Als Masoschwein im Sklavenhimmel, Teil 36, Anreise

 
Als Masoschwein im Sklavenhimmel, Teil 36, Anreise
 
Als Ralf die Augen aufmachte, war er sofort hellwach. Der Wecker war auf 6:00 Uhr gestellt, jetzt war es 5:30 Uhr. Heute war DER TAG! Der Tag auf den er seit fast sechs Wochen wartete, der Tag, der ihm, so hoffte er, seine Träume, Sehnsüchte und Wünsche erfüllen würde. Auf seinem Bauch bemerkte er einen feuchten Fleck. Wieder mal. Seit er die erste Nachricht von dem Meister bekommen hatte, hatte er seinen Schwanz nicht mehr berührt, so wie es angeordnet war. Aber da ihn die Gedanken an das, was hoffentlich kommen würde, so geil machten, dass er fast immer mit einem Ständer herumlief, musste sich die Natur Wege suchen und so kam es, dass er fast wie zu Zeiten seiner Pubertät, nahezu jede Nacht einen Samenerguss hatte. Und schon wieder stand sein Schwanz. Es war ihm fast peinlich. Solche Erektionen hatte er schon seit seiner Jugend, beziehungsweise nach diesem Vorfall vor ein paar Monaten, nicht mehr gehabt. Der Gedanke an die bevorstehende Versklavung machte ihn dauergeil. Durch die ausführliche Bewerbung, in der er sein Innerstes nach außen gekehrt hatte, mit der er sich sehr lange beschäftigt hatte, fühlte er sich fast schon dem Meister gehörend. Wenn er auf Post wartete, passte er den Briefträger schon am Kasten ab und wenn dann eine Nachricht dabei war, schwebte er wie auf Wolken zurück in sein Zimmer und zelebrierte das Öffnen feierlich.
Er war schon etwas erschrocken darüber, was alles von ihm gefordert wurde. Die Fotos wie gewünscht zu machen, hatte mit Selbstauslöser nicht geklappt. So hatte er behauptet, er brauche für eine Semesterarbeit eine Bilderserie von sich, einer seiner Mitbewohner hatte sich breit schlagen lassen und die Bilder mit ihm gemacht ohne Verdacht zu schöpfen.
Seine Mitbewohner waren allesamt langweilige, dogmatische Spießer obwohl sie sich zu den megaprogressiven Kräften rechneten. Fast alle im Haus zählten zum ‚Schwarzen Block‘, der auf Demos immer wieder Randale machte, Autos und Mülltonnen anzündeten, der sich, wenn sich die Möglichkeit ergab, mit glühendem Fanatismus, erbitterte Straßenschlachten mit der Polizei lieferte. Gegen das ‚Schweinesystem‘ kämpfte man mit aller Kraft, und das ‚Schweinesystem‘ schlug zurück.
Die Polizei war auch nicht zimperlich bei den Demos. Zwischen Tränengasschwaden und Wasserwerfern kam es auch immer wieder zum Schlagstockeinsatz, zu Verhaftungen und zu Gewalt auf der Polizeiwache, was dann wieder ein neuer Beweis für die Brutalität des ‚Schweinesystems‘ war. Das besetzte Haus in dem er seit zwei Jahren wohnte, wurde auch ständig von der Polizei überwacht. Dass Telefon und Internet von NSA bis Verfassungsschutz abgehört wurden, war allen klar. Die Post verschwand auch häufig, oder man sah manch einem Brief an, dass er schon einmal geöffnet worden war. Außerdem wurden ständig Hausdurchsuchungen gemacht und das Damoklesschwert der Räumung hing dauernd über ihnen, denn mit dem ‚Schweinesystem‘ wurde ja nicht verhandelt. Entspanntes Wohnen sah anders aus.
Vom fehlenden Komfort mal ganz zu schweigen. Statt Heizung gab es Kachelöfen und im Winter hieß es Kohlen schleppen. Für jedes Stockwerk gab es nur ein Bad und ein separates Klo. Was war das immer für ein Stress, wenn er am Spülen war und von draußen jemand gegen die Tür bollerte, weil das andere Klo mal wieder verstopft war. Ralf hatte schon lange die Nase voll davon.
Wie er in diese Szene geraten war, wusste er gar nicht so genau. Er hatte eine Wohnung gesucht und keine gefunden. Als Punker ohne festes Einkommen hat man da eben schlechte Karten. Eines Tages, als er gerade von einer vergeblichen Besichtigung gekommen war, und einen Termin bei einem Freier hatte, denn seinen Unterhalt verdiente er mit sexuellen Dienstleistungen, geriet er, mehr oder weniger versehentlich, in eine Demo, die gerade vorbeizog.
Eigentlich hatte er nur die Straße überqueren wollen, aber plötzlich fand er sich in einer Gruppe schwarz vermummter Gestalten wieder, die gerade anfingen, Pflastersteine auf Polizisten zu werfen, was diese wiederum mit einem Schlagstockeinsatz samt Tränengas quittierten. Irgendwie riss es ihn mit. Er rannte aus bloßer Gewohnheit vor der Polizei davon. Aber er rannte nicht schnell genug, so bekam er im Gewühle einen Treffer mit dem Schlagstock ab und ging zu Boden. Kurz lag er da, von trampelnden Stiefeln umflutet. Leder … Uniformen … Bei aller Angst bekam er einen heftigen Geilheitsschub. Doch dann wurde er hochgehoben und weggeschleift. Zwei der Autonomen hatten ihn vor der drohenden Verhaftung gerettet.
An Genaueres erinnerte er sich nicht mehr, denn die Platzwunde an seinem Kopf blutete heftig, ihm war schwindelig und es wurde ihm schwarz vor den Augen. Als er wieder zu sich kam, lag er auf einem versifften Sofa in einer versifften Küche und ein knackegeiler Typ im schwarzen Straßenkämpferoutfit beugte sich über ihn und versorgte seine Wunde. Ein weiteres halbes Dutzend von derselben Sorte, teilweise noch mit schwarzer Sturmhaube über dem Gesicht, stand um sie herum, bedauerte seine Verletzungen, fluchte auf die ‚Bullenschweine‘, spendete Trost und Bewunderung.
Ralf wurde schon wieder geil, bei all diesem Testosteron und all diesen Stiefeln und maskierten Gestalten. Zum Glück sah keiner von ihnen seine Erektion, denn sexuell von Stiefeln und Dominanz gereizt zu werden, war ihnen völlig fremd, eine perverse Ausgeburt des degenerierten Kapitalismus.
Und so war er, ohne eigenes Zutun, plötzlich zum Märtyrer geworden, zu einem Helden. Wie der Zufall es wollte, war gerade einer der Bewohner des Hauses, Molli-Paule, beim Anzünden eines Sportwagens erwischt worden, und würde wohl im nächsten Jahr sein Zimmer nicht mehr brauchen. Somit war Ralfs Wohnungsproblem gelöst. Und aus reiner Bequemlichkeit war er da hängen geblieben.
Immer wenn möglich, begleitete er den schwarzen Block zu Demos, immer mittendrin im Gewühle, vor ihm, die Polizeistiefel mit Kampfanzügen, Protektoren und Helmen, hinter ihm, ‚seine‘ Leute, mit Springerstiefeln, schwarzen Klamotten und Sturmhauben. Zwei Mal war er schon festgenommen worden und hatte beide Male im Polizeigewahrsam die ganze Nacht darauf gewartet, dass eine Horde wütender Bullen über ihn herfallen und ihn schänden würde. Aber nichts passierte. Ständig sexuelle Reize überall … und nichts passierte!
Bis zu jener Nacht. Anfang Mai war das gewesen. Noch gar nicht so lange her. Es hatte Räumungen gegeben. Drei Häuser hatte die Polizei erstürmt. Tagelange Auseinandersetzungen waren die Folge gewesen. Tagsüber blieb es einigermaßen ruhig, auch durch die gewaltige Polizeipräsens, aber nachts war die Situation außer Kontrolle. Barrikaden wurden errichtet, Müllcontainer und Autos brannten, Pflastersteine wurden geworfen, wabernde Tränengasnebel durchzogen die Nacht und immer wieder trafen kleinere Gruppen von Polizei und schwarzem Block aufeinander.
Ralf war mit ein paar seiner ‚Jungs‘ mit dabei. Es herrschte komplettes Chaos. Menschen rannten hin und her, Passanten versuchten sich in anliegende Cafes in Sicherheit zu bringen, Sirenen heulten aus allen Richtungen, zuckendes Blaulicht überall, Schreie, Befehle, Fanatismus und Verbissenheit auf beiden Seiten. Es war schon die dritte Nacht in Folge, in der Straßenschlachten tobten. Beide ‚Parteien‘ waren müde, erschöpft und hasserfüllt. Eine gefährliche Mischung.
Ralf und seine Kampfgefährten hatten für diesen Tag irgendwann genug von der Revolution gehabt und sehnten sich nach Döner und Bier. Schon war die Diskussion darüber entbrannt, ob die Knoblauchsoße besser sei als die Scharfe, da raste von hinten eine ‚Wanne‘ heran, also ein Mannschaftstransporter mit zehn Polizisten als Besatzung, ohne Blaulicht, ohne Sirene, hinterrücks und unversehens, und hielt mit quietschenden Bremsen direkt vor ihrer Gruppe an. Sofort wurde die Hecktür aufgestoßen, sechs Polizisten in Kampfmontur sprangen heraus, jeweils drei griffen sich wahllos einen der überrumpelten Straßenkämpfer und zerrten sie gewaltsam zurück zur Wanne. Die beiden wehrten sich, traten und schlugen um sich, einem gelang es sogar zu entkommen, den anderen aber, hatte die Staatsmacht in der Gewalt und er wurde mit wütender Brutalität in den Transporter gestoßen. Die Aktion hatte keine 30 Sekunden gedauert. Da hörte Ralf Schreie:
„HOLT IHN RAUS! HOLT IHN RAUS! HOLT IHN RAUS!“
Im Nu hatte sich eine wütende Menschentraube um den Transporter gebildet. Ein Stein traf die vergitterte Frontscheibe. Der aufgebrachte Mob begann die Wanne zu schaukeln, sie würde umkippen, wenn das Schaukeln stärker werden würde. Der Fahrer bekam Panik.
„VERDAMMT, MACHT HINTEN ZU IHR IDIOTEN!!! MACHT ZU, WIR MÜSSEN HIER WEG!!!!“, schrie er, ließ den Motor aufheulen, schaltete Sirene und Blaulicht an.
Das machte die Verwirrung noch größer. Hinten an der Hecktür fand gerade eine Schlacht statt. Dutzende Maskierte bedrängten die Polizisten, versuchten zu verhindern, dass sie einsteigen und mit ihrem Opfer losfahren würden. Es gelang ihnen sogar einen der Polizisten zu isolieren und vom Wagen wegzuzerren. Der schrie erbärmlich um Hilfe, er hatte Angst und Panik, denn diesen Radikalen traute er alles zu. Aber seine Rufe wurden gehört. Niemals würde man einen Kollegen im Stich lassen. Also machte man einen gemeinsamen Ausfall mit intensivem Schlagstockeinsatz, konnte aber nur zwei Mann bei dem Gefangenen lassen.
Das wiederum machte sich die Befreiungsfront zunutze. Blitzschnell stürmten sie die Wanne, Ralf war als einer der ersten drin, die anderen folgten schnell. Die beiden Polizisten waren völlig eingeschüchtert von der schwarzen Übermacht, die da drohte, lösten dem Gefangenen die Handschellen und ließen ihn Laufen.
Schnell breitete sich ein Siegesgejohle unter der Menge aus.
Doch auch das Rettungskommando für den separierten Kollegen war effizient und erfolgreich. Schließlich trainierten sie solche Situationen ja auch in der Ausbildung. Wie ein Keil formiert, ähnlich einer römische Legion, brachen sie durch die feindselige Menschenansammlung durch, zum Transporter. Das alles geschah sehr schnell und fast zeitgleich.
Die Situation war chaotisch und unübersichtlich. Kaum war der Gefangene aus der Wanne draußen, war der Polizistenkeil auch schon an der Tür. Dumm war nur, dass noch zwei der Befreier drin waren. Einer davon war Ralf. Sein Kumpel, der klein und wendig war, konnte gerade noch so zwischen der Tür und den ‚Bullen‘ durch flutschen, aber Ralf saß fest.
Die beiden Polizisten, die in der Wanne zurück geblieben waren, sahen, dass Entsatz nahte, witterten Morgenluft, einer griff sich Ralf, drehte ihm den Arm brutal auf den Rücken, drückte ihn zu Boden und legte ihm Handschellen an.
„EINEN HAB‘ ICH! EINS VON DEN SCHWEINEN HAB ICH!!!!“, brüllte er seinen Kollegen entgegen als die sich im Sturmschritt in den Wagen retteten.
Dabei nahmen sie keine Rücksicht darauf, dass Ralf auf dem schmalen Gang zwischen den Sitzbänken lag. Sie trampelten einfach über ihn drüber. Er bekam so manchen Stiefel in so manches Körperteil. Dabei bemerkte er, dass sich sein harter Schwanz auf den harten Boden drückte. Er keuchte. Vor Angst, Aufregung und Geilheit.
Von draußen hörte man das wütende Gebrüll der aufgebrachten Menge. Erste Steine flogen und trafen mit dumpfem Krachen den Wagen.
„FAHR LOS!!! FAHR VERDAMMT NOCHMAL LOS!!!“, brüllte einer Richtung Fahrerkabine.
Ralf hörte wie die Hecktür zugeschlagen wurde. Dann setzte das Martinshorn wieder ein. Der Transporter setzte sich in Bewegung. Erst nur langsam. Von außen hämmerte die wütende Volksmasse mit den Fäusten gegen das Blech. Es hörte sich sehr bedrohlich an. Dann gewann der Wagen an Fahrt, schließlich gab der Fahrer Gas und raste mit quietschenden Reifen die Straße entlang. Letzte Steine flogen hinterher. Das Fahrzeug schlingerte über den Asphalt und bog in eine Nebenstraße ein. Nur erstmal weg vom Geschehen, Ruhe bewahren und Bestandsaufnahme machen.
Der Mannschaftsführer befahl dem Fahrer auf den Parkplatz eines Supermarktes zu fahren, und dort in der dunkelsten Ecke stehen zu bleiben. Er hatte für den Moment genug von Straßenschlachten. Sollten doch die andern mal ran. Er und seine Besatzung hatten sich nach dem Schreck eine kleine Verschnaufpause redlich verdient. Er ließ den Motor abschalten. Sein Herz raste immer noch. Das war verdammt knapp gewesen! Er drehte sich nach hinten um.
„So Jungs, Pinkelpause!“
Hinten herrschte noch etwas Unordnung. Auf der kurzen Fahrt hatten die Männer kaum Gelegenheit gehabt sich hinzusetzen, sie waren noch einmal ordentlich durchgeschüttelt worden. Nun kamen sie endlich dazu ihre Helme abzunehmen und durchzuatmen. Die Sturmmasken behielten sie auf, denn beim MEK gab es das ungeschriebene Gesetz, dass man niemals in Anwesenheit eines Fremden, gar eines Delinquenten, den Schleier der Anonymität fallen ließ, denn man konnte ja nie so genau wissen, was noch alles passieren würde. 
Ralf lag noch immer reglos auf dem Gang zwischen den Sitzen, die Hände mit den Handschellen auf den Rücken gefesselt. Verdammt fest hatte dieser Scheiß Bulle sie gezogen, dachte er. Sie schnitten in die Handgelenke ein. Überall auf sich und um sich herum spürte er die Stiefel der Polizisten, die, testosteron- und adrenalinüberschwemmt, verschwitzt, erleichtert und immer noch aggressiv über ihm lehnten und saßen. Sein Schwanz war immer noch knochenhart und immer noch gab er keinen Mucks von sich. Natürlich hatten sie ihn alle bemerkt, hatten sie doch ihre Stiefel auf ihn drauf gesetzt. So wie man es auf einem Siegerfoto mit erlegtem Wild macht. Aber irgendwie hatte er die Hoffnung, dass sie ihn doch noch einfach laufen lassen würden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Jetzt wurde es langsam laut in dem Mannschaftswagen. Einer fragte:
