Agentur zur Vermittlung einer Eheherrin 33

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Liebe Leser, 

bevor ich etwas Neues hier einstelle, einen kleinen Hinweis: 

Ich möchte euch für die Unterstützung beim Schreiben, euren Anregungen und Kritiken danken. Auch für das Kaufen meiner Bücher und die damit verbundenen Rezensionen. Habt ihr Anregungen für neue Geschichten, Wünsche oder Fragen, könnt ihr mir diese gerne per PN stellen. Natürlich würde ich mich aber auch über euren weiteren Support freuen.

Unter meinem Autorenpseudonym (Link in der nächsten Zeile) findet ihr meine bisher veröffentlichten Werke. 

Madame Mala Amazon

Für eure Treue, Unterstützung, Zuspruch, Feedback und Freundschaft noch einmal vielen Dank

Drücke euch alle

Eure Sena

 

Weimar, Polizeiinspektion, 03.09.2016 10 Uhr 41

Eichhorn seufzte. Wie gut er Reisinger verstehen konnte. Frau Frech hatte eine offizielle Anfrage an seine Vorgesetzten gestellt, warum er von dem Fall im alten Armeekrankenhaus abgezogen worden war und eine ebenso offizielle Antwort erhalten. 

Personalmangel, hohe Aktenberge, effizienter Personaleinsatz, vor allem bei einem Fall, in welchem schon die Bundespolizei ermittelt. Ein Nachweis von Vorsatz war reine Spekulation und weder Eichhorn noch Frau Frech hatten einen Beweis dafür, dass man ihn vom Papadakisfall abgezogen hatte, um die Ermittlungen Reisingers zu behindern. 

„Ich versinke hier in Akten, Gustl. Das ist kein Zufall. Ständig wird hier nachgefragt, wie ich vorankomme und sehe ich Licht im Tunnel, soll ich Ermittlungsergebnisse meiner Kollegen prüfen, damit deren Fälle zu den Akten gegeben werden können. Ich weiß gar nicht, wo mir gerade der Kopf steht.“

Reisinger kannte diese Probleme nur zu gut. Auch er stand jetzt unter immensen Druck. Er kam nicht voran in dem Fall, trotz dessen sich die Indizien zu häufen begannen. Heute Morgen hat es ein Gespräch mit seinem Dienststellenleiter gegeben, der ihm die Pistole regelrecht auf die Brust gesetzt hatte. Und um das Maß vollzumachen, hatte sich Schmied für zwei Tage krank gemeldet. So hatte er jetzt mit einem Bummelzug von Bad Langensalza nach Weimar fahren müssen, wollte er doch auf keinen Fall einen Wagen nehmen. 

„Dann hattest du keine Zeit, dir das Material anzusehen?“

„Doch, natürlich. Kranker Scheiß. Extremer Sadismus und dennoch auffällig.“

Reisinger wurde sofort hellhörig. 

„Was meinst du genau?“

„Man spürt, dass derjenige, welcher foltert, kein Eigeninteresse hat. Sadisten geht es doch in erster Linie darum, ihren eigenen Trieb zu folgen, doch hier wird regelrecht operiert. Verstehst du, was ich meine?“

Reisinger nickte. Theo hatte das ähnlich eingeschätzt. Auch die Profession mit welcher gearbeitet wurde, ließ erkennen, dass jemand genau darüber Bescheid wusste, was er seinen Opfern antat und wie er ihr Leid zelebrieren konnte. 

„Nach dem letzten Video gab es keinen Zugriff mehr auf das Konto vom Verein aus. Das ist auffällig. Es scheint so, dass jemand begreift, dass wir uns langsam an ihn herantasten. Stattdessen wurde über eine aufwendige VPN-Verbindung der Kontostand kontrolliert, sodass wir über den Standort nur spekulieren können. Der Fall wird immer monströser, Gustel und ein Ende scheint nicht in Sicht.“ , stellte Eichhorn frustriert fest. 

