Hörig!

"Klappentext": 
Zu dieser kleinen Geschichte bin ich durch verschiedene Statements in einem Forum angestoßen worden. Der eine will seiner Göttin hörig sein, meint aber etwas anderes, wieder ein anderer bezeichnet eine Situation, die nichts mit hörig machen zu tun hat, als solche. Bei einer anderen ist schon die Aussage Hörig negativ belegt.
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Auszug Wikipedia:

Als Hörigkeit bezeichnet man die zeitweilige oder andauernde Unterwerfung des eigenen Willens unter den Willen einer zweiten Person. Die Unterwerfung kann erzwungen oder mehr oder weniger freiwillig erfolgen. Anders als beim Gehorsam ist ein psychisches Abhängigkeitsverhältnis der Grund für das Befolgen der Wünsche der anderen Person oder für einen blinden Glauben an ihre Aussagen.

 

Nun gegen eine unfreiwillige Hörigkeit wende ich mich auch, beim (BD)SM verwischen sich jedoch diese Grenzen.

M(E)ine kleine Geschichte, heute ganz erfunden, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht gewollt:

 

Hörig!

 

Da ist sie, meine Traumfrau, wunderschön! Sie kommt auf mich zu. Was mache ich?

Sie setzt sich neben mich! Neben mich, mir bleibt die Sprache weg. Ich will sie ansprechen, aber meine Stimme versagt.

Genau so habe ich sie mir immer vorgestellt, jetzt sitzt sie neben mir. Was tut sie da?

Sie zieht ihre wunderschönen High Heels aus?

Ich starre auf ihre bestrumpften Füße, schöne Füße! Passend zu der wunderbaren Frau neben mir.

Sie beachtet mich nicht! Aus ihrem Beutel holt sie ein paar alte Chucks, ja die mit dem Stern.

Sie zieht sie an, sie passen nicht zu ihrem Outfit? Schade. Obwohl.

Sie nimmt Ihr Smartphone und tippt etwas, vermutlich eine WhatsApp? Ich schaue weg, es geht mich ja nichts an.

Die U hält kreischend an der nächsten Station, sie lächelt mich an: »Lässt du mich durch?«

Gerne will ich antworten, aber der Klos im Hals lässt es nicht zu. Ich stehe auf und lasse sie an mir vorbei.

Der alte, dicke Mann, der gegenübersitzt, bekommt davon nichts mit, seine Augen sind zugefallen, er schnarcht, kein Wunder es ist die letzte U und in seinem Alter...

Bevor die U weiterfährt, sehe ich meine Königin noch auf dem Bahnsteig, dynamisch läuft sie zur Rolltreppe, die Bahn setzt sich in Bewegung und ich verliere sie aus dem Blickfeld.

Es ist wie jeden Freitag, extra wegen ihr fahre ich mit dieser U und jedes Mal getrau ich mich nicht sie anzusprechen!

Schade, so gehe ich in mein Zimmer, seit ein paar Wochen ist es mein eigenes Reich, ich bin ausgezogen bei Mama. Mit 27, noch bin ich etwas unsicher, ab das was ich jetzt mache, das hätte ich mich bei Ihr nie getraut.

Ich schaue mir ein paar Filmchen aus dem Internet an. Dabei denke ich an meine Schönheit, meine Königin aus der U8.

Ihr werdet das jetzt nicht verstehen, es sind Filme von Dominas, die Jungs wie mich verhauen.

Ich weiß auch nicht warum ich so was mag, als ich noch klein war hat meine Mama mich verhauen, weil –, weil ich böse war? Meine Sachen verschlampt habe. Sogar mit dem Teppichklopfer. Ich habe das früher gar nicht gemocht. Aber es war schön, wenn sie mich danach getröstet hat.

Oh, jetzt bin ich aber etwas abgeschweift, ob meine Königin auch so lieb zu mir ist wie Mama?

So jetzt muss ich aber den Film ansehen, das kleine Ding zwischen meinen Beinen reagiert schon.

