Agentur zur Vermittlung einer Eheherrin 13

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Bad Langensalza, 31.12.2015 23 Uhr 30

Irina tanzte ausgelassen mit ihrem Sklaven. Immer wieder aufs Neue küsste sie ihn leidenschaftlich, schmiegte sich an seinen Körper, wenn die Musik ruhiger wurde, und spielte mit seinem Penisverlies, das für sie unter seiner Hose deutlich fühlbar war. Nicht nur sie hatte Druck, auch er wäre ihr jetzt gerne nahe gekommen, wie er ihr kleinlaut gestand. 

„Kai und Makeda küssen!“ Stellte die junge Russin zufrieden fest und zeigte ein bezauberndes Lächeln. „Bald sie auch seine Herrin ist, du wirst sehen.“ 

Jörg nickte, wirkte aber abwesend. Nur ein paar Meter weiter tanzte Pascal Rot mit einer wasserstoffblonden Frau, sich sichtlich an ihrer hübschen Erscheinung berauschend. Er war seit vielen Jahren verheiratet! Kurz trafen sich ihre Blicke, dann hörte Jörg auch schon im Vorübertanzen seine Stimme. 

„Spaß mit deiner Untermenschenfraktion?“

Irina hatte es ebenfalls gehört, schien aber mit dem letzten Wort nichts anfangen zu können. So fragte sie Jörg, worauf sich dieser ihr zu erklären versuchte. Er musste sich aber dem englischen Vokabular bedienen, damit sie ihn verstand. 

„Er mein Land nicht mögen?“ Fragte sie ungehalten. 

„Irena! Er ist ein Nazi, schon vergessen?“

Seine junge Russin fasste in ihre Hosentasche, worauf Jörgs Körper von einem heftigen elektrischer Schlag gebeutelt wurde. Fast hätte er aufgeschrien, so sehr schmerzte sein Körper. 

„Du immer Respekt, sonst ich tue weh.“ Erklärte Irina ihm, während er krampfte und fast zu Boden gegangen wäre. 

„Schwächeanfall Zimer? Nimmt sie dich zu hart ran?“ Fragte Rot zynisch, woraufhin seine Tanzpartnerin zu Lachen begann. 

Irina antwortete für ihren Freund, während sie ihm suchte aufzuhelfen. 

„Kolik! Wir setzen gleich. Nicht mehr lange, dann neues Jahr.“ 

Sie brachte Jörg zurück an ihren Tisch. Kai und Makeda blickten fragend zu ihnen rüber, doch Irena warf ihnen beide nur einen Luftkuss zu. 

Die junge Afrikanerin hatte einige Minuten später alles um sich herum wieder vergessen. Sie hatte ihren Kopf auf Kais Schulter gebettet, hielt ihn umarmt und genoss es, ihm nahe zu sein. Ihr hatten bisher konkrete Vorstellungen, wie ihr Mann auszusehen hatte, gefehlt, aber jetzt wusste sie es dafür umso genauer. Sie mochte diesen Mann, er tat ihr gut. 

Ging es ihm ebenso? Sie hoffe es so sehr. Es hielt ihn etwas ihr gegenüber zurück und sie hatte auch eine leise Ahnung, was das sein könnte. Er war wahrscheinlich kein Mann, der sich vorstellen konnte sich soweit einer Frau hinzugeben, wie es Jörg für Irena getan hatte. 

Sie würde mit ihm darüber sprechen müssen. Sie wollte ungern auf den Schutz und die Fürsorge des Vereins verzichten, aber auf der anderen Seite seine Wünsche nicht außen vor lassen. Vielleicht fanden sie einen Kompromiss? Kategorie A wäre doch eine Möglichkeit für sie beide. So würde er für den Verein ihr Sklave sein und sie seine Herrin, es würde aber praktisch proforma bleiben.

„Alles gut?“ Hörte sie seine Stimme.

Sie lächelte, löste sich von seiner Schulter, küsste ihn auf seinen Mund und verschaffte sich mit ihrer Zunge sanft Zugang in das Innere seines Mundes. Sofort wurde sie von der seinen begrüßt und so gaben sie sich ihrem Verlangen und den Wunsch nach Zärtlichkeit hin, bestaunt von den umstehenden Männern und Frauen. 

„Affenficker!“ Hörte Kai hinter sich. 

Hatte er richtig verstanden? Makeda blickte über seine Schulter hinweg. Auch sie musste das Wort gehört haben, aber nicht seinen Sinn. Ihr Gesicht wirkte eher fragend auf ihn, in diesem Moment. 

So drehte er sich um und blickte in das grobe Gesicht von Roland Rot, dem Neffen des Mannes, mit dem sich Jörg vorhin unterhalten hatte. 

