Die Klassenfahrt – Teil 2 – Markt der Möglichkeiten

 
 
Auf die Bühne wurde nun ein junger Mann geführt, dessen Füße von einer schweren Kette zusammengehalten wurden, so dass er zwar noch gehen konnte, aber nur sehr beschwerlich von der Stelle kam. Die Arme waren auf seinem Rücken durch eine Handschelle fixiert und um seinen Hals war eine Lederschlinge gelegt, an der eine Leine befestigt war, die eine junge Frau fest in der Hand hielt. Die junge Dame rief einige Sätze ins Publikum und machte dabei eine präsentierende Geste auf die verschiedenen Körperteile des jungen Mannes.
"Schaut mal, der da oben wird anscheinend gerade verscherbelt", rief Ronja den anderen begeistert zu.
Anja betrachtete die Szene mit einem fast mitleidigen Gesichtsausdruck: "Dem schlottern ja ganz schön die Knie. Trotz seiner schwarzen Hautfarbe wirkt er ja vor Angst fast kalkweiß. Möchte mal zu gerne wissen, wie er in diese Situation gekommen ist."
"Wahrscheinlich ein Krimineller. Oder er hat seine Frau betrogen und die verpasst ihm nun die gehörige Strafe. Recht so. Ich finde, er hat einen Gesichtsausdruck, als ob er wüsste, dass er seine Strafe verdient hat."
Anja war nicht sicher, ob sie Ronja da Recht geben konnte. Ihr tat der junge Mann dort oben ein wenig leid. Ronja hingegen war ganz in ihrem Element.
"Kommt, lasst uns mal sehen, was es an den Ständen am Rand des Marktes noch so zu sehen gibt", rief sie den anderen zu und machte sich auch schon auf den Weg.
Die seitlichen Stände auf dem Markt schienen sich nicht allzu sehr von denen auf anderen Märkten zu unterscheiden. Ein paar Snacks hier und ein paar Getränke dort. Schon wollte Ronja wieder zurück zur Bühne, als eine Frau sie in gebrochenem Englisch ansprach: "You want foot licking?"
"What?", fragte sie in nicht viel besserem Englisch zurück.
"I have good young foot-slaves. You need licking? Very cheap!"
Die Frau griff Ronja am Arm und zog sie in ein nur ein paar Meter entfernt stehendes geräumiges Zelt am Rand des Marktplatzes. Die anderen Mädchen und Tommi folgten.
Selbst für die sonst so abgebrühte Ronja bot sich ein bizarrer Anblick. In dem Zelt waren 5 würfelförmige, ca. 1 Meter hohe Käfige aufgestellt, in denen nackte junge Männer hockten. Wobei 'Männer' eigentlich die falsche Bezeichnung war. 'Jungs' war eigentlich passender, da die Insassen der Käfige eher in ihrem Alter waren. Schätzungsweise zwischen 18 und 20 Jahren. Auf der Frontseite der Käfige war eine kleine Öffnung, die gerade groß genug war, dass die Köpfe der Jungen hindurch passten. Ein Ring um ihren Hals schien sie hingegen daran zu hindern, den Kopf wieder zurück in den Käfig ziehen zu können. Die Käfige selbst waren so eng, dass selbst ihre jungen Körper nicht viel Raum hatten, sich zu bewegen. Auf der Rückseite ragten ihre nackten Füße heraus und waren in dieser Position ebenfalls fixiert. Dermaßen bewegungsunfähig blickten sie in sichtbar ängstlicher Erwartung auf die kleine Gruppe.
"Sit down, sit down", sagte die Frau hektisch zu Ronja und schob ihr einen Stuhl in der Nähe einer der Käfige zu Recht. Unterhalb des Kopfes des Gefangenen darin platzierte sie einen kleinen Hocker und machte eine Geste, aus der Ronja schloss, dass sie ihre Füße darauf ablegen sollte. So langsam dämmerte ihr und ihren Freundinnen, was das werden sollte.
Silke war leicht angeekelt: "Du willst dir doch nicht wirklich die Füße lecken lassen, oder?"
Auch Ronja war nicht sich nicht sicher, wie weit sie hier gehen sollte. Verunsichert legte sie einen ihrer Füße auf den Hocker, ließ jedoch ihre Stiefel an.
