Agentur zur Vermittlung einer Eheherrin Teil 7

~
~

 

Weimar, 21.08.2016 21 Uhr 00

 

Feierabend! Endlich. Reisinger blickte zur Seite und beobachtete Werner dabei, wie er im Gang auf und ab ging, sein Handy ans rechte Ohr haltend. Aufgeregt sprach der junge Mann in das Gerät, hielt es einen Moment lang mit ausgestreckten Arm von sich weg und führte es dann wieder zurück an die Seite seines Kopfes. Sein Gesicht war von Wut und Empörung gezeichnet, augenscheinlich schien ihn seine Freundin ziemlich zuzusetzen. Welch ein Lohn, für all die Mühsal des langen Tages. 

„Fuck!“ Drang das derbe Schimpfwort in das Ohr des Kommissars. 

Schmied kam schnellen Schrittes zu ihm rüber und zeigte ihm sein von Wut gezeichnetes Gesicht. 

„Die spinnt total.“ Erklärte er sich seinem Vorgesetzten. „Die möchte, dass ich auf Abstand gehe und erst einmal ausziehe. Kannst du das glauben? Die Wohnung gehört doch mir. Sie ist damals bei mir eingezogen.“

Der junge Polizist winkte den Mann hinter der Bar zu und bestellte ein Helles. 

„Magst auch eins, Gustl? Sorry, mir ist jetzt einfach danach.“

Reisinger hatte Verständnis und schloss sich ihm an. Auch er hatte solche Konflikte mit seiner Exfrau durch, wenn diese auch vom Typ her ganz anders drauf war, als diese Beatrix. Dachte er an die Spannungen in ihrer Ehe zurück, waren diese in einem respektvollen Ton diskutiert worden. Das schien bei den beiden anders zu sein.

„Hast du noch jemanden erreicht?“ Fragte Schmied und suchte auf dem Barhocker eine bequemere Sitzposition. 
„Eichhorn hat mir die Nummer eines Oberkommissars aus Leipzig gegeben. Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität. Was der mir berichtet hat, gefällt mir gar nicht.“

„Erzähl mal! Was hat er vom Stapel gelassen.“

Reisinger nahm sein Bier entgegen, wartete darauf, dass auch der Kollege seins zur Hand nahm, und stieß mit ihm an. 

„Im Raum Erfurt hat sich die Zahl der Vermissten im letzten Jahr versechsfacht, die der Tötungen verdreifacht. Er hat mir ein paar Namen genannt, sowohl aus den Reihen der Armenier, als auch aus denen der SCU und Ndrangheta, die gemeinsam das Geld waschen, welches aus Europa hier zusammenfließt. Anscheinend gibt es Krieg zwischen den Russen und Italienern, welcher aber sehr zurückhaltend und leise im Hintergrund geführt wird.“

„Und Papadakis ist irgendwie da hineingeraten?“ Mutmaßte Schmied.

„Weiß ich nicht. Aber etwas anderes habe ich erfahren.“

Schmied blickte seinen Vorgesetzten genervt an. 

„Jetzt rück schon raus damit, Gustl!“

„Unser Verein dominanter Frauen ist dem Herren ebenfalls ein Begriff.“

Schmieds Augen weiteten sich, dann öffnete sich sein Mund. Diese strangen Tussen sollten zum organisierten Verbrechen gehören?

„Inwiefern? Machen die etwa auch in Prostitution und Glückspiel? Oder verkaufen sie an ihre Sklaven Drogen?“

Reisinger winkte ab. 

„Nein! Bei den läuft das auf einem anderen Niveau ab. Sie unterwandern die Gesellschaft.“

Schmied nahm einen weiteren Schluck aus seinem Glas und leckte sich den Schaum von seiner Oberlippe. 

„Wie das denn?“

„Ganz einfach. Sie triggern Männer in bestimmten Positionen, in dem sie diese vorsichtig mit ihrer Materie vertraut machen. Dann wandert eine Broschüre der Agentur in deren Hände und schon gibt es einen neuen Kunden, der eine Gebieterin verpasst bekommt. Das funktioniert alles im legalen Bereich und bisher hat man nichts gegen diese Damen in der Hand. Aber die Wirkung auf die Gesellschaft ist schon jetzt messbar. Unternehmen, die in Konkurrenz zu den Sklaven dieser Frauen stehen, gehen Pleite, weil Aufträge ausbleiben, leiden unter Rufschädigung, oder werden durch Unglücke geschädigt, die sich massiv in ihrem Umfeld häufen. So signifikant, dass man nicht mehr von Zufällen sprechen kann.“

„Kranke Scheiße!“

Reisinger nickte. 

