La Colonia Animalidad - Teil 10 (und Ende)

 
15. Kapitel: Flucht
Hektisch säuberte sie ihre Wohnung. Sie wischte jede Türklinke zweimal ab und wienerte zum wiederholten Mal den Boden. Sie hoffte, dass es ihr gelungen war, alle Spuren zu verwischen. Sie konnten unmöglich noch Fingerabdrücke von ihm finden. Es klingelte. Die Polizei war da. Sie öffnete und bat die beiden Herren herein. Sie zeigten ihr ein Foto. Ein Foto von Bruno: „Kennen Sie diesen Mann?“ „Hm, mal überlegen. Ich glaube, ich habe ihn schon mal gesehen, aber mir fällt nicht ein, wo.“ Helene schwitzte. „Das kann ich Ihnen sagen. Er ist bei ihrem Rückflug von Argentinien vor zwei Jahren neben Ihnen gesessen. Erinnern Sie sich?“ „Nein, eigentlich nicht.“ „Komisch, wir dachten, sie kennen sich?“ „Wieso? Nur weil er damals aus Zufall neben mir saß?“ „Nein, sondern weil es auch Geldtransfers von seinem auf ihr Konto gegeben hat. Da sollte man doch meinen, dass man sich kennt!“ Nun erhöhte sich Helenes Herzschlag drastisch. „Das kann ich mir nicht erklären. Ist der Herr vielleicht vom Reisebüro? Da habe ich mal eine Rückzahlung erhalten.“ „Nein. Herr Tranig war Bankkaufmann.“ „Aha. Da müsste ich mal meine Kontoauszüge überprüfen. Ich gehe sie eben holen.“ „Gut. Danach müssen wir sie bitten, uns ins Präsidium zu begleiten.“ „Gerne. Selbstverständlich. Ich bin gleich wieder da.“ Entschlossen ging Helene in ihr Schlafzimmer. Sie öffnete das Nachtkästchen, nahm 10 000 Euro in bar heraus und steckte den gefälschten Reisepass ein, den sie nach Brunos Entsorgung vorausschauend hatte anfertigen lassen. Ihre Kontakte zur Halbwelt hatten sich bezahlt gemacht. Sie nahm auch noch den zweiten Reisepass, der in der Schublade lag, an sich. Dann öffnete sie ihr Parterrefenster, sprang hinaus, lief zu ihrem Auto und suchte schleunigst das Weite.
Das Weite hätte Alexandra auch am liebsten gesucht. Doch Anna war gnadenlos, nachdem ihr klar geworden war, dass sie Helene sonst verloren hätte. Wann immer es möglich war, wurde die neu geborene Hundedame wider Willen vermietet; da sie trotz des operativen Eingriffs nach wie vor keine wirkliche Schönheit war, gab es allerdings nur selten Männer, die sich für sie interessierten. Annas Kapital schmolz also weiter dahin und sie wusste nicht, wie es weitergehen sollte.
Als Helene schließlich mit neuem Haarschnitt und neuer Haarfarbe wieder in der Colonia auftauchte und erfuhr, dass es um Annas Konto schlecht stand, machte sie ihr einen Vorschlag: „Das Leben hier ist einfach zu teuer. Und Alexandra interessiert sich sichtlich sowieso nicht mehr für dich und umgekehrt. Wenn wir beide in ein Land gingen, in dem die Lebenshaltungskosten niedrig sind, würden die Zinsen deines Restvermögens vermutlich ausreichen, um uns ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen.“ Anna wurde es bei diesen Worten ganz anders! Sie konnte Alexandra doch nicht völlig verraten, nachdem sie ihr schon die Geschlechtsumwandlung angetan hatte. Welches Schicksal würde ihr dann blühen!
