Chitin - Teil 1

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Eigentlich keine Science-Fiction Geschichte über Monster. Sondern eine Geschichte über Wesen, die einander nicht verstehen können. Und über das speziesübergreifende Gefühl (das nicht die Liebe ist)

© 2014 by Salomé M. Alle Rechte vorbehalten.

 

Eins

Die Biologin war eine Tochter der Königin. Dies war nicht unbedingt eine Besonderheit, denn alle Glieder des Volkes waren Töchter der Königin.

Das Volk war in einer Stimmung aufgeregten Ekels. Weiche, hässliche, wurmartige, helle Wesen mit fünf plumpen Extremitäten waren vom Himmel gekommen. Instinktiver Vernichtungswille rang mit dem Wunsch, diese entarteten Dinger erst einmal zu studieren. Die Soldatinnen hatten die meisten der Weichen, die aus ihrem zerstörten Bau geeilt waren, bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt, bevor das Volk überhaupt realisieren konnte, dass es Lebewesen waren. Eine schreckliche rote Flüssigkeit war in ihrem Inneren und hatte einige der Soldatinnen erschrocken innehalten lassen. Dies gab dem Volk Zeit, zu erkennen, dass von den verbliebenen drei Monstern keine Gefahr mehr ausgehen konnte. Sie waren von der Kampfsäure der Soldatinnen besprüht worden und sprangen hektisch umher, sich bunte Schichten von den Körpern reißend, bis nur noch das übrig war, was ihre Oberfläche zu sein schien. Die Soldatinnen bildeten einen Schutzwall um diese grauenvollen Geschöpfe, die sich nun wie rasend im Staub wälzten. Nach einiger Zeit erhoben sich zwei auf ihre hinteren Extremitäten und hoben das Dritte zwischen sich hoch, bis es ebenfalls stand.

Die Biologin drängte sich zwischen den Soldatinnen hindurch und betrachtete die drei dicht beieinander stehenden Ungeheuer genau. Sie waren etwas kürzer als die Arbeiterinnen des Volkes, aber da sie sich auf ihre hinteren Extremitäten erhoben hatten, waren sie jetzt höher. Die zwei mittleren Extremitäten hielten sie vor ihren Leibern, welche nicht segmentiert zu sein schienen. Die einzelne vordere, beziehungsweise obere Extremität mochte ein Kopf ohne Fühler und Antennen sein. Die Wesen schienen daher auch nicht zu Kommunikation fähig. Das Volk empfing keine strukturierten Impulse, nur eine Art zielloser Panik, ähnlich wie von Beutetieren.

Diese Wesen mussten studiert werden! Noch nie war dem Volk so etwas begegnet! Der kollektive Intellekt war plastisch genug, um sich an Unbekanntes adäquat anzupassen. Die Biologin übernahm nun, da die Soldatinnen die Gefahr gebannt hatten, instinktiv die Führung. Sie war eine Arbeiterin, deren Individualität ein gegenüber dem Durchschnitt erhöhtes Interesse für Lebewesen war. Erst diese neue Situation hob sie aus der Masse hervor und machte sie hier zur Anführerin. Ihre Impulse der Neugier begannen, die des Ekels und des Vernichtungswillens zu überlagern, und die Soldatinnen drängten die Monster näher zum Bau, eine dichte Umrandung bildend, aus der sie nicht entkommen konnten. Immer wieder versuchten die Weichen, aus dem Kordon auszubrechen, wurden aber jedes Mal mühelos zurück gestoßen. Bei dieser Gelegenheit sah die Biologin, dass sie doch nicht alle gleich waren. Die zwei etwas Größeren hatten ein kurzes, frei schwingendes schlauchartiges Gebilde in ihrer Mitte. Das Kleinste schien eine Missgeburt zu sein, denn ihm fehlte dieser Fortsatz. Stattdessen hatte es weiter oben am Körper zwei Wölbungen, die ebenfalls nicht kontrolliert bewegt werden konnten, sondern nur der Schwerkraft und den Bewegungsimpulsen des Körpers zu folgen schienen. Voller Ekel starrte die Biologin diese schwabbelnden Massen an. Wie konnten derart weiche Wesen ohne feste Struktur sich überhaupt aufrecht halten? Es war klar, dass sie wenigstens eines davon sezieren mussten, um mehr über die Funktionsweise dieser Körper zu erfahren.

Unterdessen war der Kordon mit den drei Gefangenen unter dem Vordach des Baus angekommen. Ins Innere der Heimat wollte man die Fremdwesen nicht lassen. Stattdessen blieben sie in einem dreifachen Ring aus Soldatinnen außerhalb des Haupteingangs gefangen.

Das Volk überlegte, welches der drei es zerlegen sollte. Am ehesten das Missgebildete, da die Normalen vermutlich etwas bessere Überlebenschancen hatten. Andererseits war das Missgebildete vielleicht auch innerlich missgebildet, und somit nicht repräsentativ für die Art? Also sollte man vielleicht eher eines der größeren auswählen.

Inzwischen war aber Hel, die weiße Sonne, am Horizont angelangt, und man beschloss, die Forschung am nächsten Tag fortzusetzen.

