K.E.E. Ein bisschen Apokalypse Teil 14

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Liebe Leser, 

bevor ich den Teil 14 dieser Geschichte hier einstelle, einen kleinen Hinweis: 

Diese Geschichte wurde bereits auf Amazon unter meinem Pseudonym Madame Mala veröffentlicht. Da ich mich dem Forum hier sehr verbunden fühle, möchte ich auch hier meine Geschichten in ihrer Gesamtheit veröffentlicht sehen. Einige von Euch haben mich schon unterstützt und sogar die E-Books gekauft, für den Support und die Hilfe bin ich euch sehr dankbar. Natürlich würde ich mich über weitere Unterstützung, vor allem durch Rezensionen eurerseits freuen. 

Meine bisherigen Bücher sind:

K.E.E. Ein bisschen Apokalypse: https://www.amazon.de/dp/B073SBQR64/ref=dp-kindle-redirect?_encoding=UTF8&btkr=1

Zur Domina gemacht: https://www.amazon.de/dp/B01NAP766Y

Zur Domina gemacht 2: https://www.amazon.de/dp/B076VLCFRN

Zur Domina gemacht 3: https://www.amazon.de/dp/B07LD2NRDZ

Die Teile werden wöchentlich reingestellt, diese Geschichte ist bereits fertiggeschrieben. 

Für Kritiken und Hinweise auf Fehler wäre ich euch sehr dankbar. 

 

Gruß, ein frohes neues Jahr und eine Umarmung!

 

Eure Sena

 

40    Ein weiterer Abend mit Mira

In der Kaserne war das Funkgespräch mit Wanda nur sehr kurz ausgefallen. Mira hatte ihn zwar dabei alleingelassen, ihn aber nur fünf Minuten Zeit gegeben. So tauschte er mit Wanda sein Wissen über Manuel aus, dem es nun sichtlich besser ging, erzählte ihr von seinen Verhandlungen mit den Mendas und den Möglichkeiten, die sich dadurch für die Siedler, ihm selbst, aber eben auch Wanda ergaben. Auf ihre Frage hin wann er wiederkommen würde, wusste er noch keine Antwort. Er wollte solange abwarten, bis er wirklich das Gefühl gewann, Manuel könnte auch ohne ihn auskommen. 

„Wie läuft es bei euch?“ Fragte er Wanda schließlich. 

Sie erzählte ihm von dem heftigen Angriff. Es mussten Hunderte gewesen sein. Sie hätten das Institut wohl überrannt, wäre es von den Soldatinnen nicht so aufopfernd verteidigt worden. Ein paar Hordenkrieger hatte sie noch auf ihren Rückzug erwischt und töten können, die Masse aber war in alle Richtung auseinandergestoben. 

„Die Mendas meinen das sie wiederkommen werden und das wir wahrscheinlich einen Spion in unseren Reihen haben. Ich habe mit allen gesprochen, aber keinen unter ihnen entdeckt, der mir besonders verdächtig vorgekommen wäre. Aber die Mendas selbst bleiben gelb, Max, das wundert mich.“

„Du bist ihnen gegenüber vorsichtig, Wanda. Halt deine Augen offen, ich tue das hier auch. Diese Frauen sind nicht dumm, ganz im Gegenteil.“

„Was ist mit Mira? Versteht ihr euch?“

Maximilians Herz zog sich bei dieser Frage zusammen. 

„Sie ist nett, aber lässt mich dabei deutlich spüren, dass ich Mittel zum Zweck für sie bin. Ich bin heilfroh, wenn ich wieder bei euch bin. Ich soll von Manuel fragen, wie es unseren Zwergen geht.“

Wanda lachte. 

„Maks und Soks geht es gut. Soks ist jetzt mein Anhängsel, das kannst du ihm sagen. Er kriegt ihn aber wieder, wenn er zurück ist.“ Ihre Stimme überschlug sich auf einmal. 

„Du das war jetzt ...“

Maximilian beruhigte sie. 

„Er bekommt eine gute Prothese, hat mir Mira versprochen. Er wird wieder laufen können und selbstständig sein. Wenn auch nicht in dem Maße wie früher. 

„Das ist schön. Drück ihn für mich.“

Mira öffnete von außen die Tür und gab ihm ein Zeichen, dass er zum Ende kommen sollte. 

„Ich muss jetzt auflegen, Wanda. Wir telefonieren morgen, ja?“

Wanda war einverstanden. 

„Ich vermisse dich so. Es tut schon weh.“

Maximilian erinnerte sich daran, wie sehr sie unter dem Entzug litt, wenn er ihr nicht nahe kam. 

„Es dauert nicht mehr lange. Halte durch!“

Wanda versprach es ihm, dann verabschiedeten sie sich voneinander. Nachdenklich blickte Maximilian auf den schwarzen Hörer in seiner Hand herunter. Wie seltsam und so rasend schnell sich alles entwickelt hatte. Und wie unvorhersehbar. 

 

41    Überraschende Veränderungen

„Alles in Ordnung?“

Maximilian zuckte zusammen, als er Miras Hand auf seiner Schulter spürte. 

„Ja, ich denke schon.“ Er blickte auf ihre vom feinen schwarzen Leder verhüllte Hand herunter, beinahe hätte er sie geküsst. Es war eine Geste, die er Wanda so oft in ähnlichen Situationen geschenkt hatte. 

„Lass uns nach Hause fahren. Ich freue mich auf einen schönen Abend mit dir.“

Mit Sorge erinnerte er sich daran zurück, wie sehr er sich an ihr berauscht hatte. Was, wenn sei Verlangen Mira gegenüber wieder auftauchte? Er musste sich in Griff bekommen, sonst war er es, der die Kontrolle über sich verlor und nicht Wanda.  

„Ich weiß schon, was es heute gibt, es wird dir schmecken.“ Versprach sie ihm. Sie führte ihn zurück in den Innenhof, wo der fensterlose Kleinbus bereits auf sie wartete. 

„Warum darf ich nichts sehen, ich verstehe das nicht.“

„Es gibt den einen oder anderen Anblick, den du nicht akzeptieren könntest. Der Wandel in den Köpfen findet nur langsam statt. Und er wird behutsam durchgeführt werden müssen.“

„Du meinst euren Umgang mit den Männern?“

Mira nickte. 

„Du hast mir gezeigt, was ein Mann im Leben einer Frau ausmachen kann und dafür bin ich dir dankbar. Ich werde mich dafür einsetzen, dass sich die Lage unserer Dienstmänner schnell bessert, das verspreche ich dir.“

Maximilian suchte die Lüge in ihren Worten, konnte sie aber nicht finden. Er wollte ihr glauben, diese Erkenntnis überwältigte ihn. 

