Anna. (Teil 1)

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Ich habe unlängst nochmal den Schimmelreiter gelesen. Was hat das mit einer BDSM-Geschichte zu tun. Nunja… ich dachte, dass man mit der Idee von Geschichten in der Geschichte vielleicht etwas machen kann. Wie immer geht es bei mir um ein Experiment mit dem Zweck irgendwann einmal „meinen“ Stil zu finden. Wie immer kann das Experiment in meinen Augen glücken oder auch jämmerlich schiefgehen. Wenn es schief geht, behalte ich mir wie immer das Recht vor das Experiment vorzeitig abzubrechen. Ich will keine Klagen hören, es ist kostenlos.

 

Anna.

(Teil 1)

 

Unruhig lümmelte Anna in ihrem Computerstuhl, ihr Blick huschte einmal mehr in die rechte, untere Ecke des Bildschirms. Sie fluchte innerlich. Da hatte sie sich schon die Mühe gemacht ihre erste erotische Kurzgeschichte zu schreiben, einen eigenen Account auf www.bdsm-bibliothek.com zu machen und ihre Geschichte wieder und wieder aufs Neue zu lesen, um letzte Rechtschreibfehler und holprige Satzkonstruktionen zu glätten und jetzt, jetzt wo sie mit ihrer Arbeit zufrieden war, traute sie sich nicht, die Geschichte abzuschicken.

"Komm schon, sei kein Schaf!", schalt sie sich selbst. Sie blies die Backen auf, schloss ihre Augen und dann drückte sie auf Absenden. Ein tiefes Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit machte sich in ihr breit. Jetzt konnte sie nicht mehr zurück – rein technisch schon, die Geschichte war ja noch nicht freigeschaltet, aber psychologisch nicht. Sie kehrte auf die Startseite von www.bdsm-bibliothek.com zurück. Drei neue Geschichten zu lesen – es war ein guter Tag!

Anna war ebenso zufällig auf diese Seite gestoßen, wie sie auch auf das Thema BDSM gestoßen war. Sie hatte sich zunächst nur für ein Intimpiercings interessiert. Maike, ihre beste Freundin hatte sich eins stechen lassen wollen. Und auf der Wikipediaseite hatte sie einen Verweis zu "Playpiercings und BDSM" gefunden. Das passende Foto auf der Wikipediaseite hatte sich abgestoßen, wie sie ein Autounfall abstoßen würde. Sie fand es schockierend, hässlich, ja eklig und konnte doch nicht wegschauen. Letztendlich hatte sie aus reiner Neugierde den Link auf den BDSM-Wikipediaeintrag geklickt.

Natürlich hatte sie schon davon gehört, sie hatte ja nicht unter einem Stein gelebt, aber schon die Einleitung des Wikipediaeintrags hatte genügt, um sie einsehen zu lassen für wie viel mehr dieser Begriff stand, als Handschellen und Peitschen. Sie hätte den ganzen Eintrag natürlich nicht gelesen, wenn dieses erste Bild eines durch ein Lederhalsband geschmückten Halses nicht dermaßen fasziniert hatte. Diese Eleganz, diese Verletzlichkeit, Anna hatte sofort gewusst, dass sie auch so sein konnte, so sein wollte, so sein musste – Irgendwann.

Ab diesem Moment hatte sie sich in das Thema vertieft und als der Bücherwurm der sie nun einmal war, hatte sie vor allem darüber gelesen. Es hatte nicht lange gedauert, bis sie selbst angefangen hatte ihre Gedanken und vor allem ihre Fantasien in eigenen Texten festzulegen. Erst kleine Szenen, dann größere Szenarios bis zu der ersten Geschichte die sie Wert fand zu veröffentlichen.

Voller Ungeduld wartete sie darauf, dass der Betreiber der Website, ein gewisser "Megs" ihre Geschichte freischaltete. Wo blieb der Kerl bloß?! Anna hatte Wochen an der Geschichte gefeilt, hatte ihr Innerstes nach außen gekehrt, sie hatte ihrer Hauptperson sogar ihren Namen gegeben. Jetzt brauchte sie die Reaktion der Leser, ihr Verständnis und sie brauchte es schnell.

Sie musste einfach wissen, ob das Szenario das sie sich ausgemalt hatte, für die anderen Leser genauso prickelnd war, wie für sie. Jetzt wo ihre erste Geschichte fertig war, musste sie einfach raus aus ihrer Isoliertheit – so schnell wie irgend möglich. Wieder checkte sie www.bdsm-bibliothek.com ihre Geschichte war noch immer nicht online. Geschlagene 10 Minuten starrte sie auf den Schirm, aber nichts tat sich, dann klickte sie noch einmal ihre Geschichte offen. Wenn sie schon warten musste, konnte sie sie genauso gut ein letztes Mal Korrektur lesen. Vielleicht fand sie ja noch einen Fehler.

"Hallo. Mein Name ist Anna.

Dies hier ist meine erste Geschichte.

Bitte lasst mich wissen, wie ihr sie fandet, wenn sie euch gefällt, schreibe ich weiter.

Anna – oder ein Lehrjahr ist kein Herrenjahr.