 

Zwei

Gianna war todmüde. Zwar hielt das Entsetzen sie noch wach, doch stehen konnte sie nicht mehr. Eng zusammengerollt lag sie auf dem staubigen Boden und versuchte, die Monster zu vergessen, die sich um sie und ihre beiden Mitgefangenen herum aufgebaut hatten. Die Männer hatten sich rechts und links von ihr niedergelegt, und Rob begann unglaublicherweise, auch bald zu schnarchen. Nardo, der hinter ihren Rücken lag, streichelte ihr sanft übers Haar, und bald begann sie zu träumen.

 

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Der Start war wunderbar gewesen. Das Ereignis des Jahrhunderts. Zweiundzwanzig mutige Menschen, elf Männer und elf Frauen aus acht Ländern, die zu einer Reise ohne Wiederkehr aufbrachen, wurden in einer triumphalen Gala von der ganzen Welt verabschiedet. Achtzig Schiffsjahre würde die Reise der „Santa Maria“ dauern, und dann würden auf der Erde mehr als 400 Jahre vergangen sein. Und doch fühlten die Reisenden nur wenig Bedauern, als sie die Erde auf Nimmerwiedersehen verließen. Die ersten sechs Wochen hatten sie noch Kontakt gehalten, hatten ihre Heimat im Sternenmeer versinken gesehen, bis es schließlich nicht mehr viel zu sehen gab, und die Verzögerung des Funkverkehrs normale Unterhaltungen mit Zuhause ohnehin verunmöglichte. Bis dahin hatten sie konstant mit 1g beschleunigt, und somit unter normaler Erdschwerkraft gelebt. Jetzt befahl Roger, der Kommandant, den Verbindungsabbruch und rief zu einer großen Abschiedsfeier. Der Antrieb wurde abgeschaltet, und das Schiff mit allem, was darin war, wurde schwerelos, während es weiterhin in jeder einzelnen Sekunde mehr als fünfunddreißigtausend Kilometer von der Erde weg raste.

Diesen endgültigen Abschied und den letzten Abend vor dem langen Schlaf feierten die Reisenden mit einer gewaltigen Orgie, nachdem sie sich noch gemeinsam den letzten vielstimmigen Gruß von der Erde angesehen hatten, der bereits mehr als vier Tage gebraucht hatte, um sie zu erreichen.

An Bord gab es keine Prüderie. Es war von Anfang an vorgesehen, dass sie eine offene Sexualkultur, frei von Missgunst und Eifersucht leben wollten. Sie verstanden einander gut, waren alle jung, fit und intelligent. Im vier Jahre dauernden Ausleseverfahren hatte man sehr auf die Gruppendynamik und die gegenseitige Anziehung geachtet. Aus mehr als zehntausend Bewerbern waren sie schließlich auserwählt worden, die übervölkerte, von Fallout und Biohazards in weiten Teilen unbewohnbar gemachte, von einer Hand voll Superreicher beherrschte Erde zu verlassen. Während der letzten zwei Monate des Trainings war die ganze Mannschaft keusch gehalten worden, um sie scharf aufeinander zu machen, damit der erste Teil der Reise kurzweilig würde, und ein stabiles Bonding zwischen den zukünftigen Kolonisten aufgebaut werden konnte.

Doch der Sex war nach wildem Gerammel der ersten zwei Wochen, in allen möglichen Zusammensetzungen und Variationen, trotzdem nicht so problemlos geblieben, wie man eigentlich erwartet hatte. Die radikale Veränderung der Lebensumstände, die unsichere Zukunft, die Endgültigkeit ihres Abschieds von der Heimat, die Unmöglichkeit, einander auszuweichen: All das hatte die Lust bei einigen, vorwiegend der Frauen, verringert, während die meisten Männer ihre Frustrationen und Ängste eben gerade mit Sex abreagieren wollten.

Eine Zeit lang konnte die Stimmung trotzdem gut gehalten werden. Die Sexunlust einiger Frauen wurde von vermehrter Bereitschaft der anderen kompensiert. Doch die beste Planung konnte nicht Millionen Jahre der Evolution abschalten. Es entstanden Bindungen. Gianna verliebte sich in Lyell und gab sich nur noch ungern anderen Männern hin. Anderen ging es ähnlich, und schließlich war nur noch Rubina übrig, die mit allen Männern gleich gern schlief und auch nichts dagegen hatte, mal mehrere Sexpartner gleichzeitig zu unterhalten. Doch als diese eines Tages verkündete, sie habe sich in Alena verliebt und wolle jetzt vorläufig keine Schwänze mehr sehen, drohte die Stimmung zu eskalieren. Die Männer ohne Freundin, die bei den jetzt asexuell oder lesbisch lebenden Frauen abgeblitzt waren, versuchten, ihr vermeintliches Recht auf Sexualität durchzusetzen. Nardo versuchte, Gianna zu vergewaltigen, und wurde von Lyell daran gehindert, der ihre lauten Schreie gehört hatte. Die beiden Männer lieferten sich eine heftige Schlägerei, die der Kommandant schließlich beendete, indem er mit einem Stock auf die beiden Streithähne einschlug. Danach berief er eine Vollversammlung ein, welche schließlich mit einer dünnen Mehrheit von 12 gegen 10 Stimmen als vorläufige Lösung die Vorschrift erließ, dass alle Frauen, auch die lesbischen, zumindest für Tittenfick und Fellatio zur Verfügung stehen mussten. Die Paarungen wurden täglich neu zusammengestellt, so dass jeder Mann einmal mit jeder Frau gepaart wurde. Nach der ersten Runde, also elf Tagen, wurde eine Woche Keuschheit für alle verordnet, und jetzt, endlich, kam die große Party.

