Langzeittherapie Teil 2

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Der Anfang wird gemacht:

 

.......Eine Anzeige mit den verlockenden Text: „Geheime , sexuelle Wünsche der besonderen Art....Erfüllungen....die Grenzen finden....sie vielleicht überschreiten...., mit einer Langzeittherapie lässt sich dies alles regeln. Nehmen Sie sich genügend Zeit und es wird...real. Rufen Sie mich ganz einfach unter der Nummer ..... an und wir klären alles am Telefon. Ich freue mich auf Ihren Anruf.“

Jeden Tag nehme ich die Anzeige in die Hand...soll ich....soll ich nicht.

Gewisse Hemmungen tun sich auf, aber gleichzeitig auch das Verlangen danach. Was wird geboten, was kostet es, wie lange dauert es......?

Zeit hätte ich genügend, ich lese die Anzeige, wähle die Nummer, doch dann lege ich wieder auf.

Oh man, warum ist es nur so schwer?

Ich kann ja meine Nummer ausblenden, dann wäre ja alles anonym, wenn es nichts ist..., einen falschen Namen nennen, dann einfach auflegen und das wäre es.

Morgen rufe ich an, nehme ich mir fest vor.

Diese Nacht kann ich nicht schlafen, tausende von Gedanken gehen mir durch den Kopf, immer wieder habe ich schon Gedanken, welche vom normalen Sex usw. abschweifen (Fesselung,  Auslieferung, etc.).

Was nur versteckt sich hinter dieser Anzeige?

Langzeittherapie...?...auf was lasse ich mich ein...?

Fragen über Fragen.

Ungewissheit....Angst....Neugier

Der nächste Tag vergeht zäh und am Abend nehme ich die Anzeige in die Hand, faße den Hörer des Telefon, setze mich auf die Couch und beginne zu wählen. Mein Herz schlägt wie verrückt und zucke zusammen, als abgenommen wird. Eine symphatische Stimme meldet sich (sie wird bestimmt mein laut klopfendes Herz hören, denke ich):

A: „Hier ist Klinik Spezial, Sie sprechen mit Andrea, was kann ich für Sie tun?“

I: „Äh, ja, hier ist Huber Klaus. Ich habe Ihre Anzeige in der Hand und würde mich für diese Langzeittherapie interessieren. Was bedeutet dies und was erwartet mich?

A: „Nun Herr Huber, eine Langzeittherapie, welche ganz auf Ihre Wünsche und Vorstellungen ausgelegt werden und wir natürlich vorher, ausführlich besprechen müssen. Ihre geheimsten Wünsche können und werden erfüllt werden, egal, wie sie auch aussehen mögen.

An welchen Vorstellungen haben Sie denn in etwa gedacht?“

I: „Naja, ich dachte da so an Fesselungen, ausgeliefert sein, leichte Qualen und so“.

A: „Sehr schön, gerade für solche Themen ist unsere Klinik ausgerüstet und hervorragend geeignet,  damit Sie dies alles erleben können. Unsere klinische Spezialabteilung verfügt über alles Erdenkliche. Seien Sie gewiss, dass wir wirklich auf alle Ihre Vorstellungen eingehen werden um alle Ihre Wünsche erfüllen zu können. Die Klinik verfügt über alle Gerätschaften“.

I: „Und wie soll das alles ablaufen?“

A: „Herr Huber, dies jetzt alles am Telefon zu erklären, würde den Zeitrahmen sprengen. Geben Sie mir bitte einfach Ihre Adresse und wir schicken Ihnen alles Erforderliche zu. Dies ist absolut diskret und Sie haben bis zu der Zusendung der Unterlagen die Zeit dazu, es sich zu überlegen. Aber, nehmen Sie sich Zeit für die Beantwortung des Briefes und lassen Sie sich nicht ablenken. Füllen Sie bitte den Fragebogen gewissenhaft aus. Je korrekter und genauer Sie diese Fragen beantworten, umso gezielter können wir auf Ihre Wünsche und Vorstellungen eingehen.“

Zweifel steigen in mir auf, noch kann ich auflegen, doch dann gebe ich mir einen Ruck und gebe meine Adresse an.