Ich mag nicht, dass jemand dabei ist, außer vielleicht meine Königin?

 

Freitag eine Woche später

Gestern habe ich Mama geholfen, die Wohnung sauber zu machen, sie hat sich sehr gefreut. Allerdings auch etwas mit mir geschimpft! Meine Haare wären zu lang, die Kleidung sei schlecht gebügelt, dabei hat sie mir es ja beigebracht.

Es war wie früher, sie hat mir die Anweisung gegeben und ich habe alles erledigt, was zu tun war.

Dabei ist sie auf dem Sofa gesessen und hat ihre Fingernägel lackiert. Wenn etwas nicht in Ordnung war, hat sie es mich noch einmal machen lassen. Nicht wie früher, da habe ich immer eine Gefangen, bevor ich meinen Fehler beheben durfte.

Ob sie mich nicht mehr mag? Bestimmt nicht, sie will ja, dass ich bleibe. Seit einigen Wochen hat sie einen Freund, ich glaube sie mag ihn.

Er war zur Arbeit, deshalb habe ich noch mit ihr Kaffee getrunken, natürlich für mich nur einen Pfefferminztee, sie den Kaffee, es war fast wie früher.

Wie immer habe ich ihr etwas mehr als die Hälfte meines Lohnes gegeben, sie braucht das Geld ja, sie ist eine schöne Frau und wenn sie arbeiten würde, bekäme sie raue Hände, das will ich nicht, man muss seine Mutter ja ehren.

Aber heute ist Freitag, ich war beim Frisör, habe meine Schuhe geputzt, sie strahlen wie neu, ich weiß in welcher Station meine Königin zusteigt.

Ich warte, doch die letzte U fährt in den Bahnhof ein, von meiner Königin ist nichts zu sehen.

Traurig setze ich mich auf einen freien Platz und fahre nach Hause.

Ich habe heute keine Lust, kein Film, kein fummeln. Ich bin zu traurig.

Die letzten Wochen habe ich nach Feierabend, nach meinem Besuch bei Mama. Immer mit mir gespielt.

Nicht nur abends, sondern jeden Morgen bevor ich zur Arbeit gefahren bin!

Habe ich euch schon gesagt, dass ich bei einem Hausmeisterservice arbeite. Rasen mähen und jetzt im Winter Schnee schippen, fast den ganzen Tag.

Mama hat auch gebeten, bei ihr zu schippen, morgens macht es ihr neuer Freund, aber mittags, fahre ich während der Pause zu ihr, um das zu erledigen.

Morgen muss ich wieder früh raus, falls es geschneit hat, deswegen entschuldigt ich muss schlafen.

 

Mittwochabend

Mama hat angerufen, ich lag schon im Bett, das Handy hat sie mir geschenkt, es ist ein Prepaid Modell, sie zahlt die Gebühr, ich könnte mir das nicht leisten. Ist sie nicht toll? Die Nummer hat nur sie und mein Chef, aber meiner Königin werde ich sie auch geben.

Ich hetze durch die Straßen von Hamburg, sie wohnt in einem anderen Viertel. Es ist kalt, mein Atem hinterlässt kleine Wölkchen. Endlich erreiche ich ihre Wohnung.

»Warum lässt du mich so lange warten?«, herrscht sie mich an. Sie hat recht, ich hätte schneller laufen sollen.

»Ja, Mama du hast recht, entschuldige Mama. Was ist?«

»Manfred, das Schwein, hat heute Weihnachtsfeier, er hat mich nicht mitgenommen! Das konnte ich mir nicht gefallen lassen, Schatz!«

Sie nennt mich wieder Schatz, das hat sie schon lange nicht mehr zu mir gesagt!

»Was hast Du gemacht?«

»Ich habe ihn rausgeschmissen, samt seinen Drecks Klamotten!«

»War das nicht etwas überstürzt?«

Ich kann gar nicht so schnell schauen, da trifft mich ihre Ohrfeige, fast wie früher!