Gelangweilt saß Anna auf ihrem angestammten Platz ganz links am Fenster in der ersten Reihe, niemand neben sich. Sie hatte bereits vor Jahren eingesehen das "Coolness" kein würdiger Ersatz für gute Zukunftsaussichten war und sich nicht weiter für das sonderbare Gruppenverhalten ihrer Mitschüler gekümmert. Zuerst hatte man sie geschnitten, aber als sie über eine gewisse Dauer glaubhaft deutlich machen konnte, dass sie sich "wirklich" keinen Deut kümmerte, hatte man sich nicht weiter um sie gekümmert, wie sie da für sich selbst ganz links in der ersten Reihe saß und routiniert, ja geradezu geschäftsmäßig ihre Einsen sammelte. Natürlich hatte sie sich damit vom sozialen Leben isoliert, aber Anna war nach wie vor davon überzeugt, dass eine leuchtende Zukunft mit Einser Abitur das zweifelhafte Vergnügen des ersten Vollrauschs, der ersten "großen Liebe" und des ersten Liebeskummers mehr als aufwog. Entjungfern lassen, konnte sie sich genauso gut an der Uni.

Es war die letzte Doppelstunde des Woche und Anna war müde, zum Glück war es Sexualkundeunterricht. Da musste sie nicht wirklich aufpassen – die paar Tests waren keine Herausforderung und obendrein waren die Noten nicht abiturrelevant. Anna hatte die für Schüler überaus nützliche Gabe entwickelt mit offenen Augen zu schlafen. Äußerlich sah es zwar aus, als folgte sie mäßig interessiert dem Unterricht, innerlich würde sie nach einigen kurzen Momenten einfach wegdämmern und erst wieder erwachen, wenn die Schulklingel ertönte oder ihr Name fiel.

Sie bemerkte wie Frau Janssen, die noch recht junge Biologie- und Sexualkundelehrerin hereinhastete. Anna nickte ihr freundlich Lächelnd zu, Anna hatte es nicht nötig Animositäten gegenüber Lehrern zu hegen, denn sie bekam in der Regel was sie wollte, glatte Einsen. Der Rest der Klasse nahm keine Notiz von der Lehrerin. Anna kramte Din-A-4-Block hervor, nicht dass sie vorhatte ernsthaft Notizen zu nehmen, sondern weil ein leeres Pult vor sich verdächtig wirken musste.

Sie bekam noch mit, wie sich die Lehrerin Ruhe verschaffte, ein paar Dinge aus der letzten Woche wiederholte, dann hatte sie sich auch schon rausgezoomt. Sie kam erst wieder zu sich, als sie spürte wie jemand ihre Schulter berührte. Mit schier übermenschlicher Selbstkontrolle, schaffte sie es äußerlich nicht auf zu schrecken. Sie sah, wie Doreen die in der ersten Reihe, Mittelbank saß ihr etwas herüberreichen wollte. Schnell streckte sie ihre Hände aus und nahm das Objekt in Empfang, das sie nun erstmal genauer betrachtete. In diesem Moment klinkte sie sich auch wieder in den Unterricht ein. "... Nein, nicht einfach SM. Sondern BDSM, das ist viel breiter dozierte die Lehrerin. Es steht für Bondage, Discipline, Domination, Submission, Sadism and Masochism." Wir werden als Einleitung in diesen Themenkomplex erstmal all diese Begriffe deutlich herausarbeiten...", bekam Anna mit.

Fasziniert betrachtete sie das Objekt in ihrer Hand, das sie erst jetzt als ein etwa zweieinhalb Zentimeter breites Lederhalsband identifizierte. Anna konnte nicht genau sagen warum, aber das Ding faszinierte sie. Vorsichtig wog sie es in ihrer rechten Hand, schätzte es auf ein paar hundert Gram. Mit spitzen Fingern befühlte sie das Leder, sie fand es relativ schmiegsam und weich. Betrachtete es aus mehreren Perspektiven und stellte fest, dass es je nach Lichteinstrahlung leicht glänzte. Das Objekt in ihrer Hand, nahm sie so in Anspruch, dass sie gar nicht gemerkt hatte, wie sich die allgemeine Aufmerksamkeit auf sie gerichtet hatte.

Als sich Anna fasziniert mit dem breiten Messingring an der Vorderseite des Halsbandes beschäftigte, hatte immer noch nicht bemerkt, dass sie sich inzwischen im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses befand. Erst als die Lehrerin sie beim Namen rief, wurde ihr die Situation bewusst. „Anna, es ist ja schön, dass dich das Thema so dermaßen fasziniert,…“, sagte die Lehrerin in einem auffallend fröhlichen Ton, „… aber die anderen möchten das Halsband auch mal sehen! Wenn die anderen fertig sind, kannst du es zurückhaben. Dann kannst du damit weiterspielen.“ Anna wurde entgegen ihrer Natur rot wie eine Tomate. Ihre Mitschüler kicherten. Schnell drehte sie sich nach hinten um und gab das Halsband an ihren Mitschüler Lukas, der ein breites Grinsen zur Schau stellte.

