239 Jahre später - II

 

Er starrte sie an. Wie hatte er sie nicht erkennen können? Hatte sie gewusst, wer er war? Hatte sie deshalb die Maske nicht abnehmen wollen? Er verwarf den Gedanken. Wenn sie es wirklich gewusst hätte, dann hätte sie am Ende nicht doch zugestimmt sich zu demaskieren. Sie sah genauso überrascht aus, wie er sich fühlte. Dann setzte sie eine Maske auf, die mehr verbarg als das rauchige Glas. Ihre Gesichtszüge glätteten sich, wurden eine Maske der Gleichgültigkeit.

Erst jetzt bemerkte er, dass alle Augen auf ihnen ruhten. Wieso hatte er auch ihre Maske fallen lassen?

Sie griff nach seinem linken Arm und strich den Ärmel nach oben. Er konnte sich indessen nicht von ihren Augen losreißen. Das letzte Mal als er sie gesehen hatte, waren sie dunkelgrün gewesen. Jetzt war die Iris tiefschwarz. Er fühlte wie ihre Finger über den Armreif strichen, den er unter dem Stoff versteckt hatte. Er konnte sich noch zu gut daran erinnern, wie sie ihm den Armreif umgelegt hatte, auch wenn inzwischen zweihundert Jahre vergangen sein mussten. Nachdem sie überprüft hatte, ob das Schmuckstück sich bewegen ließ – natürlich nicht, wie auch? – ließ sie seinen Arm wieder los. Er suchte nach etwas in diesen dunklen Augen. Einen Funken Zufriedenheit, Genugtuung, irgendetwas. Aber er fand nur Kälte. Sie schüttelte die restlichen Glasscherben aus ihren Röcken, dann drehte sie sich langsam einmal im Kreis. Abgesehen vom leisen Klirren, wenn ihre Röcke die Glasscherben streiften, war es still. Einige der Adligen zuckten unter ihrem Blick zusammen und senkten die Köpfe. Wenigstens war er nicht der Einzige, der vor dieser Kälte zurückschreckte. Als sie wieder in seine Richtung blickte, war er sich nicht sicher, was er tun sollte. Er wollte mit ihr sprechen, er wollte ihr erklären, dass er nicht gewusst hatte, wer sie war. Er wollte sich entschuldigen. Gleichzeitig wusste er, dass er das nicht tun konnte, solange andere zuhörten. Mit jedem Wort riskierte er, dass er zu viel verriet. Er ging langsam auf die Knie und hielt ihren Blick. Würde sie das als Zeichen sehen, dass er ihr nicht schaden würde? Dass er sich ihr hier beugte? Er verharrte einen Moment, bevor er nach seiner Maske griff und wieder aufstand. Nicht dass die Adligen hier dachten, dass er vor irgendjemandem knien würde. Er spürte ihren Blick schwer auf sich lasten. Dann drehte sie sich abrupt weg. Die Adligen wichen vor ihr zurück. Nach ein paar Schritten drehte sie sich zu ihm um.
„Worauf wartet Ihr?“

Die scharfen Worte ließen ihn aus seinen Gedanken schrecken. Niemand wagte es, ihn in der Öffentlichkeit so anzufahren. Aber kaum einer hier kannte ihn und er konnte es sich erlauben, ihr zu gehorchen – und sei es nur, um ihre Autorität nicht zu untergraben. Er beeilte sich ihr zu folgen. Ein paar Schritte später stellte sich ihr jemand in den Weg.
„Magierin Salanna. Bezüglich der Kampagne ...“

„Eure Idee ist Schwachsinn, Lord Baeron. Wenn Ihr Euch näher mit Taktik auseinandergesetzt habt, könnt Ihr mich um eine Audienz bitten.“

Er nutzte die Gelegenheit, um zu ihr aufzuschließen, während sie versuchte um den Adligen – Baeron – herumzugehen. Als der Lord ihren Arm festhielt, spannte er sich an. Was nahm sich dieser Kerl heraus?
„Was glaubt Ihr, wer Ihr seid? Als Frau solltet Ihr Euch aus der Politik heraus halten und sie Männern über …“

„Finger. Weg.“ Kälte klirrte in ihrer Stimme.

