Jezebels Armband Teil 1/8

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Ein wenig anders als gewohnt ...

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 1 ) Ein neues Leben

 „Hallo starker Mann. Was kann ich heute für dich tun?“, sagte ich mit meiner leicht rauchigen Stimme in den Telefonhörer, den ich mir unter mein rechtes Ohr geklemmt hatte..

„Zieh dich für mich aus“, keuchte es am anderen Ende.

„Oh, ich habe bereits kaum etwas an. Mein Gefühl sagte mir, du wirst bald anrufen“, hauchte ich. „Womit soll ich anfangen? Mit dem durchsichtigen Spitzen-BH, der die Nippel frei lässt? Vielleicht auch mit den Strapsen. Ich trage für dich einen String-Tanga,“ ein kurzer Blick auf meine Karteikarte, „alles in rot, so wie du es liebst.“

„Bringt der Tanga deinen Arsch richtig gut zur Geltung?“

„Groß und rund und richtig zum rein Kneifen. Das magst du doch, nicht wahr?“, sagte ich heiser und sah grinsend an meiner grauen Schlabberhose runter. „Ich lasse mir nun Badewasser ein. Welchen Duft magst du am liebsten?“ Mein Stift schwebte über der Karte mit den Vorlieben meines Telefon-Sex Kunden. Jede neue Information hielt sie länger in der Leitung und erhöhte meinen Verdienst. Außerdem riefen sie dann regelmäßiger an.

„Vergissmeinnicht.“ Du meine Güte, ob das eine Anspielung sein sollte? Hoffentlich nicht. Ich schrieb trotzdem mit.

„Zieh dich langsam aus. Beginn beim BH und lass die Brüste baumeln.“ Ich ließ Wasser ins Waschbecken laufen. Auf dem Spülmittel stand Lavendel – und Zitronenduft. Immerhin etwas Blumiges.

„Hörst du das Wasser?“, fragte ich ihn.

„Ja, hast du viel Schaum?“

„Oh ja, natürlich.“ Bis zu den Handgelenken, als ich die ersten Teller hineinstellte. War wohl zu viel Spüli gewesen.

„Bist du nass?“, fragte er mit anzüglicher Stimme.

„Ich tropfe bereits“, antwortete ich im gleichen Tonfall und sah das Wasser von meinen Fingern laufen, als ich den nächsten Teller leise aufs Abtropfbrett stellte.

„Ich höre dich plantschen“, keuchte er nun lauter.

Verdammt mir war der Topf aus der Hand gerutscht und ins Spülwasser gefallen. Mit Mühe unterdrückte ich einen Fluch. „Ich spiele bereits in der Wanne“, sagte ich stattdessen. Eigentlich hätte es ‚spüle‘ heißen müssen.

„Bück dich für mich ja?“ Sein Atem war nun noch schneller geworden.

„Für dich tu ich doch alles. Ganz langsam.“ Wie sollte ich sonst auch die Pfütze aufwischen, die der Topf hinterlassen hatte? „Starrst du mir auf den Arsch?“

„Ja, ja, beweg ihn für mich.“

„Siehst du ihn, wie er schwingt?“

„Oh, oh. Ich komme gleich.“ Bei dem Röhren am anderen Ende hielt ich den Hörer vom Ohr weg und verzog das Gesicht. Das war einer der Gründe warum ich mir keinen Ohrstöpsel zwecks telefonieren zugelegt hatte. Bei den Geräuschen hielt ich den Hörer lieber in der Hand und im Notfall weg vom Ohr.

Dieser Stammkunde, der fast wie ein Fetischist auf Wasser und Hinterteile reagierte, war zum Glück leicht zufrieden zu stellen. Bei einigen musste ich mir deutlich mehr Mühe geben. Allerdings war er von der schnellen Sorte.

„Was machst du jetzt?“, fragte er gut gelaunt.

„Abtrocknen. Ich habe genug geplantscht“, antwortete ich und nahm ein Messer und das Tuch zum Abtrocknen.

„Ich wünschte, meine Frau würde etwas für ihren Hintern tun. Der ist echt wabbelig. Kannst du vielleicht mit ihr reden?“

„Uhhhh“, stöhnte ich. Was sollte ich darauf sagen? Ich war weder Therapeutin noch Fitnesstrainerin.

Er verstand mein Stöhnen falsch und sagte entschuldigend: „Oh, tut mir leid. Du warst noch nicht so weit und ich rede über meine Alte.“

„Schon gut.“ Auf die Art würde ich nie soweit sein. Die Fantasie meiner Anrufer war echt bewundernswert.

„Glaubst du, sie würde Sport machen, wenn ich es auch tu? Etwas abnehmen meine ich?“, kam er wieder auf sein Anliegen zu sprechen.

Auf meiner Karte standen seine Selbstangaben: 1,90 m groß, durchtrainiert, Sixpack. Wahrscheinlich sagte er auch die Wahrheit. Im Kühlschrank stand ein Sixpack Bier, das bestimmt nichts mit Bauchmuskeln zu tun hatte. Wenn er es nötig hatte ...

Die Karten waren ziemlich praktisch. So konnte ich bei Kunden, die öfter anriefen ihre Vorlieben nachlesen und natürlich ihr Wünsche darüber, wie sie sein wollten.

„Welche Frau würde so viel Unterstützung nicht lieben? Vielleicht könnt ihr gemeinsam ins Fitnesscenter gehen und euch gegenseitig anfeuern“, erzählte ich ihm und hoffte, das Thema war damit erledigt.

Ich konnte sein Strahlen sogar am Telefon hören, als er sagte: „Danke für deinen Rat. Ich rufe bald wieder an.“ Darauf konnte ich wetten.

Die Leitung war frei. Uff. Seltsam, wie viele der Kunden wirklich um Hilfe baten. Als hätte ich nicht genug eigene Probleme. Umsonst verdiente ich mir mein Geld nicht auf diese Art. Dem ein oder anderen hatte ich tatsächlich schon die Nummern der Telefonseelsorge weiter gegeben, obwohl den meisten meine Privatnummer lieber gewesen wäre. Zwar hatte ich wenig private Kontakte, von Freunden ganz zu schweigen, aber so tief würde ich nie sinken.

Wieder schellte der Apparat. Wahrscheinlich noch jemand mit einer Morgenlatte. Naja, ich musste sowieso ein paar Teile bügeln. So erledigte sich die Hausarbeit ganz nebenbei.

Noch bevor ich irgendetwas sagen konnte, redete eine ziemlich jung klingende, männliche Stimme auf mich ein.

„Hallo? Ich liebe schwarze Wäsche. Hast du welche?“

War das ein Neukunde oder ein Teenager? Das war schwierig zu sagen. Manche Neulinge waren so nervös, dass sie sich erst einmal fangen mussten, und Kids warf ich schnellstens aus der Leitung.

„Ich habe alles, was du dir wünschst“, sagte ich unverfänglich.

„Ich bin schon neunzehn, aber niemand will mich telefonieren lassen.“ Ob ich das glauben sollte? Das war ein Grenzfall. Nach eigenen Angaben war er alt genug. Ich zweifelte ein wenig daran. Nun gut.

Er plapperte bereits weiter: „Ich liebe große Brüste. Sooo große. Hast du das gesehen? Und ... und der Hintern muss sooo sein.“

Mit dem Typen am Telefon stimmte etwas nicht. Den wurde ich besser schnell los. Im nächsten Moment gab es ein Gerangel am anderen Ende der Leitung und eine andere, tiefere Stimme fragte: „Hallo, wer ist dort?“

„Sie haben hier eine kostenpflichtige Verbindung“, antwortete ich.

„Das ist meine Frau“, kreischte die erste Stimme.

„Es tut mir leid. Der junge Mann ist geistig behindert und hat Sie angerufen, als ich kurz nicht aufgepasst habe.“

„Macht ja nichts.“ Die Rechnung würden die sowieso bezahlen müssen.

„Sie haben eine faszinierende Stimme. Die ist bestimmt gut fürs Geschäft.“

Das war sie tatsächlich, zumal sie echt war. Aber das Rauchige darin war ansonsten eher lästig. Wahrscheinlich kannte ich diesbezüglich alle dummen Sprüche und Anmachen.

„Für irgendetwas muss sie ja gut sein“, antwortete ich laut.

„Gehen Sie mit mir aus? Die Frau, die so eine Stimme hat, würde ich gerne kennen lernen“, fragte er einschmeichelnd.

Er hatte einen attraktiven Tonfall, obwohl ich nicht sagen konnte, woran ich das festmachte, und mir lag schon fast ein ‚Ja‘ auf der Zunge. Irritiert schüttelte ich den Kopf. Das war mir noch nie passiert, obwohl solche Einladungen öfter kamen.

„Das verstößt gegen meine Prinzipien. Ich gehe nicht mit meinen Kunden aus.“

„Ich bin aber kein Kunde“, lachte er. „Nicht mal die Rechnung muss ich bezahlen. Das tut der Bruder und Verantwortliche meines Pfleglings. Ich bin nur eingesprungen, damit er mal frei hat.“

„Tut mir leid, das gilt auch für Bezugspersonen meiner Kunden.“ Nett war das ja, wenn er seinem Freund auf die Art half, aber dennoch nichts für mich.

„Vielleicht auf ein Bier oder ein anderes Getränk, neutral in einem Lokal Ihrer Wahl?“

„Nein danke.“

Den Glocken draußen nach zu urteilen, war jetzt gerade 9.00 Uhr. Wer dachte schon um die Zeit ans Trinken?

„Vielleicht ein Eiscafé oder eine Konditorei für ein gemeinsames Frühstück?“

Der war echt hartnäckig. „Ich mag keine Blinddates.“

„Sagen Sie mir die Adresse, dann komme ich und verkaufe Ihnen eine Versicherung. Wir kommen ins Gespräch und danach gehen wir aus. Italiener, Franzose oder Asiate?“

Den Vertreter nahm ich ihm schon fast ab. Nun musste ich doch lachen, trotzdem antwortete ich: „Nein, wirklich nicht.“

„Vielleicht hilft mir ja Bruder Zufall“, seufzte er und murmelte etwas, wahrscheinlich um seinen immer noch aufgebrachten Schützling zu beruhigen, den ich im Hintergrund randalieren hören konnte.

Gedankenverloren spielte ich mit meinem Armband, das plötzlich ungewöhnlich warm, eher noch heiß wurde. Das Ding war echt nervig.

„Da ist wirklich nichts zu machen?“

„Nei-nein. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.“ Mit zitternden Fingern legte ich auf. So nervös kannte ich mich gar nicht. Seitdem ich aus dem Koma erwacht war, brachte mich eigentlich gar nichts richtig aus der Ruhe.

Für heute hatte ich genug Telefonate geführt und wählte mich aus. Jetzt hatte ich mich sogar noch auf die Zunge gebissen. Sobald ich Blut schmeckte, wurde mir ganz übel. Nicht einmal eine Schnittwunde konnte ich ablecken und war im Krankenhaus beim Blutabnehmen mehr als einmal umgekippt.

