Bettina, Kapitel 4, Die Strafe

"Klappentext": 
Bettina will ihre masochistischen Neigungen ausleben, und bekommt mehr als sie will.
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Die beiden Wächterinnen, wie Bettina sie im Geiste nannte, lösten die Fußfesseln und führten Bettina zum Fahrstuhl. Die Schwarzhaarige hatte sie fest am Oberarm gepackt. Als sich die Tür öffnete, betraten sie die leere Kabine und die Frauen manövrierten Bettina so, dass sie in Ecke schauen musste. Sie wurde, wie zu Urzeiten in der Schule, in die Ecke gestellt. Es war erniedrigend und erregend zugleich. Bettina fragte sich, was wäre, wenn der Fahrstuhl anhielte und andere Fahrgäste ihre gefesselten Hände sähen. Die Wächterinnen hatten da scheinbar keine Sorge.

Die Fahrt ging nach unten, wohl in das Untergeschoss, was Bettina nach dem Aussteigen an den roh verputzten Wänden zu erkennen glaubte. Sie wurde in einen erstaunlich hohen Raum geschoben, der weitgehend leer war, lediglich ein paar Stahlschränke und Tische waren an einer der Wände. An der Decke waren Vorrichtungen, die Bettina nicht deuten konnte.

Die Blonde baute sich vor Bettina auf und musterte sie, Bettina traute sich nicht aufzuschauen. Dann hielt die Blonde ihr ein kleines Gerät, wie ein Rasierapparat vor das Gesicht. „Weißt Du was das ist?“ „Nein, gnädige Frau“. Das ist ein Taser. Sie drückte einen Knopf und gefährlich aussehende und knisternde Funken bildeten sich. „Das ist sehr schmerzhaft und setzt Dich sofort außer Gefecht. Du bleibst schön brav, wenn wir jetzt Deine Handschellen öffnen. Hast Du das verstanden?“ „Ja, gnädige Frau“.

Die Blonde trat einen Schritt zurück und die Schwarzhaarige öffnete die Handschellen. Bettina rieb sich die Handgelenke. „Ausziehen!“ befahl die Blonde und die andere gab Bettina eine große Plastiktüte, offensichtlich für ihre Sachen. Bettina begann sich auszuziehen, wieder spürte Sie ihre Erregung. „Schneller!“, das Kommando kam drohend daher. Bettina beeilte sich so gut es ging. Schon nach kurzer Zeit stand sie völlig nackt vor den beiden. 
Die Tüte wurde ihr abgenommen und die Schwarzhaarige überreichte ihr ein paar Schuhe. Bettina schluckte. Die knallroten Schuhe hatten schwindelerregend hohe und spitze Absätze. Wie sollte sie darin stehen? „Anziehen!“ Bettina bückte sich und schloss die Schnallen, die die Schuhe fest an ihrem Fuß hielten. Ohne die Schnallen zu öffnen, würden die Schuhe nicht auszuziehen sein. Bettina richtete sich auf und spürte das veränderte Stehgefühl. Sie musste das Becken herausdrücken und die Brust heben um das Gleichgewicht zu halten. Entgegen ihrer Befürchtung stand sie einigermaßen stabil.

Die Schwarzhaarige zog Bettinas Hände hinter den Rücken. Aber sie legte ihr keine Handschellen an, sondern etwa daumenbreite Lederbänder, die mit einem Karabinerhaken zusammengeschlossen wurden. Bettina wusste, dass die Lederarmbänder gewählt wurden, wenn Gewicht auf die Arme kommen sollte und Handschellen zu Verletzungen führen würden.

Bettina war nun wieder genauso ausgeliefert wie zuvor nur völlig nackt. Die Blonde nahm nun einen breiten Ledergürtel und schlang ihn um Bettinas Taille. „Bauch einziehen!“ befahl sie. „Weiter einziehen!“ Bettina zog den Bauch ein so weit es irgendwie ging. Plötzlich, ruckartig, zog die Blonde den Gürtel fest und verschloss ihn. Bettina fühlte sich durch den Gürtel fast zweigeteilt. Sie konnte nur noch oberflächlich atmen. Dann nahm die Blonde einen weiteren, breiten aber kurzen Ledergürtel und schloss ihn um Bettinas Hals. Der Gürtel hatte eingearbeitete Ringe und im Vorderen befestigte die Frau eine dünne Lederschnur, die Bettina bis fast in den Schritt hing. Damit schien Bettinas Bekleidung vollständig. 

Die Blonde zog Bettina an der Schnur in die Mitte des Raums. Sie nahm eine Fernbedienung von Tisch und Bettina hörte einen Motor laufen. Sie merkte, wie eine Schnur von der Decke gelassen wurde und an ihrem Rücken entlanglief. Die Blonde hängte die Handfessel in die Schnur ein und startete den Motor in Gegenrichtung. Bettinas Hände wurden hinter ihrem Rücken nach oben gezogen. Sie musste sich vorbeugen, um dem Druck auf die Handgelenke auszuweichen, doch die Blonde ließ den Motor einfach weiterlaufen. Bettina stöhnte und schrie leicht auf. Nichts konnte diese Frau beeinflussen merkte Bettina. Irgendwann stoppte der Motor. Bettina hatte das Gefühl, die Arme würden ihr ausgekugelt. Sie drückte die Knie durch um möglichst hoch zu kommen und dem Druck auszuweichen.

