Das Resort Kapitel 1 + 2

 

Kapitel 1

 

Ellen saß gelangweilt in ihrem Büro und blätterte durch die Tageszeitung. Zurzeit ging es in Ihrer Firma sehr ruhig zu, und so war sie nicht die einzige, die Zeitung las. Außerdem war sie frustriert, weil sie vor einer Woche mit ihrem Freund Schluss gemacht hatte, nachdem sie ihn und ihre ehemals beste Freundin im Bett ihrer gemeinsamen Wohnung erwischt hatte. Sie hatte ihn ohne irgendein Zögern rausgeschmissen und sich seine Entschuldigungen und Ausreden nicht mal angehört. Beim Durchblättern der Zeitung stieß sie auf eine Anzeige, die sie zuerst überflog und nicht weiter wichtig nahm. Sie hatte schon einige Seiten weitergeblättert, aber dann kam sie zu dieser Anzeige zurück.

Sie las: "Animateurinnen und Animateure für ein Ferienresort gesucht. Wollen Sie dort arbeiten wo andere Urlaub machen? Sind sie sportlich? Können Sie andere motivieren? Sind sie kerngesund? Sind sie zwischen 25 und 30 Jahre alt? Melden Sie sich unter Bewerbungen @ Ferienresort-Suedeuropa.com. Ein Casting für Animateurinnen und Animateure findet in Hamburg zwischen dem 17. und 20. dieses Monats statt".

Ellen dachte über diese Anzeige nach, eigentlich entsprach sie der Beschreibung. Und es reizte sie, einmal etwas ganz Anderes zu machen. Sie öffnete ihr E-Mail-Programm und verfasste ganz spontan eine Bewerbung. Sie schrieb, dass sie 28 Jahre alt war, der Beschreibung in der Anzeige entsprach und erklärte ihre Motivation, einmal etwas ganz Anderes zu tun, wenn auch nur für einige Jahre. Sie schickte die E-Mail ab und widmete sich danach wieder der Zeitung, weil sie sich nicht sehr viele Hoffnungen machte, dass etwas daraus werden würde.

Zu ihrer Überraschung, erhielt sie binnen weniger Stunden eine Antwort auf Ihre E-Mail. Man lud sie für den 18. des Monats um 10:00 Uhr zu einer Vorstellung ein. Sie müsse mit ca. 2 Stunden Dauer rechnen. Ellen war etwas überrascht, aber sie war den ersten Schritt gegangen, warum also nicht weitermachen? Vielleicht würde es ja etwas.

Zwei Wochen später, am 18., einem Dienstag, nahm sie sich frei und fuhr in die Innenstadt, wo das Casting stattfinden sollte. Es sollte im Konferenzraum eines großen Hotels stattfinden. Vor dem Eingang zu dem Konferenzraum saß eine junge Frau an einem Tisch. Sie hatte eine Liste vor sich liegen und neben ihr lagen ein halbes Dutzend Tablett Computer. Sie lächelte Ellen an und sagte: „wir waren hier total überrascht, wie viele Menschen sich auf diese Jobs bewerben. Deshalb mussten wir das alles etwas aufteilen. Gestern und heute sind die Frauen dran, danach die Männer. Hier auf diesem Computer haben wir einen Fragebogen gespeichert, und wir würden Sie bitten, diesen auszufüllen.“ Damit gab sie Ellen den Computer und wies auf eine Sitzgruppe, wo bereits eine andere junge Frau saß und auf einem ähnlichen Tablett herumtippte.

Ellen ging zu der Sitzgruppe, setzte sich in den Sessel neben die junge Frau und blickte auf den Computer. „Hi, ich bin Ellen“, stellte sie sich der jungen Frau vor. „Was wollen die denn alles wissen?“

„Auch Hi. Ich bin Andrea. Die fragen einem hier ein Loch in den Bauch. Alle möglichen Fragen, von der Vorgeschichte, zur Familie und jede Menge Gesundheitsfragen. Auch welchen Sport man treibt und so weiter Ich bin schon 20 Minuten an diesem Fragebogen und noch nicht fertig.“