„Lasst die Lady los.“ Er spürte, wie seine eigene Stimme vor Wut zitterte. Was glaubte der Lord eigentlich, wer er war? Ein Sterblicher, dem nicht bewusst war, wie wenig sein Leben wert war.

Ihr Kopf schnellte herum. „Mischt Euch nicht in meine Angelegenheiten ein.“, blaffte sie ihn an. Dann wandte sie sich wieder an Baeron. „Drei.“
Der Trottel wollte wohl nicht vor aller Augen klein beigeben.

„Zwei. … Eins.“

Für einen kurzen Moment geschah nichts. Ein triumphierendes Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Lords aus. Dann wurde er von den Füßen gerissen. Er flog ein paar Meter nach oben, bevor er in der Luft hängen blieb. Seine Hände krallten sich an seinem Hals fest, als würde er versuchen, gegen etwas Unsichtbares anzukämpfen, das ihn würgte.

Salanna war inzwischen weitergegangen uns schnipste einen Diener zu sich. Er hörte, wie hinter ihnen etwas auf den Boden aufschlug, dann folgte ein Schrei. Ein kurzer Blick über die Schulter zeigte ihm Baeron, der sich vor Schmerzen am Boden krümmte. So rücksichtslos kannte er sie nicht. Er konnte sich ein stolzes Lächeln nicht verkneifen. Das war die Magierin, die vor nichts zurückschreckte, die sich in einer Welt durchsetzen konnte, in der Frauen nichts zu sagen hatten.
Kurz darauf öffnete der Diener ihnen die Tür zu einem Sitzzimmer.
„Bring uns etwas zu essen.“

Der Diener eilte davon und sie schloss die Tür. Dann wanderte ihr Blick wieder zu ihm. War das Missbilligung, die er in ihren Zügen las?

„Setzt Euch.“

Ihre Stimme hörte sich wieder so an wie früher. Nach einem kurzen Moment bemerkte er, dass sie die letzten Worte auf Garish gesprochen hatte – ihrer beider Muttersprache. Das würde auch erklären, warum er ihre Stimme zuvor nicht erkannt hatte.

„Ich wusste nicht, dass Ihr es seid.“, fing er an.

„Natürlich nicht. Es würde wenig Sinn machen, mich auf Eure Burg einzuladen.“

Sie ließ sich auf das Sofa ihm gegenüber fallen. Ihre Röcke nahmen dabei fast die gesamte Fläche ein. Was dachte sie, was er vorgehabt hatte? Sie auf die Burg einzuladen, um sie dort zu behalten? Für die Rituale? Sie sollte ihn gut genug kennen, um zu wissen, dass er einfache Mädchen bevorzugte. Die Adlige, die kochen konnte, musste ihm erst noch begegnen. Er hatte auf ein paar angenehme Tage gehofft, die er in Begleitung einer interessanten Frau verbringen konnte. Weiter hatte er nicht geplant.

Er musterte sie. Die Frau, die er entführt hatte. Die er geliebt hatte. Die ihn gebrochen hatte. Und jetzt? Was war sie für ihn? Was war er für sie?
„Ich …“

Ein Klopfen unterbrach ihn.

„Ja?“

Während die Diener Essen brachten, musterte er sie wieder. Sie sah genauso aus wie damals und gleichzeitig wirkte sie wie ein völlig anderer Mensch. Es war die Haltung, stellte er fest. Und der durchdringende, abwertende Blick, mit dem sie sich über alle anderen stellte. Wohin war das Mädchen verschwunden, das bei jeder falschen Bewegung von ihm zusammen gezuckt ist? Wohin die Frau, die ihn lächelnd aufzog, mit ihm flirtete und sich an ihn schmiegte? Wohin die Frau, die ihn hasserfüllt anstarrte und ihn ein Monster nannte? Er war nur froh, dass er unter all dem Eis einen Funken Leben in ihren Augen sah. Er wollte nie wieder erleben, wie sie ihn mit leeren Augen ansah. Was hatte er ihr nur angetan?