Ab diesem Moment folgte Anna aufmerksam dem Unterricht. Interessiert lauschte sie, wie die Lehrerin die verschiedenen Begriffe in BDSM erklärte und was hinter den Kürzeln SSC und RACK stand und dass gerade Anfänger nicht vorsichtig genug sein konnten. Dann schaute die Lehrerin auf ihre Armbanduhr, die erste der beiden Schulstunden war so gut wie vorüber. „Seit ihr dahinten fertig mit dem Halsband?“, Mike und Jonas auf der letzten Bank nickten. Frau Janssen ging flotten Schrittes nach hinten und nahm das Halsband in Empfang. Auf dem Weg zurück zum Lehrerpult, legte sie das Halsband in einer fließenden Bewegung vor Anna auf ihr Pult. Dann ging auch schon die Klingel, „fünf Minuten Pause!“, rief Frau Janssen in die Runde.

Anna wusste nicht so recht, ob sie das Halsband noch einmal in die Hand nehmen sollte. Sie wusste, dass ihre Faszination für dieses Objekt die Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler auf sich gezogen hatte, eine Aufmerksamkeit, die ihr sehr unangenehm war. Letztendlich war die Verlockung doch zu groß, sie nahm es wieder in ihre Hände, sie drehte und wendete es. Sie spürte, wie die anderen Schüler über sie tuschelten, aber das war ihr in diesem Moment ziemlich egal. Sie hatte nur Augen für das Halsband. Sie war gerade dabei, den Verschluss auf der Rückseite zu untersuchen, als die Lehrerin zu ihr trat. „Da kommt ein kleines Vorhängeschloss durch.“, meinte die Lehrerin lapidar, als Anna gerade zwei kleine Bügel am Verschluss untersuchte. Anna ließ vor Schreck beinahe das Halsband fallen. Beruhigend legte die Lehrerin ihren Arm auf Annas Schulter. „Wenn du willst, kannst du es dir auch anlegen.“, sagte sie.

Anna sah zu ihr auf, sie wollte wissen ob die Lehrerin scherzte, konnte aber nur einen freundlichen Ernst in dem offenen, freundlichen Gesicht der Lehrerin erkennen. Frau Janssen spürte Annas Zweifel, „Hey. Es ist nicht zu übersehen, dass das Halsband dich fasziniert.“, sagte die junge Lehrerin. „Ich kann mir dafür genau zwei Gründe vorstellen: Entweder du bist dominant und hast jemanden auf dem Auge, den du es anlegen möchtest, oder du bis submissiv…“

Anna wurde wieder rot. „Es ist keine Schande zuzugeben, dass man Submissiv ist.“, sagte die Lehrerin entschieden. „Ich mag es persönlich, wenn mein Mann die Dinge in die Hand nimmt.“, fügte sie hinzu. Anna sah sie zweifelnd an. „Wenn ich mich dafür schämen würde Submissiv zu sein, hätte ich dann mein eigenes Halsband als Anschauungsmaterial mitgebracht?!“ Anna schaute sie verblüfft an. „Komm schon, denkst du wirklich, dass Lederhalsbänder zur Standardausrüstung von Sexualkundelehrern gehören?“, meinte sie scherzend.

Ich finde jedenfalls nicht, dass du dich verstecken solltest. Ich habe Jahre verloren, bis ich mich getraut habe mich zu outen.“, sagte sie. „Sag jetzt nichts! Ich verspreche dir, dass nichts passieren wird, dem du nicht zugestimmt hast. Ich möchte dich gleich nochmal fragen, ob du das Halsband anlegen möchtest. Darf ich das?“ Anna wollte das eigentlich nicht. Aber der heilige Ernst, mit dem die Lehrerin sie um ihre Erlaubnis gebeten hatte, ihr auch nur die Frage zu stellen, ließ sie innehalten. Es schien der Lehrerin wirklich wichtig zu sein. Wichtiger vielleicht als ihr selbst. Anna nickte, erst zögerlich, dann entschiedener. „Danke, Anna!“, sagte die Lehrerin mit ehrlicher Freude in der Stimme.

Frau Janssen hatte diesmal keine Probleme sich die Aufmerksamkeit der Klasse zu sichern. Die Schüler spürten, dass etwas aufregendes passieren würde und hingen geradezu an ihren Lippen. „Es ist unglaublich wichtig zu verstehen, dass es sich bei echtem, …, ernst gemeintem BDSM IMMER um ein Rollenspiel handelt. Das bedeutet, dass eine Person, die Submissiv (oder Sub) genannt wird willentlich und für eine bestimmte Zeit auf bestimmte Rechte verzichtet und/oder bestimmte Rechte an eine oder mehrere anderen Personen, die Dominant (oder Dom) genannt wird, überträgt. Besteht diese Zustimmung nicht, weil die submissive Person ihre Zustimmung nicht gegeben hat, oder die Handlung nicht durch ihre Zustimmung gedeckt wurde, dann geht es um nichts anderes als Vergewaltigung, Nötigung, Körperverletzung oder Freiheitsberaubung! Ihr seht also, eine deutliche Zustimmung, mit deutlichen Grenzen ist die Grundvoraussetzung für jede Handlung in BDSM!“