»O, entschuldige, dass wollte ich nicht! Du bist doch auch ein Mann, da… und du widersprichst deiner Mutter!«

Ich, klar bin ich ein Mann, ich habe ja einen Penis, der schon, sie darf nie erfahren, dass ich das jeden Tag mache. Als sie mich mal erwischt hat, da ist der Kochlöffel auf meinem Hintern zerbrochen.

Nie darf sie davon erfahren!

»Komm zu mir, nimm mich in den Arm!«

Ja, ich muss sie trösten, meine Backe tut auch fast nicht mehr weh. Ob das meine Königin auch mit mir machen würde?

Ich umarme sie, drücke sie! Es ist fast wie früher. Nur umgekehrt, ich habe sie im Arm, tröste sie. Ja wir Männer.

»Schatz, lässt du mich heute nicht allein? Ich könnte so nicht schlafen.«

»Aber klar doch Mama!«, ich freue mich, dass sie mich braucht.

Zwei Wochen vergehen, noch immer wohne ich bei Mama, mein Chef ist mit mir sauer, weil ich morgens doch Mama versorgen muss.

Ich habe eine Abmahnung bekommen, ich habe es Mama gesagt, die war sauer und hat gefragt: »Du willst wohl, dass ich arbeiten gehen muss, du undankbares Stück Dreck!«

Ich habe sie beruhigt, ich werde einfach früher arbeiten und dann komme ich noch mal um sie zu wecken, mit Brötchen und Kaffee.

Freitags kann ich nicht mit der U fahren, kann meine Königin nicht sehen. Aber im Bett denke ich an sie, manchmal ganz vorsichtig spiele ich mit meinem … aber pssst Mama darf davon nichts wissen. Sie meint ich würde krank davon werden.

 

Es ist wieder Freitag

Mama ist heute ausgegangen, ich soll auf sie warten. Als ich den Fernseher einschalten will, werde ich aufgefordert den Freischaltcode einzugeben. Schade, Mama hat vergessen ihn mir mitzuteilen. Egal, dann mach ich mich nützlich. Wische den Boden im Wohnzimmer auf, es ist nötig, das letzte Mal war am Dienstag.

Ich höre Mama kommen, es ist erst 21 Uhr, so früh? Sie bringt einen Mann mit, er und sie lachen. Ich höre es, schnell stelle ich die Putzutensilien weg und begrüße die beiden.

Mama sieht toll aus und der Mann schaut mich irritiert an.

»Das ist mein Sohn, er hat mich besucht, er wollte eigentlich schon nach Hause gehen, ist wohl eingeschlafen. Er hat etwas für mich erledigt, aber jetzt bist ja du da.«

Sie schaut zu mir, ich merke, dass es ihr nicht recht ist, wenn ich da bin, das war früher bei den anderen Liebhabern auch so. Ich musste dann auch aus der Wohnung.

»Mama, alles okay, ruf mich an, wenn du wieder meine Hilfe brauchst.«

Ich verabschiede mich von den beiden und hoffe, dass ich Mama nicht zu sehr in Verlegenheit gebracht habe, früher hat sie mich bei so was immer angerufen!

Es ist noch Zeit, ich kann meine Königin noch sehen, vielleicht kann ich sogar mit ihr sprechen.

Endlich, bin ich zu Hause, gut, dass ich mein Zimmer noch nicht gekündigt habe. Schnell ziehe ich mich um, mache mich frisch für meine Königin.

Es ist wieder die letzte U, ich habe schon die Hoffnung aufgegeben, da kommt sie, noch schöner als ich sie in Erinnerung habe. Sie lächelt mich an, als wir auf die U warten, ich habe Ihr meinen Sitzplatz gegeben. Heute tauscht sie ihre Schuhe schon auf dem Bahnhof, ich schaue fasziniert zu.

Die Bahn fährt ein.

Ein Gedränge an den Türen, ich verliere sie in der Masse. Der Zug ist schon angefahren, als ich sie sehe, allein auf dem Sitz! Sie entdeckt mich, fragt lächelnd: »Willst du dich nicht setzen?«

Ich schaue mich um, kein anderer steht hinter mir, sie meint mich? Mich!

