Laetitia, Teil II

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Das Protokoll des zweiten Tages

 

Der Knecht brachte Laetitia wieder in das Verhörzimmer, wo sie bereits vom Inquisitor, der Troubadour und dem gesichtslosen Mönch erwartet wurden.

„Nun, Hexe, fahren wir mit der Befragung fort“, sagte der Inquisitor ohne jegliche Emotion in der Stimme. Er wandte sich an den Mönch.

„Würdet Ihr bitte protokollieren?“

Der Mönch signalisierte seine Zustimmung durch ein kurzes Neigen seines Kopfes und griff nach Pergament und Schreibfeder.

Inquisitor: Nun, Hexe, du hast gestern bereits die Hexerei und die Teufelsbuhlschaft gestanden. Das Interesse der heiligen Inquisition ist es, genaue Kunde über die Praktiken und Bünde der Hexerei zu erlangen, um diese Pest ein für alle Mal vom Antlitz der Erde zu tilgen. Bist du, auch im Sinne der Errettung deiner unsterblichen Seele willens, diese Bemühung zu unterstützen und die heilige Inquisition zu stärken?

Hexe: Ja, hoher Herr.

Inquisitor: Wohlan. Nenne mir zuförderst, wie du Zugang zu diesen Künsten gewinnen konntest.

Hexe: (schweigt verstockt) 

Inquisitor: So sieht deine Kooperation aus, Teufelshure? Die heilige Inquisition befiehlt, die Hexe einer peinlichen Befragung zu unterziehen. Knecht, binde sie auf die Streckbank.   

Hexe: Gnade, hoher Herr!

(Die Hexe wird durch den Knecht auf die Streckbank gespannt)

Inquisitor: Zieh an, Knecht. Hexe, antworte der heiligen Inquisition!

Hexe (schreit): Erbarmen, hoher Herr! Meine verstorbene Großmutter wies mich als ich ein Mädchen war in mancherlei Kunst ein.

Inquisitor: Halte die heilige Inquisition nicht zum Narren, Hexe! Knecht, spann er weiter.

Hexe: (schreit)

Inquisitor: Nun rede, Schandweib!

Hexe: Sie lehrte mich den bösen Blick.

Inquisitor: Aha! Was beinhaltet dies?

Hexe: (schweigt verstockt)

Inquisitor: Knecht, zieh an, die Buhlin will nicht mit Uns reden.

Hexe: (schreit)

Hexe (spricht schnell): Der böse Blick ist ein Schadenszauber, der Krankheit und Unheil über das Opfer bringt.

Inquisitor: Halte Uns nicht mit allgemeinen Weisheiten hin, Luder! Knecht, spann sie weiter. 

Hexe (schreit): Haltet ein, um des Erbarmens der Muttergottes willen. Ich gestehe alles!

Inquisitor: Nun, Wir hören?

Hexe: Ich richte unheilvolle Gedanken auf  das Opfer und bitte Satan, den Schaden zu verrichten.

Inquisitor: Der Allmächtige steh uns bei! Knecht, geißle der Unseligen die Brüste mit zehn Streichen.

Hexe: Habt Erbarmen, hoher Herr! Ich war schwach und verblendet!

(Die Bestrafung wird vollzogen)

Inquisitor: Das wird dich lehren, dich der heiligen Inquisition rückhaltlos anzuvertrauen. Merke, Schanddirne, Unser Anliegen ist es, deine unsterbliche Seele der ewigen Verdammnis zu entreißen.  Welche Künste lehrte sie dich noch?

Hexe: Die Zubereitung von Gifttränken.

Inquisitor: Gifttränke welcher Art, Hexe? 

Hexe: (schweigt verstockt)

Inquisitor: Knecht, spann Er die Bank zünftig vor!

Hexe (schreit): Tränke zur langsamen Erblindung, zur Schlaffheit des Gliedes, zum schleichenden Siechtum.

Inquisitor: Genug! Nenne mir das Rezept zum Herbeiführen des Siechtums.

Hexe (schweigt verstockt)

Inquisitor: Knecht geißle ihre Hurenschenkel mit zehn Hieben, die Dirne will Unsere Geduld auf die Probe stellen.

Hexe: Nein!

(Die Bestrafung wird durchgeführt)

Inquisitor: Rede, Hexe!

