Liebesbeziehung zu einer Domina Teil 1 und 2

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Für das Lektorat und die so aufopfernde Unterstützung Dank an Praetorianer-AUT. Danke! Danke! Danke!

 

 

Kleine Rezension zu „Liebesbeziehung zu einer Domina“ von Per Wieber, einem lieben Freund

Der Mensch ist hinlänglich als schwaches Geschöpf Gottes bekannt. Worin seine starke Seite begründet ist, lässt uns die vorliegende Geschichte erfahren. Eine Liebesgeschichte voller Gefühl und Zuversicht, voller Schmerz und Leid - eine Geschichte fernab vom wahren Leben und doch das pure Leben selbst.

Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, doch im Grunde so gleich, finden auf ungewöhnliche Weise zueinander. Sie begegnen auf ihrem Weg den üblichen menschlichen Vorurteilen gleichermaßen, wie vielen gängigen Klischees der heutigen Zeit.

Gerd, ein gut trainierter, jedoch fast schüchtern wirkender Modellathlet, „verliert“ sich beim ersten Blick in Xena, den heimlichen Wunschtraum eines jeden Mannes. Noch ahnt er nichts davon und ist doch längst von ihr gefangen. Sie entspricht so wenig den Normen seiner alltäglichen Welt, dass es unvermeidbar scheint, in ihren Bann zu geraten.

Aus seiner Sicht, also in Ichform geschrieben, wird der Leser in eine den Meisten ebenso unbekannte wie faszinierende Welt entführt. In eine Welt von Dominanz und Unterwerfung. In ihrem freiwilligen Zusammenspiel, aber auch in die vermeintlichen Abgründe von Gewalt und Zwang. Egal, aus welcher Richtung sich der Leser dieser nähert - es wird ihm durch plastische Bildhaftigkeit und nahezu akribische Vertiefung ins Detail aller Facetten von Beginn an fast unmöglich gemacht, sich dieser zu entziehen.

Brutal und mit aller Härte - wie das Leben es uns so oft lehrt - schlägt es uns mitten ins Gesicht, nimmt uns mit auf eine lust- und liebevolle Reise. Wir erfahren, nicht zuletzt auch im ständigen Vergleich mit dem „normalen“ Leben, wie Liebe von jedem Partner fordert - wie sie im Ringen um die Zuneigung des Anderen ein großes Stück von Beiden verlangt.

Wer wünscht sich schon eine gebrochene Nase als Start in sein Glück, wie es Gerd widerfährt? Aber ist es nicht zumeist so, dass das Glück aus einem „Unglück“ erwächst. Neues entwickelt sich allerorten und jederzeit immer nur aus der symbolischen Vernichtung von Altem! Es wird uns grausam und empfindsam zugleich ständig vor Augen geführt. Fast nichts wird ausgelassen, um den Leser auf unvermutete Weise mit seinen eigenen eingefahrenen Gleisen zu konfrontieren. Er wird in guter SM-Manier gezwungen, sich seiner eigenen kleinen Welt zu stellen, indem er eine neue erfährt.

Man ist mittendrin, wenn die Hauptfiguren und keineswegs als Statisten verstümmelten „Randfiguren“ ihren Ängsten und Zweifeln preisgegeben werden. Der immer währende Kampf dagegen zieht sich als roter Faden durch die überaus fesselnde Story, die mit einem Prädikat als bloße SM-Geschichte abzutun, sich vollends verbietet.

Es ist ebenso das Leiden der Akteure wie jenes des Betrachters, wenn es darum geht, die nächste Hürde zu überspringen. Strafe und Belohnung, Vergewaltigung und sensibel verletzlicher Umgang miteinander bedienen die Fantasie und laden unvoreingenommen ein, das eigene Dasein unter scharfe Lupe zu nehmen. Wer sich darauf einlässt, hat am Ende keine Wahl. Derjenige hat  nicht die Spur einer Chance, sein bisheriges Weltbild aufrecht zu erhalten.

Und es ist wie in der Wirklichkeit - am Ende holt einen das Leben ein. Nichts währt unendlich und trotzdem ist es jeder Augenblick wert, gelebt zu werden! Fazit: Es ist eine wahre Geschichte. 

 

Liebesbeziehung zu einer Domina

Wie wir uns kennenlernten

An einem kalten Dezemberabend besuchte ich nach längerer Zeit wieder einmal meine alte Freundin Katrin, die ich schon aus gemeinsamen Schulzeiten kannte. Hätte sie keine gleichgeschlechtliche Neigung entwickelt, wären wir vielleicht sogar ein Paar geworden. Katrin war eine attraktive Frau, hatte große braune Augen, dunkelbraune Haare und einen Pagenschnitt, der ihr sehr gut stand. Ihr Körperbau war schlank, sie wog vielleicht 55 Kilo bei einer Größe von 1,68 m. Wie viele Jahre ich damit verschwendet hatte, sie davon zu überzeugen, dass ich der richtige Mann für sie wäre, konnte ich nicht mehr sagen. Es mussten etliche gewesen sein. Vielleicht war auch das der Grund, warum ich nicht enttäuscht gewesen bin, als sie mir während eines Kinobesuchs ihre Homosexualität offenbart hatte. Sie hatte längst gespürt, wie sehr ich in sie verknallt war und wollte mich nicht mehr länger quälen. So nahm ich es hin, ihr bester Freund zu bleiben, und lernte auch immer wieder ihre Partnerinnen kennen, die jedoch nie längerfristig an ihrer Seite blieben. Sie schien deshalb nicht traurig zu sein und so war es auch mir egal.

Ich selbst bin ziemlich groß, 1,85 oder 1,86 m, wiege 84 Kilo und betreibe viel Sport, Zehn-Kampf und Schwimmen. Ich arbeite als Programmierer in einem großen Verlagshaus, habe ein gutes Auskommen und wohne mit meiner Katze in einem kleinen Haus, das ich von meiner Großmutter geerbt habe. Nach der Arbeit lese ich viel oder treibe mich im Internet herum, auf der Suche nach der "Richtigen". Es kamen auch ein paar Treffen zustande, aber keine der Frauen, die ich kennenlernte, hatte das besondere Etwas, das ich suchte. Ich konnte nicht einmal sagen, was genau das war, bis zu dem Zeitpunkt, als sie in mein Leben trat ... Xena!

Katrin hatte mir gerade Rotwein nachgeschenkt und es sich wieder auf der Couch neben mir gemütlich gemacht, als es an der Tür klingelte.

"Wer kann denn das sein?"

Sie war erstaunt, warf mir einen fragenden Blick zu und erhob sich von ihrem Platz. Ich stellte ihr Rotweinglas neben das meine auf den Tisch, das sie mir im Vorübergehen gereicht hatte, sah ihr nach und hörte, dass sie die Tür öffnete. 

"Kann ich kurz mit Dir reden?", hörte ich die Stimme einer fremden Frau.

"Sie hier?"

Katrin schien sehr überrascht zu sein. Die fremde Stimme klang gebrochen.

"Nein! Bitte nicht jetzt. Sprich ganz normal mit mir."

Katrin Stimme wurde gefasster.

"Kommen Sie rein! Ich habe Besuch, wenn Sie wünschen, schicke ich ihn weg."

Ich konnte die fremde Frau nicht sehen und musste zugeben, dass meine Neugierde stieg. Katrin war ein Mensch, der schnell mit jemandem per Du war. Wie konnte es also sein, dass sie diese Frau siezte? Naja, es schien wichtig zu sein und so überlegte ich, ob ich den beiden anbieten sollte, nach Hause zu gehen. Ich stand also auf, ging in den Flur und wandte mich an Katrin.

"Soll ich gehen, Katrin? Ich glaube, Du wirst anderweitig gebraucht."

Katrins Besucherin hatte gerade ihren schwarzen Ledermantel an der Garderobe aufgehängt und stand mit dem Rücken zu mir. Sie drehte sich um und so trafen sich zum ersten Mal unsere Blicke. Es war wie ein Blitz, der mir direkt in die Brust fuhr. So ein Gefühl hatte ich vorher noch nie gespürt.

"Nein, Sie müssen nicht gehen, Herr …?"

Katrin warf mir einen verwirrten Blick zu und stellte mich vor.

"Das ist Gerd, ein sehr guter und lieber Freund von mir. Gerd das ist ..."

"Ich heiße Xena!"

Die Fremde gab mir ihre Hand und lächelte. Ich überspielte meine Unsicherheit und versuchte, möglichst selbstbewusst zu wirken.

"Freut mich sehr, Xena. Sicher, dass ich bleiben soll? Ich kann verstehen, dass es Situationen gibt, wo man unter Freunden lieber ungestört reden möchte."

Xena war größer als ich, wie ich erstaunt feststellen musste. Sie hatte weißblonde Haare, die fast bar jeden Gelbschimmers waren und schon ins Hellgrau übergingen, eisblaue Augen, lange, schwarze Wimpern und leicht V-förmige, sehr streng wirkende Augenbrauen. Die Augen waren mit schwarzem Kajal schattiert und liefen nach außen hin in leichtem Schwung nach oben aus, was ihre Wirkung noch verstärkte. Die Lippen waren mit schwarzem Lippenstift gefärbt, sodass sie ein bisschen gothiclike wirkte. Ihr Gesicht war schmal, die Wangenknochen hochstehend, die Wangen selbst mit dunklem Rouge stark betont.

Sie hatte ein üppiges Dekolleté, das sich unter einem schwarzen Rollkragenpullover sehr deutlich abzeichnete, und zudem eine enge Wespenteile, die die Wirkung ihres breiten Beckens noch zusätzlich betonte. Sie trug eine schwarze, enge Stoffhose, die in schweren, (Wie konnte es auch anders sein?) schwarzen Reiterstiefeln steckte, deren Schäfte bis knapp unter ihre Knie reichten.

"Nein, musst Du wirklich nicht, Gerd. Aber danke fürs Angebot, lieb von Dir."

Sie warf einen Blick auf Katrin.

"Kann ich mich Euch anschließen? Wir können uns ja ein anderes Mal unterhalten."

Katrin schien verwirrt zu sein, warf einen hastigen Blick auf Xena, dann auf mich und führte ihren Besuch schließlich ins Wohnzimmer. Während die beiden Damen vor mir den Flur entlanggingen, flüsterte Xena Katrin etwas ins Ohr, die daraufhin nickte und ihr einen Sitzplatz auf der Couch anbot. Ich wollte mich gerade in den Sessel setzen, als Katrin mich bat, an Xenas Seite Platz zu nehmen.

"Möchtest Du Wein, Xena?"

Ich musste lächeln, das war es also gewesen, was Xena Katrin im Flur zugeflüstert hatte. Der Besuch neben mir nickte freudig und lehnte sich entspannt zurück, während Katrin ein Glas für Xena holte.

"Ich hoffe, es stört Dich nicht, Gerd, dass ich mich Euch aufgedrängt habe. Katrin und ich kennen uns schon lange und ich wollte an einem Samstag den Abend nicht allein zu Hause verbringen."

Ich lächelte sie an.

"Das kann ich verstehen. Ab und an geht es mir genauso."

Xena hob die Augenbrauen.

"Du lebst allein? Das hätte ich nicht gedacht, Du bist doch ein Frauentyp."