»Wenn ich darf?«

»Natürlich, hätte ich sonst gefragt?«

Ich setze mich neben sie, sie duftet gut, besser als meine Mama! Ich muss antworten, was sage ich nur?

»Äh, nein ich glaube nicht, danke?«

Sie schaut mich an, sie hat schöne Augen, aber ich muss meinen Blick senken.

»Du bist schüchtern und magst meine Füße!«, stellt sie fest.

»Ja, nicht nur die, ich kann nicht?«, denke ich, doch ihre Augen ruhen auf mir als ich den Kopf etwas hebe. Habe ich es etwa doch gesagt? So laut, dass sie es hören konnte.

Der Zug bremst, es ist ihre Haltestelle.

Sie steht auf. »Tschau, bis nächsten Freitag.«

Sie dreht den Kopf zu mir: »Wenn du nicht solange warten willst, du kennst die Milchbar? Morgen ab vier!«

Bevor ich antworten kann springt sie auf den Bahnsteig! Ich habe eine Verabredung!

Mit meiner Königin, meiner Traumfrau! Ich? Unglaublich!

 

Samstag 16 Uhr

Lange habe ich gesucht und gefragt, endlich bin ich in der Milchbar, einer Eisdiele, die jetzt im Winter aber auch Kaffee, Kuchen und kleine Speisen anbietet. SIE scheint noch nicht da zu sein. Ich bin so aufgeregt! Soll ich mich setzen, da am Fenster wäre noch ein kleiner Tisch frei.

Ich schaue aus dem Fenster, die Schneeflocken tanzen auf den Boden. So schön sie sind, heute Morgen musste ich die Gehsteige frei schaufeln. Ich war noch beim Arbeiten, da hat Mama angerufen. Ihr Besuch hat die letzte Milch getrunken, ob ich ihr nicht welche bringen könnte und wenn ich schon einkaufe, dann hätte sie auch noch gerne …

Da kommt SIE, ich sehe ihr zu wie sie durch den Schnee schreitet, mit Stiefeln, schwarzen, hohen Stiefeln mit tollen Absätzen. Sie erinnert mich noch mehr an eine Domina aus den Filmen.

Nein, es sind nur Winterstiefel und doch? Sie kommt herein! Sieht mich und kommt auf den Tisch zu. Nur nichts falsch machen.

Ich stehe auf, helfe ihr aus dem Wintermantel, will ihn an die Garderobe hängen, sie hält mich zurück: »Leg ihn einfach auf den freien Stuhl.«

»Ja, gerne Königin«, rutscht mir heraus.

»Wie hast du mich genannt?!«

Mein Kopf muss röter als eine Tomate geworden sein, als ich ihr leise antworte: »Königin. Ich, ich nenne dich so, weil, weil… Du so schön wie eine bist! Noch schöner. Ich, du bist mein erstes Date? War das jetzt falsch?«

Sie lacht, während sie antwortet: »Falsch? Ich muss überlegen, was ich mit dir mache, aber bitte nenne mich Diana!«

Unser Gespräch wird durch den Kellner unterbrochen, der nach unseren Wünschen fragt.

Diana bestellt sich einen Kaffee und ich nehme einen Hagebutten Tee, danach fragt sie mich 1000 Sachen, immer wenn ich flunkern will, schaut sie mich an und ich sage mehr als ich eigentlich möchte. Sie weiß von meinen Vorstellungen, von meiner Mama, ja sie weiß sogar, dass ich sie als… darüber möchte ich jetzt aber nichts erzählen.