Dabei fiel mir ein, dass meine Transfusion wieder anstand. Eine ungeklärte Blutarmut zwang mich zu regelmäßigen Krankenhausbesuchen. Ich schob es immer auf, solange es ging, denn diese Blutbeutel erregten meinen tiefsten Widerwillen. Leider war das nur eines meiner gesundheitlichen Probleme, die mich daran hinderten einem normalen Job nachzugehen. Dabei war mir nichts anzusehen. Ich seufzte.

Wahrscheinlich hatte der Fremde doch recht und ich sollte die Nase vor die Tür stecken. Ausgegangen war ich seit drei Jahren nicht mehr. In der Zeit davor ... Diese Erinnerung war genauso verloren gegangen, wie mein komplettes Leben. Genau genommen war ich erst drei Jahre alt.

Im Grunde war ich auch noch feige. Meine Ängste lagen darin, dass ich meine Anrufer nicht kannte und einem von ihnen über den Weg laufen könnte. Meine Stimme war unverwechselbar und ich musste befürchten, erkannt zu werden. Das wäre mir ausgesprochen peinlich gewesen. Nachher hatte ich noch hartnäckige Verehrer vor der Tür stehen, die mir heimlich gefolgt waren und erwarteten, ich würde ihre Telefonträume wahr werden lassen. Igitt.

Somit waren meine Gedanken wieder bei dem letzten Anruf. Mit dem hatte ich leichtes Geld verdient. Es war an sich eine Nacht voller liebeshungriger Männer gewesen. Nach einem herzhaften Gähnen beschloss ich, schlafen zu gehen.

 

Abends stand ich vor meinem Kleiderschrank und überlegte, was sich von dessen magerem Inhalt eignen könnte, um auszugehen. Schließlich entschied ich mich für ein einfaches, grünes, knielanges Sommerkleid ohne Ärmel. Draußen herrschten trotz der Abendstunden noch fünfundzwanzig Grad. Ein paar einfache flache Sandalen mussten ausreichen. Mein Geld verstaute ich in einem Fach meines Gürtels. Einen Ausweis hatte ich nicht mit, aber das war mir gleichgültig.

Immerhin sah ich alt genug aus, um Alkohol kaufen zu dürfen. Heute würde ich mich restlos betrinken und dann entweder singend nach Hause taumeln oder ein Taxi nehmen. Die Ärzte hatte mein Alter auf circa Mitte zwanzig geschätzt und für meinen Ausweis durfte ich mir sogar ein Geburtsdatum aussuchen. Das einzig echte an mir war mein Vorname, der auf dem Armband eingraviert war, das ich bereits trug, als man mich halbtot und bewusstlos aus dem Fluss zog.

Warum ich verletzt war und wie ich ins Wasser kam, blieb unbekannt. Auf dem Armband stand inmitten vieler Schnörkel und Symbole Jezebel – und ich konnte es nicht abnehmen, weil es keinen Verschluss besaß.

Das war völlig verrückt, denn irgendwie war es ja auch an mein Gelenk gekommen. Ich hatte bereits die tollsten Versuche gemacht, es loszuwerden. Es war mir unheimlich.

Zuerst war ich beim Juwelier gewesen, der die Schönheit bewunderte und mir mitteilte, es müsse ein Vermögen wert sein, weil es aus Titan bestand. Einen Verschluss fand er nicht und wunderte sich mit mir um die Wette, wie es an meinen Arm gekommen war.

Abstreifen konnte ich das Teil auch nicht, dafür war es zu eng. Dieser Juwelier und ein halbes Dutzend anderer weigerten sich, es zu zerstören und wenn ich sie nicht alle paar Minuten daran erinnert hätte, warum ich da war, hätten sie das Ding sogar vergessen.

Schließlich kaufte ich mir einen Seitenschneider und einen Bolzen-Schneider. Alles umsonst, es war unzerstörbar.

Wohin konnten wir – mein Armband und ich – heute Abend gehen? Da ich mich nicht auskannte, ließ ich mich mit der Menge durch die Fußgängerzone treiben. Es war noch nicht spät, außerdem noch etwas hell, obwohl die Sonne nicht mehr schien. Für mich war das Licht völlig ausreichend und mehr äußerst ungesund. Für den Frühling war es erstaunlich warm.

Viele Pärchen flanierten umher und ein paar gestresste Mütter hatten die letzten Einkäufe erledigt und scheuchten ihre Kinder nach Hause. Überall herrschte Stimmengewirr und Leben.

Ich sollte doch öfter rausgehen, denn es gab so viel zu sehen. Hin und wieder einkaufen gehen gab das wirkliche Leben ebenso wenig wieder wie das Fernsehen. Allenfalls ein kleines Stück davon.

Es war mir gleichgültig wohin es mich verschlug und so irrte ich ziellos umher, bis ich an ein Gasthaus kam und beschloss, hier einzukehren.

Drinnen war es etwas schummrig, aber ich konnte trotzdem ausgezeichnet sehen. Alles war recht rustikal durch dunkle Eichenmöbel und schmiedeeiserne Lampen, sowie Kupferstiche an den Wänden.

Ganz hinten in einer Ecke fand ich einen Zweiertisch, der frei war und setzte mich. Es gab auch größere Tische, die Bar mit Hockern davor, die bereits besetzt waren, und im Nebenraum einen Billardtisch, an dem noch niemand spielte. Die Räume waren durch eine große Schiebetür voneinander getrennt, die jetzt aber offen stand.

Nach kurzer Zeit kam eine Bedienung an den Tisch und fragte freundlich: „Was hätten Sie denn gerne?“

„Einen Single-Malt ohne alles“, antwortete ich spontan und hatte keine Ahnung, ob das schmeckte. War das vielleicht endlich ein Hinweis auf meine verschollene Vergangenheit? Die Ärzte meinten, manchmal kämen Kleinigkeiten zuerst wieder.

Wäre aber nicht gerade tröstlich, wenn die erste Erinnerung mit Alkohol zu tun hätte, denn dann war ich vielleicht vorher Trinkerin gewesen. Das wollte ich mit Sicherheit nicht wissen. Oh, Mann.

„Haben Sie schon einmal überlegt als Bedienung zu arbeiten? Mit ihrer Stimme bekämen Sie wahrscheinlich jede Menge Trinkgelder“, sagte die Frau, als sie mit meinem Whisky wieder kam.

„Nein, bisher nicht. Alleine an der Stimme kann es ja nicht liegen“, antwortete ich verblüfft.

„Ach Schätzchen. Sie wissen gar nicht, wie einfach gestrickt die Männer manchmal sind. Auch wenn man sich bei dem Job leicht blaue Flecken am Hinterteil holt.“ Sie zwinkerte mir zu.

„Ich ahne es“, erwiderte ich und wir begannen einvernehmlich zu lachen.

Die Idee war gar nicht mal so schlecht und zumindest wert, überdacht zu werden. Da ich gezwungenermaßen eine Nachteule war, hatte ich nun eine neue Perspektive dazu gewonnen.

„Ich habe noch nie ein so schönes Armband gesehen“, seufzte die Frau nun und berührte es ehrfürchtig mit der Fingerspitze. „Ist es von Ihrem Freund?“

„Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich trug es, nachdem ich nach einem Unfall aus dem Koma erwachte. Außerdem bin ich Single – ohne Malt.“

„Sie leiden unter Amnesie?“, fragte die Bedienung mitfühlend, ohne auf den Scherz einzugehen.

„Mein Leben vor dem Koma scheint ausgelöscht zu sein.“ Davon hatte ich noch nie jemandem erzählt. Heute war ein Tag der Neuerungen. Ich ging aus und sprach über eines meiner Probleme. Mal sehen, was noch kam.

„Haben Sie es mit Hypnose versucht? Ich habe gelesen, das hilft manchmal.“

Irgendwie war es schön, dass sie sich Gedanken machte. „Ja, aber aus einem unbekannten Grund kann mich niemand in Trance versetzen. Noch ein weiteres Rätsel.“ Die Ärzte hatten das während meiner Therapie probiert und noch nie jemanden erlebt, der so wenig zu beeinflussen war.

Ein Mann rief laut herüber: „Marion, schwatz nicht, ich verdurste.“

„Reg dich ab, Billy. Ich komme ja schon.“ Marion lächelte mich an und drückte mir tröstend die Schulter. Ich war froh, dass sie keine platten Bemerkungen wie ‚das wird schon wieder‘ verwendet hatte. Ich mochte sie sofort. Warum war ich sonst nur so misstrauisch, sobald ich mit jemandem von Angesicht zu Angesicht reden musste?

Nachdem sie mich auf das Schmuckstück angesprochen hatte, fiel mir erst auf, dass es nicht mehr so heiß war, sondern nur noch warm. Vielleicht sollte ich bei der Feuerwehr fragen, ob die es mit schwerem Gerät entfernen konnten. Blieb allerdings das Risiko, das Armband mitsamt Arm zu verlieren.

Genüsslich schnupperte ich an meinem Getränk und nippte. Lecker. Den etwas rauchigen Geschmack ließ ich mir auf der Zunge zergehen. Auf einem Bein kann man nicht stehen und ich bestellte mir bei Marion noch einen Malt. Sie zog eine Augenbraue hoch und grinste.

Wahrscheinlich könnte ich ein paar Tage Probearbeiten vereinbaren. Ob hier oder woanders muss ich mir noch überlegen. Hatte ich den Mut zu so einem Schritt?

Der Therapeut, den ich im Krankenhaus ein paar Mal aufsuchen musste, hätte bestimmt erleichtert aufgeseufzt, wenn er von meinen Gedanken gehört hätte.

Er hielt mich, glaube ich, für einen männerfeindlichen Dickkopf, der keinem Argument zugänglich war. Damals hatte ich mich gefragt, was er und anschließend seine Kollegin, von mir erwarteten. Schließlich hatten sie die Verantwortung für mich auf eine unfeine Art und Weise weiter gereicht.

Die Feuerwehr hatte mich mit schwersten Kopfverletzungen aus dem Wasser gezogen. An meinem Körper waren Spuren von Gewaltanwendung und Verbrennungen gewesen und meine Lungen waren voller Wasser. Ganz zu schweigen von dem Loch in meinem Kopf. Normalerweise hätte ich tot sein müssen.

Als ich nach einer Woche Koma und einem Dutzend Transfusionen wieder erwachte, war mein Leben ausgelöscht. Was hatte ich schon mit Psychologen zu bereden, wenn ich erst einmal die Welt um mich herum begreifen musste? Ich war doch schon froh, die Sprache nicht verloren zu haben und mich verständigen zu können.

Erschrocken fuhr ich auf, als sich plötzlich jemand mir gegenüber auf den freien Stuhl fallen ließ.

„Das scheint der einzig freie Platz hier zu sein. Ganz schön was los heute“, sagte er fremde Mann lächelnd. „Hoffentlich nehme ich niemandem den Platz weg. Wenn doch, werde ich ihn nicht mehr räumen und wir müssen ihn teilen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, machte er es sich gemütlich.

Sein aufmerksamer Blick passte nicht zu seinem Tonfall und der saloppen Haltung und mir fiel gerade keine passende Bemerkung ein. Leider war Schlagfertigkeit die Kunst, die mir immer erst zwei Stunden später einfiel.

In einer Beziehung hatte er recht – es war wirklich voll geworden. Ein Wunder, dass sich vorher noch niemand hierhin gesetzt hatte.