„Heute gibt es die zweite Auflage unseres Abends und wenn du magst, gehen wir ein wenig in der Siedlung spazieren. Ich wüsste nicht, dass es dort etwas gäbe, das dich negativ beeinflussen könnte.“

Sie legte ihm ihren Arm über seine rechte Schulter, stieg hinter ihm in den Bus und setzte sich an seine Seite. Es war sicher kein Zufall, dass sich ihre linke Hand auf seinen Oberschenkel verirrte und diesen ab und an streichelte. 

Zum ersten Mal bemerkte er die beiden stämmigen Hunde, die ihn nicht aus den Augen ließen. Sie bellten nicht, sie knurrten nicht und dennoch spürte er deutlich, dass sie ihn als Bedrohung sahen. Wahrscheinlich würde es nur ein kurzes Kommando Miras brauchen, damit sie sich auf ihn stürzten und zerfleischten. 

„Ihr bekommt gleich Happahappa, Mädels. Keine Sorge. Das hier ist Max, ihr werdet ihn künftig häufiger sehen.“

Sie streichelte über die massigen Köpfe der Tiere, während er selbst respektvollen Abstand hielt. Er hatte Angst und diese kam nicht von ungefähr. Er brauchte nur an die Bluthunde der Schwarzhemden denken. 

Mira öffnete die Tür und bat ihn herein. Sie deutete auf die Couch und bat ihn sich zu setzen. 

„Ich mache dir einen Kaffee, damit du wieder einigermaßen auf die Beine kommst. Oder willst du dich ein wenig hinlegen?“

Er bat um Letzteres. Er war wirklich fix und fertig von der durchwachten Nacht und den vielen Eindrücken des Tages. 

„Na dann komm! Ich bringe dich hoch.“

„Ich weiß doch, wo es ist, Mira. Mach dir doch nicht all die Umstände.“

Sie bestand darauf, brachte ihn ins Schlafzimmer und schlug ihm die Decke auf. Wenigstens durfte er sich allein ausziehen. 

„Ich habe dir Unterwäsche mitgebracht, ich gebe sie dir später.“

Er dankte ihr, zog sich aus und legte sich nackt ins Bett. Sie beobachtete ihn demonstrativ dabei und schien sich überwinden zu müssen ihn allein zu lassen. Spürte er nicht auch bei ihr ein gewisses Verlangen?

Zwei Stunden später wachte er wieder auf. Neben seiner Blase trieb ihn auch der Hunger aus dem gemütlichen Bett heraus. Er hörte das Geklapper von Töpfen und Tellern, sowie Miras Stimme, die leise vor sich hin summte. Er ging auf die Toilette, setzte sich auf die Brille und spürte den Wunsch in sich, so schnell wie möglich wieder zu ihr zu stoßen. Wo war Wanda? Wo war die Frau, von der er dachte, dass er sie über alles lieben würde? War sein Verlangen Mira gegenüber so stark, weil sie ein Mensch und Wanda im Grunde genommen eine Maschine war? Vielleicht konnte man die Natur nicht überlisten.

„Hi!“ Er trat durch die Küchentür und fragte seine Gastgeberin, ob er ihr helfen könne. Sie verneinte, deutete aber auf den Küchentisch. 

„Nimm Platz. Das Essen ist gleich fertig.“

„Trägst du immer Uniform?“

Die Menda schnitt gerade eine Zucchini klein, schob die Stücke mit einem Messer von dem kleinen Tablett herunter in den Topf und wandte sich zu ihm um. 

„Du hast Recht. Ich habe nichts anderes. Kleider gibt es kaum noch bei uns. Schade eigentlich. Sie sehen toll aus.“

„Ich habe Wein nach oben gebracht. Wir machen meine Vorräte alle, scheiß was drauf.“ Sie lachte und zwinkerte ihm zu. „Gieß mir auch ein Glas ein, der Korkenzieher ist dort drüben in der Schublade.“

Er folgte ihren Wunsch und öffnete die angestaubte Flasche. 

„Die Gläser?“ Fragte er die Blondine. 

Sie deutete auf eine Vitrine über sich. Er musste an Mira herantreten, als er die Gläser aus dem Schränkchen holen wollte. Sein Schoß drückte dabei gegen ihr üppiges Hinterteil und sein kleiner Freund sprang es dabei regelrecht an. Er wurde so schnell hart, es war ihm einfach nur peinlich. Er war doch kein kleiner pubertierender Junge mehr. 

Mira musste den Druck seines Freudenspenders gespürt haben, drehte sich zu ihm um und blickte mit kalten Blick auf ihn herunter. Ihre Augen funkelten und er befürchtete, dass er ihren Unmut erregt haben könnte. Wenn, dann war es ja auch kein Wunder. 

Mit den zwei Gläsern in der Hand stand er vor ihr, während sich in seiner Hose eine deutliche Beule abzeichnete, die direkt auf ihren Schoß deutete. 

„Mira ...“

Sie schüttelte den Kopf, nahm ihm die Gläser ab und packte seine Rechte. Die Frau hatte Kraft, zog ihn hinter sich her ins Wohnzimmer und drückte ihn mit Schwung gegen das Sofa. 

Ihre Rechte knöpfte ihre Bluse auf, während ihre Linke sich um seine Hose kümmerte, deren Knöpfe aufdrückte und sie ihn von den Beinen herunter zog. Auch Maximilian kannte nun kein Halten mehr. Es gab nicht mehr all zu viel Blut in seinem Kopf, was das Infragestellen seiner Situation gefördert hätte. 

Hastig half er ihr, in dem er sein Becken anhob, wartete darauf, dass sie ihm seine Hose ausgezogen und achtlos auf den Boden geworfen hatte und hielt mit seiner rechten Hand sein Glied auf sie gerichtet, wie eine Waffe, mit der er sie sich vom Leib halten wollte. Mira stieg indessen aus ihren Stiefeln heraus, entledigte sich ihrer Uniform, zog das Höschen über ihre massigen Beine und öffnete den vorderen Verschluss ihres BH´s. In der Zwischenzeit hielt sie ihren Blick auf seinen Schwanz gerichtet, alles andere schien jegliche Bedeutung für sie verloren zu haben.

Doch die Menda dachte in diesem Moment gar nicht daran, sich das Stück ihres Begehrens einzuverleiben, stattdessen kam sie zu ihm auf die Couch geklettert, stellte sich breitbeinig über ihn und starrte mit einem Gesichtsausdruck, der ihre Geilheit widerspiegelte auf ihn herunter. 

