Don't Judge Me 6

 
Die drei Tage bis Samstag waren die reinste Hölle. Richard, oder Mr. Arrogant wie ich ihn lieber wieder nannte, hatte es geschafft, dass ich an nichts anderes denken konnte als das nahende Wochenende. Er würde mich übers Knie legen…hatte er gesagt. Und er war einer der wenigen Menschen bei denen ich nicht eine Sekunde daran zweifelte, dass er halten würde was er versprach.
Das erste was ich tat als ich zu Hause war, war nach Pornos im Internet zu schauen. Ich hatte zwar schon öfters Filmchen die mit “Spanking” betitelt waren geschaut, aber jetzt schaute ich sie aus einer ganz anderen Perspektive. Der Großteil der Videos die ich mir anschaute waren einfach nur Müll, ein Klaps auf den Po und dann direkt zum Rein-Raus.
Aber manche waren richtig heiß und ich brachte mich an dem Abend noch zweimal selbst zum Orgasmus, während ich mir vorstellte, wie genau es sich anfühlen würde von Richard übers Knie gelegt zu werden.
In den Büchern die ich verschlang, wurde es immer als höchst erotisches Gefühl beschrieben, nicht wirklich als Schmerz, sondern mehr als reinen Lustgewinn. Ich war unglaublich gespannt und obwohl ich auch ohnegleichen nervös deswegen war, war meine Neugierde noch größer.
Noch erregender als die Vorstellung des Versohlens an sich, fand ich die Vorstellung von Richard dazu gezwungen zu werden. Ich war sehr neugierig, was er tun würde, wenn ich mich sträuben würde. Aber ich kannte ihn noch nicht besonders gut und wusste nicht wie er reagieren würde. Was wenn er mit den Schultern zucken würde, so nach dem Motto “Na dann eben nicht.”?
Er hatte keine Uhrzeit genannt wann ich kommen sollte, aber da er ja erwähnt hatte den Garten auswintern zu wollen, entschied ich mich am späten Vormittag hinzufahren. So würde ich nicht Gefahr laufen beim Frühstück oder Mittagessen zu stören, wäre aber auch nicht unbedingt zu spät.
Mit klopfendem Herzen klingelte ich also um 11.00 Uhr bei Richard und Christina zu Hause. Es dauerte nicht lange bis die Tür geöffnet wurde und Christina mich anstrahlte. Zur Abwechslung hatte sie die rotbraunen Haare zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden. Sie trug eine lässig sitzende Jogginghose und ein weites T-Shirt. Anscheinend war sie voll im Wochenendmodus - und sah trotzdem noch unglaublich heiß dabei aus.
“Hey.”, lächelte ich und trat ein. Ich musste einfach immer lächeln, wenn ich Christina das erste Mal an einem Tag sah. Jedes Mal wieder fühlte es sich an als würde der Käfig mit den Schmetterlingen in meinem Bauch geöffnet werden. Sie fackelte nicht lang, sondern zog mich in ihre Arme. Halb erwartete, beziehungsweise erhoffte, ich einen Kuss, doch sie zog mich nur in eine feste Umarmung. Sie roch unglaublich gut, so als käme sie gerade aus der Dusche.
“Man kann dir die Nervosität an der Nasenspitze ablesen.”, hauchte sie an meinem Ohr und ich erschauerte. Eine wohlige Gänsehaut legte sich über meine Unterarme. Nachdem ich das Gefühl hatte die normale Zeitspanne einer Umarmung sei erfüllt, wollte ich mich automatisch wieder von ihr lösen, doch sie hielt mich fest. Mein Atem wurde flacher als sie mit ihrer Nasenspitze meine Ohrmuschel entlang fuhr. Haltsuchend legte ich meine Hände auf ihre Hüften. Ich konnte die Wärme ihrer Haut sogar durch den Stoff des T-Shirts fühlen.
“Richard ist im Garten, wir sind ganz ungestört.”, flüsterte sie und platzierte einen zärtlichen Kuss hinter meinem Ohr. Meine Knie wurden buchstäblich weich.
“Mhm.”, machte ich nur, da ich zu mehr Artikulation einfach nicht im Stande gewesen wäre.
Sie schob mich ein Stück von sich weg und küsste mich. Was sehr zärtlich begann wurde schnell leidenschaftlicher. Ihre Hand fand sich in meinem Haar wieder und ihre Lippen forderten meine. Willig gab ich mich dem Kuss hin. Es fühlte sich einfach so gut an. Sie roch so gut, schmeckte unglaublich gut und fühlte sich fast noch besser an. Ihr Duft benebelte mir die Sinne und ich kam mir vor als wäre ich auf einem Drogentrip - nicht dass ich schon mal Drogen genommen hätte, aber so stellte ich es mir vor.
Viel zu früh löste sie sich von mir und lächelte mich an, während mein Atem unglaublich flach ging.
“Na los, ab mit dir. Richard hat schon geschimpft.” Das holte mich dann doch relativ schnell in die Realität zurück.
“Wie, geschimpft? Was soll das denn heißen?” Er hatte mir überhaupt keine Uhrzeit genannt! Wie konnte er sich dann aufregen wenn ich nicht da war? Vor allem konnte er sich in dem Fall glücklich schätzen, dass ich mich nicht doch entschieden hatte, erst nachmittags zu kommen.
Christina begleitete mich ins Wohnzimmer und führte mich zu der Terrassentür. Das schönste am Garten war, dass er komplett von den Blicken der Nachbarn abgeschirmt war.
