Frau Engel und Herr Kaufmann – 11

 

*Christians POV*

 

Am Samstag der darauffolgenden Woche war es endlich soweit. Die Testergebnisse waren da. Alex hatte – vernünftiger Weise – darauf bestanden, dass Corinna und ich uns testen ließen, obwohl die beiden sich ja schon vermehrt geküsst und auf anderem Wege Körperflüssigkeiten ausgetauscht hatten. Trotzdem blieb es vernünftig und das fand ich sehr gut.

Ich lag im Bett und lauschte dem gleichmäßigen Rauschen der Dusche im Badezimmer, während das dumpfe Pochen meiner Morgenlatte in meinem Kopf dröhnte.

Andächtig strich ich mit der Hand über das glatte Bettlaken, das noch warm war. Alex hatte hier geschlafen, ihr warmer, weicher Körper hatte sich in das Laken geschmiegt, während meine Freundin und Liebste sie in den Wahnsinn getrieben hat. Das Kopfkino anschmeißend schloss ich die Augen.

 Oh scheiße! Jetzt tut es aber langsam weh! Ich musste dringend Druck ablassen. Alex würde später zum Grillen kommen und dann würde ich Beherrschung brauchen.

Kurzerhand erhob ich mich und marschierte ohne anzuklopfen direkt ins Bad. Warum auch? Ausnahmslos alles in diesem Raum gehörte mir.

Das Wasser rauschte so laut und Corinna stand mit dem Rücken zu mir, sodass sie mich nicht bemerkte. Ich lehnte mich für einen Moment gegen das Waschbecken in meinem Rücken und genoss ihren göttlichen Anblick. Ihre Haut schimmerte permuttfarben unter dem Glitzern des Wassers und dem schummrigen Licht. Gedankenverloren folgte ich den Wassertropfen über ihre Haut. Die Schulterblätter, ihr wunderschönes Kreuz, die appetitliche Hüfte, der schöne runde Hintern, die trainierten Oberschenkel, diese niedlichen Füße… Sie war einfach perfekt.

Noch immer ohne mich bemerkbar zu machen, nahm ich das kleine Fußtreppchen unter dem Waschbecken hervor und trat zu ihr unter die Dusche. Sie zuckte zusammen als sie mich bemerkte und wollte sich zu mir umdrehen, was ich jedoch nicht zuließ. Ich packte ihr fest in den Nacken und drängte sie in Richtung der gefliesten Wand, an der sie sich sofort abstützte. Das Fußtreppchen stellte ich ihr vor die Füße und half ihr hinauf.

Sofort war ich in ihr. Endlich Druck ablassen…

 


*Corinna’s POV* 

 

Ein wenig später stand ich vor dem geöffneten Kleiderschrank, während Christian sein Hemd zuknöpfte. Ich seufzte glücklich. Das Podest war die Anschaffung wirklich wert gewesen. Grinsend dachte ich an den Tag zurück, an dem wir bei Ikea gestanden hatten und ich mich Scherzes halber auf den Hocker gestellt hatte, um ihn besser küssen zu können. Dabei war uns aufgefallen, dass das die perfekte Höhe für Badezimmersex war.

 

Noch immer unschlüssig starrte  ich in die unendlichen Tiefen des Schranks, als ich seine großen, warmen Hände auf meiner Hüfte spürte. Sein Kuss auf meinen Hals war zärtlich und liebevoll.

„Du bist unglaublich.“, flüstert er und ich lege meinen Kopf zur Seite, damit er besser an meinen Hals rankam.

„Ich weiß.“, brummte ich. Lachend biss er mir spielerisch in den Hals. Eine Geste, die ich schon immer sehr genossen habe.

„Wir müssen noch einkaufen, mein Liebling.“

„Ich weiß.“, seufzte ich und allein der Gedanke mich von Christian lösen zu müssen, tat weh.

„Und vorbereiten müssen wir auch noch. Und der Geschirrspüler muss auch noch ausgeräumt werden. Und die Wäsche noch gebügelt werden.“

„Ist ja schon gut.“, murrte ich und löste mich von ihm. Doch sofort packte er mich an den Oberarmen und wirbelte mich zu sich herum. Der Ausdruck in seinen Augen war kalt und streng – ganz im Gegensatz zu seiner vorherigen Erscheinung - und brachte meinen Unterleib zum überkochen.

„Wirst du jetzt etwa frech?“, spöttisch hob er eine Augenbraue. Ich schluckte.

„Nein Christian.“ Ergeben senkte ich den Blick. Gegen die Dominanz die seine Stimme ausstrahlte, hatte ich einfach keine Chance.