Marion kam an den Tisch und fragte: „Womit kann ich euch einen Gefallen tun?“

Von ‚uns‘ konnte wohl keine Rede sein, aber ich antwortete: „Noch mal das gleiche, bitte.“

„Für mich auch“, zwinkerte der Fremde ihr zu.

Marion sah ihn bewundernd an und blinzelte mir in einer Weise zu, die ich nur mit ‚schnapp ihn dir‘ übersetzen konnte.

Ich warf ihm einen vorsichtigen Blick zu und begegnete seinen Augen, die braun zu sein schienen und mich gründlich musterten. Sogar im Sitzen bemerkte ich seine kräftigen Muskeln an Brust und Armen, die durch ein ärmelloses Shirt gut zur Geltung kamen. Im Kontrast zu meiner blassen Haut, wirkte er gut gebräunt.

„Ist das dein Name – Jezebel?“, fragte er nach einem Blick auf mein Armband und ich nahm sofort die Hand vom Tisch.

„Ja, so heiße ich“, antwortete ich kurz angebunden.

„Wilde schwarze Wuschelhaare, große grüne Augen und den perfekt dazu passenden Namen. Ich bin beeindruckt“, sagte er leise und sein Blick nagelte mich fast auf meinem Stuhl fest. Ansonsten wäre ich wohl davon gelaufen. War das sein Ernst? Stattdessen schluckte ich nur und starrte zurück.

Sein Lächeln wurde etwas breiter und gab meinen Blick frei. Zittrig nahm ich mein Glas mit beiden Händen und trank einen großen Schluck, bis es leer war.

„Mein Name ist auch ziemlich ausgefallen, aber nicht andeutungsweise so schön wie deiner. Ich heiße Auriel.“

Autsch. Der Ärmste. Trotzdem reichte seine Ausstrahlung, um diesen anspruchsvollen Namen auszufüllen.

„Das ist eine andere Form von Uriel, oder?“, fragte ich, nur um irgendetwas zu sagen. Woher wusste ich das?

„Stimmt. Von zwei Übeln ist es das geringere“, lachte er.

Jetzt war Marion wieder da und stellte uns die vollen Gläser hin. „Trink langsam, das Zeug hat es in sich“, mahnte sie mich noch. Es war völlig in Ordnung, dass sie mich nun duzte.

Ich hatte mich betrinken wollen, aber bisher merkte ich rein gar nichts. „Alle guten Dinge sind drei. Gibt es den eigentlich auch mit Alkohol?“, scherzte ich und Marion lachte.

Jetzt fiel mir erst die Geräuschkulisse auf. Auriel hatte recht, es war voll und ein Stimmengewirr, durchmischt mit Gelächter und dem Geräusch der Billardkugeln schwirrte umher. Mir gefiel diese Mischung.

Ein Misston erklang, allerdings zwei Tische weiter. Ich drehte mich in die Richtung und sah ein streitendes Pärchen. Sie starrten einander wütend an.

„Warum musst du jedes Wochenende in die Kneipe gehen? Du denkst immer nur an deine Kumpel“, jammerte die Frau ziemlich schrill.

„Siehst du einen von ihnen hier? Immerhin habe ich dich mitgenommen, weil du ständig nörgelst. Aber dir kann man es ja nie Recht machen.“ Mit wütenden, weit ausholenden Bewegungen zeigte er im Raum herum. Wie gut, dass niemand neben ihm saß.

„Wir hätten doch ins Kino gehen können oder eine DVD ausleihen.“

„Liebesfilme? Nee danke.“

Wie oft hatten die beiden diesen Streit schon geführt? Ihr Verhalten war wie eine Choreographie und ich bemühte mich, weg zu hören.

„Die beiden nerven ganz schön, stimmt’s?“, machte sich der Mann mir gegenüber wieder bemerkbar.

„Wahrscheinlich brauchen die eine Bühne für ihre Inszenierung. Es hat große Vorteile Single zu sein.“

Prima, nun hatte ich mehr über mich verraten als nötig.

„Manchmal. Ich sehe jedoch auch Nachteile.“

„Ach? Welche?“

„Kalte Schulter, kaltes Bett zum Beispiel.“

„Dagegen helfen Moorkissen, Wärmflaschen und ein heißes Getränk“, antwortete ich spontan.

„Ich bevorzuge sportliche Betätigung und Gesellschaft“, sagte er anzüglich.

„Basketball oder Fußball?“ Ich hatte ihn mit Absicht falsch verstanden.

„Wenn es sich um eine Damenmannschaft handelt, sollte ich mir das überlegen. Ansonsten mag ich Zweikampf lieber.“ Jetzt lachte er richtig auf. Er sah ausgesprochen gut aus, wenn er das tat.

Von Anzüglichkeiten hatte ich nun genug und würde auf die Dauer nur den Kürzeren ziehen.

Der Streit zwischen dem Paar ging in die nächste Runde und inzwischen guckten immer mehr Gäste genervt dorthin.

Einem Impuls folgend stand ich auf und ging zu dem anderen Tisch hinüber.

„Es reicht“, schnauzte ich die beiden an. Erst als Applaus erklang, wurde mir klar, was ich gerade tat. Jetzt konnte ich keinen Rückzieher mehr machen und bereute, meinem spontanen Antrieb nachgegeben zu haben.

Völlig verblüfft, aber schweigend, starrten mich die Streithähne an.

„Ihr habt nun genug Zeit gehabt, um allen anderen auf den Keks zu fallen. Ich habe ein paar Vorschläge für euch. Erstens eine Paartherapie, zweitens eine Trennung oder drittens, du suchst dir selbst ein paar Freundinnen, mit denen du weg gehen kannst, während er mit seinen Kumpels unterwegs ist. Zeit fürs gemeinsame Kino ist dann immer noch.“

Um mich herum erklangen Gelächter und zustimmende Rufe. Der Typ stand vom Tisch auf und die scheinbare Blamage, die ich ihm zufügte, hatte ihn noch wütender gemacht. Diesmal auf mich.

„Misch dich nicht in Sachen, die dich nichts angehen“, brüllte er mich an und baute sich drohend vor mir auf.

„Gib’s ihm, Kleine“, grölte ein Betrunkener.

Eigentlich kannte ich mich nur ruhig, aber jetzt packte mich ein ungekannter Zorn.

„Versuch es und du wirst dein blaues Wunder erleben“, knurrte ich den Kerl vor mir an. Dabei verzog ich meinen Mund zu einem falschen Lächeln.

Plötzlich machte er einen Schritt zurück und das Paar sah mich panisch an. Was war denn in die gefahren? Hörner waren mir keine gewachsen – ich fühlte mal vorsichtig an meiner Stirn. Eilig drängten sie sich Richtung Ausgang und wurden dort aufgehalten, weil sie noch nicht bezahlt hatten. Ich sah erstaunt hinterher. Zumindest waren sie sich nun unerwartet einig geworden.

„Klasse Auftritt“, sagte Auriel neben mir und brachte mich zum Tisch zurück. Irgendjemand klopfte mir auf die Schulter und bald herrschte wieder ausgelassene Stimmung. Jetzt hatten die Anwesenden genug Erzählstoff für die nächsten Tage.

„Ich weiß gar nicht, was mit mir los ist“, sagte ich leise. „Normalerweise bin ich immer ruhig und ausgeglichen.“ Bei dem Versuch einen Schluck zu trinken, stieß das Glas irgendwie an meine Zähne. Es fühlte sich an als wären einige davon gewachsen. Was für ein Blödsinn.

„Für einen ruhigen Menschen hast du ganz schön Temperament“, lachte der Mann mir gegenüber. Lang lebe sein Humor. „Verehrer hast du nun auch genug“, fügte er mit einem seltsam ernsten Tonfall hinzu.

Herrje. Mein Stimme und mein Auftritt hatten mir viel Aufmerksamkeit eingebracht. Zu viel für meinen Geschmack. Männer allen Alters starrten mich an und der ein oder andere zog mich in Gedanken wahrscheinlich aus. Hoffentlich war hier kein Telefonkunde dabei.

Es wurde dringend Zeit zu gehen. Ich winkte Marion herbei und sagte: „Ich möchte bezahlen.“

„Zwei oder drei Männer hier wollen dir einen ausgeben. Was soll ich ihnen sagen?“

„Danke, aber nein danke. Ich mach mich aus dem Staub.“

„Ich zahle auch“, sagte Auriel.

Als ich mich verabschiedet hatte und Richtung Tür ging, stellten sich mir zwei schmuddelige Typen in den Weg.

„Du willst doch nicht schon gehen, Süße? Trink noch einen mit mir“, sagte der eine. Er wirkte ekelig, genau wie der andere.

„Meine Freundin und ich gehen jetzt“, hörte ich Auriel und spürte sein Hand um meine Taille. Dass passte mir gar nicht in den Kram, weil es reichlich dreist war, aber jetzt zu protestieren wäre dumm gewesen. Von zwei Übeln stellte er das geringere da - hoffentlich.

Seine Masche hatte Erfolg und ich konnte die Kneipe verlassen. Beim Zurücksehen bemerkte ich Marion, die mir den erhobenen Daumen zeigte. Sie ging von falschen Tatsachen aus, zumindest, was mich anbelangte. Bei dem Mann neben mir war ich mir nicht so sicher, was er sich dachte.

Dann schlug die Tür hinter uns zu und die Hand verschwand kommentarlos. Tief durchatmend sah ich zum Himmel hoch. Die Luft war himmlisch mild und unzählige Sterne funkelten. Ich musste öfter nachts nach draußen gehen, anstatt gefälschte Telefonate zu führen.

„Frierst du nicht?“, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen.

„Nein, ich dachte, du wolltest nach Hause gehen.“

„Klar, ich komme doch gerne mit dir“, antwortete er und ich starrte ihn an.

„Damit meinte ich dein Zuhause.“

„Sag doch gleich, dass du mit mir kommen möchtest.“ Seiner Stimme und seinem Gesichtsausdruck war nichts anzumerken, daher war ich nicht sicher, ob er nur scherzte, wenn ich auch die Befürchtung hegte, jetzt machte er weiter, wo die anderen eben aufgehört hatten.

Es war wie verhext. Am Telefon konnte ich einer Maus eine Katze verkaufen, aber kaum stand ich einem Mann in Fleisch und Blut gegenüber, fehlten mir die Worte.

„Woran denkst du?“, fragte er lächelnd.

„An eine Mäuseselbstmordhotline. Das ist eine Marktlücke.“

„Wie willst du die gestalten?“, grinste er.

„Indem ich ihnen hungrige Katzen vermittel.“

„Sehr kreativ. Bist du auch ein Mäuschen?“

„Sehe ich so aus?“, fuhr ich ihn an. „Ich gehe jetzt – alleine.“ Mit erhobenem Kopf drehte ich mich um und ...

Mist. Aus welcher Richtung war ich gekommen? Egal, irgendwie würde ich den Weg schon finden. Ich zögerte gerade lange genug, um einen weiteren Nachtschwärmer auf mich aufmerksam zu machen, der sofort ein neues Ziel anvisierte und auf mich zu torkelte. Was war denn heute an mir, dass ich die Anziehungskraft vergleichbar mit einem Magneten auf Eisen hatte? Sollte das bedeuten, Männer hatten alle Blech im Kopf?

