Das Resort Kapitel 9 + 10

~
~

 

Kapitel 9

Am dritten Tag nach Ellens Auspeitschung passierte die Katastrophe, aber diesmal war nicht Ellen das Opfer, sondern Doris. Die Sklavinnen hatten grade die erste Runde mit dem Schlitten hinter sich, der inzwischen die volle Steinlast trug und sie hatten die Runde auch ohne Stopp bewältigt, wie schon zuvor an den Tagen. Als sie die zweite Runde grade angefangen hatten, fiel Doris plötzlich um. Gina gab ihr einen Schlag mit der Peitsche, um sie zum Aufstehen zu bringen, aber als sie sich nicht rührte, rief sie Hubert. Der kam sofort angelaufen. Er kniete sich neben Doris hin und fühlte den Puls. Er war blass, als er aufstand und Gina befahl, ebenfalls den Puls zu fühlen.

„Ich verstehe das nicht“, kommentierte Gina. „Vollkommen chaotisch. Mal Nichts, dann viele Schläge in ganz kurzen Abständen, dann Pause.“ Hubert war schon am Handy.

Die Ärztin kam angelaufen, sie fürchtete schon, dass es wieder Ellen war. Sie war froh, dass es eine der anderen war, aber als sie den Puls fühlte, reagierte sie sofort. Sie rief in der Krankenstation an und forderte auf schnellstem Weg einen Defibrillator und eine Trage an.

Sofort kam eine Capo mit dem Defibrillator-Koffer angelaufen und die zweite mit der Trage kam auch schnell danach. Die Ärztin schockte Doris zweimal, bevor der Puls sich stabilisierte. Dann wurde Doris auf die Trage gelegt und von den beiden Capos und mit Hilfe von Gina und Tina auf die Krankenstation gebracht. Die Ärztin unterhielt sich noch mit Hubert, um mehr von den Umständen zu erfahren.

„Ich verstehe das nicht,“ erklärte er. „Die Gruppe hatte grade erst die zweite Runde angefangen. Es lief vollkommen normal. Und ausgerechnet Fünf. Ich habe in ihrer Akte gelesen, dass sie Marathons gelaufen hat. Was meinen Sie?“

„Es ist noch zu früh, aber ich habe einen Verdacht. Aber wir warten erstmal die Untersuchung ab. Was die anderen angeht, machen sie weiter wie bisher. Ich vermute, es liegt mehr an dieser Sklavin und es gibt eher kein generelles Problem. Kommen Sie nach Feierabend nochmal bei mir vorbei und bringen Sie auch Eins mit, damit ich mir nochmal den Rücken ansehen kann. Keine Angst, das kriegen wir hin. Nicht Ihr Fehler.“

Hubert sah der Ärztin nach, dann überlegte er kurz. Er befahl Tina und Gina, die inzwischen wieder zurück waren, sich einzuspannen und zusammen absolvierten sie noch zwei Runden. Alle hielten durch, auch Ellen. Beim Rudern ließ er die Sklavinnen etwas längere Pausen zwischen den Stints machen. Er war verunsichert, wollte es aber nicht zeigen.

Abends ging er mit Ellen wie vereinbart zur Krankenstation. Unterwegs sprach Ellen ihn an: „Darf ich reden, Herr?“

„Du fragst, und du benutzt die richtige Anrede. Ok, was willst du sagen?“

„Herr, ich möchte mich noch bedanken für Ihre Fürsorge. Dass Sie extra für mich aufgestanden sind, um mir die Tablette zu bringen und auch die Banane. Sie hätten das nicht tun müssen. Ich ….“ Ellen kamen die Tränen.