„Gut. Dann ab mit dir.“ Spielerisch gab er mir einen Klapps auf den Po und griff ergeben nach dem violetten Sommerkleid, das ich schon lange mal wieder anziehen wollte.

 

~

 

Wenige Stunden später, klingelte es an der Tür.

„Ich geh schon!“, rief ich in Richtung Keller, wo Christian sich gerade mit dem letzten Rest Wäsche rumschlug.

Schwungvoll öffnete ich die Tür und stand einem riesigen Blumenstrauß gegenüber.

„Hi.“, ertönte es dahinter und ich musste grinsen. Sie hatte Blumen mitgebracht! Wie süß!

„Komm doch rein.“, lächelte ich und schloss die Tür hinter ihr. Als sie die Blumen ein wenig senkte, konnte ich auch endlich ihr hübsches Gesicht sehen und bei dem Anblick ihrer rosigen, nervös durchgekauten Lippen, wäre ich am liebsten über sie hergefallen. Christian hatte sich vorhin an mir befriedigt. Das war zwar unglaublich geil gewesen, einen Orgasmus hatte er mir aber nicht geschenkt.
„Ich hab … also ich hab Blumen mitgebracht … wie man sieht. Ist vielleicht ‘n bisschen kitschig … aber naja …“ Verlegen senkte sie den Blick und streckte mir den Strauß entgegen. Es war eine grüne Mischung, mit Sonnenblumen zwischendrin, einer weißen Rose auf der Spitze, vereinzelt gelben Tulpen und weißen Federn. Sehr hübsch.

„Vielen Dank.“ Sofort schien sie erleichtert und erwiderte mein Lächeln – wenn auch zaghaft.

„Was macht dein Rücken?“, fragte ich wie beiläufig, während wir in die Küche gingen, wo ich nach einer Vase suchte. Irgendwo hatte ich welche hingetan.

„Geht schon. Hab ihn immer eingecremt abends.“, antwortete sie, wobei ich deutlich an ihrer Stimme hörte, dass sie sich überwinden musste, einfach preiszugeben, was sie vor dem Rest der Welt verheimlichte.

„Sehr schön.“

Wir hatten die vergangene Woche noch mehrere verschiedene Schlaginstrumente ausgetestet, wobei ihr das Paddel und die schlichte Peitsche am besten gefallen haben – und die Hand natürlich. Ich fand es super amüsant, dass ich sie genau so eingeschätzt hatte und klopfte mir einmal mehr innerlich auf die Schulter.

Ich fand eine weiße Milchglasvase und drehte mich zu ihr herum. Zum ersten Mal betrachtete ich sie.

Genau wie ich trug sie ein Kleid. Es war hellgrün, mit Stickereien an Dekolletee und Saum. Es reichte ihr links bis knapp über die Knie und rechts lief es palmenblattförmig knapp unter dem Knie zusammen.

„Gut siehst du aus.“

Während ich in der Spüle Wasser in die Vase füllte, grinste sie auf einmal breit.

„Was ist?“, fragte ich mit hochgezogener Augenbraue, während ich ins Wohnzimmer ging. Sie folgte mir.

„Nichts. Ich hab nur neulich gedacht, wie gut die dieses Kleid stehen würde und ich hatte Recht.“

Ich lachte und trat durch die Terrassentür ins Freie. Die Luft die mir entgegenschlug war schwül und drückend. Es würde bestimmt bald gewittern – hoffentlich erst, nachdem wir gegrillt hatten.

Ich grinste und spürte gleichzeitig, dass sie heute irgendwie auf Krawall gebürstet war. Keine Ahnung, warum ich das so genau wusste. Irgendwie verriet ihr Tonfall sie. Sie wollte Neues ausprobieren, ihre Grenzen austesten. Das konnte sie haben.

„Komm mal her.“, forderte ich, als ich die Blumen in der Mitte des Tisches platziert hatte.

Wir küssten uns. Leidenschaftlich, sehnsüchtig.

„Zieh dein Höschen aus.“, flüsterte ich an ihren Mund, in Erwartung, sie damit aus ihrer – anscheinend sorgfältig geplanten – Bahn zu werfen.

„Nein.“, sagte sie schlicht und einfach, konnte sich das Grinsen aber nicht verkneifen.

„Wie bitte?“, fragte ich mit drohender Stimme. Okay, ich hatte zwar geahnt, dass sie heute auf Provokation aus war, aber so? Nachdem sie noch nicht mal fünf Minuten da war?

