Baumarkt

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Die positiven Kommentare und gute Bewertungen haben mein Selbstbewusstsein so gestärkt, dass ich es wage, nun eine meiner "schwächeren" Geschichten zu veröffentlichen. Aus gegebenem Anlass noch ein Hinweis: In diesem Text wird kein einziger vaginaler, analer oder oraler Akt ausgeführt! Diese Kurzgeschichte ist einfach nur ein kleines Filmchen fürs Kopfkino.

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Gute Unterhaltung wünschen "Die Grimm'igen Gebrüder"

 

Baumarkt

Wie überraschend frisch doch so ein Septembermorgen ist. In Gedanken mache ich mir eine Notiz, ihn beim nächsten Mal um eine Decke zu bitten. Sicher hat er die Heizung angestellt, doch bis die warme Luft auch die hintere Reihe unseres Autos erreicht, wird wohl noch eine Weile dauern. Die Matten, mit denen er meine Hundebox ausgepolstert hat, sind eben doch nur Polster, verhindern aber wenigstens, dass ich direkt auf dem kalten Metall der Box liegen muss.

Durch die Gitterstäbe meines Gefängnisses kann ich nach draußen sehen, bemerke an verschiedenen Straßenschildern, dass wir Richtung Stadtrand unterwegs sind. Hinter uns fährt so ein protziger Geländewagen - ein Auto, das man in der Stadt auch braucht - so nah auf, dass ich glaube, der Fahrer kann durch die Scheibenfolien etwas erkennen. „Alles nur Einbildung“, beruhige ich mich selbst. Schon oft habe ich selbst den Test gemacht und versucht von außen im Inneren des Autos etwas zu erkennen. Aber die Folie hält, was sie verspricht. Mir erlaubt sie auf jeden Fall, dass ich dadurch unbeschwert die Gegend während der Fahrt beobachten kann. Neugierig versuche ich, das Ziel zu erraten. Mein Herr gab mir nur einen, sehr vagen, Hinweis. „Hopp, frühstücke, wir gehen gleich einkaufen“, sagte er mir mit einem Klaps auf meinen Hintern, während er mir meinen Napf mit meinem Müsli auf den Boden stellte.

Nach dem Zähneputzen ging es dann auch direkt in die Garage und ab in die Hundebox im Heck unseres Kombis. Und hier sitze ich nun, nackt bis auf mein Halsband, und denke darüber nach, wohin er so mit mir einkaufen will.

Ein weiterer Wegweiser verrät mir, dass wir zum Hafen fahren. Schon bald kann ich die Kräne der alten Werften - früher einmal Arbeitsplätze für Zigtausende, heute nur noch teuere Industrieruinen - erkennen und sehe die stillgelegten Docks. Zielstrebig fährt mein Herr tiefer in dieses Gebiet hinein, weiß selbst an den unscheinbarsten Abzweigungen, wohin er muss. Hier ist der Verkehr kaum noch erwähnenswert und oft begegnet uns minutenlang kein anderes Fahrzeug.

Für einen kurzen, bangen Moment stelle ich mir die Frage, ob mein Herr mich vielleicht aussetzen will, wie man es in der Urlaubszeit von vielen Haustieren hört. Erfolg hätte er sicher damit, da wir mittlerweile so tief in dieses Wirrwarr von Fabrik- und Lagerhallen vorgedrungen sind, dass ich komplett die Orientierung verloren habe. Doch schon einige Hundert Meter weiter stellt sich heraus, dass meine Angst unbegründet ist.

Wir halten an der Zufahrt eines schmucklosen, grauen Industriekomplex. An einem Schlagbaum mit Pförtnerhäuschen bringt mein Herr sein Auto zu stehen, lässt seine Seitenscheibe herunter und zeigt einem Wachmann ein Stück Papier. Aufmerksam liest der Wachmann, guckt zweimal prüfend meinem Herrn ins Gesicht, lächelt dann freundlich und nickt zustimmend über seine Schulter zu seinem Kollegen im Häuschen. Prompt geht die Schranke auf und mein Herr setzt unsere Fahrt fort.

