Chitin - Teil 5

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Fünfzehn

Die Biologin war funktionsunfähig. Gleichzeitig wusste sie, dass ein Mensch ihren Zustand mit ›Nervenzusammenbruch‹ bezeichnet hätte. Ein Mensch! Nie hätte das Volk es für möglich gehalten, dass eine solche Lebensform existieren könnte! Jedes der Ungeheuer war autonom. Eine Art Volk für sich selbst. Der fliegende Bau war ein Transportmittel. Irgendwo, an einem Ort, dessen Position sich vorzustellen das Bewusstsein des Volkes verweigerte, gab es unzählbar viele derartiger Ungeheuer.

Die Biologin war es, auf die all diese Eindrücke auf einmal einstürmten. Als das Ungeheuer, nein: die ›Frau‹, ihre Antennen berührt hatte, war sie augenblicklich Teil der Kollektivprojektion des Volkes geworden. Allerdings nur über die Biologin als Medium. Nur das, was die Biologin mit Symbolen bezeichnen, also im weitesten Sinn des Wortes verstehen konnte, erreichte auch den Rest des Kollektivintellekts. Völlig fremdartige Konzepte konnte die Biologin nicht in verständliche Begriffe umsetzen. Sie konnte es aber auch nicht ignorieren, denn es war da. Zum ersten Mal, seit das Volk existierte, musste ein Glied allein mit einem Problem fertig werden. Zum ersten Mal stürmten Sinneseindrücke auf ein Glied ein, für das es schlicht kein Organ hatte - Erinnerungen an Geräusche, Stimmen, Tastempfindungen auf einer weichen(!) Oberfläche.

Während die Biologin sich erst in unkontrollierten Zuckungen wand, um wenige Augenblicke später bewegungsunfähig liegen zu bleiben, beschloss das Kollektiv, die Monster in den Bau zu holen. Umgehend wurden Arbeiterinnen abkommandiert, einen Raum bereitzustellen. Die Soldatinnen drängten die Ungeheuer dorthin. Niemand würde die Gefangenen befreien können!

Das Volk hatte keine technische Zivilisation. Erst jetzt erkannte es überhaupt, dass es unterschiedliche Existenzformen gab. Die Menschen hatten nur zwei Kasten, die sie ›Männer‹ und ›Frauen‹, oder ›Kajiras‹ und ›Herren‹ nannten. Es war nicht klar, warum hier verschiedene Symbole eingesetzt wurden. Überhaupt war unbegreifliche Redundanz offenbar ein Merkmal dieser Wesen. Für den Vorgang, dem das Volk das Symbol ›Konjunktion‹ gegeben hatte, kannten die Menschen mehr Begriffe, als der Verstand erfassen konnte. Offenbar diente er in seiner ursprünglichen Form der Fortpflanzung, wurde aber auch unabhängig davon begangen. Manchmal diente er auch der Unterwerfung oder dem Abbau von Aggression. Manchmal ging es auch nur um eine symbolische Verbindung zweier Menschen.

Die Heimat dieser Wesen musste von Überfluss geprägt sein, dass sie sich derartige Verschwendungen ihrer Zeit, Kraft und Intelligenz leisten konnten, um ihre Gene auszutauschen, ohne dass sie je sicher sein konnten, ob der Austausch überhaupt stattfand. Bei alledem besaßen die Menschen nur geringe körperliche Widerstandskraft, glichen diese Schwäche aber durch Kunstbauten aus. Ihr Gedächtnis war, verglichen mit dem des Volkes, geradezu jämmerlich schlecht. Das Volk konnte jederzeit auf das gesamte Wissen des Baus seit seiner Entstehung zurückgreifen, während ein Mensch nicht einmal seine ganze Lebensspanne völlig überblicken konnte. Stattdessen hatten die Menschen Aufzeichnungen. Eine Methode, Wissen auch ohne Kollektivprojektion zu teilen und sogar weiterzugeben. Und sie kooperierten. Obwohl sie nicht, wie die Glieder des Volkes, Teile eines einzelnen Organismus waren, und obwohl sie um dieselben Ressourcen konkurrierten, leisteten sie sich den Luxus von Kooperation. Unbegreiflich.

Es war ausgeschlossen, dass die Biologin diese Widersprüche auflösen konnte. Ihre Sensorik und ihr Intellekt waren für eine solche Aufgabe nicht geeignet. Sie musste schwerste Schäden davontragen. Soldatinnen machen sich also auf, um die Biologin zu zerstören und als Nahrung für die Brut zu zerkleinern. So wurde es immer gehalten, wenn ein Glied nicht mehr funktionsfähig war.

Sechzehn

Lange lag Leena nur bewegungslos in der Fähre, die sicher im Dock der ›Santa Maria‹ ruhte. Alles war sinnlos geworden. Sie wollte nur noch die Außenschleuse öffnen und Ivan folgen. Doch es fehlte ihr die Kraft, um aufzustehen und auf den Knopf zu drücken. Ein Alarmton marterte ihr Gehirn. Der Bordcomputer des Shuttle registrierte, dass sie bewegungslos auf dem Boden lag, und rief um Hilfe. Ein sinnloser, an den Nerven zerrender Alarmton, der niemanden erreichen konnte. Diese Situation war von den Programmierern nicht vorhergesehen worden, dachte Leena mit einem bitteren, stummen Lachen, das in einen Weinkrampf überging. Es fehlte ein Euthanasiemodul, das sie von ihrem Elend erlösen könnte. Sie hatte Hunger und Durst. Sie wollte tot sein, aber ihr Körper wollte leben. Sie hatte nicht den Mut und nicht die Kraft, zu sterben. Sie konnte nicht tot sein, ohne vorher zu sterben.

Aber sie wollte tot sein. Sie musste sterben.

Mühsam schleppte sie sich zur Schleuse und zog sich an der Wand hoch. Dann realisierte sie, dass der Schleusenmechanismus sie nicht ins All schleudern würde, sondern nur den Weg in die ›Santa Maria‹ freigab - die Fähre war ja angedockt. Mit einem erneuten bitteren Lachen drückte sie auf den Knopf und ging ins Schiff. Der Alarm verstummte endlich.
Die vertraute Umgebung brachte ihr ein wenig Ruhe zurück. Sie musste erst einmal nachdenken.

»Synth: Porridge und einen Whisky«, befahl sie dem Schiff. ›Porridge‹ war die euphemistische Bezeichnung, die sie der Pampe gegeben hatten, die der Synth aus dem rezyklierten Bio-Abfall, vermischt mit den Algen aus den hydroponischen Tanks herstellen konnte. Nährstoffreich und gesund, zweifellos. Es schmeckte auch gar nicht mal schlecht. Aber das unappetitliche Aussehen hatten die Ingenieure bis zum Startzeitpunkt nie weg bekommen. »Grüne Scheiße« war noch eine der netteren Bezeichnungen dafür gewesen. Die Besatzung hatte sich abgemüht, durch Veränderung der Parameter und viel Handarbeit, sowie einigen Zutaten aus den nicht-rezyklierten Vorräten etwas Appetitliches daraus zu machen. Manchmal war es auch gelungen. Die Kajiras allerdings, bekamen nur Porridge, den das konnte der Synth in jeder gewünschten Menge und mit exakt angepasstem Kaloriengehalt herstellen. Irgendwann hatten sie sich an den Geschmack gewöhnt. Wer sich weigerte, wurde mit der Magensonde zwangsernährt und anschließend mit Knebel und Fesselung am Erbrechen gehindert. Es gab nicht viele, die sich weigerten.