Ich reagierte ziemlich verlegen auf dieses Kompliment, ich selber hatte mich niemals so gesehen.

"Ja, schon seit einigen Jahren, ich bin nicht so der Beziehungsmensch."

Xena verstand mich falsch, da war ich mir sicher, ihr Blick zeigte es mir. Katrin, die gerade Xena das Glas reichte, schien deren irritierten Blick ebenfalls bemerkt zu haben. Sie deutete ihn offenbar genauso wie ich und klärte Xena auf.

"Gerd ist halt ein Einzelgänger und muss seinen passenden Deckel erst noch finden."

Unsere Gastgeberin nahm die Fernbedienung und stellte den Fernseher ab. Unser Gespräch plätscherte entspannt dahin und nicht nur ich schien erstaunt zu sein über den Charme, den Xena dabei entfaltete. Wir lachten viel und ich musste mir eingestehen, dass mich diese Frau neben mir in ihren Bann zog. So wurde es halb drei in der Nacht, als ich mich schließlich dann doch entschloss, den Heimweg anzutreten.

"Sorry, aber ich bin reif fürs Bett.", entschuldigte ich mich bei den Damen.

Erst in diesem Moment kam mir ein Gedanke, der mich in tiefe Betroffenheit verfallen ließ. Xena und Katrin? Aber warum sollten sie sich dann siezen?

"Ich glaube, ich sollte auch aufbrechen, Katrin. Es war ein schöner Abend, dafür danke ich Dir."

Katrin nickte und sah uns beide musternd an. Ich selbst war überrascht, dass Xena zur gleichen Zeit wie ich aufbrechen wollte.

"Ich melde mich morgen bei Dir, okay? Für ein Gespräch wäre ich Dir immer noch sehr dankbar, Katrin."

Meine Freundin nickte und erwiderte zum Abschied Xenas Umarmung.
Dann war ich an der Reihe, drückte Katrin an mich und musste ihr versprechen, dass ich mich schon bald wieder bei ihr melden würde. Sie schien besorgt zu sein, wenn ich auch den Grund dafür nicht verstehen konnte. Ich gebe zu, dass ich ein ziemlich treuloser Kerl war, doch dieses Mal konnte sie sich sicher sein, dass ich nicht viel Zeit verstreichen lassen würde. So schnell wie möglich wollte ich Katrin über Xena ausfragen.

Nachdem ich Xena in ihren schweren Mantel geholfen hatte und sie noch ihren nach hinten gebundenen Pferdeschwanz über den Rand des Kragens gehoben hatte, standen wir gemeinsam vor Katrins Haustür. Xena sah mich mit ihren kühlen, blauen Augen an. Obwohl es nicht ihre Art zu sein schien, fand ich etwas Wärme in ihnen.

"Ich werde mir ein Taxi rufen. Hast Du es weit? Dann könnten wir gemeinsam fahren."

Ich nannte ihr den Ortsteil, in dem ich wohnte, und sie nickte erfreut.

"Japp, das passt ja."

Sie nahm ein silbernes Klapphandy ans Ohr und bestellte ein Taxi für uns beide.

"Das kann ein paar Minuten dauern, ich hoffe, Dir ist nicht kalt.“

Sie musterte besorgt meine Kleidung, wir hatten Dezember und die Temperaturen lagen einige Grade unter dem Gefrierpunkt. Ich verneinte und fragte sie, wo sie wohnen würde. Es lagen wirklich nur ein paar Straßenblöcke zwischen unseren Wohnsitzen, wenngleich ich, von Katrin aus gesehen, den weiteren Weg hatte.

Als wir schließlich im Taxi saßen, sprachen wir nicht mehr viel. Jeder von uns hing seinen Gedanken nach. Als der Wagen an dem von Xena genannten Fahrtziel angehalten hatte, stieg ich aus, um die Tür an ihrer Seite zu öffnen.

"Wow! Du bist sehr aufmerksam, Gerd, hätte nicht gedacht, dass es solche Männer überhaupt noch gibt. Wenn Du schon solch ein Gentleman bist, möchtest Du mich nicht auch noch an die Tür bringen?“

Ich nickte und folgte ihr durch ein breites Tor auf ein großes, von einer hohen Mauer umgebenes Grundstück. Der vor uns liegende Bungalow musste meiner Schätzung nach zumindest 300 m² Wohnfläche aufweisen. An der Tür angekommen reichte mir Xena ihre Hand. Ich ergriff sie, ihr Händedruck war angenehm und fest.

"Danke, es war ein sehr schöner Abend. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder?", verabschiedete ich mich verlegen lächelnd.

Xena blickte mich an und nickte mir zu. Ich war kein Schnellschütze, soweit es solche Situationen betraf. Schon am Tag des Kennenlernens weiter als bis zur Haustür zu gehen, hielt ich für einen unverzeihlichen Fehler. Xena musterte mich, ihr Blick verriet nichts über ihre Gedanken.

"Ja, vielleicht mal. Auf Wiedersehen, Gerd!"

Sie schloss ihre Tür auf und hob noch einmal ihren Arm zum Abschied. Missmutig tappte ich zum Taxi zurück, der Taxameter war unerbittlich weitergelaufen. Hatte ich etwa einen schlechten Eindruck hinterlassen? Hatte sie etwa erwartet, dass ich sie bitten würde, mit reinkommen zu dürfen? Nein, welch unsinniger Gedanke!

Als ich endlich in meinem Bett lag, konnte ich lange Zeit nicht einschlafen. Die Gedanken an diese außergewöhnliche Frau hielten mich wach.

 

Das Wiedersehen

Bereits am nächsten Abend rief ich Katrin an. Ich tat so, als ob ich mich nach ihrem Befinden erkundigen wollte, hatte sie doch am Abend zuvor ziemlich viel getrunken.

"Du wirst einen ganz schönen Kater haben ...", neckte ich sie durchs Telefon.

Katrin blieb ungewohnt ernst.

"Bist Du gut nach Hause gekommen?"

Ihre direkte und ernst klingende Frage erstaunte mich.

"Ja! Danke! Wenn ich auch schlecht geschlafen habe. Darf ich Dich fragen, woher Du Xena kennst?"

Katrin antwortete nicht, erst als ich meine Frage wiederholte, hörte ich ihre besorgte Stimme.

"Gerd! Lass uns das Thema wechseln, sie würde Dir nicht gut tun."

Ich war bestürzt. Sollte ich Xena einfach aus meinen Erinnerungen streichen, sie aufgeben, bevor ich mir mein eigenes Bild von ihr gemacht hatte?

"Warum sollte sie mir nicht gut tun? Ich fand, dass wir gestern einen sehr schönen Abend zusammen hatten. Du etwa nicht? Sagst Du mir jetzt bitte, woher Ihr Euch kennt?"

Katrin stotterte verlegen herum.

"Ich war ein paarmal bei ihr ..."

Ich hatte immer noch keine Ahnung, worauf sie hinauswollte.

"Und?"

"Sie ist eine Domina. Du weißt schon. SM und so."

Ich war sprachlos. Klar, das Outfit von Xena und ihr Style sprachen Bände. Ich hatte mir aber nichts dabei gedacht, so manche Dame gab sich streng und unnahbar, aus welchen Gründen auch immer.

"Bist Du noch dran?", hörte ich Katrins Stimme.

"Eh, ja."

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte.

"Bist Du so etwas, wie ihre Sklavin?"

Katrin verneinte.

"Nein, aber eine Freundin von mir. Sie arbeitet bei ihr im Studio. Wir sind ein paarmal zusammen bei ihr gewesen. Es war aber nichts für mich."

"Das sah mir aber gestern nicht danach aus."

Katrin wurde richtig böse.

"Wir haben uns ein einige Male getroffen, wenn sie mal quatschen wollte. Sie scheint mir ein ziemlich einsamer Mensch zu sein. Du kannst Dir ja jetzt vorstellen, woran das liegen könnte."

Um ehrlich zu sein, konnte ich das nicht. Es gab doch genügend masochistische Männer, die sich freuen würden, sich dieser Frau unterwerfen zu dürfen. Vor meinen Augen begann ein Kopfkino zu laufen, in dem ich mich in dieser Rolle sah.

"Gerd, ich möchte, dass Du sie vergisst. Du hast eine anständige Frau verdient."

Mir dämmerte etwas.

"Warum sagst Du das so bestimmt? Hat sie sich nach mir erkundigt?"

Katrin antwortete sehr bestimmt auf meine Frage.

"Nein! Das hat sie nicht! Sie würde sich niemals eingestehen, eine Schwäche für einen Mann zu haben. Die müssen schon zu ihr kommen und um ihre Gunst betteln."

Enttäuscht musste ich mir eingestehen, dass mir Katrins Worte einleuchteten. Ich hatte zwar einmal einen SM-Porno gesehen, konnte den gezeigten Szenen aber nichts abgewinnen, geschweige denn, Lust dabei empfinden.

"Du hast recht, aber ich fand sie einfach geil. Auch ihre Art und ihren Humor."

Katrin lachte.

"Du brauchst einfach nur eine Freundin."

 

In den kommenden Tagen wuchs in mir der Wunsch, Katrin nochmals über Xena auszufragen. Aber mir kamen Bedenken und so ließ ich es dann doch bleiben. Mit der Zeit geriet dieser Abend immer mehr in Vergessenheit und die Erinnerung an Xena verblasste, wenn ich mich auch innerlich irgendwie dagegen wehrte. So vergingen einige Monate, bis ich diese geheimnisvolle Frau wiedersah.

 

"Wollen Sie, dass ich Ihnen das einpacke?"

Die Verkäuferin musterte mich gelangweilt, während sie ihre Kiefer auf einem Kaugummi hin- und herbewegte. 

"Gern! Vielen Dank!"

Ich hatte das Gefühl, ein Verbrechen begangen zu haben, als mich der Blick der Verkäuferin traf, während sie demonstrativ genervt meine Sportschuhe in eine Tüte warf.

 

"Hi! Eingekauft?", fragte mich jemand lebhaft.

Diese Stimme kam mir bekannt vor, wenngleich ich sie nicht so recht zuordnen konnte. Ich drehte mich überrascht um und erblickte Xena vor mir stehend.

"Ich habe Dich durchs Schaufenster gesehen und dachte mir, ich sage Dir mal hallo."

Ich freute mich wirklich über unser Wiedersehen.

"Hallo Xena!"

Wir schüttelten uns die Hände, während die Verkäuferin uns verstohlen musterte. Xena hatte wieder ihren mir schon bekannten Mantel an, darunter trug sie einen schwarzen Anzug und einen weiten, ebenfalls schwarzen Hosenrock. Ihre Füße steckten wiederum in Stiefeln, die ein wesentlicher Bestandteil ihres Outfits zu sein schienen.

"Lust auf einen Kaffee, Gerd?"

"Gern, Xena!"

Jede Erinnerung an Katrins mahnende Worte verschwand. Fast hätte ich die Tüte vergessen, als mir die Verkäuferin selbige auf den Tresen neben der Kasse knallte. Xena bemerkte es und mustere die Frau. Sie beugte sich über den Tresen und sprach eindringlich auf die Kassiererin ein. Diese wurde blass, kam anschließend um die Kasse herumgelaufen und entschuldigte sich bei mir. Mir war die Situation peinlich, während es Xena sichtlich Vergnügen bereitete, die Frau vor allen Besuchern des Ladens zu demütigen.