Im ersten Moment verstand er nicht, was sie damit bezwecken wollte, doch dann packten ihre kräftigen Hände seinen Hinterkopf und drückten ihn gegen ihre feuchte, üppig behaarte Scham. Er konnte an seiner Nase und Mund ihre Feuchtigkeit spüren, den Druck ihrer Schamlippen, die stark durchblutet, ihm ihre Lust und ihr Verlangen verrieten. 

„Leck mich!“ 

Herrschte sie ihn an, drückte sein Gesicht noch fester gegen ihre Scheide und stöhnte auf, als er mit seiner Zunge durch ihre Spalte fuhr. Ab diesen Moment war er ihr ausgeliefert, denn Mira hatte Kraft die sie, ganz im Gegensatz zu Wanda, rücksichtslos ihm gegenüber zum Einsatz brachte. Hin und wieder schenkte sie ihm Luft, doch bei allem was sie tat, schien sie eine Raubkatze zu sein, die ihr Opfer jetzt zerfleischen und fressen wollte. Er spürte ihre Nägel, wie sie seinen Rücken zerkratzten, ihre Schenkel, die seinen Kopf zu zerdrücken schienen und ihre Feuchte, die sie in dem Moment ihres ersten Höhepunktes ihm ins Gesicht spritzte. 

Kein Grund für Mira, von ihm abzulassen. Ganz im Gegenteil sie kam erst richtig in Fahrt, kletterte von seinem Gesicht herunter, setzte sich auf sein steifes Glied und drückte sein Gesicht zwischen ihre Brüste hinein. Sie nahm ihn wie eine Puppe, ihre Kraft und ihr Geschick, ließen keinerlei Widerstand zu. Hatte Wanda ihm gegenüber Reue gezeigt, als sie ihn überfordert hatte, schien Mira sein Protest erregend zu finden. Egal wie sehr er auch zwischen ihre Brüste hinein brüllte, sie melkte ihn weiter mit ihrer Scham, bis sie einen weiteren Orgasmus durchlebte. 

Es war der erste Moment, in dem sie von ihm abließ und somit eine Pause gönnte. Sie stieg von ihm herunter, ließ dabei noch einmal ihre rechte Brust über sein Gesicht streichen, küsste ihn auf den Mund und bat ihn zu warten. Sie wollte ihm noch eine abschließende Freude machen, wie sie sich ihm gegenüber ausdrückte. 

Er fühlte sich total geplättet. Als ob ein Panzer ihn überrollt hätte, lag er auf der Couch und hielt sich sein Glied fest, welches sich nur noch überreizt und wund für ihn anfühlte. Was hatte sie vor? Würde sie jetzt zärtlich mit ihm umgehen und ihm gegenüber aufmerksamer sein?

Mira war anscheinend im Keller gewesen, schloss die Tür hinter sich mit einem Schlüssel ab und schnallte sich im Gehen einen üppig dimensionierten Umschnallplug um Hüfte und Schenkel. Maximilian schüttelte den Kopf, er wollte das nicht, stand auf und wollte sich an ihr vorbei drängen, doch sie nahm ihn in einen brutalen Griff, verdrehte ihm seinen linken Arm auf den Rücken, griff mit ihrer Rechten in sein Haar und führt ihn zurück zum Sofa. Dort drückte sie ihn in die Polster hinein und hantierte mit der Spitze des Spielzeugs, an seiner Rosette herum. 

„Was der Bauer nicht kennt, mag er nicht, was? Lass es zu, Max. Sonst tue ich dir, ohne es zu wollen, weh dabei.“

Im ersten Moment fühlte es sich an, als ob er sich auf einen Betonpfeiler setzen würde. Sein Schließmuskel schien zum Zerreißen gespannt, dann glitten Spitze und Schaft in das Innere seines Darmes hinein. Ein elektrisierendes Gefühl machte sich in ihm breit, eine Wärme, die er so noch nie gefühlt hatte. Erschrocken stellte er fest, dass Mira recht behielt und ihn dieses Gefühl eine neue und sehr intensive Art von Befriedigung vermittelte. 

„Kann ich dich jetzt loslassen?“ Fragte sie ihn misstrauisch. 

Er nickte und so löste sich der Griff um sein linkes Handgelenk und sie ließ ihn frei. Stattdessen war es nun sein Glied, dem sie ihre Aufmerksamkeit zuteilwerden ließ und so begann sie es erneut zu wichsen. Das ging eine halbe Stunde so, dann zog sie das Spielzeug aus seinen After heraus, befahl ihm, sich umzudrehen und setzte sich erneut auf seinen betonharten Schwanz. Fix und fertig ergoss er sich ein letztes Mal in ihrem engen, muskulösen Geschlecht, lehnte sich gegen ihren Oberkörper und kam erneut mit seinem Gesicht zwischen ihren riesigen Brüsten. Er weinte! Völlig überfordert von Miras dominanten Liebesspiel.

„Du bist jetzt kaputt oder? Tut mir leid, aber so liebt eine Menda, Schatz. Wir sind sehr dominant und wissen genau, was wir wollen. Du brauchst dir aber keine Sorgen machen, das nächste Mal darfst du mich in meinen Hintereingang ficken, ja? Mir macht das mindestens genauso viel Spaß, wie dir.“ Sie grinste schadenfroh und zeigte ihm noch einmal die Teufelin, die ihn so gnadenlos genommen hatte. 

Er blickte zu ihr auf in den festen Glauben, dass sie sich über ihn lustig machte. Vielleicht war es sogar so, aber ihre Worte waren ernst gemeint, dessen war er sich sicher. In Gedanken noch mit ihrer Ankündigung beschäftigt, fühlte er jetzt den Wandel, den sie in ihm vollzogen hatte. 

War sie zuvor hemmungslos, brutal und böse in ihrem Spiel mit ihm gewesen, zeigte sie sich jetzt sanft und zärtlich. Er fühlte ihre Finger über seinen zerkratzten Rücken streichen, den sanften Druck ihrer Beine an seinem Körper, hörte ihren tiefen Stoßseufzer, mit dem sie zum Ausdruck brachte, dass sie nun unter ihm entspannte. Mira schloss ihre Augen, drückte seinen Körper eng an sich und schlief schließlich ein. Auch Maximilian überkam die Müdigkeit und so verbrachten sie beide die nächsten Stunden nackt übereinander liegend auf der Couch. 

Maximilian fasste mit zittrigen Händen nach dem Bakelithörer. Wie jeden Tag zuvor sprach er mit Wanda, hielt sie hin und belog sie nach Strich und Faden. Sie glaubte ihm, ließ sich von ihm hinhalten und klammerte sich an das Stück Hoffnung ihn irgendwann endlich wiederzusehen. Die Horde hatte immer wieder ihre Siedlung angegriffen, meist in dem Augenblick, in dem sie sich von ihr entfernt hatte. Auch sie war sich jetzt sicher, dass sie ständig beobachtet wurde, doch konnte sie nicht sagen ob von innen oder außen. 

