Chile Kapitel 9

"Klappentext": 
Eine Galeerengeschichte
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Kapitel 9

Der Heli setzte die drei Frauen am späten Nachmittag auf der Hazienda ab. Nachdem sie gelandet waren, stieg der Pilot aus und ging zum Laderaum, von wo er mehrere Eisenplatten hervorholte und diese am Rande der Landemarkierung ablegte. Offenbar waren die ziemlich schwer, weil er jede Platte einzeln auslud.

Nachdem der Heli wieder abgeflogen war, gingen die drei Frauen zu den Platten. Sie waren etwa zwanzig mal zwanzig Zentimeter groß und unterschiedlich dick und hatten abgerundete Ecken. Jede Platte hatte eine Öse auf der Oberseite angeschweißt. Eva und Gwen sahen Petra fragend an.

„Wir haben doch darüber gesprochen, dass wir einige Sklavinnen brauchen, die die Zimmer und anderen Bereiche reinigen. Und auch für sonstige Arbeiten. Die Frage war dann, wie wir verhindern können, dass diese Sklavinnen abhauen können oder etwas Verrücktes anstellen, aber gleichzeitig relativ beweglich sind. Ich glaube, diese Platten sind die Lösung. Wir verpassen ja jeder Sklavin Hand- und Fußeisen sowie ein schweres Halseisen. Wir befestigen einfach eine fünf Meter lange Kette am Halseisen oder auch an den Fußeisen und das andere Ende an so einer Platte. Die hier wiegen 12, 15 und 18 Kilo. Mehr zum Ausprobieren. Kira wird dabei unser Versuchskaninchen spielen.“

„Warum nehmen wir nicht einfach Eisenkugeln, die sonst auch für Gefangene benutzt werden? Die Dinger hier sind ziemlich klobig“, fragte Eva.

„Au ja“, erwiderte Petra, „und beim ersten Seegang werden die Sklavinnen von den Kugeln mitgerissen und die Kugeln kullern uns durch die Füße.“

„Ooops“, meinte Eva, „Daran habe ich nicht gedacht.“

„Wir werden die Platten unten auch noch mit einer Gummi-Lage ergänzen, damit sich der Halt auf Bord noch verbessert. Im Moment geht das zum Testen aber auch so. Gwen, kannst du bitte Kira holen? Mach bitte nur die Fesseln los aber bring die Kette und das Schloss mit.“

Gwen ging zum Bungalow hinüber und kam nach einigen Minuten mit Kira zurück. Kira trug das eine Ende der Kette um den Hals, das andere hielt Gwen fest. Petra nahm Gwen das Ende der Kette ab und befestigte es mit dem Schloss, das Gwen ihr reichte, diese an der kleinsten der drei Platten.

„Du wirst jetzt die beiden übrigen Platten in den Bungalow schaffen“, befahl Petra ihrer Sklavin. „Und lass dir nicht einfallen, hier rumzutrödeln. Dann gibt es die Peitsche.“ Damit gingen die drei Frauen zum Bungalow, wo sie sich auf die Terrasse setzten. Gwen machte Cocktails und sie entspannten. Der Tag war nach aller Meinung sehr erfolgreich gewesen. Ab und zu sahen sie zu Kira hinüber, die sich mit den Platten abmühte. Zuerst versuchte diese, ihre Platte und zusätzlich eine der anderen Platten zu tragen, aber das war für sie einfach zu schwer. Schließlich entschloss sie sich, immer erst die eigene Platte ein Stück weit zu tragen und dann die anderen Platten nachzuholen. Petra ging mit einer Peitsche zu Kira und verpasste dieser ein halbes Dutzend Schläge, um sie anzutreiben.

Als sie wieder auf der Terrasse zurück war, wandte sich das Gespräch anderen Themen zu.

„Wie wollt ihr die Zwillinge denn zu Ponys erziehen“, fragte Eva.