"Was hast Du ihr gesagt?"

Xena lächelte und antwortete mit einer Gegenfrage.

"Weißt Du, wo man einen guten Kaffee trinken kann?"

Kurz überlegte ich und erinnerte mich daran, dass vor mir eine Domina stand. Ich sah sie an und verwarf meine Bedenken. Ich mochte diese Frau, schlimmer noch, ich begehrte sie.

"Dort vorne ist ein ganz gemütliches Kaffeehaus. Ich hoffe, es wird Dir gefallen!"

Wir gingen die Passage hinunter und ich zeigte Xena das kleine, gediegene Kaffehaus, das über gemütliche, wie auch intime Separees verfügte. Ich half Xena aus ihrem Mantel und erhaschte einen kurzen Blick auf ihr prächtiges Dekolleté. Wir saßen einander gegenüber und studierten die von einer freundlichen Bedienung gereichten Karten.

"Warum hast Du Dich nicht gemeldet?"

Ich ließ die Karte sinken und sah Xena überrascht an, die ihre Karte bereits zur Seite gelegt hatte. In ihrem Gesicht war kein Groll zu sehen, sie bemerkte vielleicht, wie sehr mich Frage überrascht hatte.

"Wie?"

Xena musterte mich nachdenklich.

"Hat Dir Katrin also nichts ausgerichtet?"

Ich verneinte.

"Ich habe sie um Deine Telefonnummer gebeten, aber sie hat sie mir, ohne Dein Einverständnis, zu Recht verweigert, und so gab ich ihr meine für Dich. Ich habe gewartet und dachte, dass Du vielleicht kein Interesse an einem Wiedersehen hast."

Ich lachte.

"Nein, ich glaube, Katrin macht sich zu viele Sorgen um mich. Wir machen uns vielleicht zu viele Gedanken umeinander."

Xena wurde neugierig.

"Ist da etwas zwischen Euch?"

Ich sah sie an und nickte.

"Mittlerweile eine sehr tiefe Freundschaft."

Ich dachte für einen kurzen Moment an die leidensvolle Liebe zu Katrin.

"Vor ein paar Jahren war ich sehr in sie verliebt."

Ich beschloss, eine Gegenfrage zu stellen.

"Woher kennt ihr Euch?"

Ich war mir sicher, dass sie jetzt lügen würde.

"Eine gute Freundin von ihr spielt in meinem Studio so etwas wie Rollenspiele. Etwas, das man in einer Partnerschaft selten ausleben kann. Ich arbeite als Domina in meinem eigenen Studio."

In diesem Moment stand mir der Mund offen. Xena grinste etwas verlegen.

"Entsetzt?"

So ehrlich, wie sie zu mir war, wollte ich es auch zu ihr sein.

"Eher darüber, dass Du es mir so offen gesagt hast."

Sie lachte.

"Es würde schlecht zu einer dominanten Frau passen, wenn sie ihre eigenen Ambitionen verleugnen würde, oder?"

Xena nahm ein Schluck von ihrem Cappuccino und leckte danach den Schaum von ihren schwarzen Lippen. Sie tat es sicherlich unbewusst, trotzdem erregte mich dieser Anblick.

"Hat Dir Katrin erzählt, was ich mache?"

Ich nickte.

"Sei ihr bitte nicht böse."

Xena war kurz in ihren Gedanken versunken.

"Du scheinst ihr wirklich etwas zu bedeuten, selten zwischen Mann und Frau, wenn es keine Sexualität als Bindemittel gibt."

"Naja, Du hast ja da mehr Bindemöglichkeiten und das auch platonischer Natur."

Xena lachte laut und herzhaft auf.

"Ja, da hast Du recht! An diese Parallele habe ich gar nicht gedacht."

Xena sah mir, dabei immer noch lachend, in die Augen.

"Na komm schon! Frag ruhig!"

Ich grinste ertappt.

"Wie bist Du eine Domina geworden? Du siehst so unglaublich gut aus, bist klug und wortgewandt ..."

Xena wurde plötzlich wieder ernst.

"Ich bin eine leidenschaftliche Sadistin und Gebieterin."

Sie deutete auf ihren Ohrstecker, der im rechten Ohr in einem zweiten Loch neben ihren mächtigen Silberkreolen eingelassen war. Eine Peitsche war dort zu sehen, zu einem "S" geformt.

"Ich habe etwas zu meinen Beruf gemacht, was mir gefällt und worin ich aufgehe. Es gibt mir aber auch Sicherheit und ein sehr gutes Auskommen. Auch wenn es für Dich nicht danach aussieht, ich mache sehr viele Menschen damit zufrieden und glücklich. Sieh Dir die einschlägigen Seiten im Internet an, die BDSM-Szene gehört zu den am stärksten frequentierten!"

Ich grübelte ein wenig über ihre Worte nach und musste feststellen, dass sie recht hatte. Wenn ich auf einschlägigen Seiten meine Fantasie beflügelt hatte, hatten Dominas, Sklaven und Studios überall ihre Dienste angepriesen.

Sie nahm noch einmal ihre Tasse auf, aber bevor sie einen weiteren Schluck nahm, überraschte sie mich mit zwei gänzlich unerwarteten Fragen.

"Warum hast Du mich damals, als Du mich zur Tür gebracht hast, nicht gefragt, ob Du mit reinkommen kannst? Findest Du mich nicht attraktiv?"

Ich musste sie in diesem Moment wie ein Idiot angestarrt haben.

"Ich bin der Ansicht, dass es sich nicht gehört, die Dame schon am ersten Abend weiter als bis zur Türschwelle zu begleiten. Abgesehen davon wolle ich nicht, dass Du denkst, ich würde nur aus einem Grund Interesse an Dir zeigen."

Xenas Augen tasteten mich ab.

"Und woran hast Du noch Interesse, Gerd? Woran denkst Du noch, wenn Du Dir mein Gesicht, meinen Po und meine Titten wegdenkst?"

Diese Frage kam unglaublich scharf. Ich wusste, dass meine Antwort unsere weitere, gemeinsame Zukunft entscheidend beeinflussen würde. Und sie würde merken, wenn ich sie anlügen würde.

"An den gemeinsamen Abend. Ich habe es genossen, neben Dir zu sitzen und zu lachen. Du kannst sehr lustig und originell sein."

Xenas Züge wurden etwas weicher.

"Woran noch?"

"Ich habe gerne mit Dir und Katrin diskutiert. Du hast zweimal meine Meinung zwar nicht akzeptiert, aber respektiert. Außerdem hast Du meine Argumente gelten lassen und sie nicht einfach so abgewiesen, wie es viele Frauen tun. Ein Gespräch verläuft mit Dir anders, als bei den Frauen, die ich kenne."

Xena wurde zwar nicht verlegen, dennoch hatte ich das Gefühl, das Richtige gesagt zu haben.

"Besser?"

Ich nickte. Sie schien zufrieden mit dem Ergebnis ihres Verhörs zu sein.

"Und?", hakte sie dennoch einmal nach.

"Was und?", spielte ich den Unwissenden.

Sie grinste mich verschmitzt an und ihre blauen Augen blitzten auf.

"Was gefällt Dir an mir am meisten?"

Ich wusste sofort, worauf sie hinauswollte.

"Gesicht, dann Dein Hinterteil zusammen mit Deinen Brüsten."

Sie grinste.

"Tja, Ihr Männer habt da weniger offensichtliche Attribute. Mir gefällt aber Dein Knackarsch, wie ich zugeben muss."

Wir lachten. Ich nahm ihre Hand und sah ihr fest in die Augen.

"Sag mal, Xena! Wie geht das zwischen uns weiter?"

Sie hatte die Hand nicht zurückgezogen und erwiderte meinen Blick.

"Ich weiß es nicht, Gerd. Es ist für mich das erste Mal seit vielen Jahren."

Ich war sprachlos.

"Was meinst Du?"

Xena sah an mir vorbei.

"Dass mir ein Mann etwas bedeutet."

Ich verstand nicht.

"Heißt das, dass Dir sonst Frauen lieber sind?"

Xena lächelte.

"Nein, Gerd, ich habe noch nie für einen Menschen ..."

Ihre Stimmung schlug um.

"Kann ich zahlen?"

Ich war bestürzt.

"Xena, ich ..."

Sie winkte ab.

"Nein, Du hast recht. Das hier ist weder gut für Dich noch für mich."

Ich verstand sie nicht. Ich durfte ihr noch in den Mantel helfen, dann ging sie ohne ein Wort des Abschieds.

 

"Ihr habt Euch getroffen?"

Ich nickte.

"Wann wolltest Du mir davon erzählen?"

Katrin schien echt sauer zu sein.

"Na jetzt! Es war nur ein Zufall."

Katrin schob mich in die Küche.

"Los, spann mich nicht auf die Folter! Was ist passiert?"

Ich erzählte ihr den Ablauf meines Treffens mit Xena, und auch, dass ich davon wusste, dass sie mich hintergangen hatte.

"Hm."

Katrin grübelte nach.

"Gerd, das ist eine echt abgefahrene Braut, aber sie scheint wirklich etwas übrig zu haben für Dich."

Ich setzte mich auf einen der Küchenstühle, während Katrin Kaffee aufbrühte.

"Sie hat Silke mal so vertrimmt, dass sie ohnmächtig geworden ist vor Schmerzen und sich dann fast zwei Monate nicht mehr zu ihr getraut hat. Ihr ganzer Arsch war nur noch Matsche."

Ich war in diesem Moment geschockt und erstaunt darüber, dass Xena zu so etwas fähig sein sollte.

"Warum ist sie jetzt wieder bei ihr?"

Katrin schaute kurz zur Decke hoch.

"Ich habe keine Ahnung, Gerd. Ich bin schon oft genug an ihrer Schmerzgeilheit verzweifelt."

"Meinst Du, dass Xena mit mir eine ernsthafte Beziehung eingehen möchte?"

Katrin sah mich an.

"Sie würde es schon wollen, da bin ich mir mittlerweile fast sicher. Du bist ein lieber Kerl, das merken die Frauen. Bei Xena ist eher das Problem, ob sie es kann."

Ich sah Katrin fragend an.

"Ich habe sie selbst schon mal als Domina erleben müssen. Gerd, Du glaubst gar nicht, was mit der abgeht. Die bereitet Dir die Hölle und zum Schluss dann das Paradies. Ich habe mich selbst zwingen müssen, mit Silke nicht noch einmal hinzugehen. Bei Xena hatte ich die Orgasmen meines Lebens."

Wir mussten beide diese Worte erst einmal sacken lassen.

"Was meinst Du mit Hölle?"

"Sie fügt Dir so brutale Schmerzen zu, dass Du am liebsten aus der eigenen Haut fahren möchtest. Sie hat mir nur eine Ohrfeige gegeben und ich habe geheult, wie ein kleines Mädchen. Es ist so krass, Du merkst, wie sehr es sie antörnt, die volle Macht über Dich zu haben und Dich diese dann spüren zu lassen."

Ich seufzte und fühlte mich dieser Frau einfach nicht gewappnet. Sie war so attraktiv, so charismatisch, aber die von Katrin geschilderte Seite kannte ich nicht und wollte ich auch nicht kennenlernen.