Die Marktfrau reagierte sofort: "Oh, you want clean shoes. OK, OK". Dann rief sie dem Jungen in dem Käfig in einem harschen Befehlston etwas zu, worauf er noch ehe Ronja ihr Bein zurückziehen konnte, damit anfing, ihren Stiefel zu lecken. Routiniert glitt seine Zunge an dem Stiefel auf und ab und ließ selbst die Sohle nicht aus.
"Hey, habt ihr das gesehen?", rief Ronja, "das ging ja schneller, als so mancher das mit der Bürste hinbekommt." Schnell legte sie auch ihren anderen Fuß auf den Hocker.
Silke war fassungslos: "Du bist ein herzloses Biest, Ronja. Der arme Kerl ist doch auch nicht älter als wir und muss wahrscheinlich für den Rest seines Lebens hier in dem engen Käfig sitzen und Frauen die Stiefel und Füße lecken. Und du unterstützt das auch noch."
"Aber du bist es doch immer, die sagt 'Andere Länder, andere Sitten'", verteidigte sich Ronja, "ich passe mich ja nur den landestypischen Gepflogenheiten an. Bei uns zu Hause machst du dir ja auch keine Gedanken darüber, dass Müllmänner den Müll wegräumen. Und der Beruf dieser Jungs hier scheint nun mal Fußlecker zu sein. Also lasse ich sie lediglich ihrer Arbeit nachgehen."
Auch Ronja war klar, dass dieser Vergleich ein wenig hinkte. Aber angestachelt durch Silkes Kritik, wollte sie nun erst recht keinen Rückzieher mehr machen und fing an, ihre inzwischen blankgeputzten Stiefel sowie ihre Söckchen auszuziehen. Triumphieren schob sie ihren blanken Fuß dem Sklavenjungen vor das Gesicht, der auch sofort seine Zunge herausstreckte.
"Seht ihr, der kann es anscheinend gar nicht erwarten", grinste sie provozierend in die Runde.
Der mühevolle Versuch des Sklaven, mit seiner Zunge Ronjas Fuß zu erreichen, entlockte nun sogar Silke ein kurzes Lachen. Noch nie hatte sie es gesehen, dass jemand sich so erniedrigte. Vor allem kein Junge in ihrem Alter.
Anja hingegen taten die Gefangenen immer noch leid: "Die Ärmsten. Total abgemagert sehen sie aus."
"Warum das denn?" Ronja blickte ihre Freundin sarkastisch an. "Der eine hier hat doch gerade meine leckere Fußsohle naschen dürfen."
"Ach Ronja, du bist ein gemeines Scheusal."
Als ob die Marktfrau ihr kurzes Gespräch verstanden hätte, kam sie beschwichtigend auf Anja zu: "No, no, dont worry. If they do good work, they get good eat. Here, you give him this." Dabei streckte sie ihr eine Schale Reis entgegen. Irritiert griff Anja nach der Schale.
Der Junge im Käfig war immer noch damit beschäftigt, Ronjas Füße zu lecken, aber auch ihm war nicht entgangen, dass eines der Mädchen nun etwas zu essen in ihren Händen hatte, und blinzelte in Anjas Richtung, was Ronja sofort bemerkte.
"Hey Bursche, bleib mal schön bei der Sache", schnauzte sie ihn an. Auch die Marktfrau sprang sofort herbei, schrie auf ihren unkonzentrierten Sklaven ein und schlug mit einem Stock wie als Warnung gegen seine Gitterstäbe.
Anja war entsetzt: "Jetzt las ihn doch in Ruhe, Ronja. Er will doch nur etwas zu essen haben."
"Na gut, ich will ja kein Unmensch sein. Wenn du ihn unbedingt füttern willst, dann mach schon."
Anja griff in die Schale, nahm eine Handvoll Reis heraus und hielt sie dem Jungen im Käfig entgegen, der ihr sofort wie ein Hund aus der Hand fraß.
"Das ist ein Bild für die Kamera, Leute", rief Petra sichtlich begeistert und zog lachend ihre Kamera aus der Tasche, "'Anja bei der Sklavenfütterung'. Geil, was für ein Bild."
Anja ließ sich nicht beirren und beobachtete den Sklaven, der vertrauensvoll aus ihrer Hand fraß und bei jedem Biss vorsichtig darauf achtete, ihre Hand nicht mit seinen Zähnen zu verletzen. Fast fühlte sie sich an ihren Hund zu Hause erinnert und strich dem Jungen genau wie ihrem Haustier zärtlich über den Rücken.
