Die Klassenfahrt – Teil 3 – Dummheit schützt vor Strafe nicht

 
Eine dunkelhäutige Frau mittleren Alters sah die Gruppe mit strengem Gesicht an. Sie trug eine Uniform und zweifelsfrei war sie eine Einheimische, die auf diesem Markt eine offizielle Funktion hatte. Ihr Auftreten schien sogar der sonst so selbstbewussten Ronja Respekt einzuflößen.
"Sie sprechen ja deutsch", stammelte sie kleinlaut.
"Und auch noch Englisch und Französisch. Sprecht ihr keine Fremdsprachen?"
"Doch, aber ..."
"Aber was. Weil ich Afrikanerin bin, haltet ihr mich für blöd, oder was?"
"Nein, natürlich nicht. Wir haben uns nur gewundert, hier auf Deutsch angesprochen zu werden."
"Als Marktaufseherin ist es für mich wichtig, auch einige Fremdsprachen zu sprechen. Schließlich seid ihr nicht die einzigen Ausländerinnen die hier mal eben Sklavenhändlerinnen spielen wollen. Ich hatte Euch vorhin schon im Auge, als ihr angekommen seid und habe hier vom Zelteingang aus euer kleines Gespräch gerade sehr gut mithören können. Und dass euer männlicher Freund hier Gefahr laufen würde, von irgend einer Privat- oder Geschäftsfrau als Kaufobjekt angesehen zu werden, lag ja auf der Hand."
"Aber ..."
"Nichts 'Aber'. Ob ihr es glaubt oder nicht. Auch wir haben hier Gesetze. Und was ihr hier gerade vorhattet, war im höchsten Maße illegal."
Tommi war erleichtert. Wenn es jetzt Ärger geben sollte, hatte er ja nichts zu befürchten, da er ja gegen seinen Willen hier hergebracht wurde. Und Ronja würde endlich mal eine gehörige Abreibung bekommen. Zufrieden betrachtete die ängstlichen Gesichter der Mädchen und konnte seine Schadenfreude kaum verbergen. Nun würde sich auch das Schreiben bezahlt machen, das er zuvor von den Mädchen eingefordert hatte.
"In meiner Tasche habe ich übrigens einen Beleg dafür, dass ich mit der ganzen Sache hier nichts zu tun hatte". Da Tommis Hände immer noch gefesselt waren, holte die Aufseherin das Schreiben aus seiner Tasche, auf dem Ronja Tommis Unschuld an der abendlichen Tour bescheinigt hatte.
Gelangweilt warf sie einen kurzen Blick darauf und meinte nur kurz: "Das tut hier ja wohl nichts zur Sache."
Ronja war irritiert: "Aber wir dachten, hier sei ein Sklavenmarkt und Männer könnten hier als Sklaven verkauft werden."
"So ist das auch", erwiderte die Aufseherin. "Allerdings nur für Einheimische. Was glaubt ihr, was für diplomatische Probleme wir hier bekommen würden, wenn jede Touristin hier ihren Freund einfach mal eben verkaufen könnte. Sklavenhandel setzt natürlich den Besitz des Mannes voraus. Wenn hierzulande eine Frau einen Mann heiratet, so geht er in ihren Besitz über. Daher kann sie ihn selbstverständlich auch verkaufen. Eine Touristin besitzt in der Regel keine Männer. Daher ist für Ausländer der Sklavenhandel illegal. Außer wenn bestimmte Formalitäten erfüllt sind."
Ronjas Miene hellte sich auf: "Was denn für Formalitäten?"
"Nun, bei Touristen wäre die Voraussetzung, dass die Frau eine Besitzurkunde des Mannes hat, den sie verkaufen möchte. Und der Mann muss diese Urkunde auch unterschrieben haben. Mit solch einer Urkunde gehen aus unserer Sicht auch ausländische Männer in den Besitz einer Frau über, die ihn dann natürlich auch zum Verkauf freigeben kann. Aber solche Urkunden sind in Europa ja höchst ungewöhnlich. Außer vielleicht bei Sadomaso-Pärchen, und so seht ihr mir nicht gerade aus."