Leena brachte dem Porridge keine besonderen Gefühle entgegen. Es war ein Mittel, um zu Kraft zu kommen, das war alles. Der Whisky dagegen war recht gut. Whisky ist chemisch relativ einfach. Einfacher, als etwa ein guter Wein. Am Anfang der Reise hatte es öfters Orgien gegeben, bei denen die Qualitäten des Whiskys getestet worden waren. Seit der Umstellung allerdings hatten die Frauen allenfalls noch bei ihren Herren nippen dürfen.
»Alkoholische Getränke sind Kajiras nicht erlaubt«, meldete sich jetzt auch prompt der Synth, »Alternative, bitte?«

»Dann eben Wasser«, seufzte Leena. Sie hatte im Moment nicht die Kraft, sich mit dem Schiffscomputer anzulegen. Irgendwann würde er in ein elektronisches Dilemma geraten, wenn ihm aufging, dass sie zwar eine rechtlose Kajira, aber gleichzeitig auch das letzte und damit ranghöchste Mitglied der Besatzung war und somit Administrator-Zugriff erhalten musste. Möglicherweise würden ihm dann ein paar seiner arroganten Schaltkreise durchbrennen, hoffte sie.

Das Essen und Trinken belebte Leena. Sie war immer noch deprimiert und hoffnungslos, aber ihr Kampfgeist begann, sich zu regen. Die Teilnehmer der Expedition waren ja nicht zuletzt auch nach mentaler Stabilität und Überlebenswille ausgesucht worden. Sie war der letzte Mensch hier, und vielleicht der letzte Mensch überhaupt. Es war durchaus nicht sicher, ob auf der Erde noch jemand lebte.

Mürrisch betrachtete sie ihr verzerrtes Bild in der glänzenden Wand des Synth. Das Hundehalsband! Sie sprang auf und eilte in den Mehrzweckraum. Das Werkzeugboard war natürlich verschlossen. Sie griff einen Stuhl und schlug wütend auf die Schranktür ein. Es war kein Sicherheitsschrank. Er war nur verschlossen, damit die Kajiras nichts herausnehmen konnten, was man als Waffe missbrauchen könnte. Aber einer Serie von  heftigen Hieben mit einem metallenen Stuhl konnte die Tür nicht standhalten. Darin fand Leena, was sie suchte. Entschlossen setzte sie die Nanotrennzange an und entfernte die Kette, die sie seit so vielen Wochen als Sklavin gekennzeichnet hatte. Als Nächstes griff sie an ihre linke Brust. In der Warze steckte ein Ring aus einer Titan-Silber-Legierung. Sie erinnerte sich, wie sie ihn bekommen hatte:

Alle Kajiras waren Besitz aller Männer, so hatte es der Kommandant bestimmt. Zumindest für den Rest der Reise sollte das gelten. Auf New Hope würde man sich dann erneut Gedanken dazu machen. Doch für jetzt waren alle damit einverstanden, dass sie einander gründlich kennenlernen konnten und ausreichend Abwechslung in den Kojen hatten. Doch weil niemand eine Kajira allein besaß, konnte auch niemand sie nach seinen Wünschen modifizieren. So hatte man die Inspektionen eingeführt. Jeden Abend, nach dem Essen, wurde eine der Frauen gründlich besprochen. Sie musste in Display gehen, und man diskutierte ihre körperlichen und charakterlichen Vor- und Nachteile sowie die Qualität ihrer sexuellen Dienste. Gab sie zu Klagen Anlass, folgte zunächst die öffentliche Bestrafung.

Danach debattierte man über Optimierungsmaßnahmen. Besonders in der ersten Zeit hatten die Vorschläge tief in die finsteren Fantasien der Männer blicken lassen. Operative Veränderungen der Brüste, des Mundes und der Schamlippen waren noch harmlos. Weiter ging es mit dem Wunsch, die Klitoris zu entfernen, über chirurgische Schwächung von Schließmuskeln, bis hin zu Eingriffen am Gehirn. Glücklicherweise hatte Roger schnell klar gemacht, dass keine größeren Veränderungen gemacht würden, solange die Kajiras noch Kollektiveigentum waren. Auch kamen keine Veränderungen in Frage, die die Fähigkeiten der Frauen als Besatzungsmitglieder schwächen würde. Denn die Expedition war ja auf sie und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten angewiesen. Schließlich sprach man vorwiegend über Kopf- und Schamhaarfrisuren, sowie das Körpergewicht. Leena, die mit ihrer Körpergröße und ihrem selbstbewussten Kurzhaarschnitt auf einige der Männer eher einschüchternd wirkte, musste ihr Kopfhaar wachsen lassen und das Schamhaar vollständig abrasieren, um mädchenhafter zu wirken. Außerdem befahl man ihr eine Gewichtsreduktion um zehn Kilogramm. Die ersten Wochen hatte sie fast gar nichts zu Essen bekommen. Und beim Sex wurde sie oft gequält. Vor allem den schwächeren der Männer bereitete es Freude, sie, die selbstsichere Schwedin zu erniedrigen. Ihre großen, festen Brüste weckten die Fantasien der Männer und wurden oft abgebunden und mit Klemmen und Nadeln traktiert. Und natürlich war es auch Leena gewesen, die den ersten Nippelring bekam.

»Zusätzliche Befestigungsmöglichkeit«, hatte Paul vorgeschlagen, als Roger bei Leenas Inspektion nach Vorschlägen fragte. »Wie meinst du das?«, fragte Rob. Paul trat nach vorne und packte Leena roh an den Nippeln. »Hier Ringe durch, dann kann man sie besser befestigen.«

Leena schwieg. Sie hatte zu schweigen. Paul war einer der schüchterneren Männer gewesen. Sie wusste nicht, ob sie überhaupt schon einmal mit ihm geschlafen hatte. Jetzt quetschte er ihre Brustwarzen so heftig, dass sie es kaum schaffte, ruhig stehenzubleiben. Am liebsten hätte sie ihn geschlagen. Tränen des Schmerzes, der Scham und der Wut traten in ihre Augen.

Natürlich waren die Männer begeistert von dem Vorschlag. Mit acht Stimmen, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wurden die Piercings beschlossen, allerdings zunächst nur auf einer Seite. Dann diskutierten die Männer, welches Material dafür am besten geeignet wäre, während Leena weiterhin in Display-Stellung verharren musste. Endlich schlug der Metallurge Robin vor, biegsame Nadeln aus Titan-Silber herzustellen, und diese nach dem Einsetzen als Ring zu verschweißen. Der Vorteil dieser Legierung war, dass sie hohe Festigkeit versprach, und dass sie vermutlich biologisch gut verträglich war. Und last, but not least, dass sie sich mit dem an Bord befindlichen Equipment herstellen ließ. Für das Silber konnte man Leenas existierenden Schmuck einschmelzen, und Titan hatten sie tonnenweise an Bord.

Das Armkettchen hatte Leena von ihrer Großmutter zum achtzehnten Geburtstag bekommen. Es war das Wertvollste, was sie besaß. Goldschmuck konnte sich das gewöhnliche Volk schon lange nicht mehr leisten, aber auch dieses Silberkettchen musste einen erheblichen Teil der Ersparnisse der alten Dame aufgefressen haben. Als Robin es in die Schmelze warf, konnte Leena ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.

