Agentur zur Vermittlung einer Eheherrin 20

~
~

 

Bad Langensalza, Gerichtsgebäude, 27.08.2016 10 Uhr

„Wir haben noch 10 Minuten Gustl, jetzt hetze uns doch nicht so.“

Die beiden Männer eilten die Steintreppe hoch, nach dem sie die Doppeltür des nur mäßig großen Gerichtsgebäudes betreten hatten. 

Reisinger und Schmied fanden zwar einen Empfang, doch war dieser unbesetzt, woraufhin sie ratlos vor einer Orientierungstafel stehen blieben und die auf deren Oberfläche dargelegten Informationen überflogen. 

„Ich rufe noch mal an. Damit diese Peinlichkeit endlich ihr Ende findet. Dieser Ort überfordert mich gerade ein wenig.“

Schmied grinste und blickte sich um. Das Gebäude war so ein typischer Neunzehnhundertbau aus der Kaiserzeit. Wuchtig, kalt, dunkel und ungemütlich. 

„Frau Frech? Nein, wir verspäten uns nicht noch einmal. Nur wie finden wir zu ihnen? Hier gibt es niemanden, der uns Auskunft geben könnte.“

Reisinger lauschte der angenehmen Frauenstimme. Sie wirkte eloquent, lag in einer mittleren Tonlage und hatte ein gewisses Charisma, was auf die Frau an sich hindeutete. Frau Frech musste eine selbstbewusste und durchsetzungsstarke Person sein. 

„Zimmer 218? Finden wir. Bis gleich.“

Reisinger deutete auf die Treppe und so stiegen die Männer diese bis in das zweite Stockwerk hinauf. Niemand war zu hören oder zu sehen. Es schien nicht viel Tagesgeschäft anzufallen in der kleinen Stadt. 

Eine kleine zierliche Frau mit einem blonden Pagenschnitt winkte ihnen aus dem linken Gang heraus zu. Sie besaß ein hartes aber nicht unattraktives Gesicht, graue Augen und einen schmallippigen Mund. 

Auch sie nahm die beiden Männer in Augenschein und bot dann Reisinger zuerst ihre Hand. 

„Guten Tag, Herr Reisinger. Freut mich, dass sie es dann doch noch geschafft haben.“ Sie lächelte, während sich der Kommissar peinlich berührt zeigte. „Herr Schmied nehme ich an?“

Werner zeigte ein breites Grinsen, sich sichtlich über die Verlegenheit seines Chefs amüsierend. 

„Da liegen sie nicht falsch, meine Werteste. Freut mich sie kennenzulernen.“

„Wenn sie mir dann bitte folgen würden. Mein Zweigstellenbüro in diesem Gebäude kommt einer besseren Besenkammer gleich, aber wenn wir zusammenrücken wird es schon gehen.“

Reisinger und Schmied folgten der Frau neugierig und tatsächlich besaß deren Dienstzimmer nur ein spärliches Platzangebot. Ein Schreibtisch und ein großer Aktenschrank für mehr gab es, neben einer kleinen Ablagefläche, keinen Raum. Drei einfache Stühle boten Besuchern eine Sitzmöglichkeit, eine Kaffeemaschine nebst Tassen stand auf einem kleinen Beistelltisch.

„Bedienen sie sich, sollte ihnen nach einer Tasse Kaffee sein. Ansonsten würde ich gerne anfangen, damit wir die nächste Stunde sinnvoll nutzen können.“

Reisinger und Schmied waren einverstanden. 

Frau Frech indessen nahm hinter ihrem Schreibtisch Platz, ordnete die auf den Tisch liegenden Dokumente und blickte anschließend erwartungsvoll zu den beiden Männern, über die Tischoberfläche hinweg, rüber. 

„So grob weiß ich ja jetzt über ihren Ermittlungsstand Bescheid, Herr Reisinger. Auch sie stufen den Verein als kriminelle Organisation ein, zumindest Teile davon. Nur was die Umstände von Krateos Papadakis Tod anbelangt, scheinen sie noch immer im Dunkeln zu tappen.“

Reisinger tat sich schwer der Frau zuzustimmen. Doch hatte sie nicht Recht? Wie ein Blinder suchte er seinen Weg und bekam nur hin und wieder etwas zu fassen, welches er abtasten durfte, ohne jedoch dabei einen wirklichen Überblick über das Gesamtgeschehen zu bekommen. 

„Papadakis hatte keine wirklichen Feinde. Abgesehen vielleicht von dem Armenier Tsanava. Doch der Mann hat Angst vor der Gegenreaktion des Vereins und ich glaube nicht daran, dass diese nur geschauspielert gewesen sein könnte. Seine Familie wird bedroht und sicher wissen sie auch, dass sein Haus im Sommer des vergangenen Jahres beschossen worden ist.“

„Und sie glauben wirklich, dass die Frauen dafür eine Verantwortung tragen könnten?“

Reisinger war sich dessen sicher und berichtete der Staatsanwältin von den verschiedenen Frauen im Verein, welche eine militärische Befähigung besaßen. 