„Komm bald wieder, Süßer. Ich vermisse dich so. Manuel geht es doch jetzt auch besser. Wenigstens für ein Wochenende.“

„Es geht noch nicht. Wir unterschreiben am Sonntag den Vertrag. Aber Mira kommt vorbei um mit dir zu sprechen, ja. Es ist sehr wichtig und ich möchte, dass du ihr genau zuhörst.“

Wanda schien neugierig zu werden. 

„Um was geht es denn?“

Maximilian schloss seine Augen, während seine rechte Hand nach einem Taschentuch griff, um sein Gesicht trocken zu wischen, dass vom Schweiß und Tränen klitschnass geworden war. 

„Sie möchte es dir sagen und hofft, dass du dich darüber freust.“

Wanda gab sich damit zufrieden, wenn sie sich auch sehr unsicher zeigte. 

„Du rufst morgen wieder an?“

Maximilian versprach es ihr. 

„Schön, wenigstens deine Stimme, meine Schatz. Zur Not reicht mir auch das.“

Mira nahm ihm den Hörer ab und legte ihn auf die Gabel des Apparates. 
„Es wird Zeit, Max. Und ich will den Schaden selbst ausbaden, den ich angerichtet habe.“

Er blickte zu ihr auf und griff nach ihrer Hand. 

„Es ist unser beider Schuld. Ich weiß nur nicht wie sie darauf reagieren wird.“

Mira blickte an ihm vorbei. 

„Ich bin mir sicher, dass sie es verstehen wird. Sie wusste selbst, wo ihr größtes Defizit dir gegenüber liegt.“

Er ahnte, worauf sie hinauswollte und störte sich dennoch an ihren Worten. So schön die letzten Wochen mit dieser Frau auch gewesen waren, es tröstete ihn nicht über den Verlust von Wanda und seinen Freunden hinweg. 

„Gehen wir noch zu Manuel?“

Mira verneinte. 

„Er ist gerade bei Sida. Sie scheinen sich gut miteinander zu verstehen, wir stören sie nur. Vielleicht verlieben sie sich genauso, wie wir beide ineinander?“

Sie gab ihm einen Kuss, bat ihn darum aufzustehen und zog ihn in den Flur hinaus. Sie wollte so schnell wie möglich mit ihm nach Hause, um ihn auf andere Gedanken zu bringen. Freute er sich darauf, wieder von ihr ausgepresst zu werden, wie eine Zitrone? Er blickte auf ihr kräftiges Hinterteil, während er ihr folgte. Er war doch schon längst süchtig nach ihr. 

Sida und Manuel hatten sehr lange gebraucht, um zueinanderzufinden. Es war für die Menda leichter gesagt, als getan, den Wunsch ihrer Vorgesetztin Folge zu leisten. Sie war doch selbst kaum erfahren in diesem Spiel und dieser Junge erst recht nicht. 

Und vielleicht weil es so war, gelang es ihnen schließlich doch noch, sich gegenseitig Brücken zu bauen, über die sie sich annähern konnten. Die Therapie, der Unterricht, die Untersuchungen, immer war die Menda an Manuels Seite und förderte ihn, wo sie das Gefühl hatte, dass er es für seine Gesundung brauchen könnte. Im Stadtforst letzte Woche war es dann passiert. Sie hatte ihn dazu ermuntert fünf Kilometer zu marschieren und ihn dabei immer wieder gestützt und geholfen Schmerz und Schwäche zu negieren. Am Ziel hatte sie ihn dann vor Freude auf die Wange geküsst, umarmt und  ...“

Sie lächelte. Sie konnte sich noch genau an ihren ersten Kuss erinnern. Dem Augenblick wo sich ihre Lippen berührten, sanft und behutsam. Sie waren beide reif dafür gewesen und nicht nur sie, sondern auch er selbst, hatte schon lange diesem Moment entgegengefiebert. 

„Komm rein. Sie wird dir gefallen.“

Sida zeigte dem Jungen voller Stolz ihre kleine Wohnung. Alles war ordentlich aufgeräumt und geputzt, sorgsam dekoriert und wohnlich gemacht worden. 

„Ich liebe sie, das ist einfach nur geil. Endlich kein Zimmer mehr mit jemanden teilen müssen.“

Manuel blickte sie unsicher an. Sie merkte jetzt selbst, was sie da gesagt hatte und lachte. Liebevoll legte sie ihre Hände flach über seine beiden Wangen, küsste ihn auf den Mund und führte ihn dann in das Schlafzimmer hinein. 

„Weißt du was? Lass es uns tun. Jetzt gleich. Ich möchte nicht nur einen ersten Kuss von dir bekommen.“

Sie grinste und ihre sonst so strengen Gesichtszüge wurden butterweich. Ihre Augen glänzten, als sie ihn an die Hand nahm und langsam in das Schlafzimmer führte, ihm dabei half, sich auf das Bett zu setzten und sich auszuziehen. Sie wusste, dass er keine Erfahrungen hatte, aber auch die ihren waren ziemlich dürftig und auf das weibliche Geschlecht begrenzt. Sie hatte sich ab und an mit zwei Freundinnen getroffen, um sich gegenseitig Lust zu schenken, doch waren diese Zusammenkünfte vom Empfinden her eher bescheiden für sie ausgefallen. Ganz anders als bei Manuel, dessen bloße Anwesenheit ihr Blut zum Kochen brachte.

Mit verlegenen Blick sah Manuel der großen und hübschen Frau dabei zu, wie sie ihren Haarknoten öffnete und ihm zum ersten Mal ihre langen Haare zeigte. Glänzend, voll und von mattschwarzer Farbe, sahen sie wunderschön aus. Doch das war nicht alles, was sie ihm vorführen wollte und so knöpfte sie sich ihre Bluse auf, ließ sich von ihm lachend mit dem BH helfen und streifte schließlich auch ihren Slip für ihn über ihre langen Beine nach unten hin ab, ihm dabei ihr schwarzes Dreieck zeigend.

Maximilan sah sie an, wie ein Kind den Weihnachtsmann. Überwältigt von dem was er sah und voller Erwartung der Geschenke. Sida aber bat ihn darum ihr Platz zu machen, legte sich an seine Seite und streichelte ihm vorsichtig über seine schmächtige Brust. Auch er erkundete ihren Körper, streichelte mit seiner rechten Hand über ihren Schenkel und grinste, als sie diesen für ihn anhob und damit ihr Geschlecht für ihn öffnete. Also erforschte er auch das, strich durch ihr krauses Schamhaar, ließ seine Fingerspitzen vorsichtig über die Lippen ihrer Scheide gleiten, um sie dann vorsichtig in den Spalt dazwischen hinein zu drücken, in dem sich längst ein glitzerndes Nass gebildet hatte. 