Das erste Mal Sex in Schwerelosigkeit! Alle hatten begierig darauf gewartet, und die Keuschheitswoche hatte das Ihre dazu beigetragen, dass jetzt alle, wirklich alle im Versammlungsraum in der Schiffsmitte auftauchten und es kaum erwarten konnten, ihre Kleidung auszuziehen.

Um warm zu werden, schluckte man reichlich StimCaps und AlcoTabs, schwebte zu psychedelischen Klängen durch den großen Aufenthaltsraum und kam sich in Lufttänzen näher. Oft hing jemand mitten im Raum, hilflos zappelnd in der Schwerelosigkeit, weil er oder sie sich zu schwach abgestoßen hatte. Man konnte dann nur noch ein Kleidungsstück ausziehen und mit voller Kraft wegschleudern, so dass ein winziger Impuls entstand, der einen wieder in die Nähe einer Wand brachte. Oder man stieß im Raum mit jemandem zusammen, saugte sich aneinander fest und half sich gegenseitig aus den Kleidern.

Gianna und Mireille schwebten neben der Bar, schlürften Cognac aus Tubenflaschen und kicherten über die schwebenden, zunächst schlaff in alle Richtungen baumelnden Penisse, die allerdings zusehends fester wurden, je lasziver die Frauen sich im schwerelosen Raum räkelten. Lyell stieß sich eben von der gegenüberliegenden Wand ab und flog zielsicher auf Gianna zu. Seinem Ständer war deutlich anzusehen, was er vorhatte. Er hatte den Schwung genau berechnet und schwebte langsam auf die beiden zu, die Hand erwartungsvoll nach Giannas Brust ausstreckend, welche ebenfalls in der Schwerelosigkeit eine interessante Form angenommen hatte. Giannas Brüste waren mittelgroß, auch unter Schwerkraft nur wenig hängend. Das Gewebe war straff, was Gianna darauf zurückführte, dass sie nie einen BH trug. Allerdings war sie mit 26 auch noch in einem Alter, in dem straffe Brüste nicht wirklich selten vorkamen. Auf den BH verzichtete sie eher, weil sie es einfach liebte, wenn weicher Stoff über ihre Nippel strich. Sie liebte auch Hände, Zungen und sogar Zähne auf ihren Nippeln. Sie gehörte zu den Frauen, die allein durch Stimulation der Brüste zum Orgasmus gebracht werden konnten. Auch jetzt standen ihre Brustwarzen keck hervor, und als sie sich streckte, wogten die Brüste in schwerelosen Wellen, als wollten sie davon schweben.

Gerade, als Lyell sich am Ziel seiner Wünsche wähnte, packte Gianna seine Hand und schwang sie ruckartig zur Seite, während Mireille ihn an den Beinen weg stieß. Kichernd schauten ihm die beiden Frauen nach, als er in einer spiralförmigen Drehbewegung mit verdutztem Gesichtsausdruck der Mitte des Raumes entgegenschwebte und dort hilflos zappelnd hängen blieb. Elegant stieß sich Gianna ab und flog ihrem Liebhaber mit gefährlich hoher Geschwindigkeit nach – sie hatte ihren Schwung falsch eingeschätzt. Mit einem spitzen Schrei rauschte sie an Lyell vorbei, der sie reaktionsschnell am Fußgelenk zu fassen bekam, und seinerseits vom Schwung mitgerissen wurde. Somit taumelten beide wie ein aus dem Lot geratenes Doppelsternsystem der anderen Wand entgegen, aber Gianna krümmte sich, fasste Lyells Fußgelenk, während er das Ihre los ließ, und hangelte sich nach oben, bis sie seinen immer noch erigierten Schwanz erreichte und tief in ihrer Kehle versenkte. Kurz darauf krachte Lyell mit dem Rücken an die Gegenwand, die glücklicherweise wie alle Wände des Aufenthaltsraums weich gepolstert war. Sanft fasste er in Giannas kurzes braunes Haar und zog sie nach oben. Ihre Lippen fanden sich, ihre Zungen, seine Hände konnten -endlich- ihre Brüste greifen und kneten, was sie mit einem wohligen Stöhnen beantwortete.

