Don't Judge Me 10

 
Hallo ihr Lieben,
so, dieses Kapitel ist ein bisschen anders als die anderen. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem!
Liebe Grüße
Euer Füchschen
 
 
 
Don't Judge Me 10

Die digitale Anzeige an der Mikrowelle zeigte 6.30 Uhr an. Henrietta seufzte. Seit sie Probleme mit den Nieren hatte, konnte sie nicht mehr vernünftig ausschlafen.
Nachdem sie in Rente gegangen war, war sie extra außerhalb der Stadt gezogen, denn das Angebot an ebenerdigen Wohnungen in der Stadt war ausgesprochen rar gesät gewesen. Nun wohnte sie zwar in einem schönen ebenerdigen Haus und konnte ihren Alltag allein bewerkstelligen, doch der Nachteil war, dass hier nie etwas interessantes passierte.
In ihrer kleinen Stadtwohnung hatte sie gerne am Fenster gesessen und hinaus geschaut. Gegenüber war ein Kindergarten und sie hatte den Kindern stundenlang beim Spielen zuschauen können.
In dieser Wohngegend gab es nichts wofür es sich gelohnt hätte, aus dem Fenster zu schauen. Stattdessen war sie vor ihren Fernseher umgezogen.

An diesem frühen Samstagmorgen stand Henrietta gedankenverloren an ihrem Herd und wartete darauf, dass ihr frisch aufgesetztes Teewasser begann zu kochen.
Ihr Blick hob sich ein wenig und sie schaute aus dem kleinen Küchenfenster. Die Straße lag ruhig und verschlafen da. Sie seufzte wieder. Sie spürte diesen unangenehmen Druck in den Knien der immer kam, wenn sie länger stand, als sie plötzlich eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahrnahm.

Sie musste zweimal blinzeln, bevor sie verstand, was sich dort abspielte. Ein Mädchen kam die Straße herunter gelaufen. Das war an sich noch nicht so ungewöhnlich, wenn es auch sehr früh war, doch was Henrietta wahrhaftig in Erstaunen versetzte war die Tatsache, dass das Mädchen lediglich einen Schlafanzug trug und sogar barfuß war. Jeder Gedanke ans Hinsetzen war vergessen, als sie erkannte, dass dem Mädchen ein Mann auf den Versen war. Nicht irgendein Mann, sie kniff die Augen fester zusammen. Sie konnte sich nicht sicher sein, da ihre Brille noch im Etui auf ihrem Nachttisch lag, doch sie war sich ziemlich sicher, dass es der Mann war, der ein gutes Stück die Straße hinauf wohnte. Wie hieß er noch? Irgendetwas Englisches. James? Jones?
Auch er trug lediglich einen blauen Schlafanzug, wobei er dabei aussah als sei er in mit der Kleidung am Körper duschen gegangen. Und auch sein Haar war eindeutig klitschnass.

Das Fenster war gekippt und Henrietta hörte klar und deutlich wie die junge Frau laut lachte und kicherte, während Herr Jones ihr hinterher rief, sie solle stehen bleiben. Als sei die Situation noch nicht skurril genug, folgte den beiden in einigem Abstand noch eine zweite Frau. Sie trug ein, wie Henrietta fand, unverschämt kurzes, Nachthemd und versuchte den beiden Handzeichen zu geben, doch die beiden bemerkten sie nicht einmal.

“Richard! Greta!”, hörte sie die zweite Frau rufen.

Erst das heiße Wasser das schmerzhaft auf ihre Hand spritzte, holte Henrietta aus dem Starren heraus. Sie versuchte sich einen Reim auf die Szene zu machen, die sich dort gerade abgespielt hatte, doch ihr fiel einfach keine plausible Erklärung ein, warum ein junges Mädel von einem Mann und einer Frau in Schlafanzug um diese Uhrzeit die Straße herunter gejagt werden sollte. Sie wird ja wohl nicht in Schwierigkeiten gewesen sein?
Henrietta hatte sich das Wasser gerade in eine Tasse gefüllt, als wieder eine Bewegung im Augenwinkel ihre Aufmerksamkeit weckte. Es waren wieder die drei schrägen Vögel. Mit offenem Mund beobachtete die alte Frau, wie Herr Jones das Mädchen das eben noch vor ihm weggelaufen war, über der Schulter trug. Sie konnte sich anscheinend nicht entscheiden ob sie lachen oder kreischen sollte.

“223! 223! 223!”, schrie das Mädchen immer wieder.

“Du vergisst den 228! Und jetzt sei verdammt nochmal still, du weckst die ganze Nachbarschaft auf!” Er wirkte nicht ganz unangestrengt und hatte mächtig mit dem zappelnden Mädchen zu kämpfen. Und was hatten diese Zahlen zu bedeuten? Verwirrt beobachtete Henrietta, wie von rechts wieder die zweite Frau auftauchte, die immer noch ziemlich Schwierigkeiten zu haben schien, mit den zwei Streithähnen Schritt zu halten.

“Leute, ist das wirklich nötig?” Die beiden hörten sie nicht einmal. Henrietta zuckte zusammen, als Herr Jones dem Mädchen auf einmal kräftig auf den Hintern schlug. Also wirklich! Was waren das bitte für Leute?
Das Mädchen quietschte auf, hörte aber auf zu strampeln. Ihr langes braunes Haar schwang im Takt seiner Schritte hin und her. Weiter zeternd und streitend verließen die drei wieder das Blickfeld von Henriettas Küchenfenster. Das nächste Mal würde sie definitiv vorsichtiger damit sein, zu behaupten, in dieser Nachbarschaft würden nie interessante Dinge passieren.