„Es gibt gehäuft Suizidfälle in den Reihen derer, die dem Verein im Wege stehen. Einbrüche werden verübt, es gibt gewaltsame Übergriffe und Drohung unbekannter Täter. Nur die Männer dieser Frauen haben Ruhe, ihnen geschieht nichts dergleichen. Und wenn, dann wurde es zumindest nicht zur Anzeige gebracht.“

„Und du glaubst, dass die Mafia dahinter steckt?“

Reisinger hob seine Schultern. 

„Es sieht zumindest danach aus. Nur welche, das weiß man eben nicht. Bisher ließ sich, trotz Observation, keinerlei Verbindung herstellen.“

Schmieds Gedanken schienen sich jetzt allein mit diesem Fall zu befassen. Vergessen war das Telefonat mit seiner Freundin. Vielleicht war das ja ganz gut so. 

„Der Kollege jedenfalls hat mich ausdrücklich davor gewarnt, offen gegen diese Damen zu ermitteln. Sie scheinen bestens vernetzt zu sein, bis in die obersten Kreise der Landesregierung hinein. Es gibt mindestens zehn hohe Landesbeamte, deren Gattinen Mitglieder des Vereins sind und selbst in der Regierung gibt es drei Herren, deren Leidenschaft der Dienst an ihrer jungen Frau geworden ist.“

„Krass. Und warum unternimmt man nichts gegen sie?“

Reisinger lächelte. 

„Sexuelle Freiheit! Das sind doch ganz normale Beziehungen nach außen hin. Das BDSM ausgeübt wird, ist doch deren Entscheidung und auch die Art des Zusammenlebens, wenn diese auf einen Konsens beruht. Begreifst du es nicht Werner? Selbst wenn man eine Frau überführen sollte, wird es schwer sein, den Verein dafür verantwortlich zu machen. Sie tun nämlich nach außen hin nichts illegales und gehören der Regenbogenfraktion an. Das wäre so, als ob du dich gegen Lesben und Schwule stellst. Du bist sofort in der öffentlichen Meinung erledigt.“

„Scheiße! Also hat diese Marldorn uns angelogen. Die Mafia ist also bei denen doch mit drin. Und vielleicht hat sich die andere Seite gegen sie gewährt und Papadakis als Warnung umgebracht? Kann doch möglich sein.“

„Reine Spekulation! Lass uns ins Bett gehen! Morgen fahren wir dann wieder nach Erfurt und unterhalten uns mit ein paar Armeniern und Italienern. Mal sehen, was die uns zu sagen haben. In bin gespannt wie ein Flitzebogen.“

Schmied zögerte. Er war nicht müde und wegen Bea noch ziemlich aufgeregt. Er versprach bald nachzukommen und bestellte sich noch ein weiteres Glas. 

Reisinger konnte ihn verstehen, legte ihm seine Hand auf die Schulter und wandte sich zur Tür der kleinen Hotelbar. 

„Dann bis morgen! Mach nicht mehr solange.“

Schmied nickte, sah dem Barkeeper dabei zu, wie dieser sein Bier zapfte, und blickte noch einmal zurück auf die Geschehnisse des Tages. Sofort trat wieder das Bild von Frau Papadakis vor seine Augen und die Szene, in der die Marldorn ihm, deren Gruß ausgerichtet hatte. War das einer dieser Trigger, von denen Gustl gerade gesprochen hatte? War er selbst zum Ziel dieser Frauen geworden?

„Danke!“ 

Schmied nahm das Bier entgegen und nahm einen beherzten Schluck daraus. Aufregung überkam ihn, als er an diese Möglichkeit dachte. Wie fühlte es sich für einen Mann an, Sklave einer dieser Frauen zu sein? Wie war der Sex mit ihnen? 

Kranke Scheiße! Warum dachte er jetzt so? Viel eher sollte er an die Möglichkeiten denken, die sich ihm hier aufzeigten. Er wusste schließlich, was hier für ein Spiel gespielt wurde, während die Marldorn und Papadakis davon ausgingen, dass er ein leichtes Opfer für sie war. 