Das Areal ist riesig und wir fahren noch mehrere Minuten, bis wir endlich einen Parkplatz erreichen. Anders als auf der Straße vor dem Gelände sind hier auffällig viele Fahrzeuge zu sehen. Als der Motor unseres Autos ausgeht, knie ich - wie von ihm gelehrt - vor der Gittertür der Hundebox und warte auf meinen Herrn. Unerwartet lange muss ich warten, bis er endlich die Heckklappe öffnet, sehe aber auch sogleich warum. Er hat einen Einkaufswagen geholt und ihn vor die Hecköffnung des Autos gestellt. Dieser Wagen ist riesig! Bei einer USA-Reise habe ich einmal die XXL-Einkaufswägen von Walmart gesehen. Doch dieser hier ist nochmal eine Dimension größer und unsinnigerweise ist auch die obere Öffnung vergittert. Schnell wird mir klar, dass es doch Sinn macht. Mein Herr hält das hintere Gitter unter der Griffstange auf und deutet mir, rein zu klettern. „Ein rollender Käfig“, denke ich bei mir und befolge den Befehl. Zitternd muss ich feststellen, dass es draußen noch frischer ist, aber mein Herr lässt mir keine Wahl. Mit einem kraftvollen Griff in meine Haare packt er mich und schiebt mich in den Einkaufswagen. Erfreulicherweise ist der Boden des Karrens mit einer Art Iso-Matte ausgelegt, dass ich nicht direkt auf den dünnen Edelstahlgittern knien muss. Länge und Breite sind der meiner Hundebox im Auto sehr ähnlich, nur die Höhe fällt etwas geringer aus.

Hinter mir schließt mein Herr das Gitter wieder und verriegelt es. Schwungvoll schließt er die Heckklappe unseres Autos und verriegelt es über die Fernbedienung. Quer über den Parkplatz schiebt er mich, völlig nackt in dieser Mischung aus Käfig und Einkaufswagen, zu einem Eingang mit einem etwas lieblos gemachten Schild darüber: Pragmatiker Baumarkt. „Wahrscheinlich gibt es wieder ausgerechnet auf Tiernahrung keine 20%“, denke ich belustigt.

Froh bemerke ich, dass es hinter der Schiebetür spürbar wärmer ist und meine Gänsehaut schnell wieder verschwindet. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber das sicher nicht: Ich bin in einem Baumarkt. Grelle Lampen, Regale über Regale, schlechte Kaufhausmusik - alles ist da. Erst auf den zweiten Blick sehe ich die Unterschiede. Mein rollendes Gefängnis ist offensichtlich keine Einzelanfertigung. Überall sehe ich Männlein, Weiblein oder auch Pärchen einen solchen Wagen schieben - immer mit einem mehr oder weniger nackten Insassen. Zwar gibt es auch Herrinnen und Herrn, die ihre Sklaven an einer Leine mit sich führen, doch das ist eher eine Minderheit. Fasziniert sehe ich einem Mann hinterher, der rein optisch alle Klischees eines Mitglieds eines Motorrad- und Rockerklubs erfüllt. Er hat in seinem Einkaufswagen gleich zwei Sklaven, ein junges Pärchen, eingesperrt. Eng umschlungen sitzen die beiden in ihrem Gefängnis, während ihr Herr sie durch die Gänge schiebt. In diesem Moment weiß ich die großzügige Abmessung der Einkaufswagen erst richtig zu schätzen.

Die Aufmachung ist die eines Baumarktes, das Sortiment ist eine bunte Mischung aus OBI®, Fressnapf® und einem gut sortierten Sexshop. Wie im „anständigen“ Vorbild gibt es einen Hauptgang, von dem aus Nebengänge zu den verschiedenen Abteilungen führen. Verblüfft lese ich einige der Schilder, die von der Decke hängen. Bondage, Outfit, Tierbedarf, Elektro kann ich aus meinem Käfig heraus erkennen. Statt Werkzeug hängt noch ein Schild Spielzeug. Insgeheim frage ich mich, ob das hier tatsächlich alles ernst gemeint ist oder es eine riesengroße Verarsche ist. Doch dazu ist es zu perfekt, zu detailliert und offensichtlich mit einer großen Menge Geld umgesetzt.

