Anna. (Teil 3)

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Anna. (Teil 3)

 

Fassungslos starrte Anna auf die „Früchte“ ihrer Arbeit. Wie hatte sie nur so einen Haufen Mist schreiben können?! Auch im zehnten Versuch hatte sie nicht einen einzigen vernünftigen Absatz fertig gekriegt – Nicht einen Einzigen! Seit drei Wochen warteten ihre Leser auf www.bdsm-bibliothek.com schon auf den dritten Teil ihrer Geschichte. Und alles was sie hatte war dieser völlig außer Kontrolle geratene Mist. Sie hatte geahnt, dass sie einfach auf Streifzüge durch das Internet hätte gehen sollen. Sie hatte ihren Kopf wohl mit zu vielen Bildern überladen, und jetzt spuckte ihre Feder nur noch recht unzusammenhängende Fäden irgendwelcher ins Extreme gehenden Fantasien aus. Sie war doch so stolz auf den Erfolg der ersten beiden Teile ihrer Geschichte und wollte nichts sehnlicher, als ihren Lesern doch so gerne liefern, was sie sich wünschten. Eine gute, zusammenhängende und einfühlsame Geschichte.

 

Seit geschlagenen drei Wochen versuchte sie nun schon, eine Fortsetzung zu schreiben, aber sie brachte einfach nichts Brauchbares zustande. In den ersten Tagen hatte sie keine Inspiration, später kurz keine Lust mehr gehabt. Und jetzt wollte sie schreiben, spürte sie wieder ihren Schreibfluss, aber brachte nichts Vernünftiges zu Stande. Es war wie zum verrückt werden! Sie sah auf die Uhr am rechten unteren Bildschirmrand, die inzwischen 20:04 zeigte an einem Freitag, eigentlich ihr Abend! Der Abend, an dem sie sicher sein konnte, dass ihre Eltern sie in Ruhe ließen, so lange nur ihre Noten gut waren. Sie dachte kurz an all die Geschichten, die sie an den letzten Freitagabenden (und anderen Abenden auch) gelesen, an all die Fotos und Videos, die sie sich angesehen hatte. Das hatte sie davon! Eine Geschichte, die sie beinahe schon komisch fand, so unwirklich war dieser Plot zusammengeschustert. So offensichtlich war er aus den notgeilen Versatzstücken einer verquer-perversen Fantasie zusammengeschustert. Bevor sie dieses Produkt ihrer Feder in den Papierkorb schmiss, las sie ihn noch einmal durch:

 

Ohne Titel

 

Ohne einen Laut von sich zu geben, schlichen zwei Gestalten durch den zentralen Gang der alten Schule. Es war stockdunkel, nur die schwachen Funzeln zweier Smartphones beleuchteten ihren Weg. Die Luft hier unten war abgestanden und muffig, den beiden war so als könnten sie die Staubschicht, die sich über Jahre in allen Ritzen festgesetzt hatte, geradezu riechen. Natürlich hatten die beiden nichts anderes erwartet, als sie in das offene Kellerfenster eingestiegen waren. Vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, schlichen sie weiter, nur gelegentlich die Seitenwände beleuchtend, um keine Tür zu verpassen. Da! Wieder eine Tür. Die erste der beiden Figuren trat vorsichtig auf sie zu, fand die Klinke und drückte sie hinunter. Abgeschlossen! Verdammt! Wie schon das halbe Dutzend Türen zuvor.

 

Weiter! Bei einer der Türen MUSSTEN sie doch einfach Glück haben! Langsam arbeiteten sich die beiden bis zur letzten Tür zu. Wieder legte die erste der beiden Gestalten ihre Hand auf die Klinke der schweren Eisentür. Die Figur hielt einen Moment inne, und es sah es so aus, als wolle sie das Objekt beschwören. Diese oder keine! Die Klinke wurde heruntergedrückt, und die Tür schwang auf. Die beiden sahen einander verwundert an. Sie hatten vielleicht selbst nicht mehr daran geglaubt, an jenem Abend weiter zu kommen. Sie zögerten immer noch. Doch dann nickten sie einander zu, traten beherzt ein und zogen die Tür wieder hinter sich zu.

 

Bevor sie es wagten, Licht zu machen, überprüften die beiden Figuren, ob dieser Raum ein Fenster hatte. Erst als sie sich völlig sicher waren, dass man von außen das Licht würde nicht (?) sehen können, drückten sie den altmodischen, schwarzen Lichtschalter herunter. Nach einem kurzen Flackern, wurde der Raum in grelles Neonlicht getaucht. Die beiden Eindringlinge brauchten einige Augenblicke, bis sich ihre Augen an das Licht gewöhnt hatten. Erst als die beiden sich ihre Kapuzen aus dem Gesicht zogen, konnte man erkennen, dass es sich um zwei Schülerinnen handelte, vielleicht 18 Jahre alt. Was wollten sie bloß an einem Samstagnachmittag im Keller der alten Schule? Bereiteten sie etwa einen Schülerstreich vor?

 

Die beiden sahen sich erst mal um. Enttäuschung machte sich in ihren Gesichtern breit. Sie hatten scheinbar erwartet hier im Keller ein sensationelles Geheimnis zu lüften und jetzt mussten sie erkennen, dass es sich nur um einen altgedienten Waschraum handelte, mit ein paar ergrauten Waschbecken und einigen rostigen Duschen. „Okay Anna. Warum sind wir jetzt nochmal hier?“, fragte die eine. Sie mochte vielleicht 1,70 m groß sein, hatte volles lockiges braunes Haar und einen kecken Ausdruck auf ihrem Gesicht. „Was wolltest du mir hier zeigen?“

 

Ich weiß auch nicht, Maike“ antwortete das Mädchen, das auf den Namen Anna hörte. Sie war etwa gleich groß wie Maike aber dünner, beinahe mager. Sie hatte rotblondes Haar und trug eine runde Nickelbrille auf ihrer Stupsnase. „Irgendetwas verdächtiges?“, sagte sie mit offenkundigem Zweifel in der Stimme. „Es ist doch nicht normal, dass die Lehrer so oft in den Keller verschwinden, oder nicht?“, dann spann sie ihren Gedanken zu Ende, „und für Stunden dort unten bleiben. Die werden doch wohl kaum die ganze Zeit duschen!“

 

Maike bedeutete Anna mit einer brüsken Handbewegung still zu sein. Dann hörte Anna es auch. Da waren schwere Schritte auf dem Gang. „Schnell!“, zischte Maike zu Anna herüber. So schnell sie konnte, löschten sie das Licht und versteckten sich in dem Raum so gut sie konnten. Die Tür wurde aufgestoßen und sofort ging das Licht wieder an. Eine raue Männerstimme erfüllte den Raum, „Ich weiß, dass ihr hier seid. Kommt raus!“ Keine der beiden Eindringlinge bewegte sich, sodass sich der

 

Mann leise fluchend auf die Suche machen musste. Anna hörte aus ihrem Versteck, wie Maike überrascht aufschrie. Er hatte sie also gefunden. „Au! Du tust mir weh!“, der Mann grunzte eine Entgegnung. „Au! Lass mich!“, Anna hörte Metall scheppern, dann hörte sie das typische Klickgeräusch, wie wenn sich Handschellen schließen. „Au! Machen sie mich los! Das können sie nicht tun!“ Der Mann würdigte Maike keiner Antwort. Anna hörte, wie der Mann den Raum einer kurzen Durchsuchung unterzog; zum Glück war sie in dem Schrank, in den sie sich verkrochen hatte, sehr gut versteckt.