A: „Herr Huber, ich bedanke mich für Ihr Gespräch und die Unterlagen werden wir Ihnen in Kürze zukommen lassen. Ich freu mich auf Sie und wünsche bis dahin eine Schöne Zeit. Auf Wiederhören“. Es knackt in der Leitung und sie hat aufgelegt.

Oh man, war das richtig? Fragen über Fragen, aber ich kann es mir noch überlegen wenn ich die Unterlagen habe.

Der nächste Tag, nach einer unruhigen Nacht...ich warte nervös und aufgeregt auf den Briefträger...er kommt, wirft aber nichts ein. Das gleiche auch am nächsten Tag. War das alles nur ein Fake? Habe ich das alles nur geträumt?

Einerseits enttäuscht, andererseits froh...ich weiß nicht. Meine Gedanken wanken über Zweifel, diesen Schritt unternommen zu haben, wanken aber auch über eine erregendes Gefühl, welches mir meine schon so lang gehegten Träume erfüllen soll/te.

Am nächsten Tag, ich komme am späten Nachmittag nach der Arbeit vom Einkaufen zurück und sehe im Briefkasten nach. Mir stockt der Atem...ein Brief der Klinik Spezial liegt darin, ziemlich dick. Ich nehme ihn mit zittrigen Händen und gehe in die Wohnung. Ich halte mich an die Anweisung, den Brief erst  später zu Öffnen um auch ungestört zu sein. Meine Nervosität steigt fast minütlich an und erst am Abend nach dem Essen, ich brachte fast keinen Bissen runter, stelle ich das Telefon ab, setze mich an den Tisch und öffne langsam den Brief. Mein Herz klopft bis zum Hals.

Mit zittrigen Händen nehme ich die Blätter heraus und beginne zu lesen:

„Sehr geehrter Herr Huber, wir freuen uns, Sie eventuell für eine Langzeittherapie in unserem Hause begrüßen zu dürfen. Bevor wir jedenfalls Ihre Bewerbung annehmen, füllen Sie bitte gewissenhaft den Fragebogen aus. Seien Sie bitte so korrekt wie möglich, bei der Beantwortung der Fragen. sollten Sie Punkte vergessen, so schreiben Sie sie bitte einfach mit hinzu. Damit helfen Sie uns dabei, die richtige Therapie für Sie zu erarbeiten, damit es an nichts fehlt. Ein Blatt Papier mit der Anschrift liegt bei, doch steht darauf keine Adresse, sondern nur den Namen der Klinik und eine Postfach Nummer. (Mist, denke ich, so kann ich mir nicht mal vorab die Klinik ansehen. Auch finde ich diese Klinik in keinem Telefonbuch. Wieder Zweifel darüber, ob ich da nicht eine große Dummheit mache). Sie bekommen dann ein Paket, in welchem sich diverse Sachen befinden und sich dann definitiv entscheiden können, ob Sie diese Therapie annehmen wollen oder nicht. Alles weitere finden Sie darin in einem Brief. Sollten Sie sich aber jetzt schon entschieden haben, so schicken Sie uns Ihren Wohnungsschlüssel mit den ausgefüllten Fragebogen mit. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Abend.“

Ich zögere noch etwas, doch dann sage ich mir, ich will es ja und ziehe es nun auch durch. Ich nehme sogleich ein verstärktes Kuvert, adressiere ihn mit der angegebenen Adresse, stecke schon mal den Zweitschlüssel meiner Wohnung hinein.

Ich nehme den Fragebogen zur Hand, merkwürdige Fragen lassen mich erregen.

Bitte ausführlich und korrekt beantworten, fügen Sie bitte hinzu, wenn was vergessen sein sollte, oder Ihren Vorstellungen entspricht.

