Das Bangkok-Syndikat - Teil 19

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Dreizehnter Tag, abends, Bangkok

Unruhig wälzte sich Uaan von einer Bettseite zur anderen. Ihre Entzugserscheinungen verschlimmerten sich von Tag zu Tag. Nori schien mit Berechnung die Abstände zwischen ihren Dosen zu verlängern. Tom war selbst am Ende seiner Kräfte angelangt, nicht nur die Angst vor seinem eigenen Schicksal zehrte ihn zusehends aus, auch die stetige Verschlechterung des Zustandes seiner Freundin und die damit einhergehende Sorge um sie absorbierten seine Energie. Immer wieder versuchte er, sein Mitgefühl für sie wachzurufen, doch fiel ihm dies zunehmend schwerer, je schlechter es ihm selbst ging.

Die kleine Thailänderin schreckte hoch, als sie das das Stakkato sich nähernder Schritte vernahm. Dies konnte nur eines bedeuten, sie würde jetzt ihren nächsten Schuss verabreicht bekommen. Vergessen war der brutale Hieb mit der Peitsche, der ihren Rücken von der Schulter bis zur Hüfte aufgerissen hatte. Kein Gedanke mehr an den noch immer quälenden Schmerz, nur eines war jetzt noch wichtig … Noris Rückkehr zu ihr.

Von einer Sekunde zur nächsten fühlte sie sich energiegeladen, sprang aus dem Bett und eilte zur Tür, betete die Frau herbei, die ihrem Leben jegliche Freiheit entzogen hatte. Jeder Schritt auf dem Gang brachte sie ihrer Erlösung näher, befreite sie von dem brutalen Drang in ihrem Körper, der Kälte, dem kalten Schweiß und den krampfenden Muskeln. Gleich würde Nori sie an ihren Haaren durch den Flur zerren, sie in den Raum schleifen, in dem sie wieder auf dem Stuhl festgeschnallt werden würde, um anschließend das zu empfangen, was binnen weniger Tage neben Tom ihr wichtigster Lebensinhalt geworden war.

Endlich! Die Zellentür wurde geöffnet und Nori betrat den Raum. Sie hielt einen großen, schwarzen Stoffbeutel in der Hand, den sie achtlos neben sich zu Boden fallen ließ.

Uaan stürzte auf die in einem schwarzen Lederoverall gekleidete Frau zu, warf sich vor ihr auf die Füße und begann, die Stiefel der Domina zu küssen. Wie besessen drückte sie ihre Lippen auf das Leder, doch Nori zeigte keinerlei Anstalten, sie aus der Zelle zu führen, blickte lediglich gelangweilt auf ihre Landsfrau hinab, um sich dann Tom zuzuwenden, der die demütige und gleichsam entwürdigende Geste seiner Freundin vom Bett aus verfolgen musste.

„Du arbeitest heute wieder, Tom.“, offenbarte sich die Thai-Domina mit ruhiger Stimme.

Ihre rechte Hand griff nach der vielschwänzigen Riemenpeitsche, mit der sie schon Christian immer wieder brutal gezüchtigt hatte, sobald dieser ihr auch nur den geringsten Hauch eines Widerstandes gezeigt hatte.

Ununterbrochen küsste Uaan die Stiefel der Thai-Domina mit außergewöhnlicher Hingabe, bemerkte sohin nicht, was über ihrem kleinen Körper geschah. Erst, als die Domina zum ersten Mal die Peitsche über ihren Rücken fauchen ließ, kreischte sie auf und floh in die gegenüberliegende Ecke der Zelle.

Doch Nori eilte ihr nach und schlug weiter mit der Peitsche auf sie ein. Die kleine Thailänderin versuchte sich zu schützen, indem sie die Arme vor ihrem Gesicht verschränkte und die Beine eng an ihren Körper zog. Tom raffte sich auf, um dazwischenzugehen, doch Nori trat ihn, beinahe beiläufig, mit einem harten Tritt in den Bauch zurück ins Bett.

Uaan kreischte, jammerte und schrie vor Qual, heulte und winselte alles an Schmerz aus ihrem kleinen Mund, was Nori jedoch nicht im Geringsten beeindruckte. Unablässig prasselten die gemeinen Schläge weiterhin auf die Haut der kleinen Thailänderin, die in ihrer Embryonalstellung ein möglichst kleines Ziel zu bieten versuchte. Dennoch zeigten sich mehr und mehr Risse auf ihrer gebräunten Hart, aus denen das Blut zu sickern begann.  