 

Okay, wie du willst“, rief die raue Stimme in den Raum, dann tu ich halt deiner Freundin weh!“ Und sofort hörte sie Maike schreien, „Au! Lass mich! Anna komm nicht raus!“. Anna hielt den Atem an und bewegte sich immer noch nicht. „Ich kann deiner Freundin den ganzen Tag wehtun!“ Kurz darauf fügte er noch hinzu. “Ich finde dich sowieso!“ Anna hielt Maikes Schreie nicht lange aus, am Ende drückte sie die Schranktür mit ihren Füßen auf und kroch langsam aus ihrem Versteck. Bevor sie einen guten Blick auf den Mann werfen konnte, schrie er sie auch schon an, „Hände an die Wand!“, Anna leistete keinen Widerstand. Sie stellte sich mit dem Gesicht zur Wand und streckte ihre Hände aus. Sie hörte den Mann mit großen Schritten auf sie zu kommen, er stellte sich hinter sie und tastete sie dann ab. Durfte der das? Sie traute sich nicht zu protestieren. Sie protestierte auch nicht, als seine Hände eine Spur zu lang auf ihrem Hintern liegen blieben. Dann spürte sie, wie ihre Hände gepackt und hinter ihren Rücken gedreht wurden. Er tat ihr weh, und sie konnte ein kurzes Aufstöhnen nicht zurückhalten. Der Mann drehte sie um und fuhr sie an, dass sie sich nicht so anstellen solle.

 

Erst jetzt nahm der Mann Anna so richtig in Augenschein. Anna erkannte den Mann sofort an seinem tief zerfurchten, mit einem struppigen weißen Bart umrandeten Gesicht. Es war Rudi, der Hausmeister, den sie bereits seit der 5. Klasse gefürchtet hatte. Die Erkenntnis, dass dieser Waldschrat von einem Mann, ihre Hände auf den Rücken gefesselt hatte und im Grunde mit ihr tun konnte, was er wollte, beängstigte sie zutiefst. „DU!“, spuckte er Anna beinahe ins Gesicht. „Ich hatte dir doch gesagt, dass du hier nicht rumschnüffeln sollst!“ Anna schluckte schwer. Er hatte sie schon einmal erwischt, wie sie Fragen nach dem ominösen Schulkeller gestellt hatte. Er hatte sie gewarnt. Immerhin wusste sie nun mit Sicherheit, dass etwas sehr Verdächtiges in diesem Keller vor sich gehen musste, denn welcher normale Hausmeister hatte schon zwei paar Handschellen dabei?

 

Der Hausmeister riss Anna aus ihren Gedanken, als er ihre Handschellen packte und sie Richtung Maike führte. Er packte auch Maikes Handschellen fest, anders als Anna protestierte sie lautstark. Unbeeindruckt schob der Hausmeister die beiden Schülerinnen durch den nun hell erleuchteten Gang. Der Hausmeister drückte die Handschellen der beiden Schülerinnen leicht nach oben, sodass sie gezwungen waren, mit gesenktem Haupt zu gehen. Anna sah zu ihrer Freundin hinüber. Maike erwiderte sichtbar erbost ihren Blick. „Wo hast du mich jetzt schon wieder reingezogen?“ Wortlos entschuldigte sich Anna bei ihrer Freundin. Was hatte sie nur getan?

 

Erst jetzt begann sich Anna zu fragen, wohin der Hausmeister sie überhaupt führte. Es war deutlich, dass bislang niemand die Polizei gerufen hatte. Ein Schreck fuhr ihr durch die Glieder. Niemand wusste, wo sie waren, niemand würde sie bis morgen vermissen. Er konnte sie auch einfach ‚verschwinden lassen‘. So kam es, dass Anna selbst erleichtert war, als sie erkannte, dass sie zum Büro des Rektors geführt wurden. Noch erleichterter war sie, als sie die Empfangsdame des Direktors sah. Sie hatte die Schülerinnen gesehen, es gab also mindestens eine Zeugin. Erst dann stellten sich Anna einige Fragen: Warum sagte die Frau nichts dazu, dass zwei Schülerinnen durch Handschellen gefesselt in das Büro des Rektors geführt wurden, und was tat sie überhaupt hier an einem Samstagabend?

 

Der Hausmeister schob die beiden eine nach der anderen in das Büro des mit einem Stapel Papieren beschäftigten Rektors und postierte sie links und rechts neben der Tür. Ohne aufzusehen dankte der Rektor seinem Hausmeister, dann entließ er ihn, nicht ohne ihn anzuweisen, sich für weitere Anweisungen bereit zu halten. „Ja, Herr Direktor!, Sehr gerne Herr Direktor!“, Anna schwante bei so viel Motivation des sonst so knorrigen alten Hausmeisters natürlich Böses. Nachdem er die Schlüssel zu ihren Handschellen auf den Schreibtisch seines Vorgesetzten gelegt hatte und nach einer kurzen Verbeugung verließ der alte Mann den Raum, nicht ohne den beiden Schülerinnen noch ein bösartiges Lächeln zu schenken.

Der

Direktor ließ die beiden gefesselten jungen Schülerinnen erst noch eine Weile schmoren. Ohne aufzusehen und sie auch nur eines Blickes zu würdigen, bearbeitete er weiter seine Akten. Anna konnte die glänzende Kopfhaut, der kreisrunden Glatze bewundern, an der nur ein dünner Kranz schwarzen Haares übrig geblieben war. Zum ersten mal in ihrem Leben, nahm sie den unscheinbaren Beamtentyp bewusst wahr. Er war einer jener Männer, die niemals auffielen in ihren weißen Hemden und dezenten Krawatten. Einer jener Männer mit einem Gesicht, dass sich nie länger als einige Sekunden in einem Gedächtnis festsetzte. Während sie in ihren Beobachtungen versunken war, sah der Mann auf. Er erkannte Anna sofort. „Sieh an, wer seine Neugierde nicht bezwingen konnte!“, er klang beinahe amüsiert. „Ich hätte wissen müssen, dass du nicht locker lassen würdest.“, fuhr er fort. „Naja. Jetzt haben wir keine Wahl mehr… jetzt müssen wir deine Neugierde stillen, denke ich.“

 

Er holte aus einer Schublade seines Schreibtisches ein Blatt Papier hervor und legte es vor sich auf den Schreibtisch. „Das hier ist eine Einverständniserklärung für eine SM-Session.“, den beiden Schülerinnen klappten die Unterkiefer herunter. „Das hättet ihr nicht gedacht!“, sagte der Direktor lächelnd. „Hier ist der Deal in Kurzform: Ihr beiden Vögelchen seid heute Abend die Hauptattraktionen auf unserer SM-Party, und im Gegenzug vergessen wir einfach, dass ihr heute hier wart.“ Und dann wandte er sich speziell zu Anna, „und DU weißt dann auch aus allererster Hand, was so in unserem Keller vor sich geht.“

 

Also ich unterschreibe GAR NICHTS“, gab sich Maike kämpferisch. Spöttisch lächelnd wandte sich der Direktor zum ersten Mal direkt an Maike. „Also es wäre doch nun wirklich schade, wenn du so kurz vor deinem Abi wegen Hausfriedensbruches von der Schule fliegen würdest, oder etwa nicht?“ „Das können Sie nicht tun!“, „Ach wirklich?! Und warum nicht?“, sagte der Direktor spöttisch. Maike fiel deutlich keine Entgegnung mehr ein. „Also meine Vögelchen! Ein Abend und alles ist vergessen.“ Anna schwieg. Sie hatte große Angst. Angst vor dem was der Direktor und seine Spießgesellen mit Maike und ihr anstellen würden, aber auch ob ihr diese Dinge nicht gefallen könnten. BDSM hatte sie schon immer interessiert, sie hatte sich nur noch nie getraut ihre dunklen Fantasien in die Tat umzusetzen. Was würde Maike von ihr denken, wenn sie feststellte, dass es ihr gefiel? Würde sie vielleicht sogar denken, Anna habe sie mit Absicht in diese Situation gebracht? Im Grunde war die gesamte Überlegung müßig, sie hatte keine Wahl. Anna würde ganz bestimmt ihr zu erwartendes Einserabitur nicht wegwerfen.

 

Anna räusperte sich, und mit trockener Kehle sagte sie, „ich unterschreibe.“ „Na also! Schön, dass doch noch eins von euch beiden Vögelchen Verstand annimmt!“, sagte der Direktor lächelnd. „Also Maike! Was solls denn werden – eine unvergessliche Nacht oder ein Schulverweis?“ Erst nach einem Blickduell zwischen ihr und dem Direktor gab Maike klein bei. „Ok. Ich habe wohl keine Wahl.“ Der Direktor drückte den Knopf zur Sprechanlage. „Gisela, wir haben heute zwei ‚Gäste‘“. Den beiden Schülerinnen behagte der Ton, mit dem er das Wort aussprach, überhaupt nicht. „Würdest du mir bitte zwei Geschirre bringen?“ Kurz darauf trat auch schon die Empfangsdame ein, die zwei metallisch glitzernde Häufchen hereinbrachte. „Danke Gisela. Würdest du auch unsere Mitglieder und Freunde darüber informieren, dass wir für unsere Session heute Abend zwei besondere Attraktionen ‚gewinnen‘ konnten?“ Mit einem gehauchten „Ja, Herr Direktor“, verließ die Empfangsdame wieder das Zimmer.