„Ich werde gleich etwas tun, das ich nicht geplant hatte, aber das sich einfach so ergeben hat.“, sie sagte es in solch einem ernsten Tonfall, dass die Schüler, ihr instinktiv noch aufmerksamer zuhörten, wenn das möglich war. „Ich werde Anna gleich fragen, ob sie sich auf eine BDSM-Szene einlassen möchte.“ Ein paar Schüler schnappten überrascht nach Luft. „Macht euch keine Hoffnungen! Es geht nicht um eine sexuelle Szene. Ich werde sie fragen, ob ich ihr das Halsband anlegen darf und wenn sie mir das erlaubt, werde ich sie fragen, was sie dabei spürt.“ Die Lehrerin ließ das einige Sekunden bei den Schülern wirken. „Damit wir uns nicht falsch verstehen. Als Publikum seit ihr auch Teil der Szene. Das bringt eine gewisse Verantwortung mit sich, ich erwarte Ernsthaftigkeit und Respekt vor eurer Mitschülerin, die sich für euch öffnet und sich sehr verletzbar aufstellt. Technisch gesehen, seit ihr alle Erwachsen. Bevor ich Anna also frage, will ich sichergehen, dass Jeder und jede sich auch erwachsen Beträgt. Wenn auch nur eine oder einer sich dieser Verantwortung nicht gewachsen zeigt, breche ich ab und das Thema ist gegessen!“

Also! Versteht jeder was für eine Gelegenheit das ist?!“ Alle nickten. „Sind alle im Raum erwachsen?“, wieder nickten alle. Gut. „Dann werde ich Anna jetzt fragen, bitte seid jetzt Still!“

Frau Janssen trat auf Anna zu, sah ihr in die Augen und fragte sanft. „Anna, es ist kaum zu übersehen. Das Halsband fasziniert dich, denkst du daran es jemandem anzulegen?“ Anna schüttelte den Kopf und sagte nichts. „Hmmm… denkst du vielleicht daran es selbst zu tragen?“ Anna zögerte. Sollte sie diesen Schritt wirklich gehen, sich wirklich so offenbaren? Auf der anderen Seite, wusste nicht bereits jeder in der Klasse, das etwas mit ihr „nicht stimmte“? Sollte sie da nicht besser den Stier bei den Hörnern packen? Anna fasste sich ein Herz, nickte kurz und hoffte, dass Frau Janssen nicht darauf bestehen würde es laut zu sagen. Sie hatte nämlich keine Ahnung ob sie noch Meister über ihre Stimme war.

Die Lehrerin lächelte Anna verständnisvoll zu. „Anna, darf ich dir dieses Halsband anlegen?“, fragte sie geradezu feierlich. Anna schluckte, dann nickte sie. „Ich weiß, dass es dir schwer fällt, es würde jedem schwer fallen, aber kannst du das laut sagen?“ In der Klasse hätte man eine Stecknadel fallen hören. Leise und ein wenig heiser bejahte die Schülerin die Frage. Die Lehrerin behielt ihren freundlichen und verständnisvollen Ton bei als sie sagte. „Es tut mir leid Anna. Es ist unglaublich wichtig, dass du dein Einverständnis deutlich und unzweideutig gibst.“ Sie hielt einige Sekunden inne. „Also, ja was?“ Anna schluckte wiederum schwer dann sagte sie leise aber deutlich. „Ja. Sie dürfen mir das Halsband anlegen.“ Ein leises Raunen ging durch das Klassenzimmer. Die Lehrerin sah kritisch in die Runde, aber bemerkte sofort, dass die jungen Leute sich immer noch im Griff hatten und setzte das Szenario fort. „Du verstehst, dass jedes BDSM-Szenario, also auch dieses riskant ist, dass z.B. einer deiner Mitschüler deine Verletzlichkeit in der Zukunft ausnutzen könnte, auch wenn sie zugesagt haben es nicht zu tun. Stimmst du trotz der Risiken zu?“ Anna nickte.

Die junge Pädagogin richtete sich dann wieder an die ganze Klasse. Hier eine unglaublich wichtige Lektion: Die Sub, sie wies auf Anna, kann ihr Einverständnis zu jedem Zeitpunkt wieder zurückziehen. Das bedeutet, dass das Szenario sofort abgebrochen werden muss. Die BDSM-Community hat eigens dafür einen Mechanismus entworfen, das sogenannte Safe-Wort. Das ist ein Wort, dass der oder die Sub sagen kann und das Spiel unterbricht oder beendet. So können die Teilnehmer glaubhaft Widerstand spielen, ohne einen Abbruch zu provozieren. Ich bin was das betrifft schrecklich einfallslos. Ich gebrauche „Gelb“ wenn die oder der Sub eine Unterbrechung braucht und „Rot“, wenn abgebrochen werden muss. Hast du das verstanden, Anna?