Endlich ließ Nori den bereits zum nächsten Hieb erhobenen Arm sinken, wandte sich Tom zu, der auf dem Bett kauerte und seiner Übelkeit, die dem brutalen Tritt geschuldet war, Herr zu werden versuchte. Die Domina betrachtete ihn aus ausdruckslosen Augen, während sie die geknoteten Riemen langsam durch ihre linke Hand gleiten ließ. Mit einer schnellen, weitausholenden Bewegung holte sie aus und begann, auf den jungen Deutschen einzuprügeln. Tom kreischte auf, warf sich auf der Matratze fieberhaft hin und her, als die Riemen seinen Körper verbrannten, gleich Krallen an ihm rissen, wie dünne glühende Eisen in seine Haut drangen. Seine verzweifelten Schreie mischten sich mit denen Uaans, die in schierer Panik in ihrer Ecke hockte, mit dem Oberkörper hin und her wippte und vor den Eindrücken der letzten Minuten kapitulierte.

Erst, als Toms Körper den Eindruck erweckte, er wäre einem Raubkatzenangriff zum Opfer gefallen, schien die Thai-Domina zufrieden. Sie beugte sich zu ihm hinab, griff in sein Halsband und richtete ihn auf. In seiner Angst, sie zu weiteren Misshandlungen zu provozieren, senkte er seinen Blick.

Doch dann spürte Tom ihre vom Leder bedeckten Finger an seinem Kinn, die es mit sanftem Druck anhoben, als Aufforderung, sie anzusehen. Ihre braunen Augen zeigten weder Hass, noch Wut, noch Befriedigung, wirkten auf seltsame Weise tot.

„Du musst arbeiten. Erst danach bekommt Uaan von mir, was sie sich wünscht. Verstanden?“

Er nickte, während Tränen seine Wangen hinab strömten und sich in feuchten Flecken auf der Matratze verliefen.

„Solltest Du Dich mir widersetzen, werde ich Dich quälen, so sehr, wie Du es Dir nicht einmal vorstellen kannst. Hast Du mich verstanden?“

Tom bejahte.

„Gut. Wenn Du alles machst, was ich Dir sage, wird es für Dich auszuhalten sein.“

Der junge Deutsche versuchte, sich zu sammeln, den vordergründigen Schmerz zu verdrängen und wenigstens einen klaren Gedanken zu fassen.

„Was passiert mit mir?“

Nori blieb ruhig vor ihm stehen, sah auf seinen zerschlagenen Körper, schien aber guter Dinge zu sein.

„Du wirst es merken, denk nicht weiter darüber nach. Du verdienst Deiner kleinen Nutte den nächsten Schuss. Halte Dich an diesem Gedanken fest!“

Die Klagelaute der kleinen Thai, die das Gespräch verfolgt hatte, gewannen nun wieder an Lautstärke. Bei dem Gedanken, dass es noch dauern würde, bis sie ihre Spritze bekam, begann sie unkontrolliert zu zittern.

„Steh jetzt auf und öffne Deinen Mund!“

„Bitte, Nori, ich mache alles, was Du willst, okay? Aber bitte schlag uns nicht mehr!“

Die Domina schien beinahe amüsiert. Sie wartete, bis er sich erhoben hatte, ließ ihre Hand dann brutal in sein Gesicht schlagen und trat ihm ihren Oberschenkel hart zwischen die Beine. Röchelnd ging der Deutsche zu Boden.

Tom war, ebenso wie Christian, dem Trugschluss aufgesessen, dass sie immer noch ihr Schicksal mitbestimmen und zumindest über einen gewissen Teil ihres eigenen Ichs gebieten durften, doch das würde sich schon noch legen. Sie hatte sie bislang alle klein bekommen, es würde ihr auch bei ihm gelingen. Sie hob ihren rechten Fuß und stieß den langen Absatz ihres Stiefels in den Oberschenkel ihres Sklaven. Tom kreischte auf und sackte laut winselnd zur Seite.

Die Frau in Gummi, Latex und Leder ging zur Tür, hob den Beutel vom Boden auf und holte ein seltsames Ding daraus hervor, das im Wesentlichen aus einem relativ großen Gummiring und mehreren Riemen bestand. Schweigend drückte sie diesen gegen Toms Mund, der ihn sofort öffnete. Er musste seine Kiefer weit aufreißen, bis Nori das seltsame Gebilde durch beide Zahnreihen hindurchdrücken konnte. Dieses eigenartige Ungetüm verursachte augenblicklich heftige Schmerzen, spannte seine Wangen, verursachte einen permanenten, unangenehmen Druck an den Mundschleimhäuten und seinem Zahnfleisch. Unbeeindruckt zerrte die Domina die Riemen an Toms Hinterkopf fest, bis das Teil unverrückbar im Mund fixiert war.