 

Liebesbeziehung mit einer Domina

"Gerd? Hast Du einen Moment für mich?"

Es war ihre Stimme, wie hätte ich sie vergessen können.

"Xena? Schön, dass Du Dich meldest."

Es wurde kurz ruhig in der Muschel, schon hatte ich Angst, dass sie aufgelegt haben könnte. Es waren wiederum Monate ins Land gegangen, in denen ich nichts von ihr, aber auch wirklich gar nichts gehört hatte und beinahe hatte ich sie schon aus meinem Bewusstsein verdrängt. Xena hatte Silke entlassen und an eine andere Herrin weitervermittelt, um den Kontakt zu Katrin und damit auch zu mir abzubrechen. Sie schien ihre Schwäche für mich mit aller Macht unterbinden zu wollen.

Xenas Stimme klang derart brüchig und verletzt, wie ich es zuvor noch nie bei einer Frau erlebt hatte, geschweige denn bei einer Domina erwartet hätte.

"Entschuldige, Gerd, Katrin hat mir Deine Nummer gegeben. Können wir uns sehen? Darf ich zu Dir kommen?"

Ich bejahte, empfand dieses Mal aber kein Glück dabei. Es musste ihr etwas widerfahren  sein, das sie allein nicht bewältigen konnte. Ich gab ihr meine Adresse und wusste, dass es nur einige Augenblicke dauern würde, bis sie vor meiner Tür stehen würde. Ich versuchte meinen Saustall noch ein wenig in Ordnung zu bringen, als ich auch schon die Lichtkegel von Autoscheinwerfern sah, die auf das Grundstück eindrehten. Ein kurzer Blick aus dem Fenster und ich sah eine schwere, schwarze Limousine, der Xena entstieg. Sie schien kurz zu zögern, dann bemerkte sie mich am Fenster. Ich winkte ihr, während sie zur Tür ging.

"Hallo Xena! Komm rein!"

Ich sparte mir weitere Begrüßungsfloskeln und ging mit ihr in mein Wohnzimmer. Natürlich nahm ich ihr den schwarzen Mantel ab und war schockiert über das Outfit, das sie heute trug. Abgesehen von ihrem Gesicht, war sie in schwarzes Latex und Leder gehüllt, Stiefel, die weit über die Knie reichten, ein enges Korsett, das ihre an sich schon so enge Taille noch hervorhob und die vollen Brüste besonders betonte, die sich unter dem engen Latex profilierten. Selbst ihre Hände steckten in langen Handschuhen, die bündig mit ihren Overall abschlossen, mit breiten Stachelarmbändern an den Handgelenken. Durch ihren streng nach hinten gekämmten Zopf waren ihre Züge noch bizarrer und düsterer betont als sonst. Um den Hals trug sie ein breites Band aus silbern schimmerndem Strass, das im Licht der Deckenlampe glitzerte.

"Setz Dich!"

Ich wies ihr einen bequemen Sessel zu, in welchem sie nun Platz nahm.

"Was ist passiert?"

Sie sah mich mit versteinerter Miene an.

"Meine Mutter ist heute an einem Herzinfarkt gestorben."

Keine einzige Träne stand bei diesen Worten in ihrem Gesicht.

Betroffen wegen dieser Nachricht, wollte ich mich neben Xena setzen und sie trösten, doch sie wies mich ab.

"Merkst Du es nicht, Gerd? Meine Mutter ist tot und es rührt sich nichts bei mir."

Ich verstand sie jetzt und war erschüttert.

"Hattest Du ein gutes Verhältnis zu ihr?"

Sie nickte.

"Zu meinen Vater auch, er ist vor zehn Jahren gestorben, an meinem sechzehnten Geburtstag."

Ich schwieg betroffen.

"Scheiße, Mann, eine Mutter verreckt und ihre Tochter empfindet nichts dabei."

Ich setzte mich gegen ihren Willen zu ihr, nahm sie in den Arm und drückte sie fest an mich. Vielleicht spürte sie, dass ich mich ehrlich um sie sorgte, und so ließ sie es geschehen.

Wir saßen etwa zwei Stunden schweigend nebeneinander. Ich streichelte sie nicht, verstärkte auch meinen Druck nicht, um sie näher an meinen Körper zu zwingen. Ich wollte einfach nur für sie da sein, weiter nichts. Selbst als andere Gedanken in mir aufstiegen, hasste ich mich dafür und wischte sie wieder fort. Es war beinahe Mitternacht, als sie endlich loslassen konnte und die über Jahre aufgebaute Fassade brach. Tränen rollten ihr über die Wangen, nahmen die kunstvoll aufgetragene Schminke mit und so ließ sie ihren Stolz fallen und weinte ungehemmt. Irgendwann in der Nacht schlief sie in ihrem seltsamen Outfit endlich an meiner Seite ein. Einen kurzen Moment verharrte ich noch an ihrer Seite, dann trug ich sie vorsichtig in mein Schlafzimmer, froh darüber, dass ich die Kraft dazu hatte. Xena war nicht nur groß, sondern auch ziemlich schwer. Ich selbst machte es mir auf der Couch bequem, hing noch eine Weile meinen Gedanken nach und schlief dann erschöpft ein, während es draußen schon zu dämmern begann.

Am nächsten Morgen wurde ich durch den Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee geweckt. Mühsam begann ich mich an den gestrigen Abend zu erinnern. Ich hörte noch, wie die Wohnungstür zugezogen wurde, dann war es wieder still. Ich fühlte mich nicht gut, rief in die Arbeit an und meldete mich krank. Es war okay, ich konnte auch vieles von zu Hause aus erledigen. Ich raffte mich endlich hoch und ging zum Küchentisch, wo ich einen Zettel von Xena fand. "Danke!" stand in schwungvollen Linien darauf, sonst nichts. Ich war erschüttert und verwirrt. Hatte ich mir bloß eingebildet, dass Xena und ich etwas füreinander empfanden? Mir wurde richtig übel und schlecht. Ich rief Katrin an, um das Erlebte mit ihr zu besprechen.

"Gerd, so kenn ich Xena nicht. Ich glaube, Du bist der einzige Mensch in ihrem Leben, dem sie sich bis jetzt  geöffnet hat. Ich weiß nicht, was sein wird, aber bitte sei vorsichtig! Du kennst eine Seite, die kein anderer kennen mag. Aber Du kennst auch eine Seite an ihr nicht, die wir kennen und spüren mussten." „

Das Telefonat mit meiner Freundin half mir nicht weiter und so zog ich mich für den restlichen Tag in meine Arbeit zurück. Meine Chefin würde mit Sicherheit ziemlich erstaunt sein über meine Produktivität während meiner Krankenzeit.

 

Wieder vergingen Wochen, in denen ich nichts von Xena hörte. Ich war wütend und enttäuscht von ihr. Sie tat mir auf eine Art und Weise weh, die ihrer physisch ausgeübten Gewalt sicher in nichts nachstand.

Wieder hatte ich die schlimmste Phase überwunden, als Xena neuerlich in mein Leben trat. Kurioserweise trafen wir uns, als ich das Haus Verlies, um den Müll zu entsorgen. Es war spät, kurz vor Mitternacht, und ich hätte den Weg zum Container um diese Uhrzeit gar nicht mehr auf mich genommen, wenn nicht Fleisch in meinem Kühlschrank zu stinken begonnen hätte. Ich sah eine Frau den Gehsteig vor meinem Haus entlanggehen, die mich offenbar noch nicht bemerkt hatte. Ich erkannte Xena sofort. Im Gegensatz zum letzten Mal war sie jetzt nicht martialisch gekleidet, nur das Schwarz war für sie unverzichtbar. Als sie mich erkannte, schien sie erschrocken und unschlüssig zu sein, ob sie wieder gehen sollte. Ich seufzte, trat an sie heran und fragte, was sie hier wollen würde. Sie bemerkte, dass ich wütend war und schien ehrlich verlegen zu sein.

"Würdest Du mich noch einmal zu Dir hineinbitten, Gerd?"

Ich überlegte kurz, stimmte aber schließlich zu. Wieder half ich ihr aus dem Mantel und bat sie auf der Couch Platz zu nehmen. Xena sah mich an und ich bemerkte das erste Mal, dass sie wirklich verunsichert war.

"Gerd, ich mag Dich! Ich stand nicht das erste Mal vor Deinem Haus."

Sie sah mich an, ihr Gesicht blieb dabei ausdruckslos.

"Nur ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll."

Ich verstand sie nicht. Was Milliarden Menschen konnten, dazu sollte sie nicht in der Lage sein?

"Was ist so schwer daran, sich eine Liebe einzugestehen? Zumal ich diese ja auch noch erwidere. Xena, was hindert Dich daran, glücklich zu sein?"

Xena atmete tief durch.

"Du, ich, wir beide."

Sie nahm meine Hand.

"Ich möchte Dich küssen, Gerd, von Dir gestreichelt werden, mit Dir Sex haben, neben Dir einschlafen ... Aber das ist nur eine Seite. Die andere will Dich auf Deinen Knien vor mir rutschen sehen, will, dass Du Dich aus Angst vor mir anpisst, will Dich vor Verzweiflung und Schmerz schreien, Dich um Gnade winseln sehen und hören ... und Dich letzten Endes gefügig machen."

Sie sah weg und ließ meine Hand los.

"So oder so, einer von uns beiden wäre sehr unglücklich."

Ich dachte nach, aber nicht lange.

"Und wenn ich Dir entgegenkomme? Und Du mir? Scheiße, Du schaust geil aus in Lack und Leder. Mein Gott und wenn Du Dein Spiel mit mir spielen musst, dann hoffe ich darauf, dass Du es nicht mit mir übertreibst."

Xena sah nachdenklich zu mir herüber.

"Gerd, Du kennst das nicht. Es ist anders, als Du es Dir vorstellst. SM ist intensiv und in der Form, wie ich es lebe, sehr schwer für einen Sub zu ertragen."

Ihre Bedenken waren stark. Ich musste sie mit anderen Mitteln dazu zwingen, sich auf mich einzulassen. Noch einmal zögerte ich, dann machte ich meinen Entschluss zur Tatsache. Ich erhob mich aus meinem Sofa, baute mich vor ihr auf und griff ihr in den Pferdeschwanz, um ihren Kopf nach hinten zu reißen.

"Du bist eine kleine Scheißschlampe, die ziemlich von sich eingenommen zu sein scheint. Vielleicht sollte ich Dir zur Abwechslung mal in Dein Gesicht spucken?"

Ich tat ihr weh, aber sie verstand sofort. Im Nachhinein musste ich ihre Gewandtheit bewundern. Ein Tritt von ihr zwischen meine Beine nahm mir die Luft, Übelkeit stieg in mir hoch, gefolgt von einer Welle des Schmerzes. Dann knallte etwas gegen meine Nase, die krachend nachgab. Tränen schossen mir ins Gesicht und ich ging mit Sternen vor den Augen zu Boden.

Ich spürte ihren Atem und wie ihre Lippen die meinen berührten.

"Gerd, das ist so ..., Du liebst mich wirklich, oder?"

Xena griff mir unter die Achseln und half mir beim Aufstehen.

"Komm! Ich bringe Dich zu einem Arzt."

Sie half mir auf und brachte mich ins Bad, wo sie das geplatzte Nasenbein provisorisch versorgte.