Diverse Sichtschutze und Büsche waren geschickt platziert worden, sodass das kleine Paradies komplett verborgen lag. Ich stand auf einer mit Steinfliesen ausgelegten Terrasse, auf der sich ansonsten eine kleine Garnitur Gartenmöbel und ein Grill befanden. Ein Gartenhaus gab es nicht, ich wusste dass die beiden ihr Gartenzubehör in der Garage aufbewahrten. Das Zentrum des Gartens war der rechteckige Pool, der in den Boden eingelassen war. Dort fand ich auch Richard.
Bei seinem Anblick konnte ich einfach nicht anders und musste lachen. Bisher hatte ich ihn, wenn schon nicht im Anzug, dann mindestens in dunkler Jeans mit weißem Hemd gesehen.
Nun kniete er in der Mitte des leeren Pools, genau wie Christina in Jogginghose und dazu einen weiten Strickpulli. Es sah unglaublich niedlich aus, wie er dort auf seinen Knien herumrutschte und die Plane schrubbte.
Mein Lachen ließ ihn aufschrecken. Sein Blick verfinsterte sich.
“Was gibt es denn da zu lachen?”
“Nichts.”, winkte ich beschwichtigend ab, grinste aber trotzdem weiter. Mr. Arrogant in Jogginghose und Gummistiefeln. Ich schwor mir, dieses Bild für immer in meinem Gedächtnis abzuspeichern.
“Ich dachte schon du hättest mich versetzt.”, meinte er, während er aufstand. Stehend reichten seine Schultern fast an den Rand des Beckens. Ich schnaubte und verschränkte die Arme vor der Brust.
“Du hast überhaupt keine Uhrzeit gesagt wann ich hier sein soll. Du hast nur Samstag gesagt.”
“Du hättest nachfragen können. Wenn du nicht nachfragst gehe ich davon aus, dass du die Aufgabe zu meiner Zufriedenstellung erledigst. Und ich habe dich schon vor zwei Stunden erwartet.” Ich fühlte wie meine Kinnlade den Kontakt zu meinem Oberkiefer verlor. Das war sowas von unfair!
“Aber sonst geht’s dir gut? Sei froh dass ich überhaupt so früh hier bin, eigentlich wollte ich erst heute Nachmittag kommen!” Dass mich meine unbefriedigte Libido dazu bewegt hatte doch früher zu kommen, verschwieg ich an dieser Stelle mal gekonnt. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen.
“Mit dem Tonfall kannst du gleich wieder nach Hause fahren. Willst du das?” Sein Tonfall hatte sich verändert, ging mir unter die Haut. Er war die pure Dominanz, obwohl ich ihm von meiner Position locker auf den Kopf hätte spucken können. Während mein Kopf ihn dafür hasste, klatschte mein Körper erfreut in die Hände. Seine Stimme wanderte direkt zwischen meine Beine. Kleinlaut erwiderte ich: “Nein.”
“Na also, dann spar dir doch bitte deine neunmalklugen Sprüche.” Als ich nicht reagierte, wurde er wieder freundlicher.
“Kannst du Rasen mähen?”
“Wie bitte?”
“Ob du weißt wie man mit einem Rasenmäher umgeht.”
“Achso, ja, weiß ich.” Das hatte ich schon bei meinen Eltern früher immer machen müssen. Er wirkte zufrieden.
“Gut. Christina weigert sich nämlich vehement, ihn auch nur anzufassen.” Es fiel mir sehr schwer mir vorzustellen, wie Christina sich bei irgendwas von Richard weigerte, verkniff mir den Spruch aber.
Er deutete in Richtung Rückwand der Garage in die eine kleine Tür eingelassen war. Dort stand bereits ein wartender Rasenmäher.
“Es wäre super wenn du schon mal mähen würdest, dann putze ich solange die Plane zu Ende. Danach hänge ich den Schlauch rein.” Ich nickte und machte mich direkt an die Arbeit. Nach einer Weile gelang es mir den Lärm ganz gut auszublenden und ich genoss die stumpfsinnige Arbeit. Ganz viel Grünfläche hatten die beiden nicht, sodass ich relativ schnell fertig war.
“Ich wollte noch gerne die Regenrinne sauber machen. Würdest du die Leiter dafür halten?” Ich nickte. Also holte er eine Leiter aus der Garage und machte sich daran Tonnen von Blättern und Erde aus der Rinne zu fischen. Ich stand am Fuß der Leiter, einen Fuß auf der untersten Sprosse, die Hände seitlich von den Sprossen, um ihn möglichst stabil zu halten. Immer wenn er sich nicht weiter zur Seite lehnen konnte zogen wir ein Stück weiter nach links.
Währenddessen unterhielten wir uns eigentlich ganz angenehm. Ich war überrascht wie aufmerksam er zuhörte und auch ihm schien es nichts auszumachen mir von der Arbeit zu erzählen. Ich hing ihm an den Lippen. Wenngleich es bisher ein riesiger Störfaktor für mich gewesen war, dass er Jurist war, entdeckte ich jetzt zum ersten Mal die Vorteile. Ich liebte es, wenn ältere Juristen die bereits ins Berufsleben eingestiegen waren von ihrer Arbeit erzählten.
Um ihn nicht zu nerven und ihm nicht auf den Senkel zu gehen musste ich mich oft zurückhalten wenn er von einem Fall erzählte, damit ich nicht hundert Fragen dazu stellte. Ich wollte ihn nicht langweilen oder ihm das Gefühl geben, ihm zu sehr zu Leibe zu rücken.