„Wir werden sie reichlich brutal behandeln“, sagte Gwen. „Sehr viel Peitscheneinsatz. Außerdem werden wir immer, wenn eine einen Fehler macht oder den Befehlen nicht sofort nachkommt, die andere dafür bestrafen. Als Zwillinge stehen sie sich besonders nah und ich bin mir sicher, dass sie alles tun werden, um einander vor Schlägen zu verschonen.“

„Das gefällt mir. Wollt ihr den Beiden morgen die neuen Fesseln anlegen?“

„Ja, das steht als Erstes auf dem Programm. Willst du dabei zusehen?“

„Auf alle Fälle. Ich bin gespannt, wie euch das System gefällt. Wenn eine Sklavin erst einmal so eine Fessel angelegt bekommt, kann man die Fessel nur noch mit extremem Aufwand wieder abnehmen. Ich zeige euch das morgen.“

„Und die Pony-Dresses“, erkundigte Petra sich.

„Die liegen bereits in einem der Räume neben den Zellen bereit“, erwiderte Eva.

Endlich war auch Kira mit den Platten im Bungalow angekommen. Befriedigt betrachteten die drei Frauen deren nassgeschwitzten Körper. Eine der neuen Striemen von Petras Auspeitschung war aufgeplatzt und es lief etwas Blut den Körper hinab.

„Geh in die Küche und mach unser Abendessen fertig“, befahl Petra. „Dein Futter bekommst du erst, wenn wir mit dem Essen fertig sind, also beeil dich. Und lass dir nicht einfallen, von unserem Essen etwas zu nehmen!“

Kira schleppte nun die eigene Platte in die Küche und begann dort, wie befohlen, das Abendessen für die Frauen zu machen. Als sie es fertig hatte, brachte sie alles auf die Terrasse. Dann musste sie sich in eine Ecke stellen und den Frauen zusehen, wie diese aßen. Anschließend musste sie den Tisch wieder Abräumen und die Reste wegwerfen. Erst nachdem sie auch noch das Geschirr gespült hatte, durfte sie sich eine Dose Hundefutter aufmachen und dieses essen. Auch wenn es sehr fad schmeckte, aß sie es mit großem Appetit. Sie war echt hungrig und hatte ihren anfänglichen Ekel längst überwunden.

Später riefen Gwen und Petra Kira wieder auf die Terrasse und zwangen sie, ihnen die Füße abzulecken.

Am nächsten Morgen holten Gwen und Petra zuerst Monika aus der Zelle und ließen Sonja dort zurück. Da sie immer noch Hand- und Fußschellen trug, hatte sie keine Chance, sich zu wehren.

Petra fesselte Monika an einen Pfahl indem sie ihr die Handschellen kurz abnahm und sie die Arme um den Pfahl herumführte und sie dort wieder anlegte. Dann kam Eva und brachte ihnen die neuen Fesselsets. Das erste Teil war ein schweres Halseisen aus glänzendem Edelstahl von zwei Zentimeter Dicke und fünf Zentimeter Höhe, das aus zwei Teilen bestand, die jeweils einen ovalen Halbkreis bildeten und die am Ende Glieder hatten, so dass sie in einander gesteckt werden konnten. Die Glieder hatten Gewindelöcher, die von oben bis fast ganz unten reichten. Gwen spritzte zuerst eine sehr kleine Menge Flüssigmetall in das Gewindeschloss des untersten Gliedes und legte Monika die beiden Teile um den Hals. Sie steckte dann Schrauben in die Gewindelöcher und drehte die Schrauben so weit hinein, wie es ging. Dann reichte Eva ihr einen zur Schraube passenden 6-Kant-Schlüssel und sagte ihr, die Schraube damit weiter festzudrehen. Nach einer halben Umdrehung gab es ein Knacken und der Kopf der Schraube brach etwa 2 Millimeter unterhalb des oberen Randes der Glieder ab. Gwen schaute einen Moment überrascht, dann sah sie zu Eva hin.