Nun entnahm sie dem Beutel zwei seltsame Lederstücke, zog diese über Toms Hände und schnürte sie um seine Handgelenke zusammen. Sie lagen derart eng an, dass seine Finger keinerlei Spielraum mehr besaßen und sich nicht mehr bewegen ließen.

Die Miene der Thai-Domina blieb konzentriert und nichtssagend. Zuweilen trafen sich ihre Blicke, doch ihre Augen zeigten ihm nur, dass er bei ihr weder Rücksichtnahme noch Gnade finden würde. Sie legte ihm mit geschickten Handgriffen ein T-förmiges Geschirr um die Hüfte, zerrte auch dessen Verschlüsse eng zusammen, griff anschließend zwischen seine Beine, um die längere, schmale Achse hindurchzuziehen, und presste dann seinen Schwanz und die Hoden durch einen daran befestigten, elastischen Ring. Dann wurde dieser mit dem breiten, gürtelähnlichen Stück um seine Hüften verbunden.

Tom stöhnte und zitterte in blankem Entsetzen. Er hatte Angst, furchtbare Angst. Er war kein Weichei, beileibe nicht. Doch diese Frau vor ihm war kein Mensch mehr. Er traute ihr alles zu, Folter, Verstümmelungen, selbst einen Mord.

 

Die Thai-Domina ging keinerlei Risiko ein. Vorsichtig löste sie die Handgelenkfesseln einzeln von seinem Halsband und kettete diese an seiner Hüfte umgehend wieder fest. Dann legte sie auch zwischen seine Knöchel eine etwa achtzig Zentimeter breite Fußfessel.

„Bitte, Nori! Gib mir den Schuss. Bitte!“

Während ihr Verstand sie zu hindern versuchte, die Gier nach dem Stoff in Worte zu fassen, konterkarierte ihr mittlerweile übermächtiges Verlangen jegliches diesbezügliches Bemühen. Ihre Sucht quälte sie in einem Ausmaß, das ungleich penetranter in ihr Bewusstsein drängte, als ihre von den Peitschenhieben zerrissene und wie im Feuer brennende Haut.

„Bitte! Ich flehe Dich an. Bitte, Nori!“

Die verzweifelte kleine Thailänderin heulte, wippte mit dem Oberkörper und sah flehentlich zur Domina auf. Die warf einen unschlüssigen Blick auf das klägliche Bündel Mensch zu ihren Füßen und schien tatsächlich zu überlegen, ob sie diesem Wunsch entsprechen sollte. Machte es denn einen Unterschied für Uaan? Ein kurzer, fragender Blick traf Toms Gesicht, der seiner Herrin langsam und verhalten zunickte. Nori aber erinnerte sich an die eigenen Worte, schüttelte ihren Kopf und führte den Deutschen an seinem Halsband aus der Zelle. Er sollte parieren und der Zustand seiner Freundin würde ihm dabei behilflich sein.

„Mein Gott, endlich! Warum hat das so lange gedauert?“

Jasmin eilte Nori und Tom entgegen.

„Wir warten jetzt schon eine Viertelstunde! Was hat Euch denn aufgehalten?“

Die Domina warf einen Blick an ihrer Chefin vorbei auf Christian, den sie, in seinem Geschirr gefesselt, neben jenem Block festgebunden hatte, in dem Tom in wenigen Augenblicken vergewaltigt werden würde.

Ohne auf Jasmins Fragen einzugehen, führte sie Tom an die Holzwand und öffnete diese mittels einer Kurbel. Als der obere Teil sich weit genug vom unteren entfernt hatte, presste sie den Kopf des jungen Deutschen in die mittlere und größte der drei Aussparungen.

„Bleib so!“

Jasmin stellte sich neben die Domina und blickte nervös auf ihre Armbanduhr. Der Kunde wartete bereits ungeduldig auf seine Ware, weshalb provozierte Nori sie also so? Suchte sie etwa den offenen Konflikt? Sie zwang sich, ihren Blick von der Domina abzuwenden. Herr Wang war dankbar für ihre Dienste, doch es stand wohl außer Zweifel, wem der Pate im Entscheidungsfalle die größere Bedeutung beimessen würde. Auf jeden Fall würde sie sich wappnen, sollte Nori wirklich den offenen Konflikt suchen.