„Nimm mich“, flüsterte sie heiser und unnötigerweise, denn er hatte sie schon in Position geschoben, um in sie einzudringen. Er fasste sie um die Hüften, wodurch er seinen Halt an der Wand verlor, und die beiden schwebten rammelnd und an den Mündern aneinander festgesaugt wieder der Raummitte zu. Doch in der Gedankenlosigkeit der Lust lockerten sie ihren Griff umeinander, und beim nächsten heftigen Penisstoß wurde Gianna entpfählt und flog mit einem enttäuschten Schrei weg von Lyell, der seinerseits in die Gegenrichtung abgetrieben wurde. Andere Paare machten dieselben Erfahrungen, und bald war der Raum erfüllt von einer Mischung aus Lustschreien, Stöhnen, Schreckensrufen, Gelächter und enttäuschten Lauten. Bis der Kommandant, der als einziger Erfahrung in der Schwerelosigkeit hatte, eine Klappe in der Seitenwand öffnete, und jedem einen der in diesem Schrank aufbewahrten Gurte zuwarf. Die Gurte waren je mit einem kurzen Seil versehen, das am Ende einen Karabinerhaken hatte. Damit konnten sich Paarungswillige aneinander festklicken, wenn sie in der Schwerelosigkeit bumsen wollten, ohne einander ständig zu verlieren.

So kam auch Lyell endlich zu seinem Abschuss, und eng aneinandergeclipt und ineinandergestöpselt schwebten die beiden noch einige Zeit durch den Raum und blickten durch die großen Panoramafenster des Aufenthaltsraums in den Himmel, der voller kristallklar leuchtender Sterne hing. Einer davon war die Erde, mit bloßem Auge nicht mehr zu sehen. Sogar die Sonne war nur noch ein etwas größerer Stern. Selten sah man ein helles Aufblitzen, wenn die automatische Meteorabwehr einen Gesteinsbrocken, der ihre Flugbahn zu kreuzen drohte, vernichtete. Die Illusion, nackt und ungeschützt durch den Weltraum zu schweben war an der Stirnwand des Raums perfekt, wo rundum Fensterflächen waren. Die befriedigten, ausgefickten Kolonisten sammelten sich dort und Stille machte sich breit. Man fühlte sich so klein und unbedeutend, und doch so großartig. Eins mit dem Universum. Eins miteinander. Alle Schwierigkeiten und Streitereien der letzten Wochen waren vergessen. Sie gehörten zusammen! Sie würden miteinander siegen oder untergehen!

Bald begannen aber die ersten zu husten, weil ihnen die umherschwebenden Speichel- Schweiß- und Spermatröpfchen in die Kehle gerieten, und schließlich rief Roger: „Achtung, Beschleunigung nullkommaeins“, und der Computer startete den aus der unendlichen Energie des Kosmos gespeisten Antrieb der „Santa Maria“ auf ein sanftes Zehntel der Erdbeschleunigung, so dass die Orgienteilnehmer langsam zum hinteren Ende des Aufenthaltsraums sanken und dort in einem wilden Durcheinander von Menschen und Gegenständen zur Ruhe kamen. Erst als alle sicher angekommen waren, wurde die Beschleunigung auf 50% der irdischen Schwerkraft erhöht, so dass man gut stehen und gehen, aber doch noch fast ohne Anstrengung aufräumen konnte. Denn nun wurde der fast fünfzig Meter messende Aufenthaltsraum wieder mittels seines raffinierten hydraulischen Gestänges zusammengeklappt, und das Raumschiff wurde zum gedrungenden Zylinder, als der es gestartet war. Den zweiten Teil der Reise würden sie im Tiefschlaf zurücklegen, während das Schiff mit doppelter Erdbeschleunigung bis fast auf Lichtgeschwindigkeit weiterbeschleunigte. Doch zuvor wurde noch ein gemeinsamer, glücklicher, fast übermütiger Abschiedsgruß für die Erde aufgezeichnet und abgesendet. Das Letzte, was die Daheimgebliebenen von ihnen jemals zu sehen und zu hören bekommen würden. Wenn sie, keinen Tag gealtert, wieder erwachten, würden auf der Erde alle tot sein, die sie gekannt hatten.

Roger überraschte alle, als er kategorisch befahl, dass zuerst alle Frauen in den Kälteschlaf versetzt werden sollten. Niemand verstand diese Anordnung, aber andererseits war es ja auch egal. Deshalb gab es keine großen Diskussionen. Gianna küsste Lyell zum Abschied und legte sich in die Kältekammer, deren Haube sich automatisch schloss. Noch bevor sie auf drei zählen konnte, hatte das narkotische Gas sie bewusstlos gemacht, so dass sie von der weiteren Reise nichts mehr mitbekam.

Als sie, nach einer subjektiv unfassbar kurzen, nach Schiffszeit aber, wie sie wusste, rund achtzig Jahre währenden Zeitspanne wieder zu sich kam, wurde es nur allzu klar, warum Roger die Frauen zuerst in den Schlaf geschickt hatte.

 

Drei

Als die schwarze Sonne Thet aufging, ging das Volk in den Bau. Alle außer den Soldatinnen, die den Eingang bewachten und den Hüterinnen der drei weichen Monster. Zwar konnte das Volk auch bei Thet sehen, aber nur im infraroten Bereich. Und da die Oberfläche des Planeten außerhalb des Baus schnell abkühlte, wurden die Beine und Fühler der Arbeiterinnen schnell steif und konnten nur noch langsam bewegt werden. Doch heute erwartete sie eine weitere Überraschung: Die Monster leuchteten Infrarot wie kleine Sonnen. Sie mussten autonome Wärmeerzeuger sein! Die Biologin beobachtete die hell strahlenden Wesen fasziniert. Sie musste hinter das Geheimnis dieser Wärme kommen! Das Volk konnte kaum erwarten, sie zu sezieren. Würde man diese Wärme für den Bau nutzen können? Dies würde das Volk zum mächtigsten der Welt machen. Zum einzigen, das auch im Winter aktiv sein konnte, während alle anderen Völker im langen Schlaf erstarrten. Vielleicht würde man sogar die feindseligen Nachbarvölker im Winter vernichten können, wenn sie wehrlos waren! Die Soldatinnen scharrten bei diesem Gedanken erwartungsvoll mit den Kiefern, während die Arbeiterinnen beim Gedanken an massenhaft Nahrung fast ohne Anstrengung wohlig zu beben begannen. Bald vibrierte der ganze Bau voller Erwartungen, und Thet hatte den Zenit bereits überschritten, als endlich Ruhe eintrat.