Sollte er diese Chance ungenutzt lassen? Er dachte an Reisinger. Der Alte würde niemals zulassen, dass er eigene Wege ging. Aber was sollte ihm denn schon passieren? Er wusste doch Bescheid und konnte sich jetzt  vorstellen mit wem und was er zu rechnen hatte. 

Er zog sein Handy aus der Tasche und trug die Adresse der Rumänin in die Suchleiste ein.

32 Minuten. Gegen 22 Uhr würde er bei ihr sein können. Was sollte er sagen? Dass er sich um sie sorgte? Dass er noch ein paar Fragen hatte? Wenn ja, dann welche? Scheiße! Ihm würde schon etwas einfallen. 

Hastig griff er in seine Jeanstasche hinten links, entnahm ihr seine Börse und fingerte zwei Geldscheine aus ihr hervor. Er legte sie auf die Theke, nickte dem Mann hinter der Bar zu und eilte aus dem Raum heraus. 

 

Erfurt, 24.12.2015 11 Uhr

„Heiligabend! Irina trat aus dem großen Haus heraus auf die Straße und war voller Aufregung. Endlich würde sie Jörg wiedersehen und all die im Kurs gemachten Erfahrungen mit ihm teilen können. Resolut wollte sie vor ihm auftreten, ihn führen lernen und strafen. Ihm das Spiel aus Schmerz und Lust zeigen, deren Regeln sie mittlerweile so gut beherrschen gelernt hatte. Sie dachte an den gemeinsamen Weg, den sie beide vor sich hatten. Was hatte Diana immer wieder über ihn gesagt? Sie müsse ihn langsam mit Jörg beschreiten und behutsam. Ihn immer stärker an sich binden, ihm mit der Zeit mehr abverlangen und im zunehmenden Maße kontrollieren. Irgendwann würde er ihr vollständig verfallen sein und wenn das geschehen war, würde sie immer noch Facetten seiner Persönlichkeit an ihm finden, die sie lieben durfte. Zumindest hatte das ihr die Lehrerin versprochen. 

„Es gab Prüfungen, die sie beide ablegen mussten und mit der Zeit würden sie sich beide aus der Kategorie A heraus, zur Kategorie B hin entwickeln. Sie hatte erfahren, wie geil es Männer fanden, wenn sie lustvoll von ihren Frauen gequält und bevormundet wurden und auch, wie schön es für sie als Frau ist, sich das zuverlässig vom Mann zu holen, was in einer normalen Beziehung alles andere als selbstverständlich galt, die eigene sexuelle Erfüllung.“

Sie lächelte und erinnerte sich an den Tag zurück, wo sie sich das erste Mal auf das Gesicht von Dianas Sklaven gesetzt hatte. Er hatte einen dicken Strapon in den Mund eingeführt bekommen, der mit vielerlei Gurten um seinen Kopf fixiert worden war. Was hatte Diana an Überredungskunst aufwenden müssen, bis sie dieses Spiel zugelassen hatte? Es war wie damals in der Armee, wenn sie eine Aufgabenstellung bekommen hatte, von der sie anfangs glaubte, dass sie nicht erfüllt werden konnte. Doch da gab es einen Befehl und der wurde unter Androhung harter Strafen befolgt. Im Verein aber hatte sie immer die Wahl gehabt und fühlte sich dennoch verpflichtet, das von ihr verlangte zu versuchen. Vor allem auch, weil sie Jörg unbedingt zufriedenstellen wollte. Er sollte in ihr die Frau bekommen, die er sich immer gewünscht hatte. 

Wie extrem sich dieses dicke Spielzeug in ihrem Körper angefühlt hatte. Wie geil es war, den Mann mit der Gerte auf die Hoden zu schlagen, damit sich sein Gesicht unter ihrem Leib zu bewegen begann. Es war eine harte Gangart gewesen, für sie beide, doch das Ergebnis war der gewaltigste Orgasmus ihres bisherigen Lebens. Dabei musste sie sich nicht daran stören, dass es nicht Jörg war, der ihr diese Lust bescherte. Es war das Spielzeug gewesen und Dianas Ehesklave war nur ein Werkzeug für sie, an dem es befestigt worden war. 