Ricarda, die Ärztin, bekam den Auftrag, die frisch hergestellte Titannadel einzusetzen. Ohne viele Umstände packte sie Leenas linke Brustwarze, zog sie heraus und schob die Nadel quer durch. Es schmerzte weniger, als erwartet. Danach schweißte Robin die Enden zusammen. Alle bewunderten das silbrig glänzende Schmuckstück und alle wollten daran zupfen, aber Ricarda bat darum, die Wunde eine Woche heilen zu lassen. Weil noch Schmelze übrig war, beschloss die Besatzung ad hoc, auch Ricarda zu beringen. Roger ließ es sich nicht nehmen, es diesmal selber zu machen. Er war damit deutlich weniger geschickt, als Ricarda zuvor bei Leena. Aber niemand achtete auf die Tränen der Bordärztin.

Am Ende hatten fast alle Kajiras Ringe erhalten. Die meisten nur einen, einige aber auch in beiden Brustwarzen, Alena und Cindy zusätzlich auch an den Schamlippen und der Klitoris. Lynn hatte einen Ring durch die Zunge bekommen. Nur Gianna war unberingt geblieben, weil Lyell sein energisches Veto eingelegt hatte.

Und jetzt waren die Männer alle tot, und die meisten Frauen ebenso. Angewidert packte Leena ihren Ring, hielt die Trennzange daran und zerschnitt ihn. Als sie ihn herauszog, fügte der scharfe Trennrand ihr eine Verletzung an der Brustwarze zu, die leicht blutete. Mit verächtlichem Schnauben warf Leena die Reste der Halskette und des Brustrings in den Recycler.
Sie war keine Kajira mehr.

 

Siebzehn

Gianna war wie betäubt. Nardos übliches Geschimpfe und Gefluche hörte sie kaum. Zu viele Eindrücke waren auf sie eingestürmt. Sie musste nachdenken. Dieses Volk, dessen Gefangene sie waren, war so fremdartig. Obwohl, manches erinnerte sie an das, was sie von irdischen staatenbildenden Insekten zu wissen glaubte. Allerdings waren die nicht intelligent, Oder doch?

Alles, was sie erfahren hatte, hatte neue Fragen aufgeworfen. Sie musste unbedingt mehr erfahren. Doch ausgerechnet jetzt war diese etwas kleinere Ameise, die die ganze Zeit in der Nähe gewesen war, unauffindbar. Gianna und Nardo befanden sich in einer fensterlosen, igluförmigen Kammer von vielleicht zwei Metern Durchmesser. Sie wurde von dem spärlichen Tageslicht, das durch die Öffnung herein sickerte, kaum erhellt. Die Gefangenen konnten sich knapp hinlegen, und Nardo konnte nur gebückt stehen.

Dagegen hatte ihr vorheriges Gefängnis geradezu luxuriöse Ausmaße gehabt. Natürlich wusste Gianna, warum es hier so eng war: weil es genügte. Das Volk verschwendete nichts. Auch nicht den knappen Platz im Bau. Zudem waren kleine Räume einfacher warmzuhalten. Von menschlichem Bedürfnis nach Distanz und Freiraum wusste es nichts. Doch - eigentlich müsste es davon wissen, schließlich war Giannas Wissen Teil des Kollektivintellekts geworden. Doch es änderte sich nichts. Der Eingang wurde vom Kopf einer Soldatin versperrt, die bewegungslos verharrte und stoisch Nardos Fausthiebe und Fußtritte entgegennahm. Wenn es ihm einfallen sollte, sie anzupinkeln wäre das allerdings wohl sein Ende, wie sie wusste. Und sie wusste auch, warum. Die Formiciden fürchteten sich panisch vor Wasser. Sie konnten mit ihrem vergleichsweise schweren Exoskelett natürlich nicht schwimmen. Und ihre Atemöffnungen waren nicht verschließbar. Schon relativ wenig Wasser, wenn es an die falschen Stellen geriet, konnte ihr Ende bedeuten.

Dann drängte sich ein unerwartetes Gefühl in Giannas Bewusstsein:

Lust.

Unerklärliche Lust stieg in ihr auf. Sie war eine Gefangene in einer hoffnungslosen Situation und sie verspürte Lust. Ohne dass sie es bewusst wahrgenommen hätte, war ihre Hand zwischen die Beine gewandert und verstärkte dort die Erregung.

»Nardo …«, stöhnte sie, und als er sich umdrehte, sah sie, dass sein Penis voll erigiert war. Er hörte auf zu schimpfen und zu fluchen und fasste seinen Ständer mit verblüfftem Gesichtsausdruck an. Auch er war offensichtlich von seiner eigenen Reaktion überrascht. Gianna legte sich auf den Rücken, spreizte ihre Beine und begann sich mit dem Mittelfinger langsam zu ficken.

Mit einem Grunzen stürzte Nardo herbei, warf sich auf sie und drang sofort ein. Heftig und leidenschaftlich fickte er sie, biss ihr in den Hals und in die Brust, schob sie auf dem rauen Boden hin und her, hielt ihre Handgelenke grob fest, eroberte ihren Mund, der nichts anderes wollte, als erobert zu werden, rücksichtslos mit seiner Zunge und explodierte schließlich mit heftigen Zuckungen seines Beckens, die auch Giannas Orgasmus auslösten.

Halb bewusstlos hingen die beiden noch einige Zeit aufeinander, und bemerkten so nicht, dass die Wächterameise niedergesunken war und ebenfalls konvulsivisch zuckte.
Schließlich rollte Nardo von Gianna herunter, und diese richtete sich auf und sah, dass die Ameisen Wasser und Pseudokürbisse hereinschoben, bevor die Öffnung wieder vom Kopf eines Rieseninsekts versperrt wurde. So war jeder Fluchtversuch aussichtslos. Aber in dem Moment, in dem die Öffnung freigegeben wurde, um Nahrung zu bringen? Vielleicht könnte es dann gelingen?

Nachdenklich reichte sie Nardo eine Trinkschale und einen halbierten Kürbis. Als beide ihren Hunger und Durst gestillte hatten, reinigte Gianna sich und ihren Herrn. Beim Sauberlecken des Penis fühlte sie erneut Lust aufsteigen. Und noch während sie sich darüber wunderte, intensivierte sie ihre Bemühungen. Tatsächlich festigte sich Nardos Glied bald, während sein Träger regungslos auf dem Rücken lag und Gianna gewähren ließ. Die Sklavin benutzte ihren Herrn. Es war gar nicht nötig, sich zu stimulieren. Als Nardos Erektion zum Eindringen genügte, fühlte Gianna, dass auch sie bereit war, und setzte sich auf ihn. Mit einem fast animalischen Stöhnen nahm sie seinen Penis auf und begann einen Ritt, dessen Tempo allein sie bestimmte, denn ihr Herr war jetzt ihr willenloses Lustobjekt. Sie beugte sich weit nach vorn, bis er ihre verlockend über ihm baumelnden Brüste ergriff und küsste, entzog sich ihm dann wieder nach hinten, rotierte ihr Becken, glitt auf und nieder, nach vorn und nach hinten, hielt wieder inne, um den Mann zu küssen, ihre Zunge seinen Mund erforschen zu lassen, und verfiel wieder in wilden Galopp.
Nardo brauchte diesmal viel länger, um zum Höhepunkt zu kommen. Nicht aber die aufgegeilte Gianna. Der Schweiß lief in Strömen an ihr herunter, als sie zum zweiten- und bald zum dritten Mal ihre Lust hinausschrie. Endlich, beim vierten Mal, kam auch Nardo. Und diesmal bemerkte Gianna mit einem Winkel ihrer Aufmerksamkeit die Wirkung, die ihr gemeinsamer Orgasmus auf die Wächterameise hatte.