Plötzlich wurden die Augen des Taumlers groß und er wechselte seinen Kurs, fort von mir.

Ich spürte eine leichte Berührung im Nacken und hörte gemurmelte Worte, sodass ich erschrocken herumfuhr.

„Finger weg, das kitzelt“, fauchte ich Auriel an und bemerkte erst jetzt, dass ich zu ihm aufsehen musste. Eigentlich hatte ich etwas anderes, deutlich Ablehnendes, sagen wollen, das war mir aber entfallen. Stattdessen rieb ich mein kribbelndes Genick.

„Lass mich dich ein Stück begleiten. Das ist sicherer. Sonst laufen dir noch mehr Kerle nach.“ Wieder so ein seltsamer Tonfall.

„Eifersüchtig?“, scherzte ich.

„Ja, sehr“, brummte er.

Ich starrte ihn an und schluckte trocken. Er klang ziemlich überzeugend. Dazu fiel mir irgendwie gar nichts ein und ich wehrte mich nicht einmal, als er mich an die Hand nahm und fort führte. Mein Gehirn war mit eklig süßer, klebriger Zuckerwatte gefüllt. Meine Füße gingen neben ihm her und wahrscheinlich war der Whisky daran schuld.

Wie zum Teufel waren wir zu diesem Haus gekommen, an dem Auriel jetzt die Haustüre aufschloss? In welcher Straße stand das Haus? Wollte ich nicht zu mir gegangen sein? Ich konnte mich noch schwach erinnern, dass er sich mit mir unterhalten hatte, aber über was? Whisky war wirklich nicht gut für mich.Dann standen wir in einem Wohnzimmer und mir fehlte der Teil zwischen Haustür und diesem Raum. Diese Gedächtnislücken machten mir Angst.

„Bitte bring mich nach Hause. Etwas stimmt nicht mit mir“, bat ich flehentlich.

„Es ist alles in Ordnung. Ich kümmere mich um dich. Was ist denn los?“, sagte Auriel sanft.

„Mein Gedächtnis hat Lücken. Wie komme ich hier hin?“

Anstelle einer Antwort trat er dicht an mich heran, legte eine Hand leicht in meinen Nacken und ein Hitzestrahl schoss von meinen Füßen bis zu meinem Kopf oder umgekehrt. Sein freier Arm umschloss meine Taille und ich starrte ihm entgegen, als sich sein Gesicht dem meinen näherte. Behutsam legten sich seine Lippen auf meinen Mund und meine Knie wurden weich.

Mein erster Kuss seit drei Jahren. Als Auriel den Druck etwas erhöhte, öffnete ich leicht die Lippen und spürte seine Zunge darüber huschen. Das war wirklich schön und ich begann den Kuss zu erwidern und bald tanzte meine Zunge mit seiner, jenseits aller Sorgen, bis er schwer atmend von mir abließ, ohne jedoch die Hände fort zu nehmen.

„Darauf habe ich verdammt lange gewartet“, seufzte er.

„Wie spät ist es denn?“ Es konnte doch erst ein paar Stunden her sein, seitdem er sich in der Kneipe zu mir gesetzt hatte. Ich musste nach Hause, bevor die Sonne hoch vom Himmel schien.

„Kein Grund zur Sorge. Es ist noch tiefste Nacht. Allzu lange waren wir nicht in der Gaststätte.“ War er Gedankenleser?

Jetzt sah ich mich erst einmal um. Das Wohnzimmer wirkte gemütlich, mit großen Sesseln und einem Schlafsofa, in Rot- und Blautönen. Dazu eine helle Schrankwand und ein großer Flachbildschirmfernseher. An der Decke hingen Strahler, die nun gedimmt waren. Bunte Decken lagen zusammen gefaltet auf dem Sofa und überall passende Kissen dazu. Er schien sehr ordentlich zu sein.

Ich sah ihn unsicher an. Ohne Grund hatte er mich nicht hierhin gebracht. „Willst du einen One-Night-Stand?“, fragte ich ihn.

„So einen Unsinn beginne ich erst gar nicht. Machst du sowas?“ Mit meiner Frage war ich ihm eindeutig auf den Schlips getreten.

„Nicht in den letzten drei Jahren. Da war ich Single. Davor weiß ich es nicht. Aber ich glaube es nicht.“

„Was war in der Zeit davor?“

So schnell war er versöhnt, wenn ich den Tonfall richtig beurteilte. Warum erzählte ich ihm das überhaupt? Wenn ich es nicht tat, stand ich in sehr schlechtem Licht da. Es war allerdings keine Schande, unter Amnesie zu leiden, und daher würde ich ihm die ganze Geschichte erzählen.

„Na komm. Im Sitzen redet es sich leichter“, forderte er mich auf, zog mich zur Coach hinüber und setzte sich dicht zu mir.

„Die Polizei geht davon aus, jemand wollte mich töten und ich wurde ohne Bewusstsein aus einem Fluss gezogen. Nachdem ich aus dem Koma erwachte, litt ich unter Amnesie, die bis heute anhält.“ Normalerweise erzählte ich etwas von einem Unfall, obwohl ich wusste, es war keiner gewesen. „Zumindest weiß ich jetzt mit Sicherheit, ich werde nicht international gesucht. Das wurde kontrolliert. Außerdem bin ich mir bewusst, dass ich von überhaupt niemandem vermisst werde. Mein Bild ging durch die Medien, aber es meldete sich niemand, der wusste wer ich bin.“ Verdammt, wie weh das getan hatte, konnte er mit Sicherheit an meiner Stimme hören.

„Vielleicht hat sich niemand getraut, sich zu melden, weil du dann wieder in Gefahr gewesen wärst.“ Seine Hand strich beruhigend über meinen Rücken.

„Drei Jahre lang? Bitte, das glaubst du doch selbst nicht.“

„Hast du immer am gleichen Ort gewohnt?“

„Nein, was hat das denn damit zu tun? Ich bin mehrmals umgezogen, bis ich mich halbwegs wohl gefühlt habe. Erst war ich in der Psychiatrie, dann in einer Art betreutes Wohnen, dann wurde ich in eine Wohnung eingewiesen und irgendwann war ich die Faxen satt und habe mir selbst etwas gesucht.“ Mein Lebenslauf machte sich auf keiner Bewerbung gut, befürchtete ich. Ob die in einer Gaststätte darauf viel Wert legten?

„Warum warst du in der Psychiatrie?“, fragte Auriel weiter und zog mich in seine Arme. Erstaunt über mich selbst, bemerkte ich, dass ich mich tatsächlich entspannte.

„Im Krankenhaus habe ich mich geweigert mit den Psychologen zu reden. Sie hatten den Eindruck, ich würde mich verweigern und wäre nicht in der Lage mit der Amnesie umzugehen.“

„Was hättest du denn sagen können, ohne dein Gedächtnis?“

„Genau das habe ich auch gefragt.“ Endlich jemand, der mich ernst nahm und ähnlich dachte. „Sie glaubten, ich müsste irgendetwas fühlen, weil ich ja zuvor misshandelt wurde oder so etwas. Das habe ich aber nicht. Es hat mich getroffen, dass sich niemand an mich zu erinnern schien, das war aber auch alles. Naja, ich musste noch mit der Tatsache leben, regelmäßig ins Krankenhaus zur Behandlung zu gehen und einen normalen Job kann ich aus gesundheitlichen Gründen auch nicht machen.“

Nun lag mein Kopf an seiner Schulter und er streichelte mir durchs Haar. Lange hatte sich etwas nicht mehr so richtig angefühlt.

„Was für Probleme hast du denn?“

„Nichts, was du wissen willst.“

„Verrat es mir, bitte“, flüsterte er mir ins Ohr.

„Ich leide unter einer Blutkrankheit und brauche Transfusionen. Außerdem habe ich ein paar Allergien, die lästig sind und auch nicht zu behandeln.“

„Was für Allergien? Pollen, Gräser, Lebensmittel?“

„Edelmetalle, zumindest Silber. Davon bekomme ich Verbrennungen. Außerdem vertrage ich kein direktes Sonnenlicht. Jetzt mach keine Scherze darüber, dass ich ein Vampir bin. Ich kann jede Kirche betreten und Kreuze anfassen. Knoblauch schmeckt mir zwar nicht, aber er richtet auch keinen Schaden an und ein Spiegelbild habe ich ebenfalls.“ Jetzt regte sich Zorn in mir. Zuletzt war mir das passiert, als ein Krankenpfleger so einen Witz auf meine Kosten gemacht hatte. Er kam bei mir nicht gut an und mein Angriff auf ihn beim Ärzteteam auch nicht. Das hatte sie nur in ihrer Meinung über mich bestätigt.

„Nicht aufregen. So etwas würde ich nie sagen, es sei denn, ich hätte Beweise. Wie war es, ohne Erinnerung aufzuwachen?“

Beweise? Was für ein blödes Wort. Sollten mir etwa Zähne wachsen?

Trotzdem behielt ich meinen Kommentar für mich und erzählte weiter: „Ich schlug die Augen auf und hatte keine Worte, keine Erinnerungen und konnte nichts von dem verstehen, was um mich herum gesprochen wurde. Etwas erschien über mir und ich habe angefangen zu schreien, bis ich etwas zur Beruhigung bekam. Es dauerte Stunden, bis die ersten Dinge wieder einen Namen hatten und ich ein Gesicht als ein solches erkennen konnte. Sie dachten, ich sei gehörlos, denn ich konnte nichts Gesprochenes erfassen. Mein Gehirn konnte das Gehörte nicht verarbeiten, obwohl die Ohren funktionierten, zumindest nach deren Tests. Alles erschreckte mich und ich konnte niemanden in meiner Nähe ertragen. Ehrlich gesagt war das schlimmer als alles andere. Nach fast zwei Tagen verstand ich endlich wieder alles um mich herum und in meiner Akte stand etwas wirklich Erschreckendes. Ich habe einmal heimlich hineingesehen, als niemand es bemerkte, und fand einen Eintrag, dass man mich für hirntot gehalten hatte. Erst nach mehreren Tests fanden sich Hirnströme, die auf mehr hindeuteten, als das pure Lebenserhaltungssystem sie hergab. Es gab keine einzige Erklärung, warum ich tatsächlich noch lebte. Und noch weniger, wieso ich keine Schäden zurück behielt. Nur das Wort Wunder fehlte eigentlich noch.“ Aber das machte sich wahrscheinlich in keiner Krankenakte wirklich gut.

Schweigend überdachte ich dieses Wissen und wünschte immer noch, nie in die Akte gesehen zu haben. Vorsichtig sah ich Auriel an und stutzte. Er blinzelte ein paar Mal und für einen Augenblick dachte ich, er hätte Tränen in den Augen. Dann war dieser Eindruck wieder weg.

„Ich bin sehr glücklich, dass du noch lebst und jetzt habe ich dich gefunden“, sagte Auriel dunkel und etwas rau. Dann küsste er mich wieder. Das war allemal besser als diese finsteren Gedanken. Woher hätte ich auch wissen können, dass mir diese Tätigkeit wirklich gut gefiel, zumindest mit ihm?