Hexe (weint): Das Gift der Kreuzotter, zerkleinerte Fledermauskrallen, die zerriebene Haut der Bachunke zu gleichen Teilen vermischt, getrocknet und zu Pulver gemahlen …

Inquisitor: Was erzählst du uns Ammenmärchen, Hexendirne. Glaubst du, die heilige Inquisition sei leichtgläubig? Knecht, das Brandeisen. Brenne ihre Sohle.

Hexe (schreit): Um Himmels Willen! Bitte … nicht, ich bin doch keine …

(Die Bestrafung wird durchgeführt)

Inquisitor: Nun, hat dich das Brandeisen gelehrt, das Lügen zu fürchten? Antworte, Metze!

Hexe (schreit): Gnade, hoher Herr, ich gestehe alles, was ihr wollt. Bitte, foltert mich nicht mehr! Habt doch Erbarmen!

Inquisitor: Die heilige Inquisition fordert wahre Antworten, Hexe. Deine verderbten Lügen beleidigen Unseren Scharfsinn. Knecht, die Dirne liegt schon zu lange bequem auf dem Rücken. Setz Er sie auf das spanische Pferd.

(Die Hexe wird von der Bank genommen, gebunden und auf das spanische Pferd gesetzt)

Inquisitor: Ja, Hexe, das glaub ich wohl, der Besen reitet sich sicherlich bequemer. Doch es soll dir an Unserer Aufmerksamkeit nicht mangeln. Knecht, häng Er ihr die kleinen Gewichte an die Füße.

Hexe: Ich flehe euch an, hoher Herr …

Inquisitor: Hexe, das Rezept für das langsame Siechtum, schnell jetzt.

Hexe: Schütte ihm ein Quent Quecksilber ins Maul, wenn er schläft, dann wird er siechen.

Inquisitor: Weib, deine Verderbtheit ist himmelschreiend. Gott schütze uns. Knecht, peitsche ihren sündigen Hurenarsch mit 20 Streichen.

Hexe: Nein! Nein!

(Der Knecht führt die Streiche aus)

Inquisitor: Befragen wir ein anderes Gebiet. Was tust du Schandweib zu Walpurgis?

Hexe: Hoher Herr, ich …ich …ich fliege mit dem Besen.

Inquisitor: Genauer, du Teufelsmetze! Rede, wenn dir deine Haut teuer ist.

Hexe: Nun, ich verschließe die Läden …

Inquisitor: Ha!

Hexe: Dann ziehe ich mich nackend aus.

Inquisitor: Verderbtes Gezücht! Willst du Unsere Sittlichkeit durch lose Reden prüfen? Knecht, hänge Er ihr die Klammern an das sündige Frauenfleisch.

(der Knecht hängt die Zwingen an die Hexenbrüste)

Hexe: Habt Mitleid mit mir, hoher Herr!

Inquisitor: Du hast dir alles selbst zuzuschreiben, Sünderin! Fahr fort.

Hexe: Ich … ich reibe mich mit Hexensalbe ein, am ganzen Körper …

Inquisitor: Weib!

Hexe: … dann schwinge ich mich auf den Besen und fahre zum Schornstein hinaus…

Inquisitor: Dass dich doch dieser und jener!

Hexe: … und fliege zum Brocken.

Inquisitor: Schändliches Lügenweib! Der Berg ist 20 Tagesreisen von hier! Knecht, die großen Gewichte an die Beine, das Mensch lügt, dass sich die Berge versetzen.

(Der Knecht hängt der Hexe die Gewichte an die Füße)

Hexe (schreit): So wahr mir Gott helfe, ich schwör`s, der Besen fliegt wie ein Pfeil!

Inquisitor: Was geschieht an Walpurgis auf dem Brocken?

Hexe: Es brennt ein großes Feuer, die Hexen tanzen und paaren sich mit dem Teufel.

Inquisitor: Hexe, hast du dich mit dem Teufel gepaart?

Hexe (schweigt)

Inquisitor: Knecht, geißle er ihre Brüste, damit das Schandweib endlich redet!

Hexe: ja, ja, ich habe …

(Der Knecht führt die Streiche aus, bis der Inquisitor Einhalt gebietet)

Hexe (schreit): Ich habe mich mit dem Teufel gepaart und er war der beste Liebhaber den ich je hatte!

Inquisitor: Hure! Schweig!

Hexe: Verflucht seid Ihr!

Inquisitor: Knecht, steck er ihr den Trichter in ihr Schandmaul.