 
 
 
 
*3 Tage zuvor*

*Richards POV*

Mit einem Seufzen stellte er den Motor ab und ließ den Kopf in den Nacken sinken. Indem er ein paar kontrollierte Atemzüge nahm, versuchte er, das penetrante Stechen hinter seiner Stirn loszuwerden, was gar nicht so einfach war.
So einen beschissenen Tag hatte er ewig nicht mehr gehabt. Erst hatte er einen Termin komplett verpasst und zum zweiten war er zu spät gekommen, weil es auf der Autobahn einen Unfall gegeben hatte und er weder vor und zurück gekommen war.
Die restlichen drei Sitzungen waren allesamt anstrengend und in keiner hatte er einen Vergleich erreichen können. Erschwerend hinzu kam, dass in jeder Sitzung mindestens ein Rechtsanwalt anwesend war, mit dem er sich überhaupt nicht verstand.

Er stieg aus dem grauen Wagen, holte seine Aktentasche und seinen Mantel vom Rücksitz, bevor er die Haustür aufschloss. Entnervt ließ er sein Zeug neben der Treppe auf den Boden fallen, machte sich nicht die Mühe die Schnürsenkel seiner Schuhe zu öffnen, sondern versuchte lieber mühselig, sie von den Hacken zu treten.

“Christina!”, rief er. Er hatte unglaublich schlechte Laune und wollte ein bisschen Dampf ablassen. “Christina!” Keine Antwort. Er fluchte laut als ihm auffiel dass ja Mittwoch und Christina somit noch im Büro war.
Noch verstimmter als vorher stapfte er nach oben und zog sich bequemere Sachen an, was ihn wenigstens ein bisschen besänftigte. Anschließend machte er sich auf den Weg in die Küche, öffnete den Kühlschrank und entschied sich spontan dafür, eine Reispfanne vorzubereiten.

Während er dem Wasser im Topf dabei zuschaute wie es langsam Blasen bildete, wanderten seine Gedanken zu Greta. Er seufzte und stützte sich mit dem Unterarm an der Dunstabzugshaube ab. Eigentlich hielt er ja von jeglichem Gerede über Schicksal nicht viel, aber bei Greta hatte ihm irgendwer schon verdammt in die Hände gespielt. Er erinnerte sich noch gut an den Tag im Restaurant, schließlich dachte er immer mal wieder gerne mit einem Lächeln daran zurück.
Er hatte nur gemütlich mit Christina essen gehen wollen, doch dann trat diese Kellnerin auf den Plan. Etwas an ihr hatte seinen Schwanz sofort zum Kribbeln gebracht. Ob es ihre stolze Haltung, das Funkeln in ihren Augen oder ihre freche Zunge war, konnte er beim besten Willen nicht sagen. Vielleicht war es alles zusammen gewesen, in Kombination mit der Tatsache, dass er ganz genau gespürt hatte, dass sie devot war.
Obwohl sie ihm munter Konter gegeben und ihn hasserfüllt angestarrt hatte, war seinem erfahrenen Blick nicht entgangen, wie ihr Körper auf seine Zurechtweisung reagiert hatte. Die Schenkel nur ein kleines bisschen enger zusammengepresst, das Gewicht verlegen verlagert, die leicht geröteten Wangen, die geöffneten Lippen. Sie hatte die Konfrontation mit ihm förmlich gesucht, hatte ihr kleines Wortgefecht mindestens genauso sehr genossen wie er.

Wieder fluchte er leise, denn in seiner Hose regte sich bei dem Gedanken daran deutlich etwas. Gut dass er so eine weite Jogginghose angezogen hatte. Wo war Christina verdammt nochmal, wenn man sie brauchte!?

In den Tagen die diesem verhängnisvollen Abend im Restaurant folgten, hatte er viel und oft mit Christina gesprochen. Mittlerweile waren sie über vier Jahre ein Paar.
Von Anfang an hatten sie zusammengepasst wie zwei perfekt aufeinander zugeschnittene Puzzelstücke. Mit ihrer uneingeschränkten Unterwerfung und ihrer absoluten Hingabe erfüllte sie seine Bedürfnisse auf einem Level, wie es zuvor noch keine seiner Gespiellinnen geschafft hatte. Und so war aus Gespielin schnell Partnerin geworden.
Er wusste, dass Christina vor ihm sehr experimentierfreudig gewesen war und oft den Partner gewechselt hatte - umso mehr streichelte es sein Ego, dass sich diese wundervolle Frau dazu entschieden hatte, ausgerechnet mit ihm sesshaft zu werden.
Und doch…obwohl er sie liebte und er sich nicht mehr vorstellen könnte sie nicht zu besitzen, hatte sie von Anfang an klar gemacht, dass sie nicht der Typ Sub war, der sich widersetzte. Ihre Hingabe war absolut. Sie würde sich nie einer seiner Anweisungen bewusst widersetzen oder ihm Widerworte geben, was er sehr schätzte.
Trotzdem wünschte er sich hin und wieder eine Herausforderung, jemand den er erobern konnte, erobern und unterwerfen.
Ebenso wusste er, dass auch Christina eine dominante Seite hatte, die zwar lange nicht so ausgeprägt war wie ihre devote, die aber durchaus hin und wieder an die Oberfläche brach und an einer anderen Frau ausgelebt werden wollte.
So kam es, dass die beiden relativ früh in ihrer Beziehung beschlossen hatten zu probieren, ihre Beziehung zu öffnen. In einem Club hatten sie eine hübsche bisexuelle Sub kennengelernt.
Es waren schöne vier Monate, aber irgendwann hatten sich ihre Erwartungen klar und deutlich von seinen und auch von Christinas entfernt, sodass sie die Sache beendet hatten. Danach hatten sie es auch nicht wieder probiert…bis sie beide ein Auge auf Greta geworfen hatten.
 