Ob meinem Herrn ähnliche Gedanken durch den Kopf gehen, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls äußerlich ist nicht zu bemerken. Wie bei einem ganz gewöhnlichen Einkaufsbummel schiebt er seinen Einkaufswagen – meinen Käfig – durch die Gänge, vorbei an Regalen und Ständern mit allem, was ein SM-ler oder Fetischist braucht und gerne hat. Verhältnismäßig unspektakulär ist der erste Gang. Ketten, Seile, Bänder und Riemen als Meterware zum Selberschneiden, füllen eine komplette Regalwand. Einzig die enorme Auswahl in puncto Farbe, Stärke und Material ist bemerkenswert. Auf der anderen Seite sehe ich Schließen, Haken und Ösen in allen Größen und Materialien sowie eine große Auswahl an fertigen Fesseln und Halsbändern. Gelegentlich bleibt mein Herr kurz stehen, nimmt sich ein Teil aus dem Regal, betrachtet es prüfend und legt es aber immer wieder zurück. Sein Verhalten macht mich auf jeden Fall überaus neugierig darauf, was der Anlass ist, dass er mit mir hier hergekommen ist.

Trotz meiner erzwungenen Untätigkeit ist unser Ausflug aber alles andere als langweilig für mich; mal ist es das Sortiment dieses ungewöhnlichen Baumarkts, dann sind es wieder andere Herren und Herrinnen. Neugierig begutachte ich andere Pärchen, beobachte, was die Herrschaften ihren Sklaven kaufen. Mit meiner typischen Eifersucht betrachte ich natürlich vor allem andere Sklavinnen, vergleiche deren Brust mit meiner oder tröste mich, wenn ich einen größeren Hintern, als meinen entdecke. Ich bin so abgelenkt, dass ich überhaupt nicht mitbekomme, dass mein Herr zielstrebig auf die Abteilung Tierbedarf zuhält. Erst als er mehrere Minuten vor einem Regal mit einer schier unvorstellbaren Auswahl an Hundehalsbändern stehen bleibt, bemerke ich, wo wir sind.

In dieser Abteilung gibt deutlich mehr Sklaven außerhalb eines Einkaufswagens, als im restlichen Baumarkt. An einer Leine gezogen, oft sogar auf allen Vieren, begleiten sie Frauchen und Herrchen folgsam. Ein schepperndes und klirrendes Geräusch lässt mich aufschrecken. Offensichtlich hat mein Herr ein Halsband gefunden, das ihm für mich gefällt und es in einem Gitterkorb unter meinem Käfig geworfen. „Ist ja logisch“, denke ich bei mir, „ist ja trotzdem ein Einkaufswagen und irgendwie muss das Zeug ja zur Kasse gebracht werden.“ Auf jeden Fall hat er dadurch wieder meine volle Aufmerksamkeit. Misstrauisch gucke ich ihm zu, wie er Buttplugs mit Schweif aus dem Regal nimmt, sie genau begutachtet. Trotz intensivem Training ist alles Anale immer noch kein Spaß für mich, doch sicher wird er mich dazu nicht lange fragen. Ein Modell, das aufgepumpt werden kann, interessiert ihn ganz besonders. Prüfend betätigt er den Blasebalg und sieht zu, wie der Plug wächst, drückt ihn mit den Fingern um die Stabilität zu fühlen. Dankbar und mit Erleichterung sehe ich, wie er ihn wieder zurücklegt. Nur wenige Sekunden hält meine Erleichterung an, denn er nimmt nur ein anderes Modell, mit einem Schweif, der besser zu meiner Haarfarbe passt.