„Weder Werner, noch ich selbst, haben Zweifel darüber, dass der Verein dahinter steckt. Die Zahlung erfolgte zeitnahe nach dem Einstellen der Videos im Darknet, plus Abspieldauer und Zeit für das Einloggen auf das Konto. Und auch das Prüfen des Betrages vom Empfänger erfolgte innerhalb eines Tages. Und letzterer hatte immer wieder vom Verein aus darauf zugegriffen. Marldorn hat Geldnöte, scheint sich aber, trotz des Drucks durch unseren Ermittlungen unter Kontrolle zu haben. Wir haben auch in ihrer Richtung nachgeforscht, sie war zweimal nicht im Haus, als der Zahlungseingang geprüft wurde, was nicht unbedingt etwas heißen muss.“, fasste der thüringer Beamte zusammen. 

„Das weiß ich alles selbst, Jens. Und auch, dass mir die Gussew entgleitet. Die spielt mit mir und hat ihre helle Freude daran. Eine Journalistin hat auf mein Anraten sie und ihr Mann interviewt, vierundzwanzig Stunden später musste sie dann mit Psychopharmaka stabilisiert werden. Ich traue mich gar nicht mehr sie zu fragen, ob es einen Artikel über den Verein überhaupt noch geben wird.“

„Du wolltest die Gussew mit diesem Beitrag unter Druck setzen?“, fragte Eichhorn nach. 

Reisinger nickte. Frau Frech hatte mir erklärt, dass es für eine Durchsuchung des Harzgeländes nicht reicht. Irgendwie musste ich ja weitermachen. Vielleicht macht man vom Verein aus Fehler, wenn die Augen der Öffentlichkeit auf ihn gerichtet sind?

„Was ist mit der Wassow passiert?“, fragte der junge Kollege den Kommissar, dessen Kaffeetasse nachfüllend. 

„Die übliche Masche. Die sind bei der Frau eingebrochen und haben ein paar Gegenstände in der Wohnung so verändert, dass sie der Wassow aufgefallen sind, diese aber so belanglos auf sie wirkten, dass sie sich sofort nach dem Sinn fragte und an sich selbst zu zweifeln begann. Nachts wurde dann ihr Computer eingeschaltet, und der Punkt erreicht, an dem sie fühlte, dass sie nicht allein in ihrer Wohnung war. Kollegen von der Forensik haben sich sofort daran gemacht den Computer zu untersuchen und jetzt rate mal was?“

Eichhorn hob erwartungsvoll seine Augenbrauen. 

„Sie haben eine E-Mail von der Gussew gefunden, mit einem Dokument im Anhang, in welchem der Gesprächsverlauf während des Interviews dargelegt wurde. Satz für Satz, regelrecht akribisch. Diese Datei ist auf dem PC der Reporterin geöffnet worden, kurz bevor diese mich angerufen hatte. Verstehst du jetzt? Die arme Frau Wassow glaubt jetzt, sie hätte nicht mehr alle Tassen in ihrem Schrank. Geschweige den Marmeladengläser.“

Eichinger verstand den letzten Satz nicht, aber der Kommissar winkte nur ab. 

„Wenigstens scheint sie jetzt Inge in Ruhe zu lassen. Das war mit meine größte Sorge.“ Reisinger seufzte. „Wie machen wir also weiter? Ich gebe zu, dass ich langsam an meine Grenzen stoße.“, stellte er frustriert fest. 

Das Handy des Kommissars summte und so griff er danach und wischte mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand über das Display. Seine Gesichtszüge erstarrten, dann erbleichte er. 

Eichhorn machte sich Sorgen und griff nach dem Arm des Kommissars. 

„Was ist los, Gustl? Schlechte Nachrichten?“

Der ältere Ermittler starrte immer noch auf das Display seines Handys, dann wischte er darüber hinweg. Er schien in diesen Moment nicht begreifen zu können, was er da sah. 

Eichhorn legte seinem Kollegen jetzt auch die andere Hand auf dessen Schulter. 