Richard war so tief in Gedanken versunken, dass er leicht zusammen zuckte, als er einen Schlüssel im Schloss der Haustür hörte.

“Richard?”, hörte er Christinas Stimme im Flur, als er gerade den Reis in das kochende Wasser kippte.

“In der Küche.”, rief er und drehte sich erwartungsvoll in Richtung Tür. Tatsächlich dauerte es nicht lange bis seine Freundin um die Ecke kam.
Normalerweise zauberte ihr Erscheinen immer sofort ein Lächeln auf sein Gesicht, doch heute hatte er selbst darauf keine Lust. Auch sie merkte sofort, dass heute etwas anders war, denn sie blieb im Türrahmen stehen und beobachtete ihn, eindeutig bemüht ihn einzuschätzen. Ihm war jetzt nicht nach solchen Spielchen; er wollte Erleichterung und zwar sofort. Mit einer ruckartigen Kopfbewegung deutete er vor sich auf den Boden und machte sich am Bund seiner Hose zu schaffen.

Christina verstand sofort was er von ihr wollte und fackelte nicht lang. Das war eine der Sachen die er so an ihr schätzte, sie stellte keine großen Fragen, rümpfte nicht angesichts des Mangels an Romantik die Nase, sondern tat einfach was er wollte. Als ihre weichen Lippen seine Eichel umschlossen, schloss er die Augen und legte den Kopf leicht in den Nacken, während sich seine große Hand in ihren rot-braunen Haaren vergrub.
 
 
 
 
Das Essen verlief relativ schweigsam. Richard brauchte einfach ein wenig Raum um sich zu entspannen und Christina respektierte das.
Nachdem er in ihrem Mund gekommen war, hatte sie weiter in der Küche gekniet, bis er ihr schließlich befahl aufzustehen und den Tisch zu decken. Ihre reine Anwesenheit beruhigte ihn schon ungemein. Er genoss es, sie um sich zu haben, auch wenn sie sich mal nicht unterhielten.
Als sie fertig waren wollte Christina aufstehen und abräumen, doch Richard erhob sich zur gleichen Zeit und zog sie eng in seine Arme. Er küsste sie langsam und zärtlich. Ein liebevolles Lächeln legte sich auf ihre Lippen.

“Besser?”, hauchte sie an seinen Lippen und er genoss es, wie sie langsam über seinen Nacken strich.

“Ja, danke.”, erwiderte er und küsste sie noch einmal.

“Wie wäre es wenn ich abräume und du uns in der Zwischenzeit eine Flasche Wein aufmachst?” Sie rieb ihre Nase an seiner und nickte.

“Ja, gerne.” Sie lösten sich von einander und während Richard das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine räumte, holte Christina zwei Gläser und eine Flasche Weißwein aus dem Schrank und ging damit ins Wohnzimmer. Wenig später gesellte er sich zu ihr und nahm dankend eins der Gläser entgegen. Sie kuschelten sich aneinander und tranken beide genüsslich einen Schluck Wein. Christina hatte es geschafft, dass er jetzt ganz ruhig war und sich auf einen gemütlichen Abend mit seiner Freundin freute.

“Hast du noch was vor?”, fragte sie nach einer Weile, gerade als er zum wiederholten Mal auf die Uhr schaute. Ertappt drehte er den Kopf wieder in ihre Richtung.

“Meinst du, Greta ist schon wieder zu Hause?”

“Wieso machst du dir solche Sorgen? Sie ist doch mit Nikki zum Essen verabredet gewesen heute Abend.” Seine Mine verdüsterte sich merklich.

“Genau deshalb mache ich mir ja Sorgen.”

“Warum das?”

“Also wenn man Frank glauben darf, dann hat dieses Mädel den Schalk im Nacken sitzen wie keine andere. Und Gretas Sturkopf…mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, was für einen Schabernack die beiden sich ausdenken wenn sie solange allein zusammen sind.” Einen Moment war es ganz still im Wohnzimmer, bevor sie laut losprustete und ihr Glas mit einem lauten Klirren auf den Couchtisch stellte. Missbilligend musterte Richard seine lachende Freundin.

“Ach du alter Griesgram. Gib es doch zu, insgeheim hoffst du doch auch, dass sie sich etwas ganz fieses überlegt.” Jetzt konnte auch er sich das Grinsen nicht mehr verkneifen.
Natürlich hatte sie Recht, wie immer. Er konnte nicht leugnen, dass ihn Greta bei ihren letzten Treffen ein wenig enttäuscht hatte. Natürlich nahm sie weiterhin kein Blatt vor den Mund, aber davon mal abgesehen gab sie sich gefügig und folgsam. In den letzten zwei Wochen hatte er oft darüber nachgegrübelt, ob er sie mit der Duschaktion wohl ein wenig überfordert und verschreckt hatte, sodass sie sich jetzt nicht mehr traute Widerworte zu geben. Aber das konnte nicht sein. Ja natürlich, er hatte sie mit der Strafe in ein sehr sehr tiefes Loch hinabgestoßen, aber er und Christina hatten ihr danach beide wieder daraus hervor geholfen und mit angesehen, wie sie wieder die alte Greta wurde. Aber wenn es nicht daran lag, woran denn dann? Er weigerte sich zu glauben, dass sein Spaß mit Greta so schnell ein Ende finden sollte.

“Ich schätze Freitag wissen wir mehr.” Es war kaum mehr als ein Zucken, eine minimale Regung in ihrem Gesicht, aber er wusste sofort was los war.