Frau Janssen nahm ihren Stuhl von hinter dem Lehrerpult und stellte ihn vor die Tafel, dann rief sie Anna zu sich. Anna nahm den ihr zugewiesenen Platz ein. Die Lehrerin bat Anna ihr schulterlanges, Kastanienrotes Haar hochzuhalten, sodass sie ihr das Halsband leichter anlegen konnte. Anna spürte, wie sich das Leder um ihren Hals legte. Sofort machte sich eine ganze Welle widerstreitender Gefühle in ihr breit. Da war ein unglaublicher Fluchtreflex, der sie dazu nötigen wollte so schnell es ging das Weite zu suchen, da war eine allesverzehrende Aufregung in ihr, wie sie sie selbst vor ihren allerwichtigsten Klausuren noch nicht gefühlt hatte, Horden über Horden von Schmetterlingen flatterten in ihrem Bauch und da war eine Geilheit, die sie nicht für möglich gehalten hätte. Ihr schien es als stünde ihr Schritt geradezu in Flammen. Kurz es war schier atemberaubend.

Anna schreckte von ihrer Lektüre auf. Ihr kam es so vor als hätte sie im Haus ein Geräusch gehört. Vielleicht war ihre Mutter mit ihrem kleinen Bruder zurück vom Einkaufen, oder ihr Stiefvater von der Arbeit. Sie war sich zwar sicher, dass sie die Tür zu ihrem Zimmer abgeschlossen hatte, doch klickte sie instinktiv die Website in den Hintergrund und lauschte angestrengt in das Haus hinein. Erst als sich während einer guten halben Minute nichts im Haus gerührt hatte, bemerkte sie, dass sich ihre linke Hand in ihrem Feuchten Schritt befand und unwillkürlich mit ihrem Kitzler spielte. Auch wenn sie sich jetzt zum mindestens zehnten Mal mit diesem Szenario beschäftigte, fand sie es immer noch unglaublich erotisch. Als sie sich sicher war, dass wirklich niemand im Haus war, las sie weiter.

Die Lehrerin ließ sich, Anna und den anderen Schülern Zeit. Die Schüler betrachteten ihre Mitschüler wie gebannt. Sie betrachteten fasziniert wie eine Emotion nach der anderen Besitz von Annas Gesicht ergriffen und sahen das leichte Zittern an ihrem Körper, dass ihre ganze Unsicherheit und Verletzlichkeit offenbarte. Nach ein paar Minuten, stellte sich die Lehrerin an die Tafel und schrien in großen Buchstaben die Worte „Bondage“, „Discipline“, „Domination/Submission“ und „Sadism/Masochsm“ auf die Tafel. „Bevor wir Anna über ihre Emotionen und Gefühle befragen, wollen wir erst einmal klar stellen welche Aspekte von BDSM unser Szenario eigentlich berührt. Beginnen wir mit ‚Bondage‘. Was denkt ihr, ist das hier ein Fall von Bondage?“

Frau Janssen ließ die Schüler kurz miteinander diskutieren. Es war geradezu surreal, dass die Schüler Anna auf ihrem Stuhl direkt vor sich geradezu zu vergessen schienen. „Ich habe zwei Argumente gehört, warum es kein Bondage ist.“, fasste die Lehrerin zusammen. „Erstens weil Annas Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt ist und zweitens weil sie das Halsband jederzeit selbst ohne Hilfe wieder loswerden kann. Die meisten Spielarten des Bondage schränken in der Tat die Bewegungsfreiheit des Subs ein, ihr denkt hier sicher an die Cliché-Handschellen mit Plüschumrandung…“ die Schüler lachten kurz, „aber es gibt auch Spielarten des Bondages die die Bewegungsfreiheit in keiner Weise einschränken, das sogenannte Zierbondage und es gibt Fesselwerkzeug, vor allem zur Selbstfesslung das der Sub ohne Hilfe wieder loswird, zu seiner eigenen Sicherheit.

In diesem Fall kann ich aber zufälligerweise schon mal Abhilfe für eines dieser beiden „Probleme“ sorgen. Die Lehrerin ging zu ihrer Aktentasche und kramte ein paar Augenblicke darin herum, bis sie gefunden hatte was sie suchte. „Dieses kleine Vorhängeschloss gehört zu dem Halsband, man kann es damit vor „unbefugtem Zugang“ sichern. Sie richtete sich nach zum ersten mal seit einiger Zeit direkt an Anna, „Anna, darf ich dein Halsband mit diesem Vorhängeschloss sichern?“ Anna nickte kurz und antwortete mit leiser Stimme und geschlossenen Augen, „ja. Sie dürfen mein Halsband mit diesem Vorhängeschloss sichern.“ „Nun ist es also schon ‚mein‘ Halsband, schoss es Anna durch den Kopf. Sie hatte inzwischen gelernt. „Auch, wenn du es dann nicht mehr ohne mein Zutun ablegen kannst?“ „Ja. Auch wenn ich es dann nicht mehr ohne ihr Zutun ablegen kann.“ Bei ihren letzten Worten drohte ihre Stimme beinahe zu versagen. Die Lehrerin trat hinter Anna. Als Anna das klicken hörte, hatte sie das Gefühl, dass es nun kein Zurück mehr gab.