Diesmal erhielten sie wesentlich mehr Wasser und Nahrung, als sie verbrauchen konnten. Das Wasser benutzten sie für eine gründliche Reinigung, die Kürbisse schoben sie zur Seite. Dann zeigte sich ein neues Problem. Ihr winziges Gefängnis hatte natürlich keine Toilette. Und der Drang wurde immer stärker.

»Ich muss aufs Klo«, jammerte Gianna.

»Mach einfach«, erwiderte Nardo, »draußen haben sie es ja auch weggeräumt, nicht?« Stimmt, ihre Exkremente waren immer ›irgendwie‹ über Nacht verschwunden. Inzwischen war es so dunkel geworden, dass man kaum noch etwas erkennen konnte. Gianna nahm eine der leer gegessenen Kürbishälften, um sie als Behelfstoilette zu benutzen, und schob sie anschließend zum Eingang. Nardo tat dasselbe, und dann legten die beiden sich nieder und fielen fast sofort in einen Schlaf voller lebhafter Träume.

***

Die Inspektionen der Kajiras waren erniedrigend gewesen. Gewiss, die meisten der Frauen hatten sich schon auf der Erde mehr oder weniger offen prostituieren müssen, um ihre Ausbildung machen zu können, oder einen Job zu finden. Doch immerhin hatten sie damals die Kontrolle behalten: Sie hätten jederzeit gehen können. Sie wären dann aus der Uni oder von der Lehrstelle geflogen, aber es wäre ihre eigene Entscheidung gewesen. Manche hatten es sogar in gewisser Weise als Privileg gesehen: Männer hatten nur selten die Möglichkeit, sich hochzuschlafen, und daher waren die höhere Ausbildung und die besseren Anstellungen fast nur Männern aus den reichen Familien vorbehalten, während man in denselben Positionen Frauen aus allen Schichten antraf, deren einzige Gemeinsamkeit ihre Attraktivität war.

Doch jetzt wurden sie behandelt wie auf dem Viehmarkt. Sie mussten, jeden Abend eine Andere, vor den Männern in Display-Stellung gehen. Sie mussten sich anhören, wie die Männer über ihren Körper und ihr Verhalten sprachen. Sie mussten sich auf Kommando umdrehen und tief beugen, ihre Gesäßbacken und Schamlippen spreizen, und schließlich alle Veränderungen akzeptieren, die die Männer beschlossen. Lyell hatte sich gegen Ringe bei Gianna gesperrt. Stattdessen erhielt sie eine auffällige Tätowierung: Eine leuchtend gelb-schwarz-rote Korallenschlange, die sich an ihrem linken Bein empor ringelte, und ihre Giftzähne in ihre Scham zu schlagen schien. Frank hatte das Tattoo gestochen, und er konnte das wirklich gut. Er hatte auf der Erde ein Tattoo-Studio geführt, um sich das Studium zum Agronomen zu finanzieren. Er war einer der wenigen männlichen Akademiker an Bord.

Natürlich gehörte der Satz »heute will ich die Schlange ficken« bald zum festen Repertoire der Mannschaft. Aber doch blieb Gianna die einzige Kajira mit einem derartigen Tattoo. Roger wollte mit unveränderlichen Modifikationen warten, bis jede Frau einen festen Besitzer hatte.

Als das Schiff nahe genug an New Hope war, um genauere Beobachtungen zu ermöglichen, wurde es auch Zeit, Funksprüche an die Erde abzusetzen. Es gehörte zu ihren Aufgaben, die Heimat mit möglichst vielen Informationen zu versorgen, auch wenn niemand wusste, ob sich auf der Erde noch irgendwer dafür interessieren würde, wenn die Funksignale 800 Jahre nach dem Start des ersten Interstellarschiffes dort ankommen würden. Anfangs hatte man noch den Schein zu wahren versucht. Wenn eine Frau zu referieren hatte oder im Bild war, durfte sie sich Kleidung überziehen. Doch je näher man kam, und je deutlicher man erkannte, dass der Zielplanet ein Fiasko war, desto mehr verrohten die Sitten. Bald machte es niemandem mehr etwas aus, wenn auf den Videos für die Erde nackte Frauen mit Piercings und Peitschenstriemen zu sehen waren.

New Hope hatte eine extreme Umlaufbahn in einem Doppelsternsystem. Ein heißer weißer Zwerg umkreiste einen kühlen roten Riesen mit einer Umlaufzeit von etwa zwanzig Jahren. Es gab nur einen Planeten. Dieser flog in Form einer liegenden Acht um und zwischen seinen Sonnen hindurch. Ein Umlauf würde etwa vier irdische Jahre dauern. Davon etwa ein halbes Jahr in der Nähe der heißen Sonne, zwei Jahre im Schein beider Sonnen und über ein Jahr auf der abgewandten Seite des dunklen Sterns. Das Klima musste extrem sein. Das war zumindest die lautstark vorgetragene Überzeugung des Astronomen und Reservepiloten Ivan.

»Das können wir erst sagen, wenn wir die Atmosphärenzusammensetzung genauer kennen, und wenn wir wissen, wie viele Wasserflächen es auf dem Planeten gibt«, gab  Cindy zu bedenken, »große Meere und eine starke Bewölkung könnten eine ausgleichende Wirkung haben, Herr.«

Die schüchterne Geologin senkte sofort den Blick und krümmte sich leicht zusammen; sie fürchtete, geschlagen zu werden, weil sie Ivan widersprochen hatte. Doch Roger pflichtete ihr bei, bevor dieser reagieren konnte: »Wir sollten nicht allzu sehr spekulieren, und vor allem sollten wir uns nicht gegenseitig demoralisieren. Cindy hat absolut Recht.« Aufmunternd nickte er ihr zu und gab ihr nur mit seinem Stock einen mahnenden Klaps auf die Scham, weil sie versehentlich die Oberschenkel zusammengepresst hatte. Die Glöckchen, die sie heute an ihren Schamlippenringen trug, klingelten leise, als sie hastig die Beine in die vorschriftsmäßige Position brachte.

Roger lächelte und winkte sie zu sich. »Bist du für heute Nacht schon reserviert?«, fragte er, während er an den Glöckchen klimperte.
»Nein, Herr«, antwortete Cindy errötend. Sie gehörte zu den sehr hellhäutigen Frauen, deren Erröten vom Gesicht bis über die Brüste reichte.
»Dann werde ich dich heute ficken«, beschloss der Kommandant, während er ihr den Mittelfinger zum Sauberlecken hin hielt.

 

Achtzehn

Leena betrachtete nachdenklich die Aufzeichnungen der Berichte an die Erde. Beim Näherkommen hatte der Planet keinen besseren Eindruck gemacht. Er hatte sich als relativ wasserarm entpuppt, was auf ein kontinentales Klima mit großen Temperaturschwankungen schließen ließ. Auch die Vegetation war nicht wirklich üppig. Bewuchs gab es fast nur entlang der Flüsse. Und just dort war auch die beherrschende Lebensform dieser Welt in großer Zahl ansässig.

