Agentur zur Vermittlung einer Eheherrin 18

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10 km südlich von Thale, Harz, 19.1.2016 10 Uhr

Während der Kleinbus sich die Landstraße entlang quälte, welche durch die verschneite Winterlandschaft führte, betrachtete die Kursleiterin des Vereins ihre kleine Schar interessiert. All diese Frauen hatten sich auf ihre eigene bestimmte Art und Weise gut in den Verein eingefügt und für sich ihre Option für die Zukunft gefunden. Auch Makeda, ihr hochaufgeschossenes Sorgenkind. Sie alle waren in ihrer Ausbildung zumindest mit den Grundlagen der Sklavenerziehung vertraut gemacht worden, wussten, wie sie die Auflagen des Vereins zu erfüllen hatten, und würden in den nächsten Monaten dann in ein Eheverhältnis mit den ihnen anvertrauten Männern treten. 

Makeda hatte sie am gestrigen Abend zur Seite genommen und darum gebeten, in Richtung A-Erziehung wechseln zu dürfen. Ihr künftiger Mann hatte bisher noch keinerlei SM-Erfahrungen gemacht und wollte von ihr langsam und behutsam in die Materie eingeführt werden. Im Grunde genommen die schwierigste Konstellation, konnte man doch schnell die anfängliche Begeisterung des Objekts mit einem Fehlgriff oder falsch eingeschätzten Situation zunichtemachen. 

Neben Makeda saß Irina, die anfänglich eher zurückhaltend aufgetreten war, dann aber umso schneller in ihre Rolle als dominante Frau gefunden hatte. Sie hatte eine Naturveranlagung, dessen war sich Diana mittlerweile sicher. An sich eine problematische Konstellation, welche sie aber mit einer intensiven Überwachung begegnen wollte. Ihr Mann war Beamter, es wäre nicht gut, wenn sich die Ehe zwischen den beiden in eine falsche und vor allem destruktive Richtung für ihn entwickeln würde. Zumindest derzeit schienen die beiden aber ein sehr gutes Verhältnis zu einander zu haben und so sprach Irena auch voller Begeisterung von ihm. Sie und Makeda hatten sich angefreundet und auch das würde helfen, ihre Triebe zu kontrollieren und im Rahmen zu halten. Trat doch die Afrikanerin eher besorgt und vorsichtig gegenüber ihrem Sklaven auf.

Ihr Blick wanderte weiter zu Yael. Die Israelin war ebenfalls eine Freundin der beiden. Die Drei bildeten eine Gruppe innerhalb des Kurses, während die restlichen Damen eher lockere Verbindungen zueinander unterhielten. Sie gab sich, wie ihre Freundin Irena sehr offen und lebensfroh und hatte bisher nur positive Eigenschaften gezeigt. 

Gro, die Norwegerin hatte das Problem, dass sie ihren Mann als solchen nicht sonderlich attraktiv fand und bisher eine sexuelle Beziehung zu ihm vermieden hat. Sie wusste selbst, dass sie sich in dieser Richtung mit ihm auseinandersetzen musste, zögerte diesen Moment aber immer wieder hinaus. Immerhin zeigte sich ihr künftiger Ehesklave sich in dieser Richtung sehr geduldig und hielt ihr dennoch die Treue. Er war eigentlich auch kein unattraktiver Typ, wie man unter anderen Umständen hätte vermuten können, es musste wohl an Gros eigene Vergangenheit liegen, dass sie in dieser Richtung verklemmt war. Vielleicht auch der eigentliche Grund für sie dem Verein beizutreten?

Reem Abba empfand sie nach wie vor als hart und unsympathisch. Sie hielt Abstand und saß auch jetzt in dem Kleinbus allein. Sie gab sich introvertiert, antwortete auf Fragen nur passiv und schien mit ihrer künftigen Rolle als C-Herrin noch nicht so recht klar zu kommen. Eigentlich ein Unding, dass Gitta die Frau in diese Richtung ausbilden lassen wollte. Die nötige Härte hatte sie, auch keinerlei Skrupel ihren Sklaven zu misshandeln, nur die nötige Sensibilität und Kreativität beim Quälen gingen ihr völlig ab. Im Gegensatz zu Irina besaß sie kein sadistisches Verlangen und so glaubte Diana, dass die dynamische Russin eigentlich der bessere Part für den Extremmasochisten gewesen wäre.

Die Amerikanerin Liv Jackson hatte ihre Augen überall, sprach nur wenig, hatte bisher aber ihren Sklaven konsequent und auf der ganzen Linie zufriedengestellt. Sie ging einfühlsam mit ihm um, forderte die gemeinsame Sexualität wie selbstverständlich von dem Mann ein und besaß trotz ihrer Zierlichkeit eine ungeheure Energie und Präsenz. Sie schien selbst Ziele in ihrem Leben zu haben und diese rigoros zu verfolgen. Diana hatte sie ein wenig ausgefragt und aus der Amerikanerin herauskitzeln können, dass sich männliche Entscheidungsträger von ihrer Kompetenz und Direktheit bedroht gefühlt hatten. Wie hatte sie sich ausgedrückt? Die wären froh gewesen, wenn es endlich einen Kerl in meinem Leben gegeben hätte, der mich schwängert. 

„Du hast gesagt, wir sind dieses Mal nicht nur im Seminarhaus?“

Diana löste sich aus ihren Gedanken und wandte sich Gro zu, welche sich an ihre Seite gesetzt hatte. Der kleine Bus besaß einen Mittelgang und drei Sitzplätze pro Sesselreihe. Zwei auf der linken Seite, einer auf der Rechten. Insgesamt fanden so neben dem Fahrer noch fünfzehn Passagiere Platz und diese waren immer häufiger auch vollständig von Neueinsteigerinnen belegt worden. Der Verein wuchs und Diana durfte nur hoffen, dass sich das nicht in einer schlechteren Ausbildung und Kontrolle der Mitglieder niederschlug. Expansion schön und gut, aber es haben schon viele Firmen und Organisationen mit unkontrollierten Wachstum ihre einst gesunden Wurzeln zum Absterben gebracht. 