Scheinbar konnte er wirklich Gedanken lesen und fragte: „Du erinnerst dich auch nicht, wie sich Sex anfühlt? Wie es wird, wenn ich gleich mit dir schlafe?“

Mein Körper begann bereits durch seine puren Worte zu kribbeln. Seine Stimme war faszinierend und spann mich in weiche Fäden ein. Stumm schüttelte ich den Kopf.

„Aber du weißt etwas darüber?“

Zum Glück wurde ich niemals rot, trotzdem konnte er mir die Verlegenheit ansehen.

„Was weißt du?“

„Alles aus der Konserve“, antwortete ich widerstrebend. Wie albern. Ich verkaufte Sex am Telefon und schämte mich jetzt, Tatsachen auszusprechen.

„Filme?“, fragte er und Humor blitzte in seinen Augen auf.

„Ich habe mir DVDs ausgeliehen und angesehen. Von Softerotik bis Hardcore. Das meiste hätte ich anschließend gerne wieder vergessen.“

„Das war natürlich ein etwas eigenwilliger Weg, um etwas über die verschiedenen sexuellen Spielarten und Selbstbefriedigung zu lernen, nicht wahr?“

„Schweigen wir darüber“, entgegnete ich knapp. Hätte ich bei Nachbarn anfragen sollen, ob ich einmal zugucken dürfte? Die Idee mir einen Callboy zu mieten, hatte ich im gleichen Moment verworfen, wie er gekommen war. Ich hatte es zu Anfang sogar mit Teenie-Zeitungen versucht, aber besonders geholfen hatte das auch nicht.

„Womit verdienst du eigentlich dein Geld“, wich er vom Thema ab.

„Ich verkaufe Dinge am Telefon.“

„Welche Dinge?“

„Muss das jetzt sein?“

„Ja, sag es mir.“

Nachdem ich ganz tief Luft geholt hatte, antwortete: „Sex.“

„Du verkaufst Sex am Telefon, so richtig bei einer Hotline, und willst nicht mit mir darüber reden?“

„Nein, es sei denn, du hast noch Spül zu erledigen oder Bügelwäsche.“

Seine Augen wurden deutlich größer und dann begann er laut und herzhaft zu lachen. „Das hast du aber nicht aus den Filmen gelernt.“ Ne, bei einer Reportage über Telefonsex und es hatte mich Überwindung gekostet, es überhaupt zu versuchen. In der Doku saß eine alte Dame mit Strickzeug in der Hand im Sessel und stöhnte ihren Kunden etwas vor. Auch mir fiel es leichter, wenn ich etwas zu tun hatte. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und es machte mir nichts mehr aus. Zum Glück war mir noch nie das Telefon ins Becken gefallen.

Auriel war richtig süß, wenn er so laut lachte und ich ertappte mich dabei, ihn wieder einmal anzustarren. Kam er mir nicht etwas bekannt vor?

Mit einer geschmeidigen Bewegung stand er auf und nahm mich auf seine Arme, obwohl ich mich vor Schreck ganz steif machte.

„Du brauchst nicht sprechen. Ich werde dir zeigen, wie es geht“, flüsterte er mir zu und trug mich in einen anderen Raum, der eindeutig sein Schlafzimmer war. Beherrscht wurde es von einem Bett mit Eisengittern und knallroter Bettwäsche. Ansonsten gab es noch einen Schrank mit Schiebetüren, die aus Spiegeln bestanden und einen altmodischen Waschtisch mit Spiegel. Über dem Bett war so eine Art Vorhang an der Decke angebracht. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Allerdings vergaß ich es auch schnell, als Auriel mich sanft vor dem Bett hinstellte.

„Ich ziehe dich aus.“

Jetzt war der allerletzte Moment, in dem ich ‚Nein‘ sagen und gehen könnte. Vielleicht war dieser Augenblick jedoch auch schon verstrichen.

Dennoch tat ich nichts in diese Richtung. Mein Herz hämmerte und Erwartung stieg in mir auf. Ich war eine erwachsene Frau, die einen Mann anziehend fand und wollte jetzt wissen, wie es sich anfühlte, Sex zu haben. Filme, Bücher oder Zeitschriften gaben nicht her, was ich fühlen könnte. Obwohl ich jede Menge erotischer Literatur verschlungen hatte. Aber auch Sachbücher zum Thema. Öfter war ich von Männern angemacht worden und einige Exemplare waren wirklich gut aussehend gewesen, aber nie hatte mich einer verlocken können. Daher dachte ich, ich wäre was das anbelangte gefühlskalt. Meine jetzigen Empfindungen bewiesen das Gegenteil.

Ich nickte und lächelte Auriel etwas zittrig an.

Langsam nahm er den Saum meines Kleides und zog ihn nach oben. Ich streckte meine Arme hoch und er zog es mir über den Kopf. Dann trat er einen Schritt zurück und betrachtete mich von oben nach unten und wieder zurück. Seine Blicke waren eine Liebkosung.

Beide Hände unter meine noch verhüllten Brüste gelegt, hob er sie an und presste seinen Mund auf den Spalt zwischen ihnen und huschte mit der Zunge daran vorbei. Im nächsten Moment bewegte sich sein Mund auf eine meiner Brustspitzen, die sich schon hart zusammen gezogen hatten und saugte durch den Stoff daran. Mir stockte der Atem und Hitze breitete sich in mir aus. Die Feuchtigkeit ergab ein Reibungsgefühl, das mich aufstöhnen ließ. Auch die andere Seite bekam die gleiche Aufmerksamkeit und meine Hände vergruben sich in seinen weichen Haaren.

Ein schneller Griff hinter meinen Rücken öffnete den BH-Verschluss und Auriel streifte mir die Träger von den Schultern. Ohne Stoff dazwischen waren seine Berührungen noch viel intensiver und ich spürte eine seltsame Schwäche.

Er ging in die Knie und sein offener Mund fuhr von meinen Brüsten über meinen Bauch bis zum Bund meines Slips. Seine Berührungen folgten meinen Beinen und er zog mir erst die eine, dann die andere Sandale aus.

Mit einer Hand schob er den Slip hinunter, während sich sein anderer Arm meine Hüften legte, und half mir, hinaus zu steigen. So entblößt bemerkte ich erst, dass ich bereits sehr feucht geworden war und fühlte Verlegenheit in mir aufsteigen. Immerhin war er noch voll bekleidet.

Er drückte meine Beine leicht auseinander und im nächsten Moment spürte ich seine Zunge zwischen meinen feuchten Falten. Ich keuchte erschrocken und erregt auf und grub meine Finger in seine Schultern, weil ich dachte, meine Beine gäben nach. Ganz gemächlich erforschte er mein dunkles Dreieck und fand meine empfindlichste Stelle.

Mein Atem stockte und nun konnte ich wirklich nicht mehr stehen, aber er hatte es gemerkt, erhob sich und legte mich auf das Bett. Ein leiser Schauer überlief mich und er begann sich ganz langsam vor mir auszuziehen, ohne den Blick auch nur einen Moment abzuwenden.

Auch er war erregt. Sein Glied stand von seinem Körper ab und ich überlegte, ob es trotz der Dicke überhaupt in mich reinpassen konnte, obwohl das in den Filmen nie ein Problem gewesen war. Auriel blieb einfach stehen und ließ meine Musterung still über sich ergehen.

Die Eichel war vollkommen entblößt und hatte eine dunklere Farbe als der Rest. Selbst in dem gedimmten Licht konnte ich Feuchtigkeit darauf schimmern sehen. Irgendwann hatte ich bestimmt schon einmal einen nackten Mann gesehen, aber jetzt war es fast wie das erste Mal. Da ich auch, zum Glück erfolglos, auf Vergewaltigung untersucht worden war, nachdem man mich fand, wusste ich, Jungfrau war ich keine mehr.

Langsam kam er ins Bett und kniete sich neben mich. Vor lauter Unsicherheit begann ich meine Hände zu kneten. Er hielt sie fest und beugte sich über mich, um mich erneut heiß zu küssen und meinen Mund zu erobern, bis ich wieder etwas entspannte.

„Leg deine Finger um die Stangen vom Bett und spreize die Beine“, sagte er heiser. Das erste war kein Problem, aber seine zweite Bitte war mir peinlich und ich öffnete mich nur wenige Zentimeter.

Auriel begab sich zu meinen Füßen und schob seine Hände langsam an den Innenflächen meiner Schenkel nach oben und drückte sie sanft, aber bestimmt auseinander, bis er Platz dazwischen fand.

Wieder senkte er seinen Mund und züngelte an meinen Schamlippen, bis ich keuchte. Mit zwei Fingern spreizte er das feuchte Fleisch und stieß mit der Zunge in meine Höhle. Sein anderer Arm schob sich unter mich und hob mich ihm entgegen. Gleichzeitig hielt er mich fest, damit ich mich ihm nicht entziehen konnte. So intensiv hatte ich Ewigkeiten nichts mehr empfunden und keuchte bald im Rhythmus seiner Bewegungen. Es war ein Gefühl, als würde ich den Kontakt zum Bett verlieren und zu schweben beginnen. Für einen Moment konnte ich uns beide von oben sehen, bevor ich mich wieder in meinem Körper befand.

Sein Mund tauschte den Platz mit seinen Fingern, die deutlich tiefer eindrangen. Erst einer, dann zwei und ich stöhnte laut auf. In dem Moment, an dem er begann an meinem Kitzler zu saugen und zu lecken, spürte ich Hitze von Kopf bis zu den Füßen, die immer mehr zunahm und sich an den Stellen seiner Berührungen sammelte.

Trotzdem war ich nicht auf die Heftigkeit meines Orgasmus vorbereitet und schrie laut auf, während meine Muskeln sich hektisch anspannten und wieder losließen. Die Bewegungen seiner Finger konnte ich noch viel intensiver fühlen.

Zurück blieb ich als zitterndes, schweißgebadetes Bündel Frau, die gar nicht glaube konnte, was gerade passiert war. Diesen Teil hatten die Filme ausgelassen.

Zum Nachdenken kam ich nicht, denn nun schob sich Auriel höher und sah mir fest in die Augen, während er ganz langsam in mich eindrang.

„Himmel, bist du eng“, seufzte er und drückte sich fester in mich hinein, bis er den ersten Widerstand überwunden hatte. „Es ist fast so, als wärst du noch Jungfrau.“ Es war befremdlich, aber nicht unangenehm, plötzlich meinen Körper mit jemandem zu teilen. Er füllte mich vollständig aus und bewegte sich erst sehr vorsichtig.

„In den letzten Jahren hat sich nie etwas so perfekt angefühlt“, flüsterte er mir zu und beschleunigte sein Tempo. „Es reicht noch nicht.“

Er stoppte und ich wartete irritiert darauf, was ich falsch gemacht hatte. Seine Arme schlangen sich nun um meine Beine und er drückte sie weit und hoch auseinander. So kam er noch viel tiefer und ich bewegte mich unbehaglich. Trotzdem legte er mir noch ein Kissen unter mein Gesäß und ich spürte jeden Zentimeter von ihm. Es war wie ein fester Druck, der aber nicht schmerzte.