„Sind alle ok?“
Zustimmendes Gemurmel.
„Durchzählen!“, kam das Kommando.
„K1, OK!“
„K2, OK!“
Und so weiter, bis sich alle zehn Besatzungsmitglieder als einsatzfähig gemeldet hatten.
„Männer! Das hätte schief geh’n können. Ein paar von denen hatten Brandsätze, ich hab’s genau gesehen. Wir könnten alle tot sein! Danke, Männer, dass ihr mich da rausgeholt habt!“
„Klar Chef“,
„Keine Frage, Chef!“,
„Einer für alle …“
„UND ALLE FÜR EINEN!!!“, brüllten die zehn Ordnungshüter gemeinsam und klatschten sich ab.
„Männer, nach dem Schreck haben wir uns eine Pause redlich verdient.“
Zustimmendes Johlen und Klatschen!
„Ruhe mal! … Gib mal das Mikro rüber“, sagte er an den Fahrer gewandt. „GruKwk3 an Zentrale! Over!“
„Grukwk3, Zentrale hört! Over!“
„Wir haben eine Panne, sind wohl durch ein paar Krähenfüße gefahren. Zwei Reifen sind hinüber. Standort außerhalb des Einsatzgebietes. Over!“
„Kommt ihr alleine damit klar? Ich kann euch keine Unterstützung schicken. Alle Kräfte sind gebunden! Over!“
„Klar, Zentrale, wird aber ein Weilchen dauern. Over!“
„Kein Problem, die Lage ist gerade unter Kontrolle. Lasst euch Zeit. Macht Meldung wenn ihr wieder einsatzbereit seid! Over!“
„GruKwk3 an Zentrale, bestätige! Over und Out!“
„Männer, ihr habt’s gehört! So ‘ne Panne kann ganz schön lange dauern! … Ich geb‘ die Notrationen frei!“
Jubel in der Wanne! Er öffnete ein Fach hinter dem Fahrersitz, holte einen Erste-Hilfe-Koffer raus, griff tiefer hinein und beförderte zwei Sixpacks Bier heraus.
Die Flaschen wurden verteilt, geöffnet und dann stießen sie an. Direkt über Ralf, denn es war nicht so sehr geräumig da hinten. Ein paar Flaschen schäumten über und Ralf bekam erste feuchte Flecken. Noch, nur von hinten, und von außen auf die Hose.
Nun ergriff wieder der Wannenchef das Wort: „Männer, immerhin war der Einsatz ja nicht ganz umsonst. Eine von den Ratten haben wir ja gekriegt.“
Ralf lag direkt vor ihm auf dem Boden. Mit dem Gesicht nach unten, der Stiefel des Polizisten berührte fast seine Stirn. Der Einsatzleiter stellte nun den Fuß auf Ralfs kahlrasierten Schädel, drehte ihn zur Seite, so dass man sein Profil sah. Ralf machte sich vor Angst fast in die Hose, obwohl es zweifelhaft war, dass sich die Pisse einen Weg durch seinen knochenharten Schwanz hätte bahnen können.
„Du kleine, dreckige Ratte. Dafür sitzt du zwei Jahre. Kannst dich schon mal auf deine Zellenkollegen freuen!“
Er hustete einen dicken Schleimbatzen hoch, rotzte treffsicher in die Fresse des Gefangenen und verschmierte den Rotz mit seinen dreckigen Stiefelsohlen. Der Rest der Besatzung quittierte das wiederum mit lautem Gejohle, ein paar folgten dem Beispiel ihres Chefs und rotzten auf Ralf, andere fingen an mit ihren Stiefel auf ihm herumzuspielen. Stiefel am Arsch, im Schritt, auf dem Rücken, auf dem Hals und im Gesicht.
 Als er den Stiefel auf dem Hals spürte, lief plötzlich ein gewaltiger Schauder durch seinen Körper, er keuchte, und merkte, dass er abgespritzt hatte. Jetzt war auch innen ein feuchter Fleck. Aber keiner hatte das in der Aufregung bemerkt. Das hatte er noch nie gehabt. Einen Spontanorgasmus, ohne dass er seinen Schwanz berührt hatte.
„Los! Hoch mit ihm!“, befahl der Chef und schon spürte Ralf, wie kräftige Hände nach ihm griffen, und ihn brutal hochzerrten, so dass er auf den Knien im Mittelgang des Transporters zwischen ihnen hockte.
Sofort schnappte sich der Kommandant seinen Hals, drückte ihn von vorne zu und gab ihm mit der andere Hand ein paar schallende Ohrfeigen. Es tat scheißweh. Nun schob er ihm zwei Finger links und rechts ins Maul hinein und zerrte es auseinander. Und wieder beförderte er Rotz nach oben und der schmierige Klumpen landete in Ralfs Maul. Er hielt die offene Hausbesetzerfresse seinen Kollegen auffordernd hin und die ließen sich nicht lange bitten. Aus zehn Kehlen hörte man ein widerwärtiges
„CCCCHHHHRRRRRR…!“, und nacheinander beugten sich die rachelüsternen Bullen über ihn und rotzten ihre Ladungen zu der ihres Bosses dazu. Sie lachten und feixten und stießen mit ihren Bierflaschen an.
„Hier, seht euch das freche Hausbesetzerschwein an. Jetzt sagt es gar nichts mehr. … Du hast wohl den Hals voll, du dreckige Ratte!“, lachte er und die anderen lachten mit.
„Los! Los, du Sau, gurgel mit unserem Rotz, lass ihn schön schäumen!“
Ralf gab ein jammerndes Geräusch von sich.
„GURGELN HAB ICH GESAGT!“, brüllte der Wannenchef und trat ihm brutal mit dem Stiefel in die Eier.
Ralf krümmte sich vor Schmerz, hätte beinahe den Rotz ausgespuckt, und wurde sofort am Kragen wieder hoch gezerrt.
„GURGEL!“
Völlig verängstigt legte er nun folgsam seinen Kopf nach hinten und fing an mit dem Bullenschleim zu gurgeln, wie er es zuhause mit Mundwasser tat. Es fühlte sich absolut widerlich und schleimig an, aber er gehorchte.
„Grogrogorgrogrogrogrrroogrrroo…“
Der Rotz schäumte aus seinem Maul heraus, als hätte er Tollwut. Die Polizisten standen hasserfüllt und triumphierend um ihn herum, soweit das in dem Heckraum ging, ein paar rotzten nochmal dazu, und einige Schläge auf den Hinterkopf bekam er auch. Er gurgelte ängstlich weiter, obwohl er kaum noch Luft bekam, weil seine Nase auch völlig verrotzt war. Sein eigener Schleim lief ihm die Fresse herunter. Er sah aus wie die letzte Sau. Sein Herz raste, seine Augen waren panisch aufgerissen, aber sein Schwanz stand immer noch bretthart, was er aber gar nicht mehr wahrnahm.
„Los du Drecksratte, jetzt schluck!“, befahl der Anführer.
Ein paar der Jungs beugten sich über ihn um zu sehen, wie ihr brackiger Schleim in seiner Kehle verschwand.
Voller Ekel presste Ralf die Augen zu und schluckte mit zwei Versuchen den aufgeschäumten Rotz. Wieder begeistertes Johlen aus dem Publikum. Zwei weitere, feste Ohrfeigen vom Chef waren die Belohnung. Ralfs Kopf flog von rechts nach links, in seinem linken Ohr begann es mit einem Mal laut zu pfeifen und zu rauschen, und er hörte alles nur noch wie mit Ohrenstöpseln.
„Verdammt!“, dachte er einen kurzen, lichten Moment lang. „Das Trommelfell ist geplatzt“! Er kannte das, hatte das schon mal erlebt, nach einer Polenböllerexplosion. Es hatte fast ein halbes Jahr gedauert, bis es wieder zusammen gewachsen war. Eine unbändige Wut stieg in ihm auf und siegte über die Panik. Und schon wieder setzte es Backpfeifen. Der Oberbulle stieß seinen Kopf zurück.
„Na, hat’s geschmeckt, du Stück Scheiße? Was sagst du nun? Jetzt sind dir deine Revoluzzersprüche wohl im Hals stecken geblieben!“ Alle grölten wieder.
Ralf hustete und keuchte. Er sah seinem Peiniger hasserfüllt in die Augen und stieß lautstark hervor:
„IHR VERDAMMTES BULLENPACK!!! IHR FASCHOSCHWEINE!!! FICKT EUCH DOCH, IHR WICHSER!!! ICH FICK EUCH ALLE UND PISS AUF EUCH, IHR SCHWEINE!!!!“ Dann sammelte er allen Rotz, der noch in seinem Maul klebte und spuckte dem Chef mitten ins Gesicht!
Stille! Totenstille! Langsam wischte der Kommandant sich die Spucke aus dem Gesicht, und putzte die Hand am Kragen von Ralfs T-Shirt ab. Sein Blick war tödlich, vernichtend! Er packte Ralf am Kragen, zog ihn zu sich ran, drehte den Stoff so eng, dass er die Luftzufuhr abschnitt, zerrte ihn so dicht vor sein Gesicht, dass sich ihre Nasenspitzen fast berührten und sagte leise und gefährlich:
„Du kleines Miststück … nichts gelernt … Wir sollen uns also ficken … Du willst uns alle ficken … und du willst auf uns draufpissen, hab‘ ich das richtig verstanden??“
Ralfs Kopf war schon ganz rot und seine Augäpfel quollen bedrohlich weit nach außen. Er röchelte hilflos.
„Habt ihr das gehört Männer? Die Ratte will uns ficken! Was meint ihr dazu?“
„Machen wir ihn fertig!“
„Polieren wir ihm die Fresse!“
„Hau’n wir ihm eine rein!“
„Verdammtes Revoluzzerpack!“
„Schlagen wir ihn zusammen!“
„Geben wir‘s ihm!“
Da rief einer laut dazwischen: „Die Ratte will ficken? Soll sie haben! … Zeigen wir ihr wo der Hammer hängt! Fickt sie durch Männer. Fickt das Dreckstück, bis es nicht mehr denken kann. Fickt ihm das Hausbesetzerhirn raus! Fickt es!!!“
Zehn mit Testosteron, Adrenalin, Hass, Machtgefühl und Alkohol überflutete Jungbullen brüllten:
„JAAA!!! FICKEN WIR DAS SCHWEIN!!“
Als Ralf das hörte, verkrampfte sich plötzlich sein Unterleib und er spritzte mit leisem Stöhnen zum zweiten Mal ab. Sein Saft klatschte in seine feuchte Jogginghose.
Aber wieder hatte es keiner gemerkt. Es interessierte auch niemanden, warum das Opfer mit einem Mal etwas heftiger keuchte.
„Gute Idee! Verdammt gute Idee!“, gab der Chef seinen Segen. „Dann kannst du ja schon mal anfangen, die Schwänze hochzublasen, die dich gleich ficken werden, du Dreckstück!“
Mit diesen Worten schnallte er sich den Genitalprotektor ab, den sie alle im Einsatz trugen. Es war zwar unbequem und unpraktisch, wenn man pissen musste, aber niemand wollte einen Pflasterstein in die Eier bekommen. Die andern folgten seinem Beispiel und die ersten öffneten die Hosen der Kampfmontur und holten ihre Schwänze raus. So auch der Boss. Der Gürtel blieb zu, den Schwanz, der schon halbsteif war, hielt er Ralf vor die Fresse.
„Los! Lutsch meinen Schwanz!“
Ralf fühlte sich wie in einem Pornofilm und plötzlich kippte seine Stimmung von Hass auf Geilheit. Er sah in Großaufnahme den fetten Bullenriemen, der ihm entgegen gehalten wurde. Die schwarzen Lederhandschuhe der Kampfausrüstung quetschen ihn hinten ein bisschen ab, so dass die Eichel schon prall gefüllt war. Wie in Trance nahm Ralf das geile Teil ins Maul, schloss seine Lippen darum und fing an es zu blasen. Tief rein, bis seine Nase schmerzhaft auf die Gürtelschnalle drückte.
Das war das Zeichen. Die anderen Bullen rissen ihn an seinen, auf den Rücken gefesselten Händen, hinten nach oben. Er verlor fast das Gleichgewicht und konnte sich nur dank des Schwanzes, der in seinem Hals steckte, halten. Die Handschellen schnitten schmerzhaft ein und die Oberarmgelenke wurden fast ausgekugelt. Es tat scheißweh, aber Ralf war so geil, dass es gar nicht so im Bewusstsein ankam. Im Moment spürte er nur diesen geilen Bullenschwanz im Hals und die ängstlich-geile Vorfreude auf das, was nun kommen würde. Die Erfüllung seiner heimlichsten Phantasien.
Der Schwanz wurde kurz rausgezogen, ein schnelles Luftschnappen, dann hatte er ihn wieder drin.
Er spürte, wie ihm die Jogginghose mit einem Ruck heruntergerissen wurde. Natürlich hatte er keine Unterhose an. Unterwäsche? Spießerkram! Also kam sofort sein blanker, sehr knackiger Arsch ans Licht. Selbst die, die bisher gezögert hatten, wurden bei diesem Anblick geil und die Gruppendynamik tat ihr Übriges dazu um aus zehn eigentlich disziplinierten Polzisten, triebgesteuerte, animalische Alphaficker zu machen.
Zwei zerrten an seinem T-Shirt, bis der Stoff nachgab und es in Fetzen von ihm abfiel. Er spürte, wie ein Dutzend Polizistenhände in Lederhandschuhen ihn anhoben, als wöge er nichts, und ihm die Schuhe und die Hose vollends ausgezogen wurden. Nackt unter Wölfen! Dabei entdeckten sie seine pralle Erektion!
„Guckt euch das an Männer, die Sau hat einen Steifen. Die findet das geil! Die verarscht uns. Guckt euch diese Schwuchtel an! Ich glaub‘s ja nicht!“, rief einer von ihnen mit Empörung in der Stimme.
Als der Chefbulle das hörte, zog er seinen Schwanz aus Ralfs Maul, um sich selbst ein Bild zu machen. Schließlich hatte er keine Lust als Erfüllungsgehilfe der abartigen sexuellen Phantasien, einer durchgeknallten Hausbesetzerschwuchtel zu dienen. Er gab seinen Männern einen Wink, einer von ihnen nahm Ralf von hinten in den Polizeigriff und präsentierte den nackten Leib seinem Chef. Ralfs Schwanz stand selbst in dieser Situation noch im 45 Grad Winkel nach oben, steif in der Luft. Er hätte selbst niemals gedacht, dass er DERART masochistisch sei, aber er hatte die Steuerung über sich selber völlig in die Hände seiner Innersten Triebe gegeben.
„Du findest das also geil, du Schwuchtel! Du perverse Sau! Sag‘, findest du das geil?“, fauchte er.
Ralf konnte nur keuchen.
Und wieder trafen ihn Ohrfeigen. „Ob du das geil findest? Rede!“
Hilfloses Keuchen.
„Rede!“ Noch zweimal auf die Backen!
„…ja … ja …“, gelang es ihm herauszuquetschen.
„Lauter! Alle sollen‘s hören!“
„… J-ja … ja!“
„Lauter! Im ganzen Satz!“ …  KLATSCH, KLATSCH
„JA ICH FINDE DAS GEIL!“, brüllte Ralf unter Mobilisierung seiner letzten Kräfte.
„Da hört ihrs Männer. Na, dann woll‘n wir ihn mal nicht enttäuschen. Zeigt ihm wozu eure Bullenschwänze in der Lage sind. Macht ihn so fertig, dass er nie wieder in den Arsch gefickt werden will, dass das letzte Quäntchen Geilheit aus ihm draußen ist. Diese Drecksstück wollte uns als Sexspielzeug benutzen. Diese raffinierte Ratte!“
Mit diesen Worten packte er ihn an den Eiern, quetschte sie brutal und zog sie nach unten. Mit der andern Hand schlug er den wippenden Schwanz. Genauso fest, genauso brutal. Links, rechts, von oben, von unten. Ihm tat das nicht weh, er hatte seine Kampfhandschuhe an, aber für Ralf war das jedes Mal wie ein heftiger Stromschlag. Er schrie!
„Ja, schrei, du Schwuchtel! Hier hört dich keiner außer uns. Und wir hören dich gerne schreien. Das macht uns heiß, wenn unsere Opfer quieken!“ Er ließ Ralfs Eier los und rammte sein Knie hinein. Zum Glück war es durch die Protektoren etwas gepolstert, aber der Schmerz war trotzdem so heftig, dass es Ralf die Luft aus den Lungen trieb und er gekrümmt nach vorne sackte.
Aber er ging nicht zu Boden. Die Hände hielten ihn in Position. Hinten zogen sie seinen Arsch nach oben, vorne drückte der Oberbulle seinen Kopf runter und klemmte ihn sich zwischen die Beine, direkt unter dem Schritt. Mit einer Hand zog er Ralfs Arme hoch, mit der anderen wichste er seinen riesigen Schwanz, der prall und steif über Ralfs Rücken drohte.