“Christina.” Obwohl er sich nicht unbedingt als Frauenversteher bezeichnet hätte, wusste er natürlich, wie viel Macht das gesprochene Wort auf eine Sub haben konnte. Anfangs hatte es ihn Mühe gekostet, seinen Tonfall immer seiner momentanen Stimmung anzupassen, doch mittlerweile passierte das ganz automatisch.
Allein die Art und Weise wie er ihren Namen aussprach reichte, damit sie wusste dass sie aufgeflogen war.
Ohne zu zögern oder auch nur mit der Wimper zu zucken, glitt Christina vom Sofa und kniete sich zwischen seine Beine. Die Hände legte sie mit den Handflächen nach oben auf ihre Oberschenkel und den Blick richtete sie auf ihre Knie. Obwohl er vor nicht einmal einer Stunde erst gekommen war, konnte er nicht leugnen, dass sich etwas zwischen seinen Beinen regte.

“Es tut mir Leid.” Die Worte waren Musik in seinen Ohren.

“Du hattest heute eine Aufgabe.”, knurrte er und stützte sich mit den Unterarmen auf den Knien ab, sodass sein Gesicht dicht vor ihrem schwebte. “Warum hast du sie nicht erledigt?”

“Ich habe es vergessen, bitte entschuldige.” Es war schon sehr lange her, dass Christina tatsächlich eine seiner Aufgaben bewusst nicht erledigt hatte, deshalb zweifelte er nicht eine Sekunde daran, das sie es wirklich einfach vergessen hatte. Trotzdem war das natürlich inakzeptabel.
Wortlos stand er auf und ging nach oben, wo er ihren kleinen Vibrator aus der Kommode holte. Da er eine weite Jogginghose trug, konnte er ihn problemlos in der weiten Tasche verbergen.
Als er wieder bei ihr angekommen war, forderte er sie auf:“Stell dich hin und zieh’ deine Hose nach unten.” Seine Stimme war kühl und bestimmend, doch innerlich freute er sich auf das Kommende. Nachdem er sie so über seinem Schoß positioniert hatte wie er es gern wollte, lehnte er sich nach vorn. Sie quietschte leise und krallte sich an seinem Hosenbein fest, weil sie Angst hatte, von seinen Beinen zu fallen. Er grinste in sich hinein. Dass sie nach all der Zeit immer noch befürchtete, er würde sie fallen lassen. Stattdessen nahm er ihr Mobiltelefon vom Couchtisch und reichte es ihr. Sie warf ihm einen fragenden Blick über ihre Schulter hinweg zu.

“Du wirst auf Lautsprecher stellen und jetzt erledigen, was du schon heute Morgen hättest machen sollen.” Als er hörte wie die Verbindung aufgebaut wurde, fügte er wie beiläufig noch hinzu: “Oh, und wenn sie etwas merkt, dann schläfst du heute Nacht gefesselt am Fußende des Bettes.” Die Drohung zeigte Wirkung, denn sie versteifte sich merklich. Gerade als seine Finger durch ihre, vor Vorfreude bereits feuchte, Spalte fuhren, nahm Greta ab.

“Hallo?” Christina klang gelassen als sie antwortete.

“Hi Greta, hier ist Christina. Wo bist du…mpf…gerade?” Er hatte den Vibrator unauffällig aus seiner Tasche geholt und führte ihn zwischen Christinas Beine. Sie schaffte es, ihr Erschrecken mit einem Husten zu überspielen.

“Ich stehe mit Nikki vor dem Restaurant, ist das jetzt so eine Art Kontrollanruf oder was?” Christinas Atem ging schwerer, aber man hörte deutlich, dass Greta an einer befahrenen Straße stand, weshalb es ihr wohl nicht auffiel. Er schob seine Hand noch ein Stückchen weiter vor, bis er an Christinas Reaktion ablesen konnte, dass er ihre Klitoris gefunden hatte.

“Ne ne….ich wollte nur…” Sie brach ab und biss stattdessen die Zähne fest aufeinander, um nicht stöhnen zu müssen. Ihr Becken wand sich auf seinem Schoß und er fixierte sie so gut wie möglich mit seiner freien Hand, um sie ruhig zu halten.

“Du wolltest nur was? Ist alles in Ordnung?” Sie versteifte sich und warf ihm einen Blick über die Schulter zu. Er schüttelte den Kopf und sie wirkte erleichtert.

“Ähm ja alles gut, danke. Ich wollte nur fragen ob…ob du F-Freitag vorbei kommen wi- willst?”

“Ja klar, gerne. Ich hab bis um 12 Uni und würde dann noch kurz in die Wohnung fahren. Wann soll ich denn kommen?” Er erhöhte den Druck mit dem er das kleine Spielzeug gegen sie drückte und sie bäumte sich auf.

“Ähm…was?”

“Das heißt immer noch wie bitte, Frau Lektorin! Wann ich vorbeikommen soll.”

“Achso…ja. Mhm, abends?”

“Danke für die äußerst präzise Antwort. Ich bin dann um 18.00 Uhr da.” Sein Daumen fand einen der kleinen Knöpfe und stellte die Vibration auf die nächst höhere und damit maximale Stufe. Gleichzeitig ließ ihn Gretas Tonfall Grinsen. Normalerweise hätte Christina sie wohl zurechtgewiesen, aber danach schien ihr im Moment nicht der Sinn zu stehen.

“Und äh, willst du vielleicht über Nacht bleiben?” Das schien Greta anscheinend zu überraschen. Bisher hatte sie die Nacht noch nie hier verbracht.

“Okay, wenn ihr mögt, ich meine, wenn das für euch in Ordnung ist, gerne.” Wenn Greta gerade im Raum gewesen wäre, wäre sie rot angelaufen. Richard lächelte bei dem Gedanken daran. Er liebte es, wenn sie rot wurde. Ihr Körper reagierte einfach in jeder Hinsicht auf ihn.