Ellen nahm sich den Fragebogen vor und er war tatsächlich unendlich lang. Jedes Mal, wenn Sie eine Computerseite abgearbeitet hatte, hoffte sie, endlich am Ende angelangt zu sein, aber immer kam noch eine Seite. Sie bemerkte, dass nach etwa einer Viertelstunde ihre Nachbarin offenbar fertig war und aufstand. Dann brachte diese Andrea das Tablett zu der jungen Frau an der Tür des Konferenzraumes, setzte sich dann kurz auf einen Stuhl, aber nach wenigen Minuten wurde sie in den Konferenzraum gerufen. Ellen sah der blonden, sportlich gebauten und schlanken Frau kurz nach. Die kurzen, wild in alle Richtungen abstehenden Haare ließen sie jünger aussehen, und Ellen dachte bei sich ‚Wildfang‘. Dann arbeitete sie sich durch den Fragebogen weiter durch und erreichte endlich das Ende. Sie blickte auf die Uhr und es war bereits kurz vor 11. Auch sie brachte das Tablett zu der jungen Frau und wurde gebeten, noch ein Moment auf dem Stuhl Platz zu nehmen. Sie sah, dass inzwischen auch weitere Kandidatinnen eingetroffen waren und diese sich ebenfalls offenbar an den Fragebogen machten.

Andrea verließ den Konferenzraum, zwinkerte Ellen zu und grinste. Offenbar war das Gespräch erfreulich verlaufen. Die junge Frau bat Ellen, in den Raum zu gehen.

Als sie den Raum betrat, sah sie eine kleine Sitzgruppe, an der ein Mann saß. In einer Ecke des Konferenzraums war eine Art Umkleidekabine aufgebaut, und an einer Wand war ein Poster von einer Ferienlandschaft aufgehängt. Davor stand eine Kamera. Sie ging zu dem Mann, der sie freundlich begrüßte und ihr etwas zum Trinken anbot. Vor ihm stand ein Laptop, und offenbar konnte er die Angaben sehen, die Ellen vorher in den Tablett Computer eingegeben hatte. Er fragte sie nach einigen Details, aber offenbar war er sehr angetan von dem, was er dort las. „Sie haben das alles sehr gut ausgefüllt und ich kann Ihnen sagen, dass das sehr vielversprechend ist. Eines ist mir aufgefallen, sie haben keinen Ansprechpartner für Notfälle angegeben. Die meisten unserer Angestellten geben hier die Adresse ihrer Eltern an. Kann ich das bitte noch ausfüllen?“

„Tut mir leid. Aber eigentlich habe ich keinen Ansprechpartner für Notfälle. Meine Eltern sind vor einigen Jahren gestorben und ich bin mehr oder weniger allein. Ich habe zwar einige Freunde, aber als Ansprechpartner für Notfälle würde ich die nicht bezeichnen.“

„Verstehe ich. Ich schreibe einfach ‚KEINE‘ rein. Es gibt noch einen Punkt, der vielleicht im ersten Moment etwas abschreckend sein könnte. Es geht ja darum, dass sie unsere Urlaubsgäste betreuen sollen. Unsere Animateure sind alle jung, aktiv, sexy. Das klingt vielleicht sexistisch, ist es vielleicht sogar. Wir brauchen da nicht herum zu reden, aber so sind nun mal die Gegebenheiten. Wir hätten daher gerne von Ihnen ein paar Aufnahmen, wie sie in einem Badeanzug aussehen. Natürlich haben sie heute keinen Badeanzug dabei, aber dort neben der Umkleidekabine auf dem Tisch liegen einige nagelneue und originalverpackte Bikinis und auch Flipflops. Wären Sie so freundlich, sich umzuziehen und dann hier vor unserer Ferienkulisse für ein paar Bilder Modell zu stehen?“

Ellen dachte sich nichts weiter dabei, sie fand diese Bitte eigentlich relativ verständlich. Sie selber war sogar stolz auf ihren Körper. Sie war einen Meter 72 gross und wog um die 55 kg. Sie hatte eine mediterrane Erscheinung und ihre dunklen, nicht sehr langen, gelockten Haare passten gut zu den braunen Augen und der leichten Stupsnase. Ihre nicht zu kleinen Brüste füllten die meiste Bikinis angemessen aus. Ellen wusste, dass viele Männer sie erotisch und anziehend fanden. Sie suchte sich einen Bikini von einer bekannten Sportfirma heraus, betrat die Kabine und zog sich um. Was sie nicht bemerkte, war annähernd ein Dutzend versteckte Kameras in der Kabine, die sie während des gesamten Vorgangs fotografierten. Als sie sich umgezogen hatte, ging sie zu dem Poster hinüber und der Mann machte einige Aufnahmen von ihr von vorne, von den Seiten, auch von hinten und dann einige Portraitaufnahmen. Er dankte ihr für Ihre freundliche Hilfe und sagte, dass sie den Bikini und die Flipflops behalten dürfte. Ellen wusste, was so ein Bikini von dieser Sportfirma kostete, und war erfreut.