"Oje, der Ärmste", bemerkte sie schockiert, "überall Striemen auf seinem Rücken. Hier scheint die Prügelstrafe ja an der Tagesordnung zu sein. Und nicht nur auf seinem Rücken. Auch hier auf seinen Fußsohlen sind einige Striemen noch deutlich zu erkennen."
Die Marktfrau, die bemerkte, dass sich das Mädchen für die Füße ihres Sklaven zu interessieren schienen, reagierte sofort: "You want punish slave. Here, take this." Dabei tätschelte sie die Füße des Jungen mit einer Art Reitpeitsche und reichte die Rute zu Anja herüber.
Nur Ronja schien das witzig zu finden: "Hey Anja, sich die Füße lecken zu lassen, scheint hier nicht der einzige Spaß zu sein. Scheint so, als hättest Du die Möglichkeit, dich hier auch mal so richtig abreagieren zu können."
"No, no", wehrte Anja das Angebot der Marktfrau ab und strich dem Jungen tröstend über das Gesicht. "Keine Angst, kleiner Sklave, ich tu dir ja nichts." Auch wenn der Junge kein Wort verstand, so schienen ihn die ungewohnt zärtliche Berührung doch zu erregen.
Silke war es, der dabei noch etwas anderes auffiel: "Schaut mal, da um seinen Penis."
"Du denkst auch nur wieder an das eine", amüsierte sich Petra.
"Nein, nein, nicht das, was du meinst. Ich meine, was da für ein Gestell dran ist."
"Gestell? Mensch Silke, du weist aber auch gar nicht Bescheid. So was habe ich mal auf einer Pornoseite gesehen. Das ist ein Keuschheitsgürtel für Männer."
"Ein was? Ich dachte das gab es nur für Frauen im Mittelalter."
"So etwas gibt es auch heutzutage auch für Männer", belehrte Petra ihre Freundin mit einem schulmeisterlichen Blick, "ein kleiner Metallkäfig hindert den Penis des Mannes daran, anzuschwellen. Das soll wohl unseren kleinen Freund hier abhalten, auf dumme Gedanken zu kommen, wenn er seine Kundschaft bedient." Mit aufgesetzt bedauernder Miene wandte sie sich an den eingesperrten Jungen und knuddelte ihn durch die Gitterstäbe: "Auch du Ärmster. Dir gönnt man hier aber auch gar nichts."
Silke war dabei nicht die Einzige, die Petra durchschaute: "Tu doch nicht so mitleidig. Dir geht es doch nur darum, den Ärmsten nur noch mehr zu erregen."
"Iiiich doch nicht. Man wird seinen Sklaven doch wohl mal knuddeln dürfen", feixte diese zurück.
Die Marktfrau merkte, dass sich so langsam die ganze Gruppe für ihre Ware zu interessieren schien: "First licking was free. next licking just five dollar." Schnell schob sie einen zweiten Stuhl vor einen anderen Käfig: "Who is next? Sit down, sit down."
"Da hast du ja wieder mal Glück gehabt, Ronja", lästerte Petra, "wieder mal den ganzen Spaß umsonst gehabt. Aber für nur fünf Dollar könnte ich es ja vielleicht auch mal versuchen."
Tommi, der die ganze Zeit etwas im Abseits stand, bekam mit, wie viel Aufsehen Ronja durch ihre Aktion erregt hatte. Und auch Anjas und Petras Herumfummeln an dem Sklaven im Käfig waren ihm nicht entgangen. Vielleicht kam der Abend ja nun doch noch in Schwung. Allerdings musste er es schaffen, sich wieder ein bisschen mehr in den Mittelpunkt des Geschehnisses zu setzten um die Aufmerksamkeit seiner Begleiterinnen zu erregen. Selbstbewusst ließ er sich daher auf dem Stuhl nieder: "I am the next one."
Die Marktfrau stutze kurz und strich ihm lächelnd über den Kopf. "No, not you. Wait ..." Dann verschwand sie hinter einem Vorhang.
Zumindest hatte Tommi nun die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Wenn auch etwas anders, als erwartet.
"Mensch Tommi. Du kapierst es anscheinend nicht", grinste Ronja zu ihm herüber, "hier haben die Frauen das sagen. Und nur Frauen dürfen sich hier auch die Füße lecken lassen."
Hinter dem Vorhang hörte man nun ein lautes Klappern und Quietschen.