“Was du meinst, Schlafanzug, Zahn…ah!” Sie schlug sich die Hand vor den Mund, doch das Stöhnen war mehr aus offensichtlich gewesen. Am anderen Ende der Leitung war zu hören, wie Greta laut die Nase rümpfte.

“Ihr zwei habt aber nicht gerade Sex, während wir telefonieren, oder!?” Christina konnte nicht antworten, Richard hatte genau den richtigen Punkt gefunden, um Christina alle Selbstbeherrschung vergessen zu lassen. Er genoss es wie sich ihr Körper vor Lust wand, während ihr Kopf ganz genau wusste, dass ihr eine sehr unangenehme Nacht bevorstand.

“Boah, ihr zwei! Ich geh’ nie wieder ans Telefon wenn ich weiß dass ihr beide zu Hause seid.” Richard beugte sich vor und nahm das Telefon aus Christinas bebender Hand.

“Christina hat gerade keine Zeit. Freitag um 6.”, sagte er kurz angebunden und legte dann auf, während er mit der anderen Hand den Vibrator abschaltete. Christina gab einen enttäuschten Laut von sich und legte die Stirn auf dem Unterarm ab. Er hörte, wie sie ein paar Mal tief durch atmete, bevor er ihr Hinterteil tätschelte.

“Tja, du weißt was das heißt?”

“Ja.” Er lächelte. Sie war viel zu gut erzogen um etwas anderes zu sagen.
 
 
 
 
Pünktlich um 18.00 Uhr klingelte es am Freitag an der Tür. Richard signalisierte Christina sitzen zu bleiben und ging selbst zur Tür. Das Lächeln das Greta ihm jedes Mal schenkte wenn sie ihn im Türrahmen erblickte, verursachte immer ein warmes Gefühl in seinem Bauch.
Diesmal wurde er jedoch enttäuscht. Als er die Tür öffnete, war Gretas Blick gesenkt. Leicht erbost stellte er fest, dass sie gerade fleißig irgendwas auf ihrem Mobiltelefon eintippte. Er runzelte die Stirn. Musste das ausgerechnet jetzt sein!?

“Hey.”, sagte sie und ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, doch ihre Augen folgten immer noch den Zeilen ihrer Nachricht. Erst als sie das Gerät verriegelte und sich in die hintere Hosentasche schob, begrüßte er sie ebenfalls und ließ sie ins Haus.

“Oh mein Gott, riecht das gut!”, rief sie und machte ein verzücktes Geräusch als sie den Flur betrat.

“Wir haben Pizza bestellt.”, informierte er sie und es rettete seine Laune ein Stück weit, dass ein begeistertes Funkeln in ihre braunen Augen trat.

“Ich liebe Pizza!” Sie hüpfte beinahe vor ihm her ins Wohnzimmer. Manchen Frauen musste man erst einen Privatjet oder teuren Schmuck kaufen; bei Greta reichte auch eine Pizza.
Sie begrüßte Christina ausgesprochen knapp und schoss dann direkt weiter in die Küche. Er lächelte bei dem Gedanken daran, wie unangenehm es ihr zuerst gewesen war in diesem Haus zu sein, verrückt, wenn man bedachte wie selbstverständlich sie sich mittlerweile hier bewegte.

“Hawaii!!!”

“Bevor du vor lauter Begeisterung einen Herzkasper kriegst, sagst du Bescheid, ja?”, rief meine Freundin lachend in Richtung Küche und klappte das Buch zu, das sie gerade gelesen hatte. Als Richard die Küche betrat, war Greta schon wieder am Handy zugange. Er streckte die Hand aus.

“Hergeben.”

“Was? Warum?”

“Das brauchst du heute Abend nicht.” Für einen klitzekleinen Moment glaubte er, den Widerstand in ihrem Gesicht lesen zu können, die er die letzten Male so vermisst hatte, doch dann nickte sie, warf einen letzten kontrollierenden Blick auf das Telefon und gab es ihm dann.

“Okay, können wir dann jetzt essen? Ich verhungere gleich!”

“So schnell verhungert man nicht. Aber ja, von mir aus können wir gern essen.” Er schnappte sich die Pappkartons die Christinas und seine Pizzen enthielten und bedeutete Greta, ihm mit ihrem Karton zu folgen.
Sie machten es sich auf dem Sofa gemütlich und kauten  alle eine Weile genüsslich, bevor Christina ihr angebissenes Stück aus der Hand legte und ihren Oberkörper weiter zu Greta drehte.

“Du solltest heute aus einem bestimmten Grund herkommen.” Etwas an ihrem Tonfall ließ Greta sofort misstrauisch werden. Sie beäugte erst Christina und dann ihr Pizzastück misstrauisch.

“Ihr seid jetzt aber nicht Mitglieder irgendeiner Sekte und habt mich gerade rituell vergiftet, oder?” Er lachte leise. Greta saß zwischen ihnen auf dem Sofa, hatte die Beine angezogen und während ihre Beine mit Christinas verschränkt waren, lehnte sie sich nach hinten gegen Richards Brust. Er beugte sich zu ihr hinab und flüsterte: “Du liest zu viele Urteile, meine Liebe.” Sie zuckte von ihm weg und lachte.

“Nicht, das kitzelt.”

“Was kitzelt? Das hier?” Spielerhaft blies er gegen ihren Hals und sie quietschte.

“Beim Essen spielt man nicht. Außerdem wollte Christina mir gerade etwas sagen. Wenn du sie also bitte nicht unterbrechen würdest.”, meinte sie in spielerhaft belehrendem Tonfall.

