spürte sie wie ihre Wangen glühten. „Du hast meinem kleinen Bruder echt den Kopf verdreht, weißt du das?“, platzte Nate heraus und erhielt einen geschockten Blick von Zoe. „Was?“, fragte sie entsetzt und wusste gar nicht wie sie jetzt reagieren sollte.

„Na komm,… sag nicht dass du das nicht wolltest…“, grinste der Mann vor ihr und schien sich seiner Sache sehr sicher zu sein. Doch Zoe konnte damit nur wenig anfangen, sie kannte Nate nicht wirklich, hatte ihn nur ein paar Mal gesehen und von ihm gehört. Doch wirklich mit ihm gesprochen hatte sie nie. Er hatte eine ähnliche Ausstrahlung wie Caleb auch wenn diese irgendwie dominanter war. „Ich… wir sind nur… Freunde.“, erklärte Zoe fast schon eingeschüchtert.

Sie erhielt von Nate nur einen ungläubigen Blick und dann sah er kurz zu Caleb der schon begonnen hatte Fotos zu machen. „Wirklich? Nur Freunde?“, fragte Nate und sah sie wieder an. Zoe nickte zaghaft. „Irgendwie kann ich mir das kaum vorstellen… so oft wie er von dir spricht…“, überlegte Nate laut und veranlasste Zoe überrascht die Augen weit zu öffnen. „Wirklich?“, fragte sie und erhielt nun ebenfalls ein Nicken. „Ja, er spricht oft über dich. Aber scheinbar ist das dann wohl einseitig.“, zuckte Nate die Schultern als wäre das nicht weiter wichtig. Zoe hingegen senkte den Blick wieder und wusste sehr wohl das es nicht ganz so einseitig war, wie Nate dachte. Zu Caleb sehend kniete dieser vor der Frau und die Kamera fing einen Schlag der Gerte ein. Ein leidender Laut durchbrach die aufkommende Stille und Zoe sah sofort hektisch weg.

„Ist nichts für dich? Solche Spiele?“, fragte Nate ganz offen. Zoes Herz raste und sie sah ihn geschockt und peinlich berührt an. Den Kopf schüttelnd wirkte es allerdings nicht wirklich verneinend. „Angst es könnte dir gefallen?“, fragte der Mann grinsend und erwischte Zoe erneut eiskalt. „Oder wieso blickst du hin und dann wieder weg? Soweit ich weiß hat Calebs bereits Fotos von dir gemacht und… auch wenn ich sie nicht gesehen habe, ich denke es hat dir gefallen… sonst wärst du nicht mit ihm „befreundet“.“, grinste Nate.

„Das… geht dich nichts an… Caleb und ich haben diese Entscheidung so getroffen und das ist gut so für uns.“, fauchte Zoe und fühlte sich in die Ecke gedrängt. Das alles ging Nate doch überhaupt nichts an. Das war eine Entscheidung die sie getroffen hatten um überhaupt befreundet bleiben zu können. So gerne Zoe auch mehr wollte, es ging einfach nicht, das alles machte ihr Angst und die nächste Hieb ließ die Frau in den Fesseln wieder stöhnen und betteln es möge aufhören. „Dafür bist du aber oft in seiner Nähe, ziehst dich aufreizend an, so wie jetzt und ich denke das du sogar eifersüchtig bist, wenn er die Frau gleich anfasst.“, grinste Nate und deutete auf die drei Leute am Baum wo Caleb wirklich den Schenkel der Frau berührte.

Sofort spürte Zoe wie sie sich wünschte Caleb würde sie anfassen. „Du…“, murrte die junge Frau und erhob sich. „Sag ihm ich warte drinnen.“, erklärte sie ohne wirklich was zu erklären. Sie trat die Flucht an. Das Nate sich selbst gegen den Kopf schlug konnte sie nicht mehr sehen, sie war auf den Weg nach drinnen in die Küche. Sie hielt sich an ihrer Tasche und der Wasserflasche fest.

Die Gedanken rasten und ihr wurde erst jetzt klar dass sie sich wirklich geändert hatte. Durch Mia war sie um einiges freizügiger gekleidet und wohl genauso wie Caleb es mochte. Nicht umsonst hatte Mia auf einige neue Kleidungsstücke Wert gelegt. Gegen eine Arbeitsplatte lehnend hatte sie das Gefühl alles falsch angegangen zu sein. Wie war sie nur in so etwas hinein gerutscht?

Aus dem Fenster konnte sie immer noch in den Garten sehen und sie drehte sich wieder weg, wollte und konnte dem Schauspiel nicht beiwohnen. Nicht mal jetzt wo niemand sie sah oder wusste dass sie zusah. Sie fischte ihr Handy aus der Tasche so hatte sie etwas Ablenkung durch Mia, die fragte was sie taten und dazu ein paar anzügliche Smileys packte. Zoe wiegelte das schnell ab und erklärte das Caleb Fotos machte. Die kleine Unterhaltung mit Mia lenkte sie wirklich ab und sie merkte nicht dass die Zeit verstrich und draußen langsam zusammen gepackt wurde. Ein erschrockenes Luft einziehen ließ sie aufblicken.

„Oh… entschuldige.“, meinte die junge Frau die in einem flauschigen Bademantel eingewickelt vor ihr stand. „Ich wusste nicht dass du hier bist.“, lächelte sie. „Darf ich kurz an den Kühlschrank?“, fragte sie und Zoe zuckte nur die Schultern. „Klar, wieso nicht… ist nicht meins.“, lächelte sie und trat etwas von der Kühlschranktür weg. „Danke… ich bin Mel… gehörst du zu Nate oder Caleb?“, fragte die Frau und ging an Zoe vorbei.

„Zu Caleb.“, murmelte Zoe und packte höflicherweise ihr Handy zur Seite als Mel sich etwas zu trinken holte. „Ich bin Zoe.“, stellte sie sich ebenfalls vor. „Seit ihr beide…“, fragte die Frau und trank die Cola. „Nein.“, platzte es Zoe heraus und sie schüttelte den Kopf hektisch. „Okay…“, kam es langgezogen von der älteren. „Sorry,… es sollte nicht so… laut sein.“, entschuldigte Zoe sich und ließ den Kopf etwas hängen. „Ich hatte darüber gerade schon ein Gespräch mit Nate und das reicht für einen Tag.“, erklärte sie resigniert.

„Ach wieso?“, fragte Mel offen neugierig und lehnte an dem Küchentisch. „Keine Lust auf Caleb? Ich mein er ist schon schnuckelig…“, grinste die Frau und Zoe wurde etwas rot und zuckte erneut die Schultern. Sie wollte nicht darüber reden, außerdem ging es doch nun wirklich keinen was an. „Oder… liegt es an dem was… er mag und macht?“, grinste die Frau und Zoe sah sie an als würde sie einen Alien sehen. War es denn so offensichtlich was ihr durch den Kopf ging.

Ein Lachen von Mel durchbrach die Stille. „Ganz ruhig, deine Gedanken stehen nicht auf deiner Stirn, aber ich erinnere mich das es mir mal ähnlich ergangen ist.“, lachte sie offen und ehrlich. Zoe fühlte sich dennoch schon wieder bloß gestellt. Alle hier schienen ganz anders damit um zu gehen als sie selbst. „Hey… ich wollte dich nicht kränken.“, sah Mel sie fast von unten her an und Zoe sah wieder auf. „Schon… gut…“, schüttelte Zoe den Kopf und überlegte wie sie weg kommen konnte ohne unhöflich zu sein. „Wenn du nicht darüber reden willst ist das in Ordnung… ich bin manchmal etwas aufdringlich.“, lächelte Mel schon versöhnlich.

Aber nach reden war Zoe wirklich nicht. So blieb sie still und sah aus dem Fenster wo nur noch Caleb und der Mann von eben standen und einige Fotos auf der Kamera ansahen. „Ist er… dein Freund?“, fragte Zoe und wollte nicht nur schweigen. „Nein… mein Mann.“, lachte Mel und sofort erhellte sich ihre Miene etwas. Zoe sah sie nicht wirklich überrascht an aber doch neugierig. „Wir haben vor drei Jahren geheiratet… das ist alles schon so lange her.“, grinste sie und schüttelte den Kopf. „Wie… ich meine… ihr macht das und… na ja,…“, sah Zoe verzweifelt zu ihr und wusste nicht wie sie es sagen sollte.

„Wie ich mich von ihm schlagen lassen kann und gleichzeitig mit ihm verheiratet bin?“, fragte sie und sah wie Zoe den Kopf schüttelte. „Nein… mir ist… klar das ihr euch liebt… ich bin nicht blöd… aber wie habt ihr rausgefunden… das es… das ihr das mögt? Das es euch… Spaß macht?“, brach jetzt doch Neugierde in Zoe heraus.

„Na ja,… wir haben es ausprobiert. Am Anfang war es schwierig… ich konnte mich nur wenig damit anfreunden… der Sex war geil und na ja, ich hatte nie gedacht dass wir mehr bräuchten. Bis wir es dann probiert haben, weil es ihn irgendwie angemacht hat.“, erklärte sie lächelnd und schien dabei in Gedanken zu versinken. „Tja… wir haben langsam angefangen und uns gesteigert, erst Augen verbinden, dann Fesseln, ein paar Spielzeuge und so…“, lächelte sie und sah wie Zoe das wohl nicht verstand.

„Ihr… nicht?“, fragte sie und Zoe schüttelte beschämt den Kopf mit roten Wangen. „Oh… er ist wohl gleich… in die vollen gegangen.“, seufzte Mel und sah Zoe mitleidig ein. „Hat er dir weh getan?“, fragte sie und Zoe zuckte die Schultern. Sie wusste nicht wie sie das erklären sollte. „Schon ja… ich… keine Ahnung… es war nicht so… wie bei dir…“, murmelte sie und fühlte sich beschämt.