"Ok, ich hab's ja kapiert", murmelte Tommi genervt zurück, "aber deswegen braucht sie ja nicht gleich das ganze Zelt auseinander zu nehmen. Sie hätte es mir ja auch einfach sagen können. Aber mit Englisch hat sie es ja anscheinend nicht so."
Auch die Mädchen wunderten sich über die Geräusche hinter dem Vorhang. Aber die Spannung hielt nur kurz an, da die Marktfrau nun wieder hervorkam und einen Rollwagen hinter sich herzog. Darauf stand ein leerer Käfig, den sie lächelnd neben Tommi abstellte.
"You must not sit outside of cage. You must go inside. Here, look ..."
Bei diesen Worten öffnete sie die Käfigtüre, die sich auf der Oberseite des Käfigs befand, und machte eine fast einladende Geste in das Innere des Käfigs.
"Geil, Tommi als Käfigsklave", prustete Petra.
Ronja schloss sich gleich an: "Hey Tommi, das ist vielleicht die einmalige Gelegenheit für dich, dich auch mal von Anja füttern zu lassen."
"So viele Füße kann der gar nicht lecken, dass ich diesen Kerl da  füttere", wehrte Anja entschieden ab.
"Ihr seid ja bescheuert. So was würde ich mir nie im Leben gefallen lassen."
Diese Worte dieses schwächlichen, blassen Jungen neben der großgewachsenen, stämmigen Afrikanerin, die immer noch die Käfigtüre mit der offensichtlichen Erwartung offen hielt, hier bald einen neuen Insassen begrüßen zu können, wirkte auf die Mädchen zurecht etwas grotesk.   
Was würdest du denn machen, Tommi", lachte Ronja ihrem schmächtigen Klassenkameraden zu, "wenn wir dich jetzt zum Beispiel draußen auf diese Bühne zerren würden, um dich dort zu versteigern."
"Oder dich gleich hier verkaufen und in den Käfig stecken würden", johlte Anja, die für ihre Verhältnisse immer unbeherrschter wurde.
"Wahrscheinlich würde er petzen gehen", lachte Silke und verstellte ihre Stimme, um Tommi nachzuahmen: "Frau Winter, Ronja und die anderen Mädels haben mich auf dem Sklavenmarkt verkauft. Kriegen die jetzt einen Tadel?"
Die Marktfrau schien mitzubekommen, wie die Mädchen sich über Tommi lustig machten und versuchte, in ein Verhandlungsgespräch einzusteigen: "I will pay good money for little white Slave."
"'Little white Slave'. Wie geil", quietschte Petra und fasste sich an den Kopf.
Die ganze Mädchenclique lachte und Tommi stand peinlich berührt daneben. Natürlich war ihm klar, warum die drei Mädchen immer alberner wurden und mehr und mehr ihre Hemmungen verloren, ihn hier zu demütigen. So hatte er sich die Wirkung der Tropfen eigentlich nicht vorgestellt. Die Mädchen sollten zwar ihre Hemmungen verlieren, aber die Hemmungslosigkeit und Triebhaftigkeit, die sich nun langsam bei seinen Mitschülerinnen entfaltete, schien sich immer mehr gegen ihn zu wenden. Von Ronja war er solche Attacken ja gewohnt, aber dass die drei anderen Mädchen so unverhohlen mitmachten, war für ihn neu. Konnte ein Aphrodisiakum wirklich so etwas auslösen? In seiner Vorstellung sollte eigentlich eher die gegenteilige Wirkung eingetreten sein. Hemmungslos ja, aber dann doch eher in eine devote, ihm ergebene Weise. Oder hatte einfach die Dosierung nicht gestimmt? Vielleicht hätte er lieber etwas genauer recherchieren sollen, bevor er die Tropfen so unkontrolliert in die Gläser geschüttet hatte. Auf jeden Fall war es vielleicht war es besser für ihn, einen geordneten und selbstbewussten Rückzug anzutreten, bevor die Situation noch brenzliger für ihn würde.
"Ach, ihr könnt mich alle mal. Mir reicht es. Ich gehe zurück zum Hotel." Tommi versuchte, sich an Ronja, die sich inzwischen von ihrem Stuhl erhoben hatte, vorbei zu drängen, doch die versperrte ihm den Weg.