„Das geht nicht.“

„Doch, das geht sehr wohl. Weil ich es sage.“, knurrte ich und packte ihr fest in die Haare. Der kleine Garten war sehr sichtgeschützt. Teilweise durch eine dichte Hecke, teilweise durch einen 2 Meter hohen Sichtschutz.

„Ich wiederholte mich nur ungern. Aber wer nicht hören kann muss fühlen.“

Unsanft drückte ich sie vorn über, über die Lehne des Stuhls hinweg, mit dem Gesicht auf das Sitzkissen, sodass ihr Hintern hoch in die Luft ragte.

Mit einer schnellen Geste streifte ich das Kleid hoch und schnappte nach Luft. Sie trug gar kein Höschen. Diese … damit hatte ich nicht gerechnet.

Als sie leise lachte reagierte ich prompt und schlug ihr mit aller Kraft kräftig auf den nackten Hintern. Sie zog scharf die Luft ein und keuchte schwer. Recht geschah es ihr!

„Du kleine Schlampe … kreuzt hier einfach ohne Höschen auf. Schämst du dich nicht? Jetzt versaust du uns die ganzen Gartenmöbel mit deiner Geilheit, hm? Und wer darf das sauber machen?“

Sie zuckte deutlich zusammen. Ich hatte sie. Genau da, wo ich sie haben wollte.

Erst da bemerkte ich, dass Christian im Rahmen der geöffneten Terrassentür lehnte und uns gedankenverloren beobachtete. Dass ich ihn bemerkt hatte, registrierte er nicht einmal.

„Tut mir leid.“, flüsterte sie und ihre Stimme war nun wieder kleinlaut und zeigte tatsächlich etwas wie Reue.

An den Haaren zog ich sie wieder in den Stand  und schaute ihr in die Augen.
„Gut. Wir hatten da doch was besprochen, erinnerst du dich?“ Als sie nicht reagierte, fügte ich hinzu: „Vergiss nicht, wo dein Platz ist.“

Demütig senkte sie den Kopf.

„Es tut mir leid.“

„Was tut dir leid?“ Ich ließ nicht locker und zwang sie, mir ins Gesicht zu sehen, wenn sie mit mir sprach.

„Dass ich kein Höschen anhabe.“

„Wie bitte? Ich bin schon etwas älter, tut mir leid, du musst halt lauter reden.“

Für einen kurzen Moment war ich mir sehr sicher, dass sich Zorn in ihren Blick mischte, doch die Demut gewann und obwohl sie den Blick nervös durch den Garten schweifen ließ, wiederholte sie mit lauter und klarer Stimme – lauter als ich es eigentlich beabsichtigt hatte: „Es tut mir leid, dass ich kein Höschen anhabe.“

„Braves Mädchen.“, säuselte ich an ihr Ohr und spürte dabei, wie ich feucht wurde. „Schon verziehen.“ Ich strich ihr eine Strähne des dunklen Haars hinter das Ohr und knabberte an ihrem Ohrläppchen. Sie erzitterte unter meiner Liebkosung und spannte sich unweigerlich an. „Aber ich kann jetzt nicht mehr dafür garantieren, dass Christian nicht Hals über Kopf über dich herfällt.“

Aus großen Augen sah sie mich an und das war der Moment meines großen Abgangs.

 

*Alexandras POV* 

 

Wie versteinert stand ich da, betrachtete ihre Rückansicht, die in Richtung Haus davon schritt. Erst jetzt bemerkte ich Christian, der im Türrahmen lehnte und das Schauspiel mit amüsiertem Blick betrachtet hatte. Ob er wohl mitbekommen hatte, was Corinna als letztes zu mir gesagt hat? Wohl kaum; sie hat doch sehr leise gesprochen. Auf der anderen Seite, hätte ich diesem Mann mittlerweile so ziemlich alles zugetraut. Ich musterte ihn nun meinerseits gedankenverloren, spürte das Pochen zwischen meinen Beinen und genoss seinen Blick auf mir.

Er war unberechenbar. Wie ein Löwe. Und ich war das Zebra. Passte man nicht auf, sprang das schützende Gras vor einem plötzlich zur Seite und splitternackt – schutzlos – stand man dem Ungetüm gegenüber. Es war keine Frage, dass der Löwe stärker war. Es war keine Frage, dass der Löwe schneller war. Es war keine Frage, dass der Löwe das Zebra töten könnte. Die eigentliche Frage war: Hatte der Löwe Hunger?