“Also erstens heißt das mit dem Essen spielt man nicht und zweitens hast du sie zuerst unterbrochen. Aber gut, rede ruhig weiter.”

“Ja wie gesagt, wir wollten dass du heute kommst, damit wir mal vernünftig reden können.”

“Und das soll was heißen?”

“Das soll heißen, dass wir dringend darüber sprechen sollten was wir hier machen und wie es uns damit geht.”, erklärte er. Es war schon lange überfällig, dass sie sich mal ganz ernsthaft und außerhalb einer sexuellen Situation über dieses Arrangement unterhielten.
Greta mochte zwar manchmal wie ein offenes Buch sein, aber Gedankenleser waren sie beide ja nunmal immer noch nicht. Zu seiner Überraschung trat ein schockierter Ausdruck auf ihr Gesicht.

“Ihr…wollt das beenden, oder?”, krächzte sie und sein Herzschlag stockte einen Moment. Christina griff nach Gretas Händen und sagte eindringlich: “Auf keinen Fall, Greta. So schnell lassen wir dich nicht gehen, wenn überhaupt jemals. Aber es ist wichtig über BDSM zu sprechen. Vor allem wenn so Vieles neu für einen ist. Richard und ich möchten uns einen Überblick darüber verschaffen wie es dir bisher geht und was du denkst.” Er konnte an seiner Brust spüren wie sie erleichtert ausatmete. Hatte sie wirklich geglaubt, dass sie sie einfach fallen lassen würden?

Zunächst fiel es Greta ziemlich schwer darüber zu sprechen und die anderen beiden mussten sie viel lenken, doch nach einer Weile redete sie wie ein Wasserfall und es wirkte als sei sie eigentlich sogar ganz froh, endlich mal alles im Detail loswerden zu können.
Sie erfuhren, dass sie zwar die ersten waren mit denen Greta BDSM aktiv auslebte, dass sie aber schon lange darüber phantasiert hatte - angesichts der Stärke mit der ihr Körper auf das Meiste reagierte wäre alles andere auch verwunderlich gewesen.
Sie hatte sich nur nie getraut mal in einen Club zu gehen, geschweige denn mit anderen Leuten in Kontakt zu treten.
Außerdem sprachen sie ausgiebig darüber wie sie für sich entdeckt hatte, dass sie bisexuell war und wie sich herausstellte hatten Greta und Christina in der Hinsicht viel gemeinsam.
Es wurde ein schöner entspannter Abend, dem später sogar noch eine Flasche Wein zum Opfer fiel. Als sie alle Gesprächsthemen soweit erschöpft hatten dass zumindest niemandem mehr etwas einfiel, war es schon fast Mitternacht. Da jeder bereits einen anstrengenden Tag hinter sich hatte, beschlossen sie, direkt ins Bett zu gehen.

Ein wenig überrascht war Richard dann doch darüber wie natürlich es sich an fühlte, dass Greta zwischen ihnen im Bad hin und her wuselte, sich die Zähne putzte und umzog. Eigentlich als wäre sie schon immer da gewesen.

“Auf diesen Tag habe ich gewartet seitdem ich das erste Mal hier drinnen war.”, verkündete sie und warf sich mit weit ausgebreiteten Armen in das große Bett. Richard und Christina legten sich auf jeweils eine Seite der Studentin und kuschelten sich eng an sie.
Nach den intimen Gesprächen schien die Verbindung die sie teilten noch umso stärker zu sein.
Und während ihm die Augenlider bereits zufielen, dachte sich Richard noch, dass es eigentlich schön wäre, jeden Abend neben ihr einzuschlafen.
 
 
 
“AAAAAAAHHHHH!” Richard schreckte hoch und fuchtelte wild mit den Armen. Gerade hatte er noch friedlich geschlafen….
Er brauchte ein paar Momente bis er verstand, was soeben passiert war. Zunächst wusste er nur, dass ihn etwas schmerzhaft im Gesicht getroffen hatte.
Als die erste Panik langsam abebbte, begriff er auch, was genau ihn da getroffen hatte. Wasser. Eiskaltes Wasser. Irritiert blickte er sich um und entdeckte Greta. Greta, die mit einem leeren Wischeimer in der Hand laut lachend an seiner Seite des Bettes stand. Seine Haare waren komplett nass, sein Gesicht und sein Oberkörper. Und das Wasser war so verdammt kalt, dass es förmlich auf der Haut stach. Er brauchte nicht lange um eins und eins zusammen zu zählen. Greta konnte sich kaum aufrecht halten vor Lachen.

“Na, wie fühlt sich das an, so ein bisschen kaltes Wasser völlig unerwartet und ohne Grund?” Natürlich wusste er sofort was sie meinte. Die Dusche. Die verfickte Dusche!

“Na warte!” Er wollte noch ihr greifen, doch sie tänzelte zur Seite. Die Bettdecke war schnell zurückgeschlagen und die Beine aus dem Bett geschwungen. Sie kreischte auf, warf ihm den Eimer in den Weg und flüchtete zur Schlafzimmertür. Ihr Glück dass er bis eben noch geschlafen hatte und sein Gleichgewichtsinn noch nicht völlig hochgefahren war, sonst hätte er sie noch im Schlafzimmer zu fassen gekriegt.
Stattdessen folgte er ihr mit schnellen Sätzen die Treppe hinunter und ins Wohnzimmer. Sie kreischte und lachte abwechselnd und stürzte zur Terrassentür. Allerdings ging die Schiebetür schwerer auf als sie angenommen hatte und sie entwischte seinem Griff nur ganz knapp, indem sie im richtigen Moment nach rechts sprang und in die Küche stürmte.
Ha, jetzt hatte er sie! Er machte den Fehler langsamer zu werden als er sich sicher war, sie genau dort zu haben wo er sie haben wollte, als sie plötzlich völlig entgeistert fragte: “Christina!? Was soll das denn jetzt!?” Alarmiert drehte er sich nach hinten um, wo natürlich niemand stand. Doch bevor sein Gehirn diese Information richtig kontextuiert hatte, war Greta bereits an ihm vorbei und aus der Küche gehuscht. Er fluchte laut.