"Scheiße, Gerd! Es scheint gebrochen zu sein."

Ich hatte starke Schmerzen, was sie nicht davon abhielt, umso eindringlicher ein Pflaster über die Platzwunde auf meiner Nase zu kleben.

"Gewöhne Dich dran, das ist die Sadistin in mir. Rücksicht wird es bei mir, Deiner "Freundin", nicht oft geben."

Als das Pflaster auf meinem Nasenrücken saß, schlug sie mir mit voller Wucht mit der Handfläche ins Gesicht.

"Siehst Du, Gerd?! Das ist meine andere Seite! Vergiss nicht, mit wem Du Dich eingelassen hast und wen Du zu lieben glaubst!"

Ich sah sie erschrocken an. Xena lachte und zeigte auf meinen Schoß.

"Nimm die Hände endlich von Deinem Pimmel weg!"

Ich war erschrocken über diese Xena. Sie schien aufzublühen, und das auf meine Kosten. War sie wirklich so? Obwohl meine Wange brannte, meine Nase nur noch ein blutender Fleischsalat war und die Hoden nur noch glühende Kohlen zu sein schienen, bekam ich eine Erektion und war voller Geilheit. Xena spürte es und tastete ungeniert an meiner Hose herum.

"Der wird mir noch richtig viel Freude bereiten, hast ein kräftiges Glied, Gerd."

Für einen Moment war Wärme in ihren Augen.

"Komm! Wir gehen jetzt."

Sie griff nach ihrem Handy und stellte sich ein wenig abseits. Ich bekam nur Bruchteile  des Gesprächs mit.

"Selbstverständlich sofort! Was sollen die Widerworte? Ist mein Sklavenschwein des Lebens müde? Wenn Du mir heute Abend zu Diensten warst, will ich Dich morgen sehen! Nimm Dir drei Wochen frei! So lange wirst Du brauchen, um Dich von dieser Unverschämtheit zu erholen!"

Ich hörte noch eine jammervolle Stimme, dann legte Xena einfach auf.

"Geht´s, Gerd?"

Ich nickte.

"Bist Du sicher, dass Du diesen Weg mit mir gehen willst?"

Ich musste mich aus meinem Schmerz lösen und antwortete ihr mühsam.

"Es gibt keinen anderen, oder?"

Xena schüttelte den Kopf, umarmte mich und gab mir einen liebevollen Kuss auf den Mund. Sie zog die Tür hinter uns zu und schloss damit ein Kapitel in meinem Leben, um ein neues zu beginnen.

 

"Wohin fahren wir?"

Xena sah mich interessiert an, Mitleid war in ihrer Miene aber nicht zu entdecken.

"Ich habe einen Sklaven, der sich um Deine Nase kümmern wird. Leider ist er seinen außerplanmäßigen Notdienst nicht ohne Widerspruch angetreten, weshalb ich ihn morgen ziemlich rannehmen muss."

Sie lachte freudig.

"Naja, Du wirst gleich einen Vorgeschmack davon bekommen, was es heißt, mein Eigentum zu sein."

 

Die Praxis befand sich in einem dreistöckigen Bürogebäude. Es brannte nur im zweiten Stock Licht, vor den restlichen Fenstern waren die Rollläden heruntergelassen worden. Xena griff zu ihrem Handy und telefonierte, dann surrte auch schon der Türöffner. Wir gingen hinein und fuhren mit dem Fahrstuhl nach oben. Ich bemerkte ein Kribbeln in meinem Bauch und war ziemlich aufgeregt. Xena warf mir einen Blick zu, der bei mir sofort eine Erektion auslöste. Sie war wirklich die geilste Frau, die jemals in mein Leben getroffen hatte.

Nicht nur ich war erstaunt, als eine vielleicht fünfundzwanzig Jahre alte Arzthelferin uns öffnete. Sie grüßte zwar, sah uns aber nicht in die Augen und schien sehr verlegen zu sein. Ein Mann, im Kittel eines Arztes gekleidet, kniete vor der Eingangstür, sein Kopf lag mit dem Gesicht nach unten auf dem Teppich. Xena lachte.

"Na Schweinchen? Wer ist die kleine Pussy? Weiß Deine Frau von ihr? Darfst Du sie freiwillig ficken oder hast Du sie überreden müssen?"

Xena ging auf das Mädchen zu, griff brutal in deren Haare und zwang sie ebenfalls auf die Knie. Sie wehrte sich und bekam für diese Reaktion eine brutale Ohrfeige.

"Du solltest vorsichtig sein, Miststück! Sonst nehme ich mir Dich mal richtig zur Brust."

Der Arzt sah zu den beiden hinüber.

"Bitte, Marie! Mach alles, was sie sagt!"

Xena riss den Kopf des Mädchens nach hinten, indem sie an deren Haaren zog. Genüsslich ließ sie ihren Speichel in das entsetzte Gesicht des Mädchens tropfen, das angewidert versuchte, sich zur Seite zu drehen, um der Spucke aus dem Mund der Domina zu entkommen.

Wieder erschallte eine heftige Ohrfeige, die das Gesicht der jungen Frau zur Seite schleuderte. Diese schrie vor Schmerz auf und fiel zur Seite, spuckte Blut und etwas Weißes aus. Xena bückte sich und hob das Fragment auf.

"Scheiße! Das tut mir jetzt aber leid für die Fotze hier! Die Krone wirst Du neu machen lassen müssen."

Ich war tief erschrocken über Xenas derben Ton, über ihr brutales Treiben sowieso.

"Hast Du es jetzt begriffen oder wollen wir weiterspielen?"

Die Arzthelferin wimmerte, ihre Hände fingerten nach der Lücke, wo der Zahnteil fehlen musste. Endlich nickte sie, wohl bemerkend, dass Xena bereits erneut ausholte, um ihr einen weiteren Schlag zu verpassen. Die schien endlich zufrieden und wandte sich dem Arzt zu, der gleichzeitig einer ihrer Sklaven war.

"Du wirst Dich anstrengen müssen, um Deine kleine Schlampe für das Erlittene zu entschädigen."

Sie sah noch einmal zu der Kleinen hinüber, die hübsch und gut proportioniert war.

"Lässt sie sich freiwillig von Dir bumsen, Schweinchen?"

Sie holte mit ihrem rechten Bein nach hinten aus und trat dem armen Kerl in die Rippen.

"Versorge jetzt meinen Freund hier! Ich werde mich in der Zwischenzeit um das Mädchen kümmern."

Das junge Ding schreckte zusammen, wollte dann aufspringen und  fliehen, doch Xena war schon bei ihr.

"Bitte lass sie in Ruhe!", bettelte der Arzt.

Xena warf einen geringschätzigen Blick auf ihren Sklaven, während sie den Arm der Kleinen brutal auf deren Rücken drehte.

"Du brauchst mich nicht weiter zu reizen, Du wirst morgen so oder so die Hölle erleben. Hast Du Dir schon die drei Wochen Urlaub genommen? Du hast hoffentlich gute Quacksalber in Deinem Freundeskreis, die Dich wiederherstellen können.“

Der Doktor wimmerte, raffte sich langsam auf und ging zum Instrumententisch.

"Beil Dich, Wichser! Mein Freund will nicht die ganze Nacht bei Dir verbringen."

Xena zerrte das Mädchen nach nebenan, von wo aus man die Schreie der Kleinen deutlich vernehmen konnte. Nicht auszudenken, was sie mit ihr alles anstellen würde. Die Tür zum Nachbarraum war kaum geschlossen, als der Arzt auch schon auf mich einredete.

"Du bist ihr Freund? Wie meint sie das?"

Ich sah ihn geringschätzig an.

"Ich wüsste nicht, dass Dich das etwas angeht."

Das schmerzverzerrte Gesicht des Arztes zeigte eine beleidigte Miene.

"Bist Du verknallt in die? In diese Teufelin? Du tust mir leid! Du weißt gar nicht, was da für ein Monster in Dein Leben getreten ist. Vor ihr macht sich sogar der Satan in die Hose."

Vorsichtig begann der Arzt, meine Nase zu untersuchen, während dicke Schweißtropfen von seiner Stirn perlten.

"Warum lassen Sie sich von ihr schlagen und treten? Warum demütigt Xena Sie so?"

Der Arzt seufzte.

"Ich war vor Jahren ein ganz normaler Kunde, wie alle anderen auch. Ich bin maso, wenn auch bei weitem nicht so schmerzgeil, dass ich sie ertragen könnte. Bei einer Session wollte ich sie zu etwas zwingen, was vorher nicht abgesprochen war. Seitdem lässt sie mich dafür bluten. Sie hat mich gezwungen, ihre Scheiße zu fressen, ihre Pisse zu trinken und hat mich mit verschiedenen Sachen tagelang in den Arsch gefickt, bis sie ihre Faust darin versenken konnte.  Mein Schließmuskel ist daran kaputt gegangen, sodass ich jetzt Einlagen tragen muss."

Seine Finger glitten über mein Nasenbein.

"Ist nicht so schlimm, wie es aussieht, sie scheint wirklich etwas für Dich übrigzuhaben."

 

Schreie wurden laut, Xena schien das Mädchen auf schreckliche Art und Weise zu quälen. Der Arzt schien richtig Mitleid mit seiner Angestellten zu haben.

"Verdammt, das habe ich nicht gewollt."

Er besann sich darauf, was er zu berichten hatte, und fuhr fort.

"Sie hat alles auf Video, so widerlich, wie man sich es nicht einmal vorstellen kann. Ich wäre gesellschaftlich ruiniert, wenn sie das Material veröffentlichen würde."

Der Arzt sah mich mitleidig an.

"Ehrlich jetzt, was hat sie gegen Dich in der Hand?"

Mein Kopf pochte vor Schmerz und Entsetzen darüber, worauf ich mich eingelassen hatte.

"Nichts. Bis jetzt zumindest nicht."

Die Tür zum Behandlungszimmer öffnete sich und der Doktor warf sich sofort wieder zu Boden. Xena sah es und lächelte. Zu meiner Überraschung kroch ihr das vor Schmerzen wimmernde Mädchen hinterher.

"Da dachte ich, Du hast Deine Frau betrogen, indem Du dieses kleine Stück missbraucht hast, dabei lässt sich die Schlampe von Dir freiwillig vögeln. Sie meint wirklich, dass sie Dich liebt. Hab ihr trotzdem ein wenig weh getan, so ein Gummischlauch schmerzt höllisch. Stimmt´s nicht, Süße?"

Dem Mädchen liefen dicke Tränen die Wangen hinunter, während sie eifrig nickte.

"Hat das Miststück auch verdient, wenn sie dafür sorgt, dass eine andere Frau von ihrem Mann betrogen wird. Naja, da haben wir ja noch einiges vor morgen. Du bringst sie doch mit?"

Der Arzt stöhnte auf, während das Mädchen laut aufschluchzte. Xena wandte sich jetzt mir zu, kam an mich heran und untersuchte vorsichtig meine Nase. Ihre Lippen näherten sich den meinen, berührten sie vorsichtig, während ihre Hand über meine geschwollene Wange strich.

"Komm, wir gehen, Gerd! Ich habe Dich noch nicht belohnt dafür, was Du für mich aufzugeben bereit bist."