„Ihr dürft diese Woche mit kommerziellen Sklaven das Erlernte austesten. Die Männer haben immer den jeweiligen Tag gebucht und so werdet ihr euch unter meiner Aufsicht an ihnen beweisen. Ihr lernt dann auch gleich eine künftige Erwerbsmöglichkeit für euch kennen, die ihr nach euren Wünschen nutzen dürft. Wir haben seit Mitte letzten Jahres ein Femdom-Videoportal. Ihr könnt euch hier einen Sklaven ausbilden und ihn dann entsprechend vorführen. Je öfter dann euer Videoclip aufgerufen wird, desto größer ist eurer Anteil an den Gesamteinnahmen auf diesem Wege. Dreißig Prozent bekommt eurer Sklave, zehn Prozent der Verein, der Rest ist dann für euer Portmonee. 

„Die Sklaven bekommen auch etwas davon ab?“ Fragte Gro erstaunt. „Reicht es ihnen nicht, wenn wir ihnen ihre Wünsche erfüllen?“

Diana lächelte. 

„Wir versuchen, die Männer so zu fotografieren, dass sie anonym bleiben. Dennoch besteht natürlich immer für sie die Gefahr, entdeckt zu werden. Die wenigsten bekennen sich offen zu ihren Neigungen. Durch das zur Verfügung stellen für Videoclips bekommen auch schlecht situierte BDSM-Freunde die Chance an hübschen und gut ausgebildeten Dominas die Erfüllung ihres Fetischs zu finden und da sie auch noch dadurch Geld verdienen können, ist die Motivation hoch, sich auch in höhere Belastungsbereiche zu begeben und auch besonders demütigende Handlungen an sich vollziehen zu lassen. Es verkaufen sich vor allem die authentisch wirkenden Videos, sie müssen dabei nicht einmal besonders hart sein.“

„Das ist ja cool. Wie viel verdient man denn da so?“ Fragte die Norwegerin interessiert.

Diana hob ihr Smartphone und öffnete ihre Bankapp.

„Ich habe in den letzten Monaten nur wenig gedreht, aber es waren dennoch 843 Euro im letzten Abrechnungszeitraum.“

Gro hob ihre Augenbrauen.

„Und je mehr man filmt, desto höher der Verdienst?“

Diana schien ihre Vermutung nicht stützen zu wollen. 

„Kommt darauf an. Man muss für die Filme schon ein gewisses Talent zeigen. Bringt man es mit, entwickelt man schon nach wenigen Videos eine große Fanbase. Fehlt es einem, macht es auch nicht die Masse. Im Endeffekt kannst du es nur probieren und austesten.“

„Und wie komme ich an einen geeigneten Sklaven?“

Diana zeigte ihr eine weitere App, über dessen Dienstleistung entsprechende Gesuche von Männern eingingen, die sich bei Sadomaso-Cinema registriert und beworben hatten. Auch Vereinsdamen unterhielten dort ihre Profile und zeigten ihre Vorstellungen von möglichen Sessions auf, welche dann als Clip realisiert und im Videoportal angeboten werden sollten.

„Und ab wann kann ich da mitmachen? Und warum kann ich nicht meinen Ehesklave dafür verwenden?“

„Weil wir sie vor äußeren Einflüssen zu schützen haben, Gro. Unbedingt. Sie sind unsere Schätze, die wir zu behüten haben. Klar zeigen wir ihnen gegenüber Härte, quälen sie und erziehen sie zur Hörigkeit uns gegenüber, aber nach Außen hin, müssen sie weiter funktionieren. Unsere Männer sind einfach zu schade für solche Drehs.“

Gro bat um Dianas Handy und stöberte in den Kontaktgesuchen, aber auch bei den verschiedenen Frauen. Die Konkurrenz würde ziemlich extrem ausfallen, wie sie enttäuscht feststellte. 

„Neue Videos werden den Alten vorangestellt, da brauchst du dir keine Sorgen machen. Es sind dann auch diejenigen, welche am meisten aufgerufen werden. Es gibt einige Klassiker, aber das meiste verschwindet nach einigen Wochen oder Monaten in der Vergessenheit.“

Gro hörte ihr aufmerksam zu und auch Reem und Liv folgten von der vorderen Sitzreihe aus den Ausführungen ihrer Mentorin. Ab und an ließen sich die beiden etwas von Gro in der App zeigen und schienen ebenfalls interessiert an dieser Verdienstmöglichkeit zu sein. 

„Was heißt Wunschfilm?“ Fragte Liv schließlich und blickte mit ihrem engelhaften Gesicht ihre deutsche Ausbilderin interessiert an. 

„Das sind Fetischisten, die uns ihre Clipwünsche schicken dürfen. Es kostet dann natürlich einiges sie umsetzen zu lassen und viele kommen auch aus ethischen Gründen, gar nicht in Frage für uns.“

Diana deutet nach vorne. 

„Kommt, Mädels! Sachen zusammensuchen und Jacken anziehen! Wir sind da.“

Die jungen Frauen steckten Handy, Kopfhörer oder Schminksachen weg, je nachdem mit was sie sich beschäftigt hatten und drängten durch den Mittelgang des kleinen Busses hindurch nach vorne. Sie wurden von drei Frauen im Empfang genommen, welche in weißen Blusen und schwarzen Reithosen gekleidet, einen ziemlich militanten Eindruck erweckten. 

Makeda fühlte sich sofort unwohl bei deren Anblick, während Irina sich sofort für die Uniformen begeistern konnte. 

„Wow! Die sehen böse aus, da?“ Stellte sie freudig fest und kam Diana entgegen, welche gerade aus den Bus ausstieg. 

„Wir bekommen auch solche?“

Diana schmunzelte und legte der jungen Russin ihre linke Hand über deren linke Hüfte. 