Auch die anderen Mädchen hatten ähnliche Erfahrungen gemacht. Teilweise hatten sie sich auch gegenseitig verwöhnt und allerlei Spielsachen zusammen ausprobiert. Dabei war ihr Makeda und Yael zu Freundinnen geworden, mit denen sie an meisten in dieser Richtung experimentiert hatte. Erstere hatte immer noch keinen Sklaven gefunden, sie alle machten sich langsam Sorgen deswegen. So musste sie auch mit Reem im Haus bleiben, während die anderen Frauen zu ihren künftigen Männern durften, um mit ihnen zusammen die ersten Schritte in eine gemeinsame Beziehung zu unternehmen. 

Irina freute sich. Bei ihr waren es ja bereits Folgeschritte. Sie hatte viel mit Jörg telefoniert und freute sich darauf, ihn lieben und spüren zu dürfen. Ihre sexuellen Barrieren waren verschwunden, ihre neuen Freundinnen und auch Diana hatten ihr in diesem wichtigen Punkt des Lebens unheimlich viel Selbstvertrauen vermittelt. 

Ficken war jetzt geil, Sad zu sein sowieso und das Tragen von Lack, Latex und Leder fühlte sich während des gemeinsamen Spiels super an. Jörg würde sie neu kennenlernen, so wie sie sich die letzten Wochen selbst neu kennengelernt hatte und bald wie ein Süchtiger an ihrem sprichwörtlichen Rockschoß hängen.

Sie wartete gespannt darauf, von ihm abgeholt zu werden. Er hätte eigentlich schon da sein müssen. Sie machte sich sofort Sorgen um ihn, doch dann sah sie endlich sein Auto die Straße herunterkommen. 

Er wollte anhalten, doch sofort hupte ein Fahrzeug hinter ihm und so fuhr er die Straße weiter hinunter und blieb schließlich an einer Bushaltestelle stehen. Irina schulterte ihre schwere Tasche, während ihr deutscher Freund die Warnblinkanlage seines Autos einschaltete und ihr entgegengelaufen kam. 

In dieser Situation brauchte es keiner großen Worte. Sofort lagen sie sich in den Armen und Irina spürte den Druck seiner Arme, roch das Männerparfüm, welches ihr schon beim ersten Treffen so zugesagt hatte und fühlte seine Lippen, wie sie auf den ihren zum liegen kamen.

Sofort trafen sich auch ihre Zungen, umtänzelten sich leidenschaftlich, während die junge Russin mit ihrer rechten Hand gierig über seinen Schoß rieb. Sein Freudenspender war steif und genauso bereit für sie, wie ihre feuchte Spalte für ihn. 

„Das war so hart die letzten Wochen.“ Flüsterte Jörg.

Irina konnte sich das gut vorstellen. Auch wenn der Sex anfangs eine Belastung für sie gewesen war, so galt das ja, trotz all seiner Vorsicht die er ihr gegenüber hatte walten lassen, nicht für ihn. 

Sie lächelte, zeigte ihm ihre weißen Zähne und flüsterte ihm ins Ohr. „Ich jetzt andere bin. Du jetzt Diener und bald Sklave sein.“

Sie streichelte mit ihrer rechten Hand über seine Wange und trotz der Zärtlichkeit ihrer Berührung, spürte er deutlich die Bedrohung dahinter. 

Würde sie wirklich zu seiner Domina werden? Er musste sich eingestehen, dass dieser Wunsch bei ihm gar nicht mehr so prägnant im Vordergrund stand, nachdem er sie in natura kennengelernt hatte. 

„Ich habe viel erfahren, du wirst gut fühlen. Ich streng jetzt und böse zu dir werden. Nicht immer, wenn du gut machst, aber sehr, du nicht artig bist.“ Er verstand, half ihr beim Einsteigen und fühlte die Erregung in sich aufsteigen. Ob es nun ihrer Ankündigung geschuldet war, oder seiner allgemeinen Geilheit auf sie, das vermochte er nicht zu unterscheiden. 