Als er in den Flur platzte, lag Gretas Hand gerade auf der Haustürklinke. Sie würde doch nicht…?

“Tja.”, machte sie und riss die Tür auf. Ganz offensichtlich ging sie davon aus, dass er ihr nie im Leben nach draußen folgen würde, doch da irrte sie sich gewaltig. Diese kleine Schlampe! Er konnte sich kaum entscheiden was größer war, die blanke Wut auf sie, oder die Erleichterung, dass er sie doch nicht so schnell weichgekocht hatte.

Sie schrie panisch auf als ihr bewusst wurde, dass er ihr nach draußen gefolgt war. Sie sprintete los. Barfuß, nur mit ihrem kurzen Schlafanzug bekleidet, rannte sie die asphaltierte Straße entlang. Nach kurzem Zögern folgte er ihr.

Er war gerade in die Straße eingebogen als er das weitere schnelle Tapsen von Füßen hinter sich hörte. Anscheinend war Christina gefolgt.

“Richard, Greta, seid ihr verrückt geworden!?”, schrie sie, doch das interessierte ihn gerade nicht.

Auf gerade Strecke hatte sie ihm nichts entgegen zu setzen und er holte schnell auf. Vorsichtshalber legte er eine Hand über ihren Mund als er die andere von hinten um ihre Hüfte schlang. Gut, denn sie schrie laut. Die Nachbarn mussten ja nicht unbedingt die Polizei rufen.

Sie gebärdete sich dermaßen, dass er sie einfach kurzerhand über die Schulter warf. Das war zugegebenermaßen nicht ganz einfach, da sie eben doch keine Fee war, aber das war schneller als sie den ganzen Weg zurückzuzerren.

“223!”, schrie sie im Protest, während sie mit ihren Fäusten auf seinen Rücken hämmerte. Er grinste innerlich. Das Spiel beherrschte er auch.

“Du vergisst den 228! Und jetzt sei verdammt nochmal still, du weckst die ganze Nachbarschaft auf!” Danach hörte sie zumindest auf zu strampeln und ihn zu schlagen. Am Rande nahm er war, dass Christina ihnen immer noch hinterher hastete. In seinen Gedanken bettelte Greta bereits auf Knien um Verzeihung.
Die einzige Frage war, auf welche Art und Weise er sie dazu bringen würde.
 
 
 
 
 

Bewertung gesamt: 
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Kommentare

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Ein neuer Teil, darauf hab ich schon gewartet. ^.^ Er ist auch super geworden. Mir gefällt es das Greta wieder mehr zu sich findet und vielleicht ist es ja eine Übertragung von Christina das sie so gehorsam und nachgiebig gewesen ist. Immerhin kennt sie sich in diesen Bereichen nicht aus, sie kennt sich weder selbst noch den Umgang in diesen Situationen. Der Mensch versucht sich anzupassen und so ahmt sie vielleicht unbewusst nach was Christina ihr zeigt. So versuch ich mir das irgendwie zu erklären... 
Ansonsten wirklich sehr lustig und ich musste grinsen und kichern. Auch Richard ist diesmal sehr positiv weg gekommen wie ich finde. Diesmal war eben nicht der allmächtige Herrscher der über alles bestimmt und den Plan von allem hatte. Im Gegenteilt, ich fand es sehr gut das er in Gedanken so ausfallen geworden ist. Sonst immer so diszipliniert und ruhig, diesmal eben nicht. Hat mir sehr gut gefallen.
Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel und hoffe das wir nicht so lange warten müssen!
Lieben Gruß
Sagira

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Bild des Benutzers RedFoxi

Nein Spaß, ich weiß schon dass es ziemlich lange gedauert hat. Ich kann auch nicht versprechen dass es beim nächsten Kapitel viel schneller gehen wird, aber es wird weitergehen.
Vielen Dank für das Lob; es freut mich, dass dir die Geschichte weiterhin gefällt. So gut wie du hätte ich es gar nicht in Worte fassen können, aber ja, im Kern hast du es genau getroffen. Christina ist nunmal ihr submissives Vorbild und da versucht man natürlich, sich daran zu orientieren. Aber einmal Kratzbürste, immer Kratzbürste. :P
Ebenfalls hast du sehr gut erfasst, warum ich mich entschieden habe, Richards POV zu verwenden. Ich hatte das Kapitel schon aus Gretas Sicht angefangen, mich dann aber noch umentschieden. Um seine empathische Seite ein bisschen besser auszuleuchten.
Liebe Grüße
Füschchen

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Bild des Benutzers Felicia

Juhuu, ich dachte schon die Geschichte geht leider nicht mehr weiter, da wird tatsächlich plötzlich ein neuer Teil angezeigt! Du schreibst echt gut, hab da wenig zu bemängeln. Fand auch den POV Wechsel super gelungen, bringt etwas Abwechslung :) Und jetzt dürften wohl auch die kritischen Stimmen, die nach der kratzbürstigen Greta gefragt haben, wieder etwas besänftigt sein. Bin gespannt wie/ob es weitergeht.
Grüße Feli