„Lass uns in Ruhe!“

Der junge Mann grinste dem Handwerker frech ins Gesicht. Es war für Kai abzusehen, dass er jetzt erst recht mit dem Stänkern anfangen würde. 

„Du begehst Rassenschande und Verrat an die deutsche Frau.“

Kai blickte den Jungen entgeistert an. Glaubte der wirklich daran, was er das sagte?

„Sag mal, Knabe, wieso lässt du dich nicht von deinem Onkel nach Hause bringen und bastelst an dein Modell-KZ weiter? Du bist doch schon völlig Hacke.“

Roland grinste. Er hatte den Typen jetzt soweit. 

„Komm raus! Damit ich dir den Voksverrat aus deinem Schädel prügel, du Affenficker.“

Kai kam vom Land. Raufen war dort keine Seltenheit und oft ein klärendes Mittel unter Jungen und Männer. Ab und an patzte Mal eine Nase oder ein Zahn musste gerichtet werden, aber lag jemand auf den Boden, so trat keiner nach. Aus dem Weg gehen würde er diesem Typ auf jeden Fall nicht.

„Aber sicher! Ist doch eh gleich 12 vorbei. Möchtest du mir noch mal das Feuerwerk zeigen, bevor dir die Lichter ausgehen?“

Roland schien mit einer anderen Reaktion gerechnet zu haben und schien im ersten Moment unsicher. Doch dann zeigte er ein feistes Grinsen und deutete auf den Ausgang des Gasthauses.

„Gehen wir Negerfreund! Bringen wir es hinter uns.“

Kai lachte demonstrativ auf. 

„So braun wie du, kann meine Freundin gar nicht werden.“

Einige der umstehenden Gäste lachten, was Roland sichtlich reizte. Der Wirt, aufmerksam gemacht von einigen seiner Gäste, trat jetzt hinzu und schien entschlossen. 

„Geht raus. Ich mag hier drinnen keinen Streit haben.“

Roland ging voraus, Kai folgte nach. Vergebens suchte Makeda ihn aufzuhalten. 

Draußen wurde schon fleißig geböllert und auf der anderen Seite der Straße bereiteten zwei Familien ihr Feuerwerk für den Jahreswechsel vor. Es war mild, die Kinder trugen ihre Jacken offen, wie der Bayer bemerkte. 

„Also? Fangen wir an du Arschloch?“ Fragte Roland und trat dicht an Makedas Freund heran. 

„Na klar!“

Makeda wollte dazwischengehen, als der Kopf ihres Freundes nach vorne zuckte und mit der Stirn die Nase Rolands traf, die sofort nachgab. Ein kurzer Aufschrei, dann lag der glatzköpfige junge Mann auf den Boden. 

Hinter ihnen traten weitere Gäste hinaus auf die Straße. Musik wurde laut, immer dann, wenn die Tür sich erneut öffnete. Jörg und Irina eilten zu Kai, blickten erschrocken auf den am Boden Liegenden herab und fragten den bayrischen Handwerker, was passiert sei. 

„Er wollt stänkern, der Hund. Ist er gleich an den Richtigen gekommen. Glaubst wir können net raufen in Bayern? Hab schon ettliche Watschn kassiert und noch mer verteilt, Bursche.“ Kai spuckte vor dem Jungen am Boden aus, während jetzt weitere Personen aus dem Gasthaus kamen. Es waren Familie und Freunde von Pascal, wie Jörg besorgt feststellte. 

„Jetzt machen wir die Viecher fertig. Schrie einer von ihnen auf, als er Roland auf den Boden kauern sah, sich beide Hände vors Gesicht halten. Zwischen den Fingern des Schlägers rann das Blut hindurch, worauf ihm von einer jungen Frau ein Taschentuch gereicht wurde.“

Makeda trat an Kai heran, Irina an Jörg. Letztere hatte aber schon den Notruf gewählt und hielt jetzt sein Handy in die Höhe .

„Rufe deine Brut zurück, Pascal. Die Polizei hört mit. Wir wollen kein Streit! Und hätte Roland meine Freunde in Ruhe gelassen, wäre ihm das nicht passiert.“

„Feiges Pack. Hinter der Staatsmacht verstecken.“ Schrie Pascal. „Das hat Konsequenzen für dich, Zimer, das verspreche ich dir. Für dich und deine Zecken.“

Eine Gruppe Jugendlicher trat hinter Jörg und seine Freunde. Man sah ihrem Äußeren an, dass sie keinesfalls auf der Seite der Rechten standen. Ganz im Gegenteil. Ein paar hatten lange Haare, wieder ein paar schienen Punks zu sein. Irgendjemand aus dem Lokal musste sie gerufen haben. 