„Gustl? Was ist passiert?“

Reisinger blickte an ihm vorbei, löste sich langsam aus Eichhorns Berührungen und schwieg. Er schien Zeit zu brauchen, um sich sammeln zu können. Erst nach ein paar Minuten schien er dazu bereit, ihm zu antworten. 

„Die Wassow lehnt jede weitere Zusammenarbeit mit der Polizei ab. Den Artikel wird es geben, aber nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Das ist los!“

Die Miene des Polizisten verfinsterte sich weiter. Dann öffnete er seinen Mund. Er schien von der Nachricht immer noch unter Schock zu stehen. 

Die Augen des Kommissars richteten sich jetzt langsam auf seinen Kollegen, dann wanderte sie weiter in die Richtung des Fensters, welches das kleine Amtszimmer erhellte. 

„Das darf nicht wahr sein!“, murmelte er leise.

Reisinger legte das Handy auf dem Tisch und schob es seinem Kollegen zu. 

Eichhorn griff nach dem Teil, las die Nachricht der Journalisten und sichtete dann zehn Fotos, welche sich im Anhang befanden.

„Schmied!? Was stimmt mit dem Mann nicht?“ 

Eichhorn ging es in diesem Moment genauso wie seinem älteren Kollegen. Er suchte das Ausmaß dieser Information zu begreifen, scheiterte aber daran. 

„Will sie das etwa veröffentlichen?“, fragte Eichhorn irritiert. 

Reisinger warf ihm einen flüchtigen Blick zu. Tränen standen dem Kommissar in den Augen. Diese Information kam ihm wie ein Verrat vor. 

„Ich werde das melden müssen. Hast du eine Vorstellung was Schmied dann blüht? Er wird suspendiert werden.“

„Und wenn das gestellt worden ist? Ich meine so dumm ist er doch nicht, dass er sich wirklich ...“

„Das ist nicht nur irgendeine Domina, Eichhorn! Das ist die Frau von Papadakis! Währst du dabei gewesen, als wir sie das erste Mal verhört haben, du würdest diese Frage nicht stellen müssen. Schmied ist gerade in einer Trennung und diese Rumänin hat ihm gleich beim ersten Zusammentreffen die Herrschaft über seinen Schwanz abgenommen. Es war mir richtig peinlich gewesen, das mit ansehen zu müssen. Die hat doch sofort gecheckt was mit ihm los war.“

Reisinger schüttelte seinen Kopf. 

„Ich kann nicht mehr. Diese Weiber machen mich wirklich fertig.“

Eichhorn riet dazu, einen klaren Kopf zu behalten. 

„Ich rufe Werner an. Soll er herkommen und sich uns erklären!“

Reisinger lachte heiser auf. 

„Was soll er uns erklären? Dass er nackt vor einer Domina kriecht, welche in einem Mordfall involviert ist?“

Der weimarer Kollege schwieg und schien nachzudenken. Würde man Reisingers Partner suspendieren, wäre der Fall fürs erste Geschichte und die Gefahr hoch, dass sich die ganze Angelegenheit im Sand verlief. 

„Pass auf, Gustl! Ich fahre zu Schmidt und stelle ihn zur Rede. Ich bin nicht so emotional involviert, wie du das jetzt bist. Soll er sich rechtfertigen, gib ihm die Chance! Vielleicht hatte er ja einen Grund, sich auf diese Frau einzulassen?“

„Was? Bist du noch ganz dicht?“, Reisinger starrte Eichhorn an, als wäre dieser von einem Schlag getroffen worden. 

„Was soll das bringen? Glaubst du wirklich, ich werde meinen Chef belügen und ihn über diese Angelegenheit uninformiert lassen? Selbst wenn die Wassow diese Information nicht verwerten sollte, könnte es jederzeit ein anderes Schmierblatt geben, was über meine Ermittlungen herzieht. Und die Damen lachen sich dann kaputt über mich.“

Eichhorn trat an den Kommissar heran. 