Und genau damit erreicht er, was unsere Beziehung ausmacht: Ich werde geil. Er fragt nicht, behandelt mich wie ein Tier oder wie eine Sache und ich steh darauf. Trotz meiner Abneigung stelle ich mir vor, wie ich mit dem Plug im Arsch aussehe, wie der Schweif wirkt und wie ich auf dem Boden vor ihm krieche. Wären wir hier nicht in einem Baumarkt – oder dem perversen Gegenstück dazu – würde ich sicher schon mit meinen Fingern fleißig zwischen meinen Schenkeln arbeiten. Obwohl wir ganz offensichtlich von Gleichgesinnten umgeben sind, hält mich mein Schamgefühl zurück, es einfach zu tun.

Schlagartig vergesse ich meine Geilheit. Von irgendwoher taucht plötzlich eine fremde Hündin auf, nur mit Halsband – ohne Leine! Nackt, bis auf einen Keuschheitsgürtel aus Edelstahl, kriecht sie über den Boden, direkt auf meinen Herren zu. Soweit es die Enge meines Einkaufswagen-Käfigs zulässt, drehe ich mich um und beobachte das Weib voller Misstrauen und Eifersucht. Als sie an den Hosenbeinen meines Herrn schnüffelt, bin ich voll in meiner Rolle, ganz tief und bedrohlich knurre ich durch die Gitter. Gerade rechtzeitig steht plötzlich das Herrchen der Schlampe da, mit einer Leine in der Hand. Schnell macht er sie am Halsband seiner Hündin fest. „Entschuldigung, meine Kleine ist läufig und ich verbiete ihr seit zwei Wochen jede Befriedigung“, spricht er meinen Herren an. Der grinst nur und meint: „Kein Problem. Ein schöner Keuschheitsgürtel ist das. War sicher schweineteuer.“ Das andere Herrchen schüttelt nur den Kopf. „Nein, gar nicht. Die gibt es auch hier. Vermessung und Herstellung finden direkt hier im Markt statt, und das zu einem günstigen Preis.“ Unsicher, was mich mehr aufregt – die ungezogene Schlampe, oder das mein Herr Interesse an Keuschheitsgürteln hat – blicke ich wütend durch die Gitter zwischen meinem und dem fremden Herrn hin und her. Aber beide ignorieren mich und geben einen Dreck darauf, was in mir vorgeht. Also beruhige ich mich wieder und erinnere mich lieber an meine Geilheit von vor wenigen Minuten.

Entweder hat mein Herr nicht mitbekommen, wie sehr mich die andere Hündin aufgeregt hat, oder er geht mit Absicht nicht darauf ein. Nicht mal eines Blickes würdigt er mich, ignoriert meine Anwesenheit. Und schon hat er mich wieder so weit und meine Geilheit kehrt mit riesen Schritten zurück.

Lässig schiebt mein Herr den Einkaufswagen weiter. Natürlich bleibt er bei den Fressnäpfen erneut stehen, da kann er einfach nicht widerstehen. Er liebt es, mir mein Essen und Getränke in einem Napf zu servieren. Mittlerweile habe ich mehr Näpfe als Unterwäsche – was vielleicht auch an dem Verbot liegt, welche zu tragen. Mit strahlenden Augen hält er ein pinkfarbenes Exemplar, in Form einer Pfote in Händen. Sekunden später liegt es im Körbchen unter meinem Käfig, wieder ein neues Essgeschirr in meiner Sammlung.

Im nächsten Gang erfahre ich auch endlich, was der Grund für unseren Einkaufsbummel ist. Dort hängt eine riesige Farbpalette an Fellen. Von Neonfarben bis Schwarz ist alles zu sehen. Vor den verschiedenen Brauntönen hält mein Herr an. Schnell hat er drei, vier Felle ausgewählt und hält sie zum Abgleich auf Höhe meines Kopfes ans Gitter. Unschlüssig hält er zwei Felle seiner engeren Auswahl in der Hand, guckt von den Fellen zu mir und wieder zurück.