„Und mit diesen Frauen ist auch Frau Gussew zum Ziel ihrer Ermittlungen geworden?“

Reisinger nickte. 

„Ja. Wir durften schon ihre Bekanntschaft machen.“

Die Staatsanwältin zeigte sich überrascht und so berichtete ihr der Kommissar von dem zufällig wirkenden Zusammentreffen mit der von ihm verdächtigen Person. 

„Haben sie irgendjemanden erzählt, dass sie mich treffen oder Frau Gussew verhören wollten?“

Reisinger überlegte, dann aber schüttelte er seinen Kopf. 

„Nein. Eigentlich nicht.“

Schmied schien über diese Frage ebenfalls zu stolpern und wirkte für den Moment sichtlich nervös. 

„Ich wüsste jetzt auch nichts. Aber die Stadt ist ja nun wirklich nicht groß und viele Bäcker wird es auch nicht geben, richtig?“

Die Staatsanwaltschaft schien sich für seine Ausführung nicht weiter zu interessieren und wandte sich wieder Reisinger zu. 

„Ich glaube, dass Frau Gussew indirekt für den Tod eines Menschen verantwortlich ist und für schwerste Verletzungen eines Zweiten. Dabei handelte es sich in beiden Fällen um Vorgesetzte ihres Mannes. Leider gab es keinerlei Beweise für meine These und auch ihr Alibi scheint unangreifbar. Dennoch bin ich mir sicher, dass diese Konstellation kein Zufall ist. Diese Frau ist abgebrüht und seit dem sie sich hier in der Stadt sesshaft gemacht hat, steht diese kopf. 

Mehrere Menschen sind über Nacht verschwunden, das politische Spektrum hat sich in nur wenigen Wochen von stark rechts nach extrem links verschoben und ein einst populärer Politiker ist über Nacht zu einem pädophilen Verbrecher geworden, während sein Sohn wegen eines Mordversuchs an einem linken Gegner im Gefängnis sitzt. Fünf florierende Ladengeschäfte schließen von einem Tag auf den anderen und drei von ihnen wurden von Investoren gekauft, welche direkt mit dem Verein in Verbindung stehen. Gibt einem zu denken, richtig? Und dennoch bleibt alles Spekulation, nichts kann mit einander in einen Zusammenhang gebracht werden. 

„Wussten sie, dass Frau Gussew eine Mitarbeiterin des FSB gewesen ist?“

„FSB sagt mir jetzt nichts, nein. Was ist das genau?“

„Der russische Inlandgeheimdienst. Frau Gussew war in ihm als Agentin tätig und hat politische Gegner aus den Verkehr gezogen. Wenn wir auch nicht genau wissen auf welche Weise. Es fiel unserem Kontaktmann schon schwer, an diese Information zu gelangen.“

Frau Frech blickte den Kommissar nachdenklich an. Sie schien diese Erkenntnis erst einmal verarbeiten zu müssen. 

„In wieweit kann das für uns eine Hilfe sein? Selbst wenn sie gewisse Kompetenzen hat, genießt sie hier keinen staatlichen Schutz, der ihr Handeln deckt und kaschiert.“

„Dafür hat sie die Hilfe des Vereins, richtig? Eine Freundin von ihr wohnt ebenfalls in Bad Langensalza und hat zuvor beim Mossad gearbeitet. Ebenfalls eine Organisation, welche gegen Gegner nicht gerade zimperlich vorgeht.“

Die Staatsanwältin runzelte ihre Stirn. 

„Versuchen wir doch bitteschön sachlich zu bleiben. Wir spielen hier in keinem Agententhriller mit, richtig? Frau Gussew traue ich die Tat zu, keine Frage. Doch was hätte der Verein davon, sie in ihrem Vorhaben zu unterstützen? Ihr Mann ist der Einzige, der von den Unglücken seiner Vorgesetzten profitiert hat. Und das auch in einem eher unerheblichen und für den Verein bedeutungslosen Maße. Denn obwohl er in der Ausländerbehörde tätig ist und diese leitet, gab es in diesem Punkt keinerlei Begünstigung von Vereinsfrauen. Verstehen sie, was ich meine? Nur zu gerne hätten wir etwas gefunden, was wir ihm hätten anlasten können, doch es gab nichts dergleichen. Auch beim Verhör schien er ehrlich schockiert über die Unglücke seiner Vorgesetzten zu sein.“

„Sie glauben also, Frau Gussew ist allein für diese Taten verantwortlich?“ Fragte Schmied. 

„Ja. Mein Gefühl hat mich bisher noch nie getrogen. Die Dame ist süß wie Honig, umgänglich und charmant und dennoch sitzt ihr der Teufel im Nacken. Das sagt mir mein Bauchgefühl.“

Reisinger gab ihr Recht. Noch immer tat er sich schwer damit, das zufällige Zusammentreffen mit dieser Frau für sich einzuordnen.