 

Ich hatte bei weitem noch nicht verarbeitet, was ich soeben miterlebt hatte. Mir kamen Katrins Worte in den Sinn … "Du kennst die andere Seite nicht ...".

Jetzt kannte ich sie und hatte nichts als pure Angst vor Xena. Sie schien zu spüren, was ich dachte, und bremste den Wagen ab, um ihn am Straßenrand anzuhalten.

"Ich weiß nicht, was dieses Arschloch Dir alles erzählt hat, aber er ist ein verdammt nochmal perverses Schwein, das schon für zwei Vergewaltigungen vor Gericht gestanden ist. Die missbrauchten Frauen wurden von ihm teuer abgefunden, aber genug gezahlt hat er dafür noch lange nicht."

Ich sah Xena erstaunt an.

"Und das Mädchen? Was hat sie Dir getan?"

Sie fixierte mich mit ihren hellblauen Augen und seufzte dabei.

"Sie hat mich verärgert, weil sie dafür sorgt, dass andere Frauen von ihren Männern betrogen werden. Sie weiß genau, wie sie ihre Reize einsetzen muss, um einen Kerl gefügig zu machen."

Xena legte mir ihre Hand auf die Schulter.

"Willst Du aussteigen, Gerd? Wenn Du willst, sehen wir uns nie wieder, ich könnte Dich verstehen."

Ich spürte ihre warme Hand durch mein Hemd, sah in ihr unglaublich hübsches Gesicht mit dem bestimmenden, aber auch so tragisch fesselnden Blick.

"Bevor wir gemeinsam weiterfahren, darf ich Dich etwas fragen? Bist Du wirklich verliebt in mich?"

Xena würde mich nicht anlügen, ich ahnte, dass sie Feigheit und Unehrlichkeit hasste.

"Ja! Das bin ich anscheinend. Zumindest, wenn das bedeutet, dass man einen Gerd nicht mehr aus seinem Kopf bekommt."

Sie lachte und strich mir durchs Haar. Dann räusperte sie sich und wurde wieder ernster.

"Auch wenn ich noch nicht weiß, was das für mich und letztlich auch für Dich bedeutet."

Sie ahnte, dass ich weiterfragen wollte.

"Raus damit! Frag mich ruhig!"

Ich war tief verunsichert, hin- und hergerissen zwischen Furcht und Begierde.

"Warst Du schon mal vorher in jemanden richtig verliebt? Ich meine, so wie jetzt?"

Xena dachte kurz nach.

"Nein! Bis vor ein paar Monaten wusste ich nicht, dass ich dazu überhaupt in der Lage bin."

Sie legte den Gang wieder ein. Ein deutliches Zeichen, dass ihr das Gespräch unangenehm wurde.

"Du schläfst heute bei mir!"

 

Xenas Haus

Der Bungalow war groß, sehr groß sogar. Von einer hohen Mauer umgeben und durch ein schweres Tor geschützt, würde man es schwer haben, hier einzubrechen. Ich musste bei dem Gedanken lachen, was einen verwunderten Blick Xenas provozierte. Was sie wohl mit einem Einbrecher machen würde? Nicht auszudenken! Auf den Gedanken, dass es auch schwer sein würde, das Grundstück wieder zu verlassen, wenn es die Eigentümerin nicht wollte, kam ich zu diesem Zeitpunkt kurioserweise nicht.

Sie parkte den Wagen in einer breiten Garage und stellte den Motor ab. Durch eine Seiteneingangstür kam man direkt in einen breiten Flur, der bis zur Eingangshalle verlief, wo sich der Haupteingang des Hauses befand. Alles war modern und nüchtern eingerichtet. Nichts deutete darauf hin, dass die Besitzerin dominant und sadistisch veranlagt war.

"Setz Dich auf das Sofa dort! Ich mache uns was zu trinken."

Bevor ich was sagen konnte, ging das Licht an und ein wunderschönes Wohnzimmer mit allen Schikanen breitete sich vor mir aus. Zu meiner Überraschung war der mir von Xena zugewiesene Platz allerdings schon besetzt. Ein kräftiger Rottweiler breitete sich am Sofa aus und musterte mich mit augenscheinlichem Interesse. Ich mochte Hunde immer schon sehr, bin als Kind mit ihnen aufgewachsen. So wusste ich, dass das Schlimmste bei einem unbekannten Hund war, Furcht zu zeigen. Ich setzte mich neben das beeindruckende Tier, ohne ihm Aufmerksamkeit zu schenken. Der Hund knurrte, ich ließ mich aber nicht davon beeindrucken. Es dauerte einige Minuten, dann beruhigte er sich wieder. Seine Aufmerksamkeit wechselte zu Xena, die in einer großen, direkt in das Wohnzimmer übergreifenden Küche stand und Getränke mixte.

"Respekt! Die meisten haben Todesangst vor Attila. Er ist wirklich ein Hunne, angriffslustig und wild."

Sie stellte unsere Gläser auf einen breiten, gekachelten Couchtisch, nahm den Kopf des Rüden zwischen ihre Hände und knuddelte ihn, während der Schwanz des Hundes lautstark dessen Freude verkündete.

"Magst Du den Gerd, Attila? Meinst Du, er wird so lieb wie Du?"

Sie sah mich lächelnd an.

"Mit ein wenig Erziehung bin ich mir dessen sogar sicher."

 

Teil 2

Schmerzhaftes Liebesspiel

Wir saßen eine Weile auf der Couch und unterhielten uns über alles Mögliche. Zwar verlief das Gespräch an sich flüssig, doch irgendetwas blockierte unser Näherkommen. Xena schien davor zurückzuschrecken, das Spiel zwischen uns zu beginnen und ich zögerte, sie darum zu bitten. Es war mittlerweile 3 Uhr und ich erinnerte Xena daran, dass ich in wenigen Stunden zur Arbeit musste. Sie lächelte nur und winkte ab. Sie war jetzt erschlossen, den Anfang mit mir zu wagen.

"Wir werden Dich heute entschuldigen, Gerd. Ich möchte mit Dir diese Nacht zu etwas Besonderem machen, eher für mich, als für Dich. Es wird nämlich das erste Mal für mich sein, dass ich mir einen Mann auf diese Art und Weise vornehme."  

Ich spürte ihre Hand auf meinem Oberschenkel, dann deutete sie mir an, aufzustehen.

"Zieh Dich jetzt aus und leg die Sachen dort hinten an die Tür! Du brauchst sie jetzt erst einmal nicht mehr."

Ich gehorchte und entkleidete mich. Es war mir nicht peinlich. Wenn man eine gewisse Figur sein Eigen nennt, zeigt man sich gerne. Xena pfiff durch die Zäne.

"Alter Schwede! Du bist gut in Form, Freundchen. Das müssen wir unbedingt beibehalten. Aber keine Sorge, ich habe alles da."

Ich wusste nicht, was sie meinte, stellte aber erstaunt fest, dass sie schon konkrete Vorstellungen über unser künftiges Zusammenleben haben musste.

"Nur keine falsche Scham, Gerd! Die Unterhose natürlich auch, ich will doch wissen, womit ich künftig zu rechnen habe."

Ich zog meine Shorts nach unten und Xena musterte mein Genital mit außerordentlichem Interesse. Sie stellte sich dicht vor mich und streichelte über mein Glied, das schon jetzt beinahe schmerzhaft erigiert war.

"Der wird mir in jeder Hinsicht Freude machen ..."

Mit diesen Worten streifte sie die Vorhaut mit ihrer rechten Hand nach hinten und schlug mit der Handfläche der linken leicht auf meine Eichel. Es war schmerzhaft und so zuckte ich zusammen. Xena lachte.

"Man merkt, dass Du ein Wichser bist. Die Eichel ist sehr sensibel."

Noch einmal griff sie mit ihrer Hand an die Eichel, um sie fest und hart zu kneten. Ich schrie auf und trat nach hinten, um ihrem Druck zu entkommen. Sie ließ los und lächelte, zog mich wieder an meinem Schwanz zu sich heran und gab mir einen zärtlichen Kuss auf den Mund.

"Du siehst, ich komme nicht heraus aus meiner Haut. Jetzt kannst Du noch gehen, Gerd. Wenn ich mich dann aber umgezogen habe, wirst Du mein sein. Verstanden?"

Ich nickte und sah Xena in ihre eisblauen Augen.

"Bleib hier stehen, bis ich wieder da bin! Ich werde eine Weile brauchen, bis ich mir etwas Bequemeres angezogen habe."

Ich stand eine gefühlte Stunde und wagte es nicht, mich zu bewegen. Aber nicht nur ich, auch mein Glied kam nicht zur Ruhe. Steif und fest schien mein Schwanz genauso erwartungsvoll wie ich Xenas Rückkehr entgegenzufiebern.

Ich bekam regelrecht einen Schock. Was hatte ich mir alles an Dessous und Reiswäsche vorgestellt, doch die Frau, die ich liebte, hatte ihre martialischste Berufskleidung gewählt, die sie in ihrer Garderobe hängen hatte. Schwarze, hochhackige Schnürstiefel bis zu den Knien, ein ihre Figur betonender Lederoverall, ein enges Korsett und ein tiefer Ausschnitt für ihren Busen wurden durch lange Handschuhe abgerundet, die an den Handgelenken mit breiten Nietenarmbändern verziert waren. Sie gingen nahtlos in den Overall über, sodass Xena nur im Gesicht und am Busen Haut zeigte. Sie trug ein Strasshalsband, an dem die Träger befestigt waren, die ihre großen, schweren Brüste so stützen, dass diese sich besonders prall abhoben. Zu meinen Schrecken hatte sie an einem breiten Gürtel, den sie um ihre enge Taille trug, eine Bullenpeitsche befestigt, die mich zutiefst erschreckte. Ich erinnerte mich an Katrins Schilderungen … "Zu Matsche geprügelt."

 

Zum ersten Mal gefoltert und gequält

Xena lachte.

"Jetzt hat mein kleiner Gerd Schiss, oder? Dachtest, ich würde hier in feiner Reizwäsche herein schweben, damit Du mich mit Deinem dicken Teil endlich ficken kannst?"

Sie trat an mich heran und ich spürte ihre Handschuhe, die sich fest um mein Glied schlossen.

"So wirst Du mich nie zu Gesicht bekommen, Gerd. Nie! Du bist mit einer Domina zusammen und wenn diese von Dir gefickt werden möchte, sieht sie immer noch wie eine aus."

Sie griff mir so zwischen die Beine, dass ich sie spreizen musste. Jetzt waren meine Hoden an der Reihe, die von ihr kräftig gequetscht wurden.

"Schließ die Augen, Gerd!"

Ich kam ihrer Anweisung sofort nach. Da ich nicht wusste, was sie vorhatte, stellte sich mein Körper auf das Schlimmste ein. Ich spürte, wie sich ihr Griff um die Eier wieder löste und ihre Hand meinen Penis fasste. Dieses Mal verhielt sie sich sanft und vorsichtig, wichste ihn langsam und zärtlich. Ich entspannte mich wieder und genoss es. Langsam nahm die Intensität ihrer Berührung ab und damit auch das geile Gefühl, das sie mir bereitet hatte. Ich versuchte, ihrer Hand zu folgen, bewegte mein erigiertes Glied hin und her, um sie wiederzufinden ...

