Daemon III

 
Vorwort:
Die Geschichte bewegt sich stark im Fantasybereich, und ist natürlich auch nur das: Phantasie.
Ich freue mich über jegliche Kritik, mag sie noch so scharf sein, wenn sie konstruktiv bleibt.

(c) Realitätsfremd. Bitte verbreitet diese Geschichte nicht weiter.
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Sie blinzelte. Noch immer fühlte sich ihr Leib geschunden an. Diesmal hatte er sie nicht gefesselt. Langsam stand sie auf, zog sich ein Unterkleid an und ging zum Fenster. „Du wärst nicht die Erste, die versucht nach der ersten Nacht aus dem Fenster zu springen.“, hörte sie seine Stimme in ihrem Kopf. Aber nach der zweiten Nacht machte er sich keine Sorgen. Wie freundlich von ihm. Draußen konnte sie mehrere Obstbäume erkennen, ein paar Hecken und den Bach, in dem sie vor seinen Augen hatte baden müssen. Bei dem Gedanken erschauderte sie. Sie wollte seine Blicke nicht mehr auf sich spüren, nicht mehr von ihm angefasst werden. Ihr Körper fühlte sich schmutzig an.
Abrupt drehte sie sich um. Sie musste sich waschen gehen.
Dann erstarrte sie. Er saß am Tisch, beobachtete sie. Wie lange war er schon hier? Warum hatte er sich nicht bemerkbar gemacht, als er ins Zimmer gekommen war? Sie wusste nicht, wie lange sie am Fenster gestanden hatte, aber es war lange gewesen.
„Kluge Entscheidung.“
Sein Blick huschte zum Fenster und sie begriff, warum er hier war.
Als er nichts weiter sagte, wagte sie es, ihn anzusprechen.
„Herr? Darf ich zum Bach gehen?“
„Natürlich.“
Er suchte ein neues Kleid aus dem Schrank, drückte es ihr in die Hand und ging dann voraus.
Ihr blieb nichts anderes übrig, als ihm zu folgen. Er blieb in ihrer Nähe, ließ sie keinen Wimpernschlag lang aus den Augen. Sie versuchte verzweifelt, die Tränen zurückzuhalten. Wie gut hätte es getan, sich seine Berührungen vom Leib zu waschen. Jetzt da seine Blicke ständig auf ihr ruhten, schien das nicht möglich.
Als sie vor Kälte zitterte, stieg sie schließlich doch aus dem Wasser. Die Hoffnung, dass er gehen würde, wenn sie nur lang genug wartete, hatte sie nicht mehr.
Er hielt das Tuch in seinen Händen ausgebreitet. Ihr blieb nichts anderes übrig, als sich in seine Umarmung zu begeben.
Das Kleid das er für sie ausgesucht hatte, war zwar schlicht, aber sehr eng geschnitten. Nachdem sie es über den Kopf gestreift hatte, trat er hinter sie, um es zu schnüren. Wusste er, wie grausam er gerade war? Immer wenn er die Nestelschnur anzog, konnte sie seine Berührung spüren. Sie zuckte jedes Mal aufs Neue zusammen.
 
Schließlich ging er mit ihr in die Küche, wartete während sie ein paar Scheiben vom Brot schnitt und den Tisch deckte. Allein bei dem Gedanken etwas zu essen schnürte sich ihr Magen zu. Nicht während er bei ihr war.
„Warum isst du nichts?“
Wegen dir. Sie suchte nach einer passenden Antwort, deutete dann auf den Bluterguss, der ihren Hals zierte.
Er lächelte. „Das ist nur fair. Ich trage dein Zeichen, du trägst meines.“
Sie erinnerte sich nur zu gut an die Zahnabdrücke, die sie auf ihm hinterlassen hatte, aber …
„Ihr habt gesagt, ich solle mich wehren.“, brachte sie mit dünner Stimme hervor.
„Und du hast gehorcht. Gut gemacht.“
Sie rechnete schon damit, dass er ihr gleich den Kopf tätscheln würde. Wieder traten Tränen in ihre Augen. Sie brachte kein Wort mehr über die Lippen, zog stattdessen die Füße an und kauerte sich auf dem Stuhl zusammen.
Nach einer Weile hörte sie, wie er seinen Stuhl zurück schob und dann auf sie zu kam.
Er legte einen Finger an ihr Kinn, hob ihren Kopf an, wischte dann vorsichtig die Tränen von ihren Augen. Sie sah mit großen Augen zu ihm auf.
„Ich will kein kleines Mädchen, das nur weint. Ich will eine Frau. Eine Frau, die entweder Gefallen an mir findet, oder mir die Zähne zeigt. Entscheide dich.“
Bevor sie antworten konnte, ließ er sie los.
„Iss etwas.“
Sie ballte die Fäuste, bis ihre Fingernägel sich schmerzhaft in ihre Handflächen bohrten. Sie durfte nicht schon wieder in Tränen ausbrechen. Dann nahm sie sich eine Scheibe Brot.
Sobald sie fertig gegessen hatte, ging sie in die Speisekammer, nutzte den Vorwand eines aufwändigen Gerichts, um nicht in seiner Nähe sein zu müssen, nicht befürchten zu müssen, dass er sie jeden Moment wieder anfasste.
Viel zu schnell verflog die Zeit, viel zu schnell um sich auch nur ansatzweise zu beruhigen.
 
