Rico – Teil 5: Alexey

[Nach fast einem halben Jahrzehnt geht es mit Rico endlich weiter]

 

„So, und nun zu dir“, wandte sich der Neue schließlich Rico zu. Seine Stimme klang seltsam melodisch, als würde er beim Sprechen jedem Wort einzeln Aufmerksamkeit schenken.

Aber Rico wollte weder seine Aufmerksamkeit noch seine Worte. Er zuckte heftig zurück, als er am Ellbogen angefasst wurde. Doch diesmal wurde ihm die Berührung nicht weiter aufgezwungen.

„Hat er dich verletzt?“, fragte die melodische Stimme sanft.

Rico schüttelte langsam den Kopf. Seine Kopfhaut prickelte zwar schmerzhaft und sein Nacken war verkrampft und tat weh, aber er hatte heute schon weit Schlimmeres erlebt, als das Herumreißen an den Haaren.

„Gut“, befand der Neue. Dann sprach er offenbar den Händler an: „Nimm ihm das Klebeband ab. Ich will, dass er mir antworten kann.“

Eine klobige Hand griff nach Ricos Gesicht. „Ah!“, sagte der Mann warnend, und der Händler hielt inne. „Aber vorsichtig! Reiß ihm nicht die Lippen ab.“

Der Händler grunzte zustimmend. „Sprich nur wenn du gefragt wirst!“, raunte er Rico drohend zu und zog das Klebeband weg. Rico stöhnte auf. Er wusste nicht ob der Kerl gehorcht hatte, aber es fühlte sich trotzdem an, als würden seine Lippen abgerissen. Er zog sie zwischen die Zähne und leckte daran herum, obwohl es das nicht wirklich besser machte. Aber wenigstens schmeckte er kein Blut. Die Haut war spröde und voller Klebereste. Widerlich.

„Wie heißt du, mein Junge?“ war die nächste Frage. Auch diesmal klang es ehrlich interessiert und freundlich. Aber Rico war nicht an höflicher Konversation interessiert.

„Rico. Und ich bin nicht dein Junge!“, antwortete er knurrend und erschrak über seine schleifende Aussprache. Seine Lippen fühlten sich taub an.

„Stimmt, noch gehörst du niemandem.“ Der andere klang belustigt. „Mein Name ist Alexey. Würdest du denn gerne mir gehören?“

Was sollte das denn für eine Frage sein? Natürlich nicht! „Ich will niemandem gehören“, beschied Rico trotzig, „ich will überhaupt nicht gekauft werden!“

„Hm“, machte Alexey nachdenklich. „Weißt du denn, Rico, was mit Sklaven passiert, die nicht verkauft werden?“

„Sie werden wieder freigelassen?“, schlug Rico hoffnungsvoll vor und wusste gleichzeitig, dass das nicht sein konnte.

„Leider nein, Rico“, kam die Bestätigung, und es klang fast traurig. „Ich will dir mal erklären, wie das hier funktioniert.

Ich selbst gehöre zur Oberschicht. Das bedeutet, dass ich genug Geld habe, um mir als Privatmann einen Sklaven kaufen zu können. Es gibt noch ein paar andere Privatleute hier, aber davon scheint sich niemand so recht für dich zu interessieren. Nun, wenn dich keine Privatperson kauft, dann bist du vielleicht grade noch hübsch genug um in einem Bordell zu landen. Dort hättest du ein Dach über dem Kopf und würdest zu Essen bekommen, aber du müsstest jeden Tag deinen Arsch für einen anderen Kunden hinhalten. Manchmal sogar zwei oder drei. Gleichzeitig.“

Rico schauderte. Aber er hörte zu.

„Sicher, hin und wieder wird eine Frau dich wollen“, fuhr Alexey fort. „Vielleicht sogar mal eine gutaussehende. Aber meistens werden es stinkende, behaarte Männer sein, denen völlig egal ist, wie es dir dabei geht. Und, ich werde dich nicht anlügen Rico, manche von denen stehen auf ziemlich kranke Sachen.“ Rico schluckte verkrampft. Er wollte ganz bestimmt nicht in ein Bordell. Die Erfahrung vorhin hatte ihm gereicht! Und im Hinterkopf hatte er noch das Gespräch über Folterparties mit 'Open End'..