„Ich sehe schon: Alexandra ist dir wichtiger als ich. Ich habe verstanden.“ Helene setzte alles auf eine Karte, verließ das Haus und knallte die Tür zu. Wie sie es gehofft hatte, holte sie eine entsetzte Anna nach 200 Metern ein und kniete sich vor ihr hin: „Nein! Nein! Bleib bei mir! Verlass mich nicht!“
Helene schmunzelte. Sie streckte ihren Fuß nach vorne, blickte Anna streng an und … hatte gewonnen. Anna küsste ihr dankbar die Füße und heulte wie ein Baby. Nachdem sie sie genügend lang hatte zappeln lassen, befahl ihr ihre neue Herrin aufzustehen. „Los, pack deine Sachen und dann verschwinden wir. Aber schau zu, dass Alexandra nichts mitbekommt, das gibt nur unnötigen Ärger.“
Froh, dass Helene ihr noch eine Chance gab, aber auch bedrückt, weil sie wusste, was diese Kapitulation für Alexandra bedeuten würde, schlich Anna zum Haus zurück. Die ehemals stolze Herrin und Besitzerin eines ihr völlig ergebenen Sklaven war nun selbst einer Herrin hörig. Sie konnte ohne Helene einfach nicht mehr leben.
Sie griff sich Alexandras Leine, knipste sie am Halsband fest und sperrte sie in den Vorratsraum. Dann begann sie zu packen, während Helene die Flüge buchte und ein Taxi bestellte.
Alexandra nahm alles nur wie durch einen Nebel wahr. Sie hatte zwar mitbekommen, dass es wohl zwischen ihren beiden Herrinnen zum Streit gekommen war, aber was das mit ihr zu tun hatte, blieb ihr ein Rätsel und interessierte sie auch nicht wirklich. Schicksalsergeben legte sie sich auf den Boden und wartete, wieder herausgelassen zu werden.
Schließlich wurde es dunkel und es war nach wie vor kein Laut mehr zu hören. Dies änderte sich auch nicht am Morgen danach. Langsam wurde die Hündin unruhig. Was war denn bloß los? Hatte sich Anna verletzt? Oder waren die beiden so in Streit geraten, dass ein Unglück passiert war? Alexandras Magen knurrte nun schon sehr und außerdem musste sie dringend Gassi gehen. Sie klopfte behutsam an die Tür und gab dabei Bellgeräusche von sich, die aber niemand hörte, denn in diesem Moment landeten Anna und Helene in Cebu auf den Philippinen, wo Helene bestimmt hatte, dass sie dort ein neues Leben beginnen würden.
 
16. Kapitel: Preise, die gezahlt werden müssen
Am Nachmittag gelang es Alexandra endlich, aus der Kammer zu gelangen. Das Haus war leer. Unter Schock stehend – ihr Herzschlag schien ihre Brust zu sprengen – durchsuchte sie alle Räume: Alle Sachen Annas und Helenes waren weg, nur ein altes Paar Schuhe stand noch im Flur. Alexandra wurde sich der unumstößlichen Wahrheit bewusst: Anna hatte sie verlassen. Nun war sie ganz allein und dazu verdammt, auf immer in der Colonia zu bleiben. Wie hatte sie nur so wahnsinnig sein können, sich darauf einzulassen? Jetzt, nachdem von ihrer ehemaligen Geilheit nichts mehr zu spüren war, konnte sie es überhaupt nicht mehr verstehen, wie sie Anna dermaßen hatte hörig werden können. Und nun hatte sie sie wieder wegen jemand anderem sitzen lassen. Nur diesmal waren die Folgen wesentlich drastischer als der Liebeskummer wegen Giorgio damals. Was sollte sie bloß tun?
Nachdem sie sich erstmal im Garten entleert hatte, tappte sie zu Annas Schuhen, versenkte ihre Nase bis zur Sohle und heulte, bis sie schließlich vor emotionaler Erschöpfung einschlief. Am nächsten Morgen hielt sie es vor Hunger nicht mehr aus, verließ das Haus und schlich bedrückt in Richtung Rathaus. Davor stand Juanita. Als sie Alexandra mit hängendem Kopf und ohne Anna an ihrer Seite auf sich zukommen sah, wurde ihr klar, was passiert gewesen sein musste. „Oje, du Arme. Das gibt es doch nicht. Jedem anderen hätte ich so eine Gemeinheit eher zugetraut als deinem Frauchen! Das tut mir ja so leid für dich.“ Sie streichelte Alexandras Kopf und sah bedauernd zu ihr herab. „Mir kam es gleich etwas komisch vor, als ich Anna und Helene gestern mit ihrem Gepäck dabei sah, wie sie durch das Tor gingen. Aber ich hätte gedacht, dass sie nur einen Kurztrip vorhatten.“
Alexandra verstand wie immer nur Bahnhof, konnte aber an Juanitas Tonfall erkennen, dass sie sich nicht geirrt hatte. Was sollte nun aus ihr werden?