„Könnten sie mir die Namen der Kollegen nennen, die diesen Fall untersucht haben? Ich meine den von Zimers Vorgesetzten?“

Frau Frech nickte. 

„Natürlich kann ich das, Herr Reisinger. Nur helfen werden sie ihnen nichts. Die beiden Herren sind nämlich kaum vorangekommen in der Sache. “

Schmied und Reisinger warfen sich fragende Blicke zu. 
„Wie bitte?“ 

Frau Frech holte tief Luft. 

„Sie haben schon richtig gehört. Beide Beamte sind nach anfänglichem Eifer imer laxer vorgegangen. Irgendwann wurden dann die Untersuchung eingestellt und der Fall des Herrn Polke als Freitod zu den Akten genommen.“ 

„Glauben sie, wir könnten uns in eine direkte Gefahr begeben, wenn wir Frau Gussew auf die Füße treten?“ Fragte Reisinger.

Die Staatsanwältin nickte.

„Ich möchte ihnen keine Angst machen. Aber ja, ich halte diese Frau zu allem fähig. Auf verschiedenste Weise haben wir versucht, ihr Handeln aufzudecken, doch selbst nach einer zweiwöchigen Observation, verschiedenen Aktionen der Informationsbeschaffung und Amtshilfeersuchen bei den russischen Behörden, konnten wir keinerlei Auffälligkeiten in ihrem Leben entdecken. Abgesehen von den bizarren Liebesspielen ihrem Mann gegenüber, doch diese scheinen bei den Vereinsfrauen ja Mittel zum Zweck zu sein. Und so lange Herr Zimer sich seiner Ehefrau ergibt und keine Anzeige gegen sie erhebt, können wir sie schlecht dafür belangen.“

„Haben sie einen Rat für uns, wie wir das Verhör mit dieser Frau gestalten sollten?“

„Sie sind hier, um Papadakis Tod aufzuklären, richtig? Also fragen sie Frau Zimer, wo sie sich zum Zeitpunkt seines Todes aufgehalten hat. Sie können ja auch erklären, warum sie in ihren Fokus gerückt ist. Immerhin war sie ja schon einmal auffällig geworden.“

„Wie sind die Vorgesetzten von Herrn Zimer genau zu Schaden gekommen?“ Fragte Schmied schließlich. 

Frau Frech schien keine hohe Meinung von seinem jungen Kollegen zu haben, wie der Kommissar zu bemerken glaubte. Warum das so war, konnte er sich allerdings nicht erklären. 

„Nun, Herr Eichhorn hat sie nicht darüber informiert? Ich hatte ihm eigentlich die betreffenden Akten zukommen lassen.“

Reisinger nahm Schmied in Schutz. 

„Nur andeutungsweise.“

„Nun Herr Polke, Zimers langjähriger Vorgesetzte, hatte ein zerrüttetes Privatleben. Seine Frau und deren Lebenspartner haben versucht, ihm seine Kinder vorzuenthalten und sie gegen ihn aufzuhetzen. Das war seine Sicht der Dinge zumindestens. Es scheint aber was an der Sache dran zu sein. Jedenfalls mündete daraus ein Kleinkrieg, bei dem die Reifen des neuen Partners seiner Exfrau zerstochen wurden, und kurz darauf Polke einen bewusst an seinem Pkw verursachten Lackschaden zur Anzeige brachte. Dieser wurde wiederum handgreiflich gegenüber dem neuen Lebensgefährten seiner Exfrau, woraufhin eine einstweilige Verfügung von deren Seite erwirkt worden war. Nachbarn erklärten dann, dass Polke sich bei ihnen darüber beschwert hatte, dass seine Post absichtlich fehlgeleitet worden war und somit auch Rechnungen und wichtige Anschreiben von ihm unberücksichtigt geblieben sind. Ein paar Tage darauf gab es dann einen Wasserschaden bei ihm. Dann meldete er der nächstgelegenen Wache, dass Hundekot in sein Briefkasten geschmiert worden war und dass er daran glaubte, dass seine Exfrau dafür Sorge getragen hatte. Beweisen ließ sich allerdings nichts dergleichen, wie sie sich denken können. Mehrere Male zeigten ihn dann die Nachbarn wegen Lärmbelästigung an. Er hatte wohl in seiner Wohnung herumgetobt, weil er ein ständiges Ticken gehört zu haben glaubte. Dazu wurden auch immer wieder leere Vodka- und Schnapsflaschen vor seiner Wohnungstür gefunden. Überhaupt schien sich in dieser Zeit sein psychischer Zustand rapide zu verschlechtern. Er hatte sich kurz vor seinem Freitod noch versucht Hilfe zu holen, als sich ein widerlicher Gestank in seiner Wohnung bemerkbar machte, deren Ursache nicht zu lokalisieren war. Man hatte sogar die Wände aufgestemmt, konnte aber die Quelle nicht ausfindig machen. Zum Schluss wurden seine Möbel entfernt und ausgelagert, woraufhin auch der Gestank verschwand. Polke schien aber dem Zusammenbruch nahe und seine direkten Nachbarn teilten ihre Sorge auch der Polizei mit. Zu spät, denn am nächsten Morgen hatte er sich mit einer Jagdwaffe über den Mund hinweg in seinen Kopf geschossen.“