 

Der Direktor orderte Anna dicht an den Schreibtisch. Dort löste er ihre Handschellen. Instinktiv schüttelte und rieb die Schülerin ihre schmerzenden Handgelenke. Der Direktor schob ihr das Papier hinüber. Als sie kurz zögerte zu unterschreiben, redete er ihr gut zu, erklärte ihr, dass in dem Papier stand, dass sie keine schwerwiegenden Verletzungen fürchten müssten. Anna unterschrieb den Wisch. „Schön! Du darfst dich dann ausziehen.“ Anna sah ihn so entgeistert an, dass der Mann in Gelächter ausbrach. „Du glaubst doch nicht, dass du an einer SM-Party voll bekleidet teilnehmen kannst!“ Anna zögerte immer noch. „Na komm wir haben nicht den ganzen Tag Zeit, oder soll ich vielleicht doch noch die Polizei rufen?!“ Das gab den Ausschlag. Anna begann am Knopf ihrer Jeans zu nesteln, streifte ihre Schuhe ab und begann sich auszuziehen. Sie versuchte erst gar nicht Höschen und BH anzubehalten, diese Hoffnung hatte sie schon lange fahren lassen. Der Direktor nahm das erste Metallhäufchen vom Schreibtisch und befahl Anna, sich mit dem Gesicht zur Wand aufzustellen. Langsam folgte sie dem Befehl, versuchte aber, aus den Augenwinkeln zu erspähen, was der Mann eigentlich genau in seinen Händen hatte. Sie sah viele Ketten, schmucklose Hand- und Fußfesseln, einen breiten Gürtel und… oh Gott! War das etwa ein Halseisen?!

 

Jetzt war es jedenfalls zu spät, um noch kehrt zu machen, befand Anna die sich nackt mit dem Gesicht zur Wand aufgestellt hatte. Sie spürte, wie sich der breite Gürtel um ihre Mitte legte. Er ging vorsichtig, beinahe sacht mit ihr um, wollte sie nicht verschrecken oder unnötigen Widerstand provozieren. Atemlos verfolgte Anna, wie er langsam den Gürtel zuzog, bis er fest, aber nicht unangenehm saß. Ihre Angst war inzwischen der Aufregung, ja beinahe Spannung gewichen. Wie elektrisiert zuckte Anna zusammen, als sie spürte, wie kalter Stahl sich um ihre Kehle schloss. Mit sanften Berührungen dirigierte er ihr Kinn. Erst nach oben, dann nach unten, bis das Halseisen saß. Sie fühlte, wie das Gewicht des Objektes leicht auf ihren Nacken drückte, ansonsten war es aber nicht besonders unangenehm. Er überstürzte nichts, ließ ihr Zeit, sich an jede neue Veränderung zu gewöhnen. Sie spürte einen leichten Ruck an der Rückseite ihres Halseisens, dann hörte sie einen Karabinerhaken einrasten. Kurz darauf passierte dasselbe an der Rückseite des Gürtels. Mit ihren Händen ertastete Anna, dass er die beiden Utensilien mit einer Kette verbunden hatte.

 

Er ließ sie einige Sekunden tasten, dann nahm er sanft ihre Hände und fesselte sie mit den passenden Handschellen. Sachte zog er ihre Handschellen zu sich hinunter, sodass sie gezwungen war, ihre Brüste so weit sie konnte aufzurichten. Dann hörte sie, wie er die Handschellen in die Kette zwischen Halseisen und Gürtel einrasten ließ. Als sie an sich herabsah, bemerkte sie zu ihrem Schrecken, wie hart ihre kleinen Brustwarzen abstanden. Sie spürte, wie der Direktor seine warmen Hände über ihre kleinen Brüste gleiten ließ, was ihr, zu seiner Erheiterung und Maikes Unglauben, ein spitzes Stöhnen entlockte. Langsam ließ er seine Hand an ihrem Körper herabwandern, was sie erschaudern ließ. Sein Finger fand ihren Schlitz. Er nahm die Feuchtigkeit, die er dort vorfand, mit Humor, sie mit Schrecken auf. Er komplettierte ihre Fesslung noch mit den passenden Fußschellen, die er auch mittels einer Kette mit dem Gürtel verband. Zufrieden mit seinem Werk, befahl er Anna, sich mit dem Gesicht zu ihm und Maike zu stellen.

 

Er stellte sich hinter Anna und bedachte ihre kleinen, festen Brüste erneut mit seiner Aufmerksamkeit, und Anna entfuhr ein neues, lustvolles Stöhnen. Genüsslich knetete er weiter und fuhr mit seinen Fingern an ihren Brustwarzen entlang. „Es wäre doch schade solche Perlen ohne angemessenen Schmuck zu lassen, meinst du nicht auch, Sklavin!“ Dieses Wort gab Anna einen weiteren Stich. Sie konnte ob der Behandlung ohnehin kaum einen klaren Gedanken fassen. „Möchtest du, dass ich deine Brüste mit einem Paar Nippelklammern schmücke?“, fragte er. Annas Geist konnte sich doch noch einmal kurz aus seinem Lustnirvana lösen. „Nein.“, antwortete sie unsicher. Er ließ sie nicht los, knetete ungerührt weiter, so lange bis Anna schon dachte, ihre Beine würden weich werden. Raunend fragte er erneut. „Bist du sicher?“ Annas letzter Widerstand schmolz wie Schnee in der Sonne. Sie willigte ein. Während er zu seinem Schreibtisch ging, um den „Schmuck“ zu holen, hielt Anna ihren Blick gesenkt. Wie würde sie ihrer Freundin Maike jemals wieder in die Augen schauen können?!

 

Er kam zurück mit zwei einfachen Nippelklammern, die er Anna umstandslos anlegte und, um ihre Demütigung komplett zu machen, hängte er an jede der beiden Klammern auch noch ein kleines Glöckchen. Dann drehte er sich zu Maike. Er wusste, dass er mit dieser nicht so leichtes Spiel haben würde, wie mit der sanften, folgsamen Anna. Er löste Maikes Handschellen, doch die Schülerin dachte gar nicht daran das Formular zu unterschreiben. „Komm schon Maike, einen Abend – und alles ist vergessen!“ , versuchte er erneut die Schülerin so weit zu bekommen. „Sieh dir deine Freundin an, sieht sie besonders unglücklich aus?“, versuchte er es auf eine andere Tour. „Na schön, wenn du mir keine Wahl lässt, rufe ich eben die Polizei.“ „Nur zu!“ meinte Maike höhnisch. „Wenn sie denen erklären wollen was ‚das da‘“, sie wies in einer Handbewegung auf Anna „in ihrem Büro zu suchen hat.“ „Aber das ist doch ganz einfach.“, sagte der Schulleiter ungerührt, „Wir haben dich und deine Freundin im Keller bei ein paar Spielen gefunden, leider hatten wir die Schlüssel nicht, um sie zu befreien. Ich glaube, dass die Polizei die passenden Schlüssel in deiner Handtasche finden wird.“, „Das würden sie nicht tun! Das ist eine glatte Lüge!“, rief die Schülerin empört. „Willst du das wirklich testen?“, fragte der Direktor ungerührt. Endlich gab Maike klein bei und unterschrieb das Papier, dass der Schulleiter ihr hinhielt. Er ging zu seinem Schreibtisch und befahl sowohl den Hausmeister als auch seine Empfangsdame in sein Büro.