Doch noch bevor die gleißende Sonne Hel aufging, geschah etwas, das das Volk erneut in Alarmstimmung versetzte. Von einem der Ungeheuer ging immer stärker eine andere Art von Schwingungen aus. Nicht mehr diese ungerichtete Panik, die man von Beutetieren kannte, sondern etwas – Anderes. Unbekanntes. Die Biologin schob sich näher, um genauer zu sehen, was geschah. Es war eines der größeren Wesen. Seine Mitte strahlte heller als zuvor. Die Sicht war infrarot nicht so scharf, wie bei Tageslicht, aber die Biologin konnte doch erkennen, dass die mittlere Extremität, dieser schlauchartige Fortsatz, sich veränderte. Er erhöhte seine Temperatur und wurde zu einem – Stab. Gleichzeitig sandte das Wesen diese neue Art von Impulsen aus. Es schob sich dicht an das Krüppelwesen heran. Dieses versuchte augenscheinlich auszuweichen, doch das Stabwesen umfasste seinen Leib und hielt mit den oberen Tentakeln die beiden Vorwölbungen an der oberen Körperhälfte fest. Nach einiger Zeit gab das Krüppelwesen seine Ausweichversuche auf, und begann nun auch, diese neue Art von Impulsen auszusenden. Die beiden Wesen pressten ihre Kopffortsätze aneinander, und auf einmal begann auch die Mitte des Krüppelwesens wärmer zu strahlen, obwohl es ja keinen Stab besaß. Fasziniert schob die Biologin sich näher heran. Fast hätte sie die beiden mit ihren Fühlern berühren können. Diese schienen nichts von ihr zu bemerken. Das Dritte sowieso nicht, das lag bewegungslos etwas weiter weg und war eher kühl. Waren die Ungeheuer womöglich auch Thetblind? Konnten sie weder fühlen, noch sich artikulieren, noch ohne Hel sehen? Wie konnten solche Wesen überleben?

Die Biologin erstarrte, als das Stabwesen sich langsam auf das Krüppelwesen schob. Dieses bewegte seine hinteren Extremitäten auseinander, und man konnte erkennen, dass die Wärme, die seine Mitte ausstrahlte, vor allem aus einer kleinen Öffnung zwischen diesen Extremitäten kam. Sprachlos vor Staunen sah die Biologin, sah das Volk, wie das Stabwesen seinen Stab in jene Öffnung schob. „Das Krüppelwesen ist gar nicht verkrüppelt!“, erkannte die Biologin. Die beiden passten perfekt zueinander! Ein Stabwesen und ein Lochwesen, die sich mit einer nicht auf den ersten Blick erkennbaren Steckverbindung vereinigen konnten! Doch was war der Zweck dieses seltsamen Rituals? Entstand womöglich ein neues, gefährlicheres Wesen aus dieser Vereinigung? War das Volk in Gefahr? Schon drängten die Soldatinnen nach vorne, als dieser Gedanke in der Luft lag. Die Ungeheuer mussten vernichtet werden!

Doch die Neugier der Biologin siegte ein weiteres Mal. Man würde rechtzeitig erkennen, wenn Gefahr drohte. Jetzt musste man lernen! Niemand auf der Welt hatte jemals solche Wesen gesehen. Niemand hatte je diese Schwingungen gefühlt, die jetzt immer stärker von den beiden ausgingen, und die das Volk in höchste Anspannung versetzten, welche zwar nicht direkt unangenehm war, aber... ungewohnt und unerwartet.

Das Stabwesen bewegte seinen Stab im Loch hin und her. Die Temperatur stieg weiter an, und außerdem schien sogar Feuchtigkeit auszutreten. Feuchtigkeit! Feuchtigkeit war Gefahr! Wasser war tödlich! Natürlich wusste die Biologin, dass das nicht stimmte. Dass alle Lebewesen, auch die Glieder des Volkes, zumindest auf minimale Mengen Wasser angewiesen waren. Wasser, das in den Nahrungsmitteln gespeichert war, und das sie aufnahmen, ohne es wirklich zu wissen. Auf der anderen Seite stand die atavistische Angst. Das uralte Wissen, dass Wasser in Atemöffnungen drang und tötete. Der Instinkt, bei Regen sofort einen Unterstand aufzusuchen und sich von Gewässern fernzuhalten. Diesmal kämpfte in den Soldatinnen der Drang zu töten gegen den Drang, vor dieser heißen Nässe, die von den beiden Ungeheuern ausging, wegzulaufen.