Er bemerkte, wie er immer mehr in sich selbst zusammengesackt war. Für die Diener musste es wohl so aussehen, als warte er auf eine Standpauke. Er hatte sich so lange in den höchsten Kreisen bewegt, dass er sich nicht mehr daran erinnern konnte, wann er das letzte Mal die unwichtigere Person in einem Raum gewesen war. Wohin war die Aura der Macht verschwunden, die er sonst so natürlich um sich zog? Sein Blick huschte zu ihr. Sie war alles, was er sein sollte. Ruhig, beherrscht, kontrolliert.

Sobald der Tisch gedeckt war, scheuchte sie die Diener mit einer schnellen Geste aus dem Raum. Dann wanderte ihr Blick zu ihm. Es kostete ihn alle Überwindung, nicht wegzusehen, während sie ihn musterte. Hatte sie sich so klein gefühlt, wenn er sie abschätzend ansah und überlegte, was er als nächstes tun sollte?
„Nehmt Euch.“ Sie deutete auf das Essen – eine Auswahl an kleinen Häppchen. Sie roch an der Flasche Wein, bevor sie zwei Kelche füllte und einen davon zu ihm schob. Während sie aßen, legte sich eine unangenehme Stille über den Raum.

„Wieso seid Ihr hier?“, fragte sie nach einer Weile.

Er lächelte. „Ich habe Euch mein Wort gegeben, dass wir etwas Zeit gemeinsam verbringen. Egal wer unter der Maske steckt.“

Die kalten Augen durchbohrten ihn, bis sein Lächeln starb. „Ich bin offiziell ein Gast von Lord Paran. Ich wollte mich während des Maskenballs etwas umsehen, die Lage sondieren und überlegen, ob es sich lohnt, beim König vorzusprechen.“

„Die Stelle ist besetzt.“

„Solltet Ihr jemals keine Lust mehr auf die Streiterei mit Baeron ...“ Schon während er es aussprach wusste er, dass es der falsche Ansatz war.

„Bitte vergebt mir.“

Sie winkte ab. Er sah in diese dunklen Augen, so bar jeder Gefühlsregung. Hatte er sie wirklich zu dem gemacht, was sie jetzt war? So kalt, so emotionslos.

„Ich habe mein Wort gebrochen. Damals, vor …“ Er wusste nicht wie viel Zeit genau vergangen war. Ihre Augen sagten ihm, dass sie wusste, was er meinte. „Ich hätte Euch nicht einsperren dürfen. Ich habe Euch damals um Vergebung gebeten. Ich tue es wieder. Es tut mir Leid. Bitte verzeiht mir.“

Die Worte holten alle Erinnerungen zurück. Ihr ausgemergeltes Gesicht, die leeren Augen, die durch ihn durch gestarrt hatten. Die einzelne Träne auf ihrem Gesicht, die nicht von ihr stammte. Was hatte er nur getan?

Er sah in die perfekte Maske, die sie ihn sehen ließ.