Juanita holte Pedro, der ihr erst zu fressen gab und sie dann in einen Zwinger im Tierheim sperrte. Dieser Zwinger wurde nun Alexandras neues Zuhause. Ab und zu bekam sie Auslauf und wurde manchmal an dominante Herren, die sich nicht mehr leisten konnten oder ihre maskulinen Züge schätzten, vermietet. Ihr Leben wurde zu einem Alptraum, aus dem es kein Erwachen gab.
Zwei lange Jahre später kam eines Tages ein Mann, dessen Urlaubsaufenthalt kurz vor dem Ende stand, in Juanitas Büro spaziert. „Ich würde mich hier gerne ansiedeln, habe aber kein eigenes Haustier. Ist es wohl möglich, eines der Tiere aus den Zwingern zu übernehmen?“ Juanita besah sich Herbert Wolf von oben bis unten. „Dass du niemanden findest, der freiwillig bei dir bleiben will, wundert mich keine Sekunde“, dachte sie. Sein Bauch wölbte sich so weit über den Unterleib, dass sein Schwanz kaum zu erkennen war. Von seinen dürren Armen und Beinen hing die Haut faltig herab, es fehlten ihm mehrere Zähne und von der Existenz von Shampoos schien er auch nichts zu wissen. Gleiches galt für den Gebrauch von Zahncreme: Wolf stank aus dem Maul wie ein Basarkamel und seine Gesichtszüge ähnelten auch tatsächlich einem Kamel, dessen Eltern zwei Halbaffen gewesen waren. Doch Juanita war Geschäftsfrau und herrenlose Haustiere kosteten die Colonia nur Geld. „Haben Sie schon eine Vorstellung, wer ihr neuer Liebling werden soll?“ „Das hängt vom Preis ab. Meine Rente ist leider nicht so hoch, wie es gerne hätte, hähä.“ Sein Lachen klang wie das I-Ahen eines Esels. „Was für ein Widerling“, dachte Juanita und holte das Verzeichnis der Zwingertiere aus ihrer Schreibtischschublade. „Unser billigstes Angebot ist Alexandra. Eine wirklich brave Hündin. Hier ist ihr Foto.“ „Die kenne ich. Die habe ich mir schon zwei Tage gemietet. Eine Schönheit ist sie ja nicht, aber sie hat gute Titten und einen schönen Arsch. Zur Not kann ich ihr ja einen Sack über den Kopf ziehen, hähä.“ „Du Arschloch. Das arme Ding kann einem leid tun. Aber schließlich bin ich nicht bei der Heilsarmee und sie wusste damals ja auch, auf was das Ganze hinauslaufen könnte, wenn alles schiefläuft.“ Mit diesen Gedanken wandte sie sich unter allergrößter Beherrschung und Verbergung ihres Ekels an Wolf: „Na, das freut mich, dass sie sich ja wohl schon anfreundet haben.“ „Ob Alexandra auch der Meinung ist, dass wir uns angefreundet haben, bezweifle ich. Aber ich werde sie schon erziehen, wenn nötig mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, hähä.“ Fast war Juanita in Versuchung, Wolf zu sagen, er solle sich zum Teufel scheren, aber es waren nicht nur finanzielle Gründe, die sie davon abhielten. Wenn dieser fiese alte Sack auf den Gedanken kam, die Presse über die Colonia zu informieren, waren sie alle aufgeschmissen. Alexandra musste wohl oder übel geopfert werden.
„Können wir nicht mal wieder zum Essen gehen?“, maulte Anna. „Du dumme Ziege! Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass wir wegen des Zinstiefs ganz schön in der Scheiße stecken! Essen gehen – bei dir piept`s wohl! Ich habe mir erst gestern einen neuen Rock gekauft und es wird dir ja wohl wichtiger sein, dass ich schick bin, oder?“ „Entschuldige, meine Gebieterin, ich wollte dich nicht verärgern.“ Sofort stürzte sich Anna auf Helenes Füße, bekam aber mit Wucht einen Tritt in den Bauch. Helene war vor Wut auf diese Trantüte, die immer mehr Bruno glich, so außer sich, dass sie ihren Gürtel aus der Hose zog und wie irr auf Anna einprügelte, bis sich diese wimmernd und mit den Händen den Kopf schützend auf dem Boden zusammenrollte. Helene verpasste Anna noch einen Tritt in den Arsch und ging ins Schlafzimmer. „Diese Tussi wird immer nerviger. Lange mache ich das nicht mehr mit!“ Währenddessen lag Anna schmerzerfüllt und schniefend auf dem Boden und verfluchte sich zum x-ten Mal für ihre Dummheit, Helene gefolgt zu sein und Alexandra dafür geopfert zu haben.