A wünschen Sie die Auslieferung

     ja

B wenn ja, wie streng soll/darf sie sein

     bis sehr streng

C waren Sie schon mal ausgeliefert

     nur in Gedanken

D wünschen sie, gefesselt zu werden

     unbedingt

E wenn ja, wie streng soll/darf sie sein

     bis zur völligen Bewegungslosigkeit

F erregt es sie, in Dunkelheit gehüllt zu sein

     ja

G waren sie schon mal geknebelt und wünschen Sie dies, wenn ja, mit was

     war noch nie geknebelt, stelle mir aber erregend vor, mit einem nassen

     Slip geknebelt zu werden

I erregt es sie, den Kopf mit einer Maske verhüllt zu bekommen

     ja, kenne es zwar nicht, aber es erregt mich

J es erregt Sie, den Duft einer Frau zu riechen

     ja

K es erregt Sie, eine Vagina zu schmecken

     ja

L können Sie sich vorstellen, feminin bekleidet zu werden und zu sein

     ja

M erregt Sie eine Atemreduktion durch die Vagina

     weiß ich nicht, würde es aber gerne mal erfahren

N erregt es Sie, wenn Ihr Penis, Ihre Brüste mit Saugschalen behandelt

   werden

     ja

O Anwendung der Weißen Erotik

     ja

P  könnten Sie sich vorstellen, bis zur völligen Bewegungslosigkeit auf

     einem Gynstuhl fixiert zu sein

     ja

Q   peinliche Stellungen einnehmen zu müssen

     ja

 .......und so weiter mit unzähligen Fragen.

Bitte, geben Sie auch noch Ihre eMail Adresse mit an.

Viele Fragen, welche mir die Röte ins Gesicht schießen lassen, sitze ich vor diesem Fragebogen und fülle ihn so sorgfältig wie nur möglich aus.

Zum Ende sehe ich nochmals die ganzen Fragen durch, streiche oder ergänze noch hier oder dort etwas. Dann falte ich die Fragebögen zusammen, stecke auch diese in den schon vorbereiteten Umschlag und Klebe ihn zu. Da auch mein Wohnungsschlüssel mit beigefügt ist, nehme ich noch zusätzlich einen Tesastreifen um das Kuvert sicher zu schließen.

Mein Kopf brummt, noch kann ich alles abbrechen, alles in den Müll werfen und die Sache wäre erledigt. Doch meine Neugier, mein Wunsch und letztendlich mein Verlangen, lassen all Zweifel verschwinden. Ok, was soll schon sein, wenn es sein soll, kann ich immer noch die Klinik verlassen.

Noch am selben Abend, nehme ich das Kuvert, adressiert an die Klinik, gehe zum Briefkasten.....(die wohl letzte Chance das alles abzubrechen) und stecke ihn noch zögerlich in den Schlitz. Nochmals schießen viele Gedanken durch den Kopf, doch dann gebe ich mir einen Ruck, (...Du willst es doch, sage ich mir) und lass das Kuvert in den Briefkasten fallen.

Meine Gefühle, meine Gedanken fahren Karussell. Was mache ich nur.....nun, ich werde das Paket abwarten und dann entscheiden. Jeden Tag schau ich in meinen Postkorb nach, ob eine Nachricht von der Klinik angekommen ist.

Am dritten Tag dann:

"Sehr geehrter Herr Huber,

mit Freude haben wir Ihre ausgefüllten Unterlagen sowie den Ersatz Wohnungsschlüssel erhalten. Eine Kopie Ihres ausgefüllten Fragebogen haben wir sofort an unsere Abteilung weitergeleitet und diese wird alles soweit vorbereiten, dass wir sofort bei Ihrem Eintreffen in unsere Klinik mit der Behandlung, bzw. der Therapie beginnen können. Wie bereits geschrieben, erhalten Sie in Kürze das Paket."

Tage der Ungewissheit beginnen, mein Schlaf wird immer unruhiger, mit Spannung erwarte ich den Paketdienst. Wird es ein kleines, ein großes Paket sein?

Zwei Tage...drei Tage....was ist, wenn ich nicht zu Hause bin und das Paket abholen muss? Ist es ein neutrales Paket? Dann am vierten Tag, am späten Nachmittag klingelt es, ich gehe an die Tür und der Paketdienst bringt ein großes Paket. Ich nehme es an, quittiere den Empfang und gehe mit klopfenden Herzen ins Wohnzimmer um es zu öffnen......

 

Teil 3 folgt

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Kommentare

Bild des Benutzers Openminded

... meine Neugier ist geweckt, ich erkenne da interessantes Potential ! 5 Sterne mit Vorschuß-Lorbeeren !

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Bild des Benutzers Lektro

Nicht ganz meine Welt, geht eh meistens nicht, doch sehr interessanter Stil...

lg Lekktro

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