„Ihr bittet mich um Verzeihung.“

Ihre Stimme klang ungläubig. Er nickte langsam. Die Maske die sie trug bekam Risse. Sie stützte den Ellbogen auf den Tisch. Bevor er etwas in ihren Zügen lesen konnte, hatte sie ihre Hand an die Stirn gelegt. Sie musterte ihn eine Weile durch ihre Finger hindurch, aber die Schatten, die sie über ihre Augen warfen, waren zu tief um mehr zu erkennen.
„Wieso habt Ihr damals Euer Wort gebrochen?“
Es war kaum mehr als ein Flüstern. Sie wirkte so klein. Wieso hatte er das Bedürfnis einen Arm um sie zu legen? Er wollte sie schützen. Er wollte sicher gehen, dass niemand sie verletzen konnte, dass niemand ihr etwas antat, das sie dazu brachte in dieser leisen Stimme nach dem ‚warum‘ zu fragen. Dass er dafür verantwortlich war, machte es nur noch schlimmer. Wenn er schon nichts anderes tun konnte, schuldete er ihr wenigstens die Wahrheit.
„Ich war selbstsüchtig.“ Sie zeigte keine Reaktion. „Ich habe Euch geliebt. Ich wollte nicht riskieren, dass Ihr geht und dass ich Euch nicht mehr finde. Ich hatte gehofft, dass Ihr mir nach ein paar Wochen verzeiht, und dass Ihr mich auch lieben könnt.“
Ihre Finger zitterten.
„Ich war so dumm. Ich habe mich an der Hoffnung festgekrallt, ich habe gehofft, dass es besser wird. Nur noch ein Tag, bis Ihr mich … Ich wollte Euch gehen lassen. Eine letzte Nacht … Ich war so egoistisch, so triebgesteuert, so … “ Er brach ab, als er bemerkte, dass er immer schneller sprach. Er hatte gesagt, was er sagen musste. Wenn er weiter plapperte, würde er sich nur wiederholen. Jetzt musste er nur hoffen, dass sie ihn nicht zu sehr verurteilte.

---

 

Sie sah den Schmerz in seinem Gesicht. Das Bedauern. Was war nur aus ihm geworden? Er hätte sie gehen lassen. Nur ein weiterer Tag und er hätte sie gehen lassen. Die Offenbarung traf sie härter als sie erwartet hätte. Sie hätte nur einen Tag warten müssen, nur ein paar Stunden, dann hätte sie ihn nicht fesseln müssen. Ihn nicht foltern müssen. Ihr Blick strich über seinen Ärmel, der den Armreif wieder verbarg. Aber dann hätte er ihr niemals den Schwur geleistet.

Ihr Blick blieb an seinen Augen hängen. Bevor sie ihn damals verlassen hatte, hatte sie etwas darin zerbrechen sehen. Er schien sich nicht vollständig erholt zu haben. Was hatte sie nur aus dem Mann gemacht, den sie gefürchtet hatte? Der ihr alles beigebracht hatte? Der immer da gewesen war?

Sie nahm die Hand vom Gesicht und sah ihm in die Augen.
„Ich vergebe Euch.“ Ihre Stimme zitterte. Verdammt, wieso hatte sie so wenig Kontrolle über sich? Wieder nickte er langsam. Erleichterung spiegelte sich in seinen Augen.

„Ich habe Euch gefoltert.“

„Alyss ...“

„… hat Befehle befolgt. Ich habe Euch gebrochen.“

Alyss war vor mehr als einem Jahrhundert gestorben. Auch wenn es einfach wäre, die Schuld der Toten zuzuschieben, wäre es verlogen. Sie schuldete ihm die Wahrheit.

Er nickte.

Was sollte das? Wieso wurde er nicht wütend? Sie hatte gesehen, wie etwas in seinen Augen zerbrach und nur grimmige Befriedigung gespürt. Er musste sie hassen.

„Ich hatte keine andere Wahl.“

Wieso sah er sie immer noch so verständnisvoll aus? Er musste wütend werden. Oder hatte sie ihn zu sehr zerstört? Hatte sich sein Geist immer noch nicht erholt?

„Was hättet Ihr an meiner Stelle getan?“

„Damals? Wahrscheinlich nichts anderes.“ Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen. „Jetzt? Hätte ich Lantana statt Thandestel in den Wein gemischt.“

Sie starrte ihn an. Verdammt. Er wusste es! Dass er in aller Seelenruhe noch einen Schluck trank, machte es nicht besser.