„Hör zu,“ sagte Hubert. „Nicht alles ist hier so, wie es aussieht. Wenn ich dich mal auspeitsche oder die Capos oder später Gäste oder wenn dir Schlimmeres passiert, das gehört alles zum Geschäft. Du bist eine Sklavin ohne Rechte, ein Sexspielzeug. Das habe ich euch schon am Anfang gesagt. Aber manchmal bist du auch ein Mensch. Es ist manchmal schwer, zwischen der Sklavin und dem Menschen zu unterscheiden oder für dich zu unterscheiden, wer vor dir steht, der Aufseher Hubert oder der Mensch Hubert.“

Ellen versuchte, das zu verdauen, dann sagte sie: „Danke, Mensch Hubert.“

Als sie in der Krankenstation ankamen, wartete die Ärztin auf sie. „Es geht ihrer Fünf besser“, verkündete sie. „Sie ist zumindest stabil, muss aber noch hierbleiben. Ich bespreche mich mit meinen Kolleginnen. Aber im Moment kann ich noch nichts sagen. Ich hätte gerne, dass sie dabei sind, wenn ich Fünf nochmal befrage. Eins kann gerne auch mitkommen.“

Sie betraten eine Einzelzelle, in der Doris auf einem Bett lag. Sie hatte eine Infusion im Arm und war mit einer Kette am Halseisen an die Wand angekettet.

„Hallo Fünf“, begrüßte Hubert sie. „Du machst ja Sachen.“

Dann befragte die Ärztin sie nach ihrer medizinischen Vorgeschichte. Es gab nie ein Anzeichen für Herzprobleme, auch nicht in der Jugend. Sie sprachen auch über die Marathons, die sie gelaufen war und was für Sport sie noch getrieben hatte. Aber es ergab sich nichts Neues. Schließlich verließen die drei die Zelle. Ellen drückte Doris noch schnell einen Kuss auf die Wange.

„Sie können sich denken, dass wir noch weitere Untersuchungen brauchen,“ erklärte die Ärztin. „Es war auf alle Fälle keine Show oder sowas. Ich habe die Daten aus dem EKG schon an einen unserer Gäste geschickt, der ein Herzspezialist ist. Zufällig kommt er nächste Woche, dann will er sich Fünf mal ansehen.“

„Wird sie wieder“, fragte Hubert.

 „Mehr oder weniger auf alle Fälle. Ob sie hier eingesetzt werden kann, keine Ahnung.“

Die Ärztin sah noch nach Ellens Rücken, dann gingen Ellen und Hubert schweigend zurück, beide in ihren Gedanken versunken.

 

Kapitel 10

Hubert sah in den nächsten Tagen jeden Abend nach Doris. Am fünften Morgen wurde er zu einer Besprechung in der Chefetage einbestellt. Er war in seiner ganzen Zeit im Resort noch nie dort gewesen. Er meldete sich bei der Sekretärin seines obersten Chefs. Die sprach kurz in eine Gegensprechanlage, dann ließ sie Hubert eintreten. Hubert bekam einen Platz angeboten und man brachte ihm Kaffee.

„Wenn ich vorher etwas sagen darf, ich weiß nicht was passiert ist. Irgendetwas wurde übersehen oder ich habe einen Fehler gemacht. Auf alle Fälle stehe ich zu meiner Verantwortung.“

Sein Chef sah Hubert an, dann lachte er laut. „Sie sind doch nicht hier, um einen Anschiss zu bekommen. Ich weiß, dass sie zu den besten Aufsehern hier im Resort gehören. Wir reden heute und hier über die Lösung des Problems, nicht nur über dieses eine Problem, sondern auch über andere und wir brauchen Ihre Hilfe. Ich kann Ihnen sagen, dass ich mir zwei Nächte um die Ohren geschlagen habe, aber jetzt habe ich einen Weg gefunden, auf dem es nur Lösungen gibt, keine Probleme.“

„Fangen wir mit Ihrer Fünf an.“

„Wollen Sie sie etwa beseitigen“, fragte Hubert besorgt.