„Sieh hin“, forderte er mich auf und ich hob etwas den Kopf. Wir waren nun ein einziger Körper, in der Mitte verbunden und es war erregend, besonders als er begann sich zu bewegen. Mein Kopf fiel nach hinten und er erhöhte sein Tempo, bis er mich eher ruppig nahm, ohne mir jedoch ernsthaft weh zu tun.

Wieder hielten seine Augen meinen Blick gefangen und ich sah wie die Lust seine Sicht verschleierte. Erneut brannte mein Körper und ich dachte, die Flammen würden mich in Asche verwandeln, als sie höher und höher schlugen.

Plötzlich versteifte Auriel sich und stieß noch einmal noch härter zu, flüsterte mir ein paar unverständliche Worte ins Ohr und ich spürte seinen Samen heiß in mich spritzen. Im gleichen Moment explodierte ich mit einem neuerlichen Schrei und presste ihn zusammen. Jetzt schrie auch er auf, während er sich fest in mich drückte, damit mein Orgasmus ihn nicht hinaus beförderte. Scheinbar dauerte es eine Ewigkeit und ich bekam nur noch mühsam Luft und keuchte mit ihm um die Wette. Er lag schwer auf mir, aber das störte mich nicht und wir waren immer noch verbunden. Hatte da kurz ein grünes Licht über dem Armband aufgeleuchtet? Nun gut, besser ich sah nach wildem Sex grüne Lichter als grüne Männchen.

„Du gehörst mir“, murmelte er mir zu und saugte im nächsten Augenblick fest an meiner empfindlichen Brustwarze.

Das war reichlich viel auf einmal und ich versuchte ihn fort zu schieben. Davon wenig beeindruckt hielt er meine Hände neben meinem Kopf fest und sah mich durchdringend und besitzergreifend an.

Dann blinzelte er und seufzte tief auf, bevor er sich aus mir löste und neben mich rollte, nur um mich dann fest an sich zu drücken.

„Geht es dir gut? Mir sind die Pferde ein wenig durchgegangen“, fragte er nach einer geraumer Weile.

Ein wenig? „Ich glaube schon. Es ist nur so ... so überwältigend“, stotterte ich.

„Was meinst du?“

„Ach, ich weiß nicht so genau.“

„Möchtest du ein paar meiner Hemden bügeln, während wir reden?“

Etwas von meiner Anspannung und Verlegenheit wichen bei diesem Witz. Warum wollte er nur darüber sprechen?

„Ich komme mir vor wie ein unerfahrener Teenager beim ersten Mal“, gestand ich schließlich. „Das ist peinlich.“

„Warum? Du hast das Glück noch einmal von vorne anfangen zu können.“

Nun gut. Ich erinnerte mich nicht an mein allererstes Mal und vielleicht hatte ich es nicht umsonst vergessen.

„Möchtest du duschen?“, wechselte er das Thema.

So verschwitzt wie ich war, war die Idee gut und ich nickte zustimmend.

„Komm mit“, forderte er mich auf und hielt mich an der Hand. Auf dem Weg vom Wohnzimmer zum Schlafzimmer waren wir am Bad vorbei gekommen, bemerkte ich nun.

„Stört das die anderen im Haus nicht? Es ist mitten in der Nacht“, fragte ich. „Bei uns im Haus ist Duschen nach 23.00 Uhr nicht erlaubt.“

„Keine Sorge. Hier stört das niemanden.“

Seltsamerweise konnte ich mich nicht erinnern, ob das ein Einfamilienhaus ein oder Mietshaus mit mehreren Parteien war.

Dankbar stellte ich mich unter den heißen Wasserstrahl und nahm mir von dem Duschbad, das allerdings sehr männlich – und nach ihm – roch. Zwischen meinen Beinen war ich etwas empfindlich und ich musste wieder an den Sex denken. Endlich wusste ich, wie es sich in Wirklichkeit anfühlte und erstaunt stellte ich fest, ich hätte gerne mehr davon gehabt.

Noch ganz in Gedanken versunken, schreckte ich auf, als sich die Tür der Duschkabine öffnete und Auriel sich zu mir stellte.

„Ich wollte einfach nicht länger warten und in deiner Nähe sein“, erklärte er mir lächelnd. „Ich habe auch die kleine Hoffnung, dass du mich wäschst.“

Wollte ich das? Wahrscheinlich schon. Leicht zittrig schüttete ich mir von dem Duschbad in die Hand und begann es auf seinen Schultern und Armen zu verteilen. Da er ganz still hielt, wurde ich mutiger und machte mich über seinen Brust her, um dann hinter ihn zu treten und dort seinen Rücken und sein Gesäß einzuseifen. Das war ein wirklich schönes, festes Hinterteil. Scheinbar gefielen ihm meine Berührungen und er stellte die Füße ein Stück auseinander und lehnte sich leicht nach vorne, indem er sich mit einem Arm an der Wand abstützte.

Meine seifigen Finger glitten zwischen seine Pobacken und dann weiter zu seinen Hoden, die sich sehr fest anfühlten. Ich drückte mich von hinten an ihn und meine Hände fanden seinen Bauch und dann seinen wieder hart gewordenen Schaft. Interessiert ließ ich meine Finger an ihm hoch und runter gleiten, bis er stöhnte und seine Hüften unruhig vor und zurück bewegte.

Vermutlich war ich ein bisschen gemein, aber ich ließ von meinem Spiel ab und wusch seine Beine einzeln und gründlich, ebenso seine Füße, bevor ich wieder zugreifen wollte.

Aber plötzlich drehte er sich um und presste mich mit dem Rücken an die Wand der Dusche. Mit seinem Körper hielt er mich fest, beide Hände auf meinen Brüsten und küsste mich wild. Im Nu wurde mir heißer, als es der Wasserstrahl war.

Wortlos zog er mich auf den Boden der Duschwanne bis ich vor ihm kniete. Das war mir zu ungestüm und da ich nicht wusste, was er vorhatte, versuchte ich aufzustehen. Mit einem Arm hielt er mich an den Hüften und seine andere drückte mich im Nacken tiefer.

Auriel drang erneut kraftvoll in mich ein und jetzt erst spürte ich, wie sehr meine warme Feuchtigkeit ihn willkommen hieß. Während das Wasser auf meinen Rücken prasselte, nahm er mich mit langen, kraftvollen Stößen, die allerdings sanfter waren als die vorher. Dann begann er noch meine empfindlichste Stelle zu reiben und ich spürte bald einen neuen, heftigen Orgasmus nahen.

Das würde zu gewaltig und ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien. Er drückte jedoch noch etwas kräftiger zu und dann war es auch zu spät. Unter der Wucht meines Höhepunktes schien mein ganzer Körper zu zucken und zu beben. Für einen Moment hielt er sich ganz still, aber kaum war das ärgste Pulsieren verklungen, zwängte er meine Beine weiter auseinander und gab einen wilden Rhythmus vor, der mich zum Schreien brachte.

„Komm für mich, noch einmal“, keuchte er und mein Körper gehorchte genau in dem Augenblick als er sich in mich verströmte.

Als nächstes fand ich mich zugedeckt in seinem Bett wieder und Auriel schwenkte eine Tasse gut riechenden Kräutertee vor meiner Nase. Meine Haare waren noch feucht, also hatte ich mir nicht nur eingebildet, unter der Dusche gewesen zu sein.

Etwas steif setzte ich mich auf und lehnte mich ans Kopfende des Bettes. Erstaunlicherweise spürte ich keinerlei Schmerz oder Wundheit.

„Wie komme ich hier hin?“, fragte ich ihn, zuckte aber reflexartig zurück, als er sich dich neben mich setzte.

„Du bist mir umgekippt. Also habe ich dich abgetrocknet und ins Bett verfrachtet. Wann hast du das letzte Mal etwas gegessen?“

„Es ist besser, du gibst deine Pferde weg“, wich ich vom Thema ab.

„Was bitte?“

„Sie gehen dir ständig durch ...“, gab ich ihm ein Stichwort und er begann zu lachen. Zuvor hatte sich aber ganz kurz ein Schatten über sein Gesicht gelegt. Da er die Augen gesenkt hielt, konnte ich leider nicht in ihnen lesen.

„Ich war auch lange ohne Partnerin und mein Nachholbedarf ist scheinbar größer als ich dachte. Wann, sagtest du, hast du das letzte Mal gegessen?“

„Bist du immer dominant oder war das ein Ausrutscher?“ So leicht kam er mir nicht davon. Er hatte vorhin über Sex reden wollen, jetzt wollte ich.

„Finde es heraus“, grinste er. „Trink deinen Tee, der wird dir gut tun, und dann sagst du mir, wann du das letzte Mal gegessen hast.

„Langsam wird die Frage langweilig“, murrte ich und nippte an dem heißen Getränk. „Es geht dich nichts an.“ Hm, das schmeckte gut und wärmte mich von innen. Irgendwie war mir plötzlich ziemlich kalt, trotz Decke. Mit wenigen Schlucken hatte ich die Tasse geleert.

„Wenn du in meiner Dusche bewusstlos wirst, geht es mich was an. Also?“

„Bevor ich gegangen bin.“

„Du lügst“, fuhr er mich an. „Ich will die Wahrheit wissen.“

„Ich habe keine Ahnung, wenn du es genau wissen willst. Ich esse nur wenig, denn egal ob ich es tu oder lasse, es verändert nichts an mir. Abgesehen davon schmeckt mir nur selten etwas richtig gut.“

Auriel sah mich eine ganze Weile schweigend und durchdringend an, bevor er etwas murmelte, das sich anhörte wie: „So eine Veränderung hätte mich auch stark gewundert.“

„Was hast du gesagt?“, fragte ich nach, weil das Gehörte wenig Sinn machte.

„Mich hat deine Verärgerung stark gewundert. Wieso isst du nichts?“

Diese Aussage war verständlicher. „Ich bin nicht essgestört, falls du das glaubst. Es hat etwas mit meinen Allergien und der Blutkrankheit zu tun. Zumindest erklärten mir das die Ärzte.“

„Wie oft gehst du ins Krankenhaus zur Transfusion?“

„Einmal im Monat.“

Nun bekam ich wieder so einen seltsamen Blick geschenkt und sagte: „Ich glaube, ich gehe jetzt besser nach Hause.“

Mein Versuch aufzustehen, scheiterte jedoch kläglich. Je mehr ich mich bewegte, desto mehr wurde mir schwindelig.

„Das halte ich für keine gute Idee. Du kannst erst gehen, wenn es dir besser geht und bestimmt nicht mitten in der Nacht.“

Nicht nur schwach, sondern auch müde fühlte ich mich und gähnte. Kaum lag ich, schlief ich auch schon ein. War das der Tee gewesen?

 

Irgendwann erwachte ich, weil ich dringend auf die Toilette musste. Auriel schlief friedlich und mir ging es deutlich besser. Vorsichtig stand ich auf und packte kurz entschlossen mein Kleid, den Gürtel und die Schuhe, die immer noch neben dem Bett lagen. Mein Gefühl sagte mir, er würde mich so schnell nicht gehen lassen und daher musste ich mich davon schleichen. Blöd, meinen Slip und den BH fand ich im Dunklen nicht. Also musste es auch ohne gehen.

Kaum war ich bis zum Bad gekommen, wurde ich auf die Schulter getippt und fuhr mit einem Schreckenslaut herum.