Der Bericht erfolgte in einen nüchternen Ton wie Reisinger bemerkte. Wahrscheinlich hatte diese Frau diese Ausführungen schon zum wiederholten Male getätigt und war der Wiedergabe der Details dabei überdrüssig geworden.

„Fleitmann, Polkes Nachfolger, war hingegen ein sportlicher und lebensbejahender Typ. Er führte mit Frau und Kindern ein harmonisches Familienleben und fuhr viel Rad in den Bergen. Dabei ist er dann auch zu Schaden gekommen, in dem er einen vier Meter hohen Berghang heruntergestürzt war, nachdem sein Rad sich überschlagen hatte. Die Ursache des Sturzes ist völlig rätselhaft. Das Rad wies keine Funktionsstörung auf und der Weg war gut ausgetreten und frei von Hindernissen.“

„Konnte er sich an irgendetwas erinnern?“

Frau Frech verneinte. 

„Nein. Wirbelbrüche, Hüfte und Beine sind an vielen Stellen gebrochen gewesen und Fleitmann in ein künstliches Koma versetzt worden. Nach dem man ihn aus diesem wieder herausgeholt hatte, konnte er sich an nichts mehr erinnern, was kurz vor seinem Unfall geschehen war. Seit dem ist er arbeitsunfähig und in der unteren Körperhälfte gelähmt.“

„Und was veranlasst sie daran zu glauben, dass Frau Gussew etwas mit diesen seltsamen Vorkommnissen zu tun gehabt haben könnte?“

„Nun, es war frischer Fisch in den Polstern der Möbelstücke vernäht worden. Die Ursache des Gestanks. Auch der Hundekot stammte aus einem Park in der Stadtmitte, ziemlich weit entfernt von der Heimstatt Polkes, aber auch von der seiner Exfrau. Zimer und seine Frau wohnen dagegen in unmittelbarer Nähe zu ihm.“

„Das alles sagt überhaupt nichts, das ist ihnen doch selbst klar. Mich wundert, dass sie überhaupt bei dieser Menge an Indizien an die Russin gedacht haben.“

Frau Frech ging nicht weiter auf die Widerworte des Kommissars ein. 

„Frau Gussew war oft im Büro Polkes, aber auch regelmässig bei dessen Nachfolger Fleitmann. Sie hat sich nach den Befindlichkeiten beider erkundigt und ihnen sogar regelmäßig kleine Aufmerksamkeiten mitgebracht.“

„Und das alleine ...“

„Bei den Vernehmungen hatte sie sich zu hundert Prozent unter Kontrolle. Sie hat mit unseren Beamten gespielt, ohne das diese es bemerkt gehabt hätten. Zum Schluss waren auch sie überzeugt gewesen, dass sie nichts mit dem Tod Polkes und dem Unfall Fleitmann´s zu tun gehabt haben kann.“

„Und warum zweifeln sie an deren Eindruck?“

Die Staatsanwältin wirkte in diesem Moment unsicher. 

„Es ist ein Gefühl, dass sie hinter allem steckt. Auch bei Roth und dessen Sohn.“

„Roth?“ 

„Der Politiker, welcher des Kindesmissbrauchs bezichtigt wurde. Sein Sohn unterdessen wurde wegen Mordversuchs in U-Haft genommen und später zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Beweise gegen ihn waren erdrückend. Von Abdrücken seiner Stiefel bis hin zu Blutresten des Opfers an einem in seinem Besitz, befindlichen Baseballschlägers deutete alles auf die Tat hin und dennoch behauptete er unschuldig zu sein und zuhause geschlafen zu haben.“

Reisinger machte sich Notizen. 

„Sein Opfer?“

„Ein Linksextremer. Ebenfalls ein Schläger und nur wenig besser als er selbst. Sie waren schon in viele Keilereien verwickelt, nie aber in einem solchen Ausmaß.“

Wieder mischte sich Schmied ein. 

„Und Frau Zimer? Wie bringen sie diese Frau mit den beiden in Verbindung?“

„Roth kennt ihren Mann und sein Sohn hatte während einer Silvesterfeier Streit mit einem Freund von ihr angefangen. Es gab rassistische Beleidigung gegen dessen Begleiterin, eine Afrikanerin, welche ebenfalls dem Verein zugehörig ist.“

Reisinger glaubte, sich zu erinnern, und sah in seine Unterlagen nach. „Frau Oni?“

Die Staatsanwältin nickte. 