„Wie kommen Sie denn darauf?  Mord oder dergleichen wird es in meinem Resort nicht geben. Nein, ich habe das mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Sie braucht einen Herzschrittmacher, und den bekommt sie auch. Wir zahlen das. Übermorgen kommt ein Herzspezialist, der hier gebucht hat. Ich habe mit ihm gesprochen, er bringt ihn mit und setzt ihn ihr ein. Während er hier ist, sieht er täglich nach ihr, danach können unsere Ärztinnen das übernehmen. Wir zahlen nur den Schrittmacher und der Arzt hat um eine sehr ungewöhnliche Gefälligkeit gebeten, die ich ihm gewähren werde. Dazu aber später.“

„Nach der OP braucht Fünf noch etwas Erholung und Pflege. Als Sklavin für das Resort fällt sie aus. Aber meine Tochter wünscht sich schon lange eine persönliche Sklavin. Wie Sie wissen hat meine Tochter mit ihren Ideen das „Dirty Slave“ Konzept erfunden. Deshalb ist der Aufsichtsrat einverstanden, natürlich auch unter ein paar Bedingungen. Sie muss auf Fünf aufpassen und sie einmal im Monat zur Untersuchung bringen. Und Fünf behält ihr Halseisen, damit sie nicht abhaut. Das ist eine Ihrer Aufgaben, Sie müssen ihr das ganz klarmachen: sie ist und bleibt Sklavin und jeder Fluchtversuch hat ernsteste Folgen.“

„Damit kommen wir zum zweiten gelösten Problem. Ihrer Sklavengruppe fehlt eine Sklavin. Bei uns in der Verwaltung ist ein Problem aufgetreten, also das dritte Problem. Jemand hat lange Finger gemacht. Aber wir wissen, wer und grade jetzt wird diese Person befragt. Wir wissen auch, wo das Geld ist und wie wir es wiederbekommen.“

„Und wer hat die langen Finger gemacht, falls ich das wissen darf“, erkundigte Hubert sich.

„Sie müssen es sogar wissen. Diese Person wird ihre neue Sklavin, genannt Sieben. Bisher bekannt als die Leiterin der Buchhaltung, Elisabeth, oder wie manche sagen „das Biest“. Ich vermute, wenn das bekannt wird, gibt es Jubel.“

„Könnte sein,“ sagte Hubert grinsend. „Sie war erst neulich bei mir und hat fast meine Eins zu Tode gepeitscht.“

„Das wusste ich nicht. Falls sich Eins intensiv mit ihr beschäftigen will, von mir aus auch mit Hilfe der anderen in der Gruppe, werden Sie das untersuchen aber nichts finden. Geschieht dem Biest recht. Unsere Investoren werden wegen der Unterschlagung zwar maulen, aber wir können argumentieren, dass wir fast alles Geld wiederhaben und davon abgesehen ist unsere Bilanz die Beste seit der Gründung des Resorts.“

„So wie ich meine Eins einschätze, wird sie das eher nicht tun“, meinte Hubert. „Sie ist sehr ruhig, ich hoffe, sie sieht das was da passiert ist als Geschäft an und nicht persönlich. Aber andere könnten wegen dem Biest was unternehmen.“

„Wie gesagt, ist mir egal, und das sollte es Ihnen auch sein. Ich erwarte auf alle Fälle eine äußerst harte Behandlung und keinerlei Bevorzugung. Schleifen Sie sie bis aufs Blut.“

„Dann kämen wir zu dem kleinen Wunsch, den unser Herzspezialist hatte. Etwas, was wir noch nie erlaubt haben und außer in solchen Fällen nie erlauben werden. Er möchte einer Sklavin Brandzeichen setzen. Welcher, ist ihm egal, aber was denken Sie?“

„Eine wirklich extreme Maßnahme. Aber irgendwie passend. Eine tierische Behandlung für das Biest.“ Hubert grinste. „Hat er gesagt, an was er denkt?“

 

„Hat er. Er hat mir ein Bild geschickt.“ Er reichte Hubert einen Ausdruck. Der sah ein großes „S“ mit einem Kreis darum. „Es soll auf die linke Schulter und die rechte Pobacke.“

„Also, ich habe kein Problem dabei. Ich vermute, sie muss danach ein paar Tage auf die Krankenstation.“

„Kommt gar nicht in Frage“, erklärte Huberts Chef. „Das gehört zur Strafe.“

„In Ordnung. Ich musste meine Eins neulich fast heimlich behandeln lassen, weil sie mir gedroht hatte.“

„Was hat sie getan? Erst eine Sklavin halb totschlagen und dann die Behandlung verhindern wollen? Wenn nochmal sowas vorkommt, egal von wem, erwarte ich eine Meldung von Ihnen. Direkt und persönlich an mich. Ohne irgendeine Zwischenstation. Sowas läuft bei mir nicht. Wie haben Sie das geregelt?“