„Ich möchte jetzt noch nichts versprechen“, sagte der Mann, „aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sie für uns infrage kommen. Eventuell würden wir Sie gerne zu einem weiteren Einstellungsgespräch einladen. Für ihre heutigen Bemühungen, darf ich Ihnen hier das geben.“, Damit reichte er Ellen einen Briefumschlag.

Ellen verließ den Konferenzraum und dann auch das Hotel. Erst als sie auf der Straße stand, öffnete sie den Briefumschlag und fand darin einen 100 Euro Schein. Dass sie für dieses Vorstellungsgespräch bezahlt würde, hatte sie nicht erwartet.


Kapitel 2

Erst etwas über eine Woche später hörte sie wieder etwas von dem Vorstellungsgespräch. Sie erhielt eine E-Mail, in der sie gefragt wurde, ob sie wohl am kommenden Wochenende nach München kommen könne. Dazu würde man ihr am Samstagmorgen um 8:00 Uhr ein Flugticket an der Flughafen-Information hinterlegen. Alle Kosten, auch für das Hotel in München würden übernommen und man würde ihr darüber hinaus für Ihre Bemühungen ein Honorar von 500 Euro zahlen. Sie solle einen kleinen Koffer für zwei Tage packen und auch etwas Schickes mitbringen, weil man gemeinsam mit allen Kandidatinnen ein elegantes Abendessen plane. Es war zwar etwas kurzfristig, aber das Angebot war so verlockend, dass Ellen sofort zurückschrieb und zusagte. In der Mittagspause, die sie wie meistens mit einer Kollegin in einer Grünanlage verbrachte, erzählte sie dieser Kollegin davon. Die war beeindruckt, aber sie warnte Ellen, dass sich im Internet manchmal zwielichtige Typen rumtrieben.

Am Samstagmorgen fuhr sie mit der S-Bahn zum Flughafen hinaus. Sie ging zum Informationsschalter und fragte nach ihrem Ticket. Die Angestellte dort nahm drei Kuverts, fragte nach ihrem Namen und gab Ellen dann einen der Umschläge. Plötzlich wurde sie von hinten angesprochen „Hallo, du hast auch eine Einladung bekommen?“ Andrea stand hinter ihr. Ellen bejahte das und auch Andrea bekam einen Umschlag, nachdem sie ihren Namen genannt hatte. Sie öffneten beide die Umschläge und waren erstaunt, dass darin Hin- und Rückflugtickets nach München für die Business Class steckten.

„Die schmeißen ja richtig mit Geld um sich. Ich hoffe, das klappt mit dem Job. Aber wenn Sie jetzt schon so viel Geld für uns ausgeben, mache ich mir ziemliche Hoffnung. Anscheinend kommt noch jemand hier aus Hamburg dazu, denn die Frau hatte ja vorhin drei Umschläge.“ Sie warteten dort noch 10 Minuten, aber niemand erschien. Sie gingen dann durch die Kontrolle, und da sie beide nur kleine Koffer hatten, durften Sie diese mit in die Kabine nehmen.

Als sie in München aus dem Ankunftsbereich heraustraten, wartete dort ein Mann in einer Chauffeur-Uniform und hielt ein Schild mit ‚Ferienresort-Südeuropa‘ hoch. Ellen und Andrea gingen auf ihn zu und sagten ihm, dass sie wohl gemeint sein. Er hatte ein Zettel mit einigen Namen darauf und fragte sie nach den ihren, dann hakte er diese auf dem Zettel ab. Er fragte sie, ob sie eine dritte Bewerberin namens Steffi gesehen hätten, aber sie verneinten das. Dann erklärte er ihnen, dass sie noch etwas warten müssten, weil zwei weitere Bewerberinnen aus Berlin erwartet würden. Aber die Maschine sei bereits gelandet und sie müssten eigentlich in einigen Minuten eintreffen.