In diesem Moment fällt mir auch das vergangene Wochenende wieder ein. Als wir abends noch etwas fernsahen, wurde mir kalt und ich habe mir überlegt, wie ich meinen nackten Körper zu Füßen meines Herrn warmhalten kann. Kurzerhand habe ich mir ein Kuhfell, das eigentlich nur zur Dekoration im Wohnzimmer liegt, übergeworfen und mich darin eingewickelt. Das hat ihm so gut gefallen, dass er meinte: „Eine schöne Idee, wir sollten dir ein Fell besorgen.“

Und heute sind wir in einem Baumarkt und suchen nach etwas, dass diese Idee wahr werden lässt. Irgendwann hat mein Herr sich für eine Farbe entschieden, scheint aber noch nicht wirklich zufrieden. Hilfe suchend sieht er sich um, guckt, wo ein Mitarbeiter ist. Ähnlich wie in „klassischen“ Baumärkten ist natürlich keiner in der Nähe. Missmutig packt Herrchen das Fell in den Korb und zieht weiter. Doch schon um die nächste Ecke wird er fündig: Ein Mitarbeiter-Sklave, deutlich gekennzeichnet mit einer Weste in orange und dem Aufdruck „Wie kann ich Ihnen dienen?“, steht dort untätig herum. Direkt vor ihm baut mein Herr sich auf, holt das Fell und hält es dem Mitarbeiter vor den gesenkten Kopf. „Gibt es diese Farbe auch in anderer Haarlänge?“, will er ohne Gruß in ruppigem Ton wissen. Sofort greift der Sklave nach dem Fell, dreht es und sucht nach einem Typenschild. „Werter Herr, ich denke ja. Wollen Sie längere oder kürzere Haare?“, fragt er unterwürfig. „Länger. Am liebsten vier bis fünf Zentimeter“, kommt die immer noch unhöfliche, aber schon weniger ruppige Antwort. „Werter Herr, ein Fell oder zwei?“ „Eins.“ Schon wieselt der Sklave davon und ist knapp eine Minute später wieder da. In seinen Händen hält er das gewünschte Fell und reicht es meinem Herrn mit ausgestreckten Armen. Ohne ein Wort des Dankes nimmt mein Herr es, legt es zu seinen anderen Einkäufen in den Korb und schiebt weiter. Er kann Devoten gegenüber, vor allem männlichen, einfach nicht anders, lebt seine Rolle bis zum Äußersten.

Damit ist unser Aufenthalt in der Tierbedarfs-Abteilung auch schon zu Ende. Genüsslich schlendert mein Herr durch andere Abteilungen, guckt sich mal dies, mal das an. Ganz offensichtlich hat er, weswegen er gekommen ist und schlendert nur noch durch den Markt, um sich über das Sortiment zu informieren. Auch die erwähnten Keuschheitsgürtel entdecken wir. Es ist ein eigener Stand, der von einem Fachmann betreut wird. Kundig beantwortet er alle Fragen meines Herren, zeigt ihm Kataloge und gibt ihm auch einen Prospekt mit. Der Verkäufer reicht ihm eine Visitenkarte mit den Worten, dass eine Vermessung auch zu Hause stattfinden könne und die verschiedenen Ausführungen gerne auch von seiner Sklavin vorgeführt würden. Dankend – und auch freundlich – verabschiedet sich mein Herr; eben wie nach einem Gespräch unter Gleichgestellten und Gleichgesinnten.