Er war total in seinem Element. Wie oft hatte es sich schon gewünscht, einmal eines von den Schweinen so richtig durchzuficken, wenn sie ihm ihre ewigen ‚Fuck You‘s!‘ entgegen geschrien hatten. Er hätte nicht gedacht, wie geil ihn das machen würde. Auch der Anblick seiner Mannschaft, die da in ihren Kampfanzügen, den schwarzen Sturmhauben, den Handschuhen, den schweren Stiefeln und dem schweren Geschütz, dass sie aus ihren Hosen geholt hatten, um die dreckige Ratte herum standen, machte ihn völlig heiß. Die Uniformen waren damals einer der wichtigsten Gründe gewesen, warum er zur Polizei wollte.
„Los Männer! Wer will als erster?“
Seine Männer standen zwar alle schon mit ihren Schwänzen in den Händen herum, die meisten hatten auch schon ordentliche Erektionen – keine davon so groß wie seine, wie er befriedigt feststellte – aber sie zögerten noch.
„Chef, wir finden ihnen gebührt die Ehre des Anstichs! Sie sind der Boss. Und als Ältester haben sie ohnehin den Vortritt!“, meinte einer und die anderen murmelnden Zustimmung.
Nun war er im Zugzwang. Die Anspielung mit dem ‚Ältesten‘ konnte er auf keinen Fall auf sich sitzen lassen. Nun artete das Ganze zu einer Rangordnungsklärung aus. Nun gut, er würde seinen Jungs schon zeigen, wie ein großschwänziger Oberbulle fickt.
„OK! Mir soll‘s recht sein. Los, dreht ihn um und präsentiert mir seinen Fickarsch!“
Er entließ Ralfs Kopf aus der Quetsche seiner Beine, einer seiner Männer übernahm Ralfs Arme, verdrehte sie wieder und zwang ihn so auf engstem Raum sich um die eigene Achse zu drehen. Diesmal wurde sein Kopf bis auf den Boden gedrückt und  zwischen zwei Stiefeln eingeklemmt. Mehrere Hände zogen seinen Arsch hoch, hielten ihn fest und boten ihn ihrem Chef da. Einige bewundernde Blicke wurden auf dessen prächtiges Gerät geworfen, das mit einer Krümmung nach oben im vorderen Drittel und einer fetten, prallen Eichel, eindrucksvoll von ihm abstand.
Er streckte ihnen seine hohle Hand entgegen. „Hier Männer, damit von jedem von euch beim Anstich was dabei ist, … los, gebt mir euern Rotz, damit ich das Brötchen etwas schmieren kann.“
Und wieder das bekannte Geräusch: „CCCCCHHHHRRRRR….“
Neun Ladungen Bullenrotz landeten im Handschuh. Er spuckte selbst nochmal drauf, verrieb einen Teil davon auf Ralfs Votze, und schmierte sich den Rest auf seinen gierigen Schwanz. Neun Augenpaare waren fasziniert auf den Anblick gerichtet, wie sich der riesige Schwanz dem haarigen Loch seines Opfers näherte, mit der Eichel dran stieß. Zwei von den Jungs zogen nun Ralfs Arschbacken auseinander, zum einen um besser sehen zu können, zum anderen um dem Prügel ihres Chefs freie Bahn zu verschaffen. Der ließ von oben noch einen Faden Rotz drauf tropfen, sah seine Männer an und meinte:
„Die Schwuchtel hat ja bestimmt schon mehr Schwänze drin gehabt. Und sie findet es ja geil. … Tja, dann muss ich wohl keine Rücksicht nehmen.“
Und mit den letzten beiden Worten stieß er seinen gewaltigen Schwanz mit voller Brutalität, bis zum Anschlag an seine Gürtelschnalle, in Ralf hinein.
Der Schmerz war unbeschreiblich. Zum Glück war er geschmiert, aber er hatte das Gefühl, als ob am Schließmuskel etwas gerissen sei und im selben Moment der riesige Bullenschwanz bis an sein Zwerchfell zu stoßen schien. Sein Schrei war markerschütternd. Er versuchte sich wegzuziehen, aber die schwarzen Lederhandschuhe behielten ihn unerbittlich im Griff. Einen kurzen Moment ließ der Ficker seinen Schwanz stecken um Ralf dessen Ausmaße zu demonstrieren, dann zog er ihn mit einem Ruck wieder ganz raus, und stieß ihn sofort wieder mit aller Gewalt hinein. Ralf schrie verzweifelt vor Schmerz.
„JA!! SCHREI‘ DU SAU!“, brüllte der Bulle und stieß schon wieder zu.
Das Schreien dieser kleinen Ratte machte ihn schärfer und schärfer, dazu das Bewusstsein, dass alle Blicke auf seinen Schwanz gerichtet waren, er grunzte und stieß immer und immer wieder in das geile Fleisch hinein. Nun nicht mehr ganz rein raus, sondern er tobte sich einfach so in der Votze aus. Aber kein Stoß war schwächer als der erste, nur die Geschwindigkeit variierte er.
Ralf schrie zwischen den Stiefeln bis ihm die Stimme versagte. Dieser Schwanz schien ihn zu pfählen. Und so was fand er geil? Er wusste nicht mehr was Geilheit und was Schmerz war. Er ließ sich einfach fallen. Gegenwehr war eh sinnlos.
Der Boss fickte mit ungeschmälerter Vehemenz weiter. Schweiß durchnässte seine Sturmhaube und er spürte, wie es in seinen Eiern brodelte.
„Was meint ihr Männer? Soll ich ihn für euch vorschmieren?“, keuchte er, seine Jungs ansehend.
„JA, Boss!“
„Rein damit!“
„Geben sie ihm den Bullensaft!“
„Füllen sie ihn ab!“
Zustimmung brandete ihm entgegen. Er legte seinen ganzen Hass auf den schwarzen Block in seine nächsten Stöße und dann erwischte es ihn mit Macht.
Sein Schrei war lauter als jeder, den Ralf von sich gegeben hatte. Er klang wie ein Wolf, dem ein Bär die Kehle durchbeißt … oder so ähnlich. Sein Sperma strömte schubweise pumpend in die geschundene Votze. Bei allem Schmerz spürte Ralf tatsächlich das Pumpen, das von den kontraktierenden Muskeln um die Harnröhre herum, erzeugt wurde.
Es dauerte einen Moment bis der Boss wieder zu Atem kam. So einen heftigen Orgasmus hatte er schon lange nicht, wahrscheinlich noch nie erlebt. Keuchend zog er seinen immer noch steifen Schwanz aus Ralfs Loch heraus. Sperma und Votzenschleim tropften davon herunter.
„So, Männer, jetzt gehört er euch. Zeigt ihm, was richtige Kerle sind!“
Ralf wurde wieder umgedreht, wie ein Sack Kartoffeln. Diesmal wurde sein Kopf nicht eingeklemmt, denn nun hatte er den schmierigen Schwanz natürlich zuerst sauber zu lecken. Der Boss hatte einen Klapptisch, auf dem man sonst Personalien von Verdächtigen aufnahm, herunter geklappt und es sich breitbeinig darauf bequem gemacht. Schnell hatte Ralf den schleimigen Kolben wieder im Rachen, versuchte daran vorbei zu atmen, während der Mannschaftschef eine Packung Zigaretten aus seiner Montur nestelte, sich genüsslich eine anzündete, Ralf blasen ließ und sich ansah, was seine Untergebenen mit dem Stück Hausbesetzerfickfleisch so anfangen würden. Er griff noch mal nach hinten in das Fach mit der Notration, holte noch zwei Sixpacks raus und reichte sie seinen Jungs.
„Nachschub, Männer. So ein Einsatz macht durstig!“
Mit viel Beifall wurde die zweite Runde entgegen genommen. Auch der Boss nahm sich eine neue Flasche. Mit Bier in der einen, Zigarette in der anderen Hand und dem Schwanz in einem gierigen Blasmaul … so war die Welt für ihn in Ordnung. Aber sowas von!
An Ralfs Arsch hatte es schon Gedränge gegeben. Jeder wollte der nächste sein, aber das frische Bier beruhigte die Gemüter, man sah es locker, man hatte ja Zeit und schließlich fing einfach einer an. Ihr Chef hatte ja hohe Maßstäbe gelegt. Nun hieß es für jeden einzelnen, das Schwein ebenfalls zum quieken zu bringen. Zwar hatte keiner von ihnen die Ausmaße ihres Anführers, aber die Votze der Ratte würde immer gereizter werden, und so dürfte das Quieken eher noch lauter sein, wenn die nächsten neun über ihn drüber steigen würden.
Und so wäre es auch gewesen, wenn Ralf nicht durch den fetten Schwanz geknebelt gewesen wäre. Die Jungbullen fickten was das Zeug hielt. Sie veranstalteten geradezu einen Wettkampf, wechselten sich ab, wichsten zwischendurch, tranken Bier, schlugen sich aufmunternd auf die Schulter und fickten und fickten und fickten.
Ralfs Votze war schon völlig wund und wahrscheinlich hatte er tatsächlich die eine oder andere Fissur. Jeder Stoß fühlte sich an, als würde ein glühendes Schwert in ihn gerammt und auch das Sperma, das nach und nach sein Loch füllte, konnte dieses Brennen nicht löschen.
Und es nahm und nahm kein Ende. Hätten sie ihn nicht festgehalten, es wäre zusammengesackt wie eine leere Ballonhülle. Aber sie hielten ihn. Auf Schwanzhöhe und fickten und fickten und fickten. Ihre brünftigen Schreie mischten sich mit den seinen und er spürte wie ein stetes Rinnsal von Sperma aus ihm heraus suppte.
Und irgendwann hatte tatsächlich die gesamte Mannschaftswagenbesatzung ihren Samen in Ralf versenkt, einige gleich mehrere Male. Der Boss ließ sich immer noch genüsslich den Schwanz lutschen, aber er merkte, dass seine Männer ihre Spannung doch so langsam abgebaut hatten. Da kam es ihm gerade recht, dass sich das Funkgerät wieder meldete.
„Zentrale an GruKWk3, bitte kommen! GruKW3k3, hören sie mich? Over!“
Der Kommandant drehte sich nach vorne und griff nach dem Mikrofon.
„GruKWk3 an Zentrale, GruKWk3 hört! Over!“
„GruKWk3, ist mit euch alles in Ordnung? Kommt ihr mit dem Reifenwechsel voran? Over!“
„Ja, Zentrale. Alles in Ordnung. In einer Viertelstunde sind wir wieder einsatzbereit. Die Schrauben an dem einen Reifen saßen so fest und wir mussten erst was zum Schmieren besorgen. Und bei dem anderen, da konnten wir das Loch schön stopfen. Mit diesem Zeug, das man da rein spritzt. Ihr wisst schon. Pannennotset. Over!“
„Funkdisziplin, GruKWk3! Over!“
„GruKWk3 meldet sich in fünfzehn Minuten einsatzbereit zurück. Over!“
„GruKWk3 in fünfzehn Minuten! Zentrale over und out.“
„Ihr habt’s gehört Jungs. Die Pflicht ruft. Lasst uns klar Schiff machen und die kleine Ratte hier entsorgen! … Aber zuerst muss ich nochmal pissen. Das Bier drängt.“
Den anderen erging es nicht anders. Die Hecktür wurde aufgemacht und die Besatzung sprang zackig, wie sie es gelernt hatten, heraus. Übrig blieben Ralf und der Chef. Ralf lag halb bewusstlos auf dem Boden. Er bekam einen Tritt in die Seite.
„Los du Stück Dreck, genug Spaß gehabt, raus hier!“
Mühsam versuchte Ralf sich aufzurichten, sich an irgendetwas hochzuziehen, aber ihm fehlte die Kraft. Und dem Chef fehlte die Geduld. Er stieg einfach über Ralf drüber, griff sich seine Beine und zog ihn daran Richtung Heckklappe. Einer der Männer half ihm, ihn herunter zu heben und sie ließen ihn in den Staub des Parkplatzes fallen.
Da lag er nun. Nackt und geschändet, geschunden und gequält. Blessuren am ganzen Körper, blaue Flecken, Beulen, die Nase an einer Gürtelschnalle blutig geschlagen und die Votze ein einziges Inferno. Er wusste nicht, ob es Sperma oder Blut war, dass er da heraus fließen spürte. Und sein Schwanz … nein, der war nicht mehr steif. Klein und verschrumpelt hing er über den Eiern. Mühsam öffnete er die Augen. Um sich herum sah er Stiefel stehen, überall Stiefel.
„Los, hebt ihn hoch!“, hörte er den Boss befehlen.
Sofort zerrten ihn zwei nach oben.
„Nur auf die Knie!“, kam die Anweisung, die unsanft umgesetzt wurde.
Ralf kniete nun vor dem Oberpolizisten.
„Maul auf!“ Das Kommando galt ihm.
Er zögerte einen Moment zu lange. Auf ein Zeichen hin, hatte er zwei Hände in der Fresse, die seinen Kiefer weit öffneten.
Der Anführer öffnete nun langsam wieder seine Hose, sah Ralf dabei tief und einschüchternd in die Augen, holte seinen halbsteifen Bullenprügel raus, zielte nun von nahem in das offene Maul, stöhnte leise und entließ einen ersten Schwall seines geilen Saftes in Ralfs Fresse.
„Schluck!“
Und vor Aller Augen schluckte er die Bullenpisse. Ein paar Schübe lang wurde ihm zwischendurch Zeit gelassen um die Soße hinter zu würgen, aber dann pisste der Boss einfach stöhnend drauflos. Ein Teil lief aus der Maulvotze raus, einen Teil landete in Ralfs Magen.
Schließlich ließen sie ihn wieder auf den Boden sacken, wo er auf dem Rücken zu liegen kam. Um sich herum zehn Polizisten mit gefüllten Blasen. Irgendwann fing der erste an zu pissen. Immer aufs offene Maul zielend, dann gesellten sich nach und nach alle dazu und auf Ralf ging ein warmer Goldregen nieder, den er nie im Leben vergessen würde.
Als sie fertig waren, war aus dem Staub Matsch geworden. Pissematsch, in dem Ralf sich nun kraftlos suhlte.
„Aufsitzen, Männer!“, kam nun das Kommando zum Aufbruch. So zackig wie sie ausgestiegen waren, so schnell waren sie auch wieder drin.
Der Kommandant folgte als Letzter. Vorher trat er noch einmal neben Ralf in seinem Pissematsch.
„Na, du Drecksratte? Immer noch geil?“
Ralf richtete sich mit wirklich allerletzter Kraft ein wenig auf, sah ihm in die Augen, lächelte selig und sagte:
„Jaaaahhh!“ Dann sackte er wieder zurück in seinen Matsch.
Der Oberbulle grinste, stellte ihm einen Stiefel auf den Hals und erhöhte den Druck immer mehr. Die beiden sahen sich wieder direkt in die Augen.
„Du geile Sau!“, flüsterte der Polizist und ließ noch einen letzten Spuckefaden auf Ralf nieder schleimen. „Du hast Glück, dass wir dich laufen lassen!“
Ein letzter Tritt noch in die Seite, dann stieg er ein und die Wanne gab Gas. Ein paar Bierflaschen flogen noch aus der Hecktür, dann setzten Blaulicht und Martinshorn ein.
GruKWk3 war wieder im Einsatz.
Ralf lag reglos, halb auf dem Rücken, in seiner Pissematschsuhle und sah in den Himmel. Es war sternenklar, zum Glück für die Jahreszeit viel zu warm. Ganz entspannen konnte er nicht, denn die Einsatzkräfte hatten ihm ja die Handschellen als Souvenir überlassen. Sie fesselten dummerweise aber immer noch seine Arme auf den Rücken, was langsam doch sehr unbequem war. Er versuchte die Arme irgendwie unter den Beinen durchzustecken, damit die Handschellen wenigstens vorne wären, aber dazu hätte er schon ein Schlangenmensch sein müssen. Ihm tat alles weh, langsam begann er zu frieren, seine Votze brannte wie loderndes Feuer, ihm war schlecht von der ganzen Pisse, die er geschluckt hatte.