„Wenn ihr Mal im Stall bei der Aufsicht der Schweine helfen wollt, dann sehr gerne. Ihr werdet sehen, hier finden viele interessante Rollenspiele statt, auch wenn ich mich nicht für alle erwärmen kann.“

Sie wandte sich an Makeda, die verlegen dreinblickend etwas abseits stand. Die Afrikanerin fühlte sich unwohl, seit dem sie von ihrem zukünftigen Sklaven in den Verein zurückgekehrt war. Irgendetwas schien sie zu verunsichern. Eigentlich eine interessante Entwicklung, hatte sie doch bisher bei den Übungen und Erziehungspraktiken eine sehr gute Vorstellung abgeliefert. Vielleicht waren diesem Mann gegenüber zu viele Gefühle im Spiel? Sie kannte das aus eigener Erfahrung und auch wenn so manche der Vereinskollegin sie insgeheim für schwach und unstetig gegenüber ihren Sklaven hielten, so wusste sie es besser. Sie liebte ihn und hatte mit ihm einen Konsens gefunden, um Familie, Partnerschaft und SM unter einen Hut zu bekommen. Wahrscheinlich suchte auch Makeda nach einem solchen Weg. 

„Wir unterhalten uns gleich einmal, einverstanden?“

Die Afrikanerin wirkte sofort besorgt. Diana war feinfühlig genug, um ihr die aufsteigenden Sorgen wieder abzunehmen. 

„Ich kann mir vorstellen, was dich bewegt, mir ging es vor Jahren auch so. Und du wirst nicht die Letzte sein, der es so geht. Wir sind die Frauen, Makeda, die gesunde Partnerschaften zu den Männern führen, welche von anderen Damen unserer Gesellschaft Objekt oder Sklave genannt werden. Lass dich da nicht verunsichern, wir haben die glücklicheren und besseren Beziehungen. Glaube mir das, bitte!“

Makeda rang sich ein verhaltenes Lächeln für die Seminardozentin ab, nickte ihr zu und ging dann wieder zu Irina rüber, welche sich aufgeregt mit den drei Frauen unterhielt. Ihre Freundin schien schon voller Tatendrang zu sein und fieberte dem angekündigten Spiel voller Vorfreude entgegen. Auch Liv, Yael und Gro zeigten sich neugierig, während Makeda und Reem etwas abseits stehen blieben, sonst aber kein Wort miteinander wechseln. 

Das Seminarhaus war ein alter Backsteinbau, zweistöckig mit einem für die Gegend üblichen hohen Giebeldach. Seine grünen Türen und Fensterläden passten gut zu den roten Steinen und strahlten eine gewisse Gediegenheit aus, die gut zu der malerischen Winterlandschaft drum herum passte. Die Frauen waren hier schon dreimal gewesen und hatten Wochenseminare abgehalten, in welchen vor allem theoretisches Wissen vermittelt wurde. Es ging um rechtliche Grauzonen, die Beeinflussung der Familie des Objektes, die Inselbildung, in deren Entwicklung man langsam den Sklaven aus seinem gewohnten Umfeld herauszulösen begann, um ihn dann immer konsequenter für die eigenen Bedürfnisse zu fordern und seine Erziehung zu vervollkommnen. Der Verein war die künftige Familie der Frauen. Hier fanden sie Freundschaft, Rückhalt, Anteilnahme und Hilfe in Notsituationen. Es schien an alles gedacht worden zu sein, mit einer typisch deutschen Gründlichkeit geplant und umgesetzt. 

Eine hochgewachsene Frau, gekleidet in einer roten Latexleggingshose, Overknees und roter Wattejacke kam ihnen entgegen, begrüßte die gerade angekommenen Vereinsmitglieder überschwänglich mit Umarmung und Küsschen und nahm dann Diana beiseite, sich bei deren Schützlingen entschuldigend. 

„Gitta? Was machst du hier?“ Fragte Diana erstaunt. „Ich habe mit Darca einen Clip gedreht, er ist sehr gut geworden. Ich denke, wir konnten unseren Auftraggeber definitiv zufriedenstellen.“

Diana zeigte sich sofort interessiert. 

„Ein Wunschfilm?“ Gitta nickte und streichelte der Ausbildering liebevoll über die Wange. 

„Und du? Kommst du zurecht mit den Mädels?“

Diana nickte. Die etwas verstört wirkende Makeda wohl wissend außen vor lassend. Gitta war eine sehr resolute Gebieterin und ihrem Mann gegenüber eine konsequente und sadistische Herrin. Sie störte sich sofort an Verhältnissen, in welchen Vereinsfrauen Gefühle für ihrem Eigentum entwickelten, worauf sie aber zwangsläufig Rückstich nehmen musste. Unter keinen Umständen wollte sie die sorgsam gehegten und gepflegten Strukturen des Vereins aufbrechen und spalten in denen sie die A und B- Frauen ausgrenzte oder mit Unverständnis entgegentrat. Wie hätte sie das auch tun sollen, die gnädigeren Gebieterinnen hatten eine Zweidrittelmehrheit innerhalb des Vereins.

„Ich würde in dieser Woche gerne Reem unter meine Fittiche nehmen.“

„Reem? Aber warum? Sie ist noch nicht fertig ausgebildet und zeigt sich noch in manchen Dingen ziemlich unbeholfen.“

Gitta lächelte und nahm Diana noch etwas mehr zur Seite, den jungen Frauen dabei einen flüchtigen Blick zuwerfend. 

„Ich habe einen Kunden, der diese Woche intensiv betreut werden will. Gleichzeitig auch einen weiteren Plott für einen neuen Wunschfilm. Ich möchte Reem gerne mit dieser Möglichkeit vertraut machen, sehe ich doch in dieser Richtung ein riesiges Potential bei ihr.“

„Aus dem selben Grund, aus dem du ihr sofort einen C-Sklave aufs Auge drücken möchtest?“

„Sie hat in ihrer Vergangenheit genug erlebt in dieser Richtung. Sie möchte einfach einen Neuanfang und den kann ich ihr bieten. Also einverstanden? Ich möchte mich jetzt auch nicht vor den Mädchen als Chefin aufspielen müssen dir gegenüber.“

Diana zeigte Gitta deutlich, wie wenig sie von deren Vorschlag hielt. Reem war ein schwer zu hinterfragender Mensch, der schon viel erlebt haben musste. Nichts Gutes, das war für die Ausbilderin offensichtlich. Aber was für Erfahrungen die Libyerin für die Betreuung von Extremmasochistin prädestinierte, deren Behandlung schon fast einer Folter gleichkam, blieb ihr ein Rätsel. Gitta danach fragen wollte sie aber dennoch nicht, rechnete sie doch mit keiner für sie zufriedenstellenden Antwort.  