„Es ist auch immer anders… bei jedem war es entweder von Anfang an eine Neigung oder man hat es entdeckt, aber entdecken tut man auf verschiedene Arten.“, lächelte Mel. Zoe wollte noch etwas fragen aber da durchbrach eine Stimme ihre Unterhaltung. „Schatz wir müssen los… kommst du?“, fragte der Mann und lächelte seine Frau an. „Hi, ich bin Peter.“, lächelte er Zoe an und sah dann Mel auffordernd an. „Ich erkläre deinen Eltern nicht warum wir zu spät sind…“, meinte er und Mel lachte. „Ich komme ja schon.“, ging sie zur Tür und sah noch mal zu Zoe. „Einen Rat, entweder man mag es oder nicht. Das musst du für dich herausfinden, ja?“, lächelte sie und Zoe nickte. „Ja… danke.“, rief sie nach als die beiden schon verschwanden.

Zoe fühlte sich kein Stück schlauer als vorher. In Gedanken versunken fand Caleb sie dann auch. „Na du… entschuldige das es etwas länger gedauert hat… wir können jetzt los, wenn du willst.“, grinste er und tat so als wäre nichts gewesen. „Ja, fahren wir… bevor Mia die Nationalgarde los schickt.“, lächelte Zoe und ging zu Caleb. Sie beließ es dabei das sie erneut nicht darüber sprachen. Es war besser so und sie verließen das Haus. „Hast du schöne Bilder gemacht?“, fragte sie nach und Caleb nickte. „Ja, sind einige dabei.“, lächelte er zufrieden und sie stiegen in den Wagen um diesen Moment hinter sich zu lassen.

Es war still im Wagen und Zoe war das ganz lieb so. Sie hatte viel zu viel gehört und geredet als gut für sie war. Kurz nur blickte sie zu Caleb und dachte darüber nach was Mel gesagt hatte. Entweder man mochte es oder eben nicht. Aber mochte sie es, konnte sie es mögen? Schon wieder schwirrte ihr der Kopf von den vielen Fragen die sie hatte. Sie fühlte sich wie bei einer Prüfung für die sie nie gelernt hatte.

Als sie ankamen und ausstiegen war es immer noch ruhig zwischen ihnen. Es war als wüsste Caleb das sie jetzt nicht reden wollte. Mit ihm durch die Stadt gehend fanden sie die anderen schnell. Sie gesellte sich zu Mia, brachte so Abstand zwischen sich und Caleb und Mia sah sie fragend an. „Was ist los?“, fragte sie und deutete auf ihren Arm an dem Zoe sich fast verkrallte.

„Sorry… ich… können wir reden?“, fragte Zoe sie und wusste das sie sonst vermutlich platzen würde oder sterben oder beides. „Klar…“, meinte Mia ruhig und verabschiedete sich mit Zoe von den anderen. „Komm… wir gehen wo hin wo es ruhiger ist.“, lachte sie und zog Zoe mit sich in ein Cafe. Dort gab es neben Kaffee auch Kuchen und einiges mehr. Doch dafür hatte Zoe keinen Blick übrig. „Süße… was ist denn los?“, fragte Mia und Zoe viel in einen Sessel und sah Mia einen Moment an. „Wir… ich… wir waren… bei Nate und da… war das Shooting und… keine Ahnung… alle wollten reden und ich wusste nichts zu sagen.“, haspelte Zoe irgendwie zusammen und erhielt einen fragenden Blick von Mia.

„Vielleicht versuchst du es mal ganz ruhig von vorne… ist nämlich eigentlich nicht schlimm, wenn man mit dir reden will.“, grinste Mia und sah doch wie aufgewühlt ihre Freundin war. Zoe atmete tief durch und nickte dann. Langsam begann sie zu erklären was sie gesehen hatte, was Nate und Mel gesagt hatten.

Mia hörte ihr aufmerksam zu und bestellte nebenbei zwei Kaffee. „Ach Süße…“, meinte sie ruhig als Zoe geendet war. „Ich dachte ihr würdet euch schon irgendwie finden… aber das ganze scheint dich mehr zu beschäftigen als ich dachte.“, erklärte sie und sah Zoe verstehend an. „Finden? Wie den? Das ist unnormal!“, rief sie aus und erschreckte den Kellner als dieser mit den Kaffees kam. „Tschuldigung.“, murmelte Zoe und senkte den Blick.

Die Schwarzhaarige wartete bis der Mann weg war. „Na ja, unnormal ist vielleicht etwas hart oder?“, fragte sie. „Ist nur eine andere Art miteinander intim zu werden.“, spielte Mia das in Zoes Augen runter. „Ist es nicht… es ist… was anderes… etwas was normale Menschen nicht machen… oder… keine Ahnung.“, wollte Zoe sich gar nicht beruhigen. „Scheiße was ihr getan habt mit mir… das war nicht normal, mit den Ameisen und den anderen Dingen.“, fauchte Zoe wütend.

Abwehrend hob Mia die Hände und schien Zoe wieder beruhigen zu wollen. „Ja, das war sicher nicht normal und ganz sicher nicht nett oder irgendwas… aber beruhige dich.“, meinte Mia ernst und die Brünette sackte wieder in sich zusammen und griff nach dem Kaffee. „Ich denke der Anfang war nicht gut… aber hat es dir den nicht gefallen?“, fragte Mia offen und ganz ohne eine Wertung in der Stimme. „Egal was du denkst, mit einem hatte Melanie recht, entweder es gefällt dir oder eben nicht, aber das kannst nur du wissen. Egal ob du es für normal oder unnormal hältst, für widerlich oder was auch immer. Am Ende geht es nur darum das ihr beide, oder eben du es willst.“, erklärte Mia und schien dem ganzen nicht zu viel und nicht zu wenig Gewicht zu verleihen.

„Versuch nicht das alles in eine Schublade zu packen, Zoe, das geht nicht. Das was du gesehen hast und das was Caleb mit dir gemacht hat, das sind nicht alles ein und dasselbe.“, versuchte sie zu erklären und Zoe sah sie fragend an. So wirklich stieg sie da nicht durch. „Eigentlich geht es mich nichts an und du solltest es selbst heraus finden… aber weißt du, bei mir ist es so, ich bin gerne Dominant, die Herrin, wenn du es so willst, ich füge meiner Partnerin gerne Schmerzen zu… Caleb nicht, jedenfalls nicht so wie ich. Er… er macht es anders, er quält mehr mit Demütigung und Erniedrigung. Für ihn ist Schmerz eine reine Bestrafung, das macht ihm Spaß, aber nicht so wie mir.“, erklärte sie und schaffte es doch nur mehr Verwirrung in Zoe hervor zu rufen.

„Oh je… also gut…“, murmelte Mia und rutschte mit ihrem Sessel dichter an Zoe heran. Es musste nicht jeder mitbekommen über was sie sprachen. „Wovor hast du Angst?“, fragte Mia. „Na ja… nicht… normal zu sein… das… keine Ahnung er nur das will… dieses Leid und den Schmerz und… keine Ahnung… das ich nur ein Spielzeug für euch oder für ihn bin.“, erklärte Zoe und spürte wie ihr ein Klos im Hals lag. „Wirklich? Das denkst du immer noch?“, fragte Mia und nahm Zoes Hand in ihre. „Ach Süße… das bist du nicht, weder für mich noch für Caleb oder irgendwen sonst… wenn dem so wäre… warum sollten wir noch befreundet sein?“, fragte sie und Zoe zuckte die Schultern. Beantworten konnte sie das nicht. Sie hatte einfach nur die Angst, dass dem so sein könnte. „Du bist kein Spielzeug, weder für ihn noch für mich. Denk das bitte nicht. Du bist eine Freundin und ich bin mir ziemlich sicher dass du für Caleb gerne mehr sein könntest.“ Mia lächelte wissend bei diesen Worten, immerhin kannte sie den Mann mit dem sie fast Tür an Tür wohnte. „Aber… was… wenn ich es nicht will?“, fragte Zoe. „Was dann? Will er mich dann noch?“, fragte sie aufgebracht und Mia drückte sanft ihre Hand.

„Ja und nein… er hat bereits herausgefunden was er mag… er würde wohl nur ungerne auf das verzichten. Aber darum geht es im Moment nicht… es geht darum was du magst…“, erklärte Mia und brachte die Sache auf einen anderen Punkt. „Es geht nicht um ihn oder um mich, es geht um dich und darum was du magst und nicht wen.“, seufzte sie schwer und sah Zoe auffordernd an. „Sei ehrlich zu dir selbst… hat es dir Spaß gemacht? Warst du erregt?“, fragte Mia und kannte die Antwort eigentlich schon.

Doch sie ließ Zoe die Zeit die sie brauchte um alles etwas zu verarbeiten und zu überdenken. „Schon… irgendwie… denke ich… aber das ist doch eigentlich nicht richtig.“, entkam es der jungen Frau und sie sah wie Mia lächelte. „Richtig oder falsch liegt im Auge des Betrachters und für dich kann etwas richtig sein, während es für andere falsch ist. Doch das geht keinen etwas an, das entscheidest du für dich.“, nickte sie erklären und nahm einen Schluck aus der Tasse.

„Nur weil man etwas mag, das andere nicht mögen, ist es nicht gleich falsch. Der Vergleich ist nicht der Beste, aber… du magst keinen Spargel während andere ihn lieben.“, grinste Mia sie an und ließ Zoe aber vielleicht das erste Mal verstehen was sie meinte. „Aber was wenn ich etwas von… all dem nicht mag...?“, fragte sie und sah Mia erneut an. „Dann sagst du es… dafür reißt dir niemand den Kopf… Zoe es gibt keine Patent Lösung für dein Problem… oder für das was dich beschäftigt… du musst es ausprobieren…“, lächelte Mia und doch blieb sie noch stundenlang mit Zoe sitzen und redete über alles was die junge Frau beschäftigte, beantwortete ein und dieselbe Frage mehrmals. Zoe hatte eine Menge Fragen und bisher hatte sie sich nicht getraut mit jemanden zu reden.