Anna indessen suchte ruhig zu bleiben. Sie war unheimlich aufgeregt. Diana hat ihr immer wieder erklärt, dass sie ihren Freund von der ersten Sekunde an kontrollieren musste und sie fortan über ihr gemeinsames Leben zu entscheiden hatte. Schwächelte sie dabei, zeigte sie sich unsicher oder machte sie sogar einen Rückzieher, würde das dramatische Folgen für ihre Beziehung zu Jörg haben. Sie gab Befehle, er befolgte sie. Dieses Verhältnis sollte die Garantie für die Beständigkeit ihrer Beziehung zueinander sein. 

Anfangs durfte sie ihn natürlich nicht mit Brutalität und Schikane erschrecken, aber sie durfte ihn fesseln und wehrlos machen. Alles Nötige dafür hatte sie vom Verein gestellt bekommen. Man hatte ihr erklärt, dass Jörg gar nicht lange überlegen durfte, sie sollte ihn sofort und in aller Konsequenz in ihren Besitz nehmen und für seine neue Situation begeistern. 

„Deine Tasche ist viel schwerer als beim letzten Mal, hast du eingekauft?“ Fragte Jörg interessiert. 

Irena lächelte und legte ihre Hand über seine Rechte, die wiederum auf dem Knauf der Schaltung lag. 

„Ich Sachen für uns bekommen, wir probieren gleich, wenn zu Hause da sind, ja?“

„Kann es sein, dass dein Deutsch ein wenig schlechter geworden ist?“

„Ich nur Englisch reden mit Freundin. Eine Makeda heißt, andere Yael. Sehr nett, du mögen sie, wenn kennenlernen.“

„Haben sie auch Männer über die Agentur kennengelernt?“

Irina wandte sich ihm mit ihrem hübschen Gesicht zu und nickte. 

„Ja. Yael schon. Makeda noch keinen gefunden hat. Wir suchen für sie, ja? Sie schöne Frau, groß und stark.“

Jörg schmunzelte, während er seinen Wagen aus der Stadt hinaus auf die Landstraße lenkte. Schön, dass Irina schon ein paar Freunde gefunden hatte, das würde ihr das Leben in der Provinz sicherlich versüßen. 

„Meine Eltern haben uns am zweiten Weihnachtsfeiertag zum Essen eingeladen. Wollen wir hin?“

Irina wandte sich ihm erschrocken zu. Dass es auch noch ein Leben außerhalb ihrer Partnerschaft gab, auf das sie Rücksicht zu nehmen hatte, vergaß Diana offensichtlich während ihrer zahlreichen abgehaltenen Lehrstunden. 

„Nein! Ich will Zeit haben mit dir. Ein anderes Mal, du ihnen sagen, dass du hast Frau!“

Jörg blickte sie seltsam an. Dass sie ihm gegenüber so bestimmend war, hätte er ihr nicht zugetraut. Wollte er das? 

Irena spürte seine Zweifel und griff ihm ungeniert zwischen seine Beine. Er stöhnte auf, als sich ihre linke Hand um sein Glied in der Hose schloss. 

„Machen was ich sage. Du dir gewünscht hast, dass ich werde so.“

Ihr Griff festigte sich, aber sie tat ihm nicht weh dabei. 

Jörgs Widerstand verflog. Die Zeit mit Irina war viel kostbarer als jene mit seinen schrulligen Eltern. Zumal er ihnen vorenthalten hatte, dass er eine Frau aus Russland kennengelernt hatte und er ziemlich genau erahnen konnte, wie begeistert sie von dieser Konstellation sein würden. Sie mochten beide nicht, was sie nicht kannten und die ganze Region hatte nur schlechte Erinnerungen an den wie Vieh in den Kasernen gehaltenen Sowjetsoldaten. Sie waren eine ständige Bedrohung gewesen, vor allem zur Zeit der Wende, wo niemand erahnen konnte, wie Staat und Schutzmacht auf den Widerstand der Bevölkerung reagieren würden. 

Jörg lächelte. Ihre Hand befand sich nach wie vor an seinem Glied. Sie drückte es, fühlte nach dem Schaft und quetschte mit ihren Fingern die für sie fühlbar gewordene Spitze. Es war so unglaublich geil, was sie da anstellte und nur sein Überlebenstrieb, ließ ihn sich weiter auf Straße und Verkehr konzentrieren. 