Dann spürte ich plötzlich einen Knall zwischen meinen Beinen und ein brutaler Schmerz breitete sich in mir aus. Mir trieb es in einem heiseren Aufschrei die Luft aus den Lungen, Sterne tauchten vor meinen Augen auf, ein Rauschen drang mir in die Ohren. Ich fiel wie ein nasser Sack auf den Boden, blieb japsend liegen und ergründete den tiefen Schmerz in mir.

"Weißt Du, Gerd, für unsere gemeinsame Zukunft solltest Du Dir etwas ganz Wichtiges merken! Wenn ich normal gekleidet bin, bist Du mein Lebenspartner und darfst mit mir auf Augenhöhe kommunizieren, es sei denn, es gibt einen besonderen Grund, dessentwegen ich Dir das verbiete. Wenn ich aber als Domina vor Dich trete, bist Du mein Sklave und gehst sofort vor mir auf die Knie. Verstanden?"

Ich nickte hastig und nahm die von ihr gewünschte Stellung ein, so schnell es eben ging. Prompt drang erneut ein stechender Schmerz in mein Bewusstsein. Xena drückte mir ihren Absatz in meinen Oberschenkel und fügte mir damit eine Pein zu, die mich fast um die Besinnung brachte. Xena schien nicht ungehalten zu sein, wahrscheinlich freute sie sich darüber, dass ich ihr so viel Gelegenheit bot, mich zu quälen.

"Wenn ich Dir etwas befehle, Gerd, dann antwortest Du mir mit: Ja, Xena."

Ich war erstaunt, hieß es nicht normalerweise Herrin, Göttin oder Gebieterin? Sie erklärte mir es sogleich selbst. Ich spürte ihren kräftigen Griff in meinen mittellangen Haaren und das abrupte Reißen daran, das sogleich dafür sorgte, dass ich meinen Kopf nach hinten überstrecken musste. Xenas süßes, böses Gesicht tauchte über mir auf.

"Ich möchte mich als Frau sehen, die Dich liebt, Gerd. Wenn Du mich Herrin nennst, würde es das besondere Verhältnis zwischen uns trüben, oder findest Du nicht?"

Ich versuchte zu nicken, ihr gelockerter Griff ließ es zu.

"Ich möchte Dich jetzt für das belohnen, was Du bereit bist, für mich aufzugeben und künftig zu ertragen. Du wirst jetzt anfangen, mir die Stiefel zu lecken, Gerd. Gründlich und intensiv. Ich will, dass Deine Zunge rau und blutig wird vor lauter Schlecken. Hast Du mich verstanden?"

Ich wusste dieses Mal, wie ich zu antworten hatte.

"Ja, Xena!"

Sie schien zufrieden und unterließ weitere Vergeltungsmaßnahmen.

"Fang mit der Sohle an! Ein Glück für Dich, dass sie sauber ist."

Sie blieb mit ihrem Gewicht voll auf beiden Beinen stehen, weshalb ich ihr Bein anheben musste, um an ihre Sohle zu kommen. In knieender Haltung ein sehr schwieriges Unterfangen.

"Sag Bescheid, wenn ich ihr Dir helfen soll!"

Ich verstand ihre Äußerung nicht, erst als der Riemen der Peitsche zu mir herunterbaumelte, wusste ich, was sie gemeint hatte.

"Nein danke, Xena!"

Gott was war ich dankbar für die vielen Trainingstage. Ich hatte die Kraft, meinen Sklavengruß darzubieten. Nicht auszudenken, was sie mit mir angestellt hätte, wenn ich zu schwach gewesen wäre.

"Du machst das gut, Gerd! Dir scheint der Maso im Blut zu liegen. Komm! Jetzt den anderen Stiefel! Zeig mir aber vorher Deine Zunge!"

Sie griff mir brutal in den Mund und riss mir fast die Zunge heraus. Nur mit Mühe konnte ich sie lockerlassen.

"Sieht schon richtig gut aus."

Aufmunternd lächelte sie mir zu.

"Weitermachen!"

Voller Angst sah ich, wie der Peitschenriemen aus meinem Blickwinkel nach oben entschwand. Ich legte mich sofort besonders ins Zeug, denn für diese Erfahrung war ich noch nicht bereit.

"Sehr schön, Gerd! Du darfst Dich jetzt langsam meinem Schoß nähern."

Sie griff mir wieder ins Haar und riss meinen Kopf zurück.

"Warte! Ich setze mich in den Sessel, dann kann ich Dich besser genießen."

Ich sah ihr dabei zu, wie sie es sich in den Polstern gemütlich machte. Sie spreizte ihre Beine und ich begann das feine Leder über ihren Schenkeln zu lecken und bemühte mich, keine Stelle auszulassen. Es dauerte beinahe eine Stunde, bis ich ihren Schritt erreichte und zu meinem Erstaunen feststellte, dass mir dort ein aufreizender, aber auch prägnanter Geruch entgegen strömte. Mit meiner Zunge suchte ich die vermeintliche Naht, spürte aber Haare und Feuchtigkeit.

"Los! Weitermachen!"

Dieses Mal schrie sie mich regelrecht an, woraufhin ich ihr meine Zunge tief in die Vagina stieß. Meine verletzte Nase schmerzte sehr, als diese immer wieder ihren Schoß berührte. In meinen bisherigen Beziehungen hatte ich den oralen Verkehr bei einer Frau zu vermeiden versucht, jetzt wurde ich dafür bestraft. Ich spürte ihren Griff, der meinen Kopf zurückriss.

"Da hast Du Defizite, Gerd, das werden wir üben müssen."

Ich sah noch, wie der Saft an ihren Oberschenkeln herunterrann, dann riss sie mich nach oben und zwang mich damit, aufzustehen.

"Schade, mein Schatz, ich kann Dir noch nicht erlauben, mich zu ficken. Stattdessen werde ich Dir Deine erste Tracht Prügel als Strafe für Deine Inkompetenz verpassen müssen. Komm mit! Wir gehen nach unten!"

Ich hatte panische Angst, doch ein Blick auf Attila hieß mich ihr folgen.

"Geh vor! Der Lichtschalter ist links am Geländer!"

Wir gingen eine tiefe Kellertreppe hinab, wo eine schwere Stahltür den Weg versperrte.

"Warte, ich mache sie auf!"

Xena trat an mir vorbei und tippte einen Zahlencode in eine Tastatur, die neben der Tür in die Wand eingelassen war. Die schwere Tür öffnete sich mechanisch und gab den Blick in das Innere des Kellers frei. Die Wände waren grau getüncht, an manchen Stellen war der Putz abgebröckelt. Es musste ein Vorraum sein, der vielleicht um die zehn Quadratmeter groß war. Xena wies auf eine Tür, die vor mir lag.

"Dort geht es in mein Verlies, danach kommt dann der Folterbereich und dann unser Raum!"

Sie stieß mich in eine kleine Halle, an deren einer Seite Zellen eingelassen waren, in denen es so eng war, dass man weder stehen, liegen, noch richtig sitzen konnte. Xena folgte meinen Blicken und grinste.

"Du würdest Dir nach ein paar Stunden selbst das Leben nehmen, wenn Du darin eingesperrt wärst und die Möglichkeit dazu hättest. Keine Sorge, die kommen nur in besonders schweren Fällen zum Einsatz."

Xena wies mit ihrem ledernen Arm auf die gegenüberliegende Seite.

"Siehst Du das Halseisen, das in der Wand eingelassen ist? Dort bist Du gezwungen, so lange zu stehen, wie ich es für richtig halte. Da haben gute Sklaven schon einen ganzen Tag, manche auch eineinhalb durchgehalten. Die Ringe darunter sind zum Fixieren der Hände und Füße da. Dort hinten sind normale Zellen für die Sklaven, die ich mir als Wochenendarbeit mit nach Hause nehme."

Xena sah meinen irritierten Blick, als ich ein seltsames Holzgestell entdeckte.

"Das ist mein Eselchen. Dort muss der Sklave auf einem Keil reiten, eine verdammt unangenehme Sache. Siehst Du die Kurbel?"

Ich nickte.

"Damit kann ich den Winkel verstellen, je steiler dieser ist, desto schlimmer für den Delinquenten. Ich kann aber auch noch Gewichte an die Füße hängen, um den Effekt zu verstärken. Leider kommt es bei Männern schnell zu Schäden an empfindlichen Stellen, weshalb ich das Eselchen vor allem bei Sklavinnen anwende."

Sie deutete auf die Decke, von der Ketten mit Eisenschellen herunterhingen.

"Damit werden die Hände gefesselt, damit sich die Sklavin ihre Lage ein wenig erleichtern kann. Das klappt aber auch nur für eine bestimmte Zeit."

Xena blieb an einem komischen Brett mit Löchern stehen.

"Das ist ein Block. Mit dem um den Hals kannst Du zwar gut stehen und sitzen, aber anlehnen an der Wand oder liegen ist nicht. Das wird wirksam mit ihm unterbunden. Macht Spaß, einem Sklaven dabei zuzusehen, wie er sich vergeblich bemüht, sich mit diesem Ding eine Schlafposition zu suchen."

Xena hielt mir die nächste Tür auf und führte mich in einen weiteren Raum.

"Hier ist meine Werkstatt mit allen möglichen Folterutensilien."

Sie erklärte mir nacheinander eine Streckbank, den Folterstuhl, eine Eiserne Jungfrau, von der ich hoffte, dass sie reine Zierde war, einen gynäkologischen Stuhl, eine Fesselbank, den Pranger, das Andreaskreuz sowie ein Eisengestell für Elektroschocks. Das war aber noch nicht alles.

"Hier in dieser Esse kann ich Eisen zum Glühen bringen und dort drüben ist mein Flaschenzug."

Sie lachte, ging zu einem Wandschalter und ließ ein paar Handschellen von der Decke herab.

"Mein liebstes Spiel sind Auspeitschungen, Gerd, aber Du wirst ja sehen."

Sie winkte mich zu sich heran und befahl mir, mich unter die Fesseln zu stellen.

"Hände hoch!"

Mit routinierten Bewegungen fesselte sie mich und ließ mich durch betätigen des Schalters vom Flaschenzug an die Decke ziehen.

"Du darfst auf den Zehen stehen, Gerd, das verschafft Dir ein bisschen Erleichterung. Nur anketten werde ich Dich auch unten müssen, sonst zappelst Du mir zu sehr."

Ich fühlte mich Xena völlig ausgeliefert. Meine Schultern schmerzten schon nach wenigen Augenblicken und ich versuchte verzweifelt, mich mit meinen Zehen abzustützen, die kaum den Boden berühren konnten.

"Alles okay, Gerd?"

Xena trat an mich heran und streichelte mir mit der Bullenpeitsche übers Gesicht. Würde sie mich wirklich damit schlagen?

"Du, Xena, meinst Du nicht ..."

Eine brutale Ohrfeige schlug in mein Gesicht, Tränen schossen in meine Augen, die verletzte Nase schmerzte wie wahnsinnig. Ich fing wie ein kleiner Junge zu heulen an. Xena stellte sich direkt vor mich und küsste mich liebevoll auf den Mund.

"Merke Dir eins, Gerd.", flüsterte sie. "Es gibt keine Gnade bei mir! Nichts von dem, was ich mit Dir machen möchte, ist unumkehrbar. Versuche es zu ertragen und Du wirst von mir dafür belohnt werden, okay?"