„Mach was du willst. Aber dann trägst du auch die Verantwortung dafür, wenn sie aus der Bahn gerät.“ Meinte Diana schließlich.

„Keine Sorge. Meinen Kopf musst du dir nicht zerbrechen.“ Gitta deutete auf die Wartenden. „Gehen wir wieder rüber und geben Reem Bescheid? Sie soll noch ihre Sachen aufs Zimmer bringen und dann rüber zu den Ställen kommen. Zeig ihr die grobe Richtung, sie fragt sich dann schon durch.“

 

Erfurt, Hotel zur Zitadelle, 26.08.2016 23 Uhr 40

„Werner?“ Reisingers Stimme klang ungeduldig. 

„Sorry, Gustl. Ich komme gleich. Muss mir erstmal was überziehen.“

Werner log. Doch gewann er damit Zeit und konnte gleichzeitig seinem Chef eine Erklärung liefern, sollte Darcas Anwesenheit auffliegen. 

„Okay, beeile dich!“

Reisinger wartete, gekleidet in Pyjama und Bademantel draußen im Gang. Sein Redebedarf war riesengroß und damit auch seine Ungeduld gegenüber seinem jungen Kollegen. Dem Russen schien es ähnlich gegangen zu sein, nicht umsonst war er von ihm zu dieser unsäglichen Zeit angerufen worden. 

Endlich öffnete sich die Tür und der Kollege trat, spärlich bekleidet in Shorts und T-Shirt auf den Gang hinaus. Können wir bei dir ins Zimmer gehen? Ich habe Besuch.

Reisinger suchte instinktiv einen Blick ins Innere des Zimmers zu erhaschen, doch wurde ihm dieser von Schmied verwehrt. Der schloss eilig die Tür und blickte ziemlich genervt auf seinen älteren Kollegen herunter. 

„Sie mir nicht böse, Gustl, aber das ist Privatsache.“

Reisinger wollte nicht so schnell aufgeben. Nur all zu gerne hätte er sich einen persönlichen Eindruck von der Frau gemacht, die seinen Partner so konsequent in Beschlag nahm. 

„Warum stellst du sie mir nicht vor?“

Werner seufzte. 

„Sie mag eigentlich keine Polizisten. Vielleicht ein anderes Mal. Du wolltest mir was erzählen? Gehen wir rüber in dein Zimmer?“

Reisinger zögerte, ließ sich aber dann auf den Vorschlag seines Kollegen ein. 

„Du kannst dich an die Gussew erinnern? Die junge Russin aus Bad Langensalza?“

Werner überlegte kurz, dann erinnerte er sich. 

„Was ist mit ihr?“

„Zum einen konnte der General nicht viel über sie herausbekommen, trotz seiner Vielzahl an Beziehungen, welche er nach wie vor zu den Einflussreichen in Armee und Politik unterhält. Das allein ist schon ungewöhnlich. Aber das was er für uns herausbekommen hat, reicht schon, um sie in unseren Fokus zu bringen.“

„Bitte, Gustl.“ Werner setzte sich genervt an den kleinen Tisch am Fenster. Das Zimmer seines Chefs war von der Einrichtung her genau spiegelverkehrt zu seinem eigenen, wie er feststellte. 

„Die Gussew ist eine Infiltrantin im innerpolitischen Staatsdienst gewesen.“ Erklärte ihm sein Chef bedeutungsschwanger. 

„Und was heißt das jetzt für uns?“ Schmied konnte sich darunter wenig vorstellen. 

„Sie wurde ausgebildet, um störende Elemente in der Gesellschaft nachhaltig zu diskreditieren und ihr Privatleben negativ zu beeinflussen.“ 

„Bitte was?“ Schmieds Augen weiteten sich. 

„Sie ist eine Agentin, welche Menschen im Auftrag der Mächtigen Russlands gezielt zerstört hat. Kunstvoll und äußerst skrupellos, wie ihre Vorgesetzten begeistert in ihre Personalakte eintragen ließen. Ohne das sie dabei sichtbare Spuren oder einen Zusammenhang zu ihren Auftraggebern hinterlassen hätte.“

„Wenn sie so erfolgreich war, warum ist sie dann hier?“

Gustl schien sich diese naheliegende Frage selbst schon gestellt zu haben, setzte sich auf die Bettkante und blickte nachdenklich zu Schmied rüber. 

„Sie scheint ihr Wissen auch privat angewendet zu haben. Natürlich konnte man ihr nichts beweisen, aber die Vorfälle häuften sich so stark, dass sie nicht mehr zu ignorieren waren.“

„Was für Vorfälle?“

Reisinger suchte sich an den Wortlaut des Generals zu erinnern, welcher zwar gutes , aber stark akzentuiertes Deutsch sprach. 

„Der Mann einer befreundeten Nachbarin hatte sich umgebracht. Man weiß, dass er seine Frau regelmässig verprügelt hatte, nicht aber, dass er irgendein Verhältnis zur Gussew unterhielt. Eines Nachts hatte er sich, nach vielen unglücklichen Vorfällen, schließlich das Leben genommen, in dem er sich vor einen Güterzug geworfen hatte. Wie gesagt, es soll noch einige andere Vorfälle gegeben haben, in dieser Richtung.“

„Krass. Und diese Gestörte ist jetzt hier bei uns?“

Reisinger nickte. 