„Probleme Gauleiter Rot? Wurde der Kamerad etwa verprügelt?“ Meinte einer von ihnen, ein stämmiger Kerl mit attraktiven Gesicht und kurzen Bürstenhaarschnitt, worauf seine Freunde anfingen zu lachen. 

„Halt deine Fresse, Wieland! Der Tag für dich und eine Assis wird kommen.“ 

„Warum nicht gleich, ihr Kackfarbenen? Habt doch noch vom Rummel eine Rechnung mit uns offen.“

Im Hintergrund wurde das Knallen merklich lauter, Raketen stiegen überall in die Luft, begleitet von ihren Funken sprühenden Schweifen. Jaulen, Knattern, ein kleines Inferno brach um die Streitsuchenden los. Menschen umarmten sich, wünschten sich das Beste, stießen mit Sekt in Plastikbechern an und sahen hinauf in den Himmel, wo bunte Blitze zuckten und die Altstadt von Bad Langensalza in ein grelles farbenfrohes Licht tauchten. 

„Verschieben wir auf ein anderes Mal, ihr asozialer Abschaum.“ Drang es aus den Reihen von Rots Gefolge heraus. „Dann gibt es richtig Dresche.“

Der Wortführer der Gegenpartei lachte nur. „Habt Schiß, dass ihr wieder aufs Maul bekommt. Freut euch schon mal drauf, das nächste Mal fliegen die Beißerchen bei euch. Zum Glück sind noch nicht alle so Scheiße von ihrer Gesinnung hier, wie ihr und euer Wunschstadtrat.“

„Halt die Fresse!“ Meinten gleich mehrer aus Rots Gruppe und machten ein paar Schritte auf die Linken zu. Doch bevor die Situation eskalieren konnte, tauchten schon zwei Polizeiwagen auf, vier Beamte stiegen aus, während Männer aus Rots Gruppe den Verletzten aufhalfen und zwischen sich nahmen. 

„Was ist hier los?“ Fragte ein grimmig dreinblickender Beamter. 

Wieland, offensichtlich der Anführer der Linken, zeigte sich betont unschuldig. 

„Nichts, Herr Oberstabskommissarpolizeipräsident. Wir schauen uns nur das Feuerwerk mit unseren Freunden an.“

Der Polizist glaubte kein Wort und sah jetzt rüber zu den Rechten, die ebenfalls keine Meinung mehr zu haben schienen. 

„Alles gut. Wir waren nur in Willis Gasthaus, ein wenig feiern. Ihr könnt wieder abdampfen, wir bleiben artig.“

Jörg wandte sich an Irina. Er wollte jetzt nach Hause gehen. 

Statt einer Antwort wurde sein Körper erneut vom Schmerz geflutet. Heftige Stromschläge rissen regelrecht an seinen Körper und nur mit aller Gewalt, vermochte er es neben seiner russischen Begleiterin stehen zu bleiben. 

„Du machen was ich sagen, Jörg. Vergessen?“ Sie deutete auf den Anführer der Autonomen. „Wer ist das? Kennst du ihn?“

Jörg folgte mit schmerzverzerrten Blick ihrem Fingerzeig. 

„Ja, das ist Wieland. Ein Chaot und Ärgermacher. Das Gegenstück zu Roland. Die beiden hassen sich.“

Irina lächelte und schien wieder für einen Moment in ihren Gedanken gefangen zu sein. Sie warf Roland einen Blick zu, der zurück ins Gasthaus gebracht wurde. Dann Denis, welcher unter seinen Jüngern stand und schließlich die Straße runter ging. 

„Kommt! Wir machen Spaziergang, da? Dann schlafen?“

Makeda und Kai waren einverstanden. Auch sie hatten kein Verlangen mehr in das Gasthaus zurückzukehren, wo Rots Anhänger ihre Würde suchten und ihre Wunden leckten. 

Erfurt, 23.08.2016, 10 Uhr 45

Schmid sah die Akten der Frauen durch, die Eichhorn ihnen verschafft hatte. Um 12 Uhr hatten sie einen Termin bei der Chefdomina des Vereins, bis dahin suchten sie nach Auffälligkeiten bei den Frauen, die militärische Ausbildungen genossen hatten oder durch kriminelle Handlungen aufgefallen waren. 

Nachdenklich tasteten seine Augen die Fotos der Damen ab. Sie sahen alle hübsch aus, ausnahmslos. Der Verein schien in dieser Hinsicht knallharte Vorgaben zu haben, wer für eine Vermittlung in Frage kam und wer nicht. 