Tatsächlich kamen nach wenigen Minuten zwei weitere junge Frauen und stellten sich als Billy und Doris vor. Billy war recht klein, Ellen schätzte einen Meter 60, extrem dünn, mit wilder roter Mähne und vielen Sommersprossen im Gesicht. Ihre grünen Augen ergaben einen interessanten Kontrast zu den Haaren. Dazu kam noch ein strahlendes Lächeln, was sie sehr sympathisch machte. Doris sah man die Sportlerin an. Zäh, sonnengebräunt, für den Sport kurz geschnittene braune Haare und braune Augen.

Der Chauffeur führte sie zu einer Limousine, nahm ihnen die Koffer ab und legte sie in den Kofferraum. Dann hielt er ihnen die Tür auf damit sie bequem einsteigen konnten. Keine von ihnen war eine solche Behandlung gewohnt, und sie alle nahmen sie erfreut zur Kenntnis. Dann bestieg der Chauffeur den Wagen und fuhr in Richtung auf die Autobahn los. Als ein Telefon klingelte, hob er kurz sein Handy hoch, rief „Entschuldigung“ und fuhr die Trennscheibe hoch.

Wenige Sekunden später hörten die Vier ein leises Zischen, aber bevor sie reagieren konnten, waren sie ohnmächtig. Der Chauffeur sah durch die Trennscheibe kurz nach hinten und sagte dann ins Telefon „Sie schlafen schon.“ Er ließ die Trennscheibe geschlossen und fuhr auf der Autobahn weiter, bis er auf die Autobahn Richtung Prag wechselte.

Die Fahrt dauerte ungefähr 2 Stunden, aber erst kurz bevor er sein Ziel erreichte, öffnete der Fahrer die Seitenfenster und danach auch die Trennscheibe, um das Innere durchzulüften. Die vier jungen Frauen waren immer noch besinnungslos. Er fuhr von der Hauptstraße schließlich in eine Einfahrt mit einem großen Tor. Mit einer Fernbedienung öffnete er das Tor, dann ging es noch mehrere Kilometer weiter, bis er zu einem Gebäudekomplex kam. An einem der Eingänge hielt er an. Zwei Frauen und ein Mann kamen heraus und gemeinsam mit dem Chauffeur schafften sie nach und nach die vier jungen Frauen in das Haus. Der Mann fragte, „wieso sind es nur vier? Es sollten doch fünf sein“. Der Chauffeur erklärte, dass eine wohl nicht gekommen sei, aber seine Kollegen würden sich bereits in Hamburg darum kümmern. Die fünfte Bewerberin würde in spätestens zwei Tagen ebenfalls hier eintreffen.

Sie wurden in einen großen Raum gebracht, in dem ein Podest stand mit sechs Säulen darauf. Oben an jeder Säule war eine Nummer befestigt, von 1 bis 6. In einiger Höhe war an jeder Säule ein Haken angebracht und ein Stück darunter war eine Kette befestigt. Gegenüber dem Podest, auf das die jungen Frauen nun gelegt wurden, standen zwei Tische und einige Stühle. Auf einem der Tische standen mehrere Plastikboxen. Vor dem mittleren Stuhl stand eine Art Bedienpult.

Der Mann setzte sich auf den mittleren Stuhl, dann gab er seinen beiden Gehilfinnen einen Befehl. Die Gehilfinnen hatten Bilder der Bewerberinnen, auf denen handschriftlich eine Nummer notiert war. Sie ordneten die bewusstlosen Frauen entsprechend der Nummer auf dem Bild den Säulen zu. Ellen war Nummer 1, Andrea Nummer 2. Dann kam Billy als Nummer 4 und Doris als Nummer 5. Sie fesselten die Hände der Bewusstlosen mit Handschellen, dann hoben sie sie hoch und lehnten sie an die Säulen. Eine von ihnen hob der Bewusstlosen dann die Arme über den Kopf und befestigte die Handschellen an dem Haken. Danach legten sie Ihnen die Ketten locker um den Hals und verschlossen die Ketten mit speziellen Vorhängeschlössern. So konnten sie später auch dann nicht weglaufen, wenn sie es fertigbrachten, ihre Handschellen irgendwie von den Haken zu lösen. Die Bewusstlosen hingen jetzt an den Handschellen. Als alle Bewusstlosen so an die Säulen gefesselt waren, ging eine der Gehilfin zu dem Tisch mit den Plastikboxen und holte aus einer der Boxen eine Spraydose hervor. Sie ging wieder zu den Bewusstlosen und sprühte jeder eine kurze Dosis ins Gesicht.