(Der Knecht tut wie befohlen)

Inquisitor: Knecht, befülle Er sie mit Wasser, das wird ihren Mut kühlen.

(Der Knecht schüttet einen Eimer Wasser in den Schlund der Hexe)

Inquisitor: Nun, Hexe, willst du weiter schändliche Reden führen?

Hexe (schweigt verstockt)

Inquisitor: Knecht, sieh Er den prallen Hexenbauch. Zähl Er ihr zehn Hiebe auf den Wanst.

Hexe: Nein! Bitte nicht!

(Der Knecht führt die Strafe aus)

Hexe (schreit): Erbarmt Euch hoher Herr!

Inquisitor: Welche Hexen hast du erkannt, Schandweib?

Hexe: Die Frau des Küfers …

Inquisitor: Die alte Hildegunde ist seit drei Jahren tot! Lügenweib! Knecht, das Brandeisen an den andern Fuß!

Hexe: Es war Hilde, die Frau des Schmieds … Nein! 

(Der Knecht führt die Strafe aus)

Inquisitor: Lügnerin, die Frau des Schmieds heißt Brida!

Hexe (schreit)

Inquisitor: Knecht, bläu Er ihr den lügnerischen Bauch.

(Der Knecht geißelt den Bauch der Hexe, bis sie ihr Wasser lässt)

Inquisitor: Hexe, sag uns Namen!

(Der Knecht geißelt weiter)

Hexe (schreit)

Inquisitor: Rede, du Hexe!

Hexe (schreit)

Inquisitor: Verstocktes Weib, ich werde dich Gottesfurcht lehren!

Hexe (verliert die Besinnung)

Inquisitor: Knecht, schaffe Er sie in den Kerker, die heilige Inquisition wird die Ketzerin morgen weiterverhören.

(der Knecht trägt die Hexe hinaus)



 

Der Mönch

Laetitia hatte erschöpft einige Stunden geschlafen, als sich die Kerkertüre quietschend öffnete. Der Knecht trat mit zwei gefüllten Wassereimern und einem groben Tuch ein. Er öffnete den Storch und zog Laetitia grob auf die schmerzenden Füße.

„Bleib stehen, Hure!“, befahl er barsch. Dann leerte er die Eimer über Laetitia aus. Sie schnappte nach Luft, das Wasser war eiskalt. Der Knecht rubbelte Laetitia mit dem groben Tuch trocken und band ihr die Hände auf den Rücken.

„Das Mönchlein liebt es sauber“, sagte er, aber der Tonfall seiner Bemerkung verriet eine merkwürdige Spannung, die Laetitia trotz ihrer tiefen Verzweiflung aufhorchen ließ. Der Knecht führte sie durch die finsteren Gänge und stieß sie schließlich durch eine Türe.

„Hier ist sie“, sagte er, und ging schnell davon.

Laetitia sah sich der braunen Mönchskutte gegenüber. Wieder war das Gesicht des Mönches tief im Schatten der Kutte verborgen. Der Mönch musterte Laetitia schweigend. Sie senkte verlegen den Blick und musterte den Raum verstohlen aus den Augenwinkeln. Die Kammer war karg eingerichtet, ein breites Bett, ein Kamin mit loderndem Feuer, auf dem Boden ein prächtiger Teppich, ein kleiner Tisch mit einem Hocker davor, jedoch nicht die erwarteten Bücher, sondern Tiegel und Töpfchen, eine breite Haarbürste, die Laetitia für einen Mönch sehr unpassend empfand … ihre Aufmerksamkeit wurde wieder auf den Mönch gelenkt, denn dieser griff nach dem Strick, der ihn gürtete, öffnete den Knoten und die Kutte sank ihm langsam über die Schultern zu Boden und enthüllte Laetitias Blicken eine beeindruckend schöne Frau. Laetitia war wie betäubt. Die Frau war Mitte bis Ende Dreißig, dunkelhaarig, mit vollen, aber scharf gezeichneten Lippen, einer geraden Nase mit schlankem Rücken und tiefen, dunklen Augen unter dichten, geraden Augenbrauen. Sie war groß und weiblich geformt, nicht eben schlank, mit halbkugeligen Brüsten, einem weiblich geschwungenen Bauch über der glattrasierten Scham, breiten Hüften, langen Beinen mit kräftigen Schenkeln, einer sanft gebräunten, samtigen Haut, kurz, eine Königin. Laetitia, die bisher an sich keine lesbischen oder bisexuellen Züge gekannt hatte, war hingerissen. Die Frau sah Laetitia mit einem leisen Lächeln an, sie konnte ihre Wirkung an Laetitias Mine ohne weiteres ablesen. „Runter auf die Knie, Darling“, sagte sie mit einer Stimme, die Laetitia das Denkvermögen nahm. Laetitia sank gehorsam auf die Knie. Die Frau ging langsam, mit schwingenden Hüften zu dem Hocker und stellte ihren Fuß auf die Sitzfläche. Sie löste die Riemen der Sandalen, die sie als einzige Kleidungsstücke noch trug, zuerst an dem einen Fuß, dann an dem anderen. Laetitias Blicke sogen sich an ihrem breiten runden Hinterteil fest. Sie verstand die Männer die einer Frau wie dieser rückhaltlos verfielen, es ging ihr gerade genauso. Die Frau schlüpfte aus den Sandalen und setzte sich auf den Hocker.