Als er sie schließlich ins Zimmer führte, wusste sie nicht, ob sie die Nacht überstehen würde. Sie lehnte sich an die Tür, sah zu, wie er die Kerzen entzündete, versuchte das Zittern zu verbergen. Als er sich ihr zuwandte, wusste sie, dass es ihr nicht mehr gelang.
„Herr?“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Sie zögerte, aber es wäre die einzige Chance, ihm diese Nacht zu entkommen. „Ich bitte Euch, lasst mir etwas Zeit. Lasst mir etwas Zeit, um mich an Euch zu gewöhnen.“
Er hielt nicht inne, blieb direkt vor ihr stehen, strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.
„Jede Nacht.“ Wie konnte seine Stimme so sanft sein, während er ihr offen sagte, dass er sie missbrauchen würde? „Glaub mir, ich werde unausstehlich, wenn ich nicht bekomme, was ich will.“
Als er sich zu ihr hinunter beugte, um sie zu küssen, konnte sie sich nicht mehr länger unter Kontrolle halten. Sie stieß ihn von sich, duckte sich unter seinem Arm hinweg, machte ein paar schnelle Schritte von ihm weg. Erst als sie sich wieder umsah bemerkte sie ihren Fehler. Er stand vor der Tür, drehte sich gerade nach ihr um, ein gefährliches Lächeln auf seinen Lippen. Es gab keinen Fluchtweg mehr. Fast keinen. Ihr Blick huschte zum Fenster, aber sie verwarf den Gedanken so schnell wie er gekommen war.
Er ließ sich Zeit, kam langsam auf sie zu, und sie hatte das Gefühl, dass sein Lächeln sich mit jedem Schritt vertiefte. Er wusste, dass sie nicht entkommen konnte.
Sie blieb wie erstarrt stehen, bis sie nur noch zwei Schritte trennten. Vielleicht konnte sie sich noch bei ihm entschuldigen. Vielleicht konnte sie ihn davon überzeugen, dass sie nur Panik gehabt hatte. Aber selbst dann würde er sich ihr aufzwingen. Sie wich zurück, bis sie mit dem Rücken an der Wand stand, behielt ihn immer im Auge. Dann, als sie dachte, sie könnte es vielleicht schaffen, sprintete sie los, versuchte sich an ihm vorbei zu ducken.
Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er so schnell sein würde. Sie fühlte seinen Griff an ihrem Oberarm, verlor das Gleichgewicht und alles, das sie davor bewahrte hinzufallen, war er. Als der erste Schreck verflogen war, versuchte sie, sich zu befreien, schlug mit der freien Hand nach ihm. Es schien ihn nicht zu kümmern, stattdessen zog er sie näher zu sich, seine Finger krallten sich in ihre Haare, zogen ihren Kopf zurück. Sie versuchte zurück zu weichen, aber sein Griff war zu fest. Er presste seine Lippen auf ihre, viel gröber als er es sonst getan hatte. Angst machte sich in ihr breit. Sie wusste, dass es nur ein Vorgeschmack war, dass der Ekel, den sie bei seiner Berührung empfand nichts im Vergleich zu dem sein würde, was noch kommen würde.
Er ließ sie so plötzlich los, dass sie den Halt verlor, stolperte.
„Willst du nicht rennen?“ Seine Stimme klang immer gefährlicher, ohne jemals scharf zu werden. „Aber wohin? Glaubst du, du kannst mir entkommen?“
Sie versuchte gar nicht erst aufzustehen, rutschte von ihm weg. Er hatte Recht. Wohin sollte sie? Sie wusste nicht, ob sie es schaffen würde, aus der Burg zu kommen, bevor er sie einholte. Und selbst wenn … was würde er dann tun? Sie konnte es sich vorstellen, wusste, dass sie es nicht zulassen konnte, dass die anderen für sie litten.