 

Es lag eine bedrohliche Spannung in der Luft, und Anna wurde zunehmend unruhig. Der Direktor gab mit einer knappen Handbewegung dem Hausmeister den Befehl sich um Maike zu kümmern, während er zu Anna ging. Beruhigend wirkte er auf sie ein. „Alles ist gut. Niemand ist böse auf dich. Dir passiert nichts. Verstehst du das?“ Anna nickte. „Gut. Dreh dich mit dem Gesicht zur Wand und knie dich hin. Gisela hier kümmert sich um dich.“ Gisela nickte, „Sehr wohl, Herr Direktor!“ und half der Schülerin, sich hin zu knien. Dann begann der Zirkus erst richtig. Anna hörte Maike fluchen und schreien und zappeln, aber es half alles nichts, wie Anna aus dem Geräusch reißenden Stoffes und klickendem Metalls vernehmen konnte, bis sie ein surrendes Geräusch und dann einen markerschütternden Schrei hörte. „Ihr Schweine!“ schrie Maike. „Gibst du jetzt endlich Ruhe oder, muss ich dir noch einen Verpassen?“, entgegnete der Hausmeister. Maike schwieg endlich und ließ den Rest der Prozedur über sich ergehen.

 

Dann durfte auch Anna wieder aufstehen. Sie sah, dass der Hausmeister einen roten Stab mit zwei Zinken in den Händen hielt. „Dies hier ist ein Viehtreiber.“, erklärte der Direktor. Wenn sich eine Sklavin nicht benimmt, macht sie Bekanntschaft mit diesem Teil. Wie du gerade festgestellt hast, ist das Vergnügen bei dieser Bekanntschaft absolut einseitig. Ich verpasse euch beiden jetzt einen kleinen Eindruck, was passiert, wenn ich merke, dass ihr aus der Reihe tanzen wollt.“ Er gab Rudi ein Zeichen. Dieser hielt die Zinken an Maikes linke Pobacke und drückte den Knopf. Sofort begann Maike zu zappeln und ihm wilde Verwünschungen an den Kopf zu werfen. Der Anblick der zappelnden Schülerin schien den Hausmeister mit Vergnügen zu erfüllen, weswegen er den Knopf vermutlich etwas länger drückte als nötig. Endlich hatte Maike aufgehört zu zappeln. „Ihr Schweine.“, raunte sie erschöpft. Dann trat Rudi zu Anna. Gisela trat dazwischen. „Aber Herr Direktor, sie ist doch so eine brave, sanfte und folgsame Sklavin. Das ist doch unnötig!“ „Vielleicht. Aber es ist nun mal die Standardprozedur. Er blickte Anna tief in die Augen, „Rudi wird jetzt den Treiber an deine linke Pobacke halten. Spürst du ihn?“ Anna nickte. „Atme jetzt tief ein! Versuche nicht zu schreien! Drei, Zwei, Eins,…“ Dann zuckte ein scharfer Schmerz durch ihr Gesäß. Anna hielt ihre Lippen aufeinander gepresst, lediglich gedämpfte Laute, nicht viel lauter als ein Summen entfuhr ihr. Dann sah sie kurz Sterne. „Du warst sehr tapfer“, lobte sie der Direktor. Was Anna mit einer perversen Form von Stolz erfüllte. „Können wir die Kleine nicht behalten?“, fragte der Hausmeister den Direktor. „Ich fürchte nicht.“, entgegnete dieser traurig.

 

Dann wurden die Schülerinnen an ihren Halseisen durch die Schule in den Keller geführt. Mit jedem ihrer Schritte bimmelten Annas Glöckchen, was diese zutiefst beschämte. Aus ihren Augenwinkeln erkannte sie, dass sich die Schule mit Menschen gefüllt hatte. Sie erkannte einige wenige von ihnen, zumeist Lehrer. Man brachte sie zurück in den Hauptgang. Der Hausmeister schloss dort eine Türe auf, und der Schulleiter führte sie in den Raum. Was sie dort sah, schockierte Anna zutiefst…

 

 

Anna schmunzelte. „Schund“, dachte sie „aber liebenswerter Schund!“ Einfach nur komplett daneben, aber irgendwie hatte sie Lust, auf diesen Haufen von Stereotypen und Plotlücken noch einen draufzusetzen. Sie wollte schon zur nächsten noch abgehobeneren Passage ansetzen, als sich ihr Messenger mit seinem charakteristischen „Ping“ öffnete. Anna seufzte. Das konnte nur eine Person sein, Maike.

 

„Hallo.“

 

„Hallo Maike.“

 

„Ich hab‘ da was nicht verstanden für den Mathetest am Montag.“

 

„Ah ja. Und was?“

 

„Alles?!“

 

Anna seufzte. Das hätte sie sich denken können. Seit einem guten Vierteljahr hatte Maike keine Peilung mehr in Mathe. Sie hatte ihr auch davor schon geholfen, aber seit einem Vierteljahr war es schlimm. Anne fühlte sich auf einen Schlag müde und resigniert. Sie hatte ab und zu das Gefühl, dass von ihr erwartet wurde, 2GB auf einen 256KB-Chip zu pressen. So sehr sie die freche, verwegene und nie um eine spitze Entgegnung verlegene Maike auch mochte, würde sie sich wirklich freuen, wenn das Abi bestanden war. Inständig hoffte Anna, dass Maike irgendwas weit weg von jeglicher Mathematik machen würde.

 

„Ok. Ich komm morgen um 5 zu dir?“

 

„Das wäre super! Bleibst du zum schlafen?“

 

Das war das Mindeste, dachte Anna. Wenn sie schon in den Speckgürtel der Vorstadt tingelte, dann wollte sie zumindest im Gästebett schlafen. Sie hatte nichts gegen das kleine Reihenhaus in dem sie mit ihren Eltern und kleinem Bruder wohnte. Aber ab und zu mal in einem Zimmer übernachten, das größer war als ein Schuhkarton, auf einem echten Wasserbett, verschmähte sie nicht.

 

„Ich bringe meinen Schlafanzug mit.“

 

„Super! Und danke!“

 

Anna wandte sich mit einem Lächeln wieder ihrem völlig bekloppten Text zu, wie sie ihn inzwischen mit einem leisen Lächeln umbenannt hatte.

 

 

Der Raum in den sie traten, war von oben bis unten weiß gekachelt. Aber das war es nicht, was die Schülerin so schockiert hatte. Nein! Es standen zwei große Eisenkäfige auf dem Boden. Sie mochten vielleicht zwei Meter lang, einen Meter breit und 80 cm hoch sein. Genau richtig für Menschen auf allen Vieren. Anna wurde flau im Magen, Panik breitete sich in ihr aus. Der Direktor spürte den Widerstand, drehte sich zu ihr um und wirkte beruhigend auf sie ein. Anna entspannte sich erst, als man die beiden Schülerinnen etwas von den bedrohlichen Käfigen wegführte. „Vom Regen in die Traufe!“, dachte Anna, als sie sah, dass ihr Weg zu einer Kamera führte. Gisela hastete zu dem Gerät, scheinbar war es ihre Aufgabe, es zu bedienen. Ein großer Bildschirm genau neben der Kamera ging an, sodass sie sich bis kurz über dem Bauchnabel selbst sehen konnten. Anna schluckte. Sie erkannte sich beinahe selbst nicht wieder. Es war erstaunlich wie Nacktheit, Nippelklammern und ein Halseisen eine junge Frau verändern konnten.

 

 

Ping! ‚Verdammt, Maike was denn noch?! ‘, dachte Anna erbost.

 

„Anna?“

 

„Ja.“

 

„Hast du nächsten Samstag schon was vor?“

 

„Nö.“

 

„Weißt du, ich will da diesen Typ daten. Aber der will einen Freund mitbringen…“

 

„Keine Chance.“

 

„Aber der ist voll süß. Würde zu dir passen.“

 

„Keine Chance.“

 

„Der ist scheinbar voll intelligent. Liest ständig Bücher und so.“

 

„Maike! Lass mich mit sowas in Ruhe.“

 

Anna brauchte noch eine geschlagene halbe Stunde, bis sie die penetrante Maike abgewimmelt hatte. Sie hatte nicht die geringste Lust, sich mit Jungs zu treffen, egal wie (oder gerade weil sie) ach so süß waren. Kurz dachte sie darüber nach, ins Bett zu gehen, doch dann entschied sie sich, einfach die Internetverbindung zu kappen. Sie wollte diese Szene unbedingt noch an diesem Abend zu Ende schreiben.