„Komm her, Kleines. Auf dem Bauch.“

Ihre Stimme klang träge, beiläufig, sie hatte keine Zweifel, dass Laetitia gehorchen würde. Laetitia gehorchte, natürlich. Sie schob sich auf dem Bauch heran, bis ihre Stirn fast die Füße der Frau berührten.

„Gut“ sagte die Frau sanft.

Der Tonfall trieb Laetitia eine Gänsehaut über den Rücken. Sie verharrte schweigend und wartete.

„Leck mir die Füße ab, Darling.“

Laetitia richtete ihre Aufmerksamkeit auf die Füße der Frau vor ihrem Gesicht. Gepflegte Haut, dunkel lackierte Nägel, schlanke, gerade Zehen, nicht deformiert, nicht in eine Schuhform gepresst. Passend. Laetitia, die eigentlich keine Füße mochte, schob ihren Kopf näher heran und leckte hingebungsvoll über die Oberseite des Fußes, der ihr am nächsten war. Die Frau seufzte kaum hörbar. Sie hob die Vorderseite des Fußes etwas vom Boden ab, damit Laetitia besser an die Zehen herankam. Laetitia nahm gewissenhaft eine Zehe nach der anderen in den Mund, leckte und sog daran. Dann mit der Zunge über die Fußsohle.

„Die Innenseite des Knöchels, Kleines“, sagte die Frau, schnurrend wie eine Katze.

Laetitia leckte rund um den Knöchel, bis ihr die Frau ihren Fuß entzog und den anderen hinhielt. Laetitia bedachte auch ihn mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit. Dann beugte die Frau sich etwas vor und löste Laetitias Fesseln.

„Die brauchen wir nicht“, sagte sie in ihrem trägen Tonfall. „Steh auf und knie dich aufs Bett, Darling. Nimm die Schenkel auseinander, heb deine Haare hoch und leg dir die Handflächen auf den Kopf, ich will dich ansehen.“

Laetitia gehorchte und nahm die befohlene Stellung ein. Die Frau stand auf und glitt langsam wie eine träge, faule Katze neben Laetitia aufs Bett. Ihre Fingerspitzen glitten über Laetitias erschauernde Haut.

„Hübsches Kind“, sagte sie. „Deine Brüste sind zu klein, aber süß. Und die Warzen sehr ausdrucksstark.“

Laetitia stöhnte leise auf, denn ihre Brustwarzen verhärteten sich schnell unter den Fingerspitzen der Frau.

„Der Arsch ist vielversprechend.“

Ein prüfender Griff unterstrich ihre Bemerkung.

„Und da sind natürlich noch deine unschuldigen Rehaugen, die man brechen sehen will, und der sinnliche Mund, der so herrlich schreit.“

Laetitia erschauerte, den der Tonfall der Frau hatte auf einmal einen sehr metallischen Unterton. Doch ihre Stimme wurde sofort wieder sanft wie Samt: „Leg dich auf den Rücken, Honey und zeig mir deine Scham.“

Laetitia wusste nicht, ob sie sich gedemütigt fühlen sollte, eine merkwürdige Komplizenschaft nahm der Situation  die Entwürdigung. Sie streckte sich auf dem Rücken aus, spreizte die Schenkel und bot ihr Geschlecht den neugierigen Blicken der Frau. Diese tastete spielerisch über die Konturen von Laetitias Schamlippen.

„Fickst du gerne?“, fragte sie.