Ihre Scheide schmatzte als er zwei Finger darin versenkte und Sida legte ihren Kopf in den Nacken und stöhnte zum ersten Mal auf. Es brauchte so wenig, um erfüllt und glücklich zu sein, und auf einmal schien alles, was Manuel ihr zu erklären suchte, einen Sinn für sie zu ergeben. Sie streichelten sich weiter, schenkten sich Lust und steigerten ihr Verlangen weiter, bis Sida ihren Jungen darum bat, zwischen ihre Beine zu kommen. Vorsichtig suchte er nach Einlass, drückte sein Glied gegen ihre Scham, hatte aber Probleme es in ihrer Scheide zu versenken. Rot vor Anstrengung und peinlich berührt, musste er sich von ihr helfen lassen, um dann sofort diesen kleinen peinlichen Zwischenfall wieder zu vergessen. Es fühlte sich so unglaublich schön an, auf dieser Weise mit seiner Freundin verbunden zu sein. 

Glücklich und zufrieden schliefen sie zusammen ein, eng umschlungen, eins in ihren Denken und Fühlen. Es gab nur sie beide in diesem Augenblick. 

Spät in der Nacht wachte Sida schweißgebadet auf. Sie hatte sich daran erinnert, was Mira von ihr verlangt hatte. Viel Zeit blieb ihr nicht um nach einer Lösung zu suchen, denn eines war ihr mittlerweile klar geworden. Mit Manuel in der Stadt zu bleiben, verbot sich ihr, sie würden mit Sicherheit voneinander getrennt werden und das würde sie für sich nicht mehr akzeptieren wollen. 

 

42    Miras Rückkehr in die Zone

Wanda kam gerade von ihrer Nachmittagsstreife zurück, hatte das Areal abgesucht und auch nach Iga und ihre Gruppe gesehen. Es ging ihnen gut soweit, wenn auch Männer der Horde ihnen einmal bedenklich nahe gekommen waren. Doch wenigstens im Moment war weder etwas zu hören noch zu sehen von ihnen und dennoch bedrohte sie das Leben aller, da machte sich die Maschinenfrau keine Illusion. 

Sie beobachtete die beiden Mendas auf dem Dach, die von ihrem Posten aus die Umgebung im Blick behielten. Es schien sich etwas bei ihnen zu tun, denn die eine hob ihr Funkgerät an ihren Mund, während die andere sich zu dem Windsack umsah, den die Kämpferinnen provisorisch auf dem Dach errichtet hatten. 

Wenig später hörte man das dumpfe Schlagen von Rotorblättern und das Pfeifen der Turbinen. Ein großer Transporter schwebte heran und sank auf das Dach herunter, ohne es jedoch dabei zu berühren. Wanda hatte das schon oft beobachtet und zeigte Respekt für die Leistungen der Pilotinnen. 

Mira! Sie konnte diese Frau hören, riechen, schmecken und jetzt auch sehen. Sie wollte mit ihr sprechen? Alle Warnsignale schrillten in diesem Moment bei ihr. In dieser Minute ging es ihr jetzt noch schlechter als sonst und eine Art Übelkeit breitete sich in ihrem Leib aus. 

Befehle wurden vom Dach aus hörbar, dann hob der Helikopter wieder ab. Anscheinend hatte Mira vor, eine Weile bei ihnen zu bleiben.

„Warum ist Max nicht mitgekommen? Ihr hättet doch beide sofort wieder zurückfliegen können.“ Fing sie Wanda noch im Treppenhaus ab. 

Mira blieb überrascht auf der Treppe stehen und betrachtete die Kriegerin mit Vorsicht. 

„Hallo erstmal. Schön dich zu sehen.“

Sie wollte die Maschinenfrau umarmen, doch die streckte ihren Arm aus, um sie auf Abstand zu halten. 

„Ich weiß, dass du mir gleich wehtun wirst. Also bring es hinter dich, damit ich sehen kann, wie ich damit klarkomme.“

Mira blickte Wanda erstaunt an. Wodurch konnte sie so etwas fühlen? War es das Kee, von dem Max ihr erzählt hatte? Diese sagenhafte künstliche Intelligenz in ihrem Kopf?

„Darf ich mich wenigstens erst einmal setzen? Mit ist ein wenig übel geworden auf dem Flug.“

Wanda mied weiter den Blickkontakt zu ihr, konnte sich aber eine bissige Bemerkung nicht verkneifen. 

„Tut mir leid, wenn sich mein Mitleid in Grenzen hält.“

Mira lächelte und ließ sich auf den Stufen nieder. Sie zog sich ihre lederne Koppel zurecht und ordnete seelenruhig ihre Uniformbluse.“

„Max wollte es dir sagen, doch ich möchte nicht, dass du auf ihn wütend bist, sondern auf mich. Ich habe mich in ihn verliebt, Wanda. Und er sich in mich. Wir haben uns beide lange dagegen gewehrt, doch es war stärker.“

Wanda blickte sie nicht an, wischte sich aber mit ihrer linken Hand über die Augen. 

„Er will bei mir bleiben. Er fühlt sich dazu verpflichtet.“

Die Maschinenfrau blieb still, starrte vor sich auf den Boden und rührte sich nicht. 

„Ich bin schwanger von ihm. Es muss schon bei den ersten Malen passiert sein.“

Wanda schloss ihre Augen, doch noch immer wollte Mira nicht von ihr ablassen. 

„Er liebt dich immer noch, Wanda. Nur sein Verlangen nach einer richtigen Frau war zu stark in ihm. Er ist ein Mann und kann seine Wünsche nicht kontrollieren, sehe es ihm nach.“

„Wenn er auch nur ahnen würde, wie weh er mir gerade tut.“

Mira wollte Wanda ihre Hand auf die linke Schulter legen, doch die fuhr demonstrativ ihre Messer aus.

„Wage es, mich auch nur anzufassen!“

Mira zögerte, legte dann aber dennoch ihre Hand auf Wandas Schulter. 

„Du kannst mir nichts tun, ein Teil von ihm ist in mir. Tut mir leid, Wanda, aber du hast Max verloren.“

„Was wird aus den Siedlern hier? Was ist mit Manuel?“

Mira gab sich ihr gegenüber auf einmal locker und gut gelaunt. 

„Er macht sich und kommt mit seiner Prothese sehr gut zurecht. Auch er hat seine Liebe gefunden und schein sehr glücklich zu sein. Er hat wohl vergessen, dich zu grüßen, und scheint nur noch Augen für Sida zu haben, seine Betreuerin. Kein Wunder, die Kleine ist sehr apart, wenn auch ein wenig streng. Na ja er wird es gut bei ihr haben.“

„Hast du das alles geplant?“ Fragte Wanda mit dunkler Stimme. 