„Gustl! Höre mir jetzt mal zu! Wenn wir so weiter machen wie bisher, erreichen wir nichts. Verstehe das doch! Diese Weiber vom Verein sind gefährlich und haben beste Verbindungen. Wenn wir etwas gegen sie unternehmen wollen, müssen wir genauso unkonventionell handeln, wie sie das tun. Und Schmied hat vielleicht die Gelegenheit dazu geschaffen, wenn vielleicht auch nicht bewusst.“

Der Kommissar blickte auf seine Hände herunter. Zitterten sie wirklich? Und warum legte sich so ein unglaublicher Druck auf seinen Magen? Werner! Du verdammter Idiot! 

Eichhorn betrachtete den in seinen Gedanken versunkenen Kommissar, er schien zumindest über seinen Einwand nachzudenken. 

„Einen Tag wartest du, Gustl! Dann schreibst du deinen Bericht. Einverstanden? Ich mache mich sofort auf den Weg.“

Reisinger überblickte die Aktenberge auf dem Arbeitstisch seines Kollegen. 

„Und was ist mit deinem Chef, Jens?“, fragte er skeptisch. 

„Ich melde mich einfach krank.“, erklärte sich ihm Eichhorn. 

 

Erfurt – Ortsteil Klettbach, Haus der Papadakis, 03.09.2016 14 Uhr 41

Werner Schmied hatte sich vieles für sein Leben gewünscht, aber Demütigungen und Schmerzen hatten bisher nicht dazu gehört. Warum also jetzt? Warum verfiel er seiner Darca immer mehr? 

In tiefen Zügen sog er die Luft in seine Lunge, spürte den Druck des Holzblocks an seinem Hals, wie auch an seinen Handgelenken und wartete auf den nächsten Hieb, den seine Gebieterin ihm nun gleich setzen würde. 

„Ich schlag noch etwas fester zu, Werner. Denk daran, du musst den Schmerz sofort wegzuatmen! Versuche ihn für mich zu ertragen!“

„Ja, Darca! Das werde ich.“

Schmied spürte wie die Finger ihrer Hand über seinen Rücken strichen und ihre Nägel dabei einen wohligen Schauer auf seiner geschundenen Haut erzeugten. Wie viele Hiebe hatte sie ihm bereits mit der Peitsche gesetzt? Fünfzig? Vielleicht sogar Hundert? Vor ein paar Tagen noch, hätte er sich kaum vorstellen können 10 zehn davon auszuhalten.

Ein Fauchen durchschnitt die Stille, dann legte sich dieser glühende Brand über seine Schulter, schien sein Fleisch zu versengen und weckte unbändigen Schmerz in seinem Fühlen. 

Schmied biss die Zähne zusammen, spürte seine Tränen über seine Wange hinweggleiten und ballte seine Fäuste so fest, dass sie jetzt ebenfalls zu schmerzen begannen. 

Darca kam jetzt um das Holzgestell herum, hob ihre rechte Hand, in welcher sie die grobe Singletail hielt, an sein Gesicht und strich mit belangloser Miene mit ihrem Fingerrücken die Tränen von seiner Wange weg. Ihr Gesicht zeigte diese süße Bosheit, welche ihm so gefiel und gleichzeitig erregte. 

„Noch zehn Hiebe, dann hast du es für die nächsten Stunden geschafft.“, erklärte sich die in einer groben Bikerkluft gekleidete Herrin. Lederjacke, enge Korsage, Lederhosen und halblange Stiefel, wirkte sie ein wenig wie eine Protagonistin aus einem Endzeitfilm.

„Du machst das gut, Werner.“, flüsterte Darca. „Irgendwann wird es für dich mir gegenüber keine Grenzen mehr geben. Das schwöre ich dir!“

„Ja, Darca. Ich gehöre dir.“, erwiderte Schmied. Er meinte es so. Diese Frau war eine Gewalt, welche über ihn hereingebrochen war und mit sich fortgerissen hatte.

Darca näherte sich seinem Gesicht, küsste ihn auf den Mund und schenkte ihm ein Lächeln. Werner schloss seine Augen, fühlte den Druck ihrer Lippen, dann ihre Zungenspitze, welche Einlass suchte. 