"Hiergeblieben, kleiner Tommi, jetzt wird es doch gerade erst interessant."
Ihr gefiel es, wie Tommi vergeblich versuchte, an ihr vorbei zu kommen und rief ihren amüsierten Freundinnen zu: "Wollen wir mal herausfinden, was er macht, wenn wir versuchen, ihn zu verkaufen?" Trotz ihres schelmischen Lächelns lag auf einmal eine für Ronja fast ungewöhnliche Ernsthaftigkeit in ihrer Stimme.
Anja stutzte: "Hä, was meinst du?"
"Was ich meine ist, warum wir uns jetzt nicht hier und gleich von diesem blöden Streber trennen und gleichzeitig noch ein gutes Taschengeld nach Hause tragen sollen."
"Für den kriegen wir doch eh nicht viel, für diesen dürren Wicht."
"Ach was, schau dich doch mal um. Hier werden bisher anscheinend nur schwarze Sklaven verkauft. Alleine, dass Tommi ein Weißer ist, dürfte hier eine kleine Sensation sein und einen guten Gewinn bringen. Und die Besitzerin dieses Geschäfts hier scheint ihr Angebot, glaube ich, tatsächlich ernst zu meinen."
Silkes Miene heiterte sich auf: "Geiler Gedanke Ronja. Geld für ein paar neue Schuhe im Tausch gegen diesen Streber. Was meinst du Tommi. An wen sollen wir dich verkaufen. Gleich hier an die nette Dame, oder lieber draußen auf der Bühne."
Die vier Mädchen bogen sich vor Lachen. Langsam steigerten sich alle in Ronjas Vorschlag hinein.
"Also was meint ihr, Mädels. Behalten oder verkaufen?"
"Verkaufen, verkaufen", kreischten alle schon fast in Ektase.
"Schluss jetzt!", protestierte Tommi, dem die ganze Situation langsam ernsthaft zu heikel wurde. Immer weniger konnte er einschätzen, wie weit seine Klassenkameradinnen in ihrem Rausch noch gehen würden. Jetzt hieß es so schnell wie möglich hier wegzukommen: "Ihr könnt ja gerne hierbleiben und Euch dann morgen für euer Benehmen bei Frau Hansen verantworten. Ich jedenfalls gehe jetzt ins Hotel zurück."
Bei Ronja hinterließ seine Drohung jedoch keinerlei Wirkung: "Der einzige Ort, an den du gehst, kleiner Tommi, ist der kleine Käfig dort drüben."
Noch einmal versuchte Tommi, sich an Ronja vorbei zu drängen, aber da hatte sie ihn schon fest im Griff. Mit einem Arm drehte sie ihm die Hand auf den Rücken, und während er sich mit schmerzverzogener Miene nach vorne beugte, umklammerte ihr anderer Arm seinen Kopf und hielt ihn im Schwitzkasten.
"Hat eine von Euch mal einen Gürtel zur Hand, damit wir diesem Streber die Hände fesseln können?"
"Vielleicht tut es ja auch Anjas Halstuch", grinste Silke.
"Bist Du verrückt? Mein Halstuch ist aus purer Angorawolle. Viel zu gut für diese kleine Kröte. Aber was soll's. Als Sklavenhändlerin muss man auch mal Opfer bringen." Lachend zog Anja das Tuch vom Hals um wirbelte es ein paarmal um sich selbst um Tommis Hände damit wie mit einem dicken Strick auf seinem Rücken zu fixieren.
Aber auch Petra wollte nicht untätig bleiben: "Hey, und einen Gürtel habe ich auch schon gefunden", rief sie triumphierend und zog Tommi seinen eigenen Gürtel von der Hose um damit seine Füße zusammen zu schnüren. "Nun wehre dich doch nicht so. Einen Gürtel für deine Hose brauchst du bald sowieso nicht mehr", kicherte sie unbeeindruckt von Tommis Befreiungsversuchen.
"Ihr seid ja verrückt. Lasst mich sofort los", schrie Tommi panisch.
Ronja gefiel es, wie sich dieser, ihr körperlich unterlegene Junge vergeblich zu befreien versuchte und drückte ihm noch fester mit ihrem Arm die Luft ab.
Die Mädchen schoben ihn nun mit vereinten Kräften Richtung Käfig, weshalb er sein Zappeln und Schreien zum Gefallen seiner Klassenkameradinnen mehr und mehr steigerte.
"Was geht denn hier vor sich?", ertönte plötzlich eine strenge Stimme. Erschrocken fuhren die Mädchen herum.
 