In den nächsten Minuten nahm sich die Lehrerin Zeit für ihre Sub. Sie befragte sie sanft aber eindringlich zu ihren Gefühlen und Emotionen. Es fiel Anna sichtlich schwer ihr Innerstes nach außen zu kehren, aber sie berichtete wahrheitsgetreu über ihren Fluchtreflex, über ihre Anspannung, ihre Aufregung und andeutungsweise über ihre Geilheit. Zu ihrer Erleichterung insistierte die Lehrerin auch nicht übermäßig auf diesem Thema. Frau Janssen schloss das Thema mit einer teuflischen Frage „Alles in allem, glaubst du dass du es magst gefesselt zu sein?“ Als Anna dies Wahrheitsgemäß bejahte, nickte die Lehrerin nur gedankenverloren. Anna wusste noch nicht so recht, was sie aus der Reaktion der Lehrerin ableiten sollte.

Die Lehrerin fing sich schnell. „Was ist mit ‚Discipline‘?“, fragte die Pädagogin in die Runde. Nach kurzem Zögern nahm Jonas das Wort. „In diesem Szenario nicht, denke ich nicht.“, „Ja. Und warum?“ „Wenn ich Discipline richtig verstanden habe, dann geht es darum Regeln auf zu stellen und diese dann gegebenenfalls durch das Mittel von Strafen durch zu setzen.“ Die Lehrerin nickte aufmunternd. „In diesem Szenario wurden keine Regeln aufgestellt und Anna trägt das Halsband auch nicht als Strafe.“ „Das ist richtig. Du sagtest nicht in diesem Szenario. Kannst du dir Szenarios vorstellen indem das Halsband doch als Strafe zum Einsatz käme?“ Jonas legte den Kopf schief und dachte nach. Nach einigem Überlegen, sagte er „Man könnte als Regel aufstellen, dass sie in einer gewissen Haltung stehen muss und wenn sie sich bewegt, dann muss sie während der nächsten Biostunde ihr Halsband tragen.“ Auch für die anderen, war es also schon ihr Halsband. „Ist das Tragen eines Halsbandes denn eine richtige Strafe?“, fragte die Lehrerin nach. „Ich denke schon.“, meinte der Schüler. „So ein Halsband tragen ist ja ganz schön erniedrigend.“ Anna zuckte kurz zusammen, das hatte gesessen. Frau Janssen machte einen anerkennenden Gesichtsausdruck. Der Junge hatte deutlich verstanden worum es ging.

Sie hätte beinahe eines ihrer Safeworte gebraucht doch wo sie bei sich nachdachte, hatte Jonas ja recht. Ein Halsband tragen zu müssen, war ja wirklich erniedrigend. Aber jetzt wollte sie ja ein Halsband tragen, dass war an sich nicht erniedrigend. Außerdem fühlte es sich ja allen in allem gut an es zu tragen. „Was meinst du Anna, sollen wir einen ‚Discipline‘-Aspekt in unser Szenario aufnehmen?“, fragte die Lehrerin munter. Anna sah sie zweifelnd an. „Wir müssen natürlich nicht…“, ruderte sie sofort zurück. „Ach was soll’s…“ dachte sich Anna in diesem Moment. „Ich bin schon so weit gegangen, da kann ich auch noch einen Schritt weiter gehen.“ Und außerdem fühlte es sich ja alles in allem gut an. „Ok.“, meinte Anna also lapidar. Die Lehrerin sah sie fragend an. „Ich bin einverstanden. Sie bestimmen eine Position und ich muss sie beibehalten.“ „Und wenn du sie nicht bis zum Ende des Unterrichts beibehältst, wirst du bestraft?“ „Ja; Wenn ich sie nicht bis zum Ende des Unterrichts beibehalte, werde ich bestraft.“ Abermals ging ein Raunen durch das Klassenzimmer. Es war deutlich, dass dieses Szenario in eine Richtung entwickelte, die der populären Vorstellung von SM schon bedeutend näher kam.

Die Lehrerin bedeutete Anna auf zu stehen und sich neben der Tafel mit dem Rücken zur Mauer auf zu stellen, sodass sie auch mit dem Rücken zur Klassenuhr stand. Sie hatte noch aus dem Augenwinkel gesehen, dass es noch eine dicke Viertelstunde bis zum Schulschluss war, darüber hinaus hatte die Schülerin aber keine Möglichkeit mehr fest zu stellen, wie lange es noch dauern würde. Die Stimme der Lehrerin wurde etwas härter. „Sub, spreiz deine Beine! Weiter! Noch ein bisschen weiter!“ Anna, die von dem Ton erst ein wenig geschockt war, passte sich schnell an und folgte willig den Befehlen der Lehrerin. „Lege deine Hände hinter den Nacken! Verschränke jetzt so, deine Hände“ Frau Janssen kontrollierte durch kurzes Ruckeln die Stabilität von Annas Position. Als sie zufrieden war, sagte sie nur. „Schön! So bleibst du!“ und drehte sich wieder der Klasse zu.

Anna liebte diese Stelle. Unwillkürlich spreizte sie ihre Beine und schob die Hände in den Nacken. Am liebsten hätte sie ihren Stuhl weggestoßen und sich wie ihre Namensschwester in der Geschichte hingestellt. Schade, dass diese Fantasie immer eine Fantasie bleiben würde, dachte sie traurig. Sie las einige Zeilen in dieser Position, bis ihre Rechte zur Maus und die Linke zu ihrer feuchten Schnecke zurückkehrten.