Was ich aber unbedingt noch berichten muss, sie ist nicht gegangen, hat alles angehört, zum Abschluss hat sie mir nur gesagt: »Wenn Du mich wiedersehen willst, musst du dich von deiner Mama trennen, du bist ihr hörig! Ich weiß, es ist schwer und ich will dir dabei helfen, aber teilen werde ich dich nicht! Wenn du dich entschieden hast, es zu tun, kannst du es mir nächsten Freitag sagen.«

 

Samstag 20:30 Uhr

Sie ist gegangen, was soll ich tun, ich bin doch Mama nicht hörig! Oder? Ich habe sogar einen Hagebuttentee und keinen Pfefferminztee getrunken! Diana ist so schön und ich mag sie! Eigentlich hat sie von sich nichts erzählt, dabei weiß sie alles von mir. Ob sie wirklich so was wie in den Filmen mit mir macht? Ob ich mit Mama über sie rede? Besser nicht.

Ich bezahle, auch die Zeche für Diana, zwei Kaffee und ein Stück Kuchen. Mama sagt Kuchen macht dick und schlechte Zähne doch Diana ist nicht dick und hat wunderschöne Zähne.

 

Freitag eine Woche nach dem Treffen

Ich habe mit Mama geredet, hab ihr von Diana erzählt. Sie meint ich bräuchte kein solches Luder! Heute treffe ich Diana, ich habe mich entschieden, ich werde ihr absagen, Mama hat recht.

Da kommt sie wieder meine Königin, noch schöner und noch toller als sonst, ich weiß nicht ob sie das extra für mich angezogen hat, aber sie sieht toller aus als jede Domina, in meinen Filmen, fehlt nur noch eine Peitsche und …

Sie hat keine Tasche mit den Turnschuhen dabei? Warum?

Wir gehen gemeinsam in die U, ich setze mich ihr gegenüber, sie lächelt mich an und fragt: »Hast du dich entschieden?«

»Ja«, murmle ich unsicher, wie hätte ich ihr widersprechen können?

»Traust du dich, hier meine Stiefel zu küssen?«

»Ja!«, mir ist egal wer noch in dem Abteil ist, ich darf IHR, meiner Traumfrau, die Füße küssen. Davon hatte ich ihr auch erzählt, aber schon heute, gut dass ich ja gesagt habe.

Der Zug bremst, es ist ihre Haltestelle, schade!

»Steh auf, du darfst mitkommen!«

»Ja, Diana? Ich?«

»Wer sonst, Dummerchen!«

Auf dem Bahnsteig drückt sie mich an sich, es fühlt sich toll an. Ihre Lippen nähern sich den meinen, Ein Kuss, toll! Halt was ist das? Ihre Zunge drückt meine Lippen auseinander und … oh das fühlt sich aber gut an, besser als alles was ich vorher erlebt habe. Besser als wenn mein Würmchen oh, das wird auch steif? Ist das etwa… komisch meine Zunge spielt mit ihrer oder umgedreht. Ich bin total verwirrt.

Sie beendet das Spiel? Schon?

»Du wirst bei mir übernachten!«, bestimmt sie.

Nichts würde ich lieber tun, aber ich habe nichts dabei, keine Zahnbürste, kein Waschzeug, nichts!

Ob ich ihr das sage? Besser nicht.

Wir laufen nebeneinander her, sie hält meine Hand, ich fühle mich beschützt, dabei hat Mama doch gesagt, ach was Mama, der Kuss mit der Zunge war so toll, was hat sie mir noch verschwiegen?

Komisch, in dem Film hat keine der Dominas so was gemacht?

Ich werde Diana mal fragen?

»Ist das immer so schön, wenn du küsst?«

Sie lacht, dann meint sie: »Ich hoffe doch! Aber weißt du, eine Herrin sucht sich ihren Sklaven aus, ich habe dich gewählt! Ich will aber nicht nur einen Sklaven, dass zwar auch, da hast du Glück, aber ich will auch einen Partner und der bekommt solche Küsse!«

Wir biegen in eine Seitenstraße ab, da ist ihre Wohnung meint sie. Es ist ein kleines Häuschen, das etwas abseits von einem großen Haus steht. Rote Klinker wie überall hier, sie scheint allein zu wohnen. Es ist nicht groß, aber gegen mein Zimmer – riesig!