Hubert erzählte alles und rechnete mit einer Zurechtweisung in Anbetracht der vielen Regeln, gegen die er verstoßen hatte. „War zwar unkonventionell aber voll in Ordnung. Vielleicht hätte ich ihrer Eins noch eine längere Pause verschafft. Ich hätte nicht übel Lust, die Strafe zu verschärfen, wenn ich wüsste wie.“

„Wir können ihr ja den Kopf rasieren“, meinte Hubert scherzhaft.

Sein Chef lachte, dann wurde er ernst. „Machen Sie das. Sie war immer eitel und stolz auf ihre langen Haare. Und wissen Sie, was sie mit den Haaren machen? Sie geben sie an die Ausrüstungsabteilung, die sollen Pferdeschwänze für sie daraus machen. Und das ist kein Witz, sondern eine echte Anordnung, die Sie schriftlich kriegen. Übrigens auch alles andere, über das wir hier reden.“

Hubert war beeindruckt. Sein Chef war echt hart aber in seiner Art gerecht. „Ich nehme an, das alles soll still und leise ablaufen?“

„Ganz im Gegenteil. Ich will, und auch der Aufsichtsrat will das so, dass alles, ohne jede Ausnahme bekannt wird.  Das macht es erst rund. Für unsere Angestellten ist es eine Warnung, sich korrekt zu verhalten. Und die Sklavinnen merken, dass wir sie zwar schinden, uns aber um sie kümmern, wenn es sein muss, ohne Wenn und Aber. Wir geben das aber nicht einfach so bekannt, zumindest nicht, was mit Fünf passiert. Ich will, dass Sie Fünf mit der ganzen Gruppe besuchen, wenn wir hier durch sind. Sie erklären ihr, was passiert, aber auch die Regeln. Lassen sie die Gruppe danach ruhig eine halbe Stunde mit ihr allein. In den nächsten Wochen lassen sie die Gruppe am besten so zweimal pro Woche zu ihr, bis sie zu meiner Tochter kommt. Wenn sie dann zu den Untersuchungen jeden Monat kommt, soll sie auch gerne die Gruppe besuchen. Damit alle klarsehen, dass wir keine Sklavin einfach beseitigen. Ich bin mir sicher, die Gerüchteküche wird verbreiten, wie wir reagiert haben. In zwei Jahren wird daraus eine von uns gesponserte Herztransplantation“, grinste Huberts Chef.

„Und wann kommt das Biest zu mir“, erkundigte Hubert sich.

„Heute Abend. Und ab morgen volles Programm für sie. Wie gesagt, keine Schonung. Das Branding wird irgendwann stattfinden, darüber kriegen Sie noch Bescheid. Aber verraten Sie diese Überraschung noch nicht, vor allem dem Biest nicht. Und jetzt will ich Sie nicht weiter aufhalten. Sie haben reichlich zu tun.“

Hubert verabschiedete sich. Das war viel besser gelaufen, als er gedacht hatte. Spontan machte er einen Umweg zur Aufseher Kantine, wo er eine Riesentüte Obst einkaufte.

Als er bei der Zelle ankam, warteten die Sklavinnen abmarschbereit für das Schlittentraining. Ohne ihnen ein Wort zu verraten führte er sie aber innerlich grinsend zur Krankenstation, wo die Ärztin sie bereits erwartete. Sie hatte Ellen kurzfristig in eine größere Zelle verlegt, da sie vorab informiert worden war und die Einzelzelle zu klein für den Besuch war. Die Sklavinnen waren glücklich, ihre Mitsklavin wieder zu sehen. Hubert ließ die ungläubig dreinsehenden Capos allen die Hände befreien, damit alle Doris umarmen konnten.