„Das ist eine Soll-Bruchstelle. Ohne den Kopf lässt sich die Schraube nicht mehr herausdrehen“, erläuterte Eva. „Jetzt noch oben ein Wenig vom Flüssigmetall und das Eisen hält ewig. Wenn man es abnehmen will, muss man es durchsägen.“

Petra und Gwen betrachteten das Resultat, nachdem Gwen auch die zweite Schraube in das Halseisen eingeführt hatte und sie waren sehr zufrieden. Gwen benutzte nun das Halseisen, um Monika mit einer Kette an den Pfahl zu fesseln und legte dann Monika ähnliche Eisen an den Händen und zuletzt an den Füßen an. Alle Eisen waren Oval geformt, um sich der Form der Hand- und Fußgelenke anzupassen. Die Fußeisen waren 6 Zentimeter hoch, die Handeisen nur 4 Zentimeter. Zusammen ergaben sie mehrere Kilogramm Eisen, das die Sklavinnen nun ein Leben lang mit sich herumschleppen mussten.

Nachdem Monika so versorgt war, kam zuerst Sonja an die Reihe und zuletzt auch noch Kira. Kira wurde anschließend wieder in den Bungalow gebracht und an ihre Eisenplatte gekettet. Sie musste dann den Bungalow putzen und die Betten machen.

Gwen und Petra brachten dann die Zwillinge zu zwei Gebilden, die Teppichstangen ähnlich sahen. Dort wurden sie mit weit gespreizten Armen und Beinen angekettet. Während der ganzen Zeit schrien Gwen und Petra die verängstigten Sklavinnen an. Als die Sklavinnen wehrlos an den Teppichstangen standen, holten Gwen und Petra sich lange Peitschen und stellten sich hinter sie. Gwen und Petra hatten vereinbart, die Sklavinnen zuerst einmal auszupeitschen, um sie einzuschüchtern. Sie ließen sich viel Zeit dafür und jede Sklavin bekam dreißig Schläge mit der Peitsche auf den bloßen Rücken, der schnell von Striemen übersät war. Eva sah dabei zu und war von dem methodischen Vorgehen der Beiden beeindruckt. Einige der Striemen platzten auf und etwas Blut sickerte heraus. Die Sklavinnen schrien anfangs laut, aber irgendwann konnten sie nur noch wimmern. Nach der Auspeitschung mussten sie eine Zeitlang in der prallen Sonne stehen bleiben, während Gwen und Petra eine Pause einlegten.

Als sie mit ihrer Pause fertig waren, gab Eva ihnen noch die Ponydresse und verabschiedete sich dann, um ins Büro zu fahren.

Gwen und Petra legten nun Monika und Sonja die schweren Ponydresse an. Die bestanden aus dickem, schwarzem Leder und bedeckten die Oberkörper sowohl vorne als auch hinten bis zur Hüfte. Vorne gab es großzügige Löcher, um die Brüste freizulegen. Vorder-und Hinterteil wurden durch mehrere Schnallen fest verbunden. Als das harte Leder die frischen Striemen berührte, stöhnten die Sklavinnen laut. Die Oberteile waren mit einer Unzahl D-Ringen ausgestattet, an die nun die Handeisen mit Schlössern festgemacht wurden.

Vorne an den Oberteilen wurden zwei Riemen befestigt, die zu einem Ring liefen. Vom Ring aus ging dann ein einzelner Riemen weiter. Petra führte erst Monika diese Riemen zwischen den Beinen nach hinten und reichte sie an Gwen weiter, die den einzelnen Riemen dann dort am Oberteil befestigte und so stramm anzog wie möglich. Später würden sie andere Riemen dafür benutzen, die mit Dildos und Plugs bestückt waren, aber sie fingen lieber einfach an, um auch später noch Möglichkeiten zu haben, die Sklavinnen härter zu behandeln.

Zuletzt lösten sie die Ketten, die den Sklavinnen die Beine auseinandergezogen hatten und legten ihnen kurze Ketten von 60 Zentimetern Länge zwischen den Fußeisen an. Eva hatte ihnen gesagt, dass ihre Ponys barfuß herumlaufen sollten. Gwen nahm sich eine Führleine und hakte diese bei Sonja ans Halseisen an, während Petra sich Monika ebenso anleinte. Dann zogen sie die Sklavinnen hinter sich her, wobei sie ständig das Tempo steigerten, bis sie ein Dauerlauf Tempo erreichten. So liefen sie mehrere Runden über verschiedene Wege, die kreuz und quer über die Hazienda verliefen.