 

In der Zwischenzeit hatte die Thai-Domina auch Toms Handgelenke in die Aussparungen gelegt und den Block wieder geschlossen. Nun bückte sie sich und klinkte die äußeren Karabiner der Fußgelenksmanschetten in zwei, im Boden eingelassene Ösen ein, sodass sich die Kette zwischen den Knöcheln des Deutschen spannte. Lediglich sein Becken konnte er nun noch kreisend bewegen, womit der Zweck dieser Fixierung gegeben war.

Sie nickte Jasmin zu und setzte sich auf Christians gepolsterten Rücken, um hier abzuwarten, ob sie in das folgende Geschehen eingreifen würde müssen.

Tom schloss die Augen und suchte vergebens eine Haltung, die ihm Erleichterung verschaffte. Mit dem Gesicht zum Boden gerichtet, hing er regelrecht in diesem Block, dessen schmale Bretter seinen Hals und die Handgelenke drückten und scheuerten. Wenn es doch nur schnell vorbeigehen würde. Was hatte Nori zu ihm gesagt? Wenn er mitspielte, würde es für ihn erträglich bleiben. Das genau waren ihre Worte. Er atmete tief durch, versuchte seinen Verstand abzuschalten, bis diese geisteskranke Sadistin ihn endlich wieder aus dieser misslichen Lage befreien würde.

 

„Einen wunderschönen guten Abend, Herr Subramanian! Es tut mir aufrichtig leid, dass gerade Sie diese lästige Verzögerung in Kauf nehmen mussten. Sie dürfen sich gerne, als kleine Entschädigung sozusagen, zehn Minuten länger an unserem …“

Jasmin lachte gekünstelt.

„… Opfer vergehen.“

Der Inder nickte mit einem breiten Grinsen im Gesicht und reichte der rothaarigen Europäerin die Hand. Kurz warf er der auf dem Rücken eines gefesselten Mannes sitzenden Domina einen verwunderten Blick zu, während er seinen Bademantel öffnete. Langsam ging er auf den gefesselten Deutschen zu, der, in den Block geschlossen, ihm seinen Körper zu präsentieren gezwungen war.

„Seine Herrin musste ihn auspeitschen, er hat es nicht so gerne, wenn sich ihm ein Mann nähert und wehrte sich leidenschaftlich dagegen.“, kommentierte die Chefin des Clubs mit Blick auf die zahllosen, heftigen Züchtigungsspuren auf Toms Körper.

Der Inder lächelte, Jasmin hatte ihm mit diesen Worten eine unerwartete Freude bereitet. Er selbst war bisexuell, konnte sowohl Männern, als auch Frauen sexuelle Reize abgewinnen. Doch einen Europäer derartig demütigen und schänden zu können, würde ihn mit tiefer Genugtuung erfüllen.

Er selbst arbeitete seit mehreren Jahren im Auftrag einer deutschen Firma und wurde unentwegt von Männern und Frauen aus diesem Land gegängelt und gedemütigt, obwohl er, soweit es seine Leistung und sein Wissen betraf, weit über ihnen stand. Beinahe andächtig ließ der Inder seine linke Hand über die Haut des Deutschen streichen, spürte, wie dieser erschrocken zusammenzuckte, während er mit der rechten sein Glied zu massieren begann. Er würde über diesen Mann herrschen und gebieten, ihn quälen und demütigen, zigfach das vergelten, was er über sich ergehen lassen hatte müssen.

Er ging um den Block herum, sein Glied war bereits steif und reckte sich steil empor. Der Europäer hielt seinen Glatzkopf vor ihm gesenkt, schien auf diese Weise zu versuchen, sich ihm zu entziehen. Also griff der Inder entschlossen nach dem Kinn des Deutschen, um dessen Kopf anzuheben. Doch Tom war kräftig und setzte sich erfolgreich zur Wehr. Fragend sah der Inder zu Jasmin, die das Geschehen mit einiger Besorgnis verfolgt hatte. Dieser Kunde hatte bei der Auktion einen hohen Preis bezahlt und musste unbedingt zufriedengestellt werden.

„Mach was! Er spielt nicht mit!“, wandte sie sich an die Thai-Domina, die teilnahmslos Christians Haarschopf kraulte.