„Ja, so heißt sie. Doch im Gegensatz zu den anderen Vereinsfrauen lebt sie nicht in unmittelbarer Nähe und verhält sich bisher sehr unauffällig. Sie scheint nur oberflächlich mit der Organisation zu tun zu haben.“

„Wie gehen sie weiter gegen den Verein vor?“ Wollte Reisinger wissen. 

„Im Moment? Offiziell gar nicht. Wir haben nichts in der Hand außer Spekulationen und ein paar Unstimmigkeiten im Geldfluss. Diese liegen aber in einem anderen Zuständigkeitsbereich und es schein überall Personen zu geben, welche Einfluss auf die Ermittlungen zu nehmen suchen.“

„Sie meinen ähnlich, wie die plötzliche Abberufung unseres weimarer Kollegen?“

Frau Frech merkte auf. 

„Davon weiß ich nichts.“

„Herr Eichhorn wurde zurück in seinem Dienstbereich beordert, nachdem er uns bei den Ermittlungen sehr effizient unterstützt hat. Schwer an einem Zufall zu glauben.“

Die Staatsanwältin nickte. Man konnte ihr ansehen, wie sehr sie sich an dieser Nachricht störte.

„Ich werde mich erkundigen. Wissen sie etwas Näheres?“ 

Reisinger blickte ein zweites Mal in sein Büchlein, blätterte, dann fand er den Eintrag. 

„Duschke heißt der Mann. Wenn man ihm eine Verbindung zu den Vereinsfrauen nachweisen könnte, hätte man uns vielleicht sogar indirekt geholfen, statt die Ermittlungen zu behindern.“

Frau Frech schien seinen Gedankengang folgen zu können und versprach in dieser Richtung Nachforschungen anzustellen. Sollte sich der Verdacht bewahrheiten und Duschke die Ermittlungen auf diese Weise behindert haben, würde das ernste Folgen für diesen Beamten mit sich bringen. 

„Ich halte sie diesbezüglich auf den Laufenden. Sollten sie etwas herausbekommen, verständigen sie mich bitte ebenfalls unverzüglich. Ich gebe ihnen meine Karte, so können sie mich auch in meinem Büro in Mühlhausen erreichen.“

Reisinger zeigte sich einverstanden. Man tappte also weiter durch das Dunkel, stieß auf neue Auffälligkeiten, Motive und Zusammenhänge für Papadakis grausame Ermordung blieben aber weiterhin außen vor. Das einzige Resultat dieses Gespräches war die Rückendeckung, welche Schmied und er selbst durch die Staatsanwältin erhalten würden. 

„Dieser Fall ist wie ein Moorspaziergang. Man blickt nicht weit im Nebel und läuft Gefahr, mit jedem falsch gesetzten Schritt im Morast zu versinken. Fast muss ich diesen Frauen meine Anerkennung zollen. Sie halten den Staatsapparat ganz schön in Trab.“ Stellte Reisinger fest, kaum das sie das Gerichtsgebäude verlassen hatten. 

Er blickte auf seine Armbanduhr. Es war noch ziemlich früh. 

„Gustl? Warum hast du das mit dem Eichhorn angesprochen? Glaubst du wirklich wir kommen nicht ohne den Laffen zurecht?“

Reisinger seufzte. 

„Werner! Der Mann hat ein kluges Köpfchen auf seinen Schultern und hätte uns in diesem Fall stark unterstützt. Was haben wir bisher? Viel thüringische Landschaft, ein paar neue Bekanntschaften, aber kaum mehr. Der Gedanke, dass dort draußen ein Mensch ungestraft sein Leben führen kann, welcher vor ein paar Wochen mindestens einen Menschen zu Tode gefoltert hat, macht mich fertig. Da spielt es keine Rolle, ob du dich von dem Mann genervt fühlst, oder nicht. Mach dir Gedanken über die Gussew. Vorher versuchen wir, die Polizisten zu kontaktieren, welche den Fall von Polke untersucht haben. 

Schmied antwortete nicht und schien mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt zu sein. 

„Sag mal, Gustl, hattest du auch den Eindruck, dass mich die Alte nicht leiden kann?“

Reisinger zeigte sich verlegen. Doch was hätte er jetzt lügen sollen? Tatsächlich hatte er ja ein ähnliches Gefühl gehabt. 

„Stimmt. Aber woran das liegt, kann ich mir ebenso wenig erklären wie du. Vielleicht ein früherer Liebhaber, an welchen sie sich durch dich erinnert fühlt? Könnte doch sein.“

Schmied grinste. 

„Wenn´s so ist, dann hoffentlich so richtig unglücklich. Weißt du, was ich meine? So ne richtig geile Nacht und dann abserviert.“

Reisinger seufzte und schüttelte seinen Kopf. 