Langsam bewegten sich die Vier wieder, aber es blieb ihnen nichts Anderes übrig, als dicht an die Säulen gefesselt dort stehen zu bleiben. Sie waren immer noch ziemlich benommen. Ellen spürte den Zug an ihren Armen und die Handschellen schnitten in ihre Handgelenke ein. Sie richtete sich etwas auf und verringerte so den Zug. Sie hörte, dass auch die anderen wieder wach waren.

„Guten Tag meine Damen“, begrüßte der Mann nun die jungen Frauen. Die Anderen begannen sofort, zu schimpfen und zu schreien, man solle sie sofort loslassen und was das Ganze zu bedeuten habe. Ellen blieb ruhig und beobachtete die Szene, wie es ihre Art war. Sie ahnte, dass das Schimpfen und Rufen nichts brachten.

„Haltet gefälligst die Klappe“, schrie der Mann sie an. „Wenn ihr jetzt alle still seid, werde ich euch ein paar Dinge erklären. Also?“

Was sollten sie tun? Mit den gefesselten Händen und den Ketten waren sie hilflos. Nach und nach hörten die Beschimpfungen und Drohungen auf. Der Mann grinste sie die ganze Zeit nur an.

„Na also“, sagte der Mann. „Entweder ihr seid still und hört zu oder wir können das Spiel beliebig fortsetzen. Es liegt nur an euch. Erst mal möchte ich mich vorstellen, mein Name ist Hubert und ich bin einer der Oberaufseher hier.“ Hubert war ein Riese. Fast 2 m, 90 Kilo, kein Fett am Körper. Man sah ihm die pure Kraft an. Er trug eine khaki Hose mit passendem Hemd, dazu Lederstiefel. An der Seite seines Gürtels hing eine Peitsche und auf der anderen Seite des Gürtels waren mehrere kleine Taschen befestigt. Ellen fiel auf, dass er ein silbernes Halsband trug.

„Meine Helferinnen hier sind Tina und Gina. Wie ihr seht, sind es eineiige Zwillinge. Sie sind Capos hier im Resort und sie werden sich in den nächsten Tagen und Wochen ausschließlich um euch kümmern. Capos sind so eine Art Obersklavinnen.“ Tina und Gina standen auf und gaben den Bewerberinnen Gelegenheit, sie anzusehen. Die beiden waren halbnackt und trugen glänzende Keuschheitsgürtel aus Edelstahl, dazu einen BH, auch aus Edelstahl sowie einfache Sandalen. An den Hand- und Fußgelenken trugen sie schwere Eisen mit je 2 Ösen daran. Um den Hals trugen sie ein Eisenband das sogar 4 dieser Ösen hatte und noch deutlich dicker als die anderen Eisen war. Sie waren naturblond, mit blauen Augen und beide waren sehr schlank aber kräftig. Beide waren etwa einen Meter 75 groß und wogen schätzungsweise etwas über 60 Kilo. Auch bei Ihnen hing eine Peitsche seitlich am Keuschheitsgürtel. Ellen sah sie sehr genau an und fand, sie sahen etwas ungepflegt und dreckig aus. Seitlich am Keuschheitsgürtel und aus einigen Löchern, die sich vorne daran befanden, guckten bei beiden ein paar helle Schamhaare hervor und sie meinte, auch unter den Achseln eine Behaarung erkannt zu haben. Außerdem waren eine Anzahl verblassender blauer Flecke zu sehen und als Ellen die beiden von hinten sah, sah sie eine Unzahl von Striemen auf dem Po und dem Rücken.

„Ihr Vier habt euch bei uns als Animateurinnen beworben. Ich kann euch sagen, dass ihr tatsächlich in einem Ferienresort seid und dass ihr sehr bald unsere Gäste unterhalten werdet. Tatsächlich seid ihr sogar die Hauptattraktion hier im Resort. Nur sieht das etwas anders aus, als ihr euch das wahrscheinlich vorgestellt habt. Wir nennen euch hier auch nicht Animateurinnen, sondern Sklavinnen. Außer euch gibt es natürlich noch weitere Sklaven und Sklavinnen in unserem Resort. Die genaue Zahl kenne ich im Moment nicht, aber es sind mehrere Hundert und die allermeisten sind Frauen. Männer sind hier nicht sehr gefragt. Auch Gina und Tina sind Sklavinnen, sie sind aber schon seit sieben Jahren hier bei uns und sind seit drei Jahren Capos. Aber trotzdem bleiben sie selbst weiterhin in erster Linie Sklavinnen.