In diesem Moment verschmolzen sie zu einem gemeinsamen Gefühl und vergaßen ihre Rollen. Die schmerzende Haut verlor die Macht über seine Gedanken, der Folterkeller mit all seinen Gerätschaften und Käfigen sein bedrohlichen Charakter. Eine Domina, welche ihren im Pranger eingeschlossenen Sklaven küsste, schien das Einzige von Bedeutung zu sein. 

Darca löste sich von ihrem Eigentum, schlug ihm eine symbolische Ohrfeige ins Gesicht und ließ dann den Riemen der Peitsche los, welcher sich sofort ausrollte und durchhing. 

Schmieds Aufmerksamkeit galt nur noch ihm und so blickte er besorgt seiner Folterfrau nach, welche um das Gestell herum, zurück an seine Rückseite trat. 

Wieder dieser helle Schlag, dann der Brand, welcher sich in einer Feuerlinie über seinen Rücken legte. 

„AAAAHAHHHHHH!“, jammerte der Gepeinigte, stampfte mit seinen gegrätschten Füßen auf und vermochte es in diesem Moment nicht, dem Schmerz standzuhalten und ihn still zu ertragen. 

Darca indessen hatte erneut ausgeholt und peitschte ein weiteres Mal den Riemen über die Schultern ihres Opfers. Sie registrierte dabei genau die Stelle, an welcher sie ihren Sklaven getroffen hatte, veränderte ein wenig ihre Position und setzt anschließend einen weiteren Hieb. 

In diesem Moment wusste sie um den starken Schmerz, welchem sie ihrem Werner zumutete und ein wohliges Gefühl erfüllte ihr Empfinden, ihn dabei beobachten zu dürfen, wie er für sie litt und diesen auszuhalten suchte. Mit Krateos war sie ähnlich glücklich gewesen in solchen Momenten, hatte sich aber mehr in ihren Sadismus ergehen lassen dürfen. Werner hatte noch zu wenig Übung, aber die Fortschritte, welche er während ihrer letzten Treffen vollzogen hatte, waren beachtlich gewesen. 

Die Domina rollte nun langsam wieder den Riemen der Peitsche zusammen, gönnte ihrem Delinquenten eine Pause und zeichnete mit ihren Fingerspitzen die Peitschenmale nach, welche sich auf dessen Haut gebildet hatten. Sie würde diese spurlos verheilen lassen und die Zeit war noch nicht gekommen, um ihn ohne ein schlechtes Gewissen bleibend zu zeichnen. 

Werner indessen fühlte das wütende Brennen auf seiner Haut, vermengt mit dem sanften Streicheln seiner Peinigerin. Die unangenehme Haltung in dem Fesselgestell wurde immer quälender für ihn, seine unbefriedigte Lust eine ständige Quelle aus Hoffen und Verzweifeln. 

„Aaaahhhh!“, kreischte Werner auf. Darca hatte ihn in seine rechte Pobacke gebissen. Schmerzhaft! Sie hatte ihm unglaublich weh damit getan. 

„Uaaaahhhhh!“, erneuerte sich dieses Gefühl auf seiner anderen Pohälfte. 

Darcas Gesicht tauchte vor ihm auf, zeigte ihm ein diabolisches Grinsen, dann verschwand es wieder nach unten hin aus seinem Blickfeld. 

Er schrak zusammen, als er ihre Hand an seinen Testikel fühlen konnte, zeigte aber augenblicklich seine Erleichterung, als ein kühler Hauch an der Spitze seines Penis fühlbar wurde. Enge, ein sanfter feuchter Druck an seinem Schaft ... Werner stöhnte verhalten auf. Darca blies ihm tatsächlich seinen Schwanz. 

 

Erfurt – Ortsteil Klettbach, Haus der Papadakis, 03.09.2016 15 Uhr 41

Eichhorn war jetzt einmal um das Gelände herumgelaufen und hatte es von allen Seiten in Augenschein genommen. Das Haus der Papadakis war imposant und der dazugehörige Garten weitläufig. 