Ihm viel es schwer sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Darca hatte ihn noch zweimal hart rangenommen und ausgelutscht wie eine Zitrone. Dabei hatte er auch wieder Misshandlungen über sich ergehen lassen müssen, die für diese Frau untrennbar mit ihrem Liebesspiel verbunden waren. 

Sie hatte ihm weh getan! Vor dem letzten Mal hatte sie sogar zu einem Rohrstock gegriffen, der sich alles andere als angenehm für ihn angefühlt hatte. Auch sein Gürtel war noch einmal Marterinstrument geworden und Gustl hatte ihn genau an der Stelle berührt, wo Darca ihn damit getroffen hatte. 

Scheiße. Er dachte an den Schmerz, der ihm von dieser Frau zugeführt worden war und er wurde geil! Sofort verlagerte sich das Blut in seinem Schwanz und das nach dieser intensiven Nacht. Das durfte doch nicht wahr sein. 

Es war so krass. Er ließ sich von dieser Frau führen wie ein kleiner Junge von seiner strengen Gouvernante. Sie erzog ihn, führte ihn in sein neues Leben ein und gebot mit strenger Hand über ihn, um zu strafen und zu loben. Tatsächlich hatte ihm Darca bei ihrem Abschied zu verstehen gegeben, dass er sich für sie ganz annehmbar angefühlt habe. 

Er grinste. Die Frau war völlig entrückt gewesen, als er sie beim letzten Mal in den siebten Himmel gebumst hatte. 

„Konzentriere dich, Werner. Du kannst dich heute Abend wieder von deiner Herzdame beglücken lassen.“

Eichhorn stichelte schon wieder. War abzusehen. Er machte sich einen Heidenspaß daraus ihn vorzuführen. Scheiß Ossi!

„Neidisch? Hast du überhaupt noch Sex mit deiner Alten? Oder muss es dir reichen, Gustl in den Arsch zu kriechen?“

Reisinger hob seinen Kopf und blickte die beiden jungen Männer abwechselnd an. 

„Was ist los mit euch? Fangt ihr wieder an? Haben wir zu wenig zu tun? Ist der Fall schon aufgeklärt? Wenn ja, dann weiht mich gerne ein! Ich bin nämlich zu gespannt, wer diese Scheiße hier angerichtet hat.“

Die beiden Streithähne zeigten reumütige Gesichter und blickten wieder auf die Akten herunter. Eichhorn schien keine Probleme zu haben, sofort wieder in seine Arbeit hinein zu finden, doch Schmied schien immer noch nicht konzentriert und gedanklich abwesend zu sein. Die Liebe. Freude und Last zugleich. Reisinger seufzte. 
Irina Gussew, 25 Jahre alte, unehrenhaft entlassene Offizierin der Streitkräfte der russischen Konförderation und Mitglied des FSB? 

Was sollte das Fragezeichen hinter Letzterem? Reisinger schob Eichhorn die Akte zu der ebenfalls einen Blick darauf warf. „Ich kann bei den Russen nachfragen, Gustl. Ob was rauskommt, steht auf einen ganz anderen Blatt. Aber interessant, dass du über sie stolperst. Mir ging es genauso. Sie war diejenige, in deren Umfeld es Auffälligkeiten gegeben hat.“

Reisinger merkte auf. 

„In welcher Art?“ 

Schmied lauschte nun ebenfalls, dankbar darüber, dass die Tristes der Aktensichtung für ihn unterbrochen wurde. 

„Nun, es gab in der kleinen Stadt wo sie und ihr Mann leben einige bemerkenswerte Vorfälle. So ungewöhnlich, dass sie sogar seitens der Landesregierung untersucht worden sind.“ 

„Jetzt lass dir nicht wieeder alles aus der Nase ziehen, Eichhorn!“ Drängte Schmied. „Das gibt es doch nicht.“

Der Thüringer ignorierte den Zwischenruf und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Betont lässig biss er von seinem Brötchen ab, dass er in einer Brotbox verstaut gehabt hatte, kaute einen Bissen, schluckte ihn herunter und fuhr, Schmied einen vielsagenden Blick zuwerfend, fort. 

„Zum einen hat der werte Gatte dieser Frau innerhalb kürzester Zeit eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Einer seiner direkten Vorgesetzten hat sich mit einer Schrotflinte in den Kopf geschossen. Sein Ersatz ist, kurz nach dem er den Posten des Verstorbenen übernommen hatte, bei einer Mountainbiketour schwer gestürzt und wurde durch die dabei erlittenen Verletzungen zum Invaliden. Frau Gussews Mann, ein gewisser Jörg Zimer, wurde auf den Posten des Amtsleiters gehievt und entscheidet jetzt über Einbürgerungen und Asylanträge.“

Reisinger zog seine Stirn kraus. 