Nori erhob sich, ging zum Kopfende des Blocks und ging vor Tom in die Knien. Sie sah in seine Augen, die ihn besorgt musterten. Er sah mit seinem weit aufgerissenem Mund seltsam und unwirklich aus, Tränen quollen unablässig aus seinen Augen, die bevorstehende Demütigung schien ihm weitaus schlimmer zu erscheinen, als die ihm von Nori für den Fall seiner Weigerung angekündigten Konsequenzen. Die braunen Augen der Domina betrachteten ihn nachdenklich, dann erhob sie sich und verschwand aus seinem Blickwinkel. Tom aber biss auf den Ring, spannte seine Muskeln an und versuchte, sich auf das einzustellen, was nun unweigerlich auf ihn zukommen würde.

Unter den Blicken des Inders und der Chefin des Club Bizarr trat die Domina hinter den wehrlos Gefesselten, nahm Maß und trat ihrem Opfer brutal zwischen die Oberschenkel, dreimal in schneller Folge.

Der Deutsche brüllte in seinen Gummiring, heulte und jammerte, soweit es sein Knebel zuließ, rüttelte am Fesselgestell, als ob er eine Chance gehabt hätte, sich daraus zu befreien. Der Inder aber nutzte nun die Gelegenheit, packte den Gefolterten an dessen Nase und schickte sich an,  sein Glied durch den Ring hindurch in den weit aufgerissenen Mund zu pressen.

 

Jasmin lächelte. Der Gast schien von Noris Spiel fasziniert zu sein und würde nun an und in dem Sklaven seine Erfüllung finden. Die Domina aber eilte um den Block auf den Inder zu und stieß ihn hart vom Kopf des Deutschen weg.

„Zieh Dir etwas drüber!“

Die Chefin des Clubs stöhnte lautlos in sich hinein, Herr Subramanian schien keinesfalls glücklich über diese raue Unterbrechung seines Spiels zu sein.

„Er soll meinen Schwanz schmecken! Das ist es, was ich will und wofür ich auch bezahlt habe!“

Nori sah dem Inder ruhig in die Augen.

„Du hast dafür bezahlt, dass Du ihn benutzen darfst, aber nicht, dass Du ihm eine Krankheit anhängst!“

Der Inder blickte ungehalten zu Jasmin. Würde er ein Kondom über seinen Schwanz ziehen, wäre er um den größten Teil seiner Genugtuung beraubt.

„Nori! Herr Subramanian ist doch sauber, was soll das? Du hast ihn bestimmt gekränkt.“

Die Domina aber stellte sich demonstrativ mit verschränkten Armen zwischen ihren Sklaven und den Gast.

„Nein! Mit Gummi oder gar nicht.“

Unbändige Wut stieg in dem Clubgast auf. Er hatte so viel Geld für diesen einen Moment bezahlt und nun verwehrte man ihm seinen Wunsch? Er musterte die Thai-Frau vor sich. Sollte er sie nicht einfach zur Seite stoßen, um sich genau das von dem Deutschen zu nehmen, was ihm eigentlich gehörte?

Irgendetwas schien ihn aber zurückzuhalten. Diese Frau in Lack und Leder hatte etwas an sich, das ihn zur Vorsicht mahnte. Sie schien sich vor ihm nicht im Geringsten zu ängstigen und zu allem entschlossen zu sein. Auch ihre Tritte vorhin waren hart und präzise gewesen.

„Was, wenn ich dafür zahle?“

Noris Gesichtsausdruck wandelte sich augenblicklich, der Inder bemerkte die Veränderung sofort. Die Domina war also bereit, darüber zu verhandeln.

„Zwanzigtausend! Nur in den Mund.“

Herrn Subramanians Augen weiteten sich. Das konnte doch wohl nicht ihr Ernst sein.

„Fünfzehntausend, oder ich verlange mein Geld zurück.“

Die Domina grinste.

„Siebzehntausendfünfhundert! Oder Deine Kohle ist weg.“

Jasmin trat an die beiden heran und blickte ungläubig zwischen den beiden hin und her. Der Inder aber maß die Drohung in den Worten der Domina, der flehende Blick der rothaarigen Frau tat ein Übriges.

„Gut, aber ich zahle nach meiner Zeit.“

Nori zuckte mit den Schultern.

„Ist mir egal, wann. Wenn Du nicht zahlst, lass ich Dich nicht gehen.“

 

Tom hatte den Dialog zwischen den beiden gezwungenermaßen mit angehört. Immer noch hämmerte der Schmerz, verursacht durch die brutalen Tritte, in seinem Kopf und Unterleib, als er auch schon das braune, steife Ding erblickte, das sich seinem offenen Mund näherte. Er schloss neuerlich die Augen, überlegte, ob er nochmals Widerstand leisten sollte. Dann spürte er auch schon das Glied des Fremden tief in seinen Mund eindringen, gegen seinen Rachen drücken und dessen Eichel gegen sein Gaumenzäpfchen stoßen.