Mira grinste. 

„Sagen wir es so. Ich wollte, dass du siehst, für was und vor allem wen du hier kämpfst. Rads, Siedler und Männer, die dich fallen lassen, sowie sie eine bessere Alternative gefunden haben. Ist es nicht so? Es hat sich nichts geändert Wanda. Die Welt ist Scheiße, wenn man schwach ist und an das Gute darin glaubt. “ 

„Du hast Recht!“ Wanda biss sich auf die Lippen. „Ich habe hier nichts mehr verloren. Nur eines noch. Tötet jemand von euch weiter Rads, werde ich es an euch vergelten. Egal wer. Hast du das auch vorhergesehen?“

Mira blickte sie nachdenklich an. 

„Maximilian hat ähnlich verhandelt, von daher kommt dein Wunsch wohl etwas spät. Aber es sei so, wir werden sie schützen und ihre Gebiete respektieren. Am besten du gehst jetzt, ich habe hier noch viel zu erledigen.“

Wanda blickte sich um und rief die Besucher zusammen. Sie würde zu Iga gehen und sich von ihr helfen lassen. Sie brauchte jemand, der sie rettete, unbedingt. Maks und Soks schienen zu spüren wie es um sie stand. So kletterte die Kleine auf ihre Arme, während Soks herangekrochen kam und sich ebenfalls von ihr hochheben lassen wollte. 

„Soll ich ihm noch etwas von dir ausrichten?“

Wanda reagierte nicht auf Miras Hohn und wollte sich entfernen. 

„Wenn es eine Tochter wird und das hoffe ich schwer, werden wir sie nach dir benennen. Vielleicht hilft dir das ein wenig?“ Mira lachte schallend, stand auf und ging der Gruppe ein Stück weit nach. Es wurde Zeit sich der Siedler anzunehmen und die Schwarzhemden waren schließlich auch noch da. 

Wanda zog sich mit den Besuchern in den Wald zurück und hörte hinter sich das Geschrei der Menschen. Schüsse knallten, Frauen und Kinder riefen Wandas Namen, doch sie reagierte nicht und setzte einen Schritt vor den anderen. Die Menschen hatten sich gerne auf ihren Schutz verlassen und Wanda? Der Einzige der sie vor den Eindrücken dieser Welt hatte retten können, war Max gewesen. 

Die Besucher um sie herum hatten Angst, hoben ihre Ärmchen zu ihr auf und schienen sie damit bewegen zu wollen wieder umzukehren. Doch Wanda ging stur weiter, bis sie nur noch das Rauschen des Windes in den Wipfeln der Bäume hörte und das Zwitschern der Vögel. 

43    Festung Dorste

Ramga hatte große Sorgen. Die Horde hatte nicht nur die Siedlung angegriffen, sondern auch seine Burg. In mehreren Wellen waren sie gegen die Mauern angerannt und auch wenn sie schließlich zurückgeschlagen wurden, sind die Verluste unter seinen Männern hoch gewesen. Die Munition hatte er zum Teil von den Angreifern bergen und weiterbenutzen können, dazu gab es reichlich Köpfe, mit denen man den Schaden begrenzen konnte, was aber passierte, wenn die Horde in gleicher Stärke und Zahl zurückkehrte? 

„Ramga, a Weibisch is vor de Door!“ Meldete Rollo, sein neuer Stellvertreter. 

Der Anführer der Schwarzhemden strich sich mit den Fingern durch seinen Vollbart. Wie kam eine Frau dazu, sich freiwillig vor seiner Festung zu begeben?

„Hast du sie gefragt, warum sie es so nötig hat?“ Er lachte schallend, worauf die Unterführer mit einfielen. 

„Sie sascht du sollscht gome un mit er redn.“

„Holt sie rein! Wir schauen dann mal, ob sie nicht ihren Mund schneller gefüllt bekommt, als es ihr lieb ist.“

„Schie at a Gwehr, Anschfürer. A meyne Männe meynt schi schei a Menscha.“

„Du meinst eine Menda?!“

Ramgas Miene wandelte sich, und von jetzt auf gleich verschwand all seine Heiterkeit daraus. Stattdessen war Besorgnis darin zu lesen, denn wenn wirklich solch ein Frauenzimmer bei ihnen auftauchen sollte, verhieß das nichts Gutes. 

„Sag ihr, dass ich komme.“

Rollo hinterfragte seinen Befehl nicht weiter. Was mit Ramgas letzten Stellvertreter passierte, war ihm noch in guter Erinnerung geblieben. 

So eilten sie die Treppen des Turms hinunter, liefen durch den Innenhof, und nahmen dann eine der Leitern, die auf die Palisade hinauf führte. Tatsächlich stand eine große blonde Frau in schwarzer Uniform vor dem Tor und winkte zu ihm hinauf. 

„Hallöle! Musch i jescht a so speken? Oder weißt du dich etwas verständlicher auszudrücken? Nichts für ungut, deine debilen Gestalten, haben sicherlich andere Vorzüge.“

„Halschd de Mawl tu Fotsche!“

Die Blondine blickte in die Richtung, aus der dieser Zuruf gekommen war und schien ungehalten darüber zu sein. „Sag dem Clown, er soll runter kommen und dann zeige ich ihm, was die „Fotsche“ mit ihm anstellen wird.“

„Warum solltest du glauben, dass deine Worte irgendein Gewicht für mich haben, Menda?“

Die große Blondine hob ihren Arm, worauf ein dunkles Grollen hörbar wurde. Dieses folgte ein Quietschen und Jammern, dann schoben sich drei große Kampfpanzer über den Hügelkamm im Osten, gefolgt von einem halben Dutzend gepanzerter Mannschaftstransportwagen. 

„Reichen dir diese ...“ Die Frau schien nachzurechnen. „... fast vierhundert Tonnen Gewicht?“

Ramga wurde blass, dann nickte er Rollo zu. Sein Stellvertreter verstand und ließ den Rufenden nach unten führen, der sich nun merklich unsicher der Frau gegenüber zeigte. 

„Nehmt ihm doch bitte seine Waffen ab, ich werde mein Gewehr ebenfalls fallen lassen.  Dann trage ich nur noch die Waffen einer Frau bei mir.“ Demonstrativ fasste sie unter ihre Brüste und lachte dazu ausgelassen. 