Sie zeigt mir stolz ihre Wohnung, bis auf ein Zimmer, das sie Spielzimmer nennt. Ich bin beeindruckt, sie muss jünger als ich sein und hat eine so schöne Wohnung. Teilweise müsste Staub gewischt werden, die Fenster scheinen auch schon tagelang nicht geputzt worden zu sein.

Aber alles ist toll!

»Ich habe Ferien, bin extra für dich mit der U gefahren. Du hast mir geschildert was du magst, einiges mag ich auch mit dir tun, andere Dinge will ich nicht tun, heute will ich dir ein paar deiner Wünsche erfüllen. Wenn ich meine wir passen zusammen, darfst du bei mir bleiben.

Zieh dich aus! Ganz! Dann wirst du duschen! Klopfe dann an die Spielzimmertüre, ich möchte es dir zeigen.«

Schnell Dusche ich und klopfe kurz darauf neugierig an die Tür.

»Komm rein!«

Oh, mir fallen die Augen fast aus den Höhlen, SIE ist noch schöner, noch strenger durch die Peitsche in ihrer Hand. Ich kann nicht anders und sinke vor ihr auf den Boden, küsse ihre Stiefel.

»Halt! Als Sklave machst du nur Dinge, die ich dir befehle!«, SIE lächelt dabei, »Jetzt werde ich dir ein letztes Mal erklären, was du zu tun hast!«

Begierig, alles zu lernen höre ich zu, es ist schon ein Teil des Spieles, deshalb entschuldigt, wenn ich hier nicht weiter davon berichte.

 

Samstag irgendwann am Vormittag

Ich bin kaputt und glücklich, es war das Himmelreich auf Erden. Nein, es ist das Himmelreich auf Erden. Mein Körper ist zerschlagen und doch könnte ich Bäume ausreißen. Ein paar Dinge haben sich geändert. Den Probeabend habe ich bestanden, hat sie gesagt. Wie oft sie mich glücklich gemacht hat, ich weiß es nicht, es waren nicht nur die Hiebe, die Streicheleinheiten und die Zärtlichkeit. Es war, es ist einfach toll.

Sie hat mich gefragt, ob ich ihr zuliebe einen Käfig tragen würde? Ich müsste nicht, aber sie würde sich freuen. Wo sie das Ding her hat? Keine Ahnung. Aber schon allein das Anziehen war es wert. Ein letztes Mal hat sie mich gestreichelt, hat ihren Finger in meinen, nee das sage ich hier jetzt nicht, egal es war herrlich.

Jetzt ist er eingesperrt, wenn ich sie anschaue, dann wird der Käfig eng, so eng, dass es weh tut! Sie hat recht, ich mach es gerne für SIE, es ist schön ihn so zu fühlen.

Ich schaue zu ihr, sie schläft, sieht aus wie ein Engel.

 

Sonntagvormittag

Diana hat mir gestern gezeigt, wie man richtig Liebe machen kann, es fühlt sich toll an, fast so schön, wie wenn sie mich haut.

Sie hat gemeint, die meisten Menschen kennen nur so das liebe machen, die Natur hätte es so eingerichtet, dass dabei Kinder gemacht werden können.

Natürlich ist es nicht so schön wie das andere, ich habe ihr gesagt, das ist das erste Mal, dass ich so was mache. Dafür machst du es aber ganz gut, hat sie gemeint.

Ich bin stolz, ich habe ihr dann erzählt wie es das erste Mal war, als ich es normal gespürt habe, ich war noch jung. Ich war unartig, ich war oft unartig. Mama hat damals den Gürtel genommen und mich geschlagen, zuerst tat es ja auch noch weh, aber dann war es plötzlich schön. Ich glaube Mama hat es bemerkt, ich durfte dann nicht mehr über ihr Knie. Aber auch später über den Stuhl gebeugt war es immer noch schön.

Diana hat dann gesagt, man darf keine Kinder hauen! So was ginge gar nicht! Ich glaube sie hat recht!

Aber Erwachsene schon? Habe ich sie dann gefragt, weil ich will wieder gehauen werden.