Nachdem sie über eine Stunde so herumgelaufen waren, kamen sie zu ihrem Bungalow zurück. Sie machten die Führleinen an Ringen fest und ließen die Sklavinnen in der prallen Sonne stehen, während sie auf der schattigen Veranda ein leichtes Mittagessen zu sich nahmen.

Erst als sie sich ausgeruht hatten, befahlen sie Kira, den Sklavinnen etwas zum Trinken zu bringen. Monika und Sonja waren vollkommen erschöpft. Die Sonne brannte auf die schwarzen Ponydresse herab und wo diese die Haut nicht bedeckten, war die Haut bereits leicht gerötet, wodurch sich ein Sonnenbrand ankündigte.

Nach der Pause holte Petra sich einen Golfwagen aus einem Schuppen. Sie hatte für diesen Tag genug Bewegung gehabt, so band sie die Führleinen der Sklavinnen hinten an den Golfwagen und zog sie hinter sich her. Den Sklavinnen blieb nichts Anderes übrig, als hinterher zu laufen. Aber schon nach zwanzig Minuten war Sonja mit der Kraft am Ende und sie stürzte. Petra hielt an und kam mit der Peitsche zu Monika. Sie fing an, diese auszupeitschen, während sie Sonja anschrie: „Steh auf, du faules Luder, oder ich schlage deiner Schwester die Haut vom Leib.“

Sonja bemühte sich, aufzustehen, was ihr extrem schwerfiel. Aber sie wollte Monikas Leiden auf keinen Fall verlängern. „Warum schlagen sie nicht mich“, fragte sie verzweifelt.

„Weil hier immer die andere die Strafe für das Versagen der einen bekommt, darum!“

Endlich kam Sonja wieder auf die Beine und Petra setzte sich wieder auf den Golfwagen und fuhr los. Es dauerte nicht lange, bis Sonja wieder zusammenbrach und erneut fing Petra an, Monika auszupeitschen. Diesmal dauerte es etwas länger, bis Sonja sich aufrappelte. Am liebsten wäre sie liegen geblieben und hätte Petra sie ausgepeitscht, hätte sie das getan. Aber durch diese perfide Vorgehensweise war sie gezwungen, wieder aufzustehen.

Nachdem eine kurze Zeit danach auch Monika einmal hinfiel und Sonja dafür ausgepeitscht worden war, brachte Petra die beiden wieder zu ihrer Zelle zurück. Sie machte in der Zelle aber die Ketten nicht ab und zog ihnen auch die Ponydresse nicht aus. Erst zwei Stunden später musste Kira den Beiden Wasser und Hundefutter bringen, was auf flachen Tellern und Schüsseln serviert wurde. Zuerst stürzten sich Monika und Sonja auf das Wasser und Kira füllte ihnen die Schüsseln mehrfach nach.

„Was machst du hier“, fragte Monika, nachdem sie endlich genug getrunken hatte.

„Diese Petra und die andere Frau, sie heißt wohl Gwen, halten mich hier als Sklavin. Ich muss ihren Bungalow in Ordnung halten. Außerdem muss ich sie bedienen und sie verlangen von mir, dass ich Sex mit ihnen habe. Alles was ihnen als Widerwärtigkeiten einfällt. Dann gibt es noch diese Eva, die anscheinend hier der Boss ist. Sie hat auch eine eigene Sklavin. Und sie will, dass Petra und Gwen euch zu Ponygirls ausbilden. Ihr müsst dann Wagen ziehen oder sowas. Aber nach dem, was ich mitbekommen habe, ist das nur vorübergehend. Danach sollen wir alle auf einer Galeere als Rudersklavinnen schuften.“

„Auf einer Galeere? Sowas gibt es doch gar nicht mehr“, meinte Sonja.

„Doch, sie sind dabei, eine zu bauen. Und sie bauen auch ein eigenes Gefängnis.“

„Das ist doch krank“, meinte Monika.