Mir dauert unser Bummel nun lange genug. Über so lange Zeit untätig im Käfig zu sitzen, ist doch recht langweilig. Ganz anders außerhalb des Einkaufswagens. Mein Herrchen schiebt die Karre immer noch entspannt, ohne jede Eile und auch ohne ein Ziel durch die Gänge. Einmal wird er noch neugierig, hält vor einem Bildschirm mit einem Verkaufsvideo an. Ob durch Zufall oder mit perfider Absicht, ist der Monitor genau so angebracht, dass auch ich aus dem Käfig gut darauf schauen kann. Wenig begeistert darf ich zusehen, wie ein aufwendig konstruierter Sklavenkäfig beworben wird. Schon länger sucht mein Herr nach einem geeigneten Käfig für unser Zuhause, ist mit den typischen, unflexiblen Tierkäfigen aber nicht zufrieden. Gebannt sieht er auf den Bildschirm und erfährt dort, dass der Käfig nicht nur spezielle Öffnungen besitzt, durch die Kopf, Hände und Füße gesteckt und befestigt werden können, sondern auch durch eine raffinierte Mechanik in der Größe verstellt werden kann. Mit Grauen stelle ich mir vor, den ganzen Tag in solch einem Teil gefangen zu sein, unfähig mich selbst zu berühren oder eine andere Position einzunehmen. Und bei allem Grauen spüre ich trotzdem wieder das bekannte Jucken in meinem Schritt. Wir beiden passen wohl doch perfekt zusammen, ein fantasievoller Tierhalter und seine Hündin. Würde er mich jetzt fragen, würde ich den Käfig, trotz aller Bedenken, sogar von meinem wenigen Ersparten für ihn kaufen und aktiv an meiner Erniedrigung, meiner Abrichtung mitwirken. Obwohl er den Käfig nicht kauft, bin ich sicher, dass ich schon in naher Zukunft viel Zeit darin verbringen werde. Doch so verbringe ich wohl noch einige Tage in relativer Freiheit – leider.

Und irgendwann stehen wir dann doch an einer der Kassen. Zügig werden unsere Einkäufe abgerechnet und von einer älteren, kahl geschorenen Sklavin in eine Tüte verpackt und devot an meinen Herr gereicht. Zufrieden pfeifend schiebt er den Einkaufswagen wieder zum Auto und ich stelle erleichtert fest, dass die Spätsommersonne die Luft auf erfreulichere Temperaturen bringen konnte. Gehorsam krieche ich vom Käfig zurück in die Hundebox und mache es mir gemütlich, noch bevor mein Herr die Gittertüre schließt. Kraftvoll schlägt er die Heckklappe zu und bringt den Einkaufswagen weg. Auf der Heimfahrt denke ich mit wachsender Geilheit an unsere Einkäufe und weiß, dass dies sicherlich nicht der letzte Einkauf in diesem besonderen Baumarkt war.

Bewertung gesamt: 
Average: 5 (1 vote)
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Kommentare

Bild des Benutzers jassi24

bitte mehr! echt spannent

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Bild des Benutzers dominus00

Die Geschichte hat was. Bedauerlicherweise ist Petplay nichts, das mich anregt. Aber dafür kannst du ja nichts.

Dennoch sind deine anderen Werke weitaus besser! Aber das weißt du selbst. 

Wie oben steht, die Geschichte ist gut. 4 Sterne.

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Bild des Benutzers clara22

Ich bewerte es jetzt mal so:

- allgemeine Lesbarkeit (Rechtschreibung, Absätze): 5 Sterne

- sprachliche Ausdrucksweise: 5 Sterne [über dem Pragmatiker mit 20 % ohne Tiernahrung musste ich herzlich lachen]

- Inhalt: 3 Sterne [für meinen Geschmack hätte die Geschichte länger sein dürfen, es hätte auch mehr passieren können]

- Einfallsreichtum: 4 Sterne [es ist mal was anderes, jenseits vom üblichen Rumgeficke]

Ergibt insgesamt ein bisschen mehr als 4 Sterne.

 

Clar(iss)a

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Bild des Benutzers Die Grimm'igen Gebrüder

sogar in einem besseren Licht als ich, was ich aber dankend akzeptiere. Zu Beginn hat mich der Einfall so sehr begeistert, dass ich ihn sofort in eine Geschichte umwandeln wollte. Leider hat aber die Begeisterung schneller nachgelassen, als die Geschichte vorwärtskam. 

Tja, es muss Schatten geben, damit man das Licht erkennt.

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Bild des Benutzers Demonia

da würde ich sehr gern im einkaufswagen sein

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