Hempfield Manor (01)

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Was ist Hempfield Manor?

Hempfield Manor war Ursprünglich ein Seitenprojekt in dem ich etwa 35 Mini-Geschichten zu einer kompletten Geschichte zusammenfügen wollte. Dieses Projkt wuchs sich aber im Laufe der Zeit zu einer Soap mit Kurz-Episoden von jeweils 600-1000 Wörtern pro Folge bei drei Folgen in der Woche aus. Inzwischen (seit etwa Folge 20) ist 1000 Wörter pro Folge hingegen die Untergrenze. Die Geschichte entwickelt sich also inzwischen mit etwa 3000-5000 Wörtern in der Woche. (Stand Teil 35 - Mehr als 43000 Wörter - wir kommen inzwischen in die Regionen eines Romans)

 

Wie sollte ich Hempfield Manor lesen?

Ich schlage zwei Möglichkeiten vor: Man liest strikt chronologisch von Teil 1 bis zum letzten Teil. So kann man dieser Geschichte dabei zusehen wie sie immer weiter gewachsen ist. Aber ich muss euch warnen... bis zur Folge 25 bleibt diese Geschichte eher trocken und enthaltsam. Erst als ich alle Figuren weit genug etabliert hatte, habe ich das geändert. Solltet ihr euch für diese Herangehensweise entscheiden und ihr neugierig seid warum ich mich für diese oder jene Entwicklung entschieden habe, dürft ihr sie gerne im Kommentarteil stellen.

Die zweite Möglichkeit ist für die eher Ungeduldigen. Erst ab Teil 25 beginnt der heiße Abschnitt dieser Staffel. Solltet ihr auf Action aus sein schlage ich euch vor dort zu starten. Natürlich könnt ihr die ersten Teile immer noch als Prequel lesen um die Figuren besser kennen zu lernen. Es liegt also ganz bei euch!

Ich wünsche in jedem Fall viel Vergnügen!

 

Credits: Inspiration für das Setting Midsommer murdurs S09E03 „Vixens Run“

Hempfield Manor

Teil 1

(no storycodes)

Es gibt nur wenige Tage in einem Menschenleben, meistens sind es eine Handvoll, an die man sich erinnert ‚als wäre es Gestern gewesen’. Manchmal erinnert man sich selbst an das exakte Datum dieses Tages. In diesem Falle handelt es sich um den 2. Juni 1953.

 

Ich hätte eigentlich der Krönung der neuen Königin von England, Elizabeth II., in Vertretung meines ‚im Weltkrieg tragisch ums Leben gekommenen’ Vaters beiwohnen sollen. Ich hatte es vorgezogen diese ‚Ehre’ bestehend aus stundenlangem Warten in der Sommersonne gefolgt durch eine höfliche, angedeutete Verneigung vor dem neuen Souverän, einfach zu schwänzen. Herrgott! Ich war gerade einmal 21 Jahre alt. Es war ja nicht so als wäre ich für einen Sitz im House of Lords infrage gekommen. Die Ironie ist, dass ich später trotzdem einen Sitz in diesem hohen Haus bekommen habe.

Ich hatte für diesen Tag ganz eigene Pläne. Ich studierte seinerzeit mit mäßiger Begabung, mäßigem Einsatz und mäßiger Begeisterung meiner Tutoren aber mit ob meiner Herkunft und einer Exzellenten Ausbildung in Eton College und großem materiellen Einsatz von Repetitoren überdurchschnittlichem Erfolg die Rechte in Oxford und war froh zu Hause zu sein. Zu meiner Freude trug vor allem der Umstand bei, dass ich durch das hübscheste Mädchen im Dorf begleitet wurde, April, eure Großmutter. Zu meinem Bedauern war April kein ‚Heiratsmaterial’, wie meine höchst Standesbewusste Mutter zu sagen pflegte aber ich sann bereits seit einiger Zeit nach Mitteln und Wegen, um einer Standesgemäßen Heirat mit einer Figur des Intellektes einer Bergziege und der Arroganz einer Prinzessin aus dem Wege zu gehen. Mein Glück entschied sich just an jenem Tage.

Wir wollten den Tag für ein ‚munteres’ Stelldichein im kleinen Cottage am Waldrand nutzen, welches leer stand seit ich zurückdenken konnte und nur als Herberge für Jagd und Reitzubehör gebraucht wurde. April und Ich waren bereits mehrere Male dort zusammen gewesen ohne durch eine Menschenseele gestört worden zu sein.

An diesem Tag hatten wir uns für den langen Weg durch den Wald entschieden anstatt in freiem Sichtfeld über die Wiesen direkt vom Haupthaus zu kommen. Dies war eine glückliche Fügung, denn als wir dichter an das kleine Cottage kamen, bemerkte ich, wie im Unterholz eine Person auf der Lauer lag und das Cottage beobachtete. Mit einem festen Griff ans Handgelenk machte ich April auf die Person aufmerksam und wir machten, dass wie möglichst unauffällig und lautlos in eine Position kamen aus der wir die Person beobachteten konnten.

So geschah es, dass April und ich eine Person beobachtete, die wiederum das Cottage beobachtete. Wir warteten mindestens eine Stunde voller Spannung. Dann traten zwei Personen aus dem Cottage ins freie. Es waren der Wildhüter, Mister Osbourne und Lady Catherine Hempfield, meine Mutter. Sie trug graue Tweedhosen und eine leicht geblümte Bluse unter einem Tweedjackett. Sie trug eine Sonnenbrille und ihr blondes, langes Haar unter einem weißen Seidentuch, ganz die mondäne Lady. Zum Abschied sagte einfach, „Danke!“ und die beiden gingen in entgegengesetzte Richtungen davon.

Als die beiden außer Sicht waren, regte sich die Person im Unterholz. Die Person stand auf, reckte und streckte sich. Ich atmete laut aus, als ich sie erkannte. Es war meine Schwester Margaret, 19 Jahre alt und eine Miniaturausgabe meiner Mutter. Ich fürchtete sie habe uns bemerkt, denn sie kam geradewegs in unsere Richtung gelaufen. Zu unserem Glück achtete sie überhaupt nicht auf uns, dazu war sie viel zu aufgewühlt. Nachdem sie uns passiert hatten, blieben wir noch einen Moment im Unterholz sitzen und berieten kurz darüber was nun zu tun sei.

Wir brauchten uns nur ins Gesicht zu schauen, um zu sehen, wie entschlossen wir beide waren dieses Geheimnis zu lüften. Wir entschieden uns aber gegen eine übertrieben frontale Herangehensweise und gingen zu meinem Wagen, mit dem wir in Richtung London abfuhren. Wir wollten alle glauben machen, ich sei wie vorgesehen in London gewesen, sodass wir in aller Stille Erkenntnisse zusammentragen konnten.

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Kommentare

Bild des Benutzers Stanley Ipkiss

Hm, wie soll man diese Einleitung bewerten? Denn mehr als eine Einleitung kann ich hier nicht ausmachen. Ein Appetitanreger vielleicht, obwohl es selbst dafür nicht ganz bei mir reicht.

Der Text ist einfach zu kurz, als dass man sich darin verlieren, sich richtige Lust auf den nächsten Teil holen könnte. Ich hoffe einfach mal auf einen etwas ausführlicheren 2. Teil.

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Bild des Benutzers champ-62

einleitend wurden die handelnden Personen vorgestellt und dann fiel auch schon wieder der Vorhang. Ich hoffe nun, dass im folgenden Teil mehr Handlung einfliesst.

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