„Bitte. Hört auf damit.“ Tränen verwischten ihre Sicht.
„Du hast doch angefangen. Und jetzt spielen wir. Solange bis es mir keinen Spaß mehr macht.“
Für einen Moment setzte die Zeit aus. Spielen. Spaß. Wie krank war er? Erst als er über ihr kniete, begann sie anzufassen, kam sie wieder zu sich, schrie ihn an, trat nach ihm. Aber es schien ihn nur noch ungestümer werden zu lassen. Seine Finger strichen über ihren Hals, hielten dann am Ausschnitt des Kleides inne. Mit einem Ruck zerriss er den Stoff, legte ihre Brust frei. Es fühlte sich so falsch an, als er seine Hände über ihre Haut wandern ließ. Wie konnte er erwarten, dass sie das freiwillig ertrug? Wie konnte irgendjemand sich ihm freiwillig hingeben?
Und wie konnte ihr Körper auch noch darauf reagieren? Sie hasste sich dafür, dass ihr Körper nicht in der Lage war, ihm zu widerstehen. Er ließ sich Zeit, wurde dabei gröber, bis er schließlich auch den Rest des Kleides zerriss, sie völlig entblößte. Sie sammelte die Reste Kraft die sie hatte, warf sich gegen ihn – und erntete ein Lachen.
„Halt bitte kurz still.“ Sie dachte gar nicht daran! Sie schlug wieder nach ihm, kratzte, zog an seinen Haaren – im nächsten Moment wurden ihre Hände brutal über ihren Kopf gedrückt. Er kniete über ihr, hielt mit einer Hand ihre Hände fest. Mit der freien Hand hob er etwas hoch, lächelte. Ein Fetzen ihres Kleides. Sie versuchte sich loszureißen, konnte aber nichts dagegen tun, dass er sie damit fesselte. Wieso war er so stark?
Sie wusste, dass es hoffnungslos war, kämpfte trotzdem gegen die Fesseln, während er sich seinerseits der Kleidung entledigte.
Sie hatte nicht gedacht dass es schlimmer werden konnte als in der Nacht zuvor. Jetzt musste sie sich eingestehen, dass sie sich geirrt hatte. Er war grob, drang ohne Vorsicht in sie ein, krallte kurz darauf wieder seine Finger in ihre Haare, zerrte ihren Kopf zurück um ihren Hals bloßzulegen. Sie wusste nicht, was schmerzhafter war: Die Bisse, oder seine Stöße. Noch immer wehrte sie sich, bemerkte wie ihre Bewegungen immer schwerer wurden.
Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis er von ihr abließ. Sie kauerte sich zusammen, sobald er von ihr gestiegen war. Viel zu lange blieb er neben ihr stehen, blickte auf sie herab. Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten, hoffte nur, dass er bald gehen würde.
„Erbärmlich.“ Sie wusste nicht, warum das Wort sie zusammen zucken ließ. Dann, endlich, wandte er sich zur Tür, ging.
Sie wartete ab, bis sie ins Schloss fiel, zog sich dann an der Wand nach oben. Sie fühlte sich wund. Humpelnd bewegte sich aufs Bett zu, verlor dabei das Gleichgewicht. Sie sank zu Boden, tastete den Knöchel ab, der nachgegeben hatte. Für einen Moment wurde ihr Schwarz vor Augen, sie atmete langsamer, schwerer. Dann schaffte sie es, wieder aufzustehen, den letzten Schritt zum Bett zu machen.
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Weiter zu Teil 4: http://bdsm-geschichten.net/daemon-4

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Kommentare

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....hoffe mal mit, dass sie nicht springen oder sich ertränken will. Wie gesagt.....mir gefällt deine Geschichte. Danke

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