„Du bist ein Kindskopf, Werner. Nichts für ungut.“

Die beiden Polizisten hielten auf den Bahnhof zu, in dessen Nähe sich eine kleine Polizeistation befand. Oft war es ganz nützlich, den einfachen Polizisten vor Ort zu fragen, der viel mehr darüber Bescheid wusste, was in der Stadt alles gesprochen wurd. Außerdem zeigten Reisingers Erfahrung, dass diese sich unglaublich engagiert zeigten, wenn man ihnen verdeutlichte, dass man als Ermittlungsbeamter ihre Meinung suchte und diese auch honorierte. 

„Das ist ja mal ein geiler Bau. Bei weitem nicht so hässlich wie unser Betonmonster, stimmt´s nicht Gustl?“

Tatsächlich war die Polizeistation in einem mittelgroßen neoklassizistischen Gebäude untergebracht. Ein nicht ganz rechtwinkliger Bau mit gelber Außenfassade und vielen Rundbogenfenstern im Erdgeschoss. Reisinger hatte bei der Bezeichnung an einen kleinen Funktionsbau gedacht und war durch die Größe der Station überrascht worden. 

So zeigten sie an der Anmeldung ihre Dienstausweise, baten um ein Gespräch mit dem leitenden Beamten, woraufhin der füllige Mann hinter dem Glasfenster, in Zivil gekleidet, eifrig zu telefonieren begann. 

„Ich mache ihnen auf. Sie werden dann gleich abgeholt.“

Reisinger dankte und fragte den Mann nach seinen Namen. Der zeigte sich redselig, meinte Vetter zu heißen, worauf Schmied sich nur mit Mühe ein heiteres Auflachen verkneifen konnte. 

„Kennen sie sich aus in der Stadt?“ Wurde der untersetzte Mann gefragt, der in einem blauen Seemannspullover und weiten Stoffhosen, einen sehr gesetzten Eindruck bei dem Kommissar hinterließ. 

„Ich mische mich nicht so wirklich unter das Volk. Aber meine Tochter kennt hier alle und jeden. Warum fragen sie?“ 

„Nun, für eine so nette und gediegene Stadt wie die Ihre ist ja in der letzten Zeit reichlich viel vonstatten gegangen, habe ich Recht?“

Der Mann schien anderer Meinung zu sein. 

„Was meinen sie? Hier bei uns sagt sich doch Hase und Igel gute Nacht. Mir gefällt das, ich habe kein Problem damit. Doch vielen geht das anders, gerade den jungen Leuten. Die langweilen sich und ziehen lieber in die großen Städte, wie Erfurt oder Leipzig.“

„Was sagen sie zu den Rot´s?“

„Ich kenne den Vater von Pascal. Ihn selber aber nur vom Sehen her. Ziemlich ehrgeiziger Mensch. Sein Sohn Roland soll ja nen Punker fast umgebracht haben. Zutrauen würde ich es ihm, das ist ein ganz dummer und brutaler Mensch.“

Reisinger vertiefte das Gespräch, war es doch genau das, was er sich von seinem Besuch in der Station erhofft hatte. 

„Er selbst scheint das anders zu sehen?“

Vetter hob seine Schultern. 

„Selbst wenn es so wäre, unschuldig ist er nicht daran. Der hat schon viel Schaden angerichtet, da hat es auf jeden Fall keinen Falschen getroffen.“

„Und sein Vater? Glauben sie wirklich er ist ein Kinderschänder?“

Der dicke Mann verneinte. 

„Da habe ich keine Ahnung. Kinderschänder hat man ihm mal auf die Tür geschmiert und später haben die Kollegen eine Hausdurchsuchung bei ihm durchgeführt, weil es da Auffälligkeiten gab. Gefunden hat man aber nichts. Dennoch, der Schaden war angerichtet und der Mann erledigt.“

„Sie meinen politisch?“

„Überhaupt in der Stadt. In großen Städten gelingt es einen vielleicht irgendwann wieder auf die Füße zu kommen, aber in solch einer wie unserer? Keine Chance. Der Tratsch der Leute vergisst nichts, das können sie mir ruhig glauben. Wenn es heute nichts Interessantes zu erzählen gibt, wiederholt man halt das vom gestrigen Tag.“

Ein schlanker Mann mittleren Alters trat durch eine Glastür hindurch und stellte sich Schmied und Reisinger vor. 

„Guten Tag, ich heiße sie herzlich willkommen in Bad Langensalza. Roland, mein Name. Wollen wir rüber in mein Büro gehen? Allerdings werde ich nicht all zu viel Zeit haben, da ich gleich noch auf Streife muss. Unsere Mannstärke wurde in diesem Jahr erneut reduziert und die Stadt sucht an jeder Ecke zu sparen. Und das obwohl die Einnahmen steigen. Ist schon irgendwie seltsam.“

Der Mann schien umgänglich zu sein, wie Reisinger feststellte, wirkte etwas übernächtigt, aber dennoch engagiert. Auch die Beamten, auf welche sie in den Gängen stießen, schienen ihren Job ernst zu nehmen und alles andere als ein müder Haufen zu sein. 