Was hier mit euch geschieht, werdet ihr in den nächsten Wochen erfahren. Geht davon aus, dass unsere Gäste, die alle ziemlich reich sind, auf der Suche nach etwas Besonderem sind. Und das seid ihr, die Sklavinnen. Sklavinnen sind für unsere Gäste Wesen, mit denen man machen kann, was man will.  Sklavinnen sind vor allem Sexspielzeuge, wie ein Vibrator, nur ohne Batterie. Was unsere Gäste im Einzelnen mit euch machen, werdet ihr mit der Zeit erleben. Manchmal staunen auch wir, was sich manche Gäste so alles einfallen lassen. Was die Sklavinnen über solche Behandlungen denken, interessiert hier allerdings niemanden.

Wie ihr seht, tragen wir drei alle Edelstahl-Halseisen. Meins ist allerdings nur sehr dünn und ich kann es abnehmen, während die von Tina und Gina dicker sind und sich nicht entfernen lassen. In den nächsten Tagen bekommt auch ihr solche Halseisen. Diese Halseisen haben eine ganze Reihe von Funktionen. Unter anderem dienen sie dazu, den Rang eines jeden Angestellten in diesem Resort zu verkünden. Ihr bekommt natürlich nur einfache Halseisen ohne jedes Abzeichen, weil ihr in der Hierarchie am untersten Ende steht. Gina und Tina als Capos haben einen Stern auf jeder Seite des Halsbandes. Das gibt ihrem Rang an. Die meisten Aufseher haben zwei Sterne auf dem Halsband, und wie ihr seht, habe ich drei Sterne. Das heißt, ich bin ein Oberaufseher. Die Angestellten des resorts, die über mir stehen, tragen auch Halseisen, aber diese sind vergoldet. Auch da gibt es einige Abstufungen, es gibt welche ohne eine Markierung, dann die mit einem Diamanten und die mit zwei Diamanten. In allen Fällen steht in der Mitte des Halsbandes der Vorname und darunter eine Nummer. Die ersten vier Stellen dieser Nummer lauten bei euch 2016, also für dieses Jahr. Dann kommt eine 03 für den Monat, also März und dann die Nummern eins bis sechs. Wir sind hier alle sehr formlos und wir alle sprechen uns grundsätzlich nur mit dem Vornamen an. Das gilt aber nicht für Sklavinnen, wie ihr es seid. Ihr Sklavinnen werdet von den Aufsehern und den Capos meist mit der Nummer angesprochen, denn ihr habt keine Persönlichkeit mehr, sondern ihr seid Einrichtungsgegenstände ohne jeden Wert oder Würde. Unsere Gäste ziehen allerdings Namen vor. Kann man nichts dran ändern. Wenn ich euch als Gruppe anspreche sage ich dann entweder 2016 03, oder auch nur 03. Wenn ich eine einzelne von euch anspreche, nenne ich euch manchmal nur mit der Nummer, also zum Beispiel „Eins“. Wenn ihr mit einem Vorgesetzten sprecht, sagt ihr jeweils ‚Herr‘ oder ‚Herrin‘ am Ende. Meist werdet ihr aber nur als ‚Sklavin‘ angesprochen. Manche Herren und Herrinnen sind so freundlich, auch euren Namen oder die Nummer hinzuzufügen.

Wie ihr schon bemerkt haben werdet, seid ihr nur zu viert, aber es gibt 6 Säulen. Jede Sklavengruppe besteht aus 6 Sklavinnen oder Sklaven. Gemischte Gruppen gibt es nicht. Ich kann euch sagen, dass in den nächsten Tagen noch zwei weitere Sklavinnen, die Nummern drei und sechs zu dieser Gruppe dazukommen. Eine davon ist die Bewerberin, die eigentlich mit euch aus Hamburg kommen sollte. Meine Kollegen kümmern sich in Hamburg bereits um sie, und sie wird in ein oder zwei Tagen hier sein. Die zweite Sklavin ist ein Sonderfall. Sie war schon ein paarmal als Gast hier in unserem Resort und hat sich freiwillig gemeldet, um hier Sklavin zu werden. Das kommt bei uns ab und zu vor, vielleicht drei- oder vier Mal im Jahr. Daran seht ihr, dass es doch nicht ganz so schlimm sein kann.