„Ja. Und sie ist mit einem Mann verheiratet, welcher über das unglückliche Schicksal zwei seiner Vorgesetzten hinweg Karriere gemacht hat. Ist das noch ein Zufall, Werner?“

„Und beweisen kann man ihr nichts?“

Reisinger hob seine Schultern. 

„Dazu kann ich nichts sagen. Wir müssen die Staatsanwältin fragen, die uns Jens vermittelt hat. Sie wird mehr über die Verhältnisse vor Ort wissen. Vielleicht schaffen wir es auch mit ihrer Hilfe, diese Fälle neu aufzurollen und mit unserem in Verbindung zu bringen? Denkbar wäre es doch.“

„Glaubst du wirklich, dass wir dort Erfolg haben werden, wo die russischen Kollegen gescheitert sind?“

Reisinger schien sich dessen sicher zu sein. 

„In Russland findet man nur das raus, was herausgefunden werden soll. Die Verhältnisse bei uns sind aber völlig andere. Ich bin mir sicher, dass die Gussew, sollte sie hier bei uns ihre makaberen Spiele spielen, scheitern wird.“

Schmied schien nicht davon überzeugt zu sein. Er erinnerte den Kommissar an die vielen Skandale rund um das Internet, über das die Russen über viele Jahre hinweg ungestört die Politik aller Herren Länder beeinflusst und überwacht hatten. Wenn diese Frau ähnlich gekonnt zur Werke ging, dann durfte man sie durchaus nicht unterschätzen.

„Wenn wir nicht an einen Erfolg glauben, stellt sich dieser auch nicht ein, Werner. Das weißt du genausogut, wie ich selbst.“

„Na ja. Lass uns morgen mit dieser Tusse von der Justiz sprechen. Dann sehen wir weiter. Neugierig bin ich ja schon auf diesen Dämon. Krass. Die Russen sind schon ne ganz andere Nummer als wir.“

Reisinger hob seine Schultern, stand vom Bett auf und brachte den Kollegen zur Zimmertür. 

„Menschen die über Leichen gehen, gibt es überall. Gebe dich da keinen Illusionen hin. Das kann man weder an geografischen, noch an ethnische Verhältnisse festmachen. Aber die Struktur des russischen Staates befeuert solch ein Handeln natürlich, da hast du schon Recht. Da ist man froh, in Deutschland zu leben.“

Schmied hob seinen Arm zum Abschied und ging über den Flurgang hinweg rüber zur eigenen Zimmertür. Fast hätte er angeklopft, doch im letzten Moment besann er sich auf die Karte und öffnete mit deren Hilfe das Türschloss. 

„Bis morgen. Vielleicht bekommen wir ja endlich etwas Greifbares.“

Darca hatte hinter der Tür gewartet, um nichts dem Zufall zu überlassen. Werners Chef schien neugierig auf dessen neue Freundin zu sein, ohne jedoch etwas genaueres zu wissen. Das Werner überhaupt von ihr erzählt hatte, war wahrscheinlich den Umständen geschuldet, hatte sie ihn doch ziemlich gefordert. So war ihr selbst klar, dass sie die Verantwortung für die Neugierde von Werners Kollegen trug. 

Die Tür öffnete sich, noch einmal wurden zwischen den Männer Abschiedsworte ausgetauscht, dann kehrte wieder Ruhe ein. 

Schmied blickte sich im Raum um, fand aber seine Darca nicht, welche hinter der Tür für ihn verborgen blieb. War sie etwa gegangen? Nervös trat er in den Raum hinein, sah sich suchend um, fand aber an der Garderobe ihre Handtasche. 

„Suchst du mich?“

Er schrak furchtbar zusammen und wandte sich reflexartig zur Tür um. 

„Scheiße, hast du mich jetzt erschreckt.“

„Mach das Licht an!“ Befahl sie ihm.

Schmied kam ihren Wunsch nach, ging zurück an die Tür und betätigte den Lichtschalter. Erwartungsvoll betrachtete er seine Gebieterin, welche lässig in die Mitte des Raumes schlenderte und vor sich auf den Boden zeigte. 

Er verstand, dass sie von ihm begrüßt werden wollte, und fühlte, wie sich auch sein bester Freund der gemeinsamen Herrin regelrecht entgegenwarf. Sie sah auch zu geil aus, in dem schwarzen Kleid und den kniehohen Stiefeln mit den hohen Absätzen. 

So stöhnte er auf, als er sich vor ihr hinkniete, ihrem Schoß einen symbolischen Kuss aufhauchte und sich dann über ihren linken Stiefel beugte. Er küsste dessen Spitze, gefolgt vom Spann und dessen Schaft. Dann war der Rechte an der Reihe. 

Darca wartete ab, bis er auch diesen auf ähnlich devote Weise liebkost hatte und zog ihm dann an seinen Haaren, um ihren Befehl, zu ihr aufzublicken, auf diese Weise zu untermalen. 

„Was hat dein Chef dir erzählt? Gibt es Neuigkeiten?“

Werner überlegte, ob er sich Darca wirklich anvertrauen wollte. Sein Gefühl trügte ihm nicht. Das durfte einfach nicht sein. Er wollte ihr vertrauen und sich mitteilen. Schon allein, um ihr etwas von ihrem Druck zu nehmen. 

„Es gibt eine ehemalige Infiltrantin des russischen Inlandsgeheimdienstes bei euch. Eine Frau die Dissidenten in ihrem Heimatland bekämpft und ausgeschaltet hat. Eine skrupellose Intrigantin wie es scheint.“

Darca wurde hellhörig. Das solch eine Person in den Reihen ihres Vereins zu finden war, machte sie sprachlos. 

„Gussew. Kennst du sie vielleicht?“

Die unter anderen Umständen resolut und beherrscht wirkende Frau blickte ungläubig auf ihn herunter. 

„Irena?“

Werner nickte. „Ja, das ist ihr Vorname, wenn ich jetzt nichts durcheinanderbringe.“

„Ja ich kenne sie. Sie ist eine gute Freundin von Makeda. Sie war es auch, welche meiner Freundin den Mann vermittelt hat. Sie wirkt bisher ganz lieb und nett, die anderen Frauen sprechen eigentlich nur gut über sie.“

„Und du? Wie ist dein eigener Eindruck?“

Darca dachte nach. Sie schien zu spüren, dass er ihre Meinung zu dieser Frau als wichtig erachtete. 