Er dachte zurück an die letzte Stunde. Die Stunde des Albtraums, die Stunde der Erfüllung. Und siehe da, bei den ersten Erinnerungen an die Stiefel und die Schwänze der Polizisten, regte sich sein Schwanz schon wieder und stand bald steif von dem geschundenen Körper ab. Was hätte er so gerne gewichst, aber er kam ja an seinen Schwanz nicht ran.
Was sollte er bloß machen. Nackt und gefesselt, weit von der Risaer Straße weg, kein Geld, keine Schlüssel, kein Ausweis, nichts mehr. Wenn ihn jemand mit den Handschellen sehen würde, dann wäre der Gedanke an einen entsprungenen Gefangenen naheliegend, und wahrscheinlich hätte die Polizei ihn schnell wieder. Aber was blieb ihm übrig. Er musste es versuchen. Es war ja noch dunkel.
Mühsam stand er auf, verschmiert mit Matsch und stinkend wie eine Pissrinne. Er stolperte müde der Ausfahrt des Parkplatzes entgegen. Er wusste nicht einmal so genau wo er war.
Erst als er das Straßenschild an der nächsten Ecke lesen konnte, wurde ihm klar, dass er nach Hause zu Fuß mindestens zwei Stunden brauchen würde. Bis dahin würde es längst hell sein, und viele morgendlichen Passanten würden sich auf den Straßen befinden. Da würde er, nackt und gefesselt, sehr auffallen. So langsam kroch ihm Verzweiflung ins Geäst. Er hatte böse Schmerzen. Je mehr er sich bewegte, desto mehr schmerzte die Schulter und sein ganzer linker Arm kam im sonderbar leblos vor. Er konnte ihn fast gar nicht mehr bewegen. Die Stiefel, die auf ihm herumgetrampelt waren, hatten auch ihre Spuren hinterlassen. Die ersten Beulen begannen zu schmerzen und sein Brustkorb tat bei jedem Atemzug weh. Von der Kohlenglut in seinem Loch ganz zu schweigen.
Trotz aller Schmerzen und Aussichtlosigkeit schleppte er sich weiter. Immer die Hauswände entlang, das Licht der Laternen meidend. Nach einer halben Stunde hatte er kaum drei Blocks geschafft. Und er war fertig. Keine Kraft mehr. Nicht einmal sein Schwanz stand noch. Er war verzweifelt. Tränen rannen über sein Gesicht. Er hätte sich am liebsten auf den Boden gelegt um sofort zu sterben. … Naja, einschlafen würde ja auch reichen.
So langsam begann es hell zu werden. Er musste jetzt eine Hauptstraße überqueren, hell erleuchtet und trotz der frühen Stunde schon recht rege. Wackelig stand er an der Ampel. Manche Autofahrer hupten. Warum auch immer. Es war ihm auch egal. Ihm wurde schwindelig. Es wurde grün und er wankte los.
Plötzlich lautes Hupen und quietschende Bremsen neben ihm. Er erschrak, stolperte und fiel hin. Dann wurde ihm schwarz vor Augen.
Das nächste, was er wahrnahm, war ein helles Licht. ‚Nein! Geh‘ nicht ins Licht …‘, fuhr ihm durch den Kopf. Aber das Licht durchdrängte alles. Die ganze Welt war strahlend weiß. ‚War das der Tod?‘, fragte er sich.
„Hallo … können sie mich hören …?“, drang eine Stimme zu ihm durch. Das war wohl nicht Petrus. Eher eine Krankenschwester.
„Sie sind im Krankenhaus. Sie hatten einen Unfall. Aber machen sie sich keine Sorgen, ihre Verletzungen sind nicht bedrohlich. Das wird alles wieder gut!“, versicherte sie ihm.
Er lächelte im Halbschlaf, sah sie kurz an, flüsterte: „ …danke …“, und schlief sofort wieder ein.
Das nächste Erwachen war nicht so angenehm. Neben der netten Krankenschwester, die sich als Frau Doktor Engel vorstellte, Oberärztin der Station, standen zwei Polizisten in Uniform. ‚Scheiße!‘, dachte er. ‚Jetzt haben sie mich doch!‘
Frau Doktor Engel ergriff das Wort. „Schön, dass es ihnen wieder besser geht. Wir haben ihnen etwas gegen die Schmerzen gegeben. Meinen sie, dass sie ein paar Fragen der Herren von der Polizei beantworten können? Wir sind gehalten, in Fällen wie ihren, die auf Straftaten hindeuten, die Polizei zu informieren. Und für uns wären auch ein paar Angaben für die Versicherung notwendig. Meinen sie, sie schaffen das?“
Ralf nickte und die Polizisten traten neben sein Bett.
„Guten Tag, Polizeihauptmeister Köpfer ist mein Name!“, stellte sich der erste vor. „Und das ist mein Kollege Polizeiobermeister Strick. Können sie uns ihren Namen sagen?“
„Tieferein, Ralf Tieferein, Dickhardtstraße 69, geboren, am 16.05.1989 …“
Das war die Adresse seiner Mutter, unter der er noch gemeldet war. Das besetzte Haus, in dem er tatsächlich wohnte, verschwieg er lieber.
Polizeiobermeister Strick machte fleißig Notizen, Polizeihauptmeister Köpfer stellte weiter Fragen. „Sehr schön, Herr Tieferein. Erinnern sie sich an irgendetwas, was gestern Nacht passiert ist?“
Ralf dachte nach. Jetzt musste er sich schnell etwas einfallen lassen. Er wusste auch nicht was aus den Handschellen geworden war, an seinen Handgelenken waren sie jedenfalls nicht mehr. Falls die Polizei sie in Händen hatte, würden sie schnell merken, dass es eine der ihrigen sei, und würden sicher nach der Herkunft fragen.
„Also, tut mir Leid, viel kann ich ihnen da nicht sagen. Ich war auf dem Heimweg und wollte eine Abkürzung durch den Park nehmen. Da kam mir eine Gruppe von so besoffenen Neonazis entgegen. Das waren bestimmt zwanzig. Ich hab‘ sie gesehen, bin sofort umgekehrt und wollte zurück zur Straße rennen, aber die waren schneller als ich. Ich kann mich erinnern, dass ich einen Schlag auf den Kopf bekommen habe und dann bin ich hier aufgewacht.“
„Können sie die Personen näher beschreiben? Irgendwelche besonderen Kennzeichen?“
„Na, so Nazis halt. Springerstiefel, Glatze, Tätowierungen, …das ganze Programm. Da war so ein großer dabei, und ein kleiner Dicker, aber sonst … es war ja auch noch dunkel … Da wäre es wirklich schön gewesen, wenn die Polizei da gewesen wäre und einen beschützt hätte. Man kann sich ja kaum noch auf die Straße trauen heutzutage!“, sagte er vorwurfsvoll.
„Ich kann ihren Unmut ja sehr gut verstehen, aber leider ist die Polizei personell völlig unterbesetzt. Mehr als gelegentliche Streifen können wir dort nicht leisten. Ich würde ihnen empfehlen, in Zukunft solche Abkürzungen eher zu vermeiden. Möchten sie denn Anzeige gegen Unbekannt wegen Körperverletzung stellen? Das können wir hier gleich aufnehmen. Aber ich muss ihnen sagen, dass es nur wenig Aussicht auf Erfolg gibt.“
„Sie meinen, die Schweine werden so oder so davon kommen?“, fragte Ralf mit gespielter Empörung in der Stimme.
„Ich fürchte, darauf wird es hinauslaufen. Aber wenn ihnen noch etwas einfällt, können sie jederzeit aufs Revier kommen. Wir sind für sie da. Sie wissen ja: Die Polizei, dein Freund und Helfer!“
„Wie könnte ich das je vergessen!“, sagte er und lächelte versonnen.
Nun mischte sich Frau Doktor Engel wieder ein. „Meine Herren, ich muss sie nun bitten zu gehen. Mein Patient braucht strikte Ruhe. Er hat eine schwere Gehirnerschütterung, einen luxierten Arm, mehrere Rippenbrüche, jede Menge Abschürfungen und Prellungen, einige Platzwunden und eine partielle Amnesie. Also guten Tag, ich muss mich auch weiter um meine anderen Patienten kümmern.“
Die Polizisten packten ihren Kram ein und verließen das Zimmer.
„Na, Gottseidank, die sind weg … scheiß Bullen! … Und das hier…“, sie griff in ihre Kitteltasche und holte seine Handschellen heraus, „… und das hier können sie bestimmt als Souvenir gebrauchen. Ich selber habe für Polizeihandschellen eher keine Verwendung.“ Sie zwinkerte ihm verschwörerisch zu. „Ach, sie wollen wohl wissen, wie wir die los bekommen haben? Was meinen sie wie oft Leute nach Sexspielen gefesselt hier eingeliefert werden. Wir haben einen kleinen Schlüsselbund mit den gängigsten Modellen. Aber jetzt ruhen sie sich wieder aus. Ich möchte sie noch zwei Tage zur Beobachtung da behalten, danach können sie nach Hause.“
Ihre Mine wurde ernster. „Und dann noch was. Wir haben sie, als sie hier eingeliefert wurden, gründlich untersucht. Wir mussten rektale Blutungen stillen, ein paar kleine Blutgefäße veröden und wir haben am Schließmuskel zwei Fissuren entdeckt. Außerdem fanden wir im Enddarm eine große Menge Spermas. Wir haben ein paar Proben zurückbehalten, falls sie doch noch Strafanzeige erstatten wollen. Mit einem DNA-Test ist es ganz leicht den Verursacher zu ermitteln. … Wenn sie möchten, kann ich unsere Psychologin mal zu ihnen schicken. Vielleicht möchten sie ja mit jemandem reden …“
Ralf lächelte sie an und schüttelte mit dem Kopf, was er aber gleich bereute, denn bei einer Gehirnerschütterung sollte man heftige Bewegungen mit dem Kopf unterlassen. „Nein, ich brauche keine Beratung. Es ist alles in Ordnung. Ich werde kein Trauma davon behalten. Aber danke für ihre Umsicht. Auch wegen der Handschellen.“
Nun lächelte auch sie wieder. „Keine Ursache. Man muss doch zusammenhalten gegen die Staatsmacht!“
Dann verabschiedete sie sich und Ralf konnte wieder ruhen. Die Ruhe tat ihm gut. Er hatte seinen Mitbewohnern Bescheid geben lassen, dass er im Krankenhaus sei, aber keinen Besuch wolle. Nach drei Tagen konnte er wieder nach Hause gehen. Er humpelte zwar noch, sein ausgekugelter Arm lag in einer Schlinge, er hatte einen Druckverband um den Oberkörper wegen der gebrochenen Rippen und er würde in nächster Zeit Abführmittel nehmen müssen, damit sein Stuhl weich würde und die Fissuren heilen könnten. Von Analverkehr hatte ihm Frau Doktor Engel augenzwinkernd vorerst dringend abgeraten. Damit solle er doch lieber mal zwei Monate aussetzen.
Als er endlich in der Risaer Straße angekommen war, wollte er sich eigentlich nur noch hinlegen und ruhen, aber seine Mitbewohner hatten ein großes Willkommensfest für den zurückgekehrten Helden arrangiert. Alleine gegen ein ganzes Rudel Nazis. Fast noch ehrenwerter, als sich mit den Bullen zu prügeln, war die allgemeine Überzeugung. Nun ja, er machte gute Miene zum bösen Spiel, erzählte immer wieder die Geschichte von den Skinheads und sein Heldenstatus stieg und stieg.
Nach und nach nahm Ralf sein normales Leben wieder auf, aber jedes Mal, wenn er eine Wanne vorbei fahren sah, bekam er einen Ständer. Jede Nacht träumte er von seinem Erlebnis, besonders von dem Anführer. Der hatte es ihm gewaltig angetan. Er hatte zwar nur seine Augen und seinen Mund gesehen, aber er war sich sicher, dass er ihn unter hunderten erkennen würde.
Sein Verhalten bei Demos wurde riskanter, denn jedes Mal hoffte er, der Besatzung von GruKWk3 noch einmal zu begegnen. Aber die konnten von Gottweiswoher in die Stadt geholt worden sein, um die Unruhen zu bekämpfen. Aber die Hoffnung gab er nicht auf. Er war sich sicher, dass er ihn eines Tages wiedersehen würde.
Aber bis dahin musste er sich beschäftigen. Er versuchte es ein paar Mal sich als Escortsklave zu verkaufen, aber das war nicht das, was er wollte. Er suchte echte Dominanz, jemanden zum Unterordnen, jemanden, der ihm sagte, wo es lang ging, jemandem dem er dienen dürfe und dem er mit Haut und Haar gehöre. Das wünschte er sich.
Und dann hatte er das Inserat entdeckt, und heute …HEUTE würde es endlich soweit sein. Endlich hatte er die Chance einen echten Lebenszweck zu finden. Dem Meister zu dienen. Und sonst nichts.
Kaum war er wach, stand er auch schon auf, bereitete sich mit dem Wasserkocher einen Instantkaffee zu, zündete eine Zigarette an und legte sich noch einmal kurz ins Bett. Diesen Luxus würde er wohl nicht mehr lange haben. Das Rauchen würde er wohl knicken können, denn er war der Überzeugung, dass es sich für einen Sklaven nicht ziemt zu rauchen. Morgens nochmal ins Kuschelbettchen, würde wohl auch vorbei sein. Und ob man Sklaven Kaffee gab, wusste er nicht. Aber all diese Annehmlichkeiten würde er ohne zu Zögern mit einem winzigen Sklavenkäfig tauschen, wenn er dafür Besitz eines Meisters werden würde, der diesen Titel wert war.
Er überlegte, wo er wohl in sechs Stunden sein würde. Schon beim Gedanken daran bekam er schon wieder einen Ständer. Jahrelang hatte er mit Erektionsproblemen zu tun gehabt, hatte sogar mal eine Psychotherapie gemacht, bei der heraus kam, dass er als Kleinkind wohl besser nicht mit seiner Mutter zusammen gebadet hätte. Frühkindliches Trauma. Geholfen hatte das nicht. Hilfe hatten nur diese Potenzpillen gebracht und er fand, sie seien ein Segen für die Menschheit. Bei dem Vorfall in der Wanne, da hatte er auch solche Dauererektionen gehabt. Danach nicht mehr. Bis zu dem Inserat.
Nun stand er endgültig auf, drückte die Zigarette aus und sagte feierlich: „So, du warst die letzte!“, und ging ins Bad. Um diese Zeit war da noch niemand zu sehen und so konnte er in aller Ruhe Körperpflege betreiben. Er hatte schon seit Tagen nichts Schweres mehr gegessen und so dauerte die Spülung nicht allzu lange. Allerdings sollte sie ja auch lange halten. Er überlegte, ob er später eine Durchfallpille nehmen solle, damit der Darm langsamer arbeiten würde, aber er entschied sich dagegen. Es wäre ihm wie Doping vorgekommen. Dann lieber später nochmal nachsehen. Er rasierte sich sehr gründlich. Eier und Arschritze drei Mal. Er rieb sich noch mit einem geruchslosen Öl ein, damit seine Haut für die Musterung schön samtig und zart sein würde. Er musste ja einen guten Eindruck machen. Denn er WOLLTE die Stelle.
Um acht war er fertig. Er hatte nicht einmal mehr eine Stunde Zeit bis zum Aufbruch. Die Klamotten, die er anziehen würde, lagen schon bereit, Perso und Gesundheitskarte waren im Brustbeutel, da mussten dann nur noch die Schlüssel rein, wenn er das Haus verlassen würde. Er studierte noch einmal ganz genau die Anweisungen, obwohl er das schon hundert Mal gemacht hatte.
S5 Hauptbahnhof, Richtung Straußberg-Nord, ab 09:08 Uhr,
Hegermühle, an 10:13 Uhr. 
Kleidung: Ein kratziger Wollpullover, eine knappe Sporthose ohne Innenslip, Turnschuhe.
Des Weiteren: Ein Brustbeutel. Inhalt: Personalausweis, Krankenversicherungskarte, Haustürschlüssel.
Beim Verlassen des Hauses ist beiliegendes Präparat zu schlucken.
Auf dem Weg ist eine 1,5 Literflasche stilles Mineralwasser zu trinken.
Die beiliegende Fahrkarte ist zu verwenden.
Weitere Anweisungen im Mülleimer neben der Treppe am Ende des Bahnsteigs.
 