„Wenn wir eine Hierarchie annehmen wollen, dann kommen nach den Bordellsklaven die Arbeitssklaven“, ging die Erklärung weiter. „Hier werden meistens Muskeln gebraucht, oder billige Fließbandarbeiter. Sie leben in miesen Unterkünften, oft ohne ausreichende sanitäre Anlagen und zu Hunderten zusammengepfercht. Von genügend Nahrung ganz zu schweigen. Arbeitssklaven sind Wegwerfartikel. Viele müssen nur eine Saison halten und werden dann entsorgt. Ich sehe dir an, Rico, dass Hunger und Entbehrung nichts Unbekanntes für dich sind. Aber glaub mir, dein bisheriges Leben war schön im Vergleich zu dem eines Arbeitssklaven.“

Alexey seufzte, als läge ihm das Schicksal dieser Menschen persönlich am Herzen. „Und dabei haben es die Arbeitssklaven noch nicht mal am schlechtesten. Sie tun ja das gleiche was auch Lohnarbeiter tun, nur dass die Sklaven kein Geld für ihre Mühen bekommen. Die Versuchssklaven hingegen sind nicht mehr wert als Tiere. An ihnen werden neue Medikamente und Behandlungstechniken getestet. Stell dir vor, Rico, den ganzen Tag gefesselt sein, mit Schläuchen in allen Körperöffnungen und Elektroden am ganzen Körper. Die Versuchssklaven müssen unerträgliche Schmerzen leiden, die kein Mensch ertragen müssen sollte.“ Rico gab ein ersticktes Geräusch von sich. Die Vorstellung schnürte ihm den Atem ab. „All diese Käufer haben jedoch etwas gemeinsam“, erklärte Alexeys hypnotische Stimme: „Sie würden für dich bezahlen.“

Angespannt wartete Rico auf das 'aber'.

„Aber sollte tatsächlich niemand für dich Geld bezahlen wollen, selbst die Versuchskonzerne nicht, dann wirst du an die Filmemacher verscherbelt. Die nehmen den Abfall, den Ausschuss den wirklich niemand will. Und weißt du, was sie mit den Sklaven tun, die ihnen in die Hände fallen, Rico?“

Rico schüttelte mit angehaltenem Atem den Kopf.

„Sie werden getötet, Rico. Vor laufender Kamera, auf möglichst grausame Art und Weise. Man nennt diese Art von Videos Snuff-Filme, und es gibt eine riesige Nachfrage nach ihnen. Jeder Film muss grausamer und bestialischer sein als der vorherige. Ich möchte dich nicht mit den ekligen Details erschrecken, Rico, aber bei lebendigem Leib von Ratten gefressen werden ist noch eine der schöneren Arten, in diesen Filmen zu sterben.“

Rico spürte, wie seine Beine zitterten. Eine warme Hand legte sich tröstend an seine Wange und er lehnte sich haltsuchend dagegen. Dann merkte er was er tat und zuckte zurück.

„Nun Rico“, fuhr Alexey fort, als wäre nichts gewesen, „jetzt weißt du, was für eine Zukunft dir die anderen Käufer außer mir bieten können. Und du weißt was dir blüht, wenn du nicht gekauft wirst.“

Rico schluckte. Er atmete tief ein. „Und du?“, fragte er dann, und erwartete jeden Moment den strafenden Peitschenschlag, weil er redete ohne gefragt zu werden. Aber der kam nicht. „Was bietest du mir?“, wurde er mutiger.

Alexey schmunzelte. Aber er ließ es sich nicht anhören.

„Ich?“, fragte er gedehnt. „Nun, du würdest bei mir in meiner Villa leben und die gleichen hochwertigen Mahlzeiten essen wie ich selbst. Festessen für dich, würde ich vermuten. Deine medizinische Versorgung wäre natürlich gewährleistet, ich passe gut auf mein Eigentum auf.“ Er sah, wie Rico bei dem Wort aufmerkte. „Ja Rico, du wärst dann mein Eigentum, du würdest ganz alleine mir gehören. Ich teile nicht gerne.“ Aus irgendeinem Grund schien Rico das zu beruhigen. „Du würdest natürlich gewisse Arbeiten zu verrichten haben, schon alleine damit du vom Herumsitzen nicht fett wirst, und damit sich dein Kauf auch für mich lohnt. Aber alles in allem, Rico, hättest du es bei mir wahrscheinlich sehr viel besser, als da wo du bisher gelebt hast.“

Rico nickte. Dann schüttelte er den Kopf. „Nein, das stimmt nicht“, sagte er bitter. „Da war ich frei, und ich konnte für meine Geschwister sorgen.“

„Du warst nicht frei, Rico“, widersprach Alexey sanft. „Du warst abhängig vom Abfall anderer Leute, um satt zu werden. Du warst ein Sklave deiner Umstände, viel unfreier als du es bei mir je sein könntest. Und deine Geschwister.. Wer wird jetzt für sie sorgen?“

„Niemand“, würgte Rico. Der Gedanke brach ihm das Herz. Marie, die Älteste, war elf. Sie würde seinen Platz übernehmen müssen, wenn sie nicht alle verhungern wollten. Oder erfrieren, der Winter nahte ja. Und er war hier gefangen und konnte ihnen nicht helfen!