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Kommentare

Bild des Benutzers FlorianAnders

>>>Vorweg (vergesse ich so oft): Für alle, die Kommentare lesen, um nach ihnen zu entscheiden, ob sie einen Teil lesen wollen. Im folgenden Kommentar gehe ich auf den Inhalt dieses Teils ein. Für jene, die sich die Spannung erhalten wollen also: SPOILERWARNUNG!
Na, nun kommt die Geschichte in Bewegung. Kleiner Punkt, der mir auffiel ist, dass Tommi, der in Teil eins als Identifikationsfigur eingeführt wurde, hier relativ lange links liegen gelassen wird, bevor er dann etwas unvermittelt ins Bild springt. Wie fühlt er sich vor der Bühne in Betrachtung eines Mannes, der verkauft werden soll? Bedrückt es ihn, oder ist er dort noch eher gleichgültig, weil es wirklich andere Länder, andere Sitten sind, von denen er sich nicht betroffen fühlt? Was denkt er, wenn er das Zelt betritt und mitbekommt, welche Dienstleistungen man sich hier kaufen kann.
Und egal welche Gefühle ihn dabei bewegen, wie verändern sich diese, wenn Anja den Sklaven füttert? Wenn Tommi und Anja (so ist zumindest meine Vermutung) das Liebespaar dieser Story werden sollen, musst du mit Tommi an dieser Stelle Position beziehen. Falls die beiden es nicht werden... vergiss was ich hier geschrieben habe.
Wirklich gut gefallen hat mir allerdings, wie Tommi in Szene gesetzt wird. Er bekommt nicht heimlich ein Rohr, weil er ja auch so seine devote Ader hat und er versucht auch nicht alles, die Mädchen zum nach Hause gehen zu überreden, weil ihn die Situation bedrückt, sondern er tritt mutig die Flucht nach vorne an.
Damit bläst in diesem Teil der Wind aber voll in die Segel und die Geschichte nimmt gut Fahrt auf. Daumen hoch.

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Bild des Benutzers senalex

nichts woran ich hängen geblieben wäre oder mich gestört hätte. Abgesehen vielleicht von der Stelle mit dem Schwitzkasten. Wo Ronja seinen Arm auf den Rücken zwingt und mit ihrem freien Arm in den Schwitzkasten nimmt. Das hört sich für mich nicht logisch an.
Unterhalten fühle ich mich dennoch, 6 Sterne von mir.
Lieben Gruß, Sena

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Bild des Benutzers Frederik

Gut geschrieben und die Grundidee erscheint sehr erfolgversprechenbd zu sein.
Die Dialoge sind gut.
Ich persönlich würde mir eine etwas genauere Beschreibung der Beteiligten wünschen- und zwar sowohl vom Aussehen als auch von der Einstellung her geshen.
Ebenso sollten die einzelnen Handlungen und Handlungsabläufe genauer und näher beschrieben werden, denn die würde die ganze Geschichte lebafter, spanender und plastischer machen.
Kurzum- diese Geschichte hat ein großes Potential.

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Bild des Benutzers totobaer

Sehr schöne Geschichte, da wartet man gespannt schon auf die Fortsetzung

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Bild des Benutzers Latexmike

Anscheinend hat Tommy noch mal Glück gehabt und Entkommt dem Schicksal als Sklave im Käfig. Vorerst?
Die Mädels waren aber auch richtig Aufgedreht.

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