Kaum war er am Lesen, hatte er auch schon wieder einen Ständer. Er drückte seine Zigarette aus. „So, du warst jetzt aber wirklich die letzte!“ Dann zog er sich an. Lieber drei Züge nach Straußberg vorbei fahren sehen, als den einen verpassen. Man wusste ja nie bei der S-Bahn. Er betete, dass die S5 heute Vormittag von Zugausfällen verschont werden würde.
Er schlüpfte in die Hose, die ihm eigentlich eine Nummer zu klein war. Dadurch war sie so eng, dass sein Schwanz wenigstens nicht dauernd unten raus hing. Jetzt, wo er steif war, klappte er ihn einfach nach oben, wo er vom Gummibund der Hose gehalten wurde. Wenn der Pullover drüber hängen würde, dann wäre von seiner Eichel, die oben raus guckte, nichts zu sehen. Den Pullover hatte er ganz hinten bei den Wintersachen noch gefunden. Den hatte er Jahre nicht mehr angehabt, eben weil der so kratzte. Er hatte ihn mal in der Altkleidersammlung gefunden und gerettet, dann aber festgestellt, dass er doch nicht so toll war, ihn aber, weil er niemals etwas wegschmeißen konnte, im Schrank aufgehoben. Man wusste ja nie, ob man ihn doch mal brauchen würde, und nun war es soweit.
Also schlüpfte er in das muffige Teil hinein. Er war noch nicht einmal an der Tür, da hätte er schon einen Kratzstab brauchen können, so eklig fühlte er sich auf der nackten Haut an. Aber Anweisung, war Anweisung. Vielleicht hätte er ihn mal waschen und weichspülen sollen, aber nun war es zu spät. Die Turnschuhe noch, dann den Brustbeutel umgehängt und unter den Pullover gesteckt, und nun konnte es losgehen.
Er sah sich noch mal in seinem Zimmer um und hoffte, es bald mit einem schönen Sklavenkäfig tauschen zu können. Die kleine Pille, die der Meister mit geschickt hatte, sah er einen Moment noch zweifelnd an, aber der Meister würde wohl wissen was er tat. Also schluckte er sie mit Todesverachtung, nahm noch die Flasche Wasser in die Hand und ging los. Den Schlüssel im Brustbeutel, machte er sich auf zu seiner Versklavung.
Mit Herzklopfen ging er zur S-Bahn, fuhr die drei Stationen zum Hauptbahnhof, und setzte sich, nach doppelter Prüfung, auf dem richtigen Bahnsteig auf eine Bank. Nun hieß es wieder warten. Er war eine halbe Stunde zu früh. Er hing seinen Gedanken nach, beobachtete die Leute, lauschte auf die Lautsprecherdurchsagen und versuchte seinen Schwanz unauffällig zu drapieren. Der pochte inzwischen im Rhythmus seines Herzschlages. Ralf war so geil, er hätte auf dem Bahnsteig schon wichsen können. Er spürte auch, wie es in der Hose etwas feucht wurde. Da war wohl schon der erste Vorsaft unterwegs.
Dann endlich kam der Zug. Pünktlich wie die Eisenbahn. Er stieg ein. Nun konnte nichts mehr passieren, außer, dass der Zug auf freier Strecke liegen bleiben könnte. Er war einfach ein Schwarzseher. Mehr als eine Stunde würde er unterwegs sein. Er kannte die Strecke schon, war sie zur Sicherheit gestern schon einmal gefahren. Er hatte sich ein Bild von dem Bahnhof machen wollen, an dem er aussteigen sollte, sich nach dem Mülleimer umsehen, den er nach neuen Anweisungen durchwühlen sollte und überhaupt mal sehen, wie die Gegend um den Bahnhof so war. Gute Vorbereitung ist ja bekanntlich die halbe Miete.
Der Zug war ziemlich voll und er fand keinen Sitzplatz. Also musste er stehen, und dabei musste er sich festhalten um bei dem Geruckel des alten Zuges nicht umzufallen. Und festhalten konnte er sich nur an den Haltestangen, die oben waren. Also musste er zumindest einen Arm hoch nehmen, was dazu führte, dass der Pullover auch hochgezogen wurde und den Blick auf sein Höschen frei gab, aus dem ja oben noch die Eichel heraus schaute. Jetzt mehr denn je. Er hatte das Gefühl, sein Schwanz sei härter als jemals zuvor. Normalerweise hätte er sich sehr darüber gefreut, hier war es ihm furchtbar peinlich. Vermeintlich unauffällig schob er die Eichel in die Hose. Nun war sie zwar nicht mehr zu sehen, aber die Konturen seines Steifen zeichneten sich überdeutlich auf dem Sporthöschen ab. Scheu blickt er sich um, ob jemand etwas bemerkt hatte.
Zum Glück sind in dieser Stadt die Menschen vor allem mit sich selber beschäftigt, und keiner achtet groß auf den anderen. Er erregte wenig Aufsehen. Zwei, drei Blicke, die sich jedoch gleich wieder über Handys und Zeitungen beugten, trafen ihn. Eher amüsiert, als empört. Ralf sah einfach stoisch zum Fenster heraus und tat so, als ob alles ganz normal sei. Dabei kratzte der Scheiß Pullover bis zum Verrückt werden. Ralf hätte ihn am liebsten ausgezogen und aus dem Zug geworfen, aber Anweisung war Anweisung. Sein Schwanz nässte inzwischen weiter und bald war zu den Konturen auch noch ein offensichtlicher feuchter Fleck gewachsen. Er begann zu schwitzen, was das jucken noch verstärkte.
Um sich abzulenken, ließ er, wie er es in der Bahn immer machte, die Blicke dann doch schweifen, sah sich die Männer im Wagen an und unterteilte sie in Kategorien.
Die, mit denen er gerne Sex hätte, die, mit denen vielleicht, die, mit denen nicht, und die, mit denen zur Not. Die letzte Gruppe war die Häufigste. Der Zug hielt, einige Leute stiegen aus und die Enge um Ralf wurde lichter.
Da sah er, dass genau ihm gegenüber, ein sehr gut aussehender Schwarzer saß,  genauso ein Typ, wie Ralf ihn schon immer hatte haben wollen und noch nie bekommen hatte. Er hatte ein breites Grinsen im Gesicht und sein Blick wechselte ganz offensichtlich zwischen Ralfs Hose und seinem Gesicht hin und her. Dabei hatte er seine eigenen Hände unauffällig im Schritt liegen, aber Ralf sah genau, dass er den Inhalt knetete. Es zeichnete sich eine schöne Beule ab. Immer auffälliger wurden die Blicke, ja er sah ihn sogar sich kurz die Lippen lecken.
Hätte Ralf nicht schon längst einen Steifen gehabt, spätestens jetzt hätte er einen bekommen. Er wurde unsicher. Der Typ wollte etwas von ihm, ganz offensichtlich. Sowas war ihm in der Bahn noch nie passiert und nun ausgerechnet heute. Für einen Moment blitzten 1000 Phantasien mit großen, schwarzen Schwänzen in seinem Hirn auf, dann fiel ihm wieder ein, wohin er unterwegs war.
Das massieren des Schwanzes wurde bei seinem Gegenüber immer auffälliger, am liebsten hätte Ralf sich auf der Stelle hier in der S-Bahn vor ihn hin gekniet und seinen mutmaßlich fetten Riesenriemen direkt hier abgeblasen. Schon gemein, dass sowas ausgerechnet heute passieren musste. An jedem andern Tag in seinem schwulen Leben, hätte er das als Geschenk einer höheren Macht betrachtet und es dankbar und begeistert angenommen, aber heute …
Dann fuhr der Zug in den nächsten Bahnhof ein und der fremde Schwarze stand auf. Er ging so nah an ihm vorbei, dass er seinen Schweiß riechen konnte. Ralf erzitterte vor Geilheit. Im Vorbeigehen, hielt er einen Moment inne, kam ganz nah an Ralfs Ohr und flüsterte: „Dein linkes Ei hängt aus der Hose“, griff ihm kurz aber kräftig in den Schritt, blickte von Bahnsteig aus noch einmal auffordernd zurück und ging dann im Gedränge unter.
Ralf lief knallrot an, setzte sich schnell auf den Platz, wo eben noch der geile Schwarze gesessen hatte, schwelgte kurz darin, dass er nun in der Wärme dessen Arsches saß, und zubbelte dann seinen Pullover soweit runter wie es ging, quetschte unauffällig das verlorene Ei wieder in die Shorts, stellte die Wasserflasche noch zwischen die Beine, und schlang die Hände darum. Und sein Schwanz wollte gar nicht aufhören zu stehen.
Was war nur los mit ihm? Naja, er war halt geil. So geil wie in seinem ganzen Leben noch nicht. Nur noch ein paar Stationen in dieser rumpeligen S-Bahn fahren, dann würde er dem Ziel seiner Träume immer näher kommen. Er sah auf den Linienplan, der über dem Fenster hing und zählte die Stationen, die er noch fahren musste. Es waren noch viele. Der Bahnhof war weit außerhalb der Stadtgrenze. Eine halbe Stunde war er nun schon unterwegs und vierzig Minuten lagen noch vor ihm. Die Zeit und der Zug schienen zu schleichen. Immer mal wieder nahm er einen Schluck Wasser, denn die Flasche musste ja leer werden.
Endlich hatte die Bahn die Stadt verlassen. Draußen rauschte jetzt richtige Landschaft zwischen den Bahnhöfen vorbei. Der Waggon war auch ziemlich leer geworden, so dass er sich mit seiner Erektion nicht mehr so beobachtet fühlte. Sein Herz klopfte immer schneller, je näher sie der Zielstation Hegermühle kamen. Nur noch zwei Stopps. Er fing wieder an zu schwitzen. Der Pullover juckte dadurch noch mehr. Er hätte sich unentwegt kratzen können. …
Die nächste Haltestelle war Hegermühle, gleich war es soweit. Gleich würde er die nächste Anweisung von seinem Meister lesen können. Der Zug fuhr in den Bahnhof ein, Ralf stand auf, die Hände immer vor dem Schritt, und stieg aus. Nicht viele Fahrgäste verließen hier den Zug. Nur fünf oder sechs traten mit ihm auf den Bahnsteig und hasteten dem Ausgang entgegen. Ralf wartete einen kleinen Moment, denn er wollte, wenn er den Mülleimer nach einer Botschaft durchsuchte, nicht unbedingt Zuschauer haben.
Als der letzte die Treppe zum Ausgang herunter gegangen war, lief auch er nach vorne, wo der Mülleimer hing, zu dem er hin musste. Er sah einen älteren Herrn die Treppe herauf kommen. Also doch Publikum. Aber das war ihm jetzt auch egal. Er musste langsam mal zu Potte kommen. Er hatte den Abfalleimer noch nicht ganz erreicht, da trat der ältere Herr an das Müllbehältnis heran, drehte sich einmal suchend um, leuchtete dann mit einer Taschenlampe hinein, und begann mit der Hand darin herumzuwühlen.
Ralfs Herz blieb fast stehen, als er das sah. Der Mann zog die Hand raus und hielt darin eine Bierflasche. Ralf war sich sicher, dass die Botschaft da drin sei. Das heißt, sicher war er natürlich nicht, aber falls sie da drin wäre, wäre der Verlust eine Katastrophe. Also hieß es handeln.
„Halt! Halt! Warten sie! Das ist meine Flasche! Die ist für mich!“, rief er aufgeregt dem Mann hinterher, der schon dabei war, sie in seinem großen Rucksack zu verstauen.
Der sah ihn feindselig an. „Det wüsst ick aba, wenn det deine flasche wär, die hab‘ ick jrade da raus jezojen, det is meene. Schwirr ab kleena!“
„Bitte! Bitte“, flehte er ihn an. „Die ist wichtig für mich! Da ist ne Botschaft für mich drin! Bitte geben sie sie mir. Ich kauf‘ sie ihnen einfach ab! Bitte!“ Da fiel ihm ein, dass er ja gar kein Geld dabei hatte. „Ach nee, tut mir leid ich hab‘ ja nicht mal Geld. Bitte, ich mache was sie wollen, aber bitte geben sie mir die Flasche!“
Der ältere Herr sah Ralf zweifelnd an. Es gab schon jede Menge Irrer in dieser Stadt, aber einer, der Botschaften für sich in alten Pfandflaschen vermutete, das war ihm neu. Aber manche Irre wurden auch gefährlich, wenn man ihnen widersprach. Er sah sich Ralf von oben bis unten an, und als er auf Hüfthöhe war, sah er etwas, was ihm sehr gefiel. Er grinste.
„Weesta wat kleena, wia machen een jeschäft. Du jibst mia wat wat ick will und ick jebe dia wat du willst. Is det’n deal?“ Dabei blickte er mit unverhohlener Gier auf das große Teil, das er da sah.
Ralf war in Panik. Er MUSSTE diese Flasche haben, sonst wären die ganzen letzten sechs Wochen umsonst gewesen. Ganz egal was der Alte von ihm wollte, er würde es tun. Auf der Stelle würde er ihm hier einen Blasen, in der Hoffnung, dass er schnell spritzen würde und sich Ralf endlich auf den Weg machen könne.
„OK!“, sagte er, „Alles was sie wollen. Gleich hier oder wie?“
„Natüalich hia, oda gloobste ick will für son jeschäft ooch noch enen diskreten Platz suchn? Ick hab‘ ooch noch wat zu tun! Also denne!“
Ralf wollte schon auf die Knie gehen, aber der alte Mann sah ihn so komisch an.
„Wat willste da untn, Kleena? Jib mia deene Flasche, denn jeb ick dir meene!“
Denn der erfahrene Pfandspezialist hatte sofort gesehen, dass auf Ralfs 1,5 Liter PET-Flasche 25 Cent, auf seiner Bierflasche aber nur 8 Cent Pfand waren. Also ein gutes Geschäft, der Tausch. Ralfs Ständer hatte er überhaupt nicht bemerkt, denn er war ausgesprochen kurzsichtig.
Ralf atmete auf. „Moment!“, sagte er, nahm den letzten Schluck aus der Flasche um die Anweisung richtig zu befolgen und drückte sie dem alten Herrn mit einem Lächeln in die Hand. „Sie retten mein Leben, vielen, vielen Dank!“
Endlich hatte er sie in der Hand, die Flaschenpost. Er sah hinein. … Leer? Er hielt sie gegen die Sonne. …Leer!
Verdammter Mist, die ganze Aufregung und Zeitverschwendung umsonst. Also musste die Nachricht noch im Mülleimer sein. Sofort stürzte er sich auf ihn, sah hinein, da er aber keine Taschenlampe hatte, wie der Profi vor ihm, konnte er nichts erkennen. So musste er denn rein greifen und tasten. Einige eklige Augenblicke später, spürte er ein Glasgefäß, das unten in der Tonne lag. Das musste es sein! Er griff zu, holte es raus und triumphierte! Er hatte ein Würstchenglas in der Hand, in dem ein zusammengerolltes Papier steckte. Er jubelte innerlich vor sich hin und hielt das Glas in die Luft, als sei es der heilige Gral.
Der alte Mann, der noch immer neben ihm stand, hatte ihn interessiert beobachtet.
„Da is aba keen Pfand druff, Kleena, musse noch viel lern, wa?“
Aber Ralf hatte gar keine Kapazität mehr, um dem Mann auch nur zu antworten. Alles Sinnen, alles Streben, galt nun dem Inhalt des Wurstglases. Der Flaschensammler schüttelte nur mit dem Kopf und ging seiner Wege.
Nun machte Ralf aufgeregt das Glas auf. Mit zittrigen Fingern zog er die Schriftrolle heraus und rollte sie auseinander.
sau!
Nordausgang
Am Bahnhofsvorplatz gleich rechts auf den Trampelpfad, die Gleise entlang
Nach 100m Überquerung der Gleise
!VORSICHT VOR ZÜGEN UND STROMSCHIENE!
Zwischen den Büschen durch, links auf Forstweg
An Stromtrasse rechts
Trasse folgen bis zum 6. Mast
Weitere Anweisungen auf Hochsitz nach 100 m
Glas mit Wegbeschreibung zurück in den Mülleimer
Achtung!
Beeilung!
Ankunft des nächsten Bewerbers im Folgezug.
Sollte er sau einholen, ist sau ausgeschieden!
Ralfs erster Blick war auf die Anzeigetafel für die nächste Ankunft. ‚Nächster Zug in 12 Minuten‘, war da zu lesen. Er erschrak. 12 Minuten? 8 Minuten verloren, er würde sich sehr beeilen müssen. Eilig rollte er die Anweisung wieder zusammen, steckte sie in das Wurstglas, schob es wieder ganz tief in den Eimer zurück und häufte den anderen Müll darüber. Vielleicht würde sein Nachfolger damit eine Minute verlieren. Ein letzter Blick auf den Anzeiger: 11 Minuten. Dann rannte er die Treppe runter. Es war ihm egal, wo seine Eier und sein Schwanz hingen. Nur los, zu diesem Hochsitz. Unten auf dem Vorplatz sah er sich hektisch um. Dort wo der Pfad sein sollte, standen jede Menge Recycling-Container und ein Berg Müll häufte sich dort auf. Aber bei genauem Hinsehen, bemerkte er hinter dem Braunglasbehälter den halb zugewachsenen Zugang zu besagtem Pfad.
Er schlug sich durch die Büsche, versuchte aber nichts abzuknicken, um seinem Konkurrenten den Weg nicht zu erleichtern. Mit seinen nackten Beinen, streifte er ein Brennnesselgestrüpp. Er fluchte und versuchte das Brennen zu ignorieren, das sich nach wenigen Sekunden auf seinen Unterschenkeln ausbreitete.
Nun war er auf dem Pfad neben der Bahnstrecke. Es roch nach Spätsommer und Schmieröl. Hastig rannte er weiter, ein paar Mal stolperte er. Der Weg schien nicht oft benutzt zu werden. Er kam an eine Stelle, wo es ein bisschen hoch ging und der Bahndamm leichter zu überwinden war. Ralf hatte einen Heidenrespekt vor Bahnlinien. So ein Zug war im Nu da. Zum Glück gab es nach beiden Richtungen freie Sicht. Es war nichts zu sehen und er traute sich mit zittrigen Beinen auf die Gleise. Nun kam das nächste Hindernis. Die Stromschiene. Sie war zwar nach oben hin abgedeckt, aber er hatte mal was von Überspannungsblitzen gehört und hatte Angst, dass die auch hier entstehen könnten. Andererseits, so dachte er, würde ihm der Meister keinen Weg vorschreiben, der bei der nötigen Vorsicht lebensgefährlich wäre. Also überwand er seine Bedenken, machte einen großen Schritt über die etwa 30 Zentimeter hohe Schiene. Kein Überspannungsblitz verschmorte ihn.
Erleichtert setzte er seinen Weg fort. Eine kleine Böschung hinunter, und dann schien es nicht weiter zu gehen. Aber in der Anweisung hatte ja gestanden, dass er durch die Büsche sollte. Er suchte nach der Stelle, wo das Buschwerk am lichtesten erschien und zwängte sich hindurch. Diesmal blieb er an Brombeerbüschen hängen und zu den Quaddeln an seinen Beinen, kamen jetzt auch noch blutige Kratzer. Die Zeit verrann und er konnte nicht kontrollieren wie schnell, denn er hatte ja weder Uhr noch Handy dabei.