„Deine Geschwister sind dir wichtig“, stellte Alexey fest. Rico antwortete nicht. Er hasste Alexey dafür, dass er so emotionslos über seine Familie sprechen konnte.

„Vielleicht können wir etwas für deine Geschwister tun, Rico. Würdest du das wollen?“

Stirnrunzelnd hob Rico den Kopf. „Etwas tun? Was meinst du?“

„Nun, was brauchen sie denn am dringendsten?“

Rico hob die Schultern. Was brauchten sie? Alles brauchten sie! Essen, Kleidung, Medikamente, Decken, Spielzeug.. „Geld“, fasste er schließlich zusammen.

Alexey lachte leise. „Geld“, wiederholte er abschätzig. „Das ist eins von den Dingen, von denen ich genug habe.“

Dafür hätte Rico ihm am liebsten eine reingehauen. Er ballte die nutzlos gefesselten Fäuste und biss sich auf die Lippen. Beinah hätte er überhört, dass Alexey wieder begonnen hatte zu sprechen.

„Nun, Rico, du wolltest wissen, was ich dir zu bieten habe. Ich biete dir Folgendes: Du bekommst von mir die Möglichkeit, ein Taschengeld zu verdienen, das deine Geschwister dann erhalten. Sie bekommen Geld, und im Gegenzug bist du ein gehorsamer Sklave und tust was man dir sagt.“

In Ricos Körperhaltung lag die gesamte Skepsis seiner Straßenerfahrung. „Du könntest mich auch einfach freilassen, dann könnte ich mich selbst um sie kümmern“, wandte er ein.

Aber Alexey seufzte. „So funktioniert das hier nicht, Rico, das solltest du begriffen haben. Ich kann dich nicht freilassen. Und selbst wenn, sieh dich doch an! Du bist ja selber nur Haut und Knochen. Wahrscheinlich wären auch deine Geschwister besser dran, wenn du Geld für sie verdienst, statt versuchst sie mit etwas durchzufüttern was nicht einmal für dich selbst genug wäre.“

Rico ließ den Kopf hängen und war froh um die saugfähige Augenbinde. Alexeys Worte schmeckten bitter. Noch mehr, weil er sie diesmal ohne jeden Hohn aussprach. Er zählte einfach nur Fakten auf. Und Rico wusste, dass sie der Realität entsprachen.

„Warum tust du das?“, kratzte er einen letzten Rest Widerstand hervor. „Was hast du davon?“

Alexey zuckte hörbar mit den Schultern. „Warum nicht? Wie gesagt, ich kann es mir leisten. Ich will einen Sklaven, und wenn ich jede Woche einige Almosen an ein paar Kinder spende und dafür einen folgsamen Sklaven bekomme, der nicht abhaut sondern sich Mühe gibt, dann ist das die Investition allemal wert.“ Das entsprach sogar zum größten Teil der Wahrheit. Den Rest musste Rico ja nicht erfahren. Zumindest nicht in Form einer Erklärung von Alexey. Er machte eine kurze Pause um die Information sacken zu lassen und fragte dann: „Möchtest du unter dieser Bedingung von mir gekauft werden, Rico?“ Er beobachtete wie Rico mit sich kämpfte, die Vor- und Nachteile gegeneinander abwog, und dann schließlich zu Gunsten seiner Geschwister seinen Stolz niederrang.

„Ja“, sagte leise, „wenn du dich daran hältst, meinen Geschwistern Geld zu geben, dann möchte ich von dir gekauft werden.“

Rico spürte eine Hand an seinem Kopf, plötzlich wurde es hell. Er blinzelte verwirrt ins Licht. Langsam schälte sich ein Gesicht aus der Helligkeit. Freundliche braune Augen blickten ihn an. „Du sollst dir deinen zukünftigen Besitzer anschauen können, bevor du dich entscheidest“, sagte Alexey und strich ihm mit dem Daumen über die Wange. Rico ließ es geschehen, gebannt von dem Anblick des Mannes, der nun einen Schritt zurück trat, damit Rico ihn ganz sehen konnte.