Die Schmerzen und die Reue über die Entscheidung, die sie damals für Anna getroffen hatte, teilte Alexandra mit ihrem Ex-Frauchen. Ihr neues Herrchen war der größte Alptraum, den man sich vorstellen konnte. Dauernd gab es die schlimmsten Prügel mit einer Gerte, ihr Körper war jeden Tag ein einziger Bluterguss. Schon morgens musste Sie Wolf oral befriedigen, der es genoss, sich von ihr einen blasen zu lassen, ohne seinen Schwanz jemals zu waschen. Er stank pestilenzartig. Mittags fickte er sie von vorne und abends rammte er ihr meist seinen Riemen bis zum Schaft in das Arschloch. Zu fressen gab er ihr nur das billigste Futter und das meist nur einmal am Mittag: „Damit du nicht zu fett wirst, du Schlampe, hähä.“ Schon nach wenigen Wochen konnte sie es einfach nicht mehr ertragen.
Auch Anna bekam jetzt täglich ihre Tracht Prügel. Zärtlichkeiten und die liebevolle Beziehung, die sie einmal mit Helene geführt hatte, waren Vergangenheit. Sie überlegte jeden Tag, wie sie Helene loswerden und zu Alexandra zurückkehren könnte. Schließlich begann sie damit, heimlich Geld aus Helenes Börse abzuzweigen, um für einen Rückflug nach Argentinien zu sparen. Die Vollmacht über ihr Konto hatte sie schon nach ihrer Ankunft in Cebu auf Helenes Verlangen hin auf sie übertragen.
Nachdem er sie am Abend kräftig in den Arsch gefickt hatte, betrank sich Wolf fast besinnungslos. Laut schnarchend und widerlich stinkend lag er auf dem Sofa und schnarchte. Alexandra schleppte sich in den Garten, um ihr Geschäft zu erledigen. Als sie in die Hecke schiss, hörte sie das laute Quietschen von Bremsen direkt neben sich auf der Straße. Sie lugte durch die Blätter und sah gerade noch, wie Pedro, der gerade zum wöchentlichen Großeinkauf in die nächste Stadt unterwegs war, fluchend das Führerhaus verließ und eine Katze, die hoch erhobenen Hauptes die Straße überquerte, wütend am Genick packte. Die Katze, die sogar in Alexandras Augen sehr verführerisch aussah, wollte entkommen, doch Pedro war schneller: Ruckzuck hatte er die Hose unten und steckte ihr den hochgereckten Schwanz in ihre Möse. Alexandra überlegte nicht lange: Das war ihre Chance, diesem Leben zu entkommen und Schluss zu machen. Sie schlüpfte durch die Hecke und schaffte es unter Aufbietung aller Kräfte, sich auf die Ladefläche des LKWs zu ziehen. Sie hatte sich gerade in eine Ecke gekauert, als Pedro seinen Saft mit lautem Stöhnen in die Muschi der Katze spritzte. Er entließ sie mit einem Klapps auf den Hintern: „Pech gehabt, Struppi. Das nächste Mal überlegst du dir vielleicht zweimal, vor mir über die Straße zu laufen.“ Die Katze sah ihn hochmütig an, reckte das Kinn nach oben und ging gemächlich ihres Weges. Bevor sie im Gebüsch verschwand, drehte sie noch einmal ihr Hinterteil in Pedros Richtung und wackelte aufreizend mit ihrem entzückenden, apfelförmigen Arsch. Pedro grinste, zog sich die Hose hoch, schwang sich auf den Fahrersitz, startete den Motor und fuhr los. Er lächelte: „So ein kleines versautes Luder. Das hat sie bestimmt mit Absicht gemacht.“
Über 17 000 Kilometer entfernt hatte Helene gerade das Rattengift in Annas Futter gemischt. Dass Anna Geld abzweigte, war Helene natürlich nicht entgangen und was sie eventuell damit vorhatte, war für sie auch klar. Aber sie ging ihr nun mal inzwischen so auf die Nerven, dass sie keine Liebe mehr vorspielen konnte. Schon allein der Gedanke an ihre stets schmachtenden Blicke widerte sie so an, dass sie ihr die Seele aus dem Leib hätte prügeln können. Nachdem sie für sich gedeckt hatte, stellte sie Annas Napf auf den Boden unter dem Tisch und stellte ihre verschwitzten Füße hinein. „Das Ganze soll doch zu einem würdigen Ende kommen“, dachte sie belustigt. „Wenn meine kleine Nervensäge draufgehen soll, dann mit Stil!“ Sofort kam Anna auf allen Vieren zu ihr gekrochen und war ganz aufgeregt: Helene schien ihr endlich wieder mehr Beachtung zu schenken. Voller Freude leckte sie ihr Futter von Helenes großem Zeh.