 

 

Der Direktor stand ganz nah hinter Anna, so nah, dass Anna seine Wärme durch seine Kleidung spürte. Er nahm das Wort und sprach ohne jede Unsicherheit direkt in die Kamera. Das war sicher nicht das erste mal, dass er sowas tat, ging Anna durch den Kopf. „Liebe Freunde, ich habe heute eine ganz besondere Attraktion anzukündigen. Zum ersten mal in der langjährigen Geschichte unseres Etablissements haben wir zwei Schülerinnen unserer eigenen Schule zu Gast, die sich auf sehr großzügige Weise freiwillig gemeldet haben.“ Anna schloss die Augen und unterdrückte ein kleines Stöhnen, denn der Direktor hatte außerhalb des Bildausschnitts seine Hand auf ihre Möse gelegt und begonnen, diese sacht zu umspielen. „Unsere charmanten Gäste kennen die Regeln, sie sind uns zu absolutem Gehorsam verpflichtet, und im Gegenzug sorgen wir dafür, dass sie sich nicht verletzten.“ Er richtete sich zu an Anna: „Anna, bist du freiwillig hier?“ Sie hauchte ein Ja in die Kamera. „Das ist deutlich.“, sagte er verschmitzt. „Würdest du den Zuschauern bitte sagen, welche Fesseln wir dir bislang anlegen durften? Von unten nach oben bitte!“

 

Ich trage ein…“ Anna rang um Atem. „paar Fußschellen, einen, uhhhh, breiten Gürtel, ein paar Handschellen und ein…“, sie atmete tief, „Halseisen.“ Er spielte meisterhaft auf der unerfahrenen Schülerin, brachte sie an den Rand eines Orgasmus, sorgsam darauf bedacht sie (noch) nicht kommen zu lassen. „Und findest du das anregend?“ Was für eine Frage! „Ja.“ Sie stöhnte mehr als das sie sprach. „Und wie findest du deine Nippelklammern.“ „Geil.“, raunte sie. Ihr Gehirn hatte längst kapituliert, ihre Libido hatte das Kommando in ihrem Sprachzentrum übernommen. „Weil du so eine gute, folgsame, brave Sklavin bist und ich großes Vertrauen in dich habe, werde ich jetzt deine Handschellen lösen.“, kündigte der Direktor an. Und tatsächlich! Nach einem kurzen Klicken konnte Anna ihre Hände wieder frei bewegen.

 

Bevor wir richtig anfangen werden wir dich knebeln und in einen Käfig stecken, möchtest du das?“ Annas Körper versteifte sich, als seine Hände zu ihrer geilen Möse zurückgekehrt waren. Sie versuchte, so gut es ging, ihren Unterleib gegen seine Hand zu drücken, aber er war ein Meister und enthielt ihr den Orgasmus noch vor. Jemand drückte ihr einen Ballknebel in die Hand. Sie wusste sofort was von ihr verlangt wurde. Sie sperrte ihren Mund auf, schob sich den Ballknebel in den Mund und schloss ihn hinter ihrem Kopf. Es fiel der Schülerin unglaublich schwer, den Verschluss des Knebels zu schließen, sie schaffte es am Ende aber unter Aufbringung aller Selbstbeherrschung.

 

Man reichte ihr ein weiteres Utensil. Sie betrachtete es kurz und verstand sofort, wozu es diente. Zuerst schloss sie die lange Kette mithilfe eines Karabinerhakens an die Vorderöse ihres Halseisens. Dann nahm sie die beiden Handschellen die am Ende der Längskette an einer Querkette befestigt waren und fesselte sich damit ihre Hände etwa auf der Höhe ihres Bauchnabels. Sofort zog sich der Direktor aus ihrer Möse zurück. Frustriert schrie Anna in ihren Knebel. „Gleich!“, meinte der Direktor zu der Schülerin. Er bedeutete ihr, sich niederzuknien und ihm auf allen Vieren zu „ihrem“ Käfig zu folgen, in den er sie einschloss, während Gisela ihnen mit der Kamera folgte und alles festhielt. Man positionierte sie mit dem Hintern zum Kamerastativ, sodass sie nicht sehen konnte, was mit Maike passierte. Es dauerte nicht lange, bis die Verwünschungen und Schreie der widerstrebenden Schülerin den Raum füllten. Während Maike wie eine Irre schrie, spürte sie eine Hand auf ihrem Gesäß. Es war die Empfangsdame. „Ruhig.“ Sie spürte wie ihre Hand begann ihr Geschlecht zu liebkosen und während sie in einen Orgasmus abdriftete, fragte sie sich ernsthaft, warum Maike sich bloß so widersetzen musste.

 

 

Es war Samstagmittag, ungeduldig sah Anna auf die Uhr. Nicht, dass sie sich auf den Lernabend mit Maike besonders freute oder gar lieber Maike Mathematik erklärte, als an ihren Geschichten zu arbeiten. Sie hasste es einfach, Dinge beginnen zu müssen, ohne sie zu Ende zu bringen. Ein paar Stunden zu schreiben, wissend noch weg zu müssen. Viel lieber arbeitete sie ununterbrochen und ungestört. Naja. Jetzt hatte sie ja keine Wahl mehr, sie hatte Maike schließlich zugesagt. Sie wandte sich wieder ihrem Bildschirm zu. Ein paar Absätze konnte sie ja sicher noch schreiben, bevor sie weg musste.

 

 

Verwirrt wachte Anna aus ihrer Umnachtung auf. Sie wollte sich aufrichten, aber sie stieß gegen kalte Eisenstangen, was sie erst mal verwirrte. Ihre Sicht war verschwommen und als sie sich die Augen rieb spürte sie, dass sie unnatürlich schwer waren. So, wie ihre Sicht langsam wieder klar wurde, kam auch die Klarheit ihrer Gedanken wieder zurück. Und mit der Klarheit ihrer Gedanken kam die Angst. Worauf zum Teufel hatte sie sich bloß eingelassen? Sie sah sich um und erkannte den zweiten Käfig, in dem ihre beste Freundin Maike eingeschlossen saß. Ihr Blicke trafen sich. Anna wäre beinahe zusammengezuckt, so viel Verachtung lag in Maikes Blick. Wie hatte sie ihre beste Freundin bloß in diesen Schlamassel ziehen können? Und wie zum Teufel kam es, dass ihr Körper auf ihre Behandlung dermaßen reagierte?

 

Schau an! Unser Täubchen ist endlich wieder wach“, Anna erkannte die Stimme des Direktors, konnte aber nicht weit genug aufsehen um Blickkontakt mit ihm auf zu nehmen. „Also ich muss sagen, wir hatten hier ja schon eine Menge ‚Gäste‘, alle freiwillig, aber ich kann mich an Keine erinnern, die so willig mitgemacht hat wie du.“ Seine Stimme kam näher, sie kam jetzt links seitlich von hinten. Er musste in die Hocke gegangen sein. „Vielleicht solltest du das öfters machen. Es soll dein Schaden nicht sein!“, Anna zuckte kurz zusammen als sie seine Hände auf ihrer Flanke spürte, hatte sich aber sofort wieder im Griff. Seine Berührungen waren resolut, aber durchaus zärtlich, seine Hände wanderten auf ihren Hintern. Sofort kam ihr Körper wieder in Wallung. Automatisch schob er sich seinen Händen entgegen, ohne dass die Schülerin das Gefühl hatte, etwas dagegen tun zu können. Und ständig spürte sie Maikes vernichtende Blicke.

 

Er knetete jetzt ihre Pobacken, und leise stöhnte sie in ihren Knebel. Wie konnte es sein, dass sie eine solch demütigende Behandlung so antörnte? Was lief falsch bei ihr? Anna schloss beschämt die Augen, denn sie wusste genau, was er jetzt tun würde. Und Sekunden später spürte sie auch schon, wie sein Finger in sie eindrang. Sie versuchte gar nicht erst, Widerstand zu leisten. Widerstand war zwecklos. Er würde sowieso mit ihr machen, was er wollte. Genau dieser Gedanke machte sie scharf. Was stimmte bloß nicht mit ihr?! So gut es ging, nahm sie mit ihrem ganzen Unterleib seine Fickbewegungen auf, und schnell geriet sie außer Atem. Doch als sie spürte, wie ein weiterer Orgasmus nahte, zog er seinen Finger aus ihrem Schritt. Frustriert schrie sie in ihren Knebel. „Nicht so gierig, mein Vögelchen!“, schalt sie der Direktor milde. „Der Abend ist noch jung, und du wirst schon noch genug Gelegenheiten kriegen!“ Anna blickte beschämt zu Boden.