„Wir sind wegen eines Mordfalls hier, den wir untersuchen, Herr Roland. Leider sind unsere bisherigen Ermittlungsergebnisse sehr dürftig und deshalb um jede Hilfestellung ihrerseits dankbar.“

Der Leiter der Wache wurde hellhörig. 

„Ein Mord? Aber ...“

Reisinger lächelte. 

„Nicht in ihrer Stadt, keine Sorge. Es geht um eine ermordete Person, welche in Erfurt gewohnt hatte und in einem alten Militärkrankenhaus auf dem Weimarer Stadtgebiet ermordet worden ist. In abgeschwächter Form könnte man auch sagen, dass er ziemlich brutal zu Tode geschunden worden ist.“

Roland mochte um die vierzig Jahre alt sein. Hatte graue Ansätze in seinen sonst blonden Haaren und eine Vielzahl von Lachfalten um seine Augen herum. Er schien ein aufmerksamer Zuhörer zu sein und den beiden westdeutschen Ermittlern offen gegenüberzustehen, was nicht selbstverständlich war. 

„Die gefundenen Indizien zeigen in zwei Richtungen. Einmal in Richtung der armenischen Mafia, welche, so erstaunlich das auch für sie jetzt klingen mag, die Unwahrscheinlichere ist, als auch zu einem Frauenverein, welcher einflussreiche und gutsituierte Männer mit dominanten Frauen, meist ausländischer Herkunft zusammenführt. Dabei spielt Sadomaso eine große Rolle und sein Zulauf scheint groß zu sein. Auch unser Mordopfer, ein gewisser Krateos Papadakis, war Ehemann einer solchen Frau. Und obwohl die armenische Mafia durchaus ein Motiv hat sich an diesem Mann zu rächen, hat uns unser Instinkt in ihre Stadt geführt, wo es im letzten Jahr einige sehr merkwürdige Vorkommnisse gegeben hat.“ 

„Und welche sollen das sein?“ Fragte der Ortspolizist skeptisch.

„Die plötzliche Verunglimpfung eines Lokalpolitikers, die Verurteilung seines Sohnes wegen eines Todschlagdelikts, der Freitod eines Abteilungsleiters im Rathaus und ein folgenreicher Unfall dessen Nachfolgers. Das alles kreist um eine Frau, die ebenfalls dem Verein zugehörig ist. Eine gewisse Irena Gussew. Ist ihnen der Name vielleicht geläufig?“

„Frau Zimer? Ja. Sie verhielt sich aber uns gegenüber stets hilfsbereit und freundlich. Ihr Mann arbeitet im Rathaus für die Ausländerbehörde.“

„Und sie trauen ihr nicht zu, dass sie Einfluss genommen hat auf Polkes oder Rots Schicksal? Was ist mit Fleitmanns Unfall?“

Roland runzelte seine Stirn, worauf sich die Lachfalten um seine Augen herum, noch zu vermehren schienen.

„Und warum hätte sie das tun sollen?“

Schmied hatte sich diese Frage schon selbst gestellt. Im Auftrag des Vereins? Um ihren Mann die Karriereleiter hoch zu helfen? Und warum dieser Rot? Weil dessen Sohn eine Freundin blöd angemacht hatte? Das alles ergab keinen Sinn.

Reisinger räusperte sich und bekam von dem thüringischen Polizeioffizier ein Glas Wasser angeboten. 

„Danke. Das ist nett von ihnen.“ 

„Sie auch, Herr Schmied?“

Reisingers Partner winkte ab.

„Frau Gussew kannte alle drei Personen und scheint durchaus dazu in der Lage, ihr fremde Menschen in deren Unglück zu stoßen. Ähnliches hatte sie zuvor für den russischen Geheimdienst getan, weshalb es mir schwer fällt an einen Zufall zu glauben. Auch Frau Frech sieht das so.“

„Also ich kann ihnen sagen, dass ich nur Gutes über diese Frau höre. Sowohl von Zimers Kollegen, von denen eine meine Schwester ist, als auch persönlich, habe ich doch die Kripokollegen aus Mühlhausen bei deren Untersuchungen und Verhören begleitet. Sie war stets hilfsbereit und hatte ein Alibi.“

„Sie war bei ihrem Mann, meinen sie?“ Fragte Reisinger sichtlich gereizt. 

Roland nickte. 

„Ja. Oder bei den Nachbarn, zu denen sie eine freundschaftliche Bindung aufgebaut hat.“

Reisinger machte sich Notizen.

„Haben sie einen Namen für mich?“

„Leider nicht direkt. Aber ich kann nachsehen, wenn sie mir bis morgen Zeit geben. Die entsprechenden Unterlagen zum Fall sind bereits im Archiv gelandet.“

„Gut. Das wäre vielleicht hilfreich. Ihnen fällt nichts ein, was wir über diese Frau wissen müssen? Haben sie vielleicht schon zuvor etwas vom Verein gehört?“

Der Ortspolizist zeigte sich ratlos. 