“Und was willst du mal machen wenn du mit dem Studium fertig bist?”, fragte er irgendwann, als wir beim letzten Stück der Regenrinne angekommen waren. Ich überlegte kurz. Irgendwie scheute ich mich davor zu sagen, dass ich selbst auch in die Justiz gehen wollte.
“Ich weiß noch nicht. Ich kann mir viele verschiedene Sachen vorstellen. Kommt ja aber ganz auf die Noten an.”
“Was ist denn dein Ziel? Also als Abschlussnote?”
“Prädikat.” Ich rechnete damit dass er lachen oder die Augen verdrehen würde, weil das vermutlich die Standardantwort war. Doch stattdessen drehte er seinen Kopf ein wenig um mich über seine Schulter hinweg anschauen zu können und nickte anerkennend.
“Ich hatte auch nicht weniger von dir erwartet.” Erstaunt stellte ich fest, dass mich seine Worte mit Stolz erfüllten. Es war etwas komplett anders ob einem Freunde und Familie sagten dass man etwas schaffen konnte, was natürlich trotzdem auch schön war, oder jemand der selbst in der gleichen Situation gesteckt hatte und genau wusste wovon man sprach.
Gerade als Richard von der Leiter stieg, wurde die Tür aufgezogen und Christina steckte ihren Kopf heraus.
“Greta, magst du einen Eiskaffee?”
“Ja, gerne.”
“Richard?”
“Normaler Kaffee wäre super, danke.”
Nachdem Richard die Leiter wieder in die Garage gebracht hatte, bedeutete er mir mich auf einen der Gartenstühle zu setzen. Er ließ sich gegenüber von mir in einen Stuhl sinken, streckte die Beine aus und schloss entspannt brummend die Augen.
“Was muss jetzt noch gemacht werden?”, fragte ich. Er öffnete die Augen wieder und fixierte mich mit seinen eisblauen Augen.
“Ich muss gleich noch den Sandfilter entkalken und in Betrieb nehmen. Wenn du magst kannst du die Rosen schneiden und altes Laub und Unkraut aus den Beeten entfernen.” Ich nickte. Er seufzte erleichtert.
“Super, vielen Dank! Damit bist du eine große Hilfe.”
In dem Moment kam Christina mit einem kleinen Tablett aus dem Haus.
 
Alles in allem wurde es ein vergleichsweise normaler Nachmittag. Nachdem wir den Kaffee ausgetrunken hatten, gesellte Christina sich zu uns in den Garten und begann die Fenster und die Möbel zu putzen, während Richard sich weiter um den Pool kümmerte und ich mich über die Blumenbeete hermachte.
Wir harmonierten wirklich gut - nicht bloß was sexuelle Spannungen anging, sondern auch als Team waren wir sehr gut. Die Atmosphäre war sehr angenehm, egal ob wir uns unterhielten oder einfach nur gemeinsam schwiegen.
Als wir endlich fertig waren und Richard nichts mehr wusste was er uns sonst noch aufs Auge drücken konnte, hatte ich seine Drohung vom Dienstag tatsächlich fast vergessen.
Richard zog die Terrassentür hinter sich zu.
“Ich springe schnell unter die Dusche.”, meinte er.
“Ähm.” Ich stand ein wenig planlos in der Gegend rum. “Soll ich dann einfach nach Hause fahren?”
“Müssen wir dich wieder festbinden?” Abwehrend hob ich die Hände und trat unwillkürlich einen Schritt zurück.
“Whoa, so war das nicht gemeint! Ich dachte nur, wenn alles an Arbeit erledigt ist und du jetzt eh duschen gehen willst…”
Richard kam auf mich zu und ich zwang mich, nicht zurück zu weichen, was mich angesichts der Kälte die in seinem Blick lag ziemlich viel Überwindung kostete.
“Du bleibst schön hier. Glaubst du etwa ich hätte vergessen, dass wir beide noch eine Rechnung offen haben?” Ich schluckte. Mein Mund öffnete sich, aber ich brachte keine Worte hervor. Richard nickte.
“Gut. Also, ich gehe jetzt duschen. Christina, wehe dir, wenn Greta in der Zwischenzeit abhaut!” Mit einem warnenden Blick an Christina stapfte er aus dem Wohnzimmer.
“Da wird ja die Milch sauer.”, murmelte ich, als er aus dem Raum war. Sie lachte und wir gingen zum Sofa hinüber, wo wir uns setzten.
Automatisch zogen wir beide die Beine an, sodass sich unsere Zehenspitzen auf dem Polster berührten. Ein elektrisches Prickeln fuhr meine Beine hinauf und sammelte sich in meinem Unterleib.
“Deine Nachricht unter diesem Kassenzettel hat Richard seitdem schlaflose Nächte bereitet.” Sie kicherte. “Ich glaube wenn er gekonnt hätte, wäre er direkt zurück in das Restaurant marschiert und hätte dich vor den Augen aller bestraft.” Meine Augen wurden groß. Aber das hätte er sich ja wohl nicht wirklich getraut…oder!?
“Macht ihr beide das oft?”, fragte ich und studierte meine in meinem Schoß verschränkten Hände.
“Machen wir was oft?”
“Diese ganze Bestrafen-Sache?” Sie lachte.