„Sag ihm, dass er seine Zunge benutzen soll!“

Tom glaubte, nicht richtig gehört zu haben. Er begann zu zittern, während sich abgrundtiefe Verzweiflung in ihm ausbreitete. Schon erklangen die näherkommenden Schritte der Domina, als er auch schon ihre Stimme nahe an seinem linken Ohr vernahm.

„Ich vergesse Uaan, wenn Du nicht mitspielst … und vorher trete ich Dir noch Deine Hoden kaputt. Provoziere mich ja nicht, hörst Du?!?“

Infolge des seinen Mund ausfüllenden Schwanzes konnte der Deutsche nur verhalten nicken, begann aber augenblicklich, seine Zunge vorsichtig an der Unterseite des Gliedes entlanggleiten zu lassen. Ekel stieg in ihm auf, er würgte und musste mehrmals schlucken, widrigenfalls er sich erbrochen hätte.

„Gut machst Du das!“, höhnte sein Freier, zog seinen Pfahl ein Stück weit zurück und rammte ihn kraftvoll tief in den Mund des Deutschen.

Laut aufstöhnend quittierte der Inder die Berührung von Toms Zunge an seiner Eichel. Er musste seinen Wunsch unterdrücken, schon jetzt zu ejakulieren, zog den Schwanz aus dem Mund seines Opfers, das röchelte und sich seines Speichels zu entledigen versuchte.

 

 

Vierzehnter Tag, vormittags, Patong, Phuket

Loesan war schon mehr als ein Jahrzehnt als Rezeptionist im Blue-Sea-Hotel in Patong beschäftigt. Seit mittlerweile fünf Jahren leitete er die Tagschicht der Rezeption. Für einen Thailänder war er mit seinen einen Meter achtzig außergewöhnlich groß gewachsen, hatte ein sympathisches, offenes Gesicht und zudem ein heiteres Wesen. Doch konnte er auch anders, etwa wenn seine untergegeordneten Kollegen ihm auf der Nase herum zu tanzen versuchten.

Am heutigen Vormittag stand seine junge Kollegin Virawan gemeinsam mit ihm hinter der Empfangstheke, die sich jedoch im Moment im angrenzenden Büro aufhielt und dort mit Aktenablage beschäftigt war. Die drei übrigen Kollegen waren unterwegs, um Gästen die Zimmer zu zeigen oder diesen anderweitig zu Diensten zu sein.

Er sortierte gerade die neuen Karten für die Anmeldung in das Register ein, als ein kleiner, unscheinbarer Mann an die Theke trat, der keinesfalls Gast des Hotels sein konnte. Ein Landsmann, wie es schien, der offenkundig etwas wissen wollte. Loesan grüßte zwar freundlich, bemühte sich jedoch, distanziert und kurz angebunden zu wirken.

„Guten Tag! Mein Name ist Chai Na Ajutthaja. Ich möchte Sie höflich bitten, mir die eine oder andere Frage zu beantworten. Es geht um drei junge deutsche Männer, die vor einigen Tagen von hier aus nach Bangkok abgereist sind und sich seitdem nicht mehr gemeldet haben.“

 

Loesan überlegte. Der Fremde war augenscheinlich kein Polizist, die pflegten hierzulande nämlich einen wesentlich schärferen Ton anzuschlagen. Auch von der Presse konnte er nicht sein, denn deren Reporter und Redakteure wussten genau, dass sie nur die offiziellen Erklärungen der Behörden drucken durften, egal, was auch immer sie herausgefunden hatten.

„Darf ich Sie fragen, warum ich Ihnen Auskunft erteilen sollte? Schließlich können sich unsere Gäste auf die uneingeschränkte Diskretion unseres Personals verlassen.“

Der kleine, etwas unansehnlich wirkende Mann vor der Theke lächelte.

„Ich bin von den Eltern eines der verschollenen Deutschen beauftragt worden, nach einer Spur zu suchen. Und diese beginnt eben hier, am letzten Aufenthaltsort.“

Der große Rezeptionist lächelte. Es fiel ihm schwer, diesem Herrn Na Ajutthaja Glauben zu schenken, auch wenn ihn dessen Name und Ausdrucksweise auf eine höhere Stellung schließen ließen.