---

 

Moment. Was hatte er gerade gesagt? Er trank noch einen Schluck Wein und suchte nach der nussigen Note, die Thandestel verriet. Sie hatte ihm tatsächlich ein Wahrheitsserum in den Wein gemischt. Diese Hexe! Und er hatte es nicht bemerkt, bis er gesprochen hatte ohne nachzudenken. Hoffentlich glaubte sie, dass er es die ganze Zeit über gewusst hatte. Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Sie wusste, dass er die Wahrheit gesagt hatte. Sie hatte ihm die Chance gegeben, sich ehrlich zu entschuldigen, und hatte ihm vergeben.
Aber warum zur Hölle hatte er Lantana erwähnt?

---

 

Er lächelte. Er hatte gewusst, was im Wein war, und trotzdem getrunken. Ihr die Wahrheit gesagt. War er verrückt? Oder wollte er wirklich reinen Tisch machen?
Sie hatte das Gefühl, dass sie die Kontrolle über das Gespräch verloren hatte. Lantana. Das subtile Aphrodisiakum, das man unmöglich herausschmecken konnte. Was, wenn er etwas davon in ihren Kelch gemischt hatte? Sah er sie deshalb so herausfordernd an? Wirkte er deshalb plötzlich so sicher? Sie stand auf. Sie musste nachdenken. Und sie wollte dabei nicht in sein Gesicht sehen. Während sie durch das Zimmer tigerte, rasten ihre Gedanken durch die Erinnerungen. Wie er beim Tanz sanft ihren Nacken berührt hatte. Wie ihre Phantasie durchgegangen war, als er im Garten den Handkuss angedeutet hatte. Er hatte ihre Haut berührt. Hatte sie ihn deshalb so anziehend gefunden? Waren es wirklich nur Kräuter gewesen, die das ausgelöst hatten?

---

 

Er konnte den Blick nicht von ihr abwenden. Mehr und mehr zerfiel die Maskerade, die sie trug. Ihre Schritte waren etwas zu energisch. Als er einen Blick in ihr Gesicht erhaschte, sah er, dass ihre Wangen gerötet waren. Es ließ sie viel jünger wirken, als sie war. Er drehte einen seiner Ringe, bis er den magischen Kreis darauf berühren konnte. Wenn sie entschied, dass die Wahrheit nicht genügte, würde er verschwinden müssen. Schnell. Sie blieb abrupt stehen.
„Ihr habt mir Wein in den Garten gebracht. Mit Lantana?“

Verdammtes Thandestel. Sie würde ihn hassen.
„Eine Messerspitze auf den Kelch.“

Sie nickte langsam. Dann winkte sie ihn zu sich. Er sollte gehen. Jetzt. Stattdessen stand er auf und ging auf sie zu. War sie schon immer so klein gewesen? Als sie zu ihm aufsah, bemerkte er seinen Fehler. Es war bedeutungslos, dass er einen Kopf größer war. Ihre Augen bohrten sich in Seine.

---

 

Sie versuchte etwas in seinen Augen zu lesen. Er wirkte angespannt. Er hatte ihr tatsächlich ein Aphrodisiakum in den Wein gemischt. Bevor er wusste, wer sie war. Sie hob die Hand und strich über seine Wange. Die Wirkung musste längst verflogen sein. Trotzdem fühlte sich seine Haut unter ihren Fingern so wundervoll weich an. Ihre Finger wanderten weiter in seinen Nacken. Sie hatte das Gefühl, dass er gleich fliehen würde, wenn sie ihn nicht daran hinderte.
Sie lächelte ihn an, dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen, um ihm einen Kuss auf die Wange zu hauchen.

Was zur Hölle tat sie da?

---

 

Er fühlte sich wie versteinert, als er ihre Lippen an seiner Wange spürte. Sie … hasste ihn nicht. Ihre Finger streichelten über ihren Nacken, dann zog sie seinen Kopf ein Stück zu sich. Ihre Lippen verschmolzen mit Seinen. Er schloss die Augen und genoss den langsamen Kuss.
Was geschah gerade?