„Wenn im Haus, du dich ausziehen, sofort!“

 

Erfurt, 21.08.2016 22 Uhr 20

Zwei kräftige Schäferhunde liefen vor dem hohen Zaun auf und ab. Schmied hatte sich nicht einmal getraut, den Knopf der Klingel zu drücken, die sich neben dem Tor befand. Immer wieder sprang eines der Tiere gegen das Gitter und dem Polizisten erschien es so, als ob es mit aller Gewalt ausbrechen und ihn zerfleischen wollte. 

Wo waren sie während ihres ersten Besuchs gewesen? Vielleicht gab es einen Zwinger hinter dem Haus? Er kannte bisher nur die Vorderseite. Sein Blick löste sich von den Hunden, die ihr Zähne so extrem fletschten, dass ihr Nasenrücken einen Buckel zeigte. Er betrachtete das Haus genauer und außer in einem der Wohnzimmerfenster bemerkte er keinerlei Licht, das nach außen drang. Irgendwo rechts neben dem Haus musste das Holzkreuz stehen, wo die Herrin des Hauses ihren Mann die Leviten gelesen hatte. Scheiße, nur bei dieser Vorstellung bekam er schon einen Harten. 

„Ist da wer?“ Rief jemand vom Haus aus. 

Schmied fuhr zusammen, als er die dunkle Frauenstimme vernahm. Er hatte sie deutlich gehört, sah sie aber noch immer nicht. 

„Schmied hier, Frau Papadakis. Ich wollte nach ihnen sehen und fragen, wie es ihnen geht.“

Ein Pfiff gellte und die beiden Hunde entfernten sich zögerlich vom Zaun, wandten sich dem Haus zu und verschwanden schließlich aus dem Blick des Beamten. 

Die Frau hatte anscheinend nicht nur ihren Mann gut unter Kontrolle gehabt. Auch die Hunde gehorchten ihr im blinden Gehorsam. 

Die schlanke wohlproportionierte Frau trat aus dem Schatten eines Baumes heraus und musterte den Mann am Zaun argwöhnisch. Sie hielt ein Telefon in ihrer Hand, Schmied ahnte, dass sie jemanden am anderen Ende der Leitung hielt, um sich ihm gegenüber abzusichern. 

„Sie kommen reichlich spät. Hätten sie nicht ihren Besuch ankündigen können, dann wäre ich ihnen anders gekleidet gegenübergetreten.“

Sie drückte einen Knopf am Schnurlostelefon und steckte es in die Tasche ihres schwarzen Seidenkimonos. 

Schmied starrte sie an und hatte Mühe damit, auf ihre Worte eine passende Reaktion zu finden. Ihr so markant geschminktes und streng wirkendes Gesicht, ihre hellgrauen auf ihn gerichteten Augen, diese lieblichen, gräulich glänzenden Lippen, zog ihn in ihren Bann. 

„Es tut mir leid, Frau Papadakis. Aber nachdem Frau Marldorn mir ihren Gruß ausgerichtet hatte, bekam ich sie einfach nicht mehr aus meinen Kopf. Verzeihen sie mir meine Aufdringlichkeit, aber ich hatte die Vorstellung, dass es ihnen nicht gut gehen würde und sie sich vielleicht vor den Umständen, die zum Tod ihres Mannes geführt haben, ängstigen könnten.“

Die schwarzhaarige Frau betrachtete ihn interessiert, dann trat sie an das Tor. 

„Kommen sie rein, wenn sie schon einmal hier sind. Ein wenig Gesellschaft würde mir wirklich helfen, glaube ich.“

Sie schloss das Tor auf, während die beiden Hunde im Hintergrund hin und her liefen. Sie schienen nur ein Wort ihres Frauchen zu brauchen, um sich auf ihn zu stürzen und zu zerfleischen. 

„Sicher, dass sie diese Tiere dort unter Kontrolle haben?“

Frau Papadakis wandte sich zu den beiden Tieren um, sprach einige unartikulierte Laute und die beiden verschwanden zwischen den Bepflanzungen des Gartens. 

„Ist ihnen jetzt wohler?“

Schmied griff in den Kragen seines Hemdes und öffnete einen der Knöpfe unter seiner Krawatte. 

„Merklich. Vielen Dank.“

Der Polizist folgte der Hausherrin und betrachtete dabei die Konturen ihrer schlanken Teile und ihres ansehnlichen Hinterteils. Wie fantastisch es sich anfühlen musste, solch einer Schönheit nahekommen zu dürfen. 