Geben wir Anna etwas Zeit sich an ihre neue Situation zu gewöhnen und reden wir über den ‚Domination/Submission‘-Aspekt unseres Szenarios!“, setzte die Lehrerin ihren Unterricht fort. Frau Janssen ließ sich Zeit alle Aspekte der Dominanz und Unterwerfung durch die Klasse in aller Ausführlichkeit herausarbeiten zu lassen und tat dabei so, als bemerkte sie nicht, wie Anna zu leiden begonnen hatte. Es hatte nur ein paar Minuten gedauert bis ihr Nacken, dann auch ihre Schultern, schlussendlich auch ihr Becken und ihre Hüfte zu schmerzen begonnen hatte. Sie war so erleichtert als endlich die Schulklingel ging. Doch als sie die schmerzenden Hände aus ihrem Nacken holen wollte, fuhr die Lehrerin, die darauf nur gewartet hatte, sie an. „Stopp! Du bleibst in Position bis zum Ende des Unterrichts, nicht bis zum Ende der Schulstunde!“ Anna entfuhr ein tiefempfundener Klagelaut.

Betont langsam ging die Lehrerin an ihr Pult, holte ein Blatt Papier hervor und schrieb in großen Buchstaben „Extracurriculare Aktivität, bitte nicht stören!“ darauf. Sie unterschrieb das Blatt und gab es Doreen, um es draußen an das Klemmbrett zu hängen. Binnen Sekunden war die sonst so schwerfällige, dralle Doreen zurück. Um keinen Preis wollte sie sich auch nur eine Sekunde dieser Schau entgehen lassen. Obwohl nach der letzten Klingel die ganze Schule in Aufwallung geraten war und zu den Ausgängen strebte, hatte noch nicht ein einziger Schüler Anstalten gemacht, um seine Sachen zu packen. „Ich sehe, dass niemand hier der Ansicht ist, dass der Unterricht schon beendet ist.“, meinte die Lehrerin zufrieden. „Ich kann und werde niemanden zwingen hier zu bleiben. Aber… sagte sie trocken. Ich gebe nur Unterricht an die ganze Klasse. Sobald der erste geht, ist der Unterricht beendet. Und mit einer kleinen Kopfbewegung in Richtung der leidenden Anna, ist die Sub erlöst.“

Noch immer machte niemand Anstalten seine Sachen zu packen. „Schön. Das dachte ich mir. Kommen wir zurück zu Anna!“ Sie wandte sich wieder der inzwischen leicht zitternden, stehenden Schülerin zu. „Geht’s noch?!“, fragte sie sie leichthin. Anna presste ein gequältes „Ja“ hervor. „Schön! Dann können wir ja weitermachen.“ „Anna, fällt es dir normalerweise schwer, Regeln zu akzeptieren und sie einzuhalten?“ „Nein. Nicht besonders.“ Das dachte ich mir. „Auch wenn sie dir einseitig auferlegt werden, ohne dass du eine Mitsprache hättest. Anna dachte kurz nach. „Nein. Nicht besonders.“ „Aha.“ Auch wenn dir die Regeln nur auferlegt werden, um dich später bestrafen zu können? Findest du das schlimm?“ Anna wurde rot. Sie zögerte kurz. Dann sagte sie ziemlich leise, „Nein ich finde das nicht schlimm.“ „Hast du Probleme meine Befehle zu befolgen?“ „Nein.“ , „Was meinst du? Wenn ich eine harte, herrische Stimme gebrauche, macht es das schwerer oder einfacher meinen Befehlen zu gehorchen.“ „leichter.“ Antwortete Anna gepresst. Das Zittern war stärker geworden. Allen war deutlich, dass die Schülerin ihre Haltung nicht mehr lange beibehalten konnte. „Danke für diese ehrlichen Antworten.“

Kommen wir zum letzten Aspekt, Sadism/Masochism“ „Jonas meldete sich sofort zu Wort. „Ich denke es ist überdeutlich, wo der Sadismus zu finden ist!“ meinte der Schüler. Die Lehrerin drehte sich zu ihm hinüber. Lächelnd sagte sie zu den Schülern, „Ich habe absolut keine Probleme zuzugeben, dass mich Annas Situation erregt. Aber was ist denn mit euch?“ Die Schüler sahen, die Lehrerin fragend an. „Jeder von euch hat die Macht, eure Mitschülerin unverzüglich zu erlösen. Alles was er tun muss ist seine verdammte Federmappe ein zu packen. Na?! Wo sind denn hier die humanistischen Menschenfreunde?! Freiwillige?! Nein?!“ Lächelnd wandte sie sich wieder Anna zu. „Das dachte ich mir. Denkt mal drüber nach!“

Inzwischen hatte Anna ihr Top hochgeschoben, den BH gelöst und begonnen genüsslich mit ihren Nippeln zu spielen. Sie hatte sich beim schreiben zwingen müssen, Nacktheit und Sex noch ausgeklammert zu lassen. Sie musste sich ja eine mögliche Steigerung vorbehalten. Sie fühlte, dass die Geschichte noch nicht soweit war.