 

---
---

Ich befürchte, dass sich der Anfang dieses Teils etwas zieht, aber es war alles so wichtig für die Geschichte, dass ich nichts kürzen konnte - und nach allem, was die beiden sich so angetan haben, wollte ich ihnen etwas Zeit geben.
Ich  bin mir noch nicht sicher, wie genau ich Teil 3 gestalten werde, es kann also sein, dass das wieder etwas dauert.

Achja ... inzwischen dürfte recht klar sein, wer die beiden sind. Wer das nicht weiß, darf sich gerne mal die Vorgeschichten ansehen: https://www.bdsm-bibliothek.com/daemon-1

Bewertung gesamt: 
5.434284
Average: 5.4 (7 votes)
5
4.666665
5
4

Kommentare

Bild des Benutzers Evelin

... hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. ^_^ Ich finde es schön das du dir Zeit lässt und da ansetzte wo du das letzte mal aufgehört hast.

Ein wenig schade finde ich es, das Dameon so unsicher wirkt und das am Anfang so deutlich zeigt. Ja er war überrascht. Aber nach seiner bisherigen Beschreibung hätte er sich nicht so sehr von seinen Gefühlen treiben lassen dürfen. Sehr schön beschrieben finde ich es, wie er sich dann aber fängt und zu seiner alten Selbstsicherheit zurück findet. (Als er mit einem lächeln versucht ihr zu vermitteln das er "von Anfang an wusste was im Wein ist", z.b)

Dameon zeichnet sich für mich durch Selbstsicherheit, Arroganz und das beherrschen von Macht aus.

Weißt du, es gibt für mich zwei Arten von Macht in einem BDSM Verhältnis. Das eine ist die Körperliche Überlegenheit. Diese wird in den meisten Geschichten hier als tragendes Element angesehen.

Die zweite Form ist für mich persönlich aber die größere. Die Mentale Überlegenheit. Diese kann durch Magie erlangt werden, oder aber einfach dadurch, das einer der beiden mental Stärker ist, den anderen Verunsichert und ihm bei sich, solange der „schwächere Part“ sich seinem Willen fügt, Sicherheit in der Unsicherheit bietet.

Ich liebe deine Geschichten, weil sie genau in dieses Muster spielen. Interessant ist es, das sich dieses Macht Verhältnis inzwischen gedreht hat. (Sieht man an seinen Fluchtgedanken und das sie ihn beruhigt) Wobei ich persönlich das sehr schade finde. Klar – sie hat Dameon damals „gebrochen“. Allerdings ist inzwischen so viel Zeit vergangen, so das ich mich gefreut hätte, wenn er dies inzwischen überwunden und gestärkt daraus heraus gegangen wäre. Dies ist aber mein ganz persönlicher Geschmack und ändert nichts an der hohen Qualität der Geschichte. ^_^

Ich freue mich auf jede (!!!) weitere Geschichte von dir!

P.S. Da ich mich unter anderem wegen dir hier angemeldet habe, kann es sein, das ich mich dazu hinreißen lasse, auch andere Geschichten von dir noch zu kommentieren. Es sei den es stört dich?

 

 

 

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu

Und wenn sie tanzt ist sie woanders, für den Moment, dort wo sie will.
Und wenn sie tanzt, ist sie wer anders.
Lässt alles los, nur für das Gefühl...
(Wenn sie tanzt - Max Giesinger)

Bild des Benutzers Realitätsfremd

ob es Sinn macht, ihn von Anfang an wieder der Alte sein zu lassen. Aber so ein bisschen Charakterentwicklung hat er sich auch verdient, und er ist in einer völlig ungewohnten Situation (eine Frau, die Macht hat. Mehr als er! Und dann auch noch _diese_ Frau!)
Wie sich das Machtverhältnis weiter entwickelt ... mal sehen. Ich glaube aber, dass dir ein paar meiner Ansätze für den nächsten Teil gefallen könnten ;)

Was den Unterschied zwischen körperlicher und geistiger Überlegenheit angeht, stimme ich dir völlig zu. Es ist irgendwie langweilig, wenn man sich einfach nur durch Körperkraft durchsetzt (wobei ich Magie eigentlich auch da reinzählen würde, schließlich bekommt man dabei auch nicht zwingen den 'Respekt', den man braucht, um geistige Überlegenheit auszuüben).