"Sie meinen etwa solch eine Urkunde?" Triumphierend überreicht Ronja der Aufseherin ein Schriftstück. Diese machte ein verdutztes Gesicht, welches eigentlich gar nicht zu ihrer strengen Erscheinung passte und studierte das Schreiben.
"Was ist das denn?", flüsterte Silke ihrer Freundin zu.
"Hi Hi, das ist der afrikanische Teil des Schreibens, das ich und Tommi vor unserem Ausflug unterschrieben haben. Dank einem Übersetzungsprogramm aus dem Internet hat es einen etwas anderen Inhalt, als das Schreiben, welches Tommi in seiner Hand hält."
"Ich dachte, dass in Beiden das gleiche steht. Bei Tommi auf Deutsch und in deinem in der Landessprache."
"Irrtum. Ich habe vor unserem Ausflug schon ein wenig recherchiert. Mein Schreiben ist eine Besitzurkunde von Tommi. Ich hab dir ja schon heute Nachmittag versprochen, dass dieser Kerl eine Abreibung kriegen wird. Oder glaubst du etwa, es war Zufall, dass wir hier nach der Disko auf diesem Sklavenmarkt gelandet sind?"
"Du bist doch ein Biest", kicherte Silke.
Die Aufseherin hatte sich die Urkunde in Ruhe betrachtet.
"Sieht tatsächlich alles OK aus. Dieser Junge hat also schriftlich eingewilligt, dein Eigentum zu sein."
Tommi verstand die Welt nicht mehr. "Was heißt hier Eigentum?", protestierte er.
"Das heißt, Tommi", klärte ihn Ronja mit dem arrogantesten Tonfall auf, den sie anschlagen konnte, "dass du unterschrieben hast, dass du mein Eigentum bist und ich", dabei zeigt sie übertrieben betont auf sich selbst, "bin deine Besitzerin."
"Aber ich habe doch gar nicht lesen können", verteidigte sich Tommi, "was ich da unterschrieben habe."
"Das ist dein Problem", korrigierte ihn die Aufseherin, "Unterschrift ist Unterschrift. Und Dummheit schützt vor Strafe nicht."
Dann wandte sie sich wieder an Ronja: "OK, und du bist dir sicher, dass du dein Eigentum hier verkaufen möchtest. Bitte denk daran, sobald er an eine andere Dame verkauft wurde, gibt es für dich oder auch ihn kein Zurück mehr. Verkauft ist dann verkauft."
Ronja, genoss es, wie bei Tommi bei diesen Worten kalkweiß im Gesicht anlief, am ganzen Körper vor Angst schlotterte und sie flehend ansah.
"Ich bin mir absolut sicher", entgegnete sie kalt lächelnd.
Die Besitzerin des Geschäfts stand die ganze Zeit unbeteiligt am Rand ihres eigenen Zeltes und beobachtete die Situation. Obwohl sie kein Wort verstand, schien sie ähnliche Momente schon öfters erlebt zu haben. Irgendwie schien sie mitbekommen zu haben, dass Tommi jetzt sogar ganz legal zum Verkauf freigegeben war und ergriff ihre Chance. Schnell kramte sie im Nebenraum einen Bündel Dollarnoten hervor und sprang auf Ronja zu. Das Bündel mit den Geldscheinen hielt sie ihr direkt unter die Nase.
"You want sell Slave? Here, Money!"
Noch bevor Ronja nach dem Geld greifen konnte, kam Petra ihr schon zuvor und blätterte das Bündel durch.
"Mensch Ronja, das sind mindestens 1000 Dollar, wenn nicht sogar noch mehr", rief sie begeistert.
"Du meinst wohl 'meine' 1000 Dollar", korrigierte sie Ronja.
"Was heißt hier 'deine'? Wenn Tommi verkauft wird, wird gerecht durch 4 geteilt. Immerhin ist das unser gemeinsamer Ausflug hier."
"Sei nicht traurig, Ronja", lachte Silke, "sieh es als Schweigegeld an."
Schon wollte Ronja sich auf den Handel einlassen, da wurde sie abermals von der Marktaufseherin unterbrochen: "Es ist zwar eigentlich nicht meine Aufgabe, mich hier einzumischen, aber da ihr von den Gepflogenheiten hier keine Ahnung habt, will ich doch wenigsten für Chancengleichheit sorgen."