Der Mann näherte sich der Menda unsicher, blickte rauf zu seinen Kameraden und schien dann für sich einen Entschluss zu fassen. Seine Schritte beschleunigten sich, er stieß einen heiseren Ruf aus und wollte sich auf die Frau stürzen, um sie umzuwerfen und unter seinem Gewicht unter Kontrolle zu bekommen. Die blonde Frau in der schwarzen Uniform tänzelte aber nur zur Seite, drehte sich wie zur einer Pirouette auf ihrem linken Absatz und trat dem Mann mit ihrem rechten Stiefelabsatz in den Hinterkopf. Dieser stolperte, schlug hin, blieb auf den Boden liegen und bewegte sich kaum noch. Die Frau aber verbeugte sich vor ihrem Publikum, trat an den Mann heran und sprang mit ihrem vollen Körpergewicht auf seinen Kopf, so oft, bis die Knochen dieser extremen Belastung nachgaben und sein Schädel brach. 

„So Ramga. Ihr habt einen Monat Zeit, um dieses Haus zu verlassen. Für Radsschädel zahlt die Republik nichts mehr, nur noch für die Köpfe der Siedler. Solltet ihr uns diesbezüglich aber betrügen wollen, sind es eure Schädel, die uns als Trophäen dienen werden, dessen kannst du dir sicher sein. Das Gebiet dort drüben ist Tabu für euch und allen anderen Zonenbewohnern. Ihr haftet die nächsten Wochen dafür, dass es von niemanden betreten wird. Als Entschädigung dafür das du mich hast warten lassen, fordere ich zwei deiner Männer mit denen sich meine Frauen amüsieren können. Du bekommst sie dann in ein paar Tagen wieder, oder sagen wir das, was von ihnen übrig geblieben ist.“

Ramga schloss seine Augen. Egal wer in der letzten Zeit vor seiner Festung auftauchte, es schien dabei nur Demütigungen und Not für ihn und seine Männer zu geben. Er winkte also Rollo zu sich heran, flüsterte ihm ins Ohr und ließ von ihm zwei ältere seiner Männer auswählen, die lautstark um Gnade winselten. Auch sie hatten schon genug von diesen Frauen gehört, um zu erahnen, was ihnen blühen würde. Gefesselt wurden sie vor das Tor gebracht, wo die Blondine sie in Empfang nahm. 

„Drehst mir deinen Kernschrott an, was? Macht nichts. Sie werden uns dennoch unterhalten, dessen bin ich mir sicher.“

Sie hob ihren Arm und die Streitmacht auf den Hügeln zog sich wieder zurück. 

„Dreißig Tage, Ramga. Und ab dann will ich in dieser Gegend nichts mehr von euch sehen oder hören.“

Sie winkte mit beiden Armen zu den Hügeln hinauf, von dem aus sich ein Mannschaftstransporter auf dem Weg machte, um sie und die Gefangenen abzuholen. 

„Tu wilschd de Feschtunk afgebe?“ Fragte Rollo, seinen Anführer. 

Dessen Blick blieb an der Frau in der schwarzen Uniform hängen, die in dem Moment in den Wagen hinein stieg. Sein ganzes Leben hatte er hier in diesen Mauern verbracht und sie in jedem Kampf ob nach innen oder außen zu verteidigen gewusst und jetzt kam diese Frau und wollte sie vertreiben? EINE FRAU? Er hörte das dunkle Brummen der Panzermotoren, sie waren das eigentliche Problem. 

„Nein, verdammt. Wir werden kämpfen. Wegen dieser Schlampe ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.“

44    Maximilians neue Geliebte

Maximilian hörte die Haustür gehen und eilte in den Flur, um Mira entgegenzukommen. Seine Partnerin sah müde aus, ließ sich mit einem Kuss von ihm begrüßen und dann ins Wohnzimmer ziehen, damit sie ihm berichten konnte. 

„Sie hat eigentlich ganz lieb reagiert, Max. Natürlich war sie traurig und innerlich verzweifelt, aber sie hat, glaube ich zumindest, verstanden, dass sie dir nicht auf die Dauer das geben kann, was du dir wünschst. Eine Frau die dir Kinder gebärt und an deiner Seite alt wird.“

Maximilian starrte vor sich hin, seine Gedanken waren bei Wanda in diesem Moment. Wie unbeschreiblich weh er ihr tat. Wie furchtbar es ihr zu diesem Zeitpunkt gehen musste. Kam sie darüber weg? Oder lag sie krampfend auf dem Boden, so wie damals im Bunker? Er sah die vom schwarzem Leder verhüllte Hand, die nach der seinen griff, hob sie an seinen Mund und küsste sie. Mira hatte Recht. Sie war eine Frau, Wanda war ein Gehirn. So traurig ihn das auch machte. Hatte er die Maschinenfrau überhaupt geliebt? Sein Magen zog sich zusammen, seine Muskeln krampften und er musste versuchen vor Mira seine Fassung zu behalten. Ja, er hatte Wanda geliebt und er tat es immer noch. 

„Komm in meinen Arm, dann wird dir gleich leichter sein!“

Er folgte Miras Vorschlag, ließ sich von ihr umarmten und fand tatsächlich in ihnen den von ihm so ersehnten Trost. 

„Danke, dass du es ihr gesagt hast.“

Mira lächelte und küsste ihn sanft auf seine Lippen. 

„Für dich tue ich alles, mein Schatz.“

Maximilian sah sie einen Moment lang an, strich ihr über die nach hinten gescheitelten blonden Haare, stand gegen ihren Widerstand auf und ignorierte ihren vorwurfsvollen Blick, nachdem er sich so abrupt von ihr gelöst hatte. 

„Ich habe etwas für dich. Du bist aber die Einzige, der ich es anvertraue.“

Sie hob ihre Augenbrauen und schien nicht erahnen zu können, was er damit meinen könnte. Sie nahm verwundert den weißen Umschlag entgegen, auf dem in Schönschrift ihr Name geschrieben stand. 

„Für Mira!“ Las sie vor. 

„Was ist da drin?“ Fragte sie ihn. 

„Was könntest du mir denn schon schenken?“

Er verzog das Gesicht und ärgerte sich über ihre Worte. Sie schien das zu spüren und wollte ihn wieder besänftigen. 

„Tut mir leid, das war unangebracht. Ich bin nur so überrascht.“

„Mach ihn einfach auf!“

Sie öffnete den Umschlag und zog ein sorgsam zusammengefaltetes Schreibblatt heraus, wie sie es in ihrem Sekretär aufbewahrte. Sie las das Kauderwelsch aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen und verstand ihn immer noch nicht. 

„Was ist das denn nur, Max?“

Er beugte sich vor, lächelte in sich hinein und kehrte wieder in ihren Arm zurück. 