Du darfst übrigens so viel kommentieren, wie du willst. Oder Nachrichten schreiben, oder mich im Chat anschreiben. Ich freu mich über jede Rückmeldung, und wenn ich gerade keine Zeit habe, antworte ich einfach erst später ;)

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Evelin

... wie es weiter geht! ^_^

Klar hast du Recht das er auch Charkterentwicklung verdient hat. Aber noch bin ich mir unsicher ob ich es gut finde wenn er vor ihr "Angst" bekommt oder unsicher ist. :D Aber noch ist ja nichts entschieden wie du ja geschrieben hast. Noch ist es eine ungewohnte Situation für ihn, mit der er erst einmal umgehen lernen muss.

Was die Magie angeht, so kann ich dir nur teilweise zustimmen. Wenn Magie benutzt wird um Gewalt auszuüben, ist sie sicherlich in die erste Kategorie einzuordnen. Wenn Magie aber dafür genutzt wird den Geist und die Empfindungen zu beinflussen, dann würde ich sie doch zu der zweiten zählen. ^_^

Ansonsten bekommst du eine PN von mir wenn ich mehr Zeit habe! <3

Lieben gruß!

 

P.S. Was bin ich froh das die Geschichte um Sanna und Dameon noch nicht zuende ist!! :D

nach oben
1 Leser stimmt/stimmen zu.

Und wenn sie tanzt ist sie woanders, für den Moment, dort wo sie will.
Und wenn sie tanzt, ist sie wer anders.
Lässt alles los, nur für das Gefühl...
(Wenn sie tanzt - Max Giesinger)

Bild des Benutzers Realitätsfremd

um Geist und Empfindungen zu beeinflussen? Hui, da machen wir einen großen Schritt in Richtung 'echt böse Sachen, die man eigentlich nicht tun sollte, weil es nicht nett ist, Menschen so zu manipulieren'. Oder in anderen Worten ausgedrückt: Interessant, mal schauen, ob ich daraus vielleicht auch mal etwas bastle ;)
Er ist Magier. Er würde auch zugeben, dass er Schwarzmagier ist. Aber er nutzt die Magie eher selten um Macht auszuüben (und wenn, dann eher als physisch spürbare Kraft). Wo genau ich die Rituale einordnen würde, die für sein langes Leben sorgen ... wahrscheinlich irgendwo im Energietransfer. Und der magische Schwur ... es ist keine direkte Manipulation, würde ich behaupten. Ich muss gestehen, dass ich mir zwar einige Gedanken zum Magiesystem gemacht habe, aber ich habe nicht die gesamte Magietheorie ausgearbeitet.
Und er benutzt meistens 'nur' Drogen und Psychologie um Macht auszuüben ... wobei auch das in den neueren Geschichten eher weniger vorkommt. 
Ich schreibe auf jeden Fall fleißig weiter, und hoffe, dass ich irgendwann nächste Woche dann soweit bin, dass der nächste Teil kommt (mal schauen, wie sehr mein computerloses Wochenende mir den Plan versaut ;))

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Black cat

Ich bin sehr froh, dass sich Deine Charaktere entwickeln, das ist besonders schön an dieser Geschichte. Mal ist er überlegen, dann sie - das steigert die erotische Spannung. Gerne mehr davon! 

Viele Grüsse

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers mmmgeschichten

Diese Spannung, wie diese Beiden (mit so einer langen Beziehung und so einer intensiven Hass-Liebe) einen modus vivendi finden, oder auch nicht.

Ich finde es fantastisch, dass du den beiden Zeit lässt und dir selbst Zeit nimmst, um deren Gedanken umfassend zu beschreiben.

natürlich 6 Sterne

 

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers dani1980

aber bis hier hin hab ich nu alles von den beiden gelesen! daemon ja sogar mehrmals....!