„Sie hat sich bisher in allem sehr gut eingefügt. Ihr Mann ist Beamter, soviel ich weiß und von ihrer Herrschaft über ihn begeistert. Das stand zumindest in der Stellungnahme der Sklavenvertretung. Das ist praktisch der Interessensverband unserer Männer.“

„Und es gibt keine Momente oder Situationen, welche du ungewöhnlich empfandest?“

Darca dachte lange über seine Frage nach, schüttelte aber dann ihren hübschen Kopf. Sie schien sich selbst zu ärgern, dass sie so wenig zu seiner Arbeit beitragen konnte.

„In wie fern soll sie etwas mit meinem Mann zu tun gehabt haben? Die kannten sich doch gar nicht.“

Werner hob seine Schultern. 

„Bisher sehe ich auch noch keinen Zusammenhang. Aber vielleicht ändert sich ja das morgen schon wieder.“

Darca schien sich an seinen Verdacht zu stören. Immer noch blieb sie in Gedanken und sah an ihm vorbei auf einen unbestimmten Punkt des Teppichbodens. 

„Irena ist eine kreative Sadistin. Eine die aus eigenen Antrieb heraus demütigt und quält. Das war vorher schon ersichtlich, auch wenn sie sich anfangs sehr unsicher und zurückhaltend gezeigt hat. Danach ist sie dann sehr schnell aufgeblüht und hat all das, was Diana ihr vermittelt hatte, regelrecht aufgesogen.“

Sie setzte sich auf den Bettrand und wies Schmied an ihr hinterherzukriechen. Dann tönte ihr Befehl, dass er ihre Stiefel auszuziehen hatte. 

Schmied kam mit zittrigen Händen ihrem Wunsch nach. Längst hatte die Erregung von ihm Besitz ergriffen und diese plagte ihn jetzt furchtbar. 

So öffnete er vorsichtig die seitlichen Reißverschlüsse der Stiefel und begann das Schuhwerk dann vorsichtig von ihren Füßen zu lösen. 

„Ist es sicher, dass sie etwas mit Krateos Mord zu tun hat?“ Fragte Darca weiter. 

Schmied blickte verstört zu ihr auf. Er hatte sich längst mit seinem Handeln in ganz andere Sphären begeben. 

„Nein. Bisher wissen wir noch nichts Konkretes. Wir suchen eher nach Personen, die ein Motiv oder Anreiz gehabt haben könnten, deinen Mann zu schaden.“

„Kann ich euch helfen?“

Schmied wirkte unsicher in diesen Moment. Darca sah ihm das deutlich an. Vielleicht weil er sich um sie sorgte?

„Halte dich da raus, bitte. Das sind Mörder!“

Sie wollte ihm nichts versprechen. Schien aber jetzt ähnlich wie er einen Themenwechsel erzwingen zu wollen. So hob sie den Saum ihres Minikleides an und befahl ihm, ihr das Höschen und die Söckchen auszuziehen.

Nur mit aller Beherrschung vermochte er es ihr gegenüber seine Ungeduld nicht offensichtlich werden zu lassen und fixierte mit seinem Blick das Ziel seiner Begierde, sowie er es freigelegt hatte. 

„Du darfst mich dort küssen und vorsichtig Lecken, Werner. Ich möchte lange etwas davon haben, hörst du? Wenn du deine Sache ordentlich machst, darfst du dich danach um dich selbst kümmern.“

Er stöhnte bei ihrer Ankündigung auf und prompt krachte ihre zarte Hand auf seine Wange herunter. Sie hatte Kraft die Gute und ohrfeigte ihn routiniert und fest. So holte sie ein zweites Mal aus, dann ein drittes, bis ihm die Wangen glühten und Sterne vor die Augen traten. 

Dann legte sie sich zurück, schob ihren Körper die Matratze in Richtung Kopfkissen hinauf und spreizte in einer merkwürdig selbstverständlich wirkende Pose ihre Beine auseinander. 

Schmied kam ihr hinterher, küsste sanft ihre Scham und suchte dann diese mit sanftem Druck seiner Zunge zu teilen. 

Seine Gebieterin indessen seufzte auf, korrigierte mit rücksichtlosem Zug an seinem Haar die Position seines Gesichtes, dann ließ sie ihn wieder frei, um die Stimulation zu genießen. Schmied ahnte, dass diese Handlung eher eine Geste darstellte, als eine Notwendigkeit. 

Der erste Geschmack für ihn war sauer und herb, der Nachfolgende wiederum neutral. Zielstrebig drängte er mit seiner Zunge in ihre Scham, suchte am oberen Rand nach ihrem Knubbel, forschte aber in den ersten Minuten vergebens nach ihm. Seiner Gebieterin schien ihn indessen dennoch intensiv zu spüren und gab sich ausdrucksstark ihrer Lust hin. 

Dann fand er endlich ihren Lustpunkt und ließ seine Zungenspitze um ihn herum kreisen. Was Darca ein dumpfes Aufstöhnen abnötigte. Ihre Beine überkreuzten sich in diesem Moment hinter seinem Rücken, während ihre Hände sich über seinen Hinterkopf legten und sein Gesicht mit intensiven Druck gegen ihre Scheide zu pressen suchten. 

„Kümmere dich auch um meine Brüste!“ Befahl sie ihm während eines Aufstöhnens und fühlte daraufhin, wie seine Arme sich um die Außenseite ihrer Oberschenkel legten und nach ihren Brüsten griffen, um diese zu massieren. Weitere Minuten später wurde sie von ihrer Lust hinfortgerafft, begann ihr Leib sich vom Verstand zu entkoppeln und einen Tanz aufzuführen, der einzig der Erfüllung ihres Verlangens zum Anlass hatte. Ein ungezügelter Aufschrei, das Anheben und Durchdrücken des Rückens, dann ließ sich Darca wieder auf die Matratze fallen. 