Schmieds Dienstwagen hatte er hinter dem Haus so abgestellt vorgefunden, dass er ihn von der Straße aus nicht hatte sehen können. Zwei Hunde bewachten den Garten und hatten seine Erkundung mit Knurren und Bellen begleitet, doch im Haus hatte bisher niemand darauf reagiert. Das musste aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass er unentdeckt geblieben war. Vielleicht suchten die Bewohner des Hauses seinen Besuch auf diese Weise auszusitzen? Werner würde ihn sofort erkannt haben, wenn er ihn bemerkt hatte. 

Eichhorn spürte den unangenehmen Zug von Dornen an seinen dunkelblauen Stoffhosen, gefolgt von einem Reißen. „Scheiße!“ Jetzt zerlegte er sich auch noch, wegen dieses Deppen, seine Hosen. 

Er kehrte zu dem Tor zurück, zückte sein Handy und wählte Schmieds Nummer. Der Kollege würde rangehen, schon aus der Unsicherheit heraus, dass etwas passiert sein könnte. Selbst jetzt, nachdem er sich krank gemeldet hatte. 

„Schmied?“

„Hey, Alter. Eichhorn hier. Na alles fit? Wie läuft es mit deiner Domina?“, fiel der Thüringer Polizist mit der Tür ins Haus. 

Schweigen. Er hörte nicht einmal das Atmen seines Kollegen. 

„Gustl ist ja jetzt ziemlich gepisst auf dich, wie du dir vorstellen kannst, also dachte ich mir, schaue ich mal in eurem Liebesnest vorbei und versuche dich aus der Scheiße wieder rauszuziehen.“

„Woher wisst ihr davon?“, wurde Eichhorn jetzt mit leiser aber gefasster Stimme gefragt. 

„Durch Stiefelleckerfotos? Eine strenge Madame hast du da, aber sehr schick, wie ich voll des Neides eingestehen muss. Nur scheint ihr irgendjemandem auf den Schlips getreten zu sein und das macht die Sache für mich gleich doppelt interessant.“

„Wo bist du?“, wurde Eichhorn jetzt gefragt. 

„Ich? Draußen vor dem Tor. Hätte ich angeklingelt, wärst du vielleicht nicht mehr ans Telefon gegangen.“

„Okay! Wir machen dir auf.“

Eichhorn hörte noch eine aufgeregte Frauenstimme im Hintergrund, dann öffnete sich auch schon das Zufahrtstor. Die beiden Hunde stürmten sofort auf den ihnen Fremden zu, wurden aber auf die letzten Meter von einem gellen Pfiff abgerufen.

„Meine Fresse. Ich hätte mir jetzt beinahe in die Hose gemacht.“, erklärte sich der Polizist vom Weiten, als er über den Gehweg auf seinen Kollegen zuhielt. Der war nur in einer Jeans bekleidet, allerdings glaubte Eichhorn, dass dies einer anderen Art von Bettlägerigkeit geschuldet war. 

„Was ist mit Gustl? Warum ist er nicht mitgekommen?“, fragte Schmied mit sorgenvoller Miene. Vom sonst so gereizten Unterton war dieses Mal keine Spur. 

„Der hat einen riesigen Brast auf dich. Hätte ich übrigens auch, wenn ich von meinen Partner so hintergangen worden wäre.“

Schmied blieb stehen und blickte seinen Kollegen wütend an. 

„Ich habe Darca nur zu schützen versucht, mehr nicht.“, erklärte er sich wütend. 

„Mehr nicht?“, Eichhorn lachte schallend auf. „Ich habe noch nie einen Polizeibeamten gesehen, welcher während des Personenschutzes die Stiefel einer Domina geküsst hat.“

Schmied wurde rot, sparte sich aber eine Entgegnung. 

„Komm rein. Darca zieht sich gerade um.“ Wurde Eichhorn von dem Kollegen erklärt. 