“Hm, geht so. Also in der Regel gebe ich ihm keinen Anlass mich zu bestrafen, außer ich möchte mal wieder bestraft werden, oder ihm ist danach - dann kann er innerhalb von Minuten ein Szenario schaffen, bei dem ich nur verlieren kann.” Bei den letzten Worten lächelte sie verliebt. Ich konnte mir bildhaft vorstellen wie Richard ihr eine Falle stellte, in die sie blindlinks hineintappte.
“Du möchtest mal wieder bestraft werden?” Ungläubig sah ich sie an. Sie lächelte.
“Das würdest du wahrscheinlich noch nicht verstehen. Warte noch ein paar Wochen, dann weißt du genau was ich meine. Wobei, bei dir werden Richard die Bestrafungsgründe vermutlich sehr lange nicht ausgehen.” Sie lachte leise, so als würde sie einen privaten Witz genießen, der sich mir irgendwie nicht erschloss.
“Ähm…aha. Ist Richard Schnellduscher oder Langsamduscher?”, fragte ich schließlich, um die Stille zu überbrücken.
“Unterschiedlich. Wieso, ist da jemand ungeduldig?” Wissend grinste sie mich an. Ich versuchte mich zwar an einem empörten Gesichtsausdruck, aber den schien sie mir nicht wirklich abzukaufen.
Eine Weile saßen wir schweigend da, bis eine Stimme von oben rief: “Greta?”
“Ja?”, rief ich zurück.
“Wenn du auch duschen willst, solltest du jetzt hochkommen.” Ich zögerte. Obwohl ich mich gerade mit Christina über Bestrafungen unterhalten hatte, meldete sich ein kleines Stimmchen in meinem Inneren und sagte, dass man nicht einfach bei Leuten duschen ging die man erst so kurz kannte und für die man oben drein noch arbeitete.
“Na geh’ schon. Wenn er es dir anbietet dann meint er es auch. Bei Richard kannst du vergeblich darauf warten, dass er dir etwas nur aus Höflichkeit anbietet.”, raunte Christina, die mein Debakel auf wundersame Weise nachvollziehen konnte.
“Okay.” Ich stand auf und ging nach oben in das Badezimmer. Richard kam mir entgegen. Jetzt trug er wieder eine dunkle Jeans und dazu ein eng anliegendes schwarzes Shirt. Seine schwarzen Haare glitzerten feucht. Er gab mir ein großes flauschiges Handtuch und ließ mich allein.
 
Als ich mich auszog fiel mir auf, dass ich tatsächlich ziemlich eklig war. Ich roch nach Rasen und Erde, meine Haare sahen aus als hätte eine Schar Hühner darin genistet und meinem Gesicht sah man deutlich an, dass ich geschwitzt hatte.
Das heiße Wasser - ich duschte immer sehr sehr heiß -, tat unglaublich gut und als ich wenig später mit gewaschenen Haaren und nach Duschgel riechend aus der Kabine trat, fühlte ich mich gut.
Ich nahm das große Handtuch und rubbelte mich damit wenig zeremoniell ab. So gut es ging trocknete ich meine langen Haare und kämmte sie mit einer Haarbürste, von der ich vermutete dass sie in Christinas Eigentum stand. Sie hätte bestimmt nichts dagegen.
Gerade wollte ich wieder in meine Klamotten schlüpfen - ich hatte leider keine Wechselkleidung dabei, als auf einmal die Tür geöffnet wurde. Panisch kreischte ich auf und wickelte mich gerade noch so in das Handtuch ein, bevor Richard in den Raum kam.
“Was zur Hölle!?”, fauchte ich und hielt die Haarbürste wie ein Laserschwert vor mich. Ich musste so bescheuert aussehen, dass selbst Richard bei meinem Anblick nicht ernst bleiben konnte.
“Okay Skywalker, krieg dich wieder ein. Ich dachte wir kürzen das Ganze ein wenig ab.”
“Wie abkürzen? Was?” Verständnislos glotzte ich ihn an, ließ aber die Haarbürste sinken. “Kann ich mich vielleicht erst mal wieder anziehen!?” Er schüttelte den Kopf.
“Nö. Aber du darfst mir das Handtuch geben.” Fordernd streckte er die Hand danach aus. Ich wich zurück.
“Wovon träumst du nachts!?”, spuckte ich. Ich hatte mir fest vorgenommen seine so genannte Bestrafung widerstandslos über mich ergehen zu lassen, aber es hatte niemand etwas davon gesagt, dass ich dabei nackt sein würde! An sich hatte ich mit Nacktheit kein sonderlich großes Problem, noch nie gehabt, aber mich einfach so vor ihm zu entblößen, während er Hose und Shirt trug, wäre sehr erniedrigend. Seine Augenbrauen wanderten langsam nach oben, was nichts Gutes für mich bedeuten konnte.
“Also schön. Ich mache dir einen Vorschlag. Du kannst das Handtuch behalten.” Ich schnappte ungläubig nach Luft. “Und ich bestrafe dich statt mit der Hand mit dem Rohrstock.” Panik machte sich in mir breit. In seinem Gesicht erkannte ich ganz genau, dass er es todernst meinte.
Ich dachte an Christinas Gesichtsausdruck als er sie mit dem Rohrstock geschlagen hatte und an das fiese Geräusch als das Ding durch die Luft gefahren war. Reflexartig schüttelte ich den Kopf.