Nachdem er durch die Büsche durch war, sollte er ja den Weg nach links gehen. Nun ja, Weg war etwas übertrieben. Vor ihm lag nun eine breite Schneise, die wohl schon vor längerer Zeit durch den Wald geschlagen worden war, denn überall spross schon frisches Gestrüpp, nur in der Mitte war eine Spur zu sehen, die wohl eine große Forstmaschine hinterlassen hatte. Tief eingefahren in den sandigen Boden, trocken und staubig. Es war sehr anstrengend da längs zu laufen, denn bei jedem Schritt sank er in den Sand ein. Ihm kam es vor, wie damals in den Dünen von Maspalomas. Rennen konnte er hier nicht mehr, aber er ging so schnell er konnte. Es konnte ja auch nicht so weit bis zu der Hochspannungsleitung sein, an der er sich orientieren sollte. Sein Pullover war inzwischen schon ganz nass, so hatte er sich mit Schweiß vollgesogen. Tapfer setzte er Schritt um Schritt, immer gehetzt von der Uhr in seinem Kopf.
Endlich hatte er das Ende der Schneise erreicht und sah auch schon den ersten Hochspannungsmast. Er blickte die Trasse entlang und der Weg zum nächsten Mast schien ihm sehr, sehr weit zu sein. Aber immerhin war der Boden nun etwas fester. Am Wald entlang verlief sogar etwas, das man als Weg bezeichnen konnte. Er beschleunigte seinen Schritt noch einmal. Er war schon ganz schön außer Atem. Nun rächten sich die vielen Zigaretten und seine Abneigung gegen Sport.
Er erreichte den ersten Mast erst nach gefühlten fünf Minuten. Die Sonne brannte schon gnadenlos vom Himmel und brachte ihn noch mehr zum Schwitzen. Ganze Wolken von Insekten schwirrten am Waldesrand herum. Die meisten nur lästig, aber einige konnten auch stechen. Und das taten sie, voller Hunger. Als er den zweiten Mast erreichte, hatte er schon mindestens drei Stiche, die das Brennen von den Nesseln noch zusätzlich durch jucken ergänzten. Außer dem Summen der fliegenden Quälgeister, vereinzelten Vogelstimmen und dem hochfrequenten Brummen, das von den Stromdrähten herrührte, hörte er nur die Geräusche seiner Schritte auf dem holprigen Untergrund.
Doch dann kam plötzlich ein leises Grollen dazu, das erst lauter wurde, sich dann aber schnell verlor. Ralf kannte das Geräusch. So klang eine S-Bahn von weitem. Die Konkurrenz war da. Nun legte er einen Sprint bis zu Mast drei ein, war danach aber so außer Puste, dass er einen Moment ausruhen musste. Aber nur kurz, dann weiter, den nächsten Strommast im Auge. Er wusste, wenn er sich nicht noch mehr beeilte, drohte ihm die Ausmusterung, noch bevor der Meister ihn auch nur gesehen hatte. Er rannte wieder ein Stück. Seine Turnschuhe waren schon seit dem Weg durch die Schneise voll mit Sand. Auch das erinnerte ihn an die Dünen auf Gran Canaria. Nur hatte er dort die Schuhe ausziehen und leeren können, wenn es zu unangenehm wurde, oder er hatte einfach barfuß weiter laufen können. Hier hatte er weder die Zeit sich die Sneakers aufzubinden, noch die, sie auszuziehen, auszuklopfen, anzuziehen, zuzubinden und dann erst weiterzulaufen. Also musste er das unangenehme Schubbern an seinen Füßen aushalten, das übler wurde, je schneller er lief. Er spürte, wie die Haut wund wurde und sich wohl bald eine Blase bilden würde. Aber was war eine Blase gegen das Ausscheiden. Mit Todesverachtung, verschwitzt und keuchend rannte er weiter. Der nächste Strommast war schon ganz nah.
Da bog plötzlich der ‚Weg‘ nach rechts in den Wald ab. Ralf stand vor einem breiten Graben, auf dessen Grund Wasser war. Ein Fließ querte hier die Stromtrasse. Auf der Weltraumkarte hatte das ausgesehen, als wäre es mit einem kleinen Sprung zu überwinden, in Natura war der Graben fünf Meter breit und zwei Meter tief. Steile Böschung mit Wildwuchs, unten Sumpfpflanzen, die aus dem schlammigen Grund sprossen. Vorsichtig stieg er hinunter. Aber nicht vorsichtig genug. Er stolperte über die Wurzeln einer Trauerweide und rutschte nach unten. Zum Glück ging das ohne Blessuren ab, aber sein linker Fuß war im Schlamm eingesackt. Er fluchte, hielt sich an den Ästen der Weide fest und zog den Fuß aus dem Modder. Der Fuß kam raus, aber der Schuh blieb stecken. Er fluchte lauter, bückte sich und es gelang ihm den Turnschuh wieder rauszuziehen. Er war ein einziges Schlammpaket. Ralf war den Tränen nahe. Den Schuh in der Hand machte er einen großen Schritt über das Wasser, der aber auch nicht groß genug war, so dass sein beschuhter Fuß nun in der schwärzlichen, leicht faulig riechenden Brühe versank. Nun war es mit seiner Beherrschung völlig vorbei. Er schrie: „SCHEIßE!!! VERDAMMTE SCHEIßE!! SO EINE SCHEIßE!!!!“, und die ersten Tränen von Zorn und Verzweiflung kullerten aus seinen Augen.
Während Ralf langsam die Hoffnung verließ, hatte die nächste S-Bahn den Bahnhof gerade verlassen. Metin stand schon am Mülleimer, als der letzte Wagen gerade vorbei fuhr. Auch er war gestern hier gewesen, hatte sich gemerkt, an welchem Waggon die Treppe mit dem ominösen Mülleimer war. Schon als der Zug eingefahren war, hatte er an der Tür gestanden, bereit zum Sprint. Seine sehr kräftigen, stark behaarten Beine, steckten in einem ähnlichen Sporthöschen, wie die von Ralf. Auch Metins Schwanz zeichnete sich durch den Stoff ab, und auch er litt unter dem juckenden Pullover.
Aber er verfügte über ein großes Maß an Selbstbeherrschung. Er hatte es in seiner beruflichen Laufbahn gelernt, Herausforderungen gerecht zu werden, Selbstdisziplin an den Tag zu legen und so manchen Schmerz wegzustecken. So eine Bänderzerrung, ein Meniskusriss oder ein Trainingslager auf Mallorca, waren wirklich nicht spaßig.
Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, machte er sich über den Inhalt des Mülleimers her, grub sich gezielt nach unten, denn es erschien ihm logisch, dass die Botschaft schwer zugänglich sein würde. Ralfs Anstrengungen das Glas zu verstecken, trugen keine Früchte. Nach wenigen Augenblicken hatte Metin es in der Hand. Er öffnete es und verzog erstmal angewidert das Gesicht. Aus dem Glas drang immer noch der Duft der Würstchen, die einst der Inhalt gewesen waren. Obwohl Metin nicht sonderlich religiös war, war ihm der Ekel vor Schweinefleisch doch irgendwie in die Wiege gelegt worden. Aber das hinderte ihn nicht daran, das Papier schnell rauszuholen, zu studieren und wieder zu verstauen. Die Reste einer wohl kaum genießbaren Currywurst, die ketchupverschmiert in der Tonne lagen, nutzte er dazu, den Deckel des Glases einzuschmieren, nachdem er es so fest er konnte zugemacht hatte. Auch er dachte strategisch und versuchte seinen Mitbewerbern die Arbeit so schwer wie möglich zu machen.
Und er hatte die Chance erkannt, einen von ihnen ganz aus dem Rennen zu werfen. Nämlich den, der vor ihm hier angekommen war. Natürlich wusste er nicht, ob er vielleicht der Erste sei und er niemanden einholen könnte, aber er wollte es versuchen. Denn wenn ihm der Ausschluss angedroht wurde, wenn der nächste ihn einholen würde, dann galt das natürlich auch für den Kandidaten vor ihm. Er sprintete los. Nicht zu schnell, die Kräfte einteilend, aber schon sehr zügig. Im Gegensatz zu Ralf, hatte er sich den Vorplatz gestern genau angesehen und den Zugang zum Pfad hinter den Müllcontainern registriert. So konnte er zielgerichtet seinen Weg finden. Das schwierige Gelände machte ihm keine Probleme, hatten sie doch früher bei Aufenthalten in Trainingscamps Querfeldeinläufe für die Ausdauer gemacht. Das hatte ihm auch immer viel Spaß gemacht, denn er liebte die Natur. In flottem Trab lief er die Gleise entlang, setzte mit einem eleganten Sprung darüber, folgte der Spur, die Ralf beim Durchqueren der Büsche hinterlassen hatte und war im Nu auf der sandigen Schneise, die er leichtfüßig entlang lief.
Ralf war unterdessen damit beschäftigt, aus dem Graben heraus zu kommen. Auch dabei verlor er Zeit und mit dem schlammverklebten Schuh hatte er auch einen Moment zu kämpfen. Er rannte los. Keuchend ließ er den vierten Mast hinter sich, nur noch ein paar hundert Meter bis zum Hochsitz. Als er den fünften passierte, hatte er schon grässliches Seitenstechen, und er keuchte wie eine Dampfmaschine. Er musste kurz anhalten, beugte sich vor, stemmte die Arme in die Seiten um den Schmerz zu lindern, wartete einen Moment, bis sich sein Raucheratem wieder beruhigt hatte und lief weiter, als ob es um sein Leben ginge. Suchend sah er sich um. Hier musste doch der verdammte Hochsitz irgendwo sein. Fast war er schon bei Mast Nummer sechs, da sah er am Waldesrand das Ziel. Endlich!
Er war erleichtert. Nach Luft schnappend kam er an, hielt sich kurz an der Leiter fest, um wieder zu Atem zu kommen, und stieg dann die Sprossen hoch. Er öffnete die Tür zu dem kleinen Kabuff in dem sonst Jäger auf ihre ahnungslosen Opfer lauerten. Es war heiß und stickig wie in einer Sauna. Es roch nach altem Holz, Zigarettenrauch und er meinte einen Hauch von altem Sperma zu erahnen. Wohlmöglich vertrieb sich hier so mancher Schütze die Wartezeit mit Mastrubation. Aber das war ihm alles egal. Sofort sah er den Zettel, der an die Wand gepinnt war. Immer noch keuchend las er den Text.
sau!
Komplett ausziehen
Kleidung, Schuhe, Brustbeutel in den Müllsack
Nach hundert Metern links in den Wald
Weiter geradeaus bis zum Wanderparkplatz
In die offene Tür des Transporters steigen
Kopf voran
Ruhig verhalten!
Sprechverbot!
WARTEN!!
Ralfs Erektion, die sich im Laufe seiner ‚Flucht‘ verflogen hatte, meldete sich erneut, als er das las. Schnell und dankbar zog er den feuchten, kratzigen Pullover über den Kopf, fummelte den Müllsack auf und stopfte ihn hinein. Der Brustbeutel folgte, die versauten Schuhe ebenso und zum Schluss das Turnhöschen. Er hatte Mühe es herunter zu bekommen, denn sein steifer Schwanz blieb darin hängen. Aber es gelang ihm schließlich, er packte es zu den anderen Sachen in den Sack und machte sich an den Abstieg. Dabei ließ er den Blick über den Weg schweifen, den er so mühevoll zurückgelegt hatte. Da entdeckte er, keine hundert Meter mehr entfernt, eine Gestalt, die sich schnell näherte. Sie trug einen langärmligen Pullover und kurze Hosen, soweit er das erkennen konnte. Der Verfolger. Verdammt! Und so schnell!
Ralf flog nur so die Sprossen der Leiter herunter. Als er unten war konnte er schon die Schritte des anderen hören, aber er nahm sich keine Zeit um sich nach ihm umzudrehen, sondern er rannte so schnell er konnte, nackt, barfuß und mit wippendem Schwanz Richtung Waldrand. Das ging auch ganz gut, bis er sich den ersten Dorn in den Fuß trat. Humpelnd und keuchend betrat er den kühlen, schattigen Wald. Diesmal war der Weg angenehm. Ein Jägerweg, frei gefegt von allen Ästen, nur der weiche, nachgiebige, von alten, verrotteten Kiefernadeln bedeckte Untergrund, der es dem Jäger erleichtern sollte, sich an das Wild heranzupirschen. Auch für barfuß laufende Sklaven in Spe war dieser Weg eine Erholung. Er gewann etwas an Tempo und hielt nach dem Waldparkplatz Ausschau. In der Wegbeschreibung war ja nicht die Rede davon gewesen, wie weit das sei.
Zu dieser Zeit stieg Metin gerade vom Hochsitz runter. Nackt, wie die Natur ihn schuf, ebenfalls erigiert, aber im Gegensatz zu Ralf, noch frisch und energiegeladen. Er rannte, wie damals auf dem Fußballplatz. Er war einer der besten Stürmer der Bundesliga gewesen und hatte damals den Spitznamen ‚Tornado von Bückeburg‘ gehabt, weil seine Laufbahn beim FC Bückeburg begonnen hatte und er fast jeden Ball bekam, dem er hinterher rannte. Er war guter Dinge seinen Vorgänger einzuholen und aus dem Wettbewerb zu kicken. Sozusagen schon in der Vorrunde. Er grinste vor sich hin, während er rannte. Es hatte ihm schon immer den größten Spaß bereitet, seine Gegner auszutricksen.
Ralf rannte ebenfalls, zumindest das, was er Rennen nannte. Gehandicapt durch den Dorn im Fuß, den er zwar rausbekommen hatte, der aber seine Spuren in seinen Fußsohlen hinterlassen hatte, zwang er sich im Tempo nicht nachzulassen. Es konnte nicht mehr weit zu dem Transporter sein und wenn er drin war, konnte ihm der Verfolger nichts mehr anhaben. Er keuchte immer mehr, das Seitenstechen kam auch zurück und er verfluchte jede Zigarette, die er je geraucht hatte. Er drehte sich im Laufen um. Verdammt! Der Andere war ihm hart auf den Fersen. Er war gerade in den Jagdweg eingebogen, das waren höchstens noch 300 Meter. Ralfs Nebennieren schütteten große Mengen an Adrenalin aus. Sein Körper wusste, was er brauchte. Wo war dieser verdammte Transporter. Dieser Waldweg schien kein Ende zu nehmen.
Metin bog nackt in den Wald ein. Er liebte es nackt draußen zu sein. Das erinnerte ihn irgendwie an die Olympioniken im alten Griechenland, die ja auch immer nackt ihre Wettkämpfe austrugen. Er liebte das Gefühl, wenn sanfter Wind sein Gemächt umspielte. Da sah er ihn, seinen Konkurrenten! Keine 300 Meter vor ihm. Er war so gut wie geliefert. Er legte einen Zahn zu und kam immer näher. Lautlos sein Wild jagend.
Ralf rannte schneller, als er je einem Nachtbus hinterher gerannt war. Aber der nächste Blick über die Schulter zeigte ihm, dass sein Verfolger aufgeholt hatte. Vielleicht noch 100 m. Schwer zu schätzen. Wenn nicht sofort irgendwo dieser verdammte Transporter auftauchte, dann war er geliefert. Vorbei mit der strahlenden Zukunft als Sexsklave. Aber ganz plötzlich wurde es heller. Der Weg führte auf eine Lichtung. Der Waldparkplatz! Endlich!
Er sah sich im Rennen um, wo denn das Auto stand. Ein paar Bänke, ein paar Tische, ein Unterstand bei Regen und ein … Nein, das konnte nicht sein … Obwohl … Eine Tür stand offen. … Gut dann also los.
Die letzten Meter flog er fast, erreichte den Transporter, kletterte so schnell er konnte in die Tür rein und spürte noch die Hand seines Verfolgers an seinem Fuß. Gerade noch geschafft. Gerettet!
Von draußen hörte er etwas, das wie ein Fluch auf Türkisch klang und eine erboste Faust schlug wütend gegen den Wagen.
Metin hatte Rick aus seinem Konzept gebracht. Er hatte nicht damit gerechnet, dass einer der Bewerber tatsächlich seinen Vorgänger einholen könnte. Nun waren zwei Aspiranten da, aber nur eine Tür war auf. Es hieß also improvisieren. Er stand hinter dem Wagen und hatte den Endspurt der beiden beobachtet und war beeindruckt von Metins Geschwindigkeit und Wendigkeit, mit der er den Ersten verfolgt hatte. Da hatte jemand Biss.
„STEHEN BLEIBEN!“, befahl er laut in strengstem Kommandoton.
Metin erschrak. So gefährlich hatte nicht einmal der Bundestrainer in der Halbzeitpause bei Rückstand, geklungen. Er blieb wie angewurzelt stehen.
„UMDREHEN!“
Er gehorchte und drehte dem Wagen den Rücken zu.
Nun kam Rick aus seiner Deckung, schloss die Tür in die Ralf eingestiegen war und verriegelte sie, dann öffnete er die daneben und ging wieder hinter den Transporter.
„EINSTEIGEN!“
Metin gehorchte. Kaum war er drin, wurde die Tür von außen geschlossen und er hörte den Riegel einrasten. Er sah sich um. … Allmächtiger, wo war er hier nur gelandet.
Rick machte eine weitere Tür für den nächsten Kandidaten auf, zog sich dann außer Hörweite zurück, zündete sich eine Zigarette an – sehr vorsichtig, wegen der Waldbrandgefahr – nahm sein Handy aus der Tasche und wählte eine Nummer an.
„Na, wie sieht’s aus, Bruno?“
„Die Bahn ist gerade durch. Der Nächste wühlt gerade im Mülleimer rum. Und bei dir? Ist der Adler gelandet?“
„Ja, wie geplant. Ist im Kasten und der zweite auch schon. Der war schneller als ich dachte. Naja, Sportler halt. Aber er wird noch viel Gelegenheit haben zu beweisen, wie zäh er ist.“
„Der kämpft mit allen Mitteln. Ich hab‘ gesehen, wie der das Glas mit irgendetwas beschmiert hat. Wahrscheinlich, damit der Deckel nicht so schnell aufgeht. Ein geschicktes Kerlchen, oder eine gefährliche Viper, je nachdem!“
„Ja, hab‘ ich auch gedacht“, antwortete Rick. „Der hat den ersten fast erwischt. Um Haaresbreite. Aber jetzt hat er ja erst mal Zeit über sein Vorgehen nachzudenken.“
„So, jetzt ist er die Treppe runter“, berichtete Bruno weiter. „So in 20 Minuten müsste er bei dir einlaufen.“
„Gut“, meinte Rick, „dann setz‘ ich mich wieder ins Auto. Diese Scheiß Mücken hier, bringen mich zur Weißglut!“
„Oje, die armen Sklaven!“, witzelte Bruno.
„Keine Sorge, die hätten auch so nichts zu lachen!“, beendete Rick das Gespräch. „Ich melde mich wieder!“
 