„Bei so vielen Ausländerinnen im Verein, kann die Organisation da doch nur profitieren.“

Eichhorn schien sich nicht sicher zu sein. Statistisch gesehen, gab es keine Auffälligkeiten, welche die Vermutung Reisingers bestätigt hätten.

„Sieht nicht so aus, Gustl. Der hat sich bisher nichts zu Schulden kommen lassen.“

Reisinger hakte nach. 

„Und die auffälligen Damen. Wohnen welche in diesem Nest?“

Eichhorn sah nach. Es ärgerte ihn, dass er selbst noch nicht nachgesehen hatte. 

„Ja, du hast tatsächlich Recht. Eine Israelin. Die war beim Mossad!“ Der junge Thüringer pfiff durch seine Vorderzähne und erzeugte damit einen schrillen Ton. 

Schmied und Reisinger tauschten erstaunte Blicke aus. 

„Eine FSB-Agentin und eine vom Mossad in der selben Stadt und vom Verein akquiriert? Kann das ein Zufall sein?“ Fragte Schmied konsterniert. 

„Gab es noch mehr Auffälligkeiten, die du gefunden hast?“

„Zimer und Gussew haben erst vor kurzem geheiratet. Ihr Visum aber galt schon seit Ende des letzten Jahres. Kurz nach dem sie in Bad-Langensalza aufschlug, sanken die Umfrageergebnisse des Rechtsaußen Politvereins. Nicht um ein paar Prozentpunkte, wohlgemerkt. Sondern signifikant.“

„Hast du was Genaueres?“ Fragte ihn der Kommissar.

Eichhorn schüttelte seinen Kopf, griff zu der neben ihm stehenden Kaffeetasse und nahm daraus einen Schluck. 

„Ich brauche ein wenig Zeit, damit ich nachhaken kann. Aber da ist etwas faul, da bin ich mir sicher.“

„Wann wurde der Verein zum ersten Mal gewalttätig aktiv? Können wir das eingrenzen?“ Fragte Reisinger. 

„Ich wüßte nicht wie. Tsanavas Haus wurde vor vier einhalb Monaten beschossen. Genauer gesagt am 4. April. Abgesehen von den Bewohnern des Hauses hat niemand etwas gehört oder gesehen. Unsere Beamten haben herumgefragt.“

„Und die Zuhälter? Wann sind die verschwunden?“ Wollte der Kommissar wissen. Eichhorn sah seine Unterlagen durch. Lange Minuten verstrichen, bis er den Eintrag gefunden hatte. 

„Mit den Italienern haben die Armenier seit einem Jahr Frieden. Kurze Zeit darauf wussten Letztere also, in welcher Richtung sie ihre Frauen suchen mussten. Das wäre dann aber noch vor Gussews Erscheinen gewesen.“

„Egal. Setzen sie die Frau auf unsere Liste. Wir werden sie befragen, genauso wie die Mossad-Agentin. Frau Marldorn hat uns auf jeden Fall viel zu erklären.“

Bad Langensalza, 01.01.2016

Jörg und Irena gingen mit ihren beiden Freunden zurück zum Haus. Keiner von ihnen spürte das Verlangen ins sich noch weiter im Gasthaus feiern. Zu groß war die Gefahr, dass sie erneut provozierten oder provoziert wurden. 

„Du hast einen harten Kopf!“ Meinte Makeda, schmiegte sich an Kais Seite und steckte seine Hand zusammen mit der ihren in ihre Manteltasche. 

„So machen wir das halt in Bayern. Wenns der Worte genug sind, krachts im Gebälk. Kurz eins auf die Nasen und man weiß Bescheid.“

Die Afrikanerin betrachtete ihn genauer, fand aber, dass seine Nase ganz normal geraten war. 

„Hast du dich oft geprügelt?“

Kai schüttelte seinen Kopf. 

„Ab und an in der Jugendzeit. Wir hatten es oft mit den Burschen aus den Nachbarsdörfern und alle zusammen mit den Deppen aus der Stadt.“ Er lachte, für den Moment mit Erinnerungen an vergangene Zeit beschäftigt. 

„Und du? In Afrika?“

Makeda schüttelte den Kopf. 

„Ich war ein sehr nettes Mädchen. Wir haben viel gearbeitet und wenn mal Zeit war, Musik gehört oder miteinander getanzt.“

„Und wie bist du zu der Armee gekommen?“

Makedas Blick richtete sich vor ihr auf den Boden. 