„Hast du Hunger?“, rief ich, meinem inneren Impuls folgend, durch den Garten. Er schmunzelte, fast so, als könne er erraten, was in meinem Kopf vorging – was natürlich völlig unmöglich war.

„Ja. Aber vor allem habe ich etwas viel Besseres. Komm mal her.“

Ich schluckte. Das Letzte war eindeutig ein Befehl und während ich noch mit erhobenem Kopf auf ihn zuschritt, spielten sich alle möglichen Szenarien in meinem Kopf ab. Er könnte mich gleich hier gegen die Hauswand pressen, mir einfach das Kleid anheben, mir fest den Mund zu halten um meine Schreie zu unterdrücken und einfach so in meine heiße, blanke Mitte eindringen.

Er könnte mich aber auch vor sich hin die Knie zwingen, meinen Kopf fest fixieren, den Reißverschluss seiner Jeans öffnen und meinen Kopf grob auf seinen Schwanz zwingen. Hm. Ein schöner Gedanke.

Oder er könnte … nein, ich riss mich zusammen, in der Realität zu bleiben, nicht wieder in meine sexuelle Traumwelt abzudriften.

Nichts von dem, was ich mir so (hoffnungsvoll) ausgemalt hatte, geschah.

Er zog simplement zwei doppelt gefaltete Zettel hinter seinem Rücken hervor und reichte sie mir. Die Testergebnisse. Endlich.

Eigentlich brauchte ich sie gar nicht zu lesen – ich wusste ja sowieso schon was drin stand –, und trotzdem machte ich mir die Mühe, den Datumsstempel auf Aktualität zu überprüfen.

Stimmte.

„Und jetzt?“ Zugegeben, im Nachhinein war das eine ziemlich dämliche Frage, aber sie rutschte mir einfach so heraus.

Er grinste.

„Jetzt kommst du verdammt nochmal mit rein, kniest dich auf die Sofalehne. Ich werde mich hinter dich stellen und meinen harten Schwanz ganz langsam in dich gleiten lassen. Ich werde dich so langsam und so unendlich quälend ficken, dass du mich anbetteln wirst, dir mehr zu geben. Du magst es doch hart, oder etwa nicht? Natürlich tust du das. Und nachdem ich finde, dass du genug gebettelt hast, werde ich dich von hinten nehmen, dass dir Hören und Sehen vergeht.“

Fassungslos starrte ich ihn an, während das Blut in mir überzukochen drohte.

„Wirklich?“, brachte ich heiser heraus und räusperte mich peinlich berührt. Unheimlich erotische Bilder tauchten vor meinem inneren Auge auf und ich spürte, wie ich unterbewusst die nackten Schenkel aneinander presste und dabei bereits die feuchte Wärme spürte. Oh Gott, die beiden machten mich fertig.

„Nein. Jetzt essen wir erst mal.“, grinste er und ging einfach an mir vorbei, um den Grill aus dem kleinen Gartenschuppen zu holen.

Missmutig und ziemlich enttäuscht marschiere ich in die Küche, um zu sehen, ob ich Corinna was helfen könnte.

Sie stand mit dem Rücken zu mir und schien Gemüse zu schnipseln. Da kam mir eine bessere Idee.
Wie du mir, so ich dir!

Ich trat hinter sie, wartete kurz, bis sie inne hielt mit dem Messer herum zu werkeln und schlang dann von hinten meine Arme um sie und schmiegte mich an ihren warmen Rücken.

Genießerisch schloss ich die Augen und genoss einfach das Gefühl der Geborgenheit. Diese Frau konnte eine Natürlichkeit ausstrahlen, dass es einen umhaute. Ich meine  nicht Natürlichkeit im herkömmlichen Sinne. Ja klar, das auch, aber vor allem meine ich, den Drang, einfach man selbst zu sein, ohne irgendwas zurückhalten zu müssen, sich irgendwie verstellen zu müssen, einfach ganz ich sein. Mit allen Facetten, mit allen Fassaden.

Langsam tastete ich mich zum Saum ihres Kleides vor und ließ meine Hand darunter gleiten. In der Erwartung, auf weichen Stoff zu treffen, schnappte ich erstaunt nach Luft.

Ich schwieg. Obwohl alles in mir danach schrie, irgendeinen Spruch rauszuhauen, schwieg ich mit aller Kraft, die ich irgend aufbringen konnte. Sie trug keinen Slip.

Ich konnte ihr Grinsen praktisch spüren.

Ich konnte es mir dann aber doch nicht verkneifen, ihr einen leichten Klaps zu versetzen.