Daher musste Mia jetzt einiges abfangen und sie tat es. Es nervte die Frau nicht, immerhin hatte sie auch eine gewisse Verantwortung ihr gegenüber. Zoe war in all das mehr oder weniger rein geschubst worden. Niemand hatte damit gerechnet dass es hier enden könnte. Es war schon später Abend als die Gäste immer weniger wurden und auch Zoe und Mia bemerkten wie lange sie gesprochen hatten und wie hoch die Rechnung ausfiel. „Mach dir einfach nicht so viele Gedanken, Süße.“, trat Mia mit Zoe nach draußen. „Du magst ihn und er mag dich… alles andere kommt mit der Zeit… auch wenn ich es wirklich bedaure das ich die Bilder mit den Schnecken...“, grinste Mia und wurde von Zoes bösen Blick unterbrochen. „Schon gut… schon gut…“, lachte Mia und sie machten sich auf den Weg die anderen zu finden.

 

So gut gemeint Mias Rat auch war und auch der von Mel, es half Zoe nicht wirklich. Weder an diesem Abend noch an den nächsten Tagen. Sie fand nie den richtigen Moment, oder war nicht mit Caleb allein. Verzweifelt lag sie auf ihrem Bett und seufzte schwer. Obwohl sie sich vorgenommen hatte mit Caleb zu reden hatte sie weder eine Ahnung wie sie es anstellen sollte, noch was sie ihm sagen sollte. Alles lief irgendwie nie so wie sie es sich erhoffte. Keinen Abend schaffte sie es allein mit Caleb zu sein und sie traute sich nicht ihn an zu sprechen ob er mit ihr mitkommen würde.

Seufzend drehte Zoe sich so dass sie ihren Kopf im Kissen vergraben konnte. Sie fühlte immer wieder die Sehnsucht nach Caleb, wenn er sie ansprach, war es als würden tausend Schmetterlinge in ihrem Bauch explodieren. Doch immer wieder verkrampfte sich ihr Magen, wenn sie merkte dass er ihr nur belanglose Sachen erzählte oder etwas ganz normales fragte. Er trat ihr nicht zu nahe und wenn doch, dann meist mit einem guten Grund. Sie seufzte als sie daran dachte wie Caleb sich von hinten an sie geschmiegt hatte, sie war ihm entgegen gekommen bis sie gemerkt hatte dass er an das Regal vor ihr wollte. Es war ihr dermaßen peinlich gewesen das sie am liebsten weg gelaufen wäre.

Mia hatte sie nur vielsagend angegrinst und Caleb war wieder im Wohnzimmer verschwunden. Am liebsten wollte Zoe in dem Moment sterben, aber Mia hatte sie zum weiterkochen gedrängt. Dennoch war der Abend für sie gelaufen gewesen. Der Morgen danach war auch nicht viel besser. Obwohl Zoe nichts getrunken hatte fühlte sie sich als hätte sie einen Kater. Seufzend sah sie beim vibrieren ihres Handys auf und knurrte als es nicht aufhörte und verriet das es ein Anruf war. Murrend schnappte sie danach und knurrte einen undefinierbaren Laut ins Telefon. „Dir auch einen guten Morgen, Sonnenschein.“, hörte sie Calebs Stimme. Überrascht richtete Zoe sich im Bett auf, eigentlich hatte Mias Name auf dem Display gestanden. Räuspernd fing sie sich etwas. „Mensch Mia, du hörst dich aber verkatert an.“, grinste sie und sofort hellte sich ihre Miene wieder auf und sie lächelte.

„Danke… ja, sorry, mein Handy ist… äh keine Ahnung, irgendwo in der Wohnung. Kennst du doch. Ich wollte fragen ob du heute Abend vorbei kommst. Ich hab Nadja hier, eine alte Freundin und wir wollten ein bisschen mit ihr abhängen.“

„Klar… warum nicht…“

„Super, dann bis heute… hey… Mia!“, erklang es am anderen Ende und Zoe konnte sich vorstellen das Mia ihr Handy wieder haben wollte. „Lass das los… Himmel, es ist nur Nadja… musst nicht jeden anrufen ob er kommt.“, hörte Zoe die beiden streiten und schüttelte den Kopf. Irgendwas musste wohl besonders sein an dieser Nadja. Seufzend sank sie wieder in ihr Bett und hielt sich das Telefon ans Ohr. Sie kannte das schon, irgendwann würde Mia auffallen das sie noch in der Leitung war. „Ja… hau ab jetzt… Gott such dein Handy halt… ich will mit Zoe reden, allein! Frauensachen… verpiss dich!“, hörte sie und grinste vor sich hin. Die Beiden waren wirklich mehr Geschwister als alles andere.

„Zoe?“, erklang jetzt fragend die Stimme und Zoe gähnte herzhaft. „Ja, Giftnatter.“, grinste sie und hörte ein entrüstetes Schnauben. „Was ist denn so wichtig das Caleb mich aus dem Bett holt?“, fragte sie nach und hörte ein genervtes Seufzen.

„Etwas oder besser jemand der dir nicht gefallen wird… und mir auch nicht… Nadja… von außen nett und hübsch und innerlich eine kleine Hure die es… sagen wir verdient hat als Schlampe bezeichnet zu werden die für Geld mit Kerlen fickt… ich glaub sie würde es auch mit Frauen tuen aber…“

„Mal halblang…“, unterbrach Zoe die Flut an Worten die ihr entgegen kamen. „Wer ist Nadja?“, stellte sie die einzige Frage die sie wirklich interessierte. Zwar war Zoe nicht wohl bei dem Gedanken an die Antwort aber sie hörte gebannt zu und wartete auf eine Antwort. „Mia…“, drängte sie ihre Freundin etwas.

„Seine Ex…“, murmelte Mia leise. In Zoes Kopf spuckten sofort andere Dinge umher und sie fragte sich ob sie sich gleich aus dem Fenster stürzen sollte oder doch noch Frühstücken sollte. „Süße? Ähm… bist du noch dran… ich mein ich kann dich Atmen hören… ein Lebenszeichen wäre super.“, war es jetzt Zoe die zum Reden gedrängt wurde.

„Ja… und ähm wieso genau mögen wir sie nicht?“, fragte sie vorsichtig weiter nach. Deutlich hörte man Zoe an das ihr die Information nicht gefiel. „Nun… weil sie eine Hure ist, wie schon erwähnt und weil er… weil er ihr ständig verfällt… jedes Mal und…“, Mia stockte.

„Weil sie ihn ausnimmt und dann fallen lässt?“

„Ja… kann man so sagen… für ein paar Tage ist sie hier und… es ist immer dasselbe. Sie spielt mit ihm und lässt ihn dann fallen. Bis dahin… zahlt er ihr alles was sie will…“, seufzte Mia und wusste das Caleb dieser Frau verfallen war. „Oh super… und heute Abend sollen wir zu ihrer Belustigung antanzen?“

„Korrekt und ich weiß das du bestimmt keine Lust hast und dir schon allerlei Dinge ausgedacht hast um nicht zu kommen, Aber ich brauche deinen Rückhalt… bitte komm vorbei!“, bat Mia aufrichtig und wirklich drängend. Erneut seufzte Zoe tief und nickte. „Ja… ich werde da sein… bin gegen Sieben bei dir… werde erst noch mit meinen Eltern essen… hab´s versprochen.“, erklärte sie und stand dann langsam auf. Seufzend quatschte sie noch mit Mia als sie hinunter ging und sich Frühstück machte. Ihre Eltern waren schon längst auf der Arbeit.

Erst nachdem Mia ihr fast alles erzählt hatte legte Zoe auf und fühlte wie ihr das Frühstück wieder hoch kommen wollte. Sie hatte so schon Schwierigkeiten mit Caleb zu reden, vor allem über das was sie von ihm wollte. Jetzt war seine Ex da und die schien ihn immer um den kleinen Finger wickeln zu können. Das war wirklich das Letzte was Zoe gebrauchen konnte. Murrend saß sie vor ihrem Rechner und suchte die Frau von der Mia gesprochen hatte.

Schon auf den Fotos die sie fand sah Nadja gut aus. Schwarze Haare, dunkle Augen, Modelmaße und volle Lippen die wie zum Küssen gemacht waren. „Fuck…“, seufzte Zoe und ahnte das sie nicht mal im Ansatz dagegen ankam. Wie sollte sie da irgendwie versuchen Caleb für sich zu gewinnen oder ihm erklären was sie wollte. Der Tag zog sich wie Kaugummi und doch kam der Abend schneller als es Zoe recht war.

Nach den Bildern die sie von Nadja gesehen hatte stand sie ewig vor dem Kleiderschrank und doch viel ihr nichts ein was sie tragen konnte und so entschied sie sich für ein recht normales Outfit. Dadurch verspätete sie sich aber und als sie bei Mia ankam sah diese sie schon wütend an. „Sorry…“, murmelte sie und sah die Nachrichten die auf ihrem Handy waren und die wirklich verzweifelt klangen. „Bin ja jetzt da.“, tippte sie und grinste Mia frech an. Als sie in das Wohnzimmer der beiden gingen waren die anderen noch nicht da. Doch sie erkannte Nadja sofort auf dem Sofa. „Fuck… bin ich underdressed oder ist sie overdressed?“, fragte Zoe und sah Mia entsetzt an. Die Frau trug ein schwarzes Minikleid das sich eng an ihren Körper legte und als Nadja sich ihr vorstellte glaubte Zoe für einem Moment wirklich Aphrodite gegenüber zu stehen.