Im ersten Moment dachte Tommi, dass sich die Chancengleichheit auf ihn beziehen würde und atmete erleichtert auf, wurde aber sogleich eines Besseren belehrt. "Wenn ihr euren Sklaven auf der Bühne da draußen verkauft, bekommt ihr wahrscheinlich fast das Doppelte, als hier im Zelt. Ihr müsst Euch dafür lediglich in die Schlange vor der Bühne einreihen", fuhr die Aufseherin unter dem ärgerlichen Blick der Zeltinhaberin fort, "und falls euer Sklave besondere Fähigkeiten haben sollte, könntet ihr den Preis sogar noch in die Höhe treiben. Hat er irgendwelche besonderen Talente?"
"Öööh", stutze Ronja, "so lange habe ich ihn auch noch nicht."
Die Aufseherin betrachtete Tommi mit ernster Miene von allen Seiten: "Als Arbeitssklave scheint er ja nicht viel zu taugen. Die meisten Frauen hierzulande sehen ja kräftiger aus als er. Hm, und als Sexsklave sieht er nicht gut genug aus. Vielleicht als weißer Haushaltssklave. Das könnte funktionieren."
"Oh ja, nackt mit einer kleinen weißen Schürze. Was meinst du Tommi, wäre das etwas für dich?", lachte Anja und zwickte ihn leicht in die Seite.
Tommi zuckte durch die Berührung leicht zusammen.
"Oh ein bisschen kitzelig der Kleine, was?", neckte sie ihn weiter und piekte ein paarmal ihren Zeigefinger in seinen Bauch. Bei jeder Berührung krümmte sich Tommi ein wenig mehr zusammen.
Das Gesicht der Aufseherin hellte sich ein wenig auf: "Damit könnten wir vielleicht noch ein bisschen mehr Geld herausschlagen".
"Womit?", frage Ronja.
"Nun, damit dass dein Eigentum scheinbar ziemlich kitzelig ist."
Ronjas Gesicht verriet, dass sie nicht wirklich begriff, wovon die Aufseherin sprach. Darum fing sie an zu erklären: "Nun, viele Frauen hier finden es ziemlich erregend, sich an einem Kitzel-Opfer ein wenig austoben zu können. Je mehr ihr Opfer sich windet und zappelt, umso niedlicher finden sie es. Da wäre es dann sogar auch von Vorteil, wenn der Sklave so schmächtig ist, dass er sich nicht wehren kann und die Folter ertragen muss, bis seine Herrin ihren Griff lockert. Das Ganze ist für viele Damen eine Mischung aus Sex-Spiel und Bestrafung für den Sklaven."
Selbst die zurückhaltende Anja konnte ihre Begeisterung kaum noch zügeln: "Geile Vorstellung, Tommi. Ein Kitzel-Spielzeug einer sadistischen Dame. Das würde fast sogar mir Spaß machen. Aber ich glaube, die Einheimischen hier, können das noch viel besser als ich."
Ronja war froh, anscheinend auch Anja nun ganz auf ihrer Seite zu haben. Sie selbst hatte zwar schon heute Morgen überlegt, als sie die Besitzurkunde für Tommi aufgesetzt hatte, wie sie ihn am besten auf ihrem gemeinsamen Ausflug einen Denkzettel verpassen konnte. Eigentlich sollte die Urkunde ja auch nur dazu dienen, Tommi einen gehörigen Schrecken einzujagen. Denn sie hätte sowieso niemals damit gerechnet, dass ihre drei Klassenkameradinnen bei einem Verkauf von Tommi mitziehen würden. Vor allem nicht die so überaus korrekte Anja. Und nun zogen alle mit. Ronja selbst war ja schon von ihrer eigenen Skrupellosigkeit überrascht. Aber dass Anja, Silke und Petra sich nun auch beinahe hysterisch in diesen Verkauf hineinsteigerten, hätte sie niemals für möglich gehalten.
Tommi selbst war es, der die Situation für sie aufklärte, als er Anja anschrie: "Jetzt hör schon auf, du dämliche Kuh. Du weißt ja gar nicht, was du hier redest!"