 

Der Schulleiter räusperte sich. „Ich glaube es wird Zeit, dass ich euch erkläre, was wir heute noch mit euch vor haben.“, sagte er. „Heute Abend ist Latex-Abend! Das heißt für euch, dass wir euch in Latex-Kostüme stecken werden. Wir wollen den Leuten gerne eine Show bieten, darum werdet ihr beide einen kleinen Ringkampf austragen. Für die Verliererin haben wir eine sehr unangenehme Überraschung vorbereitet.“

 

 

Grinsend sah Anna auf den Bildschirm. Sie hätte sich nicht vorstellen können, jemals etwas zu schreiben, das gleichzeitig so erotisch wie absurd war. Sie lachte in sich hinein. Sie hätte nie gedacht, wie viel Spaß ihr diese Blödelei mit diesem Plot machen würde. Sie sicherte die Kopie in der versteckten Mappe mit einem Passwort. Nie würde sie sich wie der sechzehnjährige Trottel von kleinem Bruder von ihren Eltern erwischen lassen. Zwei Wochen Hausarrest hatte er kassiert. Sie lachte bei dem Gedanken. Was hatten ihre Eltern denn gedacht, was er an seinem PC so tat? Was glaubten die denn, wozu das Internet heutzutage gut war, um Hausarbeiten zu recherchieren?!

 

Beinahe routiniert machte sie ihre Tasche zurecht. Sie versuchte, sich daran zu erinnern, an welchem Wochenende sie das letzte mal nicht bei Maike übernachtet hatte. Sie mochte ihre beste Freundin, wirklich, aber sie freute sich langsam wirklich darauf, den Abistress hinter sich zu lassen. Also nicht ihren Abistress, aber Maikes! Sie ging nach unten und fand ihre backende Mutter in der Küche. „Zu Maike?“, fragte sie nur. Anna nickte nur. „Ist gut. Schicke mir morgen eine SMS, ob du zum Mittagessen zurück bist“, sagte sie nur. Anna nickte und gab ihr einen Kuss. Sie fand es gut, dass ihre Mutter ihr inzwischen so viele Freiheiten gab. Zu Beginn des letzten Schuljahres, als der ganze Stress mit den Lernabenden und Übernachtungen bei Maike begonnen hatte, war sie misstrauisch gewesen und hatte ihr hinterhertelefoniert. Aber nachdem sie sich die ersten male bei Maikes Mutter vergewissert hatte, dass die Mädels wirklich waren, wo sie vorgegeben hatten zu sein, und Annas Noten bis auf einen unglücklichen Ausrutscher von 2+ immer im Einser Bereich geblieben waren, hatte sie ihr Misstrauen abgelegt.

 

Als sie nach draußen ging, empfing sie die frische Frühlingsluft. Zügig ging sie zur Bushaltestelle.

 

Anna kam erst am Sonntagnachmittag nach Hause. Sie hatte ihre Eltern und Bruder hastig begrüßt, war kaum auf ihre freundlichen Nachfragen eingegangen und war sogleich in ihr Zimmer verschwunden. Sie hatte ihre Tasche in eine Ecke gepfeffert, sich im Badezimmer eingeschlossen und ein heißes Bad eingelassen. Sie brauchte unbedingt Zeit zum Nachdenken, und das konnte sie immer noch am besten bei einem Bad.

 

Erst als Anna in der Wanne lag und ihren Kopf in den Nacken legte, konnte sie ein wenig Ordnung in ihre verwirrten Gedanken bringen. Eigentlich war alles wie immer gewesen. Maikes Mutter hatte geöffnet und sie herzlich empfangen. Sie war ja schon lange keine Unbekannte mehr in dem Haus. Ganz am Anfang hatte sie ihr etwas reserviert gegenübergestanden. Schließlich kam sie ja nur aus einem kleinen Reihenhaus in einer höchstens mittelprächtigen Gegend der Stadt. Doch als sich Maikes Punkte wegen des Umgangs mit der kleinen, immer etwas schüchtern wirkenden Schülerin sprunghaft verbesserten, hatte sie Anna schnell in ihr Herz geschlossen. Sie hatte gemeinsam mit der Familie zu Abend gegessen, dann hatten sie sich in das Arbeitszimmer des großen Hauses zurückgezogen. Anna war sehr verwundert gewesen, wie schnell es diesmal ging. Normalerweise lernten sie von sechs bis mindestens um zehn. An jenem Abend schaffte Maike ihre Übungen bereits kurz nach acht, sodass sich Anna ernsthaft gefragt hatte, warum es überhaupt nötig gewesen war herzukommen. Sie hatte auf die Uhr gesehen und sich ausgerechnet, dass sie es noch mit dem letzten Bus nach Hause schaffen konnte, aber Maike hatte sie zurückgehalten. „Ach bleib doch hier, ich hab noch ein paar Filme stehen.“ Anna wollte protestieren, aber auch Maikes Mutter hatte sie zurückgehalten. „Wir haben aber schon mit dir zum Frühstück gerechnet!“, hatte sie gesagt. „Entspannt euch! Macht euch doch mal einen schönen Abend, ihr habt schließlich genug dafür geschuftet!“, hatte sie gönnerhaft gesagt und selbst eine gute Flasche aus dem Weinkeller gestiftet. Unter diesen Umständen hatte es Anna nicht übers Herz gebracht zu gehen.

 

Die beiden Schülerinnen hatten sich also mit einer Flasche Wein und zwei Gläsern bewaffnet in Maikes Zimmer zurückgezogen. Maike hatte eine romantische Komödie vorgeschlagen, Anna, die nichts von Filmen verstand, hatte Maike gewähren lassen. Sie hatten sich beide auf Maikes Bett niedergelassen, der Film plätscherte vor sich hin. Anna hatte den Abend genossen, die angenehme Atmosphäre, die Vertrautheit, mit der Maike ihren Arm um ihre Schulter gelegt hatte, den Wein, der ihren Kopf so angenehm leicht machte und sie alle Sorgen vergessen ließ. Sie mochte selbst den Film, der so angenehm belanglos vor sich hin plätscherte. Unwillkürlich war sie im Laufe des Abends immer näher an Maike herangerückt. Sie genoss ihre Weichheit, ihre Wärme und ihre Nähe – kurz alles, was ihr sonst nie zuteil wurde – in vollen Zügen. Wäre sie ein Kätzchen gewesen, hätte sie sich zu einer kleinen Kugel zusammengerollt und lauthals geschnurrt. Sie hatte selbst nicht gemerkt, dass der Film zu Ende geplätschert war, so zufrieden hatte sie dagelegen.

 

Anna hatte auch nicht gemerkt, wie Maikes Kopf sich immer mehr zu ihrem geneigt hatte, bis Maikes Lippen dann auf einmal über ihren lagen. Anna fand das nicht unangenehm, hatte abgewartet und gespürt, wie sich Maikes Zunge einen Weg zu Ihrer gebahnt hatte. Anna hatte in diesem Moment nicht nachgedacht und instinktiv Maikes Kuss erwidert, so gut wie sie konnte. Anna war in diesem Moment vollkommen egal, dass Maike einen Freund hatte, von dem sie ihr so oft vorgeschwärmt hatte. Jetzt war ihre Zeit. Sie hätte es sich nie träumen lassen, dass ihr erster Kuss einer Frau gelten würde, aber in diesem Moment war ihr das herzlich egal. Vor allen Dingen, weil Maike sie umarmt hatte und Anna Maikes Hände angenehm auf ihrem Körper spürte. Es hatte nicht lange gedauert, bis Maike Anna mit ihrem ganzen Gewicht auf die Matratze gedrückt hatte. Anna hatte sie gewähren lassen, sie hatte genossen, wie Maike ihre Hände unter ihren Körper geschoben und dort ‚eingeklemmt‘ hatte und dann ohne Widerstand Annas Körper mit ihren Händen erkundet hatte. Sie war auch passiv geblieben, als Maike sich ihrer Kleider entledigt hatte, Annas Hände unter ihrem Körper hervorgeholt hatte und auf Maikes Brüste gelegt hatte. Anna hatte Maikes Aufforderung verstanden und versucht bei ihr zu tun, was sie selbst gerne mochte. Es dauerte nicht lange, bis Maikes Atem schneller ging. Anna spürte, dass Maike ein Knie zwischen ihre Schenkel geschoben hatte. Instinktiv drückte sie ihren Schritt dagegen, Maike ließ das erstmal geschehen.