Alles an der Frau sprach von Verführung. Ihr Lächeln, ihr Blick der einem durch Mark und Bein ging. Die sanfte Bewegung des Arms als sie die Haare hinter die Schulter warf. Sofort fühlte Zoe sich wie ein Bauerntrottel in ihrer Jeans und ihrem Shirt. „Caleb Schatz… holst du mir bitte Wasser? Aber nichts Kaltes etwas mit Zimmertemperatur.“, fragte sie und Caleb sprang sofort auf. „Klar.“

Wie schnell die Aura von Nadja für Zoe verpuffte war überraschend. Doch an Mias Blick erkannte sie dass dies wohl noch öfter geschehen würde. Caleb machte sich fast zum Affen für die Frau und Zoe schüttelte hin und wieder den Kopf. Als die anderen kamen war es zwar lustig und die Stimmung wirkte im Allgemeinen gelöster, doch täuschte das nicht darüber hinweg das Nadja ein Fremdkörper war der nicht her gehörte.

Manchmal klebten die jungen Männer nur an ihren Lippen und die drei Frauen verdrehten unisono die Augen. Nachdem selber kochen von Nadja abgelehnt wurde als der Abend später wurde, entschied diese auch das man beim Inder bestellte. Mia und Zoe verneinten da sie das Essen dort nicht mochten. Doch wirklich mit zu reden hatten sie nicht. Als Nadja dann noch die Frechheit besaß und Caleb ganz offen fragte ob er für sie bezahlen könnte wurde Zoe klar was Mia gemeint hatte. Eigentlich hatte Zoe erwartet das ihre Freundin übertrieb, so wie immer, doch diesmal behielt sie entgegen aller Regeln Recht.

Je später der Abend wurde desto weniger Lust hatte Zoe zu bleiben, Nadja war absolut auf sich bezogen und das Essen war dann doch nicht so gut und so machte Caleb ihr doch noch ein Sandwich. Zoe wollte ihm am liebsten eine runter hauen und fragen ob es noch ging. Doch sie traf ihn jetzt erst recht nicht mehr allein an. Immer war Nadja in der Nähe und schmiegte sich an ihn. Es war als wäre er ihr Besitzt und Zoe ging das gehörig gegen den Strich.

Weit nach 2 saß sie mit Mia dann endlich in deren Zimmer, oder eher lag sie auf dem Bett. „Sie ist eine Hure und wir hassen sie.“, raunte sie müde und sah Mia an die fast einschlief. Caleb hatte sie beide viel zu früh geweckt. Wobei Zoe eigentlich schon wach gewesen war. „Ja… das tun wir…“, murmelte Mia fast am Einschlafen. Grinsend erhob Zoe sich und begann ihre Freundin ins Bett zu bugsieren und zog sie aus. „Hmmm… vernascht du mich, jetzt?“, fragte die Schwarzhaarige und Zoe lachte leise. „Ja… in deinen Träumen.“, flüsterte sie als Mia schon so gut wie weg gepennt war.

Dann ging sie raus und sah dass noch etwas Unordnung herrschte. Die leeren Bierflaschen zusammen sammelnd sah sie auf als sich was bewegte auf dem Sofa. „Caleb?“, fragte sie und sah wie sich erneut etwas bewegte und ihre Augen gewöhnten sich nur langsam an das wenige Licht. „Nadja…“, murmelte sie und sah die beiden an die auf dem Sofa am knutschen waren. „Zoe…“, fuhr Caleb erschrocken hoch. „Schon gut.“, erklangen Zoes Worte kalt. „Ich wollte nur aufräumen…“, murrte sie und stellte die Flaschen ab.

Es tat unfassbar weh die beiden zusammen zu sehen. „Ich bin dann weg…“, verabschiedete sie sich und ging schnell mit ihrer Tasche nach unten. Sie hatte zum Glück nichts getrunken und konnte schnell von dort abhauen. Damit hatte sie nicht gerechnet und es hatte sie getroffen. Es tat weh das Caleb sie wohl abgehakt hatte. Leise schlich sie sich in ihr Haus und fand einen Zettel ihrer Eltern dass sie morgen früh zu einer Tante fuhren und ihr Essen und Geld da ließen.

Schmerzlich lächelnd wusste Zoe das sie dies wohl ihrer Mutter verdankte. Sie fuhr nicht mehr gerne zu solchen Besuchen. Aus dem Alter war sie lange raus. In ihr Zimmer schleichend ging sie sofort ins Bett. Sie hasste diese Nadja und das was sie aus Caleb machte. Ganz zu schweigen von dem was die beiden wohl gerade trieben. Tränen brannten in ihren Augen, aber sie wollte nicht weinen und zwang sich es nicht zu tun.

Sie hatte es doch selbst so herauf beschworen. Immerhin hätte sie Caleb längst sagen können was sie für ihn empfand, aber sie musste es ja immer weiter aufschieben. Sie hatte darauf gehofft dass er den ersten Schritt machen würde. Doch dem war nicht so. Das musste Zoe jetzt leidlich am eigenen Leib erfahren. So aufgewühlt wie sie war, viel ihr Schlaf auch aus. Unruhig wälzte sie sich hin und her. Ab und an wachte Zoe auf und als die Sonne aufgegangen war stand sie auf. Sie hatte ihre Eltern wegfahren hören und seufzte leise als sie in die Küche ging und mit Müsli auf dem Sofa saß und Fern schaute. Etwas anderes viel ihr für diesen Morgen nicht ein und es lenkte sie wenigstens etwas ab. Eine Nachricht auf dem Handy war sie überrascht als sie las dass Mia vorbei kommen wollte, jetzt. Eigentlich wollte sie sich noch was anziehen als es auch schon klingelte und sie zur Tür ging. Vorsichtig öffnete sie und Mia kam schimpfend hinein.

„Diese kleine Nutte hat es schon wieder getan… diese verdammte Hure…“, zeterte Mia los und ignorierte das viel zu große Shirt an Zoe und ging dem Geräusch des Fernsehers nach. Mia redete unaufhaltsam weiter und hatte noch einige Beleidigungen für Nadja übrig die wohl fast nackt aus Calebs Zimmer gekommen war.

Zoe wurde klar dass es gestern Abend nicht beim knutschen geblieben war. Sich neben Mia auf das Sofa setzend ließ sie ihre Freundin reden und bereitete eine zweite Schüssel Müsli vor. Diese stellte sie der der Still gewordenen hin und begann sie schweigend zu essen und fern zu sehen. Sie beide wussten dass Nadja ihnen nicht gefiel, aber etwas dagegen machen konnten sie nicht. Caleb war ihr verfallen.

„Tut mir leid, Süße.“, entschuldigte Mia sich. Sie hatte nicht vergessen wie nah es der anderen ging und doch schüttelte Zoe nur den Kopf. Es war Zoe klar das Mia sonst zu niemanden gehen konnte. Vielleicht noch zu Leonie und doch war sie bei ihr. „Schon gut… ich überleb's.“, grinste sie und überspielte ihre eigene Gefühle.

„Du bist die schlechteste Lügnerin die ich kenne….“, lachte Mia und sie verbrachten den Tag gammelnd auf dem Sofa. Auch wenn Mia sie mit ihren Klamotten aufzog. Irgendwann verlagerten sie das alles in Zoes Zimmer. Mia zeigte keine Anzeichen dass sie weg wollte, scheinbar floh sie vor Nadja und Zoe ließ sie gewähren.

Leider blieb Nadja diesmal nicht nur ein paar Tage oder ein Wochenende, sie blieb die ganze Woche. Es war widerlich zu sehen wie sie Caleb umgarnte und ihm schöne Augen machte. So oft es möglich war, war Mia bei Zoe und schlief sogar dort. Sie redete nicht darüber und Zoe fragte nicht wieso, doch sie ahnte dass Mia Dinge hörte, die sie nicht hören wollte.

Die Freude über den Ausflug in die Disco fiel bei beiden dann auch recht sparsam aus. Sie hatten wenig Lust darauf Nadja in noch knapperen Outfits zu sehen als so schon. Aus diesem Grund schien Mia es sich wohl zur Aufgabe gemacht zu haben mit Sack und Pack bei Zoe auf zu schlagen. Etwas überfordert mit den Klamotten half Zoe Mia sich ein Outfit und die dazu passende Schminke heraus zu suchen. „Gott… willst du ausziehen oder versuchst du jetzt Nadja Konkurrenz zu machen?“, fragte Zoe als sie die Schminkutensilien sah. „Du bist bekloppt… du wohnst nicht hier… und du ziehst nicht bei mir ein.“, wehrte Zoe direkt ab.

„Nicht mal das Wochenende?“, fragte Mia bettelnd. „Vielleicht… je nachdem ob wir es vor Ende des Wochenendes schaffen wieder aus meinem Zimmer raus zu kommen…“, übertrieb die Brünette grinsend. Sie beide versuchten sich nicht den Spaß nehmen zu lassen und wühlten sich durch die Klamotten von Mia und Zoe. Lachend hielt Zoe ihr ein knall pinkes Oberteil entgegen und fragte sie in was für ein Phase Mia den da war.

Einstimmig wurde es dann aber abgelehnt. Am Ende hatte sie dann aber ein schönes Kleid für Mia gefunden. Anerkennend nickte Zoe als Mia sich vor ihr drehte. Das Kleid war hochgeschlossen, aber dafür so eng anliegend das Mia einfach nichts von ihren Kurven verheimlichen konnte. Dunkelrot wurde es ab der Hüfte schwarz und endete knapp auf Höhe der Oberschenkel und verlieh Mia eine schöne Figur. „Du siehst wirklich umwerfend aus.“, gestand Zoe ohne Neid und sah sich Mias grünen Augen dann direkt gegenüber. „Vernascht du mich heute?“, fragte sie grinsend und spitzte die Lippen als erwartete sie einen Kuss. „In deinen Träumen.“, grinste Zoe und gab ihrer Freundin dennoch einen Kuss.