Noch ein Kuss, ein schmerzhafter Kniff in die blutende Nase und sie nahm Position ein.

"Fürs Erste reichen mir zwanzig Schläge bei Dir, Gerd. Ein paar Peitschennarben sind für meinen Liebhaber Pflicht."

Xena sah so geil und aufreizend aus. Dennoch war sie gerade dabei, ein furchtbares Folterinstrument an mir anzuwenden.

"Weißt Du, Gerd, zuerst sieht man nichts, aber dann platzt die Haut und in der ganzen Länge bilden sich blutige Striemen. Ich hätte Dich vorher mit einem Paddel oder einer mehrschwänzigen Peitsche aufwärmen können, aber jetzt und hier geht es mir vor allem darum, Dich zu zeichnen."

Ein schneidendes Fauchen durchschnitt die Luft und der Peitschenriemen biss sich in mein rechtes Schulterblatt. Ich schrie auf, Schmerzen von ungeahnter Gewalt breiteten sich aus. Ich versuchte, mich an der Kette hochzuziehen, als ob ich dadurch der Folterung meines Körpers entfliehen hätte können.

"Na wie war das für Dich, Gerd?"

Sie trat an mich heran und wollte mich wieder auf meinen Mund küssen. Ich drehte mein Gesicht weg, was sie wütend zu Kenntnis nahm. Eine weitere Ohrfeige schlug in mein Gesicht, brutal und hart, mit aller Kraft von ihr geführt.

"Willst Du unsere Beziehung beenden, Gerd? Dann kann ich einen guten Foltersklaven gebrauchen."

Das war das erste Mal, dass ich an Xenas Verstand zweifelte. Ich schmeckte das Blut in meinen Mund, es war schmerzhaft, ihr zu antworten.

"Nein, Xena! Es tut mir leid. Ich wollte Dich nur nicht mit meinem Blut beschmutzen."

Xenas Gesicht entspannte sich zusehends. Ihr Kopf näherte sich mir wieder, sanft und voller Zärtlichkeit trafen ihre Lippen die meinen. Ihre Zunge drang in meinen Mund und fing an, mit meiner zu spielen, die rau und blutig war.

"Weißt Du was, mein Schatz? Ich bin schon so richtig scharf auf Dich. Ich werde mich beeilen, dann darfst Du mit mir schlafen, okay?"

"Ja, Xena!"

Ich heulte immer noch wie ein kleines Kind.

"Stell Dich nicht so an, Du hast es ja gleich geschafft."

Xena führte jeden weiteren Schlag mit großer Wucht und Härte aus. Wie ich diese Prozedur überleben und aushalten konnte, war mir ein Rätsel. Mein Körper war nur noch voller Feuer und Schmerz, die in tobenden Wellen durch ihn hindurch strömten.

"Komm, Schatz, wir gehen jetzt ins Bett! Hab keine Furcht, der Rest ist heute ausnahmsweise wertungsfrei!"

Sie hob wie eine Lehrerin den Zeigefinger und lächelte dabei unschuldig.

"Mühe solltest Du Dir deshalb aber trotzdem geben!"

 

Vergewaltigt

Bevor sie mich herunterließ, legte sie mir ein Halseisen um, band mir einen Gürtel mit Schloss um die Hüfte, an dem meine Hände an die Seiten des Rumpfes in Gurte gefesselt wurden, und brachte vor mir kniend noch Fußfesseln an meinen Knöcheln an.

"Mir ist es einfach lieber, wenn ich bei unserem ersten Mal die Führung übernehme. Ist das okay für Dich, Gerd?"

Ich nickte und schob schnell das vergessene "Ja Xena!" nach.

In diesem Augenblick, hatte ich nur noch Angst vor dieser Frau. Um keinen Preis der Welt wäre ich bei ihr geblieben, wenn ich noch die Wahl gehabt hätte. Doch sie zog mich unerbittlich in ein Leben, das kaum noch zu beschreiben war. Sie führte mich in einen weiteren Raum, der, rot gestrichen, ein breites, schwarzes Himmelbett enthielt.

"Leg Dich hin, Gerd! Warte, ich helfe Dir."

In diesem Moment war sie voller Liebe zu mir.

"Ich werde nachher vor dem Schlafengehen Deine Wunden versorgen."

Ihre Lederhand fuhr mir zärtlich durchs Gesicht.

"Hier! Schluck die! Ich möchte auf Nummer sicher gehen."

Ich wusste nicht, was sie mir gab, konnte nicht mal einen Blick darauf werfen.

"Es dauert ein bisschen, bis es wirkt.", erklärte mir Xena, während sie meine Hände vom Gürtel löste und am oberen Bettgestell festkettete.

"Und? Merkst Du schon etwas?"

Erstaunt stellte ich fest, wie mein Penis anfing zu pulsieren und sich trotz all meiner Schmerzen aufrichtete. Xena lachte schallend.

"Weißt Du, wie geil das ist? Selbst darüber lass ich Dir keine Macht."

Sie wichste meinen Schwanz hart und fest, dann setzte sie sich auf meinen Schoß und neigte ihren Oberkörper kurz zu meinem Gesicht herunter.

"Im Gegensatz zu Dir, werde ich jetzt zwei Gefangenen die Freiheit schenken ..."

Sie lachte über ihren Witz, nahm zwei Schalen aus ihrem Büstenhalter und legte so ihre großen, birnenförmigen Brüste frei.

"Gefallen sie Dir?"

Sie beugte sich zu mir herunter, sodass ich sie mit meinen Mund küssen konnte. Es war der reine Wahnsinn. Xena hob kurz ihr Becken an, griff nach meinem Glied und führte es sich ein. Es war unglaublich. Zwar waren die Schmerzen immer noch brutal, aber sie gaben auch eine seltsame Kulisse für diese Geilheit in mir.

Die Schamlippen der Domina berührten meine Eichel, langsam glitten sie an ihr vorbei nach unten und umschlossen schließlich fest meinen Schaft. Ich hörte ein tiefes Seufzen. Langsam begann Xena, ihr Becken auf mir kreisen zu lassen. Dabei streichelte sie ihre Brüste und beugte sich immer wieder zu mir herunter, damit ich sie mit meinen Lippen küssen und liebkosen konnte.

Nach einer Weile merkte ich, dass mein Schwanz energisch pochte, das Ejakulat aus ihm herausspritzte und sich in Xenas Geschlecht ergoss. Sie spürte, dass ich gekommen war, stand aber nicht von mir auf. Praktisch im gleichen Moment merkte ich, wie sich meine Geilheit in zusätzlichen Schmerz verwandelte.

"Du bist gekommen, nicht wahr?"

Xena lächelte und streichelte mir durch mein Gesicht.

"Das war nicht das letzte Mal für heute."

Sie hatte recht. Mein Glied stand weiter und sie massierte sich damit ihre Muschi, voller Ektase und lustvollem Stöhnen. Das Ficken wurde für mich immer unangenehmer, doch Xena ließ nicht von mir ab. Wieder kam ich in ihr, doch sie war noch nicht soweit. Ich schrie, wollte ihrem Schoß endlich entkommen, doch der Trip ging immer weiter.

Nach einer geschätzten Dreiviertelstunde bäumte Xena sich endlich auf und ließ dann ihren Leder- und Latexkörper auf mich heruntersinken. Sie brauchte ziemlich lange, bis sie sich fing. Mein Schwanz war immer noch in ihrer Scheide, doch ließ zumindest der Reiz nach. Ich sah zur Decke und war fix und fertig. Ähnliches hatte ich niemals zuvor in meinem Leben durchlitten. Xena richtete sich auf und legte sich an meine Seite. Ihr Gesicht war auch jetzt noch voller Bosheit.

"Na, wie war das für Dich? Möchtest Du noch mal?"

Mein Schwanz stand immer noch, schmerzend und wild pulsierend, würde sie wirklich ... Xena lachte, während sie meine Brust streichelte.

"Keine Angst, für den Anfang hast Du genug. Hat es Dir denn gar keinen Spaß gemacht?"

Ich kam mir so verarscht vor in diesem Moment und weinte wieder drauflos. Xena war jetzt wieder zärtlich, gab mir Küsse und schmiegte sich an mich.

"Du lernst es noch, glaube mir! Es wird nicht mehr lange dauern und Du wirst Dir nichts anderes mehr wünschen, außer für mich da zu sein."

 

 

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Kommentare

Bild des Benutzers devoter_wu

Hallo Sena,

 

der Anfang deiner Geschichte macht grossen Appetit auf mehr. Der Gedanke an einer solchen "intensiven" Beziehung finde ich sehr aufregend. Ich bin zu neugierig, wie es Gerd mit seiner Liebsten in der nächsten Zeit ergeht.

Ich denke, um einen richtigen Einblick zu erhalten, worauf Gerd sich mit Xena eingelassen hat, wird er wohl erleben (müssen), wie es dem Arzt und Helferin ergehen wird.

Dein Stil, wie du die Geschichte schreibst, spricht an. Bitte lass einen weiteren Teil folgen. Ich freue mich darauf!

Danke!

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Bild des Benutzers senalex

Keine Sorge der zweite Teil ist schon in Arbeit. Danke für Deinen Kommentar!

Sena

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Bild des Benutzers viel-reisender

Eine sehr interessante Geschichte. Super geschrieben und klasse zu lesen. Bin sehr gespannt, wie es weiter gehen wird. 

Freue mich auf mehr. 

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Bild des Benutzers husbunden65

Sehr gut geschrieben und interessant erzählt. Ich finde auch Du solltest weiter schreiben, denn ic h bin schon sehr auf die Fortsetzungen gespannt! Hoff Du hast noch viele Ideen und Ansichten. Ich dank Dir für Deine Mühen!

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Bild des Benutzers Tony 2360

Bin wahrlich kein geübter Leser sadistischer Zeilen. Aber ich muß sagen, der Einstieg war eher anziehend als abstoßend für mich.

Weiß nicht zu sagen, ob ich einer Xena nicht auch verfallen würde. Der Reiz wäre sicher sehr stark und hat mich in seiner Intensität doch sehr überrascht. Man lernt eben nie aus im Leben.

Bin mehr als gespannt auf die Fortsetzungen, die ich mit Sicherheit konsumieren werde. Die Neugier ist zu groß.

Die bis ins Detail gehenden Beschreibungen, der Widerstreit der innersten Gefühle und meine Reaktionen darauf lassen gar nichts anderes zu.

Weiter so, Sena - kann ich da nur sagen.

Gruß Tony

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Bild des Benutzers Senara

Hm.

Jetzt bin ich meiner Neugier gefolgt und habe die ersten beiden Teile von Xena gelesen. Ich muss gestehen, dass ich mir im Moment nicht sicher bin, ob ich weiter lesen möchte. Vor allem, weil ich wahrscheinlich Probleme damit haben werde, Technik und Inhalt zu trennen. Und das wäre unfair. Nicht nur, das F/m so gar nicht meine Konstellation ist. Ich halte auch nichts davon, jemandem BDSM aufzudrängen, der damit eigentlich nichts am Hut hat. Egal welchen Part.

Da muss ich erstmal drüber schlafen.

Ganz liebe Grüße - wie immer :)

Senara

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