Plötzlich, noch ehe einer dieser Gedanken in irgendeine Aktion umgesetzt werden konnte, geschah wieder etwas Neues: Ein gewaltiger Impuls ging vom Stabwesen aus, überrollte den ganzen Bau, brachte Arbeiterinnen und Soldatinnen, und wahrscheinlich sogar die Königin und die jungen Drohnen dazu, sich mit zuckenden Gliedern niederzulassen, überwältigt von einem Gefühl, das höchstens dem zu vergleichen war, wenn man eine riesige Menge süßester Nahrung gefunden und verschlungen hatte. Doch ehe das Volk diese Impulse richtig aufnehmen und analysieren konnte, verebbten sie bereits. Das Stabwesen und das Lochwesen lagen wieder bewegungslos dicht beieinander. Zwischen den Hinterbeinen des Lochwesens befand sich Flüssigkeit. Zu wenig, um wirklich gefährlich zu sein, aber doch genug, um das Volk zu beunruhigen.

Bevor der Bau nach diesen schockierenden Ereignissen wieder zur Ruhe kommen konnte, begann die Morgendämmerung. Bald trat Hel über den Horizont und erweckte mit ihrer heißen, hellen Strahlung die Welt zum Leben. Die Pflanzen öffneten ihre Blätter und Blüten, kleine Tiere huschten umher, sich vorsichtig vom Bau des Volkes fernhaltend, und auch die drei Ungeheuer begannen sich zu regen. Sie falteten ihre Hinterbeine zusammen und berührten so mit dem Podex ihres Leibes den Boden. Die obere, kopfähnliche Extremität hielten sie nun wieder nach oben. Alle drei drückten sich eng aneinander, in der Mitte der Fläche, die die Soldatinnen für sie umgrenzten, und so möglichst weit von diesen entfernt.

Die Biologin beschloss, nun systematisch ihre Beobachtungen im Kollektivgedächtnis des Volkes festzuhalten. Die Ungeheuer hatten nur vier Extremitäten. Die obere Extremität war ganz offensichtlich der Kopf, auch wenn es nicht wie ein Kopf aussah und weder Fühler noch Antennen hatte. Die oberen Extremitäten schienen dazu zu dienen, Dinge und andere Ungeheuer festzuhalten. Sie hatten Tentakel an ihren Enden, die beinah so beweglich waren, wie Antennen. Es schien zwei Arten von Monstern zu geben: Diejenigen, mit dem seltsamen Schlauch in der Mitte, der zu einem Stab werden konnte, und dasjenige, das stattdessen eine Öffnung hatte.

In diesem Moment erhob sich eines der Stabwesen, trat einen Schritt zur Seite und ergriff seinen Schlauch. Plötzlich trat und aus diesem Wasser aus! Erschrocken und der Panik nahe wichen die Soldatinnen einen halben Schritt zurück, bevor die Disziplin sie wieder zum Stehen brachte. Doch das Wasser floss als dünnes Rinnsal zwischen ihnen durch, was sie zu unkontrolliertem Zittern brachte. Aber keine verließ ihren Posten. Das Volk war stolz auf seine Soldatinnen. Glücklicherweise war es zu wenig, um wirklich gefährlich zu sein. Die Soldatinnen konnten sich problemlos so aufstellen, dass kein Fuß mit der Flüssigkeit in Kontakt kam. In diesem Moment entleerte auch das zweite Stabwesen seinen Schlauch. Was mochte nur der Zweck dieser Drohung sein? Fühlten sich die Ungeheuer so stark, dass sie das Volk mit Wasser einschüchtern wollten? Nun, wieviel Wasser mochten sie wohl mit sich führen? Viel konnte es ja nicht sein. Und wenn sie keines mehr hatten, konnten sie auch nicht mehr damit drohen. So schnell gewöhnte sich das Volk an neue Gefahren. Das Lochwesen stand nicht auf sondern erhob sich nur ein wenig. Und auf einmal drang zwischen seinen Hinterbeinen ebenfalls Wasser aus. Leider konnte man es nicht genau erkennen, aber die Biologin hatte den Eindruck, dass dass Wasser aus derselben Öffnung kam, die das Stabwesen in der Nacht benutzt hatte. Jetzt wurde es langsam klarer: Die beiden hatten Wasser ausgetauscht, um ihren Angriff vorzubereiten! Das erklärte auch die Nässe, die ausgetreten war. Fast belustigt konstatierte das Volk die Harmlosigkeit dieser Attacke der Monster. Wenn sie nicht mehr zu bieten hatten, als das, dann bestand wirklich keine Gefahr!

Die Biologin entwarf ihren Plan. Überflüssig war nicht das Lochwesen, sondern dasjenige, der beiden Stabwesen, das inaktiv geblieben war. Das Aktivere hatte diese ungeheuren Schwingungen ausgesandt, die das Volk unbedingt noch einmal erleben wollte. Also würde man das Passivere sezieren, um den Sitz dieser Wärmeerzeugung zu finden, und um das Geheimnis zu lüften, wie diese Wesen sich trotz ihrer Weichheit aufrecht halten konnten. Doch man musste schnell handeln, bevor die beiden Stabwesen ihre Plätze tauschen konnten, und man nicht mehr wusste, welches das Studienobjekt war. Schließlich sahen die beiden völlig identisch aus.