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Bild des Benutzers RedFoxi

Nein, die Geschichte geht noch weiter, keine Angst!! Ich habe nur leider im Moment nicht so viel Zeit zum Schreiben und dieses Kapitel hat sich echt gezogen, weil ich es sehr schwierig fand auf einmal männlich und dominant denken zu müssen. ^^ Es freut mich, dass es gefallen hat.
Vielen Dank für dein Kommentar!
Liebe Grüße
Füchschen

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Bild des Benutzers Felicia

Haha, entschuldige meine Ungeduld, ein Autor sollte natürlich niemals unter Druck schreiben :D 
Auf die guten Geschichten wartet man ja auch gerne, deswegen mach weiter wie bisher und nimm dir die Zeit, die du brauchst :)
LG Feli

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Bild des Benutzers BoundJana

Auch wenn ich erst seit ein paar Tagen hier bin, aber Gott hab ich mich auf die Fortsetzung gefreut ^-^

Dein Schreibstil ist echt super gut und total unterhaltsam, die POV von Richard war zwar überraschend aber sehr gut umgesetzt. War zwar etwas ungewohnt das Kapitel mal Greta nur als Nebenakteurin zu erleben, aber so gibt's du Richard deutlich mehr Tiefe und lässt ihn mehr sein als der dominante Hausherr und Richter.
Ich fand es auch schön dass dieses mal ein wenig mehr auf die Beziehung zwischen Richard und Christina eingegangen wurde (ich persönlich würde ja echt gerne mal eine Art Vorgeschichte lesen, zum Beispiel wie die beiden sich zum ersten Mal getroffen haben ^-^).
Also im Prinzip wie immer: super geschrieben, super Erzählstruktur, die Charaktere sind etwas mehr gewachsen und die Atmosphäre zwischen den Dreien ist nochmal dichter geworden.
Freue mich auf das nächste Kapitel ^-^

Jana

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Bild des Benutzers RedFoxi

Hallo Jana,
also in meinem Kopf war Richard schon immer sehr einfühlsam und durchaus auch zärtlich :D aber das habe ich wohl nicht so gut vermittelt bekommen, daher der (wie du ja gesagt hast) unerwartete Sichtwechsel in diesem Kapitel. Ich bin froh, dass er gut angekommen ist.
Ja, eine "Prelude" der Beiden wäre tatsächlich interessant. Vielleicht werde ich zu einem geeigneten Zeitpunkt darauf zurückkommen. ;)
Vielen Dank für dein Kommentar!
Füchschen

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Bild des Benutzers r.desade

Positiv finde ich, dass die lange erwartete Fortsetzung erfolgt ist. Schön finde ich auch den Teil bei dem Richard und Christina alleine sind.
Zum Glück hast du auch darauf verzichtet das Gespräch von Greta, Richard und Christina in epischer Breite zu berichten.
Ebenfalls gefallen hat mir die Idee mit der alten Dame.
Mit dem Ende der Folge habe ich jedoch Probleme.
Müssen die denn unbedingt im Schlafanzug schlafen? Ich stelle mir das so richtig schön spießig vor. Vielleicht hat Richard noch einen mit Eingriff, damit er ihn nicht ausziehen muss. Wenigstens hat ja Christina ein erotisches Teil.
Und was soll die nächtliche Wasserplanscherei. So einfach aus dem Schlaf heraus für mich auch m Hinblick auf die Vorgeschichte, nicht nachvollziebar.
Dann frage ich mich noch, warum die alte Dame nicht auf die Idee gekommen ist, die Polizei zu rufen. Wäre bei der Situation naheliegend gewesen.
Aber es ist deine Geschichte.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht? Wie wäre es mit einer Kissenschlacht

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Bild des Benutzers Campanula

Hallo RedFoxi,
auch deine Geschichte gehört zu meiner regelmäßigen Lektüre. Schön geschrieben, angenehm zu lesen, interessante Dreierkonstellation, weckt Lust auf mehr. Der Perspektivenwechsel kam mir ein bisschen zu plötzlich und aus dem Nichts heraus. Das ist natürlich völlig in Ordnung. Dieses Forum ist eine Spielwiese, auf der wir bedenkenlos experimentieren und dabei auch unerwartete Haken schlagen können. Aber ich habe mich gefragt, warum du den Perspektivenwechsel eingebaut hast. Warum genügt es dir nicht, Richard durch Gretas Augen zu sehen? Wenn wir dabei seinen volles Potential nicht erkennen, so entspricht das schlicht der Realität, weil wir Menschen immer nur durch die Brille der eigenen Wahrnehmung sehen. (Ich finde es sogar besonders reizvoll, wenn das, was ein Erzähler sagt und das, was geschieht, nicht hundertprozentig übereinstimmt.) Und wenn du Richard zärtlicher und einfühlsamer darstellen möchtest, warum lässt du ihn dann nicht einfach Greta gegenüber so handeln?
Was ich einzig an deiner Geschichte vermisse, sind ein paar mehr Konflikte und emotionale Zwischentöne. Aber das ist meins, dafür habe ich eben ein besonderes Faible. Mir geht das alles ein bisschen zu glatt zwischen den dreien - und das, wo so eine Dreierkonstellation doch jede Menge Zündstoff birgt. Gibt es denn kein bisschen Eifersucht? Keine Zweifel, keine Skepsis? Alle lieben sich, alle passen super zueinander und erfüllen sich gegenseitig die geheimsten Wünsche - ich würde ja erwarten, dass sich in einer solchen Konstellation die Komplikationen, die bereits in einer normalen Zweierbeziehung auftreten, eher noch potenzieren. Wie gesagt: Das ist mein persönliches Ding, dem musst du keineswegs folgen. Aber so ein bisschen Gedankenaustausch belebt doch das Geschäft, nicht wahr?
Herzliche Grüße,
Campanula

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