Er lief über den Parkplatz zur Einfahrt, wo verborgen sein großer SUV auf ihn wartete. Die Klimaanlage lief, er schaltete das Radio ein, rauchte noch eine und nahm eine Dose Bier (alkoholfrei, denn er musste ja fahren) aus dem Kühlfach und genoss den Moment. Bisher war alles glatt gelaufen. Er freute sich schon darauf, wenn er die Ernte endlich in die Scheune würde bringen können. Es war ja auch weisgott genug Arbeit und Zeit gewesen, die sie investiert hatten und er hatte inzwischen den Ehrgeiz, dass das Wochenende für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis werden würde. Und wenn dabei für seinen Freund Daniel ein neues Stück Sklavenfleisch zur Benutzung und Vermietung heraus springen würde, dann hätte sich der ganze Aufwand ja gelohnt. Manchmal hatte er ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass es ihm finanziell so gut ging, während Daniel immer am Rechnen war. Jünger wurde der schließlich auch nicht, und musste so langsam an seine Altersvorsorge denken. Da wären ein paar Exemplare hochwertigen Fickfleisches für ihn schon mal ein guter Anfang.
 
Er fühlte sich richtig als Gutmensch bei diesen Gedanken. Aber eigentlich war er hauptsächlich froh über diese Ablenkung von seinem manchmal doch sehr eingefahrenen  Sklavenhalteralltag. Eigentlich hätte er dem Universum jeden Tag dankbar sein müssen, dass es ihm so gut ging, dass er vor Gesundheit strotzte, jede Menge Sklaven und Hunde er sein Eigen nannte, oder zumindest zur Benutzung zur Verfügung hatte, ein tolles Haus, genug Geld um jederzeit egal wohin zu fahren und Bekannte in allen Ecken der Welt, die er immer besuchen und sich bei ihnen vergnügen könnte, aber er war eigentlich am liebsten Zuhause. Und eigentlich hätte er glücklich und zufrieden sein müssen, aber eigentlich war ihm langweilig. Diese vielen ‚Eigentlichs‘ in seinem Leben störten ihn. Und er wusste eigentlich nicht, was ihm fehlte. Man hätte es auch eine Sinnkrise nennen können, was ihn plagte. Aber ein weiser Chinese hatte ihm mal gesagt: ‚Der Sinn des Lebens ist es, die Zeit zwischen zwei Orgasmen so angenehm wie möglich zu verbringen‘. Chinesische Weisheit eben. Und das gelang ihm immerhin ganz gut.
 