„Was hast du vor?“, fragte mich Auriel misstrauisch. Hatte er nicht gerade noch fest geschlafen?

„Äh, ich wollte aufs Klo“, antwortete ich.

„Mit den Sachen in der Hand?“

„Die wollte ich hier hinein legen, für morgen“, ließ ich mir schnell eine Ausrede einfallen, um ihn nicht misstrauisch zu machen.

Ich hasste es, wenn er schon wieder irgendetwas vor sich hinmurmelte, das ich nicht verstehen konnte, aber er tat es dennoch. Im nächsten Moment fand ich mich im Bad wieder und meine Hände waren leer. Wie konnte das sein?  Hatte ich den Rest geträumt und fühlte mich bereits von ihm verfolgt?

Eilig ging ich aufs Klo, wusch mir die Hände und verließ das Bad wieder. Kein Auriel. Irritiert ging ich zum Schlafzimmer zurück und dort lagen meine Sachen genauso, als hätte er sie mir gerade erst ausgezogen. Der Mann selbst lag im Bett und schnarchte leise.

Scheinbar hatte ich tatsächlich nur geträumt, das Kleid genommen und mit dem Mann vor dem Bad gesprochen zu haben. Mit meinem Kopf war wirklich etwas nicht in Ordnung. Lag das wirklich am Alkohol und an meinem leeren Magen?

Erneut griff ich nach den Sachen, als plötzlich das Licht anging.

„Was machst du da?“, fragte Auriel verschlafen. „Leg dich wieder hin und schlaf noch etwas.“

Vielleicht sollte ich das wirklich tun, denn irgendwie war ich nicht ganz in Ordnung. Auf ein paar Stunden kam es jetzt auch nicht mehr an. Gehorsam kroch ich wieder unter die Decke, er löschte das Licht und nahm mich fest in den Arm. Eigentlich war ich nicht müde und normalerweise konnte ich nachts sowieso so gut wie nie schlafen, trotzdem fielen mir die Augen bald wieder zu.

 

Als es an der Tür schellte, schossen wir beide in die Höhe. Ich fürchterlich erschrocken, Auriel wild fluchend.

„Warte hier auf mich“, sagte er und sprang schnell in seine Jeans.

Warte hier? Nichts da. Die Zuckerwatte war aus meinem Kopf verschwunden und ich musste mir einfach ansehen, wer da geläutet hatte. So schnell wie möglich zog ich mich an, zum Glück hatte ich alle Sachen gefunden, da etwas Licht durch die Ritzen der geschlossenen Jalousie fiel, und schlich durch das Wohnzimmer Richtung Flur. Dort linste ich um die Ecke und sah einen dicklichen Mann mit Mondgesicht, der versuchte, ins Haus zu gelangen, obwohl ihm Auriel den Weg versperrte.

„Ich habe dir etwas Wichtiges zu erzählen“, maulte er und duckte sich schneller unter Auriel Arm hindurch, als dieser reagieren konnte. Dummerweise hatte er mich sofort gesehen und rief erstaunt: „Sag mal, ist das nicht ...“ Ein kräftiger Stoß unterbrach seine Worte und er setzte seinen Satz mit: „Spinnst du?“, fort.

„Geh in die Küche und halt die Klappe“, fuhr Auriel ihn wütend an und schob ihn in die angegebene Richtung. Der andere wollte sein Anliegen scheinbar dringend loswerden und begann wieder: „Aber sie ...“

Daraufhin setzte Auriel seine Körperkraft ein, um seinen ungebetenen Gast in die Küche zu befördern und ich fragte mich, was ‚aber sie‘ bedeuten konnte, denn es schien sich auf mich zu beziehen.

„Warte da auf mich, ich komme gleich“, knurrte mein Bettgefährte der letzten Nacht in meine Richtung und klang dabei alles andere als freundlich. Dann hörte ich die beiden und ihre Diskussion klang wie eine kaputte Gasleitung. Sie zischten sich an und bevor es zur Explosion kam, musste ich fort sein.

Das war nun meine Chance, ungesehen aus dem Haus zu verschwinden. Es war Zeit nachzudenken und Auriel schien genau das verhindern zu wollen. Nichts wie weg.

Eilig schlich ich durch den Flur und zuckte erschrocken vor dem Garderobenspiegel zurück. Irgendwie sah ich seltsam aus – wild. Egal.

Kaum hatte ich die Haustür hinter mir zugezogen, rannte ich auch schon die Straße hinunter. Am Straßenschild stoppte ich ganz kurz und stellte fest, ich hatte einige Fehler begangen. Erstens war es später am Tag als ich gedacht hatte und die Sonne würde jeden Augenblick kräftig von einem strahlend blauen Himmel auf mich hinab scheinen. Jedem anderen hätten der Sonnenschein, die milde Luft und das Gezwitscher der Vögel gefallen. Meine Haut begann jedoch bereits unangenehm zu prickeln und daran konnte auch der fröhliche Gesang nichts ändern. Zweitens hatte ich überhaupt keine Ahnung wo ich war. Nicht mal die Straßenbezeichnung sagte mir etwas. Zurückgehen wollte ich aber auch nicht, denn mein Gefühl sagte mir, Auriel würde mich so schnell nicht wieder gehen lassen, wenn er mich erst wieder in die Finger bekam.

Ich wusste allerdings, dass meine Adresse im Norden der Stadt lag und so ließ ich die Sonne rechts liegen und ging schnell weiter. Warum war hier heute niemand unterwegs, den ich fragen konnte? Ich konnte mich auch nicht erinnern, dass wir so lange oder sehr weit gegangen waren. Es war wirklich wie verhext. Zu allem Überfluss wurde das Armband mit jedem Schritt, den ich machte, ebenfalls wärmer.

  

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Kommentare

Bild des Benutzers Salomé - † 2016

...zum Fanclub? Ich wollte nur kurz mal schauen, was es Neues gibt, und als ich eine Geschichte von dir sah, bin ich natürlich hängengeblieben. Und kam nicht mehr weg. Im ersten Drittel kam jemand rein und hat mich erstaunt gefragt, warum ich so grinsend am Computer sitze. Im zweiten Drittel wurde ich atemlos fasziniert (obwohl ich selber mit nicht recht vorstellen kann, nach drei Single Malt noch ganz bei Sinnen zu sein). Was ich im dritten Drittel dachte, verrat' ich nicht. Am Ende dann leicht unheimlich.

Ich frage mich, ob du eine bestimmte Sage bedienst mit diesem Armband, aber Tante Google hat mich im Stich gelassen. Muss ich eben auf die weiteren 7 Folgen warten...

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Bild des Benutzers Vertriebene

Ich frage mich gerade welche Sage du meinst. Herr der Ringe? Nein, das ist kein Ring, geschmiedet durch das Böse ;-) Das Armband macht nicht unsichtbar, aber es wird dich noch lange beim Lesen begleiten ...

Schön, wenn du über den Anfang grinsen konntest. Als ich das geschrieben habe, hat sich meine erste Zuhörerin vor Lachen nicht mehr halten können. Daher habe ich es so stehen lassen. Ich denke, gerade in dieser Geschichte kommt der Humor nicht zu kurz.

Das mit den Single Malt hat einen Grund. Meinereins wäre danach im Nirwana auf Wanderung ... Obwohl das Zeug ja teuflisch gut schmeckt ;-)

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Bild des Benutzers senalex

ich muss zugeben, dass ich mich sehr schwerfällig in diese Ecke Stories begebe und trotzdem wollte ich es versuchen. Ich habe ja deinen Namen in der letzten Zeit oft gelesen und das viele gute Feedback, was natürlich neugierig auf das Unbekannte macht. 

Nun bin ich ganz hin und hergerissen zwischen Lachen, Geilheit und spannungsvoller Erwartung. 

Freue mich ganz doll auf das weitere!

Sena

Sechs Sterne!

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Bild des Benutzers Vertriebene

Das nehme ich mal als ganz großes Kompliment. Ich finde es manchmal schwer, mich in Ecken zu begeben, die nicht meins sind, kann also die erste Überwindung gut verstehen. Abgesehen davon ist Fantasy ja eh schon nicht bei jedem beliebt und dann auch noch Maledom ...

Dass du aber dabei bleiben willst und Spaß hattest, freut mich riesig und hoffe, ich werde den Erwartungen gerecht. Danke für die Sterne.

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Bild des Benutzers Senara

Wow. Ich kann leider nicht anders, als Dir sechs Sterne zu geben. Genial.

Hat ein bisschen was von Lara Adrian und Black Dagger - und davon stehen SEHR viele in meinem Bücherregal. (Immer nur schwere Kost geht ja auch nicht.) 

Mit dieser Art von Lektüre hast Du mich hundertprozentig auf Deiner Seite. 

Dir ist hoffentlich klar, dass Du mit sowas viel Geld verdienen könntest, oder!?

Voller Respekt,

Senara

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Bild des Benutzers Vertriebene

Leider kann ich mit meinen Geschichten kein Geld verdienen. Es gibt keinen Verlag, der sie haben möchte. Also schenke ich sie euch, damit die Arbeit nicht umsonst war.

Lara Adrian habe ich auch im Regal stehen, so als Fantasy-Fan. Nur die historischen von ihr finde ich grottenschlecht ... Ich nehme es als Kompliment, mit ihr verglichen zu werden :-) Black Dagger jedoch kenne ich nicht.

Dann bin ich ja froh, dass du 'leider' nur 6 Sternen geben konntest ;-) Wahrscheinlich geht es morgen weiter. Aber erst einmal muss ich das nächste Kapitel überarbeiten. Vermutlich zum 20. Mal oder so ...

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Bild des Benutzers Senara

J.R.Ward  (Jessica Bird) - Black Dagger (nicht erschrecken - die Cover sind kitschig-peinlich, aber die Bücher machen süchtig)

Wenn Du gut Englisch kannst, möchte ich sie Dir im Original ans Herz legen. Das ist um Welten besser als die Übersetzung.

Und ja, natürlich war der Vergleich als Kompliment gemeint. (Wobei ich von Lara Adrian nur die "midnight breed"-Reihe kenne.)

Du willst mir allen ernstes sagen, dass alle Verlage Jezebel abgelehnt haben??? Da bin ich ja noch gespannter auf die folgenden Teile... Danke, dass Du sie uns lesen lässt!

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Bild des Benutzers Vertriebene

Ich habe angefangen eine andere Fantasy-Serie im Originalen zu lesen (Christine Feehan), aber ich werde zu oft gestört, um damit glücklich zu werden. Mit Fremdsprachen tu ich mich schwer. Leider.

Alle Verlage haben Jezebel nicht abgelehnt. Ich meinte damit, dass ich es aufgegeben habe, etwas anzubieten, weil ich nur Absagen bekam und selbst bei Wettbewerben keinen Blumentopf gewonnen habe, geschweige denn eine Veröffentlichung. Auf die Dauer war mir das zu viel Frust und ich habe den Kopf in die Erde vom nicht gewonnen Blumentopf gesteckt ...

Insofern freue ich mich, wenn die Geschichten wenigstens hier gut ankommen.