Danach zog ich mich sofort zurück – gerade rechtzeitig, um nicht umgeworfen zu werden, denn sie wirbelte augenblicklich herum. Offene Missbilligung stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Wortlos streckte sie mir das große Küchenmesser hin und ich nahm es irritiert entgegen.

„Schneide die Paprika zu Ende, na los.“

Mich nur mit dieser klaren Anweisung zurücklassend, verschwand sie und ich konnte hören, wie sie in den Keller verschwand. Ich schluckte trocken. Hatte ich es jetzt zu weit getrieben?

Unsicher wie ernst gemeint das war – es klang zumindest sehr ernst gemeint – begann ich also tatsächlich, die letzte halbe Paprika zu zerschneiden, wobei meine Hände allerdings so stark zitterten, dass ich mich wirklich konzentrieren musste.

Kurze Zeit später kam sie zurück. In der einen Hand hatte sie ein Seil, mit der anderen nahm sie mir das Messer ab und legte es auf die Anrichte, bevor sie mich grob am Arm packte und in den Garten zerrte.

Unschlüssig was sie mit mir vorhatte und allein durch die Ungewissheit noch mehr erregt, ließ ich es mit mir geschehen. Wir waren mittlerweile so weit, dass ich ihr blind vertraute.

Entschieden setzte sie mich auf den linken Stuhl und das eine Seil stellte sich als zwei heraus, mit denen sie jeweils ein Handgelenk von mir an den Stuhllehnen befestigte.

„Hier kannst du wenigstens keinen Blödsinn machen.“, grollte sie und verschwand wieder.

Probeweise zog ich an den Fesseln, doch sie saßen bombenfest. Mit jedem bisschen mehr, dass sich die Seile in meine Haut schnitten, spannten sich meine Nerven ein klein wenig mehr an und als ich wieder still saß war ich so weit, dass mein Atem flach ging und ich meinen eigenen Herzschlag in sämtlichen Poren spüren konnte.

Christian trat in mein Blickfeld. Lässig verschränkte er die Arme vor der Brust.

„Na, was hast du angestellt?“

„Nichts.“, log ich automatisch. Ein Reflex. Amüsiert hob er eine Augenbraue. Unruhe erfasste mich, als er sicheren Schrittes hinter mich trat. Er musste sich vorgebeugt haben, denn kurz darauf spürte ich seine heiße Stimme an meinem Ohr.

„Du willst mir also erzählen, dass Corinna dich einfach völlig ohne Grund wehrlos, mir völlig ausgeliefert, hier angebunden hat?“

Ich biss mir auf die Unterlippe und rutschte unruhig hin und her. Verlangte er darauf eine Antwort? Nein. Das war eine rhetorische Frage.

„Willst du mir nicht also lieber erzählen, was du angestellt hast?“

Wieder keine Reaktion.

„Hmmmm…“, brummte er und ich seufzte genüsslich, als seine große Hand über meinen Oberkörper strich. Er hielt sich nicht lange an meinen Brüsten auf, fuhr direkt hinab zu seinem eigentlichen Ziel.

Ich stöhnte, als sich seine vergleichsmäßig kalten Finger gegen meine überhitzte Scham pressten.

„Ich warte.“, säuselte er und rieb fordernd meine Klitoris. Ich ächzte und presste ihm mein Becken entgegen, was einen leichten Klaps zu Folge hatte.

„Schön ruhig, Kätzchen.“ Sein süffisantes Lachen ging mir durch und durch und vor meinen Augen tanzten bereits kleine, weiße Punkte.

Seine Penetration wurde stärker, fordernder und er ließ einen Finger in mich hinein gleiten.

Ich schaltete ab. Ließ mich vollkommen gehen, gehörte ganz Christian und seinen Fingern.

 

Gerade als sich alles in mir endgültig zusammenzog und sich alles um mich herum aufzulösen schien, kam Corinna mit einer großen Salatschüssel in der Hand schwenkend raus gelaufen.

„Salat ist fertig!“, trällerte sie und Christian zog sich sofort zurück.

Schwer atmend und keuchend hing ich auf dem Stuhl. Noch immer flimmerte mir alles vor Augen. Die einzig klare Silhouette war Corinna, die mich wissend angrinste und den Salat vor mir auf den Tisch stellte.

„Sehr schön“. Christian ging um den Gartentisch herum und küsste sie lang und ausgiebig. Unruhig rutschte ich hin und her, wünschte mir seine Lippen so sehnlich auf meinen und ihre Hand auf meiner Hüfte. Es war pure Folter. Alles in mir kribbelte, drängte mich, aufzuspringen, oder wenigstens meinen Körper zur Ruhe zu bringen. Doch ich war hilflos angebunden und war den beiden und ihren Spielchen ausgeliefert – das machte es nur noch schlimmer.