“Oder,” fuhr er fort. “Du gibt mir jetzt brav das Handtuch und wir bleiben bei dem ursprünglichen Plan.” Seine Stimme war zuckersüß, doch in seinen Augen stand der Sadismus geschrieben. Er genoss es, mich in diese Situation zu stecken.
Entweder ich behielt den dürftigen Schutz des Handtuchs und würde dafür wahrscheinlich bei dem ersten Schlag zusammenbrechen, oder ich musste mich vor ihm erniedrigen und ihm den letzten Sichtschutz der mir noch blieb geben und dafür…nur welche mit der Hand kriegen.
Ein kleiner Teil meines Gehirns konnte es kaum glauben, dass ich wirklich hier stand und mit mir debattierte, ob ich der Hand oder dem Rohrstock den Vorzug gab!?
Langsam, ganz langsam, löste ich das Handtuch und warf es ihm zu. In der Sekunde in der er danach griff hatte ich Zeit, einen Arm notdürftig vor meine Brust zu klemmen und eine Hand über meine Scham zu legen.
“Dreh’ dich um.”, kam die knappe Anweisung von ihm. Ich schluckte. Ich sah keinen Weg wie ich meinen Hintern vor seinen Blicken schützen könnte.
“Jetzt!” Innerlich fluchend tat ich was er wollte. Es dauerte nicht lange bis ich seine Schritte hinter mir hörte. Ich zuckte leicht zusammen, als ich seine Hände auf meinen Hüften spürte. Sein Atem strich über meinen Nacken und er hauchte mir einen sanften Kuss auf mein Schulterblatt.
“Du bist wunderschön, es gibt überhaupt keinen Grund sich zu zieren oder sich zu schämen, hast du verstanden?” Er zog eine Linie an Küssen von meinem Schulterblatt über meine Schulter zu meinem Hals. Ich ertappte mich dabei, wie ich den Kopf leicht nach links neigte um ihm besseren Zugang zu gewähren. Mein Hals war so unglaublich empfindlich und seine Lippen fühlten sich an als würde jemand alle meine Nervenenden auf einmal reizen. Plötzlich schoss ein stechender Schmerz über meine Haut. Er hatte mich gebissen. Der Biss zog von meinem Hals direkt in meine pochende Mitte.
“Hast du das verstanden?”, fragte er noch einmal. Ich nickte, erinnerte mich dann aber an das was er gesagt hatte, als ich das erste Mal hier gewesen war.
“Ja.”
“Gut.” Seine Hände wanderten von meinen Oberarmen meine Arme hinab. Ich genoss seine Berührungen, bis ich auf einmal etwas kühles an meinem Handgelenk spürte. Ich schaute hinab und sah, dass es eine Ledermanschette war. Bevor ich protestieren oder meinen Arm wegziehen konnte, hatte er sie schon befestigt und während ich die Fessel betrachtete, wiederholte er das Gleiche an meinem anderen Handgelenk. An beiden waren Karabiner befestigt und wofür die gut waren erfuhr ich, als er meine Arme auf meinen Rücken führte und die Karabiner dort miteinander verhakte.
Panik überkam mich als ich daran zerrte und bemerkte, dass ich sie nicht mehr rühren konnte. Bevor mich die Panik jedoch ernsthaft übermannen konnte, schlang Richard von hinten seine Arme um mich und zog mich so an seine starke Brust.
“Sh.”, machte er beruhigend. “Glaub mir, ohne Fesseln still zu halten ist wesentlich schwieriger.”
“Ich weiß nicht ob ich das wirklich will.”, krächzte ich. Ich erstarrte als seine Hand völlig unvermittelt zwischen meine Beine fasste. Ich hätte ihm nicht ausweichen können, hinter mir war nur er und er hielt meinen Brustkorb noch immer mit seinem linken Arm umschlungen.
Sofort kletterte mir wieder die Röte ins Gesicht. Er brummte zufrieden als seine Finger meine feuchte Mitte trafen. Ich schämte mich währenddessen in Grund und Boden. Mein Geschlecht war unglaublich nass und ich wusste es.
“Da ich mal nicht davon ausgehe dass das vom duschen kommt, glaube ich, schon dass du es willst. Sehr sogar.”, hauchte er an meinem Ohr und knabberte daran.
Verzweifelt biss ich mir auf die Unterlippe um nicht leise zu stöhnen. Es war gut, dass er mich so fest hielt, denn ansonsten wäre ich ihm vermutlich weggesackt.
“Komm mit.”, flüsterte er, was irgendwo rhethorisch gemeint gewesen sein musste, denn er legte die linke Hand auf meine Schulter und die Rechte auf meine gefesselten Handgelenke, um mich so langsam vor ihm herzuschieben. Er schob mich ins Schlafzimmer, wo Christina auf dem Bett saß.
Ich hatte schon ganz vergessen dass sie ja auch noch da war. Schmerzlich wurde mir wieder bewusst, dass ich komplett nackt war und dass Christina alles, wirklich alles sehen konnte.
Zum ersten Mal wirklich begann ich, mich zu wehren. Ich stemmte die Fersen in den Boden und wand mich, versuchte mich von Christina weg zu drehen. Richards Hand fand ihren Weg in meine Haare und riss meinen Kopf in den Nacken. Ich stöhnte. “Ah!” Das Brennen auf meiner Kopfhaut brachte mich dazu still zu halten.
Ohne den Zug in meinen Haaren auch nur ein wenig zu mildern schob er mich weiter vorwärts, bis ich die Matratze des Bettes an meinen Oberschenkeln spürte.