 

Dann hatte Maike die Dynamik verändert. Sie hatten nebeneinander gelegen und Küsse ausgetauscht. In regelmäßigen Abständen hatte Maike sanft Annas Hände genommen und sie auf eine Körperregion gelegt, die sie dann hatte erkunden dürfen. Im Laufe dieser langen Nacht hatte Anna Maikes runde, straffe Brüste, ihre knackigen Pobacken, ihre Schenkel, ihren süßen klitzekleinen Bauchansatz und noch vieles andere mehr entdecken dürfen. Nur einmal hatte Anna die Initiative nehmen wollen. Sie hatte Maikes ganzen Körper erkundet bis auf eine einzige Stelle, jene zwischen ihren Beinen. Doch Maike hatte sie zurückgehalten. „Nicht so schnell.“, hatte sie gesäuselt. „Bei jeder anderen wäre ich schon längst zur Sache gekommen.“, hatte sie gesagt. „Aber du bist etwas Besonderes. Ich will nichts überstürzen.“ Anna erkannte, dass Maike das ehrlich meinte und sich zurückgezogen. Schließlich waren sie sich in den Armen liegend eingeschlafen.

 

Sichtlich übernächtigt und mit tiefen Augenringen, hatte Anna mit Maikes Familie gefrühstückt – oder hätte man besser gebruncht sagen sollen? Zu Annas Verwunderung war auch Marc, Maikes älterer Bruder anwesend. Sie hatte ihn zuvor noch nie gesehen, sein Anblick machte sie sprachlos. In ihren Augen sah er einfach umwerfend aus. Sein starkes Kinn mit dem Dreitagebart, seine strahlenden blauen Augen und sein strahlendes Lächeln machten sie sprachlos. So sprachlos selbst, dass ausgerechnet Maike die Situation ‚retten‘ musste, wenn man einen spöttischen Hinweis auf eine ‚lange Nacht‘ und ‚zu viel Alkohol‘ denn als Rettung sehen konnte. Anna war so rot geworden, wie noch nie in ihrem Leben, hatte ihre Augen gesenkt und sich gewünscht, augenblicklich in den Erdboden versinken zu können. Sie hatte sich dann nicht mehr getraut, Marc in die Augen zu schauen, ganz zu schweigen davon, ihn anzusprechen.

 

‚Was zum Teufel?! ‘, dachte Anna. Erst machte sie mit ihrer besten Freundin rum, nur um sich dann am nächsten Morgen hoffnungslos in deren großen Bruder zu verknallen. So eine Scheiße! Wenn sie sich wenigstens nicht so übel blamiert hätte! Anna fröstelte, ihr Bad war inzwischen kalt geworden. Sie ließ das Wasser aus der Wanne, stand auf und trocknete sich ab. Sie beschloss, dass es wohl das beste war, wenn sie sich ein wenig ablenkte. Sie schaltete ihren Computer ein und setzte ihre Geschichte fort. Heute würde sie sie beenden. Das schwor sie sich. Sie rieb sich die Hände, wie absurd konnte sie diesen Plot noch machen?

 

 

Erst wurde Anna aus ihrem Käfig geholt. Man ließ sie in ihrem eigenen Tempo aufstehen, sie durfte sogar ihre Beine ein wenig strecken. Als man ihr die Fesseln abnahm, machte Anna keine Anstalten sich zu wehren. Selbst als sie die Klammern von den Nippeln nahmen und diese kurzzeitig empfindlich schmerzten, zeigte Anna keinerlei Hinweis auf irgendeinen aktiven Widerstand. Auch als sie ihr den Ballknebel aus dem Mund zogen, schrie sie nicht. Alles, was sie tat, war Grimassen zu schneiden, um ihre strapazierte Mundmuskulatur ein wenig aufzulockern. Aufmerksam beobachtete sie, wie Gisela einen Haufen schwarze Textilien brachte. Die Frau reichte Anna eines der Teile, sodass sie das glatte, glänzende Material kurz befühlen konnte. Sie gingen sanft mit der Schülerin um, hielten ihr den Ganzkörperanzug hin, sodass sie durch eine Öffnung auf der Rückseite in ihn hineinsteigen konnte. Erst zu diesem Zeitpunkt bemerkte sie, dass der Anzug einige wichtige Stellen, Brüste, Pobacken und Schritt, frei ließ. Der Gegensatz zwischen der allgemeinen Wärme, die ihren Körper umschloss und der kühlen Luft, die ihre Brüste und vor allem ihren Schritt umspielten, lenkten Annas Aufmerksamkeit deutlich auf ihre Nacktheit und Verwundbarkeit. Ein Gedanke, der sie wohlig erschaudern ließ. Als nächstes wurde ihr eine Latexmaske übergestülpt. Beinahe hätte die Panik sie übermannt, als der Plastikstoff sich kurzzeitig über ihren Mund und ihre Nase legte, aber sie bezwang sich. Schnell wurde der Stoff auf die richtigen Stellen geziept, sodass letztendlich Augen, Ohren, Mund und Nase frei waren.

 

Unwillkürlich strich Anna über die ungewohnte Kleidung und spürte ein sehr angenehmes Prickeln auf ihrer Haut. Einerseits war Anna neugierig, wie sie wohl in ihrem Aufzug aussah, andererseits fürchtete sie sich auch ein wenig vor diesem Anblick. Man ließ der jungen Frau nicht allzu viel Bedenkzeit. Sanft und doch bestimmt, stülpte man ihr die passenden Latexhandschuhe über die Hände. Fasziniert betrachtete Anna, wie ihre Hände elegant glänzend schwarz wurden. Gisela ging in die Hocke und bedeutete ihr, ihren Fuß anzuheben. Sie ließ sich von ihr die Latexbeinlinge überstreifen. Danach trat der Schulleiter wieder auf sie zu. Er trug ein breites, schwarzes Lederhalsband und dazu passende breite, schwarze Ledermanschetten herbei. Sorgsam legte er ihr die Lederutensilien an. Man führte sie zur Fernsehkamera, sodass sie sich kurz betrachten konnte. Das glänzende, schwarze Wesen, das sie dort auf dem Bildschirm sah, erschreckte sie. Das Halsband und die Manschetten, verdeckten die Nahtstellen ihrer Latexkleidung komplett, sodass sie wirklich aussah, als wäre sie ein Wesen wie von einem anderen Stern. Sie spürte, wie man ihre Arme langsam und sachte hinter ihren Rücken zog und dort die Manschetten miteinander verband. Gisela nahm den Ring an ihrem Halsband und führte sie daran in eine Ecke des Raums. Noch bevor sie dort angekommen war, hatte Maike begonnen zu schreien.

 

Wieder war es Gisela, die Anna gut zuredete, sanft über ihren Nacken und Rücken strich, bis sich das Geschehen hinter ihr ein wenig beruhigt hatte. Erst als sie das bedrohliche Summen des Viehtreibers hörte, gab Maike ein wenig Ruhe. Als Anna sich endlich umdrehen durfte, sah sie Maike, oder sollte sie besser sagen das schwarz glänzende Wesen mit der Figur Maikes vor sich stehen. Wenn Blicke töten könnten, wäre Anna auf der Stelle tot umgefallen. „Wir sind spät dran.“, stellte der Schulleiter nüchtern fest. Gab seinen Handlangern mit einer knappen Handbewegung den Befehl, ihm zu folgen, und die Handlanger zogen die beiden Schülerinnen einfach mit. Sie schritten durch einen Vorhang, und auf einmal schritten sie durch gleißendes Scheinwerferlicht. Anna versuchte, sich blinzelnd zu orientieren. Ihr schien, dass sie in einem Sportsaal waren, der Boden jedenfalls war mit dünnen Matten ausgelegt.