Und die Männer hatten in bester Konquistadorenmanier nichts Eiligeres zu tun gewusst, als ohne genaue Erkundung viel zu nahe bei den Formiciden zu landen, um von diesen zerfetzt zu werden. Ivan und sie hatten nicht genau gesehen, was passiert war, da die Santa Maria bereits hinter dem Horizont war, als die Fähre landete, aber das Trümmerfeld am Landeplatz hatte eine deutliche Sprache gesprochen.

Wütend und verzweifelt zugleich schlug Leena mit aller Kraft auf die Konsole, bis ihre Fäuste blutig waren. Was sollte sie nur tun? Sie war der letzte Mensch im Umkreis von vierhundert Lichtjahren.

›Nein!‹, durchfuhr es sie plötzlich. Sie war durchaus nicht der letzte Mensch. Tausende von tiefgefrorenen Embryonen waren mit ihr an Bord. Kinder, deren Eltern sie der ›Santa Maria‹ anvertraut hatten, um ihnen ein besseres Leben zu bieten, als es auf der Erde möglich gewesen wäre. Es war kein Problem, sie aufzutauen und in den Brutkästen zur Lebensreife heranwachsen zu lassen. Bis zu fünfzig auf einmal. Doch dann wären es immer noch hilflose Babys. Und wo sollten sie aufwachsen? Bestimmt nicht in der Schwerelosigkeit. Das hatte man ihnen eingeschärft. In der Schwerelosigkeit würden sie sich nicht normal entwickeln. Sie würden zu Krüppeln.

Es gab nur zwei Möglichkeiten: Das Schiff wieder in Beschleunigung zu versetzen, um künstlich Schwerkraft zu erzeugen, oder auf den Planeten zu gehen. Dieser Planet war lebensfeindlich für Menschen. Also wegfliegen? Aber wohin? Sie durfte nicht zu lange warten. Sie wäre die einzige Erwachsene zwischen vielen Kindern. Wer weiß, wie lange sie noch genug Kraft für eine solche Aufgabe haben würde? Mindestens zwölf, vierzehn Jahre lang wären die Kinder auf sie angewiesen. Und wenn sie krank würde? Wenn ihr etwas zustieße? Auf einer Planetenoberfläche wären die Chancen der Kinder wohl eher höher, als in einem Raumschiff, das sie nicht bedienen konnten. Aber dieser Planet hier würde sie wohl umbringen.

Sie kam zu keinem Schluss. Sie würde erst darüber schlafen müssen. »Computer!«, rief sie mit befehlender Stimme.
»Bereit«, meldete sich die KI prompt.
»Melde mich beim Kommandanten«, befahl sie.
Höchstens eine Millisekunde lang zögerte die KI, bevor sie antwortete: »Der Kommandant ist nicht an Bord und ich kann ihn nicht erreichen.«
»Wer ist das ranghöchste Besatzungsmitglied an Bord?«
Erneut ein kaum merkliches Zögern. Dann: »Sie, Kajira Leena.«
»Wie lauten die Anweisungen, wenn der Kommandant mehr als 24 Stunden lang nicht erreichbar ist?«
Diesmal kam die Antwort sofort: »Das ranghöchste Besatzungsmitglied kann verlangen, zum Kommandanten ad Interim ernannt zu werden, sofern die anderen Besatzungsmitglieder keinen Widerspruch einlegen. Falls sie Widerspruch einlegen, muss eine Wahl durchgeführt werden.«
»Sehr gut!«, lobte Leena, obwohl sie wusste, dass das elektronische Ego der KI kaum für Lob empfänglich war. Sie fuhr fort: »Ich bin das ranghöchste Besatzungsmitglied und verlange, dass ich zum Kommandanten ernannt werde. Gibt es Widerspruch dagegen?«
»Nein. Kajira Leena ist bis zum Eintreffen eines ranghöheren Besatzungsmitglieds Kommandant der Santa Maria«, bestätigte der Bordcomputer.
»Gut. Synth, mach mir einen Whisky«, befahl Leena erleichtert.
»Kajiras ist der Genuss von Alkohol verboten«
»Verdammte Mistkiste!« Leena verdrehte die Augen und sagte mit deutlicher Stimme: »Computer, alle Beschränkungen, die Kajiras betreffen, sind ab sofort aufgehoben.«
»Beschränkungen durch Anordnung des Kommandanten aufgehoben«, bestätigte die KI, und wirklich schenkte der Synth jetzt widerstandslos recht gut schmeckenden und spürbar sehr alkoholhaltigen Whisky aus.
»Noch etwas«, ergänzte Leena, nachdem sie das Glas in einem Zug geleert hatte, »Leena ist keine Kajira mehr. Statusbezeichnung entfernen. Klar?«
»Status geändert«, bestätigte die KI. Kleinlaut, wie Leena fand. Obwohl ein elektronisches Ego eigentlich nicht kleinlaut sein konnte. Aber man wusste ja nie, dachte sie, und ließ sich noch ein zweites Glas einschenken. »Ich bin keine Kajira mehr«, kicherte sie, »ich bin die Kommandantin der Santa Maria.« Dann orderte sie ein drittes Glas Whisky. Und dann ein Viertes. Und dann zählte sie nicht mehr.

Neunzehn

Die Biologin war noch am Leben. Das Volk war zum Schluss gekommen, dass es ineffizient wäre, sie zu eliminieren. Ihr Nervensystem hatte den Schock des Kontakts mit den Monstern (den Menschen, korrigierte das Kollektiv das Symbol sofort mit demjenigen, welches aus dem Bewusstsein von Gianna stammte) bereits durchlitten, und es machte keinen Sinn, ein weiteres Glied des Volkes zu opfern. Da sich die Biologin nach einer Phase der Bewegungslosigkeit wieder bewegen konnte, und sich auch nicht direkt auffällig verhielt, war es logisch, dass sie weiterhin die Kontaktfunktion wahrnahm.

Auf dem Weg zur Kammer der Menschen hatte sie zweimal die Wellen des Konjunktionshöhepunktes (Orgasmus schien das korrekte Symbol dafür zu sein) wahrgenommen. Doch als sie ankam, waren die beiden bewegungslos. Hel war untergegangen, und man konnte nur noch infrarot sehen. Dazu waren die Menschen nicht oder nur rudimentär in der Lage, wie das Volk inzwischen wusste. Die Biologin schob sich, als die Wächterin ihr Platz gemacht hatte, mit dem Vorderleib in die Kammer und betrachtete die beiden ruhenden Menschen. Sie waren in der inaktiven Phase, einem Phänomen, das das Volk nur in der kalten Jahreszeit kannte. Menschen schienen dagegen fast jeden Tag eine Ruhephase einzulegen. Sanft berührte die Biologin mit ihren weichen Antennen das Lochwesen (die Frau, korrigierte der Kollektivintellekt sofort), und zuckte zusammen. Der Mensch hatte auch in der Ruhephase eine hohe Gedankenaktivität! Noch fremdartigere Bilder und Eindrücke rasten durch das Gehirn der Biologin und des Kollektivs, doch der Schock war geringer als beim ersten Mal. Einige der Bilder und Symbole drehten sich jetzt um Konjunktionsvorgänge (›Sex‹, erfolgte sofort die Korrektur), aber die meisten handelten von dem seltsamen fliegenden Bau und von der Kommunikation der Menschen untereinander. Ganz unscharf tauchte auch ein Bild einer Welt voller Menschen auf, welches das Volk zutiefst erschütterte. Schockiert und dennoch fasziniert hielt das Volk durch die Biologin den Kontakt. Es war wichtig, soviel wie möglich über die Menschen zu erfahren!