Dann erklärte er, was mit Doris geschehen würde. Er nannte sie jetzt auch immer Doris, nicht mehr Fünf. Doris nahm das alles auf und nahm seine Warnungen, die er mehrfach wiederholte, auch ernst. Ihr kamen die Tränen, als ihr klar wurden, dass sie ihre Kameradinnen nur selten sehen konnte, aber es war besser als zu sterben. Sie versprach, die Vorgaben einzuhalten, auch als Hubert sie warnte, dass sie ja weiter Sklavin sei und dass es bei der Tochter seines Chefs auch hart werden würde und sie oft die Peitsche spüren würde.

Hubert ließ die Gruppe wie vorgeschlagen einige Zeit alleine, während er mit der Ärztin das weitere Vorgehen besprach. Danach holte er die Sklavinnen ab und ließ die Capos sie wie üblich fesseln. Dabei rührte sich nicht der geringste Widerstand. Dass er von der Ärztin einige Mineralmischungen erbeten und auch bekommen hatte, verriet er niemandem.

Es folgte das übliche Training, aber Hubert ließ das Ponytraining ausfallen. Stattdessen ließ er Gina die Sklavinnen aus der Zelle holen und ihnen die Handfesseln lösen. Gleichzeitig bereitete Tina mehrere Flaschen Mineraltrunk zu. Die Sklavinnen mussten sich auf den Boden setzen und auch Tina und Gina sollten sich dazugesellen. Hubert holte die Tüte mit dem Obst aus seinem Büro, wobei er demonstrativ die Gangtür offenließ.

Als er die Tüte auf den Boden stellte und sich dann im Schneidersitz auf den Boden niederließ, wären Tina und Gina fast ohnmächtig geworden.

„In den nächsten zwei Stunden bin ich nicht der Oberaufseher, sondern nur Hubert. Aber das ist eine Ausnahme, die es noch nie gab. Da könnt ihr Tina und Gina fragen. Und das wird es wahrscheinlich nicht so bald nochmal geben.“ Dann packte er das Obst aus und verteilte es unter den Sklavinnen und Capos. Die konnten kaum glauben, was sie sahen. Während sie das Obst alle langsam genossen, erzählte er ihnen, was sich am Morgen ergeben hatte.

Als er erwähnte, dass Elisabeth die neue Sklavin sein würde, meinte Steffi: „Na, die kann sich auf was gefasst machen.“

Hubert erhob aber Einspruch. „Das sollte Ellen ganz alleine entscheiden. Ich werde mich da nicht einmischen, und wenn sie es will, dann ist es ok. Aber weder ich noch ihr anderen sollten da Einspruch einlegen. Tina und Gina werden sich intensiv um sie bemühen. Es erfolgen auch noch weitere Bestrafungen, die noch nie jemand im Resort erdulden musste. Sie hat einfach zu vielen auf die Füße getreten, jetzt zahlt sie mit Zinsen und Zinseszinsen.“

Tatsächlich sahen sie alle das ein. Ellen meinte dann, dass sie sich das überlegen würde.

„Herr, darf ich etwas fragen“, erkundigte Ellen sich dann.

„Im Moment sprichst du mit Hubert. Also frag, was immer du willst.“

„Was erwartet uns hier noch“, wollte Ellen wissen.

Hubert dachte einen Moment nach: „Ganz ehrlich, nicht viel Gutes. Bisher sind wir ja noch am Anfang der Ausbildung. Und von später will ich gar nicht reden. Ich weiß, es ist hart, aber ihr seid Sklavinnen und bleibt das.“

„Ich meine, während der Ausbildung. Was werden Sie mit uns machen?“

„Ganz ehrlich, ohne jede Beschönigung? Auch nichts, auf das Ihr Euch freuen könnt. Bald fangen wir mit Fesselungen an. Die sind oft extrem eng, immer unbequem. Dann kommt der Sex dazu. Ich werde euch in alle Löcher ficken, werde Sexspielzeuge einsetzen und viel mehr. Ihr werdet auch untereinander Sex haben. Dann kommen immer perversere Sachen. Ihr werdet meine Pisse trinken, nur Scheiße braucht ihr nicht zu fressen, das ist Resortregel. Auch Rauschgifte jeder Art wird es nicht geben. Aber Auspeitschungen, Nadelspiele…. Sucht es euch aus.“

Die Sklavinnen schwiegen entsetzt. Sie sahen die Capos an, die nickten nur auf die unausgesprochene Frage. Für einige Minuten blieb es still, dann sagte Ellen: „Wenn wir schon nichts daran ändern können, sollten wir wenigstens diese zwei Stunden genießen. Scheiß drauf, was nachher ist. Ist noch eine Banane da?“ Das brach das Eis.