Er stutzte. Die Frau trug Stiefel mit hohen Absätzen! Hatte sie diese vielleicht eilig übergezogen, um hinaus in den Garten zu treten? Aber es gab doch einen gepflasterten Weg, von der breiten Auffahrt einmal ganz zu schweigen. 

Diese Frau wirkte seltsam auf ihn, schien trotz des Verlustes, den sie erlitten hatte, beherrscht und gleichzeitig locker zu wirken. So als ob sie sich mit dem Tod ihres Mannes bereits arrangiert hatte. 

Der Blick seiner Augen, schien förmlich am Körper dieser Frau kleben zu bleiben. Sonst hätte ihn alles an diesem Grundstück und Haus interessiert, jedes Detail eine Bedeutung für ihn haben können, doch jetzt? 

„Sie können ihre Jacke dort aufhängen. Möchten sie uns einen Tee bereiten?“

Schmied sah die Frau erstaunt an, grinste vielsagend und willigte schließlich ein. Sollte sie ihre Spiele mit ihm ruhig spielen. 

„Es stört sie hoffentlich nicht, wenn ich den Bademantel ebenfalls ausziehe. Ich fühle mich ohne wohler, ist das Haus doch gut temperiert.“

Schmied war bereits in die angrenzende Küche gegangen, wandte sich zu ihr um und schrak zusammen. Die Frau trug einen schwarzen, oberkörperbetonenden Body, der bis zu ihrem Hals hinaufreichte und über ihre muskulösen Arme hinweg zu den Handgelenken hin auslief. Sein Schritt verlief ähnlich eines Badeanzugs zwischen ihren kräftigen Oberschenkel hindurch und hätte sie sich jetzt umgedreht, würde er wahrscheinlich ihre beiden prachtvollen Backen bestaunen können. Ihre Brüste dagegen blieben vor seinen Augen verborgen, zeichneten sich aber deutlich mit ihren prägnanten Rundungen unter dem schwarzen Spannstoff für ihn ab. Am meisten aber beschäftigten ihn diese langen, bis zu den Oberschenkeln hinaufreichenden, zum leichten Trichter geformten Stiefel, die ihr Aussehen vollends zum wahrgewordenen Klischee werden ließen. 

 „Ich bin meinem Mann praktisch immer in solch einer Kleidung gegenüber getreten. Er liebte es, mich als seine Herrin bestaunen zu dürfen und war glücklich, wenn ich meine ganze Bosheit über ihn brachte.“ 

Sie lächelte, während er einen Wasserkocher unter den Siphon hielt und füllte. 

„Den Tee finden sie in der unteren Schublade links von ihnen.“

Schmied nickte, er tat sich schwer damit dieser Frau gegenüber noch ein Wort herauszubringen. 

Sie schien sich nicht weiter daran zu stören und erklärte sich ihm unbefangen weiter. 

„Wenn ich mich weiterhin privat so kleide, dann habe ich das Gefühl, dass sich nicht alles für mich geändert hat. Nur er fehlt, verstehen sie?“

Schmied glaubte es zumindest. 

„Was für einen Tee möchten sie?“

„Sie dürfen mich Darca nennen, wenn sie mir gleichfalls ihren Vornamen nennen.“

„Ich heiße Werner. Danke für dieses nette Angebot.“

Sie nickte ihm zu. 

„Einen Beutel weißer Jasmin. Zucker gibt es nicht in meinem Haus, sollte es sie danach gelüsten.“

Werner bereitete sich den gleichen Tee und nahm die beiden Tassen auf. Sie indessen ging voraus und führte ihn in das riesige Wohnzimmer, wo am Morgen noch die Spurensicherung der Ortspolizei gesucht hatte. 

Wie geil ihr birnenförmiger Po aussah. Wie deutlich sich ihre beiden Backen durch das schwarze Stoffdreieck abzeichneten, das sie voneinander abgrenzte. Dieser Anblick raubte ihm schlichtweg den Verstand. Er wurde noch durch die transparente Netzstrumpfhose verstärkt, den sie unter Stiefel und Bodysuit trug. 

„Stellen sie die Tassen hier ab, sie dürfen sich an meine Seite setzen.“

Werner folgte ihren Wunsch, auch wenn er spürte, dass sie längst die Initiative übernommen hatte und ihr Zusammentreffen zu lenken begann. 