„Oh… wie ich es hasse dass du mich immer wieder abblitzen lässt.“, meinte Mia theatralisch und fasst sich an die Brust. „Irgendwann werde ich einsam mit zig Katzen sterben und dir still nach trauern.“, spielte sie die verletzte und brachte Zoe damit zum Lachen. „Ja… ganz bestimmt…“, nickte die Brünette und suchte sich dann ebenfalls etwas zum Anziehen raus. Allerdings wurde ihre Auswahl sofort von Mia beschlagnahmt und weggeworfen. „Ich bitte dich! Wir gehen heute aus… da musst du schon mehr auffahren, Süße… wenn ich dich nicht haben kann will ich dich wenigstens aus der Entfernung anschmachten.“, lachte Mia.

 

Am Ende saß Zoe im Auto und betrachtete ihre dunkel geschminkten Augen und fragte sich wieso sie sich darauf eingelassen hatte. Mia hatte die volle Kontrolle über ihr Outfit und ihr Makeup übernommen. Ihre Augen schrien förmlich „ich bin zu haben“ und ihre Lippen waren irgendwie anders, dabei hatte sie nur etwas Lipgloss aufgetragen, allerdings bewirkte er das ihre Lippen voller wirken. Seufzend sah sie zu ihrer Freundin die neben ihr saß. „Du siehst wirklich… heiß aus.“, lächelte Mia viel zu ruhig als das sie übertrieb oder einen Scherz machte. Die roten Lippen verzogen sich zu einem Grinsen das mehr sagte als Worte es je könnten und die Grünen Augen zogen sie fast schon aus. Als Mia dann ausstieg folgte Zoe. Die Tür öffnend griff sie zu ihren schwarzen Heels und tauschte die Turnschuhe dagegen. Ihre Füße steckten in schwarzen halterlosen Strümpfen und sie fuhr vorsichtig daran entlang ob auch keine Laufmasche entstanden war.

Aufstehend fühlte sie sich größer. Der kühle Wind der Nacht umspielte ihre freien Beine und den schwarzen Minirock. Klassisch hatte Mia sich dafür entschieden und für ein Smaragdgrünes Oberteil das sich eng an ihre Brüste schmiegte und doch den tiefen Ausschnitt hervor hob durch den, in sanften Wellen fallenden Stoff. Erst hatte Zoe gedacht sie würde wie eine Nutte aussehen und doch war sie von ihrem eigenen Spiegelbild überrascht.

Statt wie sonst Locken zu tragen hatte Mia sich für leichte Wellen entschieden. Nicht das Zoe wirklich Mitspracherecht hatte. „Scheiße ich würde dich sofort in eine dunkle Ecke zerren und…“, hörte sie Mia neben sich und sah sie durchdringend an. „Hörst du bitte mal auf… ich fühle mich von dir gestalkt.“, lachte Zoe. Aber auch Mia sah unfassbar gut aus. Kichernd gingen sie zum Eingang und warteten dort auf die anderen. Als Caleb und Nadja nicht auftauchten rief Mia sie an und legte nach wenigen Sekunden wieder auf. „Prinzessin wollte schon rein ihr war kalt.“, erklärte sie. Einstimmiges Seufzen ging durch die kleine Gruppe und sie gingen langsam hinein.

Der Andrang war groß und so dauerte es etwas bis sie ins Innere gelangten und die Musik ihnen dröhnend entgegen kam. Lachend gingen sie durch die Räume auf der Suche nach den anderen beiden. Sie tanzten ein wenig hier und dort und trafen dann auf Caleb und Nadja die ihnen einen Platz sicherten. Es war laut genug das man wenigstens nicht Nadjas Gequatsche die ganze Zeit hörte. So das auch Mia und Zoe sich schnell etwas zu trinken organisierten und dann tanzen gingen.

Immer wieder lag Zoes Blick dabei auf Nadja und Caleb, ab und an sah sie wie Caleb zu ihr Blickte, doch meist hing er an Nadja oder diese an ihm. Irgendwann zog Mia Zoe dann einfach an sich und sie bewegten ihre Körper im Einklang des Rhythmus der Musik. „Vergiss ihn… wenigstens heute Nacht…“, drangen die Worte an Zoes Ohr. Zweifelnd ruhte ihr Blick auf Mia und man sah wie schwer es Zoe viel nicht wieder zu dem Mann zu sehen der sie nicht mehr beachtete seit Nadja da war. „Süße… die Hälfte der Männer hier würde dich sofort auf dem Klo durchvögeln… du brauchst ihn nicht.“, versuchte Mia es weiter und streichelte sanft über Zoes Arme. „Das Problem dabei ist… das ich nur ihn will, Mia…“, erklärte Zoe und zuckte die Schultern.

Auch Mia wusste nichts darauf zu sagen, allerdings wurde die Stimmung von Leonie und den anderen Jungs gerettet. Verzweifelt ließen sie sich auf die Tanzfläche ziehen und machten dem Wort Bewegungslegastheniker alle Ehre. Mia und Zoe halfen dabei die beiden zum Tanzen zu bewegen, aber bringen tat das auch nicht wirklich was. Zwar sah Zoe zum Anbeißen aus, aber auch Ben und Luca wagten nicht mehr als ihre Hände auf Zoes Hüfte zu legen.

Nach einer Weile zogen sie sich wieder zurück an ihren Platz, tranken und lachten ausgiebig. Während Zoe ebenso wie Luca nur Cola und Red Bull tranken waren sie ausgelassen. Nerven tat nur hin und wieder das sehr besitzergreifende Knutschen von Nadja und Caleb. Die Frau schien was dagegen zu haben das Caleb sich mehr mit ihnen unterhielt. Mia verdrehte nur die Augen als Caleb ablehnte zu tanzen. Auch Zoe war eher wütend als niedergeschlagen. Caleb konnte sich gar nicht lösen und auch als sie fragte und ihre Hand auf Calebs Schulter legte um ihm näher zu kommen bekam sie eine Abfuhr und Nadja schubste ihre Hand weg.

Nur kurz tauschten die Beiden Frauen Blicke aus die alles sagten. Abfällig schnaubte Zoe und drehte sich weg. Mit dem Kopf nickend zog sie Mia auf die Tanzfläche und irgendwas änderte sich, während sie tanzten und stillschweigenden nur durch Augenkontakt kommunizierten. Mia kam ihr Näher und Zoe ließ sie gewähren. Sie spürte die Brüste der Frau vor sich und ihre sich im Takt bewegende Hüfte. Etwas fester griff Zoe nach Mias Nacken, zog sie noch dichter und spürte dabei die tastenden Finger die sich auf ihren Hintern legten.

Zoes Herz schlug heftig schneller als das in eine Richtung ging die sie nicht vorhergesehen hatte. Langsam kamen sie sich noch näher und Zoe schluckte schwer als sie Mia direkt in die Augen sah. Heiß schlug ihr Mias Atem entgegen und sie wusste nicht ob sie weglaufen oder bleiben sollte. Doch nahm Mia ihr diese Entscheidung ab als die tief roten Lippen sich auf Zoes legten.

Keuchend spürte sie wie aus der ersten scheuen Berührung schnell mehr wurde. Zoe zuckte nicht zurück, sondern erwiderte den Kuss. Einen Kuss den sie lieber mit Caleb geteilt hätte und das wusste Mia ebenso wie sie selbst. Doch der Gedanke verschwand als sie Mias Zunge spürte die kitzelnd ihre berührte.

Zoe warf einfach alle Bedenken über Bord und ergab sich den Lippen die brennend auf ihren Lagen. Es schien lange zu dauern bis sie sich lösten und Zoe mit roten Wangen zu Mia sah. „Scheiße… kannst du das gut.“, grinste Mia und drängte Zoe noch dichter an sich. „Das… kann ich nur zurück geben.“, grinste Zoe. „Der Abend wird von Minute zu Minute besser.“, lachte Mia und Zoe ergab sich für diesen Abend einfach in die Arme ihrer Freundin.

Dass sie dabei eine ziemliche Show ablieferten bemerkten die beiden nicht. Aber sie taten es und Zoe spürte wie Mia sie führte, sie förmlich zwang sich aufreizend zu bewegen. Keuchend fühlte sie die Brüste in ihrem Rücken als die Hände von Mia auf ihrem Bauch lagen. Wann und wie sie in diese Position gekommen waren wusste Zoe nicht und es war ihr auch egal. Der schnelle Atem von Mia glitt über ihr Ohr und ihren Hals und sie hatte sich ewig nicht mehr so gut und so begehrt gefühlt wie in diesem Moment. „Du genießt… es das alle dich ansehen… oder?“, fragte Mia heiß und Zoe nickte verhalten und verlegen, legte ihre Hände in Mias Nacken und hob ihre Brüste allen Gaffern entgegen.

„Das ist… gut…“, raunte Mia erregt und bewegte sich weiter mit Zoe. Sanft drängte sie ihre Zähne in Zoes Ohr und ließ diese erschaudern.

Sie sollte das nicht tun, sollte sich nicht so gehen lassen wie sie es gerade tat, es war so falsch. Sie tat es mehr aus Wut und Schmerz heraus. Damit tat sie Mia sicherlich keinen Gefallen und es war auch nicht besonders nett. Doch sie wollte nicht nett sein, sie wollte Caleb zeigen was er verpasste. Nur kurz verkrampfte sich ihr Körper, stockte in seinen Bewegungen als Mia sie sanft Biss und aus den Gedanken riss. „Denk nicht drüber nach… tu es einfach… genieße es und zeig ihm, zeig allen was du zu bieten hast.“

Deutlich hörte Zoe das Grinsen auf Mias Lippen, wie das rot sich verführerisch verzog und die Schwarzhaarige mehr als attraktiv wirken ließ. „Lass dich führen…“, lächelte Mia und legte ihre rechte Hand auf Zoes Oberschenkel. Mit Mias Bewegungen mitgehend glich das was sie taten mehr einer Verführung als einem Tanz. Sehr schüchterne Menschen könnten auch meinen das sei ein Vorspiel, den Mias Finger streichelten den Schenkel sanft hinauf, ließen Zoe lustvoll erschaudern als die Finger nach innen glitten und immer höher.