Alexey war groß. Sie befanden sich auf gleicher Augenhöhe, obwohl Rico ja auf dem Podest stand. Seine Kleidung sah teuer und sauber aus. Er wirkte gesund und gepflegt. Abwartend stand er da, selbstbewusst und entspannt, als gäbe es auf dieser ganzen Welt nichts, was ihm gefährlich werden konnte.

Rico kaute auf seiner Lippe. Wollte er diesem Mann gehören? Allein bei dem Wort 'gehören' drehte sich ihm der Magen um. Er schloss die Augen und sah die Gesichter seiner Brüder und Schwestern vor sich. Ja, entschied er, es musste sein. Er hatte keine Chance, aus den Fesseln alleine rauszukommen. Alexey war seine beste Alternative. Er holte tief Luft und wiederholte einfach nochmal den Satz von vorhin: „Wenn du versprichst, ihnen Geld zu geben, dann will ich, dass du mich kaufst.“

Alexey griff unter Ricos Kinn und drückte es nach oben, damit Rico ihn ansehen musste. „Es geht weiter als das, Rico. Du musst nicht nur wollen, dass ich dich kaufe. Du musst mir danach auch gehören und gehorchen wollen.“ Rico sah ihn an, dann drehte er den Kopf weg und sah zu Boden. „Ja, will ich“, zwang er sich zu sagen.

„Beweis es mir, Rico.“

Jetzt sah er wieder hoch. „Wie denn?“

Alexey trat ganz nahe an ihn heran und sah ihm in die Augen. Rico konnte seinen Atem spüren als er sprach: „Ich werde deine Fesseln lösen, Rico, und dich befreien. Dann wirst du dich vor mich hinknien, aus freien Stücken, und mir beweisen dass du mir gehörst, indem du mir die Schuhe küsst.“

Rico starrte ihn entsetzt an. Das konnte doch nicht sein Ernst sein!? Aber Alexey erwiderte den Blick ernst und abwartend.

Rico schloss die Augen. Das war es also, was ihn in seinem künftigen Leben als Sklave erwartete: Kriecherisches Verhalten, Füße küssen. Wahrscheinlich würde er 'Herr' sagen müssen, und Ja und Amen zu jedem Mist. Er sah hinunter auf Alexeys Schuhe. Sie waren aus braunem Leder, glänzend poliert. Es waren die saubersten Schuhe, die Rico in seinem ganzen Leben gesehen hatte. War das der Preis dafür, dass seine Geschwister nicht hungern mussten?

„Nur die Oberseite?“, fragte er leise.

„Ja Rico“, sagte Alexey beruhigend. „Nur die Oberseite der Schuhe. Ich möchte, dass du mir Respekt zeigst, es geht nicht darum, Dreck zu fressen.“

Rico nickte ohne aufzusehen. Zu mehr fühlte er sich nicht im Stande.

Auf einen Wink von Alexey schnitt der Händler die Kabelbinder an Ricos Füssen durch. Dann stieg Alexey selbst zu Rico auf den Block, um die Kette an seiner Halsfessel auszuhaken. Einen Moment lang war sein Körper gegen den Ricos gepresst. Rico konnte den teuren Stoff von Alexeys Kleidung auf seiner Haut spüren, deutlich nahm er die Körperwärme des Mannes wahr, und unter dem bereits bekannten Duft des Aftershaves ganz subtil den Eigengeruch von Alexey. Nicht unangenehm, aber seltsam irritierend.

Und dann war der ständige leichte Zug an seinem Hals plötzlich weg. Rico stand frei auf der Plattform.

Alexey löste sogar die Verbindung zwischen der Halsfessel und den Manschetten an seinen Handgelenken. Die Arme waren vom ständigen Hochhalten kraftlos, Rico hätte nicht verhindern können, dass sie nach dem Losbinden einfach an seinen Seiten hinunterfielen. Doch Alexey hielt seine Hände beim Losmachen fest und führte sie langsam nach unten.

Rico konnte sich nicht davon abhalten, ihn anzusehen. Ihre Blicke trafen sich und Rico sah zu ihm hoch, sah zu ihm auf, gebannt von diesen ruhigen braunen Augen.

Dann trat Alexey von der Plattform hinunter und einen Schritt davon weg, sein Blick wurde erwartungsvoll.