Alle drehten sich überrascht zu Tommi um. Da er nun die ungeteilte Aufmerksamkeit von allen hatte, setzt er fort: "Niemand von Euch würde normalerweise auf so etwas verrücktes kommen. Seht ihr das nicht selbst ein. Das macht ihr alles nur wegen den Tropfen in meiner Tasche, die ich euch in der Disco heimlich in die Gläser geschüttet habe."
Das war selbst für Ronja eine Wende, mit der sie nicht gerechnet hatte: "Hä, was denn für Tropfen?"
"Sieh selbst nach", erwiderte Tommi missmutig. Ihm war klar, dass er sich durch sein Geständnis restlos blamierte. Und wahrscheinlich würde es neben dem Spott seiner Klassenkameradinnen auch noch einen ziemlichen Ärger von der Schule geben, wenn die Sache dort heraus käme. Aber alles war besser, als hier von seinen Begleiterinnen im Drogenrausch verscherbelt zu werden.
Anja war es, die in seine Tasche griff und dort auch sofort fündig wurde.
"Ein Aphrodisiakum?!", brach es aus ihr heraus, "Das Schwein hat uns ein Aphrodisiakum verabreicht! Ich fasse es nicht."
"Wahrscheinlich wollte er dich damit gefügig machen", ergänzte Ronja.
Alle blickten Tommi voller Verachtung an. "Und was jetzt?", fragte Silke, "wollen wir das ganze hier abblasen und lieber dafür sorgen, dass dieses Arschloch von der Schule fliegt?"
Anja blickt Tommi mit ernster Miene an: "Wirst du morgen alles der Lehrerin beichten, wenn wir dich wieder mit ins Hotel nehmen?"
"Ja, Ja. Ich werde alles zugeben", stammelte er.
"Und wirst du die Schule anschließend freiwillig verlassen?"
"Auch das. Ich mache alles, was ihr von mir verlangt."
"Ok, dann machen wir uns gleich wieder auf den Weg zurück ins Hotel."
Tommi fiel ein Stein vom Herzen.
"Aber vorher verkaufen wir dich natürlich noch", platzte es prustend aus Anja heraus. Lachend blickte sie um sich in die betroffenen Gesichter ihrer Freundinnen: "Kommt schon Mädels. Schaut nicht so ernst. Ich hab doch nur Spaß gemacht. Wie werden doch jetzt keinen Rückzieher machen, oder. Der Schlappschwanz wollte uns mit seinen Tropfen zu gefügigen Sexsklavinnen machen. Jetzt drehen wir den Spieß mal um."
"Aber das mit dem 'gefügig' kriegen wir mit ihm nicht so gut hin", kicherte nun auch Silke.
"Außer die Tropfen wirken auch bei ihm", lachte Ronja und nahm Anja die Aphro-Drops aus der Hand. Grinsend drehte sie den Deckel ab und drückte Tommi das Flächen in den Mund: "So Tommi. Schön den Mund aufmachen und trinken. Hmmm, lecker was? Das macht dich jetzt bestimmt geil, oder?"
Petra wurde langsam ungeduldig: "OK Mädels, wollen wir uns dann mal mit unserer Ware zur Bühne begeben?"
Allerdings fragte sie sich, wie sie ohne Sprachkenntnisse ihren Klassenkameraden so auf der Bühne für das Publikum anpreisen sollten.
"Können sie uns nicht bei der Versteigerung helfen. Gegen eine angemessene Beteiligung versteht sich", fragte sie mit großen Augen die Marktaufseherin.
"Nun, gegen eine Gebühr lässt sich das einrichten. Sagen wir 10 Prozent", erwiderte diese zu Silkes Überraschung ohne lange nachzudenken.
Tommi wurde mehr und mehr der Ernst der Lage bewusst. Diese Mädchen meinten es tatsächlich ernst. Und ihm war klar, dass er, wenn er erst einmal verkauft worden war, wahrscheinlich für den Rest seines Lebens ein Sklavenleben führen müsste. Natürlich würde seine Lehrerin die Polizei eingeschalten, wenn er morgen und die nächsten Tage nicht im Hotel auftauchen würde. Aber wie sollte er gefunden werden. Niemand würde die Spur hier zum Markt zurückverfolgen können. Außer seinen 4 Begleiterinnen wusste ja niemand von ihrem geheimen Ausflug. Verzweifelt versuchte er seine Füße, die immer noch mit seinem Gürtel zusammengebunden waren, zu befreien um vielleicht doch noch fliehen zu können.