„Ich würde sie bitten, mir immer wieder meine Tasse zu reichen, sollte ich daraus trinken wollen. Mein Mann hat mir diesen Dienst ebenfalls mit viel Eifer erwiesen und so helfen sie mir ein wenig über meine Situation hinweg.“

Schmied atmete schwer. Sein Schwanz stand so hart, dass er ihn zu plagen begann. 

„Sehr gerne Darca.“

Sie lächelte und ließ sich zum ersten Mal die Tasse von ihm reichen. Dabei kam er ihr nahe, blickte in ihr hübsches markantes Gesicht, weidete sich an die offenen schwarzen Haare und ließ seinen Blick über die mittelgroßen Rundungen ihrer beiden Brüste wandern. 

„Auch sie scheinen Gefallen an meinem Aussehen zu finden. Haben sie Wünsche in dieser Richtung Werner?“

Er sah sie ehrlich schockiert an. 

„Das braucht ihn nicht peinlich zu sein. Eine dominante Frau wie ich, erzeugt zwangsläufig diesen Wunsch beim Mann. Selbst Schwule sind vor uns nicht sicher, wie die Erfahrung gezeigt hat.“ Sie lächelte und ihre Gedanken schienen sich über diese Erklärung hin zu verlaufen. 

„Mein Mann wollte sich im nächsten Jahr aus dem Geschäft zurückziehen und es treuhänderisch verwalten lassen. Das hätte mir die Möglichkeit gegeben mit ihm die nächste Stufe zu erreichen, was mein größter Wunsch gewesen wäre. Einen C-Sklaven führen zu dürfen, ist ein Privileg. Das schaffen nur starke und äußerst erfahrene Frauen. Man muss psychisch sehr stabil sein, wenn man derartig konsequent das Leben seines Partners verleiden möchte.“

Schmied erschrak bei dieser Vorstellung. Dass diese Frau solche Wünsche in sich trug, störte seine Fantasie sich mit ihr weiter zu beschäftigen. 

„Sie hätten ihren Mann misshandelt?“

Darca lächelte. 

„Misshandelt ist das falsche Wort. Ich hätte ihn zum mir gegenüber willenlosen Sklaven gemacht und ihn unter ständigen Zwang und Schmerz gehalten. Dieses Leben ist sehr intensiv und praktisch nur mit aller Selbstaufgabe zu ertragen. Aber ich hätte ihn selbst hierin glücklich gemacht, wir haben oft beide zusammen von solch einem Leben geträumt.“

„Hätten sie mit ihrem Mann dann noch verkehrt?“ Fragte Schmied, selbst über diese direkte Frage stolpernd. War das noch er, der da sprach?

„Ja. Selbstverständlich. So lange wir Frauen mit unseren Männern Geschlechtsverkerh unterhalten, gelten all unsere Praktiken als Rollenspiel. Sex stellt praktisch einen Teil unserer Legitimation da. Es nimmt unserem Handeln die Grausamkeit, verstehen sie?“

Darca lächelte und blickte ihn vergnügt an. 

„Ich scheine ihnen zu gefallen und auch meine Worte treffen bei ihnen auf offene Ohren. Schön. Das habe ich schon heute Morgen gespürt, Werner. Sie fühlen sich von unserer Art zu Leben angezogen und wenn ich ehrlich bin, sehe ich sie als Möglichkeit, mir den Verlust meines Mannes erträglich werden zu lassen.“

Werner blickte die Frau an seiner Seite erstaunt an. Ihre grauen Augen blitzten und ihre Hand strich in diesem Moment über den schwarzen Spannstoff ihres Schosses. 

„Reichen sie mir die Tasse. Wenn sie möchten, zeige ich ihnen im Anschluss mein Haus.“

Bewertung gesamt: 
5.344002
Ø: 5.3 (15 votes)
4.857145
4.8
4.666665
4.666665

Kommentare

Bild des Benutzers sleenyuna

da fällt mir jetzt nur ein..... Wer mit dem Feuer spielt.......Es hat sich ja schon abgezeichnet, das Werner diese Dame aufsuchen wird. Ich habe natürlich volle Punktzahl da gelassen. Diese Spannungen in Deinen Geschichten mag ich so sehr. Danke.

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu

Seiten