Da wir erst auf die beiden anderen warten müssen, wird es für euch erstmal etwas ruhiger losgehen. Wir können uns mit den Vorbereitungen, was euch anbelangt, viel Zeit lassen. Die beiden anderen müssen die nächsten Schritte halt etwas schneller machen. Aber das ist deren Problem.

Ihr fragt euch jetzt sicher, warum ich euch das alles erzähle. Nun, der Grund ist, dass wir festgestellt haben, dass Sklavinnen sich besser erziehen lassen, wenn sie für einige Dinge den Hintergrund oder die Zusammenhänge kennen. Ob die Sklavinnen irgendwas davon gutheißen, ist eine andere Sache.

Gina und Tina werden euch jetzt gleich die Handschellen öffnen und es wäre nett, wenn ihr euch ohne großen Widerstand ausziehen würdet. Damit meine ich alles und ihr werdet auch eventuellen Schmuck oder was ihr sonst noch tragt sofort ablegen. Die Ketten um eure Hälse werden schon dafür sorgen, dass ihr dort stehen bleibt.“

Gina und Tina kamen zu den Vieren herüber und lösten die Handschellen. Als Gina Ellen ihr die Ketten löste und dabei ihre Arme hochhob, sah Ellen, dass Ginas Achseln tatsächlich unrasiert waren. Gina war dort geschwitzt und ihre Haare klebten an der Haut. Ellen nahm auch einen intensiven Geruch wahr. Ohne sich abzusprechen versuchten die Vier, nach Gina und Tina zu greifen und sie festzuhalten. Die zogen sich aber sofort zurück.

„Was soll denn das“, fragte Hubert. „Wollt ihr mich verärgern? Wir können das nach Belieben durchziehen. Ich kann euch auch so lange an den Säulen stehen lassen, bis ihr ohnmächtig werdet.

Als die Vier nicht ruhiger wurden und wieder mit den Beschimpfungen anfingen, kam Hubert hinter dem Tisch hervor und stellte sich vor Billy. Dabei stützte er seine Arme auf der Taille. „Gina, ans Pult!“ Gina stellte sich sofort hinter das Pult.

Hubert sah sich die Gruppe an, dann blickte er Billy fest an. Aus der Gürteltasche nahm er einen Gegenstand, den die Vier nicht erkennen konnten, dann sagte er „Nummer Vier“ und drückte ab. Aus dem Gegenstand schossen zwei kleine Pfeile an dünnen Drähten hervor und trafen Billy am Oberkörper. Billy fiel wie vom Blitz getroffen zu Boden, als starke Stromstöße durch ihren Körper schossen. Gina hatte sofort einen Knopf gedrückt, durch den das Schloss an der Kette um Billys Hals per Fernsteuerung geöffnet wurde, damit sie sich nicht verletzte oder gar erhängte. Billy lag auf dem Boden, wand sich unter den Stromstößen und schrie dabei laut. Hubert nahm den Daumen vom Knopf des Tasers und Billys Krämpfe hörten auf. Die anderen blickten mit absolutem Horror auf die am Boden liegende Billy. Dann drückte Hubert nochmal kurz auf den Knopf in seiner Hand und Billys Qual ging weiter. Diesmal nahm Hubert aber schon nach 2 Sekunden den Finger vom Knopf.

„Möchte noch eine von euch diese Erfahrung machen“, fragte Hubert und sah die Anderen streng an. Aber die anderen drei hatten genug gesehen. Sie begannen sofort, sich auszuziehen und standen nach 2 Minuten nackt da. Hubert nahm ein Handy aus seiner Tasche und drückte ein paar Nummern. Weniger als 3 Minuten später kam eine Frau in einem Arztkittel mit einem Arztkoffer angelaufen. Sie kümmerte sich um die am Boden liegende Billy, bis diese ihren Schock wenigstens ansatzweise überwand und gab ihr auch eine Injektion in den Oberarm. Ellen sah, dass die Ärztin unter ihrem Kittel offenbar nackt war. Sie trug auch schwere Eisen an Händen und Füssen, genau wie die Capos. Bei ihr waren aber die Fußeisen mit einer Kette von vielleicht 50cm Länge miteinander verbunden.  Und sie trug das gleiche Halsband wie die Capos, allerdings war dort ein Äskulap-Stab abgebildet.