Laetitia war über die Direktheit  der Frage verblüfft und geriet ins Stottern.

„Ich …äh…“

„Wir werden sehen“, sagte die Frau leichthin.

Dann streckte sie sich langsam und genüsslich neben Laetitia aus.

„Aber zuerst ich, Darling“.

Sie schloss die Augen.

„Iss meine Scham.“

Laetitia war etwas ratlos, da sie noch nie eine Frau befriedigt hatte. Ihr Blick glitt über den vor ihr erwartungsvoll ausgestreckten Leib, mit seinen verführerischen Rundungen, der einladenden Haut … Vorsichtig lies sie ihre Fingerspitzen über den Körper der Frau gleiten, tastend, forschend, erkundend. Die Haut unter ihren Fingern war weich, warm und glatt. Laetitia legte allmählich ihre Befangenheit ab, und begann die Situation zu genießen. Sie streichelte, küsste und erschnupperte den ganzen schönen Leib, bevor sie sich daran machte, sich den erogenen Zonen zu widmen. Die Brüste der Frau waren groß und halbkugelig, mit dunklen Warzenhöfen. Laetitia nahm sie in ihre Hände, knetete und drückte sie sanft. Sie fühlte, wie die Brustwarzen unter ihren Handflächen wuchsen. Die Frau seufzte leise und auffordernd.

„Nimm die Nippel in den Mund, Darling.“

Laetitia gehorchte und sog abwechselnd an den festen Warzen.

Die Frau gurrte: „Mmmmh, das fährt mir direkt zwischen die Beine, Kleines. Und jetzt komm schon, deinen Kopf zwischen meine Schenkel!“

Obwohl sie die Stimme nicht erhoben hatte, fühlte Laetitia die unterschwellige Strenge in ihrem Tonfall und beeilte sich, ihren Platz zwischen den Beinen der Frau einzunehmen. Sie schmiegte ihre Wange an den weichen, warmen Oberschenkel und sah aus nächster Nähe auf des glattrasierte Geschlecht der Frau, die sanften Schamlippen, die kleine rosige Perle dort wo die Lippen zusammenliefen, der feuchte Schimmer in der Spalte entging Laetitia ebenso wenig wie der zarte, delikate und hormongetränkte Geruch der von der Erregung der Frau ausging. Laetitia fühlte wieder einen Anflug von Beklommenheit, Vertrautheit und Fremdheit lagen im Widerstreit miteinander. Der Unterleib der Frau erschien ihr aus ihrer Perspektive riesig groß und in seiner Weiblichkeit rätselhaft.

„Beginne mit dem Damm und arbeite dich nach oben“, hörte Laetitia die sanfte, träge Stimme der Frau, die ihre Unschlüssigkeit wohl erahnte. Laetitia vergrub ihr Gesicht in der warmen, feuchten Scham und begann das Spiel mit Lippen, Zunge und Zähnen. Schmecke ich auch so? dachte sie. Nein, ganz so nicht, ähnlich, aber doch anders. Woher weiß ich, wie ich schmecke, überlegte sie, aber dann wurde sie von der wachsenden Erregung der Frau mitgerissen und sie hörte auf zu denken, war nur noch saugender, leckender Mund …

Der Atem der Frau beruhigte sich langsam wieder. Sie strich Laetitia, die ihren Kopf wieder auf den Oberschenkel der Frau gebettet hatte, sanft durch das schweißnasse Haar. Laetitia fühlte sich berauscht durch die Leidenschaft, die sie in der Frau ausgelöst hatte, wiewohl sie die ekstatische Umklammerung der Schenkel und die gierigen Bewegungen des überfließenden Unterleibes durchaus auch geängstigt hatten.

Die Frau streckte sich wie eine satte Löwin, dann erhob sie sich. Sie warf einen kristallenen Gegenstand neben Laetitia aufs Bett.

„Du weißt, was das ist, Darling?“ Laetitia schluckte.

„Ja …“

„ … Herrin“, korrigierte die Frau beiläufig. „Es ist dir auch klar, wohin dieses Ding gehört?“

„Ja, Herrin“, sagte Laetitia beklommen.

Der kristallene Plug erschien ihr riesig, ganz ausgeschlossen, dass er in ihren Anus passen könnte. Die Frau gab Laetitia einen kleinen Tiegel.

„Dann los, Kleines“.

Laetitia nahm den Plug, strich ihn mit der Gleitcreme ein.