„Stimmt“, entgegnete Kira, „aber diese Eva ist irre reich, und sie hat die Polizei und das Militär hier in der Tasche. Alles Bestechung. Es sollen auch noch viel mehr Sklavinnen kommen. Und wenn wir nicht rudern, sollen wir dann als Sexsklavinnen von den dreien hier und auch anderen Aufseherinnen dienen.“

In diesem Moment kam Petra in die Zelle. „Was schwätzt du hier rum“, fuhr sie Kira an und gab ihr einen Tritt in den Hintern. „Mach, dass du in den Bungalow kommst und das Abendessen vorbereitest.“ Damit schob sie Kira aus der Zelle. Sie betrachtete Monika und Sonja noch einmal und grinste boshaft. „Dann bis morgen früh“, meinte sie und verließ die Zelle, die sie hinter sich abschloss. Sonja und Monika hörten noch, wie sie Kira weiter anschrie.

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In einem Gefängnis im Süden von Paris betrat Marie-Claire, oder MC, wie sie von ihren Kolleginnen genannt wurde, wütend die Kantine für Aufseherinnen. Sie schleuderte frustriert ihren Schlagstock in die Ecke.

„He, MC, was ist“, fragte Charlotte.

MC nahm sich einen Stuhl und setzte sich Sie stützte die Arne auf die Tischplatte und fuhr sich mir den Händen durch das Gesicht. Dann lehnte sie sich nach hinten und atmete durch. „Diese Scheißkuh Bernadette in 232!“

„Ach die mal wieder? Was hat sie diesmal gemacht“, erkundigte Charlotte sich.

„Was sie gemacht hat? Diese Kuh hat ihre ganze Zelle zerlegt. Den Schrank, den Stuhl, den Tisch, das Bett. Einfach alles.“

„Und jetzt?“

„Jetzt ist sie in einer Zelle im Keller.“

„Na, dann ist doch alles in Ordnung.“

„Ach so, es ist alles in Ordnung“, fauchte MC. „Nichts ist in Ordnung. Spätestens übermorgen ist ihr Anwalt hier und beschwert sich über die Behandlung. Und die Scheißverwaltung wird wieder einknicken. Dann bekommt sie neue Möbel. Neue, wohlgemerkt, nicht etwa gebrauchte Sachen, weil das sonst gegen ihre so tolle Würde verstößt. Und wer darf den alten Mist wegräumen und die neuen Sachen anschleppen? Dreimal darfst du raten. Und dann wird sie als Nächstes behaupten, wir hätten ihre Wertsachen gestohlen.“

Wahrscheinlich hast du recht“, erwiderte Charlotte, „aber so läuft das nun mal. Es kotzt mich ja auch an. Was meinst du, warum ich demnächst hier aufhöre?“

MC fuhr herum. „Du machst was?“

„Ich habe ein anderes Angebot bekommen. Schlimmer als hier kann es nicht sein, und wenn die wirklich Wort halten, wird es echt gut.“

MC rückte näher zu ihrer Kollegin. „Erzähl.“

Charlotte sah sich um. „Also, das läuft über das Internet. Ich bin da auf so einer Chatseite und habe ein Angebot bekommen. Erst habe ich gedacht, die wollen mich verarschen, aber dann.“

„Was dann“, fragte MC.

„Ich habe gesagt, dass ich einen Beweis brauche, dass das alles echt ist. Es geht um einen Job im Ausland. Die haben mir ein Flugticket geschickt und mir 2000 Euro Reisekostenvorschuss überwiesen.“

„Ein echtes Ticket?“

„Das ist so ein Code. Ich habe eine Bekannte bei Air France gefragt, ob das echt ist. Sie hat es gecheckt. Es ist ein echtes Ticket hin und zurück nach Santiago de Chile. Business Class. Voll bezahlt.“

Das gibt es nicht“, meinte MC. „Und was sollst du dafür tun?“

„Also das wirst du nicht glauben: ich soll als Aufseherin auf einer Galeere arbeiten.“ Charlotte grinste. „Die Rudersklavinnen sollen mit der Peitsche angetrieben werden.“

„Wo gibt es denn noch Galeeren? Ich gebe ja zu, das würde mir echt Spaß machen, aber das klingt doch verrückt.“

„Ich werde mir das auf alle Fälle ansehen. Das Gehalt wäre weit höher als hier und schlimmsten Falls habe ich das Flugticket und die 2000 Euro. Wenn es nichts wird, mache ich halt eine Zeitlang Urlaub in Chile. Wäre auch nicht schlecht. Und wenn es mit dem Job nicht klappt, kann ich hier immer wieder anfangen, so verzweifelt wie die hier Leute suchen.“