Zischend zog ich die Luft ein als er mich nach vorn stieß. Da meine Hände auf meinem Rücken waren hatte ich keine Möglichkeit mich abzufangen oder das Gleichgewicht zu halten, sodass er mich praktisch an den Haaren auf die Matratze hinabsinken ließ. Es brannte wie Feuer.
Christina legte sich auf den Bauch und robbte vor, sodass unsere Nasenspitzen sich fast berührten.
“Hey there, pretty one.”, murmelte sie und küsste mich. Trotz meiner eher unangenehmen Position genoss ich den Kuss.
Richard stellte meine Füße bis vorne an das Bett, sodass mein Bauch den Kontakt mit der Matratze verlor. Seine Hand in meinem Rücken bedeutete mir ein Hohlkreuz zu machen. Wir küssten uns noch immer, als Richard hinter mir sagte: “Christina wird entscheiden wann ich aufhöre.” Meine Lippen erstarrten in ihrer Bewegung und ruckartig zog ich mich aus dem Kuss zurück. Christina grinste diabolisch und strich mir zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
“Was hast du denn? Wo ist denn jetzt dein freches Grinsen hin? Ich habe dir doch gesagt, dass ich mich für die Nummer mit dem Rohrstock revanchiere.” Tatsächlich musste mir alles aus dem Gesicht gefallen sein.
Darauf hatte mich keins meiner Bücher oder irgendein Porno vorbereitet!? Ich schluckte. Intuitiv hätte ich ja gesagt, dass das so für mich besser war, dass Christina bestimmt Mitleid mit mir haben würde und das Ganze ein schnelles Ende finden würde, doch ihr Gesichtsausdruck sagte etwas völlig anderes. Sie würde mich leiden lassen.
“Also.”, sagte Richard, den ich nicht sehen konnte, fast geschäftsmäßig.
“Du weißt warum du bestraft wirst?” Ich nickte, sagte dann aber schnell: “Ja.”
“Warum?”
“Weil ich in dein Glas gespuckt habe.”
Erwartungsvoll spannte ich den ganzen Körper an, wartete auf den ersten Schlag.
Zu meiner Überraschung war er gar nicht so schmerzhaft wie ich erwartet hatte. Es brannte zwar kurz als seine Handfläche auf meine Haut traf, aber das Brennen wich schnell einem angenehmen Prickeln.
Es war tatsächlich wie in den ganzen Büchern! Das Gefühl der Schläge auf meinem Hintern war unglaublich lustvoll und ich hatte das Gefühl, buchstäblich auszulaufen.
Irgendwann schloss ich die Augen und gab mich ganz dem Gefühl der Schläge hin. Ein leises Stöhnen kam über meine Lippen. Als Richard irgendwann aufhörte, hätte ich es tatsächlich lieber gehabt, er würde weitermachen.
“So, ich würde sagen du bist gut aufgewärmt.”, murmelte er und fuhr mit seiner Hand über meinen Hintern. Ich erstarrte. Wie bitte!? Bevor ich den Mund allerdings auch nur aufmachen konnte, war ein lautes Klatschen zu hören und ein höllisches Brennen machte sich auf meiner Haut breit. Ich schrie, weil ich mit dieser Intensität nicht gerechnet hatte.
“Au!”
“Au?”, er lachte. “Du hast ja wohl nicht ernsthaft gedacht, dass das schon die Bestrafung war, oder?” Wieder schlug er zu und ich zog scharf die Luft ein.
Unerbittlich prasselten die Schläge auf mich ein, bis ich begann mich zu winden und bei jedem Schlag aufschrie. Tränen schwammen mir in den Augen und ein dünner Schweißfilm überzog meine Haut. Mittlerweile lag seine Hand bereits fest in meinem Rücken, da ich nach jedem Schlag aus dem Hohlkreuz gezuckt war.
“Ich höre noch immer keine Entschuldigung.”, meinte Richard irgendwann. Meine gesamte Kehrseite schien nur noch aus Schmerz zu bestehen. Auch sein Atem hatte sich etwas beschleunigt, aber das war mir jetzt herzlich egal. Mir war alles egal. Er sollte nur aufhören.
“E-Es tut mir leid!”, wimmerte ich und zuckte zusammen als ich eine Berührung auf meinem Hintern spürte. Doch es war nur seine Hand, die über meine glühende Haut fuhr. Sie fühlte sich kühl auf der erhitzten Haut an. Wohltuend kühl.
“Was tut dir leid?”
“Dass i-ich in d-dein G-Glas gespuckt h-habe.” Eine einzelne Träne lief meine Wange hinab und ich schniefte laut, was wenig damenhaft war, aber auch das war mir im Moment absolut egal. Zu den Schmerzen auf meinem Hintern kamen noch die Schmerzen in meinen Schultern hinzu; es war unglaublich anstrengend die Arme in dieser restriktiven Position fixiert zu haben.
“Hm, Christina?” Durch einen Tränenschleier blickte ich zu Christina auf.
“Ich glaube sie meint es noch nicht ernst.”
“W-Was!? Doch, ich…ah!” Richard hatte wieder angefangen mich zu schlagen. Meine Dämme brachen komplett und ich begann zu heulen. Ich blickte zu ihr auf und begann zu betteln: “Bitte Christina, b-bitte! Ich k-kann nicht m-mehr!”, stammelte ich.
“Du kannst nicht mehr oder du willst nicht mehr?” Für diesen Spruch hätte ich ihr normalerweise die Augen ausgekrazt, aber in mir regte sich nicht der kleinste Widerstand.