„Meine Oma und zwei Tanten wollten mich beschneiden, Kai. Ich hatte Angst davor und bin mit dem Bus in die Stadt gefahren. Mein Land ist sehr arm und damit ich versorgt werde, habe ich mich gemeldet.“

„Und deine Familie?“

Makeda schüttelte ihren Kopf. 

„Nicht mehr gesehen seit dem.“

Kai zog seine Hand aus ihrer Tasche heraus und deutete ihr an, dass sie stehen bleiben sollte. Er legte seine beiden Arme um ihren Körper und drückte ihn an den seinen. Makeda ließ diese Zärtlichkeit nur all zu gerne zu und schloss für einen Moment ihre Augen. 

„Wir müde sein. Kommt! Gleich zu Hause ihr könnt weitermachen.“

Kai sah zu der jungen Russin rüber, die mit ihrem Sklaven Hand in Hand vorauslief. 

„Geht schon mal voraus, wir kommen gleich nach.“

Irena hob ihren Arm und zog Jörg hinter sich her. Sie schien es eilig zu haben. Kai grinste. Ihr Sklave würde sicher gleich wieder zu leiden haben. Die Russin schien sehr resolut über ihn zu gebieten. 

„Schläfst du heute mit mir?“ Makedas Stimme klang aufgewühlt und unsicher. 

Kai lächelte. 

„Wenn du das möchtest, sehr gerne.“

Die dunkelhäutige Frau zeigte ihm ihre beiden weißen Zahnreihen. „Ich bin nass.“

Sie lachten beide, umarmten und küssten sich erneut und eilten sich, nach einigen Minuten der Zärtlichkeit ebenfalls wieder zurück ins Haus zu kommen. So trafen sie fast zeitgleich mit Irena und Jörg an der Haustür ein, ließen sich von der jungen Russin ihr Zimmer zeigen, wünschten noch einmal eine gute Nacht und Makeda schloss die Tür hinter ihnen ab. Sofort hob sie ihre Hände an Kais Hemd und knöpfte es mit geschickten Bewegungen ihrer Finger auf. Sie biss sich auf die Lippe dabei, während sich ihre Hüfte unruhig bewegte. Kai indessen reagierte hilflos. Er hätte ihr gerne aus dem schwarzen Teil herausgeholfen, aber so Recht wusste er nicht damit umzugehen. 

Makeda lachte, drehte sich um und zeigte ihm den Reißverschluss, den Kai bis dahin gar nicht bemerkt hatte. So zog er ihn auf, streifte den schwarzen Stoff des Overalls von ihren sportlichen Körper ab und berauschte sich an dessen Weiblichkeit. Pralle Brüste reckten sich ihm entgegen, noch zusätzlich in Form gebracht durch den BH. Es war ihm peinlich, dass er ihn nicht so einfach auf bekam, doch nach einigen Versuchen gelang es ihm dann doch. Es war einfach nur geil. Die beiden Teile sahen einfach nur wunderschön aus. 

Ehrfürchtig ließ er seine Hand über ihre beide Hügel streicheln. Berührte mit seiner rechten Daumenspitze die Warze ihrer linken Brust, beugte sich vor und küsste sie. 

Makeda stöhnte, streichelte mit ihrer rechten Hand über seinen Hinterkopf und wurde immer geiler. So drückte sie die Knöpfe seiner Hose auf, entzog sich ihm widerwillig und ging vor ihm in die Hocke, um sie nach unten hin abzustreifen. Kais Glied lugte schon neugierig aus der Unterhose heraus, worauf Makeda zu lachen begann und auch diese über seine Beine nach unten zog. 

Kai stöhnte, als die Afrikanerin sein Glied in ihren Mund hineingleiten ließ und mit Inbrunst daran lutschte und saugte. Ihre Zunge umschmeichelte dabei seine Eichel, was sich so ungemein intensiv für ihn anfühlte. 

„Komm schnell!“

Kai griff der großen Frau unter die Achseln, drückte diese nach oben, als Zeichen, dass sie sich wieder aufrichten sollte. Doch Makeda wirkte auf einmal unsicher und hob ihre Augenbrauen. 

„Ich nicht ...“

Der Handwerker verstand sofort. Holte seine Jacke und entnahm seiner linken Brusttasche zwei Kondompäckchen. Sofort nahm Makeda ihm eines davon ab, biss vorsichtig dessen Rand auf und befreite das Gummi von seiner Hülle. Es war nicht das erste Mal, dass sie mit einem Mann schlief, das zeigte sich hier deutlich, doch war Kai ihre Vergangenheit egal. Das was heute und morgen passierte, interessierte ihn mehr. 