„Dein Rücken schaut ja übel aus, war da jemand böse?“

Schmieds Kopf wurde rot, jedoch kam keine Antwort über seine Lippen. Er trug selbst die Schuld daran, hatte er doch verzichtet, sich das T-Shirt überzuziehen, nach dem er den Anruf des Kollegen erhalten hatte. 

„Setz dich erst einmal hin!“ Schmied deutete auf die üppige Sitz- und Liegemöbellandschaft im Wohnzimmer.

„Ist schon krass eingerichtet hier. Da würde ich mich ja fast selbst für peitschen lassen. Hast dich klar gesteigert, Werner, alle Achtung. Wenn deine Gebieterin jetzt auch noch aussieht ...“

Der Verhöhnte zeigte nun deutlich seine Frustration. 

„Hör auf jetzt. Kannst du nicht nachvollziehen, wie es mir gerade geht?“

Eichhorn zeigte keinerlei Mitleid. 

„Vielleicht so scheiße, wie dem Gustl? Könnte ich mir schon denken. Der ist richtig fertig deinetwegen.“

„Tut mir leid. Das wollte ich nicht.“, flüsterte Schmied

Eichhorn nahm gerade auf einem breiten Sofa Platz, als die Hausherrin heranschwebte. In einem schwarzen Satinmantel bekleidet, blickte sie geradezu ängstlich zu dem ihr fremden Mann hinüber, während sie sich an die Seite ihres Freundes stellte. 

„Guten Tag, Herr ...“

„Eichhorn, Frau Papadakis. Ein Kollege ihres ... Sklaven? Sagt man das so in ihrer Szene?“

Schmied kostete es viel Mühe, sich zu beherrschen. War das seine Strafe? Hohn und Spott seines Kollegen ertragen zu müssen?

„Warum bist du hergekommen? Weshalb hat Gustl mich nicht angerufen und zu sich bestellt? Müsste jetzt nicht ein Verfahren gegen mich angesetzt werden?“

Eichhorn dachte angestrengt nach. 

„Eine Versetzung in den Innendienst wird es ganz sicher geben und dass ihr euch weiter mit dem Fall auseinandersetzen werdet, halte ich für ausgeschlossen. Von daher hat, derjenige, welcher die Fotos von euch gemacht hat, vollen Erfolg gehabt. Es scheint nun alles vergebens und die Furie kann unterdessen sorglos weitermachen. Ich hoffe euer erotisches Rollenspiel war es das wert?“

Darca sah den Mann vor sich schockiert an. Erst langsam schien sie zu begreifen, was überhaupt vor sich ging. 

„Man hat Fotos von uns ...“

Eichhorn nickte der wunderschönen Frau zu. Er musste sich eingestehen, dass er sich in diesen Moment gerne an Schmieds Stelle gewünscht hätte. Die Braut hatte wirklich Klasse und ein unglaublich attraktives Aussehen. 

„Vielleicht war jemand besorgt über Reisingers Fortschritte? Vielleicht hat man sich zu sehr unter Beobachtung gefühlt? Vielleicht seid aber auch ihr Zwei der Grund für diese Maßnahme gewesen? Alles kann möglich sein.“

„Man hat Darcas Hunde vor ein paar Tagen vergiftet, Jens. Und sie selbst hat sich durchgehend bedroht gefühlt. Sie wünscht sich Rache für den brutalen Mord an ihren Mann und hoffte darauf, dass wir die Täter fassen und zur Rechenschaft ziehen würden.“

Eichhorn musterte die Frau vor sich eindringlich. Sie schien in Schmied wirklich etwas zu sehen, ihm kam die Bindung zwischen den beiden nicht gestellt vor. 

„Du hast dir was überlegt, Jens! Erkläre es mir!“, bat Schmied merkwürdig tonlos. 

„Kein Ossi mehr?“, grinste der weimarer Kollege gehässig, schüttelte aber sogleich seinen Kopf. „Muss dich enttäuschen, ich habe noch nicht wirklich einen Plan, wie wir dich aus dieser Nummer wieder rausbekommen. Die Tussen haben gewonnen und das auf ziemlich beeindruckende Weise.“

Die Augen der Papadakis weiteten sich. Erschrocken blickte sie zu dem Beamten rüber, welcher in diesen Moment seine Beine überschlug. 