Noch bevor Hel aufging, drängten die Sex-Gedanken alle anderen Bilder zurück. Auch das Stabwesen begann Schwingungen auszusenden, die man empfinden konnte, ohne physischen Kontakt zu haben. Und wirklich: Der Stab richtete sich auf, obwohl beide Wesen noch schliefen. Er musste eine autonome Steuerung haben. Dem Volk war nicht klar, was die biologische Funktion dieses ›Sex‹ war, der einen so großen Raum im Denken, Fühlen und Handeln dieser fremdartigen Wesen einzunehmen schien, aber es war begierig auf den Orgasmus. Man würde so viel Wärme wie möglich tanken, bevor das Himmelswasser alles bedecken und die Welt erstarren würde. Das Abdichten des Baus war beinah fertig, und das Volk hatte mehr Vorräte als je zuvor eingebracht. Es war glücklich, soweit dieses Symbol (ein weiteres fremdartiges Symbol aus der Erlebenswelt der Menschen) auf das Volk überhaupt anwendbar war. Die Biologin zog sich zum Eingang der Kammer zurück.

 

Zwanzig

Als Gianna erwachte, war sie geil. Es war stockdunkel, und sie hatte keine Ahnung, wie lange sie geschlafen hatte. Aber sie war scharf wie eine Rasierklinge. Sie wusste erst nicht, wo sie war, lebte noch halb in ihrem Traum, bis sie wie ein Schlag die Erkenntnis durchfuhr. ›Ich muss schockiert und verzweifelt sein. Ich muss mir überlegen, wie ich hier wegkomme‹, dachte sie. Aber was sie wirklich fühlte, war grenzenlose Geilheit. Ein Griff zwischen ihre Beine bestätigte, was sie ohnehin wusste: Sie war nass und ihre Klitoris war angeschwollen. Schließlich gab sie den intellektuellen Widerstand auf. Sie würde ohnehin zu keinem klaren Gedanken fähig sein, bevor sie Befriedigung fand.

Ein kurzes Tasten, und sie wusste, dass Nardos Penis erigiert war, obwohl er noch schlief. Er lag auf dem Rücken. Mit einer fließenden Bewegung bestieg sie ihn. ›Ich bin eine läufige Hündin‹, dachte sie verwundert, bevor die Lust alle Gedanken verdrängte. Ob Nardo wach war oder noch schlief, war ihr egal. Aber er musste wohl unter ihren gierigen Bewegungen erwacht sein, denn er ergriff ihre Brüste und begann zu stöhnen. Doch Giannas Orgasmus kam diesmal lange vor dem Seinen. Sie glitt von ihm und nahm seinen Penis in den Mund. Sie leckte an der Eichel, an den Eiern, am Damm, nahm ihn wieder ganz auf, saugte, lutschte, und endlich gelang es ihr, ihn zum Abspritzen zu bringen. Er blieb auch dann noch liegen, als sie ihm Wasser und Nahrung brachte, und ihn sorgfältig wusch. Dann legte sie sich neben ihn, bettete den Kopf auf seine Brust und wartete, bis das spärliche Tageslicht die Kammer ein wenig erhellte. Nardo war wieder eingeschlafen. Sie streckte sich und kuschelte sich noch dichter an den haarigen, warmen Männerleib neben ihr. Sie musste eingedöst sein, denn als sie den nächsten bewussten Gedanken fasste, war das Licht deutlich heller geworden. Schon wieder fühlte sie Geilheit in sich aufsteigen.

»Verdammt, das ist doch nicht normal«, brummte Nardo. Er war erwacht. Fühlte er ihre Geilheit?
»Was meinst du?«, fragte sie unsicher.
»Wieso denke ich in dieser beschissenen Lage so viel an Sex? Mein Schwanz tut noch weh, aber er steht schon wieder. Schau dir das an!«
Gianna spielte ein wenig mit dem Glied, das tatsächlich schon halb stand. »Ich bin auch dauernd geil, Herr.« gestand sie und kuschelte sich noch näher an ihn.
»Kann es sein, dass die uns etwas ins Essen mischen?«
»Bitte Herr, ich kann jetzt nicht nachdenken. Bitte fick mich zuerst, dann reden wir«, bat sie mit einer Stimme, die vor Erregung bebte. Alles, was sie noch fühlte, waren ihre harten Brustwarzen, die ihr Schauer der Lust durch den Körper sandten, wenn sie über Nardos Körper strichen. Und natürlich fühlte sie ihre hungrige heiße Scham. Doch als sie ihr Bein auf Nardo schob, stieß dieser sie weg: »Ich kann jetzt nicht schon wieder. Mir tut alles weh!«

Eine Mischung aus Enttäuschung und Wut erfasste Gianna. Doch es gelang ihr, sich zusammenzunehmen, und sie streichelte nur zärtlich Nardos Hodensack, Oberschenkel und Bauch, wobei sie den Penis sorgfältig vermied. Er sagte nichts mehr, doch sie konnte erkennen, dass seine Erektion bald vollständig war. Er war schließlich ein junger, kräftiger Mann. Und Gianna war eine gelehrige Kajira gewesen, die wusste, wie man einen Mann aufrichtet. Bald umfasste sie sein Zepter sanft mit ihren Lippen, übte mit ihrem Gaumen dosierten Druck auf die Eichel aus, und deute mit Stöhnlauten an, wie viel Lust sie empfand. Bald packte Nardo sie mit einem Knurren, warf sie auf den Rücken, drang in sie ein, krallte sich mit beiden Händen an ihren Brüsten fest und rammelte keuchend los.

Das Festkrallen an den Brüsten war eine Angewohnheit, die die Männer in der Schwerelosigkeit entwickelt hatten. Von den Kajiras wurde erwartet, dass sie die Hüften ihres Fickherrn mit den Beinen umfassten. Ihre Hände waren ja aus Sicherheitsgründen meistens entweder am Halsband befestigt, oder hinter dem Rücken zusammengebunden. Wenn der Herr sie nicht gerade küssen wollte, hatten sie sich nach hinten zu überstrecken, um ihre Brüste zu präsentieren. Diese wurden dann, wenn sie dafür groß genug waren, vom Herrn gepackt und zur Steuerung der Fickbewegungen benutzt. Es war schmerzhaft. In gewisser Hinsicht aber auch geil.