Makeda hob mit einer fordernden, aber dennoch sanften Bewegung sein Glied an, streifte das Gummi mit bemerkenswerten Geschick darüber und drückte Kai sofort in Richtung Bett. Der stolperte über dessen Rand, fiel mit dem Rücken auf die Matratze, während die dunkelhäutige Frau nachfolgte, seinen Schwanz aufrichtete und ihn sich sofort einverleibte. 

Ihre Scheide war so eng, dass ein leises Furzgeräusch ertönte, als sie ganz auf seinem Becken zum Sitzen kam.

Kai stöhnte auf, streckte seine beiden Hände nach ihren vollen großen Brüste aus und spürte dabei den Druck ihres Geschlechts um sein Glied herum. Die Frau war einfach nur der Wahnsinn. 

Makeda rieb sich gierig ihr Fötzchen an dem Schwanz ihres Freundes. Er war nicht der Größte, aber dadurch, dass sie sich schon so intensiv mit diesem Mann verbunden fühlte, löste er trotzdem ein intensives Glücksgefühl in ihr aus. So ließ sie ihr Becken kreisen, hob es langsam an, senkte sich vorsichtig wieder ab, die Zeit für ihn und sich selbst streckend. 

„Ich komme gleich.“ Teilte sich Kai ihr kurz darauf in einem Aufkeuchen mit, worauf sie noch einmal ihre Bewegung weiter verlangsamte. 

„Warte noch! Bitte!“ Makeda blickte auf ihn herunter, beugte sich über sein Gesicht und küsste ihn auf den Mund. Ihre Lippen lagen aufeinander, während ihre Zungen sich zum Liebesreigen miteinander vereinten. 

Kai umarmte sie, fühlte wie die Erregung, trotz ihrer Enge langsam nachließ und gab ihr dann ein Zeichen, dass sie weitermachen konnte. Sofort kam wieder Leben in Makedas Körper und so schob sie langsam ihr Becken vor und zurück, schloss ihre Augen und suchte sich ganz auf das Gefühl, in ihrem Unterleib, zu konzentrieren.

Irena lauschte an der Tür und hörte das Stöhnen der Beiden. Sie war unsagbar erleichtert in diesen Moment. Sie wandte sich zu Jörg um, sah zu ihm auf und schlug ihm dann mit ihrer rechten Hand eine harte Ohrfeige ins Gesicht. 

„Du auch hören! Mach!“

Jörg hatte in diesem Moment mit ihrer Härte zu kämpfen, rieb sich die Wange und trat dann selbst an die Tür, wenn er sich auch wegen dieser Indiskretion genierte. 

„Bald Kai Sklave von Makeda. So wie du meiner sein.“

Jörg fühlte Irenas Hand von hinten in sein Haar greifen, dann zog sie ihn brutal von der Tür zurück. Wieder traf ihn eine Backpfeife, schmerzhaft und heiß. Doch das grausame Handeln seiner Herrin erfuhr noch eine Steigerung und so trat sie ihm mit ihrem Oberschenkel voller Wucht zwischen seine Beine. 

Kalter brutaler Schmerz stieg Jörg in den Kopf, da sackte er schon vor ihren Füßen auf den Boden herunter. Irena indessen öffnete ihre Hose, entledigte sich ihrer und zog sich auch ihren schwarzen Tanga aus. Kurz drückte sie einen Knopf auf der kleinen Fernbedienung, damit das Reizstromgerät in Jörgs Hose seinen Dienst verrichtete und ein geller Aufschrei wurde hörbar. Irena indessen lachte nur, drückte Jörgs verheultes Gesicht mit beiden Händen in ihren Schoß und zog in einem tiefen Atemzug die Luft in ihre Lunge, als die Zunge ihres Sklaven in ihr Geschlecht hineindrängte. Sie würde ihn heute intensiv benutzen, darauf hatte sie sich schon den ganzen Abend gefreut. 
 

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Kommentare

Bild des Benutzers sleenyuna

es bleibt spanndend. Wer mit dem Feuer spielt, kommt durch das Feuer um und so befürchte ich noch ein bitteres Ende für Schmidt. Ansonsten überlege ich mir gerade noch, welche Bedeutung die Nebenschauplätze noch haben könnte. Die Gesingung der Rechten Szene im Osten, wird viel Bedeutung in der Geschichte bemessen und so kann ich Jörg gut verstehen, denn solche Zusammentreffen würde ich auch vermeiden wollen. Die Faszination des Grauen, so würde ich die Beziehung zu Irina beschreiben, aber eine wirkliche Liebe und Zuneigung lese ich nicht mehr heraus. Aber so kenne ich Deine Geschichten Sena, sie sind tiefgründig, Deine Propadangisten sind mit Leben gefühlt und so geht es mir wie so oft bei Deinen Geschichten, ich lebe und leide und genieße mit. Darum sage ich Dir Danke, das Du wieder schreibst und lasse ganz viele Sternchen da. *zwinker*