 Dann halfen Gina und Tina Billy wieder aufzustehen und legten ihr die Kette wieder an. Am ganzen Körper zitternd, begann auch Billy, sich auszuziehen

„Das war doch gar nicht so schwer,“ verkündete Hubert. „Gina und Tina werden euch jetzt wieder Handschellen und Fußeisen anlegen und bringen euch in euer Quartier. Heute und an den nächsten beiden Tagen werdet ihr untersucht und vermessen. Ihr bekommt dann maßgeschneiderte Hand-und Fußeisen sowie ein Halsband. Dazu werden für euch auch eine Anzahl anderer Kleidungsstücke maßgefertigt, zum Beispiel solche modischen Bikinis wie Gina und Tina sie tragen. Wie ihr seht, tragen wir alle Peitschen. Die sind nicht nur als Schlaginstrumente gedacht, sondern sie verteilen auch Stromstöße. Wie die wirken, habt ihr ja jetzt gerade gesehen. Ihr werdet den Mund halten und uns nicht dauernd mit irgendwelchen vollkommen sinnlosen Fragen löchern. Ihr seid Sklavinnen, eure Vergangenheit interessiert niemanden und eure Zukunft noch weniger. Gejammer und Geheule nerven uns nur und bedeuten für euch die Peitsche. Ihr bekommt nachher auch etwas zu essen und zu trinken. Ich kann das jetzt schon versprechen, dass ihr hier gut versorgt werdet. Wir haben sehr gute Ärzte, eine der Ärztinnen habt ihr ja vorhin schon kennengelernt. Ihr seid hier nicht in den Ferien, sondern ihr seid Sklavinnen und werdet tun was wir von euch verlangen. Jeder Befehl, den wir euch geben wird durchgesetzt.“

Gina und Tina nahmen eine der Plastikboxen und brachten sie auf das Podest. In der Box befanden sich Hand- und Fußeisen. Sie legten jeder neuen Sklavin ein Set an, wobei sie deren Hände auf den Rücken fesselten. Dann verbanden sie die Hand- und Fußeisen mit einer Kette.

Hubert kam auf das Podest und sah sich die neuen Sklavinnen näher an. Er fing mit Ellen an und betrachtete sie erst aus einem Meter Entfernung, dann trat er näher und fasste ihre Brüste mit den Händen.  „Du bist ja eine Schönheit“, kommentierte er. „Die Gäste werden sich um dich reißen.“  Dann griff er ihre Nippel mit Daumen und Zeigefinger und zwirbelte sie leicht. Ellen schrie auf.  Nach einem langen Moment ließ Hubert die Nippel frei, aber seine rechte Hand fuhr von Ellens Brust nach unten, über den flachen Bauch immer weiter über den Bauchnabel bis sie schließlich auf den dünnen Strich ihrer Schamhaare stießen, die Ellen bei der Rasur stehen gelassen hatte. Dann glitt seine Hand noch weiter nach unten und Ellen spürte, wie sich ein Finger seiner Hand in ihre Scham bohrte. Ellen war angewidert, noch nie hatte jemand sie so behandelt. Als Hubert den Finger wieder herauszog, hob er ihn erst an seine Nase und roch daran, dann leckte er ihn ab.

Dann ging er zu Andrea weiter, danach zu den anderen. Als er mit Doris` Besichtigung fertig war, wandte er sich zu den Capos um. „Ihr könnt sie wegbringen“, befahl er.

Gina brachte eine lange Kette, an der 6 handschellenähnliche Vorrichtungen befestigt waren. Diese waren groß genug, um um einen Hals zu passen. Sie legte erst Doris eine Halsschelle um, dann löste Tina die Kette von Doris Hals und sie zogen Doris zu Billy und wiederholten das Ganze. Dann kamen auch Andrea und Ellen an die Reihe. Gina nahm das lose Ende mit den beiden leeren Halsschellen in die Hand und zog die Gruppe hinter sich her, während Tina mit der Peitsche nehmen ihnen ging.
 

T.A. Friedet 2016

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Kommentare

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Leider eine Geschichte, die ich hier schon oft gelesen habe.

Warum muss es immer Strom sein?

Und Resort schreibt man mit einem "s"

Ich hoffe, es wird noch interessanter

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Tut mir leid, wenn es für dich zu langweilig ist. Vielleicht werden dir andere von meinen Stories besser gefallen, die aber noch im Entstehen bzw. Planung sind.

Danke auch für den Hinweis mit dem Ressort. Es gibt beide begriffe und du hast natürlich recht. Hier ist die Version mit einem S richtig. Ganz sicher nicht mein einziger Rechtschreibfehler, allerdings echt peinlich.

 

T.A. Friedet

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