Jetzt krallte Nardo sich in den Brüsten nur fest. Gianna konnte ja ohnehin nicht wegschweben. Sie wurde vom viel größeren und schwereren Nardo auf den staubigen Boden gepresst und buchstäblich genagelt. Kurz bevor er kam, ließ er die rechte Brust los und griff dafür in die Öse des Halsbandes. Er zog so stark, dass Giannas Atem zu pfeifen begann. Gleichzeitig schlug ihr Herz wegen des kurz bevorstehenden Orgasmus so heftig, dass ihr Sauerstoffbedarf anstieg. Verzweifelt versuchte sie, ihren Herrn mit beiden Händen von sich wegzudrücken, und dieser ließ nun ihre linke Brust los, um ihr eine schallende Ohrfeige zu geben und dann ihre Hände wegzuschlagen. Kurz bevor ihre Sinne schwanden, bäumte sich Nardo auf, schrie und ließ das Halsband los. Giannas Lungen füllten sich mit der abgestandenen, stinkenden Luft des Ameisenbaus, die sie nun als herrlich frisch und belebend empfand. Gleichzeitig überrollte sie die Welle des Orgasmus, durch den vorhergehenden Sauerstoffmangel und die überstandene Todesangst vielleicht noch stärker, als sonst.

Eine Weile lagen die beiden schwer atmend nebeneinander.
»Draußen waren wir auch schon unnatürlich geil, angesichts der Lage«, meinte Nardo schließlich, »aber hier drinnen ist es grotesk!«
»Es muss etwas in der Luft sein«, antwortete Gianna, »das Essen ist ja dasselbe. Diese Kürbisfrüchte.«
»Aber warum tun sie das? Wir sind mit Sicherheit die ersten Menschen auf dieser Welt. Wieso sollten diese Biester ein Gas besitzen und einsetzen, das uns geil macht?
Gianna setzte sich und wischte den Schweiß aus dem Gesicht und von den schmerzenden Brüsten ab. Nardos Fingerabdrücke waren deutlich zu sehen. »Es muss ein Zufall sein. Eine Substanz, die eine andere oder gar keine Bedeutung hier hat, aber auf uns so wirkt.« Angeekelt strich sie mit dem Finger durch ihre stoppeligen Achselhöhlen und über ihre unrasierte Scham und Beine. Unter normalen Umständen wäre sie lieber gestorben, als sich so zu zeigen. Auch Nardo war natürlich haarig. Sein Bart ging praktisch nahtlos in zottiges Brusthaar und von dort über einen Streifen am Bauch in einen Urwald aus Schamhaar über. Das Haar war von Schweiß und Sex-Sekreten verklebt. Sie müsste sich ekeln. Doch sie wollte … ihn.

»Pheromone!«, sagte er plötzlich.

»Das könnte sein. Auch auf der Erde benutzen Insekten unter anderem Pheromone zur Kommunikation. Und das würde auch erklären, wieso die Wirkung hier drinnen so viel stärker ist, als draußen.«

Gianna grub in den Erinnerungen, die sie bisher noch verdrängt hatte, den Erinnerungen des ›Volkes‹, die beim Kontakt mit der Biologin auf sie übergesprungen waren. Sie wusste, was die Ameisen bei menschlichem Sex empfanden! Doch sie sagte bloß: »Und umgekehrt hat auch unser Orgasmus zufällig eine Wirkung auf die Ameisen, sieh nur!«
Tatsächlich: Die Wächterameise lag flach mit zuckenden Gliedern und Kiefern auf dem Boden vor dem Eingang ihrer Kammer. Draußen konnte man weitere Ameisen in derselben Lage sehen. Nach ein- oder zwei Minuten rappelten die Wesen sich wieder hoch. Kurze Zeit später wurde die übliche Bezahlung gebracht: Kürbisfrüchte und Wasser.
Während sie aßen und tranken, sprachen die Gefangenen zunächst nicht viel. Dann meine Nardo: »Wenn die Biester so geschwächt da liegen, könnten wir vielleicht fliehen. Wir können über sie hinwegsteigen und zum Ausgang laufen.«
»Ja!« Hoffnung durchströmte Gianna, doch nach kurzem Nachdenken zweifelte sie: »Und dann? Wo sollen wir hin?«
»Ivan ist noch da. Wir müssen nur irgendwohin kommen, wo er uns sehen und abholen kann, ohne von den Ameisen überrannt zu werden.«

Er verstummte abrupt und umschlang seine Knie mit den Armen. Gianna wusste, woran er dachte: an dasselbe, wie sie selbst. Die Landung. Wie Roger arrogant kaum hundert Meter vom Bau entfernt landete, und befahl, eine Barriere zu errichten. Wie die Ameisen mit unglaublicher Geschwindigkeit aus dem Bau herausgestürmt waren, noch bevor die Luke ganz offen war. Wie die Ersten unter Rogers und Robs Handstrahlern niedergemäht wurden, aber die anderen unbeeindruckt weiter rasten. Roger hatte Notstart befohlen, aber die Triebwerke brauchten einige Sekunden, um auf volle Leistung zu kommen. Zu lange, denn die ersten Ameisen waren schon da gewesen. Der Aufprall dieser Insektenwelle war so heftig, dass das Shuttle umstürzte. Die Triebwerke verbrannten viele der Wesen, bevor der Computer sie automatisch abschaltete, als er die falsche Lage der Fähre erkannte. Damit war das Schicksal der Mannschaft besiegelt. Die Kiefer der Ameisen waren stark genug, um die halb geöffnete Schleusentür zu packen und aus der Verankerung zu reißen. Als eines der Ungeheuer sich dann ins Boot zwängte, öffneten die Menschen in Panik den Notausstieg auf der anderen Seite und versuchten zu fliehen. Roger und Rob schossen noch einige Male mit ihren Strahlern, aber ohne erkennbare Wirkung. Am Ende waren das Shuttle und seine Besatzung gleichermaßen zerfetzt gewesen, und Gianna, Nardo und Rob waren Gefangene der Ameisen. Sie hatten sich im hintersten, noch intakten Teil des Shuttles zusammengedrängt und entsetzt auf die Ameise gestarrt, die ihnen mit schnappenden Kiefern immer näherkam, als diese plötzlich stehen blieb. Der Blutrausch war ebenso schnell vorbei, wie er begonnen hatte. Fast zivilisiert hatten die Ameisen ihre drei Gefangenen dann zum Bau geleitet. Und jetzt waren sie im Inneren des Baus.

Gianna versuchte, sich die Topographie in Erinnerung zu rufen. Westlich des Baus, auf der dem Fluss abgewandten Seite, in vielleicht einem Kilometer Entfernung, gab es einen kahlen, unbewachsenen Hügel. Wenn sie diesen erreichen können, wären sie auch aus großer Höhe erkennbar. Und Ivan und Leena würden mit Sicherheit am Teleskop sitzen.
»Stimmt, Ivan und Leena müssten uns finden«, stimmte sie schließlich zu. Und dann, mit zunehmendem Eifer: »Wir müssen sofort nach dem Ficken aufspringen und hinaus, solange die Biester alle paralysiert sind!«

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Kommentare

Bild des Benutzers Chris Dell

... mir vom Herzen; hatte ich jüngst doch schon befürchtet, gar keinen Grund mehr finden zu können, um hier zu lesen. Danke, Salomé, für diesen neuen Lesegenuss. Glieder ohne Organe - Formulierungen, die das Zeug zu Zitaten haben ... und dann der Hammer am Schluss: "Wir müssen sofort nach dem Ficken aufspringen und hinaus, solange die Biester alle paralysiert sind!" Sätze, die nicht nur zeigen, dass das Handwerk sitzt, sondern dass Sprache auch Kunst sein kann. Natürlich stimmen auch Tempo, Dramaturgie und Figurenzeichnung, aber das ist in Salomés Geschichten ja so üblich. Für die Diskutanten aaO, die sich immerhin in der Bewertung des Schulversagens einig sind: Hier werden nicht nur Buchstaben und Wörter in der richtigen Reihenfolge benutzt, hier wird eine Geschichte erzählt. Es geht also doch! 6 Konjunktionshöhepunkte lasse ich da, bevor ich zum x-sten Male den nervigen Chat abstelle. Warum muss ich das immer wieder neu tun? Bin ich wirklich so blöd? Nein, die Frage ist rhetorisch *seufz*.