Das Klingeln des Handys riss ihn aus seinen philosophischen Gedanken heraus. Bruno war am Apparat.
 
„Hallo Rick! Wie sieht’s aus bei dir? Alles soweit ok.? Ist Nummer drei schon bei Dir eingetrudelt?“
 
Rick sah den Waldweg hinunter. Noch war niemand zu sehen. „Negativ. Vielleicht hat der sich verlaufen!“
 
„Glaub ich nicht. Halt die Augen auf, der wird gleich kommen. Der ist nicht zu übersehen. Ich wollte auch nur Bescheid geben, dass Nummer vier gerade angekommen ist. Steht schon am Mülleimer und sucht die Flaschenpost.“
 
Inzwischen waren noch ein halber Döner und eine Asiabox mit glibberigen Nudeln in dem Eimer gelandet, was die Suche bestimmt auch nicht gerade angenehmer machte. Aber der Anwärter war hochmotiviert und würde solche Hürden sicher mit Leichtigkeit überwinden.
 
„Danke für die Info. Bis später dann.“
 
Rick legte auf, zündete sich eine Zigarette an und nahm seine Liste zur Hand. Nummer drei, das war dieser Ex-Offizier mit dem Spionagemaster und der Legasthenie. Die Fotos waren ja schon ziemlich vielversprechend. Er lehnte sich zurück und beobachtete gespannt den Weg. Noch herrschte da Waldesruh. Abgesehen von ein paar Karnickel die emsig an ihrer Vermehrung arbeiteten, war nichts zu sehen. Doch dann bewegte sich etwas zwischen den Kiefern. Nummer drei hatte den Weg gefunden und trabte zügig über den Nadelteppich. Meist sind Photographie und Wirklichkeit ja ziemlich weit voneinander entfernt. Auch schon vor Photoshop hatte man ja nur die guten Bilder vorgezeigt. Eben die Sahneseiten. Die Realität hinkte da oft hinterher. Aber nicht so in diesem Fall. Rick war beeindruckt, überrascht und erfreut. In seiner Hose spürte er eine spontane Erektion wachsen, was ihn noch mehr erfreute, da das in seinem Alter eher selten vorkam.
 
Wieder einmal wunderte er sich über die Wege der Evolution. Das, was ihm da entgegen kam, sah aus wie das absolute Alphamännchen schlechthin. Es erfüllte jedes Klischee vom großen, starken, muskulösen, dominanten Sklavenmeister. Was in aller Welt brachte so ein Alphatier dazu, sich unterwerfen, quälen, beherrschen und besitzen zu lassen? Was hatte das für einen Sinn? Wo er wieder bei der Sinnfrage gelandet war. Aber als er seinen steifen Schwanz durch die Hose hindurch knetete, war sie, für den Moment zumindest, wieder gelöst.
 
130kg Muskelmasse, verteilt auf 1,95 m Körpergröße, garniert mit üppiger Brustbehaarung, militärisch kurzen Haaren, sorgfältig gestutztem Bart und einer halben Erektion trabten da an ihm vorbei. Bei jedem Schritt wippte sein Schwanz bis zur Bauchdecke und dann wieder runter. Und seine dicken Eier schaukelten glockig hin und her. Das war wirklich mal ein Anblick der sich lohnte. Rick freute sich schon darauf diesen Hünen in die Mangel zu nehmen und zu einer kleinen winselnden Sklavensau zu machen. Das Leben konnte so schön sein!
 
Nun war er auf den Waldparkplatz abgebogen auf dem der Transporter stand und aus Ricks Sichtfeld verschwunden. Er wartete noch zwei Minuten, um sicher zu sein, dass er eingestiegen war bevor er kam, drückte dann die Zigarette aus, ging rüber zum Wagen, schloss vorfreudig die Tür, legte den Riegel vor und machte die nächste auf. Nummer vier konnte kommen.     

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