„Mund auf.“, befahl er und allein dieser Tonfall ließ neue Wogen der Lust über mich herein brechen.

Sie tat sofort was er von ihr wollte und er legte drei Finger seiner rechten Hand in seinen Mund. Gehorsam saugte und leckte sie daran, blickte mir dabei genau in die Augen, was mir einerseits die Schamesröte in die Wangen trieb und mich auf der anderen Seite noch weiter anheizte. Wie konnte man bloß so einen intensiven Blick haben? Noch vor einigen Sekunden hatten sich diese Finger da befunden, wo sonst nur meine eigenen hinkamen.

„Dann lass uns essen.“, beschloss er schließlich und die beiden lösten sich voneinander.

Um wenigstens ein bisschen Würde zu wahren, richtete ich mich wieder so gut es ging aufrecht auf und versuchte, meinen Kopf verzweifelt wieder aufzuklaren.

„Das hast du doch mit Absicht gemacht.“, raunte ich, als Corinna neben mir Platz genommen hatte und überschlug die Beine. Anstatt mir eine Antwort auf meine Frage zu geben, legte sie sofort eine Hand bestimmend auf meinen Oberschenkel.

„Beine breit.“

„Wie bitte?“, fragte ich irritiert, weil die Anweisung so völlig aus dem Nichts gekommen war.

„Ich wiederhole mich nur ungern.“, bemerkte sie ungeduldig mit eisiger Stimme, die es mir kalt den Rücken hinunter laufen ließ. Unsicher platzierte ich die Beine wieder nebeneinander. Allein das Wissen, dass ich das tat, weil Corinna es mir befohlen hatte, erregte mich erneut.

„Woran denkst du gerade?“, fragte sie nach einer Weile und sah mich mit einem milden Lächeln an. Ich jedoch fühlte mich ertappt und konnte das Lächeln nicht erwidern; senkte beschämt den Blick.

„Hm? Ach … ich … hab nur gedacht … dass ich tierisch Hunger hab.“, log ich und ärgerte mich selbst darüber, dass ich so ins stottern geriet.

Ich zuckte zusammen und wollte automatisch meine Hände vorschnellen lassen, als sich ihre kühle Hand unter mein Kinn legte und mich zwang, sie anzusehen. Aus großen Augen sah ich ihr in die eisblauen Augen und verlor mich darin. Sie schienen so unglaublich tief und so viele Geheimnisse zu bergen, das alles um einen herum völlig zu erstarren schien, vereist von ihren blauen Kristallen.

„Wiederhole bitte, was du gerade gesagt hast und bedenke dabei, was passiert, wenn du mich anlügst.“

Ich schluckte. Auf Lügen standen harte Strafen, das hatten sie mir von Anfang an klar gemacht – weil das in gewisser Weise ja auch ein reger Vertrauensbruch war. Mein Zögern und Stocken war eigentlich schon Zeichen genug, dass ich gelogen hatte, das wusste ich. Also entschied ich mich für die Wahrheit. Auf der einen Seite natürlich, um der Strafe zu entgehe, und auf der anderen Seite, um diesen unglaublichen Kick zu spüren. Den Kick der Demütigung.

„Ich habe nur gerade daran gedacht, wie schnell ich eigentlich zu erregen bin.“, brachte ich mit brüchiger Stimme, aber immerhin an einem Stück hervor.

Sie lachte.

„Ach ja?“

Verzweifelnd bittend sah ich sie an. Ich hatte ehrlich geantwortet. War ihr das denn noch nicht genug? Musste sie das jetzt noch weiter ausführen? Musste sie mich jetzt so quälen?

„Ja.“, krächzte ich.

„Wie denn zum Beispiel?“ Der Griff um mein Kinn wurde stärker und sie beugte sich vor zu meinem Gesicht. In Erwartung eines Kusses, schloss ich die Augen, doch er blieb aus. Und als ich die Augen wieder öffnete, kam ich mir vor, wie der letzte Vollidiot.

„Man muss mir nur ein zwei dreckige Wörter ins Ohr flüstern und schon bin ich feucht.“, gestand ich schließlich – wobei das sicherlich nichts war, was sie nicht schon längst bemerkt hatten.

„Allerdings.“, lachte sie, aber es war kein spöttisches oder ironisches Lachen, sondern ein ehrliches. „Das habe ich auch schon bemerkt. Wirklich niedlich, wenn du mich fragst.“ Und damit schien das Thema für sie beendet und mit einem schnellen Kuss entfernte sie sich wieder von mir.