„Ja einiges. Aber wahrscheinlich nichts, was sie nicht schon wissen oder ihnen weiterhelfen könnte. Entschuldigen sie, wenn ich sie diesbezüglich enttäuschen muss.“

Reisinger winkte ab. 

„Nennen sie uns morgen die Namen der Nachbarn, vielleicht können die uns etwas weiterhelfen, bei dieser Frau. Ich nehme an, auch Frau Levi ist ihnen unbekannt?“

Der Leiter der Wache gab sich auf einmal aufgeregt, woraufhin seine Besuche vielsagende Blicke miteinander wechselten. 

„Ja, ich kenne sie schon. Ziemlich gut sogar. Wir sind miteinander befreundet.“

Reisinger und Schmied schienen für diesen Moment sprachlos.  

„Auf welche Weise?“

Der Polizist bekam einen roten Kopf. 

„Na ja, sie ist meine Freundin und Verlobte.“

Reisinger schloss für einen Moment seine Augen und atmete tief durch. In diesem Augenblick fühlte er sich, als ob ihn der Schlag getroffen hätte. 

„Gut. Dann können sie ihre Freundin ja schon einmal vorwarnen, dass wir sie in den kommenden Tagen aufsuchen werden.“
 

Bewertung gesamt: 
Ø: 5.6 (9 votes)
Mit einem Klick den Gesamteindruck dieser Geschichte beurteilen.

Hier kannst du einzelne Gesichtspunkte der Story bewerten.
Bewerte die Handlung, die Idee der Geschichte.
Wie findest du den Schreibstil
Beurteile die Rechtschreibung und die Form
Wird das Thema BDSM gut beschrieben und wie erotisch findest du die Geschichte

Kommentare

Bild des Benutzers Korybas

Eine tolle Fortsetzung.

 Ich gestehe, ich finde es spannend, wie sich diese Geschichte entwickelt. Zum einen betrachte ich ja die Geschichten hier in diesem Forum nach ihrem Erektionsförderungsgehalt. Stellt sich eine Erektion ein, so ist die Geschichte gut. So einfach ist das. Diese Reaktion kann ich dir hier jetzt nicht berichten. Aber andererseits, finde ich es ganz toll, wie Frau Gussew nun Kontur bekommt.

Es geht weg vom SM. Hier habe ich eh den Eindruck, solche Szenen gelingen dir nicht so ganz. Sie werden zu nüchtern geschildert. Da fehlt der Spannungsaufbau.  Ich hab den Eindruck das ist für dich eher so etwas wie ein Aufhänger,  aber die Leidenschaftlichkeit, die Innigkeit,  der Genuss und das Vertrauen, fehlt mir dabei. 

Es scheint auch  von der Kriminalgeschichte weg zu gehen.  Der Krimi tritt in den Hintergrund. Dafür kommt nun die Gussew,  deren holpriges Deutsch du so schön darstellst, stärker ins Spiel und gewinnt Kontur. Dies ist irgendwie vielversprechend und sehr spannend. Wie sie in den Vordergrund tritt und ihren zugewiesenen Mann beschützt, fordert und fördert. Das hat was. Gefällt mir gut. Da sehe ich die Löwin,  die sich um ihr Junges kümmert. Stark. Sie agiert weder zart noch verhalten, sondern passioniert und führungsstark. Gefällt mir gut.

Ganz großes Lob für deinen Fleiß und deine Ausdauer.

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu
Bild des Benutzers sena

 es liegt weniger daran, dass ich nicht dazu in der Lage wäre SM-Themen erotisch und anregend zu zeichnen, ich glaube schon, dass mir das bei Thao und vielen meiner anderen Geschichten gelungen ist, aber hier ist das, wie du es selbst schon erkannt hast, nicht vordergründig. Es geht um den Verein und die Menschen die mit diesem konfrontiert werden. Das kalte Machtkalkül, das hinter seinem Wirken steckt und dem Mord als Auslöser. Ich habe schon viel über SM und vor allem Femdom geschrieben. Ich denke da auch einen gewissen Sachverstand mitzubringen. Doch man braucht auch ab und an Abstand von dieser Thematik und lässt anderes vordergründiger wirken. um selbst mal eine Pause zu bekommen. Von daher zeichne ich diese Szenen nüchterner, weil sie nicht der Grund für diese Geschichte sind. 

Ich hoffe ich konnte mich dir einigermaßen erklären. 

Gruß und vielen Dank für die liebe Kritik

Sena

nach oben
0 Mitglieder stimmen zu

Ein kluger Mann ist der, der seiner Frau artig folgt.

Auf Amazon und Neobooks unter dem Pseudonym Madame Mala unterwegs. Für euren Support und Unterstützung wäre ich euch dankbar.  

Seiten