Rico wurde der Blickkontakt zusehends unangenehm, er brach ihn und konzentrierte sich auf das, was vor seinen Füssen lag. Es kostete ihn all seinen Mut, auf den Betonboden hinunterzusteigen. Hinknien und die sauberen Schuhe küssen. Eine ganz einfache Geste. Rico ballte seine Fäuste und zwang sich dazu, seine Knie zu beugen.

Aus dem Augenwinkeln sah er eine helle Bewegung und drehte den Kopf. Am Ende der Halle, vielleicht zwanzig Meter entfernt, war eine große Tür aufgegangen. Eine Stahltür, genau wie die am Eingang des Waschraumes.

Rico überlegte nicht lange, er sprintete los.

Nach den ersten zwei Schritten wäre er fast gestolpert, aber er fing sich im letzten Moment und rannte weiter. Überraschte Rufe wurden laut, doch Rico achtete nicht darauf. Geschickt wich er einem staunend im Weg stehenden Pärchen aus. Er hatte das verheißungsvolle Viereck der offenen Tür im Blick und legte alle Kraft, die ihm geblieben war, in seine Beine.

Der bullige Arm genau auf Augenhöhe schien aus dem Nichts zu kommen. Er traf Rico voll im Gesicht und riss ihn zu Boden. Sofort stürzten sich mehrere Männer auf den schreienden und zappelnden Rico. Mit einigen gezielten Schlägen und Tritten überzeugten sie ihn davon, seine Flucht aufzugeben, bis er als jammerndes Bündel zitternd am Boden lag und nur noch versuchte seine empfindlichsten Stellen zu schützen. Zwei Wächter griffen ihn schließlich unter den Armen und wollten ihn davonschleifen, doch Alexey hielt sie auf.

Er beugte sich zu Rico hinunter, griff sein Kinn und begutachtete sein Gesicht, das an manchen Stellen schon anzuschwellen begann. „Dummer, dummer Junge“, sagte er enttäuscht. „Ich wollte dir ein schönes Leben bieten, du hättest es gut gehabt bei mir. Aber mit dieser unsinnigen Aktion hast du dir jede Chance vertan. In diesem Zustand werden sie dich nicht nochmal den Reichen zum Verkauf anbieten.“ Er sah zu, wie die Bedeutung seiner Worte langsam in Ricos Verstand hinein sickerte, bis ihn die Erkenntnis ebenso hart traf wie der Arm vorhin. Dann ließ Alexey ihn los, und ging kopfschüttelnd davon.

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Kommentare

Da hat Rico wohl die falsche Entscheidung gewählt. Anstatt Alexey zu gehören und somit seine <geschwiser Unterstützen zu können versucht er es mit de Flucht.

Wie wird es nun mit ihmweitergehen? Wenn ihn niemand kauft wird er wohl zum Opfer im Snuff Film.

Könnte aber auch sein das ihn Aleey doch kauft, aber ich vermute über einen Mittelsmann, damit Rico nicht merkt wem er gehört. Er hat wohl irgendwas vor mit Rico sonst hätte er nicht versucht Rico zu Überzeugen ihm Freiwillig zu dienen.

Bin gespannt was CC vorhat mit Rico.

In reply to by Latexmike

4 Jahre warten auf die Fortsetzung ist ja echt lang. Allerdings kann man 1,5 Jahre Abziehen wo das Board offine war.

Ich hoffe du schreibst schon an der nächsten Fortsetzung cC und noch besser du hast die nächsten Teile schon in Planung.

geschrieben. Ich werde auch die anderen Teile lesen ...

Alexander

Ich freue mich sehr, dass die Geschichte weitergeht! Und dann noch mit einem fiesen Cliffhanger am Ende ... Wehe dir, du schreibst nicht fleißig am nächsten Teil! Nach Alexeys Auftauchen dachte man ja, dass der Kauf so gut wie abgewickelt wäre, aber dann sowas. Der Fluchtversuch ist natürlich verständlich, doch man hat sich schon gewünscht, dass Nico bei einem guten Herrn landet. Ich hoffe mal, dass Alexeys Gefallen an dem Wildfang groß genug war, dass er ihn sich trotzdem noch ins Haus holt. Bin gespannt auf die Fortsetzung. :)

Es freut mich sehr, dass ihr beiden der Story nach den ganzen Jahre treu geblieben seid, und gleich wieder voll mit einsteigt :)

Ich weiss ziemlich genau, was so in den nächsten 15 Kapiteln passieren soll.. fertig geschrieben sind davon allerdings erst zwei. Eins davon habe ich grade gepostet.

Mal hoffen, dass ich diesmal nicht wieder in so eine riesige Schreibblockade rutsche..