“I-Ich kann nicht mehr.”
“Hör auf, Richard.”, sagte sie leise und sofort hörten die Schläge auf. Schluchzend und schniefend vergrub ich mein Gesicht in der Matratze hinter mir. Ich spürte wie Christina sich über mich beugte und die Manschetten voneinander löste.
“Vorsichtig.”, murmelte sie und langsam bog sie meine Arme wieder nach vorne. Meine Arme waren trotz der relativ kurzen Zeit sehr steif geworden und es schmerzte sie wieder nach vorne zu nehmen. Richard nahm meine Beine und legte sie zu mir aufs Bett, bevor er zum Kopfende ging und mich sanft weiter nach oben zog, sodass ich ausgestreckt auf der Bettdecke lag. Es war mir sogar egal dass ich splitterfasernackt war, während die beiden voll angezogen waren.
Das einzige was ich empfand war Schmerz und Dankbarkeit dass er aufgehört hatte.
Ich spürte Christina neben mir, die sich ausstreckte und von der Seite an mich schmiegte. Sie strich mir das noch feuchte Haar aus dem Gesicht, sodass wir uns anschauen konnten.
“Du warst wundervoll, es war sehr heiß dir zuzuschauen.”, murmelte sie und platzierte ein unschuldiges Küsschen auf meiner Nasenspitze. Bei ihren Worten musste ich doch lächeln.
“Na siehst du.” Sie wirkte zufrieden. Ich quietschte erschrocken auf und meine Hände schossen nach hinten als ich etwas kaltes an meinem Po spürte.
“Ganz ruhig, das ist eine Salbe die die Haut beruhigt.”
Christina lächelte und erklärte: “Wenn ich mich bei einer Bestrafung gut benehme und sie mit Würde ertrage, bekomme ich danach auch immer von der Salbe.”
“Und wenn nicht?”
“Dann muss der Schmerz von alleine abklingen.” Tatsächlich verschwand das schmerzhafte Brennen fast sofort als die Salbe meine Haut berührte. Zurück blieb ein dumpfes Pochen, das durch meinen gesamten Körper zu hallen schien.
Obwohl ich mir während der Züchtigung nichts sehnlicher gewünscht hatte als dass es endlich vorbei wäre, so musste ich jetzt doch feststellen, dass sie mich unbemerkt an einen völlig neuen Ort katapultiert hatte. In meinem Inneren herrschte eine mir völlig unbekannte Leere. In der letzten halben Stunde hatte ich an nichts gedacht, nicht an die Uni, meine Familie, meine Finanzen, den Inhalt meines Kühlschranks - einfach an nichts, was extrem untypisch für mich war. Und auch jetzt, als ich so ausgestreckt auf dem Bett lag, verspürte ich nicht den Hauch eines Verlangens mir über irgendwas den Kopf zu zerbrechen.
Ich hatte erwartet, dass ich bereit sein würde die Wände hochzugehen und Richard offen den Krieg erklären würde wenn er mit mir fertig war, doch auch dem war nicht so. Ich spürte überhaupt keine Streitlust in mir, ich war ganz und gar komplett ruhig.  
Ich spürte wie auch rechts von mir die Matratze ein gutes Stück nach unten sackte, was wohl bedeutete, dass Richard sich ebenfalls neben mich gelegt hatte. Wenig später spürte ich, dass er eine Decke über mich legte.
Ich blieb noch eine Weile so liegen, bevor ich mich auf den Rücken drehte. Die beiden hatten ihre Köpfe auf ihre Hände gestützt und schauten mich aufmerksam an.
“Hört auf, ich fühle mich wie im Zoo.”, murmelte ich und beide lachten leise.
“Da ist sie ja wieder.”
“Sie wer?”
“Deine große Klappe.” Nun musste auch ich lachen.
“Wie geht es dir?”, fragte Richard.
“Gut, glaube ich.”
“Und wie fandest du es?”
“Anders.”
“Anders als was?”
“Anders als ich es mir vorgestellt habe. Es hat verdammt weh getan!” Richard kicherte.
“Das fasse ich als Kompliment auf. Es war ja auch eine Bestrafung. Glaub mir, ich kann dich auch so versohlen dass du nicht mehr willst dass ich aufhöre, aber es ging heute Abend darum dich zu bestrafen.” Obwohl mir alles weh tat glaubte ich ihm das. Am Anfang, während des Parts den er im Nachhinein das “Aufwärmen” genannt hatte, hatte ich eine kleine Kostprobe davon bekommen was es hieß lustvolle Schläge zu bekommen, das wusste ich.
Und selbst während er mir ernsthaft Schmerzen zugefügt hatte, hatte es meine Lust weiter gesteigert - das konnte ich nicht leugnen. Aber es war eine andere Lust als die, die ich sonst fast andauernd verspürte. Anstatt nur auf meine Mitte konzentriert zu sein, hatte sich das Gefühl in meinem ganzen Körper ausgebreitet, mich sozusagen beflügelt. Komisch dass ich mich erst fesseln und schlagen lassen musste um mich frei zu fühlen.
“Tut dir deine Hand nicht weh?”, fragte ich irgendwann. Richard schmunzelte.
“Ein bisschen.”, gab er zu.
“Gut.”, brummte ich.
“Aber das war jede Sekunde wert.” Da ich nicht wusste was ich darauf antworten sollte wandte ich mich an Christina.