„Und wie heißen die Herrschaften, die Ihnen diesen Auftrag erteilt haben, wenn ich fragen darf?“

„Dr. Maurice und Dr. Maria Silami. Ihr Sohn Alain ist einer der Gesuchten.“

Na Ajutthaja zog ein dickes Bündel Bath-Scheine aus seiner rechten Manteltasche und ließ es diese demonstrativ durch seine Hände gleiten.

„Für sachdienliche Hinweise bin ich auch befugt, Belohnungen zu vergeben.“

„Und was möchten Sie von mir wissen? Es gibt hier viele Besucher, die tagaus tagein das Hotel durch diese Lobby betreten und auch wieder verlassen. Wie könnte ich Ihnen da nähere Informationen über einzelne Gäste geben?“

Der Fremde drehte sich um und zeigte beiläufig auf die Linse einer kleinen Kamera, die, von der linken oberen Ecke der Lobby aus, diese überwachte.

„Nein! Sie wissen genau, dass ich das nicht darf.“

Na Ajutthaja lächelte, teilte das Bündel in seiner Hand und legte zwanzigtausend Bath auf die Theke neben die Rezeptionsglocke. Der Betrag war höher, als das Monatsgehalt des großen Thailänders. Er sah sich um, während seine Gedanken rasten. Er konnte das Geld gut gebrauchen. Seine Kinder benötigten dringend neues Gewand und auch seine Gattin hatte lange nichts mehr von ihm geschenkt bekommen. Hastig griff er nach dem Dargebotenen und steckte es in sein Sakko.

„Ich mache Ihnen morgen eine Kopie der letzten zwei Wochen. Mehr ist ohnehin nicht auf den Bändern.“

Der Mann vor der Theke lächelte. Er war ein großes Stück weitergekommen.

„Geben Sie mir bitte auch die Zimmernummern, die Namen des Reinigungspersonals und die Schlüssel.“

Loesan schüttelte hastig den Kopf, während seine Arme verneinende Gesten in die Luft zeichneten.

„Das können Sie nicht von mir verlangen. Ich habe Ihnen doch schon das Band versprochen. Mehr kann ich wirklich nicht für Sie tun.“

Der kleine Mann nahm seine Brille ab, putzte mit einem edlen, weißen Stofftaschentuch über die Gläser und lächelte.

„Schade. Dann werde ich Sie bedauerlicherweise wegen Annahme von Bestechungsgeldern anzeigen müssen.“

Der Rezeptionist erbleichte binnen einer einzigen Sekunde. Das konnte dieser unverschämte Kerl nicht ernsthaft beabsichtigen. Schließlich saß er doch im selben Boot.

„Und Sie? Bekommen Sie dann nicht auch Ärger?“

Wieder lächelte der Kerl. Der hagere Rezeptionist spürte das Verlangen in sich wachsen, handgreiflich zu werden und ihn einfach aus dem Hotel zu werfen.

„Ich kaufe mich dann einfach frei. Aber ich fürchte, Sie würden Ihren Job hier verlieren, stimmt´s!?!“

Dem Angestellten des Hotels schwindelte. Der Mann hatte ihn in der Hand.

„Gut, wenn es Ihnen so wichtig ist, dann kommen Sie am Nachmittag wieder. Bis dahin habe ich alles, was Sie benötigen, hier für Sie bereit.“

Na Ajutthaja blickte auf seine Uhr.

„Nachmittags? Wann denn genau? Fünfzehn Uhr?“

Der Rezeptionist bejahte.

„Ja, gut. Das passt mir. Auf Wiedersehen!“

Loesan verspürte nur noch Hass auf diese mickrige, verabscheuungswürdige Kreatur. Wenigstens trollte sich dieser widerliche Gnom jetzt endlich.

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Kommentare

Bild des Benutzers fukov

"... hatte die Thao-Domina auch Toms Handgelenke ..." - süß :*

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Bild des Benutzers sepp

Es wir jetzt schon fast unerträglich spannend.

Bitte lass uns nich wieder so lange warten sonst geht es uns wie Uaan

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Bild des Benutzers tomtomtom

Die Story geht ans Herz.

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Bild des Benutzers Steffen

ein wenig mehr gedreht, an der Schraube des Entsetzens für sensible Gemüter wie ich eines bin. Gewaltausbruch Nori...check, Vergewaltigung Tom..check... es nimmt kein Ende. Das hat in meinen Augen zumindest schon lange nichts mehr mit S/M zu tun, sondern sind rein kriminelle Handlungen. Wobei ich weder ausgewiesener S/M- noch Rechtsexperte bin. Aber meine Meinung hab ich mir meist schon mit gesegnetem Halbwissen gebildet. 