Sie brauchte eine Zeitlang, um sich aus dem gerade erlebten zu lösen und kümmerte sich nicht weiter um ihn, der sich vorsichtig aus ihrem Geschlecht zurückgezogen hatte und ihre Beine und den Bauch liebevoll zu küssen begann. 

„Steh auf, stell dich hier an die Seite des Bettes.“

Sie deutete mit der ausgestreckten Hand auf die rechte Bettseite und wies ihn an, sich vor dieser aufzustellen. Für einen Moment blieb ihr Blick auf seine Lanze gerichtet, welche auf ihren Leib zeigte, doch dann blickte sie zu ihm auf und sagte erst einmal nichts. 

„Wenn du das nächste Mal bei mir bist, werden wir unsere Zeit im Keller verbringen. Du kannst dich schon jetzt auf ein für dich spannendes und intensives Erlebnis freuen.“

Er stöhnte. Angst und freudige Erwartung erfüllten ihn, gefolgt von dem Versuch sich seine Herrin in einem ihrer martialischen Kostüme vorzustellen, von dem sie ihm schwärmerisch berichtet hatte. 

„Du hast fünf Minuten! Wenn du bis dahin nicht gekommen bist, hast du Pech gehabt und ich mache ihn dir wieder klein.“

Verstört blickte Schmied auf seine Göttin herunter. Die lächelte und schien sich an seiner Unsicherheit zu laben. 

„Verschwende nicht deine Zeit!“ Gebot sie ihm. 

Hastig griff Schmied nach seinem Glied. Darca schien ihm in soweit helfen zu wollen, in dem sie für ihn noch einmal ihre Beine spreizte und sinnliche Einblicke auf ihre glattrasierte Spalte gönnte. So legte er los, schloss seinen Penis in seiner rechten Faust ein, drückte ihn fest zusammen und begann ihn dann zu massieren. 

Was hatte sie wohl mit kleinmachen gemeint? Sein Verstand schien über diese Frage zu stolpern und beraubte ihn um einen großen Teil seines Lustgefühls. Würde sie ihm wehtun? Ihn auch hier quälen wollen, trotz dessen sein Kollege im Nachbarraum schlief? Hastig fuhr seine Hand vor und zurück und sein Blick blieb weiterhin auf ihr Paradies gerichtet. Er ahnte, dass sie ihm nicht umsonst diese Ankündigung unterbreitet hatte, mit dem Wissen darum, dass sie ihm seine Befriedigung damit zum Teil vorenthielt oder sogar raubte. 

So stolperte sein Verstand immer wieder aufs Neue über diese Frage und Höhepunkt rückte in weiter Ferne. 
„Drei Minuten noch, Werner.“ Teilte sie sich ihm mit rauchiger Stimme mit. 

Hastig wichste er sich weiter. Schweiß trat auf seiner Stirn aus und je mehr er sich zum Orgasmus zwingen wollte, desto schwerer wurde es für ihn, sich diesem anzunähern. 

Darca indessen winkelte jetzt vielsagend ihr rechtes Bein an und ließ dessen unteren Teil in einer lockeren Bewegung nach vorne schnellen.

Dieses Satansweib. Würde sie wirklich ernst machen? Er brauchte sich diese Frage nicht zu stellen. Diese Frau war stolz auf ihre Rolle und quälte gerne. Das musste er sich immer wieder aufs Neue bewusst machen. 

„Eine Minute noch!“

Er schaffte es nicht. Genauso gut könnte er jetzt auch von sich ablassen. Doch wie war dann ihre Reaktion darauf? Wahrscheinlich würde sie sich dann um ihren sadistischen Spaß betrogen fühlen. 

Also wichste er sich hektisch weiter, in Gedanken schon auf seine Misshandlung einstellend. 

„Vorbei! Tut mir leid, Schatz.“ Säuselte sie und richtete ihren Oberkörper auf. 

Betont widerwillig kletterte sie aus dem Bett heraus, stellte sich ihm gegenüber und blickte mit vielsagenden Blick auf seine Genitalien herunter.

Schmied hätte sie am liebsten um Gnade angefleht, da krachte ihr Knie auch schon in seine Hoden. Brutaler Schmerz breitete sich in seinem Körper mit rasender Geschwindigkeit aus und ließ ihn vor ihr zusammenbrechen. 

„Das hast du dir selbst zuzuschreiben. Die Zeit war nun wirklich nicht knapp bemessen gewesen.“ Erklärte sie sich ihm und griff in sein Haar um ihn wieder aufzurichten.

Nur mit Mühe schaffte er es ihrem Zug zu folgen, stand stöhnend wieder auf und blickte mit tränenden Augen in ihr böses hübsches Gesicht. 

„Da! Er wird wieder klein. Das geht mir jetzt zu schnell.“ Erklärte sie ihm, ging vor ihm wieder in die Hocke und umschloss seinen Penis mit ihrer Rechten. 

Schmied stöhnte auf. Ahnte er doch, dass ihr Verlangen ihn zu quälen in diesem Moment ungebrochen war. So schauderte er, als sie sein Glied in ihren Mund hineingleiten ließ, die Eichel mit ihrer Zunge umschmeichelte und über eine Minute hinweg es mit Inbrunst und Zärtlichkeit blies. 

Er stöhnte auf, es fühlte sich einfach unglaublich geil an in diesem Moment. Doch Darca löste sich wieder von ihm, richtete sich auf und befahl ihm, seine Augen zu schließen. 

Seine Atemzüge wurden jetzt zu einem Hecheln und sein ganzer Körper begann sich anzuspannen. Darca indessen steigerte weiter seine Angst, ließ ihre Kniescheibe gegen seine Testikel stupsen und wiederholte dieses makabere Spiel immer wieder aufs Neue um ihn keine Möglichkeit zu geben, sich auf die neue Misshandlung einzustellen. So kreischte er auf, als ihr Knie erneut gegen seine Hoden krachte. 