„Lehn dich zurück, spreiz die Schenkel und entspanne dich“, riet ihr die Frau.

„Ja, Herrin“, wiederholte Laetitia und setzte den schlüpfrigen Plug an ihrer engen, unwilligen Rosette an. Als die runde Spitze des Dildos durch den engen Ring ihres Schließmuskels in Laetitias Rektum eindrang entfuhr ihr ein erstickter Laut. Die Frau lächelte.

„Weiter, Kleines.“

Nachdem der Plug eingedrungen war, ging es leichter. Zunächst. Doch dann wurde er dick. Und lang. Steckte tief in ihr und musste noch tiefer hinein. Dehnte ihren Anus über das hinaus, was Laetitia als möglich gefühlt hätte.

„Du hast es gleich geschafft, Darling“, ermutigte sie die Frau im Plauderton.

Laetitia biss die Zähne zusammen und drückte gegen die Signale ihres Körpers weiter und weiter. Dann plötzlich schob sich der Plug von selbst tiefer in Laetitia hinein. Sie stieß einen kleinen Schrei aus. Ihr Anus hatte sich um die Vertiefung im Schaft des Dildos geschlossen, er saß nun fest an seinem vorgesehenen Platz. Die Frau hatte Laetitias Bemühungen lächelnd verfolgt und schnallte sich nun einen dicken schwarzen Strap - on um. Sie kniete sich aufs Bett, der schwarze Gummipenis wuchs unternehmungslustig aus ihren Lenden.

„Komm her, Kleines und erweise ihm deine Referenz“, sagte die Frau mit sanftem Sarkasmus.

Laetitia kauerte sich gehorsam vor die Hüften der Frau und nahm die Spitze des Gummigliedes in ihrem Mund auf. Sie fühlte die warme Hand der Frau in ihren Haaren, dann den sanften, aber beharrlichen Zug, der das Glied tiefer und tiefer in ihren Rachen trieb. Laetitia kämpfte mit dem aufsteigenden Brechreiz, der sie überfiel. Der Druck ließ kurz nach, doch dann schob sich die Gummieichel wieder tiefer in ihren Schlund. Die Frau spielte gefühlvoll mit Laetitias Grenze, fing sie immer wieder kurz vor dem Erbrechen ab. Schließlich hatte sie genug und zog den Phallus aus Laetitias Mund.

„Danke, Herrin“, sagte Laetitia mit Überzeugung.

Die Frau lachte und streckte sich auf dem Rücken aus.

 „Fick mich, Darling“ sagte sie träge.

Laetitia sah sie einen Augenblick verwirrt an.

„Setz dich auf mich und reite den Schwengel, Dummchen“, präzisierte die Frau mit sanfter Geduld.

Laetitia kniete sich über ihr Becken und griff nach dem Strap – on, um ihn in ihre feuchte Pforte einzuführen.

„Nein, die Hände auf den Rücken“, befahl die Frau.

Laetitia gehorchte und mühte sich, den Gummipenis nun ohne die Hilfe ihrer Hände zwischen ihre feuchten Schamlippen zu dirigieren. Nach mehreren Versuchen, bei denen ihr der Dildo entglitt, hatte sie den richtigen Winkel gefunden und sie drückte ihr Becken dem langsam eindringenden Penis entgegen. Laetitia schnappte nach Luft, als der Gummidildo in ihr von dem Analplug bereits gefüllten Unterleib drang. Sie fürchtete, ihr Becken würde platzen, und doch senkte sie ihre Hüften gehorsam weiter. Die Frau, die Laetitias widerstreitende Empfindungen in ihrer Miene zu lesen schien, lächelte boshaft und liebevoll zugleich.

„Nun beweg schon deinen Pflaumenarsch, Kleines.“

Laetitia begann wimmernd mit zaghaften Stößen. Die Frau umfasste Laetitias Taille mit warmem, kräftigem Griff und verstärkte ihre Stoßbewegungen. Laetitia schrie auf, doch schon bald bewegte sie sich aus eigenem Antrieb immer schneller. Erstaunt nahm sie wahr, dass sie enthemmt keuchte und stöhnte. Sie schaute auf den begehrenswerten, unter ihr ausgestreckten Körper, die Handgelenke immer noch gehorsam hinter dem Rücken gekreuzt. Ihre Oberschenkel schmerzten bereits, aber gleichzeitig stieß sie immer leidenschaftlicher.

„Darf ich eure Brüste berühren, Herrin?“ fragte sie gepresst.