Ich bitte das nicht falsch zu verstehen, die Geschichte ist ja nach wie vor grossartig, ich kann gar nicht aufhören zu lesen, weil das Grauen mich so in seinen Bann zieht. Und Geschichten werden ja nicht besser oder schlechter durch die Bösartigkeit der Handlungen, die in Ihnen geschehen. Ich lese ja auch Thriller über Serienmörder, ohne die besonders sympathisch zu finden. Es ist absolut mitreissend geschrieben, ich fühle mich teilweise wie ein Schaulustiger an der Unfallstelle, der wegschauen möchte...aber doch alles sehen will.

Diesmal hatte der Auftritt vom thailändischen Ermittler, dessen Namen ich nicht schreiben möchte, auch die genau richtige Länge, wie ich finde. Prägnant, aber nicht zu lang.

Gruß, Steffen

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Bild des Benutzers fukov

trifft es ziemlich gut.

Also die Handlung ist ja irgendwie ein Unfall, niemand außer Wang hat es so gewollt. Dieser Umstand macht die Schlächterei erst möglich.

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Bild des Benutzers senalex

finde ich, dass das was Männer hier als Schlächterei sehen, tagtäglich Frauen passiert die zur Prostitution gezwungen werden. Durch Gewalt und Drogen gefügig gemacht alles über sich ergehen lassen müssend. Und genau um diesen Aspekt geht es mir.

Gruß Sena 

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Bild des Benutzers dani1980

ob das wiklich rechtfertigt, das frauen dieses auch mänern antun? will keinesfalls runter spielen, was frauen passiert!

 

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Bild des Benutzers sena

… um Zahn um Zahn, Dani. Sondern einfach darum, dass man auch einmal Männer in solch einer Opferrolle sieht, also um eine Verschiebung der Perspektive.

Lieben Gruß, Sena & Alex

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Ein kluger Mann ist der, der seiner Frau artig folgt.

Auf Amazon und Neobooks unter dem Pseudonym Madame Mala unterwegs. Für euren Support und Unterstützung wäre ich euch dankbar.  

Bild des Benutzers fukov

Hi Sena

dass Nori nur das ganz alltägliche Grauen praktiziert, hatte ich so tatsächlich nicht gelesen. Dachte, dafür sind Kim und Jasmin zuständig, Nori ist drei Nummern härter und empathiebefreiter und ihr Werdegang deutet an, dass sie nicht nur aus Neigung so geworden ist; ihr Leben insofern verunfallt, nicht? Glaubte gelesen zu haben, dass ihr exzeptioneller und konsequenter Sadismus selbst dort jeden schockiert.

Gewiß gibt es männliche Zwangsprostituierte nicht zu knapp, sind so ungefähr seit Erfindung der Schrift belegt, und haben es sicher selten erfreulich. Aber nicht jeder trifft auf eine Nori, nicht wahr?

War vll. irgendwie mißverständlich :/

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Bild des Benutzers tomtomtom

Hallo fukov,

 

Nori ist sicherlich stark durch ihr Umfeld geprägt. Deshalb agiert sie auch so gnadenlos. Aber zusätzlich entdecke ich immer wieder sadistische Handlungen, die nicht notwendig gewesen wären. Machtausübung und Schmerzzufügung geben ihr auch eine Befriedigung und dienen nicht nur dem Zweck des Geldverdienens. Insofern sehe ich mindestens zwei Faktoren, die für Noris Handeln verantwortlich sind.

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Bild des Benutzers fukov

(doppler)

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Bild des Benutzers tomtomtom

Ich trenne hier Fiktion und Realität in deutlicher Weise.

 

In der Realität bin ich ganz klar dafür, dass die Maßnahmen weltweit weiter verstärkt werden, um solch menschenverachtenden Banden das Handwerk zu legen. Im Gegenteil, ich bin sehr enttäuscht, dass im 21. Jahrhundert, u. a. auch durch Korruption, solche Banden noch im großen Stil agieren können.

 

Die Geschichten auf diesem BDSM-Storyportal hingegen sind für mich reine Fiktion. Ich lese sie mit ganz anderen Augen.

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Bild des Benutzers Latexmike

Der Ermittler ist ganz schön Raffiniert wie er den Rezeptionisten reingelegt hat war klasse. Er scheint seinen Job gut zu machen.

Nori gibt mir immer noch Rätsel auf denn Eigentlich war es Unnötig Tom zu Schlagen. Zumindest die Tritte waren unnötig denn durch das Peitschen hat sie dem Gast einen Zusatzkick gegeben.

 

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