Nur wenn sie es freiwillig und gerne machen, so wie Du! Oh, bin ich froh, dass sie so denkt, ich glaube sonst hätte ich sie nicht so – gerne. Sie ist eine tolle Dame und meine Herrin, glaube ich.

Ihr wundert euch sicher, dass ich so eine Art von liebe mit dem rein stecken nicht kenne, ich habe es auch mal auf Filmen gesehen, dachte aber pfui, das ist blöd, Mama hat doch gesagt so was ist Bääähh!

 

Samstag 10:30 Uhr

Mama hat angerufen und gefragt warum ich noch nicht da bin, sie könne doch nicht selber kochen!

Ich trage immer noch das Ding, das mein Würmchen einsperrt, der Käfig erinnert mich daran, dass ich Diana um Erlaubnis fragen muss!

Ich habe Mama gesagt, ich muss erst Diana fragen. Man, hat Mama da geschimpft! Ich habe Diana mein Handy gegeben, die hat es einfach ausgemacht.

Später hat sie Mama angerufen und mit ihr gesprochen.

Diana hat dann gesagt, sie hätte Mama gebeten mich wie einen Erwachsenen zu behandeln!

Mama hat dann später noch ein paar Mal angerufen, ich bin aber nicht ran gegangen. Mama ist, glaube ich, böse auf Diana, weil ich zu Diana halte?

 

Wochen später

Ich wohne jetzt bei meiner Herrin, das Geld bekommt jetzt sie, davon bezahlen wir was wir zum Leben brauchen.

Eigentlich ist Diana mehr als meine Herrin, sie ist meine Geliebte, ich, ich glaube ich bin ihr hörig, freiwillig es ist nichts gezwungen.

Vielleicht bin ich ein klein wenig ihr Sklave, ich räume die Wohnung auf, mache die Wäsche, putze und verwöhne SIE.

Diana sagt, ich brauche das nicht, sie könne mir helfen, auch wenn ich beim Spielen ihr Sklave wäre, so seien wir Partner.

Sie hat recht, wir sind Partner und ich mag das so.

Ich mag auch, wenn sie gemein zu mir ist, mich haut aber um wie viel gemeiner wäre es, wenn sie es nicht täte.

 

Monate später

Mama hat mich auf Unterhalt verklagt, sie sei krank und könne ihren Lebensunterhalt nicht selbst verdienen.

Zusammen mit dem Anwalt haben Diana und ich vor dem Familiengericht gewonnen.

Ich mag von Mama nichts mehr wissen!

Übrigens Diana und ich werden heiraten, sie wird dann nicht mehr arbeiten! Ich freue mich schon darauf, ich muss dann mehr arbeiten. Bin auch schon aufgestiegen in der Firma, habe mehr Verantwortung und traue mir auch zu, ein guter Papa zu sein! Denn Diana und ich bekommen ein Kind, noch ist es klein, aber ich habe schon das erste Ultraschallbild von ihm.

 

Ende

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Kommentare

Bild des Benutzers BCslave76

Absolut gelungen...auch wenn ich diese Art der Erzählung eigentlich gar nicht mag. Die Geschichte macht nachdenklich und hat mich auch im Herzen berührt. Danke dafür!

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Bild des Benutzers Ihr_joe

Merci, für die netten Worte und das große LOB!

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Bild des Benutzers Antisophist

Die Geschichte ist wirklich sehr gut geschrieben und der Plot ist gelungen. Insgesamt erinnert sie mich sehr an einen der besten Romane, den ich je gelesen habe: "Der Fremde". Aber ein Vergleich mit Camus ist sicherlich nicht der Schlechteste.

 

Gratulier von ganzem Herzen

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Bild des Benutzers Ihr_joe

Ich gestehe, den Roman nicht gelesen zu haben, musste mich zuerst einmal schlau machen.

Ein Vergleich mit Albert Camus, vielen, vielen Dank, richtig schön rot werde!

Danke fürs gratulieren, mit tomatenrotem Gesicht
Ihr_joe

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