„In der Siedlung, das heißt, genauer in dem alten Gebäude, gibt es im oberen Stockwerk des Mittelgangs einen großen Aktenschrank. Er steht vor dem Notschacht eines alten Stollens, der zum Regierungsarchiv führt. Hat man den Eingang erst einmal gefunden, ist es ein Leichtes dort hinzugelangen. Das in deinen Händen ist der Zugangscode für die Konsole. Mit ihm steht dir das ganze Mainframe zur Verfügung.“

Sie blickte auf den Zettel in ihrer Hand und wandte sich ihm schließlich wieder zu. 

„Danke, Max. Ich werde dir eine gute Frau und Menda sein, das verspreche ich dir hiermit hoch und heilig.“

Sie gab ihm einen Kuss und erhob sich. 

„Ich komme gleich wieder, ich muss nur einen Anruf machen.“

Er war einverstanden, blickte ihr nach und freute sich darüber, dass er sich für all ihre Hilfe und Gunst revanchieren konnte. Er hatte ein Kind mit ihr, allein das war wichtig. Noch einmal tauchte Wanda in seinen Gedanken auf, doch energisch schob er diesen beiseite. Mira! Kind! Das waren von nun an seine Prioritäten. 

Sie kam zurück, setzte sich an seine Seite und beugte sich zu ihm rüber. Leidenschaftlich küsste sie ihn auf den Mund, verschaffte sich mit ihrer Zunge einlass und gab sich diesem geilen, intensiven Gefühl hin. Es war schön mit diesen Mann und auch wenn sie sich schwertat sich das einzugestehen, sie mochte und wollte ihn unbedingt. Lag es daran, dass er der Vater ihres ungebundenen Kindes war? Sie hatte sich das alles so viel einfacher vorgestellt, hatte sie sich doch sonst so gut unter Kontrolle. 

Fünf Minuten später klingelte es an der Tür. Sie stand auf, zwinkerte ihm zu und verließ das Wohnzimmer, um zu öffnen. 

„Den Briefumschlag gibst du meiner Sekretärin, sie soll ihn im Safe einschließen.“ Hörte sie Max im strengen Ton sprechen. 

„Zu Befehl, Matria!“ Antwortete die noch sehr junge Botin im Motorradoverall. 

„Hast du mir den Ring mitgebracht?“ 

„Ja, hier ist er, Matria!“

Mira nickte der jungen Frau wohlwollend zu. 

„Du darfst jetzt wieder fahren. Der Brief! Behüte ihn mit deinem Leben.“

„Wer war das?“ Fragte Max erstaunt. Matria? War da nicht irgendetwas gewesen? Krampfhaft versuchte er, sich zu erinnern. 

„Eine Botin. Sie hat mir etwas gebracht, was ich dir schenken möchte, um mich bei dir zu revanchieren. 

„Und was ist das?“

Sie hielt es hinter ihren Rücken vor ihm verborgen, während er versuchte an ihr vorbei einen Blick darauf zu erhaschen. 

„Ein Ring!“

Er blickte sie verblüfft an. 

„Was? Machst du mir einen Antrag?“

Mira lachte schallend. 

„Nein, ich fürchte, dazu müsstest du eine Wahl haben.“

Sie grinste boshaft auf ihn herunter. Der Wandel in ihrer Miene wollte ihm nicht gefallen. 

Sie hielt ihm ein auf der Innenseite mit rotem Stoff gefüttertes, schwarz mattiertes Halseisen hin. Es hatte eine Nummer und Buchstabenkombination darauf, die entfernt an einem Nummernschild erinnerte. 

„Was soll ich damit?“

Miras Gesicht war in diesem Moment wie aus Stein gemeißelt. 

„Es tragen. Für die Jahre, die du noch hast.“

„Ist das dein Ernst? Nie werde ich so etwas anlegen. Mira! Was ist mit dir los. Wir lieben uns doch.“

Sie blickte mit verächtlicher Miene auf ihn herunter. 

„Glaubst du wirklich, ich könnte einen so illoyalen Mann wie dich lieben? Einen, der seine Freundin betrügt, die für ihn ihr Leben opfern würde? Du bist ein Schwein, Max. So wie alle anderen Männer auch. Und Schweine gehören nun mal in einen Stall oder Käfig.“

Sie blickte in sein erschrockenes Gesicht. 

„Keine Angst, mein Versprechen halte ich dennoch. Schließlich bist du der Vater meines Kindes und mir deshalb leider wichtig. Doch die einzige Möglichkeit für dich, bei mir bleiben zu dürfen, ist mein Toyboy zu werden und der wird durch diese Art von Sklavenband gekennzeichnet. Jeden Tag werde ich mich an dir verlustieren, Max, mir das von dir nehmen, was ich möchte und dir gleichzeitig dein Leben konsequent verleiden. Denn selbst ich als Matria der Sauerlandrepublik und damit geistige und weltliche Führerin dieses Landes, werde kontrolliert, damit man sicher sein kann, dass mich in deiner Richtung nur mein Spaß umtreibt.“

Sie hielt ihm das Halsband hin. 

„Leg es jetzt an!“

Er blickte zu ihr auf, während Güterzugladungen an Gedanken durch seinen Kopf jagten, um ständig miteinander zu kollidieren. Sie hatte Recht. Er hatte Wanda betrogen. Er hatte den einzigen Menschen auf der Welt verraten, der ihn wirklich bedingungslos geliebt hatte. 

„Ich will das nicht. Bring mich zurück zur Siedlung.“

Er hörte ihr Lachen, sah noch einen schwarzen Schatten auf sich zurasen, dann fühlte er einen schmerzhaften Stoß gegen seine Nase. Er prallte gegen die Sofalehne, als eine heftige Ohrfeige auf seine Wange herunterkrachte, dann legte sich etwas um seinen Hals und ein Klickgeräusch wurde laut. 

„Oh, du kleiner, armer Wurm. Dein Widerstand werde ich brechen und dir deine Hölle zeigen, aus der es für dich kein Entkommen mehr geben wird.“ Lachend sprang sie mit ihrem rechten Knie voran in seinen Schoß, stand wieder auf und schlug ihm brutal die Faust in den Magen.
 
Röchelnd beugte sich Maximilian vor, sich dem brutalen Schmerz in seinen Hoden und der Übelkeit in seinem Bauchraum ergebend. Mira aber riss seinen Körper herum und zwang seine Arme auf den Rücken. 

Gelähmt durch seine Schmerzen, fühlte er, wie sie rücksichtslos seine Kleidung von seinem Körper herunterriss, ihm Gurte und Schellen um Körper und Gelenke zog, so fest, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. 

„Komm erst einmal zur Ruhe, Würmchen.“ Säuselte sie betont liebevoll. „Deine Herrin macht sich inzwischen Essen und dir dein Fresschen. Schließlich haben wir heute noch viel vor.“

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