„Haben die gesagt, wie das ablaufen soll?“

Charlotte nickte. „Ja, ist zwar komisch, aber wie gesagt, nicht uninteressant. Offenbar bauen die grade eine Galeere, um Fracht zu transportieren. Aber eigentlich mehr als, wie soll man das nennen, Spielplatz für Frauen mit einem besonderen Geschmack. Auf der Galeere müssen Sklavinnen rudern und stehen den Aufseherinnen und der Crew als Spielzeuge zur Verfügung. Da kann man mit machen, was man will, außer die Sklavinnen umbringen. Die können noch nicht alle Daten genau angeben, weil ihnen bei einigen Sachen die Erfahrung fehlt. Die sind diesbezüglich sehr ehrlich. Jedenfalls soll man drei Fahrten auf der Galeere machen, Dauer circa eineinhalb Monate je Fahrt. Dann eine Fahrt lang in einem Gefängnis, wo Sklavinnen ausgebildet werden und so weiter, dann eine Fahrt Urlaub. Unterbringung auf der Galeere und im Gefängnis in Doppelzimmer. Kost und Logis sind frei, dazu Krankenversicherung und sie zahlen hier in Frankreich in die Rentenkasse ein.“

„Das klingt ja paradiesisch“, meinte MC. „Da könnte ich glatt mitmachen. Gibt es denn keinen Haken?“

„Den gibt es auch. Mehr als einen, aber nichts, was extrem wäre. Erstens ist natürlich Stillschweigen angesagt. Und Zweitens muss man eine der ersten Fahrten als Sklavin mitmachen, damit man die Belastung der Sklavinnen besser einschätzen kann. Und dabei wird man zu hundert Prozent wie eine Sklavin behandelt. Aber, ich habe darüber nachgedacht, das könnte echt spannend sein. Zwar extrem hart aber trotzdem. Außerdem stehen wir bis zu einem gewissen Grade auch den Offizieren und dergleichen zur Verfügung. Sind aber fast alles Frauen.“

„Was soll das heißen, wir stehen ihnen bis zu einem gewissen Grade zur Verfügung?“

„Naja, für Sex und Fesselspiele, aber nicht so wie die Sklavinnen. Die Peitsche gibt es nur für die Sklavinnen.“

„Damit könnte ich leben. Wie bist du da drangekommen? Kann man sich da bewerben?“

Charlotte grinste. „Du solltest aber dir die Sache genau überlegen. Aber wenn du willst, kann ich dich vermitteln. Da bekomme ich sogar eine Prämie. Aber die würde ich mit dir teilen.“

„Und bis wann müsste ich dir Bescheid geben“, erkundigte MC sich.

„Sag mir die Tage Bescheid. Ich werde denen erklären, dass du die gleichen Beweise brauchst wie ich. Dann kannst du rechtzeitig hier kündigen und in knapp 2 Monaten geht es los.“

MC stand auf. „Ich sage dir Bescheid.  Vielleicht gehe ich dann aber vorher nochmal bei Bernadette vorbei und über vorher ein bisschen.“

„Charlotte grinste und stand auf, um ihre Runden wieder aufzunehmen.

Ein paar Tage später betrat Carmen den Gefängnishof. Sie würde sich mit Margeritas Kumpanin Paula treffen, die einige Mitgefangene um sich scharte. Weil Carmen schon zu Margeritas Gruppe gehört hatte, hatte sie eine bevorzugte Stellung in der Gruppe. Sie sah sich um und wunderte sich. Normalerweise war Paula immer als eine der ersten auf dem Hof. Aber heute war sie Nirgendwo zu sehen. Carmen wartete etwas, aber schließlich ging sie zu einer der Wärterinnen. „Seniora, entschuldigen Sie bitte, ich suche Paula.“

„Da hast du Pech“, war die Antwort. „Die ist heute Morgen verlegt worden.“

„Wohin?“

Ein Schulterzucken war die Antwort.

Carmen fragte sich, wann sie selber wohl verlegt werden würde. Und ob sie da Paula oder Margerita oder eine der Anderen dort treffen würde.

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