„Sei leise! Sonst hört er uns noch.“ Zischte Darca böse und ließ wütend ihre Hand in sein Gesicht klatschen. Gerne hätte Werner das seine dazu gesagt, doch der Respekt vor ihr unterband dieses Verlangen zuverlässig. Er liebte sie in dieser Rolle und wollte sich diese nie wieder nehmen lassen. 

„Werner? Alles okay bei euch?“ Drang Reisingers tiefe Stimme durch die Tür hindurch. 

„Sorry Gustl, ich bin mit dem Onkel gegen den Bettpfosten gestoßen, als ich aufs Klo wollte.“

Der Kommissar nahm Anteil. 

„Scheiße. Ist mir auch schon passiert. Kühlen hilft. Eine gute Nacht wünsche ich euch.“

„Danke Gustl. Bis später.“

Werner zeigte sich erleichtert. Darcas Augen aber glänzten in diesen Moment, während sich ihre Lippen zu einem fiesen Grinsen verzogen und so sah er ihr besorgt dabei zu, wie sie erneut vor ihm in die Hocke ging.

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Kommentare

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Ein spannendes Kapitel hast du vorgelegt. Meines Erachtens dein Bestes.

Lass es nicht begründen.

Da ist zum einen endlich hinreichend SM Content da. Das Ausbildungslager wird besucht. Die Trainingsstätte. Da tauchen doch sofort die Fragen auf, was passiert da, was bekommen die da beigebracht. Und dann die Andeutung der Ställe, da springt doch das Kopfkino an. Die Andeutung der Filmaufnahmen, das alles lässt doch das, Kopfkino rotieren.

Du schilderst ansonsten für mein Gusto immer zu kurz, was passiert Aber du schilderst immer nur ganz kurz, was passiert, was gemacht wird, und das war es.

Bei den schlagenden Frauen, was läuft bei ihnen ab, was im SM-Bereich passiert. Macht es ihnen Spaß, genießen sie, was sie tun oder arbeitet sie einfach nur das Gelernte ab. Das bleibt offen bzw. kommt für mich nicht  deutlich genug rüber.

Mich erinnert das an meine Zeit häufiger Bordellbesuche. Da gab es Frauen, die waren voll bei der Sache und ich spürte, es machte ihnen Spaß, mit so einen Kerl wie mir zu arbeiten. Aber es gab auch andere, die haben mich einfach halt abgearbeitet.

Oder ein anderer Vergleich. Aus dem Bereich des Tanzens. Du kannst eine Frau wie einen Einkaufswagen über die Tanzfläche schieben und deine gelernten Figuren abarbeiten oder du kannst es mit voller Präsenz, voller Hingabe, mit viel Verbindung ihren Herzschlag spürend, tun.

 

Irina
Spannend finde ich, wie Irina Konturen bekommt. Sie ist also eine ausgebildete Intrigantin mit der Fähigkeit, Gegner zu beseitigen. Was es alles gibt. Ihr Mann ist Beamter. Du betonst das, als ob das was Besonderes wäre. Aber nach der geschilderten Stellung ist das höchstens mittlerer Dienst. Der Typ ist austauschbar und ersetzbar, ein Aufstieg des Mannes ist mangels der Laufbahnvoraussetzungen in der Regel gar nicht möglich.

 

Werner
Bei Werner schilderst du überzeugend und nachvollziehbar seine Ängste und Befürchtungen, dass sein Chef irgendetwas von der Beziehung zu dieser Domina mitbekommt. Schließlich ist sie ja in den Fall verwickelt und es wäre schon unprofessionell, als Ermittler mit einem Opfer eine Beziehung einzugehen. Seine diesbezüglichen seelischen Notstände gegenüber seinem Kollegen Reisinger stellst du überzeugend dar. Dies fehlt mir aber in der sexuellen Beziehung zu Darca. Sie ohrfeigte ihn, sie legt sich hin, sie weist ihn an. Du schilderst das irgendwie für meine Begriffe zu technisch. Er bekommt eine Ohrfeige. Sein Kopf fällt hin und her, sein Kopf glüht. Aber was läuft denn ab. Wo ist seine Hingabe und Dankbarkeit, welche Gefühle explodieren in seinem Körper, fangen seine Endorphine an zu rasen? Genießt sie es, so handeln zu können oder ist es nur eine gelernte und geübte Herangehensweise. Will sie Sex oder will sie Sex, weil sie ihn dadurch in an sich binden will. Mir drängt sich bei ihrer Teilnahmelosigkeit eher letzteres auf.

 

Also zusammenfassend möchte ich anregen, mehr SM Content zu bringen und dabei stärker ran an die Befindlichkeiten der Protagonisten zu gehen.

Aber insgesamt natürlich, ein ganz großes Lob für deine Ausdauer und deinen Fleiß für diese Geschichte. Die Geschichte wird wirklich immer spannender, sei es von den Handlungsandeutungen oder der Personenschilderung.

Herzlich

Korybas

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Bild des Benutzers Korybas

Sorry für meine Typos.

Ich hatte meinen Beitrag diktiert und nicht hinreichend Korrektur gelesen, weiß aber jetzt nicht wie ich das nachträglich ändern kann. So soll es beipielsweise nicht heißen: "Lass es nicht begründen." sondern, "Lass es mich begründen" usw, und so fort.

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Hallo Korybas, 

viellen Dank für deine inhaltsreiche Kritik. Sie ist absolut nachvollziehbar für mich. Klar, dass hier ist eine SM-Seite, klar wünscht man sich, dass der Focus vor allem auf dieses eine Thema liegt. Dort wo es passt, werde ich mich natürlich darum bemühen die Szenen noch mehr auszuleuchten, kein Thema, aber ich möchte SM als einen wesentlichen Teil dieser Geschichte sehen, aber eben nicht mehr. Für mich ist das Probieren an diesen Krimi sehr wichtig, um einen Thriller aufs Papier zu bringen. Das heißt aber nicht, dass ich bei den SM-Szenen schludern darf. Von daher gelobe ich Besserung. 

Danke für deine Ausführungen. 

 

Sena

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