Wieso sie es sich gefallen ließ wusste Zoe nicht und es war ihr auch egal. Für diesen Augenblick wollte sie nicht darüber nachdenken. Alles was zählte waren die verführerischen Finger, welche ihren eh schon knapp bemessenen Mini etwas anhoben. Dabei berührten sie die Spitze ihrer Strümpfe und dann kurz nackte Haut, ließen jeden wissen was sie trug. Bevor der Rock hinab viel und die Finger sich viel zu tief auf ihren Bauch legten und die Spitzen auf ihrem Venushügel ruhten. „Mia…“, stöhnte Zoe gegen die laute Musik.

Nie hatte sie gedacht mit ihrer Freundin jemals so eng zu tanzen oder ihr zu erlauben sie so zu berühren. Als ihre Augen sich kurz öffneten sah sie zu Caleb und dieser sah zu ihnen. Unwillkürlich legte sich ein Schmunzeln auf Zoes Lippen. Sie zeigte ihm was er nicht haben konnte, was er nicht haben wollte. Im flackernden Licht konnte sie nicht ausmachen wie Caleb reagierte, sie sah nur seine Blickrichtung und die lag eindeutig auf ihr und Mia.

Seufzend spürte sie wie Mias andere Hand sich nach oben bewegte, während ihre Körper sich weiter dem Rhythmus hingaben und weit mehr als das. „Du machst mich verrückt.“, grinste Mia gegen Zoes Ohr. Der freie Arm legte sich unter Zoes Brüste und hob diese kokett an. In diesem Moment bereute Zoe es, das sie hatte überreden lassen keinen BH zu tragen. Seitlich umfing die Hand ihre Brust und Zoe ahnte das ihre Nippel hart ab standen und jedem ihre Erregung verrieten.

Nur flüchtig streiften die Finger ihre Brustspitze und dann spürte sie wie Mia sie drehte. Angesicht zu Angesicht sahen sie sich gegenüber. Erneut verfiel Zoe den sündigen Lippen ihrer Freundin und ergab sich dem Kuss. Hände legten sich auf ihren Hintern, schoben den Rock hoch, würden anderen den Ansatz ihres Hinterns und ihre Strümpfe offenbaren. Doch revanchierte Zoe sich, schob ihre Hände, die zuvor in Mias Nacken ruhten, hinab. Bewusst streifte sie die Brüste, kratzte mit den Nägeln über die verhärteten Knospen die sie fühlte und erntete ein Seufzen gegen ihre Lippen.

Fast schon zurückhaltend legten sich ihre Hände dann auf Mias Hüfte. Immer noch bewegten sie sich im Einklang. Als hätten sie das lange einstudiert. Erst eine Hand auf ihrer Schulter beendete das Schauspiel und sie sahen in Leonies grinsendes Gesicht. „Ihr solltet mal ne Pause machen, sonst kommt es hier zu unvorhergesehenen Samenergüssen.“, rief sie ihnen beiden entgegen. Erst jetzt wurde Zoe klar dass sie wohl den einen oder anderen Blick ernteten.

Hoch rot anlaufend wurde sie von Mia mit zu ihrem Tisch gezogen. Verlegen ob ihrer Offenheit, versuchte Zoe das Ganze mit Red Bull runter zu spülen, was nicht wirklich half. Nadjas abfälliger Blick traf sie und selbst Caleb sah sie mit einem Blick an, den sie nicht deuten konnte. Doch Mia zog sie einfach mit sich in eine dunkle Ecke. Jeder Gedanke an irgendwas oder irgendwen wurde durch die gierigen Lippen unterbrochen.

Zoe schmeckte noch den Wodka auf Mias Lippen und ergab sich dem Ansturm. Sie hatte eigentlich gedacht das würde ein einmaliger Ausrutscher bleiben, nichts das zu mehr führen würde. Doch der Abend wurde zu einer Qual aus Lust und Erregung. Immer wieder streichelte Mia sie, erregte sie und küsste Zoe verlangend vor allen die es sehen wollten.

Je länger der Abend wurde, desto mutiger oder drängender wurde Mia. Es machte ihr Spaß mit Zoes Verlegenheit zu spielen, sie halb auf der Tanzfläche aus zu ziehen, oder zu streicheln, wenn andere sie ansahen. Gekonnt spielte sie mit dem Reiz der Zoes Höschen nass werden ließ. Dennoch ruhte ihr Blick immer wieder auf Caleb und der sah sie immer öfters an. Als würde er nicht genug von ihrem Anblick bekommen, so wie die anderen Männer.

Doch sie irrte sich, den Caleb und Nadja verabschiedeten sich als erste und verschwanden aus der Disco. Nadjas Lächeln und ihre Hand auf Calebs Po verrieten was sie gleich treiben würden. Die anderen blieben noch eine Weile und genossen die Musik und die gelöste Stimmung. Weit nach drei verließen auch sie die Lokation und gingen zu ihren Autos. Grinsend sah Luca zu den beiden auf dem Rücksitzt die sich wild knutschend nicht stören ließen. „Schönen Abend euch beiden… ich versuch die beiden irgendwie nach Hause zu bringen.“, grinste er.

Mia und Zoe verabschiedeten sich ebenso und stiegen ins Auto. Die Nacht war kalt und Zoe startete mit dem Auto die Heizung. Unsicher sah sie kurz zu Mia die sich anschalte. Ein zufriedenes Lächeln lag auf den nicht mehr ganz so roten Lippen. Da Mia nichts sagte fuhr sie los und stand dann hinter Luca an der Ausfahrt. Nur wenige Meter fuhren sie als kleiner Konvoi. Dann trennten sich ihre Wege und sie spürte Mias Finger auf ihrem Oberschenkel.

„Mia!“, mahnte sie und sah kurz zu ihrer Beifahrerin. Nur ein Lächeln antwortete ihr und Finger die sich etwas höher schoben. Unruhig sah Zoe auf die Straße. Sie wusste nicht ob sie dem Einhalt gebieten sollte oder nicht. In der Disco war alles anders gewesen. Hier draußen, mit der frischen Luft kam auch die Vernunft wieder und ihre Wangen röteten sich. „Nicht… Mia, ich fahre!“, warnte sie ihre Freundin und diese legte die Hand fast schon brav auf Zoes Oberschenkel ohne ihn zu bewegen. Tief durchatmend bewegte sie den Wagen durch die Straßen und hielt irgendwann vor Mias Haus. Grummelnd sah diese daran hoch und dann zu Zoe. „Ich schlaf hier nicht allein.“, erklärte sie grinsend und zog einfach Zoes Autoschlüssel ab. „Komm…“, lachte Mia etwas angeheitert und ließ den Schlüssel klimpern.

Die Augen verdrehend wollte Zoe danach greifen, doch Mia war schon ausgestiegen. Seufzend gab Zoe nach und stieg ebenfalls aus. Als die Tür ins Schloss viel verriegelte Mia den Wagen und Zoe schüttelte den Kopf. Mit ihrer Freundin ins Haus gehend hielt sie diese vom Kichern ab und begleitete sie in ihr kleines Reich das sie mit Caleb teilte. Alles war dunkel und es gab auch keine Geräusche die Zoe hörte. Scheinbar schliefen schon alle.

„Komm… ab ins Bett mit dir.“, dirigierte sie Mia in ihr Zimmer. Scheinbar hatte ihre Freundin doch etwas mehr getrunken. Im Zimmer half sie Mia aus ihren Sachen und legte diese Beiseite. Eigentlich hatte sie Mia die Unterwäsche angelassen doch als sie sich umdrehte stand ihre Freundin ihr Nackt gegenüber und nichts erinnerte mehr an die angetrunkene Schönheit von eben.

„Danke… dass du mich heim gebracht hast…“, lachte Mia und kam Zoe näher. Viel zu nah, so nah wie in der Disco. „Aber gehen lassen… tue ich dich heute Nacht nicht.“, flüsterte Mia. Zoe bemerkte viel zu spät das Mia ihr was vorgemacht hatte. Sie war wirklich nur beschwipst und hätte ihre Hilfe gar nicht gebraucht. Doch da lagen die Lippen schon auf ihren und sie verfiel den Händen die sie berührten und zum Bett dirigierten.

„Mia…“, murmelte Zoe und sah ihre Freundin zweifelnd an. „Keine Angst Süße… ich gesteh dir meine Liebe nicht… aber ich will dich und zwar jetzt.“, lächelte Mia während Zoes Oberteil ausgezogen auf dem Boden landete und ihre Brüste frei wippten. „Äh.“, erklang es nicht besonders intelligent oder schlagfertig von Zoe.

„Genau.“, grinste Mia und drängte sie auf das Bett. Die Lippen versiegelt ergab Zoe sich dem heißen Verlangen das zwischen ihren Schenkeln brannte. Die Nacht mit Mia würde sie wohl nicht so schnell vergessen. Die Frau schaffte es sie in ungeahnte Höhen zu führen, wieder und wieder, bis sie erschöpft im Bett lagen und friedlich schliefen.

Das Zoes letzter Gedanke Caleb galt verriet sie nicht, auch nicht das keiner der Höhepunkte mit Mia an das heranreichte was sie mit dem Mann nur wenige Zimmer weiter geteilt hatte. Mia schmiegte sich schmatzend an ihren Körper und Zoe lächelte bevor auch sie sich dem Schlaf ergab.

Erst am Morgen öffneten sich die braunen Augen wieder und Zoe erhob sich vorsichtig.