“Sind wir denn jetzt wenigstens quitt?” Sie lächelte und küsste mich leidenschaftlich, bevor sie nickte.
“Ja, das sind wir.”
“Ich gebe zu, dass es für dein erstes Mal tatsächlich eine harte Strafe war, aber ich dachte mir es wäre besser dir zu zeigen worauf genau du dich einlässt, natürlich trotzdem ohne dich zu überfordern, anstatt jetzt die Plüschhandschellen herauszuholen. Außerdem hattest du es echt verdient. In mein Glas zu spucken…” Ich hatte das Gefühl, jetzt sei der richtige Zeitpunkt, die Katze aus dem Sack zu lassen.
“Richard?”
“Mhm?”
“Ich habe überhaupt nicht in dein Glas gespuckt.” Stille. Er blickte mich wie versteinert an.
“Wie bitte?”, presste er schließlich hervor. Wenn ich schlau gewesen wäre, wäre ich in dem Moment schon gerannt, aber mein Gehirn war zu benebelt um das komplette Ausmaß seines Stimmungswechsels zu begreifen.
“Das war nur ein Scherz von mir, weil ich dir noch mal so richtig einen rein würgen wollte.”
“Und das erzählst du mir jetzt?” Ich zuckte nur mit den Schultern, bevor ich laut aufkreischte. Mit einem Satz war Richard aus dem Bett gesprungen und riss die Decke von meinem Körper.
Die Stimmung die bis eben noch sehr kuschelig und zaghaft gewesen war, war nun unglaublich geladen und von ihm ging eine Aggressivität aus, die mich beinahe ernsthaft eingeschüchtert hätte.
Ohne lang zu fackeln packte er mich an den Haaren und zog mich grob aus dem Bett. Ich jaulte auf. Er zog mich hinter sich her aus dem Schlafzimmer.
“Au! Au! Au!”
“Sei still!”, fuhr er mich an. Mit einer Hand versuchte ich das Gleichgewicht zu halten, während ich mit der anderen verzweifelt versuchte seine Hand aus meinen haaren zu lösen, aber keine Chance.
Sein Ziel war das Badezimmer, wo er direkt auf die Duschkabine zusteuerte.
Er riss sie auf und stieß mich hinein. Die Duschkabine war sehr groß, sodass er ohne Probleme hinter mir dazu kommen konnte.
“Was machst du - aaah!” Eiskaltes Wasser prasselte auf mich herab. Ich schrie und kreischte, tänzelte auf der Stelle, versuchte dem eiskalten Schwall auszuweichen. Mein Körper tat das erste was ihm einfiel und drückte den Wasserhahn nach unten. Richard knurrte, packte mich kurzerhand wieder und zwang mich auf die Knie. Ich zitterte viel zu stark um mich großartig zu wehren.
“Nein, bitte!” Doch da hatte er das Wasser schon wieder angemacht. Ich schrie und kauerte mich so gut es ging zusammen. Auf dem Rücken war es nicht ganz so schlimm. Nach einer halben Ewigkeit stellte er das Wasser wieder ab und ging vor mir in die Knie. Er zwang meinen Kopf in den Nacken, sodass sein Gesicht wenige Zentimeter über meinem schwebte.
“Das war das erste und das letzte Mal dass du mich angelogen hast, verstanden?” Deshalb machte er so einen Affenzirkus!?
“J-Ja!” In dem Moment hätte ich ihm sogar meine Seele verkauft, wenn das bedeutete aus dieser Hölle rauszukommen. Ich hasste kaltes Wasser! Egal wie heiß es draußen war, ich duschte mich nie kalt ab, nichtmal nach dem saunen!
“Wenn du denkst, dass du mich von unten dominieren kannst, hast du dich geschnitten. Topping from the bottom gibt es bei mir nicht, verstanden?”
“Dominieren von unten, was soll das heißen?”, schnatterte ich und schlang die Hände schützend um meinen Oberkörper.
“Du bist heute bestraft worden, weil du es zugelassen hast, weil du mich in dem Glauben gelassen hast du hättest tatsächlich in mein Glas gespuckt. Und als dann alles so gelaufen ist wie du es haben wolltest, löst du die Lüge auf, damit du am Ende schön fein raus bist.” Fassungslos starrte ich ihn an. Er machte mir etwas zum Vorwurf von dem ich selbst nicht mal wusste dass ich es getan hatte!?
Er musste in meinem Blick gesehen haben wie der Widerstand wieder begann sich zu regen, denn er drehte das kalte Wasser wieder auf. Ich schrie auf und rollte mich schnell wieder zusammen.
“Es tut mir leid, es tut mir leid, es tut mir leid!”, rief ich über das Rauschen des Wassers hinweg. Diesmal dauerte es gefühlt mehrere Menschenleben bis er endlich das Wasser abstellte.
Ich lag schlotternd und bibbernd auf dem Boden der Dusche, die Arme um meinen Körper geschlungen.
Ich hörte wie er die Dusche verließ, wagte es aber nicht, mich zu rühren. Schließlich spürte ich eines der großen weißen Handtücher, das er um mich schlang. Als wöge ich nichts, was nicht ganz der Wahrheit entsprach, hob er mich hoch und trug mich zurück ins Schlafzimmer. 
 
 
 
Hallöchen ihr Lieben,
an dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle die mir so liebe Kommentare hinterlassen! Ich bemühe mich immer, sie zu beantworten!
Euch allein ein schönes Wochenende!
Euer Füchschen

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