Natürlich entging das nicht Rojas aufmerksamem Blick.
"Ach je, schau nur wie er an seinen Fesseln zerrt."
"Wahrscheinlich hat er es eilig, auf die Bühne zu kommen", grinste Petra.
"Kein Problem, das kann er haben" reagierte die Aufseherin, die nun ihrer aktiven Rolle bei Tommis Verkauf nachkam. Schnell löste sie den Gürtel um Tommis Füße und legte ihn wie eine Leine um seinen Hals und zog ihn zu sich heran.
"Und denk nicht mal daran, Kleiner, dich hier losreißen zu wollen. Hier auf dem Markt sind überall Wärterinnen, die nur darauf warten, solche Ausreißer wie dich in die Finger zu kriegen."
Aber selbst wenn Tommi versucht hätte, sich loszureißen, wäre es ihm wohl nicht gelungen. Seine Hände waren immer noch mit Anjas Halstuch gefesselt und der Gürtel lag wie eine enge Leine um seinen Hals, die sich bei jedem Schritt der Aufseherin, dem er nicht schnell genug folgen konnte, enger zog. An seinem eigenen Gürtel angeleint wurde er von der Aufseherin nun über den Marktplatz in Richtung Bühne gezogen. Seine kichernden Klassenkameradinnen dabei dicht hinter ihm.
"So Tommi, nun schön bei Fuß bei Frauchen. Daran musst du dich ab jetzt sowieso gewöhnen", neckte ihn Ronja, "gleich hast du es überstanden. Da vorne ist ja schon die Bühne."
Tommi hörte gar nicht mehr zu. Tausend Gedanken jagten ihm durch den Kopf. War das alles vielleicht doch nur ein Spaß? Würden seine Klassenkameradinnen ihn gleich losmachen und wieder mit zurück zum Hotel nehmen? Oder würde er tatsächlich hier in diesem fremden Land als Sklave auf diesem Markt enden. Für die Frau, die ihn hinter sich herzog, schienen diese Fragen längst geklärt zu sein. Als Marktaufseherin war der Verkauf, auch der zwangsweise Verkauf von Sklaven, wahrscheinlich Alltag. Sicheren Schrittes bahnte sie sich einen Weg durch die Menge. Wegen ihres strengen Auftretens und ihrer Uniform, in dem ihr sportlicher Körper steckte, schien sie hier von allen als Autorität wahrgenommen zu werden. Tommi betrachtete ihr langes schwarzes Haar, das zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden war und ihren gut gebauten Hintern in der engen Hose, der bei jedem ihrer Schritte auf und ab wippte. Tommi ertappte sich selbst dabei, wie sein Schwanz langsam steif wurde.
"Mensch Tommi, du Idiot", sagte es leise zu sich selbst, "jetzt geilst du dich auch noch an der Frau auf, die gerade dabei ist, dich zu versklaven."
Allerding war er auch nicht sicher, wie viele von den Aphro-Drops er vorhin tatsächlich geschluckt hatte, bevor er es geschafft hatte, das Fläschchen wieder auszuspucken. Zum Glück hatte er im Gegensatz zu den meisten Männern auf diesem Platz noch seine Klamotten an, so dass niemand seine Beinahe-Erektion mitbekam. Aber das war auch das einzige Glück, das er heute zu haben schien. Denn schon waren sie an der Bühne angekommen. Zwar standen schon einige Frauen an, die ebenfalls einen Sklaven zu versteigern hatten, aber der Status als Marktaufseherin, den seine Verkäuferin inne hatte, schien auch hier zu wirken, und die Leute ließen ihr den Vortritt.
Noch einmal wandte sich die Marktaufseherin zu den Mädchen.
"Jetzt ist die Zeit gekommen, Euch von eurem Sklaven zu verabschieden. Nachdem er dort oben auf der Bühne versteigert wurde, wird er direkt in den Besitz einer anderen Dame übergehen."