Ein kurzer Gedanke, eine der Soldatinnen schob sich nach vorne und ergriff das nutzlose Stabwesen mit den Mandibeln an seiner unteren Extremität, die etwas kräftiger zu sein schien, als die obere. Das andere Stabwesen klopfte mit seinen oberen Extremitäten hektisch auf den Kopfpanzer der Soldatin, die davon nicht sehr beeindruckt war und das Ungeheuer mit einer Wischbewegung ihres Fühlers von sich weg stieß. „Wir wollen es gleich hier sezieren, damit wir es nicht versehentlich vorher zerstören“, bestimmte die Biologin.

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Kommentare

Bild des Benutzers fukov

Amsterdamned, da klingelt aber der Mathematiker und Physiker Verhoeven bis in die korrekte Geschwindigkeit nach sechs Wochen 1g! Wenn ich diesen Ansatz mit vorangegangenen Werken dieser Entdeckerin des Himmels plutimiziere, wird mir ganz schawindelig. Sechs Heinleins

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Bild des Benutzers eichhörnchen

... Klasse! Super! Genial! Unglaublich! Mir fehlen irgendwie die Worte, um diese Meisterleistung ausreichend zu würdigen. Ich finde, dass Du, liebe Salomé, Dich inzwischen einfach unglaublich weiterentwickelt hast als Autorin hier und auf einem unglaublichen Niveau schreibst. Es ist immer wieder ein Genuss von Dir zu lesen und Du schaffst es mit Deiner Vielseitigkeit mich immer wieder zu überraschen. Hier stimmt einfach alles: Die Erzählweise, die Aufteilung und der Aufbau der Erzähl- und Handlungsstränge; die Art und Weise wie von diesen unterschiedlichen "Wesen" erzählt wird, die sich nicht kennen, noch nie gesehen habe und nicht verstehen; die Zeitsprünge, die so aufgebaut sind, dass man danach giert mehr zu erfahren, die Geschichte verstehen will und dem Moment entgegenfiebert an dem sich der Kreis schließen wird ....

Dir ist ein toller Anfang einer tollen Geschichte gelungen, die mich sicher noch das eine oder andere mal überraschen und begeistern wird. Da bin ich mir sicher. So und während ich nun jetzt schon ungeduldig auf den nächsten Teil warte, lasse ich natürlich sechs scheinende Sterne da.

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Bild des Benutzers Jo Phantasie

Es einmal in Schwerelosigkeit treiben, der Traum eines jeden, der einmal Miss Piggy dabei zugesehen hat ...?

Nein, ich glaube, da wird allen Softfuckern wirklich bei schlecht und das im Raumschiff übliche reuse, das Einsammeln der Körperflüssigkeiten mit dem spermsucker zur Wiederverwendung für einen leckeren Latte macchiato ein Albtraum.

Die Idee, ein Fickofiction zu schreiben, ist genial und die noficten werden uns noch für die Vorteile dieser warmblütigen weichen und harten Passformen beneiden. Sechs Paral Ultragrip!

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Bild des Benutzers Tartarus

Wenn ich so den Kommentar von fukov lese bin ich wohl nicht der einzige der gleich eine Assoziation mit Starship Troopers hat.

Ich finde es einfach genial geschrieben und könnte mir das ganze gut als prequel zur besagten Filmreihe vorstellen.

So überlasse auch ich dir 6 Sterne für dein Universum

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Bild des Benutzers Salomé - † 2016

...dass auch Krabbeltiere ihre Anhänger finden? Vielen Dank!

@fukov: Heinleins? Waren die Asimovs aus? Aber gut, die sind auch hübsch. Hier, auf dem Fensterbrett

@eichhörnchen: Gerade, dass Nagetierchen etwas mit Ameisen anfangen können, finde ich toll. *rotwerde* danke für die Blumen.

@Jo: Danke für den Link! Jetzt weiss ich, womit ich auf der langen Reise die Frauen beschäftigen kann, während sich die Männer, äh, erholen.

@Tartarus: Bin ich jetzt unglaubwürdig, wenn ich versichere, dass ich Star Ship Troopers nie gesehen habe?

Velen Dank Euch allen für den warmen Empfang meiner Gehversuche in einem neuen Genre. Ich hoffe, ich kann die Spannung halten.

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Bild des Benutzers fukov

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Bild des Benutzers Megs ·Administrator·

be-knaxte Holländer mit Migrationshintergrund und James Tiberius Kirk kämen auf die Idee, während sie von mannsgroßen Käfern gefangen sind, zu vögeln.

Und vor den beiden großen Herren der Sci-Fi Heinlein und Asimov kommt der noch viel größere Stanislaw Lem! Nur, um hier mal für klare Fronten zu sorgen.

Daher ist die einzige angemessene Wertung: Sechs Lems

 

live long and prosper

Megs (ohne Ohren)

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Ich bin der mit dem Schlüssel für die Bibliothek. Bücherei-Ausweise gibt's nur bei mir. ;)

Bild des Benutzers Megs ·Administrator·

Wir sind die Borg. Sie werden assimiliert werden. Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde und ergeben Sie sich. Wir werden ihre biologischen und technologischen Charakteristika den unsrigen hinzufügen. Ihre Kultur wird sich anpassen und uns dienen. Widerstand ist zwecklos!