Mia schlief noch und sah alles andere als gewillt aus auf zu stehen. Lächelnd dachte Zoe an letzte Nacht und wurde etwas rot. Sie zog sich ein Shirt von Mia über und verschwand im Bad um sich zu erleichtern. Im Spiegel sah sie wie zerzaust sie noch aussah und doch hatte sie keine Lust sich in Ordnung zu bringen. Wen sollte es stören?

Diese Frage wurde ihr jäh beantwortet als sie in die Küche ging und dort Caleb an der Kaffeemaschine sah. „Morgen.“, quetschte sie heraus und sah wie der Blick der blauen Augen sie musterte. „Morgen.“, war alles was sie als Erwiderung bekam. Er sah verboten gut aus, das musste Zoe sich eingestehen, nur in Shorts die gerade so alles bedeckten und doch so viel preisgaben.

Als Zoe die Tassen holen wollte streckte sie sich und zeigte ihren nackten Hintern. „Wir hatten wohl unseren Spaß?“, fragte Caleb in einem Tonfall der fast anklagend klang.

Mit den Tassen in der Hand drehte sich Zoe um und sah ihn überrascht und auch etwas wütend an. „Wenn schon…“, zuckte sie die Schultern und stellte das Porzellan etwas hart auf der Arbeitsplatte ab. „Du doch auch…“, gab Zoe nicht gerade zurückhaltend von sich.

„Das ist etwas anders.“, verteidigte Caleb sich und Zoe sah ihn abfällig an. „Ist es das, ja? Und was? Weil sie deine Ex ist und du wegen Sex mit ihr zu ihrem willenlosen Hündchen wirst?“, fragte Zoe wütend und hasste sich selbst für ihre Worte. „Ich… tut…“, wollte sie sich entschuldigen aber Caleb fuhr harsch dazwischen. „Besser als sich auf der Tanzfläche fast Fingern zu lassen!“, gab er wütend wieder. „Hat ja nur noch gefehlt dass du die Beine für jeden breit gemacht hättest.“

Zoe sah ihn verletzt an, doch sie war auch wütend das Caleb sich solche Dinge heraus nahm und darüber urteilte. „Selbst wenn ich nackt da gestanden hätte ginge es dich gar nichts an.“, fauchte sie und fühlte sich von Caleb angegriffen. „Natürlich geht es mich was an!“

„Ach und was bitte schön?“, die Frage saß den Caleb sagte nichts mehr und senkte den Blick auf die Kaffeekanne. Kurzweilig breitete sich Schweigen in dem Raum aus in dem sie standen, nur das Blubbern und Zischen der Maschine war zu hören. Das Schweigen breitete sich immer mehr aus und Caleb griff nach einer Tasse und wollte diese mit Kaffee füllen. „Hast du… mit Mia geschlafen?“, fragte er ruhig und sah Zoe an als hoffte er dass sie die richtige Antwort für ihn hatte.

Zoe senkte den Blick und wusste nicht was sie sagen sollte. Es ging Caleb eigentlich nichts an. „Das sagt alles.“, entnahm er ihrem Schweigen wohl die Antwort. „Na und… es geht dich nichts an… du fickst doch auch mit Nadja.“, fauchte Zoe aufgebracht. „Wenn ich mit Mia meinen Spaß habe dann ist das so, ich sag dir doch auch nicht das du nicht mit der Hure schlafen sollst, oder?“, fragte sie ihn sauer.

Jetzt war es wieder Caleb der Schwieg. Er nahm die Kanne und kippte sie etwas so floss das schwarze Getränk in den weißen Becher. „Was willst du hören, Zoe? Dass ich mich für euch freue? Das es total super ist, oder so ein Scheiß!“, wurde Caleb immer wütender. „Nein, aber halt einfach die Klappe, wenn nichts dabei rum kommt!“, knurrte Zoe und nahm ihm die Kanne aus der Hand. Auf so eine Unterhaltung hatte sie verzichten können an diesem Morgen.

„Das hab ich getan. Ich habe nichts gesagt und dich in Ruhe gelassen, so wie du es wolltest.“, knurrte er und traf einen empfindlichen Punkt bei Zoe. „Ja, toll hast du das gemacht.“, kippte sie etwas schwungvoll den Kaffee ein und kleckerte. „Fuck.“, fluchte sie und sah Caleb wütend an als wäre es seine Schuld.

„Wenn das so toll war, warum regt es dich so auf mit wem ich schlafe?“, fragte Caleb direkt und trat vor Zoe. Diesmal wollte er eine Antwort, er wollte wissen was sie aufregte. Doch Zoe schaffte es nicht irgendwas zu sagen. Ihre Stimme schien komplett zu versagen als Caleb ihr so nahe war. „Stört es dich?“, fragte er und Zoe nickte stumm. „Wieso? Was interessiert es dich? Ich… du wolltest nicht.“, erklärte er resigniert.

„Ja… das stimmt… aber…“, stotterte Zoe und senkte verlegen den Blick auf alles nur nicht auf Caleb und seine blauen Augen. Sie hatte das Gefühl er würde alle ihre Gedanken erraten können, wenn er sie nur lang genug ansah. „Aber was? Was willst du mir sagen? Was willst du hören? Das es mich nicht halb so sehr anmacht mit ihr zu schlafen, wie dich gefesselt vor mir liegen zu sehen. Das es mich nicht ansatzweise so hart werden lässt wenn sie nackt ist, wie gestern Nacht als die Finger von Mia deine wenige Haut gezeigt haben? Was willst du von mir?“, fragte Caleb aufgebracht und schaffte es mit diesen offenen Worten das Zoe den Kopf hob und ihn ansah.

„Dich.“, flüsterte Zoe heiser und sah wie aufgewühlt Caleb war. So wie er aussah so fühlte sie sich gerade. Mit diesem Geständnis könnte sie alles kaputt machen. Ihr wurde schlecht als Caleb nichts sagte und wohl nur langsam begriff was Zoe gesagt hatte. „Es… ich wollte nicht…“, versuchte Zoe alles Rückgängig zu machen.

Doch noch bevor sie sich wegdrehen konnte spürte sie Calebs Finger an ihrem Kinn und dann die Lippen des Mannes den sie schon eine Weile begehrte. Überrascht von diesem Überfall ergab sie sich schnell und fühlte Calebs Zunge ihren Mund erobern, die Hand auf ihrem Rücken die sie an sich presste. Alles was sie gestern an Mia vermisst hatte gab Caleb ihr. Er war fordernd, besitzergreifend und hart.

Nichts an ihm war weich und nachgiebig, er drängte sie gegen sich und selbst als er sie etwas zurück sank folgte er ihr und ließ sie nicht wirklich entkommen. Seine Hände hielten sie fest und machten ein Entkommen unmöglich. Zoe stand unbeweglich vor ihm, konnte nicht glauben was gerade geschah. Seufzend schnappte sie nach Luft als Caleb sich von ihr löste. Sie wollte etwas sagen, aber irgendwie schien alles gesagt zu sein.

Calebs Augen schienen etwas zu suchen, doch was auch immer er fand, es schien ihn zufrieden zu stellen. Zoe konnte ihn nur stumm ansehen, nicht lange den wieder pressten die Lippen sich auf ihre. Diesmal nicht ganz so hart wie zuvor, doch deutlich härter und gieriger als Mias in der letzten Nacht. Er schob sie durch den Raum, während sie ihre Arme um ihn legte. Sie folgte seinem Drängen und spürte irgendwann das Sofa an ihren Beinen.

Erschrocken landete sie darauf und sah Caleb fragend an. Doch als er sich zwischen ihre Beine schob und sie küssend aufs Sofa presste, beantwortete er alle Fragen die sie hatte oder haben könnte. Sie spürte den warmen Körper der sich über sie schob. Caleb nahm sie völlig für sich ein, raubte ihr den Verstand und den Atem. Sie streichelte die Haut an seinem Rücken und kratzte leicht darüber als er sein Becken gegen ihres presste. Deutlich spürte sie seine Härte als er ihre Beine auseinander zwang und sie ihm schutzlos ausgeliefert war.

„Gott ich will dich.“, keuchte Caleb ungehalten, seine Lippen von Zoes gelöst sah er sie gierig an und zerrte das Shirt über ihren Kopf. Helfend hob sie die Arme und fühlte dann wie Caleb diese mit einer Hand ergriff und auf dem Sofa fest hielt. Eingehend betrachtete er den nackten Körper von Zoe, als hätte er sie noch nie so gesehen. Zoe genoss jede Sekunde, spürte die brennende Lust dabei immer mehr in sich aufsteigen. Sie konnte ihre Hände nicht bewegen, dafür konnte aber Caleb es.

Seine Hand umfing ihre Brust und sie seufzte erregt und schloss die Augen. Calebs Finger griffen hart nach der kleinen Knospe. Leise stöhnte Zoe auf als der Mann über ihr scheinbar auf Anhieb die richtigen Bewegungen vollführte damit sie sich ihm entgegen reckte. Ihre noch freie Brustspitze wurde von sanften Lippen umfangen und zwischen Zähne gefangen genommen. Zoe ergab sich dem Spiel an ihren Brüsten und spürte nur nebensächlich wie fest Calebs Griff an ihren Händen war.

Erregt drängte sie sich ihm weiter entgegen, vergaß wo sie waren und das jederzeit jemand rein kommen konnte. Es dauerte nicht lange bis Zoes Lust und Ungeduld überhand nahmen. „Nimm mich… Caleb bitte…“, stöhnte sie. Er hatte sie kaum Berührt und doch schrie ihr Körper danach die Härte seiner Erektion endlich in sich zu fühlen.