Sie fingen an, die Capos und Hubert auszufragen, was deren merkwürdigsten Erlebnisse gewesen waren. So verging die Zeit, bis irgendwann ein ihnen unbekannter Capo durch die Tür sah. Er konnte nicht glauben, was er sah. Dann fragte er: „Oberaufseher Hubert?“

Hubert stand auf. „Ja?“

„Wir haben hier eine neue Sklavin für Sie.“

„Schließ die Tür und warte 5 Minuten. Dann bring die neue Sklavin rein.“ Alle erhoben sich. Die Sklavinnen drehten sich um und legte die Hände auf den Rücken. Die Capos fesselten sie und ließen sie in die Zelle. Hubert ließ aber Ellen wieder von der Fessel befreien. Dann sammelte er eigenhändig die Abfälle auf und brachte sie in sein Büro.

Dann wurde Elisabeth hereingeführt. „Wer bist du“, fragte Hubert.

„Ich bin die Leiterin der Buchhaltung, das wissen Sie genau. Und wenn Sie mich nicht sofort losmachen, reiße ich Ihnen den Arsch auf“, zischte Elisabeth.

Hubert verpasste ihr zwei Ohrfeigen, wie es die Sklavinnen bei ihm noch nie gesehen hatten. Elisabeth fiel auf den Boden. Sie rappelte sich wieder auf und Hubert zog sie an ihrem Halsring hoch, bis sie auf ihren Zehen stand. „Eigentlich solltest du Sieben genannt werden, aber das ist falsch, du wirst Null heißen. Denn genau das bist du, Nichts, weniger als die Sklavinnen. Also wer bist du?“

„Null“, antwortete Elisabeth kleinlaut unter Tränen.

Hubert zog aus seiner Tasche ein weiteres paar Handschellen. Er drehte Elisabeth um und fesselte ihr die Arme zusätzlich oberhalb der Ellenbogen, wodurch sie komplett hilflos wurde. Dann musste sie auf die Knie gehen. Kniend musste sie bis zur Zelle kriechen. Hubert öffnete das Zellengitter und ließ sie hineinkriechen. „Hier ist eure Null.“ verkündete er.

Als Elisabeth sah, dass Ellens Hände frei waren, bekam sie einen Riesenschreck. Sie wusste, sie war der Frau hilflos ausgeliefert, die sie selber vor einer Woche erbarmungslos ausgepeitscht hatte. Sie senkte den Kopf vor Ellen.

Ellen griff nach Elisabeths Halseisen und zog sie auf die Füße. „Ich vergreife mich nicht an einer Wehrlosen, schon gar nicht an so einem Abfall wie dir. Dazu bin ich mir zu wertvoll. Sie ging an die Zellentür und rief lauf: „Herr Oberaufseher, könnten Sie mir bitte die Hände hinter dem Rücken fesseln?“ Dann drehte sie sich um und wartete mit den Händen auf dem Rücken ganz ruhig.

Hubert hatte etwas Ähnliches erwartet. Er öffnete die Tür, legte Ellen das Schloss an und flüsterte ihr ins Ohr „Mensch“.  Dann schloss er die Tür und ging den Gang runter in Richtung auf sein Zimmer. Die Sklavinnen hörten, wie er ganz laut und kurz „Ja“ rief.

Später brachten Tina und Gina das Abendessen. Sie verlangten aber anschließend nicht, dass jemand Null ableckte.

 

Bewertung gesamt: 
Average: 3.7 (7 votes)
Mit einem Klick den Gesamteindruck dieser Geschichte beurteilen.

Hier kannst du einzelne Gesichtspunkte der Story bewerten.
Bewerte die Handlung, die Idee der Geschichte.
Wie findest du den Schreibstil
Beurteile die Rechtschreibung und die Form
Wird das Thema BDSM gut beschrieben und wie erotisch findest du die Geschichte