(Gehört Roddenberry dann eigentlich auch zu den Großen?)

 

Nicht, dass hier noch jemamd aufmüpfig wird, und Captain Megs infrage stellt.

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Ich bin der mit dem Schlüssel für die Bibliothek. Bücherei-Ausweise gibt's nur bei mir. ;)

Bild des Benutzers fukov

dass die Borg nach der Assimilation eines Pinguins alle süß und knuddelig werden, habe ich schon immer geahnt. Auf die borgsche Guck-O-Matic sollte man dabei allerdings nicht verzichten.

Den Strugazkis jedoch können auch Lem und Asimov zusammen nicht das Wasser reichen. Amen

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Bild des Benutzers Borderl1ne

also ich glaub dir das. Muss man auch nicht kennen, es sei denn man mag diese eine Schauspielerin, die mit den großen ... Augen, die war später sogar mal Bond Girl. Die andere war auch nicht schlecht vor allem weil sie einen richtig witzigen Porno Namen hatte, Dizzy Flowers oder so.

Ich jedenfalls assoziere keine Arachnoiden(!) sondern zuerst mal den teuersten Porno aller Zeiten. ;-)

Und dann denke ich an ein Weltraumballett. Doh, das war der falsche Clip, meinte natürlich sowas wie diesen hier oder den, womit ich bei der Geschichte wäre. Die Parallele liegt doch auf der Hand: So wie Kubrick mit seinen Filmen spielt Salomé einfach in einem anderen Universum, was die Schreibe angeht. 

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Bild des Benutzers Jo Phantasie

Nein, bislang alles falsch, alle haben sich hier um Lichtjahre verschätzt!

Der Beschreibung nach handelt es sich eindeutig um den Planeten Koozebane.

Es ist klar, wer einmal die koozebanische Balz durchgeführt hat, dem bleibt nur ein müdes Lächeln für humane Fortpflanzungstechniken.

Man achte auf den Abschluss, den Galleohoophoop!!

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Bild des Benutzers Megs ·Administrator·

für Jo P.

Und noch viele, viele Galeo-huphup.

"Und wieder mal hat die Lieber furchtbar zugeschlagen."

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Ich bin der mit dem Schlüssel für die Bibliothek. Bücherei-Ausweise gibt's nur bei mir. ;)

Bild des Benutzers Salomé - † 2016

...dass nicht alle von Euch diese Geschichte mit dem nötigen Ernst betrachten? Tsts. *Augenverdreh*.

@Megs: Naja, Formicidae verständigen sich ja unter Anderem auch mit Pheromonen. Und einige der Phermonone auf New Hope haben, Laune der Natur oder unglaublicher Zufall, auf Menschen ausgeprägt aphrodisierende Wirkung. Aber natürlich wissen das unsere Gestrandeten noch nicht... Und die Borg, die waren da und sind frustriert wieder abgezogen.

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Bild des Benutzers latexvieh

...nagut, der Pinguin, aber nur ein bisschen, denn er hat den Entscheidenen hinweis vergessen !

Holländer, mit Migrationshintergrund (jetzt kommt es): Die direkt neben über Coffeeshop wohnen könnnen nur auf solche phärvärsen Gedanken kommen.

 

Ansonsten ist ja wohl Rodenberry ungeschlagen und wird perfekt durch Douglas Adams ergänzt.

 

Salömchen: Da ich ja eine einfache strukturierte, auf Kohlenstoffbasis vom Affen abstammende biologische Lebensform bin,
(ja, so stehts in der Enzyclopedia Galactica), auch nur in gewohnter direkter Weise ein paar kritische Wörter von mir:

 

"ICH WUSSTE NICHTS DAVON", aber mir gefällts sehr gut, es liesst sich ganz toll, die beste Geschichte die ich seit langem hier angefangen abe zu lesen !

 

Jetzt mach blos weiter und schnell Feierabend !d

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Bild des Benutzers Latexmike

Hm ich dachte da eher an einen der ersten Perrry Rhodan Planetenromane. Da kamen auch Menschen mit einer Intelligenten Insektenzivilisation in Kontakt aber die Kontaktaufnahme klappte nicht weil die Insekten nicht als Intelligent Erkannt wurden.

Klasse Geschrieben bin mal auf Teil 2 gespannt.

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Bild des Benutzers Raale

neidlose Anerkennung für Idee, Sprache, Umsetzung einfach alles. Und schon der Nachschlag *freu*

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Bild des Benutzers Tony 2360

erlaube ich mir, den Vorwurf der unernsten Leserschaft strikt von mir zu weisen. Wie es sich für einen Seriösling gehört, werde ich fortan weiter beobachten und akribisch erfassen bzw. analysieren. Vorerst sechs Sterne in diesem Teil des Alls als Basis hinterlasse und Patrouille fortsetze.

Abschlussbericht zum Abschluss. Sagt ja schon der Name.

Heutiger Eintrag im Logbuch: Störungsfreie Startphase, zwischenzeitliche organisch-psychologische Interferenzen, alle Systeme intakt, erste Kontaktaufnahme vollzogen, weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

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