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Bild des Benutzers SFJ

Hier merkt man erst Das die 2 Handlungsstränge zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Ich bin schon sehr gespannt wie sie sich im ende auflösen.  Mann kann ja so einiges Erahnen, aber sicher ob es auch kommt kann man bei dir nie sein  ;)

Die Charaktere sind in der Tat sehr gut ausgearbeitet, und ich fühle immer mit ihnen, mit einem ganz besonders ;)

Auch wenn ich Irinas wandlung von der liebenden und liebevollen zur immer strengeren bis gar gnadenlosen Domina nur schwer bis kaum nachvolziehen kann. Wo ist die Frau die noch mit sich gehadert hat ob sie die Ausbildung beginnen soll ?

Mir gefällt auch deine interpretation vom Bayerischen Landleben    :)

 

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Bild des Benutzers Wuffff

was soll ich sagen. Die Geschichte ist und bleibt spannend. Ich gucke mittlerweile schon täglich, wann endlich wieder ein neuer Teil erscheint. Das haben bisher nicht viele Storys hier geschafft. 

Mh. Was könnte ich denn noch zu meckern haben: Ja doch: Die Rechtschreibfehler nehmen zu (wegduck)...

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Bild des Benutzers Korybas

Hallo Sena,

auch ich habe schon hin und wieder vorbeigeschaut, nur um zu sehen, ob deine Geschichte bereits eine Fortsetzung erfahren hat.

Für mich ist der BDSM-Kontext zu nachrangig dargestellt. Er wird nur erzählt, dass er da ist und dass es ihn gibt. Aber wird nicht ausgebaut. Da ist nichts, in das man sich beim Lesen hineinfallen oder hineinziehen lassen kann. Es bleibt leidenschaftslos. Die Emotionen der handelnden Polizisten sind näher dargestellt, geben Identifikation und Mitfühlmöglichkeit. Das Domina-Thema wird demgegenüber regelrecht abstrakt geschildert.

Deine Leistung für diese Geschichte bleibt dessen ungeachtet ungeschmälert und ist beachtlich.

Rgds

Kory

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Bild des Benutzers sena

das liegt wahrscheinlich daran, dass auch ich mal zu diesem Thema ein wenig Abstand brauche. Ein wenig Domsig geht es zu, bleibt aber hintergründig. Das wird bei K.E.E. ähnlich sein. Dafür kann ich dich aber trösten. Am Freitag stelle ich hier ein anderes Werk vor, dass ich geschrieben habe und da kommt die Domina voll zu ihrem Recht. Ich denke dir wird diese Geschichte dann sehr gefallen. An der Agentur motiviert mich das was wäre wenn. Und hier möchte ich mich noch ein wenig austoben. Natürlich wird es aber auch hier immer wieder SM-Szenen geben. 

Ganz lieben Gruß und tausend Dank für deine kritischen Worte

Sena

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Ein kluger Mann ist der, der seiner Frau artig folgt.

Auf Amazon und Neobooks unter dem Pseudonym Madame Mala unterwegs. Für euren Support und Unterstützung wäre ich euch dankbar.  

Bild des Benutzers sena

seht es mir bitte nach. Ich habe erst einen von drei Handlungssträngen fertig. 

Gruß, Eure Sena. 

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Ein kluger Mann ist der, der seiner Frau artig folgt.

Auf Amazon und Neobooks unter dem Pseudonym Madame Mala unterwegs. Für euren Support und Unterstützung wäre ich euch dankbar.  

Bild des Benutzers Ihr_joe

so, eigentlich nicht, zu wenig Domina, vielleicht vordergründig, eigentlich bleibt immer genügend um sich das Passende selbst zu deuten. Es muss doch nicht fein, kleinlich eine Session beschrieben werden. Es ist doch eine Geschichte, die von mehr lebt, von mehr Handlung, spannend und doch irgendwie voller Erotik, ja was wäre wenn... das trifft es. 

Hätte ich keine Herrin, würde ich womöglich mich an eine solche Agentur wenden? 

Lach, ich weiß es nicht, ist auch egal, weil es ja nicht zutrifft. Aber Deine Geschichten sind alle spannend und außergewöhnlich geschrieben und ich lese sie sehr gerne.

 

Dafür meinen Dank,

der nicht groß genug sein kann

 

Ihr_joe

 

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