„Beine weiter auseinander.“, sagte sie und ich tat, was sie wollte.

„Weiter.“ Ich schluckte. Okay. Immerhin war das Kleid wieder runter gerutscht.

Also öffnete ich die Beine, bis sie an die Stuhllehnen stießen und seufzte gequält, als sie mein Kleid hochschob.

„Sehr gut.“, lobte sie mich und kniff mir fest in die Klitoris.

„Au!“, quiekte ich überrascht und schloss reflexartig die Beine. „Schon gut, schon gut.“, stammelte ich und öffnete rasch wieder die Beine.

Mir einer Geste, die mich erschauern ließ, strich sie mir das Haar hinters Ohr.

„Du bist ganz schön unerzogen, weißt du das? Ich sollte mal ein Wort mit Sabine reden. Wenn ich sage Beine breit, dann meine ich das auch so.“, raunte sie.

„Tut mir Leid.“

„Gut.“

In dem Moment kam Christian mit der ersten Runde Würstchen und der Spaß ging erst richtig los…

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Kommentare

Bild des Benutzers MolligerDom

Habe grade noch mal die Kommentare vom 10ten Teil gelesen und du hast den Schluss schon geschrieben! Ich hoffe das was Jenny1801 so schön in Worte gefast hat ( auch mit einem Zitat von mir :-)  ) das dir die Muse des schreibens dieser Geschichte noch lange erhalten bleibt. Leider kann ich meine Begeisterung für diese Geschichte nicht so schön in Worte fassen wie andere. Also bleibt mir nur ein BITTE BITTE weiter schreiben.Und wenn dir die Ideen ausgehen lass sie doch mal was  im Wald erleben. Danke das es endlich weiter geht . LG Klaus

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Bild des Benutzers RedFoxi

ich habe mich (mal wieder ^_^) sehr über dein Kommi gefreut und bin sehr erleichtert, dass ihr immer brav guckt, ob ich euch auch geantwortet habe -  was ich in der Regel mache, wenn ich das nächste Kapitel fertig ist. Was endlich mal wieder der Fall ist.

Ich danke dir und den anderen ganz herzlich für eure liebe Unterstützung und die Idee mit dem Wald finde ich echt gut. ;) Ich werds im Hinterkopf behalten!

Begeisterung bleibt Begeisterung und die erfreut mich in jeder Weise. :)

Ich hoffe, dass nächste Kapitel (wann auch immer es hochgeladen wird) entspricht auch wieder deinem Geschmack, auch wenn es nicht ganz soooo erotisch ist. Im nächsten wirds aber wieder besser.

LG! :))

Dein Füchschen!

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Bild des Benutzers SFJ

könnte emotionen und gefühle so vermitteln oder beschreiben wie du !

Ich denk mir immer nur wow, ja!, soo würde ich wohl auch in dem momment denken/empfinden/handeln.

Sehr schön zum reindenken und mitfiebern deine Story !  Und wehe du hörst unter 30 Teilen auf  ;-)

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Bild des Benutzers Sklavin Daniela

Hallo redFoxi 

 

Wie kann man nur so gut geschichten schreiben würde ich auch gerne und ann mich meinen beiden Vorschreibern nur an schließen und dich bitten ja weiter zu schreiben ich versinke in deiner geschichte kann mich richtig fallen lassen so gut ist deine geschichte mach bitte weiter so bin richtig gespannt wie es weitergeht mit den drein 

 

lg ela

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Bild des Benutzers RedFoxi

für dein liebes Kommentar.

Es freut mich wirklich, dass dir die Geschichte so gut gefällt. :)

Danke danke danke für das große Lob!
 

LG! :))

Dein Füchschen!

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Bild des Benutzers Jenny1801

Nabend Füchschen =)

also ich warte ja immer ungeduldig auf den nächsten Teil deiner Geschichte, aber das bereits geschrieben Ende behalte mal schön noch ne Weile für dich, den will doch noch keiner lesen!!! ;-) =P

Ich habe mich sehr über deine Antwort gefreut, super das mein Feedback seinen Zweck erfüllt hat und ich dir ein klein wenig von dem zurückgeben konnte was du mir/ uns mit deine Geschichte gibst! =)