Ich weiß aber schon gar nicht, was ich noch schreiben könnte! jedes lob hast du ja schon bekommen! ich kann dir nur folgendes bild vermittel:
hier kniet ne subbi vor ihrem PC und bettelt nach fortsetzung!!!! bitttttteeeeeeeeeee

 

lg dani

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Realitätsfremd

noch an euch, Black Cat, Triple mBB und Dani. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich erfahre, dass meine Geschichten gut aufgenommen werden. 
Bei den beiden muss ich immer ein etwas langsameres Tempo anschlagen (sowohl beim Schreiben als auch bei der Handlung an sich), sonst funktioniert es irgendwie nicht ganz - aber es wird weitergehen. 
Liebe Grüße!

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Cassilda

vielleicht mussten wirklich diese vielen Jahre vergehen, bis die beiden sich so gegenüber tehen können. Die Wahrheitsdrog gibt ihr die Sicherheit, dass er deine Reue wirklich ernst meint. Und es hätte sicher keines Aphrodiasikum bedurft, das sie sich im öffnet. Geliebt haben sie sich ja eigentlich schon immer.
Nun lass sie mal eine Nacht erleben, die alles vorherige in den Schatten stellt ;-)

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Cassilda

ich sollte um diese Uhrzeit keine Kommentare schreiben, schon gar nicht am Handy. Zuviele Tippfehler - sorry.

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Realitätsfremd

Ich werds versuchen ;)

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers Marite

Wie du weißt, bin ich bekennender Smartphone-Leser. 

Ich kann in der Übersicht von Name der Geschichte bis zum ersten Buchstaben des Autoren lesen (nicht den gesamten Autorennamen) und dachte durch den Titel, dass es SciFi wäre, was ich im Allgemeinen nicht leiden kann. Als ich mit Einigem an Verspätung das „R-„ des Namens wahrnahm und Hoffnung schöpfte, wurde ich nicht enttäuscht. Nur, dass ich Esel dann mit dem zweiten Teil angefangen habe, ist etwas blöde- selber schuld ;-)

 

Ich freue mich sehr, dass die beiden sich wieder begegnen und dass sie zwar sich selber treu geblieben sind, aber dennoch eine Entwicklung durchgemacht haben - insbesondere Sanna. Was mich wundert: ist die Gesellschaft gleich geblieben? Ich hoffe, dass die beiden niemals in der Jetztzeit ankommen, aber so der ein und andere Hinweis auf eine Veränderung wäre lustig. 

Ich habe lange darüber nachgedacht, dass ich Charaktere gern verstehe (und Nariyen ist da eine Herausforderung!). Andererseits: wie entwickelt sich ein Mensch in mehr als 500 Jahren, insbesondere wenn er nur auf Kosten anderer so lang leben kann (und das ohne nennenswert schlechtes Gewissen in Kauf nimmt). Die Entwicklung vom Anfang bis jetzt kann ich allerdings deutlich besser nachvollziehen, als die bis zu Daemon I. Ich finde es nachvollziehbar, dass er sich unwohl fühlt, gar ängstlich ist, denn er weiß, dass sie ihn hat brechen können und sah nun, dass sie ähnlich rücksichtslos ist wie er. Und es geht um etwas, denn er möchte ja nicht nur sein Leben sondern am besten auch sie behalten. 

Um Sannas Augenfarbe ist es fast schade, obwohl ich schwarz eigentlich viel cooler finde xD

Und zu deinem Schreibstil: den fand ich schon immer gut, aber tatsächlich wird er noch besser. Die Beschreibung der Anwesenden auf dem Ball, vom Jüngling bis zum selbstverliebten Adligen, von den Tänzen und ihrem Essen, es lebt vor meinem inneren Auge. 

 

Am liebsten würde ich die beiden ohne alle Kreise mit einem Mediator zusammenstecken, damit sie sich mal einigen, aber das könnte schwierig werden...

Nur einen Kritikpunkt: 3-5 Teile? Nur?

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu

Seiten