„Man spielt mit uns, Werner. Die ganze Zeit über. Wir werden abgehört, beobachtet und manipuliert. Vielleicht haben wir auch jetzt, in diesen Moment, Zuhörer? Ich weiß es nicht, im Grunde genommen ist es mir auch egal. Wichtig ist es jetzt, dass wir für dich Schadensbegrenzung üben.“

Eichhorn blickte den beiden jetzt ernst in die Augen. Die beiden schienen zu verstehen, worauf er in diesen Moment hinaus wollte. 

„Du wirst wahrscheinlich suspendiert und versetzt werden, Schmied. Darauf stellst du dich besser ein. Deine Herrin kommt heute Nachmittag mit dir zusammen nach Mühlhausen, dort werdet ihr dann beide eure Beziehung erklären und eine Aussage tätigen müssen. Neben Reisinger wird auch Frau Frech anwesend sein, euer Chef per Telefonkonferenz ebenfalls. Ich denke, du solltest deine Sachen packen, Schmied. Für dich wird es anschließend wieder Richtung Düsseldorf gehen.“

Darca sprang auf, vergebens suchte Schmied sie wieder zurück auf die Couch zu ziehen. 

„Aber was ist mit Krateos Tod? Sie können doch nicht so einfach aufgeben.“

Eichhorns Gesicht blieb ausdruckslos.

„Der Staatsschutz übernimmt dann für uns die weiteren Untersuchungen, denke ich.“

Der Frau kamen die Tränen. 

„Man muss doch diese Schweine finden.“

„Setz dich wieder Darca! Wir können im Moment nichts tun.“

Die Frau schien fassungslos. Niemals hätte sie geglaubt, dass sich ihre Beziehung zu Werner so vernichtend auf ihre Racheabsicht hätte auswirken können. Es kam ihr fast wie ein Wink des Schicksals vor, dass ihre schnelle Bindung zu dem Polizisten auf diese brutale Weise vergolten wurde. 

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Kommentare

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Herrjee!

Da läßt man sich auf eine harte Dommse ein, deren Mann von organisierten Kriminellen (ob das die waren?) brutalst geschlachtet wurde, denkt an nichts Böses - und schon steht alles Kopf!

Kannste dir gar nicht ausdenken, wennde nicht Sena heißt ;) Wie immer sehr schön und spannend, wie immer vielen Dank! Ob Makeda das nach ihrem kleinen Argentinien-Trip richten wird? Ob Yael noch den halben Mossad anschleppt?

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schön, jetzt bekommt sie also doppeltes Gehalt? Wie soll ich das denn steuerlich geltend machen? Und wer gilt als ihr Hauptarbeitgeber?

Ach du Scheiße. Dein Artikel verlinkter Artikel ist ja interessant. Was hat der Mann ihnen getan? Scheint ja eine Hasstat gewesen zu sein. Bin gespannt, ob man da noch mehr darüber erfährt. 

Lieben Gruß 

Sena

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Ein kluger Mann ist der, der seiner Frau artig folgt.

Auf Amazon und Neobooks unter dem Pseudonym Madame Mala unterwegs. Für euren Support und Unterstützung wäre ich euch dankbar.  

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*hust* jetzt hast Du mich erwischt! Äh, also, die Katzen und ihre Unterstützer/innen haben nette Konten in *zensiert* und auch in *sagichnicht*. Und Freunde ich hochrangigen Positionen, aber das kennst Du ja.

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Und es ist unglaublich schräg. Nach einem flotten Dreier, Streit über 800 Flocken und fünf erfolglosen Mordversuchen - zu dritt - muss eine sich erst im Internet über die Lage der menschlichen Organe informieren, um ihm den Schwanz abzuschneiden! Doch, wirklich!

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/gewalt-orgie-nach-sex-zu-...

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