Zu guter Letzt schlang ihr die Blonde noch einen Gürtel um die Füße. Dann verließen die beiden Frauen wortlos den Kellerraum und ließen Bettina in ihrer Panik allein.

Wieder musste Bettina warten, ohne eine Idee zu haben, wie lange. Doch während sie beim letzten Mal theoretisch immer noch die Möglichkeit hatte, sich einfach auf den Boden zu legen, musste sie nun in dieser äußerst unbequemen Haltung stehen. Schon nach wenigen Minuten begann ihr der Schweiß im Gesicht und am Körper herunterzulaufen. Ihr Kopf hing nach unten, sie sah die Schnur, die fast bis zum Boden fiel und sie sah ihre schweren Brüste, die nach unten hingen und bei der kleinsten Bewegung zu schwingen begannen. Schmerz breitete sich in Bettinas ganzen Körper aus, sie hatte nur einen Gedanken, nämlich die Frage, wann die Tortur endlich zu Ende sei.

Irgendwann öffnete sich die Tür und Bettina sah aus dem Augenwinkel, dass die Frau, die sie befragt hatte, hereinkam. Sie hatte eine Peitsche in der Hand. Bettina erschrak bei dem Anblick. Das war kein Deko-Instrument. Die Peitsche hatte einen etwa 50 Zentimeter langen Griff und ein etwa eineinhalb Meter lange, gedrehte Lederschnur. Sie war dazu gemacht, Schmerzen zu bereiten. 

Die Frau hatte sich die Fernbedienung gegriffen und Bettinas Hände noch etwas höher gezogen. Das lange Stehen hatte Bettinas Gelenke gedehnt und so den Druck verringert. Nun spürte sie wieder den Schmerz in den Schultern.

„Du warst sechszehnmal ungehorsam. Das macht für diesmal sechszehn Hiebe“ erläuterte die Frau das Geschehen. Bettina schrie leicht auf: „Bitte, gnädige Frau, ich werde nie mehr…“. „Siebzehn“ unterbrach die Frau scharf Bettinas Gestammel. Bettina biss sich auf die Lippe, sie hätte am liebsten losgeheult.
Bettina sah, wie sich die Frau in Positur begab. Sie konnte nur die Beine der Frau sehen, die schräg hinter ihr stand. Sie hatte ein Bein vorgestellt, das andere quer, um einen sicheren Stand zu haben. Bettina schluckte. Wie oft hatte sie sich so eine Situation ausgemalt. Sie hatte sich auch selbst mit allen möglichen Schnüren versuchsweise auf den Hintern geschlagen. Sie wusste, dass es sehr weh tun konnte, wenn sie es zu feste machte. Sie hatte aber keine Ahnung, was nun kommen würden.

Ein lautes Zisch und der erste Schlag landete auf Bettinas Hintern. Sie schrie spitz auf. Es war äußerst schmerzhaft und brannte. Bettina keuchte. „Mitzählen!“ schrie sie die Frau an und landete den nächsten Schlag. Wieder schrie Bettina auf und rief schnell „Zwei“ als sie wieder Luft bekam. „Seit wann fängt man bei zwei an zu zählen?“ fragte die Frau, als sie ihr den nächsten Schlag verpasste. „Eins“ rief Bettina verzweifelt in ihren Schrei hinein. „Du bedankst Dich für jeden Schlag!“, wieder setzte es einen Hieb. Bettina heulte los. „Eins, danke“. „Wie heißt das?“, kam es beim nächsten Hieb. Laut schrie Bettina auf und flennte jämmerlich. „Eins, danke, gnädige Frau“. Der nächste Hieb folgte, diesmal knapp unter dem Hintern am Ansatz der Oberschenkel. Der Schmerz schien Bettina unerträglich. „Zwei, danke, gnädige Frau“. 

Es folge Schlag auf Schlag, die Pausen waren gerade lang genug, bis Bettina wieder Luft bekam. Irgendwann, bei Nummer 12 merkte Bettina, dass sie es überstehen würde. Zwar schrie sie bei jedem Schlag und die Tränen liefen am Gesicht herunter aber sie merkte, dass sie geil war und dass die Geilheit einen Absturz verhinderte. Dann endlich: „Siebzehn, danke, gnädige Frau“. Bettina atmete auf. Doch die Frau holte erneut auf und verpasste Bettina einen weiteren Schlag, diesmal wieder auf den Ansatz der Oberschenkel. In Bettinas Schrei mischte sich Empörung, doch schon fast reflexhaft rief sie „Achtzehn, danke, gnädige Frau“. Es ging einfach weiter. Bettinas Gedanken rasten. Vielleicht macht die die zwanzig voll. Doch es setzte einen weiteren Schlag: Einundzwanzig, danke, gnädige Frau“.

Bei dreiundzwanzig hörte die Frau auf. Ohne Bettina eines weiteren Blickes zu würdigen verließ die sie den Raum.
 

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Kommentare

Bild des Benutzers Lydiabauer

So ganz versteh ich den Sinn der Sache nicht. Gut, Bettina ist masochistisch veranlagt, aber was passiert da in dieser Einrichtung wirklich? Wozu brauchen die Leute dort jemanden, der masochistisch veranlagt ist? 

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Bild des Benutzers Der_Feinschmecker

Man freut sich auf die nächste Runde... 

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