 

Der Schulleiter setzte zu einer Rede ein. „Sehr geehrte Damen und Herren! Willkommen zum Höhepunkt des heutigen Abends! Sie werden Zeuge eines kleinen Ringkampfes unserer beiden heutigen Freiwilligen, zwei Schülerinnen dieser Schule!“, das Publikum applaudierte euphorisch. Die Regeln sind einfach – Der Kampf ist in mehrere Runden eingeteilt. In jeder Runde geht es um einen Gegenstand. Gewinnerin der Runde ist diejenige, die der anderen diesen Gegenstand anlegen kann. Diejenige, die die meisten Runden gewinnt, ist frei. Diejenige, die die meisten Runden verliert, kommt auf 'den Stuhl'.“. Die Art wie er das Wort Stuhl sagte, gefiel Anna gar nicht. Alles in ihrem Kopf sagte ihr, dass sie da vermutlich um keinen Preis drauf wollte. Auf der anderen Seite sagte auch alles in ihrem Körper, dass sie sich nicht vor ihrem Schulleiter ausziehen und von ihm fesseln lassen sollte und dass sie sich nicht gefesselt in einen Käfig einsperren lassen sollte und trotzdem war ihr genau das passiert.

 

Man machte ihre Fesseln los und der Direktor zeigte das erste Objekt, ein lederne Augenmaske, und dann gab der Direktor auch schon Anweisung, mit dem Ringkampf zu beginnen. Maike kam drohend auf Anna zu. Wütend schrie sie Anna an, dass sie es ihr nun heimzahlen würde. Instinktiv hielt Anna schützend ihre Hände vors Gesicht, sodass sie den bösen Schlag in ihre Magengrube nicht kommen sah. Das Publikum raunte vernehmlich, und Anna klappte wie ein Taschenmesser zusammen und rang kniend nach Luft, sodass sie gar nicht merkte, wie Maike sich hinter ihr postierte und die Ledermaske über ihre Augen legte. Bevor Anna verstanden hatte, wie ihr geschah, hatte Maike sie schon hinter Annas Kopf fixiert. Die erste Runde hatte Anna verloren. Das Publikum applaudierte der Siegerin. Das zweite Objekt konnte Anna nicht mehr sehen. Verzweifelt ruderte sie mit den Armen, um sich Maike vom Hals zu halten. Maike musste auf den richtigen Moment gewartet haben, denn in dem Moment, als ihr Oberkörper frei war, spürte Anna, wie Maikes Hand mit voller Wucht auf Annas linke Brust klatschte. Wieder ging ein wollüstiges Raunen durchs Publikum. Maike musste all ihre Kraft in diesen Hieb gesteckt haben, denn Anna war, als stünde ihre Brust in Flammen. Instinktiv drehte sich Anna von der Stelle weg, aus der der Hieb gekommen sein musste. Darauf hatte Maike nur gewartet und stieß Anna vorwärts zu Boden. Während Anna jaulend ihre schmerzende Brust rieb, bemerkte sie gar nicht, wie Maike die beiden Fußmanschetten miteinander verband. Anna hatte auch die zweite Runde verloren, und wieder applaudierte das Publikum.

 

Maike wartete gar nicht erst ab, bis der Direktor die nächste Runde angekündigt hatte und drehte Anna vollends auf den Rücken. Schnell drückte sie mit ihren Knien Annas Arme auf den Hallenboden, sodass ihre Konkurrentin komplett wehrlos war. „Maul auf!“, schrie Maike Anna an. Diese schloss instinktiv den Mund so fest sie konnte. Kühl begann Maike Annas Brüste seitlich mit Hieben einzudecken, bis ihre Mitschülerin einen Schmerzensschrei losließ, und sofort drückte Maike ihr den Bit-Gag in den Mund, drehte Anna um und fixierte diesen. Erneut wartete Maike nicht auf das Kommando des Ringrichters. Anna schrie auf, als Maikes Finger hart den Eingang ihrer Möse fanden. „Du bist ja völlig nass!“, rief Maike fassungslos, fing sich aber schnell und drückte so fest zu, dass Anna sich aufbäumte, was dazu führte, dass Maike von hinten Annas rechte Brust greifen konnte und beherzt zupackte. Maike zog Anna zurück, sodass sie ihr ins Ohr flüstern konnte. „Wir können das auf die harte oder die extrem harte Tour tun.“, raunte Maike Anna ins Ohr, ohne einen der beiden Griffe aufzugeben. Anna heulte in ihren Knebel und versuchte irgendwie, mit ihren Armen hinter sich zu greifen, um sich zu befreien. „Linke Wange auf den Boden!“ Anna hielt ihre Hände zum Zeichen ihrer Aufgabe in die Höhe und gab jeden Widerstandsversuch mit auf. Sie spürte, wie Maike wenigstens ihre Brust freigab und beugte sich so weit vor, dass ihre linke Wange den Boden berührte. „Schön. Jetzt halte die Hände hinter den Rücken! Bleib so!“ Dann verband Maike unter großem Applaus Annas Handmanschetten.

 

Damit war der Kampf beendet. Anna hatte auf ganzer Linie verloren. Sie konnte hören, wie der Schulleiter Maike zu ihrer Freilassung gratulierte und man sie wegführte, dann wandte er sich wieder ihr zu. „Was jetzt kommt, wirst du hassen…“, er machte eine Kunstpause… „und gleichzeitig lieben. Vermutlich gerade, weil du es hast.“ „Verwirrend“ dachte Anna, aber es war ja auch nicht so, als hätte sie noch irgendwas in Händen. Als sie spürte, dass jemand sie am Ring ihres Halsbandes führte, konnte sie nur folgen.

 

Sie wurde umgedreht und dann langsam auf den „Stuhl“ gesetzt. Sie spürte lediglich wie ihre Oberschenkel und Pobacken gestützt wurden. Direkt unter ihr musste ein Loch sein. Vorsichtig drückte man ihren Oberkörper nach hinten, bis sie eine Rückenlehne spürte. Man schnallte sie fest. Dann spürte sie, wie sich eine kühle Feuchtigkeit über ihre inneren Schamlippen legte bis in das Innere ihrer Möse hinein. „Was hatten die nur vor?“, fragte sie sich. Anna spürte, wie ein Dildo in ihre Möse eingeführt wurde. Sie schienen keinerlei Schwierigkeiten damit zu haben, und Anna fand es auch keineswegs unangenehm, dass ihre Möse ausgefüllt war, doch dann wurde ein Schalter umgelegt, und der Dildo begann, sich rhythmisch zu bewegen. Rein – Raus – Rein – Raus… Anna begann sofort, schwerer zu atmen. Ihre ganze Welt konzentrierte sich binnen weniger Minuten nur auf den sich rhythmisch bewegenden Plastikprügel. Sie versuchte gar nicht erst, Widerstand zu leisten, ließ ihrer Libido freies Spiel und nahm den sich abzeichnenden Orgasmus dankbar auf. Ihr Körper spannte sich an. Anna kam. Für Sekunden nahm sie den Dildo, den niemand abgeschaltet hatte überhaupt nicht mehr war. Erst als ihr Bewusstsein zurückkehrte spürte sie, dass sie einfach weiter machten. Sie hatte jetzt Schmerzen, war aber auch geiler und wusste, dass sie auch einen zweiten Orgasmus erleben würde. Und einen Dritten.

 

Während der nächsten Stunden hörte jeder, der anwesend sein wollte Annas Schreie der Pein und der Wollust…

 

 

Anna lachte laut auf und erschuf eine neue Mappe. Sie gab ihr den Namen „Outtakes“ und schob den Text da rein. Sie fühlte sich erleichtert. Sie hatte das Gefühl, dass sie endlich diese ganze dumme Fantasie aus ihrem System geschrieben hatte. Sie öffnete www.bdsm-bibliothek.com und öffnete ihre letzte Geschichte, betrachtete alle Aufforderungen zum Weiterschreiben und dachte‚ "Nächste Woche Leute. Nächste Woche mache ich weiter. Ganz bestimmt!"

 

Ende Teil 3

 

M.M.M.

 

Ich danke der Treuen Tomate für das Lektorat und die aufmunternden Worte. Alle eventuell verbliebenen Rechtschreib- und Gramatikfehler gehen  natürlich ausschließlich auf meine Kappe.

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