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Bild des Benutzers Artaxerxes I

Fragen über Fragen: Doch so soll ja ein Beginn einer Geschichte auch sein! Ich habe Ahnungen was das Geheimnis des jungen Mann sein könnte, aber die sind so widersprüchlich, ich kann nichts erraten. Doch auf alle Fälle mag ich die Geschichte schon jetzt und bin gespannt auf die weiteren Teile. (Bitte, Kurzgeschichten um Ali, Baba nicht vergessen!) Ich vergebe keine Sterne bei Geschichtenserien bevor nicht der letzte Teil geschrieben wurde. Aber diese Mischung aus Komik und Anregung sind natürlich im höchsten Sternenhimmel angesiedelt. Danke.

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Bild des Benutzers Vertriebene

Fragen hat Jezebel auch ganz viele :-) Aber sie werden alle beantwortet, ganz bestimmt, bevor neue auftauchen ;-)

Ich wüsste doch zu gerne, welches Geheimnis du hinter Auriel vermutest. So, nun habe ich auch eine Frage gestellt :-) Ich vergesse die Kurzgeschichte nicht, auch wenn ich nicht voran komme, wie ich will ... Dieser Roman hier ist ja seit 2010 fertig, wenngleich ich auch jedes Teil nochmals und nochmals überarbeite ... Sonst bin ich nicht zufrieden.

Dann hoffe ich, dass ich die Mischung beibehalten kann :-)

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Bild des Benutzers lisara

was noch nicht erwähnt wurde, bei so vielen begeisterten Kommentaren.

Na dann, auch auf die Gefahr hin, Dich ob der Wiederholungen zu langweilen: 

Super Einstieg, Telefonsex, wie Frau ihn sich vorstellt, und ich habe laut gelacht.

Gekonnter Übergang ins Mystische, Spannung wird aufgebaut; dann die beginnende Liebesgeschichte und schließlich erotische Sexszenen.

Was will man mehr? 

Sofortige umfassende Fortsetzungen!

(Zumal ich gerade Black Dagger Band 15 ausgelesen habe, und noch nicht im Besitz der Fortsetzungen bin)

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Bild des Benutzers Vertriebene

Niemals würde mich ein Kommentar langweilen. Dazu freue ich mich zu sehr darüber. So stelle ich mir Telefonsex auch vor, auch wenn ich es nie versuchen würde ... Haushalt mal so nebenbei ;-)

Morgen gibt es schon Nachschub. Heute komme ich nicht mehr zum Korrigieren, aber bis morgen dürfte es machbar sein :-) Es hat schon was, fertige Geschichten zu überarbeiten. Die Mystik wird sich auf jeden Fall steigern ;-)

Allmählich glaube ich, ich muss Black Dagger auch mal lesen, so wie es angepriesen wird, hm ...

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Bild des Benutzers klein Lloydia

Wie immer ein Genuss es zu lesen.

Eigentlich wollte ich heute selbst weiterschreiben... aber als ich deinen Autornamen lass, musste ich natürlich erstmal dein Werk lesen.

Und was muss ich sagen es ist kurz nach sieben mein Mann ist nun daheim und das wars mal wieder mit meiner eigenen Schreibeskunst. Aber was solls, jede Minute war es wert :)

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Bild des Benutzers Vertriebene

Ich freue mich darauf, wenn du weiterschreibst. Nun habe ich dich von der Arbeit abgehalten ... Das habe ich nicht geplant, weil nicht geahnt ;-) Meiner ist zwar auch zu Hause, aber die Zeit jetzt muss sein :-) Wahrscheinlich geht es morgen weiter, nur mal so als Warnung :-)

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Bild des Benutzers klein Lloydia

Ich freu mich auf die fortsetzung :)

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Bild des Benutzers Nana

Eine wunderbare Geschichte. Super spannend, erotisch und witzig. Ja, der Telefonsex. Ich habe merh als einmal laut aufgelacht.Ich bin echt gespannt wie es weitergeht und freue mich schon, dass es (vielleicht) morgen schon soweit ist.

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Bild des Benutzers Vertriebene

Auch wenn Jezebel das Lachen vergeht, hoffe ich doch, dass es witzig bleibt :-) Teil 2 kommt, sobald der liebe Megs Zeit hat, sie frei zu geben. Schön, dass es außer mir noch Fantasy-Fans gibt :-)

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Bild des Benutzers Hathor

der Lesersammler :-)

Ich schreibe nur selten Kommentare und breche so manche Geschichte in der Halbzeit ab.

Hier bitte ich schnell um mehr.

Liebe Grüße Hathor

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Bild des Benutzers Vertriebene

Ich habe eine Sammlung  Geschichten auf meinem Rechner und was hier hin passt, teile ich gerne. Es freut mich dann gewaltig, dass ich auch einen Kommentar von jemand bekomme, der selten einen verfasst. Das sehe ich als besonderes Kompliment.

Das mit der zur Halbzeit abgebrochenen Geschichten kenne ich auch. Manchmal geht es einfach nicht mehr. Deshalb hoffe ich, dass dich auch der Fortgang der Geschichte weiter dabei halten kann :-)

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Bild des Benutzers klein Lloydia

Scheinbar hat unser lieber Admin noch keine Zeit gehabt oder bin ich Blind?

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Bild des Benutzers Vertriebene

Wenn es tröstet, dann bestätige ich dir, dass du ganz genau gucken kannst :-) Der arme Megs ist wohl im Stress (oder mag keine Fantasy?)

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Bild des Benutzers bell

Es ist einfach furchtbar! wink

Ständig MUSS ich auf der Lauer liegen und hier nach Neuem Ausschau halten.

Und dann DAS hier!!! Genau das, was meine Sucht befriedigt. Wie soll ich denn dann davon loskommen???

Telefonsex + Geschirrspülen = grins

Mäuseselbstmordhotline + hungrige Katzen = BRÜLLER

Jezebel + Auriel = super spannend und erotisch

Bin richtig froh, da ich nach einer Fuß-OP zum Ruhe halten gezwungen bin, dass ich deine Geschichte zum genießen habe.

 

bell

 

P.S. Black Dagger... habe ich schon drei Mal gelesen und freu mich auf Bd.19 der im Nov. erscheint, z.Z. duchlese ich die Welt von Lara Adrian im neusten   Buch - wenn ich nicht gerade hier wieder auf der Lauer liegen MUSScheeky

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Bild des Benutzers Vertriebene

Ich wünsche dir gute Besserung für deinen Fuß. OP klingt gar nicht gut. Ich mutiere gerade zum Lese-Sucht-Dealer? Dann bin ich ja böse *grübel* ;-) Wie du davon los kommst? Wahrscheinlich genauso wenig wie ich vom Schreiben. Angebot und Nachfrage sagt die Wirtschaft dazu. Ich freue mich, dass Fantasy auch so gut ankommt.

Noch einmal Black Dagger ... Da ist Teil 19 im Anmarsch? Dann fange ich lieber erst gar nicht an mit dem Sammeln. Zumal auf mich noch andere Fantasy-Reihen warten ... Hexen, Dämonen, Satyre ... *schwärm*

Meine alte Katze wäre für die Vermittlung von selbstmordgefährdeten Mäusen äußerst dankbar. Dann bekäme sie mehr davon :-)

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Bild des Benutzers Steffi123

Super spannend mit Suchtpotenzial! Erwarte sehnsüchtig die Fortsetzung..

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Bild des Benutzers Vertriebene

Was das neue Kapitel anbelangt verweise ich auf den bewaffneten Pinguin ;-) ich habe es hochgeladen. Ich hinterlasse Süchtige? Das lag nicht in meiner Absicht, freut mich dennoch. Muss ich mich jetzt schämen?

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Bild des Benutzers Hathor

ich werde jetzt Amnesty International einschalten. Das ist Misshandlung!

Der Leser wartet hechelnd auf den nächsten Teil und die Autorin schweigt.

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Bild des Benutzers Tamara

Wie beschreibt man etwas was man gerade so gar nicht in Worte fassen kann, ich bin hin und weg. Und gerade sehr froh das ich mit Grippe ausser Gefecht war und nun zum nächsten Teil eilen kann. Du bist und bleibst meine absolute Nummer Eins hier...

Tamy

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Bild des Benutzers Vertriebene

leuchten jetzt dunkelrot vor Verlegenheit über dein Lob. Hier gibt es doch so viele tolle Autoren/Autorinnen ...

Immerhin ist deine Grippe ja nun doch für etwas gut. Dennoch wünsche ich dir gute Besserung und dennoch Zeit genug zum Lesen :-)

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Bild des Benutzers Charle

Sind wir hier nicht auf einer BDSM Seite?

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Bild des Benutzers Hathor

4000 Geschichten, wirst DU ja wohl das passende für Dich finden!

Ein Mausklick und weg.

Jedem das Seine

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Bild des Benutzers Vertriebene

Hardcore in dieser Geschichte erwartest bist du in der Geschichte falsch. Das Forum ist schon richtig. Vielleicht helfen dir die Stichpunkte zu den anderen Geschichten (Folter, BDSM, extrem etc.) weiter, wenn Geduld bei einer Geschichte in Romanlänge nicht dein Ding ist.

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Bild des Benutzers Souldancer59

weil mich der Titel  und die Tags neugierig gemacht hat - und irgendwie war die Geschichte zu Ende und ich sitze immer noch hier und sabbere :-) Ein quasi alltäglicher Anfang (irgendwie :-)) ein paar Andeutungen hier, ein Bröckchen da, Kopfkino startet und schon ist man in einer spannend dargebotenen Story, die unmerklich ins Fantasy-Reich entführt. Keine Schnörkeleien, aber mit leichter Hand geschrieben. Von mir alle Sterne - und ich lese die restlichen Teile auch noch!!

Übrigens: denn genannten, von mir ebenfalls sehr geschätzten, Autorinnen möchte ich noch Nalini Singh hinzufügen (Die Gilde der Jäger u.a.)

Es wird wohl eine lange Nacht :-)

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Bild des Benutzers Jez

Schön das dir mein Name gefällt, dass du eine geschichte damit schreibst. Die Geschichte ist dir wirklich gut gelungen.
Jez

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Bild des Benutzers Stanley Ipkiss

Was macht man gegen Langeweile und schlechte Laune? Man schnappt sich eine seiner Lieblingsgeschichten und schmökert dagegen an.

Genau das habe ich gerade wieder einmal getan und zwar mit meiner absoluten Lieblingsgeschichte hier. Und damit auch andere in den Genuss dieses Sahnestücks der Literatur kommen, möchte ich es mit diesem Kommentar mal wieder ins Bewusstsein der Leser holen bzw. es neuen Lesern ans Herz legen.

Bei unserer Vertriebenen möchte ich mich nochmals für ihr Werk bedanken, es berührt mich noch immer, auch gut zwei Jahre nachdem ich den 8. Teil zum ersten Mal gelesen habe. Für dieses Gefühl danke ich dir sehr! *den Hut zieht und sich verbeugt*

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Bild des Benutzers Wuffff

Wow! Was hab ich denn hier für eine Perle von Geschichte entdeckt?!
Manchmal, ist es gar nicht mal so schlecht, auf Empfehlungen zu hören und nicht immer nur zu gucken, was auf der Seite mit den neuen Geschichten gezeigt wird...

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