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Bild des Benutzers Senara

Liebe Salo,

ich finde es immer wieder beeindruckend, wie Du die kompliziertesten Fremdwörter und primitivsten Sex-Vokabeln gleichzeitig in den Mund (oder in die Feder) nehmen kannst und das Ganze dann auch noch nicht eine einzige Sekunde lang unglaubwürdig oder gekünstelt wirkt.

Außerdem bin ich nach wie vor ein großer Fan Deiner "Weltsicht", wenn ich das mal so sagen darf. Diese Mischung aus Intelligenz, Bildung, Emanzipation, Devotion und... naja... Geilheit eben. Das ganze mit einer Prise bitterbösem Humor gewürzt. Hm, vielleicht ist Weltsicht doch nicht so ganz das richtige Wort. Vielleicht doch eher Fan Deiner Person? Auf jeden Fall Deiner Scheibe...

Irgendwie beschleicht mich beim Lesen Deiner Stories JEDES MAL der Gedanke, den Hetero-Pfad doch mal zu verlassen... Wie war das nochmal? "Unendliche Weiten und unerforschte Galaxien"?

6 rotriesige und weißzwergige Sterne!

Mit einer tiefen Verbeugung

Deine S.

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Bild des Benutzers XYZ5000

mit Anspruch, Danke Salomé. Deine Geschichten sind -wie diese wieder beweist- eine Klasse für sich. Inhaltlich wortgewandt und auch bei wiederholtem lesen nicht langweilig. Entweder ist deine Heimat sehr arm an Ablenkungen und deine Phantasie tobt sich deshalb hier aus oder es ist soviel los, das es quasi nur noch in Buchstaben gefasst, in Sätze gefüllt und veröffentlicht werden muss. Aber egal warum, deine Texte sind ein Genuß.

Fast schon selbstverständlich: ** ** ** oder kann ein intelligentes Lebewesen anders werten? <Ironie aus!>

cu Lorbas

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Bild des Benutzers Jo Phantasie

hier noch könnende Schreiber auftauchen zu sehen, die auch noch zeigen, wie es gehen kann, ohne in die Schmuddelecke abgleiten zu müssen, in der sich viele Leser, in letzter Zeit verstärkt sog. Autoren, anscheinend zu Hause fühlen.

„Konjunktion“, Megs sollte eine Subroutine einführen, die alle deren „f“-Wörter automatisch transformiert: Ich konjugiere; ich werde konjugiert; wie hatten eine Dreier-Konjunktion, oder heißt das dann Konjugation ...?

Ne wirklich, es tut gut, hier endlich etwas von Format zu finden und sechs Pheromone Vorsprung verleihen zu können.

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Bild des Benutzers klein Lloydia

Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.

Endlich, seit Tagen, einmal wieder ein Lesevergnügen. Danke dafür Salmone.

Ich will nun garnicht so weit ausholen wie die anderen.

Bekommst von mir einfach ein AAA+ beste Energieklasse und so :)

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Bild des Benutzers Salomé - † 2016

...*verlegen guck*, *rotwerd*.

Danke für die Blumensträusse! Ich glaube, ihr wollt gar keine Sexgeschichten, sondern Science-Fiction devil. Ich haderte nämlich mit mir, weil mir keine Sexszenen mehr gelingen wollen. Bin voll auf dem Weg ins jugenfreie Genre. Deswegen kann ich auch immer beide Hände auf der Tastatur halten und mich auf die Reihenfolge der Buchstaben und Wörter konzentrieren wink.

Ich hoffe, der bald folgende letzte Teil wird euch nicht enttäuschen...

Ich hefte die Konjunktionshöhepunkte, die roten Riesenzwerge, die * und die Pheromone an meine stolzgeschwellte Brust der Energieklasse AAA+

Überigens: @Jo: Eine Dreier-Konjunktion ist eine Trijunktion, und @Senara: Da spielt dann M und F nicht so eine Rolle, weil man ja eins von jeder Sorte dabei haben kann. Und dann hört man wirklich, @Chris, die Gebirge poltern. Oder, @Lorbas: Man schreibt darüber, statt es zu tun angel, damit man, @Lloydia, wenn man Glück hat, die Phantasie der Leser anregen kann.

 

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Bild des Benutzers princefrog

... sollten aber all die vielen embryonen doch irgendwie so aufgezogen werden, dass sie mindestens eine ordentliche rechtschreibung erlernen und auch ansonsten ein mindestmaß an bildung erhalten. das rätsel der botenstoffe könnte sich auf unterschiedlichste weise lösen und wenn es nun bald winter wird auf new hope, dann schlafen die ameisen vielleicht ein weilchen am stück und die weitgereisten gefangenen bekommen neue entwicklungsmöglichkeiten. die irgendwann pubertierende brut kommt sicher auf ganz neue ideen ...

wie oft wird hel aufgehen müssen, bis wir den nächsten teil lesen dürfen? und wieviel energie hat die einrichtung des fliegenden baus nicht akkumuliert? AAA+ sollte doch bitte auch für nachhaltigkeit stehen und der nächste teil wird hoffentlich nicht der letzte sein ..

sechs whisky und eine gratis wartung des kleinlauten bordcomputers mit der großen speicherplatte ...

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Bild des Benutzers Salomé - † 2016

... die Ideen einer pubertierenden Brut dürften hier nicht reglementskonfrom publiziert werden, fürchte ich. Ausser, wenn die Brut beim Pubertieren 18 ist smiley. Also warts mal ab. Aber doch, die Geschichte ist als 6-Teiler konzipiert. Ich kann keine langen Geschichten.

Ich danke dir *hicks* für die Whiskys und ich hoffe, die KI gibt ihre komischen Fehlermeldungen jetzt auf.

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Bild des Benutzers Tony 2360

So viel Zeit habe ich sonst nicht. Aber ich nahm sie mir. Die Story ist es wert! Allerdings bin ich jetzt müde, was evtl. bewirkt, dass ich den abschließenden Teil erst morgen konsumiere.

Heutiger Eintrag ins Logbuch: Die Menschheit hat neue Hoffnung - New Hope. Sehen wir dem Untergang mit Freuden entgegen!

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Bild des Benutzers Salomé - † 2016

...voll banger Erwartung, wie du den Schluss der Geschichte aufnimmst. Erstmal danke für deine differenzierten Rückmeldungen zu den bisherigen Teilen. Es stimmt, dass die technisch orientierten Abschnitte nicht viel Stimmung enthalten. Aber irgendwie habe ich das Bedürfnis die für Erdlinge nicht-alltäglichen Dinge genauer auszuführen. Vielleicht sollte man es mehr in den TExt einflechten, statt ganze Abschnitte daraus zu machen.

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Bild des Benutzers Raale

Na wenigstens hast du mir meine Lieblingsameise gelassen, habe ich mich doch gerade an ihre "Persönlichkeit" gewöhnt. Du kannst so erbarmungslos sein, wenn du deine Figuren entsorgst.

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