"Tschüss, Sklave", spottete Ronja nur kurz und bündig.
Tommi wurde es heiß und kalt zugleich. In einem letzten Anflug von Hoffnung, er könne seinem drohenden Schicksal doch noch entfliehen, fiel auf die Knie und fing an zu betteln: "Bitte Ronja, tu das nicht. Bitte nimm mich wieder zurück in unser Hotel. Ich werde wie vorhing versprochen zukünftig auch immer tun was ihr von mir verlangt. Aber bitte verkauft mich nicht."  
"Das hättest du dir früher überlegen sollen, du alter Streber und Sittenstrolch", kam nur schroff von Ronja zurück. Und Petra setzte noch mit einem Kichern hinterher: "Aber keine Sorge. Zukünftig wirst du trotzdem tun, was jemand von dir verlangt. Zwar nicht wir, aber bestimmt eine der anderen Damen hier."
"Jetzt ängstige dich doch nicht so sehr, Tommi", beschwichtigte Silke, "gleich hast du es ja überstanden und ein neuer Lebensabschnitt beginnt für dich. Bestimmt gibt es hier auch ganz freundliche Damen. Und mit etwas Glück wirst du von so einer ersteigert."
"Einen Moment noch", rief Anja plötzlich und drängte sich zu Tommi, der immer noch auf dem Boden kniete, und packte ihn an den Haaren.
"Los steh schon auf", schrie Anja ihn in einer Weise an, die gar nicht zu ihrem sonst so zurückhaltenden Wesen passte.
War das wieder einer von Anjas Scherzen, bei dem sie so tat, als wollte sie ihn verschonen? Oder hatte er doch noch eine Chance, seinem drohenden Verkauf zu entgehen?

Bewertung: 
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Kommentare

Bild des Benutzers triple_mBB

Deine Geschichte ist und bleibt interessant, weil sie so gar anders ist als der Großteil der geposteten Geschichten.
Aber: Mit jedem Teil wird es für mich schwieriger die Zweifel und den "disbeleave" auszuschalten. Es tun sich einfach Plotlöcher auf die ich kaum noch länger umtänzeln kann, sondern in die ich einfach reinzufallen drohe.
Nur um mal drei zu nennen: Ich glaube einfach nicht, dass eine junge Frau so gottbescheuert dusselig ist, um einen Mitschüler via einer Besitzurkunde zu verkaufen. Es sei denn, sie will nie wieder nach Deutschland zurück. Das ist in Europa Menschenhandel - so ziemlich genau die Definition. Dafür geht sie hier in den Bau, und alle beteiligten Mitschülerinnen mit ihr. Sie macht die Besitzurkunde als sie noch nicht unter Drogeneinfluss steht... keine Ausreden hier - sie müsste das geplant haben... und das für 2000 Dollar?! Sorry das passt einfach hinten und vorne nicht mehr.
Zweitens: Dass eine Marktaufseherin in einem afrikanischen Land Französisch und Englisch spricht. Das glaube ich unbesehen. Dass sie Deutsch kann - eher weniger aber sei's drum. Dass sie Deutsch spricht, als würde sie einen Artikel aus der FAZ vorlesen. Sorry, das hat mich wirklich kurz aus der Geschichte geschossen.
Drittens: Ein sich sträubender, weißer europäisch aussehender junger Mann, der die Landessprache nicht spricht soll verkauft werden. Niemand mit auch nur einer halbwegs funktionierender Gehirnhälfte würde ihn kaufen - und wenn da tausend Dokumente in Landessprache sagen, dass alles koscher ist. Wer wäre so bescheuert ihn zu kaufen. Jeder Mensch muss doch wissen, dass das einen Haufen Ärger geben wird - bishin zum Einsatz des Militärs (ich weiß Deutschland hat derzeit kein Nennenswertes Militär. Bei einem Belgier stünden die Fallschirmjäger vor der Tür).
Die Marktaufseherin muss das doch kommen sehen. Ich glaube einfach nicht, dass sie in Afrika so unglaublich bescheuert sind. (Oder gab's bei der Revolution auch noch gratis-Lobotomieen.
Auf dieser Basis gibt's von mir 3 Sterne, Sorry.

 

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