„Nein, noch nicht, Darling“, antwortete die Frau und nahm ihrerseits Laetitias feste, erigierte Warzen zwischen die Fingerspitzen. Laetitia keuchte. Ihr Beckenboden klatschte immer wieder wuchtig gegen den Unterleib der Frau. Laetitias Blick hatte sich tief in die dunklen Augen der Frau versenkt.

„Jetzt kannst du sie anfassen“, sagte die Frau sanft.

Laetitia griff hungrig nach den warmen Halbkugeln, umfasste sie, drückte sie, grub ihre Fingerspitzen mit nur schwer gezügelter Leidenschaft in das elastische Fleisch. Die Frau strich ihr über die glühenden Wangen und schob dann ihre Finger zwischen Laetitias offene Lippen. Laetitia sog und leckte an den Fingerspitzen, keuchend und wimmernd vor Lust. Dann zog die Frau Laetitias Oberkörper zu sich herab, bis Laetitia Brust an Brust auf ihr lag. Ihre Münder vereinigten sich zu einem langen, tiefen Kuss. Laetitia verfiel in eine stoßende Raserei und kam dann mit explodierendem, zuckendem Becken, den Kopf zurückgeworfen, der Mund in einem lauten Schrei weit aufgerissen. Die Frau hielt sie in ihren Armen fest an ihren warmen Körper gepresst, bis Laetitia erschlaffend auf ihr zusammensank. Laetitia weinte.

 

Laetitia wand sich vor Verlegenheit. Sie lag zusammengerollt auf der Seite, ihre Wange an die Taille der Frau geschmiegt.

„Herrin, darf ich … eine Bitte …“

Die Frau sah sie mit einem leichten Lächeln an, aber sie gab Laetitia keinerlei Entgegenkommen. Laetitia begann noch einmal.

„Herrin könntet Ihr vielleicht … auf mein Gesicht knien …und …“

Die Frau rührte sich nicht. Laetitia schwitzte.

„ … und mir … mich …trinken lassen … von … Eurem …“

„Sieh an, du kleine perverse Schlampe“, sagte die Frau mit einem unterdrückten Lachen. „Du bittest mich, dir ins Gesicht zu pissen?“

Laetitia lief rot an. „Äh … ich … ja, Herrin.“

„Du kleine Sau, glaubst du denn, ich würde mich für so etwas hergeben?“

Laetitia erschrak.

„Herrin, ich … es ist mir wirklich …“

Sie verstummte angstvoll und hätte vor Scham in den Boden versinken können.

„Leg dich auf den Rücken! Die Beine auseinander, du Luder!“

Laetitia nahm gehorsam die befohlene Stellung ein. Die Frau kniete sich über Laetitias Kopf. „Die Hand an deine Möse!“

Zögernd tastete Laetitia über ihren behaarten Schamhügel.

„Wichs dich, du geiles Stück.“

Laetitia begann zögernd, ihre Finger zu bewegen, während sich die Scham der Frau langsam über ihr Gesicht senkte. Als die warmen, feuchten Schamlippen ihre Nase und ihren Mund berührten, seufzte Laetitia dankbar und ließ ihre Hemmungen fahren. Sie öffnete die Lippen und begann die Scham über ihr  hingebungsvoll zu lecken. Die Frau lachte leise. Als Laetitias Schenkel vor Erregung zu zittern begann, ließ die Frau ihrem Urin freien Lauf. Laetitia stieß einen erstickten Laut aus, als sich die warme, aufreizend verderbt riechende Flüssigkeit über ihr Gesicht ergoss. Sie schloss die Augen, öffnete weit ihre Lippen und trank. Die noch nachwirkende Beschämung, von Caspar´s Urin besudelt worden zu sein, fiel von ihr ab. Ihr Becken hob von der Matratze ab, sie stöhnte laut auf, masturbierte immer schneller und kam, ihr Gesicht fest gegen die nasse Scham der Frau gepresst.

 

Später lag Laetitia zusammengerollt am Fußende des Bettes, die Hand- und Fußgelenke an die Bettpfosten gekettet, wohlig warm mit einem Fell zugedeckt. Die weichen Fußsohlen der Frau berührten leicht ihre Brüsten und ihre Bauchdecke, ab und zu grub sie ihre Zehen spielerisch in Laetitias weiche Haut. Laetitia döste langsam ein, geborgen und sicher. 

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