Ich kann deine Bedenken zwar durchaus verstehen, aber momentan brauchst du dir da glaube ich noch nicht so große Sorgen zu machen - schau dir die Kommentare doch an! Durchweg positiv würde ich da glatt sagen =D und wem die Geschichte zu lang wird der kann ja aufhören zu lesen und in ferner Zukunft wenn dann wirklich das Ende gepostet ist zum letzten Teil vorspringen. Das schaffen die aber alleine und wir Befürworter deiner laaaaaangen Story haben so lange das Vergnügen weiterlesen zu können.^^ Außerdem schützt dich schon deine Art zu schreiben vor dem "Einheitsbrei". Deine große Stärke (wie schon von so vielen zurückgemeldet) ist diese fantastische und bildliche Beschreibung der Gefühlswelten aller drei Personen und glaube es gibt noch viele Möglichkeiten die Drei noch diverse Höhen und Tiefen erleben zu lassen =D

Für mich persönlich kann ich dir versichern wird es absolut nicht langweilig! Denke der besondere Reiz deiner Geschichte liegt ja auch in der Findung dieser Beziehungsstruktur und so wie du uns Christian und Corinna vorgestellt hast ist es Beiden ein leichtes, sobald sich Alex sicher in ihrer Rolle fühlt ihr wieder den Boden unter den Füßen zu entziehen und sie durch irgendwelche Aktionen erneut völlig zu verunsichern um keine Routine aufkommen zu lassen - jetzt musst also nur noch du den Beiden gerecht werden ;-) Da ich dir aber bereits seit 11 Teilen folge weiß ich das du der Aufgabe durchaus gewachsen bist!!! Komm, das war doch jetzt so schön formuliert das du überhaupt nicht mehr mit dem Gedanken spielen kannst schon das Ende rauszuhauen, oder?! =) =) =) Bitte! ;-) Werde auch fleißig weiter kommentieren^^

Leider kann ich besser lesen als schreiben, aber bevor du wirklich aufhören willst aufgrund fehlender Ideen muss man halt mal ein Brainstorming machen und Ideen sammeln wo du gucken könntest ob was brauchbares dabei ist das du dann in deinem (erwähnte ich das schon? =P ) wunderbaren Schreibstil umsetzen kannst ;-) Wenn ich einen Lieblingsteil benennen müsste (definitiv schwer aber ) würde ich den 7. nehmen. Der war so gut geschrieben das man selbst nen schnelleren Puls bekommen hat... xD wieso nicht nochmal was in diese Richtung? =D

Nun aber gute Nacht und liebe Grüße =)

Jenny

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Bild des Benutzers RedFoxi

dein Kommentar noch einmal zu lesen. WOW! Schon wieder. :D Ich bin echt begeistert und weiß gar nicht wie ich diesen Schreibeifer deinerseits verdient habe.

Es ist für mich natürlich super schön zu hören, dass dich meine Geschichte noch nicht langweilt und das ist echt ein Anreiz, umso kreativer zu sein. Vielleicht ist ein wenig Brainstormin echt mal keine schlechte Idee. Werde ich in Erwägung ziehen.

Du hast vollkommen recht, die Essenz der Geschichte ist die ungewöhnliche Figurenkonstellation und ich hoffe, dass ich das auch weiterhin ausgenutzt bekomme und ich glaube mit der Aussage, hast du mir die Augen geöffnet, im Bezug auf die Tatsache, wann die Geschichte enden wird. Und keine Angst, das wird nicht allzu bald sein, da kann ich dich beruhigen. Auf jeden Fall danke dafür!

Dass der 7. dein Lieblingsteil wäre, habe ich mir beinahe gedacht. ^^ es wäre auch meiner. Auch wenn Kapitel 12 nicht annähernd so erotisch wird, wird es Kapitel 13 auf jeden Fall. Dein Kommi hat mich da auf ne super Idee gebracht und ich freue mich schon darauf, das zu schreiben - auch wenn mir vorher noch eine erotische Barszene bevorsteht. Ja, für mich ist das irgendwie wie ein Film. Ich habe alles in Szenen und Szenenabschnitten vor Augen. :D Aber ich sehe auch immer Filme vor dem inneren Auge, wenn ich Bücher lese. Ein klein wenig filmgestört ;)

Vielen vielen Dank wieder einmal für dein super liebes Kommi und das große Lob. Ich weiß gar nicht, wie ich mich dafür jemals revanchieren kann.

Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und einen tollen Start in die nächste Woche.

LG! :))
 

Dein Füchschen!

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Bild des Benutzers Nitro2811

Auch dieser Teil ist, wie immer, einch klasse.

Ich freue mich schon auf den nächsten Teil

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Bild des Benutzers Spencer

Ich habe diese Story regelrecht verschlungen.

Super Geschichte

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