Und wir dürfen auch Annas Rolle nicht vergessen!“ , „Na geht’s noch?!“ Das war eine rein rhetorische Frage, die Schülerin hatte inzwischen sichtbare Mühe unter Schmerzen das Gleichgewicht zu halten. „Stellt sich denn niemand Fragen bei Annas Rolle?“, fragte sie in die Runde. „Ihr seht sie zwar Leiden aber ihr müsst auch kurz hinter das Offensichtliche sehen!“, sie machte eine Kunstpause. „Sie mag zwar leiden, aber wenn sie es wirklich schlimm fände, hätte sie längst ihr Safewort benutzen können. Hat sie aber nicht!“ „Daraus kann man doch nur schließen, dass sie die Situation eigentlich nicht so schlimm findet.“ Einige Schüler nickten. „Im Übrigen, ist Anna ja nicht dumm und weiß seitdem ich das Szenario über die Stundenklingel hinaus verlängert habe, dass das Szenario erst endet, wenn sie gegen die Regeln verstößt und bestraft werden kann. Sie hätte es für sich auch abkürzen können, wenn sie das Szenario durch eine Strafe hätte weiterspielen wollen.“

Sie wandte sich ein letztes Mal an die Schülerin, die beinahe schon im Begriff war zu Boden zu gehen. „Findest du es schlimm zu leiden?“ „Ja. Nein. Ich weiß nicht.“ Das dachte ich mir, sagte die Lehrerin trocken und beobachtete wie Anna zu Boden ging.

Frau Janssen wandte sich an die Klasse. „Hiermit beende ich das Szenario. Ein großer Applaus für Anna. Niemand kann sagen, dass sie nicht alles gegeben hätte!“ Unter ohrenbetäubenden Applaus aller 20 Schüler, half die Lehrerin der Schülerin auf und half ihr zurück auf ihren Platz, wo sie sie von dem Halsband erlöste. Anna hatte Tränen in den Augen. Sie weinte vor Schmerz, vor Scham und (sie hatte Schwierigkeiten sich das einzugestehen) vor unbefriedigter Geilheit. „Als Anna etwas verschnauft hatte, schickte die Lehrerin Anna auf die Toilette um „sich kurz frisch zu machen.“ So schnell sie konnte lief, oder besser gesagt humpelte sie auf die Toilette. Für einmal störte sie der beißende Uringestank auf dem alten Schulklo nicht. Sie konnte sich gar nicht schnell genug hinsetzen und sich zu einem ersten markerschütternden Orgasmus fingern.

Passenderweise fingerte sich auch Anna beim Lesen der letzten Zeilen zu einem heftigen Orgasmus. Als sie ihre sieben Sinne wieder beisammen hatte, dachte sie bei sich, dass wenn die Leser auch nur halb so viel Vergnügen hatten, wie sie beim Schreiben, sie sich sicher nicht würden beklagen können. Immer noch um Atem ringend, las sie die letzten Paragrafen ihrer Geschichte:

Als sie wieder auf den Erdboden zurückgekehrt war, wusch sie sich schnell das Gesicht und die Hände und kehrte in die Klasse zurück, wo sie gerade noch mitbekam, wie die Lehrerin den Schülern ein letztes Mal eintrichterte, wie ehrenwert Annas Leistung war und wie glücklich sie sich schätzen konnten, dass Anna ihnen diese Einsicht in das Innere einer echten Sub gewährt hatte.

Bevor wir gehen können, müssen wir eine letzte Sache besprechen. Das Szenario ist abgelaufen. Du entscheidest ob wir ein neues Szenario eröffnen. Du hast bis Montagabend Zeit dich bei mir zu melden wegen der Biostunde am Dienstag und bis Donnerstagabend wegen der Sexualkundestunden nächste Woche.“ Anna wollte schon antworten, aber die Lehrerin hielt sie zurück. „Denk erstmal gut darüber nach. Es ist heute schon schnell genug gegangen. Viel schneller als ich gedacht hätte. Lass dir erstmal etwas Zeit.“

Mit dem Wunsch nach einem schönen Wochenende entließ sie 21 zufriedene Schüler in ihr Wochenende.

Ende Teil 1."

Anna war wirklich zufrieden mit ihrer Geschichte. Als sie F5 drückte, bemerkte sie, dass die Geschichte bereits seit einer Dreiviertelstunde freigeschaltet war. Zufrieden sah sie, dass die ersten beiden Leser ihr 5 von 5 möglichen Sternen gegeben hatten. Besonders freute sie, dass die beiden auch einen aufmunternden Kommentar dagelassen hatten.

‚Subbie78‘ hatte geschrieben, dass sie das Szenario sehr geil fand und sie es vielleicht mal mit ihrem Herren ausprobieren wollte und ‚MasterFrancis‘ beglückwünschte sie zu diesem starken Einstand. Beide wünschten sich mehr. Anna war glücklich. Sie hatte schon einige weiterführende Ideen und würde ihren Lesern schon bald mehr liefern.

 

Ende Teil Eins. ;)

M.M.M.

 

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