Als Pedro nichtsahnend das äußere Tor passierte, erinnerte sich Alexandra gerade daran, wie ihr Anna in ihrer Schulzeit ihren Fuß zum Ablecken hingehalten und sie dabei streng angesehen hatte. Bei dem Gedanken daran musste sie zum ersten Mal seit langem wieder lächeln. Da explodierte der Chip in ihrem Gehirn.
Im selben Moment tat die sich vor Schmerzen krümmende Anna unter einem Tisch auf einem Boden in Cebu ihren letzten Atemzug. Helenes großer Zeh befand sich noch in ihrem Mund, als ihre Augen starr wurden.
 
Epilog
„Mein Gott ist das heiß! Die Temperaturen in Miami haben es echt in sich. Ich brauche dringend etwas zu trinken!“ Gerald betrat die Terrasse des Cafés und bestellte sich eine große Cola mit Eis. Er saugt gerade am Strohhalm seines Getränks, als sein Blick auf zwei wunderschöne Füße in hochhackigen Sandaletten fiel. Seit seiner Jugend konnte er sich von einem derartigen Anblick einfach nicht mehr losreißen. Der rechte Fuß wippte aufreizend auf und ab. Gerald bekam einen Ständer, der in den leichten Bermuda-Shorts, die er trug, nur schwer zu verbergen war. Als er seine Augen an den Beinen entlang nach oben gleiten und von ihren prächtigen Titten, die von keinem BH in ihrem hauchdünnen Kleid gehalten wurden, schließlich weiter zu ihrem Gesicht wandern ließ, fühlte er sich sofort ertappt. Die Dame hatte ihn die ganze Zeit dabei beobachtet, wie er sich erst an ihren Füßen aufgegeilt und sie dann mit seinen Blicken ausgezogen hatte. „Wie peinlich!“, dachte er und wurde puterrot im Gesicht. „Jetzt steht sie auch noch auf und kommt an meinen Tisch! Vermutlich macht sie eine Mordsszene wegen Sexismus und so!“
Als sie vor ihm stehen geblieben war, lächelte sie ihn an: „Wenn sie meine Füße küssen wollen, können Sie das gerne in meinem Hotelzimmer machen. Ich wohne nicht weit von hier.“ Sein Herz hüpfte vor Freude. Davon hatte er schon immer geträumt. Jetzt hieß es, die Gelegenheit beim Schopf zu packen. Außerdem sprach sie deutsch. Wie hatte sie erkannt, dass er auch Deutscher war? Er brachte kaum ein Wort heraus: „Wie Sie befehlen, Herrin.“ „Herrin Helene, mein Lieber! Und du antwortest nur, wenn du gefragt wirst.“ Er stand auf und folgte seiner neu gewonnenen Göttin. „Ich bin mal gespannt, wann er beginnt, mir auf die Nerven zu gehen“, dachte Helene und schmunzelte bei dem Gedanken an die Portion Rattengift, die sie ständig in ihrer Handtasche bei sich trug.
Ende
Ich hoffe, die Geschichte hat gefallen. Auf alle Fälle würde ich mich über zahlreiche Kommentare freuen.

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