Die Finger und Lippen verschwanden für eine Sekunde, bevor Caleb sie erneut tief und gierig küsste. Zoe erwiderte den Kuss ebenso verlangend und spürte dann wie Caleb sich etwas bewegte. Wenig später löste er den Kuss und eine Kondomverpackung wurde vor Zoes Augen mit den Zähnen geöffnete. Caleb ließ ihre Hände selbst jetzt nicht gehen, als hätte er Angst sie könnte es sich anders überlegen. Hektisch ging Zoes Atem als die Shorts von Calebs Hüfte gestreift wurde und er mit wenigen Bewegungen bereit war.

Er sah sie an als er sich nackt gegen sie presste, sie seine Erregung direkt spüren konnte an ihrer Scham. Sie stöhnte Sehnsüchtig auf und sah dem Mann einen Moment lang in die Augen. Es war als suchte er erneut etwas. Kurz herrschte eine angespannte Stille zwischen ihnen. Dann wurde diese Ruhe durch Calebs Bewegung durchbrochen. Seine Hand legte sich auf Zoes Schenkel, er drängte ihn weiter nach außen. Zoe hielt erwartungsvoll die Luft an als Caleb sich etwas positionierte.

„Bitte.“, flehte sie und sah ihn an. Er lächelte, sah ihre Angst dass er es sich anders überlegen könnte. Dann schob er sich vorsichtig in sie, als hätte er Angst sie kaputt zu machen. Zoe spürte wie er sie ausfüllte, wie er ihren Körper eroberte und heiße Lust durch ihren Körper schickte. Genießend schloss sie ihre Augen und ergab sich dem Gefühl das Caleb auslöste. Ein Keuchen von Caleb erfüllte den Raum wie zuvor ihr Stöhnen.

Erst als Caleb sich ganz in sie geschoben hatte lehnte er sich vor und küsste Zoe. Er genoss wie sie genau diesen Augenblick. Eine gefühlte Ewigkeit verbrachten sie so. Den Kuss mussten sie irgendwann aus Atemnot lösen. Wie ein Zeichen begann Caleb sich in Zoe zu bewegen, erst noch ruhig und langsam. Er beobachtete sie, wie Zoe die Augen erneut schloss, ihr Gesicht die Lust ausdrückte die sie fühlte. Die geöffneten Lippen zwischen denen immer wieder ein Stöhnen oder Keuchen entkam.

Mit der Zeit wurde Caleb fester, fordernder und härter. Er verlor die Kontrolle über seine Gier und ließ Zoe tief aufstöhnen als seine Hand sich zwischen sie schob und er einen Finger auf ihren Kitzler legte. Heiß pulsierte das Verlangen durch Zoes Körper und sie ergab sich diesen Gefühlen mehr und mehr. Bis sie an einen Punkt kam, an dem es kein Zurück mehr gab.

Deutlich ließ sie Caleb sehen und spüren wie es ihr kam, wie ihre Gefühle sie überrollten und sie sich ihm ekstatisch entgegen bäumte. Ein Stöhnen von Caleb, verriet ihr das er es ebenso wenig länger aushielt. Er sackte nach vorne und begrub Zoe fast unter seinem Körper. Sie fühlte den heißen und schnellen Atem an ihren Hals. Er ließ ihre Hände los und sie nutzte die Chance sich aus dem Shirt zu befreien und die Arme um ihn zu legen.

Zufrieden spürte sie seinen Körper auf ihrem. Es war alles so schnell gegangen, dass sie erst jetzt realisierte was sie gerade getan hatten. Ein verliebtes Lächeln lag auf ihren Lippen und sie streichelte den Rücken von Caleb. Sie brauchten beide einen Augenblick um wieder klar zu werden. Als Caleb den Kopf hob und sie ansah lächelte sie nur. Sofort erwiderte der Mann diese Geste und küsste sie dann zärtlich.

Ein tiefes Seufzen das nicht von Zoe oder Caleb stammte ließ beide etwas auseinander fahren. „Und ich dachte es gäbe eine Wiederholung für uns.“, sah Mia Zoe fast schon leidend an. Doch lange konnte sie das nicht durchhalten und grinste. „Mia!“, erklang es eintönig und Caleb warf ein Kissen nach der Frau. „Verschwinde!“, entkam es Zoe und sie lief schon wieder rot an. „Und lass meinen Kaffee hier.“, rief Caleb ihr nach als Mia sich zurück zog und Zoe und Caleb Zeit für sich gab.

 

Den Unsicheren Blick den Zoe dann zur Zimmertür von Caleb geworfen hatte, hatte dieser schnell entkräftet in dem er erklärte das er Nadja noch in der Nacht abserviert hatte. Danach hatten sie den Morgen entspannt begonnen und erstmal eine Dusche genommen.

Grinsend dachte Zoe an das was unter dem Wasserstrahl geschehen war.

Gegen die Brust von Caleb gelehnt genoss sie die erste Pause des neuen Schuljahres. Mit Caleb an ihrer Seite waren die Tage rasant schnell vergangen und der Alltag hatte sie sehr bald wieder gehabt. „Gott wisch ihr doch einer dieses selbstzufriedene Grinsen aus dem Gesicht.“, hörte sie Mia ätzen. „Bist ja nur neidisch.“, meinte Zoe und sah ihre beste Freundin an.

Wissend grinsten sie sich gegenseitig an, den es hatte Wiederholungen gegeben, auch wenn Caleb immer dabei gewesen war und bestimmt hatte. Als Mia und Caleb erneut einen Blick austauschten wusste Zoe das es ihr zum Verhängnis werden würde das sie schon wieder kein Höschen trug.

„Mach die Beine für mich breit.“, flüsterte Caleb ihr ins Ohr und ließ Zoe erschaudern. Sie hatte sich noch nie so sehr auf das kommende Schuljahr gefreut wie in diesem Moment.

Die Blicke der anderen ruhten auf ihr als ihre Schenkel sich öffneten.

 

Ende

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joschyq

 

Das warten hat nun ein Ende, leider für länger, den das ist das letzte Kapitel. Ich hoffe dennoch die Geschichte gefällt dir bis zum Schluss. Ich finde es sehr schön das du, wenn du meine Geschichte liest alles etwas vergessen kannst. Das ist eines der schönsten Komplimente. Danke!

 

wmms1953

 

Nun ich mache weiter und hier ist nun der Rest. Ich hoffe auch hier ist es wieder als wärst du dabei. ^.^

 

 

SvenH

 

Nein ich denke auch nicht das es Zoe noch sehr viel ausgemacht hat. ^.^ Aber es scheint als regt meine Geschichte deine Fantasie wirklich an, das freut mich. Die Idee mit dem Eiswürfel ist gut, aber ich denke etwas zu viel für diesen Abend. ^.^ Aber vielleicht solltest du auch mal daran denken etwas zu schreiben, immerhin hast du Ideen, bring die doch zu Papier oder zur Datei. ^.^

 

Hengst-Stute

 

Hier ist die Fortsetzung, ich hoffe das sie auch wieder euch beiden gefällt. ^.^

 

peetz

 

Vielen Dank für die ausführliche Kritik, es hat mich gefreut das du so viele positive Punkte gefunden hast. Ich hoffe daher das dir auch der Schluss gefällt. Es ist mir hoffentlich diesmal mit der Überarbeitung etwas besser gelungen alles ein zu arbeiten. Aber versprechen kann ich leider nichts. Tortzdem hoffe ich das es dir gefällt. 

 

julie01

 

Oh je, irgendwie hab ich mehr und mehr das Gefühl deine Geschichte zu schreiben. ^.^ Ich hoffe du denkst jetzt nicht das ich irgendein Stalker oder Haker oder so bin. ^.~

 

Felicia

 

Es tut mir wirklich leid, wenn die Fehler sich gehäuft haben. Das ist sicherlich nicht meine Absicht gewesen. Ich habe bei diesem Teil versucht noch mehr darauf zu achten. Leider fällt es mir nicht wirklich leichter alles zu erkennen. Vor allem bei der Menge diesmal. Ich hoffe trotzdem das es nicht zu schlimm ist und du auch diesen Teil wieder gut findest.

 

Beagle70

 

Es freut mich das es dir gefällt. Mir war es wichtig diesen inneren Kampf mit ein zu bauen... Keine Ahnung, ich denke vielen geht es so und sie können sich kaum damit auseinander setzten wenn sie anders sind als andere. Egal um was es dabei geht. Na ja, ich hoffe das es hier wieder so war.

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Kommentare

Bild des Benutzers joschyq

Danke für das schöne Ende , es hat mich wieder total in den Bann gezogen , so sehr das es mir erst am Ende aufgefallen ist wie erregt die Geschichte gemacht hat . Bin aber auch traurig das sie schon zu Ende ist , weil es gibt wenige Geschichten hier , die so schön erzählt sind wie Deine !!! Danke dafür !!!

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Bild des Benutzers peetz

Das letzte Kapitel war für mich nochmals eine Steigerung: BDSM mit Zoe kommt fast nicht mehr vor - aber die Geschichte bleibt spannend: Kann Zoe ihre Gefühle annehmen und zu ihnen stehen? Und plötzlich eine fast einfache Eifersuchtsgeschichte: Dass es gelingt, diese Wendung vorzunehmen, die Personen ernsthaft darzustellen und den Leser in den Bann zu ziehen, find ich hervorragend. Eine der 5 besten BDSM-Geschichten, die ich je gelesen habe. Danke!

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Bild des Benutzers julie01

..... neugierig macht. danke für die schöne story. ich habe sie meiner belgischen freundin Zoé empfohlen. sie ist zwar auch kein schulmädchen mehr. könnte aber neugierig werden. bisous

Juliet

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Bild des Benutzers wmms1953

Leider ist die Geschichte nun zu Ende. Aber es ist eine sehr schön und toll geschriebene Geschichte. Ich würde mich sehr freuen, wenn bald mal wieder eine neue Geschite von Dir hier zu lesen wärde.

Viele ganz liebe Grüsse

Dein wmms1953

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